WORT-GOTTES-FEIER. Theologische Grundlegung und Praxisreflexion

Prof. Dr. Birgit Jeggle-Merz

In der pastoralen Praxis werden Wort-Gottes-Feiern immer wichtiger. Gleichwohl wird aber auch heftig um sie gestritten. Braucht es überhaupt Wort-Gottes-Feiern, wenn in der Nachbarpfarrei eine Eucharistie mitgefeiert werden kann? Wie soll eine Wort-Gottes-Feier gestaltet sein? Soll sie sich an der Eucharistie orientiert, der Feier also, die die meisten Mitfeiernden aus eigenem Erleben kennen, oder eine eigenständige Form der Gestaltung finden? Was ist der Eigenwert dieser Gottesdienstform? Ist sie nur eine Ersatzfeier für eine Eucharistie, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht gefeiert werden kann? Wie kann eine Theologie der Wort-Gottes-Feier aussehen? Braucht es diese überhaupt?

Die Deutschschweizer Bischöfe haben im Herbst 2014 ein neues liturgisches Buch zur Wort-Gottes-Feier approbiert. Eine grundlegende Reflexion über den Eigenwert einer Wort-Gottes-Feier und damit auch eine Theologie der Wort-Gottes-Feier ist aber bislang noch pendent. Deshalb sollen die theologischen Grundlagen dieser Gottesdienstform erhoben und Konsequenzen für die Praxis beleuchtet werden.

Es ist geplant, das Vorhaben zu einem grösseren Projekt auszubauen und einen entsprechenden Förderantrag beim SNF einzureichen.

Vorliegende Veröffentlichungen zum Thema

  • Das Wort will Ereignis werden, oder: Prolegomena zu einer Theologie der Wort-Gottes-Feier, in: Zwischen-Raum Gottesdienst. Beiträge zu einer multiperspektivischen Liturgiewissenschaft. Hg. v. Benedikt Kranemann, Andreas Odenthal und Kim de Wildt. Stuttgart 2016 (Praktische Theologie heute) 151-169.
  • Die Feier des Wortes Gottes in der Liturgie, in: HlD 70 (2016) 99-108.