ZIBR stellt sich den ASEAN Ambassadors vor
Das ZIBR präsentierte seine Forschung einer hochrangigen ASEAN-Delegation und zeigte auf, wie Blockchain-Technologien und ihre Regulierung weltweit gemeinsame Herausforderungen und Chancen schaffen.
Am 13. Mai 2026 stattete eine Delegation des ASEAN Committee in Bern dem Kanton Zug einen Studienbesuch ab. Das ASEAN Committee in Bern vereint die in der Schweiz akkreditierten Botschaften der Mitgliedstaaten der Vereinigung südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations – ASEAN). Die Delegation umfasste Vertreterinnen und Vertreter aus Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Thailand und Vietnam, darunter mehrere Botschafter sowie ranghohe Botschaftsmitarbeitende.
Das Programm fand bei CV Labs in Zug statt und wurde von Regierungsrätin Silvia Thalmann-Gut sowie Alberto Diaz (Wirtschaftsförderung Zug) eröffnet. Nach einer Einführung in das Crypto Valley durch Benedek Orban (CV Labs) präsentierten Pascal Neupert (Operativer Geschäftsführer des Zug Institute for Blockchain Research – ZIBR) und Prof. Dr. Max Baumgart, Inhaber des Lehrstuhls für Energierecht und Blockchain am ZIBR, das Institut und die dort durchgeführte Forschung:
Nach einer kurzen institutionellen Vorstellung des ZIBR zeigte Prof. Dr. Baumgart die Relevanz der Blockchain-Forschung für die ASEAN-Mitgliedstaaten auf: von Singapurs Vorreiterrolle bei der Tokenisierung über digitale Zahlungssysteme wie Kambodschas Bakong und Thailands Projekte für digitales Zentralbankgeld bis zu den schärferen Regulierungsregimes in Indonesien, Malaysia und den Philippinen sowie energiepolitischen Herausforderungen des Krypto-Minings in Laos. Im Anschluss stand das Spannungsfeld zwischen dezentraler Blockchain-Technologie und einem traditionell zentral organisierten Energiemarkt im Zentrum des Vortrags – etwa Fragen der Haftung, des anwendbaren Rechts bei grenzüberschreitenden Smart Contracts oder regulatorischer Strategien von command-and-control bis hin zu experimentellen «sandboxes». Prof. Dr. Baumgart betonte, dass die Schweiz, Europa und die ASEAN-Länder vor denselben Grundfragen stünden: Wie ist auf Chancen und Risiken disruptiver Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz zu reagieren?
Der Studienbesuch unterstreicht die internationale Strahlkraft des Kantons Zug als führender Blockchain-Standort.

