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    KSF Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Ethnologisches Seminar INFORMATION ETHNOLOGIE VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2019 Lehrveranstaltungen 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 7 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA 12 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 16 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2019 36 4 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Studienberatung: Werner Egli, Prof. Dr., werner.egli@unilu.ch Fachstudienberater für Mobilität Tel. ++41 (0)41 229 55 73 (Sprechstunde siehe Website) Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:werner.egli@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch 5 Informationen 1. Abschlüsse Frühjahrssemester 2019 BA-Arbeit von Lucia Messer: «Muslimische Frauen in der Schweiz. Individuelle von Identität, Zugehörigkeit und Freiheit im Kontext des aktuellen Islam-Diskurses.» (Gutachterin: Dr. Angelica Wehrli) BA-Arbeit von Sonja Dilly: «Die ändern sich doch nie! Heisses Blut auf Korsika.» (Gutachter: Prof. Dr. Jürg Helbling) MA-Arbeit von Anina Kamm: «Die Repräsentation einer kontroversen Praktik – Eine Analyse ethnologischer Perspektiven auf die weibliche Genitalbeschneidung» (Erstgutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer, Zweitgutachterin: Dr. Anika König) MA-Arbeit von Katharina Steiner: «Sports Are Not Simple, Idle Diversions. A critical assessment of the anthropology of sport.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Sina Liechti: «(Un-)Safe Heaven?» (Erstgutachterin: Dr. Angelica Wehrli; Zweitgutachter: Dr. Werner Egli) Herbstsemester 2018 BA-Arbeit von Sabine Binelli: «’Syrische Flüchtlinge’. Eine Analyse der Selbstidentifikation und Fremdkategorisierung von Zuwandernden in der Schweiz.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) BA-Arbeit von Johanna Kallion: «Geboren in der Schweiz aber doch nicht wirklich schweizerisch? Die Rolle des Mehrspracherwerbs bei der Identitätsbildung der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation.» (Gutachterin: Dr. Angelica Wehrli) BA-Arbeit von Silvana Liniger: «La construccí𝑜n social y cultural del ‘animal no humano’ en un zooĺ𝑜gico amaź𝑜nico. Un estudio de caso peruano (Iguitos).» (Gutachter: PhD Peter Larsen) BA-Arbeit von Fabienne Wenger: “Die eritreische Diaspora. Eine ethnographische Herausforderung.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Carol Baumann: «Ein Panorama der Schweizer Goldbranche» ?» (Erstgutachter: Dr. Stefan Leins, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Margaretha Schelbert-Bürgler: «Der Wolf im Wallis – ‘Ein unnützes Tier?’ Ethnografische Untersuchung der Haltung gegenüber dem Wolf bei Bewohnern von Törbel (Wallis) im Zusammenhang mit dem Einfluss der Medienberichterstattung des Walliser Boten zum Wolf.» (Erstgutachter: Dr. Werner Egli, Zweitgutachter: Prof. Dr. Jürg Helbling) 2. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS-Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 3. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 6 4. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr wird jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informationskompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz ist für alle Studierenden verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Im HS19 findet die IK mit Dr. Daniel Geiger am Freitag, 27.9.19 von 15.00 – 19.00 Uhr statt, im Raum 3.B52! 5. News Dr. Sandra Bärenreuther hat den Ruf auf die Assistenzprofessur Ethnologie mit dem Schwerpunkt Medical Anthropology erhalten. Nimmt sie den Ruf an, beginnt sie im FS 20 am Ethnologischen Seminar zu lehren und zu forschen. Jürg Helbling wurde pensioniert und unterrichtet als Seniorprofessor für weitere drei Jahre mit Lehraufträgen. Dr. Anika König erhielt von der Forschungskommission der Universität Luzern ein SpeedUp Sabbatical zum Abschluss ihrer Habilitationsschrift Leihmutterschaft in transnationaler Perspektive. Sie wird im FS 20 von Willem Church vertreten. Katharina Steiner schloss ihren Ethnologie Master ab und wird künftig in dem Projekt Reinheit verkaufen. Visuelle Codes für die Vermarktung des Ursprünglichen vom späten Mittelalter bis in die Moderne als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrem Dissertationsprojekt arbeiten. Lea Helfenstein wird ab September 2019 ihre Stelle als Hilfsassistentin übernehmen. 7 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von 6 Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unter- als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Die Reihenfolge des Besuchs von Veranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Ethnographien“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Ethnographien Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Proseminar: Klassiker der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu einem Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Cultural and Social Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Die Musterstudienpläne für Major und Minor befinden sich im PDF-Format auf der Website der Kultur- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät. Ebenfalls finden Sie dort Musterstudienpläne für Studenten mit Studienbeginn vor HS 2011: https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/musterstudienplaene/ I BA-Abschluss Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 Mündliche BA-Prüfung Major 5 BA-Arbeit Major 25 II Studienleistungen Major VL (benotet) Einführung in die Ethnologie 2*) Assessm entstufe (1. & 2. Sem ester) PS Einführung in die Ethnologie 4 MS Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 PS Ethnographie 4 PS Klassiker der Ethnologie 4 (benotet) 1. Proseminararbeit zu PS oder MS**) 4 (benotet) 2. Proseminararbeit zu PS 4 Orientierungsgespräch Major 0 VL (benotet) Einführung in Bereiche der Ethnologie 2*) H auptstudium (3.-6. Sem ester) HS Hauptseminar aus einem Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar freier Wahl 4 (benotet) Hauptseminararbeit 6 Weitere Leistungen Major 17 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 50 IV Sozialkompetenz und Studienleistungen im Major, Minor oder in anderen Fächern Sozialkompetenz (2-6 Cr) 4 Freie Leistungen Major, Minor o. davon unterschiedene Fächer 16 *) Für Vorlesungen können je nach Arbeitsaufwand auch 3 Credit Points vergeben werden. Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Vorlesung (VL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt und sollte im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. 9 Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorlesung (VL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Wirtschafts-, Politik- und Rechtsethnologie sowie in Religions- und Verwandtschaftsethnologie angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über die behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und wie sie diese auswerten. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Ethnographien In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Südostasien, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Klassiker der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Es kann auch erstetzt werden durch die Vorlesung „Geschichte der Ethnologie“. Die Veranstaltung wird einmal jährlich angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Auch die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann als Veranstaltung aus dem Bereich „Klassiker der Ethnologie“ angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Vorlesung ist die Zielsetzung, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. 10 Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professoren statt. Die Termine sind direkt mit ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren müssen ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren Themen der Ethnologie wie beispielsweise Migration, neue Medien, Religionsethnologie oder Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Bachelorverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/WeisungenSocialCredits_KSF.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Social Credits erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 11 12 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. Für beide Varianten wird empfohlen im Rahmen der freien oder weiteren Studienleistungen im Fachbereich Ethnologie ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung zu besuchen. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die Freien Studienleistungen im Major oder Minor um vier Credits. Es gibt die Möglichkeit Social Credits im Rahmen des Forschungspraktikums zu erwerben. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 II Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar freier Wahl 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Forschungspraktikum Major 18 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Leistungen Major oder Minor, davon 2-6 Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 17 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 I Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar in zweiten Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Weitere Leistungen Major 14 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Major oder Minor, davon 2-6Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 21 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium 13 Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Migration und Ethnizität) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA-Minor sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu einem der in einem Masterseminar behandelten Themen sollte eine schriftliche Masterseminararbeit nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeit wird benotet und ist auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie soll einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Im Major ohne Feldforschungspraktikum und im Minor werden zwei Arbeiten gefordert. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: o Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, o regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, o möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, o und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 14 15 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 16.09.2019 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Ausserdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen grösseren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung sowie die Klausur am Endes des Semesters sind Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Für die Vorlesung gibt es nach erfolgreich bestandener Klausur 3 CP und für das begleitend stattfindende Tutorat 1 CP. Das Tutorat – sofern es zustande kommt– ist nicht verpflichtend und für Studierende gedacht, die den in der Vorlesung vermittelten Stoff vertiefen und die Aufgaben besprechen wollen. Den Termin des Tutorats stimmen die TeilnehmerInnen zu Beginn des Semesters mit der Tutorin / dem Tutor ab. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in die Ethnologie Vorlesung im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2013: Ethnologie. Einführung und Überblick. (8. Auflage). Berlin: Reimer. 16 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 23.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 23.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem einführenden Proseminar wird auf der Basis eines Lehrbuchs und einer Reihe ausgewählter Filme ein erster Einblick ins Fach vermittelt. Anhand ethnographischer Beispiele aus aller Welt wird die Vielfalt und Breite des Fachs veranschaulicht und kulturelle Phänomene auch im Vergleich zur eigenen Gesellschaft diskutiert. Es werden klassische Themengebiete wie Verwandtschaft und Geschlechterbeziehungen, politische und wirtschaftliche Organisation oder Kosmologie und Ritual behandelt, sowie Grundbegriffe wie Klassifikation, Reziprozität oder Habitus erläutert. Zudem wird auf aktuelle Themen der Ethnologie wie Reproduktionsmedizin oder die Auseinandersetzung mit Naturkatastrophen eingegangen, sowie auf aktuelle Debatten wie die Rückführung von Museumsgegenständen in ihre Herkunftsländer oder die Ethnisierung des Politischen. Das Proseminar ergänzt die Vorlesung zur Einführung in die Ethnologie und kann parallel dazu oder zur Vor- oder Nachbereitung besucht werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Das Lehrbuch wird zu Beginn der Veranstaltung auf OLAT als PDF zur Verfügung gestellt. 17 Einführung in die Politikethnologie Dozent/in: Dr. des. Tobias Schwörer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 16:15 - 18:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Diese Einführungsveranstaltung bietet einen Einblick in klassische und aktuelle Themenbereiche und Fragestellungen der Politikethnologie. Anhand zahlreicher ethnographischer Fallbeispiele aus aller Welt werden politische Prozesse und sich daraus ergebende Konflikte in einfachen wie in komplexen Gesellschaftssystemen (Wildbeuter, tribale Gesellschaften, Staaten) untersucht. Es wird aufgezeigt, wie politische Macht zustande kommt und wie sie sich in unterschiedlichen Gesellschaftsformen - auch unserer heutigen globalisierten Welt - manifestiert. Es wird analysiert, welche Legitimationsstrategien politische Führer anwenden, um Macht zu erlangen und zu verteidigen, und unter welchen Bedingungen sich Beherrschte gegen die Forderungen und Dominanz politischen Eliten zur Wehr setzen können. Politische Konflikte zwischen Individuen, Interessengruppen oder Lokalgruppen und Staaten, sowie die Institutionen und Formen zu deren Beilegung durch Schlichtung, Vermittlung, Rechtsprechung oder Krieg werden ebenso thematisiert wie die vielfältigen Bezüge von politischen Strukturen zu Wirtschaft, Verwandtschaft und Religion. All diesen Themen gemeinsam ist, dass sie aus einer ausgeprägt ethnologischen Sichtweise - d.h. mit Blick auf die daran beteiligten Individuen und das soziale und kulturelle Umfeld, in dem sie sich bewegen - analysiert werden sollen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: tobias.schwoerer@doz.unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Lewellen, Ted C. 2003. Political Anthropology: An Introduction. 3rd Edition. Westport und London: Praeger. 18 Ethnologie des Lebensanfangs und -endes Dozent/in: Laura Katharina Preissler, M.A. Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 18.09.2019 FRO, HS 13 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Das Seminar gibt Einblicke in die ethnologische Erforschung der Anfänge des Lebens und seiner Vergänglichkeit. Prokreationsmodelle und Jenseitsvorstellungen, Praktiken, die Schwangerschaft, Geburt und Bestattung betreffen, haben EthnologInnen seit den Anfängen der Disziplin beschäftigt. Entwicklungen im Bereich der Biomedizin, wie assistierte Reproduktion oder lebensverlängernde Massnahmen bzw. assistiertes Sterben, sowie die zunehmende Medikalisierung von Geburt und Sterben haben gerade für MedizinethnologInnen neue Zugänge zu diesen Themen geschaffen und die Forschungen dazu erweitert. In diesem Seminar stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie legen Menschen in verschiedenen Situationen fest, wann und wie Leben beginnt oder endet? Welchen „Wert“ hat Leben zu verschiedenen Zeitpunkten in lokalen Kontexten? Wie werden die Grenzen zwischen Leben und Tod ausgehandelt? Gleichzeitig werden Begriffe wie „Anfang“ und „Ende“ und lineare Vorstellungen des Lebens problematisiert, wenn es etwa um Wiedergeburt, Auferstehung, Geisterwelt oder neue Biotechnologien geht. Ethnographische Untersuchungen zur künstlichen Befruchtung oder Stammzellenforschung, aber auch zu Infantizid und Organspende zeigen, wie eng verbunden Anfang und Ende des Lebens sein können. In Abgrenzung zum physischen Tod thematisieren EthnologInnen zudem auch Formen von sozialem Tod, von dem beispielsweise kinderlose Frauen und Männer, aber auch mit HIV/AIDS infizierte Personen betroffen sein können. Diese Themen werden im Seminar anhand konkreter Fallbeispiele, welche vorwiegend afrikanischen Kontexten, aber auch anderen Regionen entnommen sind, beleuchtet und mit relevanten theoretischen Ansätzen der Ethnologie verknüpft. Voraussetzungen: Bereitschaft englische Texte zu lesen, aktive Teilnahme Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: laura.preissler@unilu.ch Hinweise: English-speaking students are welcome to attend the course as well. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Gottlieb, Alma (2004): The afterlife is where we come from. The culture of infancy in West Africa, Chicago: The University of Chicago Press. Das, Veena & Han, Clara (2016): Living and dying in the contemporary world: a compendium, Oakland, University of California Press. Bledsoe, Caroline (2002): Contingent lives: fertility, time and aging in West Africa, Chicago: University of California Press. de Witte, Marleen (2003): Money and Death: Funeral Business in Asante, Ghana Africa: Journal of the International African Institute Vol. 73, No. 4 (2003), S. 531-559. Kaufman, Sharon R. & Morgan, Lynn M. (2005): The Anthropology of the Beginnings and Ends of Life, Annual Review of Anthropology, Vol. 34, pp. 317-341. 19 Ethnologie des Sports: “Ready, Set, Go!” Dozent/in: Katharina Steiner, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Menschen bewegen sich, spielen, verlieren und gewinnen – im Sport zeigt sich dies besonders deutlich. In diesem Proseminar befassen wir uns mit ethnologischen Perspektiven auf das Thema Sport und der Frage, wieweit Sport kulturspezifisch oder universal ist. Die Ethnologie des Sports hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen, ihre Wurzeln reichen jedoch bis in das vorletzte Jahrhundert. Geisteswissenschaftler stellten sich etwa schon früh die Frage, was denn “Sport” sei; Worin liegen die Gemeinsamkeiten von Curling, Fussball und Karate? Heute ergründet man unter anderem, warum eine dieser Sportarten weltweit besonders beliebt ist. Wir werden theoretische Grundlagen und Überlegungen dieses Interessenbereichs kennenlernen und miteinander diskutieren. Thematiken wie Kolonialismus, Globalisierung, Krieg, Nationalismus, Körper, Unterhaltung, oder Ritual, werden uns dabei begegnen. Zusätzlich werden wir ethnographische Texte zu Sport rund um den Globus lesen, von Rugby auf Fiji bis zu Boxen in Chicago. Über die Verbindung aus Theorie und ethnographischen Beispielen, nähern wir uns der facettenreichen Ethnologie des Sports an. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: katharina.steiner@unilu.ch Literatur Besnier, Niko & Susan Brownell 2012 Sport, Modernity, and the Body. Annual Review of Anthropology 41, 443—459. Besnier, Niko, Susan Brownell, and Thomas F. Carter 2018 The Anthropology of Sport; Bodies, Borders, Biopolitics. Oakland: University of California Press. Blanchard, Kendall 1995 The Anthropology of Sport; An Introduction. Westport: Bergin & Garvey. 2010 The Anthropology of Sport. In: Jay Coakley & Eric Dunning (eds): Handbook of Sport Studies. Los Angeles: SAGE, 144—156. Müller, Juliane, Christian Ungruhe, and Christian Peter-Oehmichen 2016 Neue Perspektiven einer Ethnologie des Sports. Zeitschrift für Ethnologie 141(1), 1—18. Traphagen, John W. 2015 Anthropology of Sport. In: Pamela J. Stewart & Andrew J. Strathern (eds): The Ashgate Research Companion to Anthropology. Surrey: Ashgate, 145—159. 20 Fluchtforschung in der Ethnologie Dozent/in: Clara Bombach, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Im Seminar werden Flucht und Vertreibung als komplexe Prozesse unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Gründe, Merkmale und Konsequenzen diskutiert. Die Studierenden befassen sich mit aktuellen Fluchtforschungen in der Ethnologie. Die Texte geben Einblicke in das Zusammenspiel von lokalen und geo-politischen Kräften, das individuelle Erleben von Flucht und Vertreibung und soziale und kulturelle Konsequenzen. Die Dozentin befasst sich derzeit mit dem Lebensalltag von Kindern in Schweizer Asylunterkünften. Sie wird im Seminar aus ihrer laufenden Forschung berichten und mit den Studierenden ausgewählte Feldnotizen und Materialien aus ihrer Arbeit mit Kindern analysieren und diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: clara.bombach@uzh.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Colson, Elizabeth 2003: Forced Migration and the Anthropological Response. In: Journal of Refugee Studies Vol. 16, No. 1, p. 2-18 Caroline B. Brettell & James F. Hollifield (Hrsg.) 2015: Migration Theory. Routledge. Eastmond, Marita 2007: Stories as Lived Experiences: Narratives in Forced Migration Research. In: Journal of Refugee Studies Vol. 20, No. 2, p. 248- 264. Gatrell, Peter 2015: The Making of the Modern Refugee. Oxford: Oxford University Press. Kaiser, Tanja 2014: Crisis? Which crisis? Families and forced migration. In: Crises and Migration. Ciritical Perspectives. Hrsg. von Anna Lindley. London and New York: Routledge, S. 181-202. 21 Methoden ethnologischer Feldforschung Dozent/in: Dr. phil. Anika König Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Feldforschung ist die zentrale empirische Methode der Ethnologie. Kenntnisse der verwendeten Verfahren und Techniken sind nicht nur zur Planung und Durchführung eigener Forschung Voraussetzung, sondern auch zur Quellenkritik. Nur wer versteht, wie Ethnologen und Ethnologinnen ihre Daten gewinnen, kann die Ergebnisse beurteilen, einordnen und kritisieren. In diesem Seminar werden theoretische Ansätze und praktische Übungen miteinander kombiniert, damit die TeilnehmerInnen lernen, das erarbeitete Wissen direkt anzuwenden. An Beispielen wird die Erhebung, Aufbereitung und Auswertung von Daten geübt. So können auch Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren und die Auswahl der geeigneten Forschungsmethode für unterschiedliche Fragestellungen kennengelernt werden. Durchführung: das Seminar findet wöchtentlich statt. Zwischen den Sitzungen werden jeweils die Texte erarbeitet und die Übungen durchgeführt. Die TeilnehmerInnen dokumentieren ihre Übungen in kurzen schriftlichen Zusammenfassungen, die zu festgelegten Terminen abgegeben und in der nächsten Sitzung nachbesprochen werden. Regelmäßige, pünktliche Teilnahme und Durchführung und Dokumentation der Aufgaben sind die Voraussetzungen für den Erwerb von Credit Points. Für weitere Credit Points kann eine zusätzliche schriftliche Aufgabe eingereicht werden. Voraussetzungen: Dieses Seminar richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende, die eine eigene empirische Arbeit planen. Interessierte Doktorierende können nach Absprache ebenfalls teilnehmen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Methodenseminar im Bereich Religionsgeschichte (BA) Methodenseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft (BA) Methodenseminar in Ethnologie (BA) Methodenseminar in Religionswissenschaft Methodenübung in Wissenschaftsforschung (MA) Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: anika.koenig@unilu.ch Hinweise: Bitte melden Sie sich auf OLAT für den Kurs an. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Pflichtlektüre: Bettina Beer (Hg.), 2008: Methoden ethnologischer Feldforschung. (Überarbeitete und erweiterte 2. Auflage). Berlin: Reimer. Das Buch kann bei Angabe der Lehrveranstaltung vergünstigt mit Hörerschein beim Studiladen gekauft werden. Weitere Literatur steht im Semesterapparat der Präsenzbibliothek. 22 Aktuelle Debatten in der Wirtschaftsethnologie Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, HS 2 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Wie wirkt sich die Sparpolitik der öffentlichen Hand auf Gesellschaft und Umwelt aus? Wie beeinflusst die Aussicht auf schnelles Geld aus Rohstoffindustrie, boom crops oder Tourismus einen lokalen Kontext? Was haben Plantagen mit Monopoly, Infrastrukturgrossprojekten und Gewalt zu tun? Was ist, wenn das Problem der Armut darin besteht, dass sie für andere Menschen von Vorteil ist? Diese Fragen sind in grösseren Debatten um Globalisierung, Finanzialisierung, Kommodifizierung, Ressourcenmanagment und Widerstand eingebettet. In der Veranstaltung beschäftigen wir uns mit diesen aktuellen Fragen und Debatten der Wirtschftsethnologie und lesen dazu kürzlich erschienene Monographien. Das Detailprogramm und eine ausführliche Literaturliste werden in der Veranstaltung bekannt gegeben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@me.com Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Bear, Laura 2015. Navigating austerity: currents of debt along a South Asian river. Stanford University Press. Desmond, Matthew 2016. Evicted. Poverty and Profit in the American City. New York: Crown Publishers. High, Mette M. 2017. Fear and Fortune. Spirit Worlds and Emerging Economies in the Mongolian Gold Rush. Ithaca and London: Cornell University Press. Li, Tania 2015. Land's End: Capitalist Relations on an Indigenous Frontier 23 Anthropology of the Body Dozent/in: Dr. phil. Anika König Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In the last two decades, the body has become an important field of research within anthropology and related disciplines. While in the second half of the last century, philosophical, feminist, and poststructuralist approaches focused on the body at a rather abstract level, more recently, several anthropologists have begun to take a closer look at this topic in a more concrete, empirical way. This focus has ranged from ethnographers‘ direct and explicit bodily participation in social practices (such as Loic Wacquant, who trained in a boxing gym in Chicago, or Paul Stoller, who for many years was a sorcerer‘s apprentice with the Songhay in Mali and Niger) to bodily practices and experiences of the subjects of ethnographic research (e.g. Bourgeois' und Schonberg‘s research with drug addicts in the US or Teman’s research with gestational surrogates and commissioning parents in Israel). The Anthropology of the Body overlaps with many other, related, fields of anthropology – particularly Medical Anthropology, the Anthropology of the Senses, and phenomenological approaches to the body. In this course we will take a closer look at some of these case studies and use them as examples for the discussion of theoretical as well as practical questions. On the theoretical level, we focus on the role of the body in anthropology and current debates on this issue within the discipline. On a more practical level, we will talk about the possibilities we have as anthropologists to incorporate our own body and bodily sensations as well as those of the people who participate in our research, into our research and the ways we write about it. Voraussetzungen: This class is not suitable for beginning students. Participants should be familiar with the central concepts in anthropology. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar in Wissenschaftsforschung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: anika.koenig@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Bourgeois, P., and J. Schonberg. 2009. Righteous Dopefiend. Berkeley: University of California Press. Stoller, P. 1997. Sensuous Scholarship. Philadelphia: University of Pennsylvania Press. Teman, E. 2010. Birthing a Mother: The Surrogate Body and the Pregnant Self. Berkeley: University of California Press. Wacquant, L. 2004. Body & Soul: Notebooks of an Apprentice Boxer. Oxford et al.: Oxford University Press. 24 Ethnologie des Christentums Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 16.09.2019 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lange hat die Ethnologie das Christentum als Untersuchungsgegenstand übersehen, wenn nicht gar unterdrückt. Diese Vernachlässigung wiegt umso schwerer, als die christliche Missionierung mit dem Kolonialismus Hand in Hand ging und viele der von der Ethnologie erforschten Gesellschaften das Christentum schon lange vor der Begegnung mit den EthnologInnen angenommen oder es mit ihrer eigenen Religion verbunden hatten, aber auch, weil die ethnologische Theoriebildung, die schon früh der Religion galt, das Christentum sowohl als Gegenstand als auch als kulturspezifischen Hintergrund überging. Erst unter dem Eindruck der massenhaften Konversion zu (meist charismatischen) Formen des Christentums in den Ländern des Globalen Südens – wo heute die Mehrheit der Christen lebt – hat sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine "Anthropology of Christianity" herausgebildet, die die Versäumnisse zu beheben versucht. Der Herausbildung dieser neuen Teildisziplin, ihren Fragestellungen und Untersuchungsfeldern ist der 1. Teil des Seminars gewidmet. Im 2. Teil wenden wir uns ethnographischen Untersuchungen unterschiedlicher lokaler Ausformungen des Christentums und Konversionsprozessen im Globalen Süden zu. Im 3. Teil befassen wir uns dann mit diesen Konversions- prozessen in theoretischer Perspektive, in der u.a. Erklärungen der Konversion als Ausdruck der Modernisierung und Individualisierung, aber auch als Reaktion von Verlierern der Globalisierung oder als Versuch der Wiedergewinnung verloren gegangener traditioneller Identifikations- möglichkeiten oder lokaler Solidaritätsmechanismen vorgeschlagen wurden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Religionsgeschichte Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Zur einführenden Lektüre empfohlen: Joel Robbins, The Anthropology of Christianity: Unity, Diversity, New Directions, in: Current Anthropology, 55/10, 2014: 157–171. (http://www.journals.uchicago.edu/doi/pdfplus/10.1086/678289) http://www.journals.uchicago.edu/doi/pdfplus/10.1086/678289 25 Feldforschung mit der Kamera – eine Einführung in die visuelle Dozent/in: Dr. phil. Mehdi Sahebi Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: 14-täglich Do., 19.09.2019, 16:15 - 20:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Forschung mit der Kamera bedingt ein anderes Vorgehen als eine klassische Forschung mit Stift und Notizblock. Im Unterschied zu einem schriftlichen Text, der in der Regel nach Abschluss der Forschungsarbeiten am Schreibtisch entsteht, beginnt die "Schreibarbeit" bei der Produktion eines ethnografischen Films bereits während der Drehphase. Das Seminar befasst sich mit verschiedenen Aspekten der filmischen Arbeit im Kontext ethnografischer Feldforschung. Mehdi Sahebi ist Ethnologe und Filmemacher. Seinen jüngsten Kinodokumentarfilm MIRR (2016) über das Thema Landgrabbing in Kambodscha, drehte er im Rahmen eines ethnografischen Forschungsprojekts unter der Leitung von Prof. Dr. Jürg Helbling. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-tägig Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Methodenseminar im Bereich Religionsgeschichte (BA) Methodenseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft (BA) Methodenseminar in Religionswissenschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: mehdi.sahebi@doz.unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Ballhaus, Edmund und Beate Engelbrecht (Hrsg.). 1995. Der Ethnographische Film. Einführung in Methoden und Praxis. Berlin: Dietrich Reimer Verlag. Barnouw, Erik. 1993. Documentary. A History of the Non-Fiction Film. Oxford. Beller, Hans (Hrsg.). 2002. Handbuch der Filmmontage. München. Geertz, Clifford. 1987. Dichte Beschreibung. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag. Hattendorf, Manfred. 1994. Dokumentarfilm und Authentizität. Ästhetik und Pragmatik einer Gattung. Konstanz. Heider, Karl G. 2006. Ethnographic Film. Austin: University of Texas Press. Hohenberger, Eva. 1988. Die Wirklichkeit des Films. Dokumentarfilm. Ethnographischer Film. Jean Rouch. Hildesheim: Georg Olms Verlag. Hohenberger, Eva. 1998. Bilder des Wirklichen. Texte zur Theorie des Dokumentarfilms. Berlin: Vorwerk 8. Monaco, James. 1995. Film verstehen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Oppitz, Michael. 1989. Kunst der Genauigkeit. München: Trickster. Pink, Sarah. 2009. Doing Sensory Ethnography. SAGE Publications. Schadt, Thomas. 2002. Das Gefühl des Augenblicks. Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms. Bergisch Gladbach. 26 Fundamental issues in cross-cultural understanding Dozent/in: Donald Gardner, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Socio-cultural anthropology, like other social sciences, has faced several quite general challenges to its claims to important and useful knowledge; but, because it seeks cross-cultural understanding, anthropology has often been thought to face more conceptual difficulties than other social sciences. More recently, however, anthropology's experience of cross-cultural encounters has given it a central place in the dialogues that followed „the crisis of representation“, in which an appropriate sensitivity to difference and its effects came to be regarded as crucial to adequate social science. Furthermore, globalization and the 'deterritorialization of cultures' has produced multi-cultural cities and suburbs around the world, which, in turn, have posed questions to governments no less than to the social sciences, questions that make the politics of interpretation highly salient. In this course we will examine these and related issues; not only because they are interesting and important in their own right, but because an appreciation of them is helpful in dealing with the various strands that constitute theory in the social sciences. A word of caution: the issues we will discuss are interconnected in ways that are not always obvious, and each of them is steeped in debate and controversy. Accordingly, we must not expect our considerations to produce definitive answers. We can hope, though, that we will learn to recognise some of the bad answers that are on offer, as well as to appreciate the extent of the subtle interconnections between different issues, so that the implications of deciding for or against any particular position will become clearer. This course would be helpful for later year students who have already found themselves bumping against the points where issues are sharpest, but it should also appeal to newcomers wishing for a broader context for their particular disciplinary or interdisciplinary studies. Die Ethnologie, wie andere Sozialwissenschaften auch, muss sich Herausforderungen bezüglich ihrer Wissensbasis stellen. Sie wird sogar als eine Wissenschaft wahrgenommen, die aufgrund ihres Ansatzes des interkulturellen Verstehens mit größeren konzeptionellen Schwierigkeiten als andere Sozialwissenschaften konfrontiert ist. In jüngerer Zeit hat die Ethnologie durch ihre Beschäftigung mit interkulturellem Verstehen in den sich auf die sogenannte "Krise der Repräsentation" beziehenden Diskursen eine zentrale Bedeutung gewonnen. Im Rahmen dieser Krise der Repräsentation wird die angemessene Sensitivität im Umgang mit Differenzen und ihren Auswirkungen als zentrales Moment der Sozialwissenschaften betrachtet. Darüber hinaus haben Globalisierung und die "Deterritorialisierung von Kulturen" weltweit multikulturelle Städte und Vorstädte hervorgebracht, die nicht nur an Regierungen sondern auch an die Sozialwissenschaften Fragen stellen. Diese Fragen betonen ganz besonders die Politik von Interpretationen. In diesem Seminar werden wir solche und damit zusammenhängende Fragen diskutieren, nicht nur weil sie an und für sich wichtig und interessant, sondern auch weil ihre Behandlung dabei helfen kann, die verschiedenen theoretischen Richtungen zu verstehen, die heute die Sozialwissenschaften ausmachen. Eine Mahnung zur Vorsicht: Die Themen, die wir diskutieren sind in einer Weise miteinander verbunden, die nicht immer offensichtlich ist, und ein jedes von ihnen ist durchdrungen von Debatten und Kontroversen. Dementsprechend sollten wir keine definitiven Antworten erwarten. Dennoch können wir hoffen zu lernen, einige der schlechten Antworten auf die diskutierten Fragen zu erkennen und zu meiden. Außerdem werden wir die subtilen Verbindungen zwischen verschiedenen Themen würdigen können, so dass die Folgen einer Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Position klarer werden. Dieses Seminar ist für fortgeschrittene Studierende hilfreich, die bereits über einige der größten Schwierigkeiten der Debatten über die Grundlagen interkulturellen Verstehens gestolpert sind; es ist jedoch auch für Anfänger geeignet, die ihre (inter-)disziplinären Interessen gerne in einen weiteren theoretischen Kontext einbetten möchten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden 27 Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: donald.gardner@alumni.anu.edu.au Literatur: Fay, Brian 2006 Contemporary Philosophy of Social Science. Malden, Oxford, Victoria: Blackwell. Risjord, Mark 2014 Philosophy of Social Science: A Contemporary Introduction. Routledge. Rosenberg, Alexander 2012 Philosophy of Social Science. Boulder, CO: Westview Press. Klassiker der Anthropologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Prof. Dr. Christiane Schildknecht Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Fragen nach der Natur des Menschen sowie nach der Einheit bzw. Vielfalt der Menschheit insgesamt sind für Ethnologie und Philosophie gleichermassen zentral. Denn die Anthropologie ist der Erforschung dessen gewidmet, was der Mensch "als freihandelndes Wesen aus sich selbst macht oder machen kann und soll" (Kant). Unterschiedliche anthropologische Konzeptionen bestimmen den Menschen in Abgrenzung vom Tier entweder als ein 'Mängelwesen' (J. G. Herder) oder betonen die kulturellen Leistungen des Menschen als 'Organersatz' (A. Gehlen). Andere Ansätze suchen die Natur des Menschen, ungeachtet seiner Rationalität, unter Einbezug von Erkenntnissen der empirischen Wissenschaften zu erfassen (M. Scheler, H. Plessner). Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar der Lektüre und Diskussion klassischer Texte zur Anthropologie u.a. von Kant, Herder, Rousseau, Gehlen, Scheler und Plessner aus aufklärerischer, lebensweltlich-phänomenologischer oder strukturalistischer Sicht. Voraussetzungen: Für Philosophiestudierende: Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften MA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Philosophie MA Hauptseminar im Bereich Praktische Philosophie Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie BA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch / christiane.schildknecht@unilu.ch 28 The anthropology of heritage: an introduction Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Heritage is today omnipresent from special places, buildings and objects to dances, traditions and cultural practices. It may be natural and cultural, physical and non-physical, dead or alive found in distinct outside places, food practices or inside the walls and vitrines of museums. This course is about its multiple forms and how to make sense of the distinct representations, practices and politics of heritage. We shall look at different forms of heritage, explore different analytical approaches and learn from both local and global cases of heritage-making and contestation. The course is particularly relevant for students considering future work in relation to cultural policy, museum institutions or simply interested in the wide range of heritage dynamics that surround us. Course modalities will include a visit to a local heritage institution, but also exploring the role and practices of heritage in other regional and global policy contexts. Voraussetzungen: Interest in the topic. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Neuzeit Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: peter.larsen@unige.ch Literatur Brumann, C. and D. Berliner (2016). UNESCO World Heritage – Grounded? World Heritage on the Ground: Ethnographic Perspectives. Oxford and New York, Berghan. Geismar, H. (2015). Anthropology and heritage regimes. Annual Review of Anthropology, 44. Logan, W., Craith, M. N., & Kockel, U. (Eds.). (2015). A companion to heritage studies (Vol. 28). John Wiley & Sons. Smith, L., & Akagawa, N. (Eds.). (2008). Intangible heritage. Routledge. 29 Ethnographische Perspektiven auf Fast Money und Black Markets Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 16.09.2019 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Dreams of sudden wealth and “get-rich-quick” schemes are very old in Western history. But they seem to be spreading in global social networks with the increasingly urgent push to find new raw materials and sources of energy to sustain the growth of the world’s economy, and with the increasing circulation of tourists, as people in locations very remote from the centres of hyper-consumption, who had hitherto experienced only trickles of local currency, witness surges of wealth through their regions, as governments and international companies invest vast sums in oil, gas and minerals and industrial-scale cash-cropping. To anthropologists studying change in the local and regional social settings affected by these ventures, global resonances and highly particular local responses interact to produce great analytical challenges. What drives local forms of engagement with these flows of capital and how do local processes of change unfold? How do negotiation, loss and resistance, affect the extent and nature of the changes that occur in local life-worlds? How is strategic engagement with these massive projects shaped by the social fields in place and by the imagination of social fields to come? One common feature of this apparent “casino capitalism” is the advent of “fast money” schemes, on scales ranging from the very local though the national to the international. Often these schemes are difficult to disentangle from state- and bank- sponsored micro-investment projects, especially for local hopefuls concerned to secure their future in a world in which access to sufficient cash is at once vital and difficult. Anthropological approaches have proved important in dissecting the micro-level processes that constitute people's engagement with and understanding of 'fast money' (e.g. pyramid selling schemes), and showing how these speak to broader debates about globalization, financialization, 'friction', capitalism, commodification, resistance, and resource management. We will read ethnographies that reflect on how the populations studied by anthropologists relate to these various manifestations of fast money. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch / Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Masterseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Hinweise: Zweisprachig Deutsch / Englisch Literatur Cox, John 2018 Fast Money Schemes. Hope and Deception in Papua New Guinea. Bloomington: Indiana University Press. High, Mette M. 2017 Fear and Fortune. Spirit Worlds and Emerging Economies in the Mongolian Gold Rush. Ithaca, London: Cornell University Press. Schuster, Caroline 2015 Social Collateral: Women and Microfinance in Paraguay's Smuggling Economy. Berkeley: University of California Press. 30 Forschungskolloquium Dozent/in: Dr. des. Tobias Schwörer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 16:15 - 18:00, ab 18.09.2019 FRO, HS 13 Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: The colloquium presents current on-going research of department members and invited guest speakers on a range of themes and problems. Students are highly encouraged to participate (and receive 2 credit points for this). They may also set-up reading groups, where selected texts are analyzed and discussed for which they receive additional 2 social competency points. Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Kontakt: tobias.schwoerer@doz.unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen 31 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen "We are not free." Ego-Dokumente nordamerikanischer Indianer Dozent/in: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 16.09.2019 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Über Jahrhunderte haben die nordamerikanischen Indianer Wissen und Informationen mündlich tradiert, weil sie keine Schrift im westlichen Sinn kannten. Erst als sie vollständig unter die Kolonialherrschaft der USA und Kanadas geraten waren, begann sich dies im späten 19. Jahrhundert gründlich zu ändern. Im Zuge einer ethnozidalen Politik, die versuchte, den Mitgliedern der First Peoples ihr Indianischsein auszutreiben, um sie völlig in der amerikanischen oder kanadischen Gesellschaft aufgehen zu lassen, mussten die meisten von ihnen das Lesen und Schreiben erlernen. Oft gegen ihren Willen in diese westlichen Kulturtechniken eingewiesen, versetzten sie diese umgekehrt in die Lage, auf neuartige Weise zu kommunizieren. Auf diese Weise entstand seit 1890 eine Unzahl von Ego- Dokumenten, also von Selbstzeugnissen, in denen historische Situationen als persönliche Biographien lesbar sind. Diese Texte geben oft einen tiefen Einblick in indianische Lebenswelten und den Eigensinn von Individuen. Auf schonungslose Weise beleuchten sie auch das an den First Peoples bis in unsere Tage begangene Unrecht. In diesem Masterseminar werden wir uns unter anderem mit den funkelnden, viel zu wenig bekannten Texten von Simon Pokagon, Charles Eastman, Arthur Parker, Luther Standing Bear, Clinton Rickard, Harold Cardinal, Clyde Warrior, Vine Deloria Jr., Mary Crow Dog, Russell Means und anderen auseinandersetzen und sie aus ihren spezifischen Entstehungskontexten heraus deuten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte MA Masterseminar aus dem Bereich Neuzeit Masterseminar in Ethnologie Studienschwerpunkt Medienanalyse Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch 32 Markt und Märkte: Theorien und Fallbeispiele Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Termine: Wöchentlich Do., 26.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 26.09.2019 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Märkte gelten als zentrale Institutionen in verschiedensten Wirtschaftsformen und Gesellschaften. In einer kurzen Einführung soll die Bandbreite der unterschiedlichen Konzepte und Theorien von Markt skizziert werden. In den darauffolgenden Sitzungen werden Studierende die empirischen Fallbeispiele in Handouts zusammenfassen, in der jeweiligen Sitzung vorstellen und zur Diskussion stellen. Behandelt werden Bauernmärkte auf Java und in Marokko, die räumliche Verteilung von Marktorten in China, globale Warenketten sowie Finanzmärkte, aber auch Märkte ohne Staat, Gewaltmärkte, informelle Ökonomie in Städten und Tauschhandel in Neuguinea. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Soziologie BA Hauptseminar im Modul Organisationen Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Soziologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar in Soziologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Wahlpflichtbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Soziologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat + Handouts) (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Dekolonisation Afrikas Dozent/in: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Der europäische Imperialismus hat die Welt geprägt. Das Proseminar blickt auf das Ende dieses Ausgreifens und nimmt sich am Beispiel Afrikas das Thema der „Dekolonisation“ vor, das bis heute kontrovers diskutiert wird. Im Zentrum stehen die 1960er-Jahre, als viele afrikanische Länder unabhängig wurden. Am Beispiel dieses zentralen Einschnitts in der Geschichte vieler nicht-europäischer Staaten führt der Kurs in das (global-)historische Denken und Forschen ein. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Bereich Neuzeit Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Hinweise: Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Studierende der Geschichte und der Kulturwissenschaften mit Major Geschichte im BA-Studium auf Assessmentstufe. Lektüre zur Vorbereitung: Jansen, Jan C. und Jürgen Osterhammel: Dekolonisation. Das Ende der Imperie München 2013. 33 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Cyrill Mamin, Dr. des. Roman Gibel, MA Katharina Steiner, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 18:15 - 20:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind textintensive Disziplinen. Das Lesen, Verstehen und Schreiben von Texten sind Kernkompetenzen eines solchen Studiums. Dies fällt nicht immer allen gleich leicht. Mit praktischen Übungen und Techniken werden in diesem Kurs die Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Im Fokus steht das Schreiben von Seminararbeiten: Zunächst wird deshalb die Planung und erste Herangehensweise beim Schreiben einer Seminararbeit thematisiert und praktisch umgesetzt (Themenwahl, BetreuerInnen, Fragestellung und Exposé). In einem weiteren Schritt werden Aufbau, Inhaltsverzeichnisse und Zitierregeln behandelt. Darüber hinaus bietet der Kurs Hilfestellungen, Tipps und Tricks (mit Techniken wie Mindmaps, 6-Zeiler, Literaturrecherche). Das Seminar ist fächerübergreifend angelegt und begleitet das Schreiben einer eigenen Seminararbeit. D.h.: Die Studierenden suchen eine Betreuungsperson für eine Pro-/Hauptseminararbeit, die sie in ihrem Studium verpflichtend schreiben müssen. In der Schreibwerkstatt werden keine Arbeiten betreut, sondern reale Seminararbeiten begleitend unterstützt. Voraussetzungen: Weil wir das Gelernte unmittelbar umsetzen, wird erwartet, dass die Studierenden bereit sind, während des Kurses eine Seminararbeit zu verfassen (siehe Kursbeschreibung). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik BA Freie Studienleistungen Judaistik BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Soziologie BA Freie Studienleistungen Wissenschaftsforschung BA Methodenseminar in Judaistik (BA) Philosophie: Weitere Leistungen Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Anmeldung: Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Kontakt: katharina.steiner@unilu.ch / roman.gibel@unilu.ch Hinweise: Das Seminar richtet sich hauptsächlich an Studierende des 2. und 3. Semesters (da man für die Teilnahme ein Arbeitsthema und eine Betreuung braucht) sowie an Studierende, denen das Aufgleisen und Schreiben von Seminararbeiten Mühe bereitet. Material: Olat-Plattform Literatur · Eco, Umberto (1990): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg: Müller. (=UTB 1512) · Groebner, Valentin (2012): Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn: Konstanz University Press (Essay). 34 · Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6., aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB (UTB, 3154). · Krämer, Walter (1999): Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (1994): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (Hg.) (1998): Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen. Frankfurt/Main: Campus. · Reiners, Ludwig (2011): Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. 3. Aufl., ungekürzte Ausg. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv Sachbuch, 34358). . Schneider, Wolf (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 15. Aufl., überarb. Taschenbuchausg. München: Mosaik bei Goldmann Equality, Inequality, Justice: Problems of Contemporary Political Philosophy Dozent/in: Prof. Dr. phil. Martin Hartmann Durchführender Fachbereich: KSF \ Philosophie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: A recent Oxfam Briefing Paper entitled „An Economy for the 1 %“ claims this: “The global inequality is reaching new extremes. The richest 1 % now have more wealth than the rest of the world combined.” Thomas Piketty, in his best-selling Capital in the Twenty-First Century, writes: “There is no fundamental reason why we should believe that growth is automatically balanced.” If these claims are right economic inequalities are on the rise within comparatively rich countries and between countries. But is this a problem? Are these inequalities unjust or does criticizing them just amount to envy (Hayek)? In this seminar we want to discuss these questions from a philosophical perspective that is open to political and economic arguments. We will deal with the so-called egalitarianism debate and its critique (Dworkin, Cohen, Frankfurt) and will also discuss economic arguments of a more descriptive kind (Piketty). Lastly, we will also discuss social psychological texts that claim the excessive inequalities have overall detrimental effects on a society. If possible teaching staff from the economics department or the political science department will join the course. Voraussetzungen: Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Philosophie MA Hauptseminar im Bereich Praktische Philosophie Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar Philosophie der Ökonomie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie BA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat, Essay, Protokoll) (4 Cr) Kontakt: bea.schuler@unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur I. Hirose, Egalitarianism, New York 2014. R. Dworkin, Sovereign Virtue. The Theory and Practice of Equality, Cambridge/Mass. 2000. H. Frankfurt, On Inequality, Princeton 2015. T. Piketty, Capital in the Twenty-First Century, Cambridge/Mass. 2014. G. Cohen, If You’re an Egalitarian, How Come You’re so Rich?, Cambridge/Mass. 2009. Et hn ol og is ch es S em in ar Le hr ve ra ns ta ltu ng en im H er bs ts em es te r 20 19 M O N TA G D IE N ST AG M IT TW O C H D O N N ER ST AG 10 .1 5- 11 .0 0 W er ne r E gl i H au pt se m in ar Et hn ol og ie d es C hr is te nt um s H S1 2 Es th er L ee m an n H au pt se m in ar Ak tu el le D eb at te n in d er W irt sc ha fts et hn ol og ie H S2 La ur a Pr ei ss le r Pr os em in ar Et hn ol og ie d es Le be ns an fa ng s un d –e nd es H S1 3 An ik a Kö ni g H au pt se m in ar An th ro po lo gy o f t he B od y 3. B0 1 11 .1 5- 12 .0 0 12 .1 5- 13 .0 0 W er ne r E gl i Pr os em in ar Ei nf üh ru ng in di e Et hn ol og ie 4. B0 2 Be er B et tin a M as te rs em in ar Et hn og ra ph is ch e Pe rs pe kt iv en a uf Fa st M on ey u nd B la ck M ar ke ts H S1 1 Pe te r L ar se n H au pt se m in ar Th e an th ro po lo gy o f h er ita ge : an in tr od uc tio n 4. B5 1 Be tti na B ee r C hr is tia ne S ch ild kn ec ht H au pt se m in ar K la ss ik er d er A nt hr op ol og ie 4. B0 2 An ik a Kö ni g M et ho de ns em in ar M et ho de n et hn ol og is ch er Fe ld fo rs ch un g 3. B0 1 13 .1 5- 14 .0 0 14 .1 5- 15 .0 0 Be tti na B ee r Vo rle su ng Ei nf üh ru ng in d ie E th no lo gi e 3. A0 5 D on G ar dn er H au pt se m in ar Fu nd am en ta l i ss ue s in c ro ss -c ul tu ra l un de rs ta nd in g 4. B5 4 C la ra B om ba ch Pr os em in ar Fl uc ht fo rs ch un g in d er E th no lo gi e 4. B0 2 Ka th ar in a St ei ne r Pr os em in ar Et hn ol og ie d es S po rt s: “ R ea dy , Se t, G o! ” 3. B0 1 15 .1 5- 16 .0 0 16 .1 5- 17 .0 0 To bi as S ch w ör er Pr os em in ar Ei nf üh ru ng in d ie P ol iti ke th no lo gi e 4. B0 2 To bi as S ch w ör er K ol lo qu iu m H S1 3 M eh di S ah eb i 14 -tä gi g H au pt se m in ar Fe ld fo rs ch un g m it de r K am er a – ei ne E in fü hr un g in d ie vi su el le A nt hr op ol og ie 3. B0 1 17 .1 5- 18 .0 0 18 .1 5- 19 .0 0 Ka th ar in a St ei ne r; C yr ill M am in ; R om an G ib el Sc hr ei bw er ks ta tt: W is se ns ch af tli ch es S ch re ib en 4. B5 4 19 .1 5- 20 .0 0

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    Erstellungsdatum: 23.07.2019

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    Daniel Speich: Der Blick von Lake Success

    more a part of life in general than of professional economic activity proper«.38 Wo aber inner­ halb

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    Erstellungsdatum: 26.06.2014

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    Sonderveranstaltung

    cooperation more necessary than ever. However, international institutions like the UN Security [...] real-world applications rather than mathematical proofs. Students will also gain experience importing

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    Erstellungsdatum: 31.08.2022

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    Sonderveranstaltung

    differences between the sexes rather than the construct signifying the relationship of power. The words

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    Erstellungsdatum: 09.09.2021

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    Microsoft Word - Masterarbeit Taser Michel Münger 10052009.doc

    30.10.2008) ●www.amnesty.ch ‚Less than lethal’ The use of stun weapons in US Law Enforcement (zuletzt

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    Erstellungsdatum: 09.06.2016

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    KVV_Polsem_FS24.pdf

    1 ____________________________ IMPRESSUM Politikwissenschaftliches Seminar der Universität Luzern Titelbild: © Line Rime 2 Wir freuen uns auf Sie! Liebe Studierende Im Namen des Politikwissenschaftlichen Seminars begrüsse ich Sie herzlich zum Frühjahrssemester 2024. Auf Sie wartet wie immer ein interessantes, stark international ausgerichtetes Angebot. Sie finden in unserem Programm Vorlesungen und (Pro)Seminare, welche die theoretischen und methodischen Grundlagen für das politikwissenschaftliche Arbeiten liefern; aber auch einige aussergewöhnliche «Häppchen», die Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Auf den ersten Seiten sehen Sie je eine Abbildung zu den im Major und Minor Politikwissenschaft zu erbringenden Credits. Ebenfalls aufgeführt sind die entsprechenden Musterstudienpläne BA Politikwissenschaft Major und Minor sowie die Musterstudienpläne MA Politikwissenschaft Major und Minor. Die danach folgenden Tabellen zur Studienplanung liefern insbesondere den «Newcomern» wertvolle Hinweise zum Aufbau und zur Struktur eines erfolgreichen Studiums. Sie haben hoffentlich unsere überarbeiteten «Guidelines zum wissenschaftlichen Arbeiten» (September 23) schon wahrgenommen?! Ausserdem: Bei den «Tipps und Tricks» des Politikwissenschaftlichen Seminars finden Sie noch Informationen, die Ihnen möglicherweise bei den Abschlussarbeiten helfen: zum einen Listen von Dozierenden zu möglichen Themen (die aber keinesfalls abschliessend und verbindlich sind; sie sollen nur Idee liefern und signalisieren, wo unsere Hauptdozierenden spannende Forschungslücken sehen) und vorbildhafte Abschlussarbeiten (die keineswegs immer mit einer 6,0 bewertet wurden, auch sie sollen nur eine gewisse Orientierung liefern). Zum Schluss noch ein paar Worte zu den schriftlichen Seminararbeiten, die nicht im Programm auftauchen, aber eine grosse Bedeutung als Vorbereitung für die BA- oder MA-Arbeit haben. Schieben Sie diese Arbeiten nicht vor sich her! Einfach mal probieren und sich dabei von Dozierenden und Kommiliton*innen beraten lassen. Die Arbeiten müssen zwar nicht zwingend im Kontext von Veranstaltungen geschrieben werden; es ist aber für alle Beteiligten besser, wenn dies der Fall ist. Durch die schriftlichen Seminararbeiten gewinnen Sie auch wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Betreuung und Bewertung von Arbeiten, was wiederum für die Suche nach Betreuerinnen und Betreuern für die Abschlussarbeiten eine grosse Bedeutung hat. Dies gilt genauso für Ihr Gegenüber. Denn Dozierende geben ihre Zusage für die Betreuung einer Abschlussarbeit viel bereitwilliger, wenn sie bereits eine schriftliche Arbeit der Anfragenden gelesen und bewertet haben. Konsequenterweise müssen schriftliche Arbeiten, die Sie für den Major Politikwissenschaft anrechnen lassen wollen, von politikwissenschaftlichen Dozierenden und nicht von Dozierenden aus benachbarten Fächern angeleitet werden. Doch nun sind wir gespannt auf Sie! Wir freuen uns, Sie kennenzulernen oder wiederzusehen und wünschen Ihnen ein interessantes, reichhaltiges Frühjahrssemester. Prof. Dr. Joachim Blatter, Leiter des Politikwissenschaftlichen Seminars, im Februar 2024 3 Inhalt Der Studiengang Politikwissenschaft .................................................................................................................................... 7 Musterstudienpläne – Bachelor ............................................................................................................................................. 9 Musterstudienpläne – Master............................................................................................................................................... 12 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im HS........................................................................................................................... 14 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im FS ........................................................................................................................... 15 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium .................................................................................... 17 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen ............................................................................................................................. 18 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Vorlesungen ............................................................................... 20 Einführung in die Schweizer Politik ........................................................................................................................................ 19 Einführung in die Verlgeichende Politikwissenschaft ............................................................................................................. 20 Demokratietheorien II (Vertiefung) ......................................................................................................................................... 21 Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration ........................................................................................................... 22 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Methodenveranstaltungen .................................................. 23 Methodenseminar der empirischen Sozialforschung II ........................................................................................................... 23 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte ..................... 24 Politikwissenschaftliches Methodenseminar I ........................................................................................................................ 25 Studying Climate Change and Political Unrest (Research Design and Methods in Quantitative Studies) ............................... 26 Research Design and Methods in Qualitative Studies ........................................................................................................... 28 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Seminare ……………………………………………………………….29 Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Schweizer Politik» .......................................................................................... 29 Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft» ................................................................ 30 Culture and Politics ............................................................................................................................................................... 31 Demokratie und Erziehung .................................................................................................................................................... 33 Gender & Politics .................................................................................................................................................................. 34 Global Governance und Internationale Organisationen ......................................................................................................... 35 Globalization and Social Sustainability .................................................................................................................................. 36 Media and Politics ................................................................................................................................................................. 37 Policy-Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik .......................................................................................................... 38 Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und europäisch ...................................................................... 39 Fear and loathing across party lines: Affective polarization in the democratic world............................................................... 40 Genealogies of Global Governance ....................................................................................................................................... 41 International Climate and Energy Politics .............................................................................................................................. 42 Political Representation of Marginalized Groups ................................................................................................................... 43 The Politics of Technological Change .................................................................................................................................... 45 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Sonderveranstaltungen ............................................................ 46 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) .................................................................... 46 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) ....................................................................................... 47 Tutorat zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung II» - Gruppe 1 ............................................................... 48 Tutorat zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung II» - Gruppe 2 ............................................................... 49 Tutorat zur VL «Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften» - Gruppe 1 + 2 ........................... 50 Tutorat zur VL «Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften» - Gruppe 3 + 4 ........................... 51 Data Mining for Political and Social Sciences using R ........................................................................................................... 52 Introduction to Python ........................................................................................................................................................... 52 Lehrveranstaltungen im Frühjahrssemester 2024………………………………..………………………………………………..54 Blockveranstaltungen im Frühjahrssemester 2024........................................................................................................... 55 Semesterdaten……………………………………………………………………………………………………………….…….……….56 file://unet.unilu.ch/DFSGroups/002350-02/00_Administration/Vorlesungsverzeichnis/22_FS/VV_PolSem_FS2022_20220105.docx#_Toc92289118 4 Kontakte Universität Luzern Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3, 6002 Luzern Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail polsem@unilu.ch Websiten www.unilu.ch/polsem www.unilu.ch/wgwp www.unilu.ch/lumacss Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Stephanie Deuber Raum 3.B04 Öffnungszeiten MO bis DO stephanie.deuber@unilu.ch 041 229 55 91 Fachstudienberatung und Michael Widmer, BA Raum 3.A53 Mobilitätsberatung michael.widmer@unilu.ch 041 229 55 89 Termine nach Vereinbarung BA / MA Politikwissenschaft MA Dual Degree MA Weltgesellschaft- und Weltpolitik (WG+WP) Vakant Raum 3.A53 Lucerne Master in 041 229 55 87 Computational Social Science (LUMACSS) Leiter Politikwissenschaftliches Prof. Dr. Joachim Blatter Raum 3.B16 Seminar und Professur joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 Ordentlicher Professor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie Weitere Professuren von A bis Z Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Raum 3.B10 lena.schaffer@unilu.ch 041 229 55 95 Professorin für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Inter- und Transnationale Beziehungen Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Raum 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 Ordentlicher Professor für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Politische Kommunikation 5 Ständiger Lehrbeauftragter Dr. rer. Pol. Stefan Rieder Seidenhofstr. 12 rieder@interface-politikstudien.ch 6003 Luzern 041 226 04 26 Oberassistenz Dr. Samuel David Schmid Raum 3.B14 samuel.schmid@unilu.ch 041 229 55 86 Dr. Johannes Schulz Raum 3.B11 johannes.schulz@unilu.ch 041 229 55 93 Forschungsmitarbeitende Dr. des. Maurits Heumann Raum 3.B11 maurits.heumann@unilu.ch 041 229 55 98 (SNF-Projekt) Álvaro Canalejo-Molero, MA Raum 3.A12 alvaro.canalejo@doz.unilu.ch (SNF-Projekt) Dr. Mathilde van Ditmars Raum 3.B14 mathilde.vanditmars@unilu.ch 041 229 55 88 (SNF-Projekt) 6 Studentische Hilfskraft PolSem Céline Helfenstein Raum 3.A19 celine.helfenstein@unilu.ch 041 229 57 54 Weitere studentische Jasper Ehrengruber Mitarbeitende und Tutoren jasper.ehrengruber@stud.unilu.ch Patricia Käppeli Kaeppeli@interface-pol.ch Das Kernteam mit seinen studentischen Mitarbeitenden im Oktober 2023 mailto:jasper.ehrengruber@stud.unilu.ch mailto:Kaeppeli@interface-pol.ch 7 Der Studiengang Politikwissenschaft 8 9 Musterstudienpläne – Bachelor BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Grundlagen der multivariaten Statistik 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung zur StuPo 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020) - Bachelorstufe. www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 10 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung 1I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I1 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020). www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen Methoden der empirischen Sozialforschung I und II bereits in ihrem Major Studiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft. 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. Minor http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 11 BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden I 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Kolloquialvorlesung Grundlagen statistischer Verfahren 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 12 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden I1 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen im Bereich Methoden I (einführend) & Methoden II (vertiefend) bereits in ihrem Majorstudiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 13 Musterstudienpläne – Master MA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Major Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 14 Minor1 Studienleistungen - 20 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 MA-Arbeit - 30 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 14 MA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter:www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Minor Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 10 Major1 Studienleistungen - 34 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Arbeit - 30 MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 15 Studienplanung-Vollzeit nach Musterstudienplan 2022 (Beginn im HS) 1 . Semester 2 . Semester 3 . Semester 4 . Semester 5 . Semester 6 . Semester KVL Einf . in d ie Demokrat ie- theor ien und Einf . in d ie In ternat ionale n Bez iehungen 6 KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik und Einf . in d ie Verg le ichende Pol i t ikwissen- schaf t 6 KVL 3 KVL 3 Credi ts im freiwi l l igen Bereich universi täres Engagement 2 Hauptseminar 4 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Demokrat ie- theor ie Oder Einf . in d ie In tern. Bez iehungen ( ink l . In fo rmat ions- kompetenz)* 4 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik Oder Einf . in d ie Verg l .PW ( ink l . In fo rmat ions- kompetenz)* 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Orient ierungs -gespräch Vorlesung und Übung im Bere ich Methoden I (e in führend) 4 Vorlesung und Übung im Bere ich Methoden I I (ver t ie fend) 4 KVL Grundlagen s ta t is t ischer Ver fahren 3 Hauptseminar 4 Kol loquium für BA-Arbeit 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 KVL 3 Mündl . Prüfung 5 Proseminar- arbeit 4 Proseminar- arbeit 4 Methoden- seminararbeit 4 Hauptsemi- nararbe it 6 Hauptsemi- nararbe it * (b is zur Anmeldung zum BA- Verfahren)* * 6 BA-Arbeit 25 18 Credits 22 Credits 22 Credits 17 Credits 16 Credits 30 Credits Zusätz l ich zu erbringen: Studienleis tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der KSF festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 16 Studienplanung-Vollzeit nach Musterstudienplan 2022 (Beginn im FS) 1 . Semester 2 . Semester 3 . Semester 4 . Semester 5 . Semester 6 . Semester KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik und Einf . in d ie Verg le ichende Pol i t ikwissen- schaf t 6 KVL Einf . in d ie Demokrat ie- theor ien und Einf . in d ie In ter- nat ionalen Bez iehungen 6 KVL 3 KVL 3 Credi ts im freiwi l l igen Bereich universi täres Engagement 2 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik oder Einf . in d ie Verg l . PW ( ink l . In fo rmat ions- kompetenz)* 4 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Demokrat ie- theor ien oder Einf . in d ie In ternat ionalen Bez iehungen ( ink l . In fo rmat ions- kompetenz)* 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Orient ierungs- gespräch Hauptseminar 4 Vorlesung und Übung im Bere ich Methoden I (e in führend) 4 Vorlesung und Übung im Bere ich Methoden I I (ver t ie fend) 4 KVL Grundlagen s ta t is t ischer Ver fahren 3 Kol loquium für BA-Arbeit 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 Hauptseminar 4 KVL 3 Mündl iche Prüfung 5 Proseminar- arbeit 4 Methoden- seminararbeit 4 Proseminar- arbeit 4 Hauptseminar -arbei t 6 Hauptsemi- nararbe it Major (b is zur Anmeldung zum BA- Verfahren)** 6 BA-Arbeit 25 18 Credits 22 Credits 19 Credits 20 Credits 16 Credits 30 Credits Zusätz l ich zu erbringen: Studienleis tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der Fakultät festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 17 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium 1. Semester (Herbst) 2. Semester (Frühling) 3. Semester (Herbst) 4. Semester (Frühling) 5. Semester (Herbst) 18 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen BA MA KVL Arnold: Einführung in die Schweizer Politik Di 08:15 – 10:00 KVL Trechsel: Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft Di 12:15 – 14:00 KVL Blatter: Demokratietheorien II (Vertiefung) Mo 14:15 – 16:00 KVL Schaffer: Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration Mi 10:15 – 12:00 VL Diaz-Bone: Methoden der empirischen Sozialforschung II Di 10:15 – 12:00 VL Schenk: Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte Do 10:15 – 12:00 MS Blatter / Schulz: Politikwissenschaftliches Methodenseminar I Mi 14:15 – 16:00 PS Föhn: Proseminar zur KVL «Einführung in die Schweizer Politik» Mo 12:15 – 14:00 PS Ströbele: Proseminar zur KVL «Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft» Mi 10:15 – 12:00 HS Canalejo-Molero: Culture and Politics Blockveranstaltung HS Schulz: Demokratie und Erziehung Di 16:15 – 18:00 HS Fraile-Maldonado: Gender & Politics Blockveranstaltung HS Bien: Global Governance und Internationale Organisationen Do 10:15 – 14:00 HS Wagner: Globalization and Social Sustainability Do 14:15 – 16:00 HS Schmid: Media & Politics Mo 16:15 – 18:00 HS Rieder: Policy-Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik Do 14:15 – 16:00 HS Schlenker: Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und transnational Blockveranstaltung HS Schaffer / El Kassar / Leisibach: Basisseminar Philosophy, Politics and Economics PPE I Di 14:15 – 16:00 HS Blatter / Lailach-Hennrich / Sontheim: Basisseminar Philosophy, Politics and Economics PPE II Di 14:15 – 16:00 MAS Hönig / Jansensberger: Studying Climate Change and Political Unrest (Research Designs and Methods in Quantitative Studies) Do 10:15 – 14:00 MAS Blatter / Schulz: Research Designs and Methods in Qualitative Studies Mi 16:15 – 18:00 MAS Reiljan: Fear and loathing across party lines: Affective polarization in the democratic world Blockveranstaltung MAS Jaeger: Genealogies of Global Governance Blockveranstaltung MAS Bayer: International Climate and Energy Politics Blockveranstaltung MAS Hofmane: Political Representation of Marginalized Groups Blockveranstaltung MAS Küstermann: The Politics of Technological Change Blockveranstaltung KOL Blatter: Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) Di 18:15 – 20:00 KOL Schaffer: Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) Di 18:15 – 20:00 19 Empfohlene Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Code MS Schwegler/Lobina/Amstutz: Schreibwerkstatt, Wissenschaftliches Schreiben FS231416 HS Saner: Macht und soziale Ungleicheiten im digitalen Raum FS231417 HS Hoffmann: Zitat und Zitieren FS231552 VL Speich Chassé: Die Umwelt der Schweiz – eine politische Geschichte FS241526 Legende KVL / VL Kolloquialvorlesung / Vorlesung RVG Ringvorlesung PS Proseminar HS Hauptseminar MAS Masterseminar MS Methodisches Seminar KOL Kolloquium SV Sonderveranstaltung ÖV öffentlicher Vortrag 20 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Vorlesungen Einführung in die Schweizer Politik Dozent/in: Dr. Tobias Arnold Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 08:15 - 10:00, ab 20.02.2024 FRO, 3.B58 Prüfung: Di., 28.05.2024, 08:15 - 10:00 FRO, HS 9 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Wie funktioniert das politische System der Schweiz? Was macht den Kern der Schweizer Konsensdemokratie aus? Wie trägt unser politisches System zur konkreten gesellschaftlichen Problembearbeitung bei? Diese Fragen stehen im Zentrum der Vorlesung zur Schweizer Politik. In der Vorlesung werden die Strukturen und die Prozesse des politischen Systems der Schweiz vorgestellt. Die Themen Wahlen und Abstimmungen, Parteien und Parteiensystem, Parlament, Regierung, Verwaltung, Justiz, direkte Demokratie, Föderalismus und Konkordanz werden besprochen. Weiter geht es um die politischen Entscheidungs- und Vollzugsprozesse auf den verschiedenen Staatsebenen. Diese werden anhand von Beispielen aus ausgewählten Politikfeldern (z.B. Sozialpolitik, Gesundheitspolitik oder Energiepolitik) vertieft. Schliesslich werden Herausforderungen diskutiert, welche sich der Schweizer Politik aktuell stellen. Lernziele: Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Strukturen und der Prozesse des schweizerischen politischen Systems. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Semesterwoche Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Credits) Hinweise: Studenschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tobias.arnold@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Pflichtlektüre: ‒ Linder, Wolf/Müller, Sean (2017): Schweizerische Demokratie. Institutionen, Prozesse, Perspektiven, 4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Bern: Haupt Verlag. Ausgewählte weitere Literatur: ‒ Freitag, Markus; Vatter, Adrian (2015): Wahlen und Wählerschaft in der Schweiz. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung. ‒ Knoepfel, Peter; Papadopoulos, Yannis; Sciarini, Pascal; Vatter, Adrian; Häusermann, Silja (Hrsg.) (2017): Handbuch der Schweizer Politik/Manuel de la politique suisse, Zürich. ‒ Lane, Jan Erik (Hrsg.) (2004): The Swiss labyrinth: institutions, outcomes and redesign. London: Routledge. ‒ Milic, Thomas; Rousselot, Bianca; Vatter, Adrian (2014): Handbuch der Abstimmungsforschung. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung. ‒ Mueller, Sean; Vatter Adrian (2020): Der Ständerat. Zürich: NZZ Libro ‒ Vatter, Adrian (2020): Das politische System der Schweiz. 4. vollständig aktualisierte Auflage. Baden- Baden: Nomos/UTB. ‒ Vatter, Adrian (2020): Der Bundesrat. Die Schweizer Regierung. Zürich: NZZ Libro 21 Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft Dozent/in: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 20.02.2024 FRO, HS 7 Prüfung: Di., 28.05.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 10 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Vergleiche anzustellen zwischen Staaten, Parteien und Parteisystemen, Wahlen, Institutionen, politischen Entscheidungsprozessen, sozialen Bewegungen usw. gehört zu den zentralen Anliegen der Politikwissenschaft. Aber warum vergleicht man überhaupt? Und wie konzipiert man einen wissenschaftlichen Vergleich? Der erste Teil dieser Vorlesung befasst sich mit der Rolle und dem politischen Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern: wie partizipieren sie in der Politik? Gibt es politische Kulturen und wie können wir diese verstehen? Im zweiten Teil der Vorlesung geht es um grundlegende politische Institutionen, also Wahl- und Regierungssysteme sowie deren historische Herausbildung, ihre Spielregeln und ihren Einfluss auf die Politik. Wie funktioniert die repräsentative Demokratie? Wie unterscheidet sie sich von direktdemokratischen Institutionen? Was sind politische Vetospieler? Der dritte Teil führt die Studierenden in die Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft ein, bevor der vierte Teil die intermediären Organisationen zwischen Staat und Gesellschaft genauer unter die Lupe nimmt. Hier werden Parteien, Verbände, neue soziale Bewegungen, Protestbewegungen, populistische Leader und auch die Medien und deren Rolle behandelt. Schliesslich erhalten die Studierenden einen Einblick in eine der grundlegendsten Unterscheidungen von Formen der Demokratie: der Mehrheits- und der Konsensdemokratie. Die Schweiz, die traditionell den paradigmatischen Fall von Konsensdemokratie darstellt, wird in allen Teilen der Vorlesung stark berücksichtigt werden. Diese Vorlesung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt «Vergleichende Politikwissenschaft» konzipiert. Die weiterführende Vorlesung in diesem Bereich ist auf dem Wissen der Einführungsvorlesung aufgebaut. Daher ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfung: Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung, am 28.05.2024 Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Credits) Kontakt: alexander.trechsel@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur ‒ Kriesi, Hanspeter (2007/8): Vergleichende Politikwissenschaft. Eine Einführung, Baden-Baden: Nomos. ‒ Caramani, Daniele (ed.) (2013). Comparative Politics. 3rd edition. Oxford: Oxford University Press. ‒ Newton, Kenneth und Jan W. van Deth (2010). Foundations of Comparative Politics. 2nd edition. Cambridge University Press. 22 Demokratietheorien II (Vertiefungen) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 19.02.2024 FRO, 4.B02 Prüfung: Mo., 27.05.2024, 14:15 - 16:00 FRO, HS 2 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Diese Veranstaltung ist als vertiefende Ergänzung zur Vorlesung «Einführung in die Demokratietheorien», welche jeweils im HS angeboten wird, konzipiert. Der vorhergehende Besuch der Einführungsvorlesung im HS ist deswegen sehr empfohlen, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Während in der Einführungsvorlesung im HS die liberalen und republikanischen Grundtheorien und einige zentrale Auseinandersetzungen im 20. Jahrhunderts im Zentrum standen, beschäftigt sich die vertiefende Vorlesung im FS mit folgenden Demokratietheorien: - Empirische Demokratietheorien - Kritische Demokratietheorien - Postnationale Demokratietheorien Ziel der Vorlesung(en) ist es, dass die Studierenden einen breiten Einblick in die normativen und empirischen Demokratietheorien erhalten. Die Vorlesung(en) legen damit die informatorische Grundlage für eine vertiefte Beschäftigung mit der Ideengeschichte oder mit aktuellen Herausforderungen in Seminaren und schriftlichen Arbeiten. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung, am 27.05.2024. Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Vorlesung in Deutsch / Literatur oft in englischer Sprache Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Seminarmaterialien werden auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. 23 Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 21.02.2024 FRO, 3.A05 Prüfung: Mi., 29.05.2024, 10:15 - 12:00 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Einer der zentralen Punkte der Schweizer Aussenpolitik der kommenden Jahre ist die Neuordnung der Beziehungen zur Europäischen Union (EU). Nach der Aufkündigung der Rahmenabkommen durch den Bundesrat im Mai 2021 steht die Schweiz weiterhin vor der Entscheidung über grössere Nähe oder Abschottung. Dies alles vor dem Hintergrund genereller Debatten über Sinn und Zweck politischer Integration. Die Europäische Union ist nicht nur gemeinsamer Binnenmarkt, sondern auch politischer Raum in dem verbindliche Entscheidungen getroffen werden, deren Reichweite selbst Nichtmitglieder direkt oder indirekt betrifft. Die Vorlesung soll helfen, die Europäische Union als ein besonderes politisches System zu verstehen, das sich sowohl vom Nationalstaat als auch von anderen internationalen Organisationen unterscheidet. Ein zentraler Block der Vorlesung beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie den Schweiz-EU Beziehungen und der Covid-19 Krise. Lernziele: Die Vorlesung «Europäische Integration» gibt den Studierenden einen Einstieg in die relevanten Fragen der europäischen Integration, im Speziellen mit Bezug auf die Beziehungen Schweiz - EU. Sprache: Deutsch Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung am 29.05.2024 Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Literatur ̶ Lelieveldt, Herman, and Sebastian Princen (2015) The Politics of the European Union. Cambridge: Cambridge University Press. ̶ Nugent, Neill (2010) The Government and Politics of the European Union. 7th edition. Basingstoke: Palgrave Macmillan ̶ Wallace, Helen, Mark Pollack, and Alasdair Young, eds. (2010): Policy-Making in the European Union. Oxford University Press. 24 Methodenveranstaltungen Methoden der empirischen Sozialforschung II Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 20.02.2024 FRO, 3.B58 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Vorlesung setzt die Methoden der empirischen Sozialforschung I aus dem HS 23 fort. Im FS 24 werden die Datenerhebungsmethoden Befragung und Inhaltsanalyse behandelt. Im zweiten Teil folgt eine Einführung in die Deskriptivstatistik. Voraussetzungen: Die VL Methoden der empirischen Sozialforschung I (HS 23) soll vorher erfolgreich besucht worden sein. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (2 Credits) Hinweise: Paralleler Besuch des begleitenden Tutorats Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht Literatur wird in einem Syllabus (auf OLAT) bekannt gegeben 25 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte Dozent/in: Dr. Patrick Schenk Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 22.02.2024 FRO, HS 8 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Das Metier der Sozial- und Kommunikationswissenschaften zu beschreiben ist keine einfache Aufgabe. All den unterschiedlichen Zugängen zum Trotz verbindet sie jedoch eines: die Neugierde am Menschen. Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wollen hinter verschlossene Türen blicken, wollen die verborgenen Strukturen des Zusammenlebens freilegen und die Welt althergebrachter Gewissheiten ins Wanken bringen (wenn auch nur ein bisschen). Dazu brauchen sie die richtigen Werkzeuge. Sie brauchen eine Logik und Methoden für die empirische Sozialforschung. Doch Vorsicht: Methoden sollten Sie nicht als eine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern verstehen. Empirische Sozialforschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. Ihnen den praktischen Sinn und die Kompetenzen für die empirische Sozialforschung zu vermitteln ist das Ziel dieser Vorlesung. Dazu verfolgen wir einen «bottom-up» Ansatz. Anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, besprechen wir die Stärken unterschiedlicher Forschungsansätze, ihre Annahmen, ihre Vorgehensweise, ihre Tücken. Anstatt Methoden nur als Ansammlung fester Regeln zu begreifen, sehen Sie, wie Methoden in der Forschung eingesetzt werden, was man mit ihnen machen kann, wozu sie dienen und bei welchen Fragen sie helfen. Dadurch erhalten Sie eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. Diejenigen, die sich diese Kompetenzen aneignen wollen, um ihre Neugierde über die soziale Welt zu stillen, sind herzlich eingeladen. Voraussetzungen: Es gibt keine formalen Voraussetzungen, jedoch ist es von Vorteil, wenn Sie den vorhergehenden Kurs «Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – erste Schritte» besucht haben. Sprache: Deutsch Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Benotete Prüfung in der letzten Vorlesungswoche Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (Detials siehe 'Prüfung') (2 Credits) Hinweise: Der Besuch eines der drei Tutorate ist wärmstens empfohlen. Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur ̶ Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. ̶ Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. ̶ Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 26 Politikwissenschaftliches Methodenseminar I Dozent/in: Prof. Joachim Blatter / Dr. Tobias Schulz Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 21.02.2024 FRO, 4.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In den zwei politikwissenschaftlichen Methodenseminaren (das zweite findet im HS statt) werden die wichtigsten Forschungsdesigns und Methoden der Politikwissenschaft präsentiert und angewendet. Einerseits werden damit die Erkenntnisse aus den Einführungsvorlesungen «Methoden der empirischen Sozialforschung I + II» vertieft und mit Bezug zu politikwissenschaftlichen Fragestellungen angewendet. Zum anderen werden weitere spezifisch politikwissenschaftliche Designs und Methoden präsentiert und umgesetzt. Bereits in der ersten Sitzung werden Arbeitsgruppen (à 3-4 Personen) gebildet. Deswegen ist die Anwesenheit in der ersten Woche zwingend notwendig! Alle Arbeitsgruppen gewinnen bereits in der Vorlesungszeit durch Übungsaufgaben erste Erfahrungen mit allen Methoden. Das bedeutet einen erheblichen Aufwand von mindestens acht Stunden pro Woche für dieses Herzstück der politikwissenschaftlichen Ausbildung. Jede Arbeitsgruppe schreibt im Anschluss an die beiden Seminare zu einer Methode aus dem Frühjahrs- oder aus dem Herbstsemester eine gemeinsame Methodenseminararbeit. Sie erhält dazu umfangreiche Hilfestellungen. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, schriftliche Hausaufgaben (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkte: Vergleichende Politikwissenschaft und Schweizer Politik/Politische Theorie/Internationale Beziehungen Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch und tobias.schulz@doz.unilu.ch Material: wird auf OLAT aufgeschaltet 27 Studying Climate Change and Political Unrest (Research Designs and Methods in Quantitative Studies) Dozent/in: Dr. Anna-Lena Hönig / Victoria Jansensberger Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Do., 29.02.2024, 10:15 - 14:00 FRO, 3.B55 Do., 07.03.2024, 10:15 - 14:00 Do., 21.03.2024, 10:15 - 14:00 Do., 18.04.2024, 10:15 - 14:00 Do., 02.05.2024, 10:15 - 14:00 Do., 16.05.2024, 10:15 - 14:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Siehe Termine Inhalt: The consequences of climate change, such as weather disasters, water scarcity, or food shortages, pose significant challenges for societies worldwide. Numerous examples demonstrate that these developments can increase the likelihood of societal unrest and conflicts. However, the implications of climate change are multifaceted, and conflict is a complex phenomenon. This seminar addresses under which conditions manifestations of climate change affect different forms of social conflict. It does so by introducing students to key concepts and theories in conflict research and by engaging with various sub-strands in the vibrant literature on climate change and conflict. Besides the treatment of the substantive topic, this research seminar strives to help students adequately design and develop their own research projects. It will focus in detail on a) which datasets different research articles use for measuring climate impacts and social unrest, and b) which research designs and methods they use (e.g., quantitative large-n studies with observational event datasets, survey research, comparative case studies). In doing so, the seminar repeats core topics of introductory research design courses and applies them on a specific topic. Through discussions of current research, students will critically assess scientific contributions of existing literature. Specific attention will be paid on reflecting on the advantages and disadvantages of different research designs. Exercises and intensive discussions building upon of published literature on climate change and social unrest will prepare students intensively for writing a research design paper. Since this course focuses on empirical approaches to study climate chance and societal unrest, participants should have a basic understanding of analytical research and empirical methods. Lernziele: • Students gain an overview of the most important theories and methods to understand climate change and social unrest. • They are able to critique theories and methods and apply them to various cases. • They identify the most important datasets and sources to create research designs suitable to analyze climate change and social unrest. • Students develop their own research question and answer this question in their empirical research design paper according to scientific standards. Sprache: Englisch Anmeldung: Research-Masterseminar; Open for advanced BA-students Prüfung: Active participation, Presentation (20%), Research proposal, Peer review (20%), Research design paper (60%) Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) (4 Credits) aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) mit Zusatzleistung (5 Credits, nur für Modul Hauptseminar) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: annalena.hoenig@doz.unilu.ch viktoria.jansesberger@uni-konstanz.de; anna-lena.hoenig@uni-konstanz.de Material: Available on OLAT 28 Literatur ‒ Collier, P., & Hoeffler, A. (2004). Greed and grievance in civil war. Oxford Economic Papers, 56(4), 563– 595. ‒ Petrova, K. (2021). Natural hazards, internal migration and protests in Bangladesh. Journal of Peace Research, 58(1), 33–49. ‒ Tilly, C. (2003). The politics of collective violence. Cambridge: Cambridge University Press. ‒ Von Uexkull, N., & Buhaug, H. (2021). Security implications of climate change: A decade of scientific progress. Journal of Peace Research, 58(1), 3–17. 29 Research Designs and Methods in Qualitative Studies Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Dr. Tobias Schulz Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 21.02.2024 FRO, 4.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This seminar enables students to design and conduct their own empirical research projects. It provides the necessary foundations and facilitating conditions for writing a method paper (Methodenseminararbeit), an empirical paper (Masterseminararbeit) or the master thesis (Masterarbeit). It introduces the basic elements of a research design, discusses core methods of qualitative studies (different kinds of case studies and different kinds of text analysis), and guides students step by step through the development of an empirical research paper. To that end, the lecturers will provide helpful advice for each step of a research process, including: - formulating a precise and focused research question - scrutinizing the state of the art in order to deduce hypotheses or other expectations - describing the applied method as tool for a systematic approach towards the empirical material - justifying the selection and definition of cases or empirical material - collecting/generating and analyzing/interpreting data, and - answering the research question and reflecting on the wider implications of the findings. The course will be based on text books and encourages the discussion of published articles that apply these research designs and methods. The participants will have to solve short assignments for both families of qualitative research designs. In addition, they will formulate an abstract in which they scrutinize the research design of their own individual project. Sprache: Englisch Prüfung: The students will receive 4 ECTS for the successful participation of the course and another 6 ECTS if they write a research paper afterwards. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Referat (4 Credits) Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch / tobias.schulz@doz.unilu.ch Material: All material will be provided on OLAT Literatur ‒ Blatter, J., M. Haverland und M. van Hulst (2016): Introduction. In: Blatter, J., M. Haverland und M. van Hulst (eds.): Qualitative Research in Political Science. Volume I, Los Angeles et al.: SAGE ‒ Blatter, J./M. Haverland (2014): Designing Case Studies. Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave. ‒ Blatter, J./P. Langer/C. Wagemann (2017): Qualitative Methoden in der Politikwissenschaft. Wiesbaden: VS Verlag 30 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Seminare Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Schweizer Politik» Dozent/in: Dr. des. Zora Föhn Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 12:15 - 14:00, ab 26.02.2024 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar ist als ergänzende Veranstaltung zur Vorlesung „Einführung in die Schweizer Politik“ konzipiert. Ziel ist es, die in der Vorlesung angesprochenen Aspekte thematisch zu vertiefen. Der Aufbau des Seminars richtet sich daher nach den in der Vorlesung behandelten Themen. Mittels Textlektüre bereiten sich die Teilnehmenden auf die Sitzungen vor. Im Seminar werden die Texte anhand von konkreten Fragestellungen diskutiert. Ein Schwerpunkt wird dabei auf das Verfassen von schriftlichen Arbeiten gelegt: Was sind gute Fragestellungen? Wie gehe ich vor beim Schreiben einer Arbeit? Wie zitiere ich richtig? Zu diesen und weiteren Fragen erhalten die Studierenden konkrete Hilfestellungen. Der Fokus liegt dabei stets auf Fragestellungen im Themenbereich Scheizer Politik. Voraussetzungen: Das Proseminar sollte begleitend zur Vorlesung Einführung in die Schweizer Politik besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende des Grundstudiums. 30 Teilnehmende Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme/Essay (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: zora.foehn@doz.unilu.ch Material: Unterrichtsmaterial wird auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur ̶ Linder, W. & Mueller, S. (2017). Schweizerische Demokratie. Institutionen, Prozesse, Perspektiven (4. Auflage). Bern: Haupt. 31 Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft» Dozent/in: Dr. Maarit Felicitas Ströbele Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 21.02.2024 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Proseminar bietet einerseits eine vertiefte inhaltliche und methodische Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung „Vergleichende Politikwissenschaft“ und anderseits die praktische Anwendung der bespro- chenen Ansätze. Auf den thematischen Schwerpunkten der Vorlesung aufbauend, setzen wir uns mit Originaltexten auseinander und diskutieren die empirische Herangehensweise und die kausalen Argumente der Ansätze. Der Kurs bietet damit eine Einführung in die Analyse politikwissenschaft- licher Argumente. Die Studierenden sind am Ende des Kurses fähig, die kausalen Argumente und empirische Herangehensweise grundlegender Texte der vergleichenden Politikwissenschaft zu analysieren. Mithilfe des vermittelten Wissens können die Studierenden aktuelle politische Ent- wicklungen und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen den nationalen politischen Systemen Europas der Gegenwart beschreiben und analysieren. Ziel ist es neben der Vermittlung elementarer Fachkenntnisse die Studierenden in das „vergleichende Denken“ einzuführen und wissen- schaftliche Texte zu analysieren lernen. Voraussetzungen: Dieses Seminar sollte begleitend zur Vorlesung Vergleichende Politikwissenschaft besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; Studierende des Grundstudiums werden bevorzugt. Anmeldung: Anrechenbar für den Studienschwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) bzw. Vortrag (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Vergleichende Politikwissenschaft Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet die Veranstaltung zur Recherche und Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur statt (Informationskompetenz). Die Studierenden lernen für ihr Studium die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogammen sowie die Auswahl und Bewertung relevanter wissenschaftlicher Literatur kennen. Die Veranstaltung umfasst 6h, inklusive eines vierstündigen Workshops zusätzlich zu der Lehrveranstaltung und wird in Kooperation mit den Mitarbeitenden der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Die Veranstaltung inklusive des Workshops ist Teil der Studienleistungen. Bitte im eVV unter: "Informationskompetenz für Studierende der Politikwissenschaften und PPE mit Pol-major" anmelden. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: mf.stroebele@gmail.com Maarit.Stroebele@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur ‒ Kriesi, Hanspeter (2007/8): Vergleichende Politikwissenschaft. Eine Einführung, Baden-Baden: Nomos. ‒ Caramani, Daniele (ed.) (2013). Comparative Politics. 3rd edition. Oxford: Oxford University Press. ‒ Newton, Kenneth und Jan W. van Deth (2010). Foundations of Comparative Politics. 2nd edition. Cambridge University Press. 32 Culture and Politics Dozent/in: Álvaro Canalejo-Molero, MA Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Fr., 08.03.2024, 09:15 - 17:00 INS 10, 214 Fr., 22.03.2024, 09:15 - 17:00 Fr., 19.04.2024, 09:15 - 17:00 Fr., 10.05.2024, 09:15 - 17:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: Why citizens of Eastern Germany are more likely to vote for the radical right? Why do people turn out to vote even if their likelihood of influencing the election outcome is minimal? How is it possible that support for LGBTQi+ policies increases simultaneously with support for conservative parties? Traditional political science accounts focusing on voters' rationality and institutions fall short of explanatory power to answer these and related questions. Instead, cultural explanations are gaining prominence, and the increasing availability of digitalized historical and text data has provided the ground to test them systematically. Following this trend, this course introduces students to the developing subfield of Political Culture, with a particular focus on applications in political behavior topics. The course combines a well-curated reading list with introductory lectures and seminar discussions to foster critical thinking about the role of culture in politics. Students who take this course will acquire the skills to analyze political behavior from a cultural perspective, developing original research ideas and successful designs to test them. The course is organized as a block seminar that will run during the Spring term of 2023. Each block will consist of three/four sessions concentrated on Fridays. The first block will introduce the core conceptual tools in the study of political culture, such as the concepts of social norms, group identity or cultural transmission. The second and third blocks will then delve into specific political behavior topics revisited from a cultural perspective, such as voting preferences, electoral turnout or inter-group relations. We will also investigate the interaction between political and cultural change and assess the conditions under which they may reinforce or contain each other. Finally, students will present original ideas related to the course topics and a research design to test them. Lernziele: By the end of this course, students will be able to: - (knowledge:) Approach political science topics from a cultural perspective. They will have a clear notion of the concepts of social norms, social identity, cultural origins, transmission and persistence. Moreover, they will have a clear overview of the main cultural explanations of political behavior phenomena. - (competence - critical reading:) Read scientific articles critically, and connect ideas from different fields, such as cultural sociology, historical political economy, and political behavior, in an interdisciplinary manner. - (competence - research skills:) Develop original ideas, frame them within the relevant literature, turn them into testable hypotheses, and come up with feasible research designs to test them. - (competence - writing skills:) Write critical response papers to scientific articles on political culture topics. They will also be able to organize a research design plan meeting scientific standards. - (competence - communication:) Debate in front of and with their colleagues; communicate complex concepts effectively to a broad audience. Voraussetzungen: Advanced level of English. Basic knowledge of statistics and quantitative research design is an asset but it is not required. Sprache: Englisch Prüfung: There is no written exam. The evaluation will take place via response papers to the readings, a written research proposal and an oral presentation of the proposal. To receive the credits, students are expected to fulfil the following criteria: 1. Attend all the sessions 2. Study the mandatory readings before each session 3. Participate actively during class 33 4. Write two response papers 5. Write a research proposal 6. Present their research proposal 7. Serve as discussant of one presentation Prüfungsmodus / Credits: Active participation, Presentation, Research design paper/ 4 Credits Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: alvaro.canalejo@unilu.ch Material: Available on OLAT / Individual laptop Literatur This list should be taken as orientative, since it might suffer changes before the beginning of the course: ̶ Henrich, J., Heine, S. J., & Norenzayan, A. (2010). The weirdest people in the world? Behavioral and Brain Sciences, 33 (2–3), 61–83, discussion 83–135. ̶ Jared Rubin (2020). Culture in Historical Political Economy. ̶ Henrich, J. (2015). *The Secret of Our Success: How Culture Is Driving Human Evolution, Domesticating Our Species, and Making Us Smarter*. ̶ Lena, J. C., Lizardo, O., McDonnell, T. E., Mische, A., Tavory, I., Wherry, F. F. V., & Frye, M. (2019). *Measuring culture*. Columbia University Press. ̶ Bicchieri, C. (2016). Norms in the wild: How to diagnose, measure, and change social norms. Oxford University Press. ̶ Huddy, L. (2001). From Social to Political Identity: A Critical Examination of Social Identity Theory. Political Psychology, 22(1), 127–156. https://doi.org/10.1111/0162-895X.00230 ̶ Axelrod, R. (1997). The dissemination of culture: A model with local convergence and global polarization. Journal of Conflict Resolution, 41(2), 203–226. ̶ Lowes, Sara. (2022).“Culture in Historical Political Economy”. National Bureau of Economic Research, no. w30511. ̶ Ziblatt, D., Hilbig, H., & Bischof, D. (2023). Wealth of Tongues: Why Peripheral Regions Vote for the Radical Right in Germany. American Political Science Review, 1–17. https://doi.org/10.1017/ S0003055423000862 ̶ Domènech, J., & Sánchez-Cuenca, I. (2022). The Long Shadow of Agrarian Conflict: Agrarian Inequality and Voting in Spain. British Journal of Political Science, 52(4), 1668–1688. ̶ Gerber, A. S., Green, D. P., & Larimer, C. W. (2008). Social Pressure and Voter Turnout: Evidence from a Large-Scale Field Experiment. American Political Science Review, 102(1), 33–48. https://doi.org/10.1017/S000305540808009X ̶ Doherty, D., Dowling, C. M., Gerber, A. S., & Huber, G. A. (2017). Are Voting Norms Conditional? How Electoral Context and Peer Behavior Shape the Social Returns to Voting. The Journal of Politics, 79(3), 1095–1100. https://doi.org/10.1086/691689 ̶ Levendusky, M. S. (2018). Americans, Not Partisans: Can Priming American National Identity Reduce Affective Polarization? The Journal of Politics, 80(1), 59–70. https://doi.org/10.1086/693987 ̶ Turnbull-Dugarte, S. J., & López Ortega, A. (2023). Instrumentally Inclusive: The Political Psychology of Homonationalism. American Political Science Review, 1–19. https://doi.org/10.1017/S0003055423000849 ̶ Valentim, V. (2022). Political Stigmatization and Preference Falsification: Theory and Observational Evidence (SSRN Scholarly Paper 4023263). https://doi.org/10.2139/ssrn.4023263 ̶ Dinas, E., Martínez, S., & Valentim, V. (2023). Social Norm Change, Political Symbols, and Expression of Stigmatized Preferences. The Journal of Politics. https://doi.org/10.1086/726951 ̶ Bau, N. (2021). Can Policy Change Culture? Government Pension Plans and Traditional Kinship Practices. American Economic Review, 111(6), 1880–1917. https://doi.org/10.1257/aer.20190098 ̶ Tankard, M. E., & Paluck, E. L. (2017). The effect of a Supreme Court decision regarding gay marriage on social norms and personal attitudes. Psychological Science, 28(9), 1334–1344. ̶ Gándara, N. (2023). ‘We are your pack’: Feminist Social Movements on Countering Violence Against Women ̶ Anduiza, E., & Rico, G. (2022). Sexism and the Far-Right Vote: The Individual Dynamics of Gender Backlash. American Journal of Political Science. https://doi.org/10.1111/ajps.12759 https://doi.org/10.1111/0162-895X.00230 https://doi.org/10.1017/ https://doi.org/10.1017/S000305540808009X https://doi.org/10.1086/691689 https://doi.org/10.1086/693987 https://doi.org/10.1017/S0003055423000849 https://doi.org/10.2139/ssrn.4023263 https://doi.org/10.1086/726951 https://doi.org/10.1257/aer.20190098 34 Demokratie und Erziehung Dozent/in: Dr. phil. Johannes Schulz Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 20.02.2024 FRO, 3.B52 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: In dieser Lehrveranstaltung werden die essenziellen Fragestellungen im Zusammenhang von Demokratie und Bildung in ihrer umfassenden Tragweite erörtert. Aktuelle Bemühungen zur theoretischen Verknüpfung von Demokratie und Bildung basieren auf spezifischen Konzeptionen von Konsens, rationaler Kommunikation, Bürgerdialog und sozialer Solidarität. Diese Ideale haben das Ziel, normative Prinzipien festzulegen, wie demokratische Staatsbürger*innen dazu befähigt werden können, die Fähigkeiten der öffentlichen Deliberation zu erlernen und anzuwenden. Jedoch unterliegen sie in der zeitgenössischen demokratischen Theorie einer eingehenden kritischen Prüfung. Diese kritische Perspektive artikuliert sich insbesondere in der Hinterfragung der behaupteten Inklusivität und des vermeintlichen rationalen Konsenses im Rahmen der Meinungsbildung. Stattdessen rückt sie das Denken über Differenz und Pluralismus in den Fokus und betont eine emanzipatorische Politik der Störung und des Widerstands. Durch die Verfolgung dieser divergierenden Ansätze werden den Studierenden die vielfältigen und umstrittenen Wege aufgezeigt, wie Demokratie und Bildung miteinander verknüpft werden können. Dieses Seminar verfolgt sowohl eine historische als auch eine systematische Dimension, die simultan erkundet wird. Im systematischen Kontext stehen die folgenden Fragen im Vordergrund: Welche Handlungsweisen und Dispositionen sind für eine funktionale demokratische Bürgerschaft unerlässlich, und wie erlernen wir diese? Wie erlernen Bürgerinnen und Bürger die Sensibilisierung für das Leid anderer und für ein Gefühl des Respekts für die Gleichheit aller? Wie führen historische Prozesse des Kampfes um moralische Prinzipien dazu, dass Gruppen ihre moralischen Überzeugungen verändern? Und wie können wir feststellen, dass Veränderungen in kollektiven Überzeugungen als moralische Verbesserungen und als der Erwerb echten moralischen Wissens betrachtet werden können? Durch die eingehende Auseinandersetzung mit diesen Themen erhalten die Studierenden ein umfassendes Verständnis für die komplexe Beziehung zwischen Demokratie und Bildung. Wir werden uns mit Texten zu diesen Themen aus verschiedenen Epochen beschäftigen, angefangen bei der Antike (Platon und Aristoteles), über die Neuzeit (Rousseau, Nietzsche, Arendt, Dewey) bis hin zu zeitgenössischen Autorinnen und Autoren (Amy Gutman, Elizabeth Anderson, Martha Nussbaum, Axel Honneth Paulo Freire, Jacques Rancière, Stanley Cavell und Jürgen Habermas). Voraussetzungen: Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. (Ausnahme: Freie Studienleistungen) Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat, Essay) (4 Credits) (Besuch des Seminars, wöchentliche, kurze schriftliche Kommentare, aktive Mitgestaltung der Sitzungen) Hinweise: Einige Texte werden wir in englischer Sprache lesen Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: johannes.schulz@unilu.ch 35 Gender & Politics Dozent/in: Fraile-Maldonado Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Fr., 01.03.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Sa., 02.03.2024, 09:15 - 17:00 Fr., 12.04.2024, 09:15 - 17:00 Sa., 13.04.2024, 09:15 - 17:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: This course focuses on the comparative study of women and politics and on the barriers that women face in obtaining positions of power in the political realm. Historically, politics has been a male-dominated sphere from which women have been largely excluded. The participation of women in politics however has extended over the last decades around the world. Not only women have attained the right to vote and stand for office in many countries, they have also mobilized, organized, affiliated to women’s movement, and have won offices in national, regional, and local governments. Women entering the political realm have contributed to shifting the way politics is done and the type of policies that are given priority across the world. Yet the extent to which this happens greatly vary across countries and regions around the world. What explains these differences? Why have some political systems more fruitfully integrated women into politics than others? Do men and women substantively differ in the way they understand and get involved in politics? Is there a gender gap in political engagement and ambition? Once in power, do women govern differently than men? These are just a few of the questions we will seek to answer in this course through the exploration of research on women in democratic politics. Lernziele: Familiarizing students with the study of politics from a gender perspective Learning how to apply a gender perspective to the analysis of politics and power. Critically analyze the effect of gender and stereotypes on electoral politics, policymaking and the supply and demand for candidates. Voraussetzungen: The course requires knowledge of written and spoken English Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits Active participation, Presentation, Research design paper / 4 Credits Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: marta.fraile@csic.es (https://sites.google.com/site/martafrailemaldonado/) Material: Available on OLAT 36 Global Governance und Internationale Organisationen Dozent/in: Philipp Bien Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Do., 22.02.2024, 10:15 - 14:00 FRO, 3.B55 Do., 14.03.2024, 10:15 - 14:00 Do., 28.03.2024, 10:15 - 14:00 Do., 11.04.2024, 10:15 - 14:00 Do., 25.04.2024, 10:15 - 14:00 Do., 23.05.2024, 10:15 - 14:00 Turnus: Siehe Termine Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Dieses Seminar ist eine Einführung in eine der wichtigsten Institutionen für Global Governance: Internationale Organisationen (IOs). Zentrale Fragen die in diesem Kurs beantwortet werden sollen sind beispielsweise: Warum richten Staaten und deren Regierungen solche multilateralen Organisationen ein? Wie effektiv sind diese im Erreichen ihrer selbst gegebenen Ziele? (Wie) Lassen sich ihre Entscheidungsprozesse mit demokratischen Idealen in Einklang bringen, die wir in Europa von der nationalstaatlichen Ebene kennen? Wie können wir den Vertrauensverlust, den viele Bürger*Innen und einige Regierungen gegenüber IOs zum Ausdruck bringen, erklären? Im ersten Teil des Seminars widmen wir uns den zentralen Theorien der IB und beleuchten wie diese zu IOs stehen. Im Folgenden legen wir die empirische Grundlage indem wir uns einen Überblick über die verschiedenen Arten von IOs, die heute existieren, verschaffen. Darauf aufbauend analysieren wir im zweiten Teil des Seminars die aktuellste und einflussreichste Forschung zu IOs, die uns zeigt, wie effektiv IOs in der Bereitstellung von globalen öffentlichen Gütern sind, und ob sie theoretischen und soziologischen Legitimitätsstandards genügen. Lernziele: Die Studierenden sollen einen ersten Überblick über die verschiedenen Typen Internationaler Organisationen (IOs) bekommen und nach Abschluss des Seminars auf dem neuesten Forschungsstand bezüglich deren Effektivität und Legitimität sein. Des Weiteren sollen existierende theoretische Kenntnisse der IB vertieft werden und die wissenschaftlich- empirischen Fähigkeiten gestärkt werden. Voraussetzungen: Bereitschaft zur Lektüre und aktiver mündlicher Diskussion. Sprache: Deutsch Prüfung: 1. 50% Referat 2. 50% Mündliche Mitarbeit (oder 30% mündliche Mitarbeit u. 20% eingereichte Response Paper) Prüfungsmodus / Credits: Presentation, Group work and active participation (graded) (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: philipp.bien@uni-konstanz.de Material: Wird auf OLAT publiziert Literatur ̶ Zürn, M. (2018). A theory of global governance: Authority, legitimacy, and contestation. Oxford University Press. ̶ Hooghe, L. (2017). Measuring international authority (Vol. 3). Oxford University Press. ̶ Tallberg, J., Bäckstrand, K., & Scholte, J. A. (Eds.). (2018). Legitimacy in global governance: Sources, processes, and consequences. Oxford University Press. ̶ Karns, M. P., Mingst, K. A., & Stiles, K. W. (2015). International Organizations: The Politics and Processes of Global Governance. Lynne Riener. ̶ Kellstedt, P. M., & Whitten, G. D. (2018). The fundamentals of political science research. Cambridge University Press. 37 Globalization and Social Sustainability Dozent/in: Dr. Patrick Wagner Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 22.02.2024 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Among proponents, globalization is perceived to be a powerful engine with the potential to promote growth and development. However, globalization pessimists argue that the consequences of decades of increased trade and investment flows have led to degrade socio-economic outcomes. These seminars will introduce students to the theoretical and empirical literature studying the effects of trade and foreign investment on labor and human rights (i.e., globalization optimism vs. pessimism, race to the bottom and footloose capital vs. invigorating development and positive spillovers). After the introduction to the foundational literature, we will focus on more nuanced accounts, spending time reviewing the California and Shanghai Effects, the efficacy of CSR programs, the rise of China and emerging economies in the global economy and what that means for inequality and labor and human rights both in developing and developed countries. If there is time, we will also cover trade agreements and labor (or human rights) provisions, whether they are effective, what are the determinants of their inclusion, and whether or not social provisions are simply disguised protectionism on the part of higher standard negotiating parties. Lernziele: Introduce students to the main theoretical and empirical contributions in research on the intersection between globalization (e.g., trade and foreign investment) and social sustainability outcomes (e.g., labour rights, human rights, inequality) Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active participation, short presentation, review paper (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: patrick.wagner@uni-konstanz.de Material: Research articles, will be listed on syllabus / OLAT Literatur Research articles, will be listed on syllabus / OLAT 38 Media & Politics Dozent/in: Dr. Samuel David Schmid Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 16:15 - 18:00, ab 19.02.2024 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: The purpose of this seminar is to understand the evolution of media systems in the Western world and how it relates to core aspects of democratic politics. We will trace the evolution of the media environment from the appearance of the radio to broadcast TV, to cable and satellite TV, to the internet and the spreading of new media. Against this background, we study how these developments impact voters, public opinion, political parties, and elections. Hence, the first block of the seminar discusses the historical evolution using classical texts. The second block then turns to several more specific topics regarding the relationship of media and politics, including the categorization of different media systems, media and turnout, media and political polarization, the political effects of social media platforms, mainstream media versus alternative media, fake news and misinformation, as well as the mediatization of politics more broadly. We conclude by reflecting on the future of democracy should the role of new technologies and the media continue to increase. Lernziele: At the end of this seminar, students who have taken the course and have fulfilled all requirements 1. will have familiarized themselves with the main themes, concepts, theoretical approaches, and empirical studies in media and political communication studies. 2. will be able to critically reflect these themes, concepts, theoretical approaches, and empirical studies. 3. will have improved their ability to communicate their ideas and participate in class debates. 4. will have improved their ability to read academic texts and understand research methods and empirical results. 5. will have improved their ability to write critical responses to academic texts. 6. will have improved their ability to formulate research questions and develop as well as systematically test hypotheses or evaluate arguments that provide potential answers to these questions. Voraussetzungen: This seminar is for advanced BA students (2nd semester onwards) as well as MA students (any semester). Sprache: Englisch Begrenzung: Max. 25 students Prüfung: Active participation, three sentences on each mandatory reading; presentation; one or two response papers. Prüfungsmodus / Credits: Active participation, 2 response papers, presentation (graded) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Vergleichende Politikwissenschaft/Politische Kommunikation Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: samuel.schmid@unilu.ch Material: Reading materials available on OLAT Literatur ̶ Hallin, D. C. and P. Mancini (2004). Comparing media systems: Three models of media and politics. Cambridge: Cambridge University Press. ̶ Iyengar, S. and D. R. Kinder (1987). News That Matters: Television and American Opinion. Chicago: University of Chicago Press. ̶ Lazarsfeld, P. F, B. Berelson and H. Gaudet (1944). The People's Choice: How the Voter Makes Up His Mind in a Presidential Campaign. New York: Columbia University Press. ̶ Prior, M. (2007). Post-broadcast democracy: How media choice increases inequality in political involvement and polarizes elections. Cambrige: Cambridge University Press. 39 Policy Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik Dozent/in: Dr. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 22.02.2024 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Das Seminar bietet zunächst eine kurze Einführung in die Policy-Analyse. Daraufhin werden die wichtigsten Ansätze der Policy-Analyse behandelt. Dies erfolgt mittels Vorträge der Studierenden. Behandelt werden unter anderem das Phasenmodell, der Multiple Stream Ansatz, das Advocacy Coalition Framework, die Policy Diffusion, Netzwerkansätze und weitere Konzepte. Die Studierenden erarbeiten die entsprechenden Theorien und verdeutlichen diese im Rahmen von Referaten an Themen aus der Energiepolitik der Schweiz und des Auslandes. Zu den behandelten energiepolitischen Themen zählen die Klima- und Energiestrategie der Schweiz, die Auseinandersetzung um die Kernenergie, die Förderung von Energieeffizienz, der Einsatz erneuerbarer Energien, die Akzeptanz der Energieproduktion aus Wasser, Wind, Sonne und Geothermie sowie der föderale Vollzug der Energiepolitik in der Schweiz. Die Studierenden können für ihre Beiträge auch eigene Themen vorschlagen. Als Einstieg erfolgt ein Referat durch einen Experten oder eine Expertin aus der Energieszene der Schweiz. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme/Referat/Co-Referat (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: rieder@interface-politikstudien.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur ‒ Fritz Sager, Karin Ingold und Andreas Balthasar (im Erscheinen): Policy-Analyse in der Schweiz – Besonderheiten, Theorien, Beispiele, NZZ Verlag Zürich ‒ Schubert, Klaus; Bandelow, Nils C. (Hrsg.) (2009): Lehrbuch der Politikfeldanalyse 2.0, in: Reihe (Lehr- und Handbücher der Politikwissenschaft, hrsg. von Arno Mohr). München, Wien: Oldenbourg ‒ Frank Fischer, Gerald J. Miller, Mara S. Sidney (Hrsg.) (2007): Handbook of Public Policy Analysis: Theory, Politics, and Methods, CRC Press, Boca Raton London New York 40 Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und europäisch Dozent/in: PD Dr. Andrea Schlenker Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Fr., 08.03.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B48 Sa., 09.03.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B47 Fr., 03.05.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 3.A05 Sa., 04.05.2024, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: Nicht erst seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der Corona- Pandemie ist Zusammenhalt in politischen Debatten ein beliebtes Schlagwort, auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Die Sorge um eine Verschlechterung des sozialen Miteinanders wird dabei häufig in Zusammenhang mit Migration geäußert: Einwanderung und dadurch wachsende Pluralität stünden einer Kultur des Zusammenhalts im Wege oder schwächten sie zumindest. Dabei sind die Rahmenbedingungen auf nationaler wie europäischer Ebene sehr ausdifferenziert: Während bspw. die Europäischen Union eine gemeinsame Antwort für die Flüchtlinge aus der Ukraine fand, stockt die dringende Suche nach einer gemeinsamen europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik seit Jahren. Eine vergleichende Perspektive auf normative und politische Setzungen sowie empirisch belegte Zusammenhänge ist für diese Debatten aufschlussreich. Was ist unter Zusammenhalt zu verstehen und in welchem Verhältnis steht dieses Konzept zu verwandten Begriffen wie Integration und Teilhabe, wie zu Toleranz und Solidarität? Wie ist es empirisch um Zusammenhalt in verschiedenen Ländern bestellt, wie auf europäischer Ebene? Welche Faktoren beeinflussen dessen Zu- bzw. Abnahme, welche Rolle spielen Migrationsprozesse? Welchen Einfluss haben insbesondere politische Setzungen im Umgang mit Einwanderung und kultureller bzw. religiöser Diversität? Verstanden als belastbare soziale Beziehungen, positive emotionale Verbundenheit mit dem Gemeinwesen und Gemeinwohlorientierung umfasst gesellschaftlicher Zusammenhalt mehrere Dimensionen und lässt sich auf mehreren Ebenen analysieren. Diese werden wir im Seminar eingehend diskutieren und verschiedene Zusammenhänge auf nationaler wie europäischer Ebene empirisch vergleichend betrachten. Lernziele: Ziel des Kurses ist, normative und politische Setzungen sowie empirische Befunde in Debatten über den Zusammenhang von Migration, Flucht und gesellschaftlichem Zusammenhalt kritisch zu hinterfragen und einzuordnen. Teilnehmende lernen die wichtigsten theoretischen Konzepte, Analysedimensionen und Rahmenbedingungen von gesellschaftlichem Zusammenhalt, Integration und Teilhabe kennen. Sie können zentrale Zusammenhänge und Spannungen in diesem Themenfeld benennen, an konkreten Beispielen vor allem in europäischen Ländern veranschaulichen und kritisch diskutieren. Voraussetzungen: Vorkenntnisse in den Bereichen Politische Theorie, Methoden und Vergleichende Politikwissenschaft sind erwünscht. Sprache: Deutsch Anmeldung: Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfung: Regelmäßige Vorbereitung der Lektüre, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Referat / 4 Credits Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie / Vergleichende Politikwissenschaft Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: Andrea.Schlenker@caritas.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 41 Fear and loathing across party lines: Affective polarization in the democratic world Dozent/in: Andres Reiljan, M.A. Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Fr., 15.03.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Terminierung 2: Sa., 16.03.2024, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B57 Terminierung 3: Fr., 19.04.2024, 09:15 - 17:00 INS 10, 220 Terminierung 4: Sa., 20.04.2024, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: «Polarization» is a buzzword that we can often hear when following news about politics. There appears to be a general feeling that politics is becoming more polarized and this is usually perceived as a problematic tendency. This course will dive deep into the world of polarization, and it does so from a novel perspective: instead of the classic approach that focuses on divergence in ideological (e.g. left-right) positions, we will be looking at polarization in people’s feelings towards political parties and fellow citizens who hold different views. This refers to a phenomenon called affective polarization - broadly defined as mutual antipathy between different political camps in society - which has been gaining increasing attention over the last decade. The course will predominantly consist of interactive seminars, where we will discuss state-of-the art academic literature, news media stories, latest data and students’ own observations that concern affective polarization. The emphasis is on applying scientific approaches to understand the developments in the actual world. Thus, in every seminar, real world examples from contemporary politics are discussed. Together, we will try to answer questions such as: What is affective polarization and why does it matter? How to measure and compare it across countries? Which countries are the most and the least affectively polarized? What causes polarization in people’s feelings towards parties and fellow citizens? Is polarization necessarily a bad thing: What are the potential consequences of affective polarization and is it a threat to democracy? How can we reduce affective polarization, and do we even want to do it? By the end of the course, the students will have gained a much deeper understanding of the elusive and often vaguely used concept of polarization. Lernziele: Upon successful completion of the course, a student can: - Distinguish between different types of political polarization and comprehend the main theories regarding the origins and consequences of affective polarization - Critically assess and analyze empirical studies on affective polarization, demonstrating an understanding of various theoretical frameworks, research designs and methods, used in political science research. - Apply the insights from academic sources to better understand the events unfolding in the contemporary world. - Engage in informed and constructive classroom discussions on topics related to affective polarization. - Design an independent empirical research project related to affective polarization, including outlining a research puzzle, formulating a research question, raising hypotheses based on relevant literature and selecting appropriate methods to empirically test the hypotheses. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: andres.reiljan@gmail.com Literatur To be communicated prior to the seminar 42 Genealogies of Global Governance Dozent/in: Prof. Dr. Hans-Martin Jaeger Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Fr., 26.04.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Sa., 27.04.2024, 09:15 - 17:00 Fr., 03.05.2024, 09:15 - 17:00 Sa., 04.05.2024, 09:15 - 17:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: «Humanity does not progress from combat to combat until it arrives at universal reciprocity, where the rule of law finally replaces warfare; humanity installs each of its violences in a system of rules and thus proceeds from domination to domination.» (Foucault 1977) Global governance emerged as an academic and policy discourse in the 1990s to apprehend and advance what appeared to be new mechanisms of collective rule-making and regulation in security, economic, ecological, development, human rights and other issues transcending the authority of sovereign states in an era of globalization. More recently, both the possibility and the desirability of global governance have come into question due to the ostensible return of geopolitics and backlash against globalization. While both advocates and critics of global governance have looked to the history of international relations in support of their positions, the premise of this course is that both endorsements and critiques of global governance can benefit from critical historical investigations going beyond assumptions of the teleological fulfillment of hopes for peaceful international cooperation, or of structural determination by the putatively perpetual verities of power politics or capital accumulation. To this end, the course will engage with critical histories («genealogies») of global governance centered on questions of Eurocentric world order and civilizational difference, implications of liberalism (and neoliberalism) with colonialism and empire, academic knowledge and racial imaginaries, and anti-colonialism and/as postcolonial cosmopolitanism among others. Based on an initial clarification of the critical orientation of a genealogical approach as well as a consideration of standard historical accounts of global governance, we will discuss selected examples of genealogical scholarship on global governance (broadly understood in terms of analytical intent and thematic scope, rather than necessarily phrased in these terms) at the intersection of intellectual history, international relations, and political theory. Sprache: Englisch Prüfung: Class participation, class presentation, short review essay Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Credits) Hinweise: Keywords: Global governance, historical international relations, genealogy Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: hans-martin_jaeger@carleton.ca Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur See course syllabus (OLAT) 43 International Climate and Energy Politics Dozent/in: Dr. Patrick Bayer Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Mi., 05.06.2024, 09:15 - 17:00 INS 10, 220 Do., 06.06.2024, 09:15 - 17:00 Fr., 07.06.2024, 09:15 - 17:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: Despite overwhelming scientific evidence for the need to decarbonise our economies to meet the Paris Agreement’s 1.5°C temperature target and a proliferation of “net zero” targets, hardly any country is on track to meet these commitments. Countries moreover differ vastly in their climate and energy policy choice, be it in terms of promoting renewables, phasing out coal, relying on transition fuels, such as gas, or clinging on to nuclear power as a carbon-free alternative. This class asks why these differences are so persistent and turns to differences in political systems, institutions, and political incentives for explanations. The first day of the block course teaches theoretical foundations derived from theories of political science, political economy, and international relations to help us assess and understand differences in climate and energy politics around the world. The second day will apply these insights to some of the most pressing issues in international climate and energy politics, such as: Why are international climate negotiations so difficult? Why do some countries embrace renewable energy, while others continue to invest in fossil fuels? Why are trillions each year spent on subsidising the fossil fuel industry despite the need to decarbonise our economies? What has oil to do with war? How can states weaponize energy resources in geopolitics? And, why does every second household in sub-Saharan Africa lack access to even basic lighting while industrialised states use more power than ever before? On the third day, we will use the developed knowledge in a simulation exercise in which students will role play country delegations to negotiate an agreement on the global phase-out of fossil fuels. This interactive group activity will zero in on the importance of interests, power, and questions of climate justice. Lernziele: Upon completion of the course students will be able to: • demonstrate an understanding of key political, economic, and environmental aspects of international climate and energy politics; • critically apply appropriate theories and concepts to interpret and explain the complex interactions between climate change, energy transitions, and international relations; • examine the role of interests, power and justice within international climate and energy politics; • synthesise arguments and evidence from diverse and reliable sources when composing their own reasoned arguments; • evaluate whether and how climate change and the global energy transition may transform specific aspects of international relations and interactions between states. Sprache: Englisch Prüfung: Reading summaries (due before the course); active participation during class; brief reflective report as debrief of classroom simulation. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: patrick.bayer@glasgow.ac.uk patrick.bayer@doz.unilu.ch 44 Political Representation of Marginalized Groups Dozent/in: Ieva Hofmane Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Fr., 12.04.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Sa., 13.04.2024, 09:15 - 15:30 Fr., 26.04.2024, 09:15 - 16:00 Sa., 27.04.2024, 09:15 - 16:30 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: One of the fundamental perspectives on representative democracy posits that parliaments should aim to mirror the diversity of society and work for the benefit of all. However, not all social groups have equal access to political representation. This seminar is designed to introduce you to the concepts, frameworks and approached used to study political representation of marginalized groups. In each session, we will combine lectures with discussions, making it essential for you to fully engage with the assigned readings before our class meetings. The instructor will lead the first half by providing you with substantive background information. In the second part of our sessions, we will follow the flipped classroom approach and shift our focus to addressing substantive or technical questions that you may have about the assigned readings. Our sessions are a safe space where every question is valuable and welcomed. Day 1: 1. Introduction In our first session, we will embark on a journey to explore marginalized group political representation 2. Descriptive and Substantive Representation In our second session, we will cover the concepts of descriptive and substantive representation to gain a clear understanding of what they entail and how they differ from each other. Drawing insights from the assigned readings, we will undertake two primary objectives. First, we will delve into the methodologies used to quantify and evaluate the extent of descriptive representation. Second, we will examine how substantive representation becomes apparent through political behaviour (e.g., legislative actions and speeches) and gain a deeper understanding of how to assess substantive representation (e.g., policy outcomes and constituency satisfaction). 3. Linking Descriptive and Substantive Representation In our third session, we will focus on the intricate interplay between descriptive and substantive representation. We will explore whether an increase in descriptive representation of marginalized groups translates into improved substantive representation, or if the relationship operates in the opposite direction. 4. The Role of Electoral Systems In our fourth session, we will explore how the different types of electoral systems (Majoritarian vs. Proportional systems), can either enhance or impede marginalized group representation in democratic processes. Our discussions will encompass how electoral systems impact the inclusivity of voters and candidates from marginalized groups, ultimately shaping the diversity within national parliaments. Day 2: 5. Demand-Side Explanations During our fifth session, we will delve into the demand-side explanations for the underrepresentation of marginalized groups. Our primary focus will be on understanding the role of voter attitudes, including biases and stereotypes against candidates from marginalized groups, and how they influence voting behaviour, e.g., preference voting patterns. 6. Supply-Side Explanations In our sixth session, we will explore the supply-side explanations for marginalized group underrepresentation. Our primary emphasis will be on understanding the pivotal role that political parties play in the recruitment and selection of candidates. 7. Workshop: Designing Your Research Proposal Session 7 will be a multifaceted session, divided into three parts. First, building upon the content covered in Sessions 1-6, we will construct a systematic overview of how we can study descriptive and substantive 45 representation of marginalized groups using either demand- or supply-side explanations. In the second half of the session, we will embark on a "do it yourself" activity. You will be organized into groups and assigned to study one marginalized group. You will collaboratively devise a short research plan, which should include a rationale for focusing on either descriptive or substantive representation, the proposed research case (single-country or comparative), and whether your analysis will prioritize demand-side or supply-side explanations. The group work will allow you to learn from your peers and seek guidance from the instructor. In the third part, you will present a 1-2 minute pitch of your group work. The workshop serves as a trial run for preparing your own research proposals and presenting them to the class on Day 4. Day 3: 8. Exploring Intersectionality in Political Representation Session 8 focuses on introducing the participants to the concept of intersectionality, i.e., belonging to multiple identity groups simultaneously. Our objective is to understand how intersecting identities relate to overlapping disadvantages in the pursuit of representation. 9. Reforming Representation: Affirmative Actions and Quotas In session 9, we will explore the policy mechanisms aimed at addressing discrimination and promoting inclusiveness of marginalized groups in politics. Our discussions, guided by the assigned readings, will centre on two specific mechanisms: affirmative actions and quotas. 10. Future Trends and Possibilities Session 10 focuses on discussing the potential of technology, social media, and digital participation tools (e.g., online voting) to reshape political engagement within marginalized groups. Guided by insights from our assigned readings, we will seek to establish a link between online activism and its “offline” impact. This session offers a platform for students to discuss utopian and dystopian future scenarios of marginalized group representation. 11. Seminar Recap and Main Takeaways In Session 11, we will consolidate the knowledge you have acquired throughout the seminar. The first half of the session will involve an interactive review, whereas the other half of the session will be dedicated to a Q&A session. Day 4: 12. – 14. Student Presentations During Day 4, each student will present their research proposal and provide constructive feedback to a fellow student (15 minutes presentation and 15 minutes of feedback – exact timings will vary depending on the number of participants in the seminar). Lernziele: Upon successful completion of the seminar, you will be able to: • Define the fundamental concepts within the field of political representation studies; • Recognize the key theoretical frameworks employed in the study of political representation of marginalized groups; • Compare and contrast the different approaches used in researching political representation of marginalized groups; • Collaborate with your peers to develop research ideas in a group setting; • Apply the acquired knowledge to design your own research proposal for studying political representation of a marginalized group; • Critically evaluate a fellow student's research proposal and provide constructive feedback; • Deliver a concise presentation to effectively communicate your research proposal to peers and the instructor. Voraussetzungen: Knowledge of English Sprache: Englisch Prüfung: No exam / Research proposal (65% 1500-2000 words), Written feedback to a fellow student about their research proposal (15%), Presentation of the research proposal (20%) Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: ieva.hofmane@eui.eu Material: To be communicated a month prior to the seminar Literatur To be communicated a month prior to the seminar 46 The Politics of Technological Change Dozent/in: Leon David Küstermann Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 28.02.2024, 12:15 - 14:00 FRO, 4.B55 Termine: Fr., 17.05.2024, 09:15 - 17:00 INS 10, 220 Sa., 18.05.2024, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B47 Fr., 24.05.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 2 Sa., 25.05.2024, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: Technological change, including rapid advances in artificial intelligence, is one of the major societal challenges of the 21st century as it affects jobs, inequalities, and the stability of democracies. Luckily, technological change and its consequences are no deterministic force we can only observe but they depend on institutions, political decisions, and (international) cooperation. Therefore, the course aims to provide an overview of how political science can contribute to managing this societal challenge in an inclusive and just manner. The first half of the course is dedicated to understanding the nature of technological change and its consequences. It will provide an overview of key theories about who benefits from and who is threatened by technological change. An important focus will be discussing how the advancement of technologies has been central to the development of gender inequalities and family relations over the last decades. Furthermore, it will cover how technological change shapes the political behavior of voters and can undermine the stability of democracies. The second half of the course will be devoted to discussing how the direction and distributional consequences of technological change are shaped by institutions and policies. Here, the course is designed to highlight how topical policy debates about technological change can be informed by classical themes in political science, such as the power struggles between capital and labor and collective action problems. Lernziele: - Developing an understanding of technological change and its consequences from a multi-disciplinary perspective - Linking policy debates about technological change to classical themes in political science (e.g., collective action problems) - Understanding the gender dimension in an academic debate with a historical bias towards a "male-breadwinner" model of the political economy - Understanding the relative strengths of quantitative behavioral and qualitative institutional research Sprache: Englisch Prüfung: Student presentation + Essay Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Credits) Kontakt: leondavid.kuestermann@eui.eu Literatur Key readings (selection): ̶ Acemoglu, D., & Johnson, S. (2023). Power and progress: Our thousand-year struggle over technology and prosperity. Public Affairs. ̶ Alesina, A., Giuliano, P., & Nunn, N. (2013). On the Origins of Gender Roles: Women and the Plough. The Quarterly Journal of Economics, 128(2), 469–530. ̶ Gallego, A., & Kurer, T. (2022). Automation, Digitalization, and Artificial Intelligence in the Workplace: Implications for Political Behavior. Annual Review of Political Science, pp 463-484 ̶ Gingrich, J. (2019). Did State Responses to Automation Matter for Voters? Research & Politics, 6(1). ̶ Ibsen, C. L., & Thelen, K. (2017). Diverging Solidarity: Labor Strategies in the New Knowledge Economy. World Politics, 69(3), 409–447. 47 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Sonderveranstaltungen Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 20.02.2024 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierenden präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonin oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars oder externe Gäste ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit dem Dozenten und den Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: Keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) (2 Credits) Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 48 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 20.02.2024 FRO, 3.B52 Di., 19.03.2024, 18:15 - 20:00 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierenden, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonin oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: Keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) (2 Credits) Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 49 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung II', Gruppe 1 Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone/ Vanessa Leutner Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 22.02.2024 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Besuch der Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung II" sowie vorbereitende Bearbeitung der Aufgaben und aktive Mitarbeit im Tutorat. Sprache: Deutsch Begrenzung: Um eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer/innen auf die einzelnen Tutoratsgruppen zu erreichen, ist die Zahl der Teilnehmer/innen pro Tutoratsgruppe auf 15 Personen beschränkt. Eine allfällige Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Credits) Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht. 50 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung II', Gruppe 2 Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone/ Vanessa Leutner Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 16:15 - 18:00, ab 22.02.2024 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Besuch der Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung II" sowie vorbereitende Bearbeitung der Aufgaben und aktive Mitarbeit im Tutorat. Sprache: Deutsch Begrenzung: Um eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer/innen auf die einzelnen Tutoratsgruppen zu erreichen, ist die Zahl der Teilnehmer/innen pro Tutoratsgruppe auf 15 Personen beschränkt. Eine allfällige Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Credits) Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht. 51 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gruppe 1 + 2 Dozent/in: Dr. Patrick Schenk / TutorIn Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 12:15 - 14:00, ab 22.02.2024 FRO, 3.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Deshalb sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Credits) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur ̶ Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. ̶ Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. ̶ Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 52 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gruppe 3 + 4 Dozent/in: Dr. Patrick Schenk / TutorIn Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 22.02.2024 FRO, HS 2 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Deshalb sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Credits) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur ̶ Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. ̶ Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. ̶ Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 53 Data Mining for Political and Social Sciences using R Dozent/in: Dr. Andrea De Angelis Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Master Termine: Fr., 22.03.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Sa. 23.03.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Fr., 26.04.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Sa. 27.04.2024, 09:15 - 16:00 FRO, HS 14 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: Data analysis increasingly involves mining data from the Internet and handling big datasets. However, students often lack the knowledge and experience required to take full advantage of the Internet and social media's data opportunities. This course guides the students to move their first steps into data mining. The course offers case studies and exercises in a friendly class environment. Students will learn (by doing) how to collect and handle web data in their future work. The course covers the primary skills required to access web data confidently. The course is structured in three blocks: 1. An introductory block covers the essential knowledge for working with big data (notions of R programming, developing reproducible code, reporting in automated notebooks, version control, and Git/GitHub; secondary datasets for social science research & MySQL). 2. A data access block focuses on web scraping and related tools (introduction to regular expressions, HTML language, XML, and JSON data structures). 3. A third block introduces more advanced data access concepts, such as API interaction, and allows students to practice with live coding sessions in class. Check out the syllabus and the OLAT page of the course for more detail. Lernziele: By the end of the course, active participants will: 1. gain proficiency in data analysis, learning to analyze data efficiently and reproducibly. [Data analysis] 2. understand and critically re-assess data-related issues arising in applied research problems with big data. [Data literacy] 3. learn how to develop and debug complex code throughout the data analysis cycle (mining, tidying, analyzing, reporting). [Programming and statistical skills] 4. develop feasible big data research designs. [Research and analytical skills] Voraussetzungen: An intrinsic motivation to learn Sprache: Englisch Anmeldung: Masterstudierende Prüfung: Active participation and final capstone project Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Credits) Hinweise: Priority for LUMACSS students. In case of too many registrations by other disciplines, a draw will be made to decide who may remain in the course. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: andrea.deangelis@unilu.ch / deangelis@ipz.uzh.ch Literatur ̶ QSS: Imai, K. (2017). Quantitative Social Science: An Introduction. Princeton: Princeton University Press. ̶ R4DS: Wickham, H., and G. Grolemund (2014). R for Data Science. O’Reilly Media. The book is also freely available online: https://r4ds.had.co.nz/. ̶ ADCR: Munzert et al. (2014). Automated Data Collection with R: A Practical Guide to Web Scraping and Text Mining. London: Wiley & Sons. mailto:andrea.deangelis@unilu.ch https://r4ds.had.co.nz/ 54 Introduction to Python Dozent/in: Jonathan Bright Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Master Termine: Fr., 19.04.2024, 08:15 - 17:00 FRO, HS 12 Sa., 20.04.2024, 08:15 - 15:30 FRO, 4.B51 Fr., 03.05.2024, 08:15 - 17:00 Zoom Sa., 04.05.2024, 08:15 - 17:00 Zoom Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: There is a revolution going on in the social sciences: the rise of computational social science! Huge new sources of data on social behaviour are being combined with new analytical techniques to change the fundaments of how social science takes place. This class is aimed at social scientists who want to learn the basics of one of the key skills in the computational social science toolkit: the python programming language. The class is aimed at complete beginners with no previous programming experience (but with an interest to learn!). During the class, we will learn the fundamentals of the Python programming language, looking at (for example) how to control the flow of code with loops and conditional statements, how to handle input and output to files, how to write functions, and more. The class is intended as a foundational course which will enable those completing it to go on to learn other applied methods which require Python, especially the social media data mining class which is to be held in the Spring term. Those who already have a background in Python may wish to skip this course and take the one on data mining. Sprache: Englisch Prüfung: no exam / active participation/ 4 Credits Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Textlektüre) (4 Credits) Hinweise: Priority for LUMACSS students. In case of too many registrations by other disciplines, a draw will be made to decide who may remain in the course. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: jbright@turing.ac.uk 55 Politikwissenschaftliches Semianr - Lehrveranstaltungen im Frühjahrssemester 2024 Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 08:15 - 10:00 Einführung in die Schweizer Politik Arnold / Kolloquialvorlesung 10:15 - 12:00 Methoden der empirischen Sozialforschung II )* Diaz-Bone / Vorlesung Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration Schaffer / Kolloquialvorlesung Proseminar zur Vorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissensch aft Ströbele / Proseminar Studying Climate Change and Political Unrest (Research Design and Methods in Quantitative Studies) )** Hönig / Jansensberger / Masterseminar Global Governance und Internationale Organisationen )** Bien / Hauptseminar Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte )* Schenk / Vorlesung 12:15 - 14:00 Proseminar zur Vorlesung Einführung in die Schweizer Politik Föhn Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft Trechsel / Kolloquialvorlesung Tutorat zu Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte Gr. 1 + 2 / Schenk 14:15 - 16:00 Demokratietheorien II (Vertiefungen) Blatter / Kolloquialvorlesung Basisseminar PPE I El Kassar / Schaffer / Leisibach Basisseminar PPE II Blatter / Lailach- Hennrich / Sontheim Politikwissenschaftliches Methodenseminar I Blatter / T.Schulz Globalization and Social Sustainability Wagner / Hauptseminar Policy-Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik Rieder / Hauptseminar Tutorat zu Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikations wissenschaften – nächste Schritte Gr. 3 + 4 / Schenk Tutorat zu Methoden der empirischen Sozialforschun g II Gr. 1 / Diaz-Bone 16:15 - 18:00 Media & Politics Schmid / Hauptseminar Demokratie und Erziehung J. Schulz / Hauptseminar Research Designs and Methods in Qualitative Studies Blatter / T. Schulz / Master-Research-Seminar Tutorat zu Methoden der empirischen Sozialforschung II Gr. 2 / Diaz-Bone 18:15 - 20:00 Kolloquium für BA- und MA- Abschlussarbeite n (qualitativ, theoretische Arbeit) Blatter Kolloquium für BA- und MA- Abschlussarbeite n (quantitative Arbeit) Schaffer )* Vorlesung «Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – nächste Schritte» ist äquivalent zu Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung II» )** Masterseminar «Studying Climate Change and Political Unrest (Research Design and Methods in Quantitative Studies) alternierend mit Hauptseminar «Global Governance und Internationale Organisationen» 56 Blockveranstaltungen im Frühjahrssemester 2024 Veranstaltungen Dozierende Wochentage, Datum Uhrzeit von bis Räume Culture and Politics Hauptseminar Canalejo-Molero Einführung Mi, 28.02.2024 Block I: 08.03.2024 Block II: 22.03.2024 Block III: 19.04.2024 Block IV: 10.05.2024 12:00 09:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17.00 15:30 17.00 15:30 4.B55 INS 10, 214 INS 10, 214 INS 10, 214 INS 10, 214 Gender and Politics Hauptseminar Fraile Maldonado Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 01.03. / 02.03.2024 Block II: 12.04. / 13.04.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 4.B55 4.B54 4.B54 Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und europäisch Hauptseminar Schlenker Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 08.03. / 09.03.2024 Block II: 03.05. / 04.05.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 15:30 4.B55 3.B48 / 3.B47 4.A05 / 3.B57 International Climate and Energy Politics Masterseminar Bayer Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 05.06.2024 Block II: 06.06.2024 Block III: 07.06.2024 12:00 09:15 09:15 09:15 14:00 17.00 17:00 17.00 4.B55 INS 10, 220 INS 10, 220 INS 10, 220 Political Representation of Marginalized Groups Masterseminar Hofmane (EUI) Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 12.04. / 13.04.2024 Block II: 26.04. / 27.04.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 4.B55 3.B52 3.B52 Genealogies of Global Governance Masterseminar Jaeger Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 26.04. / 27.04. 2024 Block II: 03.05. / 04.05.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 4.B55 4.B02 4.B02 The Politics of Technological Change Masterseminar Küstermann (EUI) Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 17.05. / 18.05.2024 Block II: 24.05. / 25.05.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 4.B55 INS10, 220 / 3.B47 HS 2 / 3.B57 Fear and loathing across party lines: Affective polarization in the democratic world Masterseminar Reiljan (EUI) Einführung: Mi, 28.02.2024 Block I: 15.03. / 16.03.2024 Block II: 19.04. / 20.04.2024 12:00 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 4.B55 HS 14 / 3.B57 INS10, 220 / 3.B57 71 Semesterdaten Frühjahrssemester 2024 TAG DATUM ANLASS Mo-Fr 05.02. - 01.03.2024 Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Mo 19.02.2024 Beginn der Lehrveranstaltungen Fr 15.03.2024 Diplomfeier KSF Fr-So 29.03.-07.04.2024 Osterpause: vorlesungsfrei (Vorlesungen bis Do 28.03.) Do 09.05.2024 Christi Himmelfahrt: vorlesungsfrei Mo 20.05.2024 Pfingstmontag: vorlesungsfrei Do 30.05.2024 Fronleichnam (kantonaler Feiertag: vorlesungsfrei) Fr 31.05.2024 Ende der Lehrveranstaltungen 56 72 0 73 www.unilu.ch/vv www.unilu.ch/polsem Der Studiengang Politikwissenschaft Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Empfohlene Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Vorlesungen

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    Erstellungsdatum: 22.10.2025

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    Fiskal– und Geldpolitik im Spannungsfeld stabilitätsorientierter Wirtschaftspolitik

    C. Prescott, 1977. Rules Rather Than Discretion: The Incon- sistency of Optimal Plans. Journal of

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    Erstellungsdatum: 14.09.2018

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    KSF

    KSF 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA 12 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 15 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 17 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2024 36 4 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Sandra Bärnreuther, Ass.-Prof. Dr. phil., sandra.baernreuther@unilu.ch (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A31 Studienberatung: Tobias Schwörer, Dr., tobias.schwoerer@unilu.ch Fachstudienberater und Mobilitätsverantwortlicher Tel. ++41 (0)41 229 55 73 Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:sandra.baernreuther@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch 5 Informationen 1. Abschlüsse Master Enya Weibel: Sexualaufklärungsunterricht an Deutschschweizer Schulen: Chancen und Herausforderungen der ganzheitlichen Sexualaufklärung des Vereins «Achtung Liebe». Tobias Schwörer und Sandra Bärnreuther Bachelor Paula Benz: Periodenarmut in der Schweiz: Eine Analyse über Ursachen, Massnahmen und Auswirkungen. Sandra Bärnreuther Michael Bieri: Schamanismus in modernen westlichen Gesellschaften und die Frage der Legitimation. Tobias Schwörer Lea Frey: Containern in Luzern: Eine Feldforschung zwischen Lebensmittelabfall und Widerständigkeit. Sandra Bärnreuther Olivia Hodel: Leben mit Demenz: Auswirkungen auf personhood und Subjektivität. Sandra Bärnreuther Maria Papathanasopoulou: Anhaltende Identitätskrise in Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo: Die Grammatik der Zugehörigkeit am Beispiel des Volks der Banyamulenge. Tobias Schwörer Felix Schäfer: Im Dialog: Skizze einer dialogischen Ethnologie. Tobias Schwörer Flavia Schnyder: Ethnologie der Geburt – eine Gegenüberstellung von feministischen Perspektiven. Sandra Bärnreuther Samira Sivanathan: Die Rolle der Frau im Kula: Der Einfluss der Frau bei Austauschsystem auf den Trobriand- Inseln. Tobias Schwörer Rahel von Rotz: Genderspezifische Fluchterfahrungen: Eine Untersuchung der Wechselbeziehung von Flucht und Gender. Sandra Bärnreuther Claudia Zehnder: Die soziale Konstruktion von ADHS und ihr Einfluss auf betroffene Individuen in der Schweiz. Sandra Bärnreuther 2. Latest Publications Bärnreuther, Sandra 2023 Disrupting Healthcare? Entrepreneurship as an “innovative” financing mechanism in India’s primary care sector. Social Science and Medicine 319:115214. https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2022.115314 Dousset, Laurent 2024 “Les origines des sociétés à grades”. In M. Durand, M. Stern & E. Wittersheim (eds), Le Vanuatu dans tous ses états. Recherches et débats en anthropologie. Paris: Inalco press, pp. 101–132. Schwörer, Tobias 2023 “Large-Scale Land Transformations and Changing Sociality among the Wampar in Papua New Guinea.” Anthropological Forum, August, 1–17. https://doi.org/10.1080/00664677.2023.2247174. Banks, Glenn, and Tobias Schwörer 2023 “Mining-Induced In-Migration in Papua New Guinea.” In G. C. Guzmán, M. Himley & D. Brereton (eds), Mining, Mobility, and Social Change in the Global South, London: Routledge, pp. 145–164. https://doi.org/10.4324/9781003313236-11. https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2022.115314 https://doi.org/10.1080/00664677.2023.2247174 https://doi.org/10.4324/9781003313236-11 6 3. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS- Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 4. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Das Ethnologische Seminar unterhält eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern - vernetzt“), zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! https://www.facebook.com/groups/344041575650281 5. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr wird jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informationskompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz ist für alle Studierenden verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist ein Abschluss des BA-Studiums nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. 6. News Prof. Dr. Laurent Dousset, geboren 1965, ist per 18. März 2024 zum Honorarprofessor für Ethnologie ernannt worden. Er studierte Soziologie mit Schwerpunkt Sozialanthropologie und Ethnologie an der Sorbonne Universität in Paris. 1999 erlangte er den PhD an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris, 2014 habilitierte er an der Universität Strasbourg. Seit 2022 ist Laurent Dousset als Lehrbeauftragter am Ethnologischen Seminar der Universität Luzern tätig. Zuvor leitete er viele Jahre das Centre de Recherche et de Documentation sur l'Océanie (CREDO) in Marseille und war von 2015 bis 2022 Professor und Studienleiter an der EHESS in Paris. Er fungiert als Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Ozeanien (ESfO) sowie des Australian Institute for Aboriginal and Torres Strait Islander Studies (AIATSIS). 2016 wurde er zum Assoziierten Honorarprofessor an der Australian National University (ANU) ernannt. Doussets Forschungsschwerpunkte liegen in der Ethnographie des Pazifik, insbesondere der Erforschung australischer Aborigines. Das Forschungsprojekt «Big Data for Precise Interventions: Data-driven Development in India and Kenya» wurde vom Schweizer Nationalfond bewilligt (2024-2028). Ass.-Prof. Dr. Sandra Bärnreuther und Nicole Ahoya werden untersuchen, wie Daten zunehmend zur Planung und Durchführung von Entwicklungsinterventionen verwendet werden. Datengesteuerte Methoden und Technologien sollen einerseits weiterhin dazu beitragen, Entwicklungsresultate zu messen und auf globaler Ebene zu vergleichen; andererseits sollen mithilfe von Daten nun auch «präzise» Interventionen auf lokaler Ebene ermöglicht werden. Im Gegensatz zu bisherigen Top-down- Ansätzen und Einheitslösungen verspricht datenbasierte Entwicklungspolitik eine Anpassung an lokale Bedürfnisse. Jedoch werfen verschiedenartige Dateninfrastrukturen kritische Fragen hinsichtlich der global ungleichen Verfügbarkeit von Daten auf. Im Rahmen der Studie wird auch untersucht, wie die zunehmenden Bemühungen staatlicher und privater Akteure (z. B. globale Technologieunternehmen, Datenanalysefirmen oder Entwicklungsberatungsfirmen), diese Datenlücken zu schliessen, sich auf neue Regierungsweisen, öffentlich- private Beziehungen und Süd-Süd-Zusammenarbeit auswirken. Nicht zuletzt analysieren die beteiligten Forschenden die sozialen Auswirkungen von datengesteuerten Entwicklungsansätzen, zum Beispiel welche Arten von Interventionen und Zielgruppen durch diese Praktiken entstehen und was für mögliche Formen der Exklusion diese mit sich bringen. https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ https://www.facebook.com/groups/344041575650281 7 Per September 2024 wird Dr. Carole Ammann zu uns ans ethnologische Seminar zurückkehren. Sie wird das vierjähriges Ambizione-Projekt ‘GBT*IQ+-Eltern und alleinerziehende Väter* in der Schweiz: Elternschaft ausserhalb hegemonialer Familiennormen’ leiten. Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, herauszufinden, wie GBT*IQ+ (schwul, bisexuell, trans*, intersex, und queere) Eltern und alleinerziehende Väter* ihre Elternschaft innerhalb von Strukturen (er)leben, die auf heterosexuelle, cis-geschlechtliche Zweielternfamilien ausgerichtet sind. Es wird untersucht, wie Unterschiede bezüglich Alter, Klassenzugehörigkeit, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ihre Elternschaft beeinflussen. Zudem werden die Interaktionen zwischen diesen Eltern und (staatlichen) Institutionen, beispielsweise Kindertagesstätten, Schulen oder Gesundheitsinstitutionen analysiert. Wer im Rahmen dieses Projekts eine Seminar-, BA- oder MA-Arbeit schreiben möchte, darf sich gerne bei Carole Ammann melden. 7. Schwerpunkte Neben theoretischen, methodischen und regionalen Lehrveranstaltungen bietet das Ethnologische Seminar Lehrveranstaltungen zu folgenden Schwerpunkten an: 1) Politik und Wirtschaft, 2) Medizin und Technologie, 3) Soziale Nahbeziehungen. Veranstaltungen und Vorträge von Gastwissenschaftler*innen ergänzen das Lehrprogramm. Unser Unterrichtskonzept betont die enge Verbindung von Forschung und Lehre: Wir verwenden Probleme und Ergebnisse aus laufenden Forschungsprojekten als Beispiele in der Lehre und ermutigen Studierende, eigene Projekte zu entwickeln und an Feldforschungsexkursionen teilzunehmen. Politik und Wirtschaft Im Mittelpunkt der Politik- und Wirtschaftsethnologie stehen zum Einen die politische und wirtschaftliche Organisation unterschiedlichster Gesellschaften. Zum Anderen beschreiben Ethnolog*innen wie lokale Kontexte von nationalen sowie globalen politischen und wirtschaftlichen Dynamiken beeinflusst werden. Weiterhin untersuchen Ethnolog*innen zunehmend diese Prozesse selbst und nehmen zum Beispiel den Nationalstaat, Bürokratien oder kapitalintensive Großprojekte unter die Lupe. Am Seminar erforschen wir zum Beispiel die Folgen von Ressourcen-Nutzung durch Plantagenwirtschaft und Bergbau in verschiedenen Gebieten der Welt. Wir fragen aber auch: Wie wird eine staatliche Krankenversicherung in Indien für ärmere Bevölkerungsschichten geplant und umgesetzt? Oder auf welche Art und Weise setzten sich ökonomische Logiken in der Gesundheitsversorgung durch und restrukturieren diese? Medizin und Technologie Medizin und Technologie aus ethnologischer Perspektive zu beleuchten bedeutet, diese (oft als objektiv oder „natürlich“ erfahrenen) Phänomene als Untersuchungsobjekte zu betrachten und zum Gegenstand sozialwissenschaftlicher Analysen zu machen. Dies geschieht im engen interdisziplinären Austausch, zum Beispiel mit den science and technology studies oder der Wissen(schaft)sgeschichte. Auf welche Art und Weise sind Medizin und Technologie im täglichen Leben präsent? Wie werden sie in spezifischen Kontexten hergestellt, wahrgenommen, genutzt und evtl. umgedeutet? Inwiefern werden diese Erfahrungen durch historische, politische und ökonomische Einflüsse geprägt, und in welchem Zusammenhang stehen sie mit sozialen Ungleichheiten? In unseren Forschungen arbeiten wir über Ideale einer universalen Gesundheitsversorgung, Gesundheitspolitik, Biotechnologien und Digitalisierung vorwiegend in Südasien und Ostafrika. Ein weiterer Fokus liegt auf globalen Vernetzungen und Asymmetrien, insbesondere in Form von Süd-Süd Beziehungen. Soziale Nahbeziehungen Seit Beginn der Ethnologie als wissenschaftlicher Disziplin besteht ein großes Interesse an der Organisation der Beziehungen, die sowohl für das alltägliche Leben als auch für die Reproduktion des kollektiven Lebens zentral sind: Familie, Haushalte, die erweiterte Verwandtschaft sowie das Zusammenleben in Siedlungen oder Nachbarschaften. Diese Nahbeziehungen sind Grundlage der weiteren sozialen Organisation, etwa des wirtschaftlichen und politischen Lebens. Gleichzeitig reagieren Nahbeziehungen auf historische Transformationen. Wenn sie sich wandeln, verändern sich auch andere Bereiche des sozialen Lebens. Heute fragen wir uns zum Beispiel: Wie verändert internationale Migration soziale Nahbeziehungen? Oder was geschieht mit familiären Beziehungen, wenn neue Reproduktionstechnologien die Möglichkeiten Kinder zu bekommen verändern? 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Social and Cultural Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente Musterstudienplan: BA Ethnologie Major Studienbeginn ab HS 2023 I Studienleistungen Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Ethnologie 3 A s s e s s m e n ts tu fe (1 . & 2 . S e m e s te r) Proseminar Einführung in die Ethnologie 4 Methodenseminar Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 Proseminar Regionale Einführung 4 Proseminararbeit1 4 Proseminar Geschichte der Ethnoloige 4 Proseminararbeit 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch Kolloquialvorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie 3 H a u p ts tu d iu m (3 .-6 . S e m e s te r) Zwei Hauptseminare Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 8 Zwei Hauptseminararbeiten Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 12 Hauptseminar 4 Hauptseminararbeit 6 Weitere Studienleistungen 15 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor2 50 III Freie Studienleistungen ganzes Studium Freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement 20 IV BA-Abschluss BA-Arbeit Major 25 Mündliche BA-Prüfung Major 5 Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 1 Auch Arbeiten, die zum Methodenseminar geschrieben werden, müssen inhaltlichen Charakter haben. 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 9 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Kolloquialvorlesung (KVL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt und sollte im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist ein Abschluss des BA-Studiums nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Kolloquialvorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes zweite Semester angeboten. Kolloquialvorlesung (KVL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Kolloquialvorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Schwerpunkte der Mitarbeiter*innen des Ethnologischen Seminars angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über die behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und wie sie diese auswerten. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes zweite Semester angeboten. Proseminar (PS): Regionale Einführung In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Süd- und Südostasien, Ostafrika, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird in der Regel jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Geschichte der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann ebenfalls angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Lehrveranstaltungen ist es, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15-20 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. 10 Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professorinnen statt. Die Termine sind direkt mit ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren müssen ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen, Medizin und Technik) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren Themen der Ethnologie wie beispielsweise Migration, neue Medien, Religionsethnologie oder Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Universitäres Engagement (bisher Social Credits) Aus dem freiwilligen Bereich universitäres Engagement können maximal 6 Credits bei den freien Studienleistungen angerechnet werden. Diese Credits können erworben werden durch studentische Projekte, durch die Mitarbeit in Studierendenorganisationen oder Vereinen mit Bezug zur Universität Luzern, durch Tutorate bei gewissen Lehrveranstaltungen, durch Mithilfe bei der Forschung oder der Tagungsorganisation des Seminars, oder durch Lektüregruppen. Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Credits im Bereich universitäres Engagement erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/Wegleitung_universitaeres_Engagement_abHS22.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Credits im Bereich universitäres Engagement erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Versionen/Merkblaetter_und_Formulare/Wegleitung_universitaeres_Engagement_abHS22.pdf https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Versionen/Merkblaetter_und_Formulare/Wegleitung_universitaeres_Engagement_abHS22.pdf 11 12 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. Für beide Varianten wird empfohlen im Rahmen der freien oder weiteren Studienleistungen im Fachbereich Ethnologie ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung zu besuchen. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die Freien Studienleistungen im Major oder Minor um vier Credits. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I Studienleistungen Major Masterseminar Zu empirischen Methoden der Datenerhebung 4 Schriftliche Masterseminararbeit 6 Masterseminar 4 Schriftliche Masterseminararbeit 6 Forschungspraktikum 18 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor1 20 III Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement 17 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I Studienleistungen Major Masterseminar Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 4 Schriftliche Masterseminararbeit Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 6 Masterseminar Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 4 Schriftliche Masterseminararbeit Aus zwei verschiedenen Bereichen wählbar (Politik und Wirtschaft, Medizin und Technologie, Soziale Nahbeziehungen) 6 Weitere Leistungen Major 14 II Studienleistungen im Minor Studienleistungen Minor1 20 III Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement 21 IV Masterverfahren MA-Arbeit Major 30 Mündliche MA-Prüfung Major 10 Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors 13 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik und Wirtschaft, Soziale Nahbeziehungen/Verwandtschaft, Medizin und Technologie) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu zwei in den Masterseminarien behandelten Themen sollten zwei schriftliche Masterseminararbeiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeiten werden benotet und sind auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie sollen einen Umfang von 20-30 Seiten haben. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der/dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Süd- und Ostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Das Konzept des Feldforschungspraktikum ist im Rahmen des Seminar- und Forschungskolloquiums zu präsentieren. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: o Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, o regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, o möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, o und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 14 15 Wie kann ein BA- oder MA-Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von vier, bzw. sechs Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unter- als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn Studierende neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Reihenfolge des Besuchs von Veranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Regionale Einführung“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Regionale Einführung Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich1 der Ethnologie Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar nach freier Wahl Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 1 Die am Ethnologischen Seminar unterrichteten Schwerpunkte sind auf Seite 7 beschrieben 16 17 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Anthropology of Technology Dozent/in: Christopher McGuiness Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 18.09.2024 FRO, 3.B55 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Considering anthropology’s long-standing interest in material culture, this seminar elucidates how anthropological methods offer unique insights to the study of technology at large. The term technology may connote machines, electronics, and cyberspace; however, it may also refer to pre- modern techniques surrounding artisanship and cultivation. Across these varied sites, technological practices involving human labor are, indeed, socially situated and embodied experiences. What can we learn, not only from adopted technologies, but also those which fail? How might technologies in circulation be used in culturally specific ways? What roles do technologies play in the formation and experience of identities? How do technologies facilitate power and resistance? This seminar is comprised of a tripartite framework for the anthropology of technology (AoT), Part one covers foundational themes in science and technology studies (STS), including material culture, the social construction of technology, actor network theory, and cyborg feminism. Part two deals with topics around how users interact with technological artifacts, focusing on skill, affordances, media practices, and digital methodologies. Part three addresses contemporary topics in digital anthropology and software studies, including the ethnography of software engineers, code, and algorithms. Upon course completion, students will have a broad understanding of key AoT topics and also have demonstrated original research which synthesizes AoT theory and methods. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar in Wissenschaftsforschung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung BA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Aktive Teilnahme (4 Cr) Zählt für Studierende der Wissenschaftsforschung zum Bereich Konzepte. Kontakt: cmcgns@gmail.com http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 18 Einführung in die Geschlechterforschung aus einer ethnologischen Perspektive Dozent/in: Claire Vionnet, PhD Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 18.09.2024 INS 10, 214 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar führt in die Bedeutung von Geschlecht und Gender innerhalb der Disziplin der Anthropologie ein, angefangen bei den Vorläufern bis hin zu aktuellen Debatten. Während die Rolle von Frauen in frühen ethnographischen Studien marginalisiert wurde, markierte das Aufkommen der feministischen Anthropologie in den 1970er und 1980er Jahren den Beginn vom Thema “Gender" als eigenständigem Forschungsfeld. Der Feminismus ermöglichte die Unterscheidung zwischen Geschlecht als biologisch gegebenem Faktor und Gender als kulturellem Konstruktion. Obwohl das Konzept Gender in zeitgenössischen Debatten für seine essentialistische Prägung kritisiert wurde, hat sich die Anthropologie des Geschlechts zu einem weiten Bereich von theoretischen Ansätzen ausgedehnt. Dieses Seminar wird die vielfältigen Perspektiven zu Themen wie weibliche Unterordnung, Intersektionalität, Aktivismus, Reproduktion, männlichem «White gaze» und eurozentrischem Blick aufzeigen. Die Sprache der zu lesenden und vorzustellenden Texte ist hauptsächlich Englisch. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Einführung in die Geschlechterforschung aus einer ethnologischen Perspektive Freie Studienleistungen Ethnologie BA Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: claire.vion@gmail.com http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 19 Einführung in die Wirtschaftsethnologie Dozent/in: Dr. phil. Faduma Abukar Mursal Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 17.09.2024 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Seminar bietet eine Einführung in die Wirtschaftsethnologie. Es zielt darauf ab, die Annahmen der konventionellen Wirtschaftswissenschaften herauszufordern, indem es wirtschaftliche Realitäten aus einer interkulturellen Perspektive analysiert und die Bedeutung der Wirtschaftsanthropologie für das Verständnis der zeitgenössischen globalen Wirtschaft bewertet. Wie können wir die 'Wirtschaft' als ein Geflecht von Beziehungen definieren? Wie werden Güter bewertet und ausgetauscht? Wie können Anthropologen die Komplexität der Wirtschaft erklären? Gemeinsam diskutieren wir klassische ökonomisch-anthropologische Texte und fragen, wie Austausch und Geld dazu beitragen, wie Menschen Macht, Verbindung und Konflikt erleben. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: faduma.abukar@unilu.ch Literatur Carrier, James G. (ed.). 2005. A Handbook of Economic Anthropology. Cheltenham: Edward Elgar Publishing Keith Hart & Chris Hann. Economic Anthropology (Polity, 2011) Marcel Mauss, [1925]. The Gift: The Form and Reason for Exchange in Archaic Societies (London: Rutledge, 1990) Jonathan Parry and Maurice Bloch. Money and the Morality of Exchange (Cambridge University Press, 1989) Roseberry, W. 1986. The rise of Yuppie coffees and the reimagination of class in the United States. America Anthropologist 98(4):762-775. Sahlins, M. 1988. Notes on the original affluent society. In Tribal People and Development Issues J. Bodley (ed.), pp. 15-21. Mountain View, CA: Mayfield Publishing. Stoller, P. 1996. Spaces, places, and fields:The politics of West African trading in New York City's informal economy. Amercian Anthropologist 98(4):776-788 http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 20 The Philippines in Global and Postcolonial Contexts Dozent/in: Dr. phil. Doris Bacalzo Schwörer Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 19.09.2024 INS 10, 214 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: The Philippines has deep and complex historical and cultural connections with many parts of the world. In pre-colonial times, polities in the Philippine archipelago had links, various forms of exchange, and interactions with societies and cultures in other parts of the Asia Pacific and as far away as the Middle East. Since the 16th century, this island nation has been entangled with competing colonial and imperial powers, first with Spain via links from Latin America before the United States took over, with British interests in between, and with Japan during World War II. There are also connections with Switzerland that are historically deep. The interconnected and diverse lifeways and the heterogeneous populations in the Philippines pose a challenge to how we classify and categorise a society. For example, how do we regard what is “Filipino” or of the Philippines in its diverse linguistic and dynamic cultural manifestations? This course will foster a nuanced and critical understanding of the formation and politics of social relations, identities, nationhood, and social and cultural change. It aims to enable students to situate social, political, economic, and cultural processes, their complexities and contradictions, distinctions, and similarities from the past to the present. We will read case studies and ethnographies about the Philippines from the vantage point of anthropological perspectives, addressing interrelated questions across disciplines. Thus, we will revisit, examine, and explore a wide array of distinct and overlapping topics such as colonialism, postcolonialism, self- determination, migration and diaspora, care and labour, kinship, intergenerational relations, religion, language ideologies, gender and sexuality, public health and medical practices, use of digital technology, markets and economies, environment, and food and material culture in diverse and transnational settings. Through this course, students will have the opportunity to consider thematic questions for further studies and engagement beyond academia. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Regionale Einführung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: dbacalzo@gmail.com http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 21 Anthropology of human reproduction Dozent/in: PhD Emma Mavodza Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 12:15 - 14:00, ab 19.09.2024 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This Hauptseminar will introduce students to the growing scholarship within the anthropology of reproduction. In the first part, we will become familiar with key thinkers, research themes, and intellectual debates in the anthropology of reproduction. Engaging with ethnographic research, we will discuss how reproduction has become an object of study for anthropologists and how studying reproduction has contributed to theoretical and methodological innovations in the discipline. The second part of this Hauptseminar will deal with reproductive technologies including childbirth technologies, prenatal diagnostic technologies, contraception, abortion, and assisted reproductive technologies. We will discuss how these technologies have direct and indirect effects in many areas of social life, including the domains of kinship, marriage, family, gender, religion, biomedicine, and population demography. Thus, reproductive technologies are “good to think with.” Moreover, as reproductive technologies have evolved over time, so have the social, cultural, legal, and ethical responses to them. We will explore how reproductive technologies are being used and are changing lives around the globe since the introduction of oral contraceptives in the early 1960s. Throughout the course students will carefully assess the methods used by feminist ethnographers who conducted fieldwork about reproduction and reproductive technologies. We will also reflect on the value of field based anthropological inquiries to public policy debates. This key question will feature throughout the semester, as we read and discuss selected books and watch documentaries and films. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Medizin und Technologie Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Global Studies Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 22 Diversität aus ethnologischer Perspektive: Neuere Beiträge zu den Queer Studies Dozent/in: Dr. Carole Ammann Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 17.09.2024 FRO, HS 15 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Diskussionen über gleichgeschlechtliche Liebe und Eheschliessung, Transsexualität, Non-Binarität oder Regenbogenfamilien haben in den letzten Jahren nicht nur in der medialen Berichterstattung zugenommen, sie sind auch in der anthropologischen Forschung immer präsenter. Die queere Anthropologie legt grossen Wert darauf, dass die Lebenswelten von LGBT*IQ+ (lesbische, schwule, bisexuelle, non-binäre, trans* und queere) Personen nicht generalisierend, sondern differenziert betrachtet werden. Eine intersektionale Herangehensweise weist auf die Diversitäten innerhalb dieser Gruppe hin, etwa auf Unterschiede aufgrund sexueller Orientierung, Genderidentität, Hautfarbe, Herkunft, Ausbildung, Gesundheit oder soziale Klasse.In diesem Hauptseminar gehen wir der Frage nach, wie sich die ethnographische Forschung queerem Leben annähert. Dabei fragen wir in einem ersten Schritt kritisch, was mit Diversität genau gemeint ist und wie es um die Diversität an Forschungsinstitutionen im Allgemeinen und in der (queeren) Anthropologie im Speziellen steht. In einem zweiten Schritt untersuchen wir, wie die queere Anthropologie entstanden ist, eine Richtung, die sich als Teil einer interdisziplinärer Wissenschaft versteht, welche die Kategorien Sexualität und Geschlecht ins Zentrum ihrer Untersuchungen rückt. In einem dritten Schritt vertiefen wir uns in zwei verschiedene, sich teilweise überschneidende Themenfelder, nämlich der queeren Forschung zum afrikanischen Kontinent sowie den Queer Kinship Studies. Am Ende des Semesters bringen wir die verschiedenen Themenblöcke miteinander in einen konstruktiven Dialog. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Diversität aus ethnologischer Perspektive: Neuere Beiträge zu den Queer Studies Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Studienschwerpunkt Diversity Studies Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: carole.ammann@gmx.ch Literatur - Ahmed, Sara. 2012. On being included: Racism and diversity in institutional life. Durham/London: Duke University Press. - Björklund, Jenny, and Ulrika Dahl. 2019. "Queer Kinship Revisited." lambda nordica 2-3:7-26. - Carastathis, Anna. 2014. "The concept of intersectionality in feminist theory." Philosophy compass 9 (5):304- 314. - Awondo, Patrick, Peter Geschiere, and Graeme Reid. 2012. "Homophobic Africa? Toward a more nuanced view." African Studies Review 55 (3):145-168. - Graham, Mark. 2016. "Anthropologists are talking about queer anthropology." Ethnos 81 (2):364-377. - Nyanzi, Stella. 2014. "Queering Queer Africa." In Reclaiming Afrikan: Queer perspectives on sexual and gender identities, edited by Zethu Matebe, 61-66. Athlone: Modjaji Books. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 23 - Wilson, Ara. 2019. "Queer Anthropology." In The Cambridge Encyclopedia of Anthropology, edited by F. Stein, S Lazar, M. Candea, H. Diemberger, J. Robbins, A. Sanchez and R. Stasch, 1-19. - Wintzer, Jeannine, and Maaret Jokela-Pansini. 2022. "Practicing Diversity in Higher Education in Geography: Exploring Spaces of Diversity and Their Barriers in a Geography Department in Switzerland." The professional geographer:1-13. doi: 10.1080/00330124.2022.2109693. 24 Making kin: Formen und Praktiken menschlicher Verwandtschaft Dozent/in: Prof. Dr. Laurent Dousset Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 16.09.2024 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Erforschung von Verwandtschaft in menschlichen Gesellschaften gehört zu den komplexesten, aber auch faszinierendsten Bereichen, mit denen sich die Sozialanthropologie beschäftigt. Dieses Seminar ist eine Einführung in die Verwandtschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Praxis. Zunächst werden die Grundprinzipien der Beziehungen zwischen Verwandten in menschlichen Gesellschaften vorgestellt. Es wird darum gehen, das Apriori zu dekonstruieren, das über die Universalität der Vorstellung von Familie, Verwandtschaftsbeziehungen oder Heirat herrscht. Nach dieser generellen Einführung, werden wir konkrete ethnographische Beispiele vorstellen und diskutieren, die beeindruckende soziale Fähigkeiten des Menschen und einige der grundlegenden Unterschiede zwischen Gesellschaften illustrieren. Ziel ist es, die unterschiedlichen Praktiken und Prinzipien im Zusammenhang mit Elternschaft, Adoption oder auch über den Zusammenhang zwischen Sexualität und Ehe zu veranschaulichen. Bei den ausgewählten ethnographischen Beispielen geht es um die sogenannte "europäische Verwandtschaft", aber auch um verwandtschaftliche Beziehungen bei Aborigines Australiens sowie indigenen Bevölkerungen Melanesiens und Südamerikas. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: laurent.dousset@doz.unilu.ch http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 25 Understanding Human Behaviour: Fundamental Issues in the Social Sciences Dozent/in: Dr. des. Willem Edward Church Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 16:15 - 18:00, ab 16.09.2024 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In a time when the complexity of human societies and cultures transcends traditional disciplinary boundaries, understanding the foundational debates of the social sciences is crucial for anthropologists and social scientists of all stripes. Furthermore, globalization and the 'deterritorialization of cultures' has produced multi-cultural cities and suburbs worldwide, which, in turn, have posed questions to governments no less than to the social sciences, questions that make the politics of interpretation highly salient. The course “Understanding Human Behaviour: Fundamental Issues in the Social Sciences” is designed to explore the core theoretical issues inherent to studying human behaviour. In doing so, the course provides students with a map of the key debates in the history of the social sciences, addressing questions like: How can we define objectivity in social science, and is it achievable or desirable? What does claiming that a social phenomenon is "socially constructed" mean? To what extent can social phenomena be explained by reducing them to their individual parts? Can we apply quantitative methods and models to human behaviour in the same way we might in the natural sciences? It will also speak to central dilemmas in anthropology, such as “the crisis of representation” and the challenges of conducting research in the face of cultural differences. These questions are steeped in debate and controversy, and the course will not provide definitive answers. However, by the end of this course, students will be better equipped to navigate this landscape, able to critically evaluate the distinct theoretical positions offered for understanding human behaviour and societal change. This course is designed for advanced undergraduates and master’s students but also welcomes newcomers wishing for a broader context for their particular disciplinary or interdisciplinary studies. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar im Bereich Soziale Nahbeziehungen Hauptseminar in Ethnologie Understanding Human Behaviour: Fundamental Issues in the Social Sciences Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Global Studies Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: willem.church@gmail.com Literatur Risjord, M., 2023. Philosophy of Social Science: A Contemporary Introduction (2nd Edition). Routledge; Rosenberg, A., 2012. Philosophy of Social Science. Boulder, CO: Westview Press. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 26 "Philosophie in Afrika": Ein philosophisch-ethnologischer Dialog Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Prof. Dr. Nadja El Kassar Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Philosophie Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 18.09.2024 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: In diesem Lektürekurs werden wir der Frage nachgehen, wie und wo die Philosophie entstanden ist. Der Schwerpunkt wird nicht auf der gut dokumentierten Geschichte der Philosophie in Europa liegen, sondern auf außereuropäischen Beispielen philosophischen Denkens. Wir werden diskutieren, welche Rolle die Schrift spielt, was philosophische Fragen sind und unter welchen Bedingungen sie die Menschheitsgeschichte geprägt haben. Anke Graness’ Buch Philosophie in Afrika. Herausforderungen einer globalen Philosophiegeschichte (2023) wird uns dabei grundlegend anleiten. Regelmäßige aktive Teilnahme und die Abgabe von begleitenden Notizen zu den gelesenen Texten sind Voraussetzung für den Erwerb von Leistungspunkten. Gewisse Vorkenntnisse in Philosophie und/oder Ethnologie sind von Vorteil. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Ethik und Philosophie: Hauptseminar mit schriftlicher Arbeit Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Philosophie MA Masterseminar in Ethnologie Masterseminar in Kulturwissenschaften Masterseminar in Philosophie Philosophie Leistungsnachweise Philosophie: Hauptseminar oder benotete Leistungen Philosophie: Weitere Leistungen Wahlbereich Wahlbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay, Vorbereitungsfragen) (4 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: bettina.beer@unilu.ch / nadja.elkassar@unilu.ch Literatur Graness, Anke 2023 Philosophie in Afrika. Herausforderungen einer globalen Philosophiegeschichte. Berlin: Suhrkamp. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 27 Medizin, Technologie und Wissenschaft: feministische und postkoloniale Ansätze Dozent/in: Ass.-Prof. Dr. phil. Sandra Bärnreuther Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In diesem Masterseminar beschäftigen wir uns mit ethnologischen Forschungen, die Medizin, Technologie oder Wissenschaft in unterschiedlichen Kontexten (mit Fokus auf Südasien) untersuchen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf feministischen und postkolonialen Ansätzen, die sich in den letzten Jahrzehnten kritisch mit früheren Herangehensweisen auseinandergesetzt haben. Welche neuen Perspektiven zeigen diese Ansätze auf? Wie haben sie sich selbst über die Zeit verändert? Und wie haben sie die Ethnologie als wissenschaftliche Disziplin geprägt? Nachdem wir uns mit zentralen Konzepten und methodologischen Überlegungen vertraut gemacht haben werden wir Auszüge aus ausgewählten Monographien lesen. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Masterseminar im Bereich Medizin und Technologie Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Masterseminar in Ethnologie Masterseminar in Wissenschaftsforschung Masterseminar oder im Modul Global Studies Studienschwerpunkt Diversity Studies Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Weitere Studienleistungen im Modul Global Studies Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Hinweise: Zählt für Studierende der Wissenschaftsforschung zum Bereich Konzepte. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: sandra.baernreuther@unilu.ch Literatur Anderson, W. 2002. Introduction: Postcolonial Technoscience. Social Studies of Science, 32(5/6): 643–658. Haraway, D. 2004. Situated Knowledges. In Harding, S. (ed.), The Feminist Standpoint Theory Reader New York and London: Routledge. Harding, S. 1991. Whose Science/ Whose Knowledge? Milton Keynes: Open University Press Said, E. 1978. Orientalism. Pantheon Books. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 28 Forschungskolloquium Dozent/in: Dr. phil. Tobias Schwörer Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 17.09.2024 FRO, 4.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Join us for a thought-provoking anthropology colloquium where new ideas and work-in-progress will be presented! In the lectures about their current on-going research, department members and invited guests explore a diverse range of topics. Everyone is cordially invited to participate in this exchange of ideas and bring in their thoughts, critical remarks or questions in the subsequent Q&A sessions and conversations. Especially students are encouraged to attend the colloquium and earn two credit points (CP) for regular attendance and active participation. Through the forming of a self- organized reading group in which selected texts connected to the presentations are collectively read and discussed, they may be awarded an additional two social CP. Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: tobias.schwoerer@unilu.ch http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 29 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Ass.-Prof. Dr. phil. Sandra Bärnreuther Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 12:15 - 14:00, ab 16.09.2024 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Was ist Ethnologie? Wie arbeiten Ethnolog*innen wissenschaftlich? Und warum ist das Fach in einer globalisierten Welt wichtig? Die Vorlesung Einführung in die Ethnologie vermittelt einen ersten Einblick in die Disziplin und in das Studium der Ethnologie. Nach einer Einführung in wissenschaftliche Arbeitstechniken gibt die Vorlesung einen kurzen Überblick über zentrale Methoden der Ethnologie sowie die Geschichte des Faches. Danach beschäftigen wir uns mit zentralen Begriffen und Konzepten, wie «Kultur», «Ethnizität», «Repräsentation», «Orientalismus», «Relativismus» und «Universalismus». Ausserdem gehen wir auf verschiedene Fragestellungen und Themenbereiche der Ethnologie ein, vor allem Politik-, Medizin- und Verwandtschaftsethnologie – die drei Studienschwerpunkte an der Universität Luzern. Abschliessend besprechen wir Phänomene wie Globalisierung und sozialen Wandel sowie Berufsperspektiven für Ethnolog*innen in einer globalisierten Welt. Die intensive Beschäftigung mit der Pflichtlektüre sowie die Klausur am Ende des Semesters sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterialien und das Online Forum werden auf OLAT bereitgestellt. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Einführung in die Ethnologie Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Kolloquialvorlesung Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: sandra.baernreuther@unilu.ch Literatur • Beer, Bettina, Hans Fischer und Julia Pauli (Hg.). 2017. Ethnologie. Einfu¨hrung in die Erforschung kultureller Vielfalt. Berlin: Reimer. • Beer, Bettina und Hans Fischer. 2009. Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. Berlin: Reimer. • Eriksen, Thomas Hylland. 2015. Small Places, Large Issues: An Introduction to Social and Cultural Anthropology. London: Pluto Press. • Eriksen, Thomas Hylland. 2017. What is Anthropology? London: Pluto Press. • Heidemann, Frank. 2019. Ethnologie. Vandenhoeck & Ruprecht. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 30 Geschichte der Ethnologie des 20. Jahrhunderts Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Diese Vorlesung soll einen Überblick über die Geschichte und die wichtigsten theoretischen Ansätze der Ethnologie im 20. Jahrhundert geben. Die sich verändernden Fragestellungen, Grundannahmen, Methoden und Ergebnisse werden jeweils an Beispielen verdeutlicht. Besonders Studienanfänger:innen bekommen dadurch ein grobes Gerüst zur zeitlichen und theoretischen Einordnung der zentralen Autor:innen und theoretischen Ansätze. Es geht bei der Vorlesung also um Wissenschaftsgeschichte als Einführung, Überblick und um das Aufzeigen unterschiedlicher Perspektiven. Besonderer Wert wird auf die jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Bedingungen von und für Wissenschaft gelegt. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Kolloquialvorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung BA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Barnard, Alan 2006. History and Theory in Anthropology: Cambridge University Press. de Waal Malefijt, Annemarie 1976. Images of Man. A History of Anthropological Thought. New York: Alfred Knopf. Eriksen, Thomas Holland et al. (2013): A History of Anthropology. London: Pluto Press. Petermann, Werner 2004. Die Geschichte der Ethnologie. Wuppertal: Peter Hammer Verlag. Vermeulen, Han F. und Arturo Alvarez Roldán (Hrsg.). 1995. Fieldwork and Footnotes. Studies in the History of European Anthropology. London, New York: Routledge. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 31 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Sahra Lobina, MA Léonie Bisang, MA Dr. phil. Andreas Tunger-Zanetti Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Fr., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2024 INS 10, 220 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Wissenschaftliches Schreiben ist keine Kunst. Es ist ein Handwerk. Wir können es lernen – und stetig verbessern. Wo fange ich an? Was ist ein wissenschaftliches Thema, wie formuliere ich eine Forschungsfrage? Was ist ein Exposé – und was soll es können? In der Schreibwerksatt steht der Schreibprozess im Zentrum. Wir vermitteln und trainieren konkrete Techniken um Ideen zu finden und Forschungsfragen zu entwickeln. Teilnehmende lernen, mit Inhaltsverzeichnissen ihre Arbeiten zu strukturieren, bevor sie diese geschrieben haben. Die Angst vor dem leeren Blatt wird ersetzt durch die Freude am shitty first draft. Sie schreiben von Version zu Version und kombinieren freies und schnelles Vorwärtsschreiben mit systematischen Überarbeitungstechniken. Eine besondere Rolle spielen hierbei gut geplantes Feedback und klug gesetzte Deadlines. (Und ja, vielleicht finden Sie auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für die künstliche Intelligenz Ihres Vertrauens.) Die Schreibwerkstatt begleitet die Planung einer eigenen Seminararbeit. Ziel ist, dass Sie Ende Semester ein umsetzbares Exposé samt ersten Textproben haben, sodass Sie in der vorlesungfreien Zeit sofort losschreiben können. Wir freuen uns darauf, mit Studierenden aus allen Fächern und Studienstufen zusammenzuarbeiten. Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik BA Freie Studienleistungen Judaistik BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft MA Freie Studienleistungen Religionswissenschaft BA Freie Studienleistungen Soziologie BA Freie Studienleistungen Wissenschaftsforschung BA Lehrveranstaltung zum wissenschaftlichen Schreiben Profilierungsbereich Proseminar Recherchieren, Strukturieren und Schreiben Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht 32 mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Kontakt: sahra.lobina@unilu.ch /leonie.bisang@unilu.ch / andreas.tunger@unilu.ch Material: Olat-Plattform Literatur BECKER, HOWARD S. Die Kunst des professionellen Schreibens: ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Frankfurt am Main 1994. ECO, UMBERTO: Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg 2005 (Mailand 1977). HORVATH, KENNETH: «Forschungsfragen». In: Bauer, Nina u. Blasius, Jörg: Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Wiesbaden 2022, S. 35–50. GROEBNER, VALENTIN: Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn 2012. KRAJEWSKI, MARKUS: Lesen Schreiben Denken: Zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit in 7 Schritten. Köln 2015 (2013). KRUSE, OTTO: Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main 1994. WOLFSBERGER, JUDITH: Frei geschrieben: Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien 2021 (2007). http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 33 British Empire and the Indian Subcontinent, c. 19-20th Centuries Dozent/in: Amal Shahid Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Studienstufe: Bachelor / Master Vorbesprechung: Fr., 20.09.2024, 11:15 - 13:00 FRO, 4.B02 Terminierung 1: Fr., 04.10.2024, 11:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Terminierung 2: Fr., 11.10.2024, 11:15 - 16:00 FRO, 4.B01 Terminierung 3: Fr., 25.10.2024, 11:15 - 16:00 FRO, 4.B51 Terminierung 4: Fr., 08.11.2024, 11:15 - 16:00 FRO, HS 16 Terminierung 5: Fr., 15.11.2024, 11:15 - 17:00 FRO, HS 15 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: This course is aimed at providing a general introduction to the history of British empire in the Indian sub-continent between c. 19-20th centuries. It gives an overview of the major topics in modern Indian history, and the major historiographical debates. Using key texts, the course intends to give insight into how the colonial state functioned in the Indian subcontinent, the experience of the colonised, as well as themes that remain contentious in historiography. Moreover, the inclusion of archival sources during lectures is meant for students to develop a critical understanding of how history of South Asia has been written, to develop critical analytical skills, and to learn reading sources against the grain. No prior knowledge of South Asian history is necessary. The objective of the class is to lay a solid foundation of history of colonialism through the case of the British empire in the Indian subcontinent. India is projected to be one of the largest growing economies in the world, emerging as key player in world geopolitics. Its colonial past holds importance for understanding how empires functioned, how colonisation was exercised in day to day life, and its lasting legacies. The region was also strategic for circulation of labour, capital, and ideas within and beyond the British empire. The case of India thus exposes students to postcolonial and subaltern perspectives, aiming to critically question and rethink Eurocentric histories. Voraussetzungen: - Regular attendance is necessary for understanding topics, often interlinked. More than one absence is highly discouraged - Proficient knowledge of English Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Geschichte MA Hauptseminar im Bereich Neuzeit Hauptseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Anmeldung: ***Wichtig*** Um Credits zu erwerben ist die Anmeldung zur Lehrveranstaltung über das UniPortal zwingend erforderlich. Die Anmeldung ist ab zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Beginn des Semesters möglich. An- und Abmeldungen sind nach diesem Zeitraum nicht mehr möglich. Die genauen Anmeldedaten finden Sie hier: www.unilu.ch/ksf/semesterdaten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Cr) Hinweise: no prior knowledge of South Asian history is necessary Literatur Bose, Sugata, and Ayesha Jalal. Modern South Asia: History, Culture, Political Economy. Fifth edition. London New York: Routledge, 2023. http://www.unilu.ch/ksf/semesterdaten 34 Die Cultural Studies und die Frage der Repräsentation Dozent/in: Prof. Dr. Marianne Sommer Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Kulturwissenschaften Studienstufe: Master Termine: Wöchentlich Fr., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2024 FRO, 3.B55 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In diesem Masterseminar nähern wir uns den Cultural Studies über Stuart Hall. Die Arbeit und das Leben des Kulturtheoretikers und politischen Aktivisten waren eng miteinander verknüpft. Wissenschaftliches Schreiben sollte politisch eingreifen und die persönlichen Erfahrungen als gebürtiger Jamaikaner in Grossbritannien motivierten seine Auseinandersetzung mit Rassismus, Diskriminierung und Hybridität. Ein Kernthema der Cultural Studies und des Seminars ist ‚Repräsentation’, oder besser „the politics of representation.“ Welches sind die dominanten und widerläufigen Darstellungen von Gesellschaftsgruppen in den Massenmedien? Wann werden ‚Schwarze Menschen’, ‚Menschen mit Migrationshintergrund’ oder ‚Frauen’ in welchen Medien wie beschrieben und abgebildet? Was sagt das über Machtkonstellationen aus, und welche Rolle spielen gesellschaftliche Machtstrukturen in der medialen Aushandlung von ‚Identitäten’? Die Cultural Studies sind ein explizit politisches Feld und verlangen Gegenstrategien der Sichtbarmachung und Sinngebung, etwa die Repräsentation des Unterrepräsentierten und eine adäquate Darstellung kultureller, sozialer und politischer Komplexität. Über die Auseinandersetzung mit solchen Fragen und Strategien gelangen wir schliesslich zu Themen der Globalisierung und Diaspora, die die Cultural Studies mit den Postcolonial Studies verbinden. Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften MA Masterseminar im Bereich Politik und Wirtschaft Masterseminar in Ethnologie Masterseminar in Kulturwissenschaften Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Bestätigte Teilnahme (4 Cr) Kontakt: marianne.sommer@unilu.ch 35 Ethnologisches Seminar Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2024 36 MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG 10.15-11.00 Carole Ammann Hauptseminar Diversität aus ethnologischer Perspektive: Neuere Beiträge zu den Queer Studies HS15 Claire Vionnet Proseminar Einführung in die Geschlechterforschung aus einer ethnologischen Perspektive INS10 214 11.15-12.00 12.15-13.00 Sandra Bärnreuther Kolloquialvorlesung Einführung in die Ethnologie 4.B54 Sandra Bärnreuther Masterseminar Medizin, Technologie und Wissenschaft: feministische und postkoloniale Ansätze 3.B57 Faduma Abukar Proseminar Einführung in die Wirtschafts- ethnologie 4.B02 Chris McGuinness Proseminar Anthropology of Technology 3.B55 Emma Mavodza Hauptseminar Anthropology of Human Reproduction 4.B02 13.15-14.00 14.15-15.00 Laurent Dousset Hauptseminar Making kin: Formen und Praktiken menschlicher Verwandtschaft 4.B51 Bettina Beer Kolloquialvorlesung Geschichte der Ethnologie des 20. Jahrhunderts 3.B57 Bettina Beer & Nadja El Kassar Masterseminar «Philosophie in Afrika». Ein philosophisch- ethnologischer Dialog 4.B51 Doris Bacalzo Proseminar The Philippines in Global and Postcolonial Contexts INS10 214 15.15-16.00 16.15-17.00 Willem Church Hauptseminar Understanding Human Behaviour: Fundamental Issues in the Social Sciences 4.B51 Tobias Schwörer Kolloquium Forschungskolloquium 4.B01 17.15-18.00 Bettina Beer: PhD Kolloquium Daten nach Vereinbarung Montagnachmittag Info-Café 14.00 Uhr

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    KVV Ethnologie HS13

    KSF Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Ethnologisches Seminar INFORMATION ETHNOLOGIE KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2013 Lehrveranstaltungen Deckblatt: Yarn "painting" done by a Huichol Indian in Mexico Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (für Studienbeginn ab HS 2011) 7 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (für Studienbeginn ab HS 2012) 11 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 14 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 15 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2013 36 3 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Jürg Helbling, Prof. Dr., juerg.helbling@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A26 Fachstudienberater und Mobilitätsverantwortlicher: Werner Egli, Prof. Dr., werner.egli@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 73 (Sprechstunde siehe Website) Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Büro 3.A27 4 mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:juerg.helbling@unilu.ch mailto:werner.egli@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch Informationen 1. Abschlüsse Bachelorarbeiten FS 2013 Franziska Höppke, The Breadwinner Maid. Zur Geschlechtsspezifisch Gestalteten Situation Philippinischer Domestic Worker (Bettina Beer) Laura Preissler, Unfruchtbarkeit und Kinderlosigkeit in afrikanischen Gesellschaften. Ursachen, Konsequenzen und Bewältigungsstrategien in Nigeria, Tansania und Mosambik (Bettina Beer) Sara Dürr, Kulturelle Vorstellungen von HIV/AIDS in Papua-Neuguinea (Bettina Beer) Benjamin Biebl, Bedingungen für den Wandel von Tätowierungen bei den Maori in Neuseeland (Bettina Beer) Klara Leuthold, Welches Bild von den Roma gibt es in Tschechien und aus welchen Gründen? (Bettina Beer) Hanna Pannenbäcker, Umgang mit kultureller Vielfalt in Unternehmen – ein Beitrag der Ethnologie (Bettina Beer) 2. Mitarbeitende Thomas Hüsken, Dr. phil. ist als Oberassistent am Ethnologischen Seminar (Lehrstuhl Prof. Jürg Helbling) angestellt. Thomas Hüsken studierte und doktorierte in Ethnologie und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Seine Doktorarbeit „Der Stamm der Experten“ setzt sich mit der Praxis des interkulturellen Managements in Projekten der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit auseinander. Er habilitiert über tribale Politik im ägyptisch-libyschen Grenzgebiet. Thomas Hüsken hat Diplomaten und Entwicklungsexperten an der Fachhochschule des Auswärtigen Amtes und beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) ausgebildet und arbeitet langjährig als Gutachter für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Goethe Institut und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Im Frühjahr 2011 hat er die Vereinten Nationen (UN) und das deutsche Auswärtige Amt in und über Libyen beraten. 3. Veranstaltungen und Projekte 2013 NEU! Im HS 13 wird von Prof. J. Helbling und Prof. W. Egli ein BA-/MA-Kolloquium angeboten. Es richtet sich in erster Linie an Studierende, die momentan mit Betreuung der Proff. Helbling oder Egli sowie der OberassistentInnen von Prof. Helbling ihre BA- oder MA-Arbeit schreiben, dies unlängst getan haben oder dies demnächst zu tun beabsichtigen. Prinzipiell ist die Veranstaltung jedoch offen für alle MA-Studierenden sowie höhere Semester im BA, die an einem Erfahrungsaustausch zum Verfassen akademischer Qualifikationsarbeiten interessiert sind. Ausgehend von kurzen Präsentationen der Abschlussarbeiten in unterschiedlichem Zustand der Vollendung (oder Planung) sollen hauptsächlich praktische Aspekte des Forschens und Schreibens zur Sprache kommen. Auch die Dozierenden werden ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Das Kolloquium findet zweiwöchentlich jeweils am Dienstag 15-17 statt (Beginn 24.9.2013). Bei weiteren Fragen wenden sie sich bitte an: werner.egli@unilu.ch Das Kolloquium findet auch dieses Semester Mittwochs von 17-19 Uhr statt und ist für alle Interessierten offen. Das Programm hängt bei Semesterbeginn aus und ist auf der Homepage zu finden. Unterlagen zum Kolloquium befinden sich auf OLAT. Das Ethnologische Seminar hat eine Zusammenarbeit mit der Biosphäre Entlebuch aufgenommen. Nach einem kurzen Feldforschungsprojekt im Jahr 2012 wurde nun ein Nachfolgeprojekt initiiert. Erste Versuche, für ein Projekt waren nicht erfolgreich, sodass nun neue Möglichkeiten gesucht wurden und neue Ideen entstanden. Eine Studentin betreibt zur Zeit bereits Feldforschung vor Ort zum Thema "Die Entstehung der UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE)". Familification Bettina Beer plant gemeinsam mit einer Gruppe von Forscherinnen von den Universitäten Zürich, Basel, und FU Berlin die Beantragung eines größeren Projektes unter dem Stichwort ‚Familification‘. Das Projekt soll sich mit den Themen Familie, Verwandtschaft, und Reproduktion beschäftigen und wird voraussichtlich verschiedene geographische Schwerpunkte – von der Schweiz bis Papua Neu-Guinea – vereinen. Am 19. Oktober 2013 wird eine eintägige Konferenz mit dem Titel “Philippines Today: Between Changes and Continuities” an der Universität Luzern stattfinden. Diese Konferenz wird organisiert vom Philippine Studies Network (PSN), das am Ethnologischen Seminar gegründet wurde, und von Noi-P, einer Gruppe Schweizer- Filipinos zweiter Generation. Themen der Konferenz sind unter anderem: Feldforschung auf den Philippinen, Diaspora-Literatur und kulturelle Konzepte, Sprachwandel, Migration und Gesundheit von Migranten, Reproduktion. PSN möchte eine Austausch- und Informationsplattform ermöglichen, um ein dynamisches Verständnis der philippinischen Kultur und Gesellschaft zu fördern. Die Konferenz ist offen für alle an den Philippinen Interessierte. Für Studierende besteht ebenfalls die Möglichkeit, Social Credit Points zu erwerben. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sara Dürr (sara.duerr@unilu.ch). 5 mailto:werner.egli@unilu.ch mailto:sara.duerr@unilu.ch 4. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS-Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: http://www.unilu.ch/deu/outgoing_students_4182.aspx 5. eHRAF Die Human Relations Area Files (eHRAF) ist eine umfangreiche Datenbank mit kodiertem ethnographischen Quellenmaterial, die online auf dem Netz der Universität Luzern und der Luzerner Hochschulbibliotheken abrufbar ist: http://ehrafWorldCultures.yale.edu 6. AnthropologyPlus Neu ist auch die wichtigste Fachdatenbank für herkömmliche ethnologische Themen AnthropologyPlus auf dem Netz der Universität Luzern und der Luzerner Hochschulbibliotheken abrufbar (Nachweise bis ins 19. Jh.): http://www.oclc.org/de/de/firstsearch/default.htm 7. IESBS (International Encyclopedia of the Social and Behavioral Sciences) Die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern verfügt nun auch über die elektronische Version der sozialwissenschaftlichen Standardenzyklopädie IESBS (International Encyclopedia of the Social and Behavioral Sciences). Die IESBS (erneuerte Ausgabe von 2001) ist ein 26-bändiges, fachübergreifendes Nachschlagewerk. Unter den Herausgebern figuriert Neil Smelser. Mit rund 4000 Artikeln, 150 biographischen Einträgen und 122.400 bibliographischen Referenzen handelt es sich dabei wohl um das umfassendste reference work auf seinem Gebiet. Die disziplinären Schwerpunkte sind Psychologie, Soziologie und Ethnologie. Sie finden die IESBS im eMenu Ethnologie / Elektronische Nachschlagewerke, oder direkt über diesen Link (IP- Range der Uni bzw. via ezProxy): http://www.sciencedirect.com/science/referenceworks/9780080430768. 8. Publikationen Larsen Peter: (2012) “IUCN, World Heritage and Evaluation Processes Related to Communities and Rights”, an independent review, IUCN World Heritage Programme (2012) ‘Extractive industries and biosphere reserves: towards a new sustainability agenda”’ NCCR, Bern & La Paz (2012) ‘Community tenure and REDD+’, Working Paper, WWF Rights and Livelihoods Program (co-authored) 9. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! 10. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Seit dem HS 2011 wird einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informations- kompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Seit dem HS 2011 ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz für Studierende verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. 6 http://www.unilu.ch/deu/outgoing_students_4182.aspx http://ehrafworldcultures.yale.edu/ http://www.oclc.org/de/de/firstsearch/default.htm http://www.sciencedirect.com/science/referenceworks/9780080430768 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (für Studienbeginn ab HS 2011) (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Cultural and Social Anthropology) Musterstudienplan Es wird hier nur der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein- gegangen. Ein wichtiger Unterschied betrifft die Wahl zwischen Major und Minor, die nicht erst – wie in anderen Fächern – mit der Entscheidung, in welchem Fach die Bachelorarbeit geschrieben wird, getroffen werden sollte. Die Musterstudienpläne für Major und Minor befinden sich im PDF-Format auf der Website der Kultur- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Ebenfalls finden Sie dort Musterstudienpläne für Studenten mit Studienbeginn vor HS 2011: http://www.unilu.ch/deu/bachelor_studiengaenge_137187.html I BA-Abschluss Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 Mündliche BA-Prüfung Major 5 BA-Arbeit Major 25 II Studienleistungen Major VL (benotet) Einführung in die Ethnologie 2*) A ssessm entstufe (1. & 2. Sem ester) PS Einführung in die Ethnologie 4 MS Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 PS Ethnographie 4 PS Klassiker der Ethnologie 4 (benotet) 1. Proseminararbeit zu PS oder MS**) 4 (benotet) 2. Proseminararbeit zu PS 4 Orientierungsgespräch Major 0 VL (benotet) Einführung in Bereiche der Ethnologie 2*) H auptstudium (3.-6. S em ) HS Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit im Bereich Wirtschaft und Ökologie 6 HS Hauptseminar imBereich Politik und Recht 4 (benotet) Hauptseminararbeit im Bereich Politik und Recht 6 HS Hauptseminar in einem Bereich freier Wahl 4 (benotet) Hauptseminararbeit in einem Bereich freier Wahl 6 Weitere Leistungen Major 17 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 50 IV Sozialkompetenz und Studienleistungen im Major, Minor oder in anderen Fächern Sozialkompetenz 4 Freie Leistungen Major, Minor o. davon unterschiedene Fächer 16 *) Für Vorlesungen können je nach Arbeitsaufwand auch 3 Credit Points vergeben werden. **) Auch Arbeiten, die zum Methodenseminar geschrieben werden, müssen inhaltlichen Charakter haben. Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Vorlesung (VL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung, da diese Kenntnisse nach dem Schulabschluss nicht vorausgesetzt werden können. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. 7 http://www.unilu.ch/deu/bachelor_studiengaenge_137187.html Während der Vorlesung werden regelmäßig kleine Aufgaben gestellt, die zur Übung und Überprüfung des Erlernten dienen. Für die Teilnahme und Lösung der Aufgaben gibt es 3 Credits. Die erfolgreiche Lösung der Aufgaben sowie das Bestehen der Klausur sind Voraussetzung für die Vergabe der Credits. Die studentischen Leistungen werden in dieser wie in allen anderen Vorlesungen benotet. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorgeschlagene Werke zum Einführungsstudium: Bettina Beer & Hans Fischer (Hg.), 2012. Ethnologie. Einführung und Überblick. (7. Aufl.). Reimer Verlag. Paul Durrenberger & Suzan Erem, 2010. Anthropology Unbound: A Field Guide to the 21st Century. (2. Aufl.). Paradigm Publishers. Frank Heidemann, 2011. Ethnologie: Eine Einführung. Vandenhoeck & Ruprecht. Joy Hendry, 2008. An Introduction to Social Anthropology. Sharing our Worlds. (2. Aufl.). Palgrave Macmillan. Bettina Beer(Hg.): Methoden ethnologischer Feldforschung. 2. Überarbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: Dietriech Reimer Verlag. Beer, Bettina & Hans Fischer, 2003. Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. Reimer Verlag. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorlesung (VL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Wirtschafts-, Politik- und Rechtsethnologie sowie in Religions- und Verwandtschaftsethnologie angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die Teilgebiete der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über Bereiche der Ethnologie und die dort behandelten Themen gegeben, die dann vor allem in den Schwerpunkten Wirtschafts-, Politik- und Rechtsethnologie in Hauptseminaren vertieft werden können. Die auch zu diesem Vorlesungstyp gehörende „Einführung in Geschichte und Schulen der Ethnologie“ soll einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie geben. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Vorlesung ist die Zielsetzung, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und mit welchen Verfahren sie diese analysieren. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Ethnographien In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Schwerpunk- ten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Südostasien, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. 8 Proseminar (PS): Klassiker der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Es kann auch erstetzt werden durch die Vorlesung „Geschichte der Ethnologie“. Die Veranstaltung wird einmal jährlich angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch bildet den Abschluss des Grundstudiums bzw. der Assessmentstufe und soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten zu Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums führen. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professoren statt. Die Termine sind direkt mit Ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren muss ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Scheinen sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden vorwiegend zu Schwerpunkten des Ethnologischen Seminars angeboten. Neben den beiden Schwerpunktbereichen werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen wie beispielsweise Migration, neuen Medien, Themen der Religionsethnologie oder der Kindheitsforschung in das Lehrprogramm aufgenommen, in der Absicht, lokale Lebenszusammenhänge in einer globalisierten Welt besser zu begreifen. Es muss aus beiden Schwerpunktgebieten mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Zwei der Arbeiten müssen in einem der Schwerpunktgebiete liegen. Die Bindung von zwei Arbeiten an die Schwerpunktgebiete gilt nur für Studierende im Fach Ethnologie, nicht für Studierende der Kulturwissenschaften. Die Arbeiten werden benotet. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem auch abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern: http://www.unilu.ch/files/flyer-plus-weisungen-scp_280111.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Hier sei insbesondere darauf hingewiesen, dass anstelle von Veranstaltungsbesuchen auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich ist, was jenen Studierenden entgegenkommt, denen der Besuch von Präsenzveranstaltung nur in eingeschränkter Weise möglich ist. 9 http://www.unilu.ch/files/flyer-plus-weisungen-scp_280111.pdf Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Wird die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich 2 Social Credits erworben werden. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 10 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (für Studienbeginn ab HS 2012) (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits vorhanden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches wird vor Aufnahme des Masterstudiums der Erwerb zusätzlicher Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die optional gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. In letzterem kann, in ersterem muss ein Masterseminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung besucht werden. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die frei wählbaren Studienleistungen im Major oder Minor um etwa die Hälfte. Die Social Credits werden mit den Credits für das Praktikum verrechnet, da letzteres Sozialkompetenz in hohem Masse einschliesst. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 II Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem der Schwerpunktgebiete des Ethnologischen Seminars *) 4 Schriftliche, benotete Arbeit zu MAS **) 6 MAS Masterseminar ***) 4 Schriftliche, benotete Arbeit ****) 6 Forschungspraktikum Major 18 Sozialkompetenz Major 4 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Leistungen Major oder Minor 13 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 I Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem der Schwerpunktgebiete des Ethnologischen Seminars *) 4 Schriftliche, benotete Arbeit zu MAS **) 6 MAS Masterseminar in Gebiet freier Wahl 4 Schriftliche, benotete Arbeit zu MAS 6 Weitere Leistungen Major 14 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 11 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Major oder Minor 17 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 *) Der Besuch des Seminars in einem der Schwerpunktgebiete ist eine Empfehlung. **) Empfohlen wird, diese Arbeit in einem der Schwerpunktgebiete zu schreiben. ***) Empfohlen wird, dieses Seminar im Gebiet der empirischen Methoden zu besuchen. ****) Empfohlen wird, diese Arbeit im Gebiet der Methoden zu schreiben (Verfassen eines Forschungskonzeptes). Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium Masterseminare (MAS) Die in der Regel Masterstudierenden vorbehaltenen Masterseminare werden vorwiegend zu Schwerpunktthemen des Ethnologischen Seminars angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA- Minor sollten die Masterseminare in den Schwerpunktgebieten absolviert werden, im MA-Major mit Feldforschungspraktikum sollte ein Masterseminar in einem Schwerpunktgebiet belegt werden. Masterseminar empirische Methoden Das im MA-Majorstudium mit Feldforschungspraktikum dringend empfohlene Seminar zu empirischen Methoden, in dem insbesondere qualitative Methoden behandelt und auch praktisch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor und sollte mit der Erarbeitung eines Feldforschungskonzeptes abgeschlossen werden. Masterseminararbeit Zu einem der in einem Masterseminar behandelten Themen sollte eine schriftliche Hausarbeit nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeit wird benotet und ist auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie soll einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Im Major ohne Feldforschungspraktikum und im Minor werden zwei Arbeiten gefordert, von denen eine in einem Schwerpunktbereich liegen sollte. Im Major mit Feldforschungspraktikum sollte eine der beiden Arbeiten ebenfalls in einem Schwerpunktgebiet und eine im Rahmen des Seminars empirische Methoden verfasst werden. Letztere sollte das Forschungskonzept für das Feldforschungspraktikum darstellen. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: − Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, − regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, − möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, − und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein 12 Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Sozialkompetenz Siehe oben: Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA Weitere und freie Studienleistungen Siehe oben: Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 13 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten geschildert, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von 6 Semestern konkret gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unterschritten als auch überschritten werden, wobei letzteres wohl wahrscheinlicher ist, gerade wenn parallel zum Studium noch teilweise einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Auch die Reihenfolge von Pflichtveranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Ethnographien“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Ethnographien Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Proseminar: Klassiker der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu Schwerpunkt I Hauptseminararbeit zu Schwerpunkt I Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar zu Schwerpunkt II Hauptseminararbeit zu Schwerpunkt II Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Vorstellen der Bachelorarbeit im Kolloquium Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar Schwerpunkt I Masterseminararbeit zu Masterseminar Schwerpunkt I Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar empirische Methoden Masterseminararbeit zum Seminar empirische Methoden (Forschungskonzept) Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Vorstellen Masterarbeit im Kolloquium Prüfungen 14 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 16.09.2013 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Außerdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen größeren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Methodenübung in Wissenschaftsforschung (MA) Vorlesung Einführung in die Ethnologie Vorlesung im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Vorlesung im Modul Weltgesellschaft (MA WG+WP) Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Hörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2011: Ethnologie. Einführung und Überblick. (7. Auflage). Berlin: Reimer. 15 Geschichte der Ethnologie I Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 08.15 - 10.00, ab 17.09.2013 FRO, 4.B01 Tutorat findet im Raum FRO, 4.B56 statt Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung soll einen Überblick über Vorläufer und Entstehung, Fragestellungen, Grundannahmen, Methoden und Theorien der Hauptrichtungen der Ethnologie geben. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig hilfreich, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Meist werden ältere, Wissenschaftlern vertraute Begrifflichkeiten, Tatsachen und Theorien in moderneren Darstellungen vorausgesetzt und nicht mehr erläutert. Zentral ist auch die Zielsetzung, Wissenschaft insgesamt als Prozess verständlich zu machen, in dem das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neue Ideen tatsächlich Jahrhunderte alt sein können. Wissenschaft ist eingebunden in ihren sozialen und kulturellen Kontext, auch um die daraus entstehenden Wechselbeziehungen wird es gehen. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen – beginnend mit dem klassischen Altertum – und bis zu den ersten Anfängen der "modernen" Ethnologie Mitte des 20. Jahrhunderts reichen. Darauf aufbauend wird im folgenden Semester eine Vorlesung "Geschichte der Ethnologie II" angeboten, die in neuere theoretische Ansätze einführt. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum werden auf OLAT bereit gestellt. Für die Vorlesung gibt es nach erfolgreich bestandener Klausur 3 CP und für das begleitend stattfindende Tutorat 1 CP. Das Tutorat ist nicht verpflichtend und für Studierende gedacht, die den in der Vorlesung vermittelten Stoff vertiefen und die Aufgaben besprechen wollen. Das Tutorat findet alle zwei Wochen statt und wird von Sara Duerr geleitet. Den Termin stimmen die TeilnehmerInnen zu Beginn des Semesters mit Sara Dürr ab. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Vorlesung im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Barnard, A. 2000. History and Theory in Anthropology: Cambridge University Press de Waal Malefijt, Annemarie. 1976. Images of Man. A History of Anthropological Thought. New York: Alfred Knopf. Harris, Marvin. 1969 The Rise of Anthropological Theory. A History of Theories of Culture. London: Routledge & Kegan Paul. Hays, H. R.: 1958. From Ape to Angel. An Informal History of Social Anthropology. New York: Capricorn Books. (Neuauflagen 1969, 1981). Hodgen, Margaret. 1964 Early Anthropology in the Sixteenth and Seventeenth Centuries. Philadelphia Univ. of Pennsylvania Press. Müller, Klaus E. 1997. Geschichte der antiken Ethnologie. rowohlts enzyklopädie. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Petermann, Werner. 2004. Die Geschichte der Ethnologie. Wuppertal: Peter Hammer Verlag. Vermeulen, Han F. und Arturo Alvarez Roldán (Hrsg.). 1995. Fieldwork and Footnotes. Studies in the History of European Anthropology. London und New York: Rotledge. 16 Geschichte der Ethnologie I: Paradigmas und Kontexte Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 18.09.2013 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Mit dieser Vorlesung beginnt ein zweisemestriger Zyklus, der einen Überblick über die in der Ethnologie gängigen Theorien der Gesellschaft vermitteln soll. Im Herbstsemester werden die Ethnologie der Aufklärungszeit (des 18. Jh.), der klassische sowie neuere Spielformen des Evolutionismus und des Historischen Materialismus im 19. und 20. Jh., sowie Kulturgeschichte und Diffusionismus der ersten Hälfte des 20. Jh. behandelt. Es soll bei der Diskussion dieser Denkschulen ein Mittelweg zwischen einer paradigmatisch orientierten und einer historischen Darstellungsform beschritten werden. Die grundlegenden Elemente dieser Denkschulen (Grundbegriffe und Haupthemen, Erklärungsmodalitäten etc.) werden ebenso berücksichtigt wie die kulturell-historischen Kontexte, in denen diese Denkansätze ihre Wirksamkeit entwickelt haben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in Bereiche der Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur Einen allgemeinen Überblick über die Theoriengeschichte vermitteln: Barnard, Alan (2000) History and Theory in Anthropology. Cambridge: Cambridge University Press. Layton, Robert (1998) An Introduction to Theory in Anthropology. Cambridge: Cambridge University Press. Petermann, Werner (2004) Die Geschichte der Ethnologie. Wuppertal: Peter Hammer Verlag. 17 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 16.09.2013 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem einführenden Proseminar (für Studierende der Ethnologie obligatorisch) wird anhand eines Lehrbuchs ein Einblick in die zentralen Themenbereiche und Grundbegriffe des Fachs gegeben. Anhand einer Auswahl ethnographischer Beispiele aus aller Welt wird die Vielfalt und Breite des Fachs veranschaulicht und kulturelle Phänomene jeweils auch im Vergleich zur eigenen Gesellschaft erläutert. Es werden klassische Themengebiete (Strukturen des sozialen Zusammenlebens, Verwandtschaft und Gender, politische und wirtschaftliche Organisation, Kosmologie, Ritual, etc.), Grundbegriffe (Reziprozität, Symbolismus, Habitus etc.), sowie aktuelle Themen und Debatten der Ethnologie (Developmentalism, Environmentalism, Sinneswahrnehmung, neue Medien etc.) behandelt. Zudem wird in diesem Proseminar das wissenschaftliche Arbeiten (Recherchieren, Aufbau von Referaten, Präsentation, Anfertigung eines Handouts etc.) eingeübt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Methodenübung in Wissenschaftsforschung (MA) Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Literatur Michael Herzfeld, Anthropology: Theoretical Practice in Culture and Society. Oxford: Blackwell Publishing 2006. Bettina Beer & Hans Fischer, Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Dietrich Reimer Verlag 2009. 18 Einführung in die Politikethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 17.09.2013 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Diese Einführungsveranstaltung bietet einen Einblick in klassische und aktuelle Themenbereiche und Fragestellungen der Politikethnologie. Anhand zahlreicher ethnographischer Fallbeispiele aus aller Welt werden politische Prozesse und sich daraus ergebende Konflikte in einfachen wie in komplexen Gesellschaftssystemen (Wildbeuter, tribale Gesellschaften, Staaten) untersucht. Es wird aufgezeigt, wie politische Macht zustande kommt und wie sie sich in unterschiedlichen Gesellschaftsformen – auch unserer heutigen globalisierten Welt - manifestiert. Es wird analysiert, welche Legitimationsstrategien politische Führer anwenden, um Macht zu erlangen und zu verteidigen, und unter welchen Bedingungen sich Beherrschte gegen die Forderungen und Dominanz politischen Eliten zur Wehr setzen können. Politische Konflikte zwischen Individuen, Interessengruppen oder Lokalgruppen und Staaten, sowie die Institutionen und Formen zu deren Beilegung durch Schlichtung, Vermittlung, Rechtsprechung oder Krieg werden ebenso thematisiert wie die vielfältigen Bezüge von politischen Strukturen zu Wirtschaft, Verwandtschaft und Religion. All diesen Themen gemeinsam ist, dass sie aus einer ausgeprägt ethnologischen Sichtweise - d.h. mit Blick auf die daran beteiligten Individuen und das soziale und kulturelle Umfeld, in dem sie sich bewegen - analysiert werden sollen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Präsentation mit 5-10 seitigem Handout) (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur Lewellen, Ted (2003) Political Anthropology: An Introduction. 3rd Edition. Westport und London: Praeger. 19 Ethnographien: Dobe Ju/‘hoansi und Zinacantecos Dozent/in: Dr. phil. Angelica Wehrli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 18.09.2013 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem Proseminar werden wir zwei Ethnographien aus der Reihe “Case Studies in Cultural Anthropology” lesen und auf diese Weise unterschiedliche Lebenswelten kennen lernen. Im ersten Teil dieses Proseminars widmen wir uns den Dobe Ju/‘hoansi, die im südlichen Afrika leben und im zweiten Teil den Zinacantecos aus Mexiko. Das Ziel dieses Proseminars ist es wichtige Begriffe und Konzepte der Ethnologie kennen zu lernen sowie den eigenständigen, kritischen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur zu üben. Dazu werden Grundbegriffe der Ethnologie vorgestellt und zwei Gesellschaften in ihren jeweiligen Lebenswelten analysiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Proseminar Einführung in die Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: angelica.wehrli@unilu.ch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Hörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Lee, Richard B. 42012 (1984): The Dobe Ju/‘hoansi. Toronto: Wadsworth. Vogt, Evon Z. 21990 (1970): The Zinacantecos of Mexico: A Modern Maya Way of Life. Fort Worth: Hartcourt Brace Jovanovich College Publishers. 20 Ethnologie der Ernährung Dozent/in: Petra Panenka, M.A. Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2013 FRO, HS 4 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Essen und Trinken ist ein universelles Grundbedürfnis des Menschen. Jeder Mensch isst, doch nicht alle Menschen essen das Gleiche! Was in einer Kultur als essbar angesehen wird, mag in einer anderen als ungenießbar gelten. Wer mit welchen Personen gemeinsam isst, folgt meist bestimmten kulturellen Regeln. Wann, wie und wo Nahrungsmittel angeeignet, zubereitet und gegessen werden, wird nicht nur durch das ökologische und materielle Umfeld festgelegt. Vielmehr wird die Ernährungsweise durch soziale und kulturelle Faktoren beeinflusst und konstruiert. Das beginnt bei der Produktion und geht über die Zubereitung, sowie die Distribution bis hin zur Kommensalität. Im Laufe dieser Prozesse dient Nahrung als ein ‚Medium’ um eine weite Reihe von kulturellen Praktiken und gesellschaftlichen Strukturen zu beleuchten. Die Erforschung einer Esskultur ermöglicht einen Einblick in ökonomische, politische, religiöse, sprachliche oder medizinische Bereiche und die soziale Organisation einer Gesellschaft. Eine holistische Analyse der Ernährungsweise kann die verschiedenen Bereiche miteinander verknüpfen und soziale Dynamiken aufzeigen durch welche z.B. Identitäten, Beziehungen und Hierarchien geschaffen und reproduziert werden. Obwohl die Ernährung teilweise bereits früh Bestandteil ethnologischer Forschung war, stieg das Interesse erst in den 70iger Jahren zunehmend an und die ‚Ethnologie der Ernährung’ entstand als eigener Teilbereich. Das Seminar bietet eine allgemeine Einführung in die Ethnologie der Ernährung und behandelt theoretische und methodologische Ansätze. Dabei werden neben einigen klassischen Texten auch regionale Beiträge besprochen und aktuelle Zusammenhänge zwischen Migration, Globalisierung und Ernährung diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Proseminar Einführung in die Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: petra.kadlec@stud.unilu.ch Hörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Counihan, Carole and Penny Van Esterik (eds.; 2007): Food and Culture. A Reader. New York:Routledge Belasco, Warren James (2008): Food. The Key Concepts. Oxford:Berg 21 Klassiker der Ethnologie Dozent/in: Dr. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2013 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Die Lektüre von Klassikern dient der Kenntnis der zentralen Vertreter und Fachgeschichte der Ethnologie. Im Proseminar werden deshalb u.a. Texte von Clifford Geertz, Margaret Mead und Marcel Mauss gelesen. Im Zentrum steht dabei die Diskussion, in welchem Kontext sie entstanden sind, welcher wissenschaftliche Diskurs die Argumentation prägte und welche Ziele der Autor/die Autorin verfolgte. Durch diese Vergegenwärtigung der Geschichte der Ethnologie wird es möglich die Verbindung zu aktuellen Diskussionen und Themen des Faches herzustellen. Im Seminar werden also ethnografische Themen, sowie methodologische und theoretische Fragestellungen erörtert. Die Studierenden lernen dabei auch den Umgang mit wissenschaftlichen Texten. Das (kritische) Lesen und Diskutieren von Texten wird geübt, die empirische Relevanz hinterfragt und die historische Entstehungsgeschichte mit einbezogen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Klassiker der Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Anthropologie der Entwicklungszusammenarbeit Dozent/in: Dr. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 19.09.2013 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Die kritische sozialwissenschaftliche Begleitung der Entwicklungs- zusammenarbeit (EZ) hat die Kompetenz der Entwicklungsexperten und - Agenturen für die Steuerung der hochkomplexen Prozesse gesellschaftlicher Entwicklung häufig in Frage gestellt. Die deutschsprachige Ethnologie der Entwicklung hat die Praxis der EZ auf Projektebene als Vermittlung zwischen strategischen Gruppen beschrieben und die Vielfalt divergierender Gruppeninteressen als die eigentliche Grundproblematik der EZ identifiziert. Auf internationaler Ebene dominieren Ansätze, welche den hegemonialen Charakter der EZ thematisieren. In jüngerer Zeit ist wieder Bewegung in die wissenschaftliche Auseinandersetzung gekommen. So werden etwa Entwicklungsexperten in besonderer Weise untersucht. Auch liegen neue Arbeiten vor, welche die EZ historisch einordnen. Das Seminar wird sich mit grundlegenden Arbeiten der Ethnologie der Entwicklung und der Anthropology of Development beschäftigen. Besonders wichtig wird dabei die Analyse der Beziehung zwischen Entwicklungsexperten und lokalen Akteuren sein. Auf diese Weise soll die Heterogenität und die Polyzentrik der Machtverhältnisse in der Theorie und Praxis der EZ verdeutlicht werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) 22 Bauern weltweit: Haushalt, Acker, Markt Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2013 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit Themen, Modellen und Theorien, welche die Ethnologie zur Analyse von kleinbäuerlichen Lebens- und Produktionsverhältnissen entwickelt hat. Kleinbauern machen immer noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung in weniger industrialisierten Ländern aus. Das Seminar stellt verschiedene Modelle von Produktionsstrategien bäuerlicher Haushalte zur Diskussion. Die Ausstattung kleinbäuerlicher Haushalte mit Land, Kapital und Arbeitskräften wird ebenso diskutiert wie der Umstand, dass sie gleichzeitig Produktions- und Konsumtionseinheiten sind. Als nächstes kommt der Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und der Modalität der Landnutzung zur Sprache, der anhand der ”Tragödie der Allmende” (Hardin) thematisiert wird. Daran schliesst sich die Diskussion des Zusammenhangs zwischen Bevölkerungszunahme und Produktions- intensivierung an (Boserup). Den Abschluss des Seminars bildet der Komplex: Subsistenz- und Marktproduktion. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Präsentation mit 5-10 seitigem Handout) (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur Ellis, Frank (2003) Peasant economics. Cambridge: Cambridge University Press. Netting, Robert (1993) Smallholders, householders. Stanford: Stanford University Press. 23 Contemporary Issues in the Anthropology of Religion Dozent/in: Donald Gardner, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 18.09.2013 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Historically, the study of religion has been at the centre of the social sciences, but this is especially true of anthropology, which has tended to follow Durkheim in seeing religion as a "pimordial institution". Recently, though, various critiques, in conjunction with the effects of globalization, have transformed this traditional approach; indeed, the very concept of religion--and its implied contrast, "secularism"--is now under discussion. The theoretical effects of the rapidly growing "anthropology of Christianity" (a study that reflects the rapid spread and diversification of evangelical /Pentecostal churches in Africa, South America and Oceania) have been particularly significant. In this course we will examine aspects of these developments theoretically and ethnographically. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft Hauptseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: Don.Gardner@anu.edu.au Literatur All literature will be provided electronically. Preliminary reading: Simon Coleman: 'Recent Developments in the Anthropology of Religion' in: The New Blackwell Companion to the Sociology of Religion. Bryan S Turner (ed) 2010. 24 Landkonflikte in Kambodscha: Politik des lokalen Widerstandes Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 16.09.2013 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Kambodscha hat eine lange Vorgeschichte von Landkonflikten. Nach zwei Dekaden Krieg und Bürgerkrieg waren die 1990er Jahre gekennzeichnet durch eine Bevölkerung in prekären und ungeklärten Verhältnissen mit vielen Rückkehrern aus Flüchtlingscamps; marktwirtschaftliche Öffnung; unsichere Bodenbesitzverhältnisse, land grabbing und zahllose Landkonflikte ohne wirksame institutionelle Mittel, um sie zu lösen. Das Landgesetz von 2001 sowie entsprechende staatliche Politiken, Gesetze und Behörden wurden geschaffen, um die Landkonfliktsituation zu verbessern. Heutzutage sind die Landkonflikte nicht auf einen Mangel an relevanten Politiken und Gesetzen zurückzuführen, welche auf die Lösung der Probleme abzielen, sondern auf die Unfähigkeit und/oder den politischen Unwillen, sie auch wirklich fair und wirksam anzuwenden. So werden die Verordnungen und Gesetze völlig unzureichend umgesetzt und die Bürger sind kaum darüber informiert, welche Rechte und Mittel ihnen zustehen würden und wie sie diese erlangen könnten. Erschwerend kommt die aktuelle Politik der Vergabe von Konzessionen über riesige Flächen für die agro-industrielle Nutzung hinzu. Alle UN Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Kambodscha der letzten 15 Jahre haben ihre grosse Besorgnis bezüglich der schwerwiegenden Auswirkungen der Konzessionspolitik der Regierung auf die Menschenrechte und livelihoods der lokalen Gemeinschaften geäussert (OHCHR 2004, 2007, 2012). Die Situation in Kambodscha wird als die schlimmste der Region eingeschätzt, mit einer Unzahl von Zwangsräumungen, Vertreibungen, Umsiedlungen und Enteignung von Land- und Waldressourcen (Barney 2007). Vor diesem Hintergrund wollen wir uns im Hauptseminar mit der Frage beschäftigen, wie von Landverlust und Vertreibung betroffene Gemeinschaften sich organisieren und zur Wehr setzen und welche nationalen und internationalen Organisationen ihnen dabei wie zur Seite stehen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Empfohlen zur Erarbeitung des nötigen Hintergrundwissens: OHCHR 2004. Land concessions for economic purposes in Cambodia. A human rights perspective. Phnom Penh: OHCHR Cambodia. OHCHR 2007. Economic land concessions in Cambodia. A human rights perspective. Phnom Penh: OHCHR Cambodia. OHCHR 2012. A human rights analysis of economic and other land concessions in Cambodia (Addendum to the main report). Phnom Penh: OHCHR Cambodia. 25 New Directions in Environmental Anthropology Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 18.09.2013 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Anthropology has long dealt with environmental relations or interactions from a diversity of perspectives ranging from environmental determinism over culture and adaptation to political ecology. Environmental anthropology is today a vibrant subfield rethinking human environmental relationships both in terms of our basic understanding as well as the ways in which we address environmental challenges of our times. We will discuss different conceptual frameworks and long-standing debates such as nature vs. culture, materialist vs. symbolic approaches as well as grapple with the politics and practice of environmental change. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: peter.larsen@unilu.ch Hörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Readings will combine article and ethnographies along with reference works as the following: Dove, Michael and Carpenter, Carol (2007), Environmental Anthropology: A Historical Reader. (Malden, MA: Blackwell Publishing). Townsend, Patricia K. (2009), Environmental anthropology: from pigs to policies, 2nd edition (Long Grove: Waveland Press, Inc.). 26 Person und Selbst, Individuum und Dividuum - Theorien und Kulturvergleiche Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 16.09.2013 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: So zentral der Begriff der Person in jeder Kultur ist, so variabel erscheint er im Kulturvergleich. Was aber ist überhaupt eine Person? In welchem Verhältnis steht sie zum Indivuum und zum Selbst? Und wie hängen diese Begriffe mit unterschiedlichen Wirtschaftsweisen, Gesellschafts- und Rechtsordnungen und religösen Vorstellungen zusammen? Hat sich das Indivuum oder der individualistische Begriff der Person nur in der europäischen Gesellschaft herausgebildet und von hier ausgebreitet? Und was bedeutet es, wenn die Person durch das Kollektiv begriffen wird? Gibt es den Gegensatz von Individuum und Dividuum? In diesem Hauptseminar werden ausgehend von Marcel Mauss' letzter Publikation "Une catégorie de l'esprit humain: la notion de personne celle de 'moi'"(1938) klassische und zeitgenössische Theorien der Person behandelt, wobei ein besonderes Augenmerk auf die ethnographischen Kontexte gelegt wird, zu deren Verständnis die Theorien entwickelt wurden. Zur Sprache kommen unter anderen die Studien von Hallowell über die Ojibwa- Indianer, von Fortes über die Tallensi in Ghana, von Dumont über die indische Gesellschaft, von Geertz über Bali, von Hardman über die Rai in Nepal und von Rasmussen über die Tuareg. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Zur Einführung empfohlen: Marcel Mauss, Une catégorie de l'esprit humain: la notion de personne celle de 'moi'" (1938). (http://classiques.uqac.ca/classiques/mauss_marcel/socio_et_anthropo/5_Une_categorie/Une_categorie.html); Clifford Geertz, Person, time, and conduct in Bali (1966), (http://hypergeertz.jku.at/GeertzTexts/Person_Time_Conduct.htm). Maurice Bloch, The Blob, in: Anthropology of the Century, No. 1, 2011 (http://aotcpress.com/articles/blob/) 27 Polyreligiosität im Sozialismus Dozent/in: Dr. phil. Angelica Wehrli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 18.09.2013 FRO, 4.A07 Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Gemeinhin wird der Sozialismus nicht mit einer Vielfalt von Religion in Verbindung gebracht. Vielmehr tritt wohl das bekannte Diktum von Karl Marx in Erinnerung, wonach Religion "Opium für das Volk" sei und somit Religion in einer sozialistischen Gesellschaft keinen Platz einnehmen dürfe. Die Staatsdoktrin zahlreicher sozialistischer Staaten beinhaltete den offiziell proklamierten Atheismus, der zuweilen mit einer konsequenten Unterdrückung von religiösen Aktivitäten und Bewegungen einherging. Der Zusammenbruch des Ostblocks im Jahr 1989 ging jedoch nicht nur in ökonomischer und sozialer, sondern auch in religiöser Hinsicht mit Öffnungen einher. In diesem Seminar werden wir uns einigen der letzten offiziell, sozialistischen Staaten widmen und die Polyreligiosität im Sozialismus exemplarisch anhand von Kuba und Venezuela analysieren. Welche Religionen werden zurzeit in Kuba und Venezuela praktiziert und weshalb schenken zahlreiche Personen mehreren Religionen gleichzeitig Glauben? Inwiefern kann von "Synkretismus" gesprochen werden? Wie hat sich das Verhältnis zwischen Staat und Religion seit dem Beginn der kubanischen Revolution im Jahre 1959 entwickelt? Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns im Rahmen dieses Seminars detailliert auseinander setzen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: angelica.wehrli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Eine Literaturliste zu den einzelnen Themen sowie zu den Sitzungen wird am Anfang des Seminars elektronisch bereitgestellt. 28 Rohstoffgewinnung: ökonomische und soziokulturelle Folgen Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Prof. Dr. Roland Hodler Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 16.09.2013 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In vielen Ländern des Südens stammt ein grosser Teil der Deviseneinnahmen aus der Rohstoffgewinnung, was sich auf die nationale staatliche Politik wie auch die internationalen Beziehungen auswirkt. Viele rohstoffreiche Länder des Südens weisen trotz dieser Einnahmen nur sehr niedrige Wachstumsraten und Wohlstandsniveaus auf. Daher wird oft von einem Ressourcenfluch gesprochen. Ein Ziel ökonomischer Forschung ist es zu verstehen, unter welchen Bedingungen tatsächlich ein Ressourcenfluch vorliegt, und unter welchen Bedingungen die Rohstoffgewinnung zu mehr Wachstum und Wohlstand führen kann. Daher untersuchen Ökonomen (und Politologen) auch die Auswirkung von Rohstoffgewinnung auf Wechselkurse und andere Wirtschaftssektoren, auf Korruption und Regierungsführung, auf Eigentumsrechte und den Demokratisierungsprozess, sowie auf politische Stabilität und Bürgerkriege. Es werden aktuelle Zeitschriftenartikel zu diesen Themen besprochen. Ziel ethnologischer Forschungen ist es, die Folgen geplanter und tatsächlich durchgeführter Rohstoffgewinnung für lokale und regionale Bevölkerungen, sowie deren Einbindung in nationalstaatliche und globale Zusammenhänge und Prozesse zu untersuchen. Rohstoffgewinnung kann sowohl drastische Folgen für die physische Umwelt als auch komplexe Auswirkungen auf die Existenzgrundlage (z.B. Landbesitz und -rechte) und das Leben lokaler Bevölkerungen in den Abbaugebieten haben. Diese Auswirkungen beginnen mit Erwartungen (Einkommen, Konsummöglichkeiten, Bildung, sozialer Aufstieg) und dem Wandel kultureller Werte, welche Planungs- oder Explorationsphasen begleiten. Sie setzen sich über Generationen fort und bewirken tiefgreifenden soziokulturellen Wandel (z.B. Geschlechterbeziehungen, Verwandtschaftsverhältnisse, soziale Ungleichheit) und eine irreversible Veränderung der Lebensweisen. An konkreten Beispielen von Bergbauprojekten und Ölpalmplantagen auf verschiedenen Kontinenten werden neueste ethnologische Forschungen vorgestellt und in theoretische Zusammenhänge eingebunden. Erste eigene Forschungsergebnisse zu Gold- und Kupfer-Minen in Papua-Neuguinea werden in die Diskussionen einfliessen. Voraussetzungen: Vorkenntnisse in Ökonomie und Ethnologie Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Ökonomie MA Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Masterseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar in Ethnologie Masterseminar Wirtschafts- und Politikethnologie Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Ökonomie MA Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Wirtschafts- und Politikethnologie Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay oder Referat) (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch / roland.hodler@unilu.ch 29 Forschungskolloquium Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi, 17.15 - 19.00, ab 18.09.2013 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenz- punkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Bestätigte Teilnahme (2 Cr) Kontakt: peter.larsen@unilu.ch 30 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen The Politics of International Migration Dozent/in: Prof. Dr. Jean-Thomas Arrighi Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Vorbesprechung: Mo, 16.09.2013, 13.15 - 15.00 FRO, HS 13 Terminierung 1: Fr, 04.10.2013, 09.15 - 18.00, Sa, 05.10.2013, 08.15 - 17.00 FRO, 3.B52 Terminierung 2: Fr, 25.10.2013, 09.15 - 18.00, Sa, 26.10.2013, 08.15 - 17.00 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: According to estimates provided by the United Nations Population Division, there were 214 million international migrants in 2009, a figure which represents hardly more than 3 percent of the world population. In sharp contrast with the extraordinary acceleration of the circulation of goods and capital across borders in the wake of globalisation, today's proportion of international migrants is significantly lower than in the nineteenth century and has remained remarkably stable over the past 50 years. Yet, the movement of people from one sovereign state to another has become a major field of contestation both in domestic politics – whether of receiving or sending countries, and in global politics – as illustrated by the proliferation of international agencies and civil society associations dealing exclusively with migration issues. This course aims to critically examine the challenges and opportunities posed by migrations in the context of an international system predominantly made of territorial nation states recognising the borders separating one another as meaningful. The first part of the course introduces the main historical patterns and theoretical explanations of human mobility in a comparative perspective. It also reviews different types of migration and encourages students to reflect upon the role played by international actors in constructing these categories and on their implications for migrants themselves. The second and third parts examine how sending and receiving countries have sought to manage the consequences of international migrations by comparing state practices and policies in a large number of countries. The fourth and final part proposes to move beyond the prevailing state-centric perspective by studying how the consolidation of supranational institutions and the empowerment of regional and local governments have profoundly transformed the governance of international migrations. All theoretical discussions will be illustrated with a variety of case studies, the selection of which will partly depend on students' research interests. As migration studies is essentially an interdisciplinary field, all social science students interested in a truly global phenomenon are welcome to register. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft MA Hauptseminar im Bereich Politische Theorie Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Politik & Wirtschaft Hauptseminar in Politikwissenschaft Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Essay) (4 Cr) 31 Begrenzung: Begrenzung der Studierendenzahl vorbehalten, bevorzugt werden Studierende ab dem 3. Semester Kontakt: Jean-Thomas.Arrighi@EUI.eu oder polsem@unilu.ch Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie und Vergleichene Politikwissenschaft Material: wird auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur 1. Wimmer, Andreas, and Glick-Schiller, Nina. “Methodological Nationalism and Beyond: Nation- Building, Migration, and the Social Sciences.” Global Networks Vol. 2 No. 4 (2002): 301-334.Kymlicka, Will. “The Rise and Fall of Multiculturalism? New Debates on Inclusion and Accommodation in Diverse Societies.” International Social Science Journal Vol. 61 No. 199, (March 2010): 97-112. 2. Brubaker, Rogers. “The ‘Diaspora’ Diaspora.” Journal of Ethnic and Racial Studies Vol. 28 No. 1 (2005): 1-19. 3. Art, David. “The European Radical Right in Comparative-Historical Perspective.” Paper delivered at the American Political Science Association, Philadelphia, September 2006 4. Soysal, Yasemin. “Changing Citizenship in Europe: Remarks on Post-National Membership and the Nation-State.” In Rethinking European Welfare: Transformations of Europe and Social Policy, edited by Gail Lewis et al. 17-29. London: SAGE publications, 2001. 32 Zur gesellschaftlichen Konstruktion von Ungleichheit: Klasse, 'Rasse' und Geschlecht Dozent/in: Dr. des. Martin Petzke Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Termine: Wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2013 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: „Rasse“/Ethnizität, sozioökonomische Klasse und Geschlecht bilden zentrale Achsen sozialer Ordnung und Identität. Das Seminar geht zum einen dem konstruierten Charakter dieser Dimensionen nach, indem es erörtert, wie diese erst im gesellschaftlichen Verkehr markiert, stabilisiert und mit einer sozialen Relevanz ausgestattet werden. Es widmet sich zum anderen den messbaren Diskriminierungen, die entlang dieser Achsen verlaufen, und fragt nach ihren Ursachen, Mechanismen und Folgen. Anhand der Diskussion einschlägiger Theorien und empirischer Studien eröffnet das Seminar einen soziologisch informierten Zugang zu einem Thema, das an politischer Brisanz kaum eingebüsst hat, wie anhaltende Debatten um Quotenregelungen und Chancen sozialen Aufstiegs zeigen. Voraussetzungen: Das Seminar setzt die Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit englischsprachigen Texten voraus. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Soziologie BA Hauptseminar im Modul Kommunikationsmedien Hauptseminar in Soziologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Soziologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (4 Cr) Kontakt: martin.petzke@unilu.ch Material: Seminarapparat und OLAT Literatur Zur Einführung in das Thema: Bourdieu, Pierre (2005): Die männliche Herrschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp. 33 Religiöse Parallelgesellschaften oder Brücken in die Gesellschaft? Immigrierte Religionsgemeinschaften in Europa Dozent/in: Durchführender Fachbereich: KSF \ Religionswissenschaft Termine: Wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2013 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar behandelt die Thematik, inwiefern ethnisch und religiös begründete Gemeinwesen von (zumeist) Immigrantengruppen soziale Formen gesellschaftlicher Absonderungen und damit sogenannte „Parallelgesellschaften“ innerhalb einer pluralen Gesellschaft darstellen. Oder handelt es sich bei diesen Vergemeinschaftungsorten eher um Kontaktzonen, die Brücken in die Gesellschaft und Wege hin zu einer gesellschaftlichen Einübung und Teilhabe bilden? Dieser Frage wird das Seminar anhand von Literatur und praktischer Anschauung nachgehen. Kritisch zu fragen ist, was eine sogen. „Parallelgesellschaft“ konstituiert und inwiefern diese tatsächlich so parallel und beziehungslos zur umgebenden Gesamtgesellschaft ist. Wann kam der Begriff der „Parallelgesellschaft“ im politischen Diskurs auf, wer benutzt ihn mit welchem Zweck und warum wird er von Kritikern als „Kampf- und Wertungsbegriff“ bezeichnet? Das Seminar wird religiöse und sprachlich-kulturelle Konzentrationen in der Schweiz, Europa und den USA behandeln und diese „Sinn-Orte“ (R. Orsi) dahingehend analysieren, inwiefern sie Formen gesellschaftlicher Desintegration oder gesellschaftlicher Eingliederung darstellen. Bestandteil des Seminars ist auch ein praktischer ‚Forschungsteil‘, in dem Teilnehmende selbstständig solche Orte, Konzentrationen und sogen. „Parallelgesellschaften“ erkunden und ihre Einsichten und Erfahrungen in das Seminar einbringen. Ziel des Seminars ist die Behandlung und Analyse der Bildung von religiösen und ethnischen Konzentrationen und deren Funktionen für die beteiligten Gruppen und für die gesellschaftliche Umwelt. Voraussetzungen: BA Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Prüfung: keine Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Religionswissenschaft MA Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar in Religionswissenschaft Masterseminar Religionsforschung Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Weitere Studienleistungen im Sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt Religionsforschung Prüfungsmodus / Credits: Mündliches Engagement; Kurzreferat (4 Cr) Kontakt: martin.baumann@unilu.ch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform Literatur Alba, Richard et al. (eds.) Immigration and Religion in America. Comparative and Historical Perspectives, New York 2009. Nagel, Alexander-Kenneth (Hg.), Diesseits der Parallelgesellschaft. Neuere Studien zu religiösen Migrantengemeinden in Deutschland, Bielefeld 2012. Portes, Alejandro/Rumbeaut, Ruben G., Immigrant America, Berkeley, Los Angeles, 3. Aufl. 2006. Schiffauer, Werner, Parallelgesellschaften. Wie viel Wertekonsens braucht unsere Gesellschaft? Für eine kluge Politik der Differenz, Bielefeld 2008, 2. Aufl. 2011. 34 35 Ethnologisches Seminar Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2013 MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG 08.15-10.00 Bettina Beer Vorlesung: “Geschichte der Ethnologie I” 4.B01 10.15-12.00 Esther Leemann Hauptseminar: „Landkonflikte in Kambodscha: Politik des lokalen Widerstands 4.B02 Jürg Helbling Proseminar: “Einführung in die Politikethnologie” 4.B47 Jürg Helbling: Vorlesung: “Geschichte der Ethnologie: Paradigmas und Kontexte I” 3.B57 Thomas Hüsken Proseminar: „Klassiker der Ethnologie“ 3.B47 12.15-13.00 13.15-15.00 Bettina Beer Vorlesung: “Einführung in die Ethnologie” 3.B58 Werner Egli Hauptseminar „Person und Selbst, Individuum und Dividuum - Theorien und Kulturvergleiche“ 3.B57 Petra Panenka Proseminar: „Ethnologie der Ernährung“ HS4 Jürg Helbling Hauptseminar: Bauern weltweit: Haushalt, Acker, Markt 4.A05 Peter Larsen Hauptseminar „New directions in environmental anthropology“ HS11 Angelica Wehrli Hauptseminar: „Polyreligiosität im Sozialismus“ 4.A07 15.15-17.00 Bettina Beer Roland Hodler Masterseminar: “Rohstoff- gewinnung: ökonomische und soziokulturelle Folgen” 4.B54 Werner Egli Proseminar: “Einführung in die Ethnologie” 3.B57 Sara Dürr Tutorat: Tutorat zur Vorlesung "Geschichte der Ethnologie I“ (Bettina Beer) 4.B56 Jürg Helbling Werner Egli BA-/MA- Kolloquium 14-tägig ab 24.9.13 3.B06 Don Gardner Hauptseminar: „Contemporary Issues in the Anthropology of Religion“ HS11 Angelica Wehrli Proseminar: „Ethnographien: Dobe Ju/‘hoansi und Zinacantecos“ 4.A07 Thomas Hüsken Proseminar: „Anthropologie der Entwicklungs- zusammenarbeit“ 3.B57 17.15-19.00 Peter Larsen Kolloquium: “Forschungskollo quium” 4.B01

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    Weidmann. “Is the Phone Mightier than the Sword? Cell Phones and Insurgent Violence in Iraq”. In: [...] with different cultural norms than those prevalent in the general society. The terrorist’s attacks

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