Im Kanton Luzern gibt es mehr als 140 "esoterische" Anbieter (Stand Mai 2007).
Der Begriff "Esoterik" (griech. "esoterikos" = innerlich) bezeichnete in der Antike ein bestimmtes Sonderwissen für Eingeweihte, dessen Erwerb und Gebrauch beschränkt war. Bis heute ist nicht klar bestimmt, was unter "Esoterik" verstanden wird. Gleichwohl stösst man im Alttag oftmals auf Angebote wie "indianische Visionssuche", "heilende Edelsteine", "Energiepyramiden" oder "neue Hexen", vielfach verstanden als "Esoterik".
Ein grosses Feld diverser Sinnanbieter wird unter diesem Sammelbegriff gefasst. Es ist keine organisierte Religionsform feststellbar und Wissenschaftler sprechen daher mitunter von "unsichtbarer Religion". Eine mögliche Systematisierung unterteilt in "New Age" (steht für Auffassungen, dass ein neues Zeitalter anbreche), "Channeling" (Medien, die mit jenseitigen Wesen in Kontakt treten können), "Okkultismus" (verborgene Geheimlehren sowie diverse energetische Praktiken) und "Medizinische Esoterik" (alternative Heilmethoden).
Im Kanton Luzern ist das Feld gross und ein weites Interesse scheint vorhanden. Zu nennen sind etwa Feng Shui, spirituelles und geistiges Heilen, Kartenlegen, Astrologie u. a. m. Es gibt esoterische Läden wie "Zwischenwelt" (Luzern), Abteilungen in Buchhandlungen, Messen, Kursangebote und Zeitschriften über "Esoterisches". Die hier aufgeführten Gemeinschaften sind also keinesfalls komplett.

Eine Systematisierung und einen Überblick über "Esoterik im Kanton Luzern" gibt die Studie von Manuel Menrath und Peter Haller, die 2007 als Seminararbeit am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern angefertigt wurde. 

«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.