LIFE Research Projects
LIFE umfasst verschiedene Forschungsprojekte im Bereich Forschung und Wissenstransfer mit Schwerpunkten in muskuloskelettaler Gesundheit, oraler Gesundheit sowie an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialsektor. Neben der Forschung zur Funktionsfähigkeit legen wir einen besonderen Akzent auf die Implementierung, um ein Umdenken im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft anzustossen, denn dies ist eine Grundvoraussetzung für den angestrebten Paradigmenwechsel.
Rückenschmerzen sind bei Erwachsenen weit verbreitet. In über 90% der Fälle handelt es sich dabei um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen ohne klare Ursache. Unspezifische Rückenschmerzen schränken die Funktionsfähigkeit im Alltag ein, erschweren körperliche und soziale Aktivitäten und reduzieren Wohlbefinden sowie Lebensqualität. Zur Schmerzbehandlung werden unter anderem Medikamente oder gezielte Rückenübungen eingesetzt. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass solche Rückenübungen Schmerzen reduzieren können und dazu beitragen, dass Betroffene im Alltag wieder aktiver werden. Allerdings ist bislang unklar, welche Übungen am wirksamsten sind und wie solche Übungsprogramme optimal zusammengestellt werden sollten. In unserer Studie untersuchen wir daher, ob ein individualisiertes Rückentrainingsprogramm Rückenschmerzen verringern und die Funktionsfähigkeit im Alltag verbessern kann.
Prof. Dr. sc. nat. Claudio Perret
Titularprofessor für Rehabilitations- und Funktionsfähigkeitswissenschaften
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Dr. Andrea Aegerter
Forschungsmitarbeiterin PostDoc
T +41 41 229 57 39 • Alpenquai 4 Raum 6 • andrea.aegerter@unilu.ch
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Grundlage dieses Projekts ist die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation – ein weltweit anerkanntes System zur systematischen Erfassung von Funktionsfähigkeit, Gesundheit und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben. Darauf basierend wurde im Rahmen eines internationalen Konsensusprozesses das ICF Core Set für orale Gesundheit entwickelt. Es definiert erstmals auf standardisierte Weise die zentralen Aspekte der Funktionsfähigkeit bei oralen Gesundheitsproblemen. Mit ClinFIT Oral Health entsteht nun ein Instrument, das diese Inhalte in ein klinisch anwendbares Format überführt. Ziel ist es, ein praxistaugliches, international anschlussfähiges Instrument zu schaffen, das die Erfassung funktionaler Einschränkungen im zahnmedizinischen Alltag erleichtert und die patientenzentrierte Versorgung stärkt.
Prof. Dr. Carla Sabariego
Professorin für Rehabilitation und Gesundes Altern
T +41 41 229 59 17 • Alpenquai 4, Raum 2 • carla.sabariego@unilu.ch
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Dr. med. dent. Céline Lenherr
Doktorandin (Prof. Dr. Carla Sabariego)
Alpenquai 4 • celine.lenherr@unilu.ch
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Wir sind weltweit führend in der Forschung zur Funktionsfähigkeit, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2001 mit der ICF klassifiziert wurde. Die Funktionsfähigkeit umfasst neben der biologischen auch die gelebte Gesundheit. Dazu gehört, wie Menschen auf der Grundlage ihrer biologischen Gesundheit ihren Alltag bewältigen und am sozialen Leben teilhaben. Neben der Forschung zur Funktionsfähigkeit setzen wir einen Akzent auf die Implementierung, damit soll zu einem Umdenken nicht nur im Gesundheitswesen, sondern in der ganzen Gesellschaft beigetragen werden - eine Grundvoraussetzung für den angestrebten Paradigmenwechsel.
Dieses Forschungsprojekt basiert auf zwei Schlüsselpublikationen:
The human functioning revolution
NAS Workshop on Aging, Functioning and Rehabilitation
Prof. Dr. med. Gerold Stucki
Professor für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik





