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    Sonderveranstaltung

    18th 2020 There are no courses taking place on the following dates: Friday, October 2nd St. Leodegar

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 17.08.2020

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    LEIE_38(2)_P5.indd

    obligations to treatment taking place between ‘comparable’ market actors. The terminol- ogy of

    Grösse: 257 KB

    Erstellungsdatum: 24.02.2019

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    Die Native Americans und der Memory-Boom in den USA

    «I don’t feel we did wrong in taking this great country away from them ... Our so-called stealing of

    Grösse: 1 MB

    Erstellungsdatum: 14.09.2018

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    KSF

    KSF LEHRVERANSTALTUNGEN ETHNOLOGIE VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2022 KULTUR- UND SOZIALWISSEN- SCHAFTLICHE FAKULTÄT ETHNOLOGISCHES SEMINAR 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA 12 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 15 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 16 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2022 36 4 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Sandra Bärnreuther, Ass.-Prof. Dr. phil., sandra.baernreuther@unilu.ch (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A31 Studienberatung: Tobias Schwörer, Dr., tobias.schwoerer@unilu.ch Fachstudienberater und Mobilitätsverantwortlicher Tel. ++41 (0)41 229 55 73 Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:sandra.baernreuther@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch 5 Informationen 1. Abschlüsse Dissertationen Laura Preissler, Governing Parents: Early Childhood, Intensive Mothering and Disciplinary Power in Switzerland. Bettina Beer Master Kendra Bätscher, “Nachhaltigkeit” – global vs. lokal. Eine ethnologische Begriffsanalyse anhand des Fallbeispiels der Huaorani in Ecuador und der Ressourcenextraktion. Bettina Beer Esther Aramunde, Scham und Schuld. Eine Analyse sozialer und ökonomischer Konsequenzen finanzieller Inklusion durch die Aufnahme eines Mikrokredits für Frauen im ruralen Bangladesch. Bettina Beer Bachelor Lea Helfenstein, Eine kritische Diskussion ethnographischer Forschungen mit Geflüchteten im Schweizer Bildungssystem. Bettina Beer Lisa Studer, When Words Don’t Suffice: An Anthropological Analysis of the Significance of Trauma Diagnosis in European Asylum Policy. Sandra Bärnreuther Latest Publications Ammann, Carole 2022 Thieme, Susan, Marina Richter, and Carole Ammann: Economic Rationalities and Notions of Good Cure and Care. In: Medical Anthropology, 41 (4): 460–473 2022 Engeler, Michelle and Carole Ammann: Guinean First Ladies: Big (Political) Business. In: Africa Is a Country. 2021 Ammann, Carole and Sandra Staudacher: Masculinities in Africa beyond Crisis: Complexity, Fluidity, and Intersectionality. In: Gender, Place & Culture 28 (6): 759–768. 2021 Ammann, Carole, Julia Mall, Marina Richter, and Susan Thieme: Negotiating Social Differences and Power Geometries among Healthcare Professionals in a Swiss Hospital. In: Gender, Place & Culture 28 (2): 1715–1737. 2021 Ammann, Carole, Aïdas Sanogo, and Barbara Heer: Secondary Cities in West Africa: Urbanity, Power, and Aspirations. In: Urban Forum: 1–17. Bärnreuther, Sandra 2021 Substantial Relations: Making Global Reproductive Medicine in Postcolonial India. Ithaca: Cornell University Press. Beer, Bettina 2022 Vorwort. In: H. Fischer, Die Hamburger Südsee-Expedition. Über Ethnographie und Kolonialismus, 7-33. Berlin: Berenberg Verlag. 2022 ‘Clan’ and ‘Family’: Transformations of Sociality among the Wampar, Papua New Guinea. Histories 2 (1): 15-32. 2022 ‘Em i Stap Bilong En Yet’: Not-Sharing, Social Inequalities and Changing Ethical Life Among Wampar. In: B. Beer und T. Schwoerer (eds.), Capital and Inequality in rural Papua New Guinea, 125-154. Canberra: ANU Press. Beer, Bettina und Tobias Schwoerer (Hg.) 2022 Capital and Inequality in rural Papua New Guinea. Canberra: ANU Press. Fischer, Hans und Bettina Beer 2022 Wampar – English Dictionary. With an English Finder List. Canberra: ANU Press. 2. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS- Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 6 3. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! 4. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr wird jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informationskompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz ist für alle Studierenden verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. 5. News Dr. Willem Church, Mitarbeiter des Ethnologischen Seminars der Universität Luzern, wurde für seine Dissertation mit dem Forschungsförderungspreis des Frobenius Instituts in Frankfurt am Main ausgezeichnet. Seit Februar 2022 leitet Prof. Bettina Beer ein neues Forschungsprojekt am Ethnologischen Seminar «De-Kinning and Re-kinning? Entfremdung, Scheidung, Adoption und die Transformation von Verwandtschaftsnetzwerken». In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Verwandtschaftsethnologinnen und - ethnologen mit der Entstehung von verwandtschaftlichen Beziehungen befasst. Im Zentrum dieser Untersuchungen stand insbesondere die Frage, anhand welcher Wahlmöglichkeiten und wie kreativ die Beteiligten bestimmen, wer als Teil einer Familie gilt. Als Folge davon wurden Themen wie Familienkonflikte, Ambivalenz gegenüber Verwandten und der Abbruch von verwandtschaftlichen Beziehungen in der Forschung vernachlässigt. Das Projekt am Ethnologischen Seminar soll diese Forschungslücke schliessen. Dr. Laura Preissler und Nora Lipp MA sind mit ihren jeweiligen Forschungen zu Entfremdung Verwandter in der Schweiz und zu Adoptionen in Russland Mitarbeiter:innen des Projektes. Bettina Beer hat im Herbstsemester ein Forschungsfreisemester und wird –ebenfalls im Rahmen des Projekts– zu Scheidung und Trennung auf den Philippinen forschen. Prof. Laurent Dousset wird vom HS 22 an Lehrveranstaltungen am ethnologischen Seminar anbieten und unser Team mit seiner regionalen Forschungserfahrung in Australien und im Pazifik, seiner Expertise zur Verwandtschaftsethnologie und zu Uncertainty Studies verstärken. Since March 2022, Dr. Faduma Abukar Mursal is joining the department as Lecturer, and is also a Research Associate at the London School of Economics. She obtained her PhD research from the Max Planck Institute for Social Anthropology in Halle, and completed it in February 2021. Based on 20months’ fieldwork (June 2015-February 2017), her doctoral project examined the relationship between political imaginaries and violence. In particular, she investigated the daily ethical dilemmas and contradictions low- income urban communities face and deal with in Mogadishu to reflect on the impact of state-building projects on urban life. From July 2019 to August 2021, Faduma worked in the research group ‘Resilienz im Strafvollzug’ (RESIST) at the University of Siegen where she has conducted fieldwork in German prisons. Currently, she works on a book project on the militarization of urban spaces that derives from her thesis. Her current research inquires the less visible realm of policy work – the knowledge and attributes it requires, the ways it acquires the status of universality, how it happens to be in the hands of those who are thought to have the right skills that makes it efficacious and the ethical issues that arise from the alliances with and exclusions of targeted communities. Sandra Bärnreuther organisiert zusammen mit Giada Danesi (Universität St. Gallen), Tanja Schneider (Universität St. Gallen) und Nolwenn Bühler (Universität Lausanne) die internationale Fachtagung "The Datafication of Health: Novel distributions and reconfigurations of expertise,” die am 10. und 11. November 2022 an der Universität St. Gallen stattfinden wird. Interessierte können sich gerne bei Sandra Bärnreuther melden. 7 6. Schwerpunkte Neben theoretischen, methodischen und regionalen Lehrveranstaltungen bietet das Ethnologische Seminar Lehrveranstaltungen zu folgenden Schwerpunkten an: 1) Politik und Wirtschaft, 2) Medizin und Technologie, 3) Soziale Nahbeziehungen. Veranstaltungen und Vorträge von Gastwissenschaftler*innen ergänzen das Lehrprogramm. Unser Unterrichtskonzept betont die enge Verbindung von Forschung und Lehre: Wir verwenden Probleme und Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten als Beispiele in der Lehre und ermutigen Studierende, eigene Projekte zu entwickeln und an Feldforschungsexkursionen teilzunehmen. Politik und Wirtschaft Im Mittelpunkt der Politik- und Wirtschaftsethnologie stehen zum Einen die politische und wirtschaftliche Organisation unterschiedlichster Gesellschaften. Zum Anderen beschreiben Ethnolog*innen wie lokale Kontexte von nationalen sowie globalen politischen und wirtschaftlichen Dynamiken beeinflusst werden. Weiterhin untersuchen Ethnolog*innen zunehmend diese Prozesse selbst und nehmen zum Beispiel den Nationalstaat, Bürokratien oder kapitalintensive Großprojekte unter die Lupe. Am Seminar erforschen wir zum Beispiel die Folgen von Ressourcen-Nutzung durch Plantagenwirtschaft und Bergbau in verschiedenen Gebieten der Welt. Wir fragen aber auch: Wie wird eine staatliche Krankenversicherung in Indien für ärmere Bevölkerungsschichten geplant und umgesetzt? Oder auf welche Art und Weise setzten sich ökonomische Logiken in der Gesundheitsversorgung durch und restrukturieren diese? Medizin und Technologie Medizin und Technologie aus ethnologischer Perspektive zu beleuchten bedeutet, diese (oft als objektiv oder „natürlich“ erfahrenen) Phänomene als Untersuchungsobjekte zu betrachten und zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher Analysen zu machen. Dies geschieht im engen interdisziplinären Austausch, zum Beispiel mit den science and technology studies oder der Wissen(schaft)sgeschichte. Auf welche Art und Weise sind Medizin und Technologie im täglichen Leben präsent? Wie werden sie in spezifischen Kontexten hergestellt, wahrgenommen, genutzt und evtl. umgedeutet? Inwiefern werden diese Erfahrungen durch historische, politische und ökonomische Einflüsse geprägt, und in welchem Zusammenhang stehen sie mit sozialen Ungleichheiten? In unseren Forschungen arbeiten wir über Ideale einer universalen Gesundheitsversorgung, Gesundheitspolitik, Biotechnologien und Digitalisierung vorwiegend in Südasien und Ostafrika. Ein weiterer Fokus liegt auf globalen Vernetzungen und Asymmetrien, insbesondere in Form von Süd-Süd Beziehungen. Soziale Nahbeziehungen Seit Beginn der Ethnologie als wissenschaftlicher Disziplin besteht ein großes Interesse an der Organisation der Beziehungen, die sowohl für das alltägliche Leben als auch für die Reproduktion des kollektiven Lebens zentral sind: Familie, Haushalte, die erweiterte Verwandtschaft sowie das Zusammenleben in Siedlungen oder Nachbarschaften. Diese Nahbeziehungen sind Grundlage der weiteren sozialen Organisation, etwa des wirtschaftlichen und politischen Lebens. Gleichzeitig reagieren Nahbeziehungen auf historische Transformationen. Wenn sie sich wandeln, verändern sich auch andere Bereiche des sozialen Lebens. Heute fragen wir uns zum Beispiel: Wie verändert internationale Migration soziale Nahbeziehungen? Oder was geschieht mit familiären Beziehungen, wenn neue Reproduktionstechnologien die Möglichkeiten Kinder zu bekommen verändern? 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Social and Cultural Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente Musterstudienplan: BA Ethnologie Major Studienbeginn ab HS 2021 I Studienleistungen Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Ethnologie 3 A s s e s s m e n ts tu fe (1 . & 2 . S e m e s te r) Proseminar Einführung in die Ethnologie 4 Methodenseminar Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 Proseminar Regionale Einführung 4 Proseminararbeit1 4 Proseminar Geschichte der Ethnoloige 4 Proseminararbeit 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch Kolloquialvorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie 3 H a u p ts tu d iu m (3 .-6 . S e m e s te r) Zwei Hauptseminare Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 8 Zwei Hauptseminararbeiten Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 12 Hauptseminar 4 Hauptseminararbeit 6 Weitere Studienleistungen 15 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor2 50 III Freie Studienleistungen ganzes Studium Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (0-4 Cr) 20 IV BA-Abschluss BA-Arbeit Major 25 Mündliche BA-Prüfung Major 5 Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 1 Auch Arbeiten, die zum Methodenseminar geschrieben werden, müssen inhaltlichen Charakter haben. 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 9 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Kolloquialvorlesung (KVL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt und sollte im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Kolloquialvorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Kolloquialvorlesung (KVL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Kolloquialvorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Schwerpunkte der Mitarbeiter*innen des Ethnologischen Seminars angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über die behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und wie sie diese auswerten. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Regionale Einführung In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Süd- und Südostasien, Ostafrika, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Geschichte der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann ebenfalls angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Die Veranstaltungen werden regelmäßig angeboten und können aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Lehrveranstaltungen ist es, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. 10 Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professorinnen statt. Die Termine sind direkt mit ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren müssen ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren Themen der Ethnologie wie beispielsweise Migration, neue Medien, Religionsethnologie oder Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/WeisungenSocialCredits_KSF.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Social Credits erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 11 12 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. Für beide Varianten wird empfohlen im Rahmen der freien oder weiteren Studienleistungen im Fachbereich Ethnologie ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung zu besuchen. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die Freien Studienleistungen im Major oder Minor um vier Credits. Es gibt die Möglichkeit Social Credits im Rahmen des Forschungspraktikums zu erwerben. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I Studienleistungen Major Masterseminar Zu empirischen Methoden der Datenerhebung 4 Schriftliche Masterseminararbeit 6 Masterseminar 4 Schriftliche Masterseminararbeit 6 Forschungspraktikum 18 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor1 20 III Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (0-4 Cr)2 17 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I Studienleistungen Major Masterseminar Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 4 Schriftliche Masterseminararbeit Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 6 Masterseminar Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 4 Schriftliche Masterseminararbeit Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 6 Weitere Leistungen Major 14 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor1 20 III Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) 21 IV Masterverfahren MA-Arbeit Major 30 Mündliche MA-Prüfung Major 10 Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors 2 Zwei Credits in Sozialkompetenz werden als Teil des Forschungspraktikums (als Forschungsbeitrag) verrechnet. Es können noch bis zu vier weitere Credits in Sozialkompetenz geleistet werden. 13 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik und Wirtschaft, Soziale Nahbeziehungen/Verwandtschaft, Medizin und Technologie) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA-Minor sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu zwei in den Masterseminarien behandelten Themen sollten zwei schriftliche Masterseminararbeiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeiten werden benotet und sind auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie sollen einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der/dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Das Konzept des Feldforschungspraktikum ist im Rahmen des Seminar- und Forschungskolloquiums zu präsentieren. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: o Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, o regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, o möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, o und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 14 15 Wie kann ein BA- oder MA-Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von vier, bzw. sechs Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unter- als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn Studierende neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Reihenfolge des Besuchs von Veranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Regionale Einführung“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Geschichte der Ethnologie Proseminar: Regionale Einführung Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich1 der Ethnologie Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar nach freier Wahl Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 1 Die am Ethnologischen Seminar unterrichteten Schwerpunkte sind auf Seite 7 beschrieben 16 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Anthropology of the State Dozent/in: Smriti Sharma Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 19.09.2022 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course will employ anthropological and ethnographical approaches to study the state. It investigates a range of questions such as: what is the state? how has the state been viewed and studied? how do anthropologists study the state? how is the state conceptualized? How does it become legible through its institutions, practices and artifacts – bureaucracy, files, paper and documents? The course urges us to problematise how the realm of the state manifests itself in everyday life? In doing so, the course familiarises the students with the methodological tools to study the state. In this class, we will think through questions of how the state governs, regulates its citizens and the instruments it makes use of. To do so, we shall adopt a nuanced perspective of how policy in being an instrument of the government also becomes a crucial way of investigating into the nature of the state. Along with reading a set of ethnographical texts, we shall engage with documents/policy briefs to further unfold and examine the everyday functioning of the state. As the course progresses, we shall address questions emerging from the digital turn in governance: the kind of state that existed to the kind of state being envisioned? and what will anthropologists look at in the future study of the state? Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Proseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: smriti.sharma@unilu.ch 17 Einführung in die Umweltethnologie Dozent/in: Dr. phil. Tobias Schwörer Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mo., 10:15 - 12:00, ab 19.09.2022 FRO, 4.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Gerade in Zeiten, wo der Klimawandel in allen Medien präsent ist, will dieses Proseminar aufzeigen, wie sich die Ethnologie schon seit langer Zeit mit Wechselwirkungen zwischen der menschlichen Gesellschaft und der biophysikalischen Umwelt befasst hat. Es ist als ein Überblick über das Themenfeld der Umweltethnologie gedacht, und soll in einem ersten Teil die wichtigsten Grundbegriffe und die Entwicklung der Teildisziplin vorstellen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Subsistenzgrundlagen und der Anpassung unterschiedlicher Gesellschaften an die natürliche Umwelt. Es geht also beispielsweise darum, welche Strategien traditionelle Jäger und Sammler im Amazonas-Gebiet, in der Kalahari-Wüste oder im hohen Norden Kanadas verfolgen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern; um die Frage, ob bestimmte Rituale und das damit zusammenhängende Schlachten von Schweinen im Hochland von Neuguinea das natürliche Gleichgewicht regulieren; wie Kamel- und Rinderhirten in der Sahelzone auf Dürren reagieren; oder wie Schweizer Bergbauern ihre Allmenden bewirtschaften, ohne sie zu übernutzen. Der zweite Teil des Seminars befasst sich mit dem globalen Klimawandel, und den möglichen katastrophalen Folgen für die gesamte Menschheit. Der Fokus liegt hier auf dem Begriff des Anthropozäns, also der Feststellung, dass menschliche Aktivitäten auf dem Planeten Erde mittlerweile geologische Dimensionen erreicht haben. Dabei wird unter anderem aufgezeigt, wie Gesellschaften bereits früher auf Klimaveränderungen und Naturkatastrophen reagiert haben, wie sich Gesellschaften gegen die kommenden Auswirkungen schützen können, aber auch welche Auswirkungen gegenwärtige Umweltschutzbestrebungen auf indigene Gesellschaften haben, und was die Ethnologie zu einem besseren Verständnis dieser globalen Probleme beitragen kann. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Proseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tobias.schwoerer@unilu.ch Literatur Crate, Susan A. und Mark Nuttall (ed.). 2016. Anthropology and Climate Change: From Actions to Transformations. Second Edition. New York: Routledge. Dove, Michael (ed). 2014. The Anthropology of Climate Change: A Historical Reader. Oxford: Wiley Blackwell. Dove, Michael und Carol Carpenter (eds). 2008. Environmental Anthropology: A Historical Reader. Oxford: Blackwell. Haenn, Nora, Richard R. Wilk und Allison Harnish (eds). 2016. The Environment in Anthropology: A Reader in Ecology, Culture, and Sustainable Living. Second Edition. New York: New York University Press. Moran, Emilio F. 2006. People and Nature: An Introduction to Human Ecological Relations. Malden: Blackwell. Townsend, Patricia K. 2000. Environmental Anthropology: From Pigs to Policies. Long Grove: Waveland Press. 18 Ethnologie der Menschenrechte und Gerechtigkeit Dozent/in: Nicole Ahoya, MA Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mo., 12:15 - 14:00, ab 19.09.2022 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Forderungen nach Gerechtigkeit finden wir lokal und global auf Plakaten bei Demonstrationen, als Graffiti in Strassenzügen, als #Justice im digitalen Raum oder als Forschung nach Zugang zu Gerechtigkeit bei den Sustainable Development Goals (SDGs). Doch was bedeutet Gerechtigkeit? Wer definiert Gerechtigkeit? Sind Forderungen nach mehr Gerechtigkeit gleichbedeutend mit Forderungen nach der Um- und Durchsetzung von Menschenrechten? Forschungen in der Ethnologie der Menschenrechte, einem Untergebiet der Ethnologie des Rechts, beschäftigen sich seit den 1990er Jahren unter anderem mit in Menschenrechte eingeschriebenen Gerechtigkeitsvorstellungen. Die verstärkte Hinwendung zum Recht als Mittel zur Herstellung einer gerechten Gesellschaft seit dem Ende des Kalten Krieges, löste eine Flut ethnologischer Forschungsprojekte aus. Auch wenn Menschenrechte den Anspruch erheben, eine universelle Form von Gerechtigkeit zu definieren und durchzusetzen, untersuchten ethnologische Forschungsprojekte, wie Menschenrechtsideen weltweit in lokalen Kontexten angepasst, in lokale Gerechtigkeitskategorien «übersetzt» und umgestaltet wurden, um sich bei Aufständen, der staatlichen Politikgestaltung oder in transnationalen Bewegungen Gehör für Gerechtigkeitsvorstellungen zu verschaffen. Neuere Ansätze in der Ethnologie kritisieren jedoch zunehmend einen zu engen Fokus auf «verrechtlichte» Gerechtigkeitskonzepte. Sie fordern eine nuanciertere Auseinandersetzung mit dem Gerechtigkeitsbegriff als analytische, ethnographische und theoretische Kategorie in der Ethnologie. In dem neu entstehenden Gebiet der «Ethnologie der Gerechtigkeit» geht es um eine tiefere Auseinandersetzung der vielfältigen Möglichkeiten, wie «Gerechtigkeit» kontext- und situationsabhängig verstanden, ausgedrückt und zugänglich gemacht wird. Im ersten Block des aus drei Blöcken bestehenden Seminars setzen wir uns aus theoretischer Sicht mit für das Seminar wichtigen Begriffen Moral, Recht und Gerechtigkeit und ihren Verschränkungen auseinander. Im zweiten Block fokussieren wir uns auf ethnologische Forschungen im Gebiet der Ethnologie der Menschenrechte, welche sich mit Gerechtigkeitsvorstellungen und -forderungen auseinandersetzen. Im dritten und letzten Block tauchen wir in neuere Forschungsansätze in der «Ethnologie der Gerechtigkeit» ein. Wir erweitern dadurch unseren analytischen, theoretischen und methodischen Blick auf Forschungsansätze zu «Gerechtigkeit», bei welchen Recht empirisch nur eine Ressource unter anderen ist, um Vorstellungen und Konstruktionen von Gerechtigkeit umzusetzen. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: nicole.ahoya@unilu.ch Literatur Brunnegger, Sandra, and Karen Ann Faulk, eds. 2016. A Sense of Justice: Legal Knowledge and Lived Experience in Latin America. Standford: Stanford University Press. 19 Brunnegger, Sandra, ed. 2019. Everyday Justice: Law, Ethnography, Injustice. New York: Cambridge University Press. Clarke, Kamari Maxine, and Mark Goodale, eds. 2010. Mirrors of Justice: Law and Power in the Post-Cold War Era. New York: Cambridge University Press. Clarke, Kamari Maxine. 2019. Affective Justice: The International Criminal Court and the Pan-Africanist Pushback. Durham: Duke University Press. Goodale, Mark, ed. 2012. Human Rights at the Crossroads. Oxford: Oxford University Press. Kirsch, Stuart. 2018. Engaged Anthropology: Politics beyond the Text. Berkeley: University of California Press. Niezen, Ronald. 2010. Public Justice and the Anthropology of Law. Cambridge: Cambridge University Press. 20 Geschichte der Ethnologie Dozent/in: Dr. phil. Tobias Schwörer Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2022 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Wie in jeder wissenschaftlichen Disziplin gibt es auch in der Ethnologie eine Reihe von klassischen Texten, die für die Entstehung des Fachs und die Entwicklung unterschiedlicher theoretischer Strömungen zentral sind. Die Kenntnis dieser Klassiker ermöglicht ein tieferes Verständnis der Ethnologie und hilft zeitgenössische Forschungsliteratur besser verstehen und einordnen zu können. In diesem Proseminar werden wir deshalb Texte einiger der wichtigsten und bekanntesten Ethnologinnen und Ethnologen lesen und in ihren Entstehungskontext einbetten. Dadurch lernen die Studierenden unterschiedliche theoretische Ansätze kennen, werden vertraut mit verschiedenen Forschungsmethoden und erfahren viel über ethnographische Beispiele aus aller Welt. Wir üben dabei auch den Umgang mit wissenschaftlichen Texten, insbesondere das (kritische) Lesen, die Zusammenfassung von Information in Form von Exzerpten, sowie die Diskussion ethnographischer und theoretischer Erkenntnisse. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Geschichte der Ethnologie Proseminar Klassiker der Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tobias.schwoerer@unilu.ch Literatur - Barnard, Alan. 2000. History and Theory in Anthropology. Cambridge: Cambridge University Press. - Petermann, Werner. 2004. Die Geschichte der Ethnologie. Wuppertal: Peter Hammer Verlag. 21 Lokale Lebensgrundlagen, globale Verflechtungen: Einführung in die Wirtschaftsethnologie Dozent/in: Tabea Rohner Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 22.09.2022 FRO, 4.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In dieser Veranstaltung werden zentrale Themen und verschiedene theoretische Ansätze der Wirtschaftsethnologie behandelt. Neben den klassischen Themen wie z.B. Formen der Produktion, Zirkulation und Konsumtion von Gütern, Strategien der Lebensunterhaltssicherung, Gabentausch, sowie Motiven der wirtschaftlichen Handlungsweisen werden auch neuere Problemstellungen rund um Globalisierung, Fragen des nachhaltigen Anbaus, Handels und Konsums von Lebensmitteln und der sogenannten Sharing Economy zur Sprache kommen. Als Diskussionsgrundlage verwenden wir Auszüge aus einführenden Lehrbüchern sowie ergänzende Literatur zu ausgewählten Aspekten. Darüber hinaus lesen wir eine Ethnographie zu einem wirtschaftsethnologischen Thema. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Proseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tabea.rohner@uzh.ch Literatur - Carrier, James G., ed. 2012. A handbook of Economic Anthropology. Cheltenham: Edward Elgar Publishing. - Graeber, David. 2002. Toward an Anthropological Theory of Value: The False Coin of Our Own Dreams. London: Palgrave Macmillan. -Gudeman, Stephen. 2001. The Anthropology of Economy: Community, Market, and Culture. Malden: Blackwell. - Hann, Chris and Keith Hart. 2011. Economic Anthropology. Cambridge: Polity. - Widlok, Thomas. 2017. Anthropology and the Economy of Sharing. Abingdon: Routledge. -Wilk, Richard und Lisa C. Cliggett 2007. Economies and Cultures. Foundations of Economic Anthropology. Boulder: Westview Press 22 Anthropologische Perspektiven zu Care am Lebensende Dozent/in: Dr. des. Julia Rehsmann Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 20.09.2022 FRO, HS 4 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Was bedeutet Care aus sozialanthropologischer Perspektive? Care umfasst soziale Beziehungen mit all ihren Ungleichheiten und Abhängigkeiten und stellt insbesondere am Lebensende einen besonders dringlichen Anspruch an Individuen, Familien, Gesellschaften, Institutionen und Politik. Care umfasst den Bereich des Privaten wie auch des Professionellen, zeigt die Durchlässigkeit dieser Kategorien und wie diese je nach kulturellem Kontext unterschiedlich definiert und verhandelt werden. Im Rahmen dieses Hauptseminars befassen wir uns primär mit sozialanthropologischen Arbeiten zu Care am Lebensende, die sich auf die Beziehungen zwischen Menschen beziehen. Darüber hinaus werden wir auch eine kleine Auswahl feministischer und posthumanistischer Arbeiten lesen und diskutieren, die Care breiter verorten und unsere ökologische Umwelt bzw. eine nachhaltige Zukunft in ihr Verständnis von Care miteinbeziehen. Das Hauptseminar lädt die Studierenden dazu ein, ihre eigenen Gedanken zu gesellschaftlich relevanten Themen zu entwickeln und selbstverständliche Vorstellungen zu Care und dem Lebensende kritisch zu hinterfragen. Es ermutigt die Studierenden, sich an aktuellen ethischen Debatten zu beteiligen. Voraussetzungen: Response Papers zu Pflichttexten; Kritisches Lesen und Kommentieren der Pflichttexte; Regelmässige Teilnahme inkl. aktiver Beteiligung an den Diskussionen; Diskussionsinput; Diskussionsprotokoll Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Medizin und Technologie Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Studienschwerpunkt Diversity Studies Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: julia.rehsmann@gmail.com Literatur Eine Literaturliste zu den einzelnen Sitzungen wird am Anfang des Seminars elektronisch bereitgestellt. Auswahl: Aulino, F. (2019). Rituals of Care. Karmic Politics in an Aging Thailand. New York: Cornell University Press. Danely, J. (2016). Affect, infrastructure, and vulnerability: Making and breaking Japanese eldercare. Medicine Anthropology Theory, 3(2), 198–222. de la Bellacasa, M. P. (2017). Matters of Care: Speculative Ethics in More Than Human Worlds. Minneapolis: University of Minnesota Press. Driessen, A., Borgstrom, E., & Cohn, S. (2021). Ways of ‘Being With’: Caring for Dying Patients at the Height of the COVID-19 Pandemic. Anthropology in Action, 28(1), 16-20. Garcia, A. (2010). The Pastoral Clinic. Addiction and Dispossession Along the Rio Grande. Berkeley, CA: University of California Press. Kaufman, S. R., & Morgan, L. M. (2005). The Anthropology of the Beginning and Ends of Life. Annual Review of Anthropology, 34(1), 317-341. Mol, A. (2008). The Logic of Care: Health and the Problem of Patient Choice. New York: Routledge. Stevenson, L. (2014). Life Beside Itself: Imagining Care in the Canadian Arctic. Oakland, CA: University of California Press. Strong, A. E. (2020). Documenting Death Maternal Mortality and the Ethics of Care in Tanzania. Berkeley: University of California Press. Thelen, T. (2021). Care As Belonging, Difference, and Inequality. In: Oxford University Press. Wackers, G. (2016). Recursive Health Care Structures and Choice in the Manner of Our Dying: An Auto- Ethnographic Account. Qualitative Health Research, 26(4), 452-465. Zivkovic, T. (2021). Lifelines and End-of-life Decision-making: An Anthropological Analysis of Advance Care Directives in Cross-cultural Contexts. Ethnos, 86(4), 767-785. 23 Diversity: Zentrale Konzepte, Theorien und Fallbeispiele aus ethnologischer Sicht Dozent/in: PD Dr. Angelica Wehrli Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 14-täglich Do., 12:15 - 16:00, ab 22.09.2022 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-tägig Inhalt: «Diversity» oder «Diversity Studies» bilden sowohl im wissenschaftlichen wie auch im alltäglichen Diskurs einen festen Bestandteil. Doch was genau kann unter «Diversity» verstanden werden? In diesem Seminar werden wir uns mit zentralen Konzepten, theoretischen Debatten und interdisziplinären Ansätzen auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt bilden Fallbeispiele aus ethnologischer Sicht anhand derer wir ergründen wie die Kategorien Geschlecht/Gender, Klasse, Alter, Gesundheit, race, ethnicity und weitere Dimensionen von sozioökonomischen Privilegierungen interagieren. Ferner werden wir der Frage nachgehen, wie Normativität zu Ex- und Inklusion(en) führen kann. Schliesslich werden wir analysieren wie Wissenschaftler: innen forschen, (be-)werten, kategorisieren und somit Wissen produzieren und allenfalls reproduzieren. Die Studierenden haben in diesem Seminar die Möglichkeit anhand eigener Recherchen und in Absprache mit der Dozentin weiterführende audiovisuelle, on-line und offline Materialien beizuziehen Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Studienschwerpunkt Diversity Studies Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: angelica.wehrli@unisg.ch Literatur Eine Literaturliste zu den einzelnen Themen sowie zu den Sitzungen wird am Anfang des Seminars elektronisch bereitgestellt. Zur Einstimmung und Vorbereitung auf das Thema eignen sich folgende Quellen: Butler, Judith 1999 [1990]: Gender Trouble. Feminism and the Subversion of Identity. New York: Routledge Page; Fuchs, Martin (2007): "Diversity und Differenz – Konzeptionelle Überlegungen." In: Gertraude Krell et al. (Hg.): Diversity Studies: Grundlagen und disziplinäre Ansätze. Frankfurt am Main: Campus-Verlag: 17-34; Page, Scott 2011: Diversity and Complexitiy. Princeton: Princeton University Press, 2011; Vertovec, Steven (ed.) 2015: International Handbook of Diversity Studies. London: Routledge. 24 Materielle Kultur und implizites Wissen bei Kleinfischern Dozent/in: PD Dr. Frank Muttenzer Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 14-täglich Do., 12:15 - 16:00, ab 29.09.2022 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-tägig Inhalt: Interpretierende und kognitive Ansätze in der soziokulturellen Anthropologie betonen beide die Notwendigkeit, implizites Wissen zu berücksichtigen, um materielle Kultur und Mensch Umweltinteraktionen zu verstehen. In diesem Seminar werden wir uns mit Werkzeugen, verkörperten Fähigkeiten und intelligenten Gewohnheiten von Kleinfischern in Mangroven- und Korallenriffgebieten befassen, die gemeinsames Wohlergehen und Anpassung an die Umwelt ermoeglichen. Implizites Wissen beinhaltet ausser den körperlichen Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen, an die jeweilige Ökonomie angepassten Werkzeugen auch das Verstehen und die Bezugnahme auf Absichten anderer, z.B. von Kollegen und Konkurrenten, Zwischenhändlern und Händlern, sowie die eigene Verantwortlichkeit für die Teilnahme an Ritualen bei der Zusammenarbeit in einer Gruppe. Deshalb werden wir neben der Human- und der politischen Ökologie auch Literatur aus der Kognitionswissenschaft hinzuziehen, die mit Verkörperung, Umsetzung und Ausdehnung kognitiver Prozesse sowie deren Verteilung über ein Netzwerk individueller Agenten befasst ist. Interpretive and cognitive approaches in sociocultural anthropology both stress the necessity of taking into account tacit knowledge for understanding human environmental interactions. In this seminar we will look at the tools, embodied skills and intelligent habits of small scale fishers in mangrove and coral reef environments, their adaptive strategies and communal well-being. Besides bodily skills in using various tools adapted to specific econiches, fishers' tacit knowledge also involves, e.g. understanding and relating to the intentions of peers and competitors, middlemen and traders, or understanding one's individual accountability for participating in mandatory rituals when working together in a group. In addition to human and political ecology we will therefore look at recent work from the cognitive sciences that discusses the embodiment, enaction and extendedness of cognitive processes, as well as their distribution over a network of individual agents. Voraussetzungen: ability to read the scientific literature English Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: fmuttenzer@gmail.com Literatur Collins, Harris. 2010. Tacit and explicit knowledge. Chicago: The University of Chicago Press. Johnson, Derek S., Acott, Tim, Stacey, Natasha & Julie Urquhart. 2018. Social Wellbeing and the Values of Small-Scale Fisheries. MARE Publication Series 17: Springer. Turner, Stephen P. 2018. Cognitive Science and the Social: A Primer. New York: Routledge. 25 Securitization and militarization of cities Dozent/in: Dr. phil. Faduma Abukar Mursal Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 21.09.2022 FRO, HS 11 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course explores urban aspects of international security. As the nexus of authority, governance, capital and culture, cities as arenas of modern warfare. This course engages with approaches from anthropology and political geography to explore the effects of the manifestation of political violence and different types of disasters on cities. As they are prone to terrorist attacks, financial crisis, hurricanes, viruses, heavy rainfalls, the pursuit of human security reconfigure urban security in ambiguous ways. We will reflect on the social construction of security threats, the decentering of the government’s monopoly over the use of force, and the militarization of social and imaginative life. All the sessions include extensive group discussions based on the readings, as well as student presentations on selected topics and case-studies. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: faduma.abukar@unilu.ch Literatur Besteman C. (2020) Militarized Global Apartheid, Durham: Duke University Press. Coleman R. and McCahill M. (2011), Surveillance & Crime, London: Sage Publications Ltd. Graham S. (2010) Cities under siege: The New military urbanism, UK :Verso Books. Zeiderman (2016), Endangered city: the politics of security and risk in Bogotà, Durham: Duke University Press. https://www.dukeupress.edu/militarized-global-apartheid 26 Uncertainty studies: means and modes of pragmatic anthropology Dozent/in: Dr. Laurent Dousset Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 20.09.2022 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: With a few notable exceptions, the study of “uncertainty” has been a neglected domain of anthropological study. Most scientific traditions have aimed at understanding how “things appear to operate”, and have thus less focused their attention on situation or conditions in which actors have no reference at hand to allow for social life to endure. Drawing from various disciplines of the social sciences and humanities, we will aim at defining uncertainty in anthropological terms and discuss how and why such situations are significant for social reproduction and transformation to occur. Through the analysis of various case studies, ranging from Melanesian sorcery accusations to western forms of social resistance, we will analyse the means and modes through which actors produce belonging to account for uncertainties and how uncertainty studies can be deployed as a heuristic device for the development of pragmatic anthropology. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: laurent.dousset@univ-amu.fr 27 Berufsmöglichkeiten und Berufspraktika in der Ethnologie Dozent/in: Dr. phil. Tobias Schwörer Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 21.09.2022 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Im Gegensatz zu anderen Disziplinen ist es Studierenden der Ethnologie oft nicht auf Anhieb klar, welche Berufsfelder sich ihnen mit einem Abschluss ermöglichen. Dieses Masterseminar will hier Klarheit schaffen, und einen Überblick über unterschiedliche Tätigkeitsbereiche für Ethnologie- Studierenden liefern. Ein erstes Ziel dabei ist es, aufzuzeigen, wie Studierende im Sinne einer angewandten Ethnologie ethnologische Theorien, Methoden und Perspektiven in ihrem zukünftigen Berufsleben anwenden können, sei dies in den Bereichen Migration, Entwicklungszusammenarbeit, Soziale Arbeit, Medien, im Gesundheitswesen, in NGOs oder in der Privatwirtschaft. Ein zweites Ziel dieses Seminars ist es, Studierende konkret auf ein Berufs- oder Feldforschungspraktikum vorzubereiten. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Masterseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Fortgeschrittene Bachelor-Studierende ab dem 5. Semester können dieses Masterseminar auch besuchen, sollten sich aber vorgängig beim Dozenten melden: tobias.schwoerer@unilu.ch Kontakt: tobias.schwoerer@unilu.ch 28 Forschungskolloquium Dozent/in: Dr. phil. Faduma Abukar Mursal Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 20.09.2022 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Im Kolloquium stellen Mitarbeiter*innen des Seminars aktuelle Forschungen vor. Ausserdem sind Gäste eingeladen, die ebenfalls von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium –ohne einen eigenen Beitrag leisten zu müssen – teilnehmen und bei regelmässiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können sie ausserdem 2 Social Credits bekommen. In the colloquium, staff and doctoral students, as well as invited speakers from other institutions, present their current research. Students can participate in the colloquium and receive 2 CP for regular participation and active preparation. If students form a reading group, in which they read and discuss selected texts of the colloquium presenter 2 social CP can be awarded. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Kontakt: faduma.abukar@unilu.ch 29 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Ass.-Prof. Dr. phil. Sandra Bärnreuther Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 20.09.2022 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Was ist Ethnologie? Wie arbeiten Ethnolog*innen wissenschaftlich? Und warum ist das Fach in einer globalisierten Welt wichtig? Die Vorlesung Einführung in die Ethnologie vermittelt einen ersten Einblick in die Disziplin und in das Studium der Ethnologie. Sie befasst sich mit zentralen Methoden, Begriffen, Konzepten, Fragestellungen und Themenbereichen der Ethnologie. Nach einer Einführung in wissenschaftliche Arbeitstechniken gibt die Vorlesung einen kurzen Überblick über wesentliche Methoden der Ethnologie sowie die Geschichte des Faches. Danach beschäftigen wir uns mit zentralen Begriffen und Konzepten, wie «Kultur», «Ethnizität», «Repräsentation», «Orientalismus», «Relativismus» und «Universalismus». Ausserdem gehen wir auf verschiedene Themenbereiche der Ethnologie ein, vor allem Politik-, Medizin- und Verwandtschaftsethnologie – die drei Studienschwerpunkte an der Universität Luzern. Abschliessend besprechen wir Phänomene wie Globalisierung und sozialen Wandel sowie Berufsperspektiven für Ethnolog*innen in einer globalisierten Welt. Die schriftliche Lösung von kurzen Aufgaben sowie die Klausur am Ende des Semesters sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterialien und das Online Forum werden auf OLAT bereitgestellt. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Kolloquialvorlesung Einführung in die Ethnologie Vorlesung Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: sandra.baernreuther@unilu.ch Literatur Beer, Bettina, Hans Fischer und Julia Pauli (Hg.). 2017. Ethnologie. Einführung in die Erforschung kultureller Vielfalt. Berlin: Reimer. Beer, Bettina und Hans Fischer. 2009. Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. Berlin: Reimer. Eriksen, Thomas Hylland. 2015. Small Places, Large Issues: An Introduction to Social and Cultural Anthropology. London: Pluto Press. Eriksen, Thomas Hylland. 2017. What is Anthropology? London: Pluto Press. Heidemann, Frank. 2019. Ethnologie. Vandenhoeck & Ruprecht. 30 From kinship studies to the study of relatedness Dozent/in: Dr. Laurent Dousset Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 21.09.2022 FRO, HS 11 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This lecture will recall the history of kinship studies, which have been the core of the anthropological science for a century until they changed and diversified into less formalistic and more actor-oriented and embodied analytical modes of studying human ways to think, experience and construct relationships based on the idiom of kinship. Such a historical approach to kinship will allow traversing the various theoretical paradigms that gradually enriched the anthropological perspective, as well as elaborate the major conceptual tools that have been developed to account for sociocultural diversity. The lecture will aim at rendering one of the most complex domains of anthropological analysis accessible to a wide and diverse audience. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Kolloquialvorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Vorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: laurent.dousset@univ-amu.fr 31 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Katharina Bursztyn, MA Guy Schwegler, MA Dr. Demian Berger Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Termine: Wöchentlich Mi., 18:15 - 20:00, ab 21.09.2022 FRO, 3.B55 Terminierung 2: Mi., 07.12.2022, 18:15 - 20:00 FRO, 3.B55 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind textintensive Disziplinen. Das Lesen, Verstehen und Schreiben von Texten sind Kernkompetenzen eines solchen Studiums. Dies fällt nicht immer allen gleich leicht. Mit praktischen Übungen und Techniken werden in diesem Kurs die Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Im Fokus steht das Schreiben von Seminararbeiten: Zunächst wird deshalb die Planung und erste Herangehensweise beim Schreiben einer Seminararbeit thematisiert und praktisch umgesetzt (Themenwahl, BetreuuerInnen, Fragestellung und Exposé). In einem weiteren Schritt werden Aufbau, Inhaltsverzeichnisse und Zitierregeln behandelt. Darüber hinaus bietet der Kurs Hilfestellungen, Tipps und Tricks (mit Techniken wie Mindmaps, 6-Zeiler, Literaturrecherche). Das Seminar ist fächerübergreifend angelegt und begleitet das Schreiben einer eigenen Seminararbeit. D.h.: Die Studierenden suchen eine Betreuungsperson für eine Pro-/Hauptseminararbeit, die sie in ihrem Studium verpflichtend schreiben müssen. In der Schreibwerkstatt werden keine Arbeiten betreut, sondern reale Seminararbeiten begleitend unterstützt. Voraussetzungen: Weil wir das Gelernte unmittelbar umsetzen, wird erwartet, dass die Studierenden bereit sind, während des Kurses eine Seminararbeit zu verfassen (siehe Kursbeschreibung). Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik BA Freie Studienleistungen Judaistik BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft MA Freie Studienleistungen Soziologie BA Freie Studienleistungen Wissenschaftsforschung BA Methodenseminar in Judaistik (BA) Philosophie: Weitere Leistungen Profilierungsbereich Proseminar Recherchieren, Strukturieren und Schreiben Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Anmeldung: Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Hinweise: Das Seminar richtet sich hauptsächlich an Studierende des 2. und 3. Semesters (da man für die Teilnahme ein Arbeitsthema und eine Betreuung 32 braucht) sowie an Studierende, denen das Aufgleisen und Schreiben von Seminararbeiten Mühe bereitet. Kontakt: katharina.steiner@unilu.ch / guy.schwegler@unilu.ch / demian.berger@unilu.ch Material: Olat-Plattform Literatur · Eco, Umberto (1990): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg: Müller. (=UTB 1512) · Groebner, Valentin (2012): Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn: Konstanz University Press (Essay). · Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6., aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB (UTB, 3154). · Krämer, Walter (1999): Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (1994): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (Hg.) (1998): Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen. Frankfurt/Main: Campus. · Reiners, Ludwig (2011): Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. 3. Aufl., ungekürzte Ausg. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv Sachbuch, 34358). . Schneider, Wolf (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 15. Aufl., überarb. Taschenbuchausg. München: Mosaik bei Goldmann 33 ”Failed States”: Theorie und Fallbeispiele Dozent/in: Prof. em. Dr. Jürg Helbling Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 22.09.2022 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Stabile staatliche Institutionen sind keine Selbstverständlichkeit, wie die jüngsten Entwicklungen in Afghanistan gezeigt haben. Das Seminar befasst sich u.a. mit Fragen: Was ist ein starker und was ein schwacher Staat. Unter welchen Bedingungen und durch welche Prozesse wird aus einem schwachen ein gescheiterter Staat. Dabei geht es nicht nur um theoretische Modelle, sondern auch um die Geschichte und Gegenwart von Staatsversagen sowie um die Auswirkungen eines gescheiterten Staates auf Wirtschaft und Gesellschaft und auf das Alltagsleben der Menschen. Diese Fragen sollen anhand unterschiedlicher Fallbeispiele u.a. Afghanistan, Somalia, Sierra Leone und Haiti diskutiert werden. Wenn möglich werden wir uns auch mit Fachleuten (IKRK, DEZA) unterhalten können, die ihre Erfahrungen in den unterschiedliche Konfliktregionen schildern. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Soziologie BA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Modul Organisationen Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfung: Aktive Teilnahme: aktive Mitarbeit (Präsenz), Präsentation mit ca. 5-seitigem Handout. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Material: Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur Bates, Robert (2008) State Failure. Annual Review of Political Science, 11: 1–12. Rotberg, Robert (2004) When States Fail: Causes and Consequences. Princeton: Princeton University Press. Darin: Failed States, Collapsed States, Weak States: Causes and Indicators. Eine Bibliographie wird vor Beginn des Semesters auf OLAT geladen. 34 Europa und Afrika. Transkontinentale Beziehungsgeschichte nach 1945 Dozent/in: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2022 FRO, 4.B55 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Bis ungefähr 1960 waren die Beziehungen zwischen Europa und Afrika vom Imperialismus geprägt. Mit der Dekolonisation trat die Problematik der Entwicklungshilfe in den Vordergrund. Und neuerdings steht das Verhältnis Europas zum südlichen Nachbarkontinent weitgehend im Zeichen der Flüchtlingsproblematik. Im Seminar werden diese drei Konstellationen erkundet. Dabei geht es um die Geschichte von geographischen Imaginationen und um wechselseitige wirtschaftliche Abhängigkeit. Sprache: Deutsch Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Geschichte MA Hauptseminar im Bereich Neuzeit Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur Lektüre zur Vorbereitung: Hansen, Peo und Stefan Jonsson: Eurafrica. The untold History of European Integration and Colonialism, London 2014. 35 Ethnologisches Seminar Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2022 36 MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG 10.15-11.00 Tobias Schwörer Proseminar Einführung in die Umwelt-ethnologie 4.B47 Tobias Schwörer Proseminar Geschichte der Ethnologie 4.B54 Laurent Dousset Vorlesung From kinship studies to the study of relatedness HS11 Ab 05.10.2022 Tabea Rohner Proseminar Lokale Lebensgrundlagen, globale Verflechtungen: Einführung in die Wirtschaftsethnologie 4.B47 11.15-12.00 12.15-13.00 Nicole Ahoya Proseminar Ethnologie der Menschenrechte und Gerechtigkeit 4.B51 Sandra Bärnreuther Vorlesung Einführung in die Ethnologie 3.B57 Laurent Dousset Hauptseminar Uncertainty studies: means and modes of pragmatic Anthropology 3.B01 Ab 04.10.2022 Tobias Schwörer Masterseminar Berufsmöglichkeiten und Berufspraktika in der Ethnologie 3.B01 Angelica Wehrli Hauptseminar 14-tägig (ab 22.09.22) Diversity: Zentrale Konzepte, Theorien und Fallbeispiele aus ethnologischer Sicht 4.B02 Frank Muttenzer Hauptseminar 14-tägig (ab 29.09.22) Small-Scale Fishers & Embodied Cognition 4.B02 13.15-14.00 14.15-15.00 Smriti Sharma Proseminar Anthropology of the State 3.B01 Julia Rehsmann Hauptseminar Anthropologische Perspektiven zu Care am Lebensende HS4 Faduma Abukar Hauptseminar Securitization and militarization of cities HS11 15.15-16.00 16.15-17.00 Faduma Abukar Forschungskolloquium 4.B02 17.15-18.00 Sandra Bärnreuther: PhD Kolloquium Termine nach Vereinbarung

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    2nd 2023. There are no courses taking place on the following dates: 07.-16.04.2023 Easter (lectures

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    KSF Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Ethnologisches Seminar INFORMATION ETHNOLOGIE VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2015 Lehrveranstaltungen Foto Titelblatt (Bettina Beer): „Studentin beim Erlernen der Herstellung von Dachschindeln traditioneller philippinischer Häuser. Sie werden aus den getrockneten Wedeln der Nipa-Palme angefertigt.“ 2 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (für Studienbeginn ab HS 2011) 9 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (für Studienbeginn ab HS 2012) 12 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 15 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2015 36 3 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Jürg Helbling, Prof. Dr., juerg.helbling@unilu.ch (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A26 Fachstudienberater und Mobilitätsverantwortlicher: Werner Egli, Prof. Dr., werner.egli@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 73 (Sprechstunde siehe Website) Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr 4 mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:juerg.helbling@unilu.ch mailto:werner.egli@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch Informationen 1. Abschlüsse Masterarbeiten 2014/15 Irina Balzano: Philippinische Pflegefachkräfte für die Schweiz – Hintergründe, Debatte, Erfahrungen (B. Beer) Geraldine Korner: Die Darstellungen von Native Americans in Romanen. Verlust, Entfremdung und Identitätssuche oder kulturelle Regeneration, Heilung und Beständigkeit? (W. Egli / B. Beer) Alice Tonizzo: Geschlechtszuweisungen in der Schweiz aus ethnologischer Sicht. (B. Beer) Sabri Schumacher: Belo Monte - Struggle for Power, Justice and Compensation. The Hydroelectric Power Plant Belo Monte from the Local Population’s Point of View (B. Beer / Peter Larsen) Giada Peter: Das Problem der ethnografischen Repräsentation am Beispiel der Sherpas (W. Egli / J. Helbling) Anja Manser: Auswirkungen des Freiwilligentourismus. Eine ethnologische Studie in einem Kinderheim in Tansania (J. Helbling / W. Egli) Larissa Bänninger: „Wir müssen unseren eigenen Weg finden“. Norm- und Wertvorstellungen somalischer Zweitgenerationen in der Stadt Zürich (B. Beer/A. Wehrli) Bachelorarbeiten 2014/15 Laura Innocenti: Fair Trade macht Weltverbessern zum „Schoggi-Job“. Virtualismus im fairen Handel (B. Beer) George Francis Xavier: Caste and Electoral Politics in India. An attempt to find and gauge the influence and alliances of caste and the electoral politics on the basis of three specific cases taken from the National parliamentary election 2014 in India (W. Egli) 3. Veranstaltungen und Projekte 2015/16 Das Philippine Studies Network richtet am 17. Oktober 2015 eine Konferenz aus mit dem Titel "Local and global responses to 'development' issues and disaster management". Die Konferenz soll in Zusammenarbeit mit Noi-P, dem Verein der in der Schweiz lebenden philippinischen Secondos/as, und der Nichtregierungsorganisation Fastenopfer stattfinden. Weiter werden BA- und MA-Studierende der Universität Luzern ihre Feldforschungsprojekte präsentieren, welche sie auf der Insel Bohol oder in Vigan City im Jahr 2015 durchführten. Die Konferenz soll schliesslich zwei zentrale akademische Inputs enthalten und zwei Wissenschaftlern der FU Berlin die Möglichkeit bieten, ihre laufenden Forschungsprojekte zu den Philippinen vorzustellen und die vorläufigen Ergebnisse mit der Gemeinschaft des Philippine Studies Network zu teilen. Ziel ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern so wie einem an den Philippinen interessierten Publikum eine Diskussions- und Austauschplattform zu bieten. Sowohl akademische als auch nicht-akademische Reflexionen der Entwicklungszusammenarbeit und des Katastrophenmanagements sollen diskutiert werden. Längerfristig strebt das Philippine Studies Network an, die akademischen Philippine Studies mit den Lebenswelten der in der Schweiz lebenden Philippinos/as zu verbinden. Zur Konferenz sind alle Studierenden herzlich eingeladen! Studierende, die sich gerne an der Konferenzorganisation beteiligen möchten oder noch Social Credit Points benötigen, melden sich bitte bei Sara Dürr (sara.duerr@unilu.ch). 4. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS-Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 5 mailto:sara.duerr@unilu.ch 5. Publikationen Bettina Beer 2015 Cross-sex siblingship and marriage: Transformations of kinship relations among the Wampar, Papua New Guinea. In: Anthropologica 57 (2): 211-224. 2015 (mit Andrea Bender) "Causal inferences about others' behavior among the Wampar, Papua New Guinea -- and why they are hard to elicit". In Frontiers in Psychology, section Cognitive Science To view the online publication, please click here: http://www.frontiersin.org/Journal/Abstract.aspx?s=196&name=cognitive_science&ART_DOI=10.3389/fp syg.2015.00128&utm_source=Email_to_authors_&utm_medium=Email&utm_content=T1_11.5e1_autho r&utm_campaign=Email_publication&field=&journalName=Frontiers_in_Psychology&id=120862 2015 „ANTHROPAC“, „Beobachtung, Teilnehmende [2]“; „Beschreibung, dichte“; „Cognitive Mapping“; „Cultural Consensus Analysis“; „Domänenanalyse, kulturelle“; „Emisch / etisch“; „Ethnographie“; „Ethnographie, virtuelle“; „Ethnologie“; „Ethnozentrismus“; „Extended Case Method (ECM)“; „Feldforschung“; „Feldnotizen“; „Forschungstagebuch“; „Free listing“; „Gespräch, informelles“; „Gesprächsprotokoll“; „Hauptinformant(innen)“; „Imposed-etic“; „Kognitionsethnologie“; „Komponentenanalyse“; „Kulturvergleich“; „Lehnstuhl-Ethnologen“; „Methode, genealogische“; „Multi- sited Ethnography“; „Native's point of view“; „Oral History“; „Präsens, ethnographisches“; „Repertory Grid“; „Repräsentation, Krise der“; „Satzergänzungsverfahren“; „Satzrahmen“; „Schematheorie“; „Sortiertests“; „Übersetzung“; „Writing Culture-Debatte“. In: R. Diaz-Bone und C. Weischer (Hg.), Methoden-Lexikon für die Sozialwissenschaften. Wiesbaden: Springer VS. 2015 (mit Julia Schroedter) Social reproduction and ethnic boundaries: Marriage patterns through time and space among the Wampar, Papua New Guinea. Sociologus 65 (1): 1-28. 2014 (mit Irina Balzano) Anwerbung philippinischer Pflegefachkräfte für die Schweiz In: Südostasien: Zeitschrift für Politik, Kultur, Dialog 4: 53-54. 2014 (mit Doris Bacalzo und Tobias Schwörer) Mining narratives, the revival of „clans“ and other changes in Wampar social imaginaries: A case study from Papua New Guinea. Special issue on "Narratives of Mining in the Pacific", Le Journal de la Société des Océanistes 138-139: 63-76. 2014 Boholano Olfaction: Odor Terms, Categories and Discourses. In: The Senses and Society 9 (2): 151- 173. Bettina Beer und Don Gardner 2015 Friendship, anthropology of. In: James D. Wright (editor-in-chief), International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences, 2nd edition, Vol 9. Oxford: Elsevier. pp. 425-431. Peter Larsen forthcoming ‘The good, the ugly and the Dirty Harrys of conservation: Revisiting the anthropology of conser- vation NGOs’, Conservation and Society 2015 ‘Nature-culture inter-linkages in World Heritage: bridging the gap’. World Heritage / Patrimoine Mondiale, (co-authored) under review “'The Dog in the Manger': Neoliberal Slogans At War in the Peruvian Amazon”, in Trémon et al. (eds) ‘Neoliberal slogans”, Berghan forthcoming ‘L'échec des politiques de régulation du commerce des espèces sauvages au Viêt Nam après la libéralisation’ in O. Ferrari (IRASEC) et D. Bourg (Univ. Lausanne) (eds): L’environnement dans l’Asie du Sud Est, Enjeux, pratiques et idéologies, IRASEC, (co-author). 2014 ‘World Heritage, Indigenous Peoples, Communities and Rights’ in Stefan Disko and Helen Tugendhat (eds) : World heritage sites and indigenous peoples rights, IWGIA Document 129, Copenhagen 2014a ‘Moving towards effective Rights Based Approaches and Good Practice in the World Heritage system’, presenté à Oslo, avril 1-3, 2014. Accesible sur www.icomos.no 2014b ‘Concept paper for an international course on addressing nature-culture inter-linkages in World Heritage management’. Rome, ICCROM. 2014c ‘World Heritage and rights-based approaches”, ICOMOS, IUCN and ICCROM, (co-author) 2014 Review of « “Environmental anthropology engaging ecotopia: bioregionalism, permaculture and ecovillages”, Environmental Anthropology and Ethnobiology Series Vol. 17, Berghahn publishers. Revue Anthropos. 6 http://www.frontiersin.org/Journal/Abstract.aspx?s=196&name=cognitive_science&ART_DOI=10.3389/fpsyg.2015.00128&utm_source=Email_to_authors_&utm_medium=Email&utm_content=T1_11.5e1_author&utm_campaign=Email_publication&field=&journalName=Frontiers_in_Psychology&id=120862 http://www.frontiersin.org/Journal/Abstract.aspx?s=196&name=cognitive_science&ART_DOI=10.3389/fpsyg.2015.00128&utm_source=Email_to_authors_&utm_medium=Email&utm_content=T1_11.5e1_author&utm_campaign=Email_publication&field=&journalName=Frontiers_in_Psychology&id=120862 http://www.frontiersin.org/Journal/Abstract.aspx?s=196&name=cognitive_science&ART_DOI=10.3389/fpsyg.2015.00128&utm_source=Email_to_authors_&utm_medium=Email&utm_content=T1_11.5e1_author&utm_campaign=Email_publication&field=&journalName=Frontiers_in_Psychology&id=120862 http://www.icomos.no/ 6. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! 7. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Seit dem HS 2011 wird einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informations- kompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Seit dem HS 2011 ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz für Studierende verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. 8. Neues aus der Bibliothek Die Website ETHNOLOGIE der ZHB wurde neu gestalt und ergänzt. Besondere Highlights: „Journal TOCs - Ethnologie“ (Inhaltsverzeichnisse der jüngsten Ausgabe einer Auswahl von Kern-journals der Disziplin) (http://www.netvibes.com/zhb#Ethnologie) und die Filmdatenbank „Ethnographic Video Online“ Vol. 1-3 7 http://www.netvibes.com/zhb%23Ethnologie Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von 6 Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unterschritten als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Die Reihenfolge von Pflichtveranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Ethnographien“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Ethnographien Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Proseminar: Klassiker der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu einem Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (für Studienbeginn ab HS 2011) (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Cultural and Social Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Die Musterstudienpläne für Major und Minor befinden sich im PDF-Format auf der Website der Kultur- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät. Ebenfalls finden Sie dort Musterstudienpläne für Studenten mit Studienbeginn vor HS 2011: https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/musterstudienplaene/ I BA-Abschluss Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 Mündliche BA-Prüfung Major 5 BA-Arbeit Major 25 II Studienleistungen Major VL (benotet) Einführung in die Ethnologie 2*) A ssessm entstufe (1. & 2. Sem ester) PS Einführung in die Ethnologie 4 MS Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 PS Ethnographie 4 PS Klassiker der Ethnologie 4 (benotet) 1. Proseminararbeit zu PS oder MS**) 4 (benotet) 2. Proseminararbeit zu PS 4 Orientierungsgespräch Major 0 VL (benotet) Einführung in Bereiche der Ethnologie 2*) H auptstudium (3.-6. S em ester) HS Hauptseminar aus einem Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar freier Wahl 4 (benotet) Hauptseminararbeit 6 Weitere Leistungen Major 17 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 50 IV Sozialkompetenz und Studienleistungen im Major, Minor oder in anderen Fächern Sozialkompetenz 4 Freie Leistungen Major, Minor o. davon unterschiedene Fächer 16 *) Für Vorlesungen können je nach Arbeitsaufwand auch 3 Credit Points vergeben werden. Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Vorlesung (VL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. 9 Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorlesung (VL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Wirtschafts-, Politik- und Rechtsethnologie sowie in Religions- und Verwandtschaftsethnologie angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick und die dort behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und mit welchen Verfahren sie diese analysieren. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Ethnographien In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Südostasien, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Klassiker der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Es kann auch erstetzt werden durch die Vorlesung „Geschichte der Ethnologie“. Die Veranstaltung wird einmal jährlich angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Auch die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann als Veranstaltung aus dem Bereich „Klassiker der Ethnologie“ angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Vorlesung ist die Zielsetzung, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professoren statt. Die Termine sind direkt mit Ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren muss ein aktueller 10 Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen wie beispielsweise Migration, neue Medien, Themen der Religionsethnologie oder der Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Bachelorverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/WeisungenSocialCredits_KSF.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Social Credits erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 11 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (für Studienbeginn ab HS 2012) (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. In letzterem kann, in ersterem muss ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung besucht werden. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die frei wählbaren Studienleistungen im Major oder Minor um etwa die Hälfte. Die Social Credits werden mit den Credits für das Praktikum verrechnet, da letzteres Sozialkompetenz in hohem Masse einschliesst. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 II Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar freier Wahl 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Forschungspraktikum Major 18 Sozialkompetenz Major 4 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Leistungen Major oder Minor 13 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 I Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar in zweiten Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Weitere Leistungen Major 14 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Major oder Minor 17 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 12 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Psychologische und Kognitionsethnologie) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA-Minor sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu einem der in einem Masterseminar behandelten Themen sollte eine schriftliche Masterseminararbeit nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeit wird benotet und ist auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie soll einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Im Major ohne Feldforschungspraktikum und im Minor werden zwei Arbeiten gefordert. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: − Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, − regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, − möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, − und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 13 Vorschläge Reader für Lektüregruppen (Sozialkompetenz) Religionsethnologie Lambek, Michael (ed.), A Reader in the Anthropology of Religion. Malden, Oxford, Melbourne: Blackwell 2008. Rechtsethnologie Moore, Sally Falk (ed.), Law and Anthropology. A Reader. Malden, Oxford, Melbourne: Blackwell 2005. Verwandtschaft Parkin, Robert and Linda Stone (ed.), Kinship and Family. An Anthropological Reader. Malden, Oxford, Melbourne: Blackwell 2004. Feldforschung Robben, Antonius C.G.M and Jeffrey A. Shuka (ed.), Ethnographic Fieldwork. An Anthropological Reader. Malden, Oxford, Melbourne: Blackwell 2011. Politikethnologie Vincent, Joan (ed.), The Anthropology of Politics. A Reader in Ethnography, Theory, and Critique. Oxford: Blackwell 2002. Sharma, Aradhana and Gupta, Akhil (eds.), The anthropology of the state. Oxford: Blackwell 2009. Nancy Scheper-Hughes (ed.), Violence in war and peace. Oxford: Blackwell 2003. Geschichte ethnologischer Theorien Bohannan, Paul and Mark Glazer (ed.), High Points in Anthropology. New York: Knopf 1988. Moore, Henrietta L. (ed.), Anthropological Theory Today. Cambridge, Oxford, Malden: Polity Press & Blackwell 1999. Wirtschaftsethnologie Plattner, Steward (ed.), Economic Anthropology. Stanford: Stanford University Press 1989. Shanin, Theodor (ed.), 1989 Peasants and peasant societies. Middlesex: Penguin 1989. Dove, Michael and Carpenter, Carol (eds.), Environmental anthropology. Oxford: Blackwell 2008. 14 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 13:15 - 15:00, ab 14.09.2015 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Ausserdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen grösseren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung sowie die Klausur am Endes des Semesters sind Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in die Ethnologie Vorlesung im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Vorlesung im Modul Weltgesellschaft (MA WG+WP) Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2013: Ethnologie. Einführung und Überblick. (8. Auflage). Berlin: Reimer. 15 Evolution und Evolutionismus Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 13:15 - 15:00, ab 15.09.2015 FRO, HS 2 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Seit der Aufklärungszeit ist die Unterscheidung von Entwicklungsstufen eine beliebte Art, unterschiedliche Gesellschaften zu klassifizieren. Im 19. Jh. wurde der Evolutionismus zum dominanten Paradigma der Sozialwissenschaften, vor allem auch in der Ethnologie, deren Entstehung als professionelle Disziplin in diese Zeit fällt. Im 20. Jh. wurde die evolutionistische Entwicklungstheorie einerseits radikal kritisiert, anderseits aber auch weiterentwickelt. Während die einen versuchen, die evolutionistische Entwicklungstheorie des 19. Jh. empirisch-ethnographisch zu untermauern, entstanden gleichzeitig neue Richtungen, die in unterschiedlicher Weise auf das Variation-und-Selektion-Modell von Darwin zurückgriffen. Dazu zählen etwa die Soziobiologen und die Verhaltensökologie, aber auch ein historisches Modell evolutionärer Prozesse (Sahlins/Service), das auch in der Wirtschaftswissenschaft (Evolutionsökonomik) und der Soziologie (Organisationsökologie) Entsprechungen findet. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Vorlesung im Modul Weltgesellschaft (MA WG+WP) Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur Einen Überblick über Evolution und Evolutionismus bieten: Carneiro, Robert (1972) The Four Faces of Evolutionism. In: Honigmann, John (ed). Handbook of Social and Cultural Anthropology. Chicago: Rand McNally. Trigger, Bruce (1998) Sociocultural Evolution. Oxford: Basil Blackwell. Carneiro, Robert (2003) Evolutionism in cultural anthropology. Boulder. West View Press. 16 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 08:15 - 10:00, ab 16.09.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem einführenden Proseminar (für Studierende der Ethnologie obligatorisch) wird auf der Basis eines Lehrbuchs und einer Reihe ausgewählter Filme ein Einblick in die zentralen Themenbereiche und Grundbegriffe des Fachs gegeben. Anhand einer Auswahl ethnographischer Beispiele aus aller Welt wird die Vielfalt und Breite des Fachs veranschaulicht und kulturelle Phänomene jeweils auch im Vergleich zur eigenen Gesellschaft diskutiert. Es werden klassische Themengebiete (Strukturen des sozialen Zusammenlebens, Verwandtschaft und Gender, politische und wirtschaftliche Organisation, Kosmologie, Ritual, etc.), Grundbegriffe (Reziprozität, Symbolismus, Habitus etc.), sowie aktuelle Themen und Debatten der Ethnologie behandelt. Das Proseminar ergänzt die Vorlesung zur Einführung in die Ethnologie und kann parallel dazu oder zur Vor- oder Nachbereitung besucht werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Literatur Das Lehrbuch wird im PDF-Format auf OLAT zur Verfügung gestellt. Einführung in die Politikethnologie Dozent/in: Dr. phil. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2015 FRO, 4.B04 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Geschichte und aktuelle Themen der politischen Anthropologie. Im Zentrum stehen die Topoi Macht und Herrschaft, Staaten und staatenlose Gesellschaften, koloniale Herrschaft und Widerstand, der postkoloniale Staat, Nationalismus und Ethnizität, Konflikt und Gewalt und Globalisierung. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: thomas.huesken@unilu.ch Literatur Literatur zur Einführung: Lewellen, Ted C. 2003, Political Anthropology. An Introduction. Westport, Präger Publishers. 17 Ethnographien: Mnong Gar und Dobe Ju/‘hoansi Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 13:15 - 15:00, ab 16.09.2015 FRO, HS 2 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem Proseminar werden wir zwei Ethnographien lesen und auf diese Weise unterschiedliche Lebenswelten kennen lernen. Im ersten Teil dieses Proseminars widmen wir uns den Mnong Gar aus Vietnam und im zweiten Teil den Dobe Ju/‘hoansi, die im südlichen Afrika leben. Das Ziel dieses Proseminars ist es, wichtige Begriffe und Konzepte der Ethnologie kennen zu lernen sowie den eigenständigen, kritischen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur zu üben. Dazu werden Grundbegriffe der Ethnologie vorgestellt und zwei Gesellschaften in ihren jeweiligen Lebenswelten analysiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar Ethnographie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@me.com Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Lee, Richard B. (1984): The Dobe Ju/‘hoansi. Toronto: Wadsworth. Condominas, Georges (1969 (1957)): Wir assen den Wald des Geistersteins Gôo. Chronik des Mnong Gar- Dorfes Sar Luk im Hochland Südvietnams. (Titel der Originalausgabe: Nous avons mangé la forêt. Aus dem Französischen von Lorenz S. Löffler) Frankfurt am Main: Insel Verlag. 18 Ethnologie im Klassenzimmer: Wissenschaftskommunikation in der Schule Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 10:15 - 12:00, ab 14.09.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Die Sozialwissenschaften sind untervertreten in der Wissenschafts- vermittlung für Schulkinder. Kinder und Jugendliche setzen Wissenschaft allzu oft mit Naturwissenschaft gleich, eine Vorstellung, die sich als sehr langlebig erweist. Wir fragen in diesem Proseminar nach möglichen Gründen für die geringe Präsenz von sozialwissenschaftlicher Wissenschaftsvermittlung in der Schule. Weiter beschäftigen wir uns mit Projekten, die das Interesse von Schulkindern an Forschung und Themen der Sozialwissenschaften zu wecken versuchten. Insbesondere nehmen wir ein laufendes Projekt näher unter die Lupe, das darauf abzielt, die Arbeitsweise von Ethnologen und die Bedeutung sozialanthropologischer Untersuchungsergebnisse den Schulkindern näher zu bringen. Ein Team von Lehrern und Ethnologen entwickelte gemeinsam altersspezifische Workshops für die Wissenschaftsvermittlung und die Ethnologen machten sich auf in die Klassenzimmer. Gemeinsam wurde am Grenzgang zwischen fachlicher Präzision und guter Verständlichkeit gearbeitet. Welche Probleme stellen sich bei einer solchen Zusammenarbeit, welche Lösungen können gefunden werden? Wie effektiv ist ein Workshop mit einem Wissenschaftler überhaupt im Vergleich zu herkömmlicher Wissensvermittlung durch Lehrer und gängige Lehrmittel? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Proseminare im Modul Kulturwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@me.com Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung 19 Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben - von der ersten Seminararbeit zur eigenen Forschung Dozent/in: Julius Riese, M.A. Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 10:15 - 12:00, ab 16.09.2015 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Das Seminar vermittelt grundlegende Fähigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens. Im Zentrum steht der Prozess des Verfassens einer wissenschaftlichen Arbeit, beispielsweise einer Seminararbeit, eines Exposés, eines Forschungsberichts oder einer BA-/MA-Arbeit. Behandelt werden unter anderem folgende Themen: Zitieren und Belegen, Bibliographieren, Entwicklung einer Fragestellung, Aufbau und Struktur, Stilfragen. Das Seminar orientiert sich an einem Workshop-Format, es stehen also praktische Übungen und die kritische Diskussion von Textproben der Studierenden im Vordergrund. Voraussetzungen: Bereitschaft, eigene Texte zur kritischen Diskussion zu stellen. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: julius.riese@doz.unilu.ch Hinweise: Die Veranstaltung wird vom Ethnologischen Seminar angeboten und legt einen Schwerpunkt auf ethnologisch relevante Aspekte, ist jedoch offen für Studierende aller Fachrichtungen. Auch Studierende, die ihre Arbeiten in englischer Sprache verfassen, sind eingeladen, an diesem Seminar teilzunehmen. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Beer, Bettina & Hans Fischer 2009. Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Reimer. Turabian, Kate L. 2007. A Manual for Writers of Research Papers, Theses, and Dissertations. Chicago Style for Students and Researchers. 7th Edition. Chicago and London: The University of Chicago Press. 20 Anthropologie des Mittleren Ostens Dozent/in: Dr. phil. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do, 13:15 - 15:00, ab 17.09.2015 FRO, 4.B04 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Der Kurs thematisiert grundlegende kulturelle, politische, ökonomische und rechtliche Grundmuster des Mittleren Ostens aus ethnologischer Perspektive. Wir werden uns mit klassischen Texten und Debatten beschäftigen und selbstverständlich auch ganz aktuelle Beiträge behandeln. Eine besondere Rolle werden der arabische Frühling und die gegenwärtige post-revolutionäre Phase spielen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: thomas.huesken@unilu.ch Literatur Eickelman, Dale 1989, The Middle East. An Anthropological Approach. Prentice Hall, Englewood Cliffs. 21 Bourdieu als Ethnologe und die Bourdieu-Rezeption in der Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 10:15 - 12:00, ab 16.09.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Pierre Bourdieu ist einer der einflussreichsten Sozialtheoretiker in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Laufbahn hat er als Ethnologe in Algerien und in seiner Heimatregion, dem französischen Béarn, begonnen. Zeitlebens hat er mit den hier entwickelten theoretischen Konzepten gearbeitet und immer wieder auf die hier gewonnenen Forschungsergebnisse zurückgegriffen. Auch die Bourdieu-Rezeption in der Ethnologie hat vornehmlich auf den frühen Bourdieu Bezug genommen. - Im ersten Teil des Seminars befassen wir uns mit dem ethnologischen Frühwerk Bourdieus und den darin entstandenen, mittlerweile klassischen, theoretischen Begrifflichkeiten. - Im zweiten Teil wenden wir uns der kritischen Einschätzung von Bourdieus frühen Arbeiten zu, und zwar v.a. auf der Basis der mittlerweile zahlreich vorliegenden ethnographischen Studien in den Regionen, in denen Bourdieu anfänglich geforscht hat. - Im dritten Teil schliesslich widmen wir uns ethnologischen Studien, die explizit an Bourdieu anknüpfen. Dabei kommen so verschiedene Themen zur Sprache wie Erziehung in der ländlichen Auvergne, Boxen im Ghetto von Chicago, Charismatisches Christentum in Amerika, Klostergründungen der Sherpas in Nepal, Kastenwesen in Indien und Globalisierung in Laos. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Elective courses Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Zur Einführung empfohlen: Pierre Bourdieu, „Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft“, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1979. - Pascale Steiner, „Bourdieu lesen und verstehen“, Arbeitsblatt Nr. 19, Institut für Ethnologie, Universität Bern, 2001 (http://www.anthro.unibe.ch/unibe/philhist/anthro/content/e1765/e502410/e502438/AB19_Ste_ger.pdf). - Jane Goodman & Paul Silverstein, „Bourdieu in Algeria: Colonial Politics, Ethnographic Practices, Theoretical Developments", University of Nebraska Press, 2009 (http://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1017&context=unpresssamples) 22 Landrechtsforderungen und Identität Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 15:15 - 17:00, ab 16.09.2015 FRO, 4.B04 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Land, sowohl ein Produktionsfaktor als auch ein Ort von belonging und Identität, vereint materielle und symbolische Belange. Ausgehend vom Konzept des place attachments beschäftigen wir uns zuerst mit Texten zu Fragen der symbolischen Bedeutung von Orten, Verwurzelung und Identität von Gemeinschaften. Dann richten wir den Blick auf Besitz, Verlust und Landkonflikte und gehen schliesslich näher auf (indigene) Landrechtsbewegungen ein - auf ortsbasierte Politik der Differenz in einem Kontext neoliberaler Globalisierung (Escobar 2008). Welches sind die ökonomischen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, innerhalb dessen und gegen die sich (indigene) Landrechtsbewegungen organisier(t)en? Welche grundsätzlich unterschiedlichen Interessen stossen in Landrechtsfragen aufeinander? In welchen internationalen und nationalen Arenen haben sich Landrechtsforderungen lokaler Gemeinschaften durchgesetzt? Welche Auswirkungen auf die politische und soziale Organisation haben jahrelange und jahrzehntelange Landrechtskonflikte für die betroffenen Gemeinschaften, die immer auch heterogen sind und fragmentierte Erfahrungen, Zugehörigkeiten und kulturelle Vorstellungen haben (Li 2010)? Und welchen Einfluss auf Selbstverständnis und Identität der betroffenen Gemeinschaften hat der aktivistische Rekurs auf Indigenität? Dies sind einige der Fragen, mit denen wir uns in der Veranstaltung beschäftigen werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@me.com Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Basso, Keith H. 1996. Wisdom Sits in Places: Landscape and Language among the Western Apache. Albuquerque: University of New Mexico Press, 1996. Escobar, A. 2008. Territories of Difference: Place, Movements, Life, Redes (New Ecologies for the Twenty-First Century). Durham, NC: Duke University Press. Hall, D. et al. 2011. Powers of Exclusion. Land Dilemmas in Southeast Asia. Singapore: NUS Press. Li, Tania 2010. Indigeneity, Capitalism, and the Management of Dispossession. Current Anthropology, 51 (3): 385-414. 23 Fundamental issues in cross-cultural understanding Dozent/in: Donald Gardner, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 15:15 - 17:00, ab 14.09.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Socio-cultural anthropology, like other social sciences, has faced several quite general challenges to its claims to important knowledge; but, because it seeks cross-cultural understanding, anthropology has often been thought to face more conceptual difficulties than other social sciences. More recently, however, anthropology's experience of cross-cultural encounters has given it a central place in the dialogues that followed „the crisis of representation“, in which an appropriate sensitivity to difference and its effects came to be regarded as crucial to adequate social science. Furthermore, globalization and the 'deterritorialization of cultures' has produced multi-cultural cities and suburbs around the world, which, in turn, have posed questions to governments no less than to the social sciences, questions that make the politics of interpretation highly salient. In this course we will examine these and related issues; not only because they are interesting and important in their own right, but because an appreciation of them is helpful in dealing with the various strands that constitute theory in the social sciences. A word of caution: the issues we will discuss are interconnected in ways that are not always obvious, and each of them is steeped in debate and controversy. Accordingly, we must not expect our considerations to produce definitive answers. We can hope, though, that we will learn to recognise some of the bad answers that are on offer, as well as to appreciate the extent of the subtle interconnections between different issues, so that the implications of deciding for or against any particular position will become clearer. This course would be helpful for later year students who have already found themselves bumping against the points where issues are sharpest, but it should also appeal to newcomers wishing for a broader context for their particular disciplinary or interdisciplinary studies. Die Ethnologie, wie andere Sozialwissenschaften auch, muss sich Herausforderungen bezüglich ihrer Wissensbasis stellen. Sie wird sogar als eine Wissenschaft wahrgenommen, die aufgrund ihres Ansatzes des interkulturellen Verstehens mit größeren konzeptionellen Schwierigkeiten als andere Sozialwissenschaften konfrontiert ist. In jüngerer Zeit hat die Ethnologie durch ihre Beschäftigung mit interkulturellem Verstehen in den sich auf die sogenannte "Krise der Repräsentation" beziehenden Diskursen eine zentrale Bedeutung gewonnen. Im Rahmen dieser Krise der Repräsentation wird die angemessene Sensitivität im Umgang mit Differenzen und ihren Auswirkungen als zentrales Moment der Sozialwissenschaften betrachtet. Darüberhinaus haben Globalisierung und die "Deterritorialisierung von Kulturen" weltweit multikulturelle Städte und Vorstädte hervorgebracht, die nicht nur an Regierungen sondern auch an die Sozialwissenschaften Fragen stellen. Diese Fragen betonen ganz besonders die Politik von Interpretationen. In diesem Seminar werden wir solche und damit zusammenhängende Fragen diskutieren, nicht nur weil sie an und für sich wichtig und interessant, sondern auch weil ihre Behandlung dabei helfen kann, die verschiedenen theoretischen Richtungen zu verstehen, die heute die Sozialwissenschaften ausmachen. Eine Mahnung zur Vorsicht: Die Themen, die wir diskutieren sind in einer Weise miteinander verbunden, die nicht immer offensichtlich ist, und ein jedes von ihnen ist durchdrungen von Debatten und Kontroversen. Dementsprechend sollten wir keine definitiven Antworten erwarten. Dennoch können wir hoffen zu lernen, einige der schlechten Antworten auf die diskutierten Fragen zu erkennen und zu meiden. Außerdem werden wir die subtilen Verbindungen zwischen verschiedenen Themen würdigen können, so dass die Folgen einer Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Position klarer werden. Dieses Seminar ist für fortgeschrittene Studierende hilfreich, die bereits über einige der größten Schwierigkeiten der Debatten über die Grundlagen interkulturellen Verstehens gestolpert sind; es ist jedoch auch für Anfänger geeignet, die ihre (inter-)disziplinären Interessen gerne in einen weiteren theoretischen Kontext einbetten möchten. 24 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: don.gardner@anu.edu.au Literatur Fay, Brian 2006 Contemporary Philosophy of Social Science. Malden, Oxford, Victoria: Blackwell. Rosenberg, Alexander 2012 Philosophy of Social Science. Boulder, CO: Westview Press. Gabentausch und Warentausch Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 13:15 - 15:00, ab 14.09.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Gabentausch und Warentausch sind die beiden wichtigsten Modalitäten von Gütertransaktionen in nicht-staatlich organisierten Gesellschaften. Im Seminar sollen verschiedene Aspekte dieser beiden Tauschmodalitäten anhand von Klassikern (Mauss, Sahlins, Gregory) und am Beispiel von ethnographischen Fallbeispielen – Trobriand, Mai Enga, Maring, Tiv, Kwakiutl – diskutiert werden. Diskutiert werden sollen die Verbindung dieser beiden Tauschformen in einer Gesellschaft, die Beziehung von Gabentausch und Macht sowie die Transformation des Gabentausches bei der Integration der tauschenden Gruppen in eine Marktökonomie. Behandelt werden sollen auch einfache Märkte als räumliche Kontexte des Warentausches in nicht- kapitalistischen Gesellschaften sein. Thema sind Bauernmärkte auf Java, Bazarökonomie in Marokko und Marktsysteme in China. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur Einen Überblick zu Gabentausch und Markttausch bieten: Gregory, Christopher (1994) Exchange and Reciprocity. In: Ingold, Tim (ed.) Companion Encyclopedia of Anthropology (pp. 911–940). London: Routledge. Sahlins, Marshall (1965) On the Sociology of Primitive Exchange. In: Sahlins, Marshall (1974) Stone Age Economics (pp. 185–275). London: Tavistock. Mauss, Marcel (1925) Essai sur le don. Deutsch: Die Gabe. Frankfurt: Suhrkamp. 1968. 25 Anthropology of World Heritage Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 15:15 - 17:00, ab 15.09.2015 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: There are today more 1000 sites in the world recognized as UNESCO World Heritage sites. What is the social reality behind the label and what takes places on the ground? How can anthropology contribute to the study of World Heritage as a both national and international governance phenomenon? This course explores the history, politics and practice of both natural and cultural World Heritage sites on the ground as well as seeking to make sense of the circulation of ideas and distinct governance practices taking place. A site visit to the Lavaux World Heritage site in Vaud is scheduled. Students will also have the possibility to study particular World Heritage sites from the regions and countries they are interested in. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Studienschwerpunkt Kulturmanagement Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: peter.larsen@unilu.ch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Brumann, C. (2012). Multilateral Ethnography: entering the World Heritage arena. Max Planck Institute for Social Anthropology Working Papers 136. Meskell, L. (2013). "UNESCO’s World Heritage Convention at 40: Challenging the Economic and Political Order of International Heritage Conservation." Current Anthropology 54(4): 483-494. 26 Transformation von Verwandtschaft und Familie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 10:15 - 12:00, ab 15.09.2015 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Seit der Gründung der Ethnologie als wisenschaftlicher Disziplin ist die Analyse verwandtschaftlicher Beziehungen zentrales Untersuchungsgebiet des Faches. Die Ethnologie hat hier eigene methodische und theoretische Zugänge geschaffen, die – trotz ihrer zu diskutierenden Schwächen – auch in modernen Industriegesellschaften zum Verständnis von Sozialität wesentlich beitragen. Deren Analyse kann gerade in Zeiten stärkerer globaler Vernetzung und raschem sozialen Wandel von der ethnologischen Perspektive profitieren. Entgegen der üblichen Annahme der abnehmenden Bedeutung verwandtschaftlicher Beziehungen in modernen Gesellschaften, kann ein grundsätzlicher Bedeutungsverlust nicht nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Neben dem alltäglichen Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Menschen gibt es Bereiche, in denen größere Einheiten wie ethnische Gruppen oder Staaten sich verstärkt auf Verwandtschaft rückbesinnen. Der Rückzug des Wohlfahrtsstaates etwa verschiebt die Sorge für Alte, Schwache, Bedürftige und Kinder verstärkt in die Familien. Auch wenn es um die Sicherung der Grenzen hinsichtlich der Teilhabe an Ressourcen geht, erhalten verwandtschaftliche Beziehungen größere Bedeutung. In diesem Masterseminar analysieren wir die Herstellung, Auflösung und Neuinterpretation verwandtschaftlicher Beziehungen im Kontext wirtschaftlichen und technischen Wandels, Migration und Globalisierung. In den letzten zehn Jahren haben sich soziokulturelle Grundlagen sozialer Nahbeziehungen stark verändert – von sogenannten ‚Patchwork-Familien‘ über immer häufiger offen gelebte gleichgeschlechtliche Beziehungen bis hin zu neuen Technologien der Reproduktion, die es in manchen Fällen möglich machen, dass mehr als zwei Elternteile an der Entstehung eines Kindes beteiligt sind. Aber auch die Zunahme der Migrationsströme wirft Fragen des Familiennachzugs, transnationaler Ehen, sogenannter "Scheinehen" und polygamen Ehen auf, die sich jeweils auf das Verständnis von und die gelebte Wirklichkeit von Familien sowie soziale Grenzen auswirken. Diese Vielfalt der Neudefinition von Beziehungen im Zusammenhang mit Verwandtschaft und Familie und deren Transformationen bringen auf juristischer, ethischer, sozialer und kultureller Ebene neue Herausforderungen mit sich. Themen: Neue Reproduktionstechnologien (Leihmutterschaft, Eizellenspende, Samenspende, Präimplantationsdiagnostik); Scheidung in Praxis und Recht; Patchworkfamilien, (transnationale) Adoption; Inzest; Wandel von Vater- und Mutterschaft, Anerkennung des Dritten Geschlechts; Gleichgeschlechtliche Heiraten; Migration und Familienbeziehungen; Transnationale Ehen; Verwandtschaft und soziale Grenzen. Voraussetzungen: Vorkenntnisse in (Verwandtschafts-)Ethnologie Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Masterseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Alber, E., B. Beer, J. Pauli, and M. Schnegg. Editors. 2010. Verwandtschaft heute: Positionen, Ergebnisse und Perspektiven. Berlin: Reimer. Bernard, A. 2014. Kinder machen. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Frankfurt am Main: S. Fischer. 27 Edwards, J., and C. Salazar. Editors. 2008. European Kinship in the Age of Biotechnology. New York and Oxford: Berghahn. Franklin, S., and S. McKinnon, eds. 2001 Relative Values: Reconfiguring Kinship Studies. Durham, N.C.: Duke University Press. Godelier, M. 2011. The Metamorphosis of Kinship. London: Verso. Kim, E. J. 2010. Adopted Territory: Transnational Korean Adoptees and the Politics of Belonging. Durham and London: Duke University Press. Levine, N. E. 2008. Alternative Kinship, Marriage, and Reproduction. Annual Review of Anthropology 37:375-389. 28 Forschungskolloquium Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 17:15 - 19:00, ab 16.09.2015 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: The colloquium presents current on-going research of department members and invited guest speakers on a range of themes and problems. Students are highly encouraged to participate (and receive 2 credit points for this). They may also set-up reading groups, where selected texts are analyzed and discussed for which they receive additional 2 social competency points. Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Kontakt: peter.larsen@unilu.ch 29 Kolloquium für BA- und MA- Studierende Dozent/in: Helbling & Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 15:15 - 17:00, ab 14.09.2015 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das BA-/MA-Kolloquium richtet sich in erster Linie an Studierende, die momentan mit Betreuung der Proff. Helbling oder Egli sowie der Oberassistierenden von Prof. Helbling ihre BA- oder MA-Arbeit schreiben, dies unlängst getan haben oder dies demnächst zu tun beabsichtigen. Prinzipiell ist die Veranstaltung jedoch offen für alle MA-Studierenden sowie höhere Semester im BA, die an einem Erfahrungsaustausch zum Verfassen akademischer Qualifikationsarbeiten interessiert sind. Ausgehend von kurzen Präsentationen der Abschlussarbeiten in unterschiedlichem Zustand der Vollendung (oder Planung) sollen hauptsächlich praktische Aspekte des Forschens und Schreibens zur Sprache kommen. Auch die Dozierenden werden ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Forschungskolloquium im Modul Weltgesellschaft Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch (Interessierte melden sich bis 11.9.15 per e-mail an) 30 mailto:werner.egli@unilu.ch Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Inklusion und Exklusion in den Funktionssystemen der Weltgesellschaft. Varianten in der Entstehung der Moderne Dozent/in: Prof. Dr. rer. soc. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Terminierung 1: Fr, 23.10.2015, 10:15 - 17:00, Sa, 24.10.2015, 09:15 - 16:00, Fr, 20.11.2015, 10:15 - 17:00, Sa, 21.11.2015, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung besteht aus zwei hauptsächlichen Teilen: In einem ersten Teil wird der gegenwärtige Stand der Soziologie der Inklusion und Exklusion systematisch dargestellt. Folgende Leitthemen werden dabei vorkommen: 1 Historische Varianten von Inklusion und Exklusion (z.B. Stammesgesellschaften, Stratifikation, moderne Gesellschaft) 2 Individualität und das Versprechen der Vollinklusion in der Moderne (z.B. normative und semantische Aspekte einer Präferenz für Inklusion). Konflikte beim Ausbleiben von Vollinklusion 3 Muster und Mechanismen der Inklusion und Exklusion in verschiedenen Funktionssystemen und in anderen Systemtypen (z.B. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, aber auch in Organisationen und sozialen Bewegungen). 4 Die Pluralisierung der Inklusionsrollen in ein und demselben System (Leistungs- und Komplementärrollen/Klienten, Öffentlichkeit als Publikum des Systems, Amateurrollen in professionell bestimmten Systemen). 5 Institutionen, die Inklusion und Exklusion miteinander verbinden (Schule, Gefängnis, Hospital, Sekte, extremistische Parteien). Sind sie im Resultat Institutionen der Inklusion oder Institutionen der Exklusion? 6 Die Stadt als Inklusions- und zugleich Exklusionsmaschine (z.B. Gettos, Favelas, Suburbanisierung). Die Stadt und die Dynamik der Lebensverläufe. 7 Die Leitunterscheidung Inklusion/Exklusion und die Konstitution von Sozialsystemen: Das sozialtheoretische Potential der Unterscheidung. Wie sehen die Verknüpfungen mit individualistischen und kollektivistischen Sozialtheorien aus? Der zweite Teil geht von den Ergebnissen des ersten Teils aus und konzentriert sich auf einen systematischen und historischen Vergleich der Muster der Inklusion und Exklusion in einer Reihe der Funktionssysteme der Weltgesellschaft. In diesem zweiten Teil geht es entscheidend auch darum, die Differenz der Muster in den verschiedenen Funktionssystemen so klar wie möglich herauszuarbeiten. Die Liste der Funktionssysteme, die in diesem zweiten Teil untersucht werden, ist im Moment noch offen. Auf jeden Fall aber werden behandelt werden: Wirtschaft, Politik, Intimbeziehungen, Wissenschaft, Erziehung, Sport, Gesundheit/Krankheit, Religion, Kunst. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfung: Als Prüfungsform dient in dieser Vorlesung ein Essay (8.000 – 10.000 Zeichen), den Teilnehmer zu einem Thema ihrer Wahl aus dem Bereich der Vorlesung verfassen. Zusätzlich sind Hausarbeiten möglich und gegebenenfalls Masterarbeiten anschliessbar. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Soziologie MA Profilierungsbereich Vorlesung im Modul Weltgesellschaft (MA WG+WP) Weitere Studienleistungen im Fach Soziologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (Essay) (2 Cr) Kontakt: rstichweh@yahoo.de 31 Literatur ·Bohn, Cornelia, Inklusion und Exklusion und die Person, Konstanz 2006 ·Farzin, Sina/Opitz, Sven, Inklusion/Exklusion. Rhetorik, Körper, Macht, Stuttgart 2009 ·Ghosh, Cyril, The Politics of the American Dream. Democratic Inclusion in Contemporary American Political Culture, New York 2013 ·Landemore, Hélène, Democratic Reason: Politics, Collective Intelligence and the Rule of the Many, Princeton 2013 ·Stichweh, Rudolf, Inklusion und Exklusion, 2. Aufl., Bielefeld 2015 ·Stichweh, Rudolf/Windolf, Paul, Inklusion und Exklusion. Analysen zur Sozialstruktur und sozialen Ungleichheit, Wiesbaden 2009 ·Woodward, Alison/Kohli, Martin, Inclusions and Exclusions in European Societies, London 2007 Moros, Äthiopier, schwarze Heilige. Die Hautfarben der Anderen in der Wahrnehmung des christlichen Europa zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert Dozent/in: Prof. Dr. phil. Valentin Groebner Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Termine: Wöchentlich Do, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2015 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Haben sich die Bewohner Mitteleuropas selbst immer schon als "weiss", die anderen dagegen als "farbig" beschrieben? Zwischen den hohen Mittelalter und dem Beginn der Neuzeit wurden Hautfarbe und gelehrter Anthropologie neu verhandelt. Der Sklavenhandel und die Expansion nach Afrika und in die Neue Welt veränderten die Kategorien, mit denen in Europa ethnische Zugehörigkeit definiert wurde. Mittelalterliche Fabelwesen und humanistische Theorien von Physiognomie, Klima und Geschlecht werden uns ebenso beschäftigen wie afrikanische Heilige, Personenbeschreibungen, Reiseberichte und die Geschichte des Begriffs "raza" oder "race". Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Geschichte MA Hauptseminar im Bereich Mittelalter/Renaissance Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Kontakt: valentin.groebner@unilu.ch 32 Museum und Kulturvermittlung. Positionen, Praxen und Perspektiven eines Diskurs- und Praxisfeldes Dozent/in: Prof. Thomas Sieber Durchführender Fachbereich: KSF \ Kulturwissenschaften Termine: Wöchentlich Do, 13:15 - 15:00, ab 17.09.2015 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Das Profil des Museums pendelt seit seinen Anfängen zwischen den Aufträgen des Sammelns, Erforschens, Ausstellens und Vermittelns. In jüngerer Zeit hat die Bildungs- und Vermittlungsarbeit an Bedeutung gewonnen und ist zum Gegenstand der Theoriebildung geworden. Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen die Fragen nach der jüngeren Geschichte des Museums als pädagogische Institution, der Funktion der Kulturvermittlung im musealen Kontext und aktuellen Formen der Vermittlungsarbeit. Seit den 1990er-Jahren haben sich die Praxen des Ausstellens und Vermittelns angenähert, ihre statische und hierarchische Anordnung ist in Bewegung geraten. Zu dieser Entwicklung beigetragen hat die im museologischen Diskurs formulierte Kritik an der Institution Museum: Kritik an seiner mächtigen Rolle in der Produktion von Wissen, der Deutung gesellschaftlicher Verhältnisse und der Re-/Produktion sozialer Ausschlüsse. Insbesondere die Diskussion um die Öffnung des Museums hat dazu geführt, dass die so genannte Besucherorientierung zu einem Schlüsselbegriff in der Diskussion über die Zukunftsfähigkeit der Institution geworden ist. So unterschiedlich die Gründe für die Relevanz dieses vieldeutigen Begriffs auch sein mögen, seine Aktualität ist Teil einer Entwicklung, in deren Verlauf die Vermittlung ins Zentrum des kulturpolitischen Interesses gerückt ist. Vor diesem Hintergrund werden in der Auseinandersetzung mit Texten und Fallbeispielen und im Gespräch mit Gästen aus dem Museumsbereich Einblicke in ein vielstimmiges Diskurs- und ein vielfältiges Praxisfeld ermöglicht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Elective courses Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften MA Studienschwerpunkt Kulturmanagement Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Hauptseminare im Modul Kulturwissenschaften Weitere Studienleistungen im Modul Grundlagen der Kulturwissenschaften Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat oder Essay) (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Die Literaturliste und ausgewählte Texte werden zu Beginn des Semesters auf der Olat-Plattform zur Verfügung gestellt. 33 Entdeckung der jiddischen Sprache und Kultur Dozent/in: Dr. Jutta Schumacher Durchführender Fachbereich: IF \ Judaistik Termine: Wöchentlich Do, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2015 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die jiddische Sprache hat sich im Laufe ihrer rund tausendjährigen Geschichte fast über den ganzen Erdball verbreitet. Dabei hat sie Elemente aus semitischen, romanischen und slawischen Sprachen aufgenommen und verschiedene Dialekte herausgebildet. Am Beispiel ausgewählter Textzeugen werden im Seminar die wichtigsten Stationen in der Geschichte des Jiddischen beleuchtet und in den Kontext der jeweiligen historischen und soziokulturellen Gegebenheiten gestellt. Zugleich wird eine Einführung in die jiddische Sprache geboten. Voraussetzungen: Für Bachelorstudierende Theologie nach SPO 2002: Einleitungsvorlesung Judaistik oder eine Hauptvorlesung des Fachbereichs Judaistik Für Bachelorstudierende Theologie nach SPO 2013: "Einführung in die Judaistik" oder Besuch einer Vorlesung oder eines Proseminars des Fachbereichs Judaistik Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfung: TF: Studienleistungen für Studierende nach SPO 2002: Bestätigte Teilnahme ohne Evaluation (3 CP) Benotetes Referat (4 CP) Benotete schriftliche Arbeit (7 CP) TF: Studienleistungen für Studierende nach SPO 2013: Bestätigte Teilnahme (2 Cr) Benotete schriftliche Arbeit (4 Cr) mögliche Zusatzleistungen: - Referat (als Zusatz zur Bestätigten Teilnahme) (+1 Cr) - Essay (als Zusatz zur Bestätigten Teilnahme) (+1 Cr) - zusätzliche Anforderungen (als Zusatz für schriftliche Arbeiten) (+1 Cr) KSF: Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr) Prüfungsmodus / Credits: siehe "Prüfung" (0 Cr) Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr, nur für Modul Freie Studienleistungen Judaistik BA) Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr, nur für Modul Freie Studienleistungen Judaistik MA) Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr, nur für Modul Hauptseminar in Judaistik) Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr, nur für Modul Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA) Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr, nur für Modul Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik MA) Kontakt: schumacherjutta@t-online.de Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Aptroot, Marion und Roland Gruschka: Jiddisch: Geschichte und Kultur einer Weltsprache, München 2010. Encyclopaedia Judaica (1971 oder 2007), s. v. Yiddish Language. Harshav, Benjamin: The Meaning of Yiddish, Los Angeles 1990. Weinreich, Max: History of the Yiddish Language [a. d. Jidd. übers.], Chicago/London 1980. 34 35 Ethnologisches Seminar Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2015 MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG 08.15-10.00 Werner Egli PS Einführung in die Ethnologie 4.B01 10.15-12.00 Esther Leemann PS Ethnologie im Klassenzimmer: Wissenschaftsko mmunikation in der Schule 3.B55 Bettina Beer MS Transformation von Verwandtschaft und Familie 4.B54 Werner Egli HS Bourdieu als Ethnologe und die Bourdieu- Rezeption in der Ethnologie 4.B01 Julius Riese PS Wissenschaftlic hes Arbeiten und Schreiben - von der ersten Seminararbeit zur eigenen Forschung HS12 Thomas Hüsken PS Einführung in die Politikethnologie 4.B04 12.15-13.00 13.15-15.00 Jürg Helbling HS Gabentausch und Warentausch 4.B01 Bettina Beer VL Einführung in die Ethnologie 4.A05 Jürg Helbling VL Evolution und Evolutionismus HS2 Esther Leemann PS Ethnographien: Mnong Gar und Dobe Ju/‘hoansi HS2 Thomas Hüsken HS Anthropologie des Mittleren Ostens 4.B04 15.15-17.00 Jürg Helbling Werner Egli Kolloquium für BA und MA Studierende 3.B57 Don Gardner HS Fundamental issues of cross-cultural understanding 3.B55 Peter Larsen HS The anthropology of World Heritage HS11 Esther Leemann HS Landrechts- forderungen und Identität 4.B04 17.15-19.00 Peter Larsen Forschungs- kolloquium 3.B57 Bettina Beer: Doktoranden Kolloquium nach Vereinbarung

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    who are not in the talent pool? Taking up the concern of raising expectations through talent management

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    Erstellungsdatum: 30.11.2018

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    KMP_HS26-HS27.pdf

    TMP_A260367_KMP_HS26-HS27.pdf 1 RECHTSWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT INFORMATION KOMMENTIERTES MASTERPROGRAMM HERBSTSEMESTER 2026–2027 We’ll help you grow your skills so you can go further Fuel your development. At PwC, we provide opportunities, mentorship and learning that accelerate your career from day one. From working at the cutting-edge of tech to collaborating with industry experts, we empower you to shape tomorrow. PwC_Flyer-A5 148x210_Help you grow.indd 1PwC_Flyer-A5 148x210_Help you grow.indd 1 03.07.2025 16:59:1703.07.2025 16:59:17 Liebe Studierende Sie interessieren sich für ein Masterstudium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern oder studieren bereits in Luzern und möchten Ihr weiteres Studium planen. Die vorliegende Broschüre bietet Ihnen eine Übersicht mit Detailbeschreibungen sämtlicher Masterveranstaltungen der kommenden drei Semester. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Luzern verleiht einheitlich den Titel «Master of Law» («MLaw»). In unserem Masterstudium besteht Wahlfreiheit, das heisst, Sie können die Fächer individuell nach Ihren Prioritäten zusammenstellen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, sich thematisch auszurichten und Ihrem Master auf diese Weise ein bestimmtes fachliches Profil zu verleihen. Es stehen Ihnen dafür sieben Masterprofile zur Auswahl. Darüber hinaus bietet die Fakultät drei interdisziplinäre «Master Plus»-Studiengänge an. Zusätzlich zum regulären MLaw-Studium können Sie in einem weiteren Semester fundiertes Basiswissen in einem nicht- juristischen Studiengang erwerben. Zur Auswahl stehen drei Master Plus: Economics & Management, International Relations und Health Policy. Das Lehrangebot stammt von den Fakultäten für Wirtschafts- wissenschaften und Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin. Sowohl die individuelle Profilbildung als auch die interdisziplinäre Zusatzausbildung können im Zeugnis separat ausgewiesen werden. In dieser Broschüre finden Sie zunächst eine Übersicht über unser Masterprogramm und die Semester, in denen die einzelnen Veranstaltungen angeboten werden. Die Übersicht ist nach Masterprofilen gegliedert. Darüber hinaus bieten wir eine Vielzahl englischsprachiger Lehrveranstaltungen an. Diese sind zum schnellen Auffinden in der Gesamtübersicht blau markiert. Im Anschluss finden Sie die detaillierten Beschreibungen aller Lehrveranstaltungen in alphabetischer Reihenfolge. Weitere Informationen zum Masterstudium und zum «Master Plus» finden Sie auf unserer Webseite unter www.unilu.ch/rf/masterstudium. Wichtige Adressen und Ansprechpartner der Fakultät finden Sie auf der letzten Seite dieser Broschüre. Das vorliegende Kommentierte Masterprogramm basiert auf dem Stand von März 2026. Änderungen bleiben vorbehalten. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern und würde mich sehr freuen, Sie bei uns im Masterstudium begrüssen zu dürfen. Den bereits in Luzern Studierenden wünsche ich weiterhin viel Freude und Erfolg im Studium. Luzern, im Oktober 2025 Prof. Dr. Andreas Eicker Dekan Rechtswissenschaftliche Fakultät Universität Luzern INHALTSVERZEICHNIS MASTERPROFILE 6 ÜBERSICHT MASTERPROGRAMM HERBSTSEMESTER 2025–2026 8 MASTER PLUS ( INTERDISZIPLINÄRE ZUSATZAUSBILDUNGEN) 19 MASTERPROGRAMM HERBSTSEMESTER 2025–2026 24 Wahlfächer A–Z 24 Summer School 69 Moot Courts 70 Falllösungen 72 Gastlehrveranstaltungen 73 Nichtjuristische Fächer 75 For International Incoming Exchange Students only 78 WICHTIGE FAKULTÄTSADRESSEN 79 Aktuellste Infos: VV.UNILU.CH 6 MASTERPROFILE Im Masterstudium haben Sie die Möglichkeit, Ihre Wahlfächer gezielt auf praxisrelevante Themen auszurichten, um Ihrem Abschluss ein bestimmtes Profil zu verleihen. Sie wählen dabei die Lehr- veranstaltungen so aus, dass Sie ein möglichst umfassendes Verständnis eines Themenbereichs erlangen. Die Fakultät bietet zurzeit sieben Masterprofile an. Die einzelnen Profile sind fachge- bietsübergreifend, sie beleuchten die jeweiligen Themen aus der Perspektive verschiedener Rechtsgebiete (Privatrecht, öffentliches Recht, Strafrecht, Grundlagenfächer). 1. Unternehmens- & Steuerrecht Das Masterprofil «Unternehmens- & Steuerrecht» widmet sich dem Wirtschaftsrecht aus der Unterneh- mensperspektive. Ein umfangreicher Fächerkanon behandelt die vielschichtigen rechtlichen Herausforde- rungen der Unternehmenswelt. Der Fokus liegt auf vertrags-, gesellschafts- und steuerrechtlichen Frage- stellungen. Jenen, die eine Arbeit bei der Wirtschaftsanwaltschaft, in Rechtsabteilungen von Firmen, in der Unternehmens- oder in der Steuerberatung in Erwägung ziehen, vermitteln die Fächer dieses Profils eine gute Ausgangslage. 2. Wettbewerb & Regulierung Die Lehrveranstaltungen des Masterprofils «Wettbewerb & Regulierung» befassen sich – in Entsprechung zur ökonomischen Teildisziplin der Volkswirtschaftslehre – mit den rechtlichen Rahmenbedingungen von Märkten auf nationaler und internationaler Ebene. Schwerpunkte liegen auf Fragen, wie der wirtschaftli- che Wettbewerb vor staatlichen und privaten Eingriffen geschützt und der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital sichergestellt wird. Die Fächer dieses Profils bieten einen guten Einstieg für Studierende, die eine Tätigkeit für Bundesbehörden wie die Wettbewerbskommission (WEKO), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die Nationalbank oder die Finanzmarktaufsicht, für internationale Organisationen wie die WTO oder für eine Wirtschaftskanzlei in Betracht ziehen. 3. Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Das Masterprofil «Recht, Technologie & Nachhaltigkeit» hat die Regulierung neuer Technologien wie Informations-, Medizin- und Energietechnologien zum Gegenstand. Im Zentrum steht der Umgang des Rechts mit den Herausforderungen der digitalen Wirtschaft und den weitreichenden Auswirkungen techni- scher Innovation auf den Menschen und seine Gesundheit, die Gesellschaft und die Umwelt. Die Fächer dieses Profils verschaffen eine gute Basis für juristische Tätigkeiten in Life Sciences- und Technologier- echtsabteilungen von Anwaltskanzleien, in technologiegeprägten Branchen wie der Biotech-, Pharma- und Lebensmittelindustrie, der Energie-, Telekommunikations- und Medienbranche einschliesslich gewis- sen Aufsichtsbehörden oder auch beim Institut für geistiges Eigentum. 4. Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Luzern gilt als «Sozialversicherungshauptstadt» der Schweiz. Mit den sozialrechtlichen Abteilungen des Bundesgerichts, dem Hauptsitz der Suva sowie grosser Krankenversicherer finden sich wichtige Akteure im Bereich der Sozialversicherungen in unmittelbarer Nähe. Das Masterprofil «Sozial-, Versicherungs- und Schadenausgleichsrecht» vereinigt Rechtsmaterien, welche die Versicherung von Risiken wie Alter, Unfall, Krankheit und Arbeitslosigkeit, den Ausgleich eingetretener Schäden wie auch die Überwindung struktureller Ungleichgewichte zwischen Vertragsparteien sowie den Schutz vulnerabler Personen zum Ziel haben. Dieses Profil eignet sich für Studierende, die sich eine Karriere im Bereich des Versicherungs- wesens, der Rechtsvertretung in Haftpflichtfällen und Jugendstrafverfahren oder in Organisationen des Konsumenten-, Mieter- und Arbeitnehmerschutzes vorstellen können. 7 5. Streiterledigung Die Streiterledigung stellt ein Kerngebiet juristischen Wissens und Könnens dar. Juristinnen und Juristen zeichnen sich durch ihre besondere Fachkompetenz in der Beherrschung des verfahrensrechtlichen In- strumentariums aus. Im Masterprofil «Streiterledigung» werden einerseits die prozessrechtlichen Fächer vertieft, anderseits befasst sich das Profil mit der aussergerichtlichen Erledigung von Streitfällen im Rah- men von Schiedsgerichtsverfahren. Ein besonderer Fokus liegt auf Streitfällen mit internationaler Dimen- sion. Die Fächer dieses Profils vermitteln fundierte juristische Kenntnisse im Hinblick auf prozessuale Tä- tigkeiten an Gerichten, in der Anwaltschaft oder in Behörden, die wie etwa die Kindes- und Erwachsenen- schutzbehörden Verantwortung für die Durchführung fairer Verfahren tragen. 6. Kriminalität & Strafjustiz Die Lehrveranstaltungen des Masterprofils «Kriminalität & Strafjustiz» bieten die Möglichkeit, das Ver- ständnis für die strafrechtlichen Zusammenhänge und die Verwirklichung des Strafrechts in der Praxis zu erweitern. Das Profil umfasst Vertiefungen sowie besondere Schwerpunkte des materiellen Strafrechts wie das Wirtschaftsstrafrecht oder das Völkerstrafrecht. Darüber hinaus legt es einen Fokus auf die Strafverfolgung und den Strafvollzug unter Einschluss histori- scher sowie interdisziplinärer Bezüge. Mit den Fächern dieses Profils erwerben Studierende die Grundla- gen für eine Tätigkeit auf einem Strafgericht, bei der Staatsanwaltschaft oder der Polizei wie auch in Compliance-Abteilungen oder Forensic Teams der Privatwirtschaft. 7. Internationales Recht & Menschenrechte Viele gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen wie Migrationsströme, Terrorismus und Kriege, Epidemien oder Umweltbelastungen machen nicht an nationalen Grenzen halt. Die internationale Zusam- menarbeit hat in den letzten Jahrzehnten entsprechend stark an Bedeutung gewonnen. Zugleich ist die Verwirklichung der Menschenrechte eine globale Aufgabe geworden. Das Masterprofil «Internationales Recht & Menschenrechte» besteht aus Fächern des internationalen Rechts sowie ausgewählten nationa- len Rechtsmaterien, welche sich mit menschen-rechtlichen Themen und Fragestellungen auseinanderset- zen. Die Fächer dieses Profils bieten gute Voraussetzungen für eine Arbeit in einer international ausge- richteten Bundesbehörde wie dem EDA, im diplomatischen Dienst, in internationalen Organisationen wie der UNO und dem IKRK oder für Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. 8 ÜBERSICHT MASTERPROGRAMM HERBSTSEMESTER 2026–2027 (nach Masterprofilen geordnet; Lehrveranstaltungen in Fremdsprachen sind mit Farbe gekennzeichnet | (X) = Durchführung noch nicht bestätigt) L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re dt s Allgemeine Fächer Anwaltsrecht Prof. Lorenz Droese Franco Strub, RA, M.A. X (X) 5 Anwaltsrhetorik (Blockveranstaltung) Prof. Ulrich Falk (X) 5 Internationales Familien- und Erbrecht Prof. Barbara Graham-Sie- genthaler Prof. Rodrigo Rodriguez X (X) 5 Law and Society in a Global Context Prof. Vagias Karavas X (X) 5 Nachlassplanung und -abwicklung Prof. Barbara Graham-Sie- genthaler Ass.-Prof. Claude Humbel Dr. Philip Bornhauser X (X) 5 Notariatsrecht1 NN 5 Praxisnahe Vertiefung im Familien- und Personen- recht Prof. Regina Aebi-Müller (X) 5 Rechtsvergleichung im Privatrecht Prof. Barbara Graham-Sie- genthaler (X) 5 Rechtsetzungslehre Dr. Lucy Keller X (X) 5 Römisches Recht: Ausgewählte Privatrechtsge- biete auf historisch-vergleichender Grundlage Dr. Roger Müller (X) 5 Swiss Moot Court div. (X) (X) 5/7 Workshop zur aktuellen juristischen Grundlagen- forschung Prof. Vagias Karavas Prof. Michele Luminati (X) 5 1 Nächste Durchführung: noch offen. 9 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Unternehmens- & Steuerrecht» Aktienrecht Prof. Franca Contratto (X) 5 Gesellschafts- und Unternehmensrecht im europäi- schen Vergleich (Blockveranstaltung) Prof. Karin Müller (X) 5 Immobiliarsachenrecht Prof. Christoph Bauer Prof. Barbara Graham-Sie- genthaler X (X) 5 Kaufrecht NN (X) 5 Praxisnahe Vertiefung im Werkvertrags- und Auf- tragsrecht Prof. Jörg Sprecher (X) 5 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Schwer- punkt Unternehmensinsolvenzrecht) Prof. Rodrigo Rodriguez X (X) 5 Schweizerisches Steuerrecht2 NN (X) (X) 5 Steuerrecht der natürlichen Personen Dr. Peter Lang (X) 5 Unternehmensrecht: Praxisrelevante Vertiefung im Gesellschafts- und Sozialversicherungsrecht Prof. Karin Müller Dr. Philipp Egli X (X) 5 Unternehmensrecht: Nachfolge und Umstrukturie- rung Prof. Karin Müller Dr. Felix Horat Dr. Gernot Zitter (X) 5 Unternehmenssteuerrecht: Grundlagen NN (X) (X) 5 Unternehmenssteuerrecht: Verkauf, Reorganisa- tion und Sanierung von Unternehmen3 NN 5 Vertragsgestaltung und -durchsetzung Dr. Jörg Sprecher X (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit Prof. Jürg-Beat Ackermann (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Individuen Prof. Jürg-Beat Ackermann X 5 2 Ersetzt «Einführung ins Steuerrecht». Die Prüfung zur Vorlesung «Schweizerisches Steuerrecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Einführung ins Steuerrecht». 3 Nächste Durchführung: noch offen. 10 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Wettbewerb & Regulierung» Agrarrecht Prof. Roland Norer X (X) 5 Competition Law and Regulation in Emerging Technology Markets Prof. Max Baumgart (X) 5 Energierecht4 Prof. Max Baumgart (X) 5 European Economic Law Prof. Sebastian Heselhaus X (X) 5 Finanzmarktrecht Prof. Franca Contratto X (X) 5 Immaterialgüterrecht PD Dr. Gregor Wild (X) 5 International Banking & Capital Market Regulation Prof. Franca Contratto (X) 5 International Economic Law5 Prof. Mira Burri Prof. Nicolas Diebold (X) 5 International Intellectual Property Law Prof. Mira Burri (X) 5 Kartell- und Lauterkeitsrecht6 Prof. Nicolas Diebold lic. iur. David Mamane (X) 5 Law and Economics (Workshop auf Deutsch or in English) Prof. Klaus Mathis (X) 5 Law Clinic im Wirtschaftsrecht Prof. Nicolas Diebold Prof. Bernhard Rütsche (X) (X) (X) 5 Öffentliches Wirtschaftsrecht7 Prof. Nicolas Diebold Prof. Bernhard Rütsche X (X) 5 Planungs- und Baurecht Prof. Roland Norer (X) 5 Rechtsökonomie Prof. Klaus Mathis X (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit Prof. Jürg-Beat Ackermann (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Individuen Prof. Jürg-Beat Ackermann X 5 4 Ersetzt «Energie- und Klimarecht». Die Prüfung zur Vorlesung «Energierecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Energie- und Klimarecht». 5 Replaces "International Trade Law". The exam for the lecture "International Economic Law" can only be taken if credits have not already been earned in the subject " International Trade Law". 6 «Kartell- und Lauterkeitsrecht» ersetzt «Kartellrecht» und «Recht gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)» bzw. «Unlauterer Wettbewerb (UWG)». Die Prüfung zur Vorlesung «Kartell- und Lauterkeitsrecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden in den Fächern «Kartell- recht» und/oder «Recht gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)» bzw. «Unlauterer Wettbewerb (UWG)». 7 Ersetzt «Wettbewerbsrecht», «Öffentliches Vergaberecht» und «Öffentliches Wettbewerbsrecht». Die Prüfung zur Vorlesung «Öffentliches Wirtschafts- recht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden in den Fächern «Wettbewerbsrecht», «Öffentliches Vergaberecht» und «Öffentliches Wettbewerbsrecht». 11 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Recht, Technologie & Nachhaltigkeit» Agrarrecht Prof. Roland Norer X (X) 5 Biomedizinrecht Prof. Vagias Karavas (X) 5 Blockchain, KI und Recht der Digitalisierung Prof. Max Baumgart Ass.-Prof. Claude Humbel Ass.-Prof. Markus Schreiber X (X) 5 Climate Justice8 Asst.-Prof. Markus Schreiber (X) 5 Competition Law and Regulation in Emerging Technology Markets Prof. Max Baumgart (X) 5 Copyright in the Digital Age (Workshop) Prof. Mira Burri (X) 5 Cybercrime9 Prof. Damian Graf X 5 Datenschutzrecht Dr. Anne-Sophie Morand Dr. David Vasella (X) 5 Digitale Rechtsgeschäfte10 Prof. Andreas Furrer 5 Energierecht11 Prof. Max Baumgart (X) 5 Gesundheitsrecht Prof. Bernhard Rütsche X (X) 5 Immaterialgüterrecht PD Dr. Gregor Wild (X) 5 International Environmental Law (Block Course) Prof. Thilo Marauhn X (X) 5 International Intellectual Property Law Prof. Mira Burri (X) 5 International Law of Contemporary Media Prof. Mira Burri (X) 5 Internet Law Prof. Mira Burri (X) 5 Law of Sustainable Development Prof. Klaus Mathis (X) 5 Klimaschutzrecht Prof. Sebastian Heselhaus X (X) 5 Medizinrecht Prof. Regina Aebi-Müller (X) 5 Recht der digitalen Medien Prof. Vagias Karavas X (X) 5 Umweltrecht Prof. Roland Norer (X) 5 8 Replaces «Klimaklagen». The exam for the lecture "Climate Justice" can only be taken if credits have not already been earned in the subject «Klimakla- gen». 9 Replaces «Cyberstrafrecht». The exam for the lecture "Cybercrime" can only be taken if credits have not already been earned in the subject «Cyber- strafrecht». 10 Nächste Durchführung: noch offen. 11 Ersetzt «Energie- und Klimarecht». Die Prüfung zur Vorlesung «Energierecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Energie- und Klimarecht». 12 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht» Arbeitsrecht12 Dr. Michael Meier X (X) 5 Ausservertragliches Haftpflichtrecht13 Ass.-Prof. Oliver William (X) 5 Contratto di lavoro12 Prof. Francesco Trezzini (X) 5 Koordination von Schadenausgleichssystemen Prof. Marc Hürzeler (X) 5 Mietrecht (Vertiefung) Dr. Tina Huber-Purtschert X (X) 5 Privatversicherungsrecht Prof. Marc Hürzeler X (X) 5 Recht der beruflichen Vorsorge Prof. Marc Hürzeler (X) 5 Sozialversicherungs- und privatrechtliche Vorsor- geplanung Prof. Marc Hürzeler X (X) 5 Sozialversicherungsrecht Prof. Marc Hürzeler X (X) 5 Strafrecht - Psychiatrie - Psychologie Prof. Jürg-Beat Ackermann Prof. Dr. med. Elmar Haber- meyer Dr. med. Friederike Höfer (X) 5 Unfallversicherungsrecht Prof. Marc Hürzeler (X) 5 12 Die Prüfung zur Vorlesung «Arbeitsrecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Contratto di lavoro». 12 L'esame per la materia «Contratto di lavoro» può essere fatto solo se non sono già stati acquisiti crediti nella materia «Contratto di lavoro in generale e approfondimenti in alcuni contratti, sportivi in particolare» oppure nella materia «Arbeitsrecht». 13 Ersetzt «Schadensrecht». Die Prüfung zur Vorlesung «Ausservertragliches Haftpflichtrecht» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erwor- ben wurden im Fach «Schadensrecht». 13 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Streiterledigung» Aussergerichtliche Konfliktlösung – Alternative Dis- pute Resolution (ADR) Prof. Daniel Girsberger 5 Diritto materiale e processuale civile svizzero (ap- profondimento)15 Prof. Francesco Trezzini (X) 5 Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondi-mento)16 Dr. Goran Mazzucchelli (X) 5 Diritto materiale e processuale pubblico svizzero (approfondimento) Dr. Pietro Crespi X (X) 5 Einführung in das Internationale Privatrecht (IPR) Prof. Daniel Girsberger PD Dr. Dirk Trüten (X) 5 International Arbitration Prof. Daniel Girsberger X (X) 5 Öffentliches Verfahrensrecht in der Praxis Dr. Heiner Eiholzer X (X) 5 Rechtstheorie (Workshop) Prof. Michele Luminati X 5 Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Schwer- punkt Unternehmensinsolvenzrecht) Prof. Rodrigo Rodriguez X (X) 5 Strafverfahrensrecht (Vertiefung)16 Prof. Jürg-Beat Ackermann X 5 Strafverteidigung Dr. Laura Jetzer Dr. Andrea Taormina (X) 5 Willem C. Vis Moot Court Asst.-Prof. Oliver William Roxane Schmidgall, MLaw (X) (X) 18 Zivilprozessrecht (Vertiefung)15 Dr. Melanie Huber-Lehmann (X) 5 14 Nächste Durchführung: noch offen. 15 L'esame per la materia «Diritto materiale e processuale civile svizzero (approfondimento)» può essere fatto solo se non sono già stati acquisiti crediti nella materia «Zivilprozessrecht (Vertiefung)». Prevista per la primavera 2027. 15 Die Prüfung zur Vorlesung «Zivilprozessrecht (Vertiefung)» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Diritto mate- riale e processuale civile svizzero (approfondimento)». 16 L'esame per la materia «Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento)» può essere fatto solo se non sono già stati acquisiti crediti nella materia «Strafverfahrensrecht (Vertiefung)». 16 Die Prüfung zur Vorlesung «Strafverfahrensrecht (Vertiefung)» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento)». 14 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Kriminalität & Strafjustiz» Cybercrime Prof. Damian Graf X 5 Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento)17 Dr. Goran Mazzucchelli (X) 5 Geschichte des Strafrechts und des Strafvollzugs: «Schlagen, Verstümmeln, Einsperren»18 Prof. Michele Luminati 5 Jugendstrafrecht Prof. Ineke Pruin (X) 5 Migrationsstrafrecht Dr. Luzia Vetterli (X) 5 Opfer im Straf- und Strafverfahrensrecht Dr. Nora Scheidegger (X) 5 Polizei- und Sicherheitsrecht Dr. Lucien Müller (X) 5 Praxisrelevante Bestimmungen aus dem Neben- strafrecht Prof. Gerhard Fiolka X (X) 5 Rechtsmedizin Prof. Christian Jackowski (X) 5 Strafrecht - Psychiatrie - Psychologie Prof. Jürg-Beat Ackermann Prof. Dr. med. Elmar Haber- meyer Dr. med. Friederike Höfer (X) 5 Strafverfahrensrecht (Vertiefung)17 Prof. Jürg-Beat Ackermann X 5 Strafverteidigung Dr. Laura Jetzer Dr. Andrea Taormina (X) 5 Strafvollzugsrecht Prof. Ineke Pruin Prof. Jonas Weber X (X) 5 Völkerstrafrecht lic. iur. Elisabeth Baumgartner lic. iur. Marie-Ursula Kind X (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit Prof. Jürg-Beat Ackermann (X) 5 Wirtschaftsstrafrecht und Individuen Prof. Jürg-Beat Ackermann X 5 17 L'esame per la materia «Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento)» può essere fatto solo se non sono già stati acquisiti crediti nella materia «Strafverfahrensrecht (Vertiefung)». 17 Die Prüfung zur Vorlesung «Strafverfahrensrecht (Vertiefung)» kann nur abgelegt werden, wenn nicht bereits Credits erworben wurden im Fach «Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento)». 18 Nächste Durchführung: noch offen. 15 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Masterprofil «Internationales Recht & Menschenrechte» Anti-Terrorism Law Eran Fish, PhD, LL.M. (X) 5 Current Issues in Human Rights Law (Workshop) Prof. Martina Caroni (X) 5 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) Prof. Sebastian Heselhaus (X) 5 Helga Pedersen Moot Court Competition (HPMCC) Prof. Sebastian Heselhaus (X) (X) 18 International Economic Law19 Prof. Mira Burri Prof. Nicolas Diebold (X) 5 International Human Rights Law Prof. Martina Caroni X (X) 5 International Humanitarian Law Prof. Martina Caroni (X) 5 International Law of Contemporary Media Prof. Mira Burri (X) 5 International Migration Law Dr. Stephanie Motz (X) 5 International Sports Law lic. iur. Michele Bernasconi X (X) 5 Introduction to U.S. Law Eran Fish, PhD, LL.M. X (X) 5 Lucerne Academy for Human Rights Implementa- tion Sebastian Heselhaus et al. (X) 7 Migrationsrecht Prof. Martina Caroni X (X) 5 Migrationsstrafrecht Dr. Luzia Vetterli (X) 5 Polizei- und Sicherheitsrecht Dr. Lucien Müller (X) 5 Private Law EU-CH PD Dr. Dirk Trüten (X) 5 Public International Law (Workshop) Prof. Martina Caroni X (X) 5 Staatsrecht (Vertiefung) Prof. Klaus Mathis X 5 Völkerstrafrecht lic. iur. Elisabeth Baumgartner lic. iur. Marie-Ursula Kind X (X) 5 19 Replaces "International Trade Law". The exam for the lecture "International Economic Law" can only be taken if credits have not already been earned in the subject " International Trade Law". 16 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Summer School (jeweils 2 Wochen im Juli) Lucerne Academy for Human Rights Implementa- tion Prof. Sebastian Heselhaus et al. (X) 7 Moot Courts Helga Pedersen Moot Court Competition (HPMCC) Prof. Sebastian Heselhaus (X) (X) 18 Swiss Moot Court div. (X) (X) 5/7 Willem C. Vis Moot Court Asst.-Prov. Oliver William Roxane Schmidgall, MLaw (X) (X) 18 Falllösungen (aus 3 Fachbereichen: im Herbstsemester 9, im Frühjahrssemester 3 Veranstaltungen) Privatrecht Prof. Dirk Trüten Dr, Janine Camenzind Dr. Thomas Iseli Dr. Michel Verde X X X (X) (X) (X) (X) 5 Öffentliches Recht Prof. Andreas Abegg Prof. Max Baumgart Prof. Roland Norer Dr. Philipp Rebsamen X X X (X) (X) (X) (X) 5 Strafrecht Dr. Claude Bertschinger Dr. Richard Ehmann Dr. Rahel Goldenberger Dr. Marcus Stadler X X X (X) (X) (X) (X) 5 17 L e h r v e r a n s t a l t u n g D o z e n t i n | D o z e n t H S 26 FS 2 7 H S 27 C re di ts Gastlehrveranstaltungen (pro Semester 3−5 Veranstaltungen, davon 1−3 in englischer Sprache) Einführung in das Europäische Strafrecht Prof. Bernd Hecker Universität Tübingen, D X (X) 2 Rechtsvergleichung im Vertragsrecht Prof. Walter Doralt Universität Graz, A X 2 The Law and Economics of Behavioral Regulation Prof. Avishalom Tor Notre Dame Law School, USA X 2 Nichtjuristische Fächer (für das gesamte Angebot der Universität – siehe Vorlesungsverzeichnis vv.unilu.ch) English for Law and Business (Advanced) PD Dr. Gordon Millar X 3 Français Juridique Prof. Antoinette Maget Domi- nicé (X) 3 Integrationskolleg CPEL Prof. Sebastian Heselhaus X (X) 3 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft Prof. Michele Luminati Dr. rer. pol. Stefan Rieder X (X) 3 Integrationsseminar Recht und Wirtschaftswissen- schaft Prof. Klaus Mathis (X) 6 Law and Justice in Literature and Film Dr. Steven Howe (X) 3 Rhetorik Prof. Ulrich Falk X 3 For International Incoming Students only Introduction to Swiss Law Prof. Mathis / Rodriguez / Thommen (HS 2026) X X X 5 Aktuellste Infos: VV.UNILU.CH 19 MASTER PLUS ( INTERDISZIPL INÄRE ZUSATZAUSBILDUNGEN) In einer Welt, die immer vernetzter und anspruchsvoller wird, brauchen Führungspersonen und Fachleute die Fähigkeit, Herausforderungen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven zu betrachten. So sind etwa im Rahmen der steuerrechtlichen Beratung von Unternehmen Kenntnisse der Rechnungslegung unerlässlich. Für juristische Tätigkeiten in einer internationalen Organisation oder im diplomatischen Dienst sind politikwis- senschaftliche Grundlagen von grossem Vorteil. Und wer als Juristin oder Jurist im Gesundheitswesen – etwa in Krankenversicherungen, Spitälern oder der Pharmaindustrie – tätig ist, muss die zentralen ökonomi- schen und politischen Zusammenhänge des Gesundheitswesens verstehen. Es ist selbstverständlich nicht die Aufgabe einer Juristin oder eines Juristen, mehrere Disziplinen in ihrer ganzen Tiefe zu beherrschen. Um ein Problem adäquat zu erkennen und einzuordnen und sich für die richtige Herangehensweise zu entschei- den, kann jedoch ein Grundverständnis für andere Fachperspektiven und Denkweisen sehr hilfreich sein. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät bietet daher zusammen mit der Wirtschaftswissenschaftlichen, der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät sowie der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin drei interdisziplinäre «Master Plus»-Studiengänge an. Mit einem zusätzlichen Semester an einer dieser Fakultäten können Studierende fundiertes Basis-Fachwissen in einem nichtjuristischen Fach erwerben, während sie ihr reguläres rechtswissenschaftliches Masterstudium absolvieren. Mit den «Master Plus»-Studiengängen bietet die Fakultät den Studierenden drei verschiedene Optionen, sich elementare Kenntnisse anderer Wissenschaften anzueignen, welche unabhängig vom weiteren Karriereweg einen wertvollen fachlichen Zusatznutzen darstellen. Dabei stellen die Studierenden die Wahlfächer des juristischen Masters so zusammen, dass sich dieser optimal mit den nichtjuristischen Fächern verzahnt. Als Orientierung dienen dabei die Masterprofile. Zudem wird die Masterarbeit im Themenbereich des jeweiligen Master Plus verfasst. Im Angebot stehen drei Master Plus, die auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt sind. 20 MASTER PLUS ( INTERDISZIPL INÄRE ZUSATZAUSBILDUNGEN) Master Plus MLaw + Economics & Management MLaw Credits Wahlfächer aus dem Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht mind. 25 (mind. 5 Wahlfächer) Wahlfächer aus dem Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Wahlfächer aus dem Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Masterarbeit im Bereich der obgenannten Profile 10 Schriftliche Falllösung 5 1–2 Gastlehrveranstaltungen 2–4 Weitere Wahlfächer aus dem Masterprogramm bis 48 MLaw 90 + Economics & Management Credits Studienangebot der Wirtschaftswissenschaften (vgl. Richtlinie zu den Master Plus Studiengängen unter www.unilu.ch/rf/reglemente) jeweils im Herbstsemester: jeweils im Frühjahrssemester: Einführung Mikroökonomie (3 Credits) Introduction to Macroeconomics (3 Credits) 6 Financial Accounting (6 Credits) Statistik (6 Credits) 12 Introduction to Business Admin- istration (3 Credits) Marketing Management1 (3 Credits) 3 Financial Markets1 (3 Credits) Human Resource Management1 (3 Credits) 3 Financial Reporting1 (3 Credits) Integrationsseminar Recht und Wirtschafts- wissenschaften (6 Credits) 6 MLaw Plus 30 1 Ein Fach im Umfang von 3 Credits aus folgenden Wahlfächern: Marketing Management, Human Ressource Management, Financial Markets oder Financial Reporting. Das einmal gewählte Wahlfach kann nicht durch ein anderes ersetzt oder kompensiert werden. 21 Master Plus MLaw + International Relations MLaw Credits Wahlfächer aus dem Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte mind. 25 (mind. 5 Wahlfächer) Weitere Wahlfächer im internationalen Recht aus anderen Profilen Masterarbeit im Bereich des internationalen Rechts 10 Schriftliche Falllösung 5 1–2 Gastlehrveranstaltungen 2–4 Weitere Wählfächer aus dem Masterprogramm bis 48 MLaw 90 + International Relations Credits Studienangebot der Politikwissenschaft (vgl. Richtlinie zu den Master Plus Studiengängen unter www.unilu.ch/rf/reglemente) jeweils im Herbstsemester: jeweils im Frühjahrssemester: Politische Theorie/Demokratie- theorie (3 Credits) Einführung in die Vergleichende Politikwis- senschaft (3 Credits) 6 Einführung in die Internationalen Beziehungen (3 Credits) Vorlesung im Bereich Internationale Beziehungen (3 Credits) 6 Masterseminar im Bereich Internati- onale Politik (4 Credits) Masterseminar im Bereich Internationale Politik (4 Credits) 8 Masterseminar im Bereich Politik- wissenschaft (4 Credits) Masterseminar im Bereich Politikwissen- schaft (4 Credits) 8 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft (3 Credits) 3 MLaw Plus 31 22 Master Plus MLaw + Health Policy MLaw Credits Wahlfächer aus dem Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit mind. 25 (mind. 5 Wahlfächer) Wahlfächer aus dem Masterprofil Sozial- Versicherungs- & Schaden- ausgleichsrecht Masterarbeit im Bereich der obgenannten Profile 10 Schriftliche Falllösung 5 1–2 Gastlehrveranstaltungen 2–4 Weitere Wahlfächer aus dem Masterprogramm bis 48 MLaw 90 + Health Policy Credits Studienangebot des Masters in Health Sciences (vgl. Richtlinie zu den Master Plus Studiengängen unter www.unilu.ch/rf/reglemente) jeweils im Herbstsemester: jeweils im Frühjahrssemester: Introduction to Public Health (Basic Course, 6 Credits) Lehrveranstaltung aus dem Major «Health Economics and Policy» (3 Credits)2 9 Health Systems and Services (Basic Course, 6 Credits) Lehrveranstaltung aus dem Major «Health Economics and Policy» (3 Credits)2 12 Basic Research Methods (Basic Course, 6 Credits) Benotetes Wahlfach aus dem Angebot des Masters in Health Sciences (3 Credits)2 3 Benotetes Wahlfach aus dem Angebot des Masters in Health Sciences (3–6 Credits)2 6 MLaw Plus 30 2 Die einmal gewählte Lehrveranstaltung kann nicht durch eine andere ersetzt oder kompensiert werden. 24 MASTERPROGRAMM HERBSTSEMESTER 2026–2027 Aktuellste Informationen immer im Vorlesungsverzeichnis https://vv.unilu.ch WAHLFÄCHER A–Z Lehrveranstaltung Agrarrecht Dozierende Prof. Roland Norer Inhalt Die Lehrveranstaltung spricht jene Studierende an, die sich mit den rechtlichen Grund- lagen aktueller gesellschaftlicher Diskussionen rund um Problemfelder wie Nahrungs- mittelqualität, umweltgerechte und nachhaltige Landwirtschaft, gepflegte Kulturland- schaft, internationale Wettbewerbsfähigkeit und ländlicher Raum befassen wollen. Themen, die unsere Lebensgrundlagen heute und auch inskünftig wesentlich bestim- men werden, sind Gegenstand des Agrarrechts. Auswahl der in der Vorlesung behandelten Themen: Begriffsbildung, Entwicklung, Multifunktionalität, Nachhaltigkeit, Ökologisierung, Beson- derheiten der Landwirtschaftsgesetzgebung; Internationaler Rahmen (WTO); EU- Agrarrecht und die Schweiz, insbesondere Freihandelsabkommen; Landwirtschaftsge- setz; Marktorganisation und Mengenkontingentierungen; Direktzahlungen; Qualitäts- vorschriften; Umweltrecht, Gentechnikrecht; Tierschutzrecht; Bäuerliches Bodenrecht; Landwirtschaftliches Pachtrecht. Voraussetzungen Keine spezifischen Vorkenntnisse, Allgemeines Verwaltungsrecht von Vorteil, jeden- falls Interesse und aktive Teilnahme. Lernziele Die Studierenden sollen anhand des vertieften Studiums der Querschnittsmaterie Agrarrecht einen Einblick in komplexe Regelungszusammenhänge vielseitig vernetzter und politikdominierter Sachbereiche bekommen. Sie können aktuelle Debatten auf die rechtlichen Rahmenbedingungen zurückführen und unterschiedliche normative Rege- lungsansätze bewerten. Nicht zuletzt haben die Studierenden Freude, einen wichtigen, aber bislang von der Rechtswissenschaft aufgrund der Komplexität und oftmaligen Kurzlebigkeit seiner Normen nur selten beschrittenen Weg zu betreten und insbeson- dere verwaltungsrechtliches Grundwissen anhand praktischer Problemstellungen und Fälle zu erproben. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung / Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Aktienrecht Dozierende Prof. Franca Contratto Inhalt Die Lehrveranstaltung dient der Vertiefung der in der Vorlesung Gesellschaftsrecht erworbenen Kenntnisse und bietet die Chance, sich mit dem per 2023 in Kraft getrete- nen, „Neuen Aktienrecht“ vertraut zu machen. Thematisch liegt der Fokus auf beson- ders praxisrelevanten Fragestellungen, die zum klassischen Rüstzeug einer Wirt- schaftsanwältin bzw. zu den unabdingbaren Kenntnissen eines Unternehmensjuristen zählen. Neben den klassischen «Evergreens» (u.a. Aktionärsrechte und Aktionärskla- gen, Interessenkonflikte, Corporate Governance, aktienrechtliche Verantwortlichkeit) nimmt die Vorlesung auch besonders aktuelle Fragestellungen aus einer breitgefächer- ten Palette von Themenkreisen auf (z.B. Nachhaltigkeitsanliegen und soziale Unter- nehmensverantwortung, Übernahmerecht im globalen Kontext). Ein besonderer Fokus liegt auf den für börsenkotierte Unternehmen geltenden Selbstregulierungen der SIX (u.a. Ad hoc-Publizität, Offenlegung von Management Transaktionen sowie Vorgaben zur Corporate Governance). Die Themenkreise werden jeweils zunächst im Plenum eingeführt und anschliessend im interaktiven Austausch vertieft – etwa durch Fallstudien oder Analyse von Gerichts- entscheiden. Die Lehrveranstaltung bietet überdies Raum für eine kritische Auseinan- dersetzung mit kontroversen rechtspolitischen Fragestellungen und eröffnet vereinzelt die Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs mit besonders arrivierten Persön- lichkeiten aus Unternehmensführung, Wirtschaftsadvokatur sowie Verwaltung und Politik. 25 Voraussetzungen Vorlesung Gesellschaftsrecht mit Begleitübungen Lernziele Die Studierenden sind mit den zentralen Fragen des schweizerischen Aktienrechts («Neues Aktienrecht») vertraut. Sie können auch komplexere Problemstellungen ana- lytisch einordnen und wenden die einschlägigen Rechtsnormen korrekt an. Die Studie- renden kennen die aktuellen rechtspolitischen Auseinandersetzungen rund um aktien- rechtliche Fragestellungen und können dazu argumentativ Stellung nehmen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Anti-Terrorism Law Dozierende Eran Fish, PhD, LL.M. Inhalt The aim of this course is to introduce students to the jurisprudential, doctrinal, and moral aspects of counter-terrorism law. The course will take a broad international and theoretical perspective. We will ask, among other things, what counts as terrorism, legally speaking, what is the right legal framework for addressing it, and how to recon- cile our conflicting commitments to public security and to human rights. Though the course will be conducted as a series of lectures, students are warmly encouraged to participate in the discussion. Voraussetzungen None Lernziele By the end of the course, students will be familiar with the central court decisions and theoretical literature in anti-terrorism law and will be able to analyse complex problems in the field. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Anwaltsrecht Dozierende Prof. Lorenz Droese Franco Strub, RA, M.A. Inhalt Anwältinnen und Anwälte bewegen sich in einem Spannungsfeld: Einerseits sind sie unabhängige, unternehmerisch tätige Berufsleute, die entgeltliche Dienstleistungen erbringen. Andererseits spielen sie für den Zugang zur Justiz - und damit für die Ver- wirklichung der Rechtsordnung - eine wichtige Rolle. Anwältinnen und Anwälte haben insofern besondere Pflichten, aber auch Rechte. Der Ausgleich dieser teilweise gegen- läufigen Interessen ist Gegenstand des Anwaltsrechts, das seinerseits zwei Pole auf- weist: Es ist teilweise öffentlich-rechtlicher Natur (Zulassung, Berufsregeln, Aufsicht, Freizügigkeit), teilweise privatrechtlich geregelt (Mandatsverhältnis zur Klientschaft). Die Darstellung dieser komplexen Rechtslage ist Gegenstand dieser Vorlesung. Voraussetzungen Kenntnisse des Verfahrensrechts (insbes. ZPO) von Vorteil Lernziele Die Studierenden kennen das für die praktische Tätigkeit als Anwältin/Anwalt massge- bliche Recht vor dem Hintergrund der Relevanz dieses Berufs im Rechtsstaat. Sie kennen den Rechtsrahmen des Anwaltsberufs und erkennen anwaltsrechtliche Prob- leme sowie Lösungsansätze. Masterprofil − Lehrveranstaltung Anwaltsrhetorik (Blockveranstaltung) Dozierende Prof. Ulrich Falk Inhalt Rhetorik ist ein unentbehrliches Werkzeug anwaltlicher Berufsarbeit. Das betrifft kei- neswegs nur die Kommunikation mit Gerichten und Anwaltskollegen. Ebenso wichtig ist die anwaltliche Fähigkeit, mit Nichtjuristen überzeugend zu sprechen, an erster Stelle mit den eigenen Mandanten. Anwälte, die glauben, ohne Rhetorik auskommen zu können, ähneln Handwerkern, die meinen, sie brauchten kein Werkzeug, wenn sie nur über genügend Fachwissen verfügten. Ohne Hammer nützen aber sogar die bes- ten Nägel wenig. Mit Rechtskenntnissen allein sind viele Prozesse nicht zu gewinnen. In anwaltlichen Vertrags- und Vergleichsverhandlungen ist es ebenso. Am wichtigsten 26 aber ist die Abwehrfunktion, die dem Wissen um die Erfahrungsregeln der Rhetorik zu- kommt: Man läuft weniger leicht Gefahr, rhetorisch gerüsteten Gegnern aufzusitzen. Wer rechtswissenschaftliche Objektivität schätzt, muss sich über drohende Verzerrun- gen informieren. Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft nicht weiter. Voraussetzungen Keine. Die vorherige Teilnahme an der Lehrveranstaltung «Rhetorik für Juristen» (HS) wird nicht erwartet. Lernziele Die Lehrveranstaltung besteht aus drei zweitägigen Blöcken. Die TeilnehmerInnen er- halten eine anschauliche Einführung in die interdisziplinären wissenschaftlichen Grund- lagen der Rhetorik. Dazu gehören insbesondere die Einsichten, die sich aus der inter- nationalen Forschung zur menschlichen Wahrnehmung und Entscheidungsfindung er- geben. Diese Einsichten werden vom Dozenten auf fachspezifische Problemkreise der anwaltlichen Arbeit (z.B. Gestaltung von Schriftsätzen, Plädoyer, Verhandlungsfüh- rung) und Berufswelt fokussiert. Masterprofil − Lehrveranstaltung Arbeitsrecht Dozierende Dr. Michael E. Meier Inhalt In der Schweiz arbeiten rund vier Mio. Personen in einer unselbstständigen Erwerbstä- tigkeit. Das Arbeitsrecht weist damit für angehende Juristinnen und Juristen eine enorme praktische Relevanz auf, da sowohl sie selbst als auch ihr privates und berufli- ches Umfeld unweigerlich diverse Berührungspunkte mit Arbeitsverträgen und arbeits- rechtlichen Fragen haben werden. Die Vorlesung Arbeitsrecht soll einerseits einen möglichst breiten Überblick über das Thema Arbeitsrecht bieten, inkl. einer Einordnung des Arbeitsrechts in den Kontext zur übrigen Rechtsordnung, der Betrachtung wichtiger öffentlich-rechtlicher Bestimmungen des Arbeitsgesetzes sowie des kollektiven Arbeitsrechts (insbesondere Gesamtarbeits- verträge). Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt andererseits auf dem individuellen Arbeitsrecht (Einzelarbeitsvertrag nach Art. 319 ff. OR). Im Rahmen der Vorlesung wird das Zustan- dekommen des Arbeitsvertrages, die gegenseitigen Rechte und Pflichten von Arbeit- geber und Arbeitnehmenden (z.B. Lohnfortzahlungspflicht, Treuepflichten, usw.), die Auflösungsformen des Arbeitsvertrages (z.B. ordentliche und fristlose Kündigung) sowie deren Nachwirkungen (z.B. Konkurrenzverbot) behandelt. Bezug genommen wird jeweils auch auf andere Rechtsgebiete (z.B. Sozialversiche- rungsrecht), die mit dem Arbeitsrecht eng verknüpft sind. In der Vorlesung soll zudem die in der Praxis bedeutsame bundesgerichtliche Recht- sprechung aufgenommen und so gleichzeitig auch der Umgang mit höchstrichterlicher Kasuistik weiter geschult werden. Während der Vorlesung werden zu Übungszwecken kleine Anwendungsbeispiele (mit Lösung) aus der Praxis abgegeben. Voraussetzungen OR Allgemeiner Teil Lernziele Die Studierenden können in arbeitsrechtlichen Fragen die wesentlichen Probleme erfassen und im privatrechtlichen Arbeitsrecht richtig einordnen. Sie können mittelschwere Aufgabenstellungen im Individualarbeitsrecht anhand der Gesetzesgrundlagen und der Gerichtspraxis selbstständig lösen. Sie können situativ Schnittstellen zu anderen Rechtsgebieten herstellen. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Aussergerichtliche Konfliktlösung (Alternative Dispute Resolution, «ADR») Dozierende Prof. Daniel Girsberger, Mediator SAV/SKWM Dr. James Peter, Mediator SAV/SKWM Inhalt Gegenstand der Veranstaltung ist das Gebiet der Alternativen Streiterledigung (englisch: Alternative Dispute Resolution, abgekürzt und auch in der deutschen Sprache oft «ADR» genannt) und des Konfliktmanagements. 27 Die Lehrveranstaltung hat das Ziel, den Teilnehmenden: einen Überblick über die wichtigsten Formen von ADR zu vermitteln. Dazu ge- hören vor allem das Verhandeln, die Mediation und die Schiedsgerichtsbarkeit, wobei bei dieser Lehrveranstaltung die Mediation im Vordergrund steht (die internationale Schiedsgerichtsbarkeit wird – in englischer Sprache – bereits im Rahmen einer besonderen Lehrveranstaltung angeboten) theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten im Bereich der Kommunikationstechni- ken und des Konfliktmanagements zu verschaffen. Im Vordergrund stehen dabei das Verhandeln auf der Basis des sog. Harvard-Prinzips sowie die Mediation. Um das Einüben der kommunikativen und psychologischen Fertigkeiten im Rahmen von Rollenspielen in sinnvollem Umfang möglich zu machen, ist die Lehrveranstaltung auf max. 30 Personen beschränkt. Sie bedarf daher einer verbindlichen Voranmel- dung. Eine Informationsveranstaltung findet vor Beginn des Frühjahrssemesters statt. Voraussetzungen Juristische Vorkenntnisse sind von Vorteil, besonderes Interesse oder Vorkenntnisse der Kommunikation und Kommunikationstechniken erwünscht. Lernziele Theoretische und praktische Einführung in die Alternative Streiterledigung, insbeson- dere Mediation Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Biomedizinrecht Dozierende Prof. Vagias Karavas Inhalt Das «Biomedizinrecht» stellt eine neue Rechtsdisziplin dar, die in den letzten Jahren national und international an Aktualität gewonnen hat. In der Vorlesung setzt sich der Dozierende – im diskursiven Austausch mit den Studierenden – entsprechend mit rele- vanten Fragen auseinander, die sich aus der Anwendung neuer Erkenntnisse in Biolo- gie und Medizin am Menschen ergeben. Konkret werden Fragestellungen auf den Gebieten der Fortpflanzungsmedizin, der Stammzellenforschung, der genetischen Untersuchung im Humanbereich, der Patentierung von biotechnologischen Erfindun- gen sowie der biomedizinischen Forschung am Menschen – exemplarisch und rechts- vergleichend – behandelt. Voraussetzungen Von den Studierenden wird eine aktive Teilnahme (ggf. in Form von Präsentationen) und kritisches Mitdenken erwartet. Lernziele Die Studierenden lernen Grundsätze, Regeln und Fälle im Bereich des Biomedizin- rechts kennen. Anschliessend sind sie in der Lage, das Erlernte in der Praxis umzuset- zen. Darüber hinaus werden die Studierenden für die ethischen Dimensionen biomedi- zinrechtlicher Fragestellungen sensibilisiert. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Climate Justice Dozierende Asst.-Prof. Markus Schreiber Inhalt For some time now, there have increasingly been attempts to take legal action to com- bat climate change. In addition to specific legal claims, these court proceedings pursue political goals by generating public and media attention. The interactive lecture ex- plains the different types of “climate litigation” against companies and states and out- lines the legal challenges that arise in each case with regard to their prospects of suc- cess. International and domestic court proceedings from Switzerland and other coun- tries will be analysed and discussed. In addition, the extent to which “climate litigation” affects the division of powers between the legislative and executive branches on the one hand and the judiciary on the other will be examined. Voraussetzungen None 28 Lernziele Knowledge of the different types of “climate litigation” Understanding of the legal challenges these lawsuits are faced with Understanding of the impact such lawsuits have on the separation of powers Ability to analyse court cases in the context of climate change and discuss them with their peers Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Competition Law and Regulation in Emerging Technology Markets Dozierende Prof. Max Baumgart Inhalt This course introduces students to the foundations of competition law and regulatory approaches in the context of emerging technologies with a focus on digital and clean technologies such as artificial intelligence, blockchain, and green hydrogen. It exam- ines how disruptive innovations challenge established market structures and regulatory frameworks. Building on theoretical foundations of regulation and competition law as a market-harnessing tool, the course explores regulatory goals, strategies, and princi- ples, including experimental and co-regulation, soft law, and the so-called Collingridge dilemma. The central provisions of competition law – anti-competitive agreements, abuse of dominance, mergers and acquisitions – are studied from comparative per- spectives (Switzerland, EU, US, China), along with the interplay between competition law, intellectual property, and state aid. Case studies focus on digital markets, clean energy markets (e.g. green hydrogen, solar PV, wind), biotechnology, and pharmaceu- tical industries, allowing students to apply legal and regulatory concepts to real-world developments. The course is interactive, with student presentations and case discus- sions, and concludes with a synthesis of insights on how regulation and competition law can best address challenges in fast-moving technology-driven markets. Voraussetzungen Basic knowledge of public and/or economic law. Lernziele By the end of the course, students will be able to: explain the main theories, objectives, and principles of regulation and competi- tion law in the context of emerging technologies; analyse the challenges posed by disruptive innovation for traditional market structures and legal frameworks; compare regulatory and competition law approaches across jurisdictions (Switzerland, EU, US, China); critically assess case studies in digital, energy, biotech, and pharma markets; discuss and evaluate different regulatory strategies, including experimental regulation, self-regulation, and soft law; present and defend their own analyses of regulatory and competition law issues in emerging technology markets. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung / Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Contratto di lavoro Dozierende Prof. Francesco Trezzini Inhalt Insegnamento del contratto di lavoro secondo il Codice delle obbligazioni (art. 319–362 CO) e la Legge federale sul collocamento e il personale a prestito (LC), considerando anche i meccanismi procedurali applicabili al contenzioso giudiziario riferito a questo tema. Voraussetzungen Buone conoscenze di base del diritto privato Lernziele L'apprendimento del contratto di lavoro, in queste due forme, con l'aiuto di casi pratici dedotti dalla giurisprudenza e dalla pratica, nonché i meccanismi procedurali applicabili al relativo contenzioso giudiziario. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht 29 Lehrveranstaltung Copyright in the Digital Age (Block Course) Dozierende Prof. Mira Burri Inhalt Digital technologies and the Internet in particular have triggered disruptive changes in long-established modes of creating, distributing and using works, ranging from litera- ture and music to scientific publications and computer software. International and na- tional copyright law has adapted, at least partially, in an attempt to reflect these changes. Yet, the jury is still out on whether these changes are appropriate and there is an intense ongoing debate on the proper scope of copyright and the means of its en- forcement in the digital space. On the one side, there are strong voices, especially from the entertainment industries, that claim that the digital revolution has seriously under- mined copyright protection that is essential to encourage the creation and distribution of new works. On the counter side, there are those who believe that strong and ever stronger copyright protection in fact inhibits technological innovation, hampers creativ- ity and chills freedom of expression. It is the purpose of this workshop to clarify the stakes in this debate and thematize the challenges that stand before policy- and rule-makers in the field of digital copyright law. It will use current developments, such as US copyright cases on fair use, or questions about the liability of Internet intermediaries, and discuss the law and practice at the in- ternational level and in selected national jurisdictions (US, EU and Switzerland). The topic of copyright and artificial intelligence will also figure prominently, as to reflect the latest challenges and needed legal adaptation. Voraussetzungen No specific prerequisites except for a good command of English; knowledge in intellec- tual property law is an asset but not a requirement. Lernziele Furthering of the understanding, the application of knowledge and professional judgment in the field of copyright law, in particular as to its application to digital media. By the end of the course, students will be able to frame and independently assess current developments in digital copyright law, to actively engage in de- bates and formulate legal opinions on the topic based on acquired knowledge of national and international law and practice, as well as contemporary legal scholarship. Students will acquire additional presentation and writing skills and learn to engage in scholarly debate on a legal topic. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Current Issues in Human Rights Law (Workshop) Dozierende Prof. Martina Caroni Inhalt Human Rights and Climate Change Climate change caused by human activity has a profound and growing impact on the enjoyment of a wide range of human rights – including the rights to life, food, water, housing, and an adequate standard of living. This workshop explores the complex and evolving relationship between human rights and climate change from various legal and normative perspectives. The workshop is divided into two parts: In the first part of the semester, students choose an individual topic related to the overall theme and develop it through independent research. After an initial organisational meeting, there are no weekly sessions; instead, students receive individual supervision from Prof. Martina Caroni and her team. In the second part of the semester, weekly sessions are held for the presenta- tion and discussion of the students’ research findings. Active participation, critical reflection, and a willingness to engage with current develop- ments at the intersection of human rights and climate change are expected. Voraussetzungen Basic knowledge of international human rights law and/or international humanitarian law recommended (but not a requirement) 30 Lernziele By the end of the workshop, students will be able to: identify and explain key human rights affected by climate change, analyse the legal frameworks and normative debates at the intersection of human rights law and environmental challenges, conduct independent research on a self-chosen topic within the workshop theme, present and defend their findings in a clear and structured manner, and critically reflect on the role and limitations of human rights law in address- ing global environmental crises. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Cybercrime Dozierende Prof. Damian K. Graf Inhalt Cybercrime is rapidly increasing. According to the Swiss police crime statistics, 55,034 offences with a digital component were recorded in 2024, marking another significant rise by 34.7%. However, the true number of cases is evidently much higher (unre- ported crimes). A study from 2017 already showed that 88% of Swiss companies have experienced at least one cyberattack. In addition, not only are more offences being committed via the internet, but evidence in traditional «offline» crimes is increasingly shifting online — often across national bor- ders. This development poses major challenges for criminal justice authorities. This course addresses in particular the following aspects: Introduction to cyber criminal law; Forms of computer-related crime (including hacking, phishing, malware, online fraud, money mules, defamation on social media, cybergrooming, identity theft etc.) and their legal classification in Switzerland; Jurisdiction for international cybercrimes; Criminal procedure aspects, including international cooperation in cybercrime matters, limits of the territoriality principle, the Budapest Convention on Cyber- crime as well as the gathering of evidence within Switzerland and in Clouds (e.g. production orders, searches and seizures, covert surveillance measures such as governmental malware). Voraussetzungen Prior knowledge of criminal law is recommended. No special technical knowledge is necessary; all essential technical foundations will be taught during the course. Lernziele Students acquire practice-oriented fundamental knowledge in cyber criminal law and procedure, become familiar with relevant forms of cybercrime, and understand the un- derlying legal framework. They are able to analyse and solve practical cases. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Datenschutzrecht Dozierende Dr. Anne-Sophie Morand Dr. David Vasella Inhalt Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über insbesondere das schweizerische Daten- schutzrecht und die Fähigkeit, datenschutzrechtliche Fragestellungen zu lösen. Behan- delt werden u.a. folgende Themen: Allgemeine Konzepte und Grundsätze, Bearbeitung durch Bundesorgane und Private, Datenübermittlung ins Ausland, Auftragsbearbeitung und gemeinsame Verantwortung, Rechte betroffener Personen, Aufsichtsbehörden, Sanktionen, Cookies und Künstliche Intelligenz. Die Themen werden u.a. anhand von Urteilen und praxisnahen Beispielen beleuchtet. Voraussetzungen Das Datenschutzrecht ist eine Querschnittsmaterie. Breite Interessen und Grundkennt- nisse sind von Vorteil. 31 Lernziele Sie verfügen über Grundkenntnisse in allen behandelten Themengebieten und können datenschutzrechtliche Fälle systematisch lösen. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Digitale Rechtsgeschäfte Dozierende Prof. Andreas Furrer Inhalt Schlagworte wie DAO, Smart Contracts, NFT, künstliche Intelligenz oder Blockchain als Produkte der digitalen Revolution werfen nicht nur technologiebezogene, sondern auch rechtliche Fragen auf. Was genau bedeutet es, ein digitales Bild zu erwerben, das durch einen Token repräsentiert wird? Wie sind digitale «Token» rechtlich einzu- ordnen? Darf ein Leasing-Unternehmen mittels Smart Contract automatisch das Autoschloss blockieren, wenn die Rate nicht beglichen wird? Was ist der Unterschied zwischen Daten und Datei? Was ist eine digitale Identität? Wem kann eine mittels künstlicher Intelligenz abgegebene Erklärung zugerechnet werden? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die vorliegende Veranstaltung auch anhand konkreter Beispiele. Der Fokus liegt in einer Analyse der privatrechtlichen – und insbesondere vertragsrechtlichen – Grundlagen (ohne E-commerce), ohne dass einige öffentlich-rechtliche Aspekte ausgeklammert werden können. Im nachfolgenden Semester werden konkrete Projekte aus der Praxis vertiefter präsentiert und rechtlich analysiert in der Vorlesung «Vertragsgestaltung im digitalen Raum – Ein Blick in die Praxis». Voraussetzungen Keine Lernziele Nach der Veranstaltung sind Sie in der Lage, aktuelle technologische Entwicklungen rechtlich einzuordnen und die damit zusammenhängenden Rechtsfragen zu verstehen. Sie erhalten Einblicke in die Entwicklungen in der Praxis in der Schweiz sowie innovati- ven Rechtsordnungen. Sie lernen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lösungsan- sätze kennen und schärfen ihren Sinn für die juristische Problemlösung. Der Kurs wird Ihnen künftig dabei helfen, rechtliche Grundfragen im Zusammenhang mit neuen Tech- nologien zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Diritto materiale e processuale civile svizzero (approfondimento) Dozierende Prof. Francesco Trezzini Inhalt Approfondimento del diritto materiale (CO Parte Generale e Parte Speciale) e della procedura civile, basandosi sul concetto «risolvere il caso», in applica- zione del diritto materiale e del diritto procedurale. Partecipazione facoltativa a tre mini moot court della durata di 2 ore ciascuno, dove potranno essere praticati (con relativa supervisione e correzione) gl’insegnamenti della lezione. Partecipazione facoltativa ad una prova d’esame (simulata con l’aiuto dell’assistente) Voraussetzungen Buone conoscenze di base di diritto privato e di diritto processuale civile Lernziele La realizzazione pratica del diritto sostanziale e procedurale attraverso gli strumenti del diritto di procedura civile con l’aiuto di casi pratici centrati sia sul diritto sostanziale che sul diritto processuale. Acquisire gli strumenti concettuali e le logiche giuridiche per poter partecipare con successo ad un «Juristisches Praktikum im Masterstudium», che ne rap- presenta il seguito logico. Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Diritto materiale e processuale penale svizzero (approfondimento) Dozierende Dr. Goran Mazzucchelli 32 Inhalt Attraverso la discussione di casi pratici, in questa lezione verranno approfonditi temi scelti di diritto penale materiale e processuale. In linea di massima sono previste 6–7 lezioni in cui saranno trattate questioni di diritto materiale, 3–4 lezioni incentrate sulla procedura e infine 2 lezioni in cui altrettanti esponenti italofoni della giustizia o dell’av- vocatura penale presenteranno argomenti specialistici, come i reati informatici e l’assi- stenza internazionale giudiziaria in materia penale. Voraussetzungen Conoscenze di base di diritto penale materiale e di diritto processuale penale Lernziele Ripetere e approfondire argomenti specifici sulla base di casistica giurisprudenziale. Masterprofil Streiterledigung / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Diritto materiale e processuale pubblico svizzero (approfondimento) Dozierende Dr. Pietro Crespi Inhalt Approfondimento, per quanto possibile attraverso la discussione di casi pratici o con riferimento a fattispecie concrete, di temi scelti di diritto pubblico svizzero. Durante il corso ciò avverrà da un profilo sia del diritto materiale, sia di quello processuale, ponendo particolare attenzione alle interazioni fra questi due elementi, come pure ai rapporti tra i differenti livelli istituzionali (federale, cantonale e comunale). Voraussetzungen Conoscenze di base del diritto pubblico svizzero (diritto costituzionale federale e diritto amministrativo) Lernziele Acquisizione delle conoscenze e degli strumenti giuridici necessari per riconoscere e inquadrare correttamente, anche da un profilo metodologico, le problematiche centrali in diversi campi scelti del diritto pubblico, individuando e applicando le differenti dispo- sizioni e normative vigenti. Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Einführung in das Internationale Privatrecht (IPR) Dozierende Prof. Daniel Girsberger Prof. Dirk Trüten Inhalt Die Lehrveranstaltung vermittelt den Studierenden das Grundwissen über die wichtigs- ten Gebiete des Internationalen Privatrechts (IPR) und des Internationalen Zivilverfah- rensrechts (IZVR). Die Grundfragen des IPR werden gleichzeitig mit den wichtigsten Gebieten des Besonderen Teils dargestellt und anhand konkreter Fälle illustriert. Voraussetzungen Besuch der privatrechtlichen Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium (insbesondere im ZGB, OR, ZPR/SchKG) Aktive Teilnahme am Präsenzunterricht Lernziele Erwerb von Grundkenntnissen der wichtigsten Grundsätze und Regeln des IPR und des IZVR Fähigkeit, Grundkenntnisse fallbezogen umzusetzen Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Energierecht Dozierende Prof. Max Baumgart Inhalt Die Veranstaltung führt in die rechtlichen Grundlagen der Energieversorgung in der Schweiz ein. Behandelt werden die wichtigsten Gesetze, darunter das Energiegesetz (EnG) und das Stromversorgungsgesetz (StromVG). Ein besonderer Fokus liegt auf der Energiewende und den Zielen der Energiestrategie 2050. Die Vorlesung erläutert das sog. «Energietrilemma»: das Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Sie thematisiert Regulierung und Marktöffnung im Strombereich und den Einsatz grüner Technologien wie Solarenergie, Windkraft und Wasserkraft sowie neuer digitaler Technologien wie Blockchain, etwa für den Peer-to- 33 Peer-Stromhandel. Die Studierenden lernen die Rollen von Bund, Kantonen und Ge- meinden in der Energiepolitik kennen. Ferner wird auch der Einsatz von Kernenergie sowie das (geplante) Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU und dessen Bedeutung für den Strommarkt diskutiert. Fallbeispiele und aktuelle Gerichtsentscheide vertiefen die Praxisrelevanz. Voraussetzungen Grundkenntnisse im öffentlichen Recht Lernziele Nach Abschluss der Vorlesung sind die Studierenden in der Lage: die zentralen Gesetze des schweizerischen Energierechts zu erklären (EnG, StromVG); zu analysieren, wie diese Gesetze die Energieversorgung strukturieren; die Rollen von Bund, Kantonen und Gemeinden zu differenzieren; das Energietrilemma zu diskutieren (Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit); aktuelle Entwicklungen (z.B. das Stromabkommen Schweiz–EU) kritisch zu beurteilen; den Einsatz erneuerbarer und digitaler Technologien zu untersuchen und Vor- schläge zu entwickeln, wie rechtliche Rahmenbedingungen den Einsatz unter- stützen oder erschweren können. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) Dozierende Prof. Sebastian Heselhaus Inhalt Die Veranstaltung widmet sich ausgewählten aktuellen Problemen des europäischen Menschenrechtsschutzes, etwa dem Burkaverbot, der Bekämpfung des Terrorismus, dem Klimaschutz, den Rechten von LGBTQ+, der Leihmutterschaft und Aspekten von Identity Politics. Anhand aktueller Problemlagen werden die Antworten in verschiede- nen Staaten und die Beurteilung auf der Ebene der EMRK analysiert. Ziel ist es, im Querschnitt einen Überblick und vertiefte Kenntnisse über die aktuellen Diskussionen im Bereich der Menschenrechte in Europa zu erhalten. Diese Erkenntnisse können später zur Grundlage einer Masterarbeit oder einer Dissertation werden. Voraussetzungen Grundkenntnisse der Grundrechte der Bundesverfassung Lernziele Die Vermittlung von Kenntnissen im aktuellen nationalen und internationalen Men- schenrechtsschutz, das Erlernen und der Vergleich verschiedener Ansätze zur Lösung von Menschenrechtskonflikten; die Reflexion über die Funktion und Grenzen des Men- schenrechtsschutzes im Kontext. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung European Economic Law Dozierende Prof. Sebastian Heselhaus Inhalt The European Union ist the biggest «neighbour» of Switzerland and the biggest trading partner. Many of the EU economic laws have direct or indirect effects on Swiss enter- prises. Therefore, an in-depth analysis of the EU economic laws is an important asset for future Swiss lawyers as counselors for Swiss enterprises. The lecture will cover the economic fundamental freedoms and will i.a. explain how they changed the economic organisation of football by the UEFA. Further, issues of state aid, which will influence future bilateral treaties, will be addressed. In addition, the lecture will give an in-depth analysis of EU competition law. In this area the EU has issued decisions with implica- tions (esp. fines) for foreign companies as well: e.g. Swiss based or US based compa- nies like Microsoft. Finally, the lecture will address «side» issues with a heavy impact in Switzerland, like the data protection laws. Voraussetzungen – Lernziele Knowledge of the regulatory approaches of EU economic law, especially economic fundamental freedoms and competition laws 34 Understanding the legal chances of Swiss enterprises doing business in the EU Understanding the implications of EU economic law on foreign enterprises Knowledge of the requirements of EU data protection laws Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Finanzmarktrecht Dozierende Prof. Franca Contratto Inhalt Das Finanzmarktrecht ist ein faszinierendes, interdisziplinäres Rechtsgebiet: Es bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Privatrecht, öffentlichem Recht sowie Straf- recht und es weist aufgrund der globalen Verflechtung der Finanzmärkte starke Be- züge zum europäischen und internationalen Recht auf. Ökonomische, politische und technologische Entwicklungen spielen für das Verständnis dieses dynamischen Rechtsgebiets eine wichtige Rolle. Im Berufsalltag des Juristen hat das Finanzmarkt- recht mittlerweile einen festen Platz erobert – es prägt die Berufsbilder von Wirtschafts- anwältinnen, von unternehmensinternen Rechtskonsulenten, von Spezialisten, die Aufsichtsfunktionen für die Finanzmarktaufsicht FINMA oder für die Schweizerische Nationalbank SNB wahrnehmen, und natürlich auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Vorlesung ist modulartig aufgebaut. Die Vermittlung normativer Prinzipien im Ple- num und die Vertiefung mittels konkreter Fallbeispiele aus der Praxis («Case Studies») wechseln sich ab. Die Vorlesung weist zudem durch die Thematisierung aktueller Re- gulierungsprojekte einen hohen Praxisbezug auf. Inhaltlich gleicht die Vorlesung einem «Alpenrundflug» in vier Etappen, auf welchem u.a. folgende Fragestellungen vertieft werden: Grundlagen: Welche Funktionen hat der Finanzmarkt aus ökonomischer Sicht? Welche Rolle spielt das Vertrauen auf Finanzmärkten und wie kann Recht das Verhalten von Individuen steuern? Welches sind die zentralen Risiken von Finanzmärkten, welches die Ziele, die das Finanzmarktrecht erreichen will? Welches sind die zentralen Rechtsquellen des Finanzmarktrechts und wie spielen sie zusammen? Aufsicht & Enforcement: Mit welchen Instrumenten stellen FINMA und SNB die Stabilität und die Integrität des schweizerischen Finanzmarkts sicher? Welche Rolle spielen internationale Gremien, wie etwa die G20, die FATF oder IOSCO? Welche Sanktionen und Verfahren sind für das Finanzmarktrecht typisch? Finanzinstitute & Finanzdienstleistungen: Welche regulatorischen Anforderun- gen haben Banken, Wertpapierhäuser, Vermögensverwalter oder FinTech- Unternehmen zu erfüllen? Was bedeutet «Gewähr für einwandfreie Geschäfts- tätigkeit»? Welche Vorkehrungen hat der Gesetzgeber zum Schutz von Einle- gern und Kunden von Finanzdienstleistungen getroffen? Transaktionen & Marktverhalten: Was ist ein Börsengang und was ist der Un- terschied zu einem «Initial Coin Offering»? Welche Transparenzpflichten sind im Kontext mit einer öffentlichen Emission bzw. einer Börsenkotierung zu erfül- len? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für den Börsenhandel? Mit welchen Normen und Verfahren sorgt der Staat für integres und faires Marktverhalten? Worin liegt das Problem des Insiderhandels, was sind kon- krete Anwendungsfälle von Markt- und Kursmanipulation? Was ist Geldwä- scherei und welches Dispositiv gibt es, um Geldwäscherei zu bekämpfen? Voraussetzungen – Lernziele Die Studierenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für die spezifischen Eigenheiten des Finanzmarktrechts. Die Vorlesung vermittelt das nötige Rüstzeug, um finanzmarkt- rechtliche Problemstellungen analytisch zu erfassen, die relevanten Normen zu identifi- zieren und auf konkrete Fallbeispiele anzuwenden. Darüber hinaus erfolgt eine Sensi- bilisierung für aktuelle technologische, ökonomische und politische Entwicklungen. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung 35 Lehrveranstaltung Geschichte des Strafrechts und des Strafvollzugs: «Schlagen, Verstümmeln, Einsperren» Dozierende Prof. Michele Luminati Inhalt Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit der Geschichte des Strafvollzugs seit dem Mittelalter. Behandelt werden insbes. die Entwicklung von den körperlichen Strafen zum Freiheitsentzug, die Entstehung der modernen Gefängnisformen und das Aufkom- men fürsorgerischer Massnahmen im Spannungsfeld von Psychiatrie und Strafjustiz. Voraussetzungen Keine. Studierende, die sich für strafrechtliche Fächer interessieren, erhalten durch diese Lehrveranstaltung einen fundierten, problemorientierten Zugang zu diesen Mate- rien. Lernziele Die Studierenden sollen einen vertieften Einblick in die historische Dimension des Strafvollzugs und damit in grundlegende Aspekte der Strafrechtsentwicklung und heutiger Strafdebatten erhalten. Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Gesellschafts- und Unternehmensrecht im europäischen Vergleich Dozierende Prof. Karin Müller et al. Inhalt Die Veranstaltung widmet sich aktuellen Themen des Gesellschafts- und Unterneh- mensrechts aus rechtsvergleichender (europäischer) Perspektive. Im Zentrum stehen Themen mit einem Bezug zur Corporate Social Responsibility, zur Corporate Governance und zur Digitalisierung. Wir widmen uns beispielsweise Frage- stellungen mit Bezügen zur Nachhaltigkeit, der globalen Beachtung der Menschen- rechte, zur Diversität in der Unternehmensleitung und zur virtuellen Gesellschafterver- sammlung. Die Themen haben in der Regel einen Bezug zu aktuellen Rechtsetzungs- projekten in Europa und/oder der Schweiz. Die Veranstaltung soll das Verständnis für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des schweizerischen und europäischen Rechts fördern. Dabei wird das Schweizer Recht mit den Vorgaben internationaler Organisationen, anderer europäischer Staaten und/oder der Europäischen Union verglichen. Die Studierenden der Universität Luzern werden ausgewählte Themen (eine Liste mit den Themen finden Sie auf der Internetseite des Lehrstuhls) aus Sicht des schweizeri- schen und europäischen Gesellschafts- und Unternehmensrechts aufarbeiten und in einem mündlichen Vortrag vorstellen. Neben den Vorträgen bleibt Zeit zum fachlichen und persönlichen Austausch. Weitere Informationen über Organisation und Ablauf der Veranstaltung erhalten Sie anlässlich der (unverbindlichen) Einführungsveranstaltung oder auf der Internetseite des Lehr- stuhls (wird laufend ergänzt). Voraussetzungen Besuch der Lehrveranstaltung «Handels- und Gesellschaftsrecht» im Bachelor Lernziele Vermitteln von Kenntnissen im europäischen Gesellschafts- und Unternehmensrecht Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Gesundheitsrecht Dozierende Prof. Bernhard Rütsche Inhalt Das Gesundheitsrecht behandelt Rechtsfragen im Umfeld des Gesundheitsschutzes, der Gesundheitsvorsorge sowie der Krankheitsbehandlung und Pflege. Studierende, die im Gesundheitsbereich (Spitäler, öffentliche Verwaltung, Advokatur, Berufsver- bände, Krankenversicherungen, Pharmaunternehmen) tätig sein möchten, werden in den juristischen Umgang mit Fragen rund um das Gesundheitswesen eingeführt. Exkurse in andere Wissensgebiete (z.B. Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik, Bioethik) vertiefen das Verständnis und ermöglichen den interdisziplinären Dialog. 36 Folgende Themen sind zur Vertiefung vorgesehen: Grundlagen inkl. Verfassungsfra- gen, Transplantationsrecht, genetische Untersuchungen, Humanforschungsrecht (klini- sche Versuche), öffentlicher Gesundheitsschutz, Epidemienrecht, Heilmittelrecht, Krankenversicherungsrecht, Spitalplanung und Spitalfinanzierung. Voraussetzungen Öffentliches Recht, Interesse an interdisziplinären Fragestellungen Hinweis: Die Vorlesung Biomedizinrecht von Prof. Vagias Karavas im FS schliesst an die Vorlesung Gesundheitsrecht an und baut auf dieser auf. Lernziele Die Studierenden kennen zentrale Begriffe und Regelungen des Gesundheitsrechts; sie sind in der Lage, gesundheitsrechtliche Probleme richtig einzuordnen und mit den behandelten Normen zu lösen. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Immaterialgüterrecht Dozierende Prof. Gregor Wild Inhalt Die Lehrveranstaltung bietet eine Einführung in das Immaterialgüterrecht und behan- delt anhand ausgewählter Fälle vor allem die Grundzüge des Urheber-, Design-, Patent- und Markenrechts. Zugleich vermittelt sie Grundlagen für ein vertieftes Verständnis der heutigen Theorien über stofflose Güter und geistiges Eigentum. Voraussetzungen Grundkenntnisse des Wirtschaftsrechts sowie des Zivilprozessrechts Lernziele Die Studierenden sollen grundlegende Kenntnisse des schweizerischen, europäischen und internationalen Immaterialgüterrechts erwerben und für konkrete Anwendungsfälle einsetzen können. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung / Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Immobiliarsachenrecht Dozierende Prof. Christoph Bauer Prof. Barbara Graham-Siegenthaler Dr. Philipp Bornhauser Inhalt In dieser Lehrveranstaltung werden folgende Themenkreise behandelt: Inhalt des Grundeigentums; Mit- und Gesamteigentum an Immobilien (Schwergewicht bei Stock- werkeigentum); Erwerb und Verlust von Grundeigentum (inkl. prozessuale Durchset- zung); Nachbarrecht; andere Beschränkungen des Grundeigentums; Grunddienstbar- keiten, Nutzniessung, Wohnrecht; selbstständige und dauernde Rechte (namentlich Baurecht); Grundpfänder; Grundbuchrecht, inkl. Grundbuchbeschwerde und Grund- buchberichtigungsklage. Die einzelnen Problemkreise werden in der Regel durch eine Vorlesung eingeführt und anhand praktischer Übungen vertieft. Die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Vorbereitung vo- raus. Insbesondere sind die über OLAT abrufbaren Fälle jeweils vor der Besprechung zu bearbeiten. Voraussetzungen Bachelor-Vorlesung Sachenrecht Lernziele Die Studierenden kennen die Grundprinzipien des Immobiliarsachenrechts und können anspruchsvolle Fragen im Bereich des Grundeigentums, der beschränkten dinglichen Rechte und des Grundbuchrechts selbstständig behandeln und korrekt beantworten. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung International Arbitration Dozierende Prof. Daniel Girsberger Inhalt International arbitration has firmly established itself in dispute resolution as a private form of adjudication existing alongside the jurisdiction of the state courts. Switzerland is 37 a popular venue for arbitration in particular for commercial, investment, sports and domestic arbitration. Voraussetzungen Basic knowledge of Civil Procedure and Commercial Law Lernziele The aim of this course is to convey the principles and types of arbitration (with an emphasis on commercial arbitration but also touching upon investment and sports arbi- tration) and to foster an understanding of how arbitration works in concrete cases. Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung International Banking & Capital Market Regulation Dozierende Prof. Franca Contratto Inhalt This course gives an overview of the international regulatory framework for banks and capital markets. It conveys the economic, legal, and geopolitical foundations necessary to understand the key pillars of today's “architecture” for global financial markets. The course program is based on the key body of current international standards (Basel Committee on Banking Supervision/BCBS, Financial Stability Board/FSB, International Commission of Securities Regulators/IOSCO, etc.) and analyses the challenges of their implementation in the jurisdictions of leading financial centres in the world (namely the EU, UK, US, Hong Kong & Singapore). The course not only covers the classical elements of international financial regulation (banking supervision, capital market regulation, enforcement & sanctions), but also sheds light on various «hot topics», such as climate change and green finance, digital finance and cryptocurrencies as well as current trends in enforcement, such as internal investigations, whistleblower protection and the “globalisation of class actions”. Voraussetzungen The course does not require any particular prior knowledge, except for a good com- mand of English. For students who have previously attended the course “Finanzmarktrecht”, this course offers the opportunity to deepen their understanding of regulatory approaches to banks and capital markets in a global context, to critically reflect on their previous knowledge of Swiss law with comparative law analyses, and thus to prepare for a practical activity in this challenging legal field. Lernziele The key goals of this course are to: Foster a deep understanding of the legal, economic and political challenges of regulating and supervising banks and capital market transactions in a global context; Enable students to identify market failures in the global financial system and to critically assess various regulatory approaches to correct them; Raise awareness of differing regulatory approaches in various jurisdictions through comparative legal analysis and reflections on the role of regulatory and legal “culture”; Familiarise students with current issues that will shape the future design of global financial regulation. Masterprofil Wettbewerb und Regulierung Lehrveranstaltung International Economic Law Dozierende Prof. Mira Burri Prof. Nicolas Diebold Inhalt International Economic Law provides the legal framework for the global exchange of goods, services, and capital. This course introduces the main principles and institutions that shape the international economic order, focusing on the World Trade Organization (WTO) and the international investment protection regime. At its core, international economic law seeks to promote market access, ensuring that states open their markets to trade in goods and services and to foreign investment. These commitments, however, must be balanced with legitimate domestic objectives such as environmental protection, public health, or social welfare. 38 The principle of non-discrimination lies at the heart of both trade and investment law. It requires that foreign and domestic actors compete on equal terms, thereby fostering fairness, competition, and legal certainty in international relations. Equally important is dispute settlement, through which economic conflicts between states or between investors and states are resolved. These mechanisms not only safe- guard the rights of participants but also sustain trust in the stability and predictability of the global economy. By connecting these three dimensions, the course provides an integrated understand- ing of how international law promotes cooperation and discipline in a globalised world, while preserving the sovereign right of states to regulate in the public interest. Voraussetzungen Lernziele − Masterprofil Wettbewerb & Regulierung / Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung International Environmental Law (Block Course) Dozierende Prof. Thilo Marauhn Inhalt International environmental law has emerged as one of the fastest growing areas of public international law. Originally created by States for States to address problems arising between States, it has moved beyond this and has become part of global gov- ernance. This course offers a critical account of the history, key concepts, governance structures and regulatory techniques of this branch of public international law. In addi- tion, we will have a closer look at particular subject matters and their management by the international community, including climate change, atmospheric protection, oceans, freshwater and biodiversity. Voraussetzungen Basic knowledge of international law Lernziele To understand governance structures and regulatory techniques of interna- tional environmental law To understand key concepts of international environmental law To know important multilateral environmental agreements (MEAs) Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung International Human Rights Law Dozierende Prof. Martina Caroni Inhalt The course examines the sources, development, expansion, and enforcement of inter- national human rights norms. It introduces the key international institutions and political processes through which these norms are created and implemented, focusing on the systems established under the United Nations, as well as regional human rights re- gimes (European, Inter-American, and African). Core treaties, selected human rights guarantees, and current thematic issues are discussed in depth. The course is structured in two parts. The first part explores the historical evolution and conceptual foundations of human rights, the major human rights treaties, and the mechanisms designed to ensure their implementation. The second part deals with se- lected substantive rights (such as the right to life and the prohibition of torture) and cross-cutting issues (including human rights and the environment, or business and hu- man rights) from a comparative perspective, drawing on both international and regional standards. Conducted in a seminar-style format, the course emphasizes interactive discussion. Students are expected to engage actively through regular preparation, participation, and critical reflection on the assigned materials. Voraussetzungen Basic knowledge of Public International Law recommended Lernziele Students are able to identify, analyse, and evaluate human rights issues in light of relevant international and regional legal frameworks. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte 39 Lehrveranstaltung International Humanitarian Law Dozierende Prof. Martina Caroni Inhalt Armed conflicts remain a persistent reality of the international landscape – despite the UN Charter's prohibition on the use of force and decades of efforts toward collective security. In recent years, the increasing disregard for core principles of international humanitarian law (IHL) in numerous conflict zones has raised urgent questions about the effectiveness and resilience of this legal regime. IHL governs situations of armed conflict, irrespective of their causes or legality. Its primary aim is to limit the human cost of warfare by protecting those who are not – or are no longer – participating in hostilities, especially civilians and combatants hors de combat. At the same time, IHL sets boundaries on the means and methods of warfare. This course offers a systematic introduction to IHL, its historical development, legal foundations, and key concepts. The focus lies on the two main branches of IHL: the law of Geneva (protection of victims) and the law of The Hague (regulation of hostili- ties). The course also covers the legal frameworks applicable in both international and non-international armed conflicts and examines mechanisms for the implementation and enforcement of IHL. Throughout the course, contemporary challenges – including recent violations, enforce- ment gaps, and the politicization of humanitarian norms – will be critically discussed. Voraussetzungen Basic knowledge of Public International Law and Human Rights Law recommended Lernziele By the end of the course, students will be able to: identify and explain the core principles, sources, and structure of international humanitarian law (IHL), distinguish between the law of Geneva and the law of The Hague, and describe their respective scopes and functions, differentiate between the legal regimes applicable to international and non-international armed conflicts, analyse the protections afforded to civilians, prisoners of war, the wounded and sick, and other persons hors de combat, assess the legal constraints on means and methods of warfare, including the use of specific weapons and tactics, understand the mechanisms for the implementation and enforcement of IHL, including the role of international and domestic actors, and critically engage with current challenges to IHL, including its application in contemporary conflicts and the consequences of its systematic violations. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung International Intellectual Property Law Dozierende Prof. Mira Burri Inhalt This course focuses on the increasing importance of intellectual property rights in inter- national law, business transactions and litigation. It offers an introduction to the basic notions, forms, principles and problems of intellectual property protection in transna- tional relations by discussing the law and leading cases decided in the United States, the European Union and Switzerland, and by studying the TRIPS Agreement of the World Trade Organization and relevant materials of the World Intellectual Property Organization. Students will learn about the critical current and future policy issues un- derlying the protection of intellectual property rights at the national and global level. The knowledge gained in the course will be a great asset for those seeking to pursue a career in large internationally positioned legal firms, in international and non-govern- mental organisations and in the Swiss federal administration. Voraussetzungen No specific prerequisites except for a good command of English; knowledge in Swiss intellectual property law is an asset but not a requirement. 40 Lernziele Furthering of the understanding, the application of knowledge and professional judg- ment in the field of international intellectual property law. Acquiring core knowledge in the areas of patents, copyright, trademarks, the protection of trade secrets and geographical indications. By the end of the course, students will be able to frame and independently assess current developments in intellectual property law, to actively engage in debates and formulate legal opinions on the topic based on acquired knowledge of national and international law and practice, as well as of contemporary legal scholarship. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung / Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung International Law of Contemporary Media Dozierende Prof. Mira Burri Inhalt The course provides an introduction to the current issues in the regulation of media at the international level, covering the pertinent human rights norms, the rules of the World Trade Organization, and the relevant topics of international telecommunications, Internet Governance and copyright law. Digital media build the specific focus of the course and spur interesting discussions on the evolution of cyberlaw, taking into account current developments, such as those around fake news, creativity online and the role of platforms. The course includes two interactive sessions in the form of a mini-moot court, where students discuss in opposing teams critical questions from the course topics. Voraussetzungen No specific prerequisites except for a good command of English. Lernziele Furthering of the understanding, the application of knowledge, and professional judgment in the area of the international law of contemporary media. By the end of the course, you will be able to frame and independently assess the legal implications of modern media phenomena, such as Google Books, online misinformation or platform power. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung International Migration Law Dozierende Dr. Stephanie Motz Inhalt As a result of globalisation of labour markets, demographic pressures in sending and receiving States, environmental disasters, political changes in sending States etc. inter- national migration is a topic of ever-increasing interest and relevance. The course focuses on the international legal framework that regulates the flow of people across international borders as regular or irregular migrants including the rights and responsi- bilities of States as they pertain to international migration and the protection of human rights of migrants. Topics will include: Contemporary patterns of international migration; International Human Rights of Migrants; Regulation of entry and exit of persons; Refu- gees and asylum seekers; Nationality and statelessness; International labour migra- tion, international labour law and protection of non-nationals; Trafficking in persons and smuggling of migrants; International, regional and bilateral migration processes; Emerging migrations issues. Voraussetzungen Basic knowledge of Public International Law, Human Rights Law and/or Migration Law would be an asset. Lernziele Students are able to identify, analyse and assess issues relating to international migration law. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung International Sports Law Dozierende lic. iur. Michele A. R. Bernasconi, LL.M. 41 Inhalt There is hardly another field of law that has seen in recent years a development such as that of sports law. It is sufficient to look at the number of sports-related disputes or at the size of sports-related business around the world, to realise that law and lawyers are now a crucial part of the world of sport. The course provides an introduction to all the current issues at international level, so as for example doping, transfer of players, match fixing, sports-related arbitration, ambush marketing, governance issues, media and IP matters, etc. Voraussetzungen No specific prerequisites except for a good command of English. A general interest for sports is of advantage. Lernziele The aim of the course is to provide a legal and practical insight into all current issues of Sports Law. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Internationales Familien- und Erbrecht Dozierende Prof. Barbara Graham-Siegenthaler Prof. Rodrigo Rodriguez Inhalt In dieser Lehrveranstaltung geht es darum, einleitend die Fragestellungen des IPR (Rechtsquellen, internationaler Sachverhalt, Zuständigkeit, anwendbares Recht, Aner- kennung und Vollstreckung) zu vermitteln (bzw. aufzufrischen), um anschliessend die wichtigsten Rechtsfragen rund um die Rechtsbeziehungen in der Familie, die internati- onale Scheidung (samt Nebenfolgen), den grenzüberschreitenden Kindesschutz und das internationale Erbrecht anhand von theoretischen Ausführungen und praktischen Fällen zu bearbeiten. Die Vorlesung wird mit Gastbeiträgen (zu Unterhaltsdurchset- zung, Kindesentführungen, int. Adoptionen) abgerundet. Voraussetzungen Grundkenntnisse des Familienrechts. Grundkenntnisse des IPR sind von Vorteil, jedoch nicht vorausgesetzt. Lernziele Neben der Vertrautheit mit den einschlägigen IPR/IZPR-Normen (insb. Staatsverträge) sollen die Studierenden lernen, praktische familien- und erbrechtliche Fälle mit interna- tionalen Komponenten zu lösen. Masterprofil – Lehrveranstaltung Internet Law Dozierende Prof. Mira Burri Inhalt The course explores the legal issues arising out of the Internet’s growing role as a commercial, public and personal platform. The course looks at how regulators and courts respond to the novel issues raised by the rapid changes in digital technologies. Topics include, among others: jurisdictional questions over the borderless Internet; intellectual property rules around digital content and how they can be enforced online; liability of intermediaries, such as social networks or digital content platforms; online privacy protection; and freedom of speech questions. The course covers global legal developments, as well as those in the major jurisdic- tions of the United States and the European Union. Voraussetzungen No specific prerequisites except for a good command of English. Lernziele Furthering the understanding, the application of knowledge and professional judgment in the different areas of Internet law and policy. By the end of the course, students will be able to frame and independently assess current developments in Internet law, to actively engage in debates and formulate legal opinions on the topic based on acquired knowledge of national and international law and practice, as well as contemporary legal scholarship. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit 42 Lehrveranstaltung Introduction to US Law Dozierende Eran Fish, PhD, LL.M. Inhalt This course will introduce students to the American legal system as well as to the common law in general. We will review the role of precedent, federalism, institutional design, and the U.S. bill of rights. The students will become acquainted with landmark decisions from the Supreme Court’s early days to present. Beside introducing the fundamental principles of the law, we will discuss their historical and theoretical underpinnings. Voraussetzungen – Lernziele The students will acquire basic skills for engaging with legal materials in the U.S. and will be able to better understand current constitutional debates. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Jugendstrafrecht Dozierende Prof. Ineke Pruin Prof. Jonas Weber (FS 2026) Inhalt Hauptinhalt ist die Einführung in das seit 2007 geltende Jugendstrafrecht der Schweiz (Jugendstrafgesetz vom 20.6.2003). Es werden historische, psychologische und krimi- nologische Grundlagen sowie die Besonderheiten der jugendstrafrechtlichen Sanktio- nen behandelt. In Grundzügen wird das Jugendstrafverfahren auf der Grundlage der seit 2011 geltenden Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung vom 20.3.2009 dar- gestellt. Rechtsvergleichende, kriminalpolitische sowie praxisbezogene Vertiefungen runden das Gesamtbild des schweizerischen Jugendstrafrechts ab. Voraussetzungen Strafen und Massnahmen (Strafrecht Allg.Teil ll) Lernziele Grundkenntnisse des Jugendstraf- und Jugendstrafprozessrechts, Einblick in die Jugendstrafrechts- und Jugendvollzugspraxis Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Kartell- und Lauterkeitsrecht Dozierende Prof. Nicolas Diebold lic. iur. David Mamane, RA Inhalt Die Vorlesung vermittelt vertiefte Kenntnisse im schweizerischen Kartellrecht und im Recht gegen den unlauteren Wettbewerb. Beide Gesetze verfolgen unterschiedliche, sich ergänzende Zwecke und bilden gemeinsam das Fundament des schweizerischen Wettbewerbsrechts: Das Kartellgesetz (KG) dient dem Schutz des wirksamen Wettbewerbs. Es soll sicherstellen, dass Märkte offen bleiben, der Wettbewerb nicht eingeschränkt wird und Unternehmen sich in Leistung und Innovation messen können. Es re- gelt insbesondere das Verbot wettbewerbsbeschränkender Abreden, den Missbrauch marktbeherrschender Stellungen und die Kontrolle von Unterneh- menszusammenschlüssen. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützt hingegen Marktteilnehmer – Konsumenten, Mitbewerber und die Allgemeinheit – vor un- lauteren Geschäftspraktiken. Es sorgt dafür, dass Wettbewerbsentscheidun- gen aufgrund von Leistung und Qualität getroffen werden und nicht durch Irre- führung, Täuschung oder aggressive Methoden beeinflusst werden. Gemeinsam schaffen KG und UWG einen rechtlichen Rahmen, der einerseits funkti- onsfähigen Wettbewerb gewährleistet und andererseits faire Marktbedingungen sicher- stellt. Die Vorlesung verknüpft diese Perspektiven, indem sie die ökonomischen und rechtlichen Grundlagen erläutert und aktuelle Entwicklungen aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Praxis einbezieht. Die Vorlesung KG/UWG ergänzt die Vorlesung «öffentliches Wettbewerbsrecht» im HS, welche sich mit dem Schutz von Wettbewerb vor staatlichen Eingriffen befasst. 43 Voraussetzungen Interesse an volkswirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Zusammenhängen; Be- reitschaft zur selbstständigen Erarbeitung der Inhalte sowie die aktive Vorbereitung und Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen. Lernziele Sie lernen, wettbewerbsrechtliche Problemstellungen zu erkennen, relevante Märkte abzugrenzen, den Geltungsbereich der Gesetze präzise zu bestimmen und die tatbe- standlichen Voraussetzungen und Rechtfertigungsmöglichkeiten zu prüfen. Darüber hinaus entwickeln die Studierenden die Fähigkeit, gerichtliche und behördliche Ent- scheide kritisch einzuordnen und die ökonomischen Grundlagen des Wettbewerbs- rechts zu verstehen. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Kaufrecht Dozierende NN Inhalt Diese Lehrveranstaltung behandelt und vertieft das Kaufvertragsrecht: einerseits die Art. 184–236 OR, andererseits Sondergesetze (KKG, BGBB) sowie die Bestimmungen des Wiener Kaufrecht-Übereinkommens (CISG). Gegenstand der Veranstaltung bilden Fahrnis- und Grundstückkauf, aber auch Teilzahlungskauf als Konsumkreditvertrag, Versteigerungskauf und internationaler Warenkauf. Überdies werden wichtige Einzel- fragen rechtsvergleichend behandelt. Zentral ist die aktive Teilnahme am Unterricht sowie die Vor- und Nachbereitung seitens der Studierenden. Voraussetzungen Besuch der privatrechtlichen Lehrveranstaltungen des Bachelor-Programms, nament- lich OR AT und BT, Sachenrecht sowie ZPR. Lernziele Die Studierenden verbreitern und vertiefen ihr kaufrechtliches Wissen. Sie können mit den einschlägigen Rechtsquellen umgehen und sind fähig, anspruchsvolle kaufver- tragsrechtliche Probleme zu erkennen und zu lösen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Klimaschutzrecht Dozierende Prof. Sebastian Heselhaus Inhalt Die grösste Herausforderung für die Welt im 21. Jhdt. ist der Klimawandel. Die Vorle- sung widmet sich den damit verbundenen Rechtsproblemen auf drei Ebenen: im Völ- kerrecht, rechtsvergleichend sowie im Schweizer Recht. Im Völkerrecht stehen Fragen der Reduktion der Treibhausgasemissionen, der Finanzierung von Schutzmassnah- men sowie der Umgang mit sog. Klimaflüchtlingen im Zentrum. Im Schweizer Recht wird aufgezeigt, wie die Verpflichtungen umgesetzt werden und welche verschiedenen Ansätze und Instrumente bestehen, insbesondere nach dem Klima- und Innovations- gesetz, dem Emissionshandel und den CO2-Abgaben. Ferner wird der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien untersucht, unter Berücksichtigung der Abwägung mit Interessen des Landschafts- und Umweltschutzes. Aber auch Fragen der besseren Energieeffizienz, insbesondere bei Gebäuden und im Verkehr, stehen auf dem Pro- gramm. Dabei wird jeweils rechtsvergleichend einbezogen, welche Staaten mit ver- gleichbaren oder innovativeren Instrumenten Fortschritte gemacht haben. Nicht zuletzt wird die Problematik der «Energiearmut» thematisiert. Die Vorlesung ist auch Teil des interdisziplinären Masterprogramms CPEL (Climate Politics, Economics and Law). Voraussetzungen − Lernziele Kenntnis der verschiedenen Instrumente und Regulierungsansätze Verständnis der rechtlichen Herausforderungen für die Staatengemeinschaft Verständnis des Zusammenspiels der einzelnen Instrumente Fähigkeit zur Einschätzung der rechtlichen Folgen des Klimawandels und der Klimaschutzmassnahmen Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit 44 Lehrveranstaltung Koordination von Schadenausgleichssystemen Dozierende Prof. Marc Hürzeler Inhalt Der Ausgleich von Personenschäden erfolgt in der Praxis durch das Zusammenwirken verschiedener Schadenausgleichssysteme. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Sozi- alversicherungen sowie das Haftpflichtrecht, welche jeweils nach ihren eigenen Grundsätzen Leistungen an die Geschädigten bereitstellen. Heute bildet praktisch jeder Haftpflichtfall mit Personenschaden auch einen Sozialversicherungsfall. Dies erfordert eine Koordination zwischen den beiden Schadenausgleichssystemen u.a. mit dem Ziel, der geschädigten Person eine möglichst umfassende Schadensdeckung zu vermitteln. Die Lehrveranstaltung erörtert und würdigt die Instrumente des Schadenausgleichs bei Personenschäden, insbesondere den Rückgriff der Sozialversicherungen auf haft- pflichtige Dritte und widmet sich dabei mit praktischen Fallbeispielen auch den Grund- lagen der Schadensberechnung und der Berechnung von Regressforderungen. Voraussetzungen – Lernziele Die Studierenden sollen durch die Vorlesung befähigt werden, die umfassende Regulierung eines einfacheren Personenschadens auf der Schnittstelle zwischen Sozialversicherungs- und Haftpflichtrecht nachzuvollziehen und selbständig abwickeln zu können. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Law and Economics (Workshop) Dozierende Prof. Klaus Mathis Inhalt In dieser Veranstaltung stellen internationale Wissenschaftler im Bereich Law and Eco- nomics ihre Forschungsergebnisse vor. Die Working Papers werden durch die Teilneh- menden kritisch diskutiert und kommentiert. In this course international scholars in the field of Law and Economics present their research findings. The participants critically discuss the working papers and comment on them. Voraussetzungen Besuch der Vorlesung «Rechtsökonomie» (gleichzeitig oder in früheren Semestern) oder gute ökonomische Kenntnisse Attendance of the course «Rechtsökonomie» (in parallel or in previous semesters) or good knowledge of economics Lernziele Die Studierenden setzen sich kritisch mit wissenschaftlichen Referaten und Working Papers im Bereich Law and Economics auseinander. Students have a critical look at scientific lectures and working papers in the field of Law and Economics. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Law Clinic im Wirtschaftsrecht Dozierende Prof. Nicolas Diebold Prof. Bernhard Rütsche Inhalt Im Rahmen der Law Clinic Wirtschaftsrecht haben Studierende die Gelegenheit, in kleinen Teams von 2–4 Personen einen tatsächlichen Fall aus der Praxis zu lösen. Anlässlich eines Kick-off-Meetings schildert Ihnen der Auftraggeber – in der Regel ein Unternehmen – das konkrete Problem. Anschliessend ist es an Ihnen, zusammen mit Ihren Teamkolleginnen und Teamkollegen die relevanten rechtlichen Fragen zu erken- nen, die notwendigen Informationen beim Auftraggeber einzuholen, die rechtliche Ana- lyse in eine zweckmässige Struktur zu giessen und auf diesen Grundlagen ein Rechts- gutachten zu verfassen. Bei diesem Prozess gilt es, die Bedürfnisse des Auftraggebers nicht aus den Augen zu verlieren, das Zeitmanagement im Griff zu haben und effizient zu arbeiten. Das alles 45 sind Fähigkeiten, die für den beruflichen Erfolg genauso wichtig sind wie das juristische Fachwissen. Die einzelnen Teams werden durch ein Mitglied der Fakultät oder eine/n Lehrbeauf- tragte/n bereut. Die Betreuerin oder der Betreuer steht den Teams während des Semesters anlässlich von regelmässigen Treffen mit Rat und Tat zur Seite, um fachli- che und strukturelle Fragen oder Gutachtensentwürfe zu besprechen. Erfahrene Anwältinnen und Anwälte teilen ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Verfas- sen von Gutachten anlässlich von Gastreferaten. An einer Schlussveranstaltung prä- sentieren die Teams dem Auftraggeber ihre Resultate und Erkenntnisse. Voraussetzungen Neben einem soliden juristischen Grundwissen verlangt die Teilnahme an der Law Clinic eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft sowie grosse Teamfähigkeit und Motivation. Lernziele Die Studierenden bewegen sich in der «echten» juristischen Praxis, indem sie an der Problemstellung ihres Auftraggebers arbeiten und dafür Lösungen entwickeln und ein Rechtsgutachten schreiben. Wichtiges Lernziel ist das handwerklich korrekte Verfas- sen eines juristischen Texts. Es besteht die Chance, im geschützten Umfeld Fähigkei- ten wie Problemerkennung, analytisches Denken, Umgang mit Auftraggebern, Zusam- menarbeit im Team und Zeitmanagement zu trainieren. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Law and Society in a Global Context Dozierende Prof. Vagias Karavas Inhalt Law and Society has already a long and interesting intellectual history with a global reach. As a discipline it aims at analysing the way law reflects and impacts society. Accordingly, law is not to be studied in cognitive isolation, but rather in connection with its various social and cultural environments. The course aims at introducing students into this fascinating field of study, and at providing them with a better understanding of law in its changing global contexts. Alongside a general introduction to the particular European history, theory and meth- ods of the Law and Society discipline, the course shall further provide students with unique insights in current debates regarding law’s increasingly important global dimen- sions and the challenges connected with them. Thus, questions such as the following will be thoroughly discussed: What does globalisation mean? Can there be a law be- yond the nation state? What are the features of a specific global law? Do global actors, like for example multinational firms, have to abide by human rights laws? Voraussetzungen − Lernziele The course objectives are to help students use interdisciplinary resources as well as international and comparative perspectives in their studies of law; to equip students with critical skills in their work with law; and to sharpen their view of law as part of a global society. Masterprofil − Lehrveranstaltung Law of Sustainable Development Dozierende Prof. Klaus Mathis Inhalt The first part of the course introduces the origins, theories, and legal definition of sus- tainable development. In particular, it explores the three pillars (economic, ecological, and social) of sustainable development and their relationships. Accordingly, the course focuses on intra- and intergenerational justice, the relationship between humans and nature, and different ways of implementing sustainable development. The second part of the course applies the acquired knowledge to a specific aspect of sustainable development: corporate responsibility. After an introduction to the topics of transnational corporate responsibility and corporate climate litigation, the class takes a deep dive into the regulation and litigation of corporate responsibility. In particular, the students will work with the EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive (EU CSDDD) and the Dutch court case Milieudefensie et al. v. Shell. 46 Voraussetzungen – Lernziele The course aims to shed light on the role of law in fostering sustainable development both in Switzerland and globally. Upon completion of the course, it is expected that students: know the concept of sustainable development are familiar with the UN Sustainable Development Goals (SDGs) understand the philosophical foundations of sustainable development comprehend different regulatory instruments to implement sustainable devel- opment are aware of the current developments in the areas of transnational corporate responsibility and climate change litigation are able to develop regulatory approaches and case arguments in the context of modern slavery and global warming Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Medizinrecht Dozierende Prof. Regina Aebi-Müller Inhalt Die Vorlesung «Medizinrecht» setzt sich in praxisnaher Form mit aktuellen Fragen im Schnittbereich Recht und Medizin auseinander. Wichtige Themen sind (in nicht ab- schliessender Aufzählung): Arzt-Patienten-Verhältnis, ärztliche Berufs- und Standes- pflichten, Aufklärung und Einwilligung, Selbstbestimmung von Kindern und Jugendli- chen, Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag, Fürsorgerische Unterbringung und Zwangsbehandlung, Arzthaftung, Dokumentationspflichten und Umgang mit Patienten- daten, strafrechtliche Aspekte des Arzthandelns, Beweis und Gutachten. Voraussetzungen BLaw; von den Studierenden werden aktive Teilnahme und kritisches Mitdenken erwartet. Lernziele Die Studierenden gewinnen einen Überblick über relevante Themen des Medizin- rechts, verstehen dessen Grundsätze und sind in der Lage, das erworbene Wissen in der Praxis umzusetzen. Die Studierenden sollen darüber hinaus auch für die ethische Dimension des Medizinrechts sensibilisiert werden. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Mietrecht (Vertiefung) Dozierende Dr. Tina Huber-Purtschert Inhalt In der Lehrveranstaltung werden ausgewählte Themen des Mietrechts vertieft behan- delt und mit Fallbeispielen untermauert. Dazu zählen u.a. der Vertragsabschluss (inkl. die Zusammensetzung der Mietparteien) und der Vertragsinhalt, die Mietzinsgestaltung (inkl. Nebenkosten) und einseitige Vertragsänderungen, die ordentliche und ausseror- dentliche Kündigung (inkl. Nachmieter bzw. Übertragung des Geschäftsraummietver- trages) sowie der Kündigungsschutz und die Erstreckung des Mietverhältnisses. Weiter diskutiert werden die Grundzüge des Schlichtungsverfahrens (Behörden und Verfahren am Beispiel der Luzerner Schlichtungsbehörde). Voraussetzungen Allgemeiner und besonderer Teil Obligationenrecht, ZPO Lernziele Die Studierenden kennen das Mietrecht und sind in der Lage, mietvertragsrechtliche und verfahrensrechtliche (Schlichtungsverfahren) Fragen systematisch einordnen, analysieren und beantworten zu können. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Migrationsrecht Dozierende Prof. Martina Caroni 47 Inhalt Unter Migration wird die Bewegung von Menschen in geografischen Räumen verstan- den, unabhängig von deren Ursachen und Motiven. Obwohl Migration nicht zwingend grenzüberschreitend erfolgen muss, steht die internationale bzw. grenzüberschreitende Migration im Mittelpunkt der Vorlesung Migrationsrecht. Fragen der Einreise, des Aufenthalts und der Ausreise gehören traditionell zu den Be- reichen staatlicher Souveränität. Diese staatliche Regelungsfreiheit wird jedoch zuneh- mend durch völkerrechtliche und europarechtliche Verpflichtungen begrenzt – insbe- sondere durch das Freizügigkeitsabkommen (FZA) mit der EU, die Schengen- und Dublin-Assoziierung sowie durch menschen- und flüchtlingsrechtliche Übereinkommen (insbesondere die Genfer Flüchtlingskonvention und die EMRK). Im Rahmen von Schengen/Dublin ist die Schweiz zudem zu einer dynamischen Übernahme der Weiter- entwicklungen des entsprechenden EU-Besitzstands verpflichtet. Nach einer Einführung in die determinierenden Faktoren von Migrationsbewegungen vermittelt die Vorlesung einen Überblick über die einschlägigen schweizerischen Rechtsgrundlagen – insbesondere das Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) und das Asylgesetz (AsylG). Behandelt werden ebenfalls die Regelungen des FZA. Dabei werden auch die aktuellen Entwicklungen im EU-Migrations- und Asylrecht, namentlich der EU-Migrations- und Asylpakt, und deren Einfluss auf das schweizerische Recht im Lichte der dynamischen Rechtsübernahme erörtert. Zudem werden die historische Entwicklung des schweizerischen Migrationsrechts (von der weitgehenden Freizügigkeit des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen restriktiven Pra- xis), die Kernregelungen der unterschiedlichen Rechtsregime sowie Fragen der Durch- setzung und Umsetzung migrationsrechtlicher Bestimmungen behandelt. Voraussetzungen Grundkenntnisse des Völkerrechtes, des internationalen Menschenrechtsschutzes und des Verwaltungsrechtes sind von Vorteil. Lernziele Die Studierenden sind nach Abschluss der Lehrveranstaltung in der Lage, Zielsetzun- gen, Strukturen und zentrale Regelungen des Migrationsrechts zu erläutern und die unterschiedlichen Handlungsoptionen staatlicher Migrationspolitik einzuordnen. Zudem können sie das schweizerische Migrationsregime in seinen nationalen, europarechtli- chen und völkerrechtlichen Bezügen analysieren und bewerten und auf dieser Grund- lage migrationsrechtliche Fallkonstellationen rechtlich begründet lösen. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Migrationsstrafrecht Dozierende Dr. Luzia Vetterli Inhalt Ausländerinnen und Ausländer – hauptsächlich Männer – stellen einen grossen Teil der Gefängnisinsassen und -innen. Die Medien berichten von kriminellen Ausländern oder fragen nach dem «Migrationshintergrund» einer Schweizer Täterin. Die Gesell- schaft verlangt «Lösungen» in Form der Ausschaffungsinitiative. Die Lehrveranstaltung Migrationsstrafrecht richtet das Augenmerk auf Ausländerinnen und Ausländer im Strafverfahren. Obwohl unser Rechtssystem vom Grundsatz der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung geprägt ist, gestaltet sich ein Strafverfahren wesentlich an- ders, je nachdem, ob die betroffene Person einen Schweizer Pass hat oder nicht. Mit Inkrafttreten der Bestimmungen zur Landesverweisung nach Art. 66a StGB hat sich diese Schere noch weiter geöffnet. Ausländerinnen und Ausländer werden aber auch überdurchschnittlich oft Opfer von Straftaten. Auch hier beleuchtet die Vorlesung die Gründe sowie einzelne relevante Tatbestände. Inhalt: Die Lehrveranstaltung legt einen ersten Schwerpunkt auf die Strafbestimmun- gen des AIG. Die Verurteilungen gemäss Art. 119 ff. AIG machen gemäss Kriminalsta- tistik einen beträchtlichen Anteil aus, viele Fragen sind dabei jedoch noch offen und umstritten. Im zweiten Drittel der Vorlesung beschäftigen wir uns mit dem StGB: Inte- ressant ist beispielsweise, ob die Herkunft bei der Frage nach dem Rechtsirrtum, bei der Rechtfertigung oder bei der Strafzumessung berücksichtigt werden darf. Im BT haben die migrationsrechtlich relevanten Delikte der Zwangsehe, der weiblichen Geni- talverstümmelung und des Menschenhandels an Aktualität gewonnen. Auch im Straf- prozessrecht spielt die Herkunft des Täters oder der Täterin eine Rolle, beispielsweise bei der Frage, ob Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr angeordnet werden darf, oder wie und wie umfangreich der in der EMRK verankerte Anspruch auf Übersetzung 48 zu gewährleisten ist. Schliesslich ist für Ausländerinnen und Ausländer, die in ein Straf- verfahren involviert sind, die Strafe, die sie zu befürchten haben, meist das kleinere Übel. Ihre wirkliche Sorge gilt den migrationsrechtlichen Konsequenzen einer Verurtei- lung. Dieser Aspekt (Landesverweisung, Einreiseverbote, Einbürgerungen) bildet den letzten Teil der Vorlesung. Voraussetzungen Migrationsrecht ist nicht zwingend, aber von Vorteil Lernziele Querschnittartiger Überblick über die migrationsrechtlich interessierenden Themen des Straf- und Strafprozessrechts Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz / Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Nachlassplanung und -abwicklung Dozierende Prof. Barbara Graham-Siegenthaler Ass.-Prof. Claude Humbel Dr. Philipp Bornhauser Inhalt In dieser Vorlesung werden folgende Themenkreise behandelt: Grundlagen der Nach- lassplanung, gesetzliches Erbrecht und Testaterbrecht, IPR- Fragen sowie die Struktu- rierung und Behandlung der Erbteilungen und Erbstreitigkeiten in der Praxis. Konkret geht es um Fragen der Auslegung von Verfügungen von Todes wegen, besondere Verfügungsarten, Begünstigung des überlebenden Ehegatten, mit Einschluss des Ehe- güterrechts, Ausgleichung und Herabsetzung lebzeitiger Zuwendungen, erbrechtliche Berücksichtigung von Lebensversicherungen sowie Grundzüge des bäuerlichen Erb- rechts. Weiter werden grundlegende in der Praxis nicht wegzudenkenden steuerrechtli- chen Fragen thematisiert. Schliesslich wird der Einsatz von Stiftungen und Trust in der Nachlassplanung erläutert. Die in der Lehrveranstaltung behandelten Themen werden anhand von Fällen aus der Praxis veranschaulicht und durchgespielt. Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Vorbereitung voraus. Voraussetzungen Bachelor-Vorlesung Erbrecht Lernziele Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnisse der praxisrelevanten Bestimmungen des Erb- und Stiftungsrechts sowie des internationalen Erbrechts und sollen an- spruchsvolle praxisbezogene Rechtsfragen erkennen und lösen können. Masterprofil − Lehrveranstaltung Notariatsrecht Dozierende NN Inhalt Diese Lehrveranstaltung behandelt das schweizerische (eidgenössische und kanto- nale) Notariatsrecht, verstanden als Recht der öffentlichen Beurkundung. Zur Sprache kommen unter anderem der Begriff, die Arten und die Wirkungen der öffentlichen Beurkundung, das Zusammenspiel von Bundesrecht und kantonalem (vor allem luzer- nischem) Recht, die Rechte und Pflichten der Urkundsperson und ihre Verantwortlich- keit, Verfahrensfragen sowie ausgewählte Fälle der notariellen Rechtsgeschäftsgestal- tung (v.a. Vertragsgestaltung). Zentral ist die aktive Teilnahme am Unterricht sowie die Vor- und Nachbereitung seitens der Studierenden. Voraussetzungen Besuch der privatrechtlichen Lehrveranstaltungen des Bachelor-Programms Lernziele Die Studierenden sollen grundlegendes Wissen im Notariatsrecht erwerben und mit den verschiedenen einschlägigen Rechtsquellen umgehen können. Sie sollen weiter fähig sein, notariatsrechtliche Probleme zu erkennen und zu lösen. Masterprofil − Lehrveranstaltung Öffentliches Verfahrensrecht in der Praxis Dozierende Dr. Heiner Eiholzer 49 Inhalt Die Veranstaltung baut auf den im Bachelor vermittelten Grundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts auf und schliesst daran an. Behandelt werden praxisrelevante Fragen des öffentlichen Verfahrensrechts mit Fokus auf die Verfahrensordnungen von Luzern und anderen Zentralschweizer Kantonen. Der Stoff wird workshopartig anhand von realen Fallbeispielen erarbeitet und diskutiert, verbunden mit kurzen theoretischen Blöcken. Voraussetzungen BLaw Lernziele Die Studierenden werden mit der prozessualen Denk- und Argumentationsweise vertraut gemacht. Sie sind in der Lage, komplexere verfahrensrechtliche Frage- und Problemstellungen zu erkennen und einzuordnen sowie mithilfe der anwendbaren Rechtsgrundlagen stringente Falllösungen zu erarbeiten. Die Veranstaltung soll die Studierenden zugleich an die Herausforderungen des Anwaltspraktikums und der Anwaltsprüfungen heranführen. Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Öffentliches Wirtschaftsrecht Dozierende Prof. Nicolas Diebold Prof. Bernhard Rütsche Inhalt Die Kenntnis des Öffentlichen Wirtschaftsrechts bildet eine wichtige Grundlage, wenn Sie später im Wirtschaftsrecht kompetent arbeiten möchten – sei es in Wirtschafts- kanzleien, Unternehmen, Verbänden, der Politik oder der Verwaltung. In dieser Vorlesung lernen Sie, wie der Staat durch Regulierung, Subventionen und öf- fentliche Beschaffungen in den freien Wettbewerb eingreift, um öffentliche Interessen wie Ordnung, Konsumentenschutz, Umweltstandards, soziale Gerechtigkeit oder Grundversorgung zu wahren. Diesen staatlichen Eingriffen stellen wir das «Öffentliche Wettbewerbsrecht» (d.h. Wirtschaftsfreiheit, Wirtschaftsvölkerrecht, THG, BGBM u.a.) gegenüber, das sicherstellt, dass die freien Märkte nicht übermässig eingeschränkt werden. Konkret beschäftigen wir uns mit folgenden Themen und Fragestellungen: Wettbewerb und Wirtschaftsfreiheit: Welche rechtlichen Grundlagen schützen freie, wettbewerbsgeprägte Märkte vor staatlichen Eingriffen? Zugang zu Produkte-, Dienstleistungs- und Infrastrukturmärkten: Nach wel- chen Vorschriften richtet sich z.B. das Inverkehrsetzen von Spielzeug oder Haushaltsgeräten? Dürfen Produkte über deutsche oder chinesische Handels- plattformen in die Schweiz verkauft werden? Welche Anforderungen gelten, wenn der Staat eine Tätigkeit verbietet, monopolisiert oder als bewilligungs- pflichtig erklärt? Darf in im Kanton Luzern zugelassener Sicherheitsagent auch Aufträge aus Zürich oder Deutschland annehmen? Wer darf Infrastrukturen wie Mobilfunknetze betreiben und wie erhalten Drittanbieter Zugang zur Infra- struktur? Vergaberecht: Welche Regeln gelten, wenn der Staat selbst als Nachfrager im Markt auftritt und bspw. neue Drucker für die Verwaltung einkauft (öffentliche Beschaffungen) oder Infrastrukturen errichtet? Staatliche Wirtschaftstätigkeit und Beihilfen: Wo darf der Staat wirtschaftlich tätig sein und welche Schranken gibt es für Subventionen? Die Vorlesung ersetzt die frühere Veranstaltung «Öffentliches Wettbewerbsrecht» und ergänzt die Vorlesung «Kartell- und Lauterkeitsrecht» (FS27). Während im HS staatli- che Eingriffe in den Wettbewerb im Fokus stehen, behandelt die Veranstaltung im FS kartellistische und unlautere Wettbewerbsbeschränkungen durch Unternehmen. Voraussetzungen Staats- und Verwaltungsrecht aus dem Bachelorprogramm; Interesse an volkswirt- schaftlichen und wirtschaftspolitischen Zusammenhängen; Bereitschaft zur selbststän- digen Erarbeitung der Inhalte sowie die aktive Vorbereitung und Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen. Lernziele Sie verstehen, weshalb und wie der Staat die Märkte reguliert und dabei den Wettbe- werb vor staatlichen Eingriffen schützt. Sie sind in der Lage, komplexe wirtschafts- rechtliche Fragen und Fälle zu analysieren, den einschlägigen Rechtsbereichen und Rechtsnormen zuzuordnen und korrekt zu lösen. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung 50 Lehrveranstaltung Opfer im Straf- und Strafverfahrensrecht Dozierende Dr. Nora Scheidegger Inhalt Die Rolle des Opfers im Straf- und Strafverfahrensrecht hat sich in den vergangenen Jahrzehnten radikal verändert: Von der früheren Tradition der «Neutralisierung des Op- fers» kam es schrittweise zu einer Aufwertung des Opfers und einem steten Ausbau der Instrumente für einen möglichst umfassenden Opferschutz. In der Veranstaltung soll nicht nur dieser Prozess der «Wiederentdeckung des Opfers» nachgezeichnet werden, sondern auch kritisch der Frage nachgegangen werden, inwieweit Opferanlie- gen bei der Ausgestaltung des materiellen und formellen Strafrechts und des Opferhil- ferechts berücksichtigt werden können, müssen und dürfen. Dafür wollen wir uns dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern und es auch im historischen, krimino- logischen, menschenrechtlichen und rechtsvergleichenden Kontext betrachten. Ausge- hend von diesem grundlegenden Wissen wollen wir die aktuelle Rechtslage zur Stel- lung des Opfers kritisch betrachten und hinterfragen und auch über alternative Ansätze wie die internationale Bewegung der «Restorative Justice» nachdenken. Voraussetzungen Vorkenntnisse im materiellen und formellen Strafrecht. Aktive Mitwirkung und kritisches Mitdenken werden erwartet. Lernziele Kenntnis der rechtlichen Stellung des Opfers im Straf- und Strafverfahrensrecht sowie im Opferhilferecht, Grundkenntnisse der Viktimologie. Reflexion über Legitimation und Grenzen der Berücksichtigung von Opferanliegen. Kritische Auseinandersetzung mit aktuellen (rechtspolitischen) Entwicklungen zur Thematik. Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Planungs- und Baurecht Dozierende Prof. Roland Norer Inhalt Gegenstand der Lehrveranstaltung bilden die folgenden Themenbereiche: Grundlagen und verfassungsrechtlicher Rahmen, Eigentumsgarantie Planungsrecht (Grundsätze, Richt- und Nutzungsplanung, Sondernutzungs- pläne und weiteres planungsrechtliches Instrumentarium, Planfestsetzung und -revision) Baurecht (materielles Baupolizeirecht, Baubewilligung und Verfahren) umweltrechtliche Bezüge (insbesondere Umweltverträglichkeitsprüfung) horizontale Fragen (Koordination, Rechtsschutz) Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Mitarbeit voraus. Insbesondere sind die ausgeteilten Fälle zu bearbeiten. Voraussetzungen Allgemeines Verwaltungsrecht, Grundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, kann mit Vorteil gemeinsam mit der Vorlesung zum Umweltrecht besucht werden Lernziele Kenntnis der einschlägigen Vorschriften der Bundesverfassung sowie der in der Lehrveranstaltung behandelten Gesetze thematische Einordnung von Fragen sowohl im Hinblick auf das allgemeine Verwaltungsrecht als auch auf die Besonderheiten, die sich gerade für das Planungs- und Baurecht ergeben Kenntnis der für das Gebiet grundlegenden und in der Vorlesung behandelten Gerichts- und Verwaltungspraxis Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Polizei- und Sicherheitsrecht Dozierende PD Dr. Lucien Müller Inhalt Insbesondere folgende Themenbereiche werden behandelt: Grundaufgaben der Polizei / Grundbegriffe des Polizei- und Sicherheitsrechts Verfassungs- und völkerrechtliche Vorgaben und Rahmenbedingungen 51 Kompetenzverteilung im Bereich der inneren Sicherheit Die Behörden- und Gesetzesarchitektur im Sicherheitsbereich Handlungsformen im Polizei- und Sicherheitsrecht / Polizeiliche Standardmassnahmen Die internationale Polizeikooperation Zusammenarbeit mit Privaten / Auslagerung von Polizei- und Sicherheitsaufgaben Kontrolle polizeilichen Handelns / Rechtsschutz Voraussetzungen Öffentliches Recht Lernziele Grundkenntnisse des internationalen, schweizerischen und kantonalen Polizei- und Si- cherheitsrechts Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Praxisnahe Vertiefung im Familien- und Personenrecht Dozierende Prof. Regina E. Aebi-Müller Inhalt In dieser Lehrveranstaltung geht es darum, das schon etwas «eingerostete» Wissen zum Personen- und Familienrecht aufzufrischen und zu vertiefen. Im Zentrum stehen Handlungsfähigkeitsrecht, Persönlichkeitsschutz, Scheidungs- und Unterhaltsrecht, Kindesschutz, güterrechtliche Planung und Erwachsenenschutz. Dabei wird auf hohe Praxisrelevanz Wert gelegt. Die Lehrveranstaltung basiert daher auf komplexen, zumeist «echten» Fällen. Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Vorbereitung voraus. Voraussetzungen Besuch der Vorlesungen Personenrecht, Familienrecht und Zivilprozessrecht im Bachelor Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an der Lehrveranstaltung Lernziele Die Studierenden besitzen vertiefte Kenntnisse der praxisrelevanten Bestimmungen des Personen- und Familienrechts und können anspruchsvolle Fragen und Fälle aus diesen Rechtsgebieten selbständig bearbeiten. Masterprofil − Lehrveranstaltung Praxisnahe Vertiefung im Werkvertrags- und Auftragsrecht Dozierende Prof. Jörg Sprecher Inhalt Diese Lehrveranstaltung ist dem Auftrags- und Werkvertragsrecht gewidmet. Vertieft behandelt werden Grund- und Einzelfragen aus diesen beiden für das heutige Wirt- schaftsleben wichtigen Vertragstypen: Vertragsqualifikation und Abgrenzung, Über- nahme und Geltung allgemeiner Geschäftsbedingungen wie der SIA-Normen, Entgelt (Honorar bzw. Werklohn), Verantwortlichkeit der Parteien und Vertragsbeendigung. Erwartet wird die aktive Teilnahme am Unterricht sowie die Vor- und Nachbereitung seitens der Studierenden. Voraussetzungen Besuch der privatrechtlichen Lehrveranstaltungen des Bachelor-Programms Lernziele Die Studierenden sollen grundlegendes Wissen im Werkvertrags- und Auftragsrecht erwerben und mit den einschlägigen Rechtsquellen umgehen können. Sie sollen weiter fähig sein, anspruchsvolle auftrags- und werkvertragsrechtliche Probleme zu erkennen und zu lösen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Praxisrelevante Bestimmungen aus dem Nebenstrafrecht (insb. SVG und BetmG) Dozierende Prof. Gerhard Fiolka Inhalt Als Nebenstrafrecht werden alle Strafvorschriften bezeichnet, die in Erlassen aus- serhalb des Strafgesetzbuches (StGB) geregelt sind. Es handelt sich dabei um eine 52 sehr heterogene Gruppe von Strafbestimmungen in über zweihundert Erlassen, die vielfach ohne vertiefte kriminalpolitische Reflexion zustande gekommen sind und die z.B. durch die Verwendung von Blankettbestimmungen und Verweise auf das biswei- len sehr ausgedehnte Verordnungsrecht besondere Herausforderungen in sich bergen. In der Rechtspraxis sind Bestimmungen aus dem Nebenstrafrecht indes von beträchtli- cher Bedeutung. So betreffen ca. 50% der Strafurteile in der Schweiz Widerhandlun- gen gegen das Strassenverkehrsgesetz. Gegenstand der Vorlesung sind zentrale Strafbestimmungen aus dem Nebenstraf- recht. Nach einem allgemeinen Überblick folgt eine intensive Bearbeitung ausgewähl- ter Probleme, die für die Berufspraxis von besonderem Interesse sind. Vertieft behan- delt werden dabei insbesondere ausgewählte Straftatbestände des Strassenverkehrs- gesetzes (SVG) und des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG). Voraussetzungen Solide Kenntnisse im Strafrecht AT und BT sowie in der Strafrechtsdogmatik werden vorausgesetzt. Eine motivierte und aktive Teilnahme am Präsenzunterricht sowie eine Vor- und Nach- bereitung des Unterrichtsstoffes werden erwartet. Lernziele Die Studierenden sollen am Ende des Semesters mit wichtigen Strafvorschriften aus dem Bereich des Nebenstrafrechts umgehen können. Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Private Law EU–CH Dozierende Prof. Dirk Trüten Inhalt Through its extensive legislative activity, the European Union has played a decisive role in the development of private law both in the Member States of the European Union and in Switzerland in recent decades. The first part of the course is dedicated to the relevant primary law. EU primary law primarily binds only the Member States and the Union institutions. However, the relevant provisions can also directly establish rights and obligations vis-à-vis individual EU citizens and thus have an impact on legal relationships under private law. In the second part of the course, the most important areas of EU private law regulated by EU secondary law are dealt with in an overview. These lessons will include provi- sions of Swiss law that correspond to EU law in terms of content, which have been adopted by means of “autonomous implementation” or on the basis of bilateral agree- ments. Account will also be taken of the fact that the Swiss Federal Court generally interprets corresponding provisions of Swiss law in conformity with European law. This practice raises numerous questions that may be relevant to students' later professional practice. Voraussetzungen Basic knowledge of EU institutional law Lernziele Basic knowledge of the EU-legislation in the field of private law and of the respective Swiss legislation. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Privatversicherungsrecht Dozierende Prof. Marc Hürzeler Inhalt Die Versicherung ist ein unentbehrliches Instrument der individuellen und kollektiven Risikoabdeckung. Das Versicherungsvertragsgesetz gleicht in zahlreichen Regelungen die Interessen und Informationsgefälle zwischen Versicherungsnehmern und Versiche- rungsunternehmen aus; die wesentlichen Vertragsinhalte hingegen sind häufig erst in den Vertragsbedingungen, den AVB, enthalten. Die Vorlesung behandelt praxisnah die allgemeinen gesetzlichen Regelungen und den Umgang mit AVB und vermittelt die besonderen Regeln wichtiger Versicherungstypen wie der (Motorfahrzeug-)Haftpflicht- versicherung, der Rechtsschutzversicherung oder der Lebensversicherung. Voraussetzungen Vorlesung OR AT erfolgreich absolviert Lernziele Ziel der Vorlesung ist, dass die Studierenden 53 die Grundzüge des allgemeinen Privatversicherungsrechts verstehen und die wichtigsten Versicherungszweige kennen einfache versicherungsrechtliche Fälle selbständig lösen können das Zusammenwirken zwischen VVG und OR erkennen gegebenenfalls Interesse bekommen, sich vertiefter mit dem Thema Privat- versicherungsrecht auseinanderzusetzen Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Public International Law: Workshop: “Public International Law in Crisis? Chal- lenges to the Rules-Based International Order” Dozierende Prof. Martina Caroni Inhalt Public international law is often described as the backbone of a “rules-based interna- tional order”, yet this order is increasingly contested and fragmented. The workshop explores whether and how the contemporary international legal order is in crisis by ex- amining legal, political, and institutional challenges to the so‑called rules-based interna- tional order. It focuses on selected current issues in public international law, such as the erosion of multilateralism, contested uses of force, climate and environmental litiga- tion, cyber operations, and the increasing politicization of international courts and insti- tutions. The workshop is structured in three parts. Following an introductory and organizational session at the beginning of the term, students work in small groups (3–4 students) and choose specific topics related to the overarching theme “Public International Law in Cri- sis? Challenges to the Rules-Based International Order”. They prepare research-based presentations and short papers engaging critically with primary sources (treaties, case law, UN documents) and scholarly debates. During the research and writing phase, there are no regular weekly meetings; instead, students receive individual and group supervision to develop research questions, argu- mentation structures, and writing skills. In the final weeks of the term, the groups pre- sent and discuss their findings in class, allowing for in-depth debate on how contempo- rary crises and contestations may transform or reinforce the international legal order. Voraussetzungen Basic knowledge of Public International Law Lernziele – Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Recht der beruflichen Vorsorge Dozierende Prof. Marc Hürzeler Dr. Michael Meier (FS2026) Inhalt Mit beruflicher Vorsorge befassen sich Arbeitgeber und Personalverantwortliche, Ar- beitnehmervertreter, Banken und Versicherungen sowie Vorsorgeberater, Pensions- kassenverwalter, Vermögensverwalter, Behörden und Gerichte. In den Händen der 2. Säule liegt ein dreistelliges Milliardenvermögen. Neben dem versicherungsmathe- matischen und ökonomischen Knowhow trägt auch das juristische zur Sicherheit bei der Verwaltung dieser Gelder bei. Da man sich bei der zweiten Säule in einem Schnitt- bereich zwischen Privat- und Sozialversicherungsrecht befindet, erweist sich die Rechtsanwendung oft als schwierig. Als Erstes erfolgt in der Vorlesung eine Einord- nung der beruflichen Vorsorge ins System der sozialen Sicherheit. Erörtert werden als- dann, stets anhand auch praktischer Fälle, die Rechtsquellen, der Begriff der Vorsor- geeinrichtung, ihre Organisation und Aufsicht, die Finanzierung, der Anschluss von Ar- beitgeber und die Unterstellung von Arbeitnehmern sowie ihre Rechte und Pflichten, die Leistungen der beruflichen Vorsorge und ihre Koordination mit Leistungen anderer Sozial- und Haftpflichtversicherer sowie Freizügigkeit, Barauszahlung und Vorbezug für Wohneigentum; ev. Behandlung der beruflichen Vorsorge im Steuerrecht. Voraussetzungen – 54 Lernziele Die Studierenden kennen den Aufbau der zweiten Säule, ihre Organisation, Anschluss und Unterstellung, die Finanzierung, die Leistungsvoraussetzungen und die Leistungs- koordination. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Recht der digitalen Medien Dozierende Prof. Vagias Karavas Inhalt In der Veranstaltung werden die Eckpfeiler der neuen digitalen Rechtsordnung einge- hend analysiert. Ausgehend von den drei privatrechtlichen Rechtsbegriffen «Perso- nen», «Sachen» und «Rechtsverhältnisse» werden aktuelle juristische Herausforde- rungen sowie Lösungsansätze der digitalen Rechtssubjektivität («ePersonhood», Datenschutz), Rechte an Daten («Dateneigentum», digitaler Nachlass) sowie Verträge über digitale Güter, digitale Plattformen und Krypto-Finanzwesen erörtert. Entspre- chend dieser Gesamtbetrachtung der Materie ist der Workshop als zentrale Veranstal- tung zum Schwerpunktthema «Digitalisierung des Rechts» gedacht. Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil des Semesters bereiten die Stu- dierenden einzeln oder in Gruppen zu einem bestimmten Thema eine Präsentation vor. Während dieser Zeit finden keine Vorlesungen im Plenum statt. Diese Phase dient der Ausarbeitung der Präsentation unter der individuellen Betreuung der Teilnehmen- den/Gruppen von Prof. Karavas. Die Gruppeneinteilung und die Themenvergabe wer- den im Einführungstermin besprochen. Im zweiten Teil des Semesters finden die wö- chentlichen Termine mit den Gruppenvorträgen und Diskussionen statt. Voraussetzungen Keine Lernziele Die Studierenden sollen einen Einblick in die neuesten Entwicklungen im Bereich des Rechts der Digitalisierung und der Digitalwirtschaft erhalten und die methodischen Kompetenzen zum Umgang mit neuartigen Rechtsproblemen im Bereich der neuen Medien erwerben. Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Rechtsetzungslehre Dozierende Dr. Lucy Keller Inhalt Das juristische Studium konzentriert sich hauptsächlich auf die Rechtsanwendung, auf die Umsetzung und Durchsetzung des bereits gesetzten Rechts also. Juristische Arbeit erschöpft sich aber nicht in der Anwendung und Durchsetzung von Normen, die Politik und Verwaltung vorgängig geschaffen haben. Juristinnen und Juristen wirken vielmehr auch bereits bei der Entstehung von Rechtsnormen mit und bringen ihre Fähigkeiten in den Rechtsetzungsprozess ein. Rechtsetzung ist ein rechtlicher und auch ein politischer Prozess. Als solcher erfordert er nicht nur eine Offenheit für interdisziplinäre Fragestellungen, sondern auch konzepti- onelle und vermittelnde Fähigkeiten. Über diese Kompetenzen müssen all jene Juris- tinnen und Juristen verfügen, welche in Verwaltung, Verbänden, Parteien und Politik tätig sind oder es sein wollen. Rechtsetzungslehre, auch Legistik genannt, ist als Fach zwischen Staatsrecht, Verwal- tungsrecht und Rechtstheorie anzusiedeln, bedient sich aber auch rechtsphilosophi- scher und interdisziplinärer Erkenntnisse. Darüber hinaus ist die Rechtsetzungslehre ein stark praxisorientiertes Fach. In der Lehrveranstaltung werden neben Technik, Methodik und Verfahren der Recht- setzung auch deren rechtliche Voraussetzungen, sowie Qualität und Funktionen von Rechtsnormen thematisiert. Die theoretischen Inhalte werden ergänzt durch praktische Teile, in denen Gesetzesbestimmungen formuliert und ein Gesetzgebungsverfahren durchgespielt werden. Voraussetzungen Staats- und Verwaltungsrecht, Interesse an interdisziplinären Fragestellungen 55 Lernziele Die Studierenden kennen zentrale Fragen, Antworten und Inhalte der Rechtsetzungs- lehre; sie sind in der Lage, Rechtsnormen korrekt zu konzipieren und zu formulieren und die Voraussetzungen guter Gesetzgebung zu benennen. Masterprofil − Lehrveranstaltung Rechtsmedizin Dozierende Prof. Christian Jackowski u. weitere Fachexperten des Instituts für Rechtsmedizin Bern Inhalt Die Vorlesung beleuchtet die Gebiete der forensisch-medizinischen, forensisch-chemi- schen, forensisch-genetischen sowie der weiteren forensischen Wissenschaften, so- weit sie für Juristinnen und Juristen relevant sind. Im Vordergrund stehen die Möglich- keiten und Grenzen der Rechtsmedizin im Hinblick auf die konkrete Anwendung in der Praxis. Schwerpunktthemen sind der aussergewöhnliche Todesfall und dessen Abklä- rung durch Legalinspektion und Obduktion, die Beurteilung von lebenden Opfern von physischer und sexueller Gewalt sowie die Körperschädigungen durch stumpfe und scharfe Gewalt, Schuss, O2-Mangel, Vergiftung etc. Ein spezielles Augenmerk gilt der Abklärung von Verkehrsunfällen und der Anwendung der modernen Bildgebung (CT, MRI) in der Rechtsmedizin. Auf dem forensisch-chemischen Sektor werden Fragen im Zusammenhang mit toxischen und zur Sucht führenden Substanzen behandelt. Es er- folgt ferner eine Einführung in die moderne DNA-Analyse in der Forensik mit Einblick in die DNA-Datenbank. Schliesslich werden Identifikation, Sterbehilfe/Suizidbeihilfe und – aus rechtsmedizini- scher Sicht – der medizinische Behandlungsfehler thematisiert. Voraussetzungen BLaw Lernziele Die Studierenden kennen die Aufgaben der modernen Rechtsmedizin im Dienste von Polizei und Justiz. Als mögliche künftige Nutzer von rechtsmedizinischen Dienstleistun- gen kennen sie deren Möglichkeiten und Grenzen. Durch subtile Einführung mittels ausgewählter Bilder realer Fälle sind sie vertraut im Umgang mit professionellen Darstellungen von Verletzungen und Tod. Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen bleiben dabei immer gewahrt. Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Rechtsökonomie Dozierende Prof. Klaus Mathis Inhalt Die ökonomische Analyse des Rechts und ähnliche Forschungsrichtungen – zusam- mengefasst als «Law and Economics» – haben in den USA einen sehr hohen Stellen- wert in der juristischen Ausbildung. Seit Längerem findet in Europa eine Rezeption dieser Methoden statt. In dieser Vorlesung soll deshalb den Studierenden die Möglich- keit geboten werden, diese neue Disziplin kennen zu lernen. Bei der ökonomischen Rechtsanalyse werden die Folgen rechtlicher Regelungen ei- nerseits ermittelt (positiver Teil) und andererseits unter dem Gesichtspunkt der Effizi- enz bewertet (normativer Teil). Nach der Vermittlung der wichtigsten Analysemethoden und -konzepte werden Anwendungen aus den verschiedenen Rechtsgebieten (Privat- recht, Strafrecht und öffentliches Recht) besprochen. Schliesslich werden nebst den Möglichkeiten auch die Grenzen der ökonomischen Rechtsanalyse diskutiert. Dabei werden sowohl die philosophischen Grundlagen der ökonomischen Betrachtungsweise des Rechts als auch deren Verträglichkeit mit der schweizerischen Rechtsordnung kritisch beleuchtet. In der Vorlesung werden die folgenden zehn Themen behandelt: Analysemethoden und Konzepte Effizienzkriterien und Folgenorientierung Das Coase-Theorem Ökonomische Analyse des Privatrechts Ökonomische Analyse der Kriminalität Ökonomische Theorie der Politik («Public Choice») 56 Ökonomische Verfassungs- und Verwaltungstheorie Wettbewerbstheorie Regulierungstheorie Effizienz und andere gesellschaftliche Ziele Voraussetzungen − Lernziele Die Studierenden lernen die grundlegenden Konzepte und Methoden der ökonomi- schen Rechtsanalyse kennen und sind in der Lage, entsprechende Fragen und Probleme fachgerecht zu beurteilen. Masterprofil Wettbewerb & Regulierung Lehrveranstaltung Rechtstheorie (Workshop) Dozierende Prof. Michele Luminati Inhalt Richterwahlen und richterliche Unabhängigkeit in der Schweiz – Systemwechsel fällig? In der Schweiz werden Richterinnen und Richter bekanntlich vom Volk bzw. vom Parla- ment gewählt und zwar nur auf eine begrenzte Amtszeit, so dass ständige Wiedere- wahlen notwendig sind. Als Voraussetzung für die Wahl wird i.d.R. die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei verlangt. Damit verknüpft ist die sog. Mandatssteuer, d.h. die jährliche Abgabe eines Anteils des Lohnes an die eigene Partei. Dieses System steht zunehmend in der Kritik. Einerseits hat die Gruppe der Staaten des Europarats gegen die Korruption (GRECO) die Schweiz mehrmals aufgefordert, ihr Justizwesen zu reformieren, um die richterliche Unabhängigkeit besser zu gewährleis- ten. Die GRECO hat insbesondere empfohlen, die Mandatssteuer aufzugeben und das Wiederwahlverfahren für die eidgenössischen Gerichte so zu gestalten, dass eine Nichtwiederwahl aufgrund von gefällten Entscheiden verhindert werde. Anderseits steht auch die schweizerische Richterschaft immer weniger hinter dem bestehenden Wahlsystem. In einer im Herbst 2024 von der Schweizerischen Richtervereinigung durchgeführten Umfrage haben sich über 70% der befragten Richter:innen kritisch bis ablehnend gegenüber dem heutigen Zustand geäussert. Die Politik lehnt allerdings weitgehende Reformen ab. Nachdem im Dezember 2021 die sog. Justizinitiative (Schaffung einer unabhängigen Justizkommission und Bestim- mung der Richter:innen duch das Los) vom Volk deutlich abgelehnt wurde, erscheint das Thema nicht mehr auf der politischen Agenda. Mit diesem Workshop sollen das bestehende Wahlsystem wie auch mögliche Reform- vorschläge aus rechtstheoretischer und auch aus praktischer Perspektive kritisch un- tersucht werden. Es ist auch vorgesehen, Persönlichkeiten aus Justiz und Politik zu ei- nem vertieften Gespräch einzuladen. Voraussetzungen Keine. Studierende, die sich für Verfassungsrecht, Justizfragen, Verfahrensrecht, De- mokratie und Rechtsstaat interessieren, erhalten durch diesen Workshop die Möglich- keit, sich grundlegenden Fragen zu Theorie und Praxis des Justizwesens und aktuel- len Kontroversen zu widmen. Lernziele − Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Rechtsvergleichung im Privatrecht: Theorie und Praxis Dozierende Prof. Barbara Graham-Siegenthaler Inhalt Die Lehrveranstaltung führt in die Grundlagen der Rechtsvergleichung im Privatrecht ein. Im ersten Teil geht es darum, die Theorie zu erarbeiten und die einzelnen Rechts- kreise mit ihren Charakteristika kennen zu lernen (vor allem der deutsche, französische und anglo-amerikanische Rechtskreis). Im zweiten Teil werden konkrete Fragestellun- gen aus dem Personen-, Familien-, Erb- und Sachenrecht sowie aus dem Haftpflicht- und Vertragsrecht behandelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf praxisnahen Fällen, wie sie in der Anwalts- und Gerichtspraxis vorkommen. Besonderes Augenmerk gilt dem Trustrecht in seinen diversen Ausprägungen sowie relevanten Fragen des internationa- len Privatrechts. Bei diesem zweiten Teil wird grossen Wert auf Praxisrelevanz gelegt. 57 Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Vor- und Nachberei- tung voraus sowie die Bereitschaft, sich mit dem englischsprachigen Rechtsbereich und der juristischen, englischen Sprache auseinanderzusetzen. Voraussetzungen Bestandene Prüfung im Privatrecht (Aufbaustudium) Lernziele Die Studierenden besitzen Kenntnisse der privatrechtlichen Fächer des Personen-, Familien-, Erb- und Sachenrechts sowie des Haftpflicht- und Vertragsrechts. Masterprofil − Lehrveranstaltung Römisches Recht – ausgewählte Privatrechtsgebiete auf historisch-vergleichen- der Grundlage Dozierende Dr. Roger Müller Inhalt Das römische Recht hat in einem einzigartigen kulturellen Austauschprozess die Ent- wicklung aller grossen Privatrechtsordnungen Europas wesentlich geprägt. Die Kennt- nis des römischen Rechts schärft daher das Bewusstsein sowohl für die historischen Dimensionen unseres modernen Privatrechts wie auch für die Bedeutung einer ge- meinsamen Rechtskultur, was im Hinblick auf die Bestrebungen um eine europäische Vereinheitlichung des Privatrechts neue Aktualität erlangt. In dieser Veranstaltung werden, nach einer kurzen Einführung in die historischen Grundlagen, die zentralen Institutionen und Rechtsfiguren des römischen Privatrechts vorgestellt und anhand von (übersetzten) Originaltexten sowie ausgewählten Fallkons- tellationen veranschaulicht. Gleichzeitig werden aber auch die unterschiedlichen Entwicklungslinien bis in unsere modernen Privatrechtssysteme aufgezeigt und rechts- vergleichend erörtert. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem Vertrags- und Sachenrecht. Hauptziel der Veranstaltung ist es, den Reichtum der römischen Rechtstexte zu nutzen, um an ihnen einerseits die historischen Besonderheiten aufzuzeigen und ande- rerseits die Kontinuitäten und Brüche der dogmatischen Fragestellungen und Lösungs- ansätze bis in unser geltendes Recht zu verfolgen. Methodisch handelt es sich um eine historisch-dogmatische Vorlesung mit zahlreichen rechtsvergleichenden Ausblicken auf die Rezeptionsgeschichte und die geltenden europäischen Rechtsordnungen. Voraussetzungen Grundkenntnisse des schweizerischen Sachen- und Vertragsrechts Teilnahme am Präsenzunterricht; Vor- bzw. Nachbearbeitung anhand der abgegebenen Materialien Es werden keinerlei Lateinkenntnisse vorausgesetzt. Lernziele Die Studierenden kennen die Grundzüge des klassischen römischen Sachen- und Vertragsrechts und erlangen ein vertieftes Verständnis für die Herkunft und historische Entwicklung des europäischen Privatrechts. Masterprofil − Lehrveranstaltung Ausservertragliches Haftpflichtrecht Dozierende Ass.-Prof. Oliver William Inhalt Diese Lehrveranstaltung behandelt das ausservertragliche Haftpflichtrecht. Sie gibt eine Einführung in die Grundlagen des Schadensrechts, bespricht die Verschuldens- haftung sowie die Kausalhaftungen des Obligationenrechts und der Spezialgesetze (Auswahl). In den Unterricht integriert ist die Besprechung von Urteilen, anhand derer der Stoff illustriert wird. Die aktive Teilnahme am Unterricht sowie die Vor- und Nach- bearbeitung seitens der Studierenden ist daher für den Lernerfolg zentral. Voraussetzungen OR AT und OR BT 58 Lernziele Die Studierenden sind mit den wesentlichen Fragen des ausservertraglichen Haft- pflichtrechts vertraut. Sie kennen die Anspruchsgrundlagen für Schadenersatzansprü- che und die Anspruchsvoraussetzungen der einzelnen Haftungstatbestände. Sie sind in der Lage, anspruchsvolle Fälle zu lösen. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Schwerpunkt Unternehmensinsolvenz- recht) Dozierende Prof. Rodrigo Rodriguez Inhalt Die Vorlesung vertieft zum einen Rechtsgebiete, die in der Bachelor-Vorlesung «SchKG» nicht oder nur oberflächlich behandelt werden konnten, zum anderen führt sie die Studierenden an Rechtsgebiete an den Schnittstellen des SchKG zu anderen Rechtsgebieten (Sanierungsrecht des OR, internationales Konkursrecht) heran. Es handelt sich dabei schwergewichtig um die für Unternehmen besonders relevanten Aspekte des Insolvenzrechts: Konkursrecht, paulianische Anfechtung, Sanierungs- und Nachlassvertragsrecht. Zum Sanierungsrecht zählen auch gesellschaftsrechtliche Nor- men (Kapitalschnitt, Überschuldung und entsprechende Handlungspflichten des VR) und deren Zusammenspiel mit dem SchKG-Sanierungsrecht. Vertieft werden in diesem Kontext praktisch relevante Klagen, etwa die Anfechtungs- und die Verantwortlichkeitsklage. Ein weiterer Schwerpunkt bildet das internationale Konkursrecht. Dabei kommen inter- national-privatrechtliche (11. Kapitel IPRG) und rechtsvergleichende Aspekte («chapter 11» US BC) zur Sprache. Voraussetzungen Besuch der Bachelor-Veranstaltung SchKR Lernziele Die Studierenden sind nach dieser Veranstaltung in der Lage: Einen Gläubiger zu beraten, wie er seine Forderung in einem Konkurs des Schuldners geltend macht, sichert und durchsetzt. Als Gläubiger oder als Konkursverwaltung eine Forderung gegenüber einem Dritten geltend zu machen. Die Unternehmensleitung in einer finanziellen Notlage darüber zu beraten, welche Handlungen zur Abwendung der Insolvenz oder zur Einhaltung rechtli- cher Pflichten geboten sind – sowie welche Handlungen (etwa bestimmte Zahlungen) nicht mehr zulässig sind. Als Schweizer Korrespondenzanwalt/-anwältin ein ausländisches Konkursver- fahren in der Schweiz anzuerkennen und allfällige Ansprüche der Konkurs- masse in der Schweiz durchzusetzen. Masterprofil Streiterledigung Lehrveranstaltung Schweizerisches Steuerrecht Dozierende NN Inhalt Die Lehrveranstaltung Steuerrecht soll den Studierenden einen Einblick in das schwei- zerische Steuersystem und die wichtigsten Steuerarten geben. Es werden im ersten Teil der Vorlesung die zentralen Grundlagen wie der Begriff der Steuer, die Elemente des Steuerrechtsverhältnisses, die Steuerarten, die föderalistische Kompetenzordnung sowie die verfassungsrechtlichen Vorgaben der Besteuerung besprochen. Darauf folgt im zweiten Teil der Vorlesung eine Einführung in die Hauptsteuerarten, umfassend die Einkommens- und Vermögenssteuer, die Gewinn- und Kapitalsteuer, die Verrech- nungssteuer, die Stempelabgaben, die Mehrwertsteuer, die Grundsteuern sowie die Erbschafts- und Schenkungssteuer. Die Veranstaltung ist als Vorlesung mit integrierten Übungen konzipiert. Voraussetzungen Keine spezifischen Vorkenntnisse verlangt. 59 Lernziele Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden sich im System des schweizerischen Steuerrechts zurechtfinden, kleinere Übungsfälle selbständig lösen können und die wichtigsten Grundsätze und Problemfelder in der Praxis kennen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Sozialversicherungs- und privatrechtliche Vorsorgeplanung Dozierende Prof. Marc Hürzeler Inhalt Die Vorlesung befasst sich mit den wirtschaftlichen Folgen eines Todesfalles aus der Perspektive des Sozialversicherungsrechts, des Privatversicherungsrechts sowie des Haftpflicht- und Erbrechts. Voraussetzungen Grundkenntnisse des Sozialversicherungsrechts Lernziele Die Studierenden erlernen sowohl das theoretische Fundament der Hinterlassenen¬ leistungen im Sozialversicherungs- und Privatversicherungsrecht als auch privatrechtli- cher Folgen eines Todesfalles, insbesondere die Berechnung des Versorgungsscha- dens. Zudem wird die Vorsorgeplanung durch privatrechtliche und sozialversicherungs- rechtliche Instrumente im Hinblick auf die Altersvorsorge sowie die Absicherung vor weiteren Risiken, wie insbesondere die Invalidität, beleuchtet. Das Wissen wird dabei auch anhand von Übungsfällen aus der Praxis erworben. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Sozialversicherungsrecht Dozierende Prof. Marc Hürzeler Inhalt Die Sozialversicherungen sind Teil der Sozialstaatsidee und tragen bei Eintritt eines sozialen Risikos nicht nur zur existenziellen Sicherheit des Individuums bei sondern bilden auch einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Anteil am Bruttoinlandprodukt. Durch die Vorlesung wird der komplexe Aufbau des Systems der sozialen Sicherheit in der Schweiz beschrieben, die Risiken, die Unterstellung und Finanzierung beleuchtet, Grundbegriffe und Grundzüge des Leistungsrechts und der Leistungskoordination behandelt sowie die Organisation und das Sozialversicherungsverfahren gestreift. Zu jedem Kapitel werden gemeinsam kleine Fälle aus der Praxis besprochen. Die Vorle- sung behandelt vertieft den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV) sowie die Ergänzungsleistungen (EL). Voraussetzungen Grundkenntnisse des allgemeinen Verwaltungsrechts Lernziele Die Studierenden kennen den Aufbau des Sozialversicherungssystems und die Rechtsquellen, die Risiken, die Unterstellungsprinzipien, Finanzierungsarten, die ver- schiedenen Sach- und Geldleistungen sowie ihre Koordination. Am Schluss der Lehr- veranstaltung kann ein sozialversicherungsrechtlicher Sachverhalt gelöst werden. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Steuerrecht der natürlichen Personen Dozierende Dr. Peter Lang Inhalt Bezahlen Sie gerne Steuern? Können Sie sich eine eigene fundierte Meinung zu steu- erpolitischen Diskussionen machen – beispielsweise zu den laufenden Reformdiskus- sionen im Bereich der Wohneigentums- oder der sogenannten Familienbesteuerung? Füllen Sie Ihre Steuererklärung «spielend» aus? Das «Steuerrecht der natürlichen Personen» betrifft Millionen von Menschen, ist lebensnah und greifbar, aber auch theoretisch fundiert. In der Lehrveranstaltung tau- chen wir gemeinsam Schritt für Schritt in die Welt dieses Steuerrechts ein. Ein Schwer- punkt liegt bei der Einkommenssteuer. So werden insbesondere die subjektive und objektive Steuerpflicht natürlicher Personen, die sachliche und zeitliche Bemessung des steuerbaren Einkommens sowie das Steuermass behandelt. Einen speziellen Blick werfen wir auf die damit zusammenhängenden steuerrechtlichen Fragestellungen im 60 Bereich «Vermögenserträge» sowie «Vorsorge & Versicherungen». Der Vorlesungs- stoff wird anhand von Übungssachverhalten und Gerichtsfällen verständlich gemacht. Sie werden in der Lehrveranstaltung etwas fürs Leben lernen und künftig Ihre Steuer- erklärung mit anderen Augen ausfüllen! Voraussetzungen Es sind keine Vorkenntnisse notwendig. Vorteil, aber keine Bedingung ist der Besuch der Vorlesung «Schweizerisches Steuerrecht» (bis HS23 «Einführung ins Steuer- recht»). Lernziele Ziel der Veranstaltung ist, dass die Studierenden breite, theoretisch fundierte und praxisorientierte Kenntnisse über wichtige Themen der Besteuerung natürlicher Personen erhalten. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Staatsrecht (Vertiefung) Dozierende Prof. Klaus Mathis Inhalt Das Staatsrecht im Bachelor-Studium ist schwergewichtig auf die Vermittlung des gel- tenden positiven Rechts ausgerichtet. Grundlegende Fragen des Staatsrechts können dabei meist nur angeschnitten werden. Diese Lehrveranstaltung bietet die Gelegenheit, solche Themen eingehender zu behandeln. Es geht in dieser Vorlesung deshalb nicht nur um das blosse Vermitteln von Wissen; den Studierenden soll vielmehr auch die Möglichkeit geboten werden, über grundle- gende Fragen und aktuelle Probleme des Staatsrechts nachzudenken und ihre Überle- gungen argumentativ in die Diskussion einzubringen. In der Vorlesung werden die folgenden neun Themen behandelt: Die anarchistische Kritik an Staat, Recht und Herrschaft Demokratie und Rechtsstaat Gemeinwohl und Rechtsstaat Menschenwürde und Rechtsstaat Die Diskussion um das Folterverbot Die Diskussion um den Abschuss ziviler Flugzeuge Widerstandsrecht und ziviler Ungehorsam Die Radbruch’sche Formel und die Mauerschützenprozesse Nachhaltige Entwicklung und Generationengerechtigkeit Voraussetzungen Keine Lernziele Die Studierenden werden mit den grundlegenden Konzepten der Staatsrechtslehre vertraut gemacht und sind in der Lage, zu kontroversen staatsrechtlichen Themen kompetent Stellung zu nehmen. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Strafrecht – Psychiatrie – Psychologie Dozierende Prof. Jürg-Beat Ackermann Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer Dr. med. Friederike Höfer Inhalt Die Bezüge zwischen Strafrecht, Psychiatrie und Psychotherapie sind vielfältig und wissenschaftlich sowie praktisch relevant. Diese kooperativ konzipierte und ausgear- beitete Veranstaltung vermittelt eine vertiefte interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Schnittstellen von Strafrecht, forensischer Psychiatrie und Psychologie – was eine besondere Herausforderung darstellt, zumal die involvierten WissenschaftlerInnen zwar aufeinander angewiesen sind, aber oft eine andere „Sprache“ sprechen, in ande- ren Systemen denken und auch Rollenkonflikten ausgesetzt sein können. Im Mittel- punkt stehen strafrechtliche Entscheidungsfelder, in denen psychiatrisch-psychologi- scher Sachverstand eine zentrale Rolle spielt. Nach einführenden Einheiten aus straf- 61 rechtlicher sowie forensisch-psychiatrischer Perspektive werden ausgewählte (kontro- verse) Schwerpunktthemen exemplarisch und vertiefend behandelt, darunter Sachver- ständigenrecht und Gutachtenerstellung, Schuldfähigkeit, strafrechtliche Massnahmen, Behandlungsplanung und -durchführung sowie Kriminal- und Legalprognosen. Es kann u.a. um den Zusammenhang von sexuellen Devianzen, Sucht oder psychischen Krank- heiten mit Straftaten und um Fragen der Behandelbarkeit von psychischen Störungen zur Verbesserung der Legalprognose sowie der psychiatrischen oder psychologischen Begutachtung inkl. der Risikoerfassung (Kriminalprognostik) gehen. Ein Besuch im Zentrum für Stationäre Forensische Therapie in Rheinau ermöglicht ergänzend einen Einblick in den stationären Massnahmenvollzug. Voraussetzungen Keine (Strafrecht AT von Vorteil) Lernziele Die Studierenden kennen nicht nur die straf- und strafprozessrechtlichen Grundlagen der juristisch-psychiatrisch-psychologischen Zusammenarbeit, sie verfügen auch über ein vertieftes Verständnis der wissenschaftstheoretischen Widersprüche zwischen diesen Disziplinen sowie der Lehre und der praktischen Anwendung in Strafverfolgung, Rechtsprechung und Vollzug. Sie sind in der Lage, konstruktive, pragmatische und theoretisch gut begründete Lösungen in diesem Spannungsfeld zu erarbeiten. Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Strafverfahrensrecht (Vertiefung) Dozierende Prof. Jürg-Beat Ackermann Inhalt Die primäre Aufgabe des Strafverfahrens und der Strafbehörden ist es, die nach mate- riellem Recht richtige Entscheidung zu finden. Dabei steht im Grunde die materielle Wahrheit im Vordergrund, die Ermittlung des «wirklichen» Geschehens. Beweisverwer- tungsverbote, Strafbefehle ohne Beweisaufnahme und die zunehmende Praxis von Ab- sprachen zeigen aber beispielsweise, wie sehr sich der «moderne» Strafprozess im Prozessalltag vom Prinzip der materiellen Wahrheit entfernt hat. Die Wahrheitsfindung ist freilich nicht sein einziges Ziel. Die Strafprozessordnung hat vielmehr unterschiedli- che Ziele und damit Zielkonflikte (Wahrheitsfindung, Rechtsfriede, private Interessen, Gefahrenabwehr etc.) in Ausgleich zu bringen. Im Vordergrund steht heute, dass die Entscheidung prozessordnungsgemäss (justizförmig) zustande gekommen ist. Ent- sprechend bedeutungsvoll wird die genaue Kenntnis der Normen und des Systems des Strafprozessrechts. Diese Vorlesung will Ihnen einen vertieften Einblick in die faszinie- rende Materie vermitteln – dogmatisch vertieft und praxisbezogen. Die Vorlesung dient entsprechend auch zur Vorbereitung auf die Anwaltsprüfung – wo das Strafprozess- recht oft eine prominente Stellung einnimmt. Sie lernen im Laufe des Semesters die Beteiligten am Strafprozess, ihre Rollen, Rechte und Pflichten kennen. Sie gewinnen einen fundierten Einblick beinahe ins gesamte schweizerische Strafverfahren, vom Vorverfahren über die Hauptverhandlung zu den Rechtsmitteln. Bei den zentralen Themen wird die Materie anhand praktischer Beispiele und der aktuellen wissenschaft- lichen Diskussionen vertieft. Dazu gehören etwa das Zwangsmassnahmenrecht, das Beweisrecht, die Teilnahmerechte und die besonderen Verfahrensarten wie das Straf- befehlsverfahren und das abgekürzte Verfahren. Voraussetzungen Strafrecht AT und BT Lernziele Sie sollen das neue schweizerische Strafprozessrecht theoretisch und praktisch in seinen wesentlichen Teilen verstanden haben und damit arbeiten können. Masterprofil Streiterledigung / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Strafverteidigung Dozierende Dr. Laura Jetzer Dr. Andrea Taormina, LLM Inhalt In der Vorlesung werden die Studierenden mit den wichtigsten Aspekten der Strafver- teidigung vertraut gemacht. Dem Ablauf eines Strafverfahrens folgend behandeln wir die sich dem Strafverteidiger stellenden Fragen, zeigen Handlungsmöglichkeiten und -pflichten auf. Ausserdem werden einzelne Verfahrenssituationen wie z.B. Untersu- chungshaft, Siegelung sowie ausgewählte Tätigkeitsbereiche wie z.B. Gewaltdelikte, 62 grosse Wirtschaftsstraffälle näher beleuchtet. Dabei analysieren wir stets anonymi- sierte Fallbespiele aus der Praxis und die Studierenden werden in die Erarbeitung des Stoffes mit einbezogen. Voraussetzungen Vorkenntnisse im Straf- und Strafprozessrecht. Vorbereitung, kritisches Mitdenken und aktive Mitwirkung werden erwartet. Lernziele Die Studierenden verfügen über ein Verständnis der Rolle des Strafverteidigers und der übrigen Akteure (Polizei, Staatsanwalt- schaft, Gericht, Medien) und der Machtverteilung zwischen diesen Akteuren; des praktischen Ablaufs eines Strafverfahrens und der sich bei der Führung einer Strafverteidigung stellenden Fragen; der Handlungsmöglichkeiten und Handlungspflichten des Strafverteidigers, sowie der strategischen Aspekte einer Verteidigung. Masterprofil Streiterledigung / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Strafvollzugsrecht Dozierende Prof. Jonas Weber Prof. Ineke Pruin Inhalt Die Veranstaltung vermittelt einen Einblick in die rechtlichen Regelungen des Erwach- senen-Straf- und Massnahmenvollzugs in der Schweiz sowie deren Umsetzung in die Praxis. Dabei werden Bezüge zu kriminologischen Erkenntnissen zum Strafvollzug sowie den Regelungen und der Praxis in anderen Rechtsordnungen hergestellt. Behandelt werden die freiheitsentziehenden Sanktionen (Freiheitsstrafen, stationäre therapeutische Massnahmen, Verwahrung) mit ihren Vollzugsmöglichkeiten, die Voll- zugsorganisation, die Welt der Strafanstalt, die Rechte und Pflichten der Gefangenen, aktuelle Vollzugsfragen, (insb. Insassen ausländischer Herkunft und Umgang mit gefährlichen Verurteilten), der Massnahmenvollzug, Rückfall und Resozialisierung, Reformtendenzen und Alternativen. Voraussetzungen Strafrecht AT Lernziele s.o. Masterprofil Streiterledigung / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Umweltrecht Dozierende Prof. Roland Norer Inhalt Gegenstand der Lehrveranstaltung bilden die folgenden Themenbereiche: Grundlagen und verfassungsrechtlicher Rahmen Luftreinhaltung, Lärmschutz, Strahlenschutz, umweltgefährdende Stoffe, Umgang mit Organismen, Abfälle, Bodenschutz Waldrecht, Gewässerschutzrecht, Natur- und Heimatschutzrecht Umweltverträglichkeitsprüfung, Beschwerdelegitimation, Umweltinformation, Vollzug und Durchsetzung Die Teilnahme an der Lehrveranstaltung setzt eine regelmässige Mitarbeit voraus. Insbesondere sind die ausgeteilten Fälle zu bearbeiten. Voraussetzungen Allgemeines Verwaltungsrecht, Grundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, kann mit Vorteil gemeinsam mit der Vorlesung zum Planungs- und Baurecht besucht werden Lernziele Kenntnis der einschlägigen Vorschriften der Bundesverfassung sowie der in der Lehrveranstaltung behandelten Gesetze thematische Einordnung von Fragen sowohl im Hinblick auf das allgemeine Verwaltungsrecht als auch auf die Besonderheiten, die sich gerade für das Umweltrecht ergeben 63 Kenntnis der für das Gebiet grundlegenden und in der Vorlesung behandelten Gerichts- und Verwaltungspraxis Masterprofil Recht, Technologie & Nachhaltigkeit Lehrveranstaltung Unfallversicherungsrecht Dozierende Prof. Marc Hürzeler Dr. Michael Meier (FS 2026) Inhalt Die Unfallversicherung ist ein klassischer Sozialversicherungszweig mit erheblicher praktischer Bedeutung für alle Arbeitnehmenden in der Schweiz. Die Vorlesung befasst sich vertieft mit Fragen der Versicherungsunterstellung sowie der Organisation dieser Sozialversicherung. Schwerpunkt der Veranstaltung bildet das Leistungsrecht der Un- fallversicherung (Heilbehandlung, Taggeld, Renten bei Invalidität und Tod, Integritäts- entschädigung etc.) sowie die Koordination der UVG-Leistungen mit denjenigen ande- rer Sozialversicherungen, mit dem Arbeitsrecht sowie dem Haftpflichtrecht. Der Wis- senserwerb erfolgt auch im Rahmen der Besprechung praktischer Anwendungsfälle. Voraussetzungen Interesse an sozialversicherungsrechtlichen Themen Lernziele Die Studierenden haben vertiefte Kenntnisse im Bereich der obligatorischen Unfallver- sicherung und können praxisnahe Anwendungsfälle umsetzen und lösen Masterprofil Sozial-, Versicherungs- & Schadenausgleichsrecht Lehrveranstaltung Unternehmensrecht: Praxisrelevante Vertiefung im Gesellschafts- und Sozialver- sicherungsrecht Dozierende Prof. Karin Müller Dr. Philipp Egli Inhalt In der Vorlesung «Unternehmensrecht: Praxisrelevante Vertiefung im Gesellschafts- und Sozialversicherungsrecht» stehen kleine und mittlere Unternehmen im Vorder- grund. Ausgehend von einem einheitlichen Ausgangssachverhalt werden zentrale Fragen, die sich für ein Unternehmen zu verschiedenen Themenkreisen stellen, aus Sicht des Gesellschafts- und Sozialversicherungsrechts erörtert. Zudem werden auch steuerrechtliche Fragen einbezogen. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen recht- lichen Fragestellungen soll in einem Gebiet mit hoher Praxisrelevanz integriert veran- schaulicht werden. Die Veranstaltung ist der Beratungspraxis nachempfunden und soll den Studierenden insbesondere das Umgehen mit und Lösen von interdisziplinären Fragestellungen vermitteln. Im Frühjahrssemester werden weitere unternehmensrecht- lich relevante Themen in der Vorlesung «Unternehmensrecht: Nachfolge und Umstruk- turierung» besprochen. Die beiden Vorlesungen können aber unabhängig voneinander besucht werden. Voraussetzungen Grundkenntnisse des Handels- und Gesellschaftsrechts. Vorkenntnisse im Sozialversi- cherungsrecht sind von Vorteil, jedoch nicht Voraussetzung. Lernziele Die Studierenden sind mit den zentralen gesellschafts- und sozialversicherungsrechtli- chen Fragestellungen vertraut, die sich für ein Unternehmen stellen können und verstehen die Zusammenhänge zwischen diesen Rechtsgebieten. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Unternehmensrecht: Nachfolge und Umstrukturierung Dozierende Prof. Karin Müller Dr. Felix Horat Dr. Gernot Zitter Inhalt Die Vorlesung «Unternehmensrecht: Nachfolge und Umstrukturierung» folgt dem Lebenszyklus eines Unternehmens. Im Vordergrund stehen kleine und mittlere Unter- nehmen. Anhand eines einheitlichen Ausgangssachverhalts werden die zentralen Fragen, die sich für ein Unternehmen zu den Themenkreisen «Nachfolge und Umstruk- turierung» stellen, aus Sicht des Ehegüter- und Erbrechts, des Gesellschafts- und 64 Steuerrechts erörtert. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen rechtlichen Fragestel- lungen soll in einem Gebiet mit hoher Praxisrelevanz veranschaulicht werden. Die Ver- anstaltung ist der Beratungspraxis nachempfunden und soll den Studierenden insbe- sondere das Umgehen mit und Lösen von interdisziplinären Fragestellungen vermit- teln. Im Herbstsemester werden weitere Themen aus dem Lebenszyklus eines Unter- nehmens in der Vorlesung Unternehmensrecht I (Gründung und Aufbau, Sanierung und Liquidation) besprochen. Die beiden Vorlesungen zum Unternehmensrecht können aber unabhängig voneinander besucht werden. Voraussetzungen Grundkenntnisse in den beteiligten Rechtsgebieten Ehegüter-, Erb-, Gesellschafts- und Steuerrecht. Lernziele Die Studierenden sind mit den zentralen Fragestellungen vertraut, die sich bei der Nachfolge in und der Umstrukturierung von Unternehmen aus der Sicht des Ehegüter- und Erbrechts, des Gesellschafts- sowie des Steuerrechts stellen und verstehen die Zusammenhänge zwischen diesen Rechtsgebieten. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Unternehmenssteuerrecht: Grundlagen Dozierende NN Inhalt Die Vorlesung befasst sich vertieft mit der Besteuerung von Unternehmen (Personen- und Kapitalunternehmen) sowie mit der Besteuerung der an einem Unternehmen Beteiligten. Untersucht werden die Steuerfolgen während des gesamten Lebenszyklus des Unternehmens – von dessen Gründung über den Fortbestand bis hin zur Auflö- sung. Grundsätzlich ausgeklammert bleibt jedoch die steuerliche Behandlung von Unternehmensumstrukturierungen. Der Inhalt der Vorlesung soll anhand von Übungs- fällen interaktiv erarbeitet und veranschaulicht werden. Erwartet wird eine selbständige Vor- und Nachbereitung des Vorlesungsstoffs. Voraussetzungen Besuch der Vorlesung «Einführung ins Steuerrecht» oder «Steuerrecht der natürlichen Personen» Lernziele Erwerb von theoretischem und praktischem Basiswissen im Unternehmenssteuerrecht Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Unternehmenssteuerrecht: Verkauf, Reorganisation und Sanierung von Unter- nehmen Dozierende NN Inhalt Reorganisationen, Unternehmensverkäufe und Sanierungen sind spezielle Geschäfts- vorfälle, welche in der Regel eine Vielzahl von Rechtsfragen aufwerfen und Auswirkun- gen auf mehrere Steuerarten haben können. Gegenstand dieser Vorlesung sind die steuerrechtlichen Fragen, welche sich auf Gesellschafts- bzw. Gesellschafterebene aus diesen besonderen Geschäftsvorfällen ergeben. Die Veranstaltung orientiert sich an Problemstellungen aus der Beratungspra- xis. Ein wesentlicher Teil des Vorlesungsstoffes wird anhand praxisbezogener Übungs- fälle interaktiv erarbeitet und veranschaulicht. Nicht selten zeigt sich, dass je nach Sachverhaltsgestaltung unterschiedliche Steuerfolgen resultieren. Die Abschätzung von steuerrechtlichen Risiken, die Beurteilung der Steuerfolgen wie auch die Steuer- planung sind Aufgaben, welche in besonderem Masse mit dem behandelten Themen- gebiet verknüpft sind. Voraussetzungen Steuerrechtliche Grundkenntnisse (z.B. durch Besuch einer der folgenden Vorlesun- gen: «Schweizerisches Steuerrecht», «Steuerrecht der natürlichen Personen» bzw. «Unternehmenssteuerrecht: Grundlagen») sind für diese Vorlesung hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Lernziele Erwerb von theoretischem und praktischem Wissen im Zusammenhang mit der steuer- lichen Beurteilung von Unternehmensverkäufen, Reorganisationen und Sanierungen Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht 65 Lehrveranstaltung Vertragsgestaltung und -durchsetzung Dozierende Prof. Jörg Sprecher Inhalt In dieser Lehrveranstaltung werden anhand praktischer Beispiele Grundlagen und Methodik der Vertragsgestaltung vermittelt. Die Studierenden üben das Formulieren von unterschiedlichen Verträgen und Vertragselementen. Sie lernen dadurch Denk- weise, Methode und Instrumentarium der/s rechtsberatend tätigen Vertragsjuristin/en kennen. Zudem diskutieren sie die Grenzen der Gestaltungsfreiheit, insbesondere die Begrenzung durch zwingendes Recht (z.B. im Arbeits- und im Konsumentenschutz- recht) sowie Probleme bei der Durchsetzung im Rahmen des Zivilprozess-, des Schuldbetreibungs- und des Konkursrechts. Die Teilnehmenden schreiben während der Präsenzveranstaltungen eigene kurze Texte. Die eigene Schreibaktivität ist für den Lernprozess zentral. Voraussetzungen OR, Sachenrecht, Zivilprozessrecht und SchKG auf Bachelorstufe Lernziele Die verschiedenen Stadien der Vertragsgestaltung, Vertragselemente sowie Verhandlungsgrundsätze und -techniken kennen Struktur und Sprache von Verträgen analysieren und beurteilen; konstruktives Feedback erteilen Konkrete Verträge gestalten können, u.a. Kauf einer beweglichen Sache; Kreditvertrag; Allgemeine Geschäftsbedingungen; Onlinevertrag; Arbeitsver- trag Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht Lehrveranstaltung Völkerstrafrecht Dozierende lic. iur. Elisabeth Baumgartner lic. iur. Marie-Ursula Kind Inhalt Völkerstrafrecht ist zwar nicht ein gänzlich neues Rechtsgebiet, dennoch hat es – nach bedeutenden Anfangsentwicklungen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg – erst nach dem Kalten Krieg, in den vergangenen dreissig Jahren eine grössere praktische Bedeutung erlangt. Wir werden die wichtigsten Entwicklungen des Völkerstrafrechts beleuchten, auch als Teil einer breiteren Vergangenheitsaufarbeitung oder Übergangs- justiz (Transitional Justice). Anhand von konkreten Beispielen aus verschiedenen Län- derkontexten und aktuellen Fällen aus der internationalen Strafjustiz (Internationaler Strafgerichtshof, UNO-Tribunale für Ruanda, Ex-Jugoslawien und Sierra Leone; natio- nale Verfahren in Guatemala, Argentinien und in der Schweiz) wird analysiert, wie Völ- kerstrafrecht zur Versöhnung und Konflikttransformation beitragen kann und welche strafrechtlichen und prozessualen Fragen sich dabei stellen. In der Vorlesung wird auch die Umsetzung zentraler Punkte des Römer Statutes des Internationalen Strafge- richtshofes ins Schweizer Recht behandelt. Die Dozentinnen bringen langjährige praktische Erfahrung im Bereich Völkerstrafrecht und Vergangenheitsarbeit mit, unter anderem in den Anklagebehörden internationaler Strafgerichte (Ex-Jugoslawien und Sierra Leone). Sie haben zahlreiche internationale Organisationen, Regierungen, Wahrheitskommissionen, Gerichte und zivilgesellschaft- liche Akteure in der ganzen Welt zu Fragen der Vergangenheitsaufarbeitung beraten (z.B. Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Georgien, Nordirland, Armenien, Tunesien, Mali, Zimbabwe, Burundi, Philippinen, Kolumbien). Diese praktischen Erfahrungen werden in die Vorlesung einfliessen. Voraussetzungen Strafrecht AT und BT; Kenntnisse im Strafprozessrecht und im Völkerrecht sind von Vorteil. Lernziele Die Studierenden sollen anhand konkreter Fallbeispiele und durch die Lektüre von Originaltexten einen Überblick über den aktuellen Stand des materiellen Völkerstraf- rechts und des Völkerstrafprozessrechts gewinnen. Dazu gehören u.a. die historische Entwicklung des Rechtsgebietes, der derzeitige Bestand an völkerstrafrechtlichen Verbrechen, die zu ihrer Beurteilung zuständigen internationalen Gerichte sowie die Frage des Verhältnisses zwischen Völkerstrafrecht und nationalem Strafrecht. Masterprofil Kriminalität & Strafjustiz / Internationales Recht & Menschenrechte 66 Lehrveranstaltung Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit Dozierende Prof. Jürg-Beat Ackermann Inhalt In der Vorlesung «Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit» interessiert uns primär jenes Sanktionenrecht, welches Rechtsgüter der Allgemeinheit (kollektive Rechtsgüter, Universalrechtsgüter) bzw. Gemeininteressen schützt. Im Zentrum stehen Phänomene wie die Unterweltwirtschaft, Organisiertes Verbrechen, Wirtschaftsspionage sowie Akteure, die die legale Wirtschaft gezielt manipulieren, um enorme Gewinne zu erzielen oder massive Schäden zu verursachen. Solches Verhal- ten gefährdet nicht nur einzelne Marktteilnehmer, sondern untergräbt das Vertrauen in Wirtschaft und Staat insgesamt. Das Wirtschaftsstrafrecht dient hier dem Schutz unse- rer gemeinsamen Interessen. Dabei lassen sich grob zwei Bereiche unterscheiden: 1. Strafrecht, welches illegale Märkte zu verhindern sucht Dieser Teil der Vorlesung befasst sich mit strafrechtlichen Instrumenten zur Bekämp- fung illegaler wirtschaftlicher Strukturen, insbesondere: Geldwäscherei Kriminelle und terroristische Organisationen Schattenwirtschaft und Menschenhandel Wirtschaftsspionage 2. Strafrecht, welches ungerecht-verzerrendes Verhalten auf legalen Märkten verdrängen will Der zweite Schwerpunkt liegt auf strafbarem Verhalten innerhalb der legalen Wirt- schaft, das den fairen Wettbewerb untergräbt. Vertieft behandelt werden: Korruptionsstrafrecht Kartellstrafrecht UWG-Strafrecht Börsen- und Finanzmarktstrafrecht Das Wirtschaftsstrafrecht zum Schutz der Gemeininteressen boomt derzeit ganz besonders und befindet sich national wie international in einer Phase dynamischer Entwicklung. Ergänzend beleuchtet die Vorlesung ausgewählte Fragen der Strafverfol- gung sowie den stetig wachsenden Einfluss von Compliance. Voraussetzungen Für die Vorlesung «Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit» sind keine besonderen Kenntnisse des Wirtschaftsrechts oder der Wirtschaftswissenschaften erforderlich. Die erforderlichen Grundlagen werden im Rahmen der Veranstaltung vermittelt. Die Veran- staltung ist eigenständig konzipiert und unabhängig von der Vorlesung «Wirtschafts- strafrecht und Individuen». Lernziele Nach Abschluss der Vorlesung verfügen die Studierenden über ein anwendungsorien- tiertes Grundwissen im Bereich «Wirtschaftsstrafrecht und Allgemeinheit». Sie sind mit praxisrelevanten Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität vertraut und können die zugrunde liegenden rechtlichen Zusammenhänge einordnen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Wirtschaftsstrafrecht und Individuen Dozierende Prof. Jürg-Beat Ackermann Inhalt Wirtschaftsstrafrecht ist boomendes Strafrecht – ein Strafrecht mit vielen interessanten Besonderheiten und zahlreichen Schnittstellen zu anderen Rechtsgebieten. Viele An- waltskanzleien, Unternehmen, Wirtschaftsberatungs- und Revisionsbüros, Staatsan- waltschaften usw. haben heute entsprechende Spezialistinnen und Spezialisten. Zunächst werden die Besonderheiten dieses Fachgebietes ausgeleuchtet. Einige Stichworte sind: Internationales Wirtschaftsstrafrecht, Kausalitätsfragen und Gremien- entscheide, Probleme bei der Vermögenseinziehung, Unternehmensstrafrecht, Kon- zernstrafrecht, Geschäftsherrenhaftung, Vertreterhaftung etc. Das zentrale Wirtschaftsdelikt ist der Betrug zum Schutz wahrer Informationen. Die Lüge ist zwar Teil des Wirtschaftsalltags. Zugleich ist die Wahrheit vorausgesetzt für 67 einen optimalen Entscheidungsprozess. Bei diesem Spannungsverhältnis werden wir uns etwas aufhalten und zahlreiche, Ihnen wohl noch ganz unbekannte Formen der arglistigen Täuschung behandeln. Wirtschaftliches Handeln verlangt nicht nur nach Wahrheit, sondern auch nach Ver- trauen. Entsprechend bedeutungsvoll ist der Schutz gegen Veruntreuung und unge- treue Geschäftsbesorgung und den noch so unbekannten Wucher. In diesem Zusam- menhang lernen Sie etwa das «Frontrunning» kennen oder was es strafrechtlich mit «Retrozessionen» und «schwarzen Kassen» auf sich hat. Zum Schluss möchten wir noch einen Einblick ins Geheimnisschutzstrafrecht, ins Immaterialgüter- oder Innovati- onsschutzstrafrecht und ins Insolvenzstrafrecht wagen. Voraussetzungen Strafrecht AT und BT von Vorteil. Diese Vorlesung setzt indes keine besonderen Kenntnisse der Wirtschaft, des Wirtschaftsrechts oder der Betriebs- und Volkswirt- schaftslehre voraus. Alles, was Sie hiervon für das Wirtschaftsstrafrecht l benötigen, wird Ihnen in dieser Vorlesung vermittelt. Lernziele Die Studierenden verfügen über ein anwendungsorientiertes Grundwissen im Bereich Wirtschaftsstrafrecht l und sind in der Lage, praktische Fälle zu lösen. Masterprofil Unternehmens- & Steuerrecht / Kriminalität & Strafjustiz Lehrveranstaltung Workshop zur aktuellen juristischen Grundlagenforschung Dozierende Prof. Vagias Karavas Prof. Michele Luminati Inhalt Die Veranstaltung versteht sich als ein wissenschaftliches Forum zur Verhandlung grundlegender Rechtsentwicklungen. Sie bietet dabei Gelegenheit, klassische und zeitgenössische Grundlagentexte zu lesen, zu diskutieren und mit aktuellen Rechtsfra- gen in Verbindung zu bringen. Methodisch ist diese Verbindung zum einen durch Ein- beziehung eines weiten Kreises anderer Wissenschaftsdisziplinen wie der Philosophie, Soziologie, Anthropologie, Theologie, Geschichte, Literaturwissenschaft sowie der So- zial- und Kulturtheorie zu suchen, zum anderen im Wege des Experiments mit neuen Konzepten, Unterscheidungen und Grenzbestimmungen des Rechts. Ein solches ex- perimentelles Vorgehen entspricht den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforde- rungen des Rechts, für deren Bewältigung es entscheidend darauf ankommen wird, über punktuelle Anpassungen der Rechtsdogmatik hinauszublicken und deren grundle- gende Begriffe und Unterscheidungen kritisch zu reflektieren. Das Lektüreseminar will insoweit an die aufgeklärte universitäre Tradition der Einheit von Forschung und Lehre anknüpfen und stellt sich damit in bewusstem Kontrast zur zunehmenden Verschulung des juristischen Studiums. Voraussetzungen – Lernziele Die Studierenden sollen methodische Kompetenzen zur Behandlung juristischer Prob- lemlagen erwerben, indem sie grundlegende rechtliche Unterscheidungen reflektieren, gewohnte rechtsdogmatische Konstruktionen überdenken und eigene Lösungsansätze für konkrete Rechtskonflikte entwickeln. Masterprofil – 68 Lehrveranstaltung Zivilprozessrecht (Vertiefung) Dozierende Ass.-Prof. Melanie Huber-Lehmann Inhalt Die Lehrveranstaltung dient der vertieften Auseinandersetzung mit praktisch relevanten Fragen des Zivilprozessrechts. Wie ist eine Rechtsschrift aufgebaut? Wie ist eine Be- weisverfügung ausgestaltet? Wie läuft eine Hauptverhandlung ab? Die einzelnen Schritte des Zivilprozesses von der Ausarbeitung der Klageschrift bis zur Eröffnung des Urteils werden veranschaulicht und vertieft. Die besprochenen Themen sind alle von grosser Relevanz nicht nur für die Praxis, sondern auch für die Anwaltsprüfung. Die interaktive Ausrichtung setzt Vorbereitung und mündliche Mitarbeit voraus. Voraussetzungen Bachelorstoff, insbesondere «Zivilverfahrensrecht» Lernziele Sattelfestigkeit im Umgang mit zivilprozessrechtlichen Normen und Begriffen Vertiefung des erstinstanzlichen ordentlichen Verfahrens sowie des Rechtsmit- telverfahrens besseres Verständnis des Handwerks des Prozessierens Verständnis zivilprozessualer Funktionszusammenhänge Masterprofil Streiterledigung 69 SUMMER SCHOOL Lehrveranstaltung Lucerne Academy for Human Rights Implementation Dozierende Prof. Sebastian Heselhaus et al. Inhalt The Lucerne Academy for Human Rights Implementation is a worldwide 2-week pro- gramme of coursework and hands-on learning for law students and legal practitioners held in the heart of Europe at the University of Lucerne, Faculty of Law, in Switzerland, in partnership with several distinguished international law schools. It will be offered in July at the University of Lucerne. This is a summer school with a distinctly global relevance. Given the realities of human rights implementation, the focus of the programme will be on the challenges and practi- cal aspects of litigation and advocacy of human rights. Students will not only learn about the field of human rights, but about how to incorporate that knowledge into the actual work of defending human rights. Special focus will be placed on advocacy skills such as case assessment and oral argumentation. Students will be given a choice of coursework on a variety of topics related to human rights on progressive and traditional issues under both the European Convention of Human Rights and the UN Conventions. In addition, the summer school includes two excursions, one to the UN Headquarters (Geneva) and one to the European Court of Human Rights (Strasbourg). This is a sum- mer school with a global focus established to create a dynamic and unique training programme in human rights. Participants can earn seven (7) ECTS credits for the successful completion of the courses and lunch seminars. All successful participants will be awarded Certificates of Completion. Voraussetzungen Master students, good command of English, interest in Human Rights Lernziele Increase the student’s knowledge of human rights law and practical training of topics related to human rights on both progressive and traditional issues. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte 70 MOOT COURTS Lehrveranstaltung Helga Pedersen Moot Court Competition (HPMCC) Dozierende Prof. Sebastian Heselhaus Inhalt The course prepares for the participation in the Helga Pedersen Moot Court Competi- tion (HPMCC). This moot court is jointly organised by the European Law Students’ Association (ELSA) and the Council of Europe. The subject of the moot court is a hu- man rights case under the European Convention on Human Rights. The teams submit pleadings for both sides, the applicant and the respondent to the case. From all teams registered for the competition 18 teams will qualify for the final oral round. The final oral round is annually held in Strasbourg with the pleadings taking place at the European Court of Human Rights (ECtHR) and the Council of Europe. Judges of the ECtHR may sit on the bench. In former years the University of Lucerne participated successfully, and the team was awarded “Best Team of the Regional Round” and qualified for the finals in Strasbourg. This moot court competition is a unique opportunity to gain practical experience in Hu- man Rights Law and to plead in front of the ECtHR. Participating in a moot court has an extremely high reputation among law firms. Students will be guided by coaches ex- perienced in moot court competitions and are trained in Human Rights Law as well as in presenting legal arguments. In addition, the team will participate in a pre-moot court before the finals take place (if possible). The attendance of the course might serve as a basis for the master thesis. Voraussetzungen Basic knowledge of Human Rights Law; good command of English Lernziele In-depth analysis of specific Human Rights Law problems and the jurisdiction of the ECtHR; development of practical lawyer’s skills; providing contacts to leading law firms. Masterprofil Internationales Recht & Menschenrechte Lehrveranstaltung Swiss Moot Court Dozierende Diverse Inhalt Der Swiss Moot Court ist ein Plädoyer-Wettbewerb, der allen Studierenden offensteht, welche an einer Schweizer Rechtsfakultät immatrikuliert sind (und den Master noch nicht abgeschlossen haben). Er bietet ihnen die Möglichkeit, das bis anhin angeeignete Wissen in die Praxis umzusetzen. Der zu lösende Fall behandelt verschiedenste Rechtsfragen und beschlägt jedes Jahr ein anderes Gebiet des Schweizer Rechts. In einer ersten Runde verfassen die Teams, bestehend aus zwei bis vier Personen, eine Rechtsmittelbeschwerde sowie eine Beschwerdeantwort zu einem vorgegebenen Fall. Die zwölf besten Teams qualifizieren sich für die mündliche Runde am Bundesgericht in Luzern. Dort werden sie vor einer Jury bestehend aus Bundesrichtern, Rechtsanwäl- tinnen und Rechtsprofessoren ihre Plädoyers halten. Nicht nur die Stichhaltigkeit der vorgebrachten Argumente, sondern auch die Überzeugungskraft sowie Rhetorik wer- den bewertet. Die zwei besten Teams treten anschliessend im Finale gegeneinander an. Voraussetzungen – Lernziele – Masterprofil − 71 Lehrveranstaltung Willem C. Vis Moot Court Dozierende Ass.-Prof. Oliver William Roxane Schmidgall, MLaw Inhalt The Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot is a competition in the course of which close to 400 university teams from all over the world compete against each other representing the parties of a fictive case in front of simulated arbitration panels. The case revolves around typical issues arising out of the UN-Convention on Interna- tional Sale of Goods (CISG) and the field of International Commercial Arbitration. On the basis of the case the participants draft a Memorandum for Claimant and subse- quently for Respondent. The week before Easter the oral pleadings take place in Vienna. The course aims at teaching the participants in different theoretical and practical skills of a lawyer. On one side it inseminates profound knowledge of the CISG, international commercial arbitration, and comparative law. On the other side, the participants ac- quire skills such as drafting memoranda, performing oral pleadings, broadening and strengthening the command of the spoken and written English language. Last but not least, the participants experience the intensive teamwork in a group of ambitious stu- dents. Voraussetzungen Bachelor’s degree; good command of English Lernziele Education of particularly proactive, interested and talented students in different theoretical and practical juridical skills in the English language. Masterprofil Streiterledigung 72 FALLLÖSUNGEN Falllösungen Privatrecht Dozierende Prof. Dirk Trüten / Dr. Janine Camenzind / Dr. Thomas Iseli / Dr. Michel Verde Falllösung Öffentliches Recht Dozierende Prof. Andreas Abegg / Prof. Max Baumgart / Prof. Roland Norer / Dr. Philipp Rebsamen Falllösung Strafrecht Dozierende Dr. Claude Bertschinger / Dr. Richard Ehmann / Dr. Rahel Goldenberger / Dr. Marcus Stadler Inhalt Die Falllösung ist ein weiterer Teil eines modular aufgebauten Programms zum Erwerb der Kompetenz des Verfassens juristischer Texte. Es soll mit ihr die Fähigkeit geschult und geprüft werden, eine positiv-rechtliche Fragestellung nach den Regeln des juristi- schen Gutachtens kunstgerecht zu beantworten. Voraussetzungen Als Zulassungsvoraussetzung müssen die Erstjahresarbeit und das Proseminar bestanden sein. Lernziele Erwerb der Kompetenz des Verfassens juristischer Texte 73 GASTLEHRVERANSTALTUNGEN Lehrveranstaltung Einführung in das Europäische Strafrecht Dozierende Prof. Bernd Hecker, Universität Tübingen, D Inhalt Die Strafrechtsentwicklung in Europa wird von zahlreichen und vielschichtigen Europäi- sierungsfaktoren allgemeiner und bereichsspezifischer Natur geprägt. Ein echter euro- päischer Rechtsraum, in dem die nationalen Strafrechtssysteme vereinheitlicht sind bzw. eine supranationale Strafgewalt mit eigenen Justizorganen aufgrund eines genuin europäischen Straf- und Strafverfahrensrechts tätig ist, existiert auch nach Inkrafftreten des Reformvertrages von Lissabon (noch) nicht. Dennoch hat sich in der Strafrechtwis- senschaft die Rede vom «Europäischen Strafrecht» als allgemein anerkannter Sam- melbegriff für einen eigenständigen strafrechtlichen Forschungsgegenstand durchge- setzt. Es handelt sich dabei um eine Rechtsmaterie eigener Art, die sowohl strafrechts- relevantes Unions- und regionales Völkerrecht als auch unions- und völkerrechtlich be- einflusstes nationales Strafrecht umfasst. Im Blickfeld des Europäischen Strafrechts stehen somit zum einen alle das Straf- und Strafverfahrensrecht der europäischen Staaten unmittelbar oder mittelbar beeinflussenden Normen der europäischen Verträge (EUV, AEUV) und des Völkerrechts (EMRK) sowie das abgeleitete Recht (z. B. Richtli- nien, Verordnungen, Rahmenbeschlüsse, Übereinkommen) der supranationalen und internationalen Organisationen Europas (EU, Europarat, OECD). Zum anderen um- fasst das Europäische Strafrecht die durch Primär- und Sekundärrecht in vielfältiger Weise überlagerten Strafrechtsregelungen des innerstaatlichen Rechts, also das euro- päisierte nationale Strafrecht («nationales Europäisches Strafrecht»). Schweizerische Jus-Studierende mag die Vorlesung dazu anregen, über die Frage zu reflektieren, welche Auswirkungen ein EU-Beitritt der Schweiz auf das Schweizerische Strafrecht hätte (vgl. hierzu Satzger, SchwZStR 119 (2001), S. 94 ff.). Darüber hinaus behandelt die Vorlesung einige Themenbereiche, die für den Nicht-EU-Staat Schweiz von unmittelbarer rechtlicher Relevanz sind, namentlich die Einflüsse der EMRK auf das nationale Strafverfahrensrecht sowie bilaterale Kooperationsformen im Bereich der internationalen Rechtshilfe und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wie z. B. der am 1. März 2002 in Kraft getretene deutsch-schweizerische Polizeivertrag. Seit 12.12.2008 ist die Schweiz assoziiertes Mitglied der polizeilichen und justiziellen Schengenkooperation mit den EU-Mitgliedstaaten und somit noch stärker als je zuvor in die grenzüberschreitende europäische Strafrechtspflege eingebunden. Die Grenz- kontrollen an den Landesgrenzen sind entfallen. Bereits seit August 2008 arbeiten die Fahndungscomputer des Schengen-Informationssystems (SIS) und des nationalen Fahndungssystems Ripol zusammen. Im Übrigen dürfte die Strafrechtsentwicklung in- nerhalb der EU bei Schweizerischen Strafjuristen schon deshalb auf praktisches Inte- resse stoßen, weil sich aufgrund der zentralen geografischen Lage der von «EU-Aus- land» umgebenen Schweiz («Transitland») vielfältige transnationale Fallkonstellationen ergeben. Für deren rechtliche Bewältigung erscheint es ungemein hilfreich, die jeweili- gen EU-Bezüge zu kennen. Voraussetzungen Grundkenntnisse in den Bereichen Europarecht und Strafrecht Lernziele Die Vorlesung setzt sich zum Ziel, den Studierenden die Grundstrukturen und Grund- begriffe des Europäischen Strafrechts zu vermitteln. Im Mittelpunkt der Vorlesung ste- hen zum einen die Träger des Europäischen Strafrechts, die als institutionelle Akteure die rechtstatsächlichen Impulse für die Europäisierung der Strafrechtssysteme setzen und – in den ihnen jeweils eigenen Handlungsformen – entsprechende Maßnahmen treffen, z. B. durch Abschluss von Konventionen, Erlass von Richtlinien, legislative oder judikative Umsetzung europäischer Regelungsvorgaben in nationales Strafrecht etc. Sodann werden die zentralen Europäisierungsfaktoren – wie z. B. das Assimilie- rungsprinzip, der Anwendungsvorrang des Unionsrechts, die unionsrechtskonforme Auslegung sowie die Harmonisierung des Strafrechts – im Detail beleuchtet. Dabei werden stets die jeweiligen Bezüge zur schweizerischen Strafrechtspflege und zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz aufgezeigt. 74 Lehrveranstaltung Rechtsvergleichung im Vertragsrecht Dozierende Prof. Walter Doralt, Universität Graz, A Inhalt − Voraussetzungen − Lernziele Besseres Verständnis der Regelungsoptionen und Gestaltungsmöglichkeiten durch den Vergleich der Lösungen verschiedener Rechtsordnungen Lehrveranstaltung The Law and Economics of Behavioral Regulation Dozierende Prof. Avishalom Tor, Notre Dame Law School, USA Inhalt − Voraussetzungen − Lernziele − 75 NICHTJURISTISCHE FÄCHER Im Master können nebst zahlreichen juristischen bis zu zwei nichtjuristische Fächer besucht und angerechnet werden. Das breite Angebot erstreckt sich dabei über die ganze Universität Luzern mit ihren sechs Fakultäten (siehe elektronisches Vorlesungsverzeichnis unter https://vv.unilu.ch). Nachfolgend werden die nichtjuristischen Fächer im Angebot der Rechtswissenschaftlichen Fakultät aufge- führt. Lehrveranstaltung English for Law and Business (Advanced) Dozierende PD Dr. Gordon Millar Inhalt The sessions will be allocated to the following topics. Each topic will be exemplified with the help of a case/cases or an appropriate document. Legal Framework (knowledge of the common law) Legal Analysis and Argument (identifying and formulating legal issues, synthesising legal arguments, criticising legal arguments) Presenting Legal Arguments (the debating society culture, separating self and role) Legal Ethics (the language of ethics and policy) Business and the Law I (the language of tort and contract) Business and the Law II (the language of trusts) Management thinkers in English Creative Construction: business strategy and design Creative Destruction: innovation and change Voraussetzungen English from level B2; no native speakers admitted Lernziele In order to make the best out of an exchange semester, a double degree or an LLM in an Anglo-American context, preparation and acclimatisation is of great benefit. The same goes for a job start in an English-speaking context. This course aims to familiar- ise students with the legal and business English concepts, lexis and communication skills necessary to an effective start into an English-speaking experience. Lehrveranstaltung Français Juridique Dozierende Prof. Antoinette Maget Dominicé Inhalt Ce cours de français juridique permet l’approfondissement et l’élargissement des con- naissances linguistiques à l’oral comme à l’écrit, afin de préparer les étudiants/étu- diantes à un semestre d’échange dans une université francophone et à travailler dans un contexte multilingue, comme par exemple dans l’administration fédérale. Les participants/participantes lisent, écoutent et analysent des textes juridiques et des documents variés en relation avec des thèmes juridiques en Suisse et dans le monde. L’accent est particulièrement mis sur les compétences réceptives, comme l’analyse d’arrêts, et expressives, comme la présentation de dossiers législatifs, dans différents domaines du droit. Le programme comporte : des exercices de vocabulaire spécifique aux textes juridiques ; des comptes rendus d’articles de presse et d’émissions (radio et TV) portant sur différents domaines du droit (droit civil, droit public, droit international…) à l’écrit et à l’oral ; l’analyse de textes juridiques (textes de lois, arrêts, jugements…) à l’écrit et à l’oral. Voraussetzungen Niveau de français (Maturité) ou B1 Participation active à l’enseignement Lernziele A la fin du semestre, les participants/participantes : ont acquis le vocabulaire nécessaire pour travailler dans les principaux champs du droit ; 76 sont capables de comprendre et de contextualiser différents genres de textes en français ; peuvent analyser et présenter à l’oral ou à l’écrit une question juridique simple. Malgré le nombre réduit de leçons, les étudiants/étudiantes doivent avoir acquis – sous réserve d’une préparation et d’un apprentissage régulier – un niveau de français supé- rieur. Lehrveranstaltung Integrationskolleg CEPL Dozierende Prof. Lena Maria Schaffer; Prof. Sebastian Heselhaus; Dr. rer. oec. Joël Hüsler Inhalt Das Integrationskolleg zielt darauf ab, den Studierenden die verschiedenen Zugangs- weisen der drei Disziplinen Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft zu vermitteln und bietet ihnen die Möglichkeit, diese verschiedenen Zugänge auf bestimmte Frage- stellungen anzuwenden. Im Seminar werden drei Themen mit Bezug zum Klimawandel behandelt, die jeweils aus den Perspektiven der Politik-, Wirtschafts- und Rechtswis- senschaft beleuchtet werden. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich intensiv auf die einzelnen Sitzungen vorbereiten, um an den disziplinären und interdisziplinären Debatten teilnehmen zu können. Darüber hinaus wird jede*r Studierende ein Referat halten. Voraussetzungen – Lernziele – Lehrveranstaltung Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft Dozierende Prof. Michele Luminati Dr. rer. pol. Stefan Rieder Inhalt Das Integrationsseminar dient dem interdisziplinären Austausch zwischen Rechts- und Politikwissenschaft. Die Studierenden wählen ein Thema aus, halten dazu ein Referat und schreiben ein Essay. Zusätzlich wird ein «Kamingespräch» mit einem Gast die Gelegenheit zu einem einmaligen Erfahrungsaustausch bieten. Voraussetzungen Das Seminar richtet sich an Masterstudierende der Rechts- und der Politikwissen- schaft. Fortgeschrittene Bachelorstudierende können auf Anfrage zugelassen werden. Lernziele Verständnis von unterschiedlichen disziplinären Methoden und Theorien und Beteiligung an einem interdisziplinären Dialog Umgang mit empirischen Studien Beschäftigung mit aktuellen Problemen an der Schnittstelle von Recht und Politik Lehrveranstaltung Integrationsseminar Recht und Wirtschaftswissenschaft Dozierende Prof. Klaus Mathis (FS 2026) Inhalt Das Seminar bietet 9 Studierenden der Rechtswissenschaftlichen Fakultät die Möglich- keit, eine interdisziplinäre Arbeit aus dem Themenbereich «Umwelt, Wirtschaft und Menschenrechte» zu verfassen (FS 2026) und sie an einer Blockveranstaltung zu präsentieren. Die Veranstaltung richtet sich primär an Studierende im Master Plus «MLaw + Econo- mics & Management» sowie an alle übrigen Studierenden auf Masterstufe. Voraussetzungen Es werden keine inhaltlichen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Die Studierenden sollten jedoch die Motivation zur Erarbeitung neuer, inhaltlich anspruchsvoller Themenfelder mitbringen und sich für eine Diskussion aus interdisziplinärer Perspektive unter Einbe- zug rechtlicher und ökonomischer Argumente öffnen können. Lernziele – 77 Lehrveranstaltung Law and Justice in Literature and Film Dozierende Dr. Steven Howe Inhalt This course introduces students to a vibrant and vital area of interdisciplinary study. Readings of law with, against and across literature and film can (i) open up novel possibilities for understanding and critiquing legal values and ideologies, (ii) help engender a richer intellectual history of law, (iii) cast new light on key jurisprudential themes, and (iv) grant access to ethical issues frequently covered over in formal legal discourse. The recent ‘cultural turn’ in legal scholarship has, moreover, breathed new life into explorations of the moral and political significance of popular cultural represen- tations of law. The module proceeds in two parts. Part I will offer an overview of key texts introducing theories and methods in law-and-literature and law-and-film studies. Part II will focus on critical discussion of a selection of literary and cinematic case studies. Alongside classic and canonical texts that engage themes of law, justice and punishment, we will also consider a number of modern films, plays and novels that address urgent contem- porary issues. Voraussetzungen – Lernziele Upon completion of the module it is expected that students will: have a working knowledge of scholarly approaches to the study of law-and- literature and law-and-film; be conversant with a selection of literary and cinematic texts and the legal ideas they articulate; comprehend how legal-theoretical approaches might be applied to the study of literature and film; have an appreciation of recent developments in the fields of cultural-legal and law-and-humanities studies and of their value to legal work; have a deeper understanding of how law and (popular) culture interact in different contexts. Lehrveranstaltung Rhetorik Dozierende Prof. Ulrich Falk Inhalt Rhetorische Techniken spielen in vielen Bereichen des Lebens eine wichtige Rolle, von rein privaten Sozialbeziehungen bis zu Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen von Recht, Wirtschaft und Politik. Auf hohem Niveau praktiziert und auch systematisch gelehrt wurde Rhetorik wurde schon im Altertum. Die Beherrschung rhetorischer Tech- niken gehört auch heute zum unverzichtbaren Handwerkszeug vieler Berufe. Beson- ders wichtig ist gerade deshalb die Abwehrfunktion, die dem Wissen um jene Erfah- rungsregeln zukommt: Rhetorisch aufgeklärte Personen laufen weniger Gefahr, den Tricks professioneller Rhetorikverwender – zum Beispiel geschulten Verkäufern, Marketing-Experten oder Politikern – aufzusitzen. Gerade wenn man Objektivität und Rationalität hohen Wert beimisst, ist es notwendig, sich mit rhetorischen Techniken und Kunstgriffen auszukennen. Im Frühjahrssemester wird sich die juristische Lehrveranstaltung «Anwaltsrhetorik» anschließen, die mit einer benoteten schriftlichen Prüfung (5 Credits) endet. Die vorhe- rige Teilnahme an der Veranstaltung «Rhetorik für Juristen» wird nicht vorausgesetzt, kann sich aber in vieler Hinsicht als nützlich erweisen. Deshalb empfiehlt der Dozent den Besuch beider Veranstaltungen. Voraussetzungen – Lernziele Die Veranstaltung gibt in drei Blöcken eine anschauliche Einführung in die interdiszipli- nären wissenschaftlichen Grundlagen des Phänomens «Rhetorik». 78 FOR INTERNATIONAL INCOMING EXCHANGE STUDENTS ONLY Lehrveranstaltung Introduction to Swiss Law Dozierende Prof. Klaus Mathis Prof. Marc Thommen Prof. Rodrigo Rodriguez Inhalt The course gives an overview on Swiss law and provides incoming students with the background for their legal studies in Switzerland. Therefore, participation is highly rec- ommended. The course comprises three main parts: (1) Constitutional Law (i.e. the history of Swiss Constitutional Law, organisational structure of the Swiss State, funda- mental rights and the specific democratic political rights in Switzerland), (2) an intro- duction to the criminal justice system in Switzerland as well as (3) Civil Law (i.e. an overview of the law of persons, family law, contratcs, torts & Swiss company law). The lectures will be taught in class and on excursions. Voraussetzungen None Lernziele The course aims at providing students with a good understanding of the Swiss legal system, the organisation of the Swiss state and the principles of the Swiss political system. Aktuellste Infos: VV.UNILU.CH 79 WICHTIGE FAKULTÄTSADRESSEN Rechtswissenschaftliche Fakultät Frohburgstrasse 3, 6005 Luzern (Standort) 6002 Luzern (Postadresse) rf@unilu.ch T 041 229 53 00 www.unilu.ch/rf Dekanat | Empfang Öffnungszeiten: Raum 4.A03 (4. Stock) Montag bis Freitag, 08.00 bis 12.15 Uhr (in vorlesungsfreien Zeiten keine offiziellen Öffnungszeiten) Fakultätsleitung Dekan Prof. Andreas Eicker 041 229 53 68 Prodekanin Prof. Karin Müller 041 229 53 33 Prodekan Prof. Nicolas Diebold 041 229 53 40 Fakultätsmanagerin lic. iur. Madeleine Stämpfli 041 229 53 12 Fakultätsmanagement Fakultätsmanagerin lic. iur. Madeleine Stämpfli 041 229 53 12 Stv. Fakultätsmanager Dr. rer. soc. Stefan Bosshart 041 229 53 11 Studienberatung (inkl. Mobilität) lic. iur. Flavia Canali Villanueva 041 229 53 08 Daphne Röösli, MLaw 041 229 53 07 Charlotte Wolfisberg, MLaw 041 229 53 09 studienberatung-rf@unilu.ch Rechtsbibliothek | Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) Luzern Frohburgstrasse 3, 6005 Luzern (Standort) 6002 Luzern (Postadresse) T 041 228 77 57 info.upg@zhbluzern.ch www.zhbluzern.ch Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 07.30 bis 21.30 Uhr Samstag 07.45 bis 15.30 Uhr Wir wachsen weiter. Mit dir? Bei uns findest du spannende, herausfordernde Aufgaben und interessante Entwicklungs- möglichkeiten. Bewirb dich unter: tls-partner.ch Start your legal career at NKF Be part of a leading Swiss law firm where you can grow, achieve your goals and shape your career. Join us. homburger.ch/karriere inserat-a5-mm.indd 1inserat-a5-mm.indd 1 21.09.2022 14:32:5121.09.2022 14:32:51 UNI LU INFORMATION Universitaet Luzern Frohburgstrasse 3 6002 Luzern Mit der kostenlosen Schulthess Student Card profitieren Jus-Studierende von attraktiven Angeboten in der Schulthess Buchhandlung sowie im Onlineshop unter www.schulthess.com. Vorteile der Schulthess Student Card: • 20% Rabatt zum Semesterstart • 10% Rabatt auf alle Bücher • portofreie Lieferung in der Schweiz • spezielle Angebote für dein Jus-Studium • kostenfreie Nutzung der Schulthess-Arbeitsplätze • Pickup-Service: bis 13 Uhr bestellen, am nächsten Tag abholbereit Dein Begleiter im Jus-Studium www.schulthess.com/studentenkarte Jetzt online oder in der Schulthess Buchhandlung kostenfrei bestellen! Student Cardwww.schulthess.com

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