Programm «smarter talents» für bessere Versorgungsqualität
Mit Abschlusspräsentationen der Teilnehmenden ist das Programm erfolgreich zu Ende gegangen. Junge Gesundheitsfachkräfte entwickelten dabei konkrete Projekte, um unnötige Behandlungen und Abklärungen zu vermeiden und die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Auch im Schweizer Gesundheitssystem kann es immer wieder zu Behandlungen und Abklärungen kommen, welche den Patientinnen und Patienten keinen Mehrwert bringen. Dies belastet Ressourcen, erhöht Kosten und kann den Behandelten sogar schaden. Um junge Gesundheitsfachkräfte früh für diese Herausforderung zu sensibilisieren, wurde das Programm «smarter talents» entwickelt.
Nachwuchskräfte gegen Überversorgung
Das Programm wurde 2025 von der gemeinnützigen Organisation «smarter medicine» zusammen mit dem Zentrum für Hausarztmedizin und Community Care (ZHAM & CC) der Universität Luzern lanciert. Darin lernen junge Fachkräfte, wie Überversorgung im Berufsalltag vermieden werden kann. Die Teilnehmenden eigneten sich über mehrere Module hinweg praxisnahe Werkzeuge an, um unnötige Behandlungen und Abklärungen zu identifizieren und Lösungen für eine bessere Patientenversorgung zu entwickeln.
«Es ist uns ein grosses Anliegen, die medizinische Grundversorgung mit innovativen Ideen weiterzuentwickeln und junge Fachkräfte früh dafür zu sensibilisieren, wie eine hochwertige und gleichzeitig ressourcenschonende Versorgung gelingen kann», so Dr. Rebecca Tomaschek, die das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. med. Stefan Neuner-Jehle seitens des ZHAM & CC leitet. Das Programm richtete sich an Gesundheitsfachkräfte bis 30 Jahre, darunter Studierende der Medizin und Pflege, Personen im Anerkennungsjahr zur Hebamme sowie Assistenzärztinnen und -ärzte, Pflegefachpersonen und Hebammen.
Erste Runde erfolgreich durchgeführt
Im letzten September startete die erste Durchführung von «smarter talents» mit insgesamt 23 jungen Fachpersonen. Die Teilnehmenden setzten sich überwiegend aus jungen Assistenzärztinnen und -ärzten zusammen. Zudem nahmen zwei Medizinstudierende, vier Pflegefachpersonen aus dem Spital sowie aus Alters- und Pflegeheimen und drei Pharmazeutinnen aus Spitalapotheken und öffentlichen Apotheken teil.
Alle Teilnehmenden realisierten ein eigenes Projekt in ihrem Arbeitsumfeld. Die Themen reichten von der Reduktion von zu häufig durchgeführten Laboruntersuchungen über die Konzeption und Durchführung von Schulungen für Gesundheitsfachpersonen, um diese gezielt für selektierte Themen zu sensibilisieren, bis hin zur Aktualisierung von Protokollen in klinischen Informationssystemen. Darüber hinaus befassten sich einzelne Projekte mit der Optimierung der Ressourcen und Zusammenarbeit mit wichtigen Schnittstellenpartnern, beispielsweise Hausarztpraxen oder Zulieferfirmen. Drei Projekte werden am Jahresanlass von «smarter medicine» im März ausgezeichnet.
Zweite Ausschreibung soeben gestartet
Aufgrund der erfolgreichen Lancierung des Programms wird «smarter talents» im aktuellen Jahr erneut durchgeführt. Lars Clarfeld, Geschäftsführer von «smarter medicine», hebt hervor: «Die Vielfalt der Projektthemen zeigt eindrücklich, wie kreativ junge Gesundheitsfachkräfte Lösungen für eine kluge und nachhaltige Versorgung entwickeln. Wir freuen uns sehr, dieses Engagement mit einer zweiten Programmrunde weiter zu fördern.»
Bewerbungen sind ab sofort möglich. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt bis Ende April, und zwar durch die Programmverantwortlichen anhand von Lebenslauf und Motivationsschreiben. Der Programmstart ist im September. Neben Assistenzärztinnen und -ärzten, Pflegefachpersonen, Hebammen und Pharmazeutinnen und Pharmazeuten können neu auch Physiotherapeutinnen und -therapeuten teilnehmen.
Weitere Infos und Bewerbung «smarter talents» Programm 2026 und erarbeitete Projekte 2025
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