Soziologischer Standpunkt: «Warum die Olympischen Spiele auch uns brauchen»
Die Olympischen Winterspiele begeistern zurzeit viele. Ob Curling, Eishockey oder Skirennen – wir sitzen gespannt vor den Bildschirmen und staunen mit. Und genau das braucht es: Die Olympischen Spiele leben nicht nur von sportlicher Vielfalt, sondern vor allem von der medialen Inszenierung und dem Publikum vor dem Fernseher.
Prof. Dr. Nadine Arnold geht in der Kolumne «Soziologischer Standpunkt» dem Reiz der Olympischen Winterspiele auf die Spur, denn: die Vielfalt der Sportarten und die Begeisterung allein machen die Winterspiele nicht zu dem Mega-Event, der sie sind. Laut dem Soziologen John Horne müssen solche sportlichen Mega-Events als grossangelegte kulturelle Ereignisse mit enormer Bedeutung verstanden werden. Sie brauchen ein Gastgeberland, das auf positive Eigenwerbung hofft – während die lobende Rhetorik selten der Realität entspricht –, und sogenannte BINGOs (Business Friendly International Non Governmental Organizations) wie das Internationale Olympische Komitee, das den Event orchestriert. Doch entscheidend ist auch die Rolle der Medien: Wie sie die Spiele überhaupt zu solch einem Spektakel machen, inwiefern wir Zuschauer*innen dabei eine Rolle spielen und warum wir uns so als noch grösseren Teil der Spiele betrachten können – die Kolumne zeigt es auf. Zur Kolumne!
