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    BERICHTSTITEL MAX

    2 A r t i k e l i n Z e i t s c h r i f t e n u n d B u c h b e i t r ä g e m i t G u t a c h t e r [...] –134). Leske + Budrich, Opladen. W e i t e r e w i s s e n s c h a f t l i c h e V e r ö f f e n t l [...] & Evaluation, 11 (1), S. 13–25. W e i t e r e A r b e i t e n , n a c h J a h r e n 2023 Balthasar,

    Grösse: 423 KB

    Erstellungsdatum: 26.01.2023

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    kvv_wgwp_FS12.pdf

    untitled Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS FRÜHJAHRSSEMESTER 2012 INFORMATION 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen...............................................................................................................................4 Termine .................................................................................................................................5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik.................................................6 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen........................................................12 Modul Weltgesellschaft ....................................................................................................12 Modul Weltpolitik..............................................................................................................27 Modulübergreifende Veranstaltungen ..............................................................................48 Modul Forschung-Praxis-Methoden .................................................................................50 Sonderveranstaltungen…………………………………………………...................................55 4 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/polsem Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, MA Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Leitung Studiengang Prof. Dr. Sandra Lavenex Büro 3.B14 E-Mail: sandra.lavenex@unilu.ch 041 229 55 90 Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Beteiligte Seminare KSF Politikwissenschaftliches Seminar E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Christine Waghorn—Gmür 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 5 Termine Frühjahrssemester 2012 Lehrveranstaltungen von Dienstag, 21. Februar bis Freitag, 1. Juni 2012 Ausfall der Lehrveranstaltungen: Freitag, 6. April bis Sonntag, 15. April: Osterpause Donnerstag, 17. Mai: Christi Himmelfahrt Montag, 28. Mai: Pfingsmontag Herbstsemester 2012 Lehrveranstaltungen von Montag, 17. September bis Freitag 21. Dezember 2012 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter http://www.unilu.ch/deu/master_46858.html publiziert. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldungen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der KSF erfolgen über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Für Veranstaltungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) ist keine Anmeldung über das Uni- Portal nötig, resp. möglich. Es wird empfohlen, sich in die Mailingliste (https://mlist-rf.unilu.ch/) der jeweiligen Veranstaltung einzutragen um wichtige Informationen und Dokumente auf diesem Weg zu erhalten. In der Veranstaltung selber wird dann darüber infomiert, wie und wann Sie sich zur Veranstaltungs- prüfung verbindlich anmelden können. 6 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundierte Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regionalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst die rechtlichen Aspekte zunehmender internationaler Institutionalisierung sowie die ökonomischen Aspekte zunehmender internationaler Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessender Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausgezeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 7 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von möglichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunktsetzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipieren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP in einer dieser Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften, oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Sandra Lavenex (sandra.lavenex@unilu.ch) Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Michael Buess, MA (michael.buess@unilu.ch) Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/weltgesellschaft-weltpolitik 8 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik Art der Veranstaltung Beschreibung CP Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 9 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Hodler: Internationale Ökonomie Mo 10.15 – 13.00 HS Gardner: Fundamental issues in the study of other cultures Mi 13.15 – 15.00 HS Görlich: Historische Anthropologie Do 13.15 – 15.00 14-tägig HS Haller: Political Ecology and New Institutionalism in Social Anthropology Do 10.15 – 12.00 HS Leemann: Land grabbing und ethnische Minoritäten Di 13.15 – 15.00 HS Lüchinger: Ökonomie als Sozialwissenschaft Di 13.15 – 15.00 MAS Baumann: The world’s most religiously diverse nation. The United States, pluralisation of religions and social cohesion Di 13.15 – 15.00 MAS Beyer: Finanzmarktkapitalismus Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Elsässer: Weltkino Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Göbel: Soziologie der Zivilisationen Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Holzer/Werron: Weltverkehr und Weltkommunikation: Zur Infrastruktur der Globalisierung Blockveranstaltung MAS Marchart: Gesellschaft – ein unmögliches Objekt. Zu aktuellen Gesellschaftstheorien Do 13.15 – 15.00 MAS Mersch: Geistiges Eigentum und Weltgesellschaft Fr / Sa Blockveranstaltung MAS Romano: Klimawandel: Massenmedien – Politik – Wissenschaft Mi 15.15 – 17.00 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Blatter: Politische Theorie II: Handlungs- und Institutionstheorien Di 13.15 – 15.00 VL Caroni: International Humanitarian Law Fr 13.15 – 15.00 VL Caroni: Public International Law Fr 10.15 – 12.00 VL Lavenex: Vergleichende Regionale Integration Mi 15.15 – 17.00 VL Morawa: Modern Foreign Relations Law and Diplomacy Mi 15.15 – 17.00 HS Blatter: HS zur Qualität von Demokratien und Demokratie- Messinstrumenten Mo 15.15 – 17.00 HS Emmengger: Varieties of Capitalism Mo, 2.4. – Do, 5.4. Blockveranstaltung HS Hodler: Entwicklungshilfepolitik Blockveranstaltung 10 HS Jurje: Europeanization: Theories, Methods and Empirical Findings Do 13.15 – 15.00 HS Lüchinger: Ökonomie als Sozialwissenschaft Di 13.15 – 15.00 HS Schaltegger/Opel/Behnisch: Steuerwettbewerb in Recht und Politik Di 08.15 – 10.00 HS Schlenker: Multikuturalismus in Theorie und Praxis Di 10.15 – 12.00 HS Serrano: Emerging Powers Mi 15.15 – 17.00 HS Speich: Export von Expertise. Die nicht-militärischen Interventionen der frühen UNO Mi 10.15 – 12.00 MAS Baumann: The world’s most religiously diverse nation. The United States, pluralistion of religions and social cohension Di 13.15 – 15.00 MAS Beer/Mattioli: Die Vermessung der Welt. Expeditionen in den Amerikas und im pazifischen Raum 1800 - 1930 Mo 15.15 – 17.00 MAS Dingwerth: Postnationale Demokratie Blockveranstaltung MAS Lavenex: Rules beyond boders Mi 13.15 – 15.00 MAS Morawa: Transitional Justice Blockveranstaltung Modulübergreifende Veranstaltung Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit KOL Lavenex/Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Di 15.15 – 17.00 KOL Schwörer: Forschungskolloquium für Bachelor- und Master-Studierende Mi 17.15 – 19.00 Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Hodler: Mathematik für WirtschaftswissenschaftlerInnen Mo 15.15 – 17.00 HS Kirchschlager: Der qualitative Forschungsprozess – Seminar zur Unterstützung empirischer Arbeiten Do 17.15 – 19.00 MAS Diaz-Bone: Grounded Theory und Situationsanalyse Do 13.15 – 15.00 MAS Merz: Qualitative Interviews Mi 10.15 – 15.00 ab 2. Mai MAS Raab: Qualitative Analyse visueller Daten: Bildordnungen und Bildanordnungen Fr / Sa Blockveranstaltung 11 Sonderveranstaltungen Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit Workshop Morawa/Coenen: Civil/Human Rights Workshop Di 15.15 – 17.00 Workshop Stichweh/Hartmann: Computer und Weltgesellschaft Workshop zusammen mit der Graduate School Freitag, 2. März 09.00 – 17.00 Workshop/ Exkursion Lavenex/Studenten: mehrtägige Exkursion zur EU nach Brüssel Mittwoch, 14. März bis Freitag, 16. März Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 12 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Internationale Ökonomie Dozent: Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 27.02.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit der internationalen Wirtschaft. Der Schwerpunkt der Vorlesung bildet die Theorie des internationalen Handels. Dabei werden Grundkonzepte wie Komparative Vorteile und Terms of Trade eingeführt, und es werden Handelsmodelle wie das Ricardo-Modell, das Heckscher-Ohlin Modell und Modelle der Faktormobilität besprochen. Diese Modelle erlauben es internationale Handelsmuster zu verstehen, und die Auswirkungen des internationalen Handels auf Wohlfahrt und Einkommensungleichheit zu diskutieren. Auch wird die empirische Relevanz dieser Modelle überprüft. In einem zweiten Teil der Vorlesung werden die Instrumente der Aussenhandelspolitik (Zölle, Importquoten und Exportsubventionen) und deren Auswirkungen analysiert. In einem dritten Teil wird auf Wechselkurse und andere Themen der internationalen Makroökonomie eingegangen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: roland.hodler@unilu.ch Material: s. Semesterapparat Literatur: Die Vorlesung basiert auf dem Lehrbuch von Krugman und Obstfeld. Originalversion: P.R. Krugman and M. Obstfeld (2009). International Economics: Theory and Policy, 8th edition. Addison Wesley. Deutsche Version: P.R. Krugman and M. Obstfeld (2009). Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Aussenwirtschaft, 8. Auflage, Pearson Studium. (Die neuere Version von Krugman, Obstfeld und Melitz eignet sich ebenfalls.) 13 Fundamental issues in the study of other cultures Dozent: PhD Donald Gardner Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 22.02.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Like all social sciences, anthropology implicitly takes a view on the mind, action and language, and raises issues in metaphysics, the philosophy of science, political philosophy and ethics. However, it is also thought to raise special questions because of its ambition to understand other cultures, many of the most striking of which involve very different "forms of life" (Wittgenstein). Moreover, globalization and the 'deterritorialization of cultures' has produced multi-cultural cities and suburbs around the world, which, in turn, have posed questions to governments no less than to the social sciences. This course aims, first, to introduce the range of issues and puzzles facing contemporary approaches to cross-cultural understanding, and, second, to show how deeply they are interconnected. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: donald.gardner@unilu.ch Literatur All literature will be provided electronically. Preliminary reading: Peter Winch. The idea of a social science. Or the translation of 1974. Die Idee der Sozialwissenschaft und ihr Verhältnis zur Philosophie (aus d. Engl. [übertr.] v. Roland Pelzer) 14 Historische Anthropologie (mit regionalem Schwerpunkt Ozeanien) Dozent: Prof. Dr. Joachim Görlich Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: 14-tägig, Do, 13.15 - 17.00, ab 23.02.2012 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Seit den siebziger Jahren hat sich eine Historische Anthropologie konstituiert, die – im Unterschied zur traditionellen, stark westlich perspektivierten Kolonialgeschichte – den "colonial encounter" als eine Auseinandersetzung und Verhandlung komplexer kultureller Interaktionen begreift. In der Veranstaltung sollen einige ihrer zentrale theoretische Positionen und Diskussionen anhand von Fallbeispielen dargestellt werden. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei auf Ozeanien, daneben werden aber auch Fallstudien aus Afrika, Mittelamerika und Südost-Asien besprochen. Folgende Themen sollen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen: die strukturhistorische Perspektive von Marshall Sahlins; koloniale Transformation als Übergang oder Bruch; Mimesis, Aneignung und Hybridisierung beim kolonialen Transformationsprozess; Kolonialismus und Modernität; die Politik (Konstruktion und Objektivierung) der Tradition; Ausübung kolonialer Dominanz durch kulturelle Repräsentationsmechanismen (Gouvernementalität). Umfang: Turnus: 2 Semesterwochenstunden 14-tägig Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: goerlich@eth.mpg.de Literatur Baud, M. 1997 Imaging the other: Michael Taussig on mimesis, colonialism and identity. Critique of Anthropology 17: 103-112. Cooper, F. 2005 Colonialism in question. Theory, knowledge, history. Berkeley: University of California Press. Sahlins, M. 1986 Der Tod des Kapitän Cook. Geschichte als Metapher und Mythos als Wirklichkeit in der Frühgeschichte des Königreiches Hawaii. Berlin: Wagenbach. Stoler, A. L. 2009 Along the archival grain. Epistemic anxieties and colonial common sense. Princeton: Princeton University Press. Thomas, N. 1992 The inversion of tradition. American Ethnologist 19: 213-232. 15 Political Ecology and New Institutionalism in Social Anthropology Dozent: Dr. Tobias Haller Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 23.02.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die politische Ökologie steht im Kontext der Debatte über die nachhaltiger Nutzung von Land in den 1980iger Jahren. Oft wurde vor dieser Zeit aus neomalthusianischer Perspektive Bevölkerungswachstum in den Ländern des Südens für Phänomene wie Bodendegradierung verantwortlich gemacht. Die politische Ökologie in Sozialanthropologie, Humangeographie, Ökonomie und Entwicklungsforschung hingegen ist als dezidierte Gegen- position zu verstehen. Eine zentrale Arbeit in diesem Bereich stammt von Piers Blaikie und Harold Brookfield die in Land Degradation and Society, Bevölkerungsdynamiken als wichtigsten Faktor von Umweltdegradierung ablehnen, und mit zahlreichen Beispielen historisch vergleichend aufzeigen, dass ungleicher Zugang zu Land als institutioneller Faktor von Bedeutung sei. Dabei wird auf den Zusammenhang zwischen transformierten Land- rechten und verändertem Ressourcenmanagement eingegangen, welche Degradierung von Weide, Agrarland und Wälder verursachen würden. Diese Ansätze erfuhren eine Verfeinerung in der Analyse wie Vorstellungen von Landrecht und Nachhaltigkeit zu orthodoxen Ansichten und Konzepten führen (Staatseigentum und Privateigentum), die vor allem den Akteuren des Staates und den verhandlungsmächtigen lokalen Akteuren einen Nutzen bringen, aber Degradierung zur Folge haben können (siehe Leach and Mearns (eds) 1996, Benjaminsen und Lund 2003 (eds.). In neueren Arbeiten (siehe Zimmerer und Basset 2003, Robbins 2004, Evers, S., Spierenburg, M and Wels, H. (eds). 2005) werden dann drei Bereiche hervorgehoben: - Erstens besteht ein Paradox auf der polit-ökonomischen, nationalen und internationalen Ebene, denn einerseits wird Liberalisierung und lokale Partizipation gefordert, während andererseits die Zunahme der staatlichen Kontrolle festzustellen ist (Kontexte sind Landreformen und Diskurse der nachhaltigen Entwicklung und Partizipation in Schutzgebieten (Cousins and Scoons 2010, Galvin and Haller eds 2008)). - Zweitens sollte in diesem Kontext untersucht werden, welche multiplen Formen von Recht und Regulierung im Zugang zu Ressourcen lokal vorhanden sind und sich etablieren (Rechtspluralismus). Hier stellt sich die Frage, wer an welchen rechtlichen Foren und Regeln in welchem Kontext interessiert ist (Evers, Spierenburg und Wels (eds) 2005, Benjamin 2008, Haller 2010 ed.). - Drittens findet eine Debatte über die verschiedenen Sichtweisen und Definition von Landschaft (landscape), Natur und Ressourcen wie Böden, Weiden und Wälder, statt, in welcher immer mehr die kontextspezifische Konstruktion von Identität im Aushandeln von Nutzungsrechten eine wichtige Rolle spielt (siehe z.B. Zimmerer und Bassett 2003, Kuba und Lenz (eds) 2006). Dabei soll auf die verschiedenen von den Akteuren verwendeten Ideologien und Diskurse eingegangen werden, die in spezifischen Macht- konstellationen als Legitimationsressourcen dienen (Haller 2010 ed). Theoretisch knüpft diese Debatte am Konzept des Neuen Institutionalismus an (Ensminger 1992, 1998), der als Analyserahmen für solche Kontexte Verwendung findet. Es geht dabei um eine neue Form der institutionellen Theorie, welche basierend auf den Arbeiten von Douglass North Institutionen als ein Konglomerat von Werten, Normen, Regeln und Regelwerken/Ge- setzen definiert, die Transaktionskosten (Koordinations-, Überwachungs- und Sanktionierungskosten) in der Interaktion mit anderen Nutzern zu reduzieren vermögen. Die Entstehung und Transformation von Institutionen ist aber von Machtfaktoren der involvierten Akteure abhängig und verläuft nicht zwingend nach der Selektion der ökonomisch effizientesten Instituti- onen, sondern aufgrund von Verhandlungsmacht und Ideologien (mit 16 Diskursen und Narrativen) der Akteure, welche wiederum von exogenen Faktoren beeinflusst werden. Dieses Zusammenspiel soll in der Veranstaltung diskutiert werden. Ein ausführliches Programm mit Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung abgegeben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: tobias.haller @anthrop.unibe.ch Hörer/innen.: Offen für Gasthörer/innen Literatur Ensminger, J. 1992. Making a Market. The Institutional Transformation of an African Society. Cambridge: Cambridge University Press. Ensminger, J. 1998. Anthropology and New Institutionalism. Journal of Institutional and Theoretical Economics 154(4):774-789. Benjamin, Ch. 2008. Legal Pluralism and Decentralisation: Natural Resource Management in Mali. World Development 34(11):2255-2276. Blaikie, P and Brookfield H. 1987. Land Degradation and Society.London and New York: Routledge. Evers, S., Spierenburg, M and Wels, H. (eds). 2005. Competing Jurisdictions. Lieden. Brill. Haller, T. (ed). 2010. Disputing the Floodplains. Institutional Change and the Politics of Resource Management in African Wetlands. Leiden: Brill. Leach, M and Mearns, R (eds). 1996. The lie of the land. Challanging Recieved Wisdom on the African Environment. Oxford/Portsmouth. James Currey/Heinemann. Kuba, R and Lentz, C. (eds). 2006. Land and the Politics of Belonging in West Africa. Leiden: Brill. Robbins, P. (2004). Political Ecology. London: Blackwell. Zimmerer, KS and Basset, TJ. (eds). s2003. Political Ecology. New Yourk/London:Guilford. 17 Land grabbing und ethnische Minoritäten Dozetin: Dr. phil. Esther Leemann Duchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 21.02.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Der globale Wettlauf um fruchtbare Böden und Wasserressourcen spitzt sich zu. Land grabbing ist an sich kein neues Phänomen, in unserer globalisierten Welt hat seine Bedeutung jedoch deutlich zugenommen. Durch den Erwerb von Konzessionen in den Ländern des Südens wollen wirtschaftlich potente Staaten die Ernährungs- und Energieversorgung der eigenen Bevölkerung langfristig gewährleisten, transnationale Unternehmen den direkten Zugriff auf bestimmte Ressourcen sichern. Die bisherigen Landrechte der Bevölkerung werden im Namen eines zweifelhaften Fortschritts aberkannt. In diesem Hauptseminar werden wir uns mit den sozialen, kulturellen und ökonomischen Konsequenzen des land grabbings beschäftigen, sowie mit der Frage, wie sich die Betroffenen gegen den Ausverkauf ihres Landes wehren. Betroffen davon sind auch ethnische Minoritäten, ihnen soll in der Veranstaltung ein besonderes Augenmerk gelten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: esther.leemann@unilu.ch 18 Ökonomie als Sozialwissenschaft Dozent: Ass.-Prof. Dr. oec.publ. Simon Lüchingern Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 21.02.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Ökonomie ist Sozialwissenschaft: Einerseits eignet sich der ökonomische Erklärungsansatz zur Analyse der verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche. Anderseits wird der Ansatz zunehmenden von anderen, angrenzenden Sozialwissenschaften beeinflusst. Ökonomie ist Sozialwissenschaft. Die Ökonomie ist eine Sozialwissenschaft mit einem äusserst breiten Anwendungsgebiet aber gleichzeitig einem klar definierten, einheitlichen Erklärungsansatz. In diesem Seminar soll gezeigt werden, dass der Ansatz fruchtbar und erfolgreich auf Bereiche wie Familie, Religion, Kriminalität und Korruption, Bürgerkrieg und Terrorismus oder Medien angewandt werden kann. Oft wird dabei eine ökonomische Analyse tradierte Ansichten in Frage stellen und neue, überraschende Erkenntnisse zu Tage fördern. Gleichzeitig wird die Ökonomie zunehmend von anderen Sozialwissenschaften beeinflusst. Der Austausch mit diesen Sozialwissenschaften erlaubt eine Erweiterung und Bereicherung des ökonomischen Verhaltensmodells. 1) Die Studierenden kennen und verstehen das ökonomische Verhaltensmodell und wichtige Erweiterungen. 2) Die Studierenden lernen den ökonomischen Erklärungsansatz selbstständig auf verschiedenste gesellschaftliche Bereiche anzuwenden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: simon.luechinger@unilu.ch 19 The world’s most religiously diverse nation. The United States, pluralisation of religions and social cohesion Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 21.02.2012 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In typical self-convinced manner of exceptionalism, Harvard Professor Diana L. Eck calls the United States the 'world's most religiously diverse nation', pointing to the strong plurality of different religions and faiths in contemporary American society. From the European perspecitve, the religous diversity in the United States appears to function well. Even more so, it is often referred to as an inspiring model for contested perceptions of the emerging religious plurality in European countries. Whereas religious diversity and social cohesion would go well together in America, in European countries the religious plurality would lead to tensions and conflicts and a threat to social cohesion, some argue. The seminar takes a historically informed look at the various developments of increasing religious plurality and the question of social cohesion. In contrast to the positive European perspective on the United States and its assumed welcoming nature, a closer look brings forth contested and exclusivist positions from the early Puritan colonies to debates about immigration and 'other' religions in the 19th, 20th and early 21st century. Topics of the seminar will be, amongst others, the idea of religious freedom in a 'Christian nation'; 19th century mass immigration, anti-Catholicism and exclusion of Chinese and Japanese; mid-20th century Black churches and the Civil Righs Movements as well as the Nation of Islam; the rise of the Religious Right and Moral Majority as well as contemporary controversies about Islam and mosque building projects. These and many other controversies point to rather less tolerant and welcoming periods and to strongly exclusivist positions of white Protestant Anglo-Saxons towards the religious 'others'. As such, the seminar will discuss what constitutes social cohesion of a religiously plural society and how best to achieve and secure social cohesion. The aim of the seminar is to introduce selected periods of US-American history of religous plurality and related tensions and controversies and refer these to the basic question of constituents of social cohesion. Voraussetzungen: Umfang: Depending on the students‘ skills of language, the course will be done entirely or partially in English. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 martin.baumann@unilu.ch Recommended literature Eck, Diana L., 2002, A New Religious America. How a "Christian Country has become the World's Most Religiously Diverse Nation, San Francisco: Harper Collins. Lambert, Frank, 2008, Religion in American Politics. A Short History, Princeton, Oxford. Princeton University Press. Portes, Alejandro/Rumbaut, Ruben G., 2006, Immigrant America. A Portrait, revised, expanded, and updated 3rd edition, Berkeley: University of California Press. Wuthnow, Robert, 2007, America and the Challenges of Religious Divesity, Princeton: Princeton University Press. 20 Finanzmarktkapitalismuns Dozent: Prof. Dr. Jürgen Beyer Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: weitere Termine: Fr, 24.02.2012, 10.15 - 12.00 FRO, 3.B56 Fr, 09.03. / Sa, 10.03., Fr, 30.03, Sa, 31.03.2010 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Der Finanzmarkt hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Einfluss und öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen und ist in zahlreiche Lebensbereiche vorgedrungen. In der Lehrveranstaltung werden Finanzmärkte aus soziologischer Perspektive in den Blick genommen. Neben einer Vermittlung von Grundlagen über Organisation und Funktionsweise der Finanzmärkte werden vor allem neuere Entwicklungen und krisenartige Phänomene im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Insbesondere soll im Seminar debattiert werden, ob die wachsende Bedeutung von Aktienmärkten, Investmentfonds, Analysten und Rating- Agenturen Merkmale eines marktwirtschaftlichen Strukturbruchs sind, der die Bezeichnung „Finanzmarktkapitalismus“ rechtfertigt. Darüber hinaus sollen mögliche gesellschaftliche Auswirkungen des Bedeutungszuwachses der Finanzmärkte angesprochen und diskutiert werden. Kenntnis zentraler wissenschaftlichen Positionen in der Soziologie des Finanzmarktes, erhöhte Präsentationserfahrung, geförderte Fähigkeit zur kritischen Analyse von Texten, verbesserte Befähigung zur Abfassung schriftlicher wissenschaftlicher Arbeiten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / Referat / 4 Kontakt: juergen.beyer@uni-hamburg.de Literatur Windolf, Paul, Hrsg. (2005): Finanzmarkt-Kapitalismus. Analysen zum Wandel von Produktionsregimen, Sonderheft 45 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Wiesbaden: VS Verlag. Beyer, Jürgen (2009): Varietät verspielt? Zur Nivellierung der nationalen Differenzen des Kapitalismus durch globale Finanzmärkte, in: Beckert, Jens / Deutschmann, Christoph (Hg.) Wirtschaftssoziologie (Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 49), Wiesbaden: VS Verlag, 2009, 305-325 21 Weltkino Dozent: Prof. em. Dr. Thomas Elsaesser Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 27.04..2012, 10.15 - 17.00, Sa, 28.04.2012, 09.15 - 16.00, Fr, 18.05.2012, 10.15 - 17.00, Sa, 19.05.2012, 09.15 - 16.00 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das europäische Autorenkino (und sein Nachfolger, das über Filmfestivals und Programmkinos konstituierte Weltkino oder world cinema) hat sich seit jeher gegenüber dem Hollywoodkino dadurch abgegrenzt, dass es glaubte, sich auf größeren Realismus berufen zu können. Realismus – welche poetologische Programmierung, epistemologische Grundierung oder psychologische Auffassung man auch mit diesem Begriff verbindet – ist aber im 21. Jahrhundert noch problematischer geworden als im 20., weshalb eine Neubestimmung eben auch des Weltkinos dringend notwendig geworden ist. – Das Seminar wird einige Vorschläge unterbreiten, wie man die Dynamik, aber auch die Aporien dieses Weltkinos verstehen und für die Zukunft des Kinos nutzbar machen kann. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: t.p.elsaesser@uva.nl Literatur Elsaesser, Thomas: Holland to Hollywood and Back: or Do we need a National Cinema? in: J.C.H. Blom, J.Th. Leerssen, P.de Rooy (eds) De onmacht van het grote: cultuur in Europa (Amsterdam: Amsterdam UP, 1993) 81-95. Elsaesser, Thomas: Hyper-, Retro-, or Counter-: European Cinema and Third Cinema Between Hollywood and Art Cinema in: J. King, A. Lopez, M. Alvarado (eds.), Mediating Two Worlds: The Americas and Europe 1492-1992 (London: BFI Publishing, 1992) 119-135. Elsaesser, Thomas: European Cinema: Face to Face with Hollywood. (Amsterdam: Amsterdam UP, 2005) 22 Soziologie der Zivilisationen Dozent: Prof. Dr. Andreas Göbel Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 02.03.2012, 10.15 - 12.00 FRO, U1.308 Fr, 04.05. / Sa, 05.05.2012 Fr, 25.05. / Sa, 26.05.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Seit einigen Jahren erfreut sich der Begriff der „Zivilisation“ in der internationalen und komparativen Soziologie eines neuen Zuspruchs. Das ist insofern erstaunlich, als der kulturtheoretisch ältere, stark typologisierende und sehr hoch aggregierte Begriff der Zivilisation theoretisch einige Kritik erfahren hatte. Zum Teil provoziert durch die von Shmuel Eisenstadt ausgehende Diskussion um die „Vielfalt der Modernen“, zum Teil provoziert auch durch die Weltsystemtheorie Immanuel Wallersteins, zum Teil schließlich motiviert durch den wechselseitigen Bezug dieser Diskursstränge aufeinander, hat in der internationalen Soziologie in den letzten Jahren ein sich offenbar davon unterscheidender Begriff der Zivilisation eine neue theoretische Prominenz gewonnen. Das Seminar möchte diesem Begriff und seiner analytischen Kapazität auf die Spur kommen und nach der Tragweite eines modifizierten Konzepts der Zivilisation für eine Soziologie der Weltgesellschaft (aber auch für eine ‚world history’) fragen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Kontakt: andreas.goebel@uni-wuerzburg.de Literatur Arnason, Johan P., S.N. Eisenstadt, Björn Wittrock (Eds.) (2005), Axial Civilizations and World History, Leiden, Boston: Brill; Arjomand, Said Amir, Edward A. Tiryakian (Eds.) (2004), Rethinking Civilizational Analysis, London u.a.: Sage; Bowden, Brett (Ed.) (2009), Civilization. Critical Concepts in Political Science, 4 Vols., London, New York: Routledge. 23 Weltverkehr und Weltkommunikation: Zur Infrastruktur der Globalisierung Dozenten: Prof. Dr. Boris Holzer, Dr. Tobias Werron Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 24.02.2012, 10.15 - 12.00 FRO, U1.308 Fr, 09.03. / Sa, 10.03. 2012 Fr, 11.05. / Sa, 12.05.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Entwicklungen der Verkehrs- und Kommunikationstechnologie haben die Dynamik von Globalisierungsprozessen entscheidend beeinflusst und gefördert. Das gilt insbesondere für die Zeit nach Erfindung und Verbreitung von Eisenbahn und Dampfschiff, Telegrafie und Telefon seit Mitte des 19. Jahrhunderts, die von Zeitgenossen auch als Periode des ‚Weltverkehrs’ bezeichnet wurde (z.B. Wirth 1906). Das Seminar geht von der Beobachtung aus, dass dieser historische Zusammenhang zwar immer wieder behauptet, aber noch kaum im Detail analysiert und erklärt worden ist. Dabei interessiert uns vor allem das Zusammenspiel zwischen Verkehrstechnologien (Eisenbahn, Dampfschiff, Automobil, Flugverkehr) und Medientechnologien (Telegrafie, Telefon, Radio, Fernsehen, Internet, Mobiltelefon), insbesondere ein heute längst selbstverständlicher Effekt elektrischer Kommunikationstechnologien (in der Literatur auch „Dematerialisierung“ der Kommunikation genannt), der darauf beruht, dass elektrische Medien das Kommunikationstempo vom Verkehrstempo entkoppelt und damit u.a. eine neuartige Konstellation von Verkehrs- und Kommunikationstechnologien begründet haben. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtung wollen wir uns in dem Seminar u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen: Welchen Anteil hatten neue Verkehrs- und Kommunikationsmöglichkeiten an der Globalisierung von Funktionsbereichen der Weltgesellschaft wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Religion, Kunst, Tourismus oder Sport? Sind beide voneinander abhängig – oder macht etwa die grenzenlose ‚Weltkommunikation‘ den ‚Weltverkehr‘ zunehmend überflüssig? Und welche künftigen Entwicklungen sind zu erwarten, wenn man ‚neue’ Technologien wie Flugverkehr, Mobiltelefon und Internet im Licht ‚älterer neuer’ Technologien wie Eisenbahn oder Telegrafie analysiert? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: tobias.werron@uni-blielefeld.de boris.holzer@unilu.ch Literatur Calhoun, Craig (1998): Community without propinquity revisited: communications technology and the transformation of the urban public sphere, in Sociological Inquiry, 68 (3), S. 373-393 Morozov, Evgeny (2011): The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedom, New York: Public Affairs Rantanen, Terhi (2009): When News Was New, Malden; Oxford: Wiley-Blackwell, 2009 Standage, Tom (1999): Das viktorianische Internet, St. Gallen/Zürich: Midas Stichweh, Rudolf (2005): Setzt die „Weltgesellschaft“ auf „Weltkommunikation“? S. 171-186 in: Michael Jäckel/Frank Haase (Hg.), In medias res. Herausforderung Informationsgesellschaft. München: kopaed Winseck, Dwayne/Robert M. Pike (2008): Communication and empire. Media markets, power and globalization, 1860–1910, Global Media and Communication 4: 7-36 Wirth, Albrecht: Der Weltverkehr, Frankfurt a. M.: Literarische Anstalt Rütten & Loening, 1906 24 Gesellschaft – ein unmögliches Objekt. Zu aktuellen Gesellschaftstheorien Dozent: Prof. Dr. Oliver Marchart Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine:: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 23.02.2012 FRO, 4.B51 Do, 10.05.2012, 09.15 – 13.00 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In der Geschichte der Sozialwissenschaften war ihr Grundbegriff, die Gesellschaft, immer schon umstritten. Simmel und Weber etwa kamen ganz ohne ihn aus. Adorno und später Luhmann plädierten hingegen für seine Beibehaltung. In den aktuellen Sozialtheorien, wie etwa bei Latour oder Laclau, erscheint Gesellschaft wiederum als ein paradoxes Objekt, das zugleich notwendig und unmöglich ist. Im Seminar werden wir diesen verschiedenen Wendungen, die dem Gesellschaftsbegriff gegeben wurden, an ausgewählten Texten nachgehen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: oliver.marchart@unilu.ch Literatur Urs Stäheli: „Gesellschaftstheorie und die Unmöglichkeit ihres Gegenstandes“, in Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, 21 (2), 1995, 361-390. Thorsten Bonacker: „Gesellschaft: Warum die Einheit der Gesellschaft aufgeschoben wird“, in Stephan Moebius, Andreas Reckwitz (Hg.): Poststrukturalistische Sozialwissenschaften, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2008, S.27-42. 25 Geistiges Eigentum und Weltgesellschaft Dozent: Dr. des. dipl. Soz. Christian Mersch Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 02.03.2012, 12.15 - 14.00 FRO, U1.308 Fr, 20.04. / Sa, 21.04.2012 Fr, 18.05. / Sa, 19.05.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: "Öl des 21. Jahrhunderts", "Währung der Wissensgesellschaft", "Lifeblood of our industry", sind nur einige der schillernden Schlagwörter, denen man begegnet, wenn man heute von Geistigem Eigentum in den Massenmedien liest. Das Seminar nimmt Eindrücke dieser Art zum Anlass, geistiges Eigentum und seine verschiedenen Erscheinungsformen zum Gegenstand soziologischer Analyse zu machen: im Mittelpunkt stehen dabei Patent- und Urheberrechte. Neben historischen und gesellschaftstheoretischen Fragestellungen (Wie sind diese Rechte entstanden? Wie lassen sie sich präzise begrifflich beschreiben? In welchem Zusammenhang stehen Geistige Eigentumsrechte und die Evolution der Gesellschaft?) werden auch stärker praxisbezogene Analysen zum Tragen kommen. So wird zum Beispiel danach gefragt, mit welchen Strategien moderne wissensbasierte Unternehmen Patente als Wettbewerbsinstrumente auf globalen Märkten einsetzen. Voraussetzung: Umfang: Die Ausstellung von Credits kann nur bei vollständiger Teilnahme an allen fünf Terminen erfolgen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. mersch@christian-mersch.com Hinweis: Die Vorbesprechung am 2. März findet als Webmeeting statt. Hinweise zur Teilnahme werden rechtzeitig mitgeteilt. Literatur Es wird eine Literaturliste mit den Referatstexten und weiterführender Literatur an alle Interessierten versandt. Diese dient als Grundlage für die Vorbesprechung des Seminars und die Verteilung der Referate am 2. März. 26 Klimawandel: Massenmedien – Politik - Wissenschaft Dozent: Prof. Dr. phil. Gaetano Romano Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 22.02.2012 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Wie kommen wissenschaftliche Problemstellungen zustande? Verlässt man sich auf die Diagnose von der funktionalen Differenzierung der modernen Gesellschaft müsste die Antwort zunächst die Definitionshoheit der Wissenschaft selbst herausstellen: wissenschaftliche Probleme sind die Probleme der Wissenschaft – und nicht unbedingt auch der Gesellschaft. Dem steht die massenmedial wie auch politisch regelmässig vorgetragene Erwartung gegenüber, nach der die Wissenschaft sich zumindest auch der Probleme der Gesellschaft annehmen sollte. Letztere zu definieren obliegt allerdings in erster Linie den Massenmedien – also einer kommunikativen Dynamik, die ganz anderen Regeln als jener der Wissenschaft folgt. Während schliesslich der Politik die Aufgabe zufiele, die als gesellschaftlich verbindlich anerkannten Probleme zu lösen – nach dann aber eben: politischen, also weder massenmedialen noch wissenschaftlichen, Kriterien. Am Beispiel der Klimadebatten soll der Frage nachgegangen werden, unter welchen Bedingungen es zu einer (allenfalls scheinbaren) Konvergenz von Problemdefinitionen der Wissenschaft, der Massenmedien und der Politik kommen kann. Diese Frage ist, wiederum wissenschaftlich gesehen, nur dann von Bedeutung, wenn an der theoretischen Diagnose von der funktionalen Differenzierung der modernen Gesellschaft fest gehalten wird. Denn nur dann verbieten sich Argumente, die kausale Determination unterstellen: etwa in der Art der These von der ‚Medialisierung’ der modernen Gesellschaft, die dann meinen muss, dass die Problem- definitionen der Massenmedien zugleich jene von Politik und Wissenschaft mit festzulegen vermögen. Ziel der Veranstaltung ist es, diese theorie- technischen Voraussetzungen in Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen zu diskutieren und auf die Konsequenzen in Hinblick auf die Analyse der neueren Klimadebatten zu reflektieren. Dabei stehen, zur allfälligen Weiterbearbeitung in der Form von Seminararbeiten oder Masterarbeiten, auch Materialien zur Verfügung, die im Rahmen National- fondsprojektes „Constructing Research Problems while Addressing Society´s Concerns. The Public Communication on Climate Change in Switzerland and its Impact on Science” erhoben worden sind. Die Veranstaltung ist entspre- chend als Forschungsseminar angelegt. Wichtigstes Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu zu motivieren, an einem offenen Forschungsprogramm zu partizipieren und dieses sowohl im Rahmen der Seminardiskussion wie auch im Rahmen von Seminararbeiten weiter zu entwickeln. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. alexandra.kratzer@unilu.ch Material: Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. 27 Modul Weltpolitik Politische Theorie II: Handlungs- und Institutionstheorien Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00 , ab 21.02.2012 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Wie kann man politische Entscheidungen, wie z.B. die Wahl eines Bundesrates im Parlament oder das Verhalten der Schweizer Regierung in internationalen Verhandlungen erklären? In der Politikwissenschaft basieren Erklärungen üblicherweise auf einer Handlungstheorie und den entsprechenden strukturellen Rahmenbedingungen, die das Handeln der Akteure beeinflussen. Bei den Handlungstheorien greift die Politikwissenschaft auf die beiden klassischen Menschenbilder der Sozialwissenschaften, den homo oeconomicus und den homo sociologicus zurück. Der homo oeconomicus versucht, durch strategisches Handeln seine Interessen umzusetzen, der homo sociologicus folgt dagegen den Normen, die er infolge seiner Rolle und/oder seiner Identität als angemessen empfindet. Aus der Philosophie, der Psychologie und den Kulturwissenschaften wurden weitere handlungstheoretische Modelle entwickelt, die in einer durch Information und Kommunikation gekennzeichneten Gesellschaft Relevanz besitzen, so z.B. das verständigungsorientierte Handeln, das rhetorische Handeln, das emotionale, das kreative und das symbolische Handeln. Bei diesen verschiedenen Handlungstheorien sind jeweils typische Strukturen relevant, welche, wenn sie eine gewisse zeitliche Stabilität besitzen, in den Sozialwissenschaften als Institutionen bezeichnet werden. Für den homo oeconomicus sind das formale Organisations- und Entscheidungsregeln, für den homo sociologicus z.B. Traditionen oder Routinen, während bei den anderen Theorien kommunikative Strukturen wie Konventionen, Leitbilder oder hegemoniale Diskurse im Vordergrund stehen. Die Veranstaltung ist zweistufig aufgebaut. Zuerst werden die verschiedenen Handlungstheorien dargestellt und verglichen. Im zweiten Teil wird dann gezeigt, wie man mit entsprechenden Institutionentheorien politische Prozesse und Ergebnisse verstehen und analysieren kann und wie man politische Steuerungs- und Governanceformen interpretieren und konzipieren kann. Die Veranstaltung verdeutlicht zum einen die breite interdisziplinäre Verankerung der modernen Politikwissenschaft und ermöglicht zum anderen den Studierenden anderer Fächer den Blick über den Tellerrand ihrer Disziplinen. Bei geringer Teilnehmerzahl wird die Veranstaltung als Hauptseminar durchgeführt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Offen für Fachfremde: Offen für nichtjuristisches Wahlfach Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Blatter, J. (2007): Governance – Theoretische Formen und historische Transoformationen. Baden- Baden: Nomos Etzrodt, Ch. (2003): Sozialwissenschaftliche Handlungstheorien. Eine Einführung. Konstanz: UVK 28 International Humanitarian Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Fr, 13.15 - 15.00 , ab 24.02.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Despite the fact that the UN Charter prohibits the use of force, armed con- flicts remain a reality in today's world. The special legal regime for situations of armed conflicts is provided by International Humanitarian Law (IHL). IHL neither addresses the reasons of nor the possible legal justifications of ar- med conflicts; instead it focuses on the protection of the victims of warfare. IHL aims at mitigating the effects of armed conflicts by constraining the means and methods of warfare and by obliging all parties of a conflict to pro- tect persons not engaged in hostilities, mainly civilians and soldiers out of combat. Humanitarian law therefore aims at limiting harm caused by wars, thereby accepting the existence of armed conflict in today’s world. The course offers an introduction to IHL, its development, legal bases and challenges. It focuses on the two branches of international humanitarian law, the law of Geneva (protection of victims) and the law of The Hague (means of warfare), the rules governing international and non-international armed conflicts as well as the implementation of those legal norms. These issues will be discussed and analyzed in the light of current developments, recent events and challenges to IHL. In addition, guest lecturers will deliver insights on practical issues of humanitarian law. Students are able to identify, analyze and assess issues relating to IHL when faced with situations of armed conflict. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of Public International Law and Human Rights Law is recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 5 Kontakt: martina.caroni@unilu.ch Literatur 1. Essential course materials • The Course Reader „International Humanitarian Law“; • Copies of the four Geneva Conventions and the three Additional Protocols to the Geneva Conventions. These can be ordered for free from the International Committee of the Red Cross (www.icrc.org). 2. Further Reading Further reading can be done on the basis of any book on International Humanitarian Law. 29 Public International Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Fr, 10.15 - 12.00, ab 24.02.2012 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: This course focuses on current issues of public international law. These may include, inter alia, nuclear non-proliferation, the peaceful use of nuclear energy, peace and security questions (including the question of the use of force and of self-defence), the “race for the arctic” and the issue of state responsibility for violations of international humanitarian law. As the course will be held in a seminar-like style, i.e. emphasising class discussions, active participation in the class is expected. In addition, guest lectures may give further insights into the questions discussed in class. School knowledge of English will be perfectly sufficient to attend and participate in the classes and pass the exam. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law and knowledge of English 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Graded written or oral exam / 6 Kontakt: nicole.scheiber@unilu.ch (Assistant) ramona.padretti@unilu.ch (Assistant) martina.caroni@unilu.ch Literatur 1. Essential reading materials • The course reader; • Materials accessible or distributed electronically, occasional handouts. 2. Further reading Further reading can be done on the basis of any book on Public International Law, for example: • Ian Brownlie, Principles of Public International Law, 7th edition, Oxford 2008; • Antonio Cassese, International Law, 2nd edition, Oxford 2005; • Malcolm N. Shaw, International Law, 6th edition, Cambridge 2008. 30 Vergleichende Regionale Integration Dozentin: Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00 , ab 29.02.2012 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Regionale Integration als freiwilliger, dauerhafter und institutionalisierter Zusammenschluss von Staaten mit regional begrenzter Reichweite ist ein relativ neues politisches Phänomen. Ziel dieser Zusammenschlüsse ist die funktionale Zusammenarbeit in einem oder mehreren Politikfeldern sowie die Friedenssicherung. Der Umfang der betroffenen Politikfelder, vor allem aber die institutionelle Tiefe der Integration und der Grad an Übertragung von Souveränität an supranationale Organe unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Zusammenschlüssen. Referenzpunkt der Vorlesung bildet die Europäische Union als fortgeschrittenste Form der regionalen Integration. Mit Blick auf ihre Geschichte, Institutionen und Policies werden die wichtigsten Theorien regionaler Integration vorgestellt. Auf dieser Basis werfen wir dann einen vergleichenden Blick auf andere regionale Zusammenschlüsse in Asien, Amerika, Afrika und im arabischen Raum. Neben der intensiven empirischen und analytischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Modellen regionaler Integration widmet sich die Vorlesung der Frage, ob das Phänomen der regionalen Integration eher als Baustein oder Stolperstein für die Herausbildung globaler Ordnungsstrukturen angesehen werden kann. Das Proseminar „Einführung in die Regionale Integration“ von Michael Buess vertieft Aspekte der Vorlesung und ist insbesondere für Studierende der Politikwissenschaft im Grundstudium empfehlenswert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: Pflichtlektüre zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Lindberg, L. N., Scheingold, S. A. Regional Integration: Theory and Research, Harvard University Press 1971 Duina, F. (2006). Varieties of Regional Integration: The EU, NAFTA and Mercosur. Journal of European Integration, 28(3), 247 - 275. Farrell, Hettne, B & L. Van Langenhove (Eds.), The Politics of Global Regionalism. Theory and Practice. London and New York: Pluto Press. Warleigh-Lack, A. (2006). Towards a Conceptual Framework for regionalisation: Bridging 'new regionalism' and 'integration theory'. Review of International Political Economy, 13(5), 750-771. Laursen, F. (Hrsg.) Comparative Regional Integration: Theoretical Perspectives, Ashgate 2003 Mattli, W. The Logic of Regional Integration: Europe and Beyond, Cambridge UP 1999 Telo, M. and, Joffe, George (eds.) European Union and New Regionalism: Europe and Globalization in Comparative Perspective, Ashgate 2001 31 Modern Foreign Relations Law and Diplomacy Dozent: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 22.02.2012 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course firstly introduces students to the basic concepts of diplomacy and how law (international and domestic) governs the conduct of foreign affairs. It then looks at case studies and current events to examine the practice of diplomacy and foreign relations law today. We will see how and why traditional forms of inter-state relations have changed in recent times and which new actors take part in, and in part dominate "diplomacy" and the formulation of foreign relations in law and practice (international organizations, popular movements, domestic stakeholders, multi-national corporations, etc.). We will also contemplate the question of the "use of force" by governments and nations when pursuing their foreign policy objectives, and how the current climate in international relations has affected the legal standards that govern them. This course constitutes not only an introduction to the development of the law of diplomatic relations but also proposes a more contemporary and contextualized perspective on the current challenges that this area of domestic and international law faces today. Through the study of this evolution from traditional forms of diplomacy to the current structures of diplomatic action, students will enhance their comparative skills as well as acquire a critical appraisal of the application of the normative framework in this area. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Class participation, assignments, written case study, written final examination / 6 Kontakt: alexander .morawa@unilu.ch Literatur 1. Was ist unentbehrlich? Reader. 2. Weitere Literatur (background readings) • YORAM DINSTEIN, War, Aggression, and Self-defense (Cambridge, 4th ed. 2005); • G. R. BERRIDGE, Diplomacy. Theory and Practice (Palgrave, 2005). 32 HS zur Qualität von Demokratien und Demokratie-Messinstrumenten (einjähriges Forschungsseminar I) Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termin: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00 , ab 27.02.2012 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: “Wir sind Weltmeister der Demokratie” – so betitelte das UNIMAGAZIN der Universität Zürich im Jahr 2007 ein Gespräch mit den Leitern des Nationalen Forschungsschwerpunktes „Herausforderungen der Demokratie im 21. Jahrhundert“. Vier Jahre später wurden die Ergebnisse des „Demokratiebarometers“ – eines der Projekte des Forschungsschwerpunktes – vorgestellt und zur Überraschung der Schweizer Medien/Bevölkerung/Wissenschaftler wurde die Qualität der Schweizer Demokratie im internationalen Vergleich nur als mittelmässig eingestuft. Wie ist diese Diskrepanz zu erklären und zu interpretieren? Das Forschungsseminar zielt darauf ab, diese und weitere Fragen im Zusammenhang mit der Qualität von Demokratien und von Demokratie- Messinstrumenten zu beantworten. Dazu werden zu Beginn des Kurses die demokratietheoretischen und dann die methodischen Grundlagen im Bereich der Konzeptbildung gelegt. Danach werden zwei etablierte Demokratie-Messinstrumente (-Indizes) und drei neuere Demokratie-Messinstrumente präsentiert und diskutiert. Wie sich zeigen wird, besitzen alle Demokratie-Messinstrumente Defizite, da sie aktuelle Herausforderungen und neue Verständnisse von Demokratie(qualität) im 21. Jahrhundert kaum in ihre Konzeptualisierungen aufnehmen. Deswegen sollen im zweiten Teil des Forschungsseminars (Sommer und Herbst 2012) die Studierenden in Forschungsteams folgenden Fragen nachgehen: 1. Wie können Aspekte, die in der jüngeren Demokratietheorie zentrale Bedeutung gewonnen haben (z.B. deliberative Qualität; Beteiligung/ Berücksichtigung aller Betroffenen), in der vergleichenden Demokratie- messung mehr Berücksichtigung finden und ggfs. in die bestehenden Demokratie-Messinstrumente eingebaut werden? 2. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Bewertung der existierenden Demokratien? Wie schneidet die Schweiz dann im internationalen Vergleich ab? Der Kurs liefert die Gelegenheit, zwischen dem ähnlich aufgebauten Methodenseminar im Grundstudium und der Abschlussarbeit Erfahrung mit empirischer Forschung zu sammeln. Er erfordert die Bereitschaft, im Laufe des Sommers Zeit und Energie zu investieren. Voraussetzungen: erfolgreicher Besuch der Vorlesung Demokratietheorie oder Lektüre von David Held: Models of Democracy vor Kursbeginn. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Arbeit an einem Forschungsprojekt im Laufe des Sommers / 4 Präsentation/Diskussion der Forschungsergebnisse im HS 2012 / 4 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. 33 Literatur Lauth, Hans-Joachim (2004): Demokratie und Demokratiemessung. VS-Verlag. Goertz, Gary (2006): Social Science Concepts. A User’s Guide. Princeton, New Jersey: Princeton University Press Es empfiehlt sich, diese beiden Bücher anzuschaffen. Munck, Gerardo & Jay Verkuilen (2002): Conceptualizing and Measuring Democracy. Evaluating Alternative Indices. In: Comparative Political Studies 51, 1, 5-34. Bühlmann, Marc et al. (2008): The Quality of Democracy. Democracy Barometer for Established Democracies. Working Paper No. 10a of the NCCR Challenges of Democracy in the 21st Century. [http://www.nccr-democracy.uzh.ch/nccr/publications/workingpaper/10] 34 Varieties of Capitalism Dozent: Dr. Patrick Emmenegger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Montag, 2. April bis Donnerstag, 5. April, je 09.15 – 17.00 Raum folgt Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Political debates often portray capitalism as a single, dominant economic system. However, capitalism can take many different forms. According to Hall and Soskice (2001), we can distinguish between two varieties of capitalism – coordinated and liberal market economies – that differ with regard to numerous institutions (industrial relations, corporate governance, welfare state, vocational training etc.). This course analyzes the institutions of capitalism and the reasons for this differentiation in national political economies. In parallel, we discuss the socio-economic and political consequences of these institutional differences (Iversen 2005; Pontusson 2005). Given the continued internationalization of markets, we will finally address the question of whether capitalist economies are converging on a neoliberal model (Streeck 2009) or whether we continue to observe differences in national political economies (Emmenegger et al. 2011). During the course, special emphasis will be given to the political economy of Switzerland and its change in recent decades (Trampusch and Mach 2010). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung vom 2. – 5. April 2012 Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (benotet) / 4 Kontakt: emm@sam.sdu.dk oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Emmenegger, Patrick, Häusermann, Silja, Palier, Bruno and Seeleib-Kaiser, Martin (2011). The Age of Dualization: The Changing Face of Inequality in Deindustrializing Societies. New York: Oxford University Press. Hall, Peter A. and Soskice, David (2001). Varieties of Capitalism: The Institutional Foundation of Comparative Advantage. New York: Oxford University Press. Iversen, Torben (2005). Capitalism, Democracy, and Welfare. Cambridge MA: Cambridge University Press. Pontusson, Jonas (2005). Inequality and Prosperity: Social Europe Vs. Liberal America. Ithaca NY/London: Cornell University Press. Streeck, Wolfgang (2009). Re-Forming Capitalism: Institutional Change in the German Political Economy Oxford: Oxford University Press. Trampusch, Christine and Mach, André (2010). Switzerland in Europe: Continuity and Change in the Swiss Political Economy. London: Routledge. 35 Entwicklungshilfepolitik Dozent: Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Vorbesprechung: Termine: Fr, 24.02.2012, 08.15 - 10.00 FRO, HS 11 02. – 04. Mai 2012, 08.15 – 17.00 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Lernziele: Dieses Seminar bietet einen Überblick über die empirische Literatur zur Entwicklungshilfepolitik. Zentrale Themen sind die Kriterien, nach welchen Geberländer über die Allokation ihrer Entwicklungshilfegelder entscheiden, sowie die Auswirkungen von Entwicklungshilfe auf die Politik und das Wirtschaftswachstum in den Empfängerländern. 1.) Die Studierenden lernen aktuelle Forschungsbeiträge und die darin angewandten ökonometrischen (bzw. statistischen) Methoden zu verstehen. 2.) Die Studierenden erkennen Chancen und Gefahren in der Entwicklungshilfepolitik. Voraussetzungen: Sprache: Prüfungsmodus / Credits: Vorlesung in deutsch, allderdings ist die Literatur fast vollständig in englischer Sprache Vorlesungen „Wachstum und Entwicklung“ und „Grundlagen der multivariaten Statistik“. Zudem wird der vorgänige oder gleichzeitige Besuch der Vorlesung „Einführung in die Ökonometrie“ empfohlen. Deutsch KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Umfang: 4 Semesterwochenstunden 36 Europeanization: Theories, Methods and Empirical Findings Dozentin: Dr. Flavia Jurje Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do,13.15 - 15.00 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: The main objective of this course is to develop an advanced understanding of both theoretical and empirical approaches to the study of Europeanization, or otherwise known as the domestic consequences of European Union integration process. The first section of the course will examine various theories defining the concept of Europeanization and explaining various Europeanization mechanisms. The second part will focus on methodological aspects, assessing both qualitative and quantitative tools for investigating the impact of the EU on domestic transformations in polities, policies and politics. The third section will concentrate on empirical findings of the Europeanization studies, discussing different national outcomes that occurred in both member and non-member states (like for example Switzerland). By the end of the course, participants should be able to: identify main theoretical assumptions that underline different approaches to the study of Europeanization; raise relevant theoretically and empirically grounded puzzles that are related to Europeanization studies; and assess various academic debates about the domestic effects of the EU integration process in the context of member, as well as non-member states. Beyond these theoretical and methodological goals, it is planned to invite one or two diplomats and practitioners to the seminar and to create opportunities for students to interact with them. Voraussetzungen: gute Englischkenntnisse Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: flavia.jurje@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Cowles, Maria Green, J. A. Caporaso and T. Risse (2001) Transforming Europe. Europeanisation and Domestic Change, Ithaca, NY: Cornell University Press. Featherstone, Kevin und Claudio Radaelli (2003), The Politics of Europeanisation. Oxford: Oxford University Press. Grabbe, H. (2006), The EU’s Transformative Power: Europeanisation through Conditionality in Central and Eastern Europe, London: Palgrave. Graziano, P. and Vink, M.P. (2008), Europeanization. New research Agendas, Palgrave Macmillan, U.K. Holzhacker Ronald and Markus Haverland (2006) European research reloaded: cooperation and integration among Europeanized states, Springer, The Netherlands. Sciarini P., A. Fischer and S. Nicolet (2004). How Europe Hits Home: Evidence from the Swiss Case. Journal of European Public Policy. 11 (3): 353-378. Schimmelfennig F. and U. Sedelmeier (2005) The Europeanization of Central and Eastern Europe. US: Cornell University. Schimmelfennig F. and U. Sedelmeier (2005) The Politics of European Union Enlargement: Theoretical Approaches, London: Routledge. 37 Ökonomie als Sozialwissenschaft Dozent: Ass.-Prof. Dr. oec. publ. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 21.02.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Ökonomie ist Sozialwissenschaft: Einerseits eignet sich der ökonomische Erklärungsansatz zur Analyse der verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche. Anderseits wird der Ansatz zunehmenden von anderen, angrenzenden Sozialwissenschaften beeinflusst. Ökonomie ist Sozialwissenschaft. Die Ökonomie ist eine Sozialwissenschaft mit einem äusserst breiten Anwendungsgebiet aber gleichzeitig einem klar definierten, einheitlichen Erklärungsansatz. In diesem Seminar soll gezeigt werden, dass der Ansatz fruchtbar und erfolgreich auf Bereiche wie Familie, Religion, Kriminalität und Korruption, Bürgerkrieg und Terrorismus oder Medien angewandt werden kann. Oft wird dabei eine ökonomische Analyse tradierte Ansichten in Frage stellen und neue, überraschende Erkenntnisse zu Tage fördern. Gleichzeitig wird die Ökonomie zunehmend von anderen Sozialwissenschaften beeinflusst. Der Austausch mit diesen Sozialwissenschaften erlaubt eine Erweiterung und Bereicherung des ökonomischen Verhaltensmodells. 1) Die Studierenden kennen und verstehen das ökonomische Verhaltensmodell und wichtige Erweiterungen. 2) Die Studierenden lernen den ökonomischen Erklärungsansatz selbstständig auf verschiedenste gesellschaftliche Bereiche anzuwenden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: simon.lueschinger@unilu.ch 38 Steuerwettbewerb in Recht und Politik Dozenten: Prof. Dr. rer. pol. Christoph A. Schaltegger, Ass.-Prof. Dr. Andrea Opel, Prof. Dr. Urs R. Behnisch Durchführender Fachbereich: Politischen Ökonomie Termine:: Blockveranstaltung vom 22. – 23. Mai 2012 Raum offen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: - Erwerb von Grundkenntnissen im Bereich des interkantonalen und internationalen Steuerwettbewerbs - Analyse spezifischer Fragestellungen unter ökonomischem und juristischem Blickwinkel - Erweiterung der Schreibkompetenz und der Kompetenz der mündlichen Präsentation sowie der Verteidigung eigener Thesen Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deusch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahem (Essay) / 4 Kontakt: christoph.schaltegger@unilu.ch andrea.opel@unilu.ch 39 Multikulturalismus in Theorie und Praxis Dozentin: Dr. Andrea Schlenker Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00 , ab 21.02.2012 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Inhalt: Während die einen nicht müde werden zu betonen, „Multikulti“ sei gescheitert, verweisen andere darauf, die multikulturelle Gesellschaft sei schlichtweg Realität. Wie geht beides zusammen? „Multikulturalismus“ ist ein höchst umstrittener Begriff und kann ganz unterschiedlich verstanden werden. Dieses Hauptseminar widmet sich sowohl theoretisch als auch empirisch der Frage, was Multikulturalismus und, damit eng verbunden, Integration in einer Demokratie bedeuten. Theoretisch ist in diesem Zusam- menhang umstritten, inwiefern demokratische Gesellschaften nationalen oder religiösen Minderheiten Anerkennung zollen und Autonomie gewähren sollen. Ebenso finden sich unterschiedliche normative Antworten auf die Frage, wie Frieden in multi-ethnischen Ländern gesichert werden kann und ob langfristig eine stabile Demokratie die Identifikation aller BürgerInnen mit der Geschichte und Kultur der Mehrheitsnation voraussetzt. Empirisch geht es dementsprechend um unterschiedliche Formen von Kooperation und Koexistenz, von Integration und Integrationspolitik sowie um Bewertungs- kriterien ihres Erfolges oder Scheiterns. In vergleichender Perspektive werden ausgewählte europäische und aussereuropäische Vielvölkerstaaten und Einwanderungsländer der Veranschaulichung dienen. Ziele: Die Studierenden kennen die Bedeutung der Begriffe Multikulturalismus und Integration sowie die zentralen Spannungsfelder in normativer sowie empirischer Hinsicht. Sie können sowohl Bewertungskriterien als auch differenzierte Vergleichskategorien und -methoden benennen, diese an konkreten Beispielen veranschaulichen und kritisch diskutieren. Diese Ziele werden erreicht durch die regelmässige Vorbereitung der Lektüre, auch mithilfe konkreter Aufgaben zu den Texten, durch Präsentationen und Handouts der Dozentin und von Studierenden sowie mündliche Diskussio- nen. Wer eine Hausarbeit zum Kurs schreiben möchte, sollte bis 22. Mai ein Outline ausarbeiten, das dann eingehend besprochen wird. Voraussetzungen: Vorkenntnisse im Bereich Politische Theorie und Vergleichende Politikwissenschaft Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/ Essay (benotet) / 4 Kontakt: andrea.schlenker@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Kymlicka, Will 1995: Multicultural citizenship, in: Shafir, Gershon (Hg.) 1998: The Citizenship Debates: A Reader, Minneapolis/ London, S. 167-188. Spinner-Halev, Jeff 2006: Multiculturalism and its Critics, in: Dryzek, Honig, Phillips (Hg.) 2006: The Oxford Handbook of Political Theory, Oxford, S. 546-563. Taylor, Charles 1993: Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung, Frankfurt/M. 40 Emerging Powers Dozent: Dr. Omar Serrano Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00 , ab 22.02.2012 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: According to projections of Goldman Sachs by 2050 China will be the world’s biggest economy, India its third, Brazil its fourth, and Mexico its fifth. Unsurprisingly, emerging powers have become central players in global politics. Be it in climate change and trade negotiations, or as engines of economic growth for the world economy, these actors have become unavoidable. Acronyms such as BRICs dominate media reporting, and increasingly also academic research. Who are these actors? What are their interests? How are they shaping International Relations? These are all questions this course will seek to answer. We will first look at the context within which emerging powers have risen and at the concept of power itself. This is followed by contemporary debates about the impact of these new actors for global governance; and by observing some relevant groups under which emerging powers have been categorised: IBSA, BRICS, BRICSAM or N-11. We will then review some of the most relevant of these emerging powers (Brazil, Russia, India, China, South Africa, ASEAN states and Mexico) in light of their interests and behaviour. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktiveTeilnahme/Referat/Essay(benotet) / 4 Kontakt: omar.serrane@unilu.ch.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Alexandroff, Alan S., and Cooper, Andrew F. (2010). Rising States, Rising Institutions: Challenges for Global Governance. Baltimore: Brookings Institution Press. Cooper, Andrew F., and Antkiewicz, Agata (2008) Emerging Powers in Global Governance: Lessons from the Heiligendamm Process. Waterloo: Wilfrid Laurier University Press. Narlikar, Amrita (2010) New Powers: How to become one and how to manage them. London and New York: Columbia University Press. Nye, Joseph, S. (2011) The Future of Power. New York: Public Affairs. Winters, Alan L. and Shahid Yusuf (2007) Dancing with Giants: China India and the Global Economy. Washington and Singapore: The International Bank for Reconstruction and Development / The World Bank and The Institute of Policy Studies. Sornarajah Muthucumaraswamy and Wang Jiangyu (2010) China India and the International Economic Order. Cambridge: Cambridge University Press. Ramamuti, Ravi and Singh, Jitendra (2009) Emerging Multinationals in Emerging Markets. Cambridge: Cambridge University Press 41 Export von Expertise. Die nicht-militärischen Internventionen der frühen UNO Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 22.02.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Hauptseminar untersucht die Geschichte des Exports von Expertenwissen aus den Industrieländern in die „Dritte Welt“. Im Zentrum steht dabei die UNO, welche diese Form von Entwicklungshilfe erfunden hat. So beschloss die Generalversammlung der UNO 1950 einstimmig, dem eben unabhängig gewordenen Libyen eine gross angelegte technische Hilfsmission zu gute kommen zu lassen. In der ehemaligen italienischen Kolonie, die seit 1947 ein Treuhandgebiet der UNO war, gab es zum Unabhängigkeitszeitpunkt insgesamt weniger als zwei Dutzend Hochschulabsolventen. Nun kamen unter UNO-Aufsicht Experten aller Richtungen aus Industrieländern, um eine moderne Staatsverwaltung aufzubauen. Ähnliche Missionen organisierte die UNO auch für Bolivien und im Rahmen der humanitären Intervention im Kongo in den frühen 1960er Jahren. Das Hauptseminar rekonstruiert einige dieser Einsätze anhand der Forschungsliteratur exemplarisch und stellt sie in den grösseren Zusammenhang des Nord-Süd-Konflikts. Für die Seminararbeiten bietet sich der Blick auf die Schweizer Beteiligung an den UNO-Programmen an. Hierfür sind Quellenrecherchen im Bundesarchiv und im UNO-Archiv in Genf möglich und erwünscht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur Madeleine Herren: Internationale Organisationen seit 1865. Eine Globalgeschichte der internationalen Ordnung, Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2009 PPaul Kennedy: Parlament der Menschheit. Die Vereinten Nationen und der Weg zur Weltregierung, Bonn, Bundeszentrale für politische Bildung, 2007 (engl. Orig: The parliament of man. The United Nations and the quest for world government, London, Allen Lane, 2006). 42 The world’s most religiously diverse nation. The United States, pluralisation of religions and social cohesion Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 21.02.2012 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In typical self-convinced manner of exceptionalism, Harvard Professor Diana L. Eck calls the United States the 'world's most religiously diverse nation', pointing to the strong plurality of different religions and faiths in contemporary American society. From the European perspecitve, the religous diversity in the United States appears to function well. Even more so, it is often referred to as an inspiring model for contested perceptions of the emerging religious plurality in European countries. Whereas religious diversity and social cohesion would go well together in America, in European countries the religious plurality would lead to tensions and conflicts and a threat to social cohesion, some argue. The seminar takes a historically informed look at the various developments of increasing religious plurality and the question of social cohesion. In contrast to the positive European perspective on the United States and its assumed welcoming nature, a closer look brings forth contested and exclusivist positions from the early Puritan colonies to debates about immigration and 'other' religions in the 19th, 20th and early 21st century. Topics of the seminar will be, amongst others, the idea of religious freedom in a 'Christian nation'; 19th century mass immigration, anti-Catholicism and exclusion of Chinese and Japanese; mid-20th century Black churches and the Civil Righs Movements as well as the Nation of Islam; the rise of the Religious Right and Moral Majority as well as contemporary controversies about Islam and mosque building projects. These and many other controversies point to rather less tolerant and welcoming periods and to strongly exclusivist positions of white Protestant Anglo-Saxons towards the religious 'others'. As such, the seminar will discuss what constitutes social cohesion of a religiously plural society and how best to achieve and secure social cohesion. The aim of the seminar is to introduce selected periods of US-American history of religous plurality and related tensions and controversies and refer these to the basic question of constituents of social cohesion. Voraussetzungen: Umfang: Depending on the students‘ skills of language, the course will be done entirely or partially in English. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 martin.baumann@unilu.ch Recommended literature Eck, Diana L., 2002, A New Religious America. How a "Christian Country has become the World's Most Religiously Diverse Nation, San Francisco: Harper Collins. Lambert, Frank, 2008, Religion in American Politics. A Short History, Princeton, Oxford. Princeton University Press. Portes, Alejandro/Rumbaut, Ruben G., 2006, Immigrant America. A Portrait, revised, expanded, and updated 3rd edition, Berkeley: University of California Press. Wuthnow, Robert, 2007, America and the Challenges of Religious Divesity, Princeton: Princeton University Press. 43 Die Vermessung der Welt. Expedition in den Amerikas und im pazifischen Raum 1800 – 1939 Dozenten: Prof. Dr. Bettina Beer Prof. Dr. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich, Mo, 15.15 – 17.00, ab 27.02.2012 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: An Expeditionen zeigen sich besonders gut die Verflechtungen wissenschaftlicher Praktiken mit Machtbeziehungen, Herrschaftsansprüchen und Rohstoffvorkommen. Die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts durchgeführten wissenschaftlichen Expeditionen verdeutlichen darüber hinaus die Entwicklung empirischer Methoden in den verschiedenen Disziplinen, die Verfeinerung und vor allem Systematisierung der Beschreibung und Dokumentation der Fremde. Im Seminar sollen solche methodologischen Fragen, deren gesellschaftlicher Kontext, die organisatorischen Aspekte der Expeditionen sowie der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen (Akademien, Museen und wissenschaftliche Gesellschaften) herausgearbeitet werden. Expeditionen brachten neben Beschreibungen auch Menschen, menschliche Überreste und materielle Kulturgüter nach Europa. Am Beispiel einer Museumssammlung beleuchten wir den Zusammenhang von Wissenschaft, politischem Kontext und Sammlungsstücken. Umfang: 2 Semsterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Christopher A. Bayly, Die Geburt der modernen Welt. Eine Globalgeschichte 1780-1914, Frankfurt am Main, New York 2006 Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009 Dietmar Henze, Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Welt, 6 Bde, Darmstadt 2011. 44 Postnationale Demokratie Dozent: Dr. Klaus Dingwerth Durchführender Fachberich: Politikwissenschaft Termine: Do, 23.02.2012, 15.15 – 17.00 FRO, 4.B54 Mo, 05.03 2012, 10.15 – 15.00 Raum offen Mo, 19.03.2012, 10.15 – 15.00 FRO, 4.B55 Mo, 26.03.2012, 10.15 – 15.00 Raum offen Mo, 16.04.2012, 10.15 – 15.00 Raum offen Mo, 30.04.2012, 10.15 – 15.00 FRO, 4.B55 Mo, 14.05.2012, 10.15 – 15.00 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Ob die Vereinten Nationen (VN), die Welthandelsorganisation (WTO), die Weltbank oder die Europäische Union (EU): Eine ganze Reihe internationaler Organisationen sehen sich in den vergangenen Jahren dem zum Teil vehement vorgebrachten Vorwurf ausgesetzt, sie hätten ein „Demokratiedefizit“. Das ist schon alleine deshalb interessant, weil die meisten Demokratietheorien den Begriff der Demokratie eng an den Staat gebunden haben –Demokratie jenseits des Staats ist für sie eigentlich schon begrifflich Unfug. Was also hat es mit dem „Demokratiedefizit“ internationaler Organisationen auf sich? Das Seminar will dieser übergeordneten Frage auf theoretischer und empirischer Ebene nachgehen. Theoretisch geht es zunächst darum, den Demokratiebedarf und das demokratische Potenzial internationaler Institutionen zu begründen – denn nur wer überhaupt demokratisch sein soll, kann ja auch ein Demokratiedefizit aufweisen; und nur wer überhaupt demokratisch sein kann, von dem kann vernünftigerweise Demokratie eingefordert werden. Schon hier zeigt sich eine Bandbreite von Argumenten, die demokratische Forderungen an internationale Organisationen begründen (z. B. die kosmopolitische Demokratie David Helds oder die deliberative Demokratie John Dryzeks) oder sie ablehnen, weil sie internationale Organisationen entweder für nicht demokratiebedürftig (Andrew Moravcsik) bzw. für nicht demokratiefähig (Robert Dahl) halten oder aber mögliche Wege zur Errichtung einer „kosmopolitischen demokratischen“ Ordnung als zu gefährlich erachten (Harald Müller). Im ersten Teil des Seminars werden wir uns sowohl mit den Entwürfen einer postnationalen Demokratie als auch mit ihrer Kritik auseinandersetzen. Im Zentrum stehen dabei zwei Fragen: Wie lässt sich die Idee „demokratischen Regierens“ auch jenseits staatlicher Grenzen normativ begründen? Welche Ansprüche ergeben sich aus der Idee einer postnationalen Demokratie für internationale Organisationen wie die VN, die EU oder die WTO? Im zweiten Teil des Seminars steht anschliessend die demokratische Qualität konkreter internationaler Organisationen im Vordergrund. Inwieweit kommen sie den im ersten Teil identifizierten Ansprüchen nach? Wo bestehen tatsächlich demokratische Defizite? Und welche Möglichkeiten bestehen, um diese zu verringern? Neben der Anwendung verschiedener normativer Demokratietheorien sollen in diesem Teil auch methodische Fähigkeiten, etwa im Zusammenhang mit der „Messung“ verschiedener Demokratiekriterien, eingeübt werden. Welche Organisation(en) wir uns hier genauer anschauen, hängt auch von den Wünschen der SeminarteilnehnehmerInnen ab. Mögliche Kandidaten könnten neben den bereits genannten Organisationen bspw. der Internationale Währungsfonds, die G8 oder der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht sein. 45 Umfang: 2 Semesterwochenstunden, 14-tägig Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive mündliche Teilnahme (benotet) / 4 Kontakt: klaus.dingwerth@iniis.uni-bremen.de oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Dingwerth, Klaus, Michael Blauberger und Christian Schneider, 2011: Postnationale Demokratie: Eine Einführung am Beispiel von VN, WTO und EU. Wiesbaden: VS Verlag. Dryzek, John, 2011: ‘Global Democratization: Soup, Society or System?’ Ethics & International Affairs 25 (2), 211-234. Koenig-Archibugi, Matthias, 2011: ‘Is Global Democracy Possible?’ European Journal of International Relations 17 (3), 519-542. 46 Rules beyond borders Dozentin: Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00 , ab 29.02.2012 FRO 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Economic and societal globalization lead, together with rapid technological change, to an increasing incongruence of the functional spaces of societal problems and the political spaces of political rule. Next to the institutionalization of cooperative governance arrangements at the international level, the diffusion and active export of national legislation constitute an important strategy to cope with deepening interdependence. Major international powers such as the European Union and the United States have engaged into a variety of activities geared at promoting their domestic approaches to economic policies but also environmental or security issues around the globe. At the same time, interdependence induces states to adapt unilaterally to “foreign” rules. Switzerland’s relations to its “big neighbour”, the EU, are just one salient example of the various ways how political and economic rules travel across and beyond political borders. In this Seminar we compare the EU’s and the US’s policy diffusion and their institutional strategies to shape the rules of the global economy by looking at instruments such as the extraterritorial application of domestic laws; bilateral or plurilateral trade or cooperation agreements; informal dialogue; transgovernmental networking and legislative action in multilateral forums. The seminar is meant to give students an insight into the variety of institutional settings and mechanisms by which political rules travel across political boundaries. Students will learn, on the basis of newer International Relations literature, to understand and apply relevant theories and methodologies and to conduct own critical analyses of processes of rule transfer and policy diffusion. Voraussetzungen: Vorkenntnisse im Bereich Internationale Beziehungen oder Europäische Integration werden vorausgesetzt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Regelmässige Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: sandra.lavenex@unilu.ch oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur David P. Dolowitz, and David Marsh (2000) “Learning from Abroad: The Role of Policy Transfer in Contemporary Policy-Making." Governance 13(1): 5-24. Daniel W. Drezner (2007) All Politics is Global. Explaining International Regulatory Regimes, Princeton: Princeton University Press. Katharina Holzinger and Christoph Knill (2005) “Causes and Conditions of Cross-National Policy Convergence" Journal of European Public Policy 12(5): 775-796. David A. Lake (2009) Hierarchy in International Relations, Ithaca and London: Cornell University Press. Sandra Lavenex and Frank Schimmelfennig (eds.) (2009) EU External Governance. Projecting EU Rules Beyond Membership. Special Issue of Journal of European Public Policy 16 (6), reprinted in 2010 by Routledge. Beth A. Simmons, Frank Dobbin and Geoffrey Garrett, (eds.) (2008) The Global Diffusion of Markets and Democracy. Cambridge: Cambridge University Press. Anne-Marie Slaughter (2004) A New World Order, Princeton: Princeton University Press. 47 Transitional Justice Dozent:: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Fr, 09.03. – So, 11.03.2012 in Lungern Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: This course will be taught in part as a Block Seminar, followed by three meetings throughout the semester to discuss progress on the papers. The block part will take place in a lovely Swiss ski village (two nights’ stay, with the opportunity to ski when class does not meet). In this course, we will take a closer look at two elements of justice that define, as it were, a democracy: (1) transitional justice, which in a new democracy aims at correcting past wrongs while at the same time fostering reconciliation, and (2) distributive justice, which aims at securing social equality by striking a fair balance between individual and community rights and entitlements. We will consider, in particular, which remedies – or tools – a democratic legal system must make available to individuals (and, in turn, decision-makers) to advance justice. In transitional situations, that will be remedies such as criminal prosecutions; the discovery, disclosure, and correction of past abuses (corrective justice), as well as prevention through safeguards against future challenges to the new democracy from within as well as from outside. Distributive, or social, justice will hinge upon the regulatory power of the state on one hand and the strength and efficiency of an individual rights regime on the other. Umfang: Blockveranstaltung (two more meetings thourghout the semester in Lucerne) Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF, Recht: Class participation, exercises, assignments, individuel project (paper and oral presentation), no examination / 6 Kontakt: peter.coenen@unilu.ch xiaolu.zhang@unilu.ch 1. Was ist unentbehrlich? Reader. 2. Weitere Literatur MATTHEW CLAYTON and ANDREW WILLIAMS (eds.), Social Justice (Blackwell, 2006). 48 Modulübergreifende Veranstaltungen Kolloquium für Bachelor- und Masterabschlussarbeiten Dozenten: Prof. Dr. Sandra Lavenex / Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich, Di, 15.15 - 17.00, ab 28.02.2012 FRO, U1.308 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Je nach Interesse der Studierenden und Ausrichtung der Arbeiten werden danach wichtige Schritte (z.B. Fallauswahl), Vorgehensweisen und Methoden aus dem Proseminar Methoden wiederholt. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: zwei Präsentationen sowie schriftliches Forschungsdesign / 4 Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch Hinweise: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform "OLAT" Literatur Blatter, J., F. Janning and C. Wagemann (2007). Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Forschungsansätze und Methoden. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. 49 Forschungskolloquium Dozent: lic. phil. Tobias Schwörer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich, Mi, 17.15 – 19.00, ab 22.02.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme / 2 Kontakt: tobias.schwoerer@unilu.ch 50 Modul Forschung-Praxis-Methoden Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler/innen Dozentin Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 27.02.2012 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Diese Vorlesung vermittelt den Studierenden die nötigen Mathematik- kenntnisse für die Grundlagenveranstaltungen Mikroökonomie, Makro- ökonomie und Einführung in die Ökonometrie. Die Vorlesung befasst sich schwerpunktmässig mit den Eigenschaften von Funktionen, der Differential- rechnung sowie der univariaten und multivariaten Optimierung mit und ohne Nebenbedingungen. Es werden regelmässig Übungsaufgaben besprochen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: roland.hodler@unilu.ch Literatur Die Vorlesung basiert auf dem Lehrbuch von Sydsaeter und Hammond. Originalversion: K. Sydsaeter und P. Hammond (2008). Essential Mathematics for Economic Analysis, 3rd edition, Prentice Hall. Deutsche Version: K. Sydsaeter und P. Hammond (2009). Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, 3. Auflage, Pearson Studium. 51 Der qualitative Forschungsprozess – Seminar zur Unterstützung empirischer Arbeiten Dozent: Dipl. Soz. Stephan Kirchschlager Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 17.15 - 19.00 , ab 23.02.2012 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Was ist soziologisch interessant an einem empirischen Phänomen? Wie werden aus empirischen Phänomenen soziologische Daten? Wie muss eine Fragestellung aufgebaut sein, damit sie aus den erhobenen Daten soziologisch relevantes Wissen generieren kann? Wie lassen sich adäquate „methodische und theoretische Brillen“ finden, mit deren Hilfe Datenstücke hergestellt, betrachtet und interpretiert werden können? Diese und weitere Fragen werden in dem Seminar insbesondere aus der Perspektive der qualitativen Sozialforschung gestellt und diskutiert. Das Seminar dient der Vorbereitung und Unterstützung studentischer empirischer Arbeiten, vor allem der Forschungsarbeiten im Forschungs- Praxis-Modul, wie auch der Vertiefung von Methodenkenntnissen. Die Durchführung einer qualitativen Studie kann im Rahmen einer Seminararbeit praktisch eingeübt werden.. Voraussetzung: Umfang: Besuch der VL Einführung in die Methoden I + II 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Protokolle) / 4 Kontakt: stephan.kirchschlager@unilu.ch Literatur Stefan Hirschauer, Klaus Amann (1997): Die Befremdung der eignen Kultur. Ein Programm. In: Stefan Hirschauer, Klaus Amann (Hrsg.): Die Befremdung der eigenen Kultur - Zur ethnographischen Herausforderung soziologischer Empirie. Frankfurt am Main: Suhrkamp. 7-52. 52 Grounded Theory und Situationsanalyse Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 23.02.2012 FRO, 3.B488 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar führt in die Methodologie der Grounded Theory (GT) und deren neuere Entwicklung, die Situationsanalyse, ein. Die GT ist in den 1960er Jahren von Anselm Strauss und Barney Glaser entwickelt worden und hat sich seitdem in der qualitativen Sozialforschung als eine der wichtigsten qualitativen Forschungsmethodologien etabliert. Die GT dient der Erarbeitung einer gegenstandbezogenen und in Daten verankerten Theorie. Hierbei wird unter "Theorie" eine erklärende Beschreibung eines sozialen Bereichs (eines Feldes, einer Organisation, eines sozialen Problems usw.) mitsamt der darin vorfindbaren Prozesse, Zusammenhänge, Variationen und Muster verstanden. Ursprünglich ist die GT verkoppelt mit dem Pragmatismus (James, Dewey, Peirce) und dem Symbolischen Interaktionismus (Blumer). Im Seminar sollen grundlegende Texte besprochen werden und es wird in die praktischen Aspekte der GT und der Situationsanalyse eingeführt werden. Themen sind die erkenntnistheoretischen Grundlagen, der Symbolische Interaktionismus und dann die Elemente, Forschungsschritte, Strategien und Qualitätskriterien der GT, dann die theoretischen Erweiterungen der Situationsanalyse und deren Praxis. Behandelt werden soll auch, welcher Art von Fragestellungen mit der GT/der Situationsanalyse in einem Projekt nachgegangen werden kann, wie man Analyse- und Auswertungsstrategien der GT mit anderen soziologischen Ansätzen verbinden kann und wie man die konkrete Arbeit im Forschungsstil der Grounded Theory mit Hilfe qualitativer Datenanalysesoftware (ATLAS/ti organisieren und effektivieren kann. Zielsetzung des Seminars ist, dass die Teilnehmer das methodische und methodologische Grundlagenwissen erwerben, um selber eine qualitative Untersuchung im "Forschungsstil" der GT und der Situationsanalyse durchzuführen. Das Seminar hat weitgehend den Charakter eines Lektüreseminars mit textbezogener Diskussion. Zudem kommen praktische Übungen hinzu. Voraussetzungen: Umfang: Grundkenntnisse in empirischen Sozialforschung und der soziologischen Theorien. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: rainer.diazbone@unil.ch Literatur Wird in einem Syllabus bekannt gegeben. 53 Qualitative Interviews Dozentin: Prof. Dr. Martina Merz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 29.02.2012 FRO, HS 7 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Techniken des Befragens sind in der empirischen Sozialforschung weit verbreitet. Qualitative Interviews unterscheiden sich von standardisierten Interviews durch die grössere Freiheit, die sowohl die Interviewer als auch die Befragten haben: weder die Fragen noch die Antworten sind standardisiert. Damit ein qualitatives Interview gelingt, sind anspruchsvolle Gesprächsleistungen zu erbringen, die von den Interviewern spontane Operationalisierungen, ein gutes Timing der Fragen, die Gestaltung eines Vertrauensverhältnisses mit den Befragten usw. erfordern. Die Lehrveranstaltung ist der Theorie und der Praxis qualitativer Interviews gewidmet. Neben der Auseinandersetzung mit methodologischen Texten steht die praktische Arbeit mit Interviews, welche die Kursteilnehmer/innen selbst durchführen (z.B. Erstellung von Leitfäden, Analyse der Transkripte). Dabei sollen verschiedene Interviewtypen hinsichtlich ihrer Anwendungsbereiche sowie ihrer Vor- und Nachteile geprüft werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: martina.merz@unilu.ch Literatur Hopf, C. (1978): "Die Pseudo-Exploration – Überlegungen zur Technik qualitativer Interviews in der Sozialforschung." Zeitschrift für Soziologie 7(2): 97-115. Rubin, H.J. & I.S. Rubin (2005, 2nd ed.): Qualitative Interviews. The Art of Hearing Data. London & Thousand Oaks: Sage. Strauss, A.L. (1988): Qualitative Analysis for Social Scientists. Cambridge: Cambridge University Press. Thomas, R.J. (1993): "Interviewing Important People in Big Companies." Journal of Contemporary Ethnography 22(1): 80-96. 54 Qualitative Analyse visueller Daten : Bildordnungen und Bildanordnungen Dozent: Prof. Dr. rer. soc. Jürgen Raab Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 24.02.2012, 14.15 - 16.00 FRO, 3.B58 Termine: Fr, 16.03. / Sa, 17.03.2012 Fr, 23.03. / Sa, 24.03.2012 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Fotografien sind zentraler Bestandteil der symbolischen und rituellen Ordnung von Gesellschaften. Mit ihrem medien- und bildspezifischen Leistungspotential tragen sie entscheidend bei zur visuell-technischen Generierung und Tradierung, Stabilisierung und Veränderung nicht nur von sozialer und persönlicher Identität, sondern von gesellschaftlichem Wissen insgesamt. Die Veranstaltung wendet sich Fotografien als visuellen Daten zu und widmet sich den Problemen und Potentialen der methodisch kontrollierten, sozial- und kommunikationswissenschaftlichen Bildinterpretation auf Grundlage von theoretischen, methodologischen und methodischen Ansätzen. Im Zentrum steht die empirische Analyse von Einzelbilddarstellungen (Bildordnungen) und von Aufreihungen der Einzelbilder zu narrativen Sequenzen (Bildanordnungen). Voraussetzungen: Grundkenntnisse in qualitativer Sozial- und Medienforschung Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Interpretationsvorlage) / 4 Kontakt: sozsem@unilu.ch Literatur Ralf Bohnsack: Qualitative Bild- und Videointerpretation. Die dokumentarische Methode, Opladen & Flamington Hills 2009 Roswitha Breckner: Sozialtheorie des Bildes. Zur interpretativen Analyse von Bildern und Fotografien, Bielefeld 2010 Clément Chéroux: Diplopie. Bildpolitik des 11. September, Konstanz 2011 55 Sonderveranstaltungen Civil/Human Rights Workshop Dozierende: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa Peter Coenen, LL.M Durchführender Fachbereich: RF / Recht Termin wöchentlich, Di, 15.15 – 17.00, ab 21.02.2012 FRO, 4.B56 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop Inhalt: Lernziele: Few areas of the law are purely domestic any more. The field of civil and human rights is probably the most outstanding example. Not only do the international obligations of states determine, to a considerable extent, the scope and reach of the civil rights guaranteed domestically, but international procedures have become an integral part of the "appeals" process in all matters that affect rights and liberties as well. Students should be aware of these procedures, how they affect and interact with domestic administrative and judicial structures, and how they could be useful to them as legal practitioners. In this course, we will litigate a (fictitious) human rights case all the way from filing the international complaint to the final judgment or decision of the international court or tribunal. Students will play the various roles of lawyers for the applicants, government agents, and judges/members of the international tribunal(s). Classes will meet - apart from introductory, mid-semester, and concluding sessions - to conduct conferences, hearings, court deliberations, etc. In between classes, students will have regular team meetings during which strategies are devised and briefs/oral arguments prepared (lawyers' teams), or briefs and arguments studied and decisions/judgments prepared (judges' teams). Students will experience in-depth how international legal standards are applied and interpreted, how lawyers operate in international practice, and how arguments are similar or different depending on the forum. Students will also learn the art of evaluating arguments independently and how the roles of international judges are defined. Umfang: 2 hours a week Sprache: Prüfungsmodus/Credits: Englisch RF, Recht: Grades are awarded on the basis of active class participation as well as the quality of written submissions (in particular, legal briefs and judicial decisions) / 6 Kontakt: peter.coenen@unilu.ch Literatur 1. Essential course materials • Documents and forms compendium (reader); • Online research; training will be provided. 56 Computer und Weltgesellschaft Dozierende: Prof. Dr. Rudolf Stichweh / Prof. Dr. Martin Hartmann Durchführender Fachbereich: Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Graduate School Termin Freitag, 2. März 2012, 09.00 – 17.00 FRO, 4.A05 anschliessend Apéro Studienstufe: Bachelor Master Doktoranden Veranstaltungsart: eintägiger Workshop Inhalt: Der Workshop ‚Computer und Weltgesellschaft‘ nimmt das Publikum mit auf eine eintägige Reise, die Antworten auf die Frage sucht, was der Computer in der Gesellschaft verändert. Wie lassen sich Computer und andere Maschinen theoretisch zu anderen Bereichen wie soziale Systeme abgrenzen (Seline Hippe) und wie lassen sich deren Schnittstellen bzw. ‚Interfaces‘ analysieren (Marianne Jossen)? Wie verändern sich Märkte und soziologische Marktbegriffe, wenn Computer eingesetzt werden (Evelyn Moser & Dr. Pascal Goeke)? Welche Möglichkeiten bieten sich der deliberativen Demokratie, die nur den Argumenten ihre Aufmerksamkeit schenken möchte und versucht, gegenüber allen anderen Unterschieden wie Parteizugehörigkeit, Geschlecht usw. indifferent zu sein (Alda Wegmann)? Der Computer und seine Derivate verändern auch die Beschreibungen, die über die Gesellschaft angefertigt werden. Begriffe wie ‚Soziophysik‘, ‚computational social science‘ oder verdeutlichen Klärungsbedarf aus Sicht der Theorie der Weltgesellschaft (Prof. Rudolf Stichweh) und aus philosophischer Sicht (Prof. Martin Hartmann). Wir laden Sie herzlich dazu ein, uns bei dieser Reise zu begleiten, bei der wir mit Referaten und Projektskizzen Blitzlichter in den Dschungel des Computers werfen, um Überraschendes erscheinen zu lassen. Umfang: ein Tag Sprache: Prüfungsmodus/Credits: Deutsch KSF: Der Erwerb von 2 Social Credits ist möglich. Anforderungen hierfür sind: Mündliche Teilnahme / Abfassen eines 2 – 3seitigen Essays zum Thema der Veranstaltlung auf der Grundlage von zusätzlicher, selbständig recherchierter Literatur. Teilnahme ist auch ohne Erwerb von Social Credit Points möglich; Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich. Kontakt: julia.maisenbacher@unilu.ch 57 Workshop/Exkursion zur EU nach Brüssel - studentisch organisierte mehrtägige Exkursion des Masterstudiengangs Organisation: Prof. Dr. Sandra Lavenex/Juliane Sauer / Maria Walter Durchführender Fachbereich: Studierende des Masterstudiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik Termin Mi, 14. bis Fr, 16. März 2012 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Workshop / mehrtägige Exkursion Inhalt: Von Studierenden organisiert, mehrtägige Exkursion nach Brüssel zu bekannten Institutionen der Europäischen Union im Rahmen des Masterstudienganges. Umfang: drei Tage Sprache: Deutsch oder Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Der Erwerb von 2 Social Credit Points ist möglich. Die Anforderungen hierfür sind - Aktive mündliche Teilnahme - Inhalliche Vorbereitung mit Fragen zu den Institutionen und Gesprächs- partner (werden bekannt gegeben) - 3–5 seitiges Essay mit frei gewähltem, aber zur Exkursion passendem Thema (abzusprechen mir Prof. Sandra Lavenex) Die Teilnahme ist auch ohne den Erwerb von Social Credit Points möglich. Kontakt: julia.sauer@stud.unilu.ch oder maria.walter@stud.unilu.ch 09.02.2012

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    untitled Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS FRÜHJAHRSSEMESTER 2014 INFORMATION Inhaltsverzeichnis Adressen...............................................................................................................................4 Termine .................................................................................................................................5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik.................................................6 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen…………………………………………………….....10 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen ........................................................13 Modul Weltgesellschaft ....................................................................................................13 Modul Weltpolitik..............................................................................................................29 Modul Forschung-Praxis-Methoden .................................................................................56 Kolloquien........................................................................................................................65 Sonderveranstaltungen…..… .…………………………………………...................................72 3 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/polsem Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, MA Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Leitung Studiengang Prof. Dr. Sandra Lavenex Büro 3.B14 E-Mail: sandra.lavenex@unilu.ch 041 229 55 90 Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Beteiligte Seminare KSF Politikwissenschaftliches Seminar E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Maria Ettlin 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 4 Termine Frühjahrssemester 2014 Lehrveranstaltungen von Montag, 17. Februar bis Mittwoch, 28. Mai 2014 Ausfall der Vorlesungen: Donnerstag, 27. Februar Fasnacht Montag, 3. März Fasnacht Freitag, 18. bis Sonntag, 27. April Osterpause Herbstsemester 2014 Lehrveranstaltungen von Montag, 15. September bis Freitag, 19. Dezember 2014 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter http://www.unilu.ch/deu/master_46858.html publiziert. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldungen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der KSF erfolgen über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Für Veranstaltungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) ist keine Anmeldung über das Uni- Portal nötig, resp. möglich. Es wird empfohlen, sich in die Mailingliste (https://mlist-rf.unilu.ch/) der jeweiligen Veranstaltung einzutragen um wichtige Informationen und Dokumente auf diesem Weg zu erhalten. In der Veranstaltung selber wird dann darüber infomiert, wie und wann Sie sich zur Veranstaltungs- prüfung verbindlich anmelden können. Diese Anmeldung zu Prüfungen findet in der Regel in der Mitte des Semesters über das UniPortal statt. 5 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundierte Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regionalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst juristische Aspekte zunehmender internationaler Verrechtlichung und die ökonomische Analyse entgrenzter Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessender Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausgezeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 6 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von möglichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunktsetzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipieren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP aus den Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Sandra Lavenex (sandra.lavenex@unilu.ch) Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Michael Buess, MA (michael.buess@unilu.ch) Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/weltgesellschaft-weltpolitik 7 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik - Studienbeginn ab HS 2012 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Weltgesellschaft und Weltpolitik Vorlesung - 2 Vorlesung - 2 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Forschungskolloquium - 4 Weitere Studienleistungen - 14 Forschung – Praxis - Methoden Methodenseminar 4 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 bzw. 10+4Variante 2: Methodische Spezialisierung Absolvierung methodischer Veranstaltungen im Rahmen des methodisch-empirischen Lehrangebots der KSF Oder: Absolvierung solcher methodischer Veranstaltungen (10 Cr) und Partizipation an einem einschlägigen wissenschaftlichen Workshop (4 Cr) Schriftliche Arbeit Methodische Forschungsarbeit 6 Freie Studienleistungen Studienleistungen Aus dem MA-Lehrangebot der KSF 10 Sozialkompetenz - 4 Masterverfahren Im Modul Weltgesellschaft oder Weltpolitik MA-Arbeit - 30 Im anderen Modul als MA-Arbeit MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 Die Musterstudienpläne entsprechen der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2011. Download unter www.unilu.ch/ksf. 8 Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik – Studienbeginn vor HS12 Art der Veranstaltung Beschreibung CP Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 9 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Helbling: Einführung in die Ethnologie Mo 13.15 – 15.00 VL Holzer: Strukturen der Weltgesellschaft Blockveranstaltung HS Hoggenmüller: Weltgesellschaft sichtbar machen: Visuelle Darstellung und Herstellung am Beispiel der Infografik Blockveranstaltung HS Kury: Zwischen Geburtenrückgang und Masseneinwan- derung. Paradigmen der schweizerischen Bevölkerungs- politik im 20. und 21. Jahrhundert Di 10.15 – 12.00 HS Speich: „The Shock of the Global“. Die Krise der 1970er- Jahre in globalgeschichtlicher Perspektive Mi 10.15 – 12.00 HS Wehrli: Migration und kultureller Wandel Mi 15.15 – 17.00 MAS Baumann: Religion und Konsumgesellschaft Di 13.15 – 15.00 MAS Beer: Ethnizität und die politische Ökonomie von Abgrenzungen Do 10.15 – 12.00 MAS Glauser: Urbanität und Weltgesellschaft Mi 13.15 – 15.00 14-täglich MAS Go: Historical Sociology of Empire Blockveranstaltung MAS Heintz/Speich: Weltranglisten. Soziologie und Kulturgeschichte einer globalen Wissensform Mi 15.15 – 17.00 MAS Itschert: Krieg und Medien Mo 10.15 – 12.00 MAS Nagel: Religion, Migration und Netzwerke Blockveranstaltung MAS Passarge: Neue Formen der Governance Di 10.15 – 12.00 MAS Stichweh: Intimbeziehungen/Liebe als globales Funktionssystem Blockveranstaltung MAS Werron: Soziologie der Konkurrenz: Von der Interaktions- situation bis zu internationlen Beziehungen Mi 10.15 – 12.00 10 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Blatter: Welt-, Gesellschafts- und Menschenbilder: Grundlagen politikwissenschaftlicher Analysen Di 13.15 – 15.00 VL Boes: Advanced Econometrics Mo 08.15 – 10.00 VL Caroni: International Humanitarian Law Mo 10.15 – 12.00 VL Caroni: International Human Rights Law Mi 15.15 – 17.00 VL Caroni: Public International Law Mi 13.15 – 15.00 VL Fielder: From Marbury to ObamaCare – Contemporary Issues in American Constitutional Law Do 08.15 – 10.00 VL Heselhaus: Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht (Grund- und Menschenrechte) Mo 15.15 – 17.00 VL Kuhn: Einführung in die Ökonometrie Fr 13.15 – 15.00 VL Lüchinger: Analyse der Gesamtwirtschaft Di 10.15 – 12.00 VL Morawa: Modern Foreign Relations Law and Diplomacy Di 10.15 – 12.00 14-täglich VL Moser: International Trade Mo 13.15 – 15.00 14-täglich VL Spenlé: Internationaler Menschenrechtsschutz Fr 15.15 - 17.00 VL Welge: Vergleichende Regionale Integration Mi 10.15 – 12.00 HS Dingwerth: Internationale Klimapolitik Do 15.15 – 17.00 14-täglich HS Helbling: Democracy in Danger? Right-wing Populism in Western Europe Blockveranstaltung HS Hodler: Entwicklungshilfepolitik Blockveranstaltung HS Krizic: Internationale Handelspolitik Do 13.15 – 15.00 HS Münkler: Krieg und Frieden in der Geschichte des Politischen Denkens Fr 09.15 – 17.00 14-täglich HS Schlenker: National, transnational, kosmopolitisch – Bürgerschaft im 21. Jahrhundert Di 10.15 – 12.00 HS Spindler: „Konflikt“ in den Internationalen Beziehungen: Theoretische Zugänge und praktisch-politische Handlungsanleitungen im Vergleich Mi 13.15 – 19.00 HS Spörer-Wagner: Medien in Konflikten: Mediatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Do 08.15 – 10.00 MAS Boes: Advanced Econometrics Mo 10.15 – 12.00 MAS Jaeger: Social constructions of International Relations Blockveranstaltung MAS Heselhaus/Pitschas: Internationales Wirtschaftsrecht Blockveranstaltung MAS Liedhegener: Neue Religionspolitik für alte Demokratien? Politik und Religion in (West-)Europa Mi 13.15 – 15.00 MAS Michalowski: Einbürgerungs- und Integrationspolitik im internationalen Vergleich Blockveranstaltung MAS Morawa: Transitional Justice Blockveranstaltung 11 Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Boes: Advanced Econometrics Mo 08.15 – 10.00 VL Schneider: Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler/innen Do 08.15 – 12.00 MAS Boes: Advanced Econometrics Mo 10.15 – 12.00 ab 07.04.2014 MAS Blasius: Empirische Lebensstilforschung Blockveranstaltung MAS Diaz-Bone: Foucaultsche Diskursanalyse Mi 15.15 - 17.00 MAS Diaz-Bone: Survey Research Methods in Context Do 10.15 – 12.00 MAS Giel: Evaluation und Organisation Blockveranstaltung MAS Manderscheid: Factorial Methods and Cluster Analysis Do 13.15 – 15.00 MAS Merz: Willkommen in Luzern! Toursimus in qualitativen Interviews Blockveranstaltung Kolloquien Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit KOL Baumann: Forschungskolloquium: Empirische Religionsforschung Do 13.15 – 15.00 14-täglich KOL Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Do 15.15 – 17.00 KOL Bohn: Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft folgen KOL Diaz-Bone: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Do 17.15 – 19.00 14-täglich KOL Hasse: MA-Kolloquium Organisation und Wissen folgen KOL Heintz: Kolloquium Weltgesellschaft/Theorien Blockveranstaltung KOL Hasse/Diaz-Bone: Forschungskolloquium Soziologie Di 17.30 – 19.30 Sonderveranstaltungen Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit Workshop Lavenex/Maisenbacher: studentisch organisierter Workshop / mehrtägige Exkursion des Masterstudiengangs Details folgen Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 12 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Einführung in die Ethnologie Dozent: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 17.02.2014 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Lehrveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie angelegt. Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe der Teilgebiete ”Verwandtschaft”, ”Wirtschaft” und ”Politik” sowie die Geschichte des Faches kommen zur Sprache. Die Vorlesung soll Aufschluss darüber geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen sie mit welchen Methoden untersucht. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln können, welchen Sinn das Studium der Ethnologie haben kann und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch 13 Strukturen der Weltgesellschaft Dozent: Prof. Dr. Boris Holzer Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 28.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, HS 8/HS 7 Sa, 29.03.2014, 09.15 – 16.00 FRO, 3.A05 Fr, 16.05.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 4.B55 Sa, 17.05.2014, 09.15 – 16.00 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Nationalstaatliche Gesellschaften und deren Vergleich standen lange Zeit im Mittelpunkt soziologischer Forschung und Theoriebildung. Die sozialwissenschaftliche Globalisierungsdebatte hat diesen „methodologischen Nationalismus“ in Frage gestellt, allerdings bisher keine vergleichbar akzeptierte Alternative hervorgebracht. In dieser Vorlesung sollen Ansätze einer an diesem Punkt ansetzenden Theoriebildung vorgestellt und geprüft werden, die vom Konzept einer „Weltgesellschaft“ ausgehen. Dabei soll gezeigt werden, wie unterschiedliche Theorien den Blick auf jeweils spezifische Strukturen der Weltgesellschaft lenken. Je nachdem, ob zum Beispiel systemtheoretisch, neo-institutionalistisch oder netzwerktheoretisch argumentiert wird, stehen gesellschaftliche Teilsysteme, globale Normen und Institutionen oder grenzüberschreitende Transaktionen im Vordergrund des Interesses. Ein zentrales Thema der Vorlesung wird die Frage sein, inwiefern diese und andere Konzepte dazu beitragen können, die Persistenz gravierender Unterschiede und Ungleichheiten ebenso zu erklären wie zunehmende Interdependenz und Vereinheitlichung. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Die Kolloquialvorlesung ermöglicht eine aktive Beteiligung der Studierenden. Dies setzt voraus, dass Sie sich durch die Lektüre der Basistexte auf die einzelnen Themen vorbereiten. Bitte schreiben Sie dann zu jedem der beiden Blocktermine ein kurzes Memo, das sich auf das Thema einer bestimmten Sitzung bezieht und dieses an einem selbst gewählten Beispiel illustriert; berücksichtigen Sie dabei auch Argumente aus dem jeweiligen Basistext. Die beiden Memos (je ca. 2000-4000 Zeichen) stellen Sie bitte spätestens am Montag vor dem jeweiligen Blocktermin in das Diskussions- forum auf OLAT ein. Credits werden durch die Memos sowie eine kurze Klausur erworben (40:60). KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: boris.holze@uni-bielefeld.de Literatur • Axford, Barrie (2013): Theories of Globalization. Cambridge: Polity Press. • Meyer, John W.: Weltkultur. Wie die westlichen Prinzipien die Welt durchdringen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2005 • Stichweh, Rudolf (2000): Die Weltgesellschaft. Soziologische Analysen. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 14 Weltgesellschaft sichtbar machen: Visuelle Darstellung undHerstellung am Beispiel der Infografik Dozent: Sebastian Hoggenmüller, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 07.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 4.B54 Fr, 28.03.2014, 10.15 – 17.00 Sa, 29.03.2014, 09.15 – 16.00 Fr, 16.05.2014, 10.15 – 17.00 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar nähert sich dem Themenbereich Globalisierung und Weltgesellschaft aus einem spezifischen Blickwinkel: Die Darstellung und Herstellung von ‚Welt’ im Modus der Visualität. Durch eine qualitativ-hermeneutische Auseinandersetzung mit Infografiken und Bildstatistiken wie beispielsweise Verlaufskurven der globalen Erderwärmung, Heat Maps zur europäischen Finanzkrise, Länderrankings des olympischen Medaillenspiegels oder Kartenanamorphote zu Armut, Rüstung, Hunger oder Reichtum soll gezeigt werden, dass bildhafte Darstellungen internationaler und globaler Vergleiche mehr sind als die bloße Veranschaulichung sozialer Wirklichkeit oder illustratives Beiwerk wissenschaftlicher Arbeit. Vielmehr stellen sie Beziehungen her, vermitteln Einsichten und liefern spezifische Argumente. Als Weltbeschreibungen, so die zentrale Ausgangsvermutung, sind sie zudem konstitutives Moment eines globalen Bewusstseins und verhelfen dazu, die gemeinsame Sozialwelt sichtbar und als eigenständige Einheit – als „Weltgesellschaft“ – erfahrbar zu machen. Im Seminar werden zunächst zentrale Texte zu Theorie und Methodologie der Wissenssoziologischen Hermeneutik, empirische Fallbeispiele visueller Analysen sowie die Anknüpfung an aktuelle Entwicklungen der Globalisierungs- wie Weltgesellschaftsforschung auf Basis von Inputreferaten der Teilnehmer diskutiert. An den Sitzungstagen II und III sollen die konkreten Interpretationsmethoden und theoretischen Überlegungen anhand eigener empirischer Fallstudien angewandt und überprüft werden. Für diese Sitzungen werden kleine Arbeitsgruppen gebildet, die einen visuellen Untersuchungsgegenstand selbst auswählen und vorbereitend bearbeiten. Die jeweiligen Datenmaterialien werden gemeinsam im Plenum ausgewertet sowie methodische und methodologische Probleme, die sich in den Gruppenprojekten stellen, diskutiert. Voraussetzungen: Anmeldung: Umfang: Grundkenntnisse in qualitativer Sozialforschung, Erfahrung in der Analyse visueller Daten sind vorteilhaft. Die Referatsvergabe findet vier Wochen vor der ersten Sitzung statt. Hierzu wird eine organisatorische Mail um den 17. Februar, sprich 4 Wochen vor der ersten Sitzung, an alle Teilnehmer versandt. Eine Anmeldung per Mail (s.w.hoggenmueller@muthesius.de) ist daher bis spätestens 17. Februar verpflichtend. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Material: KSF: Aktive Teilnahme (Details s. Hinweise) / 4 s.w.hoggenmueller@muthesius.de wird auf OLAT eingestellt. Literatur (Auszug) • Anderson, Benedict R. O'G. (1985): Imagined communities : reflections on the origin and spread of nationalism, London : Verso Ed. 15 Zwischen Geburtenrückgang und Masseneinwanderung: Paradigmen der schweizerischen Bevölkerungspolitik im 20. und 21. Jahrhundert Dozent: PD Dr. Patrick Kury Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 18.02.2014 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die laufenden politischen Debatten über die Steuerung der Zuwanderung machen einmal mehr deutlich, dass Migration, Assimilation, Integration sowie Einbürgerung zu den politischen Reizthemen der Schweiz zählen. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten erlauben in der Schweiz die direktdemokratischen Instrumente der Volksinitiative und des Referendums Möglichkeiten der erweiterten Mitsprache, die insbesondere im Bereich der Ausländerpolitik rege genutzt werden. Die Veranstaltung analysiert und untersucht anhand von wissenschaftlichen Texten und Volksinitiativen die bevölkerungspolitischen Konzepte, die dem Wunsch staatlicher Einflussnahme zugrunde liegen und untersucht, wie sich diese Konzepte im Verlaufe der vergangenen 130 Jahren verändert haben. Davon ausgehend untersucht das Seminar die Möglichkeiten der Steuerung der Migration und die Grenzen nationaler Selbstständigkeit zwischen demografischen Entwicklungen, ökonomischen Abhängigkeiten, und internationalen Interdependenzen. So kann schliesslich auch der Frage nachgegangen werden, welche Funktionen dem Politisieren mit den genannten Themen in der Gegenwart zufällt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: Hinweise: patrick.kury@doz.unilu.ch Texte über OLAT 16 “The Shock of the Global“. Die Krise der 1970er-Jahre in globalgeschichtlicher Perspektieve Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die 1970er-Jahre schälen sich in der zeitgeschichtlichen Forschung als ein wichtiger Epochenbruch heraus. In der Schweiz, in Europa und in der Welt verschoben sich die Gewichte. Das Seminar nimmt diesen Bruch in einer globalgeschichtlichen Perspektive auf. Die 1968er-Bewegung, der Kollaps des Währungssystems von Bretton Woods und die folgende Wachstumskrise werden kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlich betrachtet, wobei ein besonderer Fokus auf der Geschichte der „Dritten Welt“ liegt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 4 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur • Ferguson, Niall u.a. (Hg.): The Shock of the Global. The 1970s in perspective. Cambridge MA 2010. 17 Migration und kultureller Wandel Dozentin: Dr. phil. Angelica Wehrli Duchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 – 17.00, ab 19.02.2014 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Migration und kultureller Wandel sind zwei Phänomene, die getrennt voneinander vorkommen können, die sich aber zuweilen auch gegenseitig bedingen. So kann Migration zu kulturellem Wandel führen, wie auch umgekehrt, kultureller Wandel Menschen zu Migration bewegen kann. In diesem Hauptseminar werden wir uns beiden Phänomenen widmen. Zuerst werden wir anhand von theoretischen Texten einen Überblick über die Migrationsforschung erarbeiten. Anschliessend widmen wir uns Konzepten des kulturellen und sozialen Wandels. Den Schwerpunkt des Seminars bilden konkrete Fallbeispiele im Kontext der Karibik. In diesem Zusammenhang werden wir unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Welche transatlantischen Migrationsbewegungen haben zu einem kulturellen Wandel in der Karibik geführt? Wie manifestiert sich der kulturelle Wandel? Und wie können wir den kulturellen und sozialen Wandel wissenschaftlich fassen? Schliesslich werden wir erforschen, wie der kulturelle und soziale Wandel Menschen zu Migration bewegt, sei dies freiwillig – etwa aufgrund von Bestrebungen ein ökonomisch, sozial oder politisch „besseres“ Leben zu führen, oder sei dies unfreiwillig – etwa aufgrund von politischen Aktivitäten, die eine Emigration erfordern. Anhand dieser Überlegungen wird deutlich werden, inwieweit Migrationsbewegungen auch auf den durch Nationalstaaten induzierten kulturellen und sozialen Wandel zurückzuführen sind. Nebst schriftlichen Quellen werden auch audiovisuelle Medien Verwendung finden. Die Studierenden haben zudem die Möglichkeit anhand eigener Recherchen und in Absprache weiterführende Materialien beizuziehen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: angelica.wehrli@unilu.ch Literatur Eine Literaturliste zu den einzelnen Themen sowie zu den Sitzungen wird am Anfang des Seminars elektronisch bereitgestellt. Zur Einstimmung und Vorbereitung auf das Thema eignet sich folgende Quelle: • Vertovec, Steven and Robin Cohen 1999: Migration, Diasporas and Transnationalism. Cheltenham: Edward Elgar. 18 Religion und Konsumgesellschaft Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 18.02.2014 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Symbole und Gegenstände unterschiedlichster Religionen und Ritualtechniken alternativer Spiritualität sind in den letzten Jahren wie selbstverständlich zu Accessoires der Konsumwelt und zu Konsumgütern geworden. Buddha- und Hindufiguren schmücken Schmuckläden und Teppichabteilungen grosser Kaufhäuser, eine Jeans Marke hat als Brandname True Religion, Esoterikmessen verzeichnen hohe Besucher- zahlen, in Buchläden stehen Tarotsets und Engelbücher hoch im Kurs und shiva.tv und andere bieten online und telefonisch Lebensberatung und Ausblicke in die Zukunft an. Religion und religiöse Symbole gehören zur Konsumwelt, liegen im Trend und sind selbst Konsumartikel. Der strukturelle gesellschaftliche Wandel hin zu einer neoliberalen Konsumgesellschaft mit starkem Erlebnis- und Emotionscharakter und Käuflichkeit von Wohlbefinden hat vor Religion, religiösen Praktiken und religiösen Sinnwelten nicht Halt gemacht. Rechte Zen-Meditation ist nur mit einem original japanischen Zafu (Sitzkissen) aus dem online-shop möglich, Kristalle, Energiepyramiden und vieles mehr sind nur als käufliche Direktimporte vom Meister oder Meisterin selbst wirksam etc. Das Seminar wird die gesellschaftlichen Veränderungen seit den 1980er Jahren mit der Dominanz von neoliberaler Markt- und Konsumgesellschaft thematisieren, um sodann Phänomenen von Konsum, Erlebnis und Sinnstiftung exemplarisch im Spektrum alternativer Spiritualität, christlicher Pfingstbewegungen und buddhistischer Angebote nachzugehen. Diese theoretisch-analytischen Einblicke sollen durch eigene „Feldeinsätze“ und Recherchen zu ausgewählten religiösen Konsumartikeln im Rahmen des Seminars vertieft und konkretisiert werden. Die verschiedenen Seminarelemente zielen darauf ab, den weitreichenden Einfluss von Konsumwelt und Neoliberalismus im Feld von Religionen und Spiritualität gemeinsam zu analysieren und in Kleingruppen Formen kommerzialisierter Religion konkret zu erkunden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Kurzreferat und Feldeinsatz, aktive Teilnahme / 4 Kontakt: relsem@unilu.ch Literatur • Carette, Jeremy / King, Richard, Selling Spirituality: the Silent Takeover of Religion, Abingdon 2005. • Einstein, Mara, Brands of Faith: Marketing Religion in a Commercial Age, New York 2008. • Gauthier, Francois / Martikainen, Tuomas (eds.), Religion in Consumer Society: Brands, Consumers, Markets, Farnham 2013. • Usunier, Jean-Claude / Stolz, Jörg (eds.), Religions as Brands. New Perspectives on the Marketization of Religion and Spirituality, Farnham 2014. 19 Ethnizität und die politische Ökonomie von Abgrenzungen Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Viele Konflikte der letzten Jahrzehnte sind verbunden mit ethnischen Zugehörigkeiten, sei es im Balkan, Sudan oder der ehemaligen Sowjetunion. Die Frage allerdings, was "Ethnizität" ausmacht ist umstritten. Bei der Debatte um "Ethnizität" geht es um die Abgrenzung sozialer Kollektive und die zugrunde liegenden Aspekte von individuellen und kollektiven Identitä- ten. Verwendete Kriterien sind häufig gemeinsamer Ursprung und Geschichte, manchmal gemeinsame Sprache, Kultur, Religion oder ein gemeinsames Territorium oder gemeinsame Gegner. Ethnische Identitäten / Ethnizität werden von Angehörigen einer Gemeinschaft aber auch von Außen hergestellt. In verschiedenen Situationen und Beziehungen können sie von unterschiedlichen Bedeutungen sein. Ethnizität ist nicht auf einen bestimmten Gesellschaftstyp beschränkt. Eriksen (2002) schreibt beispiels- weise: "In everyday language, the word ethnicity still has a ring of 'minority issues' and 'race relations', but in social anthropology, it refers to aspects of relationships between groups which consider themselves, and are regarded by others, as being culturally distinctive. Although it is true that 'the discourse concerning ethnicity tends to concern itself with subnational units, or minorities of some kind or another' (Chapman et al., 1989: 17), majorities and dominant peoples are no less 'ethnic' than minorities." In dem Seminar werden die Konzepte "Kultur", "Identität" und "Ethnos/Ethnizität" sowie mögliche Verbindungen zwischen diesen kritisch diskutiert. Es werden verschiedene theoretische Annäherungen an das Phänomen "Ethnizität" vorgestellt und neueste Theorien diskutiert, die etwa die globale Kommerzialisierung von Ethnizität zu erklären versuchen (Comaroff & Comaroff 2009). Als empirische Beispiele können interethnische Beziehungen – friedliche sowie feindselige – aus allen Regionen der Welt und unterschiedlichsten Gesellschaften vergleichend herangezogen werden und als Grundlage der Diskussion der theoretischen Ansätze dienen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Hinweise: KSF: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 bettina.beer@unilu.ch Unterrichtsmaterial, Texte und ein Online-Forum werden auf OLAT bereit gestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses zum Thema Politikethnologie, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Literatur Barth, Fredrik, 1970, Introduction. In: ders. (Hg.), Ethnic Groups and Boundaries, 9-38. Bergen-Oslo, London. Comaroff, John L., and Jean Comaroff, 2009, Ethnicity, Inc. Chicago, London: University of Chicage Press. Eriksen, Thomas Hylland, 2002, Ethnicity and Nationalism. London u.a.: Pluto Press. 20 Urbanität und Weltgesellschaft Dozentin: Dr. Andrea Glauser Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Mi, 13.15 – 17.00, ab 26.02.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar untersucht Formen des Städtischen in der Weltgesellschaft und diskutiert Wechselbeziehungen zwischen Globalisierung und Urbanisierung. Wie hängt die zunehmende Verstädterung mit der Herausbildung einer globalen Sozialordnung zusammen? Welche Bedeutung haben weltweite Beobachtungs- und Vergleichshorizonte für Urbanität? Weshalb sind Städte durchaus unterschiedlich? Solche Fragen diskutieren wir in Auseinandersetzung mit Studien zu sozialer Ungleichheit, Städtebau und globaler Architektur, Migration und Mobilität sowie Weltwirtschaft/Global Cities. Die gesellschaftstheoretische Reflexion der empirischen Befunde ist von besonderem Interesse. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: andrea.glauser@hslu.ch Literatur • Sassen, Saskia (2012): Cities in a World Economy, 4th ed., Los Angeles: SAGE. • Stichweh, Rudolf (2006): Zentrum/Peripherie-Differenzierungen und die Soziologie der Städte: Europäische und globale Entwicklungen, in: Friedrich Lenger und Klaus Tenfelde (Hg.), Die europäische Stadt im 20. Jahrhundert. Wahrnehmung – Entwicklung – Erosion. Köln/Weimar: Böhlau, S. 493-509. • Acebillo, Josep/Lévy, Jacques/Schmid, Christian (2013): Globalization of Urbanity, New York/Barcelona: Actar. 21 Historical Sociology of Empire Dozent: Prof. Dr. Julian Go Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 02.05.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 3.B55 Sa, 03.05.2014, 10.15 - 17.00 Fr, 09.05.2014, 10.15 – 17.00 Sa, 10.05.2014, 10.15 – 17.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Global events over the past decade have propelled the question of “Empire” onto the public map and the scholarly agenda. This course explores key theories and empirical examples of empires, imperialism, and colonialism from a sociological perspective. It will consider both the past and more recent articulations of empire, with the American and British empires as key cases but also with reference to other empires like the French, German, Chinese and Russian cases. It will put imperialism into broader theoretical perspectives, exploring the causes of imperial expansion and dissolution, the historical dynamics of empires, and the determinants of colonial governmentalities and imperial forms. Finally this course will think about empires in relation to globalization and humanitarianism. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Hinweise: juliango@bu.edu Julian Go ist Soziologe an der Boston University und forscht dort zum Kolonialismus in historisch vergleichender Perspektive. Zu Gos wichtigsten Arbeiten gehören: American Empire and the Politics of Meaning (Duke University Press, 2008), Gewinner des Mary-Douglas-Preises für das beste Buch in der Sektion Kultursoziologie der American Sociological Association, sowie die Arbeit Patterns of Empire: the British and American Empires, 1688 to Present (Cambridge University Press, 2011), die sowohl von der ASA als bestes Buch in "Global & Transnational Sociology" als auch von der American Political Science Association als bestes Buch in "Politics and History" ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an MA- Studierende, aber auch Doktorierende aus dem Bereich Soziologie, Politikwissenschaften, Geschichte und Kulturwissenschaften. Literatur Wird rechtzeitig über OLAT bekannt gegeben. 22 Weltranglisten. Soziologie und Kulturgeschichte einer globalen Wissensform Dozenten: Prof. Dr. Bettina Heintz Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 – 17.00, ab 19.02.2014 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: "Stanislas Wawrinka überholt Roger Federer auf der ATP-Weltrangliste". Solche Nachrichten sind vielleicht falsch, aber von der Form her vertraut. Rankings, Ranglisten und Vergleiche sind in ganz unterschiedlichen Bereichen global zu einem zentralen sozialen Verständigungsmodus geworden. Das Seminar beleuchtet diese Wissensform kulturgeschichtlich und aus der Perspektive der Weltgesellschaftssoziologie. Es behandelt Vergleiche in der Wirtschaft, in der Wissenschaft, im Sport und in der Kultur und zeigt, welche Bedeutung Quantifizierungsprozesse für die moderne Gesellschaft haben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Begrenzung: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch oder daniel.speich@unilu.ch Literatur Espeland, Wendy Nelson, Michael Sauder (2012): The Dynamism of Indicators, in: Kevin E. Davis et al. (Hrsg): Governance bei Indicators. Global Power Through Quantification and Rankings, New York: Oxford University Press, S. 86-109. Heintz, Bettina (2010): Numerische Differenz. Überlegungen zu einer Soziologie des (quantitativen) Vergleichs. Zeitschrift für Soziologie, 39, S. 162-181. Speich Chassé, Daniel (2013): Die Erfindung des Bruttosozialprodukts. Globale Ungleichheit in der Wissensgeschichte der Ökonomie, Göttingen 23 Krieg und Medien Dozent: Dr. Adrian Itschert Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 17.02.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Kriege bedienen als gewaltsame Konflikte zwischen oder in Staaten eine grosse Zahl der Nachrichtenwerte, die die Aufmerksamkeit der Medien steuern. Dennoch unterscheidet sich die Kriegsberichtserstattung in vielen Hinsichten von der normalen Berichterstattung der Medien. Kriege als gewaltsame Grosskonflikte verfügen über das Potential, die Medien selbst zur Partei im Konflikt werden zu lassen. Dieses entdifferenzierende Potential des Krieges haben gerade die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts vor Augen geführt. Der Kurs wird sich deshalb einerseits mit der Diversität verschiedener Kriegsformen und deren interner Dynamik auseinandersetzen. Andererseits wird er untersuchen, wie die Medien auf die verschiedenen Formen des Krieges jeweils reagieren. Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Medien nicht auf die Rolle des passiven Beobachters reduziert werden dürfen, da die Berichterstattung über ferne kriegerische Konflikte oft erst den moralischen Druck erzeugt, der nicht direkt involvierte Staaten zu einem Kriegseintritt motivieren kann (beispielsweise die militärische Intervention in Libyen). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Begrenzung; KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Das Seminar ist auf 25 Studierende beschränkt. Eine Anmeldung im UniPortal ist keine Garantie für die Teilnahme. Teilnahmevoraussetzung ist die Anwesenheit in der ersten Sitzung. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Kontakt: adrian.itschert@unilu.ch Literatur • Barbara Kuchler. Kriege. Eine Gesellschaftstheorie gewaltsamer Konflikte. Campus. 2013. 24 Religion, Migartion und Netzwerke Dozent: Jun.-Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine:: Fr, 14.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 4.B47 Sa, 15.03.2014, 09.15 – 16.00 Fr, 04.04.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 4.B55 Sa, 05.04.2014, 09.15 – 16.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar erschließt das Themenfeld Religion und Migration aus einer religionssoziologischen Perspektive. Die Intensivierung von Arbeits- und Fluchtmigration in den vergangenen Jahrzehnten hat auch zu einer Zu- nahme religiöser Vielfalt in Europa geführt. Dabei haben sich Religions- soziologen bislang vor allem für den generellen Einfluss dieser Pluralisierung auf die religiöse Landschaft oder für das Verhältnis von Migration und religiöser Identität in individuellen Biographien interessiert. Im Unterschied dazu stehen in dieser Veranstaltung religiöse Migrantengemeinden als soziale Gruppen im Vordergrund, die durch eine Vielzahl von Beziehungen und Bezugnahmen nach innen und außen gekennzeichnet sind. Daraus ergeben sich verschiedene Themenkomplexe, etwa die Institutionalisierung und Multifunktionalität religiöser Migrantengemeinden, ihre transnationale Verflechtung, institutionelle Mythen und der Wandel religiöser Weltbilder und Praxisformen, Religionskontakte und interreligiöse Aktivitäten sowie die Chancen und Risiken neuerer Formen der Governance religiöser Vielfalt. Diese und andere Themen werden im Seminar anhand von Literatur und Material aus zwei laufenden Forschungsprojekten erarbeitet. Ein besonderer Fokus wird auf der Entwicklung netzwerkanalytischer Forschungsstrategien zu religiösen Migrantengemeinden liegen (Operationalisierung und Erhebung); Vorkenntnisse im Bereich Netzwerkanalyse sind nicht erforderlich. Zur Abstimmung der Arbeitsteilung und Vergabe der Referate werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, sich bis Ende Februar zum entsprechenden OLAT-Kurs anzumelden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: alexander-kenneth.nagel@rub.de 25 Neue Formen der Governance Dozentin: Dr. phil. Eva Passarge Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 18.02.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Der Begriff der Governance beinhaltet allgemein betrachtet die Art und Weise, wie kollektives Handeln in Politik, Gesellschaft oder auch Ökonomie reguliert, gesteuert und koordiniert wird. Gemäss einer engeren Definition umfasst der Governance Begriff insbesondere Veränderungen in der Herrschaftspraxis moderner Staaten, neue Formen der internationalen Politik sowie der Wandel von Organisationsformen und Interorganisationsbeziehungen in der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden, in Unternehmen, in Märkten und in Regionen. Im Seminar werden verschiedene theoretische Ansätze der Governance interdisziplinär diskutiert und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. Material: eva.passarge@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur • Benz, Arthur 2004: Governance-Regieren in komplexen Regelsystemen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. • Lütz, Susanne 2006: Zwischen Pfadabhängigkeit und Wandel. „Governance“ und die Analyse kapitalistischer Institutionenentwicklung. In: Brinkmann, Ulrich et al. Endspiel des kooperativen Kapitalismus? Institutioneller Wandel unter den Bedingungen des marktzentrierten Paradigmas. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 26 Intimbeziehungen / Liebe als globales Funktionssystem Dozent: Prof. Dr. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 21.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 4.A07 Sa, 22.03.2014, 09.15 – 16.00 Fr, 11.04.2014, 10.15 – 17.00 Sa, 12.04.2014, 09.15 – 16.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar verknüpft die Theorie und Soziologie der Intimbeziehungen und der Liebe mit der Theorie der Weltgesellschaft. Die Leitfrage ist: Gehört zu den Funktionssystemen der Weltgesellschaft auch ein System für Intimbeziehungen/Liebe und wie ist dessen Genese und Struktur zu beschreiben? Voraussichtliche Themen: 1. Typen von Intimbeziehungen: Familiale Beziehungen, Freundschaft; Liebe/Partnerschaft; Sexualität (Homosexualität/Heterosexualität) 2. Netzwerke, Verteilungsmuster (Gauss-Verteilungen vs. Power Laws), Preferential Attachment in Intimbeziehungen 3. Rechtliche und normative Regulierungen. Globaler Transfer von Normen? 4. Globale Verknüpfungsmechanismen des Systems: Migration von Paaren, Transnationale Ehen, Transnationale Familien 5. Technologien und ihre Wirkungen auf Kommunikation: Empfängnisverhütung, In-vitro-Fertilisation 6. Historische und gegenwärtige Semantiken: Intimität; Romantische/passionierte Liebe, Partnerschaft 7. Wissenssysteme: Romane, Filme, Mode, Sexualaufklärung und Pornographie 8. Professionen: Psychotherapie, Beratung, Prostitution 9. Funktional definierte Orte: Bars/Discos, Rotlichtbezirke, Sex-Tourismus, Sexscapes 10. Funktion des Systems: Kommunikative Ratifikation von Individualität, Kollektivismus/Individualismus als Variable, Individualität und Weltbezug Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Kontakt. Hinweise: rstichweh@yahoo.de Ab 1.2.2014 finden Sie auf OLAT einen detaillierten Seminarplan mit Aufteilungen und Themen für die einzelnen Tage. Auf dieser Basis können Sie Referate übernehmen und weitere Themen vorschlagen. Literatur (Auszug) • Freiesleben de Blasio, Birgitte et al., Preferential Attachment in Sexual Networks, PNAS 104, 2007, 10762-10767 • Herzog, Dagmar, Sexuality in Europe. A Twentieth-Century History, Cambridge 2011 • Jankowiak, William R. (Hg.), Intimacies. Love and Sex Across Cultures, New York 2008 • Jankowiak, William R./Fischer Edward F., A Cross-Cultural Perspective on Romantic Love, Ethnology 31, 1992, 149-155 • Kluckhohn, Paul, Die Auffassung der Liebe in der Literatur des 18. Jahrhunderts und in der Romantik, Tübingen 1966 • Leupold, Andrea, Liebe und Partnerschaft: Formen der Codierung von Ehen. Zeitschrift für Soziologie 12, 1983, 297-327 • Liljeros, Fredrik et al., The Web of Human Sexual Contacts, Nature, 411, 2001, 907-8 • Luhmann, Niklas, Liebe als Passion: Zur Codierung von Intimität, Frankfurt 1982 27 Soziologie der Konkurrenz. Von der Interaktionssituation bis zu internationalen Beziehungen Dozent: Dr. Phil. Tobias Werron Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In der soziologischen Literatur liest man immer wieder, dass wir heute in einer ‚Konkurrenzgesellschaft’ oder ‚Wettbewerbsgesellschaft’ leben. Aber was heißt das eigentlich, oder was könnte es heißen? Und welche Argumente sprechen für oder gegen eine solche Diagnose? Ausgehend von solchen Fragen lesen wir in diesem Seminar klassische und neuere soziologische Texte zur Konkurrenz (von Georg Simmels klassischer ‚Soziologie der Konkurrenz‘ bis zu Pierre Bourdieus Feldtheorie), diskutieren sie an einer Vielzahl unterschiedlicher Konkurrenzphänomene (von der Markt- und Staatenkonkurrenz bis zu Konkurrenz in Journalismus und Wissenschaft) und führen die dabei gesammelten Einsichten in theorievergleichenden Sitzungen zusammen. Im Licht dieser Einsichten soll schließlich die Frage, ob wir heute in einer Konkurrenzgesellschaft leben, am Ende des Seminars noch einmal ‚soziologisch aufgeklärt’ diskutiert werden. Das Seminar verfolgt vor allem zwei Ziele: Es soll in grundlegende Probleme und Begriffe einer allgemeinen Soziologie der Konkurrenz einführen; und es soll Gelegenheit bieten, die Erklärungskraft soziologischer Theorien an einer übergreifenden Fragestellung zu bestimmen und miteinander zu vergleichen. Zu den Teilnahmeanforderungen gehört daher auch die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe, die eine der theorievergleichenden Sitzungen (in Absprache mit dem Veranstalter) mitgestaltet. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Arbeitsgruppe/Referat) / 4 Kontakt: tobias.werron@uni-bielefeld.de Literatur Zum Einstieg: • Rosa, Hartmut: Wettbewerb als Interaktionsmodus. Kulturelle und sozialstrukturelle Konsequenzen der Konkurrenzgesellschaft, Leviathan 34 (2006), Nr. 1, S. 82-104 28 Modul Weltpolitik Welt-, Gesellschafts- und Menschenbilder: Grundlagen politikwissenschaftlicher Analysen (Handlungs- und Institutionstheorien) Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 18.02.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Wie kann man politische Entscheidungen, wie z.B. die Wahl eines Bundesrates im Parlament oder das Verhalten der Schweizer Regierung in internationalen Verhandlungen verstehen und erklären? In der Politik- wissenschaft basieren Interpretationen und Erklärungen üblicherweise auf einer Handlungstheorie und den entsprechenden strukturellen Rahmen- bedingungen, die das Handeln der Akteure beeinflussen. Bei den Handlungstheorien greift die Politikwissenschaft auf die beiden klassischen Menschenbilder der Sozialwissenschaften, den homo oeconomicus und den homo sociologicus zurück. Der homo oeconomicus versucht, durch strategisches Handeln seine Interessen umzusetzen, der homo sociologicus folgt dagegen den Normen, die er infolge seiner Rolle und/oder seiner Identität als angemessen empfindet. Aus der Philosophie, der Psychologie sowie den Kultur- und Kommunikationswissenschaften wurden weitere handlungstheoretische Modelle entwickelt, die in einer durch Information und Kommunikation gekennzeichneten Gesellschaft Relevanz besitzen, so z.B. das verständigungsorientierte Handeln, das rhetorische Handeln, das emotionale, das kreative und das symbolische Handeln. Bei diesen verschiedenen Handlungstheorien sind jeweils typische Strukturen relevant, welche, wenn sie eine gewisse zeitliche Stabilität besitzen, in den Sozialwissenschaften als Institutionen bezeichnet werden. Für den homo oeconomicus sind das formale Organisations- und Entschei- dungsregeln, für den homo sociologicus z.B. Traditionen oder Routinen, während bei den anderen Theorien kommunikative Strukturen wie Konventionen, Leitbilder oder hegemoniale Diskurse im Vordergrund stehen. Insgesamt sind die Vorstellungen darüber, wie (politische) Akteure handeln und welche Strukturen/Institutionen sie dabei anleiten, stark von Weltbildern (Ontologien/Ideologie) und Gesellschaftsbildern (wie ist die Gesellschaft aufgebaut und was hält sie zusammen?) abhängig. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform „OLAT“ zugänglich gemacht Literatur Blatter, J. (2007): Governance – Theoretische Formen und historische Transformationen. Baden- Baden: Nomos Etzrodt, Ch. (2003): Sozialwissenschaftliche Handlungstheorien. Eine Einführung. Konstanz: UVK 29 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Einführung: weitere Termine: Mo, 31.03.2014, 10.15 – 12.00 FRO, 4.B01 wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 07.04.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course provides an introduction to modern econometrics. Students will learn how to carry out empirical anylysis, going beyond simple descriptive statistics. Topics include lineral regression, the analysis of longitudinal data, limited and discrete dependent variables, survival analysis, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The course has two objectives: (i) learn the methodology of modern econometric analysis and (ii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch des Masterseminars "Advanced Econometrics" 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete mündliche Prüfung / 3 Kontakt: Hinweise: stefan.boes@unilu.ch Die Vorlesung findet an folgenden Daten statt: 31.3. (10.15 - 12.00 Uhr), 7.4., 14.4., 5.5., 12.5., 19.5., 26.5. (Prüfung). Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 30 International Humanitarian Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00 , ab 17.02.2014 FRO, 4.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Despite the fact that the UN Charter prohibits the use of force, armed con- flicts remain a reality in today's world. The special legal regime for situations of armed conflicts is provided by International Humanitarian Law (IHL). IHL neither addresses the reasons of nor the possible legal justifications of armed conflicts; instead it focuses on the protection of the victims of warfare. IHL aims at mitigating the effects of armed conflicts by constraining the means and methods of warfare and by obliging all parties of a conflict to protect persons not engaged in hostilities, mainly civilians and soldiers out of combat. Humanitarian law therefore aims at limiting harm caused by wars, thereby accepting the existence of armed conflict in today’s world. The course offers an introduction to IHL, its development, legal bases and challenges. It focuses on the two branches of international humanitarian law, the law of Geneva (protection of victims) and the law of The Hague (means of warfare), the rules governing international and non-international armed conflicts as well as the implementation of those legal norms. These issues will be discussed and analyzed in the light of current developments, recent events and challenges to IHL. In addition, guest lecturers will deliver insights on practical issues of humanitarian law. Students are ably to indentify, analyze and assess issues relating to IHL when faced with situations of armed conflict.. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of Public International Law and Human Rights Law is recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral or written) will be announced at the beginning of the term / 6 Kontakt: nicole.scheiber@unilu.ch (Assistant) maya.taylan@unilu.ch (Assistant) martina.caroni@unilu.ch Essential Course Materials • Course Reader „International Humanitarian Law; • Copies of the four Geneva Conventions and the three Additional Protocols to the Geneva Conventions. These can be ordered for free from the International Committee of the Red Cross (www.icrc.org). 31 International Human Rights Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course focuses on the emergence, expansion, and enforcement of international human rights norms. It introduces the major international institutions and political processes by which international human rights norms are established and enforced, namely the regimes established under the United Nations, regional human rights conventions (European, Inter- American, African), and various treaties. The course is divided into two parts: the first part introduces the evolution and conceptual foundations of human rights, the most important human rights treaties and the mechanism for their implementation; the second part considers selected, current human rights issues in a comparative mode using standards developed in international human rights law as well as regional (e.g. European) standards. As the course will be held in a seminar-like style, i.e. emphasizing class discussions, active participation in the class is expected. Students are ably to indentify, analyze and assess issues relating to human rights questions. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law (e.g. attendance of the course "Völkerrecht" in the BLaw-program) recommended 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral or written) will be announced at the beginning of the term (6 Cr) Kontakt: nicole.scheiber@unilu.ch (Assistant) maya.taylan@unilu.ch (Assistant) martina.caroni@unilu.ch Literatur • The COURSE READER; • Copies of the most important human rights treaties: European Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms (including the Additional Protocols); International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights; International Covenant on Civil and Political Rights (including the Optional Protocols); Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment (including Optional Protocol); United Nations Convention on the Rights of the Child (including Optional Protocols); etc. the text of these treaties is available on the website of the OHCHR, at http://www2.ohchr.org/english/law/index.htm. However, you may wish to consider buying a treaty collection, e.g. IAN BROWNLIE/GUY S. GOODWIN-GILL, Brownlie’s Documents on Human Rights (Oxford, 6th Edition 2010) or P.R. GHANDHI, Blackstone’s Statutes – International Human Rights Documents (Oxford, 8th Edition 2012). 32 Public International Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: This course focuses on current issues of public international law. These may include, inter alia, nuclear non-proliferation, the peaceful use of nuclear energy, peace and security questions, responsibility to protect, the “race for the arctic” and the issue of state responsibility for violations of international humanitarian law. As the course will be held in a seminar-like style, i.e. emphasising class discussions, active participation in the class is expected. In addition, guest lectures may give further insights into the questions discussed in class. Students understand the different models of political competition and can apply them to explain observed government failures. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Graded written or oral exam (6 Cr) Kontakt: nicole.scheiber@unilu.ch (Assistant) maya.taylan@unilu.ch (Assistant) martina.caroni@unilu.ch Literatur The course reader; Materials accessible or distributed electronically. 33 From Marbury to ObamaCare – Contemporary Issues in American Constitutional Law Dozentin: Lauren Fielder, JD, Junior Assistant Professor of Law Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 08.15 - 10.00, ab 20.02.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: The American Constitution is the oldest and most recognizable Constitution in the world, shaping the norms and serving as the principle model for many national and international instruments. The purpose of this class to not only examine the substantive provisions of the document, but to look critically at its interpretation and application to modern legal problems. We will examine in depth, first, the basics of Constitutional law, and apply the concepts of equal protection, procedural justice, due process, and freedom of speech in the modern age. We will look at how the Court has struggled in recent years with textual interpretation in the face of growing technology and changing so- cial norms. In that context, we will look at landmark cases such as Roe v. Wade, Marbury v. Madison, and Brown v. Board of Education and their evo- lution into modern landmark cases such as Lawrence v. Texas, Brown v. Entertainment Merchants Association, and Citizens United v. FEC. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%) / 6 Kontakt: lauren.fielder@unilu.ch 34 Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht (Grund- und Menschenrechte) Dozent: Prof. Dr. iur. Sebastian Heselhaus Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 17.02.2014 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Veranstaltung vergleicht den Standard des Grundrechtsschutzes in Eu- ropa und den USA. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Rechtsver- gleichung im öffentlichen Recht werden ausgewählte Grundrechtsprobleme anhand verschiedener nationaler Rechtsordnungen, insbesondere in Frankreich, Grossbritannien und den USA behandelt. Dabei wird der Grundrechtsschutz zum Schlüssel für das jeweilige Staatsverständnis und die staataorganisatorischen Regelungen. Sow erden die Grundrechte jeweils in Beziehung zum einschlägigen institutionellen und historisch-kulturellen Rahmen gesetzt. Weitere Schwerpunkte bilden ausgewählte Grundrechtsprobleme in den USA. Erlernen und Vergleich verschiedener Ansätze zur Lösung von Grundrechts- konflikten; Erkennen des Zusammenhangs mit den institutionellen und histo¬risch-kulturellen Erfahrungen einer Gesellschaft; Reflexion über die Funktion und Grenzen des Menschrechtsschutzes im Kontext. Voraussetzungen: Umfang: Grundkenntnisse der Grundrechte der Verfassung. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete mündliche oder schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: sebastian.heselhaus@unilu.ch Literatur wird am Anfang der Veranstaltung an- bzw. ausgegeben. 35 Einführung in die Ökonometrie Dozent: Dr. oec. publ. Andreas Kuhn Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Fr, 13.15 - 15.00 , ab 21.02.2014 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: 1) Einführung; 2) Repetition Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Schätzen und Testen); 3) Das einfache Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz; 4) Das multiple Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz, Modellierung von nichtlinearen Beziehungen, Einbezug von qualitativen Regressoren, Modellselektion und Beurteilung der Validität von Regressionsmodellen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empirische Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instrument, der linearen Regressionsanalyse. Wir diskutieren die Mechanik sowie die Interpretation der linearen Regression und illustrieren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten anhand von aktuellen Studien und Fragestellungen. Zur Ergänzung werden wir ausserdem praktische Übungen in der Statis-tiksoftware Stata durchführen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die methodischen Grundlagen zu vermitteln um wissenschaftliche empirische Studien kritisch beurteilen zu können und um selbständig eigene empirische Projekte durchführen zu können. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung “Statistik für Fortgeschrittene” bestanden. Gleichzeitige Teilnahme am Hauptseminar “Einführung in die Ökonometrie”. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: Hinweise: andreas.kuhn@ehb-schweiz.ch Vorlesung und Hautpseminar werden gemeinsam geprüft (separate Fragen). Literatur • Stock, James H., and Watson, Mark H. (2012). Introduction to Econometrics. 3rd Edition. • Wooldridge, Jeffrey (2013). Introductory Econometrics. A Modern Approach. 5th Edition. 36 Analyse der Gesamtwirtschaft Dozent: Ass.-Prof. Dr. oec. publ. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 25.02.2014 FRO, 3.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Ziel der Vorlesung ist die Vermittlung der wichtigsten makroökonomischen Grundlagen. Behandelt werden sowohl langfristige Phänomene wie Wachstum, Sparen, Investieren, Finanzierung und Finanzsystem, natürliche Arbeitslosigkeit, die Bedeutung des Geldes, die Rolle der Zentralbanken, Geldmengenwachstum und Inflation sowie Aussenhandel, als auch kurzfristige Konjunkturphänomene wie Änderungen der aggregierten Nachfrage und des aggregierten Angebots, der Einfluss von Geld- und Fiskalpolitik, der kurzfristige Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation sowie politische Konjunkturzyklen. Besonders hervorgehoben werden die Rolle von Institutionen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und wirtschaftspolitische Aspekte. In allen Bereichen wird der Bezug zu Aktualität hergestellt, der die Studierenden befähigen soll, zukünftig wichtige aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen selbstständig zu analysieren und zu interpretieren. 1) Die Studierenden kennen die wichtigsten makroökonomischen Grundlagen. 2) Die Studierenden kennen die Bedeutung von Institutionen für die wirtschaftliche Entwicklung und verstehen die Wirkung der wichtigsten wirtschaftspolitischen Instrumente. 3) Die Studierenden können mittels der erlernten Grundlagen aktuelle Entwicklungen analysieren und interpretieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: Hinweise: simon.lüchinger@unilu.ch Vorlesung beginnt erst am 25.2.2014. Literatur Mankiw, N. Gregory (2009). Principles of Economics, 6th Edition. Mason: Cengage Learning. 37 Modern Foreign Relations Law and Diplomacy Dozent: Prof. Alexander H.E. Morawa, SJD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 18.02.2014 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course takes you on a journey of exploration of how states behave, and what the law has to say about it. State action ranges from peaceful and benevolent interaction to outright war, with many stages in between. We will take a look at the underlying legal regime and explore questions such as: - How do diplomatic and consular relations work? - How do international organizations and international courts fit into a state-centered system? - Are there rights of individuals in foreign relations? - How do (UN and regional) mechanisms for safeguarding peace and security work? - Is war still a “logical continuation of diplomacy”? Despite the overwhelmingly political character of decisionmaking in foreign affairs, there exists a legal regime that channels, limits, and attaches consequences to action or inaction. Students will develop skills and techniques for inquiring into the legal implications of the activities of states, international organizations, and other actors in the foreign relations realm. The course is discoursive, interactive, and hands-on. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Class participation, assignments, and practical exercises (50%), written final examination (50%) / 6 Kontakt: alexander.morowa@unilu.ch Reader 38 International Trade Dozent: Dr. Christoph Moser Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: 14-täglich Mo, 13.15 – 15.00, ab 24.02.2014 FRO, HS 6 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: What are the gains from international trade? How can we explain the patterns in international trade in goods and services? Who are the winners and losers from trade liberalization? What are the most effective trade policies available for national governments? The main concepts and models of trade will be developed and their empirical relevance discussed (including the concept of comparative advantage, the Heckscher-Ohlin model and the role of specific factors and firms in trade). These models allow us to evaluate the importance and economic consequences of trade for instance on a country’s welfare and its income distribution. The main objective of this course is to provide students with a solid background in both international trade theory and trade policy. The models discussed in the course will help us better understand recent developments in trade like the increased offshoring of production from developed to developing countries, the role of the World Trade Organization (WTO) in facilitating trade and the economic effects of the recent wave of regional trade agreements. Voraussetzungen: Umfang: Courses in „Ökonomie und menschliches Verhalten“ and „Analyse der Gesamtwirtschaft“ recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: moser@kof.ethz.ch Literatur This course is based on the following textbook: Paul Krugman, Maurice Obstfeld, and Marc Melitz (2012), „International Economics: Theory and Policy,“ 9th Edition (Global edition), Pearson Education. 39 Internationaler Menschenrechtsschutz Dozent: Dr. iur. Christoph A. Spenlé Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Fr, 15.15 - 17.00, ab 21.02.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit den Eckpunkten und Meilensteinen in der Entwicklung der Menschenrechte und widmet sich eingehend der politischen und rechtlichen Umsetzung der Menschenrechte in der Neuzeit. Themenschwerpunkte des Kurses sind: - Entstehung und Entfaltung des internationalen Menschenrechtsschutzes bis zum Beginn des 2. Weltkrieges (Völkerbund); - Menschenrechtsschutz im System der Vereinten Nationen; - Regionaler Menschenrechtsschutz (EMRK); - Universalität der Menschenrechte versus Relativismus; - Entwicklungen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und aktuelle Herausforderungen (Humanitäre Interventionen, internationale Strafgerichtsbarkeit, private Akteure). Dabei werden namentlich die völkerrechtlichen Grundlagen und Menschenrechtsinstrumente insbesondere im Rahmen der UNO eingehender betrachtet. Die Behandlung aktueller Beispiele diplomatischer Verhandlungsprozesse vermittelt einen Blick in die Praxis der Schaffung neuer Menschenrechtsinstrumente. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Schriftliche Prüfung, pass or fail / 2 Kontakt: Christoph.spenle@eda.admin.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Christoph A. Spenlé/Arthur Mattli, Kompendium zum Schutz der Menschenrechte, Stämpfli Verlag 2009 Hans-Peter Gasser, Humanitäres Völkerrecht - Eine Einführung, 2. Aufl., Schulthess 2007 Walter Kälin/Jörg Künzli, Universeller Menschenrechtsschutz, Helbing & Lichtenhahn, 2. Auflage 2008 Kälin Walter/Malinverni Georgio/Nowak Manfred, Die Schweiz und die UNO-Menschenrechtspakte, 2. Auflage, Basel/Frankfurt a.M. 1997 Manfred Nowak, Einführung in das internationale Menschenrechtssystem, Wien/Graz 2002 40 Vergleichende Regionale Integration Dozentin: Dr. sc. Rebecca Welge Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Regionale Integration als freiwilliger, dauerhafter und institutionalisierter Zusammenschluss von Staaten mit regional begrenzter Reichweite ist ein relativ neues politisches Phänomen. Ziel dieser Zusammenschlüsse ist die funktionale Zusammenarbeit in einem oder mehreren Politikfeldern sowie die Friedenssicherung. Der Umfang der betroffenen Politikfelder, vor allem aber die institutionelle Tiefe der Integration und der Grad an Übertragung von Souveränität an supranationale Organe unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Zusammenschlüssen. Referenzpunkt der Vorlesung bildet die Europäische Union als fortgeschrittenste Form der regionalen Integration. Mit Blick auf ihre Geschichte, Institutionen und Policies werden die wichtigsten Theorien regionaler Integration vorgestellt. Auf dieser Basis werfen wir dann einen vergleichenden Blick auf andere regionale Zusammenschlüsse in Asien, Amerika, Afrika und im arabischen Raum. Neben der intensiven empirischen und analytischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Modellen regionaler Integration widmet sich die Vorlesung der Frage, ob das Phänomen der regionalen Integration eher als Baustein oder Stolperstein für die Herausbildung globaler Ordnungsstrukturen angesehen werden kann. Das Proseminar zur Regionalen Integration von Michael Buess vertieft Aspekte der Vorlesung und ist insbesondere für Studierende der Politikwissenschaft im Grundstudium empfehlenswert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: welge@nccr-democracy.uzh.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Lindberg, L. N., Scheingold, S.A. (Eds.) (1971). Regional Integration: Theory and Research, Harvard University Press Duina, F. (2006). Varieties of Regional Integration: The EU, NAFTA and Mercosur. Journal of European Integration, 28(3), 247 - 275. Farrell, M., Hettne, B & L. Van Langenhove (Eds.) (2005). The Politics of Global Regionalism. Theory and Practice. London and New York: Pluto Press. Warleigh-Lack, A. (2006). Towards a Conceptual Framework for regionalisation: Bridging 'new regionalism' and 'integration theory'. Review of International Political Economy, 13(5), 750-771. Laursen, F. (Hrsg.) (2003), Comparative Regional Integration: Theoretical Perspectives, Ashgate Mattli, W.(1999), The Logic of Regional Integration: Europe and Beyond, Cambridge UP Telo, M. and, Joffe, G., (Eds.) (2001). European Union and New Regionalism: Europe and Globalization in Comparative Perspective, Ashgate 41 Internationale Klimapolitik Dozent: Prof. Dr. Klaus Dingwerth Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Do, 15.15 - 19.00, ab 20.02.2014 FRO, 4.A07 14-täglich Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Der Klimawandel gilt als eine der grössten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit. Das Seminar will einen Überblick über die wichtigsten internationalen Antworten auf den Klimawandel geben und diese auf der Grundlage positiver und normativer politischer Theorien verstehen bzw. bewerten. Was für eine Art von Problem ist der Klimawandel, und wie könnte eine „gerechte“ Klimapolitik aussehen? Wie verhalten sich verschiedenen Staatengruppen zu diesem Problem, und welche Institutionen zur Vermeidung (mitigation) und Anpassung (adaptation) an den Klimawandel haben sie im Rahmen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen gemeinsam geschaffen? Welche weiteren Strukturen haben gesellschaftliche, privatwirtschaftliche und substaatliche Akteure vereinbart, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, und wie wirksam ist das resultierende Institutionengeflecht insgesamt? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme, Referat, Research Design (benotet) / 4 Kontakt: klaus.dingwerth@iniis.uni-bremen.de oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Newell, Peter und Matthew Paterson, 2010: Climate Capitalism: Global Warming and the Transformation of the Global Economy. Cambridge: Cambridge University Press. Rahmstorf, Stefan und Hans-Joachim Schellnhuber, 2012: Der Klimawandel. 7., völlig überarbeitete Auflage. München: C.H. Beck. Sprinz, Detlef und Urs Luterbacher, 2001: International Relations and Global Climate Change. Cambridge, MA: MIT Press. United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), 2007: Uniting on Climate: A Guide to the Climate Change Convention and the Kyoto Protocol. Bonn: UNFCCC. 42 Democracy in Danger? Right-wing Populism in Western Europe Dozent: Dr. Marc Helbling Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Block 1: Block 2: Mi, 19.02., 13.15 – 15.00 FRO, HS 11 Mi, 26.03., 13.15 – 17.00 FRO, HS 12 Do, 27.03. 10.15 – 19.00 FRO, HS 3 Mi, 16.04., 13.15 – 17.00 FRO, HS 12 Do, 17.04. 09.15 – 17.00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Over the last two decades, right-wing populist parties have become important political actors in Western Europe. In this seminar, we will analyze how this change in the political landscape came about and why those parties are in some countries stronger than in others. We will define the term “populism” and contextualize it in the right-wing political spectrum. Finally, we will discuss whether the emergence of right-wing populist parties can be considered as evidence for the dysfunction of Western democracies and threat to their workings. The focus of the seminar will be on West European countries, especially Switzerland. Students will be introduced to current methodological standards in Comparative Politics by analysis of a variety of studies. Umfang: Sprache: 2 Semesterstundenwochen Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt. marc.helbling@wzb.eu Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Canovan, Margaret (1999). “Trust the People! Populism and the Two Faces of Democracy”. Political Studies 47(1): 2-16. Mény, Yves and Yves Surel (eds.) (2002). Democracies and the populist challenge. Basingstoke: Palgrave. Mudde, Cas (2007). Populist Radical Right Parties in Europe. Cambridge: Cambridge University Press. Norris, Pippa (2005). Radical Right. Voters and Parties in the Electoral Market. Cambridge: Cambridge University Press. 43 Entwicklungshilfepolitik Dozent: Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: Do, 01.05.2014, 08.15 – 17.00 FRO, 3.B48 Fr, 02.05.2014, 08.15 – 17.00 Sa, 03.05.2014, 08.15 – 14.00 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Dieses Seminar bietet einen Überblick über die empirische Literatur zur Entwicklungshilfepolitik. Zentrale Themen sind die Kriterien, nach welchen Geberländer über die Allokation ihrer Entwicklungshilfegelder entscheiden, sowie die Auswirkungen von Entwicklungshilfe auf die Politik, die Regierungsführung und das Wirtschaftswachstum in den Empfängerländern. 1. Die Studierenden lernen aktuelle Forschungsbeiträge und die darin angewandten ökonometrischen, bzw. statistischen Methoden zu verstehen. 2. Die Studierenden erkennen Chancen und Gefahren in der Entwicklungshilfepolitik. 1. Die Studierenden lernen aktuelle Forschungsbeiträge und die darin angewandten ökonometrischen, bzw. statistischen Methoden zu verstehen. 2. Die Studierenden erkennen Chancen und Gefahren in der Entwicklungshilfepolitik. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesungen "Wachstum und Entwicklung" und "Grundlagen der multivariaten Statistik". Zudem wird der vorgängige oder gleichzeitige Besuch der Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie" empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: roland.hodler@unilu.ch Literatur wird bei der Terminvergabe bekanntgegeben. 44 Internationale Handelspolitik Dozent: Ivo Krizic, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 13.15 – 15.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar hat zum Ziel, aktuelle Entwicklungen der internationalen Handelspolitik mithilfe von ausgewählten Theorien und Konzepten der Internationalen Politischen Ökonomie zu analysieren. Ausgehend von einem historischen Überblick der globalen Handelsbeziehungen beschäftigen wir uns im ersten Teil des Seminars mit den systemischen, innerstaatlichen und ideellen Erklärungsansätzen internationaler Handelspolitik. Im zweiten Teil übertragen wir diese Ansätze auf verschiedene Themenfelder, die das Welthandelssystem in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt haben. Hierzu zählen 1) die Entwicklung der Europäischen Union als Akteur in der Welthandelspolitik; 2) die Machtverschiebung im internationalen Handelssystem zugunsten aufstrebender Schwellenländer („emerging powers“) und ihre Rückwirkungen auf die Verhandlungsdynamik in der WTO (Doha-Runde); 3) die Ausweitung des Themenspektrums der Freihandelsdebatte auf nicht tarifäre, innerstaatliche Regulierungsmassnahmen ("behind the border" issues) und 4) die Gewichtsverschiebung von multilateralen Verhandlungen im Rahmen der WTO hin zu bi- und plurilateralen Freihandelsabkommen (TTIP, TPP, RCEP…). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat (benotet) / 4 Kontakt: ivo.krizic@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Barton, John H., Goldstein, Judith L., Josling, Timothy E., Steinberg, Richard H. (2006): The evolution of the trade regime: politics, law, and economics of the GATT and the WTO. Princeton, NJ: Princeton University Press, 2006. Dür, Andreas, Zimmermann, Hubertus, eds. (2007): The EU in International Trade Negotiations, Journal of Common Market Studies (special issue) 45(4): 771–967. Heydon, Kenneth and Woolcock, Stephen, eds. (2012): The Ashgate research companion to international trade policy. Ashgate: Farnham, Surrey. Narlikar, Amrita, Daunton, Martin, M. Stern, Robert, eds. (2012): The Oxford Handbook on The World Trade Organization. Oxford, Oxford University Press. 45 Krieg und Frieden in der Geschichte des Politischen Denkens Dozent: Prof. Dr. Herfried Münkler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaften Einführung: Termine: Fr, 28.02., 13.15 - 17.00 FRO, 3.A05 Fr, 04.04., 09.15 – 17.00 FRO, HS5 Fr, 11.04., 09.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Fr, 16.05., 09.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Darstellung und Analyse von Kriegen und die Entwürfe einer dauer- haften Friedensordnung haben paradigmatische Bedeutung für das politische Denken und Handeln. Einige dieser Texte, von Homers Ilias über Thukydides‘ Peloponnesischen Krieg, Kants Ewigen Frieden und Wilsons 14 Punkten, sollen in ideengeschichtlicher Perspektive gelesen werden. Jüngere Theorien, von der Friedensforschung Johann Galtungs bis zu Ian Morris‘ jüngster Schrift zum Krieg sollen den ideengeschichtlichen Ansatz ergänzen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive mündliche Teilnahme/Referat / 4 Kontakt: herfried.muenkler@sowi.hu-berlin.de oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Bernd Hüppauf, 2013: Was ist Krieg? Zur Grundlegung einer Kulturgeschichte des Krieges, Bielefeld: Transcript Verlag. Reinhard Meyers, 1994: Begriff und Probleme des Friedens, Opladen: Leske & Budrich. Ian Morris, 2013: Krieg. Wozu er gut ist, Frankfurt/New York: Campus Verlag. Herfried Münkler, 2002: Über den Krieg. Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion, Weilerswist: Velbrück Verlag. Münkler/Llanque (Hg.), 2007: Politische Theorie und Ideengeschichte. Lehr- und Textbuch, Berlin Akademie-Verlag, S. 95-125 (Textsammlung, die dem Seminar zugrunde gelegt wird). 46 National, transnational, kosmopolitisch – Bürgerschaft im 21. Jahrhundert Dozentin: Dr. Andrea Schlenker Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 18.02.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Nationalstaaten beherrschen nach wie vor unsere heutige Weltsicht. Sie waren jedoch nie unumstritten und sind es in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts immer weniger. Grenzen lösen sich auf, neue werden gezogen. Damit verändert sich auch der Referenzrahmen, auf den sich die Handlungen und Orientierungen politischer Akteure beziehen. Diese lassen sich in mehreren Dimensionen und auf mehreren Ebenen analysieren. Ausgehend von unterschiedlichen Konzeptionen von Demokratie und Nation werden wir in diesem Hauptseminar verschiedene Formationen politischer Gemeinschaft und Bürgerschaft jenseits nationaler Zugehörigkeit und Grenzen eingehend betrachten. Dies umfasst normative Vorschläge und empirische Entwicklungen politischer Integration auf nationaler Ebene sowie solche, die verschiedene Nationalstaaten verbinden (transnational), bis hin zu solchen europäischer und globaler Reichweite (kosmopolitisch). Entsprechend werden wir verschiedene Akteursgruppen in den Blick nehmen, wie z.B. auf transnationaler Ebene MigrantInnen, Diasporas und doppelte StaatsbürgerInnen oder auf globaler Ebene WeltbürgerInnen und internationale NGOs. Sowohl normativ als auch empirisch wird das Verhältnis der unterschiedlichen Akteure und Ebenen zueinander im Mittelpunkt stehen, um letztlich die Chancen und Risiken neuer Entwürfe und Entwicklungen von Bürgerschaft innerhalb und jenseits nationaler Grenzen besser verstehen und abwägen zu können. Ziele: Die Studierenden kennen die zentralen Konzepte und Analysedimensionen von Bürgerschaft und politischer Gemeinschaft innerhalb und jenseits nationaler Grenzen. Sie können die wichtigsten Phänomene und Spannungen in diesem Themenfeld benennen, an konkreten Beispielen vor allem in europäischen Ländern veranschaulichen und kritisch diskutieren. Diese Ziele werden erreicht durch die regelmässige Vorbereitung der Lektüre, auch mithilfe konkreter Aufgaben zu den Texten, durch Präsentationen und Handouts der Dozentin und von Studierenden sowie durch mündliche Diskussionen. Wer eine Seminararbeit zum Kurs schreiben möchte, sollte bis 24. Mai ein Outline ausarbeiten, das dann eingehend besprochen wird. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Regelmässige Teilnahme/Beteiligung an Diskussion/20minütiges Referat (benotet) / 4 Kontakt: andrea.schlenker@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Archibugi, D./ D. Held/ M. Köhler (Hg.) 1998: Re-imagining Political Community, Cambridge. Benhabib, S. 2008: Kosmopolitismus und Demokratie. Eine Debatte, Frankfurt/M. Vertovec, S./ R. Cohen (Hg.) 2002: Conceiving Cosmopolitanism: Theory, Context and Practice, New York. 47 „Konflikt“ in den Internationalen Beziehungen: Theoretische Zugänge und praktisch-politische Handlungsanleitungen im Vergleich Dozentin: Prof. Dr. Manuela Spindler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Do, 20.02., 12.15 – 13.00 FRO, 3.B52 Mi, 12.03., 13.15 – 19.00 FRO, HS12 Mi, 16.04. 13.15 – 19.00 FRO, HS11 Mi, 07.05. 13.15 – 19.00 FRO, HS12 Mi, 21.05. 13.15 – 19.00 FRO, HS12 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Kurskonzept zielt auf ein Kennenlernen und Vergleichen der für unterschiedliche Theorieschulen der Internationalen Beziehungen typischen konflikt-theoretischen Perspektiven. Über die Kategorie „Konflikt“ werden Theorien der IB dabei grundlegend im breiteren Kontext sozialwissen- schaftlicher Theoriebildung betrachtet. Das Vorgehen erfolgt exemplarisch über eine Auswahl von vier verschiedenen theoretischen Strömungen, die für ein Herausarbeiten unterschiedlicher Konfliktverständnisse geeignet sind. Die Lernziele sind: 1. der Erwerb grundlegender Kenntnisse bzw. eine Vertiefung bereits vorhandener Kenntnisse der theoretischen Grundannahmen und Erklärungsmuster ausgewählter theoretischer Schulen; 2. das systematische Herausarbeiten und Begründen der für die ausgewählten theoretischen Strömungen jeweils spezifischen Verständnisse von Konflikt (und Kooperation). 3. Anwendung der unterschiedlichen konflikt-theoretischen Perspektiven im Sinne exemplarischer Konfliktanalysen (Auswahl der Konflikte erfolgt gemeinsam mit den Studierenden; dabei u.a. Vergleich kontrastierender Konfliktinterpretationen: parallele Betrachtung eine aktuellen Konflikts durch verschiedene theoretische „Brillen“). 4. Theorie und Praxis werden durch eine Diskussion der praktisch- politischen Relevanz der theoretischen Ansätze verknüpft. Gefragt wird: welche Implikationen hat die Wahl der einen oder aber der anderen Perspektive für die praktische Politik? (Bereich der Politikberatung). Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: manuela.spindler@global-politics.org Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Bonacker, Thorsten (Hg.) 2008: Sozialwissenschaftliche Konflikttheorien. Eine Einführung. 4. Aufl., Wiesbaden: VS-Verlag. Krell, Gert 2009: Weltbilder und Weltordnung. 4. Aufl., Baden-Baden: Nomos. Schieder, Siegfried/Spindler, Manuela (Hg.) 2010: Theorien der Internationalen Beziehungen. 3. Aufl., Opladen: Verlag Barbara Budrich/UTB. 48 Medien in Konflikten: Mediatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Dozentin: Dr. Doreen Spörer-Wagner Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 08.15 – 10.00, ab 20.02.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Hauptseminar soll ausgehend von ausgewählten regionalen Kriegen die Rolle der Medien in Konfliktsituationen analysiert werden. Von zentraler Bedeutung wird die gesellschaftlich und akademisch breit diskutierte Frage sein, inwieweit Medien dazu beisteuern (können), gewaltsame Konflikte zu lösen, d.h. aktiv zur Friedensstiftung und damit zur Demokratisierung krisengeschüttelter Staaten beizutragen. Über die verschiedenen Ebenen der politischen Kommunikation und des politischen Journalismus werden wir im Seminar die Rolle der Medien in Konflikt- und Friedensstiftungsprozessen theoretisch und empirisch untersuchen. Dabei geht es im Kern darum, wie Medien über Konflikte berichten und welche Akteure wie in die Medienberichterstattung eingebunden sind. Davon ausgehend diskutieren wir schließlich die Frage, unter welchen Umständen Medien eher zur Zementierung als zur Lösung bestehender Konflikte beitragen. Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Referat, Exzerpte, Feldstudie, Forschungsskizze, Mitarbeit, Anwesenheit (benotet) / 4 Kontakt: spoerer@nccr-democracy.uzh.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Carruthers, S. L. 2000. The Media at War: Communication and Conflict in the Twentieth Century. New York: St. Martin’s Press. Howard, R. 2002a. An Operational Framework for Media and Peacebuilding. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Howard, R. 2002b. Conflict Sensitive Journalism. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Reljic, D. 1998. Killing Screens: Medien in Zeiten von Konflikten. Düsseldorf: Droste. Wolfsfeld, G. 2004. Media and the Path to Peace, Cambridge: Cambridge University Press. 49 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 07.04.2014 FRO 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course reflects on the topics discussed in the lecture "Advanced Econometrics" by providing additional examples and exercises, and by offering students the opportunity to present their own small empirical projects. The objective of the seminar is to practice the methodology of modern econometrics. Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Essay / 4 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Material: Das Masterseminar findet an folgenden Daten statt: 7.4., 14.4., 5.5., 12.5., 19.5., 26.5. (Prüfung). Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 50 Social constructions of International Relations Dozent: Prof. Dr. Hans-Martin Jaeger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Di, 18.02., 12.15 – 13.00 FRO, 3.B52 Di, 08.04. – Sa, 12.04,. 09.15 – 17.00 Raum noch offen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Since the beginning of the reflective (or constructivist) turn in International Relations (IR) theory almost three decades ago it has become a truism to say that international relations – much like other domains of social life – are “socially constructed.” Along with realism and liberalism, constructivism now ranks among the three major “paradigms” in IR theory. However, constructivism in IR has usually conceived of social construction in a particular way, namely in terms of the role played by ideas and norms or the logic of communicative action (or arguing) in constituting actors and social structures in international politics. After revisiting these “conventional” formulations of constructivism, this course examines a variety of alternative theoretical approaches to social construction with an emphasis on several that have emerged in the new IR subfield of international political sociology. Ranging from the micro- to the macro-level and from the ideational to the material (and often transcending these distinctions), it will compare and critically investigate the social construction of international relations through social classes and power networks; cognitive expectations and autopoietic communication; language, discourse, and gender; (bio)political rationalities and techniques; securitization and risk; practices and habitus; and inscriptions and translations through actor-networks. These modes of social construction will be discussed in relation to substantive issues of international security, multilateral cooperation, human rights, world order, globalization, world society, foreign policy, global finance, terrorism, and European integration. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: Hans-Martin.Jaeger@carleton.ca oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Wendt, Alexander (1999) Social Theory of International Politics. Cambridge: Cambridge University Press. Hopf, Ted (1998) “The Promise of Constructivism in International Relations Theory,” International Security 23(1): 171-200. Guzzini, Stefano (2000) “A Reconstruction of Constructivism in International Relations,” European Journal of International Relations 6(2): 147-182. 51 Internationales Wirtschaftsrecht Dozenten: Prof. Dr. iur. Sebastian Heselhaus Dr. iur. Christian Pitschas, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Do, 20.02.2014, 13.15 – 17.00 FRO, 4.A05 Do, 20.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 3.B48 Do, 15.05.0214, 08.15 – 17.00 Extern Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Das Internationale Wirtschaftsrecht beruht heute zunehmend auf zwei Säulen, dem Schutz des Handels und dem Schutz der Investitionen. Die Veranstaltung will die rechtlichen Grundlagen beider Aspekte aufarbeiten und themenzentriert anhand von Case Studies vertiefen. Zu diesem Zweck gliedert sich die Veranstaltung in zwei Module, die jeweils als Blockveranstaltung abgehalten werden. Der erste Block findet in Luzern statt (Ende Februar/Anfang März). Er widmet sich zum einen dem Schutz der Investitionen im Völkerrecht: den Grundlagen im allgemeinen Völkerrecht, dem einschlägigen Schutz durch internationale Menschenrechte, dem Schutzregime unter dem ICSID (International Centre for Settlement of Investment Disputes)-Abkommen sowie dem Modell bilateraler Investitionsschutzabkommen. Zum anderen wird in die Grundlagen des WTO (World Trade Organisation)-Abkommens eingeführt: die verschiedenen Teile, das GATT, GATS, TRIPs und Government Procurement Agreement sowie in das Dispute Settlement Understanding. Auf der Basis dieser Einführung werden dann ausgewählte Themen als Case Studies vertieft. Unter dem ICSID wird es insbesondere darum gehen, in wie weit öffentliche Güter Einschränkungen des Investitionsschutzes rechtfertigen können. Im Bereich des WTO-Rechts werden aktuelle Fragen der Energie- und Umwelt-/Gesundheitsrechts vertieft (Erneuerbare Energien, Biokraftstoffe, Einheitsverpackung für Zigaretten). Diese Themen werden am Ende des Semesters in einer zweiten Blockveranstaltung behandelt (Anfang Mai), die voraussichtlich in Genf stattfinden wird. Dabei sollen Teilnehmenden Einblicke in die praktische Arbeit einer Rechtsanwaltskanzlei im WTO-Recht sowie die Funktionsweise der WTO vor Ort gewährt werden. Die Studierenden sollen die Bedeutung der Grundrechte in der Schweiz und in modernen Staaten erkennen und kritisch beurteilen lernen. Sie sollen ver¬tiefte Kenntnisse der einzelnen Grundrechtsgewährleistungen erhalten und die Grundlagen für eine praktische Anwendung erarbeiten. Anmeldung: Umfang: Bis Freitag, 28.02.2014 bei isabel.keiser@unilu.ch 2 Semesterwochenstunden, 14-tägig Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Hinweise: RF: Option: Schriftliche Arbeit oder benotete mündliche Prüfung / 5 Einführung: Do, 20.02.2014 Vorlesung: Do/Fr, 13./14.03.2014 in Luzern Case Studies: Do/Fr, 15./16.05.2014 in Genf Literatur • CHRISTOPH HERRMANN/WOLFGANG WEISS/CHRISTOPH OHLER: Welthandelsrecht, 2. Auflage, 2007; • MARKUS KRAJEWSKI, Wirtschaftsvölkerrecht, 3. Auflage, 2012; • BURKHARD SCHÖBENER/JOCHEN HERBST/MARKUS PERKAMS: Internationales Wirtschaftsrecht, 2010. 52 Neue Regligionspolitik für alte Demokratien? Politik und Religion in (West-)Europa Dozent: Prof. Dr. Antonius Liedhegener Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In vielen Staaten Europas vollzieht sich gegenwärtig die Rückkehr einer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum noch praktizierten Religions- politik, verstanden als politische Mehrheitsentscheidungen über religions- rechtlich belangvolle Tatsachen. Katalysator ist in vielen Fällen ein in der Öffentlichkeit verkürzt als Block wahrgenommener Islam, dessen verschie- denen Communities durch eine anhaltende Zuwanderung und zunehmende Beheimatung in Europa faktische eine gesellschaftliche Grösse geworden sind. Islamische Kopftücher, Burkas und Minarette sind quer durch Europa Gegenstände und Symbole höchst kontroverser politischer Konflikte und Entscheidungen. Im Hintergrund stehen vielschichtige Integrationsdebatten, aber auch kaum bearbeitete religiöse und kulturelle Vorbehalte. In vielen Demokratien Europas zeigen diese Debatten zudem Rückwirkungen auf die tradierten Parteiensyteme und das Wahlverhalten. Im Fall der Schweiz hat die "neue Religionspolitik" im Zuge der Minarett-Initiative und der Tessiner Abstimmung zur Burka auch die direktdemokratischen Entscheidungs- prozesse erreicht. Das wirft politikwissenschaftlich wie religionswissenschaft- lich relevante Fragen auf. Das Masterseminar richtet sich vor allem an die Studierenden des 2. Studiensemesters des Joint Master Religion – Wirtschaft – Politik. Es kann auch Im Rahmen des Masters Soziologie für das Modul Religionsforschung belegt werden. Studierende anderer Studienjahre und einschlägiger Masterstudiengänge der Universität Luzern sind willkommen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Studierende begrenzt. Voraussetzungen: Umfang: Fortgeschrittener Bachelor- oder Masterstudiengang 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat / 4 Kontakt: antonius.liedhegener@unilu.ch Anmeldung: Material: UniPortal; eine zusätzliche persönliche Anmeldung vorab ist zu schicken an: Antonius.Liedhegener@unilu.ch wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Ein Reader wird elektronisch bereit gestellt. Zugangsdaten in der ersten Sitzung. Christmann, Anna, 2010: Damoklesschwert Referendum? Die indirekten Wirkungen ausgebauter Volksrechte auf die Rechte religiöser Minderheiten, in: Swiss Political Science Review 16 H.1, 1-41. Liedhegener, Antonius, 2008: Religionsfreiheit und die neue Religionspolitik. Mehrheitsentscheide und ihre Grenzen in der bundesdeutschen Demokratie, in: Zeitschrift für Politik 55, 84-107 Tanner, Mathias (Hg.), 2009: Streit um das Minarett. Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft (= Beiträge zu einer Theologie der Religionen, Bd.8) Zürich. Vatter, Adrian (Hg.), 2010: Vom Schächt- zum Minarettverbot. Religiöse Minderheiten in der direkten Demokratie, Zürich. Willems, Ulrich, 2008:Reformbedarf und Reformfähigkeit der Religionspolitik in Deutschland, in: Zeitschrift für Politik 55, 64-83. 53 Einbürgerungs- und Integrationspolitik im internationalen Vergleich Dozentin: Dr. Ines Michalowski Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Mo, 24.02., 12.15 – 13.00 FRO 3.B57 Fr, 04.04.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 3.B52 Sa, 05.04.2014, 09.15 – 17.00 Fr, 09.05.2014, 09.15 – 17.00 Sa, 10.05.2014, 09.15 – 17.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Staaten weltweit treffen Regelungen zur Einbürgerung und Integration von Zuwanderern. Der Vergleich dieser Regelungen erfolgte in der Migrationsforschung bisher vor allem unter Bezug auf bestimmte Idealtypen wie z.B. den „französischen Republikanismus“, den „niederländischen Multikulturalismus“ oder das „deutsche Gastarbeiterregime“, die nicht nur die generelle Offenheit eines Landes für Zuwanderer, sondern auch dessen Einstellung gegenüber Gruppenrechten verdeutlichen. Diese Idealtypen sind jedoch heute als Referenzrahmen für empirische Vergleiche stark umstritten, da sie als statisch und normativ gelten. Neue Studien begegnen dieser Kritik. Sie verwenden Indikatoren zur Messung der Unterschiede und Veränderungen von Integrations- und Einbürgerungspolitiken, die sowohl an den individuellen Zuwanderer vergebene Rechte z.B. in den Bereichen Staatsbürgerschaft, Familiennachzug oder Arbeitsmarkt als auch Gruppenrechte z.B. Regelungen für zugewanderte religiöse Minderheiten in öffentlichen Institutionen erfassen. Auch hier stehen neben der Beschreibung der Regime mögliche Erklärungsansätze (z.B. nationale Pfadabhängigkeiten, politische Konjunkturzyklen) für die beobachteten nationalen Besonderheiten im Mittelpunkt der Analysen. Ziele: Die Studierenden gewinnen einen Einblick in die theoretischen Diskussionen über internationale Unterschiede in der Integrations- und Einbürgerungspolitik. Sie kennen verschiedene methodische Ansätze zur Messung solcher Unterschiede sowie die gängigsten Erklärungsansätze für diese Unterschiede. In einer stark normativ geprägten Debatte, sind sie in der Lage, eine eigene, wissenschaftlich fundierte Position zu beziehen. Diese Ziele werden durch Lektüre, Arbeitsaufgaben zu den Texten, Gruppenarbeiten, Präsentationen und Handouts sowie durch mündliche Diskussionen erreicht. Wer eine Seminararbeit zum Kurs schreiben möchte, sollte zur zweiten Blockveranstaltung ein Outline ausarbeiten, das dann ausführlich besprochen wird. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: ines.michalowski@wzb.eu Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur (Auszug) Bowen, John (2007). A View from France on the Internal Complexity of National Models. Journal of Ethnic and Migration Studies, 33(6), 1003-1016. Brubaker, Rogers (1992). Citizenship and Nationhood in France and Germany. Cambridge: Cambridge University Press. Janoski, Thomas. 2010. The Ironies of Citizenship: Naturalization and Integration in Industrialized Countries. Cambridge: Cambridge University Press. Joppke, C. (2007). Beyond national models: civic integration policies for immigrants in Western Europe. West European Politics, 30(1), 1–22. 54 Transitional Justice Dozent: Prof. Alexander H.E. Morawa, SJD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Do, 06.03.2014, 17.15 – 20.00 FRO 4.B54 Fr, 07.03.2014, 17.15 – 20.00 Sa, 08.03.2014, 09.15 – 16.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course will be taught as a Block Seminar, followed by two meetings during the semester to discuss the progress on the papers or projects and to present them within the group. The block part will take place in a lovely village (two nights’ stay, with the opportunity to ski when class does not meet). (1) In this course, we will first look at the history of transitional justice by focusing on its criminal component (Nuremberg and Tokyo trials, ad hoc criminal tribunals and ICC). (2) We will look at human rights implications on methods and mechanisms of transitional justice, for instance the question of retroactive penalties, lustration and more generally how to deal with regimes that did not respect human rights in a way that uphold these fundamental values. (3) We will explore contemporary models of transitional justice in the context of recent and current crisis, internal strife and transitions. The papers will give students the opportunity to further explore their particular areas of interest and to device an individual research project that can culminate in a paper or some other tangible output. This course is taught as a seminar and, in part, as a workshop. The students will participate in practical exercises and learn concepts by experience. Each student is also required to conduct an individual project and present it in class. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Anmeldung: Kontakt: RF: Class participation, exercises, assignments, individual project (paper and oral presentation); no examination / 6 Admission on a first-come first-serve basis until February 28, 2014, 12 pm; mandatory registration/deregistration via e-mail at: uta.dietrich@unilu.ch peter.coenen@unilu.ch Material: Reader 55 Modul Forschung-Praxis-Methoden Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Einführung. Termine: Mo, 31.03.2014, 10.15 – 12.00 FRO, 4.B01 wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 07.04.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course provides an introduction to modern econometrics. Students will learn how to carry out empirical anylysis, going beyond simple descriptive statistics. Topics include lineral regression, the analysis of longitudinal data, limited and discrete dependent variables, survival analysis, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The course has two objectives: (i) learn the methodology of modern econometric analysis and (ii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch des Masterseminars "Advanced Econometrics" 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 3 Kontakt: Hinweise: stefan.boes@unilu.ch Die Vorlesung findet an folgenden Daten statt: 31.3. (10.15 - 12.00 Uhr), 7.4., 14.4., 5.5., 12.5., 19.5., 26.5. (Prüfung). Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 56 Mathematik für Wirtschaftswissenschaftlern/innen Dozent: Dr. oec. Yves Schneider Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: 14-täglich Do, 08.15 – 12.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Diese Vorlesung vermittelt den Studierenden die nötigen Mathematikkenntnisse für die Grundlagenveranstaltungen Mikroökonomie, Makroökonomie und Einführung in die Ökonometrie. Die Vorlesung befasst sich schwerpunktmässig mit den Eigenschaften von Funktionen, der Differentialrechnung sowie der univariaten und multivariaten Optimierung mit und ohne Nebenbedingungen. Weitere Themen sind die Integral- und Matrizenrechnung. Es werden regelmässig Übungsaufgaben besprochen. Die Studierenden erarbeiten sich die Mathematikkenntnisse, welche in den Grundlagenfächer der Ökonomie angewandt werden. Voraussetzungen: Umfang: Selbststudium der Lehrbuchkapitel 1-3 vor Vorlesungsbeginn. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: Hinweise: yves.schneider@doz.unilu.ch Die Veranstaltung wird insbesondere Studierenden im zweiten Semester des Studiengangs BA Politische Ökonomie als Vorbereitung auf die Grundlagenfächer Mikroökonomie, Makroökonomie und Ökonometrie empfohlen. Literatur Die Vorlesung basiert auf der Originalversion des Lehrbuchs von Sydsaeter, Hammond und Strom. Originalversion: K. Sydsaeter, P. Hammond and A. Strom (2013). Essential Mathematics for Economic Analysis, 4th edition, Prentice Hall International. Deutsche Version: K. Sydsaeter und P. Hammond (2008). Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler, 3. Auflage, Pearson Studium. 57 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 07.04.2014 FRO 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course reflects on the topics discussed in the lecture "Advanced Econometrics" by providing additional examples and exercises, and by offering students the opportunity to present their own small empirical projects. The objective of the seminar is to practice the methodology of modern econometrics. Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme/Essay / 4 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Material: Das Masterseminar findet an folgenden Daten statt: 7.4., 14.4., 5.5., 12.5., 19.5., 26.5. (Prüfung). Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 58 Empirische Lebensstilforschung Dozent: Prof. Dr. Jörg Blasius Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 21.02.2014, 14.15 – 16.00 FRO, HS12 Fr, 07.03.2014, 09.15 – 18.00 FRO, 4.B55 Sa, 08.03.2014, 09.15 – 18.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Indikatoren des Lebensstils werden heutzutage immer häufiger als Alternative zu den klassischen vertikalen Differenzierungen durch Schichtungsmerkmale verwendet, also zu Merkmalen wie Einkommen und Bildung. Als bekannteste Vertreter dieser Art von Differenzierung können die Arbeiten zum „sozialen Raum“ von Pierre Bourdieu und seinen Anhängern genannt werden, des Weiteren der aus der Marktforschung kommende Ansatz der Sinusmilieus. Obwohl die deutschsprachigen Länder im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, wird es auch immer wieder Verweise auf andere europäische Länder und auf die USA geben. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf den Arbeiten von Bourdieu und der empirischen Konstruktion seines sozialen Raums. Voraussetzungen: Umfang: Gute Grundkenntnisse der Statistik. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: jblasius@uni-bonn.de Literatur • Bourdieu, Pierre, 1982: Die feinen Unterschiede. Frankfurt/M.: Suhrkamp. • Bourdieu, Pierre, 1983: Ökonomisches Kapital, kulturelles kapital, soziales Kapital. In: Soziale Ungleichheiten, Sonderband 2 der Soziale Welt, S. 183-198. • Blasius, Jörg, 2001: Korrespondenzanalyse. München: Oldenbourg. • Blasius, Jörg und Joachim Winkler, 1989. Gibt es die “feinen Unterschiede”? Eine empirische Überprüfung der Bourdieuschen Theorie. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 41, S. 72-94. • Blasius, Jörg, 1994. Empirische Lebensstilforschung. In: Jens Dangschat und Jörg Blasius (Hrsg.), Lebensstile in den Städten. Opladen: Leske + Budrich, S. 237-254. • Greenacre, Michael, 2007: Correspondence analysis in practice. Boca Raton, Chapman & Hall. • Vester, Michael, von Oertzen, Peter, Geiling, Heiko und Thomas Hermann, 2006. Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel. Zwischen Integration und Ausgrenzung. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 59 Foucaultsche Diskursanalyse Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 19.02.2014 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Diskursanalyse im Anschluss an die Diskurstheorie Michel Foucaults wird seit einigen Jahren als sozialwissenschaftliche Methodologie und Methode für die Analyse von Wissenspraktiken und Wissensordnungen entwickelt. Mittlerweile zählt sie zu den etablierten – wenn auch fortgeschrittenen – Ansätzen im Feld der qualitativen Sozialforschung. Das Seminar wird in die Diskurstheorie und die Methode/Methodologie einführen. Die Foucaultsche Diskursanalyse kann als eine Erweiterung der französischen Epistemologie interpretiert werden. Die Foucaultsche Diskursanalyse ist dann eine Sozio-Epistemologie sozialer epistemolo- gischer Praktiken in Feldern. Im Seminar wird eine empirische Anwendung dieser Methode besprochen. Es handelt sich um eine vergleichende kultursoziologische Analyse kulturweltlicher Wissensordnungen. Vorausetzungen: Umfang: Grundausbildung in Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Kenntnisse der Methoden qualitativen Sozialforschung. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben. 60 Survey Research Methods in Context Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 20.02.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Survey research methods are worldwide the most common used techniques for data collection. Survey research methods are used in social sciences but also in international and national organizations as well as for business and market research. The seminar focuses on trends and perspectives in the field of survey research methods and introduces new approaches as total survey error, tailored design method and cognitive issues in questionnaire design. Practical problems of survey analysis and survey management will be addressed. Voraussetzungen: Umfang: Training in empirical research methods and statistics. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Material: rainer.diazbone@unilu.ch Will be made available via MOODLE. Literatur There will be a syllabus at the learning platform MOODLE published. 61 Evaluation und Organisation Dozentin: Dr. Susanne Giel Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 21.02.2014, 10.15 - 12.00 FRO, 4.B02 Termine: Fr, 21.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Sa, 22.03.2014, 09.15 – 14.00 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Organisationen, deren Erfolg sich nicht in erster Linie aus monetären Gewinnen ergibt, stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn ihre Dienstleistungen und Produkte zu bewerten sind. Diese Bewertungen leisten einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Organisationen oder werden auch von mittelgebenden Institutionen - insbesondere bei staatlichen Programmen - in der Regel vorgeschrieben. Evaluationen sollen systematische und datenbasierte Bewertungen ermöglichen. Evaluationen sind abzugrenzen von den bekannten Zufriedenheitsmessungen bei Studierenden. Im Seminar sollen vielmehr verschiedene Arten von Evaluationen (Selbst-, interne und Fremdevaluation), die spezifischen Funktionen von Evaluationen (Kontrolle, Entwicklung, Forschung) erörtert und darauf abgestimmte methodische Designs (zielorientierte, experimentelle, nutzenfokussierte, konstruktivistische und theoriebasierte) reflektiert werden. Die Anwendungsfelder können dabei von Arbeitsmarkt- über Gesundheit-, Kinder- und Jugendpolitik bis hin zur Kulturförderung u. a. reichen. Das Seminar verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden Evaluationen als potentielles Berufsfeld zu erschließen. Deswegen soll neben theoretischen Inputs die Beschäftigung mit einzelnen Etappen von Evaluationen vorwiegend anhand von Praxisbeispielen erfolgen. Zur Vertiefung sollen die Studierenden in Teams (mit Hilfestellung und Begleitung) beispielhafte, konkrete Evaluationsprojekte konzeptionell entwickeln und erproben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Konzepte/Designs erstellen) / 4 Kontakt: Hinweise: sgiel@startplus.de In Teams (oder als Einzelvorhaben) werden Konzepte und Designs für konkrete Evaluationsaufträge erarbeitet. Literatur Als Grundlage: Kromrey, Helmut, 2001: Evaluation – ein vielschichtiges Konzept. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis. 24. Jg. Heft 2. Opladen: Leske + Budrich. S. 105-131. Vertiefend: Giel, Susanne, 2013: Theoriebasierte Evaluation. Konzepte und methodische Umsetzungen. Waxmann. Die weitere Literatur wird über OLAT bekannt gegeben bzw. zugänglich gemacht. 62 Factorial Methods and Cluster Analysis Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 20.02.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar addresses clustering and scaling techniques, which are techniques exploring latent variables, i.e., variables that are not directly observed. The seminar will focus on factor analysis and multiple correspondence analysis, and on cluster analysis. The seminar participants will learn to interpret examples from the social sciences and to understand the statistical and methodological principles. By applying these techniques to secondary data sets, the students will gain practical experience in using these techniques and in interpreting and visualising the results. The software program used in the seminar will be R. Vorausetzungen: Umfang: Basic knowledge of R 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Exercises) / 4 Kontakt: Hinweise: katharina.manderscheid@unilu.ch This seminar will be held in English. Literatur will be communicated at the seminar. 63 Willkommen in Luzern! Tourismus in qualitativen Interviews Dozentin: Prof. Dr. Martina Merz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 14.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, HS 5 Sa, 14.03.2014, 09.15 – 16.00 FRO, 3.B55 Fr. 04.04.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Sa, 05.04.2014, 09.15 – 16.00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Veranstaltung verfolgt ein doppeltes Ziel. Zum einen soll ein umfassendes Verständnis des Tourismus als soziales Phänomen in seinen vielfältigen Erscheinungsformen mit Bezug zu relevanter sozial- und kulturwissenschaftlicher Literatur vermittelt werden. Zum anderen geht es um den Erwerb der methodischen und methodologischen Grundlagen qualitativer Interviews und der Fähigkeit, sie durchzuführen und die derart gewonnenen Daten zu analysieren. Diesem doppelten Ziel entsprechend ist das Seminar projektförmig organisiert. In seinem Zentrum steht die Konzeption und Durchführung einer empirischen Studie am Beispiel des Tourismus in Luzern. Der inhaltliche wie theoretische Fokus der Analyse sowie das Design der empirischen Studie werden gemeinsam erarbeitet. Die Resultate der empirischen Studie werden in einem gemeinsam verfassten Text veröffentlicht. Die Anfertigung von Seminararbeiten im Kontext der Studie ist erwünscht. Vorausetzungen: Umfang: Solide Kenntnisse qualitativer Methoden. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Hinweise: martina.merz@unilu.ch Die Vorbesprechung des Seminars (Information über Ziele, Anforderungen, Vergabe der Referate etc.) findet via OLAT statt. Die interessierten Studierenden sind daher gebeten, sich mit Einschreibung für den Kurs auch auf OLAT anzumelden. Literatur • Dann, G. (2000): Theoretical advances in the sociological treatment of tourism. In: S.R. Quah & A. Sales (eds.): The International Handbook of Sociology. London & Thousand Oaks: Sage, 367-384. • Graburn, N.H.H. & D. Barthel-Bouchier (2001): "Relocating the Tourist." International Sociology 16 (2): 146-158. • Hopf, C. (1978): "Die Pseudo-Exploration – Überlegungen zur Technik qualitativer Interviews in der Sozialforschung." Zeitschrift für Soziologie 7(2): 97-115. • Rubin, H.J. & I.S. Rubin (2005, 2nd ed.): Qualitative Interviews. The Art of Hearing Data. London & Thousand Oaks: Sage. 64 Kolloquien Forschungskolloquium: Empirische Religionsforschung Dozent: Prof. Dr. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: 14-täglich Do, 13.15 - 15.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Lernziele: Das Kolloquium richtet sich an Studierende im Master und Doktorat. Es bietet die Möglichkeit, das Thema der in Arbeit befindlichen Master- bzw. Doktorarbeit vorzustellen und im Kreis der Teilnehmenden vertiefend zu diskutieren. Zudem besteht die Möglichkeit, theoretische Texte zur Religionswissenschaft gemeinsam zu diskutieren. Präsentation eigener Überlegungen zur Master- bzw. Doktorarbeit und kritisch-konstruktive Diskussion von Konzepten und Kapiteln. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme / 1 Kontakt: relsem@unilu.ch 65 Kolloquium für Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.B55 zusätzlich Do, 20.3., 15.15 – 19.00 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Regelmäsige Teilnahme (s. Inhalt) / 4 Kontakt: polsem@unilu.ch oder joachim.blatter@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT. 66 Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft Dozentin: Prof. Dr. Cornelia Bohn Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: folgen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende der Masterstufe – insbeson- dere der Soziologie und der Vergleichenden Medienwissenschaften -, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und verfassen. Das Kolloquium dient der Unterstützung bei der Präzisierung der Themen und Problemstellungen der Studien. Es bietet Raum für die Darstellung von Entwürfen, erster Ergebnisse und für Debatte und Austausch. Die MA-Arbeiten werden präsentiert und diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Vorstellung der Masterarbeit) / 2 Kontakt: Hinweis: cornelia.bohn@unilu.ch Termine werden den Teilnehmenden bekannt gegeben. 67 Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Do, 17.15 - 19.00, ab 20.02.2014 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium bietet die Möglichkeit laufende Arbeiten in den Studiengängen Soziologie, SoCom, Public Opinion and Survey Methodology vorzustellen und Probleme zu besprechen. Das Kolloquium wird für Studierende eingerichtet, die bei mir ihre Abschlussarbeit anfertigen. Voraussetzungen: Für BA-, MA-Studierende und Doktorierende der Studiengänge Soziologie, SoCom, Public Opinion and Survey Methodology Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Hinweise. Bitte beachten Sie die Termine, die auf dem UniPortal bekannt gegeben werden 68 Master-Kolloquium Organisation und Wissen Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: folgen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterkolloquium Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an alle Studierende der Masterstufe, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und schreiben. Das Kolloquium gibt Raum und Unterstützung für intensive Themenfindungs- und Themendurchführungs- kommunikation. Die MA-Themen werden präsentiert und diskutiert. Der Schwerpunkt ist dabei auf Themen ausgerichtet, die zum Forschungs- und Lehrprofil des Veranstalters passen. Allen Studierenden, die in diesem Bereich eine MA-Arbeit verfassen wollen, ist dieses Kolloquium zu empfehlen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch und eva.passarge@unilu.ch Hinweise: Die Termine werden den Studierenden noch bekannt gegeben. 69 Kolloquium Weltgesellschaft / Theorien Dozentin: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Mi, 19.02.2014, 13.15 – 15.00 FRO, U1308 Fr, 07.03.2014, 10.15 – 17.00 FRO, 3.B55 Sa, 08.03.2014, 10.15 – 17.00 Fr, 16.05.2014, 10.15 – 17.00 Sa, 17.05.2014, 10.15 – 17.00 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Master-, Doktorierendenkolloquium Inhalt: Die Blockveranstaltung richtet sich an Masterstudierende und Promovierende, die ihre Abschlussarbeiten in den Bereichen Theorie und/oder Weltgesellschaftsforschung vorbereiten oder schreiben. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, erste Konzepte für Abschlussarbeiten oder bereits geschriebene Texte gemeinsam zu diskutieren. Für den Erwerb von Credits müssen die Texte mindestens eine Woche vorher an die Teilnehmenden verschickt und in Kurzpräsentationen vorgestellt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat/Präsentation Arbeit) / 2 Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch Anmeldung: Wer seine Arbeit vorstellen möchte, ist gebeten, sich bis spätestens Ende Januar persönlich bei der Seminarleiterin anzumelden (bettina.heintz@unilu.ch). 70 Forschungskolloquium Soziologie Dozenten: Prof. Dr. Raimund Hasse Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di. 17.30 – 19.30, ab 25.02.2014 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Doktorat Veranstaltungsart: Master-/Doktorierendenkolloquium Inhalt: Wie in den vergangenen Semestern auch, sollen in dem Kolloquium aktuelle Forschungsthemen der Soziologie und angrenzender Disziplinen – sofern sie einen Bezug zu den Forschungsschwerpunkten des Soziologischen Seminars haben - vorgestellt und diskutiert werden. Dies geschieht auf der Grundlage von forschungsnahen Fachvorträgen auswärtiger und hiesiger Kolleginnen und Kollegen. Die Veranstaltung dient dem wissenschaftlichen Austausch mit ausgewählten Gästen und deren Institutionen sowie der Herstellung einer Fachöffentlichkeit im Soziologischen Seminar. Die Vorträge sind universitätsöffentlich. Studierende, die Interesse daran haben, im Rahmen der Veranstaltung CPs zu erwerben, melden sich bitte wie üblich elektronisch an und bis Ende der ersten Vorlesungswoche beim Veranstalter. Ein genauer Themen- und Terminplan sowie Hinweise zur Organisation der Veranstaltung werden in der ersten Sitzung erörtert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme (Essay) / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch und rainer.diazbone@unilu.ch Hinweise: Kann nur unter „weitere Studienleistungen“ für den Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik angerechnet werden und nicht als Forschungskolloquim. 71 Sonderveranstaltungen Studentisch organisierter Workshop/Exkursion des Masterstudiengangs Organisation: Prof. Dr. Sandra Lavenex / Julia Maisenbacher Studierende Durchführender Fachbereich: Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Termine: folgen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop / mehrtägige Exkursion (Ziel wird noch bekannt gegeben) Inhalt: Kennenlernen von verschiedenen Bereichen der Weltgesellschaft anhand von Besuchen bei Institutionen/Organisationen und Unternehmen. Umfang: Exkursion Sprache: Deutsch oder Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Der Erwerb von 4 Credits im Bereich Forschung-Praxis-Methoden ist möglich, die Anforderungen hierfür sind: • Organisation der Exkursion • Durchfürhung der Exkursion Der Erwerb von 2 Social Credit ist möglich. Die Anforderungen hierfür sind: • mündliche Teilnahme • Präsentation eines Handouts zum Exkursionthema an einem noch zu bestimmenden Termin vorab als Vorbereitung auf die Exkursion oder Schreiben eines Essay (3-5 Seiten); Abgabe drei Tage nach der Exkursion. Die Teilnahme ist auch ohne den Erwerb von Social Credit Points möglich. Kontakt: polsem@unilu.ch oder sandra.lavenex@unilu.ch oder julia.maisenbacher@unilu.ch 72

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    Erstellungsdatum: 14.07.2017

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    Sonderveranstaltung

    Programme Prof. Dr. Alexander H. Trechsel 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 Full [...] Political Economy, New York: W.W. Norton. - Kono, D. Y. (2019). Compensating for the Climate: [...] Dozent: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Termine: wöchentlich Di, 12:15 – 14:00, ab 23.02.2021

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    Erstellungsdatum: 01.03.2021

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    Hugentobler Martina

    Schulthess Verlag. HAUSHEER H. / AEBI-MÜLLER, A.E. (2012). Das Personenrecht des Schweizerischen [...] Stämpfli Verlag. MEIER M. (2011). Kollusionsverhinderung im Vorverfahren der Schweizerischen [...] Zürich: Schulthess Verlag. NIGGLI, M. A. / HEER, M. / WIPRÄCHTIGER, H. (Hrsg.) (2010). Basler Kommentar

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    Microsoft Word - Masterarbeit LM 04.07.2013.docx

    . DOUGLAS J. E., BURGESS, A. W., BURGESS A. G., & RESSLER R. K. (2006). Crime Classifica- tion [...] Ausgabe 10/2012, S. 561-567. LABREE W., NIJMAN H., VAN MARLE H., RASSIN E. (2010). Backgrounds and [...] 29 Douglas (2006), S. 288 ff. i.V.m. S. 437 ff. 30 Douglas (2006), S. 288 ff. i.V.m. S. 448 ff. 31

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    Erstellungsdatum: 09.06.2016

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    Masterarbeit

    : Stämpfli Verlag AG. MIESCHER, M. (2008). Die List in der Strafverfolgung (HAUSHEER, H., Hrsg.). Bern: Stämpfli Verlag AG. NIGGLI, M. A./HEER, M./WIPRÄCHTIGER, H. (Herausgeber). (2010). Basler Kommentar [...] HUG, M., in: DONATSCH/HANSJAKOB/LIEBER (2010), N 19 ff. zu Art. 221. 21

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    LEIE_38(2)_P5.indd

    Amsterdam The Netherlands e-mail: J.H.Mathis@uva.nl Diebold, Nicolas F. ‘Assessing Competition in [...] passim; for an economic analysis, W.M. Landes & R.A. Posner, ‘Market Power in Antitrust Cases’, Harvard [...] Michigan Press, 2000), 125, 131; W.-M. Choi, ‘Like Products’ in International Trade Law – Towards a

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    Erstellungsdatum: 24.02.2019

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    Masterarbeit Daniel Burgermeister

    ). GERCKE MARCO/BRUNST PHILIPP W., Praxishandbuch Internetstrafrecht, München 2009. GLESS SABINE, [...] CSP Cloud Service Provider d.h. das heisst Beweiserhebung in der Cloud IX E. Erwägung EDÖB [...] Provider IT Informationstechnik i.V.m. in Verbindung mit lit. litera m.E. meines Erachtens N Note NIST

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    Beziehungen Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Raum 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 [...] materialien.html). - Rossi, Peter H.; Lipsey, Mark W. (2019): Evaluation: A Systematic Approach 8. [...] Dozent/in: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender

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