CV

Philipp Eichenberger ist Doktorand am philosophischen Institut der Leibniz Universität Hannover und Mitglied des Graduiertenkollegs „Integrating Ethics and Epistemology of Scientific Research“.

Er studierte ab 2007 Geschichte und Gesellschaftswissenschaften mit Fokus auf Wissenschaftssoziologie an der Universität Basel. 2011 begann er sein Masterstudium in Geschichte und Philosophie des Wissens an der ETH Zürich und arbeitete als Hilfsassistent erst am Lehrstuhl für Kulturwissenschaften in Luzern und anschliessend am Lehrstuhl für Technikgeschichte an der ETH Zürich. Den Master schloss er mit einer Arbeit über den Umgang staatlicher und nichtstaatlicher Akteure mit Normen des Sports ab.

Vom Dezember 2016 bis August 2017 erhielt er von der Forschungskommission der Universität Luzern (FOKO) eine Anschubsfinanzierung mit Bridge und nahm einen Lehrauftrag für ein Seminar wahr. In seinem Dissertationsprojekt untersucht er die empirischen Forschungspraktiken der positiven Psychologie und deren Erkenntnisse über das Glück.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

     

     

Welches Glück untersucht die Positive Psychologie?

     

Forschungsprojekt

Laufendes Forschungsprojekt

In der positiven Psychologie, oft auch „the science of happiness“ genannt, wird das Glück vermessen und Strategien erforscht, wie sich das Glück effizienter erreichen lässt. Die positive Psychologie wendet sich von der Idee ab, die Diskussion verschiedener Glückskonzepte in der Philosophie aufzugreifen. Stattdessen wird das Glück operationalisiert, indem es über Messungen und Experimente definiert wird. Die Entscheidung für spezifische wissenschaftliche Methoden ersetzt die Theorie über den Gegenstand. Trotz Operationalisierung wird dieses Glück jedoch als Annäherung an das summum bonum verstanden womit eine Validierung des Konstrukts notwendig wird. Doch wie validiert man ein Konstrukt in einer Wissenschaft, in der alles mit allem zu korrelieren scheint?

Das Projekt nimmt sich mit dem Glück in der Psychologie einen Gegenstand vor, der gesellschaftlich schillernd und empirisch schwer zu fassen ist. Das Projekt hat zum Ziel Typologien von Experimenten und damit verbundene Forschungspraktiken auf erkenntnistheoretische Schwachstellen zu untersuchen und mögliche kulturelle Prämissen zu benennen. Die Erkenntnisse, die aus dieser Forschung gezogen werden, könnten daher für alle Wissenschaften von Interesse sein, die den Gegenstand der menschlichen Koexistenz empirisch untersuchen.

Das Projekt wird über den Graduiertenkolleg 2073 „Integrating Ethics and Epistemology of Scientific Research“ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Erstbetreuerin ist Prof. Dr. Uljana Feest, Zweitbetreuerin ist Prof. Dr. Marianne Sommer.

Lehraufträge

FS 17:
Hauptseminar: Selbstoptimierung und Sport
Seminar für Kulturwissenschaften und Wissenschaftsforschung, Universität Luzern

Publikationen