Welche Faktoren helfen chronisch kranken Menschen dabei, die psychischen Auswirkungen ihrer Krankheit zu bewältigen? Dieser Frage gehen Forschende der Universität Luzern und der Fachhochschule Nordwestschweiz in einem vom nationalen Forschungsschwerpunkt LIVES unterstützen Projekt nach.

Medikamente in Bechern
Alltäglich für viele chronisch Kranke: die Einnahme von Medikamenten

Das Projekt widmet sich den kurz- und langfristigen Auswirkungen chronischer Krankheiten auf die psychische Gesundheit der Betroffenen. Das Forschungsteam hat sich zum Ziel gesetzt, den individuellen Bewältigungsprozess dieser Menschen über die Zeit hinweg zu verstehen und die Faktoren zu identifizieren, die einen positiven Einfluss auf die Bewältigung chronischer Krankheiten haben. Die geplanten Analysen werden auf Langzeitdaten des Schweizer Haushalt-Panels (SHP) basieren, dessen Ziel die Beobachtung des sozialen Wandels und der Lebensbedingungen in der Schweiz ist.

Dr. Claudio Peter, Forschender am Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik an der Universität Luzern und bei der Schweizer Paraplegiker Forschung (SPF), leitet das vierjährige Projekt. Mitbeteiligt sind Prof. Dr. Gisela Michel vom Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik und Dr. Nicole Bachmann von der Fachhochschule Nordwestschweiz. Eine Post-Doc-Stelle (Teilzeit) sowie eine Doktoranden-Stelle werden in Kürze ausgeschrieben. Das Projekt ist Teil des Nationalen Forschungsschwerpunktes "LIVES – Überwindung der Verletzbarkeit im Verlauf des Lebens" und wird mit 290'000 Franken gefördert.