Ausflug des Forschungskolloquiums Kirchengeschichte in das Stadtarchiv Luzern

Das zweite Kolloquium des Doktorant:innenkollegs des Lehrstuhls für Kirchengeschichte im FS 26 führte in das Stadtarchiv Luzern. Unter dem Motto "eine Geschichte der Geschichte" lernte die Gruppe sowohl die Räumlichkeiten und die Entstehung des Stadtarchives als auch einige besondere Funde kennen.

Am Samstag, dem 13. Juni besuchte das Doktorant:innen-Kolloquium des Lehrstuhls für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Luzern das Stadtarchiv von Luzern. Unter der eloquenten und sehr abwechslungsreichen Führung von Florian Fischer, dem Co-Leiter des Stadtarchivs, erhielt die Gruppe in der kurzen Zeit einen sehr breiten Überblick: Von der Akquisition und der Lagerung von Archivalien, dem Beseitigen von Papierfischchen und dem Unterhalt der Bibliothek, bis zu den zukünftigen Ausbaumöglichkeiten des Gebäudes wurde deutlich, mit welchem Aufwand und welcher Sorgfalt die Mitarbeiter:innen vorgehen. 

Neben den städtischen Beständen, zu denen auch diejenigen der fusionierten Gemeinde Littau gehören, werden dort private Archive von Einzelpersonen, Firmen oder Vereinen und verschiedene Sammlungen inventarisiert und verwaltet. Diese dokumentieren die Entwicklungen der Stadt Luzern seit der Gemeindegründung von 1823. Neben dem Gedächtnis der Kultur und des Gemeinwesens, welches auch eine städtische Kunstsammlung enthält, sollen die überlieferten Quellen für Neugier und Forschung erhalten bleiben und zugänglich sein. Als dritte Säule des Stadtarchivs sind Vermittlung und Beratung zu nennen, denn eine effiziente Nutzung lässt sich nur mit dem notwendigen Verständnis und den adäquaten Methoden erreichen. Ganz so, wie es sich z. B. für eine professionelle Doktorarbeit gehört.

 

Bericht: Stefan Dominik Furrer, Fotos: Veronika Kanf