Patientenzentriertes Rehabilitationsmanagement
Das Weiterbildungsangebot in patientenzentriertem Rehabilitationsmanagement wird in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum, der Suva und dem Luzerner Kantonsspital angeboten und legt den Fokus auf eine patientenzentrierte Rehabilitation.
Es vermittelt fundierte Leadership- und Managementkompetenzen für das rehabilitative Versorgungssystem. Im Fokus stehen aktuelle, praxisrelevante Themen entlang des Patientenpfads – von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz in der Rehabilitationspraxis bis zu krankenversicherungsrechtlichen Fragestellungen. Ziel ist es, die Teilnehmenden auf die komplexen Anforderungen einer zukunftsorientierten Rehabilitation vorzubereiten.
Folgende Module sind Teil des Weiterbildungsangebotes des Patientenzentriertes Rehabilitationsmanagement. Die Module können einzeln, in diesem Falle Microcredential genannt, besucht werden oder im Rahmen des CAS als Ganzes. Die detaillierten Modulbeschreibungen sind weiter unten (im nächsten Akkordeon, nach Kontakt) aufgelistet.
Dieses Weiterbildungsangebot richtet sich an ein Schweizer Publikum, das im Gesundheits- und Rehabilitationssektor tätig ist:
- Gesundheitsfachpersonen mit Interesse an einer Führungsposition im Rehabilitationsbereich
- Management-Ebene in Rehabilitationskliniken, wie Teamleitungen, Qualititätsmanagement- oder Unternehmensentwicklungsverantwortliche
- Versicherungsverantwortliche, Case-Management, Finanzierung/Tarifierungsspezialisten (MTK, STReha), Versicherungsmediziner
- Interessentinnen u. Interessenten, die im Schweizer Gesundheits- und Rehabilitationssektor tätig sind: BAG/BFS/BFU, Gesundheitsdirektionen der Kantone, NGO-Angestellte im Bereich Rehabilitations- und chronische Erkrankungen.
Teilnehmende aus dem Ausland können bei entsprechenden Qualifikationen auch zugelassen werden.
Ziel dieses Weiterbildungsangebot ist es, qualifizierte Personen aus Gesundheitsversorgung, Management, Forschung und Lehre praxisorientiert und auf wissenschaftlich hohem Niveau im Bereich Rehabilitationsmanagement weiterzubilden.
Der erfolgreiche CAS-Abschluss befähigt Absolvierende, eine aktive und führende Rolle als Spezialist:in für Rehabilitationsmanagement entlang des Patientenpfades in einem interprofessionellen Rehabilitationssetting im Schweizer Gesundheitssystem verantwortungsvoll einzunehmen.
| Gesamtes CAS in Patientenzentriertem Rehabilitationsmanagement | CHF | 8'300.00 |
| Einzelnes Modul innerhalb des CAS | CHF | 850.00 |
In den Kosten sind die Einschreibegebühren, das Kursmaterial und zwei Kaffeepausen pro Tag inbegriffen. Das Mittagessen ist Sache der Teilnehmenden.
Zum CAS-Lehrgang und zu den Microcredentials wird zugelassen, wer einen Abschluss an einer anerkannten Universität oder Fachhochschule erworben hat (z. B. Bachelor of Science) und mindestens drei Jahre qualifizierte Berufserfahrung im Bereich Rehabilitation oder in einem affinen Bereich nachweisen kann.
Die Studienleitung kann darüber hinaus Personen «sur dossier» zulassen, wenn sie über vergleichbare Kompetenzen verfügen und entsprechende Erfahrungen nachweisen können. Personen, die sich «sur dossier» anmelden, sind gebeten, einen Motivationsbrief sowie eine Referenz zusammen mit ihren Anmeldungsunterlagen einzureichen.
Prof. Dr. Carla Sabariego
Professorin Rehabillitation und Gesundes Altern,
Prodekanin Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
Schweizer Paraplegiker-Forschung
Diana Sigrist-Nix, EMBA MSc
Leiterin Medizinische Dienste
Mitglied der Geschäftsleitung
Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil
Dr. med. Patricia Heisterbach, MBA
Leitende Ärztin Versicherungsmedizin
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
Anmeldung zum gesamten CAS-Lehrgang
Die Anmeldung zum gesamten Lehrgang kann via Anmeldeportal der Universität Luzern vorgenommen werden.
Folgende Unterlagen sind vor der Online-Anmeldung digital bereitzustellen, damit diese während des Anmeldeprozesses direkt hochgeladen werden können:
- Kopie Personalausweis (Pass/ID)
- Aktuelles Passfoto (Portrait, Format 35x45 mm)
- Kopie Studienberechtigungsausweis (Matura, Reifezeugnis oder andere Qualifikationen)
- Kopie Diplome, die vom Lehrgang verlangt werden
- Weitere Unterlegen, die vom Lehrgang verlangt werden
- Lebenslauf
Bei Fragen oder Unklarheiten hilft Ihnen das Handbuch zur Online-Anmeldung oder wenden Sie sich per E-Mail an weiterbildung@unilu.ch
Anmeldung zu einzelnen Modulen/Microcredentials
Die Anmeldung zu einzelnen Modulen des Weiterbildungsangebots Patientenzentriertes Rehabilitationsmanagement findet über das nachstehende Online-Formular statt.
Folgende Unterlagen sind vor der Online-Anmeldung digital bereitzustellen, damit diese während des Anmeldeprozesses direkt hochgeladen werden können:
- Lebenslauf
- Kopie Diplome und Studienberechtigungsausweis
Haben Sie Fragen zu unserem Weiterbildungsangebot? Möchten Sie ein Beratungsgespräch vereinbaren? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
rehabilitation@unilu.ch
Weiterbildung “Patientenzentriertes Rehabilitationsmanagement”
Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin
Universität Luzern
Frohburgstrasse 3
6002 Luzern
Tel: +41 41 229 56 42
Kursinhalte und Modulbeschreibungen
Folgende Module sind Teil des Weiterbildungsangebotes des Patientenzentriertes Rehabilitationsmanagement. Die Module können einzeln, in diesem Falle Microcredential genannt, besucht werden oder im Rahmen des CAS als Ganzes.
2 Tage | 1 ECTS
Nächste Durchführung am 18. und 19. November 2027
Das Modul vermittelt praxisnahe Konzepte und Instrumente von Leadership in komplexen Rehabilitationssystemen. Im Zentrum stehen interprofessionelle Führung, Kapazitätsmanagement, High Performance Teams, emotionale Intelligenz, Leadership und Ethik, sowie die Ausrichtung klinischer und organisationaler Prozesse auf Partizipationsziele. Die Teilnehmenden analysieren Rehabilitation als komplexes
System, reflektieren die eigene Führungsrolle und entwickeln konkrete Handlungsansätze für ihre Praxis. Eine begleitete Führung durch die Klinik inklusive Besuch des Paraforums wird als Leadership Field Observation mit Beobachtungs- und Reflexionsauftrag umgesetzt.
Modulleitung: Diana Sigrist-Nix, Leiterin Medizinische Dienste, Mitglied der Geschäftsleitung, Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil
Zur Modulbeschreibung inkl. Kurzbeschreibung, Lernziele, Dozierende
2 Tage | 1 ECTS
Nächste Durchführung am 13. und 14. Januar 2028
Das Modul bietet eine umfassende Übersicht über das Schweizer Gesundheits- und Sozialversicherungswesen: Die Auseinandersetzung mit rehabilitationsrelevanten Fragen in der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung wird thematisiert. Hierzu gehören relevante rechtliche und versicherungstechnische Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Fallbeispiele und deren versicherungstechnische Behandlung.
Modulleitung: Dr. med. Patricia Heisterbach, MBA, Leitende Ärztin Versicherungsmedizin, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
Zur Modulbeschreibung inkl. Kurzbeschreibung, Lernziele, Dozierende
2 Tage | 1 ECTS
Nächste Durchführung am 9. und 10 März 2028
Dieses Modul bietet eine umfassende Einführung in die transformative Rolle der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz (KI) in der Rehabilitation. Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung von digitalen Lösungen sowie KI, wie Nutzung von Wearables und mobilen Apps zur Verbesserung der Therapieergebnisse. Zudem werden ethische und datenschutzrechtliche Aspekte diskutiert, um einen verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Patientendaten sicherzustellen.
Modulleitung: Dr. sc. Roxanne Maritz, Koordinatorin Center for Rehabilitation in Global Health Systems, Universität Luzern
Zur Modulbeschreibung inkl. Kurzbeschreibung, Lernziele, Dozierende
2 Tage | 1 ECTS
Nächste Durchführung am 7. und 8. September 2028
Modulleitung: Ass.-Prof. Dr. Thekla Brunkert, Co-Leiterin Zentrum für Hausarztmedizin und Community Care, Assistenzprofessorin für Interprofessional Primary Care, Universität Luzern
Modulbeschreibung inkl. Kurzbeschreibung, Lernziele, Dozierende folgt noch.
2 Tage | 1 ECTS
Nächste Durchführung am 18. und 19. Januar 2029
Das Krankenversicherungsrecht regelt alle Rechtsfragen zur Vergütung medizinischer Leistungen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP). CAS-Teilnehmende, die im Rehabilitationsmanagement tätig sind, sind in ihrem beruflichen Alltag unweigerlich mit Fragen zur Vergütung von Rehabilitationsleistungen konfrontiert. Dazu gehört beispielsweise die Abgrenzung zwischen Leistungen der Krankenpflege-, Unfall- und Invalidenversicherung oder das Ersuchen um Kostengutsprachen bei den Krankenversicherern. In diesem Modul werden daher für den Bereich der Rehabilitation besonders relevante Fragen des Krankenversicherungsrechts
vertieft behandelt.
Modulleitung: Dr. iur. Dario Picecchi, Rechtsanwalt mit Tätigkeit im Staats- und Verwaltungsrecht, insbesondere im Gesundheitsrecht, Lehrbeauftragter für die genannten Rechtsgebiete an den Universitäten Luzern und Freiburg.
Zur Modulbeschreibung inkl. Kurzbeschreibung, Lernziele, Dozierende
Im Wahlmodul “Kommunikation in Leadership” wählen Sie eines der beiden untenstehenden Angebote (fett markiert), welches mit einem ECTS an den CAS-Zertifikatslehrgang angerechnet wird:
Führungskommunikation | 1 Tag | 1 ECTS
- Praxisübung vor der Kamera zur Verbesserung des Auftretens und der Wirkung
- Einführung in das Harvard-Konzept für Selbstreflexion und effektive Verhandlungsführung
- Medientraining für eine erfolgreiche Kommunikation mit Journalisten in verschiedenen Medienformaten
- Persönliche Begegnung mit einer führenden Persönlichkeit aus dem Journalismus
Norbert Bischofsberger, Dr. theol. (Redaktor und Moderator bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Theologe und Journalist)
Madeleine Hofer, lic.phil.I (Sprech- und Auftrittscoach und Kommunikationstrainerin beim SRF)
oder
Führen und Kommunizieren personennah mit Distanz | 1 Tag | 1 ECTS
- Die ideale Distanz und Nähe in der Leadership
- Fluchttier Alpaka: Führung und Reaktion praxisnah erleben
- Vertiefte Selbstreflexion zum eigenen Führungsverhalten
- Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien
Esther Maurer, lic.phil.I (Ehem. Vizedirektorin im Staatssekretariat für Migration SEM, Direktorin Solidar Suisse; Co-Leitung Avventuris Tiergestütztes Führungscoaching);
Andreas Hurter, Dipl. Bauingenieur ETH: Ehemaliger Geschäftsführer der Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime zkj; Co-Leiter Avventuris
Zwei weitere benötigte ECTS für den CAS-Zertifikatslehrgang können aus nachstehendem Angebot (fett markiert) ausgewählt werden.
Development Center – Mein eigenes Leadership Profil | 2 Tage | 2 ECTS
- Professionelle Analyse der Stärken und Entwicklungspotentiale
- Fremdbeurteilung, Eigenbeurteilung, Selbstreflexion
- Impulse aus den sogenannten Inner Development Goals (IDG)
- Madeleine Rieder, lic. phil. (Geschäftsführerin Asscience)
- René Louis, M.A. HSG (Senior Consultant Asscience)
Leadership & Macht- the Light and the dark side of Leadership | 2 Tage | 2 ECTS
- Formen von Macht erkennen und beurteilen
- Durchschauen von Machtkulissen, -intrigen und -motivationen
- Analyse förderlicher und hinderlicher Machtstrukturen inklusive Formen von toxic und destructive leadership, Narzissmus und Gewalt
- Früherkennung negativer Leadership-Formen und angemessener Umgang
- «Schonungslose» Auseinandersetzung mit Macht und -missbrauch
Frank Urbaniok, Prof. Dr. med.: Forensiker und Psychiater; Karin Iten, Dipl. natw. ETH: Co-Leiterin der Fachstelle MachtRaum; Stefan Loppacher, Dr. iur.can.: Co-Leiter der Fachstelle MachtRaum.
Cognitive Biases, Denkfehler & Verzerrungen in der Führung | 1 Tag | 1 ECTS wird angerechnet
- Neurologische Grundlagen der menschlichen Entscheidungsfindung verstehen und erklären können.
- Zusammenspiel zwischen bewusster und unbewusster Hirnsysteme beschreiben und erklären können.
- Kognitive Voreingenommenheit und Wahrnehmungsfehler beschreiben und verstehen sowie wissen wie schlechte Entscheide basierend auf kognitiver Voreingenommenheit verhindert werden können.
- Das Wissen zu menschlicher Grenzen im Rahmen von anspruchsvollen Führungssituationen anwenden lernen.
- Neuronale Grundlagen von kognitiver Voreingenommenheit.
- Kognitive Voreingenommenheit und Entscheidungsfindung.
- Anomalien und Entscheidungsfindung.
Dr. Eva-Maria Aulich, Geschäftsführerin des Forschungscampus Mittelhessen
Dr. Anja Feierabend, Oberassistentin CEHRM und Geschäftsführerin HR ConScience
Positive Psychologie und Resilienz | 1 Tag | 1 ECTS wird angerechnet
- Grundannahmen der Positiven Psychologie und deren theoretische und praktische Relevanz im eigenen beruflichen Kontext.
- Instrumente und Methoden der individuellen Resilienz kennen und anwenden.
- Elemente einer Resilienz fördernden Unternehmenskultur.
- Resilienz im eigenen beruflichen Umfeld anwenden, um einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Motivation von Mitarbeitenden zu haben.
- Signifikanz des Ansatzes der Positiven Psychologie.
- Mehrwert der Resilienz im Vergleich zu Stressbewältigung
- Resilienz: Natur – Erziehung – Kultur.
- Effektive Mittel zum Trainieren von Resilienz.
- Praktische Anwendung basierend auf individuellen Erlebnissen.
- Implementierung von Resilienz (Training) im persönlichen Kontext.
Prof. Dr. Hubert Annen, Dozent für Militärpsychologie und Militärpädagogik Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich
Markt: Medizin im Spannungsfeld ökonomischer Kräfte | 1 Tag | 1 ECTS
Märkte regeln den Handel von Gütern nach dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage. Im Zuge der Ökonomisierung der Medizin wird von der Ärzteschaft zunehmend gefordert, Marktüberlegungen in ihre Tätigkeit einfliessen zu lassen. Das wirft wichtige Fragen auf: Um was für ein Gut handelt es sich bei ‘Gesundheit’? Sollen medizinische Institutionen wie Spitäler Gewinn machen (müssen)? Darf oder soll vielleicht gar die ‘Marktlogik’ die Medizin beeinflussen?
Dr. sc. med. Dipl.-Kfm. (Univ.) Thomas Kapitza, München/Zürich, Gesundheitsexperte, Leiter des Medicine & Economics Ethics Lab, Universität Zürich
Ethische Entscheidungsfindung – ganz konkret | 1 Tag | 1 ECTS
Wie funktioniert ethische Entscheidungsfindung in schwierigen Situationen ganz konkret? Im Zentrum dieses Kurstags steht die Anwendung eines konkreten Tools ethischer Entscheidungsfindung anhand von Fallbeispielen.
Muriel Keller, Dozentin ZHAW, Mitglied klinisches Ethikkomitee USZ
Die Anmeldung zu den Wahlmodulen erfolgt mittels Nachricht an die Co-Programmleitung.






