Schnupperseminar Jüdische Studien / Judaistik

Was ist jüdisch, und wer sind die Juden?

Foto Mariusz Kalczewiak
Prof. Dr. Mariusz Kalczewiak

Jüdinnen und Juden sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der europäischen Gesellschaften, auch in der Schweiz. Die jüdische Geschichte Europas ist sowohl von bedeutenden gesellschaftlichen, kulturellen und intellektuellen Errungenschaften als auch von anhaltender Diskriminierung und antijüdischer Gewalt geprägt. Jüdische Philosophie blühte im mittelalterlichen Spanien, jüdische Gelehrte aus Polen und der Ukraine prägten zentrale religiöse und geistige Strömungen des Judentums, und deutschsprachige jüdische Autorinnen und Autoren haben die europäische Literatur beeinflusst. Die jüdische Präsenz in Europa war und ist von einer Spannung zwischen jüdischer Selbstbehauptung, Integration und Ausgrenzung gekennzeichnet.

Das Schnupperseminar bietet eine fundierte Einführung in das Fach Jüdische Studien/Judaistik. Im Zentrum stehen innerjüdische Debatten darüber, ob das Judentum als Ethnizität, Religion oder nationale Zugehörigkeit zu verstehen ist. Wir setzen sich mit grundlegenden Fragen zu jüdischer Erfahrung in Europa auseinander: Was sagen die wechselhaften Beziehungen zwischen der jüdischen Minderheit und der christlichen Mehrheit über europäische Gesellschaften aus? Was bedeutet der Begriff der „jüdischen Diaspora“, und wie leben Jüdinnen und Juden heute in vielen verschiedenen europäischen Ländern? Das Seminar ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, grundlegendes Wissen über jüdische Geschichte, Kultur und Religion zu erwerben. Dieses Wissen schafft eine Basis für aktuelle gesellschaftliche Debatten über kulturelle und ethnische Pluralität sowie über das Verhältnis von Staat und Religion.

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