Ahmed Ajil und Noemi Trucco über antimuslimischen Rassismus
Antimuslimischer Rassismus ist komplexer, als die Bezeichnung vermuten lässt. Zwei Fachleute, die seit Jahren dazu forschen, haben in einem langen Interview mit den «Neuen Wegen» wenig beachtete Aspekte beleuchtet.
Die Monatszeitschrift «Neue Wege» hat ihr drittes Heft des Jahres 2026 dem Thema «Autoritäre Männlichkeit» gewidmet. Die Redaktionsmitglieder Matthias Hui und Nada Sayed haben dafür ein Gespräch mit zwei Fachleuten geführt: Ahmed Ajil ist Kriminologe und forscht derzeit am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern zum Wandel von Religion unter syrischen Flüchtlingen in der Schweiz, Österreich und Deutschland (Projektseite). Die Soziologin und Islamwissenschafterin Noemi Trucco ist assoziierte Forscherin am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft an der Universität Freiburg und derzeit SNF-Postdoc Mobility Fellow am Institut für Social Research and Intervention der Université de Luxembourg. Im Gespräch diskutieren sie unter anderem die strukturelle Dimension von antimuslimischem Rassismus, die sich beispielsweise darin zeigt, dass auch innerhalb der politischen Linken antiemanzipatorische Positionen verbreitet sind.
«Antimuslimischer Rassismus als Geschlechterpolitik: Von Widersprüchen und Projektionen» (Interview in den «Neuen Wegen»)
