Soziologischer Standpunkt: «Überall Ranglisten»
Ob beim Fussball, Tennis oder beim WM-Tippspiel: Ranglisten zeigen uns, wer führt und wo Verbesserung nötig ist. Dabei bündeln Ranglisten Leistungen, übersetzen sie in Zahlen und machen öffentlich, wer an welchem Platz steht. Was beim Sport schon lange akzeptiert ist, stösst in anderen Bereichen jedoch auf Kritik.
Ranglisten – oder auch Rankings – sind insbesondere im Sport überall anzutreffen: Ein kurzer Blick auf eine Tabelle genügt, um zu erkennen, wer in Führung liegt und wie die Lieblingsmannschaft oder Lieblingsturnerin abgeschnitten hat. Prof. Dr. Nadine Arnold wirft in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt» einen genaueren Blick auf Rankings – und zeigt dabei nicht nur was Ranglisten alles «machen», sondern auch, wo sie akzeptiert und wo kritisiert sind. Laut den Soziologen Ringel und Werron verbinden Ranglisten nämlich gleich mehrere Elemente und schaffen schliesslich Wettbewerbsfelder. Diese sind gerade im Sport erwünscht, können aber in anderen Bereichen reiben: Passen Ranglisten über künstlerische oder wissenschaftliche Arbeit beispielsweise zu den Werten, die in diesen Bereichen verkörpert werden? Wie die Uni Luzern mit Rankings umgeht, was die Erfindung des Ligasystems mit der Verwurzelung von Tabellen zu tun hat und was Rankings überhaupt genau «machen» – die Kolumne zeigt es auf. Zur Kolumne!
