Ein Forschungsteam der Universität Luzern entwickelt ein Konzept, wie Schweizer Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in China Talente identifizieren und fördern können. Anfang 2017 fiel der Startschuss zum Projekt.

Das Projekt befasst sich unter anderem mit Unternehmen aus der Metallindustrie. (Symbolbild)

Das Team um Prof. Dr. Bruno StaffelbachLea Rutishauser und Dr. Anna Sender erhielt für das Projekt "Innovative Talent Management Framework for Swiss Companies of MEM Industry in China" rund 128'000 Franken von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) zugesprochen. In Zusammenarbeit mit zwei Praxispartnern – einem Schweizer Unternehmen aus dem Industriesektor und einem Beratungsunternehmen – startete das auf 22 Monate angelegte Projekt am 1. Januar 2017.

Die Forschenden befassen sich mit Herausforderungen des heutigen Talentmanagements in Unternehmen. So kann zum Beispiel Talentförderung nebst zahlreichen positiven Effekten für die Mitarbeitenden auch negative Auswirkungen mit sich bringen. Etwa, wenn Mitarbeitende für ein Talentmanagement-Programm nominiert werden, aber ihre Erwartungen in Bezug auf Entwicklungsmöglichkeiten nicht erfüllt werden können. Auch die damit verbundene Kommunikation kann ein Stolperstein sein. Wie soll die Kommunikation gestaltet werden, sodass sich Talente angesprochen und Mitarbeitende, die nicht als Talent nominiert wurden, sich nicht ausgeschlossen fühlen? Nicht zuletzt ist das Talentmanagement eine Herausforderung für die Führungskräfte. 

Ziel ist die Entwicklung eines Rahmenkonzepts für Talentmanagement für Schweizer Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in China. Anhand empirischer Untersuchungen wollen die Forschenden zudem Basiskomponenten für erfolgreiches Talentmanagement entwickeln, die auf kulturelle und strukturelle Zusammenhänge in China abgestimmt sind. Mit dem Fokus auf China werden insbesondere die Situation und die Herausforderungen einer kollektivistischen Kultur mit einem raschen Wachstum berücksichtigt.