Soziologischer Standpunkt: «Gut sterben statt nur länger leben»
Der «Longevity-Hype» dreht sich in erster Linie darum, möglichst lange gesund leben zu können. Das gute gesunde Leben als Ziel – doch irgendwann endet es. Und es stellt sich die Frage, was denn eigentlich gutes Sterben ist.
Während wir heute Ernährung und Lebensstil optimieren, um lange gesund zu leben, richtet Prof. Dr. Nadine Arnold im «Soziologischen Standpunkt» den Blick auf das Ende des Lebens. Da das Leben nicht unbegrenzt verlängert werden kann, werden wir irgendwann sterben. Und das «Lebensende», so die Soziologinnen Carr und Luth, kann als eigenständige, moderne Lebensphase verstanden werden. Dabei ist die Lebensqualität in dieser Phase unterschiedlich: Zum einen sterben chronisch kranke ältere Menschen in hoch technisierter Umgebung, während sie langwierige Behandlungen auf der Intensivstation eigentlich vermeiden möchten. Lebensqualität findet sich hingegen insbesondere durch Hospizdienste. Welche Entwicklungen zur Entstehung dieser modernen Lebensphase geführt haben, welche Gründe mangelnde Lebensqualität am Lebensende besitzt und was einen Unterschied machen kann – die Kolumne zeigt es auf. Zur Kolumne!
