Power Threat Meaning Framework
Eine konzeptionelle Alternative zur psychiatrischen Diagnose
Vortrag und Workshop als Bestandteil des MAS in Prozessbasierter Psychotherapie mit Dr. Lucy Johnstone
Datum: Freitag, 19. Juni 2026
Zeit: Workshop: 09.00 – 13.00 Uhr / Vortrag: 17.00 – 18.30 Uhr
Ort: Universität Luzern – Hörsaal 7
Sprache: Englisch
Anmeldung: via Anmeldeformular (Zugang nur für Studierende des MAS in Prozessbasierter Psychotherapie Luzern und Basel)
Im Rahmen des MAS in Prozessbasierter Psychotherapie finden sowohl ein Vortrag als auch ein Workshop mit Dr. Lucy Johnstone zum Power Threat Meaning Framework statt.
Workshop
09.00 - 13.00 Uhr
Das “Power Threat Meaning Framework” in der Praxis
Dr. Lucy Johnstone wird anhand von Beispielen aus dem wirklichen Leben zeigen, wie das Power Threat Meaning Framework genutzt werden kann, um nicht-diagnostische Narrative über die Ursachen und Bedeutungen der Notlage von Menschen zu entwickeln und neue Wege für die Zukunft zu eröffnen. Der Workshop basiert auf interaktiven Übungen und Diskussionen.
Vortrag
17.00 - 18.30 Uhr
Das „Power Threat Meaning Framework“: eine konzeptionelle Alternative zur psychiatrischen Diagnose
Das „Power Threat Meaning Framework“, welches 2018 von der British Psychological Society veröffentlicht wurde, ist ein ambitionierter Versuch, eine Alternative zum Diagnosemodell für emotionale und psychische Belastungen zu skizzieren. Es wurde gemeinsam von einem Team aus Fachleuten und Betroffenen entwickelt und untersucht die Rolle von Macht und Bedrohung im Leben der Menschen sowie die Art und Weise, wie wir schwierigen Erfahrungen einen Sinn geben. Das Rahmenwerk kann uns allen helfen, unabhängig davon, ob wir mit dem psychiatrischen Gesundheitssystem in Kontakt stehen oder nicht, hoffnungsvollere Erzählungen oder Geschichten über unser Leben und unsere Kämpfe zu entwickeln, anstatt uns selbst als schuldig, schwach, mangelhaft oder „psychisch krank” zu sehen. Es hat in Grossbritannien und darüber hinaus grosse Aufmerksamkeit erregt und ist mittlerweile in sieben verschiedenen Sprachen verfügbar. Dr. Lucy Johnstone, die neben Professor Mary Boyle eine der Hauptautorinnen war, wird die Kernprinzipien des Modells erläutern.
Dr. Lucy Johnstone ist beratende klinische Psychologin, Autorin von „Users and abusers of psychiatry” (3. Auflage, Routledge 2021) und „A straight-talking guide to psychiatric diagnosis” (PCCS Books, 2. Auflage 2022); Mitherausgeberin von „Formulation in psychology and psychotherapy: making sense of people's problems” (Routledge, 2. Auflage 2013) und Mitautorin von „A straight talking introduction to the Power Threat Meaning Framework” (2020, PCCS Books) sowie einer Reihe weiterer Kapitel und Artikel, die sich kritisch mit der Theorie und Praxis der psychischen Gesundheit auseinandersetzen. Sie ist ehemalige Direktorin des Bristol Clinical Psychology Doctorate im Vereinigten Königreich und hat viele Jahre im Bereich der psychischen Gesundheit von Erwachsenen gearbeitet, zuletzt in einer Einrichtung in Südwales. Sie ist Gastprofessorin an der London South Bank University, Ehrenmitglied der BPS und Mitglied der Royal Society of Arts.
Zusammen mit Professor Mary Boyle war Lucy Hauptautorin des „Power Threat Meaning Framework” (2018), einer Veröffentlichung der British Psychological Society, die in Zusammenarbeit mit Dienstleistungsnutzern entstanden ist und eine konzeptionelle Alternative zur psychiatrischen Diagnose skizziert und nationale und internationale Aufmerksamkeit erregt hat. Lucy ist eine erfahrene Konferenzrednerin und Dozentin und arbeitet derzeit als unabhängige Trainerin. Sie lebt in Bristol, Grossbritannien.
Website: www.bps.org.uk/member-networks/division-clinical-psychology/power-threat-meaning-framework