Policy Brief: Rehabilitation in der Schweiz stärken

Rehabilitation ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein zentraler Bestandteil eines leistungsfähigen Gesundheitssystems. Sie trägt dazu bei, die Funktionsfähigkeit, Selbständigkeit und Teilhabe von Menschen zu erhalten oder zu verbessern.

Rund 45% der Schweizer Bevölkerung, also ca. 4 Millionen Menschen, könnten aktuell von Rehabilitation profitieren. Der Bedarf an Rehabilitation wird in Zukunft aufgrund einer alternden Bevölkerung, der wachsenden Belastung durch chronische Erkrankungen und zunehmenden Lebensjahren mit gesundheitlichen Einschränkungen erwartungsgemäss weiter ansteigen.

Gemäss der WHO ist die Rehabilitation eine zentrale Investition in ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Durch gut koordinierte Rehabilitationsangebote können unnötige Behandlungsangebote vermieden und kostenintensive Behandlungen, Spitalaufenthalte und die Langzeitversorgung verringert werden. Sie reduziert Pflegebedürftigkeit, unterstützt die Rückkehr in die Arbeitswelt und senkt langfristig Gesundheitskosten.

Dennoch wird dieses Potenzial bisher nicht ausgeschöpft. Rehabilitation wird in nationalen Strategien wie «Gesundheit2030» oder nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD) nicht systematisch berücksichtigt und hat bisher keine ausreichende Priorität in der Schweizer Gesundheitspolitik.

Wie alle Mitgliedstaaten hat die Schweiz im Mai 2023 die WHO-Resolution zur Stärkung der Rehabilitation in Gesundheitssystemen angenommen. Vor diesem Hintergrund liefert dieser Policy Brief evidenzbasierte Empfehlungen, wie diese Verpflichtung in der Schweiz systematisch umgesetzt und die Rehabilitation in der Schweiz gestärkt werden kann.

Politische Handlungsempfehlungen

Die Ergebnisse des Projekts wurden in 22 politischen Handlungsempfehlungen (Policy Considerations, PC) zusammengefasst. Diese adressieren fünf zentrale Themenfelder, wie Rehabilitation im Schweizer Gesundheitssystem gestärkt und die WHO-Resolution zur Stärkung der Rehabilitation in Gesundheitssystemen umgesetzt werden kann.

Alle politischen Handlungsempfehlungen und die zugehörigen Best-Practice-Beispiele entdecken
 

Projektorganisation

Kontakt

Dr. sc. Roxanne Maritz
Center for Rehabilitation in Global Health Systems,
Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin,
Universität Luzern
roxanne.maritz@unilu.ch
crghs@unilu.ch