Das Religionspädagogische Institut RPI bietet ein Diplomstudium an, welches umfassende Kompetenzen für die Tätigkeit in den religionspädagogischen Berufsfeldern vermittelt.

Studieninhalt

Das RPI bildet Religionspädagoginnen und Religionspädagogen für den schulischen Religionsunterricht, die Gemeindekatechese und die kirchliche Jugendarbeit aus. Im Diplomstudiengang werden die dazu notwendigen theologischen und pädagogischen Fachkenntnisse, die sozialwissenschaftlichen Grundlagen und die didaktisch-methodischen Fähigkeiten vermittelt.

Lehrveranstaltungen

Die Vorlesungen des Grundstudiums finden von Dienstag bis Freitag und die Vorlesungen des Aufbaustudiums von Montag bis Dienstag jeweils von 08.40-11.55 Uhr / 12.45-16.00 Uhr statt.

Anmeldung

Eine Anmeldung für die einzelnen Vorlesungen ist nicht notwendig. Diese werden gemäss Stundenplan besucht.

Dauer aktuelles Semester

Herbstsemester 2017-18: Mo. 28.08. - Fr. 26.01.2018

 

 

Aufbau

Umfang und Dauer

Das Studium ist eingeteilt in ein Grundstudium, welches als einjähriges Vollzeitstudium oder als zweijähriges berufsbegleitendes Studium absolviert werden kann, und ein Aufbaustudium. Die Normalstudiendauer beträgt vier Jahre. Abweichungen von der Normalstudiendauer sind möglich. Das Studium kann jeweils im Herbstsemester begonnen werden.

Zeitlicher Übersichtsplan

Vorkurs

Der Vorkurs beginnt mit einer Intensivwoche, welche im August stattfindet.

Studienbeginn 2017

Vorkurs: 21. – 25. August

Grundstudium

Im Grundstudium vermittelt das RPI die theologischen und humanwissenschaftlichen Grundlagen für alle religionspädagogischen Arbeitsbereiche. Es dient der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten sowie der Einführung in die pädagogische Praxis und dem Nachweis der berufsspezifischen Eignung.

Fachunterricht 

Er findet zu folgenden Themenbereichen statt:

Seminare

Das Proseminar führt in das Arbeiten mit Texten und das Verfassen eigener Texte ein. Formale Aspekte stehen dabei im Vordergrund. Im Seminar soll unter Anleitung einer Fachdozentin oder eines Fachdozenten eine eigenständige Auseinandersetzung mit einer Thematik stattfinden und diese in der Seminararbeit dargestellt werden.

Im Verlauf des Grundstudiums findet zuerst ein Proseminar statt (wahlweise Dogmatik oder Ethik) und anschliessend ein biblisches Seminar (wahlweise Altes Testament oder Neues Testament).

Intensivwochen

Die Intensivwoche „Unterrichten lernen“ vermittelt didaktische und methodische Grundlagen und ist im Verlauf des Grundstudiums zu besuchen.

Leistungsnachweise

Die Leistungsbeurteilung im Grundstudium findet in Form von schriftlichen oder mündlichen Prüfungen oder anderen Lernkontrollen zur Ermittlung einer Jahresnote statt.

Aufbaustudium

Ins Aufbaustudium kann übertreten, wer das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen oder äquivalente Leistungen an anderen Institutionen erworben hat und für eine religionspädagogische Tätigkeit als geeignet beurteilt worden ist sowie über genügend Selbst- und Sozialkompetenz verfügt.

Das Aufbaustudium ist geprägt durch das Ineinandergreifen von akademischem Lernen am RPI (zwei Tage/Woche) und Praxiserfahrung in der Pfarrei (Pensum von 40 – 50 %). Diese Bereiche werden immer wieder aufeinander bezogen. Die Unterrichtsphilosophie ist kompetenzorientiert; sie zielt auf Handlungskompetenz in komplexen Situationen. Es werden bei den Studierenden gutes Selbstmanagement, Sozialkompetenz und Kommunikation sowie aktive Gestaltung des eigenen Lernens erwartet und gefördert. Neben der fachlich-akademischen Ausbildung gehört auch die Betreuung in Praxisreflexion und Supervision zum Studiengang.

Konkret umfasst das Aufbaustudium die Module des Bereichs Grundlagen und Integration sowie sämtliche Module von zwei der drei Kompetenzbereiche Schulischer Religionsunterricht, Gemeindekatechese oder Kirchliche Jugendarbeit.  

Das Aufbaustudium setzt sich im Detail wie folgt zusammen:

Bausatz Grundlagen und Integration

Die Module des Kompetenzbereichs Grundlagen und Integration umfassen folgende Elemente (ca. 80 Halbtage): 

Bausatz Schulischer Religionsunterricht

Die Module des Kompetenzbereichs Schulischer Religionsunterricht umfassen folgende Elemente (ca. 60 Halbtage):

Bausatz Gemeindekatechese

Die Module des Kompetenzbereichs Gemeindekatechese umfassen folgende Elemente (ca. 60 Halbtage):

Bausatz Kirchliche Jugendarbeit

Die Module des Kompetenzbereichs Kirchliche Jugendarbeit umfassen folgende Elemente (ca. 60 Halbtage): 

Intensivwochen

Im Laufe des Studiums sind eine theologische und eine gruppendynamische Intensivwoche zu absolvieren. Das RPI bietet jährlich alternierende Intensivwochen in den vorgenannten Bereichen an. Die Intensivwoche Projektmethode (Kirchliche Jugendarbeit/Gemeindekatechese) findet während des Aufbaustudiums statt.

Leistungsbeurteilungen und Lernzielkontrollen

Im Aufbaustudium sind zwei umfangreiche benotete Seminararbeiten zu verfassen. Zum einen eine Theoriearbeit im Sinne einer Aufarbeitung, Diskussion und Darstellung einer theologischen, pädagogischen oder sozialwissenschaftlichen Fragestellung im Hinblick auf das religionspädagogische Berufsfeld; zum anderen entweder eine Arbeit nach dem Schema Unterricht/Bildung oder eine Arbeit nach dem Schema Projektmethode. In den übrigen Modulen und Praxisbereichen finden weitere Formen der Fremd- und Selbstbeurteilung gemäss der Kriterienliste des Religionspädagogischen Instituts statt. 
Im letzten Quartal des Aufbaustudiums ist die Diplomprüfung abzulegen.

Studienabschluss

Voraussetzungen zum Erhalt des Diploms sind:

  • besuchter Vorkurs zu Beginn des Studiums
  • bestehen des Grundstudiums am RPI
  • absolvieren der Module des Bereichs Grundlagen und Integration sowie sämtlicher Module in zwei Kompetenzbereichen und verfassen von zwei umfangreichen benoteten Seminararbeiten
  • erfüllte Grundanforderung in der Praxistätigkeit
  • bestehen der Diplomprüfung

Der Titel "dipl. Religionspädagogin RPI"  resp. "dipl. Religionspädagoge RPI" wird zum Bescheinigen des erfolgreichen Abschlusses des Studiengangs verliehen.

Sprachen

Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

Studierende müssen über genügende Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift verfügen. Die Abklärung ist Bestandteil des Aufnahmeverfahrens. Für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gelten die Bestimmungen der Richtlinien über die Deutschprüfung für fremdsprachige Studienbewerberinnen und Studienbewerber (Niveau C1) an der Universität Luzern: Zulassungsrichtlinien der Universität Luzern.

Praktika

Die Studierenden sind während dem Aufbaustudium zwei Jahre in einer Praxisstelle (Pensum 40–50%) tätig und absolvieren in diesem Rahmen die berufspraktischen Studien (vgl. Studien- und Prüfungsordnung RPI § 3 Absatz 3 und 4). Die Praxisstellen werden den Studierenden durch die Studienleitung vermittelt.

Die Studierenden werden in der Praxisstelle von einer ausgebildeten Fachperson ausgebildet und betreut. Die Tätigkeiten in der Praxisstelle umfassen alle religionspädagogischen Praxisfelder, für die eine berufliche Qualifikation angestrebt wird.

Mobilität

Mobilitäts- und Gaststudierenden steht das Lehrangebot des RPI offen. Ausgeschlossen davon sind praktische Studien, Praxisreflexion und Supervision. Im Übrigen gilt die Rahmenstudienordnung der Theologischen Fakultät der Universität Luzern (siehe "Reglemente, Merkblätter").

Information und Beratung

Das International Relations Office der Universität Luzern informiert über alle Fragen der Studierendenmobilität (Rubrik International). Sie können sich ausserdem an das Sekretariat RPI wenden: T +41 41 229 52 54, Nadja.Jatsch@unilu.ch. 

Berufsperspektiven und weiterführendes Studium

Berufsperspektiven

Das Diplom in Religionspädagogik ist ein berufsqualifizierender Abschluss für die Tätigkeit in den religionspädagogischen Berufsfeldern Schulischer Religionsunterricht, Gemeindekatechese und Kirchliche Jugendarbeit.

In ihrem Berufsfeld sind Religionspädagoginnen und Religionspädagogen Ansprechpersonen sowie Expertinnen und Experten für religionspädagogische Fragen. Sie müssen imstande sein, Anliegen von Religionsunterricht, Kinder- und Jugendarbeit gegenüber anderen überzeugend zu vertreten, sich Partnerinnen und Partner für gemeinsame Anliegen zu suchen und müssen vor allem Spass an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben.

Schulischer Religionsunterricht

Ist der jahrgangsweise, meist im Rahmen der Schule organisierte systematische Religionsunterricht in der Primarschule und Oberstufe. Je nach Kanton und Gemeinde kann dieser unterschiedliche Formen annehmen, mehr oder weniger in das schulische Leben oder in die Pfarrei integriert sein. In der Regel ist der schulische Religionsunterricht konfessionell oder ökumenisch. Religionspädagoginnen und Religionspädagogen unterrichten in der Schule, pflegen den Kontakt zu Eltern sowie zwischen schulischen und kirchlichen Verantwortlichen, sind um die Einbindung ins Schulhaus besorgt und sind für den Bereich Religionsunterricht in einer Pfarrei oder einem Dekanat verantwortlich.

Gemeindekatechese

Bezeichnet die Begleitung von Glaubenswegen, die katechetische Vorbereitung der Sakramente bei Kindern und Jugendlichen sowie spirituelle Animation für verschiedene Zielgruppen und Menschen jeden Alters. Religionspädagoginnen und Religionspädagogen sind für die Planung und Durchführung der Sakramentenkatechese verantwortlich, kümmern sich um Liturgie und Rituale für Kinder und Jugendliche, animieren gemeindekatechetische Projekte.

Kirchliche Jugendarbeit

Umfasst alle offenen oder verbandlichen (z.B. Blauring, Pfadi) kirchlichen Aktivitäten bezüglich (Kinder- und) Jugendarbeit, vom offenen Angebot im Jugendzentrum bis zum Lager, vom Jugendgottesdienstkreis bis zur Erlebnispädagogik. Religionspädagoginnen und Religionspädagogen initiieren und begleiten kirchliche Jugendarbeit, kümmern sich um den Einbezug ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, entwickeln mit allen Beteiligten neue Ideen und Konzepte.

Weitere Einblicke in das Berufsfeld Religionspädagogik: www.religionspaedagogik.info/berufsfeld.html.

Weiterführendes Studium

Mit Abschluss des Diplomstudiengangs Religionspädagogik hat man direkten Zugang zum Bachelorstudium of Arts in Religionspädagogik der Universität Luzern.

Anmeldung und Zulassung

Bei allgemeinen Fragen zur Anmeldung und Zulassung gibt Ihnen die Studienleitung des RPI Auskunft.

Anmeldung

Die Anmeldung zum Diplomstudiengang erfolgt online unter http://portal.unilu.ch.
Die Gebühr für das Anmeldeverfahren beträgt CHF 515.--.
Der Besuch einer Informationsveranstaltung zum Studiengang Religionspädagogik wird empfohlen.

Folgende Unterlagen sind für die Onlineanmeldung (Format PDF oder JPG) bereitzustellen: 

  • Formular zur Personalienergänzung *
  • Handgeschriebener Lebenslauf * 
  • (Abschluss-) Zeugnis Sekundarstufe 1
  • (Abschluss-) Zeugnisse / Diplome weiterer besuchter Schulen / Ausbildungen / Arbeitstätigkeiten
  • Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister (Online-Bestellung unter https://www.e-service.admin.ch/crex/cms/content/strafregister/privatauszug_de) zur Klärung des Vorliegens eines strafrechtlichen Vorbehalts, der die Ausübung eines pädagogischen Berufs in Frage stellen würde
  • Wohnsitzbestätigung

* Formular bzw. Handreichung sind auf http://portal.unilu.ch zu downloaden.

Anmeldeschluss ist der 30. April.
Das Studium kann jeweils im Herbstsemester begonnen werden.  

Zulassung

Voraussetzungen für die Aufnahme ans Religionspädagogische Institut Luzern

  • Mindestalter von 19 Jahren,
  • Abschluss der Orientierungsstufe der Volksschule mehrheitlich auf Niveau A und Lehrabschlussprüfung mit mindestens einem Jahr Berufspraxis oder eine abgeschlossene höhere Bildung,
  • Bestehen des Aufnahmeverfahrens, in welchem die Sozial- und Selbstkompetenz sowie der sprachliche Ausdruck geprüft und die Motivation geklärt werden,
  • genügende Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Studiengangsspezifische Voraussetzungen

Nach Einreichung der Anmeldung werden in einem Aufnahmeverfahren die studiengangsspezifischen Voraussetzungen für ein pädagogisches Studium gemäss Studien- und Prüfungsordnung  RPI § 14 Absatz 1c (siehe "Reglemente, Merkblätter") abgeklärt. 

Informationsveranstaltung

Was macht eine Religionspädagogin /ein Religionspädagoge?

Der Info-Tag des RPI findet jeweils im März und November statt. Bei dieser Gelegenheit wird die Ausbildung am Religionspädagogischen Institut Luzern RPI ausführlich vorgestellt. Wann der nächste Info-Tag stattfindet sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

Auch ausserhalb des Infotages ist es möglich, einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Bitte melden Sie sich bei Bedarf im Sekretariat RPI: T +41 41 229 52 53, rpi@unilu.ch.

Broschüre RPI


Häufige Fragen

Kontakt und Auskunft

Dr. theol. Markus Arnold

Studienleiter 

T +41 41 229 52 47
markus.arnoldremove-this.@remove-this.unilu.ch

Raum 3.B22

Die Studienleitung des Religionspädagogischen Instituts gibt Studieninteressierten wie auch Studierenden Auskunft über alle Fragen, die das Studium angehen. 

Prof. Dr. Monika Jakobs

Verantwortliche Person der Theologischen Fakultät 

T +41 41 229 52 46
monika.jakobsremove-this.@remove-this.unilu.ch

Raum 3.B30

Sekretariat

Universität Luzern
Religionspädagogisches Institut
Frohburgstrasse 3, Raum 3.B25
6002 Luzern

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T +41 41 229 52 53