TMP_KVVHS20.pdf Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Ethnologisches Seminar INFORMATION ETHNOLOGIE VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2020 Lehrveranstaltungen VV_Ethnologie_Titel_HS20.indd 1VV_Ethnologie_Titel_HS20.indd 1 29.07.20 08:4429.07.20 08:44 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 7 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA 12 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 15 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 28 Stundenplan HS 2020 32 4 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Sandra Bärnreuther, Ass.-Prof. Dr. phil., sandra.baernreuther@unilu.ch (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A31 Studienberatung: Tobias Schwörer, Dr., tobias.schwoerer@unilu.ch Fachstudienberater für Mobilität Tel. ++41 (0)41 229 55 73 Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr 5 Informationen 1. Abschlüsse Promotion Yvonne Siemann: The Nikkei in Santa Cruz: An ethnographic analysis of the ethnic identities of Japanese descendants in Bolivia (2019) Master Livia Kott: Rogers Brubaker und Richard Jenkins zu Ethnizität und Identität: Eine kritische Auseinandersetzung (2019) Sereina Willi: Indigene Gemeinschaft im Kontext extraktiver Großprojekte. Eine Analyse der Beziehungsnetze im Amazonasgebiet von Ecuador und Peru (2020) 2. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS- Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 3. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! 4. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr wird jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informationskompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz ist für alle Studierenden verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. 5. News Sandra Bärnreuther lehrt und forscht seit Februar 2020 als Assistenzprofessorin am Ethnologischen Seminar. Nach ihrem Studium an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Indien und den USA promovierte sie am Südasieninstitut und Exzellenzcluster “Asia and Europe in a Global Context” der Universität Heidelberg. Sie lehrte in Heidelberg, an der University of Chicago und der Universität Zürich und war Gastwissenschaftlerin an der Jawaharlal Nehru University, dem Jawaharlal Nehru Institute of Advanced Study, der University of Edinburgh und der University of Oxford. Ihr regionaler Forschungsschwerpunkt liegt auf Südasien, vor allem Nord- und Ostindien, und ihre thematischen Interessen umfassen Medizinethnologie, Wissenschaftsforschung und Politikethnologie. In ihrem derzeitigen Forschungsprojekt (SNF, Ambizione) beschäftigt sie sich mit Transformationen sozialer Planung in Indien, die sich in der Gesundheitspolitik und –versorgung u.a. durch Prozesse der Digitalisierung und Finanzialisierung auswirken. 6 Nicole Ahoya hat im Februar 2020 ihre Stelle als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Sandra Bärnreuther angetreten. Sie lehrt am Ethnologischen Seminar zu Themen im Bereich der Medizinethnologie, Rechtsethnologie sowie zur Ethnologie der Digitalisierung. Daneben promoviert sie zur Entstehung von digitalen Infrastrukturen in Kenya. Smriti Sharma recently joined the Department of Social and Cultural Anthropology at the University of Lucerne. Smriti holds a B.A (Hons) and M.A in Sociology from University of Delhi and Ambedkar University Delhi respectively. She subsequently pursued and was awarded her MPhil in Sociology from the Centre for the Study of Social Systems, Jawaharlal Nehru University, India. As a part of her MPhil dissertation titled, ‘The Politics of Public-Private Partnership in Healthcare: A Study of the Dengue Epidemic in Delhi’, she did an extensive review and a critical analysis of existing literature on public-private partnerships (PPPs) in healthcare in India. She also did fieldwork with public health officials and private diagnostic clinics in Delhi to understand the politics of PPPs within dengue prevention and control. Currently, she is a doctoral researcher in the Ambizione SNSF project, ‘Visions of the Social: The Transformation of State Planning in Post-Colonial India’. For her PhD dissertation, she is examining the health insurance project, ‘Ayushman Bharat’ – the barriers to accessibility and its implications for health policy and decision making in India. 6. Schwerpunkte Neben theoretischen, methodischen und regionalen Lehrveranstaltungen bietet das Ethnologische Seminar Lehrveranstaltungen zu folgenden Schwerpunkten an: 1) Politik und Wirtschaft, 2) Medizin und Technologie, 3) Soziale Nahbeziehungen. Veranstaltungen und Vorträge von Gastwissenschaftler*innen ergänzen das Lehrprogramm. Unser Unterrichtskonzept betont die enge Verbindung von Forschung und Lehre: Wir verwenden Probleme und Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten als Beispiele in der Lehre und ermutigen Studierende, eigene Projekte zu entwickeln und an Feldforschungsexkursionen teilzunehmen. 1. Politik und Wirtschaft Im Mittelpunkt der Politik- und Wirtschaftsethnologie stehen zum Einen die politische und wirtschaftliche Organisation unterschiedlichster Gesellschaften. Zum Anderen beschreiben Ethnolog*innen wie lokale Kontexte von nationalen sowie globalen politischen und wirtschaftlichen Dynamiken beeinflusst werden. Weiterhin untersuchen Ethnolog*innen zunehmend diese Prozesse selbst und nehmen zum Beispiel den Nationalstaat, Bürokratien oder kapitalintensive Großprojekte unter die Lupe. Am Seminar erforschen wir zum Beispiel die Folgen von Ressourcen-Nutzung durch Plantagenwirtschaft und Bergbau in verschiedenen Gebieten der Welt. Wir fragen aber auch: Wie wird eine staatliche Krankenversicherung in Indien für ärmere Bevölkerungsschichten geplant und umgesetzt? Oder auf welche Art und Weise setzten sich ökonomische Logiken in der Gesundheitsversorgung durch und restrukturieren diese? 2. Medizin und Technologie Medizin und Technologie aus ethnologischer Perspektive zu beleuchten bedeutet, diese (oft als objektiv oder „natürlich“ erfahrenen) Phänomene als Untersuchungsobjekte zu betrachten und zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher Analysen zu machen. Dies geschieht im engen interdisziplinären Austausch, zum Beispiel mit den science and technology studies oder der Wissen(schaft)sgeschichte. Auf welche Art und Weise sind Medizin und Technologie im täglichen Leben präsent? Wie werden sie in spezifischen Kontexten hergestellt, wahrgenommen, genutzt und evtl. umgedeutet? Inwiefern werden diese Erfahrungen durch historische, politische und ökonomische Einflüsse geprägt, und in welchem Zusammenhang stehen sie mit sozialen Ungleichheiten? In unseren Forschungen arbeiten wir über Ideale einer universalen Gesundheitsversorgung, Gesundheitspolitik, Biotechnologien und Digitalisierung vorwiegend in Südasien und Ostafrika. Ein weiterer Fokus liegt auf globalen Vernetzungen und Asymmetrien, insbesondere in Form von Süd-Süd Beziehungen. 3. Soziale Nahbeziehungen Seit Beginn der Ethnologie als wissenschaftlicher Disziplin besteht ein großes Interesse an der Organisation der Beziehungen, die sowohl für das alltägliche Leben als auch für die Reproduktion des kollektiven Lebens zentral sind: Familie, Haushalte, die erweiterte Verwandtschaft sowie das Zusammenleben in Siedlungen oder Nachbarschaften. Diese Nahbeziehungen sind Grundlage der weiteren sozialen Organisation, etwa des wirtschaftlichen und politischen Lebens. Gleichzeitig reagieren Nahbeziehungen auf historische Transformationen. Wenn sie sich wandeln, verändern sich auch andere Bereiche des sozialen Lebens. Heute fragen wir uns zum Beispiel: Wie verändert internationale Migration soziale Nahbeziehungen? Oder was geschieht mit familiären Beziehungen, wenn neue Reproduktionstechnologien die Möglichkeiten Kinder zu bekommen verändern? 7 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von sechs Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unter- als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn Studierende neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Reihenfolge des Besuchs von Veranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Regionale Einführung“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Regionale Einführung Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Proseminar: Geschichte der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich1 der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu einem Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 1 Die am Ethnologischen Seminar unterrichteten Schwerpunkte sind auf Seite 6 beschrieben 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Social and Cultural Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Die Musterstudienpläne für Major und Minor befinden sich im PDF-Format auf der Website der Kultur- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät. Ebenfalls finden Sie dort Musterstudienpläne für Studierende mit Studienbeginn vor HS11: https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/musterstudienplaene/ I BA-Abschluss Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 Mündliche BA-Prüfung Major 5 BA-Arbeit Major 25 II Studienleistungen Major VL (benotet) Einführung in die Ethnologie 2*) A s s e s s m e n ts tu fe (1 . & 2 . S e m e s te r) PS Einführung in die Ethnologie 4 MS Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 PS Regionale Einführung 4 PS Geschichte der Ethnologie 4 (benotet) 1. Proseminararbeit zu PS oder MS**) 4 (benotet) 2. Proseminararbeit zu PS 4 Orientierungsgespräch Major 0 VL (benotet) Einführung in Bereiche der Ethnologie 2*) H a u p ts tu d iu m (3 .-6 . S e m e s te r) HS Hauptseminar aus einem Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar freier Wahl 4 (benotet) Hauptseminararbeit 6 Weitere Leistungen Major 17 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 50 IV Sozialkompetenz und Studienleistungen im Major, Minor oder in anderen Fächern Sozialkompetenz (2-6 Cr) 4 Freie Leistungen Major, Minor o. davon unterschiedene Fächer 16 *) Für Vorlesungen können je nach Arbeitsaufwand auch 3 Credit Points vergeben werden. Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Vorlesung (VL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt und sollte im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. 9 Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorlesung (VL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Schwerpunkte der Mitarbeiter*innen des Ethnologischen Seminars angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über die behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und wie sie diese auswerten. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Regionale Einführung In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Südostasien, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Geschichte der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann ebenfalls angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Die Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten und können aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Lehrveranstaltungen ist es, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. 10 Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professorinnen statt. Die Termine sind direkt mit ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren müssen ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren Themen der Ethnologie wie beispielsweise Migration, neue Medien, Religionsethnologie oder Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Bachelorverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/WeisungenSocialCredits_KSF.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Social Credits erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 11 12 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. Für beide Varianten wird empfohlen im Rahmen der freien oder weiteren Studienleistungen im Fachbereich Ethnologie ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung zu besuchen. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die Freien Studienleistungen im Major oder Minor um vier Credits. Es gibt die Möglichkeit Social Credits im Rahmen des Forschungspraktikums zu erwerben. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 II Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar freier Wahl 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Forschungspraktikum Major 18 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Leistungen Major oder Minor, davon 2-6 Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 17 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 I Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar in zweiten Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Weitere Leistungen Major 14 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Major oder Minor, davon 2-6Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 21 13 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik und Wirtschaft, Soziale Nahbeziehungen/Verwandtschaft, Medizin und Technologie) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA-Minor sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu einem der in einem Masterseminar behandelten Themen sollte eine schriftliche Masterseminararbeit nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeit wird benotet und ist auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie soll einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Im Major ohne Feldforschungspraktikum und im Minor werden zwei Arbeiten gefordert. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: o Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, o regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, o möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, o und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 14 15 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 14.09.2020 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche sowie Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Außerdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur Studierende, die Grundkenntnisse der empirischen Methoden haben, können die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die Vorlesung gibt außerdem einen einführenden Überblick über die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – und vermittelt dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie. Ein solcher Überblick dient der ersten Orientierung. Er hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen größeren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Teilnehmer*innen müssen während des Semesters kurze schriftliche Aufgaben lösen. Deren termingerechte Abgabe sowie die Klausur am Endes des Semesters sind Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Studierende können einen begleitenden Lektürekurs, für den Social Credits vergeben werden, organisieren. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Bettina Beer, Hans Fischer und Julia Pauli, Hg. 2017: Ethnologie. Einführung in die Erforschung kultureller Vielfalt. Berlin: Dietrich Reimer Verlag. 16 Anthropology of the State Dozent/in: Smriti Sharma, MPhil Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 16.09.2020 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course will focus on the state as an anthropological object of enquiry. The students will critically delve into state institutions, practices and processes from both theoretical and ethnographic perspectives within an anthropological framework. It shall engage with preliminarily questions such as what is the state, and move onto more nuanced readings of the state from post-colonial standpoints to its neo-liberal transformations. In doing so, the students will be introduced to the conceptualizations of state power and governance, bureaucracy, state legitimacy and legibility; further looking at how the state (explicitly or implicitly) seeps into our everyday. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Proseminar Regionale Einführung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: smriti.sharma@unilu.ch 17 Anthropology of/and Digitalization: Ethnologische Ansätze und Methoden im Digital Age Dozent/in: Nicole Ahoya , MA Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 15.09.2020 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Auseinandersetzung mit digitalen Technologien hat in den letzten Jahren in der Ethnologie stark zugenommen. Dies ist nicht verwunderlich, sind doch Begriffe wie Artificial Intelligence, Cybercultures oder e-health/e-governance weltweit omnipräsent und wurden in den letzten Jahren zu “buzzwords” für eine weite Bandbreite von ganz unterschiedlichen Phänomenen. Doch was bedeutet Digitalisierung eigentlich? Welche Phänomene werden darunter verstanden und welche sozialen und kulturellen Transformationen werden dadurch angestossen? Wie verändert Digitalisierung die ethnographische Forschung? Welche neuen Forschungsfelder und Möglichkeiten der Datengenerierung tun sich dadurch auf? In diesem Seminar setzen wir uns mit verschiedenen Ansätzen in diesem neuen Forschungsfeld auseinander. Wir lesen frühe ethnologische Artikel zum “digital turn” und nähern uns digitalen Entwicklungen in unterschiedlichen Lebensbereichen an, beispielsweise im Gesundheitsbereich, der Organisation des Staates, neuer Arbeitsformen oder der Aufrechterhaltung von familiären und freundschaftlichen Beziehungen. Wir setzen uns sowohl mit ethnologischen Forschungen zu digitalen Technologien im Globalen Norden auseinander, analysieren aber insbesondere auch, wie digitale Technologien im Globalen Süden entwickelt, angewandt und adaptiert werden. Das Seminar wird einerseits einen Überblick über zentrale Debatten, Ansätze und Begriffe sowie wichtige Problem- und Fragestellungen in der Anthropology of Digitalization geben. Andererseits wird das Seminar im Rahmen einer Anthropology and Digitalization auch erste Forschungsübungen im digitalen Raum (z.B. Netnography) ermöglichen und dadurch methodische Überlegungen anstossen, welche neue Perspektiven und Zugänge, aber auch ethischen Herausforderungen, Forschungsansätze im digitalen Raum mit sich bringen. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Methodenseminar im Bereich Religionsgeschichte (BA) Methodenseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft (BA) Methodenseminar in Religionswissenschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: nicole.ahoya@unilu.ch 18 Ethnologie des Rechts mit einem Schwerpunkt auf Menschenrechten Dozent/in: Nicole Ahoya , MA Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 12:15 - 14:00, ab 17.09.2020 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Verknüpfung von Recht und Ethnologie eröffnet spannende neue Einblicke in die Rechtssetzung und die Rechtsanwendung sowie in weitere Normensysteme auf lokaler sowie globaler Ebene. Doch was bedeutet überhaupt Recht? Welchen Einfluss hat Recht auf unser Leben? Was kann ethnologische Forschung zum Verständnis von Recht beitragen und welche Ansätze sowie Methoden werden in der Ethnologie verwendet, die zusätzliche Facetten von Recht beleuchten? Das Seminar gibt im ersten Teil einen Einblick in die Geschichte und Themen der Ethnologie des Rechts. Der Schwerpunkt des Seminars liegt jedoch auf der Ethnologie der Menschenrechte. Wir werden uns einerseits mit wichtigen Prinzipien der Menschenrechte sowie zentralen Debatten und Begriffen in diesem sehr aktuellen und stark wachsenden Feld in der Ethnologie auseinandersetzen. Andererseits werden wir uns mit unterschiedlichen Forschungen in Bezug auf menschenrechtsbezogenen Aktivitäten in Institutionen, lokalen Gemeinschaften und in globalen Kontexten beschäftigen. Diese reichen von Forschungen zum Universal Periodic Review der Menschenrechte an der UNO, von Problemen der Umsetzungen des Rechts auf Gesundheit in lokalen Kontexten oder zu aktuellen politischen Themen wie der Konzernverantwortungsinitiative in der Schweiz. Das Seminar gibt die Möglichkeit, sich mit der interdisziplinären Subdisziplin der Ethnologie des Rechts vertraut zu machen. Die Teilnehmer gewinnen Einblicke in Menschenrechtsdiskurse und -praktiken durch ethnographische Fallstudien, aber auch durch praktische Übungen in Form des Analysierens von Videoquellen sowie einer geplanten Exkursion. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: nicole.ahoya@unilu.ch Literatur Goodale, Mark. 2006. “Toward a Critical Anthropology of Human Rights.” Current Anthropology 47(3): 485-511. Goodale, Mark. 2017. Anthropology and Law: A Critical Introduction. New York: University Press. Kälin, Walter, Lars Müller und Judith Wyttenbach (Hg.). 2008. Das Bild der Menschenrechte. Baden: Lars Müller Publishers. Pirie, Fernanda. 2013. The Anthropology of Law. Oxford: University Press. 19 Fluchtforschung in der Ethnologie Dozent/in: Clara Bombach, MA Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 16.09.2020 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Im Seminar werden Flucht und Vertreibung als komplexe Prozesse unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Gründe, Merkmale und Konsequenzen diskutiert. Die Studierenden befassen sich mit aktuellen Fluchtforschungen in der Ethnologie. Auch Methoden und Forschungsethik werden thematisiert. Die Texte geben Einblicke in das Zusammenspiel von lokalen und geo-politischen Kräften, das individuelle Erleben von Flucht und Vertreibung und soziale und kulturelle Konsequenzen. Die Dozentin befasst sich derzeit mit dem Lebensalltag von Kindern in Schweizer Asylunterkünften. Sie wird im Seminar aus ihrer laufenden Forschung berichten und mit den Studierenden ausgewählte Feldnotizen und Materialien aus ihrer Arbeit mit Kindern analysieren und diskutieren. Die Studierenden erhalten Einblick in Asylunterkünfte und erfahren von der Arbeit von Mitarbeitern und Freiwilligen und ihren Herausforderungen. Voraussetzungen: Diskussionsfreude! Englische Texte lesen können. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: clara.bombach@uzh.ch Literatur Adams, M. (2009). Stories of fracture and claim for belonging: young migrants’ narratives of arrival in Britain. Children’s Geographies, 7(2), 159–171. Archambault, J. (2012). „It can be good there too“: home and continuity in refugee children’s narratives of settlement. Children’s Geographies, 10(1), 35–48. Binder, S., & Tosic, J. (2003). Flüchtlingsforschung. Sozialanthropologische Ansätze und genderspezifische Aspekte. SWS-Rundschau, 43(3), 450–472. Brettel, C. B. (2015). Theorizing Migration in Anthropology. The Cultural, Social, and Phenomenological Dimensions of Movement. In C. B. Brettel & J. F. Hollifield (Hrsg.), Migration Theory. Talking Across Disciplines (3. Auflage, S. 148–197). New York, London: Routledge. Clark-Kazak, C. (2017). Ethical Considerations: Research with People in Situations of Forced Migration. Refuge: Canadas Journal on Refugees, 33(2), 11–17. Fichtner, S., & Tran, H. M. (2019). Handlungs-Spiel-Räume von Kindern in Gemeinschaftsunterkünften. In A. Wihstutz (Hrsg.), Zwischen Sandkasten und Abschiebung. Zum Alltag junger Kinder in Unterkünften für Geflüchtete (S. 107–134). Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. Refugee Studies Centre, Queen Elizabeth House University of Oxford. (2007). Ethical Guidelines. Refugee Survey Quarterly, 26(3), 162–172. Schär Sall, H. (2001). Überlebenskunst in Übergangswelten. In Asyl-Organisation für den Kanton Zürich (Hrsg.), Überlebenskunst in Übergangswelten. Ethnopsychologische Betreuung von Asylsuchenden (2. Aufl., S. 77–107). Berlin: Reimer. Treiber, M. (2019). Ethnologie und Flüchtlingsarbeit - soft skills, hard facts und „das Ding mit der Kultur“. In S. Klocke-Daffa (Hrsg.), Angewandte Ethnologie - Perspektiven einer anwendungsorientierten Wissenschaft (S. 365– 377). Wiesbaden: Springer. 20 Geschichte und Klassiker der Ethnologie Dozent/in: Dr. phil. Tobias Schwörer Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mo., 10:15 - 12:00, ab 14.09.2020 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Wie in jeder wissenschaftlichen Disziplin gibt es auch in der Ethnologie eine Reihe von klassischen Texten, die für die Entstehung des Fachs und die Entwicklung unterschiedlicher theoretischer Strömungen zentral sind. Die Kenntnis dieser Klassiker ermöglicht ein tieferes Verständnis des Fachs und hilft auch zeitgenössische Forschungsliteratur besser verstehen und einordnen zu können. In diesem Proseminar werden deshalb Texte von einigen der wichtigsten und bekanntesten Ethnologinnen und Ethnologen gelesen und in ihren Entstehungskontext eingebettet. Dadurch lernen die Studierenden unterschiedliche theoretische Ansätze kennen, werden vertraut mit verschiedenen Forschungsmethoden und erfahren viel über ethnographische Beispiele aus aller Welt. Wir üben dabei auch den Umgang mit wissenschaftlichen Texten, das (kritische) Lesen und Diskutieren, sowie die Vermittlung von Information in Form von Kurz-Referaten. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Geschichte der Ethnologie Proseminar im Bereich Neuzeit Proseminar Klassiker der Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Eine Literaturliste wird zu Beginn des Semesters abgegeben. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tobias.schwoerer@doz.unilu.ch Literatur Barnard, Alan. 2000. History and Theory in Anthropology. Cambridge: Cambridge University Press. Petermann, Werner. 2004. Die Geschichte der Ethnologie. Wuppertal: Peter Hammer Verlag. 21 Small-Scale Mining, Large-Scale Issues: An Introduction to the Anthropology of Informal, Artisanal, and Small-Scale Mining Dozent/in: Willem Edward Church, MA Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 15.09.2020 FRO, 4.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Artisanal and small-scale mining (ASM) employs some 40 million people world-wide, and supplies an estimated 20% of the world gold supply, 80% of sapphires, and 20% of diamonds. Popular imagery and imaginings of ASM is often of dirty pits of muddy workers, violent conflict over diamonds, and the shameless exploitation of miners. How much of this picture is a reality? How is ASM socially organized? Why do miners become involved in ASM? Are they pushed their due to poverty? This course will address these questions in more by providing students with an introduction to the anthropology of ASM, and reading the work of researchers have actually lived in ASM sites with small-scale miners. Topics will include the social organization of mining camps, cosmologies of miners, gender-relations in ASM sites, the environmental consequences of ASM, and violence and conflict in and around ASM sites. The course will be geographically wide-ranging with a focus on Sub-Saharan Africa. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Regionale Einführung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: willem.church@unilu.ch Literatur Lahiri-Dutt. Kuntala (ed). 2018. Between the Plough and the Pick: Informal, Artisanal and Small-Scale Mining in the Contemporary World. Canberra: ANU Press (free download online) Douglass, William. 1998. “The Mining Camp as Community”. In Social Approaches to an Industrial Past: The Archaeology and Anthropology of Mining. London: Routledge. 97-108. High, Mette. 2017. Fear and Fortune: Spirit Worlds and Emerging Economies in the Mongolian Gold Rush. Cornell University Press: Ithaca, New York. (at Unilu Library) 22 Methoden ethnologischer Feldforschung Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 16.09.2020 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Feldforschung ist die zentrale empirische Methode der Ethnologie. Kenntnisse der verwendeten Verfahren und Techniken sind nicht nur zur Planung und Durchführung eigener Forschung Voraussetzung, sondern auch zur Quellenkritik. Nur wer versteht, wie Ethnolog*innen ihre Daten gewinnen, kann die Ergebnisse beurteilen, einordnen und kritisieren. Alle Teilnehmer*innen machen in dieser Übung praktische Erfahrungen mit verschiedenen Verfahren der Feldforschung. Sie üben die Aufnahme, Aufbereitung und Auswertung von Daten. Die Studierenden erproben die Verfahren jeweils aneinander, und lernen dabei die Rolle des Forschers und des Informanten kennen. Die praktische Anwendung verdeutlicht Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren und Studierende können besser einschätzen für welche Fragestellungen sie geeignet sind. Gleichzeitig werden Daten über Interessen, Probleme und den Alltag Luzerner Studierender erhoben. Diese Kenntnisse wiederum können in die Verbesserung der Lehre und des Lehrplans einfließen. Durchführung: Von Woche zu Woche sind praktische Aufgaben zu lösen, deren Ergebnisse am Ende des Semesters zu einem Lernportfolio zusammengestellt werden. Regelmäßige, pünktliche Teilnahme und Durchführung der Aufgaben sind die Voraussetzungen für den Erwerb eines Leistungsscheins. Anmeldungen per E-Mail an Bettina.Beer@unilu.ch. Geben Sie bitte Semesterzahl und Fächerkombination an. Themen Phasen der Feldforschung Der ethnographische Zensus Zur Bedeutung der Sprache Beobachtung (teilnehmend und systematisch) Befragung und Interviewformen Netzwerke und ihre Analyse Die Genealogische Methode extended case method Fotografie und Video Dokumentation Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Methodenseminar in Ethnologie (BA) Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Bettina Beer und Anika König (Hg.), 2020: Methoden ethnologischer Feldforschung. (Überarbeitete und erweiterte 3. Auflage). Berlin: Reimer. Das Buch kann bei Angabe der Lehrveranstaltung vergünstigt mit Hörerschein beim Studiladen gekauft werden. Weitere Literatur steht im Handapparat der Präsenzbibliothek 23 Globale Gesundheit – eine ethnologische Einführung Dozent/in: Ass.-Prof. Dr. phil. Sandra Bärnreuther Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 17.09.2020 FRO, HS 12 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Nicht erst die COVID-19-Pandemie hat deutlich gemacht, dass Gesundheit, Medizin und Gesundheitspolitik zunehmend in globalen Kontexten gedacht werden müssen. Dieses Hauptseminar bietet eine Einführung in das Feld der globalen Gesundheit aus ethnologischer Perspektive. Während wir uns im ersten Teil historisch an globale Gesundheit annähern, diskutieren wir im zweiten Teil aktuelle Themen. Welche Institutionen, Praktiken und Wissensformen haben das Feld der Globalen Gesundheit im Laufe des 20. Jahrhunderts geprägt und wie wirken diese heute? Wie werden Probleme definiert und adressiert? Welche Interventionen werden in verschiedenen Teilen der Welt durchgeführt. Wie wird globale Gesundheit finanziert? Und welche globalen Ungleichheiten treten hierbei auf? Durch ethnologische Texte, die sich mit verschiedenen Regionen der Welt beschäftigen, lernen Studierende nicht nur zentrale Konzepte der globalen Gesundheit kennen, sondern setzten sich anhand medizinethnologischer Ansätze auch kritisch mit dem Feld auseinander. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Medizin und Technologie Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: sandra.baernreuther@unilu.ch 24 Organs, tissues and other body parts – Transplantationsmedizin anthropologisch betrachtet Dozent/in: Dr. des Julia Rehsmann Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 16.09.2020 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Transplantationsmedizin umfasst Eingriffe, die sowohl Faszination wie auch Irritation auslösen: Körper werden aufgeschnitten, Teile entnommen und an anderer Stelle wiedereingesetzt. So können Gewebe, Organe oder auch ganze Körperteile transplantiert werden – zwischen lebenden Menschen die einander kennen, aber ebenso zwischen Lebenden und Verstorbenen die einander nie begegnet sind. Transplantationsmedizin anthropologisch zu betrachten bedeutet diese hochtechnisierte Behandlungsmethode in seiner gesellschaftlichen Einbettung zu untersuchen und biomedizinische Vorstellungen kritisch zu hinterfragen. Eine Transplantation ist nicht nur eine medizinische Behandlungsmethode, sondern berührt ebenso eine Vielzahl anthropologischer Themen. So befassen sich anthropologische Forschungen über Transplantationsmedizin u.a. mit kulturellen Vorstellungen des Selbst, veränderten Körperbildern und Todesdefinitionen, sowie mit moralischen Imperativen und ökonomischen Strukturen zur Organ- und Gewebespende. In den meisten Fällen finden solche Untersuchungen innerhalb regulärer Transplantationssysteme statt, in manchen Fällen allerdings auch in den irregulären Netzwerken des transnationalen Organhandels. Ziel des Hauptseminars ist es, anhand ethnographischer Beispiele einen Einblick in einen vielfältigen Themenbereich der Medizinanthropologie zu bekommen. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Medizin und Technologie Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar in Wissenschaftsforschung Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: julia.rehsmann@anthro.unibe.ch Literatur Zur einführenden Lektüre empfohlen: Ikels, Charlotte (2013): The Anthropology of Organ Transplantation, in Annual Review of Anthropology 42, pp. 89–102. doi:https://doi.org/10.1146/annurev-anthro-092611-145938, sowie Crowley-Matoka, Megan, and Margaret Lock (2006): Organ Transplantation in a Globalised World, in Mortality 11(2), pp. 166–181. Eine Literaturliste zu den einzelnen Sitzungen wird am Anfang des Seminars elektronisch bereitgestellt. 25 Planen für die Pandemie: Ethnologische Perspektiven auf Bereitschaftspolitik Dozent/in: Ass.-Prof. Dr. phil. Sandra Bärnreuther Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Do., 16:15 - 18:00, ab 17.09.2020 FRO, 3.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Seit einigen Jahrzehnten wird zunehmend vor Gefahren gewarnt, die von neuen Infektionskrankheiten (emerging infectious diseases) ausgehen. Im Zuge dessen bereiten sich sowohl Nationalstaaten als auch internationale Akteure auf Pandemien vor. Doch wie genau sehen diese Planungen aus? Wie unterscheidet sich eine sogenannte Bereitschaftspolitik von früheren Präventionspolitiken? Welche Technologien der Überwachung werden eingesetzt? Und welche Konsequenzen haben diese in unterschiedlichen Teilen der Welt? In diesem Masterseminar lesen wir u.a. drei aktuelle Monographien, die einen Einblick in globale Gesundheitspolitiken sowie lokale Prozesse des Planens geben. Andrew Lakoff beschreibt die Geschichte von Bereitschaftspolitik in den USA seit den 1950er Jahren und zeigt die zunehmende Verschränkung von globaler Gesundheit und Sicherheitspolitik auf. Frédéric Keck erforscht verschiedene Strategien und Technologien, die in Hong Kong, Singapur und Taiwan zum Einsatz kommen, um zukünftige Vogelgrippe-Pandemien zu verhindern. Sein Fokus liegt dabei auf der Interaktion zwischen Vögeln und verschiedenen menschlichen Akteuren. Katherine A. Mason untersucht wie sich Institutionen des öffentlichen Gesundheitswesens im Südosten Chinas nach der SARS Pandemie 2003 verändert haben. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Masterseminar im Bereich Medizin und Technologie Masterseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: sandra.baernreuther@unilu.ch Literatur Keck, Frédéric. 2020. Avian Reservoirs. Virus Hunters and Birdwatchers in Chinese Sentinel Posts. Durham: Duke University Press. Lakoff, Andrew. 2017. Unprepared Global Health in a Time of Emergency. Berkeley: University of California Press. Mason, Katherine A. 2016. Infectious Change. Reinventing Chinese Public Health After an Epidemic. Stanford: Stanford University Press. 26 Tradition und postkoloniale Moderne: Ethnographie der Philippinen Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2020 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Philippinen sind eine soziokulturell heterogene Nation mit bewegter Kolonialgeschichte. Der Süden des Inselstaates ist islamisch, der Rest vorwiegend katholisch und heute stark unter dem Einfluss amerikanischer evangelikaler Bewegungen. Ausgeprägt ist auch der Regionalismus, mit der Betonung jeweiliger soziokultureller Besonderheiten. Die offizielle Landessprache ist Tagalog, die Bevölkerung weiter Teile des Landes spricht Englisch und Visaya (Cebuano). Zunächst spanische Kolonie, dann unter amerikanischer Verwaltung sind die Philippinen eine Nation Südostasiens, über die häufig geschrieben wird, sie sei besonders früh in Prozesse der Globalisierung eingebunden worden. Tatsache ist, dass die Migration auf und aus den Philippinen sehr hoch ist und die Heterogenität der Bevölkerung groß: Neben der philippinische Mehrheitsbevölkerung spielen nach wie vor ethnische Minderheiten sowie chinesische und indische Gemeinschaften eine wichtige Rolle. Auch Remigranten verschiedener Epochen aus den USA und Europa haben einen besonderen Status. Mit ihrer kulturell- sprachlichen Nähe zu Mikronesien, asiatischen Einflüssen und europäisch- amerikanischen Kolonialgeschichte entziehen sich die Philippinen gängigen regionalen Zuordnungen der Ethnologie. Sie sind somit sehr gut geeignet, neuere Theorien zu Kulturwandel, "Modernität", "Entwicklung", Globalisierung, Staatlichkeit und politischer Organisation kritisch zu diskutieren. In dem Seminar wird es sowohl um die Ethnographie ethnischer Minderheiten gehen, als auch um Tourismus, Prostitution, Arbeits- und Heiratsmigration, ethnische Konflikte, Korruption, Klientelismus, Beliebtheit von Technik und Neuen Medien. Durch klassische und neuere problemorientierte Ethnographien werden Einblicke in die Geschichte und verschiedene Lebensweisen gegeben. Das Seminar dient zur Vorbereitung eines geplanten Feldforschungspraktikums, das maximal fünfzehn Studierenden die Möglichkeit geben soll, auf der philippinischen Insel Bohol ein eigenes Forschungsvorhaben durchzuführen. An dem Seminar können auch Studierende teilnehmen, die nicht an der Exkursion teilnehmen. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Masterseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Masterseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Nach Rücksprache werden auch BA zugelassen Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Texte werden frühzeitig auf OLAT bereitgestellt Cannel, F. 1999. Power and Intimacy in the Christian Philippines. (Cambridge Studies in Social and Cultural Anthropiology 109). Cambridge: Cambridge University Press. Constable, N. 2003. Romance on a global stage. Pen pals, virtual ethnography and 'mail order' marriages. Berkeley and Los Angeles, California: University of California Press. Eder, James F. 1993. On the Road To Tribal Extinction. Depopulation, Deculturation, and Adaptive Well-Being among the Batak of the Philippines. Quezon City: New Day Publishers. 27 Griffin, P. Bion and Agnes Estioko-Griffin (Hg.) 1985. The Agta of Northeastern Luzon: Recent Studies. Cebu City: University of San Carlos. Headland, Thomas N. (ed.) 1992. The Tasaday Controversy: Assessing the Evidence. (AAA scholarly series, special publication no. 28). Washington: American Anthropological Association. Johnson, M. 1997. Beauty and Power: Transgendering and Cultural Transformation in the Southern Philippines. Oxford: Berg. Forschungskolloquium Dozent/in: Smith Rachel Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 15.09.2020 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: The colloquium presents current on-going research of department members and invited guest speakers on a range of themes and problems. Students are highly encouraged to participate (and receive 2 credit points for this). They may also set-up reading groups, where selected texts are analyzed and discussed for which they receive additional 2 social competency points. Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Kontakt: res84@cam.ac.uk 28 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Das Virus: Der Umgang mit Pandemien im 20. und 21. Jahrhundert Dozent/in: Prof. Dr. Patrick Kury Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 15.09.2020 FRO, HS 7 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Corona-Virus hat uns mit grosser Wucht vor Augen geführt, dass auch postmoderne Gesellschaften nicht gegen weltumspannenden Seuchen gewappnet sind. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind für die heutigen Zeitgenossen ebenso eine neue Erfahrung, wie die tägliche Angst vor Ansteckung und Tod sowie die sich abzeichnenden ökonomischen Unsicherheiten. Das Proseminar fragt danach, wie Gesellschaften im 20. und 21. Jahren mit Pandemien umgegangen sind, welche Konsequenzen daraus gezogen wurden und welche neuen Dispositive der Kontrolle und der Prävention entwickelt worden sind. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die „Spanische Grippe“, Sars, die Vogelgrippe sowie Corona sowohl aus internationaler wie aus nationaler Perspektive. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Proseminar im Bereich Neuzeit Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Studierende der Geschichte und der Kulturwissenschaften mit Major Geschichte im BA-Studium auf Assessmentstufe. Kontakt: patrick.kury@unilu.ch 29 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Dr. des. Roman Gibel Dr. des. Cyrill Mamin Katharina Steiner, MA Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 18:15 - 20:00, ab 16.09.2020 FRO, 3.B52 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind textintensive Disziplinen. Das Lesen, Verstehen und Schreiben von Texten sind Kernkompetenzen eines solchen Studiums. Dies fällt nicht immer allen gleich leicht. Mit praktischen Übungen und Techniken werden in diesem Kurs die Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Im Fokus steht das Schreiben von Seminararbeiten: Zunächst wird deshalb die Planung und erste Herangehensweise beim Schreiben einer Seminararbeit thematisiert und praktisch umgesetzt (Themenwahl, BetreuuerInnen, Fragestellung und Exposé). In einem weiteren Schritt werden Aufbau, Inhaltsverzeichnisse und Zitierregeln behandelt. Darüber hinaus bietet der Kurs Hilfestellungen, Tipps und Tricks (mit Techniken wie Mindmaps, 6-Zeiler, Literaturrecherche). Das Seminar ist fächerübergreifend angelegt und begleitet das Schreiben einer eigenen Seminararbeit. D.h.: Die Studierenden suchen eine Betreuungsperson für eine Pro-/Hauptseminararbeit, die sie in ihrem Studium verpflichtend schreiben müssen. In der Schreibwerkstatt werden keine Arbeiten betreut, sondern reale Seminararbeiten begleitend unterstützt. Voraussetzungen: Weil wir das Gelernte unmittelbar umsetzen, wird erwartet, dass die Studierenden bereit sind, während des Kurses eine Seminararbeit zu verfassen (siehe Kursbeschreibung). Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik BA Freie Studienleistungen Judaistik BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Soziologie BA Freie Studienleistungen Wissenschaftsforschung BA Methodenseminar in Judaistik (BA) Philosophie: Weitere Leistungen Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik MA Anmeldung: Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Hinweise: Das Seminar richtet sich hauptsächlich an Studierende des 2. und 3. Semesters (da man für die Teilnahme ein Arbeitsthema und eine Betreuung braucht) sowie an Studierende, denen das Aufgleisen und Schreiben von Seminararbeiten Mühe bereitet. Kontakt: roman.gibel@unilu.ch / cyrill.mamin@unilu.ch / katharina.steiner@unilu.ch Material: Olat-Plattform Literatur · Eco, Umberto (1990): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg: Müller. (=UTB 1512) · Groebner, Valentin (2012): Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn: Konstanz University Press (Essay). 30 · Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6., aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB (UTB, 3154). · Krämer, Walter (1999): Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (1994): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (Hg.) (1998): Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen. Frankfurt/Main: Campus. · Reiners, Ludwig (2011): Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. 3. Aufl., ungekürzte Ausg. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv Sachbuch, 34358). · Schneider, Wolf (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 15. Aufl., überarb. Taschenbuchausg. München: Mosaik bei Goldmann Macht Religion Konflikt? Zur vielfältigen Funktion von Religion in sozialen Konflikten Dozent/in: Dr. phil. Jürgen Endres Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Religionswissenschaft Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2020 FRO, 3.B01 Terminierung 2: Do., 10.12.2020, 14:15 - 16:00 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Frage nach der Funktion von Religion in sozialen Konflikten stellt sich in den verschiedensten Konfliktkonstellationen und -dimensionen. Sei es im Streit um das Kruzifix in bayrischen Schulen oder um das Kopftuch an Schulen in der Schweiz, sei es im Konflikt um die Staatsbürgerschaft in Indien, in den bewaffneten Konflikten zwischen Buddhisten und Muslimen in Burma, zwischen Christen und Muslimen im Libanon oder zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen im so genannten jemenitischen Bürgerkrieg. Religion und religiöser Zugehörigkeit kommt weltweit in sozialen Konflikten eine grosse Bedeutung zu – oder wird dieser zumindest immer wieder zugeschrieben. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Seminars, den vielfältigen Funktionen von Religion in sozialen Konflikten nachzugehen und diese zugleich kritisch zu hinterfragen. Dies geschieht in einem ersten Schritt auf konzeptioneller Ebene unter Einbeziehung soziologischer, politikwissenschaftlicher und religionswissenschaftlicher Ansätze und Konflikttheorien (u.a. Rittberger/Hasenclever; Juergensmeyer; Kippenberg). Darauf aufbauend soll die konfliktive Funktion von Religion in einem zweiten Schritt anhand verschiedener Fallbeispiele analysiert werden. Parallel zur konfliktiven Dimension von Religion soll auch das konfliktschlichtende und friedensstiftende Potenzial von Religion untersucht werden. Lernziele: Die Studierenden erhalten einen Einblick in soziologische, politikwissenschaftliche und religionswissenschaftliche Ansätze zur Erklärung der vielfältigen Funktion von Religion in sozialen Konflikten und erlangen die Fähigkeit, religiös bedingte Einflussfaktoren und religiöse Dimensionen in Konflikten zu erkennen und einzuordnen. Voraussetzungen: abgeschlossenes Bacherlorstudium; Bereitschaft zur Übernahme von Kurzreferaten; aktive Teilnahme Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Religionswissenschaft MA Masterseminar im Vertiefungsmodul Religion und Öffentlichkeit Masterseminar in Ethnologie Masterseminar in Religionswissenschaft Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Prüfungsmodus / Credits: KSF; aktive Teilnahme; mündliches Engagement; Kurzreferat (4 Cr) Kontakt: juergen.endres@unilu.ch Literatur diverse Sekundärliteratur und Primärquellen 31 E th n o lo g is c h e s S e m in a r L e h rv e ra n s ta lt u n g e n i m H e rb s ts e m e s te r 2 0 2 0 3 2 M O N T A G D IE N S T A G M IT T W O C H D O N N E R S T A G 1 0 .1 5 -1 1 .0 0 T o b ia s S c h w ö re r P S G e s c h ic h te u n d K la s s ik e r d e r E th n o lo g ie N ic o le A h o y a P S A n th ro p o lo g y o f/ a n d D ig it a liz a ti o n : E th n o lo g is c h e A n s ä tz e u n d M e th o d e n i m D ig it a l A g e J u lia R e h s m a n n H S O rg a n s , T is s u e s a n d o th e r b o d y p a rt s – T ra n s p la n ta ti o n s m e d iz in a n th ro p o lo g is c h b e tr a c h te t S a n d ra B ä rn re u th e r H S G lo b a le G e s u n d h e it – e in e e th n o lo g is c h e E in fü h ru n g 1 1 .1 5 -1 2 .0 0 1 2 .1 5 -1 3 .0 0 W ill e m C h u rc h P S S m a ll- S c a le M in in g , L a rg e -S c a le I s s u e s : A n I n tr o d u c ti o n t o t h e A n th ro p o lo g y o f In fo rm a l, A rt is a n a l, a n d S m a ll- S c a le M in in g S m ri ti S h a rm a P S A n th ro p o lo g y o f th e S ta te N ic o le A h o y a P S E th n o lo g ie d e s R e c h ts m it e in e m S c h w e rp u n k t a u f M e n s c h e n re c h te n 1 3 .1 5 -1 4 .0 0 1 4 .1 5 -1 5 .0 0 B e tt in a B e e r V L E in fü h ru n g i n d ie E th n o lo g ie B e tt in a B e e r M e th o d e n s e m in a r M e th o d e n d e r e th n o lo g is c h e n F e ld fo rs c h u n g B e tt in a B e e r M A S T ra d it io n u n d p o s tk o lo n ia le M o d e rn e : E th n o g ra p h ie d e r P h ili p p in e n 1 5 .1 5 -1 6 .0 0 1 6 .1 5 -1 7 .0 0 R a c h e l S m it h F o rs c h u n g s k o llo q u iu m C la ra B o m b a c h P S F lu c h tf o rs c h u n g i n d e r E th n o lo g ie S a n d ra B ä rn re u th e r M A S P la n e n f ü r d ie P a n d e m ie : E th n o lo g is c h e P e rs p e k ti v e n a u f B e re it s c h a ft s p o lit ik 1 7 .1 5 -1 8 .0 0