Modell der Pflegeexpertinnen und -experten stösst auf Akzeptanz

Im Rahmen eines Pilotprojekts sind derzeit vier Pflegeexpertinnen (sogenannte Advanced Practice Nurses, APN) in vier Hausarztpraxen im Kanton Luzern im Einsatz. Das von der Universität Luzern durchgeführte und vom Kanton in Auftrag gegebene Projekt zeigt bereits eine positive Wirkung.

Surgeon, physician performs surgical operations, anesthetist or anesthesiologist holding patient's hand for checking state of and or support in ER room, Medical healthcare concept
Symbolbild: ©istock.com/Pornpak Khunatorn

Pflegeexpertinnen und -experten APN («Advanced Practice Nurse») sind Pflegefachpersonen mit einer akademischen Weiterbildung. Ihre Integration in Hausarztpraxen soll helfen, einerseits einen Beitrag zur Sicherung der Grundversorgung zu leisten und andererseits, den Fachkräftemangel sowohl im Hausarztbereich als auch im Pflegeberuf zu entschärfen. Das Projekt «APN in der Grundversorgung: Luzerner Modell» wurde 2023 lanciert (vgl. Newsmeldungen vom Oktober 2022 und  Dezember 2024).

Nach eineinhalb Jahren Projektlaufzeit kann ein positives Zwischenfazit gezogen werden, wie aus einer Mitteilung des Kantons hervorgeht. «Das Luzerner Modell stösst bei allen Beteiligten in Hausarztpraxen, in Pflegeheimen und bei anderen Leistungserbringenden auf breite Akzeptanz. Die bisherigen Erfahrungen der am Projekt beteiligten APN untermauern dies», so die kantonale Pflegeverantwortliche Lorena Meier.

Projektleiterin Ass.-Prof. Thekla Brunkert, Assistenzprofessorin für Medizin und Co-Leiterin des Zentrums für Hausarztmedizin und Community Care der Universität Luzern, erklärt: «Die APN sind gut in den Praxisteams angekommen. Sie übernehmen vielfältige pflegerische und delegierte Aufgaben, beispielsweise eigene Sprechstunden in der hausärztlichen Praxis, Hausbesuche oder Visiten in Pflegeheimen.» 

Auch Michaela Tschuor, Regierungspräsidentin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements, betont den Nutzen: «Die APN in Hausarztpraxen haben grosses Potenzial und bringen einen spürbaren Mehrwert. Einerseits leisten sie einen Beitrag zur Sicherung der Grundversorgung, andererseits helfen sie, den Fachkräftemangel sowohl im Hausarztbereich als auch im Pflegeberuf zu entschärfen.»

Communiqué des Kantons