Prof. Dr. Marianne Sommer

Professorin für Kulturwissenschaften

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Sprechstunde nach Vereinbarung

Leiterin des SNF-Sinergia Projekts

Aktuell

The meaning of absence: the primate tree that did not make it into Darwin's The Descent of Man
Marianne Sommer
Published online by Cambridge University Press

Marianne Sommer hat zum 150. Jubiläum von Charles Darwins Descent of Man (1871) in einer Spezialausgabe von British Journal for the History of Science Themes einen Beitrag open access publiziert.

 

Scientific Humanisms and the Anthropocene, Or the Dream of Steering the Evolution of the Human and Natural World
Marianne Sommer
Práticas da História, n.º 11 (2020): 199-223 (PDF)
Journal on Theory, Historiography and Uses of the Past

Die Spezialausgabe Provincializing Europe – 20th anniversarynimmt den 20. Geburtstag von Dipesh Chakrabartys 'Provincializing Europe' zum Anlass, über dessen Wirkung und Aktualität zu diskutieren.

 

History Within

Dienste wie 23andMe und Ancestry.com bieten an, was einst wie Science-Fiction klang. Sie versprechen unseren genetischen Code zu analysieren und damit Fakten über unsere Abstammung herauszufinden, die sonst im Verborgenen blieben. Ist es aber wahr, dass in unseren Genomen steht, wer wir sind und woher wir kommen? Sind Gene die besseren Belege für unsere Geschichte und Identität als Fossilien oder historische Quellen?

Unsere Interpretation von Gensequenzen ist, wie auch unsere Interpretation anderer historischer Quellen, unweigerlich eine Geschichte, die mit politischen und moralischen Werten beladen ist. Dieser Geschichte geht Marianne Sommer in ihrem neusten Buch anhand der Arbeiten von Henry Fairfield Osborn, Julian Sorell Huxley und Luigi Luca Cavalli-Sforza nach. Sie zeigt auf, wie Paläoanthropologie, Evolutionsbiologie, und die menschliche Populationsgenetik über Museen, Zoos oder Genlabore unsere Vorstellung von uns selbst und andern, von Natur, Gesellschaft und Kultur prägen.

Rezensionen finden Sie u.a. in Annals of ScienceISISNTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, British Journal for the History of Science, Journal of the History of Biology,History of the Human Sciences, The British Journal of Sociology, Science.

 

Bones and Ochre - The Curious Afterlife of the Red Lady of Paviland
Marianne Sommer (Hg.)

Marianne Sommer unravels a riveting tale about a set of ancient human bones and their curious afterlife as a scientific object.

When the ochre-stained bones were unearthed in a Welsh cave in 1823, they inspired unsettling questions regarding their origin. Their discoverer, William Buckland, declared the remains to be Post-Diluvian, possibly those of a taxman murdered by smugglers. Shortly thereafter he reinterpreted the bones as those of a female fortune-teller in Roman Britain—and so began the casting and recasting of the “Red Lady.” Anthropologist William Sollas re-excavated Paviland Cave, applying methods and theories not available to Buckland some ninety years earlier, and concluded that the skeleton was male and Cro-Magnon. Recently, an interdisciplinary team excavated the cave and reinterpreted its contents. Despite their “definitive report” in 2000, Sommer suggests this latest project still hasn’t solved the mystery of the Red Lady. Rather, the Red Lady, now a shaman and icon of Welsh ancient history, continues to be implicated in questions of scientific and political authority.

The biography of the Red Lady reflects the personal, professional, and national ambitions of those who studied her and echoes the era in which the research was conducted. In Bones and Ochre, Sommer reveals how paleoanthropology has emerged as an international, interdisciplinary, modern science.

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Zwitschern, Bellen, Röhren. Tierlaute in der Wissens-, Medientechnik- und Musikgeschichte
Marianne Sommer, Denise Reimann (Hg.)

So zahl- und variantenreich uns Tierlaute in alltäglichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen begegnen, so wenig erforscht ist die Geschichte dieser Begegnungen. Dabei zwitschert, bellt und röhrt es an den Schnittstellen zwischen Wissens-, Medientechnik- und Musikgeschichte – und dies nicht ohne Grund. Tierlaute zementieren, aber stören oder erschüttern auch unsere Abgrenzungen vom ‚Andern‘. Sind der Vogel­gesang und die Kommunikation von Affen oder Delphinen evolutionäre Vorstufen von Musik und Sprache? Verfügen Fische über eine noch unbekannte Form der Verständigung? Solche Fragen durchziehen die Kunst- und Wissenschaftsgeschichte, wobei die bioakustische Forschung maßgeblich durch die Entwicklung von Klangspeichermedien geprägt ist.

Die hier versammelten Beiträge beleuchten unterschiedliche politische, ästhetische und wissenschaftliche Diskurse und Praktiken, die Tierlaute in menschliche Zusammenhänge brachten und bringen. Dabei interessieren sowohl die medientechnischen und epistemischen Herausforderungen dieser Prozesse als auch die Bedeutungen, die tierlichen Äußerungen jeweils zugeschrieben wurden, etwa im Nationalsozialismus und im Tierschutz. Damit eröffnet der interdisziplinär ausgerichtete Band erste Perspektiven einer ‚kulturgeschichtlichen Bioakustik‘.

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Metzler Handbuch Wissenschaftsgeschichte
Marianne Sommer, Staffan Müller-Wille und Carsten Reinhard (Hg.)

Wie sind die Wissenschaften entstanden? Wie haben sie sich entwickelt? Wissenschaftsgeschichte hat als Disziplin eine ebenso lange und bewegte Geschichte wie die wissenschaftliche Arbeit selbst. Das Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über die historische und aktuelle Wissenschaftsgeschichte in ihrer Anwendung auf alle Wissenschaftszweige, stellt die unterschiedlichen Forschungsansätze vor und führt in die Globalgeschichte der Wissenschaften ein. Betrachtet werden dabei: Räume und Epochen, Orte der Wissensproduktion, Wissenschaft und die Geschichte der modernen Welt.

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