Das Institut für Wirtschaft und Regulierung WIRE bringt Forschung und Lehre unterschiedlicher Rechtsgebiete im Bereich des Wirtschaftsrechts zusammen. Faire Preise für Schweizer Konsumenten und KMU bilden den Themenschwerpunkt der Gründungsfeier des neuen Instituts der Universität Luzern.

Datum: 18. Januar 2019
Zeit: 17.15 Uhr bis 19.15 Uhr
Ort: Hörsaal 9

Die hohen Preise in der Schweiz beschäftigen die Politik seit einigen Jahren. Um das hohe Preisniveau unter Druck zu bringen, hat der Bundesgesetzgeber bereits verschiedene regulatorische Massnahmen ergriffen: Cassis de Dijon-Prinzip, regionale Erschöpfung, Anerkennungsabkommen mit der EU, Verbot von vertikalen Gebietsschutzabreden – um nur einige zu nennen. Auf das Preisniveau haben sich diese Massnahmen jedoch kaum ausgewirkt. Die Volksinitiative «Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise» nimmt das Anliegen neu auf. Die Initiative will über die Einführung der Konzeption der «relativen Marktmacht» und des Gebots der Nichtdiskriminierung im Online-Handel faire Preise für Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten und faire Einkaufspreise für Schweizer KMU garantieren. Der Bundesrat hat im August 2018 einen indirekten Gegenvorschlag in die Vernehmlassung gegeben.

Wird der indirekte Gegenvorschlag den Anliegen der Initiative gerecht? Ist das Konzept der relativen Marktmacht der Schlüssel zur Senkung des hohen Preisniveaus? Können die Versprechen von fairen Preisen erfüllt werden? Zu diesen Fragen referieren und diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft anlässlich der Gründungsfeier des Instituts für Wirtschaft und Regulierung WIRE. An der Diskussionsrunde nehmen unter anderem die Nationalrätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz, Prisca Birrer-Heimo (SP), Ständerat und FDP-Vizepräsident Dr. Andrea Caroni, der stellvertretende Direktor des SECO, Botschafter Dr. Eric Scheidegger sowie ein Kartellrechtsexperte, Prof. em. Dr. Roger Zäch teil.

Das WIRE setzt sich in wissenschaftlich innovativer Weise mit Fragen von Wirtschaft und Regulierung auseinander. Dem Institut sind rund 30 Professuren, Doktorierende und Postdocs der Universität Luzern angeschlossen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Wirtschaft und Regulierung befassen. Dies ermöglicht eine interdisziplinäre Forschung, die über die Grenzen der klassischen Rechtsgebiete hinausgeht und ökonomische Zusammenhänge miteinbezieht.

Die Gründungsfeier ist öffentlich. Alle interessierten Personen sind herzlich an die Veranstaltung und den anschliessenden Aperitif eingeladen.

Programm |