• Zum Hauptinhalt springen
  • Zur Haupt-Navigation springen
  • Zur Unternavigation/zum Nebeninhalt springen
  • Zur Suche springen
  • Zur Meta-Navigation springen
  • Zum Footer springen
Universität Luzern
  • Startseite
  • Aktuell ausgewähltSuche
  • Teilen
  • Drucken
  • Zeige Ergebnisse auf English (Treffer)Treffer)

Suchergebnisse für multiplen

Filter0

Filtern nach

163 Treffer

    • Dokument

    untitled

    untitled Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK VORLESUNGSVERZEICHNIS FRÜHJAHRSSEMESTER 2016 INFORMATION 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen ............................................................................................................................... 4 Termine ................................................................................................................................. 5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik ................................................. 6 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen……………………………………………………….10 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen ........................................................ 14 Modul Weltgesellschaft .................................................................................................... 14 Modul Weltpolitik .............................................................................................................. 33 Modul Forschung-Praxis-Methoden ................................................................................. 77 Kolloquien ........................................................................................................................ 98 4 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, Dr. des. Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Samuel Huber E-Mail: samuel.huber@unilu.ch Leitung Studiengang Prof. Dr. Bettina Beer Büro 3.A28 E-Mail: bettina.beer@unilu.ch 041 229 55 70 ordentliche Professur für Ethnologie und Prof. Dr. Joachim Blatter Büro 3.B16 E-Mail: joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 ordentlicher Professor für Politikwissenschaft Beteiligte Seminare Politikwissenschaftliches Seminar KSF E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Maria Ettlin 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 5 Termine Frühjahrssemester 2016 Lehrveranstaltungen von Montag, 22. Februar bis Freitag, 3. Juni 2016 Ausfall der Vorlesungen: Fr-So, 25.03.-03.04.2016 Osterpause Donnerstag, 5. Mai Christi Himmelfhrt Montag, 16. Mai Pfingstmontag Donnerstag, 26. Mai Fronleichnam Herbstsemester 2016 Lehrveranstaltungen von Montag, 19. September bis Freitag, 23. Dezember 2016 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das UniPortal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/abschlussverfahren/ publiziert. Übersicht der angebotenen Lehrveranstaltungen Im digitalen Vorlesungsverzeichnis (https://vv.unilu.ch/site/vv/default.aspx) finden Sie jederzeit die aktuellsten Informationen zu allen angebotenen Lehrveranstaltungen des aktuellen Semesters. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (KSF) ist verbindlich und erfolgt ca. zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Semesterstart über das UniPortal. Separate Anmeldungen zu Vorlesungensprüfungen an der KSF sind normaler- weise nicht nötig. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) besteht grundsätzlich keine Anmeldepflicht für Lehrveranstaltungen. Allerdings ist für Prüfungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultat (RF) zwingend eine verbindliche Anmeldung über das UniPortal notwendig. Das Datum der Anmeldefrist sowie weitere Informationen zur Prüfungssession finden Sie auf der Prüfungswebseite der RF. Zugang zu Materialien der Lehrveranstaltungen Sowohl die KSF wie auch die RF arbeiten mehrheitlich mit der E-Learning Plattform OLAT. OLAT dient in erster Linie der Verbreitung von Informationen und Unterlagen zu den einzelnen Lehr- veranstaltungen. Es wird empfohlen, sich in die OLAT-Listen derjenigen Lernressourcen einzutragen, die Sie besuchen. 6 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundier- te Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesell- schaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Ver- netzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regio- nalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst juristische Aspekte zunehmender internationaler Verrechtlichung und die ökonomische Analyse entgrenzter Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglich- keiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozial- wissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessen- der Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausge- zeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 7 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von mög- lichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Poli- tikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunkt- setzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipie- ren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP aus den Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Bettina Beer (bettina.beer@unilu.ch) Professur Ethonologie und Prof. Dr. Joachim Blatter (joachim.blatter@unilu.ch) Professur Politikwissenschaft Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Dr. des. Michael Buess (michael.buess@unilu.ch) und Samuel Huber (samuel.huber@unilu.ch Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/studium/studienangebot/master/kultur-und-sozialwissenschaftliche- fakultaet/weltgesellschaft-und-weltpolitik 8 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik - Studienbeginn ab HS 2012 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Weltgesellschaft und Weltpolitik Vorlesung - 2 Vorlesung - 2 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Forschungskolloquium - 4 Weitere Studienleistungen - 14 Forschung – Praxis - Methoden Methodenseminar 4 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 bzw. 10+4 Variante 2: Methodische Spezialisierung Absolvierung methodischer Veranstaltungen im Rahmen des methodisch-empirischen Lehrangebots der KSF Oder: Absolvierung solcher methodischer Veranstaltungen (10 Cr) und Partizipation an einem einschlägigen wissenschaftlichen Workshop (4 Cr) Schriftliche Arbeit Methodische Forschungsarbeit 6 Freie Studienleistungen Studienleistungen Aus dem MA-Lehrangebot der KSF 10 Sozialkompetenz - 4 Masterverfahren Im Modul Weltgesellschaft oder Weltpolitik MA-Arbeit - 30 Im anderen Modul als MA-Arbeit MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 9 Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik – Studienbeginn vor HS12 Art der Veranstaltung Beschreibung CP Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 10 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Baumann: Religionsproduktivität der Moderne. Neue Religionen vom 19. bis 21. Jahrhundert Do 10.15 – 12.00 VL Beer: Geschichte der Ethnologie Do 10.15 – 12.00 VL Egli: Einführung in die Ethnologie Mo 13.15 – 15.00 VL Hasse: Organisation und Management Mi 10.15 – 12.00 VL Helbling: Politische Ökonomie von Wildbeutergesellschaf- ten Mo 10.15 - 12.00 VL Mattioli: Rassismus in der europäisch dominiertn Welt 1750 - 1965 Do 10.15 – 12.00 VL Stichweh: Theorie der Weltgesellschaft Blockveranstaltung HS Helbling: „Tragödie der Allmende“ Mi 10.15 – 12.00 HS Hüsken: Sozialanthropologie der Entwicklung und sozialanthropologische Organisationsforschung Do 08.15 – 10.00 MAS Baumann: Religiöse Parallelgesellschaften oder Brücken in die Gesellschaft Di 13.15 – 15.00 MAS Heintz/Eisenmann: Die Verfremdung des Vertrauten. Qualitativ Forschen mit Ethnographie, Ethnomethodologie und Videoanalyse (Forschungsseminar I) Blockveranstaltung MAS Jucker: History in action? Wie funktioniert Popularisierung, Medialisierung und Vermittlung von Geschichte Di 15.15 – 17.00 MAS Knorr Cetina: Soziale, kulturelle und soziotechnische Dimensionen von Märkten Blockveranstaltung MAS Liedhegener: Religiöse Traditionen, kollektive Identitäten und staatliche Anerkennung von Religion im heutigen Europa Mi 13.15 – 15.00 MAS Meyer: World Society, Institutional Theory and the Organized Actor Blockveranstaltung MAS Passarge: Neue Formen der Governance Di 08.15 – 10.00 MAS Sheikhzadegan: Politik, konkurrenzierende Islaminterpretationen und Wandel im Iran Mo 13.15 – 15.00 MAS Speich: Geschichte der Statistik Mi 10.15 – 12.00 MAS Tratschin: Protest in der Weltgesellschaft Mi 15.15 – 17.00 MAS Wobbe: Geschlecht und Weltgesellschaft Blockveranstaltung 11 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Blatter: Welt-, Gesellschafts- und Menschenbilder. Grundlagen politikwissenschaftlicher Analysen Di 13.15 – 15.00 VL Caroni : Current Issues in Human Rights Law Mo 10.15 – 12.00 VL Caroni: International Humanitarian Law Mo 13.15 – 15.00 VL Caroni: International Migration Law Mo 15.15 – 17.00 VL Brewer: International Capital Markets Blockveranstaltung VL Hentschel: Climate Change and Energy Law Mi 10.15 – 12.00 VL Hartmann: Geschichte der Politischen Philosophie Di 08.15 – 10.00 VL Henne: Geschichte von Rechtsstaat und Sozialstaat Mi 08.15 – 10.00 VL Hentschel: Europäisches Wirtschaftsrecht Mi 08.15 – 10.00 VL Jenni: Vergleichende Regionale Integration Mi 10.15 – 12.00 VL Lüchinger: Analyse der Gesamtwirtschaft Di 10.15 – 12.00 VL Lüchinger: Energieökonomie Di 13.15 – 15.00 VL Mathieu: Europäische Geschichte der Neuzeit. Staat und Politik Mi 10.15 – 12.00 VL Mathis: Allgemeines Staatsrecht Mo 13.15 – 15.00 VL Mathis: Law and Economics Blockveranstaltung VL Mathis: Rechtsökonomie Mo 15.15 – 17.00 VL Oechslin: Growth and Development Mo 15.15 – 17.00 VL Oechslin: International Trade Mo 10.15 – 12.00 VL Pitschas: Regulating International Trade and Competition Do 13.15 – 17.00 14-täglich VL Ritscher: Intellectual Property Law Do 10.15 – 13.00 VL Savioz: Advanced Macroeconomics Mo 15.15 – 17.00 VL Spenlé: Internationaler Menschenrechtsschutz. Konstitutionalisierung der Menschenrechte auf nationaler und internationaler Eben Di 17.15 – 19.00 VL Stahel/Bäurle/Fink: Makroökonomie Di 10.15 – 12.00 VL Topidi: Comparative Law and Court Systems Di 15.15 – 17.00 Mi 15.15 – 17.00 HS Hartmann: Adam Smith als Philosoph und Ökonom Mi 10.15 – 12.00 HS Schaltegger: Aktuelle Fragen der Wirtschaftspolitik Blockveranstaltung HS Bächtiger: Demokratisierung Blockveranstaltung HS Oehri: Interdependentes Policy Making Di 08.15 – 10.00 HS Siewert: Configurational Thinking and the Study of Policy Blockveranstaltung HS Spindler: Die regionale Organisation globaler Politik Do 13.15 – 17.00 14-täglich HS Spörer-Wagner: Medien in Konflikten. Mediatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Do 10.15 – 12.00 HS Mathieu: Monarchie und Moderne. Dynastische Herrschaft in Europa, 18. – 20. Jahrhundert Mi 13.15 – 15.00 12 HS Leemann: Politische Ökologie Mi 13.15 – 15.00 HS Vitkus: Small States in the Inernational Politics. The Baltic States Case Blockveranstaltung MAS Balthasar: Health Policy Mo 13.15 – 17.00 MAS Jaeger: International Political Sociology Blockveranstaltung MAS Jochem: Wohlfahrtsstaaten in der Finanzkrise Mo 13.15 – 17.00 14-täglich MAS Junk: Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungs- design und Methoden in den Internat. Beziehunungen II Blockveranstaltung MAS Morawa: Transitional Justice Blockveranstaltung MAS Münkler: Die politische Ordnung Europas. Hegemonialkampf, Gleichgewicht, Mächtekonzert, Gemeinschaft und Union Blockveranstaltung MAS Schaffer: International politics of Climate Change Mo 13.15 – 17.00 14-täglich MAS Serrano/Pant: International Political Economy Blockveranstaltung Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Boes: Advanced Econometrics Mo 08.15 – 10.00 VL Kuhn: Einführung in die Ökonometrie Fr 13.15 – 15.00 HS Kuhn: Einführung in die Ökonometrie Fr 15.15 – 17.00 HS Siewert: Configurational Thinking and the Study of Politics Blockveranstaltung HS Wehner: Massenmedien, Internet und die Vermessung von Medienaktivitäten Blockveranstaltung MAS Beer/Mützel: Forschung mit und über digitale(n) Medien. Methodologische Reflexionen Di 10.15 – 12.00 MAS Boes: Advanced Econometrics Mo 10.15 – 12.00 MAS Boes: Quantitative Methods I Di 10.15 – 12.00 Di 13.15 – 15.00 MAS Diaz-Bone: Arbeiten mit Bourdieu II Do 13.15 – 15.00 MAS Diaz-Bone: Survey Research Methods in Context Do 10.15 – 12.00 MAS Eberle: Phänomenologische Ethnographie Blockveranstaltung MAS Giel: Evaluation und Organisation Blockveranstaltung MAS Heintz/Eisenmann: Die Verfremdung des Vertrauten. Qualitativ Forschen mit Ethnographie, Ethnometodologie und Viedoanalyse Blockveranstaltung MAS Hoggenmüller: Mit den Händen denken. Forschen an und mit Bildern Blockveranstaltung MAS Junk: Von der Idee zum Forschungskonzept. Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Blockveranstaltung MAS Manderscheid: Factorial Methods and Cluster Analysis Do 13.15 – 15.00 MAS Roose: Praktische Kausalanalyse von Umfragedaten mit SPSS Blockveranstaltung 13 MAS Roth: Digitale Kulturen und sozio-semantische Netzwerke Blockveranstaltung MAS Trezzini: Qualitative Methods Mi 15.15 – 17.00 Kolloquien Veran- staltung Dozent/in: Titel KOL Baumann: Empirische Religionsforschung Mi 13.15 – 15.00 KOL Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Di 17.15 – 19.00 KOL Bohn: Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienforschung folgt KOL Diaz-Bone: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Do 17.15 – 19.00 KOL Groebner/Jucker/Mathieu/Lobina: Forschungskolloquium der Vormoderne Di 17.15 – 19.00 KOL Hasse: MA-Kolloquium Organisation und Wissen folgt KOL Heintz: Soziologische Theorie und Weltgesellschaftsforschung Blockveranstaltung KOL Helbling: BA- und MA-Kolloquium Ethnologie Mi 15.15 – 17.15 KOL Mattioli/Speich/Kury/Ries: Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Di 17-15 – 19.00 14-täglich KOL Mützel: Kolloquium für laufende Forschungsarbeiten Medien und Netzwerke Mo 15.15 – 17.00 14-täglich Legende VL Vorlesung/Kolloquialvorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 14 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Religionsproduktivität der Moderne. Neue Religionen vom 19. - 21. Jahrhundert Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 25.02.2016 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Ganz im Gegensatz zur Theorie der Säkularisierung und des Verschwindens von Religionen ist die Zeit der Moderne als hochgradig religionsproduktiv einzuschätzen. Bis vor wenigen Jahren galt es für viele als sicher, dass der Niedergang von Religion in modernen Gesellschaften besiegelt sei: Die Bedeutung von kirchlicher Religion in europäischen Gesellschaften ging eindeutig zurück, von einer gesamtgesellschaftlichen Präge- und Deutungs- kraft von Religion kann nicht mehr recht die Rede sein. Dieser Konzentration auf europäische Verhältnisse steht jedoch in globaler Perspektive die Bil- dung neuer religiöser Traditionen entgegen, indem in Asien wie auch in Nordamerika und Europa neue Religionen in grosser Anzahl entstanden. Die Zeit der Moderne, sowohl das durch koloniale Expansion und christliche Erweckungsbewegungen gekennzeichnete 19. Jahrhundert als auch das 20. Jahrhundert, lässt viele "kleine" und "grosse" Religionen auf allen Erdteilen entstehen. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, zeigt sich die landläufig als rationalitäts- fundierte Moderne als nachdrücklich religionsinnovativ und -produktiv. Die Vorlesung wird den Kontext der Moderne skizzieren und neu entstan- dene Religionen wie die Mormonen, Jehovas Zeugen, Baha'i, Aum Shinrikyo, Scientology, die Raelianer sowie den Weg von der Theosophie zum New Age und zum Spiritualitäts-Boom vorstellen. Zu ausgewählten Religionen sollen zudem nach Möglichkeit auch Vertre_ter/innen der Traditionen eingeladen und selbst zu Wort kommen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Klausur / 2 Kontakt: relsem@unilu.ch Literatur wird in der vorlesung im Detail genannt. 15 Geschichte der Ethnologie Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 25.02.2015 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung soll einen Überblick über Vorläufer und Entstehung, Frage- stellungen, Grundannahmen, Methoden und Theorien der Hauptrichtungen der Ethnologie geben. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig hilf- reich, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Meist werden ältere, Wissenschaftlern vertraute Begrifflichkeiten, Tatsachen und Theorien in moderneren Darstellungen vorausgesetzt und nicht mehr erläutert. Zentral ist auch die Zielsetzung, Wissenschaft insgesamt als Prozess ver- ständlich zu machen, in dem das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neue Ideen tatsächlich Jahrhun- derte alt sein können. Wissenschaft ist eingebunden in ihren sozialen und kulturellen Kontext, auch um die daraus entstehenden Wechselbeziehungen wird es gehen. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen beginnend mit dem klassischen Altertum und bis zu den ersten Anfängen der "modernen" Ethnologie Mitte des 20. Jahrhunderts reichen. Darauf aufbauend wird im folgenden Semester eine Vorlesung "Geschichte der Ethnologie II" angeboten, die in neuere theoretische Ansätze einführt. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind. Unterrichtsmate- rial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum werden auf OLAT bereit gestellt. Für die Vorlesung gibt es nach erfolgreich bestandener Klausur 3 CP und für das begleitend stattfindende Tutorat 1 CP. Das Tutorat ist nicht verpflichtend und für Studierende gedacht, die den in der Vorlesung vermittelten Stoff vertiefen und die Aufgaben besprechen wollen. Den Termin des Tutorats stimmen die TeilnehmerInnen zu Beginn des Semesters mit der Tutorin / dem Tutor ab. Die CPs von Tutorat und Vorlesung oder von den Vorlesungen Geschichte der Ethnologie I und II können für das Modul "Klassiker der Ethnologie" angerechnet werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literaturauszug: Barnard, A. 2000. History and Theory in Anthropology: Cambridge University Press de Waal Malefijt, Annemarie. 1976. Images of Man. A History of Anthropological Thought. New York: Alfred Knopf. Harris, Marvin. 1969 The Rise of Anthropological Theory. A History of Theories of Culture. London: Routledge & Kegan Paul. Hays, H. R.: 1958. From Ape to Angel. An Informal History of Social Anthropology. New York: Capricorn Books. (Neuauflagen 1969, 1981). Hodgen, Margaret. 1964 Early Anthropology in the Sixteenth and Seventeenth Centuries. Philadelphia Univ. of Pennsylvania Press. Müller, Klaus E. 1997. Geschichte der antiken Ethnologie. rowohlts enzyklopädie. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. 16 Einführung in die Ethnologie Dozent: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 29.02.2016 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Lehrveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie angelegt. Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe von Teilgebieten wie ”Verwandtschaft”, ”Wirtschaft” und ”Politik” sowie die Geschichte des Faches und aktuelle Entwicklungen kommen zur Sprache. Die Vorlesung soll Aufschluss darüber geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen sie mit welchen Methoden untersucht. In der Einführung sollen Erstsemester zudem eine eigene Vorstellung davon entwickeln können, welchen Sinn das Studium der Ethnologie haben kann und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Material: KSF: benotete Prüfung / 3 werner.egli@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. 17 Organisation und Management Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich, Di, 10.15 - 12.00, ab 23.02.2016 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Moderne Organisationen wie z.B. Multinationale Konzerne, KMUs, Kranken- häuser, Parteien, Schulen und Universitäten verfügen im Regelfall über eine Leitungsebene, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und im Sinne ihrer Organisation zu handeln. Diese Verantwortungsübernahme und hieraus hervorgehende Aufgaben werden üblicherweise als Management bezeich- net. Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Ma- nagements von Organisationen. Sie tut dies aus einer organisationswissen- schaftlichen Perspektive. Während Selbstbeschreibungen sowie Rezepte von Beratern und sog. Management-Gurus im Regelfall durch ein heroisches Management-Verständnis gekennzeichnet sind, zeichnen die Organisations- wissenschaften auf der Grundlage ihrer Theorien und empirischen Beobach- tungen ein wesentlich nüchterneres Bild. Hervorgehoben werden Grenzen rationalen Entscheidens, Einflüsse der gesellschaftlichen Umwelt und speziell durch andere Organisationen, interne Widerstände sowie begrenzte Möglichkeiten der Umsetzung von Entscheidungen. Zugleich belegt diese Forschung, dass viel Symbolik investiert wird, um die Fassade eines rationa- len Managements von Organisationen aufrechtzuerhalten. Die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen des Managements soll deshalb vor dem Hinter- grund dieser Einsichten erörtert werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Hinweise: raimund.hasse@unilu.ch Texte über OLAT Literatur • Brunsson, N., 1989, The Organization of Hypocrisy. Talk, Decisions, and Actions in Organizations. Chichester: Wiley. • Chandler, A.D., 1977, The Visible Hand. The Managerial Revolution in American Business. Cambridge, MA: Harvard University Press. • Djelic, M.-L., 1998, Exporting the American Model. Oxford: Oxford University Press • Eccles, R.G./Nohria, N., 1992, Beyond the Hype. Rediscovering the Essence of Management. Cambridge, MA: Harvard Business School Press • March, J.G., 1994, A Primer on Decision Making. How Decisions happen. New York: The Free Press • Mintzberg, H., 1995, Die Strategische Planung. München: Hansa. • Neuberger, O., 1995, Mikropolitik. Der alltägliche Aufbau und Einsatz von Macht in Organisationen, Stuttgart: Enke. • Williamson, O.E. (ed.), 1995, Organization Theory from Chester Bernard to the Present and beyond. Expanded Edition. New York: Oxford University Press. 18 Politische Ökonomie von Wildbeutergesellschaften Dozent: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich, Mo, 10.15 - 12.00, ab 22.02.2016 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: In dieser Vorlesung werden Wirtschaft, Politik und Sozialstruktur von Wildbeutergesellschaften sowohl theoretisch als auch ethnographisch diskutiert. Themen wie Demographie, Umwelt und Ökonomie sowie Sozialstruktur, gruppeninterne Machtverhältnisse und Konfliktregelung zwischen Gruppen werden am Beispiel von ethnographischen Beispielen behandelt. Zur Sprache kommen werden u.a.: die Inuit Zentralalaskas, die Kung San der Kalahari, die Bambuti im Ituri-Gebiet, die Aborigines in Zentralaustralien, die Schoschonen und Chipewyan (Nordamerika) sowie die Yamana (Feuerland). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur zur Einführung eignet sich: Cashdan, Elizabeth (1989) Hunters and gatherers: Economic behavior in bands. In: Plattner, Stuart (ed.) Economic Anthropology. Stanford: Stanford University Press. Eine ausführliche Bibliographie und Filmographie wird zu Beginn des Semesters vorliegen. 19 Rassismus in der europäisch dominierten Welt 1750-1965 Dozent: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli Duchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 25.02.2016 FRO, HS 5 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Obschon der Rassismus wissenschaftlich längst widerlegt und von der UNO geächtet ist, ist er in unserer Gegenwart nach wie vor stark verbreitet. Diese beunruhigende Tatsache hängt auch damit zusammen, dass Diskriminierung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe zu den verhängnisvollsten Traditionen der europäischen Neuzeit gehört. Der Ursprung des Rassismus geht auf die Kolonialisierung der beiden Amerikas zurück. Die Versklavung von Millionen Afrikanern verfestigte bei den Europäern seit dem späten Aufklärungszeitalter das Gefühl einer zivilisatorischen Überlegenheit der „weissen Rasse“. Der Wahn einer erblich bedingten Überlegenheit gipfelte in der grausamen Vernichtungspolitik des nationalsozialistischen Deutschland. Die Vorlesung gibt nicht nur einen problemorientierten Überblick über wichtige Etappen und Schlüsselphänomene der Rassismus-Geschichte, sondern stellt auch verschiedene rassistische Praxisformen vor. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch Literaturempfehlung George M. Fredrickson, Rassismus. Ein historischer Abriss, Stuttgart 2011 (Reclam) 20 Theorie der Weltgesellschaft Dozent: Prof. Dr. rer. soc. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 15.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 16.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.A05 Fr, 13.05.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 14.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung bietet einen systematischen Überblick einer Theorie der Weltgesellschaft. Die voraussichtlichen Themen sind die Folgenden: • Die Soziologie und die Weltgesellschaft: Die Entstehung einer Fragestellung • Grundbegriffe einer Theorie der Weltgesellschaft: Gesellschaft, Welt, Kommunikation • Evolutionäre und historische Voraussetzungen der Weltgesellschaft • Selbstbeobachtung, Selbstbeschreibung, Semantik • Eigenstrukturen der Weltgesellschaft: Funktionale Differenzierung, Ausdifferenzierungsgeschichte und Vergleich der Funktionssysteme • Eigenstrukturen der Weltgesellschaft: Organisationen, Netzwerke, Epistemische Communities, Globale Mikrostrukturen • Prozesse und Mechanismen der Globalisierung • Migration • Transport, Verkehr, Kommunikation • Weltstädte und Weltereignisse • Raum und Zeit • Konflikt, Gewalt, Krieg • Individualisierung und Handlungsfähigkeit • Ungleichheit • Individualisierung • Ökologie der Weltgesellschaft • Evolution der Weltgesellschaft: Soziokulturelle Diversität Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: rstichweh@yahoo.de Literatur • Drori, Gili S. et al. (Hg.), Globalization and Organization, 2006 • Heintz, Bettina et al. (Hg.), Weltgesellschaft. Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen, 2005 • Holzer, Boris et al. (Hg.), From Globalization to World Society: Neo-Institutional and Systems-Theoretical Perspectives, 2014 • Lechner, Frank J./Boli, John (Hg.), The Globalization Reader, 4th ed., 2011 • Luhmann, Niklas, Die Gesellschaft der Gesellschaft, 2 Bde., 1997 • Meyer, John W., World Society, 2010 • Rossi, Ino (Hg.), Frontiers of Globalization Research, 2008 • Stichweh, Rudolf, Die Weltgesellschaft. Soziologische Analysen, 2000 • Stichweh, Rudolf, Der Fremde. Studien zu Soziologie und Sozialgeschichte, 2010 • Stichweh, Rudolf, Inklusion und Exklusion, 2. erw. Aufl., 2016 21 "Tragödie der Allmende" Dozent: Prof. Dr.Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 24.02.2016 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Märkte gelten als zentrale Institutionen in verschiedensten Wirtschaftsformen und Gesellschaften. In einer kurzen Einführung soll die Bandbreite der unterschiedlichen Konzepte und Theorien von Markt skizziert werden. In den darauf folgenden Sitzungen werden die Studierende empirische Fallbeispiele in Handouts zusammenfassen, in der Sitzung vorstellen und zur Diskussion stellen. Behandelt werden soll eine vielfältige Auswahl von Fallbeispielen: Tauschhandel am Sepik und Bauernmärkte in China, auf Java und in Marokko, Fernhandelssysteme in Nigeria und Mexiko und globale Waren- ketten, aber auch Gewaltmärkte, Mafiamärkte, Finanzmärkte, transnationaler Schmuggel, Märkte ohne Staat und die informelle Ökonomie in Städten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: aktive Teilnahme (Präsentation) / 4 juerg.helbling@unilu.ch Literatur Eine ausführliche Bibliographie wird zu Beginn des Semesters vorliegen. 22 Sozialanthropologie der Entwicklung und sozialanthropologische Organisationsforschung Dozent: Dr. phil. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Do, 08.15 – 10.00, ab 25.02.2016 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die kritische sozialwissenschaftliche Begleitung der Entwicklungszusam- menarbeit (EZ) hat die Kompetenz der Entwicklungsexperten und –Agentu- ren für die Steuerung der hochkomplexen Prozesse gesellschaftlicher Entwicklung häufig in Frage gestellt. Die deutschsprachige Ethnologie der Entwicklung hat die Praxis der EZ auf Projektebene als Vermittlung zwischen strategischen Gruppen beschrieben und die Vielfalt divergierender Gruppen- interessen als die eigentliche Grundproblematik der EZ identifiziert. Auf internationaler Ebene dominieren Ansätze, welche den hegemonialen Charakter der EZ thematisieren. In jüngerer Zeit ist wieder Bewegung in die wissenschaftliche Auseinandersetzung gekommen. So werden etwa Ent- wicklungsexperten in besonderer Weise untersucht. Auch liegen neue Arbeiten vor, welche die EZ historisch einordnen. Unmittelbar mit der Sozialanthropologie der Entwicklung verbunden ist das Themenfeld der Sozialanthropologie von Organisationen. Es beschäftigt sich mit Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen sowie Unternehmen. Während sich die sozialanthropologische Organisations- und Unternehmens- forschung an Universitäten in den USA und in England als eigenständige Subdisziplin etablieren konnte, fristet sie an deutschsprachigen Instituten eher ein Nischendasein. Dabei mangelt es auch nicht an Ethnologen, die empirisch fundierte Organisationsethnographien erstellen. Gleichzeitig gibt es eine wachsende Zahl von Ethnologen, die als Entwicklungsexperten und Unternehmensberater arbeiten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: thomas.huesken@unilu.ch Literatur • Gellner, David N/ Eric Hirsch (eds.) 2001, Inside Organizations. Anthropologists at Work. Oxford, New York. Berg. • Bierschenk, Thomas 2014, From the anthropology of development to the anthropology of global engineering. Zeitschrift für Ethnologie 139 (1): 73-98. 23 Religiöse Parallelgesellschaften oder Brücken in die Gesellschaft Dozent: Prof. Dr. phil Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13:15 - 15:00, ab 23.02.2016 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar behandelt die Thematik, inwiefern ethnisch und religiös be- gründete Gemeinschaften von (zumeist) Immigrantengruppen soziale Formen gesellschaftlicher Absonderungen und damit sogenannte „Parallel- gesellschaften“ innerhalb einer pluralen Gesellschaft darstellen. Oder handelt sich es sich bei diesen Vergemeinschaftungsorten eher um Kontaktzonen, die Brücken in die Gesellschaft und Wege hin zu einer gesellschaftlichen Einübung und Teilhabe bilden? Dieser Frage wird das Seminar anhand von Literatur und praktischer Anschauung nachgehen. Kritisch zu fragen ist, was eine sogen. „Parallel- gesellschaft“ konstituiert und inwiefern diese tatsächlich so parallel und beziehungslos zur umgebenden Gesamtgesellschaft ist. Wann kam der Begriff der „Parallelgesellschaft“ im politischen Diskurs auf, wer benutzt ihn mit welchem Zweck und warum wird er von Kritikern als „Kampf- und Wer- tungsbegriff“ bezeichnet? Das Seminar wird religiöse und sprachlich- kulturelle Konzentrationen in der Schweiz, Europa und den USA behandeln und diese „Sinn-Orte“ (R. Orsi) dahingehend analysieren, inwiefern sie For- men gesellschaftlicher Desintegration oder gesellschaftlicher Eingliederung darstellen. Bestandteil des Seminars ist auch ein praktischer ‚Forschungsteil‘, in dem Teilnehmende selbständig solche Orte, Konzentrationen und sogenannte „Parallelgesellschaften“ erkunden und ihre Einsichten und Erfahrungen in das Seminar einbringen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Kurzreferat) / 4 Kontakt: relsem@unilu.ch Literatur Nagel, Alexander-Kenneth (Hg.), Diesseits der Parallelgesellschaft. Neuere Studien zu religiösen Migrantengemeinden in Deutschland, Bielefeld 2012. Nagel, Alexander-Kenneth (Hg.), Religiöse Netzwerke. Die zivilgesellschaftlichen Potentiale religiöser Migrantengemeinden, Bielefeld 2015. Portes, Alejandro/Rumbeaut, Rubén G., Immigrant America, Berkeley, Los Angeles, 3. Aufl. 2006. Schiffauer, Werner, Parallelgesellschaften. Wie viel Wertekonsens braucht unsere Gesellschaft? Für eine kluge Politik der Differenz, Bielefeld 2008, 2. Aufl. 2011. 24 Forschungsseminar I: Die Verfremdung des Vertrauten. Qualitativ Forschen mit Ethnographie, Ethnomethodologie und Videoanalyse Dozenten: Prof. Dr. Bettina Heintz/Clemens Eisenmann, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Mi, 24.02.2016, 10:15 - 12:00 FRO, U1.308 Fr, 11.03.2016, 10:15 - 18:00, Sa, 12.03.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Fr, 20.05.2016, 10:15 - 18:00, Sa, 21.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar ist im Kontext der Interpretativen Soziologie und der qualitativen Sozialforschung verortet. Im Mittelpunkt stehen Ethnomethodologie und Eth- nographie. Das Methodenspektrum reicht von teilnehmender Beobachtung über Interviews bis hin zur Analyse sprachlicher und visueller Dokumente und Aufzeichnungen. Zum Grundinstrumentarium der Ethnographie gehört die Fähigkeit, genau hinzusehen, die Distanznahme gegenüber dem, was sich den Sinnen als selbstverständlich präsentiert, und das Vermögen, selbst die alltäglichsten und banalsten Dinge – das Verhalten in Bussen, eine SMS schreiben, Lift zu fahren, eine Frau zu sein oder in einer Bar ein Bier zu trinken – in ihrer Selbstverständlichkeit zu hinterfragen und sie zum Gegen- stand einer soziologischen Perspektivierung zu machen. Diese Fähigkeiten kann man sich nicht lesend aneignen, sondern muss sie praktisch einüben. Das Seminar ist deshalb als ein empirisches Forschungs- seminar angelegt, in dem sich die Studierenden anhand eigener kleiner For- schungsprojekte mit dem Instrumentarium der Ethnographie, ihren theoreti- schen und methodologischen Voraussetzungen sowie der Analyse von For- schungsdaten vertraut machen. Das Seminar richtet sich vor allem an Masterstudierende der Studien- gänge „SoCom“, „Soziologie“ und „Weltgesellschaft und Weltpolitik“. Es ist auf zwei Semester angelegt, das Forschungsseminar I kann aber auch einsemestrig besucht werden. Im Forschungsseminar I liegt der Schwerpunkt auf den Verfahren der Ethnographie, am Rande wird aber auch in die Videoanalyse eingeführt. Das Forschungsseminar II im HS 16 ermöglicht die Weiterführung der eigenen Forschungsprojekte und dient der Vertiefung und Erweiterung des Gelernten durch einen stärkeren Fokus auf Video- und Konversationsanalyse. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch / clemens.eisenmann@uni-seigen.de / marta.waser@unilu.ch Literatur Ajass, Ruth, Christian Meyer (Hg.) (2012), Sozialität in Slow Motion, Wiesbaden: Springer. Bergmann, Jörg (2000): „Ethnomethodologie“, in: Uwe Flick/Ernst v. Kardorff/Ines Steinke (Hrsg.), Qualitative Sozialforschung. Ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt, S. 118-135. Breidenstein, G.; Hirschauer, S.; Kalthoff, H.; Nieswand, B. (2013): Ethnographie. Die Praxis der Feldforschung. Konstanz & München. Hirschauer, Stefan (1999), Die Praxis der Fremdheit und die Minimierung von Anwesenheit: Eine Fahrstuhlfahrt. Soziale Welt 50, S. 221–246. Silverman, David (2007): A Very Short, Fairly Interesting and Reasonably Cheap Book about Qualitative Research. London: SAGE Publications. 25 History in action? Wie funktioniert Popularisierung, Medialisierung und Vermittlung von Geschichte Dozent: PD Dr. phil. Michael Jucker Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Di15, 10.15 – 17.00, ab 01.03.2016 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Geschichte findet überall statt und wird zu public history: An Mittelaltermärk- ten, in Museen, im Kino, an Sportveranstaltungen oder auch an Super- jubiläen wie zur Schlacht von Morgarten von 1315 oder zur Eroberung des Aargaus 1415; re-enactment ist im Schwange. Doch ist alles auch authentisch, historisch belegt und gut vermittelt? Dieses Masterseminar untersucht die Popularisierung von mittelalterlicher und vormoderner Geschichte in den unterschiedlichsten Medien und Reprä- sentationsformen. Ziel dabei ist es, Wandel und Rekonstruktionen von Geschichtsbildern und die Aufgaben von public history im Spannungsfeld von Laientum und akademischer Ausbildung zu untersuchen, Konzepte zu diskutieren und einzelne Veranstaltungsformen vor Ort zu analysieren. Darüber hinaus beschäftigt sich das Seminar mit theoretischen Texten zur Vermittlung von Geschichte und zu public history. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: michael.jucker@unil.ch 26 Soziale, kulturelle, und soziotechnische Dimensionen von Märkten Dozentin: Prof. Dr. Dr. h.c. Karin Knorr Cetina Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Mi, 24.02.2016, 12:15 - 13:00 FRO, 3.B48 Fr, 18.03.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 19.03.2016, 09:15 - 16:00, Fr, 22.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 23.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Was sind die kulturellen Dimensionen von Finanzmärkten und wirtschaft- lichem Handeln? Welche sozialen Variablen beeinflussen wirkliche Märkte und Marktaktivitäten? “Wenn du so smart bist, warum bist Du dann nicht reich? ist eine Frage, die Ökonomen in der Vergangenheit gestellt wurde. Warum ist es nicht so einfach, Geld in Finanzmärkten zu verdienen, wenn man weiss, was Ökonomen über Märkte, die Finanzwelt und die Wirtschaft wissen? Und warum haben wir die Finanzkrise von 2008 und 2009 nicht vorausgesehen? Vielleicht liegen einige Antworten auf solche Fragen darin versteckt, dass wirkliche Märkte komplexe kulturelle und finanzielle Institu- tionen sind, die ganz verschieden sind von der Produktionsseite der Wirt- schaft und von anderen Strukturformen wie formalen Organisationen. Dieser Kurs gibt eine Einführung in die sozialen, kulturellen und auch wissenschaftlichen und technischen Variablen die in ökonomischen Ver- halten und spezifisch in Finanzmärkten eine Rolle spielen. Wir werden uns auf die ‘New Economic Sociology’ beziehen, die sich in den späten 70'ger und frühen 80iger Jahren entwickelt hat, wir werden uns einige der wichtig- sten Beiträge zu dieser Literatur ansehen sowie darauf aufbauend neue Literatur heranziehen, die versucht Märkte und ihre Krisen als Handlungs- felder zu verstehen, in denen nicht nur ökonomisches vorgeht. Wir betrachten die historische und strukturelle Einbettung von Finanzhandeln und wirtschaftlichem Handeln, verschiedene Interpretationen und Kon- zeptualisierungen von Märkten und mit ihnen zusammenhängenden Gege- benheiten, verschiedene Verständnisse von Gruppen von Akteuren, und Variationen in der Organisation relevanten Verhaltens. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat / 4 Kontakt: knorr@uchicago.edu für Fragen der Organisation: martin.buehler@unilu.ch Literatur: siehe Kursprogramm auf OLAT 27 Religiöse Traditionen, kollektive Identitäten und staatliche Anerkennung von Religion im heutigen Europa Dozierende: Prof. Dr. Antonius Liedhegener/Anastas Odermatt, MA Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 17.02.2016 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Religionszugehörigkeit in Europa – das bedeutete im Gefolge der Kirchen- spaltungen und Reformation für Jahrhunderte die Frage nach einem eindeu- tigen Mitgliedschaftsverhältnis zu stellen. Unabhängig von der individuellen Religiosität der Einzelnen waren mit der Religionszugehörigkeit zugleich Gruppenzugehörigkeiten und Rollenerwartungen verbunden, die es einzu- halten galt. Religion war weithin ein Schicksal, das durch Geburt und Region vorge- zeichnet war. In der Regel bestimmte der Staat über die Religionszugehörig- keit seiner Einwohner. Modernisierung bedeutet in der Lebensführung der Individuen den Übergang vom Schicksal zur Wahl. Auch Religion wird in der Moderne grundsätzlich zu einem Wahlakt, der traditionale soziale Zugehörig- keiten zumindest fraglich werden lässt. Hochmodernen Gesellschaften wird attestiert, dass diese Wahl dem Einzelnen erlaubt, Religion nicht nur zu wählen, sondern auch sie in ihren Inhalten selbst neu zu komponieren. Aber stimmt dieses verbreitete Bild der wählbaren religiösen Identität für das gegenwärtige Europa? Ist nicht vielmehr gerade Religion zu einem neuen Identitätsmarker geworden, der Gruppen und Konflikte definiert? Das Seminar geht anhand ausgewählter europäischen Staaten der Frage nach der religiösen Zusammensetzung der entsprechenden Gesellschaften nach, thematisiert die Inhalte und Rolle religiöser Identitäten und nimmt die rechtlichen Bestimmungen zur Regelung von Religionszugehörigkeit und öffentlicher Anerkennung von Religionsgemeinschaften in den Blick. Methodisch werden Aggregatdatenanalysen und qualitative Ansätze kombiniert. Den Teilnehmenden stehen für ihre Untersuchungen auch die Daten der „Swiss Metadatabase of Religious Affiliation in Europe (SMRE)“ zur Verfügung. In die Benutzung dieser internetbasierten Datenbank wird eingeführt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. antonius.liedhegener@unilu.ch / anastas.odermatt@unilu.ch Literatur Cipriani, Roberto, Religion and Churches, in: Immerfall, Stefan/ Therborn, Göran (Hg.), Handbook of European Societies. Social Transformation in the 21st Century, New York 2010, 439-463. Kippenberg, Hans G./ Rüpke, Jörg/ Stuckrad, Kocku von (Hg.), Europäische Religionsgeschichte. Ein mehrfacher Pluralismus, 2 Bde., Göttingen 2009. Liedhegener, Antonius/ Odermatt, Anastas, Religionszugehörigkeit in Europa – empirisch. Die "Swiss Metadatabase of Religious Affiliation in Europe (SMRE)", in: Appel, Kurt/ Guanzini, Isabella/ Walser, Angelika (Hg.), Europa mit oder ohne Religion? Beiträge der Religionen zum gegenwärtigen und künftigen Europa (= Religion and Transformation in Contemporary European Society, Bd.8) Wien 2014, 121-169. Pollack, Detlef/ Rosta, Gregely, Religion in der Moderne. Ein internationaler Vergleich (= Religion und Moderne, Bd.1) Frankfurt - New York 2015. Woodhead, Linda, Five Concepts of Religion, in: International Review of Sociology 21(2011) 121-143. 28 World Society, Institutional Theory, and the Organized Actor Dozent: Prof. Dr. Dr. h.c. John W. Meyer Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Mo, 04.04.2016, 10:15 - 17:00 FRO, 3.A05 Mo, 02.05.2016, 10:15 - 17:00 FRO, HS 8 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar will introduce students to sociological institutional theory – emphasizing the more phenomenological variants. It will especially focus on institutional theory and research on the rise and impact of “world society,” and the social construction of “organizations” and “actors.” We will discuss core papers in the field, covering substantive areas in which institutional theory has been used. Participants will present the readings, contribute to the discussions, and in the later meetings of the seminar present brief memos with research ideas. Those enrolled for 4 will prepare a paper developing a research proposal or reviewing the literature. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme ( Referat) / 4 Kontakt: meyer@stanford.edu Literatur Many readings are in Georg Kruecken and Gili Drori, eds., World Society: The Writings of John W. Meyer. Oxford, 2009. Other readings will be made available. Also available will be a 40+ page 2009 bibliography of sociological work on “world society” by Boli et al. In preparation, students should read the required readings for the first two days. (Additional suggested readings are not required.) 29 Neue Formen der Governance Dozentin: Dr. phil Eva Passarge Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 08.15 - 10.00, ab 23.02.2016 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Der Begriff der Governance beinhaltet allgemein betrachtet die Art und Weise, wie kollektives Handeln in Politik, Gesellschaft oder auch Ökonomie reguliert, gesteuert und koordiniert wird. Gemäss einer engeren Definition umfasst der Governance Begriff insbesondere Veränderungen in der Herr- schaftspraxis moderner Staaten, neue Formen der internationalen Politik sowie der Wandel von Organisationsformen und Interorganisationsbeziehun- gen in der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden, in Unternehmen, in Märkten und in Regionen. Im Seminar werden verschiedene theoretische Ansätze der Governance interdisziplinär diskutiert und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: eva.passarge@unilu.ch Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. 30 Politik, konkurrenzierende Islaminterpretationen und Wandel im Iran Dozent: Dr. phil. Amir Sheikhzadegan Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 22.02.2016 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Modernisierung Irans wurde durch die bürgerliche Revolution von 1905 - 11 eingeleitet und von der Pahlavi-Dynastie mit autokratischen Mitteln durchgesetzt. Die Widersprüche des Transformationsprozesses erodierten allerdings die Legitimität des Regimes und schadeten dem Image der Moderne nachhaltig. So gelang es 1979 einer Gruppe ambitionierter Geistlicher, die Führung einer landesweiten Protestbewegung an sich zu reissen, die Monarchie zu stürzen und ein islamistisches Regime zu gründen. Vermochten die neuen Machthaber anfänglich, ihr Islam-Bild gegen andere Islaminterpretationen durchzusetzen, so sind sie seit den 1990er Jahren mit neuen Stimmen konfrontiert, welche die offizielle Lesung des Islam herausfordern. Vor diesem Hintergrund behandelt das Seminar die Wechselwirkung von sozialer Transformation, politischen Prozessen und konkurrierenden Islam- interpretationen schiitischer Gelehrten in Iran vor und nach der „islamischen Revolution“. Welche Dimensionen des sozialen Wandels führten zum Zerfall des Monarchie-Regimes? Wie konnte aus einer vorwiegend quietistischen schiitischen Theologie eine revolutionäre Ideologie konstruiert werden? Wie gelang es den Geistlichen, eine demokratische Revolution zur Errichtung einer repressiven Theokratie zu instrumentalisieren? Welche Rolle spielte dabei die Doktrin des Welayat-e Faqih? Was führte in den 1990er Jahren zur politischen Öffnung? Welche gesellschaftlichen Dynamiken spielten dabei eine Rolle? Welche neuen Islaminterpretationen sind seither entstanden und wie sind sie wissenssoziologisch zu erklären? Diese und ähnliche Fragen werden von den Seminar-Teilnehmenden individuell, aber auch in Gruppen, bearbeitet. Interessenten dürfen auch zu einem Thema ihrer Wahl eine Seminararbeit verfassen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Kurzreferat) / 4 Kontakt: asheikhzadagan@doz.unilu.ch Literatur Amirpur, K. (2009). Unterwegs zu einem anderen Islam: Texte iranischer Denker Hasan Yusefi Eshkevari, Mohsen Kadivar, Mohammad Mojtahed Shabestari, Freiburg, Br.: Herder Gronke, M. (2003). Geschichte Irans: von der Islamisierung bis zur Gegenwart (Vol. 2321). München: CH Beck. Jahanbakhsh, F. (2001). Islam, democracy and religious modernism in Iran (1953-2000): from Bazargan to Soroush, Boston: Brill. Keddie, N. R., & Richard, Y. (2006). Modern Iran: roots and results of revolution. Yale University Press. Ourghi, Mariella (2005). Shiite criticism of the welayat-e faqih, Asiatische Studien, 59, 831-44. 31 Geschichte der Statistik Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 24.02.2016 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Zahlen und Statistiken sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Aber wie kommen sie zustande? Wer sammelt sie? Und welche Macht ist mit ihnen verbunden? Das Seminar blickt auf die Entstehung der Statistik im ausgehenden 18. Jahrhundert, die zunächst weitgehend ohne Zahlen auskam. Weitere Themen sind die Statistiken zur „Sozialen Frage“ um 1900, die Entstehung nationaler Statistikämter, und internationale Organisationen, die seit 1945 sehr viele Statistiken und Zahlen zur ganzen Welt generiert haben. Es geht um die Institutionengeschichte, die Wissensgeschichte und vor allem um Macht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur Desrosières, Alain: Die Politik der grossen Zahlen. Eine Geschichte der statistischen Denkweise, Berlin 2005. 32 Protest in der Weltgesellschaft Dozent: Dr. des. Luca Tratschin Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 24.02.2016 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Spätestens seit den öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der globalisierungs- kritischen Bewegung ist klar geworden, dass transnationale Proteste ein prominentes Phänomen der Gegenwartsgesellschaft darstellen. Besonders in den letzten Jahren wurde dies noch einmal deutlicher mit dem als „arabischer Frühling“ bezeichneten Protestzyklus sowie mit den Indigna- dos und der Occupy-Bewegung. Diese Beispiele sollten aber nicht zum Schluss führen, dass die seit dem Ende des Kalten Krieges beobachtbaren Proteste mit weltweitem Bezugs- horizont ein Novum darstellen würden. Schon im 19. Jahrhundert und Mitte des 20. Jahrhunderts lassen sich transnationale Proteste und soziale Bewe- gungen beobachten. Man kann mit einiger Berechtigung davon sprechen, dass Protest ein normales Phänomen der Weltgesellschaft darstellt. In diesem Seminar dienen theoretische Angebote zum Verständnis sozialer Bewegungen sowie Studien, die sich mit globalen Aspekten sozialer Bewe- gungen auseinandersetzen, als Ausgangspunkt zur Entwicklung eigener Fragestellungen. Besonders interessiert hierbei die Doppelleistung der Her- stellung und Darstellung von Globalität durch soziale Bewegungen. Gleichermassen sollen auch die sozialen und technischen Voraussetzungen für die Ausbildung globaler Protestzyklen diskutiert werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: luca.tratschin@unilu.ch Literaturauszug Ayres, Jeffrey M. (2004), Framing Collective Action Against Neoliberalism: The Case of the „Anti- Globalization“ Movement, in: Journal of World-Systems Research 10(1): 11-34. Baringhorst, Sigrid (2009), Politischer Protest im Netz – Möglichkeiten und Grenzen der Mobilisierung transnationaler Öffentlichkeiten im Zeichen digitaler Kommunikation, in: Frank Marcinkowski, Barbara Pfetsch (Hg.), Politik in der Mediendemo-kratie, Wiesbaden: VS. Bob, Clifford (2005), The Marketing of Rebellion. Insurgents, Media, and International Activism, Cambridge: Cambridge University Press. Gerbaudo, Paolo (2013), Protest Diffusion and Cultural Resonance in the 2011 Protest Wave, in: The International Spectator. Italian Journal of International Affairs 48(4): 86-101. Herkenrath, Mark (2011), Die Globalisierung der sozialen Bewegungen. Transnationale Zivilgesellschaft und die Suche nach einer gerechten Weltordnung, Wiesbaden: VS. Holzer, Boris (2007), Framing the Corporation: Royal Dutch/Shell and Human Right Woes in Nigeria, in: Journal of Cons umer Policy 30: 281-301. Juris, Jeffrey S. (2012), Reflections on #Occupy Everywhere: Social Media, Public Space, and Emerging Logics of Aggregation, in: American Ethnologist 39(2): 259-279. Keck, Margareth E.; Sikkink, Kathryn (1998), Activists Beyond Borders, Ithaca/London: Cornell University Press. McAdam, Doug; Rucht, Dieter (1993), The Cross-National Diffusion of Movement Ideas, in: Annals of the American Academy of Political and Social Science 528: 56-74. Strang, David; Soule, Sarah A. (1998), Diffusion in Organizations and Social Movements: From Hybrid Corn to Poison Pills, in: Annual Review of Sociology 24: 265-290. 33 Geschlecht und Weltgesellschaft Dozentin: Prof. Dr. Theresa Wobbe Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Di, 23.02.2016, 12:15 - 15:00 FRO, HS 12 Fr, 04.03.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 05.03.2016, 09:15 - 16:00, Fr, 08.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 09.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit »Geschlecht« als relevanter politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Unterscheidung in der Weltgesellschaft. Auf die Prominenz dieser Unterscheidung verweist z.B. das Gleichberechtigungsprinzip das seit dem späten 20. Jahrhundert zum weltkulturellen Kanon gehört. Leitende Fragen des Seminars sind, welche sozialen Voraussetzungen es für diese Globalisierung braucht, welche Formen die globale Institutionalisierung des »Geschlechts« annimmt und welche Mechanismen dabei wirksam werden. Diese Fragen werden in zwei Schritten behandelt. 1. Block: Erschließung des analytischen Instrumentariums Neo- Institutionalismus und Systemtheorie. Voraussetzungen für die globale Beobachtung des »Geschlechts«: Dekolonisierung und weltweite Verbreitung des Nationalstaats nach 1945. Empirische Studien: Entdeckung von Frauen als Ressource im Entwicklungsprozess und als Individuen. 2. Block: Kategorisierung und Vergleich als Mechanismen der Globalisierung. Empirische Studien und laufendes Forschungsprojekt: Das Labour Force Konzept der »International Labour Organization« (ILO) nach 1945 als Instrument zur Vergleichbarkeit der Arbeitsproduktivität männlicher und weiblicher Personen; die Weltfrauendekade der UN (1975-1985) als Forum globaler Kategorisierung und der Neuinterpretation von Frauenrechten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: twobbe@uni-potsdam.de Literatur • Berkovitch, Nitza, 1999: The Emergence and Transformation of the International Women's Movement, in: John Boli/George M. Thomas (Hg.), Constructing World Culture. International Nongovernmental Organizations since 1875, Stanford/CA: Stanford University Press: S. 100-126. • Greve, Jens/Bettina Heintz, 2005: Die „Entdeckung“ der Weltgesellschaft. Entstehung und Grenzen der Weltgesellschaftstheorie, in: Heintz, Bettina/Richard Münch/Hartmann Tyrell (Hg.), Weltgesellschaft, Stuttgart: Lucius & Lucius, S. 89-119. • Heintz,Bettina /Müller, Dagmar/Schiener, Heike, 2006: Menschenrechte im Kontext der Weltgesellschaft. Die weltgesellschaftliche Institutionalisierung von Frauenrechten und ihre Umsetzung in Deutschland, der Schweiz und Marokko, in: Zeitschrift für Soziologie 35 (6), S.424-448. • Zinsser, Judith, 2002: From Mexico to Kopenhagen to Nairobi: The United Nations Decade for Women, in: Journal of World History 13, S.139-168. • Wobbe, Theresa, 2000: Weltgesellschaft, Bielefeld: transcript. 34 Modul Weltpolitik Welt, Gesellschafts- und Menschenbilder. Grundlagen politikwissenschaftli- cher Analysen (Handlungs-, Kommunikations- und Institutionstheorien) Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00 , ab 23.02.2016 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Wie kann man politische Entscheidungen, wie z.B. die Wahl eines Bundes- rates im Parlament oder das Verhalten der Schweizer Regierung in interna- tionalen Verhandlungen verstehen und erklären? In der Politikwissenschaft basieren Interpretationen und Erklärungen üblicherweise auf einer Hand- lungs- oder Kommunikatsionstheorie und den entsprechenden strukturellen Rahmenbedingungen, die das Handeln der Akteure beeinflussen. Bei den Handlungs- und Kommunikationstheorien greift die Politikwissen- schaft auf die beiden klassischen Menschenbilder der Sozialwissenschaften, den homo oeconomicus und den homo sociologicus zurück. Der homo oeconomicus versucht, durch strategisches Handeln seine Interessen umzu- setzen, der homo sociologicus folgt dagegen den Normen, die er infolge seiner Rolle und/oder seiner Identität als angemessen empfindet. Aus der Philosophie, der Psychologie sowie den Kultur- und Kommunikationswissen- schaften wurden weitere handlungstheoretische Modelle entwickelt, die in einer durch Information und Kommunikation gekennzeichneten Gesellschaft Relevanz besitzen, so z.B. das verständigungsorientierte Handeln, das rhetorische Handeln, das emotionale, das kreative und das symbolische Handeln. Bei diesen verschiedenen Handlungs- oder Kommunikationstheorien sind jeweils typische Strukturen relevant, welche, wenn sie eine gewisse zeitliche Stabilität besitzen, in den Sozialwissenschaften als Institutionen bezeichnet werden. Für den homo oeconomicus sind das formale Organisations- und Entscheidungsregeln, für den homo sociologicus z.B. Traditionen oder Routinen, während bei den anderen Theorien kommunikative Strukturen wie Konventionen, Leitbilder oder hegemoniale Diskurse im Vordergrund stehen. Insgesamt sind die Vorstellungen darüber, wie (politische) Akteure handeln und welche Strukturen/Institutionen sie dabei anleiten, stark von Weltbildern (Ontologien/Ideologien) und Gesellschaftsbildern (wie ist die Gesellschaft aufgebaut und was hält sie zusammen?) abhängig. Die Veranstaltung ist zweistufig aufgebaut. Zuerst werden die verschiedenen Handlung- und Kommunikationstheorien und die dahinter stehenden Welt-, Gesellschafts- und Menschbilder dargestellt und verglichen. Im zweiten Teil wird dann gezeigt, wie man mit entsprechenden Institutionentheorien politische Prozesse und Ergebnisse verstehen und analysieren kann und wie man politische Steuerungs- und Governanceformen interpretieren und konzipieren kann. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht Literatur Blatter, J. (2007): Governance – Theoretische Formen und historische Transformationen. Baden- Baden: Nomos Etzrodt, Ch. (2003): Sozialwissenschaftliche Handlungstheorien. Eine Einführung. Konstanz: UVK 35 Current Issues in Human Rights Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Öffentliches Recht Termine: Mo, 22.02.2016, 10:15 - 12:00, Mo, 29.02.2016, 10:15 - 12:00 FRO, 4.B54 Wöchentlich Mo, 10:15 - 12:00, ab 18.04.2016 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung (Workshop) Inhalt: This workshop focuses on current issues in human rights law. These may include, inter alia, rights of indigenous minorities, reproductive rights, enforced disappearances, migration etc. The class will be held in two parts. During the first part of the semester students will work in groups (4 students) and prepare presentations and papers on the chosen topics. After a first organisational meeting at the beginning of the semester there will be no weekly class meetings but rather individual guidance sessions with Prof. Martina Caroni and her team for the groups. During the second part of the semester there will be weekly meetings for the group presentations and discussion of the issues presented. Die Studierenden sollen einen vertieften Einblick in die philosophische Dimension des Rechts und grundlegende Kenntnisse der rechtsphilosophischen Entwicklung erhalten. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of international human rights law 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Grade based on class participation (1/3), presentation and conduction of discussion (1/3) and the paper (1/3) / 6 Kontakt: lehrstuhl.caroni@unilu.ch 36 International Humanitarian Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft / Öffentliches Recht Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00 , ab 22.02.2016 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Despite the fact that the UN Charter prohibits the use of force, armed con- flicts remain a reality in today's world. The special legal regime for situations of armed conflicts is provided by International Humanitarian Law (IHL). IHL neither addresses the reasons of nor the possible legal justifications of armed conflicts; instead it focuses on the protection of the victims of warfare. IHL aims at mitigating the effects of armed conflicts by constraining the means and methods of warfare and by obliging all parties of a conflict to protect persons not engaged in hostilities, mainly civilians and soldiers out of combat. Humanitarian law therefore aims at limiting harm caused by wars, thereby accepting the existence of armed conflict in today’s world. The course offers an introduction to IHL, its development, legal bases and challenges. It focuses on the two branches of international humanitarian law, the law of Geneva (protection of victims) and the law of The Hague (means of warfare), the rules governing international and non-international armed conflicts as well as the implementation of those legal norms. These issues will be discussed and analyzed in the light of current developments, recent events and challenges to IHL. In addition, guest lecturers will deliver insights on practical issues of humanitarian law. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of Public International Law and Human Rights Law is recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral or written) will be announced at the beginning of the semester / 6 Kontakt: lehrstuhl.caroni@unilu.ch Literatur Essential teaching materials • The Course Reader „International Humanitarian Law“; • Copies of the four Geneva Conventions and the three Additional Protocols to the Geneva Conventions. These can be ordered for free from the International Committee of the Red Cross (www.icrc.org). Further Reading Further reading can be done on the basis of any book on International Humanitarian Law. 37 International Migration Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Öffentliches Recht Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: As a result of globalization of labour markets, demographic pressures in sending and receiving States, environmental disasters, political changes in sending States etc. international migration is a topic of ever-increasing interest and relevance. The course focuses on the international legal framework that regulates the flow of people across international borders as regular or irregular migrants including the rights and responsibilities of States as they pertain to international migration and the protection of human rights of migrants. Topics will include: Contemporary patterns of international migration; Nationality and statelessness; Regulation of entry and exit of persons; Refugees and asylum seekers; International labour migration, international labour law and protection of non-nationals; International Human Rights of Migrants; Trafficking in persons and smuggling of migrants; International, regional and bilateral migration processes; Emerging migrations issues. Students are able to indentify, analyze and assess issues relating to international migration. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law, human rights law and/or migration law would be an asset. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral, written or paper) will be announced at the beginning of the semester / 6 Kontakt: Material: lehrstuhl.caroni@unilu.ch Will be announced in due course 38 International Capital Markets Dozent: Mark Brewer, PhD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Privatrecht Termine: Mo, 21.03.2016, 09:15 - 18:00 FRO, HS 8 Di, 22.03.2016, 09:15 - 18:00 FRO, HS 13 Mi, 23.03.2016, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Through an interactive approach with small group discussions and lively debates, the course will provide a real-world understanding of the international capital markets that play an indispensable role in global commerce and politics. This course will critically examine the international capital markets, the way they function, and their impact on the international community. Specifically, the course will explore various means of raising capital, with an emphasis on international debt and equity markets and how these markets affect the world in which we live. In addition, the course will address the financial regulatory regimes in key markets around the world outside Switzerland, paying particular attention to the U.S., the U.K. and the European Union. Further, the course will consider the future of the international capital markets in light of recent global financial crisises and efforts to restore confidence in the markets. Finally, the course will provide an excellent opportunity for all students interested in international finance, commerce, and law to explore the most important issues in these areas while improving their English in a dynamic and interesting atmosphere. The course does not require any particular prior knowledge and is open to all students. Additionally, students who have taken Finanzmarktrecht may find the course particularly interesting since it focuses on the international aspects of the capital markets (while Finanzmarktrecht focuses on legal and economic issues of finance in the Swiss markets and Swiss regulation in particular). The aim of this one semester Master course is to provide a solid introduction to the international capital markets, to foster an understanding of how the international financial markets are regulated outside Switzerland, and to help students improve their English skills. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Hinweise: RF: Written assignment and oral presentation / 6 The deadline for registration is Monday, January 25, 2016. The deadline for submission of the written assignment is 18:00 on 20 March 2016. Students will be evaluated on their written research assignments as well as oral presentations during the block course. There will be an introductory session in room HS11 on 11 December 2015, 10.15 am. Exchange students (or other students) who wish to take the course and are not able to attend the introductory session should contact Prof. Brewer as soon as possible at mark.brewer@doz.unilu.ch Literatur STEPHEN VALDEZ AND PHILIP MOLYNEUX, An Introduction to Global Financial Markets (7th ed. 2012). Further Literature: Regular reading of the Financial Times or other international financial press.Verordnung über das Einreise- und Visumsverfahren (VEV); 39 Climate Change and Energy Law Dozentin: Ass.-Prof. Dr. iur. Anja Hentschel Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Öffentliches Recht Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00 , ab 24.02.2016 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Climate change is one of the greatest challenges of our generation. Because the energy section is a major emitter of greenhouse gases, climate change is mainly caused by energy production and consumption. Climate change, CO2 reduction and the finiteness of fossil fuels require a transfor- mation of the current energy systems and energy supply. This course will provide insights into the relevant international and European legal instruments addressing climate change and the transformation of energy systems, especially the use of renewable energies and energy efficiency. Also the Swiss position within Europe is taken into account. • to understand key concepts of climate Change and energy law • to know important international and European instruments addressing climate change, renewable energies and energy efficiency • to get an idea of how the battle against climate change and the transformation of energy systems cooperate Voraussetzungen: Umfang: Knowledge of public law, basic knowledge of international and European law 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: schriftliche Prüfung / 6 Kontakt: alexandra.bircher@unilu.ch Literatur: Reader Further Literature: RAPHAEL J HEFFRON, Energy Law: an Introduction, 2015. 40 Geschichte der Politischen Philosophie Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Hartmann Durchführender Fachbereich: Philosophie Termine: wöchentlich Di, 08.15 - 10.00, ab 23.02.2016 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: In dieser Vorlesung werden wichtige "Klassiker" der politischen Philosophie und einige ihrer zentralen Thesen und Themen vorgestellt, unter anderem Platon (Politeia), Aristoteles (Politik), Hobbes (Leviathan), Locke (Zweite Abhandlung über die Regierung), Rousseau (Der Gesellschaftsvertrag), Kant (Zum ewigen Frieden). Eine Kenntnis der Texte wird nicht vorausgesetzt. Die Themen reichen von der Frage, wie eine gerechte Gesellschaft aussieht (Platon), zur Frage, warum es überhaupt Gesellschaft geben muss (Hobbes, Rousseau) bis zur Frage, welche Rechte in dieser Gesellschaft gelten sollen (Locke, Kant). Abschliessend sollen einige der Themen auf aktuelle Debatten bezogen werden. Wie sieht z.B. eine Hobbessche Position in der Gegenwart aus? Was bedeutet Gerechtigkeit in neueren Theorien? Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: bea.schuler@unilu.ch Literature Als hilfreiche Einführung in die neuzeitliche politische Philosophie dient: John Rawls, Geschichte der politischen Philosophie, Frankfurt/M. 2008. 41 Geschichte von Rechtsstaat und Sozialstaat Dozent: PD Dr. iur. Thomas Henne Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Grundlagenfächer Termine: wöchentlich, Mi, 08.15 - 10.00, ab 24.02.2016 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Unser heutiges Verständnis von Rechts- und Sozialstaat ist wesentlich durch deren Geschichte geprägt. Ein vertieftes Verständnis von Rechtsstaatlichkeit und Sozialstaatlichkeit setzt daher das Wissen um deren Entstehung voraus. Die Veranstaltung liefert daher einen Überblick zur Geschichte des formellen und materiellen Rechtsstaats. Die Entstehung von Sozialstaatlichkeit wird unter anderem im Kontext von Sozialversicherungen und Umgestaltungen des Arbeitsrechts analysiert. Dabei steht die Entwicklung in der Schweiz und in Deutschland im Vordergrund. Die Studierenden sollen die Funktion des Rechts in totalitären Systemen verstehen. Historische Vertiefung von zwei wesentlichen Strukturmerkmalen des schweizerischen Rechts Voraussetzungen: Umfang: Interesse an Grundlagenfächern 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: Material: thomas.henne@unilu.ch Material wird auf OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Unentbehrlich sind die vorab verteilten Quellentexte, die bis zur ersten Vorlesungsstunde einmal gründlich zu lesen sind. Weiteres Material wird vorlesungsbegleitend per OLAT versandt. Für die weitere Vertiefung der Vorlesungsthemen können nach Bedarf folgende, in der Rechtsbibliothek vorhandene Werke konsultiert werden: • MICHAEL STOLLEIS, Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland, Bd. 2 (1992), Bd. 3 (1999), Bd. 4 (2012); • FRANZ WIEACKER, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit, 2. Aufl., Göttingen 1967; • PAOLO GROSSI, Das Recht in der europäischen Geschichte, München 2010; • UWE WESEL, Geschichte des Rechts in Europa. Von den Griechen bis zum Vertrag von Lissabon, München 2010; • KARL KROESCHELL, Deutsche Rechtsgeschichte, 3 Bände, Opladen 1999-2008; • MARCEL SENN U.A., Rechtsgeschichte auf kulturgeschichtlicher Grundlage, 3. Auflage 2012; • Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte (= HRG), 1. Aufl.: 6 Bände; 2. Aufl., z.Zt. 2 Bände erschienen. 42 Europäisches Wirtschaftsrecht (inkl. Bilaterale Abkommen) Dozentin: Ass.-Prof. Dr. iur. Anja Hentschel Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft / Öffentliches Recht Termine: wöchentlich, Mi, 08.15 - 10.00, ab 24.02.2016 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: In Fortführung der Vorlesung Europarecht (Grundlagen) widmet sich die Veranstaltung zum einen dem Wirtschaftsrecht der Europäischen Union und zum anderen den wirtschaftlich ausgerichteten Bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz. Die Vorlesung umfasst eine eingehende Analyse ausgewählter Grundfreiheiten des AEU-Vertrages und vergleicht diese mit den Regelungen in den Bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz. Ferner werden die Grundzüge des EU-Beihilfenrechts behandelt. Das EU-Wirtschaftsrecht ist für die Schweiz von erheblicher Bedeutung, da die EU als wesentlicher Handelspartner der Schweiz in erheblichem Maße auf das Schweizer Recht Einfluss nimmt. • die Vermittlung grundlegender Kenntnisse des EU-Wirtschaftsrechts und möglicher Implikationen für Wettbewerber aus der Schweiz, ein besseres Verständnis des Kernbereiches des EU-Vertrages und der Bedeutung der Kommission im EU-Wirtschaftsverwaltungsverfahren; die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über die wirtschaftlichen Bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz eine Vertiefung der allgemeinen Kenntnisse im Europarecht; ein rechtsoziologisches/politikwissenschaftliches Verständnis der Funktionsweise des EU-Wirtschaftsrechts mit dem Wechselspiel der Kompetenzverteilungen zwischen den Mitgliedstaaten und der EU; Vermittlung grundlegender methodischer Fähigkeiten; praxisnahe Ausbildung; • Spass an der juristischen Argumentation. Voraussetzungen: Umfang: Empfohlen ist die erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung Europarecht (Grundlagen). Unbedingt erforderlich sind Engagement und Freude an der juristischen Argumentation. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: Material: anja.hentscheln@unilu.ch Texte werden am Anfagn der Veranstaltung an-, bzw. ausgegeben. Literatur die Rechtstexte (alle im Internet kostenlos erhältlich): • AEU- und EU-Vertrag; • Charta der Grundrechte der Europäischen Union; • Sekundärrecht nach Hinweis im Reader oder in der Vorlesung; sowie ein allgemeines Lehrbuch zum Europarecht, das alle Grundfreiheiten beschreibt (Auswahl wird im Reader angegeben). 43 Vergleichende Regionale Integration Dozentin: Dr. Sabine Jenni Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 24.02.2016 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Regionale Integration als freiwilliger, dauerhafter und institutionalisierter Zusammenschluss von Staaten mit regional begrenzter Reichweite ist ein relativ neues politisches Phänomen. Ziel dieser Zusammenschlüsse ist die funktionale Zusammenarbeit in einem oder mehreren Politikfeldern sowie die Friedenssicherung. Der Umfang der betroffenen Politikfelder, vor allem aber die institutionelle Tiefe der Integration und der Grad an Übertragung von Souveränität an supranationale Organe unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Zusammenschlüssen. Referenzpunkt der Vorlesung bildet die Europäische Union als fortgeschrittenste Form der regionalen Integration. Mit Blick auf ihre Geschichte, Institutionen und Policies werden die wichtigsten Theorien regionaler Integration vorgestellt. Auf dieser Basis werfen wir dann einen vergleichenden Blick auf andere regionale Zusam- menschlüsse in Asien, Amerika, Afrika und im arabischen Raum. Neben der intensiven empirischen und analytischen Auseinandersetzung mit unter- schiedlichen Modellen regionaler Integration widmet sich die Vorlesung der Frage, ob das Phänomen der regionalen Integration eher als Baustein oder Stolperstein für die Herausbildung globaler Ordnungsstrukturen angesehen werden kann. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: sabine.jenni@eup.gess.ethz.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Lindberg, L. N., Scheingold, S.A. (Eds.) (1971). Regional Integration: Theory and Research, Harvard University Press Duina, F. (2006). Varieties of Regional Integration: The EU, NAFTA and Mercosur. Journal of European Integration, 28(3), 247 - 275. Farrell, M., Hettne, B & L. Van Langenhove (Eds.) (2005). The Politics of Global Regionalism. Theory and Practice. London and New York: Pluto Press. Warleigh-Lack, A. (2006). Towards a Conceptual Framework for regionalisation: Bridging 'new regionalism' and 'integration theory'. Review of International Political Economy, 13(5), 750-771. Laursen, F. (Hrsg.) (2003), Comparative Regional Integration: Theoretical Perspectives, Ashgate Mattli, W.(1999), The Logic of Regional Integration: Europe and Beyond, Cambridge UP Telo, M. and, Joffe, G., (Eds.) (2001). European Union and New Regionalism: Europe and Globalization in Comparative Perspective, Ashgate 44 Analyse der Gesamtwirtschaft Dozent: Prof. Dr. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 01.03.2016 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Ziel der Vorlesung ist die Vermittlung der wichtigsten makroökonomischen Grundlagen. Behandelt werden sowohl langfristige Phänomene wie Wachstum, Sparen, Investieren, Finanzierung und Finanzsystem, natürliche Arbeitslosigkeit, die Bedeutung des Geldes, die Rolle der Zentralbanken, Geldmengenwachstum und Inflation sowie Aussenhandel, als auch kurzfristige Konjunkturphänomene wie Änderungen der aggregierten Nachfrage und des aggregierten Angebots, der Einfluss von Geld- und Fiskalpolitik, der kurzfristige Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation sowie politische Konjunkturzyklen. Besonders hervorgehoben werden die Rolle von Institutionen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und wirtschaftspolitische Aspekte. In allen Bereichen wird der Bezug zu Aktualität hergestellt, der die Studierenden befähigen soll, zukünftig wichtige aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen selbstständig zu analysieren und zu interpretieren. • Die Studierenden kennen die wichtigsten makroökonomischen Grundlagen. • Die Studierenden kennen die Bedeutung von Institutionen für die wirtschaftliche Entwicklung und verstehen die Wirkung der wichtigsten wirtschaftspolitischen Instrumente. • Die Studierenden können mittels der erlernten Grundlagen aktuelle Entwicklungen analysieren und interpretieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: simon.luechinger@unilu.ch Literatur: Mankiw, N. Gregory (2014). Principles of Economics, 7th edition. Stamford: Cengage Learning.. 45 Energieökonomie Dozent: Prof. Dr. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 01.03.2016 FRO,4.B47 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Energiemärkte gehören zu den wichtigsten Einzelmärkten einer Volkswirtschaft. Gleichzeitig weisen die darauf gehandelten Güter besondere Eigenschaften auf, die es bei einer ökonomischen Analyse zu berücksichtigen gilt. Die Vorlesung behandelt zentrale Aspekte der Energienachfrage und widmet sich dem Angebot und Märkte der wichtigsten Energieträger. Ziel der Vorlesung ist es, den Studierenden einen Überblick über zentrale Themen des Bereichs Energieökonomie zu liefern und sie zu befähigen, eine eigenständige Beurteilung wichtiger gegenwärtiger Entwicklungen wie der Energiestrategie 2050 des Bundes oder des Erdölpreiszerfalls zu erlangen. • Die Studierenden kennen zentrale Aspekte im Zusammenhang mit der Energienachfrage, Eigenschaften der wichtigsten Energieträger und die Implikationen für die entsprechenden Energiemärkte. • Die Studierenden können verschiedene politische Interventionen in die Energiemärkte beurteilen und kennen die grundlegenden Fakten, die für eine Einschätzung gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen notwendig sind. Voraussetzungen: Umfang: Mikroökonomische Grundkenntnisse werden vorausgesetzt. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: oeksem@unilu.ch Literatur Erdman, Georg & Peter Zweifel (2008). Energieökonomik.Theorie und Anwendungen. Berlin: Springer. 46 Europäische Geschichte der Neuzeit (4): Staat und Politik Dozent: Prof. Dr. phil. Jon Mathieu Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 24.02.2016 FRO, HS 5 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die politische Raumbildung im neuzeitlichen Europa lässt sich als Konzen- trationsprozess verstehen: Um 1500 gab es etwa zweihundert unabhängige staatliche oder staatsähnliche Gebilde – kurz vor 1900 zählte man noch deren dreissig. Die zunehmende technologische und soziale Vernetzung des Kontinents bildete einen Hintergrund für die Konzentration, führte aber nicht gradlinig zu grösseren Einheiten, sondern bewirkte immer wieder Absonde- rungs- und Abstossungsbewegungen. Im 16. Jahrhundert spielte die neue Art der Kriegsführung zwischen rivalisie- renden Herrschern eine wichtige Rolle für die regionale Konsolidierung und Staatsbildung. Im 19. Jahrhundert trug die Eisenbahn mit ihrer weitflächigen „kosmopolitischen“ Infrastruktur zur Entstehung des modernen Nationalis- mus bei. Wie kann man diese Dialektik von Integration und Isolation genauer fassen und erklären? Lassen sich dabei während der Neuzeit verschiedene Phasen beobachten? Was trägt der Begriff der „Konfliktgemeinschaft“ zu unserem Verständnis bei? Die Vorlesung ist Teil eines mehrsemestrigen Zyklus, der eine problemorientierte Übersicht zur europäischen Geschichte vermitteln soll. Seine Teile sind in sich geschlossen und können auch einzeln belegt werden. Anregungen vermittelt uns die neue Buchreihe Making Europe (bei Palgrave Macmillan, 2013-2015). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: jon.mathieu@iunilu.ch 47 Allgemeines Staatsrecht Dozent: Ass.-Prof. Dr. iur. Klaus Mathis Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft / Öffentliches Recht Termine: wöchentlich, Mo, 13.15 - 15.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Das Staatsrecht im Bachelor-Studium ist schwergewichtig auf die Vermitt- lung des geltenden positiven Rechts ausgerichtet. Grundlegende Fragen des Staatsrechts können dabei meist nur angeschnitten werden. Diese Lehrveranstaltung bietet die Gelegenheit, solche Themen eingehender zu behandeln. Es geht in dieser Vorlesung deshalb nicht nur um das blosse Vermitteln von Wissen; den Studierenden soll vielmehr auch die Möglichkeit geboten wer- den, über grundlegende Fragen und aktuelle Probleme des Staatsrechts nachzudenken und ihre Überlegungen argumentativ in die Diskussion einzubringen. In der Vorlesung werden die folgenden neun Themen behandelt: 1. Menschenwürde und Rechtsstaat 2. Demokratie und Rechtsstaat 3. Gemeinwohl und Rechtsstaat 4. Die absolute Geltung des Folterverbots 5. Die Diskussion um den Abschuss ziviler Flugzeuge 6. Widerstandsrecht und ziviler Ungehorsam 7. Die anarchistische Kritik an Staat, Recht und Herrschaft 8. Die Radbruch’sche Formel und die Mauerschützenprozesse 9. Die Frage der Universalität der Menschenrechte Die Studierenden werden mit den grundlegenden Konzepten der Staatsrechtslehre vertraut gemacht und sind in der Lage, zu kontroversen staatsrechtlichen Themen kompetent Stellung zu nehmen. Voraussetzungen: Umfang: Staatsrecht I und II 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete mündliche Prüfung / 5 Kontakt: klaus.mathis@unilu.ch Literatur Reader; ergänzende Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben. 48 Law and Economics Dozierende: Ass.-Prof. Dr. iur. Kalsu Mahtis / weitere Referenten Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft / Grundlagenfächer Termine: Zurich: 08./09.03.; 15./16.03.; 22./23.03.2016, 16:15-17:45 Lucerne, 15.04.2016, 08:45-18:00 / 16.04.2016, 09:00-11:30 Zurich: 19./20.04.; 03./04.05.; 17./18.05.2016, 16:15-17:45 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: In dieser Veranstaltung stellen internationale Wissenschaftler im Bereich Law & Economics ihre Forschungsergebnisse vor. Die Working Papers werden durch die Teilnehmenden kritisch diskutiert und kommentiert. In this course international scholars in the field of Law & Economics present their research findings. The participants critically discuss the working papers and comment on them. Die Studierenden setzen sich kritisch mit wissenschaftlichen Referaten und Working Papers im Bereich Law and Economics auseinander. Students have a critical look at scientific lectures and working papers in the field of Law and Economics. Voraussetzungen: Sprache: Attendance of the course „Rechtsökonomie“ (in the spring semester 2014 or in parallel in the spring semester 2015) or good knowledge of economics Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: graded essay / 5 Kontakt. Hinweise: klaus.mathis@unilu.ch In order to receive the credits for this course, students must fulfil a mandatory attendance requirement of at least 10 lectures (held in Lucerne and/or Zurich), as well as write an 8-10 page essay in either German (5 Credits) or English (6 Credits) on the topic of one of the presented papers. It is possible to attend all of the lectures held in Lucerne at the conference „Environmental Law and Economics“ which takes place on the 15-16 April 2016 (see conference programme). The essay can be on any of the papers presented at the conference in Lucerne or upon agreement also on a paper presented in Zurich. The essay must be submitted electronically and, additionaly, as a signed hardcopy by 31 May 2016 and will be graded. 49 Rechtsökonomie Dozent: Ass.-Prof. Dr. iur. Klaus Mathis Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Grundlagenfächer Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Ökonomische Analyse des Rechts und ähnliche Forschungsrichtungen – zusammengefasst als „Law and Economics“ – haben in den USA einen sehr hohen Stellenwert in der juristischen Ausbildung. Seit Längerem findet in Europa eine Rezeption dieser Methoden statt. In dieser Vorlesung soll deshalb den Studierenden die Möglichkeit geboten werden, diese neue Disziplin kennen zu lernen. Bei der ökonomischen Rechtsanalyse werden die Folgen rechtlicher Regelungen einerseits ermittelt (positiver Teil) und andererseits unter dem Gesichtspunkt der Effizienz bewertet (normativer Teil). Nach der Vermittlung der wichtigsten Analysemethoden und -konzepte werden Anwendungen aus den verschiedenen Rechtsgebieten (Privatrecht, Strafrecht und öffentliches Recht) besprochen. Schliesslich werden nebst den Möglichkeiten auch die Grenzen der ökonomischen Rechtsanalyse diskutiert. Dabei werden sowohl die philosophischen Grundlagen der ökonomischen Betrachtungsweise des Rechts als auch deren Verträglichkeit mit der schweizerischen Rechtsordnung kritisch beleuchtet. In der Vorlesung werden die folgenden zehn Themen behandelt: 1. Analysemethoden und Konzepte 2. Effizienzkriterien und Folgenorientierung 3. Das Coase-Theorem 4. Ökonomische Analyse des Privatrechts 5. Ökonomische Analyse der Kriminalität 6. Ökonomische Theorie der Politik („Public Choice“) 7. Ökonomische Verfassungs- und Verwaltungstheorie 8. Wettbewerbstheorie 9. Regulierungstheorie 10. Effizienz und andere gesellschaftliche Ziele Die Studierenden lernen die grundlegenden Konzepte und Methoden der ökonomischen Rechtsanalyse kennen und sind in der Lage, entsprechende Fragen und Probleme fachgerecht zu beurteilen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete mündliche Prüfung / 5 Kontakt: klaus.mathis@unilu.ch Literatur • KlLAUS MATHIS, Effizienz statt Gerechtigkeit?, 3. Aufl., Berlin 2009. Das Buch kann in der Vorlesung zu einem Vorzugspreis bezogen werden. 50 Growth and Development Dozent: Prof. Dr. Manuel Oechslin Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 – 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Contents: Why are some countries richer than others? Why have some economies been able to sustain high growth rates for decades, while others have a history of economic stagnation? Economists have been interested in these questions for a long time. This course provides an overview of what we know about the answers. We start by focusing on the engines of economic growth, capital accumulation (both physical and human) and productivity improvements. In particular, we examine to what extent income variation across countries can be explained by variation in human and physical capital accumulation; and how research and development, by improving technology, can lead to sustained productivity growth. We then turn to the deeper determinants that underlie cross-country differences in accumulation and productivity. In this context, we examine the role of institutions, income inequality, and natural resources. Neben der Vermittlung von grundlegenden theoretischen, empirischen und institutionellen Kenntnissen werden die analytischen Fähigkeiten trainiert, welche die Studierenden zur selbständigen Analyse von Problemen der Wirtschafts- und Finanzpolitik, beispielsweise in Form von Seminararbeiten befähigen. Objectives: Relying on the simple growth framework developed in class, the students are able to explain how income variation among countries is determined by differences in factor accumulation and productivity. The students further understand how factor accumulation and productivity relate to deeper determinants of economic development, like institutions, income inequality, and natural resources. Voraussetzungen: Umfang: Prerequisites: "Ökonomie und menschliches Verhalten" and "Analyse der Gesamtwirtschaft" are recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: manuel.oechslin@unilu.ch Literatur Weil, David (2013); Economic Growth (3rd edition). Harlow: Pearson. 51 International Trade Dozent: Prof. Dr. Manuel Oechslin Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: This course focuses on the determinants and effects of trade flows and trade policy measures. As for trade flows, we will explore questions like: Who exports what? For instance, why does Bangladesh primarily export textiles, while Switzerland is strong in exporting chemicals? What are the benefits of international trade for the involved countries? And how are these benefits distributed within and across countries? To answer these questions, we will study traditional theories of trade, which rely on perfect competition, as well as modern trade theories that assume imperfect competition and emphasize economies of scale, product variety, or productivity differences. Regarding trade policy, we will examine the use and consequences of various measures that governments adopt towards international trade (such as tariffs, subsidies, or quotas). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: manuel.oechslin@unilu.ch Material: Hinweise: Pflichtlektüre zugänglich auf Online-Plattform OLAT „Ökonomie und menschliches Verhalten" and "Analyse der Gesamtwirt- schaft" are recommended. Literatur Krugman, Paul, Maurice Obstfeld, and Marc Melitz (2015): International Economics. Theory and Policy (10th edition). 52 Regulating International Trade and Competition Dozent: Dr. iur. Christian Pitschas, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Öffentliches Recht Termine: 14-täglich, Do, 13.15 – 17.00, ab 25.02.2016 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course will deal with WTO rules regarding: (i) the regulation of trade in goods (e.g. Art. III, X and XX of the GATT 1994, Agreement on Technical Barriers to Trade, Agreement on Sanitary and Phytosanitary Measures) and services (e.g. Art. III, VI and XVII of the GATS); (ii) competition (e.g. Art. XVII of the GATT 1994, Art. VIII and IX of the GATS, Agreement on Subsidies and Countervailing Measures, Agreement on Anti-Dumping, Government Procurement Agreement); and (iii) the Dispute Settlement Understanding. The objective of the course is to familiarize students with: (i) relevant WTO rules regarding WTO Members’ regulatory measures having an impact on international trade in goods and services, including WTO case law (ii) pertinent WTO rules relating to competition, including WTO case law (iii) the functioning of the WTO system to settle disputes between / among WTO Members Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: oral or written exam / 6 Kontakt: christian.pitschas@doz.unilu.ch Literatur • PETER VAN DEN BOSSCHE/WERNER ZDOUC: The Law and Policy of the World Trade Organization (3rd ed., 2013). • BERNARD HOEKMAN/MICHEL KOSTECKI: The Political Economy of the World Trading System (3rd ed., 2009); 53 Intellectual Property Law Dozent: Dr. iur. Michael Ritscher Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft / Privatrecht Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 13.00, ab 25.02.2016 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Intellectual property law (IP) is an ever increasing megatrend. Michael Ritscher is a very experienced practitioner, not only in the Swiss but also in the international arena, non-permanent judge at the Zurich Court of Commerce, president of INGRES and co-editor of sic! He will share his know-how and help interested students to get an overview on international, European and Swiss trademark, patent, copyright, design and unfair competition law from a practioner’s perspective. The students will be introduced into each subject (1 hour), will study the relevant chapters in the literature and some court decisions which will than be discussed during class (2 hours). Understand the underlying principles and solve practical problems in International, European and Swiss IP law. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: oral exam / 6 Kontakt: michael.ritscher@doz.unilu.ch Literatur • KUR/DREIER: European Intellectual Property Law, 2013, ISBN 978 184 844 8803; • For native German speakers: ROLAND VON BÜREN/EUGEN MARBACH/PATRIK DUCREY: Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, Stämpfli Verlag, 3rd edition (2008); • Paris Convention; Berne Convention; TRIPs; Community Trademark Regulation and Directive; Community Design Regulation and Directive; European Patent Convention; Swiss Trademark Act; Swiss Coypright Act, Swiss Design Act; Swiss Patent Act; Swiss Act against Unfair Competition. 54 Advanced Macroeconomics Dozent: Dr. rer. pol. Marcel R. Savioz Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 – 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Vorlesung basiert auf dem Lehrbuch „Macroeconomics“ von Stephen Williamson. Inhaltsverzeichnis: 1. Measurement issues in macroeconomics 2. Introduction to the general equilibrium approach to macroeconomics 3. Search and unemployment 4. Consumption saving and credit markets 5. Credit market imperfections: credit frictions, financial crisis and social security 6. A real intertemporal model with investment 7. Money, banking, prices and monetary policy 8. Business cycle models 9. International macroeconomics 10. Inflation, the Phillips curve and central bank commitment Die Studierenden sollen befähigt werden, ein wirtschaftliches Problem mit makroökonomischen Modellen selbständig zu analysieren. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: marcel.savioz@snb.ch Literatur Williamson Stephen D., Macroeconomics (fith edition), Pearson 55 Internationaler Menschenrechtsschutz Dozent: Dr. iur. Christoph A. Spenlé Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 17.15 - 19.00, ab 23.02.2016 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit den Eckpunkten und Meilensteinen in der Entwicklung der Menschenrechte und widmet sich eingehend der politischen und rechtlichen Umsetzung der Menschenrechte in der Neuzeit. Themenschwerpunkte des Kurses sind: - Entstehung und Entfaltung des internationalen Menschenrechtsschutzes bis zum Beginn des 2. Weltkrieges (Völkerbund); - Menschenrechtsschutz im System der Vereinten Nationen; - regionaler Menschenrechtsschutz (EMRK); - Universalität der Menschenrechte versus Relativismus; - Entwicklungen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und aktuelle Herausforderungen (humanitäre Interventionen, internationale Strafgerichtsbarkeit, private Akteure). Dabei werden namentlich die völkerrechtlichen Grundlagen und Menschen- rechtsinstrumente insbesondere im Rahmen der UNO eingehender betrach- tet. Die Behandlung aktueller Beispiele diplomatischer Verhandlungsprozesse vermittelt einen Blick in die Praxis der Schaffung neuer Menschenrechts- instrumente. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 2 Kontakt: christoph.spenle@eda.admin.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Christoph A. Spenlé/Arthur Mattli, Kompendium zum Schutz der Menschenrechte, Stämpfli Verlag 2009 Hans-Peter Gasser, Humanitäres Völkerrecht - Eine Einführung, 2. Aufl., Schulthess 2007 Walter Kälin/Jörg Künzli, Universeller Menschenrechtsschutz, Helbing & Lichtenhahn, 2. Auflage 2008 Kälin Walter/Malinverni Georgio/Nowak Manfred, Die Schweiz und die UNO-Menschenrechtspakte, 2. Auflage, Basel/Frankfurt a.M. 1997 Manfred Nowak, Einführung in das internationale Menschenrechtssystem, Wien/Graz 2002 56 Makroökonomie Dozenten: Barbara Stahel, PhD/Dr. rer. oec. Gregor Bäurle/Dr. Fabian Fink Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Di, 10:15 - 12:00, ab 123.02.2016 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Vorlesung erarbeitet die theoretischen Grundlagen makroökonomischer Zusammenhänge. In einem ersten Schritt wird ein nachfrageseitiges Gleichgewichtsmodell hergeleitet, welches den Güter-, Geld- und Devisen- markt berücksichtigt. In Kombination mit der Angebotsseite, modelliert anhand des Arbeitsmarkts, wird ein vollständig dynamisches Modell von aggregierter Nachfrage und aggregiertem Angebot hergeleitet. Dieses erlaubt die kurz- und mittelfristige Analyse von makroökonomischen Entwicklungen. Passend zum aktuellen globalen Umfeld wird im zweiten Teil der Vorlesung auf Themen der europäischen und globalen monetären sowie ökonomischen Integration eingegangen. Dies umfasst Themen wie Inflation, Schuldenproblematik oder Finanzstabilität. Die Studierenden sind in der Lage mit Hilfe theoretischer Konzepte aktuelle makroökonomische Entwicklungen zu verstehen und wirtschaftspolitische Massnahmen zu beurteilen. Voraussetzungen: Umfang: Besuch der Vorlesung Analyse der Gesamtwirtschaft. Der Besuch der Vorlesung Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler und - wissenschaftlerinnen wird empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt. barbara.stahel@snb.ch / gregor.bäurle@snb.ch / fabian.fink@outlook.ch Literatur Gärtner Manfred, Macroeconomics, FT Prentice Hall, London 2009, 3. Auflage 57 Comparative Law and Court Systems Dozentin: Kyriaki Topidi, PhD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaft \ Öffentliches Recht Termine: Wöchentlich Di, 15:15 - 17:00, ab 23.02.2016 FRO, HS 2 Mi, 24.02.2016, 15:15 - 17:00, Mi, 09.03.2016, 15:15 - 17:00 FRO, HS 3 Wöchentlich Mi, 15:15 - 17:00, ab 02.03.2016 FRO, HS 2 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course looks at the position and role of courts and other judicial institu- tions in selected countries around the world. Following an introductory review of the common law and civil law systems, judicial institutions and the role of the judiciary in these two broad legal families will be compared to the same bodies in systems that incorporate religious and/or traditional law. Emphasis will be placed on the structure and role of courts and tribunals as legal institutions. The course will also address the influence of globalization and look into the increasingly significant international and internationalized courts, in particular in the fields of criminal law, commercial integration, and human rights, with regards to their position in global governance. Topics that will be covered include the role of courts in multinational, federal and supra- national entities, the analysis of judicial influence in the different systems, as well as the current and emerging trends in judicial governance in a comparative perspective. The course aims to apply core concepts of comparative law to the various types of judicial institutions and their role around the globe. It will help students approach the different types of courts and tribunals while developing critical skills based on their respective characteristics. Finally, it will allow students to appreciate and explain the divergences of legal cultures as reflected in these courts. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: Class participation (35%), written assignment (65%) / 6 Kontakt: kyriaki.topidi@unilu.ch Literatur: Reader 58 Adam Smith als Philosoph und Ökonom Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Hartmann Durchführender Fachbereich: Philosophie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 24.02.2016 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Adam Smith (1723-1790) ist bekannt als Autor des Ökonomieklassikers Wealth of Nations (Der Reichtum der Nationen) von 1776. Insbesondere sein Argument, Märkte werden von einer „unsichtbaren“ Hand gelenkt, die dafür sorgt, dass privater Egoismus allgemeine Wohlfahrtseffekte hat, sorgt bis heute für Furore und wird regelmässig missverstanden. Weniger bekannt ist Smiths moralphilosophisches Hauptwerk, die „Theorie der ethischen Gefühle“ von 1759, in dem Smith eine komplexe Sympathieethik entwirft, die zentralen Annahmen seiner ökonomischen Schriften zu widersprechen scheint. Wie beide Schriften zusammenhängen, gilt als Frage (Das „Adam Smith Problem“), die bis in die Gegenwart verhandelt wird. Wir wollen in diesem Seminar Ausschnitte aus beiden Schriften lesen und auch die Frage eines möglichen Zusammenhangs klären. Mit Blick auf den „Reichtum der Nationen“ wollen wir Smiths Lehre der Arbeitsteilung, seine Theorie der Wertschöpfung und seine Theorie ökonomischer Entwicklung diskutieren. Mit Blick auf seine „Theorie der ethischen Gefühle“ wollen wir seine Sympathielehre, seinen Moralbegriff und seine Gerechtigkeitstheorie erörtern. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: bea.schuler@unilu.ch Literatur Samuel Hollander, The Economics of Adam Smith, London 1973. 59 Aktuelle Fragen der Wirtschaftspolitik Dozent: Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: Do, 25.02.2016, 10:15 - 12:00 FRO, HS 4 Mo, 30.05.2016, 08:15 - 18:00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Ziel des Seminars für die Studierenden ist erstens die eigenständige Erarbeitung und Analyse eines aktuellen wirtschaftspolitisch relevanten Themas. Zweitens sollen die fachlichen und rhetorischen Fähigkeiten durch Präsentation der eigenen Arbeit und die aktive Teilnahme an der Diskussion gezielt geschult werden. Ziel des Seminars für die Studierenden ist erstens die eigenständige Erarbeitung und Analyse eines aktuellen wirtschaftspolitisch relevanten Themas. Zweitens sollen die fachlichen und rhetorischen Fähigkeiten durch Präsentation der eigenen Arbeit und die aktive Teilnahme an der Diskussion gezielt geschult werden. Voraussetzungen: Sprache: Das Seminar setzt die tägliche Lektüre einer Tageszeitung (Niveau NZZ) voraus. Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotetes Referat + Zusammenfassung / 4 Kontakt: christoph.schaltegger@unilu.ch Literatur je nach Thema mit dem Dozenten abzusprechen 60 Demokratisierung Dozent: Prof. André Bächtiger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Vorbesprechung: Do, 25.02.2016, 12:15 - 13:00 FRO, 3.B57 Termine: Do, 21.04.2016, 09.15 - 17.00 Raum folgt Fr, 22.04.2016, 09:15 - 12:00 FRO, HS 11 Fr, 22.04.2016, 13:15 - 17:00 FRO, 3.B57 Do, 12.05.2016, 09:15 - 17:00 FRO, 4.A05 Fr, 13.05.2016, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Demokra- tisierung in Entwicklungsländern (mit spezifischem Fokus auf Afrika und Asien). In einem ersten Teil geht es um die Frage, was Demokratie bedeutet (und bedeuten kann), insbesondere im Kontext nicht-westlicher Länder. In einem zweiten Teil geht es dann um die begünstigenden Faktoren für Demokratisierung und die Problematik autokratischer Persistenz. Dieser Themenkomplex wird aus verschiedenen theoretischen Perspektiven beleuchtet: - einer historischen Perspektive, welche die Wichtigkeit des vorkolonialen und kolonialen Erbes afrikanischer und asiatischer Gesellschaften für aktuelle politische Prozesse betont; - einer sozio-ökonomischen Perspektive, welche auf Wirtschaftsentwick- lung, Ressourcen (Bodenschätze) und lokale Kapazitäten fokussiert; - einer politisch-institutionellen Perspektive, welche davon ausgeht, dass Demokratisierung mittels geeigneter politischer Institutionen beeinflusst werden können; - einer Entwicklungshilfe-Perspektive, die ähnlich wie der politisch-institu- tionelle Ansatz postuliert, dass geeignete Entwicklungsprogramme Demokratisierung befördern können; In einem dritten Teil geht es um innovative Demokratisierungsformen in Entwicklungsländern. Dabei wird der Fokus auf partizipatorische, deliberative und direktdemokratische Bürgerexperimente gelegt. Voraussetzung: Umfang: Besuch der Vorlesung „Vergleichende Politikwissenschaft“ 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Teilnahme und Mitarbeit an den Seminarsitzungen, schriftliche Hausarbeit (verpflichtend)/ 4 Kontakt: andre.baechtiger@sowi.uni-stuttgart.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 61 Interdependentes Policy Making Dozentin: Dr. des. Myriam Oehri Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 08:15 - 10:00, ab 23.02.2016 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In einer zunehmend vernetzten Welt gestalten Nationalstaaten ihre Policies in Form von Regeln und Normen kaum mehr unabhängig von anderen Akteuren. Vielmehr wagen sie einen Blick über ihre Grenzen hinaus und lassen sich von Entscheidungen anderer Regierungen oder Organisationen beeinflussen. Diese Art des politischen Handelns und Entscheidens wird in den Sozialwissenschaften auch als „Interdependentes Policy Making“ bezeichnet. Mit „Policy Diffusion“ und „Policy Transfer“ haben sich hierzu eigene Literaturstränge herausgebildet, welche zwischenabhängige Ver- breitungs- und Angleichungsprozesse von Regeln und Normen anhand verschiedener Mechanismen beleuchten. Zu solchen Mechanismen zählen etwa Zwang, Konditionalität, Kooperation, Wettbewerb, Lernen und Nachahmung. Im Seminar „Interdependentes Policy Making“ werden wir uns diesem Phänomen mithilfe neuerer Literatur an der Schnittstelle der Internationalen Beziehungen und Vergleichenden Politikwissenschaften annähern. Ziel des Seminars ist es, ausgewählte Theorien und Konzepte des inter- dependenten Policy Making zu vermitteln und anzuwenden. Hierfür werden in einem ersten Teil theoretische und konzeptuelle Ansätze diskutiert. In einem zweiten Teil werden diese anhand von Beispielen auf bilateraler, regionaler und globaler Ebene und aus unterschiedlichen Politikfeldern veranschaulicht: Darunter fallen etwa Sicherheits-, Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik, Demokratie und Menschenrechte. Ferner interessiert, unter welchen Bedingungen interdependentes Policy Making im Allgemeinen und das Auftreten der damit verbundenen Mechanismen im Speziellen wahr- scheinlich und erfolgreich sind und wo diese an ihre Grenzen stossen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Kontakt. myriam.oehri@unilu.ch Literatur Dobbin, F., Simmons, B. and Garrett, G. (2007). The Global Diffusion of Public Policies: Social Construction, Coercion, Competition, or Learning? Annual Review of Sociology, 33: 449-472. Dolowitz, D.P. and Marsh, D. (2000). Learning from Abroad: The Role of Policy Transfer in Contemporary Policy-Making. Governance: An International Journal of Policy and Administration, 13(1): 5-24. Marsh D. and Sharman, J.C. (2009). Policy Diffusion and Policy Transfer. Policy Studies, 39(3): 269-288. Solingen, E. (2012). Of Dominoes and Firewalls: The Domestic, Regional, and Global Politics of International Diffusion. International Studies Quarterly, 56: 631-644. 62 Configurational Thinking and the Study of Politics Dozent: Markus B. Siewert, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Mo, 22.02.2016, 08:15 - 12:00 FRO, 4.B55 Mo, 14.03.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 4.B54 Mo, 14.03.2016, 13:15 - 18:00 FRO, HS 8 Mo, 11.04.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 4.B54 Mo, 11.04.2016, 13:15 - 17:00 FRO, HS 8 Mo, 09.05.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 3.B57 Mo, 09.05.2016, 13:15 - 18:00 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Studying social and political phenomena from a configurational perspective has experienced a certain boom over the last years regarding both its methodological underpinnings and its empirical applications. Especially Qualitative Comparative Analysis (QCA) as the most formalized, case- oriented approach with strong roots in set-theoretical reasoning has demonstrated to be a powerful new analytical tool to detect configurational patterns across cases. This course pursues two main objectives: 1. First, it provides a thorough introduction to QCA as an approach and method for social science research. Therefore, we will a) discuss the bedrocks and foundations of set-theoretical and configurational thinking, and b) learn how to conduct a QCA step-by-step using appropriate software. 2. Second, we will debate and reassess published QCA applications from various political science subfields which course participants can choose according to their fields of interest (see the following link for an overview of QCA applications http://www.compasss.org/bibdata.htm). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: The course language will be English as will most of the literature. While sufficient language skills are required to follow the course (C1-level), it has no effect on the grading. Prüfungsmodus / Credits: KSF: The grading is based on a midterm paper of app. 1.500-2.000 words (ca. 5-7 pages) that has to be presented in the last course session. Topic of this midterm paper is a methodological review of a selected journal article which employs a QCA on a social or political research question. The final deadline for the paper is June, 15th 2016. / 4 Kontakt: siewert@soz.uni-frankfurt.de oder samuel.huber@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Schneider, Carsten Q. and Claudius Wagemann, 2012. Set-Theoretic Methods for the Social Sciences. A Guide to Qualitative Comparative Analysis. Cambridge University Press: New York. Goertz, Gary and James Mahoney, 2012. A Tale of Two Cultures: Qualitative and Quantitative Research in the Social Sciences. Princeton University Press: Princeton. Ragin, Charles C., 2008. Redesigning Social Inquiry. Fuzzy Sets and Beyond. University of Chicago Press: Chicago. 63 Die regionale Organisation globaler Politik Dozentin: Prof. Dr. Manuela Spindler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Do, 03.03.2016, 13:15 - 17:00, Do, 17.03.2016, 13:15 - 17:00, Do, 14.04.2016, 13:15 - 17:00, Do, 28.04.2016, 13:15 - 17:00, Do, 19.05.2016, 13:15 - 17:00, Do, 02.06.2016, 13:15 - 17:00 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Im Zentrum des Hauptseminars stehen Fragen und Probleme der politischen Gestaltung und Konstruktion von Ordnungsstrukturen in den internationalen Beziehungen, die sich aus dem Spannungsfeld globaler, regionaler und staatlicher Beziehungszusammenhänge ergeben. Regionalismus, d.h. die Politik der Konstruktion von Regionen und regionalen Organisationen, ist dabei von besonderem Interesse. Anhand ausgewählter Politikfelder (u.a. Weltwirtschaftsbeziehungen, Sicherheitspolitik, Umweltpolitik, Menschenrechtspolitik – eine genaue Auswahl der Problembereiche erfolgt am Beginn des Seminars gemeinsam mit den Studierenden), wird das Spannungsverhältnis und der Beziehungszusammenhang zwischen globalen Herausforderungen internationaler Politik und den Möglichkeiten und Grenzen einer regionalen politischen Steuerung diskutiert. So wird beispielsweise nach der „Logik“ von Regionen in einer globalen Ökonomie, nach den Möglichkeiten und Grenzen regionaler Sicherheitsorganisationen angesichts globaler Sicherheitsbedrohungen, nach neuen Ansätzen einer „Regionalisierung“ globaler Umweltpolitik oder auch nach der Rolle und Funktion regionaler Menschenrechtsregime und ihrem Verhältnis zur „Universalität“ von Menschenrechten gefragt. Die problemorientierte Diskussion erfolgt anhand ausgewählter, aktueller Projekte des Regionalismus in Europa, Nordamerika, Afrika, Ost- und Südostasien und Asien-Pazifik (beispielsweise TTIP, Trans-Pacific Partnership TPP, African Union, Gulf Cooperation Council, ASEAN, Shanghai Cooperation Organisation, APEC). Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: manuela.spindler@global-politics.org Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT Literatur De Lombaerde/Schulz (eds.) 2013: The EU and World Regionalism. The Makability of Regions in the 21st Century. London: Ashgate Hettne, Björn/Söderbaum, Fredrik 2000: Theorising the Rise of Regionness, in: New Political Economy 5: 3, 457-473. Hönnighausen, Lothar et al. (eds.) 2005: Regionalism in the Age of Globalism. Vol. 1: Concepts of Regionalism. University of Wisconsin Press. Söderbaum, Fredrik/Shaw, Timothy 2003 (eds.): Theories of New Regionalism. Palgrave/Macmillan. 64 Medien in Konflikten. Mediatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Dozentin: Dr. Doréen Spörer-Wagner Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termin 1: Do, 03.03.2016, 10:15 - 12:00 FRO, 3.B47 Termine 2: Do, 10.03.2016, 10:15 - 12:00, Do, 17.03.2016, 10:15 - 12:00, Do, 24.03.2016, 10:15 - 12:00, Do, 07.04.2016, 10:15 - 12:00, Do, 14.04.2016, 10:15 - 12:00 FRO, 4.A05 Termine 3: Do, 21.04.2016, 10:15 - 12:00, Do, 28.04.2016, 10:15 - 12:00, Do, 12.05.2016, 10:15 - 12:00, Do, 19.05.2016, 10:15 - 12:00, Do, 02.06.2016, 10:15 - 12:00 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Hauptseminar soll die Rolle der Medien in Konfliktsituationen analysiert werden. Von zentraler Bedeutung wird die gesellschaftlich und akademisch kontrovers diskutierte Frage sein, inwieweit Medien dazu beisteuern (können), gewaltsame Konflikte zu lösen, d.h. aktiv zur Friedensstiftung und damit zur Demokratisierung krisengeschüttelter Staaten beizutragen. Über die verschiedenen Ebenen der politischen Kommunikation und des politischen Journalismus werden wir im Seminar die Rolle der Medien in Konflikt- und Friedenssituationen theoretisch und empirisch beleuchten. Dabei geht es im Kern darum, wie Medien über Konflikte berichten und welche Akteure wie in die Medienberichterstattung eingebunden sind. Davon ausgehend diskutieren wir schließlich die Frage, unter welchen Umständen Medien eher zur Zementierung als zur Lösung bestehender Konflikte beitragen. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, Essay, benotet) / 4 Kontakt: spoerer@nccr-democracy.uzh.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT Literatur Carruthers, S. L. 2000. The Media at War: Communication and Conflict in the Twentieth Century. New York: St. Martin’s Press. Howard, R. 2002a. An Operational Framework for Media and Peacebuilding. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Howard, R. 2002b. Conflict Sensitive Journalism. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Reljic, D. 1998. Killing Screens: Medien in Zeiten von Konflikten. Düsseldorf: Droste. Wolfsfeld, G. 2004. Media and the Path to Peace, Cambridge: Cambridge University Press. 65 Monarchie und Moderne: Dynastische Herrschaft in Europa, 18.-20. Jahrhundert Dozent: Prof. Dr. phil. Jon Mathieu Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 13.15 – 15.00, ab 24.02.2016 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Am 21. Januar 1793 wurde in Paris der Bürger Louis Capet alias Ludwig XVI. vor einer grossen Menschenmenge mit der Guillotine geköpft. Die Enthauptung des französischen Königs durch die Revolution rief in Europa heftige Reaktionen hervor. Nicht wenige sahen darin das Ende der Monarchie und der dynastischen Herrschaft, welche den Kontinent seit Jahrhunderten dominiert hatten. Doch Totgesagte leben länger: Ausser der Schweiz und zeitweise Frankreich wurden im 19. Jahrhundert alle Staaten von Kaisern und Königen regiert. Obwohl der Republikanismus nach 1918 deutliche Fortschritte machte, gehört die Monarchie bis heute zum Traditionsbestand der europäischen Politik. Wie war es möglich, dass sich eine tief in der Vormoderne verwurzelte Herrschaftsform in der Moderne so erfolgreich behaupten konnte? Welche Anpassungsleistungen erbrachten die Königsdynastien? Wie entwickelten sich die politischen Institutionen und Meinungen? Das Seminar untersucht diese Fragen auf Basis der neueren historisch- anthropologisch inspirierten Forschung. Persönliche Beiträge dazu kommen auch von einem SNF-Projekt zur historischen Monarchieforschung, das gegenwärtig an der Universität Luzern läuft. Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: jon.mathieu@unilu.ch 66 Politische Ökologie Dozentin: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 13:15 - 17:00 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Politische Ökologie beschäftigt sich mit der ‘ökologischen Verteilung von Konflikten’(Alier 2002), also mit den Konflikten um den Zugang und die Kontrolle von natürlichen Ressourcen (Escobar 2008), dem komplexen Beziehungsgefüge zwischen “Natur” und “Gesellschaft” . Umweltwandel wird als Teil von lokalen und globalen, politischen und ökonomischen Prozessen verstanden. In der Veranstaltung werden wir uns die begrifflichen und theoretischen Grundlagen der Politischen Ökologie aneignen, uns mit Theorien zum Verhältnis von Natur-Kultur, mit Fragen von Repräsentation von Natur und mit Ressourcenkonflikten beschäftigen. Wir werden sowohl theoretische Texte zum Thema als auch Fallbeispiele behandeln. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: esther.leemann@unilu.ch 67 Small States in the International Politics. The Baltic States Case Dozent: Prof. Gediminas Vitkus Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Mo, 04.04.2016, 08:15 - 12:00 FRO, 4.B54 Fr, 08.04.2016, 13:15 - 18:00 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Estonia, Latvia and Lithuania are often seen as a single unit of the “Baltic states”, which is justified when one talks about their recent history, their geopolitical situation or simply their small size. After all, the three states have been fully integrated in the Soviet Union for more than half a century, they all have regained independence and built their nation states from scratch almost a quarter of century ago and they all have joined numerous international institutions, including the EU and NATO a decade ago. Today Lithuania, Latvia and Estonia form a fascinating part of Europe and one of mutually best integrated regions of the European Union. And all that makes these countries valuable study subject. Their experience could be especially interesting for those who are interested in fate of the smaller nation-states in the modern globalized world. A special emphasis is put on original and innovative steps of these small countries in micro and macro-regional level in order to increase their own security and prosperity. The purpose of this crash course is to introduce students into experience of the Baltic States Foreign Policy and to make them familiar with most recent developments in order to sensibilise them to the policy dilemmas which arise in front of decision-maker in the Baltic States. Accordingly to above mentioned purpose the course is subdivided into five modules. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Textlektüre), Abschlusstest / 2 Kontakt: gediminas.vitkus@tspmi.vu.lt Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 68 Health Policy Dozent: Prof. Dr. rer. pol. Andreas Balthasar Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Vorbesprechung: Di, 15.12.2015, 13:15 - 14:15 FRO, 4.B47 Block 1: wöchentlich Mo, 13:15 - 17:00, ab 29.02.2016 FRO, 3.A05 Block 2: Mo, 23.05.2016, 13:00 - 15:00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: The course will be based on the concept of the policy analysis triangle. It will focus on how different actors influence health policy depending on the specific content of the policy, the process of policy making and a particular context. After a general introduction to methods and data sources for policy analysis, the course is structured along the policy cycle: agenda setting, policy process, policy implementation and evaluation. Students will be able to: - Understand the policy analysis approach to health policy - Use the policy analysis approach for the design, implementation and evaluation of public health policies - Apply the policy analysis approach to plan and execute their own research project in health policy Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: written examen / 4 Kontakt: andreas.balthasar@unilu.ch Literatur The seminar will be based on: Buse, Kent, Mays, Nicholas, Walt, Gill (2012): Making Health Policy, Maidenhead. Open University Press McGraw-Hill.. 69 International Political Sociology Dozent: Prof. Dr. Hans-Martin Jaeger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Vorbesprechung: Mi, 24.02.2016, 12:15 - 13:00 FRO, 3.B01 Block 1: Fr, 29.04.2016, 09:15 - 17:00, Sa, 30.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B48 Block 2: Fr, 06.05.2016, 09:15 - 16:00, Sa, 07.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor /Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: While International Relations (IR) scholars and sociologists occasionally borrowed from each other in the past, International Political Sociology (IPS) has only emerged as a distinctive field of inquiry in the last ten to fifteen years. IPS brings into conversation concerns with international, transnational, and global practices, processes, institutions, relations, and systems traditionally studied by IR specialists (usually political scientists) with social and political theories, sociological theories and methodologies, and political sociology and other empirical sociologies studied by sociologists. Among other factors, this conversation has been prompted by increasing challenges to state-centrism in IR and methodological nationalism in Sociology in the context of the contemporary phase/discourse of globalization. This course provides a survey of important approaches, debates, and substantive concerns in the still emerging field of IPS. Using the inchoate international political sociology of constructivism in IR as a foil, it considers a variety of alternative approaches which theoretically, analytically, and substantively extend IR-constructivist understandings of social construction at the interface between the social and the political in international, transnational, and global contexts. We will first examine a number of approaches to IPS “avant la lettre,” including historical sociology, modern systems theory, sociological institutionalism, and feminist and postcolonial perspectives. In the second part of the course we will discuss more recent scholarship in IPS, including critical approaches to security, governmentality, practice theory, and the “new materialism.” While the course focuses on theoretical approaches, these will be discussed in relation to a variety of substantive issues including the states system and international political economy, international and world society, terrorism, diplomacy, human rights and human security, borders and migration, and African and European politics. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: Hans-Martin.Jaeger@carleton.ca oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Lawson, George and Robbie Shilliam (2010) “Sociology and International Relations: Legacies and Prospects,” Cambridge Review of International Affairs 23(1): 69-86. Bigo, Didier and R.B.J. Walker (2007) “Political Sociology and the Problem of the International,” Millennium: Journal of International Studies 35(3): 725-739. Bigo, Didier and R.B.J. Walker (2007) “International, Political, Sociology.” International Political Sociology 1(1): 1-5. Huysmany, Jef and Joao Pontes Nogueira (2012) “International Political Sociology: Opening Spaces, Stretching Lines,” International Political Sociology 6(1): 1-3. 70 Wohlfahrtsstaaten in der Finanzkrise Dozent: Prof. Dr. Sven Jochem Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: 14-täglich, Mo, 13:15 - 17:00, ab 29.02.2016 FRO, 3.B01 Mo, 30.05.2016, 13:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor /Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Ziel dieses Masterseminars ist es nicht, die vielschichtigen Etappen der globalen Finanzkrise nachzuzeichnen und zu erklären. Vielmehr soll die Perspektive gezielt auf das Wechselverhältnis zwischen wohlfahrtsstaat- licher Politik einerseits und Finanzkrise andererseits gelegt werden. Welche politischen Bedingungen prägen „erfolgreiches“ wohlfahrtsstaatliches Krisenmanagement? Welchen Beitrag leisten wohlfahrtsstaatliche Policies zur Meisterung der Krise? Und welche Herausforderungen für wohlfahrts- staatliche Politik ergeben sich aus der Krise und den Dynamiken des zeit- genössischen Finanzkapitalismus? Und wodurch zeichnet sich in Europa das Spannungsverhältnis zwischen Demokratie und Kapitalismus nach der Finanzkrise aus? Das Masterseminar soll diese und weitere Forschungsfragen in einzelnen wohlfahrtsstaatlichen Politikfeldern aufwerfen, Erklärungsansätze des Forschungsstandes kritisch erörtern sowie reflektiert sowohl quantitative als auch qualitative Methoden auf ihre Vor- und Nachteile hin diskutieren. Das Masterseminar bietet systematisch Hilfestellungen für eigene For- schungsarbeiten auf diesem Gebiet an. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: sven.jochem@uni-konstanz.de Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Bermeo, Nancy/Pontusson, Jonas (ed.), 2013: Coping with Crisis: Government Reactions to the Great Recession, New York: Russel Sage. Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.) 2010: Managing the Crisis. A Comparative Assessment of Economic Governance in 14 Economies, Gütersloh: Bertelsmann Stiftung Cafruny, Alan W./Schwartz, Herman (eds), 2012: Exploring the Global Financial Crisis, Boulder: Rienner. Hall, Peter A/Soskice, David (Hrsg.) 2001: Varieties of Capitalism, the Institutional Foundations of Comparative Advantage, Oxford: Oxford University Press. Habermas, Jürgen, 2011: Zur Verfassung Europas, Berlin: Suhrkamp. Streeck, Wolfgang, 2013: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Berlin: Suhrkamp. Streeck, Wolfgang / Thelen, Kathleen (eds.), 2005: Beyond Continuity: Institutional Change in Advanced Political Economies, Oxford: Oxford University Press. 71 Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Dozent: Julian Junk, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Block 1: Fr, 19.02.2016, 10:15 - 19:00, Sa, 20.02.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Block 2: Fr, 15.04.2016, 10:15 - 19:00, Sa, 16.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Zwei Vorabbemerkungen: - The seminar is open to students who wish to give their presentations and submit their assignments in English language; the literature of this seminar is mostly in English. - Das Seminar geht über zwei Semester. Eine Anmeldung zum Frühjahrssemester 2016 ist nicht möglich. Ziel des Seminars ist die eigenständige, praktische Anwendung sozialwis- senschaftlicher Methoden in einem empirischen Forschungsprozess. Es legt damit die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussarbeit (Master oder Bachelor). Das Seminar führt über zwei Semester in zentrale, neuere sozialwissen- schaftliche Methoden ein und wird nicht nur ein Grundwissen in primär qualitativen Methoden sondern gerade auch deren praktische Anwendung in der Konzeptualisierung und Operationalisierung von Forschungsfragen in den Internationalen Beziehungen vermitteln. In einem ersten Teil (Herbstsemester 2014) werden die methodischen wie theoretischen Grundlagen gelegt. Den Schwerpunkt des Seminars bilden ausgewählte, neuere Methoden: Fallstudiendesigns (Causal Process Tracing und Co-Varianz-Ansätze), inhaltsanalytische Verfahren (Textanalyse, Bildanalyse und Diskursanalyse), Qualitative Comparative Analysis, QCA (crisp set und fuzzy set Analysen) sowie Netzwerkanalysen. Mit diesen methodischen Verfahren werden wir uns in einem Dreischritt befassen: einer kurzen Einführung in die neuen Entwicklungen der jeweiligen Methode folgt eine empirische Anwendung in Gruppenarbeit (je nach Seminargröße) auf verschiedene IB-Forschungsfragen. In diesem Frühjahrssemester schließt sich die „Simulation“ einer wissen- schaftlichen Konferenz an – von der Einreichung einer ersten Themenidee bis hin zur Präsentation eines vollständigen Forschungspapiers. Die TeilnehmerInnen werden somit in einem kurzen Abstract ein Thema für ein Forschungsthema vorschlagen. Über die Semesterferien werden – darauf aufbauend – selbständig erste ausführliche Research Designs mit empirischem Schwerpunkt erarbeitet und schließlich daraus ein Forschungs- papier entwickelt. Der zweite Teil des Seminars (Frühjahrssemester) widmet sich dement- sprechend der ausführlichen Diskussion dieser Research Designs und deren Ausarbeitung zu Forschungsarbeiten in mehreren Stufen. Letzteres wird einzelne anwendungsorientierte Vertiefungen der im ersten Teil erarbeiteten Methoden sowie der empirischen Schwerpunktsetzungen beinhalten. Das Seminar endet mit der Simulation einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der die finalen Forschungsarbeiten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Das Seminar gibt in Gruppenarbeit und in der Diskussion mit dem Lehrenden viele Möglichkeiten zur Verfeinerung der Forschungsarbeit. 72 Voraussetzungen: Sprache: Besuch des ersten Teils des Forschungsseminars im HS15. Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: 4 Credits pro Semester plus 6 Credits für die Foschungsarbeit (insgesamt 14 Credits) Kontakt: julian.l.junk@googlemail.com Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Blatter, Joachim and Markus Haverland (2012): Designing Case Studies - Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave MacMillan, Basingstoke. Blatter, Joachim, Frank Janning and Claudius Wagemann (2007): Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Methoden und Forschungsansätze. VS Verlag, Wiesbaden. George, Alexander L. and Andrew Bennett (2005): Case Studies and Theory Development in the Social Sciences. MIT Press, Cambridge. Gerring, John (2007): Case Study Research. Principles and Practices. Oxford University Press, Oxford. Goertz, Gary (2006): Social Science Concepts. A User's Guide. Princeton University Press, Princeton. Früh, Werner (2007): Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis. 6. Aufl., UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz. Keller, Reiner et al. (Hg.) (2007/2008): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Bd. 1 und 2. VS Verlag, Wiesbaden. Ragin, Charles C. (2008): Redesigning Social Inquiry - Fuzzy Sets and Beyond. Chicago University Press, Chicago. Rose, Gillian (2001): Visual Methodologies: An Introduction to the Interpretation of Visual Materials. Sage, London. Scott, John (2000): Social Network Analysis - A Handbook. Sage, London. Van Evera, Stephen (1997): Guide to Methods for Students of Political Science. Cornell University Press, Ithaca. 73 Transitional Justice Dozent: Prof. Alexander H.E. Morawa, SJD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften / Öffentliches Recht Termine: Block seminar: March 10 - 12, 2016 Three more meetings throughout the semester. Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course will be taught as a Block Seminar, followed by two meetings during the semester to discuss the progress on the papers or projects and to present them within the group. The block part will take place in a lovely village (two nights’ stay, with the opportunity to ski when class does not meet). (1) In this course, we will first look at the history of transitional justice by focusing on its criminal component (Nuremberg and Tokyo trials, ad hoc criminal tribunals and ICC). (2) We will look at human rights implications on methods and mechanisms of transitional justice, for instance the question of retroactive penalties, lustration and more generally how to deal with regimes that did not respect human rights in a way that uphold these fundamental values. (3) We will explore contemporary models of transitional justice in the context of recent and current crisis, internal strife and transitions. The papers will give students the opportunity to further explore their particular areas of interest and to devise an individual research project that can culminate in a paper or some other tangible output. This course is taught as a seminar and, in part, as a workshop. The students will participate in practical exercises and learn concepts by experience. Each student is also required to conduct an individual project and present it in class. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: class participation, exercises, assignments, individual project (paper and oral presentation); no examination / 6 Kontakt: uta.dietrich@unilu.ch Literatur: Reader 74 Die politische Ordnung Europa. Hegemonialkampf, Gleichgewicht, Mächtekonzert, Gemeinschaft und Union Dozent: Prof. Dr. Herfried Münkler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Fr, 26.02.2016, 13:15 - 17:00 FRO, 3.B48 Fr, 08.04.2016, 09:15 - 17:00, Fr, 22.04.2016, 09.15 – 17.00 FRO, HS 2 Fr, 27.05.2016, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In einer Zeit, da das Europaprojekt wieder auf der Kippe steht, lohnt sich der historisch-politiktheoretische Blick zurück, um die Ordnung bzw. Unordnung Europas in der Vergangenheit in den Blick zu fassen und dabei zu evaluieren, welche möglichen Alternativen nach einem etwaigen Zerfall der EU zu gewärtigen sind. Des Weiteren soll es in der Veranstaltung um Reform- und Umbauperspektiven für die EU und deren zukünftige politische Struktur gehen. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat oder drei Protokolle, benotet) / 4 Kontakt: herfried.muenkler@sowi.hu-berlin.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT 75 International Politics and Climate Change Dozentin: Prof. Dr. Lena Schaffer Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: 14-täglich Mo, 13.15 – 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B04 Mo, 09.05.2016, 13.15 – 17.00 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Climate change is seen as a major threat to human well-being. In fact it is the top global threat in many countries worldwide according to a recent study of the Pew Research Center (2015). World leaders have met in Paris and signed a new global agreement as a follow up to the Kyoto Protocol, which expired in 2012. How do governments cooperate to solve global environmental problems such as climate change? Is a global agreement necessary to combat climate change or can other form of cooperation, e.g. minilateral agreements or voluntary local agreements act as substitutes? The course gives the necessary background to the concepts and perspectives employed in international political debates on climate change. It wants to draw attention to the latest research and provides students with the conceptual tools to evaluate different climate change policies and governance approaches. Thus, at the end of the course, students will have learnt to evaluate policy debates relating to key issues in international climate change politics. In the first part there will be an introduction to global environmental problems (especially climate change) and how the international community has dealt with these problems so far. We will also recap major international relations theories to apply to the climate change governance approaches chosen so far. In a second part we will look at climate change governance efforts at the international, national and local levels. What are the implications of these different forms of governance? What are their prospects to develop climate change policies that are effective as well as legitimate? Concerning the national level, we ask ourselves: Why do some nations enact more rigorous climate change policies than others? What are strengths and weaknesses of different climate change policies? In a third part, issues concerning legitimacy and public demand for climate change policies will take center stage. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: lena.schaffer@uni-konstanz.de Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Luterbacher, U., & Sprinz, D. F. (2001). International relations and global climate change. MIT Press. Hoffmann, Matthew J. (2011) Climate Governance at the Crossroads: Experimenting with a Global Response after Kyoto. Oxford: Oxford University Press. Bulkeley, Harriet, Liliana Andonova, Michele M. Betsill, Daniel Compagnon, Thomas Hale, Matthew J. Hoffmann, Peter Newell, Matthew Paterson, Charles Roger, Stacy D. VanDeveer (2014) Transnational Climate Change Governance. Cambridge: Cambridge University Press. Giddens, A. (2009). The politics of climate change. Cambridge: Cambridge University Press. Harrison, K., & Sundstrom, L. M. (2010). Global commons, domestic decisions: The comparative politics of climate change. MIT Press. 76 International Political Economy Dozenten: Dr. Omar Serrano/Prof. Dr. Manoj Pant Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Vorbesprechung: Di, 23.02.2016, 12:15 - 13:00 FRO, 4.B04 Block 1: Di, 08.03.2016, 09:15 - 17:00, Mi, 09.03.2016, 09:15 - 17:00 folgt Block 2: Di, 03.05.2016, 09:15 - 17:00, Mi, 04.05.2016, 09:15 - 17:00 folgt Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: This course will provide students with an empirical and theoretical overview of the interactions between politics and economics. Otherwise said, how domestic and international politics affect the movement of goods, services, people, and capital. We will pay particular attention to the way in which financial crises, regional integration, new technologies, the incorporation of new economic powers and protectionism affect these flows. A first part of the course looks at major shifts in the global economy from a historical perspective, defines international political economy (IPE), and comparatively examines its main schools and theories. In doing so, particular emphasis is paid to key actors such as: states (and the role played by power and hegemony); international institutions (e.g. WTO); and non-state actors (e.g. multinational corporations and NGOs). A second part examines particular aspects of IPE such as: the international monetary system and financial crises, the world trade regime, variations in state economic policies, and North-South relations regarding development and inequality. Challenges to global governance resulting from these issues will receive particular attention. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: omar.serrano@unilu.ch oder mpant101@gmail.com Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Dicken, Peter (2011) Global Shift: Reshaping the Global Economic Map in the 21st Century. 6th Edition, London: Sage. Eichengreen, Barry (2008) Globalizing Capital. Princeton: Princeton University Press. Frieden, Jeff and Lake, David (2000) International Political Economy: Perspectives on Global Power and Wealth. Bedford/St. Martin’s and Routledge. Gilpin, Robert (2001) Global Political Economy. Oxfordshire: Princeton University Press. Palan, Ronen (Ed.) (2000) Global Political Economy: Contemporary Theories. Routledge. Ravenhill, John (Ed.) (2005) Global Political Economy. Oxford University Press. Spero, Joan and Jeffrey Hart (2010) The Politics of International Economic Relations. Boston, Massachusetts: Wadsworth. Pant, Manoj and Deepika Srivastava (2015), FDI in India: History Policy and the ASIAN Perspecitve, Orient Blackswan 77 Modul Forschung-Praxis-Methoden Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course provides an introduction to modern econometrics. Students will learn how to carry out empirical anylysis, going beyond simple descriptive statistics. Topics include lineral regression, the analysis of longitudinal data, limited and discrete dependent variables, survival analysis, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The course has two objectives: (i) learn the methodology of modern econometric analysis and (ii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch des Masterseminars "Advanced Econometrics" Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 78 Einführung in die Ökonometrie Dozent: Dr. oec. publ. Andreas Kuhn Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Fr, 13.15 - 15.00, ab 26.02.2016 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: (1) Einführung (2) Repetition Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Schätzen von Parametern, Testen von Hypothesen) (3) Das einfache Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz; Einbezug von qualitativen Regressoren (4) Das multiple Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz, Modellierung von nichtlinearen Beziehungen sowie heterogenen Effekten, Modellselektion und Beurteilung der Validität von Regressionsmodellen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empirische Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instrument, der linearen Regressionsanalyse. Wir diskutieren die Funktionsweise sowie die Interpretation der linearen Regression und illustrieren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten anhand von aktuellen Studien und Fragestellungen aus der angewandten Forschung. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die methodischen Grundlagen zu vermitteln, um empirische Studien kritisch beurteilen zu können und um selbständig eigene empirische Projekte durchführen zu können. Voraussetzungen: Umfang: Gleichzeitige Teilnahme am Hauptseminar “Einführung in die Ökonometrie” empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: andreas.kuhn@ehb-schweiz.ch Literatur Die Vorlesung orientiert sich an folgendem Lehrbuch: Stock, James H., and Watson, Mark H. (2012). Introduction to Econometrics. 3rd Edition. 79 Einführung in die Ökonometrie Dozent: Dr. oec. publ. Andreas Kuhn Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Fr, 15:15 - 17:00, ab 26.02.2016 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: 1) Einführung (2) Repetition Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Schätzen von Parametern, Testen von Hypothesen) (3) Das einfache Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz; Einbezug von qualitativen Regressoren (4) Das multiple Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz, Modellierung von nichtlinearen Beziehungen sowie heterogenen Effekten, Modellselektion und Beurteilung der Validität von Regressionsmodellen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empirische Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instrument, der linearen Regressionsanalyse. Das Hauptseminar dient der Vertiefung und praktischen Einübung des Stoffes aus der Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie" anhand von Übungsaufgaben. Zur Ergänzung werden wir ausserdem praktische Übungen in der Statistiksoftware Stata durchführen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die methodischen Grundlagen zu vermitteln, um empirische Studien kritisch beurteilen zu können, und um selbständig eigene empirische Projekte durchführen zu können. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: andreas.kuhn@ehb-schweiz.ch Literatur Baum, Christopher F. (2006). An Introduction to Modern Econometrics Using Stata. Stata Press. Kuhn, Andreas und Ruf, Oliver (2006). Einführung in die Statistiksoftware Stata. IEW Working Paper No. 277. 80 Configurational Thinking and the Study of Politics Dozent: Markus B. Siewert, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Mo, 22.02.2016, 08:15 - 12:00 FRO, 4.B55 Mo, 14.03.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 4.B54 Mo, 14.03.2016, 13:15 - 18:00 FRO, HS 8 Mo, 11.04.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 4.B54 Mo, 11.04.2016, 13:15 - 17:00 FRO, HS 8 Mo, 09.05.2016, 08:15 - 13:00 FRO, 3.B57 Mo, 09.05.2016, 13:15 - 18:00 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Studying social and political phenomena from a configurational perspective has experienced a certain boom over the last years regarding both its methodological underpinnings and its empirical applications. Especially Qualitative Comparative Analysis (QCA) as the most formalized, case- oriented approach with strong roots in set-theoretical reasoning has demonstrated to be a powerful new analytical tool to detect configurational patterns across cases. This course pursues two main objectives: 1. First, it provides a thorough introduction to QCA as an approach and method for social science research. Therefore, we will a) discuss the bedrocks and foundations of set-theoretical and configurational thinking, and b) learn how to conduct a QCA step-by-step using appropriate software. 2. Second, we will debate and reassess published QCA applications from various political science subfields which course participants can choose according to their fields of interest (see the following link for an overview of QCA applications http://www.compasss.org/bibdata.htm). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: The course language will be English as will most of the literature. While sufficient language skills are required to follow the course (C1-level), it has no effect on the grading. Prüfungsmodus / Credits: KSF: The grading is based on a midterm paper of app. 1.500-2.000 words (ca. 5-7 pages) that has to be presented in the last course session. Topic of this midterm paper is a methodological review of a selected journal article which employs a QCA on a social or political research question. The final deadline for the paper is June, 15th 2016. / 4 Kontakt: siewert@soz.uni-frankfurt.de oder samuel.huber@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Schneider, Carsten Q. and Claudius Wagemann, 2012. Set-Theoretic Methods for the Social Sciences. A Guide to Qualitative Comparative Analysis. Cambridge University Press: New York. Goertz, Gary and James Mahoney, 2012. A Tale of Two Cultures: Qualitative and Quantitative Research in the Social Sciences. Princeton University Press: Princeton. Ragin, Charles C., 2008. Redesigning Social Inquiry. Fuzzy Sets and Beyond. University of Chicago Press: Chicago. 81 Massenmedien, Internet und die Vermessung von Medienaktivitäten Dozent: PD Dr. Josef Wehner Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Termine: Fr, 29.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 30.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Fr, 27.05.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 28.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Massenmedien haben das Internet als Distributions- und Rezeptions- me¬dium ent¬deckt. Fernsehen, Radio und Zeitungen finden heute immer mehr auch auf digitalen Wegen Verbreitung. Mit Blick auf die Medienrezep- tion verbinden sich mit dieser Entwicklung einerseits ungewöhnliche zeit- liche, sachliche und soziale Flexibilisierungen, andererseits aber auch neue Unsicherheiten in der Frage der Erreichbarkeit und Kommunikationsannah- me. Das hat nichtzuletzt damit zu tun, dass mit dieser Flexibilisierung im Netz die etablierten Verfahren der Beobachtung von Medienaktivitäten (insbesondere die klassische Einschaltquote) ihre Grundlagen verlieren. Deshalb ist es interessant zu sehen, wie quasi im Gegenzug sich neue Möglichkeiten der Ver¬datung und Analyse eröffnen. Diese basieren auf Internettechnologien, welche die Akti¬vitäten der Nutzer/-innen (von ein- fachen Abrufen der jeweiligen Angebote auf den Seiten der Online-Dienste bis hin zu Bewertungen solcher Angebote in den sozialen Netzwerken) erfassen und vergleichen sollen, um daraus Hinweise auf die Verteilung von Aufmerksamkeiten und Gewohnheiten der Nutzer und verbesserte Möglichkeiten ihrer Adressierung zu gewinnen. Das Seminar dient dazu, mit Hilfe theoretischer und empirischer Literatur Einblicke in diese Zusammenhänge zwischen Flexibilisierung und Quantifizierung der Medienrezeption und damit in das Verhältnis von Massenmedien und Internet zu gewinnen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 josef.wehner@uni-bielefeld.de Literatur Ang, I. (2001): Zuschauer, verzweifelt gesucht. In: Adelmann, R./Hesse, J.O./Keilbach, J./Stauff, M./Thiele, M. (Hrsg.), Grundlagentexte zur Fernseh¬wissenschaft. Konstanz: UVK. 82 Forschung mit und über digitale(n) Medien: methodologische Reflexionen Dozierende: Prof. Dr. Bettina Beer/Ass.-Prof. Sophie Mützel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 10:15 - 12:00, ab 23.02.2016 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In dem interdisziplinären Masterseminar werden wir methodologische Herausforderungen diskutieren, die digitale Medien an die Sozialwissen- schaften stellen. Dazu werden wir die Ergebnisse neuerer Forschungen lesen und laufende empirische Forschungsprojekte besprechen, bei denen digitale Medien genutzt werden oder digitale Medien als Gegenstand im Mittelpunkt stehen. Die Überprüfbarkeit von Daten und Ergebnissen sowie ethische Probleme sind Beispiele für Fragen, die durch die Forschung mit und über digitale Medien aufgeworfen werden. Voraussetzungen: Umfang: Nach Absprache mit den Dozentinnen Teilnahme auch vor Abschluss des BA möglich. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Memos und kurze Räsentation) / 4 Kontakt: Material: bettina.beer@unilu.ch / sophie.muetzel@unilu.ch Das Material wird den Teilnehmenden zugeschickt. Literatur • Coleman, Gabriella E. 2010. Ethnographic Approaches to Digital Media. Annual Review of Anthropology 39:487–505. • Hargittai, Eszter, and Christian Sandvig, eds. 2015. Digital Research Confidential: The Secrets of Studying Behavior Online: The MIT Press. • Horst, Heather A., and Daniel Miller, eds. 2012. Digital Anthropology. London, New York: Berg. 83 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10:15 - 12:00, ab 22.02.2016 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course reflects on the topics discussed in the lecture "Advanced Econometrics" by providing additional examples and exercises, and by offering students the opportunity to present their own small empirical projects. The objective of the seminar is to practice the methodology of modern econometrics. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch der Vorlesung "Advanced Econometrics" 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktiveTeilnahme (Essay) / 6 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur s. Vorlesung Advanced Econometrics 84 Quantitative Methods I Dozenten: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Termine: wöchentlich Di, 13.15 – 15.00, ab 01.03.2016 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Based on the fundamentals of probability and inferential statistics, this module introduces the most important methods used in modern empirical research. Students will learn how to carry out an empirical project, going beyond simple descriptive statistics and hypothesis testing. Topics include linear regression, the analysis of longitudinal data, discrete dependent variables, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The objectives of this module are: i) deepen your understanding of inferential statistics, (ii) learn the basic methodology of modern quantitative research, and (iii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Umfang: Statistical programming 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: written examination (60%) and empirical project (40%) / 4 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur • Stata 13 (available through the university) • Specific textbook chapters (available in the library or via moodle) • Lecture slides, software code, tutorial exercises 85 Arbeiten mit Bourdieu II Dozenten: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone/Dipl. Soz. Tobias Philipp Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13:15 - 15:00, ab 25.02.2016 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Soziologie Pierre Bourdieus zählt zu den großen zeitgenössischen Gesellschaftsanalysen. Mit den Arbeiten Bourdieus zur Feldtheorie und zur Theorie des sozialen Raums stehen der Soziologie komplexe Strategien zur Verfügung für die Analyse der verschiedenen Felder wie Kultur, Ökonomie, Recht, Politik, Religion, Massenmedien usw. Zugleich liegt mit der Theorie Bourdieus eine Theorie der Lebensstile vor, die die Lebensführung auf das Prinzip des Habitus und der verschiedenen Kapitalsorten zurückführt, die den Akteuren zur Verfügung stehen. Pierre Bourdieu zählt zu den wenigen Soziologen, die wegweisende Arbeiten vorgelegt haben zur kombinierten Entwicklung und Anwendung von empirischen Methoden und soziologischer Theorie. Das Forschungsseminar ist auf zwei Semester angelegt. Zunächst wird im ersten Semester in die Theorie, die Methodik und die Forschungsperspektive der Bourdieuschen Soziologie eingeführt. Parallel dazu erarbeiten die Studierenden ein Exposee für ein eigenes empirisches Forschungsprojekt. Im zweiten Semester steht die Umsetzung und Fertigstellung dieser Forschungsprojekte im Vordergrund. In diesem zweisemestrigen Forschungsseminar wird vermittelt, wie man mit der durch Pierre Bourdieu entwickelten Methode und seiner Theorie praktisch empirisch selbständige Forschung entwickeln und durchführen kann. Am Ende erstellen die Studierenden einen Forschungsbericht, der die Resultate dieser Forschungsprojekte präsentiert. Die beiden Seminare und die Erstellung des Forschungsberichts entsprechen dem Modul „Forschungsseminar“ (20 CP) im MA Studiengang Soziologie. Das Seminar setzt das Forschungsseminar aus dem HS 15 fort. Voraussetzungen: Umfang: Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Grundkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Statistik. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 6 Kontakt: Hinweise: rainer.diazbone@unilu.ch / tobias.philipp@unilu.ch Es wird weiterhin mit OLAT gearbeitet. Zu Semesterbeginn wird ein aktualisierter Syllabus auf OLAT zur Verfügung stehen. 86 Survey Research Methods in Context Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 10:15 - 12:00, ab 25.02.2016 FRO, 4.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Survey research methods are worldwide the most common used techniques for data collection. Survey research methods are used in social sciences but also in international and national organizations as well as for business and market research. The seminar focuses on trends and perspectives in the field of survey research methods and introduces new approaches as total survey error, tailored design method and cognitive issues in questionnaire design. Practical problems of survey analysis and survey management will be addressed. Voraussetzungen: Umfang: Prerequisite: Training in empirical research methods and statistics. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Literatur A syllabus will be published on the learning platform MOODLE. 87 Phänomenologische Ethnographie Dozent: Prof. em. Dr. Thomas Eberle Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Mi, 02.03.2016, 10:15 - 13:00 FRO, HS 13 Termine: Fr, 15.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 16.04.2016, 09:15 - 16:00, Fr, 27.05.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 28.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Ethnographische Forschungsansätze haben sowohl in der Soziologie als auch in der Ethnologie eine lange Tradition und wurden immer weiter entwickelt. Sie gehören wohl zu den ergiebigsten Ansätzen qualitativer Sozialforschung und erfreuen sich derzeit zunehmender Verbreitung. Ihr Herzstück besteht aus teilnehmender oder nicht-teilnehmender Beobachtung, die bei Bedarf auch durch qualitative Interviews sowie Dokumenten- und Artefakt-Analysen ergänzt werden. Ziel dieses Methodenseminars ist es, dass die Studierenden erstens die theoretischen und methodologischen Prämissen ethnographischer Forschung kennen und reflektieren lernen und zweitens anhand eines eigenen kleinen ethnographischen Forschungsprojekts das konkrete Vorgehen erlernen. Die Studierenden lesen und diskutieren also nicht nur Texte, sondern sie gehen auch ins Feld und beobachten was dort geschieht. Erfahrungsgemäss erweitern sie dabei ihre soziologische Beobachtungskompetenz. Es werden Beobachtungsprotokolle verfertigt sowie Sound-Aufnahmen, Fotos und allenfalls Videos gemacht. Die Ethnographie orientiert sich an den Prämissen des Interpretativen Paradigmas. Besonderes Gewicht wird die phänomenologische Perspektive haben, die subjektives Wahrnehmen und Beobachten – im Unterschied zur Semiotik – nicht auf Zeichen reduziert, sondern sie als leiblich-sinnlich- sinnhafte Konstitutionsprozesse begreift. Zum einen wird daher der menschlichen Sinneswahrnehmung – im Sinne von sensory ethnography – besondere Beachtung geschenkt; zum andern beschäftigt sich Ethnographie immer mit konkreten Lebenswelten, also mit alltäglichen sozialen Handlungen in natürlichen Situationen. In diesem Seminar werden die Möglichkeiten einer „Phänomenologischen Ethnographie“ erprobt und auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Ansätzen erörtert, insbesondere zur Ethnomethodologie und zur Autoethnographie. Struktur: • Kick-off-Veranstaltung: Einführung ins Thema; Organisation des Seminars (Aufgabenverteilung) • Erster Block: Besprechung der Literatur und Diskussion der ersten ethnographischen Übungen • Zweiter Block: Präsentation und Diskussion der ethnographischen Projekte (work-in-progress) 88 Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: thomas.eberl@unisg.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT Literatur • Banks, Marcus (2014) Analysing Images. In: Uwe Flick (Ed.), The SAGE Handbook of Qualitative Data Analysis. London, Thousand Oaks, New Dehli: Sage Publ., pp. 394-408. • Breidenstein, Georg et al. (2013) Ethnografie: Die Praxis der Feldforschung. Stuttgart: UTB. • Dellwing, Michael & Prus, Robert (2012) Einführung in die Interaktionistische Ethnografie: Soziologie im Außendienst. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. • Eberle, Thomas S. (2014) Phenomenology as a Research Method. In: Uwe Flick (Ed.), The SAGE Handbook of Qualitative Data Analysis. London, Thousand Oaks, New Dehli: Sage Publ., pp. 184-202. • Hammersley, Martyn & Atkinson, Paul (2007) “10 Ethics”. In: Hammersley, Martyn & Atkinson, Paul (Eds.), Ethnography. Principles in practice. London, New York: Routledge, pp. 209-229. • Keller, Reiner (2013) Das Interpretative Paradigma: Eine Einführung. Wiesbaden: Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften. • Maeder, Christoph (2014) Analysing Sounds. In: Uwe Flick (Ed.), The SAGE Handbook of Qualitative Data Analysis. London, Thousand Oaks, New Dehli: Sage Publ., pp. 424-434. • Pink, Sarah (2009) Doing Sensory Ethnography. London: Sage. 89 Evaluation und Organisation Dozentin: Dr. Susanne Giel Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 26.02.2016, 10:15 - 12:00 FRO, 3.B01 Termine: Fr, 22.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 23.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B04 Fr, 13.05.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 14.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Organisationen, deren Erfolg sich nicht in erster Linie aus monetären Ge- winnen ergibt, stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn ihre Dienst- leistungen und Produkte zu bewerten sind. Diese Bewertungen leisten einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Organisationen oder werden auch von mittelgebenden Institutionen - insbesondere bei staatlichen Programmen - in der Regel vorgeschrieben. Evaluationen sollen systematische und daten- basierte Bewertungen ermöglichen. Evaluationen sind abzugrenzen von den bekannten Zufriedenheitsmessun- gen bei Studierenden. Im Seminar sollen vielmehr verschiedene Arten von Evaluationen (Selbst-, interne und Fremdevaluation), die spezifischen Funktionen von Evaluationen (Kontrolle, Entwicklung, Forschung) erörtert und darauf abgestimmte methodische Designs (zielorientierte, experimen- telle, nutzenfokussierte, konstruktivistische und theoriebasierte) reflektiert werden. Die Anwendungsfelder können dabei von Arbeitsmarkt- über Gesundheit-, Kinder- und Jugendpolitik bis hin zur Kulturförderung u. a. reichen. Das Seminar verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden Evaluationen als poten- tielles Berufsfeld zu erschließen. Deswegen soll neben theoretischen Inputs die Beschäftigung mit einzelnen Etappen von Evaluationen vorwiegend anhand von Praxisbeispielen erfolgen. Zur Vertiefung sollen die Studieren- den in Teams (mit Hilfestellung und Begleitung) beispielhaft ein konkretes Evaluationsprojekt konzeptionell entwickeln. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Konzept + Designs erstellen) / 4 Kontakt: sgiel@startplus.de Literatur • Als Grundlage: Kromrey, Helmut, 2001: Evaluation – ein vielschichtiges Konzept. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis. 24. Jg. Heft 2. Opladen: Leske + Budrich. S. 105-131. • Vertiefend: Giel, Susanne, 2013: Theoriebasierte Evaluation. Konzepte und methodische Umsetzungen. Waxmann. 90 Forschungsseminar I: Die Verfremdung des Vertrauten. Qualitativ Forschen mit Ethnographie, Ethnomethodologie und Videoanalyse Dozierende: Prof. Dr. Bettina Heintz/Clemens Eisenmann, M.A Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Mi, 24.02.2016, 10:15 - 12:00 FRO, U1.308 Termine: Fr, 11.03.2016, 10:15 - 18:00, Sa, 12.03.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Fr, 20.05.2016, 10:15 - 18:00, Sa, 21.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar ist im Kontext der Interpretativen Soziologie und der qualita- tiven Sozialforschung verortet. Im Mittelpunkt stehen Ethnomethodologie und Ethnographie. Das Methodenspektrum reicht von teilnehmender Beobach- tung über Interviews bis hin zur Analyse sprachlicher und visueller Doku- mente und Aufzeichnungen. Zum Grundinstrumentarium der Ethnographie gehört die Fähigkeit, genau hinzusehen, die Distanznahme gegenüber dem, was sich den Sinnen als selbstverständlich präsentiert, und das Vermögen, selbst die alltäglichsten und banalsten Dinge – das Verhalten in Bussen, eine SMS schreiben, Lift zu fahren, eine Frau zu sein oder in einer Bar ein Bier zu trinken – in ihrer Selbstverständlichkeit zu hinterfragen und sie zum Gegenstand einer soziologischen Perspektivierung zu machen. Diese Fähigkeiten kann man sich nicht lesend aneignen, sondern muss sie praktisch einüben. Das Seminar ist deshalb als ein empirisches Forschungsseminar angelegt, in dem sich die Studierenden anhand eigener kleiner Forschungsprojekte mit dem Instrumentarium der Ethnographie, ihren theoretischen und methodologischen Voraussetzungen sowie der Analyse von Forschungsdaten vertraut machen. Das Seminar richtet sich vor allem an Masterstudierende der Studiengänge „SoCom“, „Soziologie“ und „Weltgesellschaft und Weltpolitik“. Es ist auf zwei Semester angelegt, das Forschungsseminar I kann aber auch einsemestrig besucht werden. Im Forschungsseminar I liegt der Schwerpunkt auf den Verfahren der Ethnographie, am Rande wird aber auch in die Videoanalyse eingeführt. Das Forschungsseminar II im HS 16 ermöglicht die Weiterführung der eigenen Forschungsprojekte und dient der Vertiefung und Erweiterung des Gelernten durch einen stärkeren Fokus auf Video- und Konversationsanalyse. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch / clemens.eisenmann@uni-seigen.de / marta.waser@unilu.ch Literatur Ajass, Ruth, Christian Meyer (Hg.) (2012), Sozialität in Slow Motion, Wiesbaden: Springer. Bergmann, Jörg (2000): „Ethnomethodologie“, in: Uwe Flick/Ernst v. Kardorff/Ines Steinke (Hrsg.), Qualitative Sozialforschung. Ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt, S. 118-135. Breidenstein, G.; Hirschauer, S.; Kalthoff, H.; Nieswand, B. (2013): Ethnographie. Die Praxis der Feldforschung. Konstanz & München. Hirschauer, Stefan (1999), Die Praxis der Fremdheit und die Minimierung von Anwesenheit: Eine Fahrstuhlfahrt. Soziale Welt 50, S. 221–246. Silverman, David (2007): A Very Short, Fairly Interesting and Reasonably Cheap Book about Qualitative Research. London: SAGE Publications. 91 Mit den Händen denken: Forschen an und mit Bildern Dozent: Sebastian Winfried Hoggenmüller, M.A. Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 18.03.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 19.03.2016, 09:15 - 16:00, Fr, 29.04.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 30.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Soziale ist in vielgestaltiger Weise sichtbar und produziert Bilder über sich selbst. Gleichzeitig ist es aber nicht möglich, die Gesellschaft als Ganzes zu beobachten. „Das Ganze der Gesellschaft […]“, so Wolfgang Eßbach (1996, S. 143), „ist etwas hoch Abstraktes. Vom Standpunkt der einzelnen aus gesehen ist es weder zu sehen, zu riechen, noch zu schmecken. Es ist auch nicht handgreiflich und nicht erlebbar. Um es sich vorzustellen, braucht man Bilder, die das Ganze repräsentieren“. Das Blockseminar geht in zwei Blöcken (je zwei Tage) der Frage nach, wie an und mit Bildern, die Gesellschaft zeigen, geforscht werden kann. Hierfür bietet die Veranstaltung im ersten Block eine Einführung in die methodolo- gischen Perspektiven und methodischen Ansätze der sozialwissenschaftli- chen Bildanalyse. Im Mittelpunkt steht das Verfahren der ästhetischen Re|Konstruktionsanalyse nach Hoggenmüller. Die grundlegende Idee dieses Verfahrens ist es, künstlerisch-gestalterische Mittel systematisch und methodisch-kontrolliert für die Sinnrekonstruktion visueller Daten fruchtbar zu machen. Wie aber lassen sich überhaupt Kompetenzen und Arbeitswei- sen der Kunst und des Designs mit der sozialwissenschaftlichen Forschung verbinden, um ein produktives Miteinander von künstlerisch-gestalterischem Handeln und kognitiver Reflexion zu schaffen? Der Vorschlag der ästheti- schen Re|Konstruktionsanalyse, die im Rahmen der Interpretation unbeweg- ter Bilder im Kern aus der zeichnerischen Rekonstruktion der Bilddaten besteht, wird gemeinsam erarbeitet und diskutiert. In einem zweiten Block werden die verschiedenen Verfahren in Kleingruppen eigenständig auf konkrete Bildbeispiele angewandt, um empirisch zu untersuchen, wie Gesellschaft im Visuellen dargestellt und hergestellt wird. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: s.w.hoggenmueller@muthesius.de Literatur • Bohnsack, R. (2007): Dokumentarische Bildinterpretation. Am exemplarischen Fall eines Werbefotos. In: Buber, R./Holzmüller, H. H. (Hrsg.): Qualitative Marktforschung. Konzepte – Methoden – Analysen. Wiesbaden, S. 951–978. • Breckner, R. (2012): Bildwahrnehmung – Bildinterpretation. Segmentanalyse als methodischer Zugang zur Erschließung bildlichen Sinns. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 37, H. 2, S. 143- 164. • Eßbach, W. (1996): Studium Soziologie. München. • Hoggenmüller, S. W. (2016): Die Welt im (Außen-)Blick. Überlegungen zu einer ästhetischen Re|Konstruktionsanalyse am Beispiel der Weltraumfotografie ‚Blue Marble‘. In: ZQF, Jg. 17, H. 1 (Themenheft Angewandte Visuelle Soziologie), im Erscheinen. • Müller, M. R. (2012): Figurative Hermeneutik. Zur methodologischen Konzeption einer Wissenssoziologie des Bildes. In: Sozialer Sinn, Jg. 13, H. 1, S. 129–161. • Raab, J. (2014): „E pluribus unum“. Eine wissenssoziologische Konstellationsanalyse visuellen Handelns. In: Kauppert, M./Leser, I. (Hrsg.): Hillarys Hand. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart. Bielefeld, S. 105–130. 92 Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Dozent: Julian Junk, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Block 1: Fr, 19.02.2016, 10:15 - 19:00, Sa, 20.02.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Block 2: Fr, 15.04.2016, 10:15 - 19:00, Sa, 16.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Zwei Vorabbemerkungen: - The seminar is open to students who wish to give their presentations and submit their assignments in English language; the literature of this seminar is mostly in English. - Das Seminar geht über zwei Semester. Eine Anmeldung zum Frühjahrssemester 2016 ist nicht möglich. Ziel des Seminars ist die eigenständige, praktische Anwendung sozialwis- senschaftlicher Methoden in einem empirischen Forschungsprozess. Es legt damit die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussarbeit (Master oder Bachelor). Das Seminar führt über zwei Semester in zentrale, neuere sozialwissen- schaftliche Methoden ein und wird nicht nur ein Grundwissen in primär qualitativen Methoden sondern gerade auch deren praktische Anwendung in der Konzeptualisierung und Operationalisierung von Forschungsfragen in den Internationalen Beziehungen vermitteln. In einem ersten Teil (Herbstsemester 2014) werden die methodischen wie theoretischen Grundlagen gelegt. Den Schwerpunkt des Seminars bilden ausgewählte, neuere Methoden: Fallstudiendesigns (Causal Process Tracing und Co-Varianz-Ansätze), inhaltsanalytische Verfahren (Textanalyse, Bildanalyse und Diskursanalyse), Qualitative Comparative Analysis, QCA (crisp set und fuzzy set Analysen) sowie Netzwerkanalysen. Mit diesen methodischen Verfahren werden wir uns in einem Dreischritt befassen: einer kurzen Einführung in die neuen Entwicklungen der jeweiligen Methode folgt eine empirische Anwendung in Gruppenarbeit (je nach Seminargröße) auf verschiedene IB-Forschungsfragen. In diesem Frühjahrssemester schließt sich die „Simulation“ einer wissen- schaftlichen Konferenz an – von der Einreichung einer ersten Themenidee bis hin zur Präsentation eines vollständigen Forschungspapiers. Die TeilnehmerInnen werden somit in einem kurzen Abstract ein Thema für ein Forschungsthema vorschlagen. Über die Semesterferien werden – darauf aufbauend – selbständig erste ausführliche Research Designs mit empirischem Schwerpunkt erarbeitet und schließlich daraus ein Forschungs- papier entwickelt. Der zweite Teil des Seminars (Frühjahrssemester) widmet sich dement- sprechend der ausführlichen Diskussion dieser Research Designs und deren Ausarbeitung zu Forschungsarbeiten in mehreren Stufen. Letzteres wird einzelne anwendungsorientierte Vertiefungen der im ersten Teil erarbeiteten Methoden sowie der empirischen Schwerpunktsetzungen beinhalten. Das Seminar endet mit der Simulation einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der die finalen Forschungsarbeiten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Das Seminar gibt in Gruppenarbeit und in der Diskussion mit dem Lehrenden viele Möglichkeiten zur Verfeinerung der Forschungsarbeit. 93 Voraussetzungen: Sprache: Besuch des ersten Teils des Forschungsseminars im HS15. Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: 4 Credits pro Semester plus 6 Credits für die Foschungsarbeit (insgesamt 14 Credits) Kontakt: julian.l.junk@googlemail.com Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Blatter, Joachim and Markus Haverland (2012): Designing Case Studies - Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave MacMillan, Basingstoke. Blatter, Joachim, Frank Janning and Claudius Wagemann (2007): Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Methoden und Forschungsansätze. VS Verlag, Wiesbaden. George, Alexander L. and Andrew Bennett (2005): Case Studies and Theory Development in the Social Sciences. MIT Press, Cambridge. Gerring, John (2007): Case Study Research. Principles and Practices. Oxford University Press, Oxford. Goertz, Gary (2006): Social Science Concepts. A User's Guide. Princeton University Press, Princeton. Früh, Werner (2007): Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis. 6. Aufl., UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz. Keller, Reiner et al. (Hg.) (2007/2008): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Bd. 1 und 2. VS Verlag, Wiesbaden. Ragin, Charles C. (2008): Redesigning Social Inquiry - Fuzzy Sets and Beyond. Chicago University Press, Chicago. Rose, Gillian (2001): Visual Methodologies: An Introduction to the Interpretation of Visual Materials. Sage, London. Scott, John (2000): Social Network Analysis - A Handbook. Sage, London. Van Evera, Stephen (1997): Guide to Methods for Students of Political Science. Cornell University Press, Ithaca. 94 Factorial Methods and Cluster Analysis Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Do, 13:15 - 15:00, ab 25.02.2016 FRO, HS 12 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar addresses clustering and scaling techniques, which are techniques exploring latent variables, i.e., variables that are not directly observed. The seminar will focus on factor analysis and multiple correspondence analysis, and on cluster analysis. The seminar participants will learn to interpret examples from the social sciences and to understand the statistical and methodological principles. By applying these techniques to secondary data sets, the students will gain practical experience in using these techniques and in interpreting and visualising the results. The software program used in the seminar will be R. Voraussetzungen: Sprache: Foundational knowledge of statistics and basic knowledge of R Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Assignments) / 4 Kontakt: katharina.manderscheid@unilu.ch Literatur • Hair, J.F. et al., 2010. Multivariate Data Analysis. A Global Perspective, Upper Saddle River; Boston, Columbus et al.: Pearson. • Field, A., Miles, J. & Field, Z., 2012. Discovering Statistics Using R, Thousand Oaks, London, New Delhi: Sage. 95 Praktische Kausalanalyse von Umfragedaten mit SPSS Dozent: Prof. Dr. Jochen Roose Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 26.02.2016, 12:15 - 14:00 FRO, HS 13 Termine: Fr, 04.03.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 05.03.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B47 Fr, 18.03.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 19.03.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Der Kurs dient der praktischen Einführung in die Untersuchung von kausalen Einflüssen mit Umfragedaten. Ein Schwerpunkt liegt auf Ländervergleichen. Dazu behandeln wir die Entwicklung von Fragestellungen, Potenziale und Schwierigkeiten des Ländervergleichs und vor allem statistische Verfahren des Ländervergleichs. Beginnend mit deskriptiven Auswertungen schreiten wir weiter zu Tests auf Unterschiede und die Behandlung von Ländervergleichen in der Regression. Die Schritte werden jeweils in SPSS konkret angewendet. Voraussetzungen: Sprache: Besuch der Statistik Grundausbildung Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Erstellung einer SPSS-Auswertung) / 4 Kontakt: Hinweise: jochen.roose@fu-berlin.de Bitte besorgen Sie sich nach Möglichkeit SPSS, um die Übungen selbst durchführen zu können Literatur • Diaz-Bone, R.: Statistik für Soziologen. Diverse Auflagen. • Backhaus, K., Erichson, B., Plinke, W., Weiber, R.: Multivariate Analysemethoden. Eine anwendungs- orientierte Einführung. Diverse Auflagen. 96 Digitale Kulturen und sozio-semantische Netzwerke Dozentin: Dr. Camille Roth Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 22.04.2016, 10:15 - 17:00 FRO, HS 3 Sa, 23.04.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B52 Fr, 06.05.2016, 10:15 - 17:00, Sa, 07.05.2016, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar bietet einen Überblick über das breite Feld der digitalen Kulturen und der Praktiken von Online-Gemeinschaften, die theoretisch als „sozio-semantische Netzwerke“ betrachtet werden können. Anhand einer Reihe von einschlägigen Beispielen, die von Weblogs über soziale Netzwerke und Diskussionsforen bis hin zu Wikipedia reichen, werden grundlegende Fragen erörtert: Was ist die Einrichtung und die Struktur des digitalen öffentlichen Raum? Sind digitale Kulturen neuartig oder bilden sie nur ältere soziale und kommunikative und soziale Formen ab? Welche quantitativen und qualitativen Methoden werden zur Unter- suchung von Online-Gemeinschaften eingesetzt, besonders in Bezug auf soziale Netzwerke und sozio-semantische Netzwerkanalyse? Welchen Einfluss hat das Internet auf die Entwicklung des öffentlichen Raums und der Demokratie? Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, Essay oder Protokoll) / 4 Kontakt: roth@cmb.hu-berlin.de Literatur • L. A. Adamic and N. Glance. The political blogosphere and the 2004 U.S. election: divided they blog. In LinkKDD ’05: Proc. 3rd Intl. Workshop on Link discovery, pages 36–43, New York, NY, USA, 2005. ACM Press. • Etling, B., Kelly, J., Faris, R., Palfrey, J., (2009) “Mapping the Arabic Blogosphere: Politics, Culture, and Dissent”, Berkman Center Research Publication #2009-06 • Kayahara, J., Wellman, B. (2007). “Searching for culture—high and low”. Journal of Computer- Mediated Communication, 12(3):824–845. • Karpf, D. (2008). “Understanding Blogspace”. Journal of Information Technology & Politics, 5(4):369– 385. • Thomas Poell, Kaouthar Darmoni, 2012, "Twitter as a multilingual space: The articulation of the Tunisian revolution through #sidibouzid", European Journal of Media Studies 1(1):1-34. • H. Rheingold. Virtual Communities: Homesteading on the Electronic Frontier. MIT Press. • Van Alstyne, M. and Brynjolfsson, E. (1996). “Electronic Communities: Global Village or Cyberbalkans?”. In Proc. 17th Intl. Conf. information systems. • Wellman, B. (2001). “Computer Networks as Social Networks”. Science, 293:2031–2034 97 Qualitative Methods Dozent: Prof. G. Michel/Dr. B. Trezzini Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Termine: wöchentlich, Mi, 15.15 – 17.00, ab 02.03.2016 FRO, 3A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course will provide an introduction to major qualitative research traditions such as ethnography, grounded theory, interpretative phenomeno- logical analysis as well as conversation and discourse analysis. In addition, it also address special topics such as the quality of qualitative research and the particular challenges involved with doing qualitative research on sensitive topics or with vulnerable populations. Various strategies and techniques for data collection, analysis and presentation in qualitative research will be covered, and in-class as well as take-home hands-on exercises will provide students with the opportunity to gain some hands-on experience. Students will be introduced to the epistemological and theoretical under- pinnings of qualitative social research and will develop the requisite skills to successfully conduct a qualitative health science research project. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: written course work ans active participation durig course / 4 Kontakt: gisela.michel@unilu.ch Literatur Will be announced before course start 98 Kolloquien Forschungskolloquium: Empirische Religionsforschung Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaften Termine: 14-täglich, Mi, 13.15 - 15.00, ab 02.03.2016 FRO, E.411 Studienstufe: Master/Doktorat Inhalt: Das Kolloquium richtet sich an Studierende im Master und Doktorat. Es bietet die Möglichkeit, das Thema der in Arbeit befindlichen Master- bzw. Doktorarbeit vorzustellen und im Kreis der Teilnehmenden vertiefend zu diskutieren. Zudem besteht die Möglichkeit, theoretische Texte zur Religionswissenschaft und Religionsforschung gelesen und diskutiert werden. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Präsentation) / 1 Kontakt: relsem@unilu.ch Kolloquium für Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich, Di, 17.15 - 19.00, ab 23.02.2016 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor/Master Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungs- prozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen For- schungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) / 2 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch 99 Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienforschung Dozentin: Prof. Dr. Cornelia Bohn Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Werden den angemeldeten Studierenden separat bekannt gegeben. Studienstufe: Master Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende der Masterstufe - insbesondere der Soziologie und der Vergleichenden Medienforschung -, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und verfassen. Das Kolloquium dient der Unterstützung bei der Präzisierung der Themen und Problemstellungen der Studien. Es bietet Raum für die Darstellung und Diskussion von Konzepten, Entwürfen und erster Ergebnisse. MA-Arbeiten werden vorgestellt und kommentiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Vorstellung der Masterarbeit) / 2 Anmeldung: Kontakt: Anmeldung bis 24.2. cornelia.bohn@unilu.ch Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Do, 17.15 - 19.00, ab 25.02.2016 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor/Master/Doktorat Inhalt: Das Kolloquium bietet die Möglichkeit laufende Arbeiten in den Studiengän- gen Soziologie, Public Opinion and Survey Methodology sowie beim Dozenten erfolgender Promotion vorzustellen und Probleme zu besprechen. Das Kolloquium wird für Studierende eingerichtet, die beim Dozenten ihre Abschlussarbeit anfertigen. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch 100 Forschungskolloquium zur Vormoderne Dozierende: Prof. Dr. Valentin Groebner/PD Dr. phil. Michael Jucker/ Prof. Dr. phil. Jon Mathieu/Sahra Lobina, MA Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: 14-täglich, Di, 17.15 - 19.00, ab 01.03.2016 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor/Master/Doktorat Inhalt: Im Kolloquium werden laufende Forschungsprojekte von Dozierenden und Doktorierenden am Historischen Seminar und von auswärtigen Gästen und interessante Neuerscheinungen vorgestellt; der Schwerpunkt liegt dabei auf Werkstattbericht und Diskussion – ein gemeinsamer Blick in die Kochtöpfe der historischen Forschung. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 3 Kontakt: valentin.groebner@unilu.ch / michael.jucker@unilu.ch / jon.mathieu@unilu.ch / sahra.lobina@unilu.ch MA-Kolloquium Organisation und Wissen Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Die Termine werden den Studierenden noch bekannt gegeben. Studienstufe: Master Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich primär an Studierende der Masterstufe, die ihre Abschlussarbeit vorbereiten und im kommenden Zyklus bearbeiten wollen. Das Kolloquium gibt Raum und Unterstützung für Fragen der Themenfindung und Bearbeitung. In zwei Sitzungen werden die Arbeit und deren Fortschritte präsentiert, um Sie mit Studierenden und Betreuern zu diskutieren. Der Schwerpunkt ist dabei auf Themen ausgerichtet, die zum Forschungs- und Lehrprofil des Veranstalters passen. Allen Studierenden, die in diesem Bereich eine MA-Arbeit verfassen wollen, ist dieses Kolloquium zu empfehlen. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: bestätigte Teilnahme (Präsentation) / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch 101 Soziologische Theorie und Weltgesellschaftsforschung Dozentin: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 25.09.2015, 10:15 - 18:00, Sa, 26.09.2015, 10:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Fr, 27.11.2015, 10:15 - 17:00, Sa, 28.11.2015, 10:15 - 17:00 FRO, 3.B58 Studienstufe: Master/Doktorat Inhalt: Die Blockveranstaltung richtet sich an Masterstudierende und Promovie- rende. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, erste Konzepte für Abschlussar- beiten oder bereits geschriebene Texte gemeinsam zu diskutieren (je 1 Stunde). Für den Erwerb von Credits müssen die Texte mindestens zwei Wochen vorher an die Teilnehmenden verschickt und in Kurzpräsentationen vorgestellt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Präsentation Arbeit) / 2 Kontakt: Hinweise: bettina.heintz@unilu.ch Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Wer seine Arbeit vorstellen möchte, ist gebeten, sich bis spätestens 15. Januar persönlich bei der Seminarleiterin anzumelden. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, weden an erste Stelle Maserstudierende und Promovierende berücksichtigt, die bei der Dozentin ihre Abschlussarbeiten schreiben. BA- und MA Kolloquium Dozierende: Prof. Dr. Jürg Helbling/Assistierende Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 15:15 - 17:00, ab 24.02.2016 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor/Master/Doktorat Inhalt: Das BA-/MA-Kolloquium richtet sich in erster Linie an Studierende, die momentan mit Betreuung der Prof. Helbling oder Egli sowie der Oberassistierenden von Prof. Helbling ihre BA- oder MA-Arbeit schreiben, dies unlängst getan haben oder dies demnächst zu tun beabsichtigen. Prinzipiell ist die Veranstaltung jedoch offen für alle MA-Studierenden sowie höhere Semester im BA, die an einem Erfahrungsaustausch zum Verfassen akademischer Qualifikationsarbeiten interessiert sind. Ausgehend von kurzen Präsentationen der Abschlussarbeiten in unterschiedlichem Zustand der Vollendung (oder Planung) sollen hauptsächlich praktische Aspekte des Forschens und Schreibens zur Sprache kommen. Auch die Dozierenden werden ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: juerg.halbling@unilu.ch 102 Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Dozierende: Prof. Dr. Aram Mattioli/Prof. Dr.Daniel Speich/ PD Dr. Patrick Kury/ Prof. Dr. Markus Ries Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: 14-täglich, Di, 17.15 - 19.00, ab 23.02.2016 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master/Doktorat Inhalt: Das interdisziplinäre Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt dient der Vorstellung und Diskussion laufender Projekte und der gemeinsamen Lektüre wissenschaftlicher Texte. Im Plenum soll auch diskutiert werden, was eine gute historische Studie ausmacht. Die Veranstaltung richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden sowie fortgeschrittene Masterstudierende. Das Programm wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 3 Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch / daniel.speich@unilu.ch / patrick.kury@doz.unilu.ch markus.ries@unilu.ch Kolloquium für laufende Forschungsarbeiten Medien und Netzwerke Dozentin: Ass.-Prof. Sophie Mützel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Mo, 15.15 – 17.00, ab 22.02.2016 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor/Master Inhalt: Das Kolloquium bietet die Gelegenheit laufende und geplante Abschlussarbeiten vorzustellen und hilfreiche Rückmeldungen zu erhalten. Alle Studierende, die im Bereich Medien und Netzwerke eine Abschlussarbeit anstreben, sollten am Kolloquium teilnehmen. Die Vergabe von Präsentationsterminen findet in der ersten Sitzung statt! Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Präsentation: Vorhaben der MA-Arbeit) / 2 Kontakt: sophie.muetzel@unilu.ch 103 03.02.2016

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 14.07.2017

    pdf

    • Dokument

    KVV_Polsem_HS24.pdf

    Titelseite 1 ____________________________ IMPRESSUM Politikwissenschaftliches Seminar der Universität Luzern Titelbild: © Line Rime 2 Wir freuen uns auf Sie! Liebe Studierende Im Namen des Politikwissenschaftlichen Seminars begrüsse ich Sie herzlich zum Herbstsemester 2024. Die Vielfalt unserer Studiengänge nimmt ständig zu. Das Politikwissenschaftliche Seminar bietet (in Zusammenarbeit mit anderen) inzwischen folgende Studiengänge an: • Politikwissenschaft als Major oder Minor (auf BA- und MA-Niveau), dazu die folgenden Masterprogramme: • Dual Degree in Political Science in Zusammenarbeit mit der Carlton University in Ottawa • Global Studies (GS) • Philosophy, Politics, and Economics (PPE) • Lucerne Master in Computational Social Sciences (LUMACSS) • Climate Politics, Economics, and Law (CPEL) Dementsprechend finden Sie auch das breiteste Angebot an Lehrveranstaltungen, das wir je anbieten konnten! Bevor Sie zu den Veranstaltungen kommen, sehen Sie je eine Abbildung zu den im Major und Minor Politikwissenschaft zu erbringenden Credits. Ebenfalls aufgeführt sind die entsprechenden Musterstudienpläne BA Politikwissenschaft Major und Minor sowie die Musterstudienpläne MA Politikwissenschaft Major und Minor. Die danach folgenden Tabellen zur Studienplanung liefern insbesondere den «Newcomern» wertvolle Hinweise zum Aufbau und zur Struktur eines erfolgreichen Studiums. Sie sind primär auf den Major- und Minor-Studiengang ausgerichtet, Studierende anderer Studiengänge finden aber auch hilfreiche Orientierungspunkte. Übrigens: Auf unserer Homepage, bei den «Tipps und Tools» des Politikwissenschaftlichen Seminars finden Sie noch Informationen, die Ihnen möglicherweise bei den Abschlussarbeiten helfen: zum einen Listen von Dozierenden zu möglichen Themen (die aber keinesfalls abschliessend und verbindlich sind; sie sollen nur Idee liefern und signalisieren, wo unsere Hauptdozierenden spannende Forschungslücken sehen) und vorbildhafte Abschlussarbeiten (die keineswegs immer mit einer 6,0 bewertet wurden, auch sie sollen nur eine gewisse Orientierung liefern). Schliesslich noch ein paar Worte zu den schriftlichen Seminararbeiten, die nicht im Programm auftauchen, aber eine grosse Bedeutung als Vorbereitung für die BA- oder MA-Arbeit haben. Beginnen Sie mit dem Schreiben dieser Arbeiten so früh wie möglich! Die Arbeiten müssen zwar nicht zwingend im Kontext von Veranstaltungen geschrieben werden; es ist aber für alle Beteiligten besser, wenn dies der Fall ist. Im Kontext von schriftlichen Seminararbeiten gewinnen Sie auch wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Betreuung und Bewertung von Arbeiten, was wiederum für die Suche nach Betreuerinnen und Betreuern für die Abschlussarbeiten eine grosse Bedeutung hat. Dies gilt genauso für Ihr Gegenüber. Denn Dozierende geben ebenfalls ihre Zusage für die Betreuung einer Abschlussarbeit viel bereitwilliger, wenn sie bereits eine schriftliche Arbeit der Anfragenden gelesen und bewertet haben. Konsequenterweise müssen schriftliche Arbeiten, die Sie für den Major Politikwissenschaft anrechnen lassen wollen, von politikwissenschaftlichen Dozierenden und nicht von Dozierenden aus benachbarten Fächern angeleitet werden. Auch dieses Herbstsemester findet der HS24 Apéro statt, am 18.09.2024 um 18 Uhr im Foyer. Alle Studierenden – nicht nur die Neustudierenden (sic!) sind herzlich eingeladen! Doch nun sind wir gespannt auf Sie! Wir freuen uns, Sie kennenzulernen oder wiederzusehen und wünschen Ihnen ein interessantes und lehrreiches Herbstsemester. Prof. Dr. Joachim Blatter, Leiter des Politikwissenschaftlichen Seminars, im Juli 2024 3 Inhalt Der Studiengang Politikwissenschaft ....................................................................................................................... 7 Musterstudienpläne – Bachelor ............................................................................................................................... 9 Musterstudienpläne – Master .................................................................................................................................13 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im HS ...............................................................................................................15 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im FS ................................................................................................................16 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium .............................................................................17 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen ..................................................................................................................18 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Vorlesungen ........................................................................19 Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik ........................................................................................................ 19 Einführung in die Demokratietheorien .................................................................................................................................... 20 Einführung in die Internationalen Beziehungen ...................................................................................................................... 21 Political Behaviour and Communication ................................................................................................................................. 22 Introduction to Statistic for the Social Sciences ...................................................................................................................... 23 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Methodenveranstaltungen ...................................................24 Methoden der empirischen Sozialforschung I…………..………………………………………………….……………..……..……...24 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - erste Schritte ........................... 25 Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II ........................................................................................... 26 Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung ....................................................................................................... 27 Research Design an Methods in Quantitative Research…………………………………………………………… ........................ 29 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben……………………………………………………….…………….…………….…..30 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Seminare .............................................................................31 Proseminar Klassiker der Politischen Theorie ........................................................................................................................ 31 Proseminar zur Vorlesung "Einführung in die Internationalen Beziehungen" - Gruppe I.......................................................... 32 Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Internationalen Beziehungen» - Gruppe II ....................................................... 33 Ausgrenzen oder Inkludieren? Wie Mainstreamparteien mit Populisten umgehen (sollen) ..................................................... 34 Freedom and Power….……………………………………………………………………………………………………………………….………..……35 Inequality and Politics…….………………………………………………………………………………………………………….………..…………….36 Issues of Representation in International Relations ................................................................................................................ 37 Partizipative Demokratie und demokratische Innovationen……………………………..………………………………….………....39 Politics of Climate Change…………………….…………………………………………………………………………………………..40 Von der Theorie in die Praxis – Angewandte Politikevaluation…………………………….……………………………….………... 41 Climate Change and spacial Inequality………………………………..……………………………………………………………..…..42 Democratic theory: essential contemporary readings ............................................................................................................. 43 European Integration and the Role of the Franco-German motor …………………………….….…………………………………..44 Negativity in Democratic Politics…………….…………………………………………………………….……………………………...45 The Politics of Climate Change Adaptation.…………………………………………………….……….……………………………...46 The Politics of Gender: An Interdisciplinary Perspective……………………………………….……………………………………...47 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft: Demokratie am Ende? ………………….……………………….…………...48 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Sonderveranstaltungen ............................................................ 50 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) ..................................................................... 50 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) ........................................................................................ 51 Tutorat zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung I» Gruppe 1 ................................................................... 52 Tutorat zur Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung I" - Gruppe 2 .................................................................. 53 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 1 ................................. 54 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 2 ................................. 55 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 3 ................................. 56 Ringvorlesung Master "Global Studies" .................................................................................................................................. 57 Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2024……………………………………………………………………………………..58 Blockveranstaltungen im Herbstsemester 2024 ................................................................................................................ 59 Semesterdaten……………………………………………………………………………………………………….…….……………….60 file://unet.unilu.ch/DFSGroups/002350-02/00_Administration/Vorlesungsverzeichnis/22_FS/VV_PolSem_FS2022_20220105.docx#_Toc92289118 4 Kontakte Universität Luzern Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3, 6002 Luzern Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail polsem@unilu.ch Websiten www.unilu.ch/polsem www.unilu.ch/wgwp www.unilu.ch/lumacss Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Stephanie Deuber Raum 3.B04 Öffnungszeiten MO bis DO stephanie.deuber@unilu.ch 041 229 55 91 Fachstudienberatung und Michael Widmer, BA Raum 3.A53 Mobilitätsberatung michael.widmer@unilu.ch 041 229 55 89 Termine nach Vereinbarung BA / MA Politikwissenschaft MA Dual Degree MA Weltgesellschaft- und Weltpolitik (WG+WP) Dr. Samuel D. Schmid Raum 3.A18 samuel.schmid@unilu.ch 041 229 56 04 Lucerne Master in Computational Social Science (LUMACSS) Leiter Politikwissenschaftliches Prof. Dr. Joachim Blatter Raum 3.B16 Seminar und Professur joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 Ordentlicher Professor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie Weitere Professuren von A bis Z Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Raum 3.B10 lena.schaffer@unilu.ch 041 229 55 95 Professorin für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Inter- und Transnationale Beziehungen Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Raum 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 Ordentlicher Professor für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Politische Kommunikation 5 Ständiger Lehrbeauftragter Dr. rer. Pol. Stefan Rieder Seidenhofstr. 12 rieder@interface-politikstudien.ch 6003 Luzern 041 226 04 26 Oberassistenz Dr. Álvaro Canalejo-Molero Raum 3.B14 alvaro.canalejo@unilu.ch 041 229 55 85 Dr. des. Johannes Schulz Raum 3.B11 johannes.schulz@unilu.ch 041 229 55 93 Forschungsmitarbeitende Dr. des. Maurits Heumann Raum 3.B11 maurits.heumann@unilu.ch 041 229 55 98 (SNF-Projekt) Dr. Reto Bürgisser reto.buergisser@unilu.ch (SNF-Projekt) Studentische Hilfskraft PolSem Matteo Balli Raum 3.A19 matteo.balli@unilu.ch 041 229 57 54 Weitere studentische Mitarbeitende und Tutoren Maurice Flechtner maurice.flechtner@unilu.ch Angela Baumann angela.baumann@unilu.ch Reto Walpen reto.walpen@unilu.ch Jasper Ehrengruber jasper.ehrengruber@unilu.ch Waris Anita Stocker waris.stocker@stud.phlu.ch mailto:jasper.ehrengruber@stud.unilu.ch 6 Das Kernteam mit seinen studentischen Mitarbeitenden im Oktober 2023 7 Der Studiengang Politikwissenschaft 8 9 Musterstudienpläne – Bachelor BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Grundlagen der multivariaten Statistik 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung zur StuPo 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020) - Bachelorstufe. www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 10 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung 1I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I1 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020). www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen Methoden der empirischen Sozialforschung I und II bereits in ihrem Major Studiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft. 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 11 BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden I 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Kolloquialvorlesung Grundlagen statistischer Verfahren 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 12 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden I1 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen im Bereich Methoden I (einführend) & Methoden II (vertiefend) bereits in ihrem Majorstudiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 13 Musterstudienpläne – Master MA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Major Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 14 Minor1 Studienleistungen - 20 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 MA-Arbeit - 30 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 14 MA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter:www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Minor Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 10 Major1 Studienleistungen - 34 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Arbeit - 30 MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 15 ((PDF einfügen)) Studienplanung-Vollzeit nach Musterstudienplan 2022 (Beginn im HS) 1 . Semester 2 . Semester 3 . Semester 4 . Semester 5 . Semester 6 . Semester KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theo r ien und Einf . in d ie In ternat iona len Bez iehungen 6 KVL Einf . in d ie Schweize r Po l i t i k und Einf . in d ie Verg le ichende Po l i t i kwissen - schaf t 6 KVL 3 KVL 3 Credi ts im fre iwi l l igen Bereich universi tä res Engagement 2 Hauptseminar 4 Proseminar zu r KVL E in f . in d ie Demokrat ie - theo r ie Oder Einf . in d ie In tern . Bez iehungen ( ink l . In format i ons- kompetenz )* 4 Proseminar zur KVL E in f . in d ie Schweize r Po l i t i k Oder Einf . in d ie Verg l .PW ( ink l . In format i ons- kompetenz )* 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Or ient i erungs- gespräch Vor lesung und Übung im Bere ich Methoden I (e i n füh rend) 4 Vor lesung und Übung im Bere ich Methoden I I (ver t i e fend) 4 KVL Grundlagen s ta t i s t i scher Ver fah ren 3 Hauptseminar 4 Kol loquium für BA-Arbei t 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 KVL 3 Mündl . Prüfung 5 Proseminar - arbei t 4 Proseminar - arbei t 4 Methoden- seminararbei t 4 Hauptseminar- arbei t 6 Hauptseminar- arbei t * (b is zur Anmeldung zum BA-Ver fahren) * * 6 BA-Arbei t 25 18 Credi ts 22 Credi ts 22 Credi ts 17 Credi ts 16 Credi ts 30 Credi ts Zusätz l ich zu erbr ingen: Studienle is tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der KSF festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 16 ((PDF einfügen)) Studienplanung-Vollzeit nach Musterstudienplan 2022 (Beginn im FS) 1 . Semester 2 . Semester 3 . Semester 4 . Semester 5 . Semester 6 . Semester KVL Einf . in d ie Schweize r Po l i t i k und Einf . in d ie Verg le ichende Po l i t i kwissen - schaf t 6 KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theo r ien und Einf . in d ie In ter -nat i ona len Bez iehungen 6 KVL 3 KVL 3 Credi ts im fre iwi l l igen Bereich universi tä res Engagement 2 Proseminar zu r KVL E in f . in d ie Schweize r Po l i t i k oder Einf . in d ie Verg l . PW ( ink l . In format i ons- kompetenz )* 4 Proseminar zu r KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theo r ien oder Einf . in d ie In ternat iona len Bez iehungen ( ink l . In format i ons- kompetenz )* 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Or ient i erungs- gespräch Hauptseminar 4 Vor lesung und Übung im Bere ich Methoden I (e i n füh rend) 4 Vor lesung und Übung im Bere ich Methoden I I (ver t i e fend) 4 KVL Grundlagen s ta t i s t i scher Ver fah ren 3 Kol loquium für BA-Arbei t 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 Hauptseminar 4 KVL 3 Mündl iche Prüfung 5 Proseminar - arbei t 4 Methoden- seminararbei t 4 Proseminar - arbei t 4 Hauptseminar- arbei t 6 Hauptsemi- nararbei t Major (b is zur Anmeldung zum BA-Ver fahren) ** 6 BA-Arbei t 25 18 Credi ts 22 Credi ts 19 Credi ts 20 Credi ts 16 Credi ts 30 Credi ts Zusätz l ich zu erbr ingen: Studienle is tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der Fakultät festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 17 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium 1. Semester (Herbst) 2. Semester (Frühling) 3. Semester (Herbst) 4. Semester (Frühling) 5. Semester (Herbst) 18 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Legende KVL / VL Kolloquialvorlesung / Vorlesung METH Methodenveranstaltung PS Proseminar HS Hauptseminar MSE Masterseminar KOL Kolloquium RVG Ringvorlesung BA MA KVL Rieder: Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik Mo 14:15 – 16:00 KVL Blatter: Einführung in die Demokratietheorien Di 14:15 – 16:00 KVL Schaffer: Einführung in die Internationalen Beziehungen Mi 10:15 – 12:00 KVL Trechsel: Political Behaviour and Communication Di 12:15 – 14:00 KVL Schlegel: Introduction to Statistics for the Social Sciences Mi 12:15 – 16:00 METH Diaz-Bone: Methoden der empirischen Sozialforschung I Di 14:15 – 16:00 METH Blatter / Heumann: Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II Mi 16:15 – 18:00 METH Schenk: Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – erste Schritte Do 10:15 – 12:00 METH Heumann: Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung (Research Design and Methods in Qualitative Research) Mi 10:15 – 12:00 METH Canalejo-Molero: Research Design and Methods in Quantitative Research Do 14:15 – 18:00 PS Schulz: Klassiker der Politischen Theorie Di 16:15 –18:00 PS Klein/Steinecke: Einführung in die Internationalen Beziehungen Gruppe I (12:15-14:00) und Gruppe II (14:15-16:00) Mi 12:15 – 16:00 HS Poguntke: Ausgrenzen oder Inkludieren? Wie Mainstreamparteien mit Populisten umgehen (sollen) Blockveranstaltung HS Ruchet: Freedom and Power Mo 10:15 – 12:00 HS Volpi: Inequality and Politics Di 14:15 – 16:00 HS Maddah: Issues of Representation in International Relations Do 10:15 – 14:00 HS Stojanović: Partizipative Demokratie und demokratische Innovationen Blockveranstaltung HS Schaffer: Politics of Climate Change Di 16:15 – 18:00 HS Fritzsche/Fischer: Von der Theorie in die Praxis – Angewandte Politikevaluation Di 10:15 – 12:00 MSE Hänze: Climate Change and spatial Inequality Do 10:15 – 14:00 MSE Valsangiacomo: Democratic theory: Essential contemporary readings Blockveranstaltung MSE Schramm: European Integration and the Role of the Franco-German motor Blockveranstaltung MSE Dias Ferreira da Silva: Negativity in Democratic Politics Blockveranstaltung MSE Garside: The Politics of Climate Change Adaptation Blockveranstaltung MSE Yun: The Politics of Gender: An Interdisciplinary Perspective Blockveranstaltung MSE Luminati/Rieder: Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft: Demokratie am Ende? Populismus, Radikalisierung der Politik und die Zukunft von Demokratie und Rechtsstaat Blockveranstaltung KOL Blatter: Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) Di 18:15 – 20:00 KOL Schaffer: Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) Di 18:15 – 20:00 RGV Ringvorlesung Master «Global Studies» Mi 16.15 – 18.00 19 Lehrveranstaltungen des Politikwissenschaftlichen Seminars Vorlesungen Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik Dozent/in: Dr. rer. pol. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 16.09.2024 FRO, HS 15 Prüfung: Mo., 16.12.2024, 14:15 – 15:45 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Politikevaluation bezeichnet die Bewertung öffentlicher Politik auf der Basis systematischer Wirkungsanalysen. Politikevaluationen werden auf allen Staatsebenen immer häufiger als Instrument der Politikformulierung und -steuerung eingesetzt. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen der Politikevaluation. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Arten von Politikevaluation und ihre Anwendung auf Gesetzgebungs- und Vollzugsprozesse in der Schweiz, die mit praktischen Beispielen aus verschiedenen Politikfeldern illustriert werden. Themenschwerpunkt der Vorlesung bilden Themen im Umweltbereich rund um Schlagwörter wie Klimawandel, Atomkraftwerke und Erneuerbare Energie. Lernziele: - Am Ende dieser Vorlesung sollen Sie wissen, was eine Politikevaluation ist, was sie kann und was sie nicht kann. - vertraut sein mit den unterschiedlichen Wirkungsebenen einer öffentlichen Politik. - vertraut sein mit den gängigen Evaluationsansätzen, -designs und Forschungsmethoden. - fähig sein, eine Politikevaluation kritisch zu lesen und zu bewerten. - die Grundlagen kennen, um selber eine Evaluation konzipieren und durchführen zu können. Sprache: Deutsch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung / (3 Credits) Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Hinweise: Begleitend zur Vorlesung findet ein Seminar mit dem Titel «Von der Theorie in die Praxis – Angewandte Politikevaluation» statt. Das Seminar baut auf der Vorlesung auf. Den Studierenden wird empfohlen, das Seminar parallel zur Vorlesung zu besuchen. Darin können sie das erworbene Wissen gleich praxisorientiert anwenden. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: rieder@interface-politikstudien.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. Literatur - Beywl, Wolfgang; Balzer, Lars (2015): Evaluiert. Planungsbuch für Evaluationen im Bildungsbereich. Bern: Hep-Verlag. - Bussmann, Werner; Klöti, Ulrich; Knoepfel Peter (1997): Einführung in die Politikevaluation (verfügbar unter https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/staat/evaluation/materialien.html). - Rossi, Peter H.; Lipsey, Mark W. (2019): Evaluation: A Systematic Approach 8. Auflage. London: SAGE. - Sager, Fritz; Widmer, Thomas; Balthasar, Andreas (2017): Evaluationen im politischen System der Schweiz. Entwicklung, Bedeutung und Wechselwirkung, Zürich: NZZ Libro. - Sager Fritz, Hadorn Susanne, Balthasar, Andreas, Mavrot Céline (2021): Politikevaluation, Eine Einführung Springer VS. - Stockmann, Reinhard; Meyer, Wolfgang (2014): Evaluation, Eine Einführung. Stuttgart: UTB. - Widmer, Thomas; De Rocchi, Thomas (2012): Evaluationen. Grundlagen, Ansätze und Anwendungen, Zürich: Rüegger. https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/staat/evaluation/materialien.html 20 Einführung in die Demokratietheorien Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2024 FRO, HS 5 Prüfung: Di., 17.12.2024, 14:15 – 15:45 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die „Demokratie“ erscheint heute als einzig legitime Regierungsform. Vielleicht gerade deshalb wird immer deutlicher, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, was denn Demokratie überhaupt ist. Die Vorlesung liefert einen Überblick über grundlegende Theorieströmungen (republikanische, liberale, deliberative und neo- republikanische Theorie), einige zentrale Kontroversen (z.B. zum Verhältnis von Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität) und einen Einstieg in aktuelle Herausforderungen (v.a. durch grenzüberschreitende Verflechtungen). Diese Veranstaltung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt „Politische Theorie“ konzipiert. Da viele weiterführende Seminare im Bereich „Politische Theorie“ auf dem Wissen der VL aufbauen, ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Wer ohne die Teilnahme an dieser Vorlesung für weiterführende Seminare zugelassen werden will, muss sich selbst das in der VL vermittelte Wissen aneignen. Ausserdem empfiehlt es sich, ein die VL begleitendes Proseminar parallel zu besuchen. Dort werden die in der VL präsentierten Theorien mit aktuellen Themenstellungen verbunden und durch die Studierenden angewandt. Voraussetzungen: Vorlesung in Deutsch / Literatur fast vollständig in englischer Sprache Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: benotete schriftliche Prüfung / (3 Credits) Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Seminarmaterialien werden auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. Literatur - Held, David (2006): Models of Democracy. Stanford, Cal: Stanford University Press. 3rd edition. - Lembcke et al. (2012): Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 1: Normative Demokratietheorien. Springer - Schmidt, M.G. (2010): Demokratietheorien – Eine Einführung. VS Verlag. 5. Auflage. 21 Einführung in die Internationalen Beziehungen Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 18.09.2024 FRO, HS 10 Prüfung: Mi., 18.12.2024, 10:15 – 11:45 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ soll Studierenden einen Einstieg in die relevanten Fragen der Internationalen Beziehungen geben und zentrale Akteure, grundlegende Theorien und Problembereiche der IB vorstellen. Entsprechend gliedert sich die Veranstaltung in drei Teile: Im ersten Teil widmen wir uns klassischen (Groß)-Theorien der IB. Damit verbunden ist auch eine historische Übersicht über die Entwicklung der Disziplin. Im Anschluss befassen wir uns mit zentralen Teilgebieten der IB. Innerhalb der Konfliktforschung besprechen wir Ursachen für Krieg und Frieden und den Umgang der Weltgemeinschaft mit Konflikten. Des Weiteren schauen wir uns die internationalen Wirtschaftsbeziehungen im Teilbereich „Internationale Politische Ökonomie“ genauer an. Im Zentrum des letzten Teilbereichs der Vorlesung steht dann die „Internationale und Transnationale Kooperation“. Hier befassen wir uns mit Internationalen Organisationen sowie mit transnationalen Akteuren. Die Vorlesung möchte die Grundlagen der IB vermitteln und erreichen, dass die Studierenden das Gelernte auf aktuelle weltpolitische Herausforderungen (wie z.B. internationale/globale Sicherheit, Migration, globaler Umweltschutz, Weltwirtschaftsbeziehungen und Globalisierung) anwenden können. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung, in Präsenz/ (3 Credits) Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Begleitend zur Vorlesung wird insbesondere für Studierende der Politikwissenschaft im ersten oder zweiten Semester das vertiefende Proseminar «Einführung in die Internationalen Beziehungen» angeboten. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Vorlesungsmaterialien zugänglich auf OLAT Literatur - Frieden, Jeffry A., David A. Lake and Kenneth Schultz (2018): World Politics: Interests, Interactions, Institutions: International Student Edition. 4th ediction WW Norton & Company. - Keck, Margaret E., and Kathryn Sikkink. Activists beyond borders: Advocacy networks in international politics. Cornell University Press, 2014. - Milner, Helen V., and Andrew Moravcsik, eds. Power, interdependence, and nonstate actors in world politics. Princeton University Press, 2009. - Slaughter, Anne-Marie. A New World Order. Princeton University Press, 2009. - Schimmelfennig, Frank (2021), Internationale Politik, 6. akt. Aufl., UTB. 22 Political Behaviour and Communication Dozent/in: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.A05 Prüfung: Di., 17.12.2024, 12:15 – 13:45 FRO, HS 10 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course offers a dense overview of the most important works – the classics – in the field of political behavior and political communication. The focus will be put on citizens and public opinion. How does the latter emerge? How do electoral campaigns work? What is the role of parties, leaders, issues, mass media, modern information and communication technologies, the Internet etc. in public opinion formation? How does propaganda work? How rational are voters? How volatile is public opinion? The course aims at providing a solid discussion of the evolution of the field across time, its key concepts and approaches, theories and empirical contributions. Starting with the seminal book by Walter Lippmann, we will read and discuss the classics in a chronological order, spanning over the last century. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Credits), in der letzten Semesterwoche Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Hinweise: Politische Kommunikation/Vergleichende Politikwissenschaft Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: alexander.trechsel@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Lippmann, Walter, 1997 (1922). Public Opinion. New York: Free Press. - Lazarsfeld, Paul F., Berelson, Bernard and Hazel Gaudet, 1968 (1944). The People’s Choice. How the Voter Makes Up his Mind in a Presidential Campaign. New York: Columbia University Press. - Downs, Anthony, 1957. An Economic Theory of Democracy. New York: Harper Collins. - Campbell, Angus, Converse, Philip E., Miller, Warren E. and Donald E. Stokes, 1964. The American Voter: an Abridgement. New York: Wiley. - Key, V.O., 1966. Responsible Electorate: Rationality in Presidential Voting 1936-1960. Cambridge: Harvard University Press. - McCombs, Max and Daniel Shaw, 1972. Agenda-setting function of mass media. Public Opinion Quarterly 36: 176–187. - Fiorina M 1981. Retrospective Voting in American National Elections. New Haven, CT: Yale University Press. - Iyengar, Shanto, and Donald R. Kinder. 1989. News That Matters: Television and American Opinion. University of Chicago Press. - Zaller, John R. 1992. The Nature and Origins of Mass Opinion. Cambridge University Press. - Sniderman, Paul M. and Edward G. Carmines 1997. Reaching Beyond Race. Harvard U Press. Druckman, James N., Erik Peterson and Rune Slothuus 2013. How Elite Partisan Polarization Affects Public Opinion Formation, American Political Science Review 107, 1: 57-79. - Druckman, James N. and Kjersten R. Nelson 2003. Framing and Deliberation: How Citizens‘ Conversations Limit Elite Influence, American Journal of Political Science 47, 4: 729-745. - Druckman, James N. 2004. Political Preference Formation: Competition, Deliberation and the (Ir)relevance of Framing Effects, American Political Science Review 98, 4:671-685 - Chong, Dennis and James N. Druckman 2007. Framing Theory. Annual Review of Political Science 10: 103-26. - Prior, Markus, 2007. Post-Broadcast Democracy: How Media Choice Increases Inequality in Political Involvement and Polarizes Elections. Cambridge: Cambridge University Press. - Lavine, Howard G., Christopher D. Johnston and Marco Steenbergen 2012. The ambivalent partisan: How Critical Loyalty Promotes Democracy. Oxford U Press. 23 Introduction to Statistics for the Social Sciences Dozent/in: Dr. Benjamin Schlegel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 16:00 Raum folgt Ab Mi., 25.09.2024, 12:15 – 16:00 vierzehntäglich FRO, HS 6 Mi., 02.10.2024, 12:15 – 14:00 FRO, HS 8 Mi., 02.10.2024, 14:15 – 16: Raum folgt Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Zwei-wöchentlich Inhalt: Welcome to “Introduction to Statistics for the Social Sciences” — a beginner- friendly lecture designed to introduce descriptive and inferential statistics with a modern approach that values real-world applications and data literacy. If you are motivated to learn statistics and data science but feel insecure about your mathematical skills, this lecture is for you. Covering key topics in statistics and data science, such as data visualization, statistical sampling, descriptive statistics, inferential statistics, and regression modeling, this lecture gives you statistical tools to develop your solutions to analytical problems. This lecture aims at creating an inclusive and supportive learning environment where all students feel comfortable asking questions and sharing their ideas. Thus, the course is designed to be accessible regardless of background and previous experience with statistical concepts. As a social science student, you will also benefit from real-world applications of statistical analysis to social phenomena, showing how to develop and test theories, and make policy recommendations. You will also gain the opportunity to practice and develop your statistical skills in a project of choice in your field of interest. This course is the perfect place to start your journey towards becoming a confident data analyst to succeed in your studies and future career. Lernziele: By the end of the course, active participants will: 1. understand foundational concepts in descriptive and inferential statistics; 2. develop data literacy and statistical programming skills (importing, transforming, visualizing, and modeling data to communicate key results); 3. apply statistical knowledge and data literacy to tackle real-world questions delivering data-driven solutions. Voraussetzungen: Bachelor / Master. The course is recommended for BA students in their higher (3+) semesters and is open to MA students. The registration via the e- learning platform OLAT is required to attend the lecture (in addition to the official registration via the UniPortal). Course participants should check if they are eligible for credits given their study program. Sprache: Bilingue - Deutsch / Englisch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten: Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: No final exam in presence. Course evaluation is based on: Data Essay at the end of the semester (3 Credits) Hinweise: An intrinsic motivation to learn statistics and data science is the only hard requirement for this course: passive listening-only and credit-oriented participation is discouraged since it undermines effective and durable learning. Some basic statistics and programming skills (e.g., one previous course in statistics) are recommended but not required in the presence of a strong motivation to learn. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: benjamin.schlegel@uzh.ch Material: Reading material will be circulated using Perusall. Course participants should have a working laptop. Please register on the course OLAT repository. 24 Literatur - Schlegel, Benjamin (2023). R for Social Scientists. (will be made available on Perusall) - Wickham, Hadley, and Garrett Grolemund (2017). R for Data Science: Import, Tidy, Transform, Visualize, and Model Data. First edition. Sebastopol, CA: O'Reilly. The textbook is freely available at: https://r4ds.had.co.nz/index.html. https://r4ds.had.co.nz/index.html 25 Methodenveranstaltungen Methoden der empirischen Sozialforschung I Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Sozialwissenschaften wie die Soziologie, die Politikwissenschaft oder die empirischen Medien- und Kulturwissenschaften erheben systematisch nachprüfbares Wissen über die Gesellschaft. Dafür benötigen diese Wissenschaften Forschungsstrategien und Forschungsmethoden. Diese Strategien und Methoden zu entwickeln, zu systematisieren und ihre Anwendung sowie Eigenschaften zu untersuchen ist Aufgabe der empirischen Sozialforschung. Die Vorlesung führt über zwei Semester in die empirische Sozialforschung ein. Dabei wird der Koexistenz verschiedener Forschungsparadigmen Rechnung getragen. Am Anfang werden erste Charakterisierungen der empirischen Sozialforschung vorgestellt und die wissenschaftstheoretischen Grundlagen für die nicht-standardisierte (qualitative) und standardisierte (quantitative) Sozialforschung eingeführt. Dann folgen die verschiedenen Forschungslogiken der Sozialforschung. Das Herbstsemester endet mit einem Überblick über die verschiedenen Untersuchungsdesigns und Datenformen. Ausblick: Im Frühjahrssemester werden die Datenerhebungsmethoden Befragung und Inhaltsanalyse behandelt. Im zweiten Teil des Frühjahrssemesters folgt eine Einführung in die Deskriptivstatistik und die Datenanalysesoftware RStudio (und die Benutzeroberfläche RStudio). Voraussetzungen: Die Vorlesung ist für Studienanfänger und Studienanfängerinnen geeignet. Sprache: Deutsch Prüfung: Hauptklausur / Wiederholungsklausur: Termine und Räume gemäss Webseite: Universität Luzern - Portal (unilu.ch) Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (2 Credits) Hinweise: Besuch des begleitenden Tutorats erforderlich; die Vorlesungsprüfung findet in Form einer Klausur statt. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben (OLAT) https://portal.unilu.ch/site/vv/default.aspx 26 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – erste Schritte Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 19.09.2024 FRO, HS 7 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Das Metier der Sozial- und Kommunikationswissenschaften zu beschreiben ist keine einfache Aufgabe. All den unterschiedlichen Zugängen zum Trotz verbindet sie jedoch eines: die Neugierde am Menschen. Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wollen hinter verschlossene Türen blicken, wollen die verborgenen Strukturen des Zusammenlebens freilegen und die Welt althergebrachter Gewissheiten ins Wanken bringen (wenn auch nur ein bisschen). Dazu brauchen sie die richtigen Werkzeuge. Sie brauchen eine Logik und Methoden für die empirische Sozialforschung. Doch Vorsicht: Methoden sollten Sie nicht als eine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern verstehen. Empirische Sozialforschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. Ihnen den praktischen Sinn und die Kompetenzen für die empirische Sozialforschung zu vermitteln ist das Ziel dieser Vorlesung. Dazu verfolgen wir einen «bottom-up» Ansatz. Anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, besprechen wir die Stärken unterschiedlicher Forschungsansätze, ihre Annahmen, ihre Vorgehensweise, ihre Tücken. Anstatt Methoden nur als Ansammlung fester Regeln zu begreifen, sehen Sie, wie Methoden in der Forschung eingesetzt werden, was man mit ihnen machen kann, wozu sie dienen und bei welchen Fragen sie helfen. Dadurch erhalten Sie eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. Diejenigen, die sich diese Kompetenzen aneignen wollen, um ihre Neugierde über die soziale Welt zu stillen, sind herzlich eingeladen. Sprache: Deutsch Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Benotete Prüfung in der letzten Vorlesungswoche Eine Prüfungsanmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu den Prüfungen: www.unilu.ch/ksf/pruefungen Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (Detials siehe 'Prüfung') (2 Credits) Hinweise: Der Besuch eines der drei Tutorate ist wärmstens empfohlen. Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 27 Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II / Politikwissenschaft Dozent/in: Dr. des. Maurits Heumann Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 18.09.2024 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das zweisemestrige Methodenseminar dient dazu, dass die Studierenden die Forschungsdesigns und Methoden der Politikwissenschaft kennen und vor allem auch anwenden lernen. Im Herbstsemester beschäftigen wir uns primär mit verschiedensten Fallstudien-Designs. Fallstudien stellen in der Politikwissenschaft das mit Abstand wichtigste qualitative Forschungsdesign dar. Sie spielten in der Entwicklung der politikwissenschaftlichen Forschung in vielen Feldern eine zentrale Rolle. Wie im Frühjahrssemester gewinnen die Studierenden durch Übungs- aufgaben erste Erfahrungen mit allen Methoden. Das bedeutet auch im HS einen erheblichen Aufwand von mindestens acht Stunden pro Woche für dieses Herzstück der politikwissenschaftlichen Ausbildung. Im letzten Drittel des Seminars entwickeln die Studierenden in Arbeits- gruppen und mit Hilfe der Dozierenden zu einer von ihnen selbst gewählten Fragestellung ein Forschungsdesign. Auf der Basis dieses Forschungs- designs – in dem eine der im FS oder HS behandelten Methoden im Zentrum steht - führt jede Arbeitsgruppe bis Ende Januar ein erstes gemeinsames empirisches Forschungsprojekt durch. Voraussetzungen: Erfolgreicher Besuch des "Methoden zur Praxis der empirischen Sozialforschung I" ist zwingende Voraussetzung. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkte: Vergleichende Politikwissenschaft und Schweizer Politik / Politische Theorie / Internationale Beziehungen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch / maurits.heumann@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 28 Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung (Research Design and Methods in Qualitative Research) Dozent/in: Dr. des. Maurits Heumann Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 18.09.2024 FRO, HS 11 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Im Seminar sollen Masterstudierende Erfahrungen mit qualitativen Forschungsdesigns und -methoden sammeln. Das Seminar steht im Kontext des laufenden Forschungsprojekts «Populism as Peripheral Resentment» und ermöglicht die Verbindung von Forschung und Lehre. Lange Zeit waren ‘Interesse’ und ‘rationales Wahlverhalten’ die zentralen Kategorien der politischen Analyse. Spätestens das Heraufziehen eines ‘populistischen Zeitgeists’ (Mudde 2004), der den politischen Mainstream liberaler Demokratien längst erreicht hat, sowie die Wahlerfolge links- und rechtspopulistischer Parteien legten jedoch den emotionalen Gehalt der ‘Politics of Resentment’ (Cramer 2016) offen. Dabei wird bis heute diskutiert, mit welchen Emotionen und emotionalen Mechanismen wir es genau zu tun haben und in welchem Verhältnis sie zu Politik und Gesellschaft stehen. In der aktuellen Populismusforschung werden vor allem Emotionen wie Empörung, Wut und Hass, die als Reaktion auf eine (vermeintlich) ungerechte Behandlung verstanden werden können, genannt, aber auch passive Gefühle der Ohnmacht, Entfremdung und Angst. Um die konkreten Ausprägungen politischer Emotionen, ihre narrative Struktur sowie ihre biografischen und lebensweltlichen Entstehungs- und Verbreitungsbedingungen zu untersuchen, eignen sich in besonderer Weise die Erhebungs- und Auswertungsverfahren der qualitativen Interviewforschung – diese stellen die Interviewer:innen aber auch vor besondere Herausforderungen. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit einschlägigen Studien zum Thema befassen und überlegen, wie diese Forschung im Rahmen eigener Interviewprojekte operationalisiert werden kann. Im zweiten Teil werden wir gemeinsam einen Leitfaden entwickeln, mit dessen Hilfe Interviewdaten erhoben werden können. Im Rahmen von praktischen Übungen werden die Studierenden darauf vorbereitet, zwei eigene Interviews durchzuführen, zu transkribieren und kritisch zu reflektieren. Lernziele: - Kenntnisse zur Bedeutung politischer Emotionen im Bereich der Populismusforschung - Kenntnisse der qualitativen Interviewforschung - Planung, Durchführung und Reflexion eigener Interviews Voraussetzungen: Es werden maximal 10 MA-Studierende, die ein besonderes Interesse an der Thematik und Methode haben, zum Seminar zugelassen. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Durchführung und schriftliche Reflexion eines eigenen Leitfadeninterviews, Hausarbeit (4 Credits) Hinweise: - 4 Credits: Impulsreferat in Gruppenarbeit, Durchführung eines eigenen Interviewprojekts und Verfassen eines Forschungsberichts. - Zusätzliche 6 Credits: Methodische und theoretische Reflexion des Interviewprojekts und Verfassen einer Hausarbeit. Kontakt: maurits.heumann@unilu.ch Material: Eigenständig erhobenes Interviewmaterial. Literatur - Breeze, R. (2019). Emotions in politics: Affective-discursive practices in UKIP and Labour. Discourse & Society, 30/1. 24-43. - Cramer, K. J. (2016). Politics of Resentment: Rural Consciousness in Wisconsin and the Rise of Scott Walker. Chicago: UCP. - Demertzis, N. (2013). Emotions in Politics. The Affect Dimension in Political Tension. London: Palgrave Macmillan. - Helfferich, C. (2011). Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. Wiesbaden: Springer VS. 29 - Russel Hochschild, A. (2017). Fremd in ihrem Land. Eine Riese ins Herz der amerikanischen Rechten. Frankfurt: Campus Verlag. - Kruse, J. (2015). Qualitative Interviewforschung: Ein integrativer Ansatz. Weinheim: Beltz Juventa. - Rico, G.; Guinjoan, M. & E. Anduiza (2017). The Emotional Underpinnings of Populism: How Anger and Fear Affect Populist Attitudes. Swiss Political Science Review, 23/4. 444-461. - Salmela, M. & C. von Scheve (2018). Emotional Dynamics of Right- and Left-wing Political Populism. Humanity & Society, 42/4. 434-454. 30 Research Design and Methods in Quantitative Research Dozent/in: Álvaro Canalejo-Molero, MA Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 14-täglich Do., 14:15 - 18:00, ab 19.09.2024 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Zweiwöchentlich Inhalt: Social science is increasingly adopting quantitative research tools, such as experimental, statistical and machine learning methods. Students without a strong mathematical background often struggle to keep up with these developments. Motivated by these facts, this seminar introduces students to quantitative social research with an intuition-based approach. The goal is twofold: first, to provide students with the basic toolset to elaborate the research designs that better fit their needs, and second, to enable them to gain a deeper understanding of specific methods autonomously by making quantitative research accessible. To meet these goals, the seminar will first delineate the fundamental elements of scientific inquiry in the social sciences. With a clear understanding of these elements, the students will be guided through the essential social science approaches: the comparative, the statistical, and the experimental method. Finally, the seminar will also train students to deal with applied quantitative research by providing basic statistical skills, such as producing descriptive statistics, reading regression tables, interpreting statistical tests, and converting hypotheses into an appropriate regression model. Students will learn to identify their research goals and elaborate a theory-driven research design. Students are encouraged to think critically to detect and understand the strengths and limitations of specific quantitative analyses. Lernziele: 1. Knowledge: To understand the logic of quantitative social science, differentiate the main targets of scientific inference and identify appropriate methods to serve these goals. 2. Competence - reading research: To understand and critically assess quantitative research articles. 3. Competence - research design: To identify an appropriate and feasible research design for a given research problem, including an indication of the appropriate statistical tests (when applicable). 4. Competence - statistical analysis: To perform simple descriptive and inferential statistical analyses. Voraussetzungen: Being enrolled in a Master of Research; open to advanced BA students Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: No exam. Active participation, mandatory reading, three take-home exams (i.e., assignments) and one 20-min oral presentation (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: alvaro.canalejo@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Individual laptop Literatur Tentative basic literature (subject to potential modifications): - Blackwell, M. (2023)A User’s Guide to Statistical Inference and Regression. Openbook. - Box-Steffensmeier, J. M, Brady, H. E., and D. Collier, ed. (2008). The Oxford Handbook of Political Methodology. Oxford: Oxford University Press. - Bueno de Mesquita, E. and Fowler A. (2021). Thinking Clearly with Data: A Guide to Quantitative Reasoning and Analysis. Princeton University Press. - Imai, K. (2017). Quantitative Social Science: An Introduction. Princeton: Princeton University Press. - Kellestedt, P. M., and Whitten, G.D. (2013). The Fundamentals of Political Science Research. Second Edition. Cambridge: Cambridge University Press. - King, G.,Keohane, R.O., and S. Verba (1994). Designing Social Inquiry. Princeton: Princeton University Press. 31 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Sahra Lobina, MA Léonie Bisang, MA Dr. phil. Andreas Tunger-Zanetti Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Fr., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2024 INS 10, 220 Terminierung 2: Mo., 18.11.2024, 10:15 - 12:00 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Wissenschaftliches Schreiben ist keine Kunst. Es ist ein Handwerk. Wir können es lernen – und stetig verbessern. Wo fange ich an? Was ist ein wissenschaftliches Thema, wie formuliere ich eine Forschungsfrage? Was ist ein Exposé – und was soll es können? In der Schreibwerksatt steht der Schreibprozess im Zentrum. Wir vermitteln und trainieren konkrete Techniken um Ideen zu finden und Forschungsfragen zu entwickeln. Teilnehmende lernen, mit Inhaltsverzeichnissen ihre Arbeiten zu strukturieren, bevor sie diese geschrieben haben. Die Angst vor dem leeren Blatt wird ersetzt durch die Freude am shitty first draft. Sie schreiben von Version zu Version und kombinieren freies und schnelles Vorwärtsschreiben mit systematischen Überarbeitungstechniken. Eine besondere Rolle spielen hierbei gut geplantes Feedback und klug gesetzte Deadlines. (Und ja, vielleicht finden Sie auch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für die künstliche Intelligenz Ihres Vertrauens.) Die Schreibwerkstatt begleitet die Planung einer eigenen Seminararbeit. Ziel ist, dass Sie Ende Semester ein umsetzbares Exposé samt ersten Textproben haben, sodass Sie in der vorlesungfreien Zeit sofort losschreiben können. Wir freuen uns darauf, mit Studierenden aus allen Fächern und Studienstufen zusammenzuarbeiten. Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Credits) Kontakt: sahra.lobina@unilu.ch /leonie.bisang@unilu.ch / andreas.tunger@unilu.ch Material: Olat-Plattform Literatur - BECKER, HOWARD S. Die Kunst des professionellen Schreibens: ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Frankfurt am Main 1994. - ECO, UMBERTO: Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg 2005 (Mailand 1977). - HORVATH, KENNETH: «Forschungsfragen». In: Bauer, Nina u. Blasius, Jörg: Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Wiesbaden 2022, S. 35–50. - GROEBNER, VALENTIN: Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn 2012. - KRAJEWSKI, MARKUS: Lesen Schreiben Denken: Zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit in 7 Schritten. Köln 2015 (2013). - KRUSE, OTTO: Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main 1994. - WOLFSBERGER, JUDITH: Frei geschrieben: Mut, Freiheit & Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien 2021 (2007). 32 Seminare Klassiker der Politischen Theorie - Proseminar Dozent/in: Dr. des. Johannes Schulz Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B52 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses einleitende Proseminar in die Politische Theorie und Ideengeschichte eignet sich zur Vertiefung der in der Vorlesung Demokratietheorien angesprochenen TheoretikerInnen, geht aber auch darüber hinaus. Wir wenden uns zentralen Fragen zu: Ist der Mensch ein politisches Wesen? Welche Funktion hat der Staat? Wie können wir trotz unserer Differenzen und unterschiedlichen Interessen in Freiheit und Gleichheit miteinander leben? Was bedeutet Demokratie? Wie können wir Ausschluss und Unterdrückung verhindern? Im ersten Block setzen wir uns mit Klassikern der Politischen Ideengeschichte der Antike und Neuzeit auseinander. Besprochen werden soll die Abwendung vom antiken Verständnis von Politik als natürlicher Tätigkeit des kooperativen Gemeinschaftswesen «Mensch» bei Aristoteles und die Hinwendung zum «modernen» Politikverständnis als Überwindung der konflikthaften und egoistischen Natur des Menschen bei Hobbes. Des Weiteren die daran anknüpfende Entwicklung des Liberalismus und dessen Betonung von Naturrechten und insbesondere Eigentumsrechten bei Locke und die diesem entgegenstehende Kritik an den modernen (kapitalistischen) Gesellschafts- und Eigentumsverhältnissen bei Rousseau. Schließlich der Versuch der Entwicklung eines «republikanischen» Gegenmodells bei Machiavelli und Rousseau, welches den Mensch wieder stärker als Gemeinschaftswesen auffasst und bis heute das demokratische Selbstverständnis der Schweiz prägt. Der zweite Block baut auf dem ersten auf und vertieft, in der Auseinandersetzung mit kontemporären Klassikern, die dort entwickelten Ideen: Der heutige Liberalismus und seine zentralen Ideen «Säkularismus» und «Multikulturalismus» werden ebenso angesprochen wie der Versuch einer Neubestimmung des Republikanismus im Ideal der «Freiheit von Beherrschung» oder die Idee einer «deliberativen» Demokratie und die der demokratischen Inklusion von Minderheiten durch Sonderrechte. Darüber hinaus geht es um grundlegende Aspekte und Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens in der Politischen Theorie: u.a. um den Unterschied zwischen normativer und positiver Analyse, sowie das Schreiben einer Seminararbeit. Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Politische Theorie insbesondere für Studienanfänger:innen geben. Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an Teilnehmer:innen der Vorlesung Demokratietheorien (kann aber in Ausnahmefällen auch von anderen Studierenden besucht werden). Studierende des Grundstudiums werden bevorzugt. Sprache: Deutsch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten; Studierende des Grundstudiums werden bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Regelmäßige OLAT Kommentare, Essay / (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Kontakt: johannes.schulz@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 33 Einführung in die Internationalen Beziehungen Proseminar - Gruppe I Dozent/in: Alexander Klein David Steinecke Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 25.09.2024 FRO, HS 14 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar ist als Einführung in das Studium der Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen konzipiert. Inhaltlich ist das Seminar analog zur Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ aufgebaut. Im theoretischen und methodischen Teil werden wir Hauptwerke der Internationalen Beziehungen lesen und besprechen. Im zweiten Teil analysieren wir Texte zu Fragen der Internationalen Beziehungen in verschiedenen Politikfeldern – wie der Sicherheits-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltpolitik – und wenden die erlernten Theorien auf empirische Fälle an. Darüber hinaus führt das Seminar in wissenschaftliche Arbeitstechniken ein. Das Proseminar findet ab der zweiten Sitzung in zwei Gruppen statt. Die Einführungssitzung am 18.09., 12.15-14.00 Uhr, gilt für beide Gruppen. Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Internationale Beziehungen geben und sollte von StudienanfängerInnen begleitend zur Vorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende des Grundstudiums. Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme, wöchentliche Textfragen, Referat, Essay (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Hinweis: Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet die Veranstaltung zur Recherche und Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur statt (Informationskompetenz). Die Studierenden lernen für ihr Studium die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogammen sowie die Auswahl und Bewertung relevanter wissenschaftlicher Literatur kennen. Die Veranstaltung umfasst 6h, inklusive eines vierstündigen Workshops zusätzlich zu der Lehrveranstaltung und wird in Kooperation mit den Mitarbeitenden der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Die Veranstaltung inklusive des Workshops ist Teil der Studienleistungen. Termin für den vierstündigen Workshop folgt. Kontakt: alexander.2.klein@uni-konstanz.de; David.steinecke@uni-konstanz.de Material: Unterrichtsmaterial wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 34 Einführung in die Internationalen Beziehungen Proseminar - Gruppe II Dozent/in: Alexander Klein David Steinecke Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 25.09.2024 FRO, HS 14 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar ist als Einführung in das Studium der Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen konzipiert. Inhaltlich ist das Seminar analog zur Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ aufgebaut. Im theoretischen und methodischen Teil werden wir Hauptwerke der Internationalen Beziehungen lesen und besprechen. Im zweiten Teil analysieren wir Texte zu Fragen der Internationalen Beziehungen in verschiedenen Politikfeldern – wie der Sicherheits-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltpolitik – und wenden die erlernten Theorien auf empirische Fälle an. Darüber hinaus führt das Seminar in wissenschaftliche Arbeitstechniken ein. Das Proseminar findet ab der zweiten Sitzung in zwei Gruppen statt. Die Einführungssitzung am 18.09., 12.15-14.00 Uhr, gilt für beide Gruppen. Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Internationale Beziehungen geben und sollte von StudienanfängerInnen begleitend zur Vorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende des Grundstudiums. Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme, wöchentliche Textfragen, Referat, Essay (benotet) (4 Credits) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Hinweis: Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet die Veranstaltung zur Recherche und Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur statt (Informationskompetenz). Die Studierenden lernen für ihr Studium die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogammen sowie die Auswahl und Bewertung relevanter wissenschaftlicher Literatur kennen. Die Veranstaltung umfasst 6h, inklusive eines vierstündigen Workshops zusätzlich zu der Lehrveranstaltung und wird in Kooperation mit den Mitarbeitenden der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Die Veranstaltung inklusive des Workshops ist Teil der Studienleistungen. Termin für den vierstündigen Workshop folgt. Kontakt: alexander.2.klein@uni-konstanz.de; David.steinecke@uni-konstanz.de Material: Unterrichtsmaterial wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 35 Ausgrenzen oder Inkludieren? Wie Mainstreamparteien mit Populisten umgehen (sollen) Dozent/in: Prof. Dr. Thomas Poguntke Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Termine: Fr., 11.10.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B51 Sa., 12.10.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B51 Fr., 29.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B51 Sa., 30.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Die Studierenden lernen die grundlegende Literatur zu politischen Parteien und Parteiensystemen kennen. Darauf aufbauend beschäftigt sich das Seminar mit dem Konzept des Populismus und populistischen Parteien in vergleichender Perspektive. Besonderes Augenmerk wird auf unterschiedliche Strategien sogenannter Mainstream-Parteien gegenüber populistischen Herausforderern gelegt. Lernziele: Kenntnis der relevanten Literatur zu Parteien, Parteiensystemen und Populismus; Einüben der Methode des Vergleichs, selbständiger Recherche, der Formulierung von Forschungsfragen und dem Erstellen von Forschungsdesigns. Voraussetzungen: Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme: Besuch des Seminars, wöchentliche, kurze schriftliche Kommentare, aktive Mitgestaltung der Sitzungen Hausarbeit oder drei Protokolle (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: poguntke@hhu.de thomas.poguntke@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Materialien werden über OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Bale, Tim and Cristobal Rovira Kaltwasser (eds.) (2021) Riding the Populist Wave: Europe's Mainstream Right in Crisis, Cambridge. - Mudde, Cas & Kaltwasser, Cristóbal R. (2013). Populism. In: Freeden, Michael /Stears, Marc (Eds.). The Oxford Handbook of Political Ideologies. Oxford: Oxford University Press. - Barr, Robert R. (2009). Populists, Outsiders and Anti-Establishment Politics. Party Politics, 15(1): 29-48. 36 Freedom and Power Dozent/in: Dr. Olivier Ruchet Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 10:15 - 12:00, ab 16.09.2024 FRO, 4.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: This course surveys the debates about freedom, power, and emancipation in Western political theory. Should freedom be understood as the absence of coercion, or as the ability to act, and in particular, act politically? Alternatively, what is the relationship between freedom and the necessary conditions of its enjoyment? And if freedom consists in doing what I want, how do I know the content of what I want and how can I be sure that my desire has not been manufactured or shaped by outside forces? In a similar fashion, should power be approached as a form of domination and as a limitation on other people’s choices, or is power productive, and as such an essential and inescapable ingredient of agency? The course addresses these questions through an examination of competing conceptions of freedom and power, in particular in the Liberal, Republican, Feminist, and Post-Modern traditions, in the works of authors like Hobbes, Locke, Marx, Berlin, Arendt, Orwell, Foucault, Woolf, Skinner, or Pettit. Special attention is paid to the socio-economic dimensions of the debates, and to the recent contribution of gender and identity politics to the dilemmas of freedom and power. Lernziele: By following this course, the students will: - Gain a broad understanding of competing political conceptions of freedom and power, and an understanding of the debates surrounding their historical interpretation, reception, and contemporary relevance. - Develop critical reading skills and the ability to engage in the criticism of multiple kinds of texts, ancient and contemporary. - Develop written and oral communication skills. - Situate and critically assess debates around freedom as they are mobilized in contemporary political and academic discourse. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active participation (20%), Oral presentation (20%), Quiz (20%), Essay (40%) / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: olivier.ruchet@doz.unilu.ch Material: Texts made available on the OLAT platform at the beginning of the term. 37 Inequality and Politics Dozent/in: Elisa Volpi Ph.D. Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B58 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Since the 1980s, economic inequality has been increasing in all advanced democracies. For example, in the United States, the richest 10% of Americans held over half of the country’s total. This course will provide a broad overview of the causes and consequences of this growing economic inequality in the U.S.A. and Europe. In doing so we will consider the relationship between inequality and the functioning of democracy. The course will begin by discussing what is meant by the term “economic inequality” and we will explore trends in inequality to place the current state of economic disparity in historical context. We will also touch on the question of why inequality should be studied in the first place— that is, why should anyone care about the growing gap between the rich and the poor? Some of the major themes of the course are: the causes of growing economic inequality, poverty, public opinion, inequalities in political voice and representation, the role of money and politics, and public policy. Lernziele: Upon completion of this course, students will be expected to: - be able to describe and identify current trends in inequality worldwide. - be able to identify key challenges to democracy stemming from growing inequality. - be able to assess level of inequality in different countries in the world. - be able to analyze the and evaluate the policy solutions that can reduce inequality. - self-reflect on how the course has affected their concern for the topic and their values. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: No exam. Active participation, presentations, short essay / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: evolpi@fus.edu Literatur: Reading list see online course catalogue, and will be provided via OLAT. The reading list is mostly based on journal articles. https://portal.unilu.ch/details?code=HS241531 38 Issues of Representation in International Relations Dozent/in: Meray Maddah Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 14-täglich Do., 10:15 - 14:00, ab 26.09.2024 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Zwei-wöchentlich Inhalt: The topic of gender has been often discredited as “blind spot” in international relations (IR). When examining the behavior of states, their interactions and how international actors pursue their interests, gender is given as a titular label. Although the consequence of this omission is observable in the IR discipline, over the years, gender and its representation has become an important theme when tackling how either state or non-state actors behave within the international system. The “gendering” of academic disciplines warranted the emergence of other academic disciplines like cultural, developmental and women’s studies. As a function of this, gender became a crucial explanatory framework within other IR sub-fields like international security as well as foreign policy. Against this background, this seminar will take stock of gender in IR studies in terms of its theories, mechanisms and how gender intertwines with different sub-topics within this field. It will investigate how the main IR theories interpret gender and what type of discussions they entail. The seminar will also take stock of the diverse forms of gender representation which frequently oscillate between the descriptive, substantive, and active. Similarly, this seminar will include feminist perspective and critiques which made an essential contribution to the IR field and its development. Finally, the seminar will examine the normative (re)vision of gender when taken in the context of other IR-related fields such as international security, peace and conflict studies and the development of international organizations (IOs). Lernziele: - Understand the Evolution of Gender in International Relations: Students will examine the historical neglect of gender as a significant factor in IR and how it has progressively gained recognition. They will analyze the emergence of gender as a pivotal theme in IR, leading to the development of feminist perspectives and the integration of gender analysis into various subfields. - Analyze Gender as an Explanatory Framework in IR Theories: Students will explore how different IR theories interpret gender and its implications for understanding state behavior, international interactions, and global governance. They will critically assess the strengths and limitations of incorporating gender into mainstream IR theories. - Evaluate Diverse Forms of Gender Representation in IR: Students will examine the diverse ways in which gender is represented in IR scholarship, including descriptive, substantive, and active forms. They will analyze how gender representations shape perceptions of power, identity, and agency in international politics. - Critically Assess the Normative Implications of Gender in IR: Students will assess the normative implications of gender within various IR-related fields, such as international security, peace and conflict studies, and the development of international organizations. They will analyze how gender norms and practices influence policy outcomes and shape the broader norms and values of the international system. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Oral presentation, essay, active participation (attendance, weekly short written comments, active co-creation of the sessions) / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: meray.maddah@uni-konstanz.de Literatur - Blanchard, Eric M. (2003). Gender, International Relations, and the Development of Feminist Security Theory. Signs: Journal of Women in Culture and Society, 28(4), 1289-1312. https://doi.org/10.1086/368328 https://doi.org/10.1086/368328 39 - Carver, T., Zalewski, M., Kinsella, H., & Carpenter, R. C. (2003). Gender and International Relations. International Studies Review, 5(2), 287-302. http://www.jstor.org/stable/3186423 - Jones, A. (1996). Does ‘gender’ make the world go round? Feminist critiques of international relations. Review of International Studies, 22(4), 405-429. https://doi.org/10.1017/S0260210500118649 - Murphy, C. N. (1996). Seeing women, recognizing gender, recasting international relations. International Organization, 50(3), 513-538. https://doi.org/10.1017/S0020818300033464 - Reiter, D. (2015). The Positivist Study of Gender and International Relations. Journal of Conflict Resolution, 59(7), 1301-1326. https://doi.org/10.1177/0022002714560351 - Steans, J. (2013). Introduction. In Gender and International Relations: Theory, Practice, Policy (3rd ed., pp. 1-26). Polity Press. http://www.jstor.org/stable/3186423 https://doi.org/10.1017/S0260210500118649 https://doi.org/10.1017/S0020818300033464 https://doi.org/10.1177/0022002714560351 40 Partizipative Demokratie und demokratische Innovationen Dozent/in: Prof. Dr. Nenad Stojanović Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Termine: Fr., 08.11.2024, 08:15 - 17:00 Raum folgt Sa., 09.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B58 Fr., 22.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B57 Sa., 23.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Dieses Hauptseminar bietet zunächst eine Einführung in die theoretischen und methodologischen Debatten, die in der vergleichenden Politikwissenschaft zum Begriff der Demokratie geführt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Definition und Beurteilung von Demokratie, auf den Herausforderungen durch soziale (ethnische, sprachliche, etc.) Konfliktlinien und Populismus sowie auf der institutionellen Antwort auf diese Herausforderungen. Anschliessend werden wir uns mit den wichtigsten Innovationen befassen, die die Demokratie beleben dürfen. Der Schwerpunkt wird auf demokratischen Innovationen liegen, die die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern stärken, wie direkte Demokratie und ausgeloste Bevölkerungsräte. Insbesondere werden wir die Rolle von «deliberative minipublics» und ihre Bedeutung für die öffentliche Verwaltung in einer Reihe von Bereichen (Klimawandel, nachhaltige Entwicklung, Raumplanung, Gesundheitspolitik) analysieren. Das Hauptseminar wird auch einen praktischen Teil haben: Auf der Grundlage konkreter Erfahrungen in der Schweiz (siehe Projekt demoscan.ch) werden die Teilnehmer/innen lernen, wie man das Design eines deliberativen Prozesses entwickelt und wie man einen Bevölkerungsrat organisiert. Es dürfte auch möglich sein, ausserhalb dieser Lehrveranstaltung und im Rahmen der Verfügbarkeit, einen Bevölkerungsrat in der Schweiz zu beobachten oder bei ihrer Durchführung mitzuwirken. Lernziele: Am Ende des Semesters sind die Studierenden in der Lage, den Begriff der Demokratie kritisch und aus einer vergleichenden Perspektive zu diskutieren, die wichtigsten Herausforderungen, die die Demokratie heute bedrohen, zu veranschaulichen und die wichtigsten demokratischen Innovationen zu identifizieren, die eine realistische Antwort auf diese Herausforderungen bieten können, insbesondere die «deliberative minipublics» (Bevölkerungsräte, deren Mitglieder durch das Los ausgewählt werden und die in ihren Debatten die deliberative Methode anwenden). Voraussetzungen: Studierende ab dem 3. Semester Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay, Referat / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: nenad.stojanovic@unige.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur - Geissel, Brigitte. 2022. The Future of self-governing, thriving democracies: Democratic innovations by, with and for the people. Palgrave. (Open Access) 41 Politics of Climate Change Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This undergraduate course serves as a basic introduction to the politics of climate change. How do governments cooperate to address and solve global environmental problems such as climate change? Why do some countries enact more rigorous climate change policies than others? The course combines international and comparative approaches to climate change politics. It starts off by inquiring how climate change became a political issue in the 1980s and how governments began to act on climate change from the 1990s onwards. Over the course of the semester, we will look at climate change governance efforts at the international, national and local levels. Regarding the national level, we are – for example – interested in why are some countries making ambitious investments in renewable energy, while others are still heavily subsidizing the consumption of fossil fuels? How can public opinion account for such policy differences? What is the role of political parties? The goal of the course is to provide students with a solid basic understanding of the politics and the political economy of climate change. It draws attention to the latest research and provides students with the conceptual tools to evaluate different policies and governance approaches. As this is a basic course there are no formal prerequisites and participation of students from different disciplinary backgrounds is encouraged. An openness towards and familiarity with basic research methods is generally helpful. Many of the readings in the class feature quantitative analysis and there will be a short intro to reading journal articles in general and quantitative analysis in particular. Sprache: Bilingual - Deutsch / Englisch Prüfungsmodus / Credits: regelmäsige Teilnahme, Referat, Response Paper (benotet) / (4 Credits) Absprache mit Dozentin (4 Credits) Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Literatur - Stoddard, I., Anderson, K., Capstick, S., Carton, W., Depledge, J., Facer, K., ... & Williams, M. (2021). Three decades of climate mitigation: why haven't we bent the global emissions curve?. Annual Review of Environment and Resources, 46, 653-689. - Colgan, J. D., Green, J. F., & Hale, T. N. (2021). Asset revaluation and the existential politics of climate change. International Organization, 75 (2), 586-610. 42 Von der Theorie in die Praxis – Angewandte Politikevaluation Dozent/in: Deborah Fritzsche, David Fischer Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 24.09.2024 FRO, HS 14 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: In diesem Seminar erarbeiten sich die Studierenden anhand konkreter Beispiele aus Bildungs-, Gesundheits- und Umweltpolitik das Evaluationshandwerk. Auf Basis von theoretischen Inputs aus der Vorlesung «Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik» sowie der Vermittlung praktischer Beispiele und nützlicher Methoden durch (Gast-) Referate erhalten die Studierenden Einblick in das Berufsfeld Politikevaluation und lernen, was es braucht, eine Evaluation erfolgreich zu planen und umzusetzen. Lernziele: Fähigkeit, eine eigene Evaluation zu konzipieren (Wirkungsmodell/Evaluationsdesign/Konzeptevaluation) und teilweise umzusetzen bzw. zu wissen, wie sich diese umsetzten liesse. Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an alle Studierende mit Interesse an angewandter Politikevaluation. Das Hauptseminar sollte idealerweise in Kombination mit der Vorlesung «Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik» besucht werden, da im Seminar die Inhalte der Vorlesung «Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik» aufgegriffen und praktisch angewendet werden. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Besuch des Seminars, wöchentliche, kurze schriftliche Kommentare, aktive Mitgestaltung der Sitzungen) / Referat / Essay / (4 Credits) Kontakt: Fritzsche@interface-pol.ch; Fischer@interface-pol.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. Literatur (noch nicht vollständig) - Beywl, Wolfgang; Balzer, Lars (2015): evaluiert. Planungsbuch für Evaluationen im Bildungsbereich. Bern: Hep-Verlag. - Bussmann, Werner; Klöti, Ulrich; Knoepfel Peter (1997): Einführung in die Politikevaluation (verfügbar unter https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/staat/evaluation/materialien.html). - Rossi, Peter H.; Lipsey, Mark W. (2019): Evaluation: A Systematic Approach 8. Auflage. London: SAGE. - Sager, Fritz; Widmer, Thomas; Balthasar, Andreas (2017): Evaluationen im politischen System der Schweiz. Entwicklung, Bedeutung und Wechselwirkung, Zürich: NZZ Libro. - Sager Fritz, Hadorn Susanne, Balthasar, Andreas, Mavrot Céline (2021): Politikevaluation, Eine Einführung Springer VS. - Stockmann, Reinhard; Meyer, Wolfgang (2014): Evaluation, Eine Einführung. Stuttgart: UTB. - Widmer, Thomas; De Rocchi, Thomas (2012): Evaluationen. Grundlagen, Ansätze und Anwendungen, Zürich: Rüegger. - proHelvetia. Leitfaden Evaluierung in der Kultur. www.prohelvetia.ch/ - BAG: Leitfaden für die Planung von Projekt- und Programmevaluation bzw. Leitfaden für Wirksamkeitsüberprüfungen beim Bund. http://www.bag.admin.ch/evaluation/ - Bundesamt für Justiz: https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/staat/evaluation.html https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/staat/evaluation/materialien.html http://www.prohelvetia.ch/ http://www.bag.admin.ch/evaluation/ 43 Climate Change and (spatial) Inequality Dozent/in: Niklas Hänze Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 14-täglich Do., 10:15 - 14:00, ab 19.09.2024 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Zwei-wöchentlich Inhalt: The ramifications of climate change present significant challenges for societies worldwide. The increase in frequency and intensity of extreme weather events such as floods and storms, alongside the more gradual onset of events like sea-level rise and desertification, underscores the urgent need for action. However, it is evident that the exposure to and vulnerability towards these climate-related hazards are disproportionately distributed both among and within societies. The adverse impacts of climate hazards are often significantly worse in countries in the Global South. Additionally, the consequences of climate change depend on a host of further societal as well as individual characteristics such as wealth, socioeconomic status, ethnicity, gender, access to power and resources, and (un-)favorable geography. Paradoxically, populations in cooler climates might even derive certain benefits from an increase in global temperatures. This seminar will investigate these unequal impacts of climate change for human societies across a variety of (spatial) scales, ranging from individuals to continents. Through the lens of hazards, exposure, vulnerability, and resilience, we will dissect the multifaceted effects of climate change. Our aim is to elucidate how existing inequalities shape the trajectory and magnitude of these impacts. Furthermore, we will explore the potential of international climate finance as a way to mitigate these global disparities. Lernziele: - Gaining an overview over the manifold impacts of climate change on human societies and developing an understanding of how hazard, exposure, and vulnerability jointly determine climate change impacts - Understanding how various inequalities across multiple scales shape climate change impacts - Being able to read, understand, and critically evaluate empirical social science climate change research Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Referat / Essay / Aktive Teilnahme (Besuch des Seminars, wöchentliche, kurze schriftliche Kommentare, aktive Mitgestaltung der Sitzungen) / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: niklas.haenze@uni-konstanz.de Literatur - Adger, W. Neil. 2006. “Vulnerability.” Global Environmental Change, Resilience, Vulnerability, and Adaptation: A Cross-Cutting Theme of the International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change, 16 (3): 268–81. https://doi.org/10.1016/j.gloenvcha.2006.02.006. - Dolšak, Nives, and Aseem Prakash. 2022. “Three Faces of Climate Justice.” Annual Review of Political Science 25 (1): 283–301. https://doi.org/10.1146/annurev-polisci-051120-125514. - Hallegatte, Stephane, Adrien Vogt-Schilb, Julie Rozenberg, Mook Bangalore, and Chloé Beaudet. 2020. “From Poverty to Disaster and Back: A Review of the Literature.” Economics of Disasters and Climate Change 4 (1): 223–47. https://doi.org/10.1007/s41885-020-00060-5. https://doi.org/10.1016/j.gloenvcha.2006.02.006 https://doi.org/10.1146/annurev-polisci-051120-125514 44 Democratic theory: essential contemporary readings Dozent/in: Chiara Valsangiacomo Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Termine: Do., 17.10.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Fr., 18.10.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Do., 28.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Fr., 29.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: During a recent public lecture at the University College Dublin, historian Michael Ignatieff said that “democracy is an argument about what democracy is.” To quote Walter Bryce Gallie’s 1956 article, democracy can be seen as an “essentially contested concept.” This disagreement has not prevented scholars from engaging with this complex concept. Quite on the contrary, it has been the engine of a fertile, ongoing discussion about democracy, its meaning, and value. In this course, you will join this fascinating scholarly conversation. We will deal with and try to answer some of the most fundamental questions related to democracy from a normative and political point of view, including: what is this concept about, what makes it relevant to political science and political philosophy, and why is democracy seen as especially legitimate? To approach these questions, we will read excerpts from a selection of the most influential books on (normative) democratic theory that have been published in the last hundred years. The text selection will cover a variety of topics and perspectives in the literature. The seminar’s sessions will follow the chronological order of publication of the works. Lernziele: The primary goal of the seminar is to provide the students with a solid foundation and toolbox to navigate contemporary scholarly debates on democracy. More concretely, by the end of the course, the participants should be able to: - Understand complex, academic texts and summarize the key arguments. - Critically evaluate the strengths and weaknesses of these arguments. - Compare works and arguments by different authors. - Engage in academic dialogue with their peers. - Develop and elaborate on their own thoughts about the readings and themes of the seminar (in written as well as oral form). - Exploit the acquired knowledge to analyze today’s literature on democratic theory. Voraussetzungen: There are no strict requirements for registration. However, participants should be aware that this is a reading heavy class and that the in-class activities will largely center on group discussions of the mandatory readings. This seminar has been primarily designed for Master students in political philosophy and political science. Advanced Bachelor students and students from neighboring disciplines are welcome to attend the seminar. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: The course is worth 4 Credits and will be evaluated based on: - Active in-class participation - One-page summary AND in-class short presentation (ca. 7 min) of at least one mandatory reading It is possible to write a term paper for additional 6 ECTS. Kontakt: chiara.valsangiacomo@ucd.ie Literatur See Syllabus on OLAT 45 European Integration and the Role of the Franco-German motor Dozent/in: Lucas Schramm, M.A. Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mo., 02.09.2024, 13:00 - 13:20 Via Zoom https://lmu-munich.zoom- x.de/j/63451273874?pwd=sGsFigjbRCq8YZemgJ0BPnJ0gdvq21.1 Termine: Fr., 13.09.2024, 08:15 - 17:00 INS 10, 220 Sa., 14.09.2024, 08:15 - 15:30 FRO, 4.B02 Fr., 11.10.2024, 08:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Sa., 12.10.2024, 08:15 - 15:30 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: France and Germany are at the heart of Europe – not just geographically and for their demographic and economic size, but also politically. With respect to European Union (EU) politics, scholars and observers have long argued that “nothing goes without, nothing goes against France and Germany”. Indeed, these two countries were the key drivers for the European integration process post-Second World War and have critically shaped EU politics ever since then. This seminar analyzes Franco-German “embedded bilateralism” in the multi- level and multi-faceted system of the European Union. We will scrutinize the role and impact of France and Germany across different EU policy areas. Our empirical cases cover instances of successful Franco-German leadership, such as the creation of the EU Covid recovery plan, as well as of failure, like the EU’s responses to the recent energy crisis or Russia’s war against Ukraine. At the same time, the seminar takes a broader focus, both theoretically and empirically. Looking at bi- and minilateral relations between states in international politics more generally, and discussing historical and more recent examples of bi- and minilateral relations, will allow us to put the Franco-German embedded bilateralism into perspective. The seminar will thus be of interest to students of international relations, comparative politics, and European studies alike. Lernziele: Learning objectives of the seminar: - Obtain a comprehensive and detailed overview of bi- and multilateral state relations in international politics and in the European context; - Gain theoretical, conceptual, and empirical insights into key aspects of EU policy making; - Be able to answer important questions regarding the history, development, and contemporary challenges of Franco-German bilateralism in the EU. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: - Regular and active participation - In-depth lecture of the readings (including one short response paper per block of one page addressing one or more guiding questions on a selected topic) - In-class presentation (“Referat”): ca. 20 minutes / (4 Credits) Hinweise: Open for written assignment (“Seminararbeit”) Kontakt: lucas.schramm@gsi.uni-muenchen.de Literatur Key readings - Krotz, Ulrich, and Joachim Schild (2013). Shaping Europe: France, Germany, and Embedded Bilateralism from the Elysée Treaty to Twenty-First Century Politics. Oxford University Press. https://lmu-munich.zoom-x.de/j/63451273874?pwd=sGsFigjbRCq8YZemgJ0BPnJ0gdvq21.1 https://lmu-munich.zoom-x.de/j/63451273874?pwd=sGsFigjbRCq8YZemgJ0BPnJ0gdvq21.1 46 Negativity in Democratic Politics Dozent/in: Frederico Dias Ferreira da Silva, MA Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Terminierung 1: Do., 03.10.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Fr., 04.10.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B51 Terminierung 2: Do., 14.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.A05 Fr., 15.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: The "Negativity in Democratic Politics" course explores how negativity shapes political communication, public opinion, and political behavior in Western democracies. Do people react differently to negative compared to positive information? Why do parties and candidates use tactics like negative campaigning? How do negative political identities affect citizens’ attitudes and behavior? What are the causes and consequences of affective polarization in contemporary democracies? This course examines the pervasive influence of negative biases in information processing and impression formation, shedding light on how individuals interpret and react to political information through a negative lens. Students will delve into the dynamics of negative partisanship, characterized by the development of a strong political hostility toward an out-group without necessarily equally strong partisan attachments. The course will cover the strategic use of negative campaigning, including attack ads and smear tactics, and their impact on voter perceptions and election outcomes. It will also address the pressing topic of affective polarization, exploring how emotional and identity-based divisions between political groups contribute to societal fragmentation, reduced political cooperation, and democratic erosion. Finally, the consequences of negativity in the voting decision- making process will be analyzed through the lenses of negative voting, a political choice motivated more by opposition to a candidate than support for another. Through case studies and empirical research, students will gain a comprehensive understanding of these negative elements in democratic politics. The course integrates theoretical frameworks with practical examples, equipping students with the analytical skills needed to critically assess the implications of negativity in contemporary democracies. Lernziele: - Understand the causes and consequences of negativity in democratic politics - Relate the psychological and sociological foundations of negative partisanship and its impact on political loyalty and polarization. - Interpret negative biases in information processing and impression formation in political contexts. - Apply analytical skills to case studies from contemporary Western democracies to illustrate and understand the practical implications of negativity in democratic politics. - Explain the motivations behind negative voting and its implications for democratic processes and election results. - Evaluate the effects of negative campaigning strategies on voter perceptions and electoral outcomes in Western democracies. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active participation, oral engagement; short presentation, essay / (4 Credits) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: frederico.silva@eui.eu Literatur See Syllabus on OLAT 47 The Politics of Climate Change Adaptation Dozent/in: Susanna Garside Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Termine: Fr., 08.11.2024, 09:15 - 17:00 INS, 220 Sa., 09.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B01 Fr., 22.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B51 Sa., 23.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: This course is about the politics of survival. In a world where global warming has already risen beyond 1.5C above pre-industrial levels, communities in every corner of the world are exposed to increasingly frequent and severe episodes of extreme weather, including hurricanes, droughts, heatwaves, heavy rainfall, and flooding. How are societies adapting to this? And how are the dynamics of climate change adaptation shaping politics? This course offers an introduction to the politics of climate change adaptation which considers the roles of actors at various levels (international, national, firm level, community and individual). We conceptualise adaptation as a fundamentally political issue, both facilitated by policy and politics, whilst in itself shaping political outcomes. Where existing literature on the politics of climate change has overwhelmingly focused on climate change mitigation in the Global North, this course draws attention to the growing body of work on the politics of climate change adaptation. It considers how adaptation challenges vary between countries of the Global North and Global South and encourages critical engagement with the research designs and methods being used to study the politics of climate change adaptation. Lernziele: At the end of the course students should be able to: Identify and describe ways in which actors at different levels (international, national, firm level, community and individual) are adapting to climate change; - Provide examples of how adaptation challenges differ between countries in the Global North and Global South; - Analyse potential impacts of climate change adaptation strategies or policies on politics; - Critically evaluate and reflect on research designs and methods used to study the politics of climate change adaptation. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Two response papers (due before the first teaching block); active participation during class; presentation during the second teaching block / (4 Cedits) Kontakt: susanna.garside@eui.eu Literatur See Syllabus on OLAT 48 The Politics of Gender: An Interdisciplinary Perspective Dozent/in: Tae Kyeong Yun Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 18.09.2024, 12:15 - 14:00 FRO, HS 7 Termine: Fr., 27.09.2024, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Sa., 28.09.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 4.B54 Fr. 08.11.2024, 09:15 - 17:00 FRO, HS 14 Sa., 09.11.2024, 09:15 - 16:00 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Inhalt: To what extent does gender play a role in our social lives and politics? This introductory seminar delves into the profound influence of gender on politics, fostering a comprehensive and critical understanding of this intricate relationship. As an interdisciplinary seminar, students will be introduced to different theoretical perspectives and empirical evidence on the role of gender from political science and sociology. By the end of the seminar, students will be equipped with the knowledge and analytical tools to assess and discuss gender dynamics in relation to politics. The seminar begins with an exploration of the importance of studying gender in politics. Following that, we delve into social status theory from sociology and its relation to gender inequality, establishing it as our foundational theoretical framework. Subsequently, students will be introduced to the experimental method, which is increasingly used in social science research. By doing so, students will be well-equipped to critically engage with readings and gain a good understanding of the interaction between theory and empirical research. As the seminar progresses, we explore theoretical perspectives and empirical evidence regarding the role of gender in politics. Readings cover topics such as gender discrimination, stereotypes in politics, masculinity, socialization and political representation. On the final day, we will examine the intersectionality of gender with other social characteristics such as race and social class. The remaining time will be allocated for addressing any queries regarding term papers and for student presentations. Lernziele: - Teaching objectives: - Introduce the multifaceted relationship between gender, power, and inequality. - Provide foundational knowledge of experimental methods in the social sciences. - Critically assess theoretical and empirical approaches to understanding gender and politics. - Apply knowledge to analyse real-world examples of gender bias and discrimination in politics. - Engage in critical discussions and effectively communicate their understanding of gender issues. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active class participation, submission of questions from readings, student presentations, and a short-term paper./ (4 Credits) Literatur See Syllabus on OLAT 49 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft: Demokratie am Ende? Populismus, Radikalisierung der Politik und die Zukunft von Demokratie und Rechtsstaat Dozent/in: Prof. Dr. iur. Michele Luminati Dr. rer. pol. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Blockveranstaltung Durchführender Fachbereich: RF \ Nichtjuristische Wahlfächer Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Di., 17.09.2024, 16:15 - 18:00 INS 10, 214 Termine: Do., 07.11.2024, 14:15 - 19:00 FRO, 3.B48 Fr., 08.11.2024, 09:15 - 12:00 FRO, HS 13 Fr., 08.11.2024, 11:15 - 19:00 FRO, 3.B48 Weitere Daten: Einreichung Essay bis 20. Dezember 2024 Umfang: Blockveranstaltung Inhalt: Das Integrationsseminar dient dem interdisziplinären Austausch zwischen Rechts- und Politikwissenschaft. Das Seminar befasst sich mit der von vielen Seiten beklagten Krise oder Bedrohung von Demokratie und Rechtsstaat. Der Aufstieg des Populismus, die zunehmende Radikalisierung der politischen Debatten von Corona über „Wokeness“ bis zum Klimawandel, die verdeckte Einflussnahme auf die Politik über Soziale Medien aus dem Ausland, die Polarisierung der Parteienlandschaft und das damit einhergehende vermehrte Auftreten unheiliger Allianzen, das Auftreten von Verschwörungstheorien, die sich jeglicher politischen Diskussion entziehen, die vielen Versuche rechtsstaatliche Prinzipien auszuhebeln: Diese und viele andere Themen führen zur grundlegenden Frage, ob die Demokratie und der Rechtsstaat existenziell bedroht sind? Antworten dazu sollen aus politikwissenschaftlicher wie auch aus juristischer Sicht untersucht und diskutiert werden. Zu behandelnde Themen sind zum Beispiel der Aufstieg rechtspopulistischer Bewegungen in den verschiedenen Ländern und in der Schweiz insbesondere im Kontext des Asylwesens, der damit verbundene Wandel der Parteienlandschaft und der Funktion von Massenparteien, die Rolle der Sozialen Medien bei der Entstehung einer neuen politischen Öffentlichkeit, die Bewährung der rechtlichen Instrumente zum Schutz der Verfassung und des Rechtsstaates, die zunehmende Rolle des Notrechts in Krisensituationen. Das Seminar widmet sich diesen und weiteren Themen. Die Studierenden wählen ein Thema aus, halten dazu ein Referat und schreiben ein Essay. Zusätzlich wird ein „Kamingespräch“ mit einer prominenten Persönlichkeit der eidgenössischen Politik die Gelegenheit zu einem einmaligen Erfahrungsaustausch bieten. Lernziele: - Verständnis von unterschiedlichen disziplinären Methoden und Theorien und Beteiligung an einem interdisziplinären Dialog - Umgang mit empirischen Studien - Beschäftigung mit aktuellen Problemen an der Schnittstelle von Recht und Politik - Allenfalls Durchführung von Fallstudien Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an Masterstudierende der Rechts- und der Politikwissenschaft. Fortgeschrittene Bachelorstudierende können auf Anfrage zugelassen werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Ja, 18 Studierende Anmeldung: Anmeldung via UniPortal vom 1. - 30. Sept 2024; gilt als Prüfungsanmeldung. Master Plus-Studierende werden prioritär zugelassen. Prüfung: - Benotete schriftliche Arbeit und Referat 3 Credits bei Anrechnung als Integrationsseminar MLaw + International Relations - Schriftliche Arbeit und Referat (passed/failed) 3 Credits bei Anrechnung als nichtjuristisches Wahlfach Prüfungsmodus / Credits: siehe oben (3 Credits) Hinweise: Gegebenenfalls Beitrag zu einem Working-Paper und Publikation Kontakt: michele.luminati@unilu.ch Material: Seminarunterlagen, insbesondere Literatur zur Einführung, werden auf OLAT zur Verfügung gestellt 50 Literatur Literatur zum Einstieg - BECK, K. ET AL (Hrsg.), Der Corona-Effekt. Vielfältige Perspektiven für einen konstruktiven Dialog, Zürich 2022; - JÄGER. A., Hyperpolitik. Extreme Politisierung ohne politische Folgen, Berlin 2023; - JESSE, E. / MANNEWITZ, T. / PANRECK, I.-C. (Hrsg.), Populismus und Demokratie: interdisziplinäre Perspektiven, Baden-Baden 2019; - KLEFFNER. H. / MEISNER M., Fehlender Mindestabstand, Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde, Freiburg i. Br. 2021; - LEVITSKY, S. / ZIBLATT, D., Wie Demokratien sterben: und was wir dagegen tun können, 4. Auflage, München 2018; - SEMSROTT, A., Machtübernahme Volkskanzler: was passiert wenn Rechtsextremisten regieren?, München 2024; - STEINBEIS, M., Ein Volkskanzler, in: VerfBlog, 2019/9/09, https://verfassungsblog.de/ein-volkskanzler/, DOI: https://doi.org/10.17176/20190909-201315-0; - UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAM UNDP, The 2023/2024 Human Development Report, 2024 https://hdr.undp.org/system/files/documents/global-report-document/hdr2023-24reporten.pdf. https://doi.org/10.17176/20190909-201315-0 https://hdr.undp.org/system/files/documents/global-report-document/hdr2023-24reporten.pdf 51 Sonderveranstaltungen Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B52 Di., 29.10.2024, 18:15 – 20:00 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierende, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonin oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozierenden und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) / (2 Credits) Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 52 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 17.09.2024 FRO, 3.B57 Di., 29.10.2024, 18:15 – 20:00 FRO, 3.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierende, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonin oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozierenden und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) / (2 Credits) Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 53 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung I', Gr. 1 Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone / Vanessa Leutner (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 17.09.2024 FRO, 4.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Besuch der Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung I" sowie vorbereitende Bearbeitung der Aufgaben und aktive Mitarbeit im Tutorat. Sprache: Deutsch Begrenzung: Um eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer/innen auf die einzelnen Tutoratsgruppen zu erreichen, ist die Zahl der Teilnehmer/innen pro Tutoratsgruppe auf 24 Personen beschränkt. Eine allfällige Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Credits) Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht. 54 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung I', Gr. 2 Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone / Vanessa Leutner (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 12:15 - 14:00, ab 19.09.2024 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Besuch der Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung I" sowie vorbereitende Bearbeitung der Aufgaben und aktive Mitarbeit im Tutorat. Sprache: Deutsch Begrenzung: Um eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer/innen auf die einzelnen Tutoratsgruppen zu erreichen, ist die Zahl der Teilnehmer/innen pro Tutoratsgruppe auf 24 Personen beschränkt. Eine allfällige Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Credits) Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch Material: wird über OLAT zugänglich gemacht. 55 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 1 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Sahra Kehren (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 19.09.2024 FRO, 4.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Deshalb sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Credits) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 56 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 2 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Christian Mathis (Tutor) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Mo., 12:15 - 14:00, ab 23.09.2024 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Deshalb sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Credits) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 57 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 3 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Livia Köppel (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 24.09.2024 FRO, HS 12 Di., 26.11.2024, 12:15 – 14:00 FRO, HS 14 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Deshalb sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Credits) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 58 Ringvorlesung Master "Global Studies" Dozent/in: Prof. Dr. Lena Schaffer / Prof. Dr. Bettina Beer / Prof. Dr. Mira Burri / Prof. Dr. Raimund Hasse / Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Veranstaltungsart: Ringveranstaltung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 18.09.2024 FRO, 3.B58 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Der interdisziplinäre Masterstudiengang „Global Studies“ thematisiert Formen globaler Vergesellschaftung und ihre politische und rechtliche Gestaltung. Er kombiniert die Analyse von Globalisierungsprozessen aus der Sichtweise von fünf wissenschaftlichen Disziplinen: der Ethnologie, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtwissenschaft und der Soziologie. Die Ringveranstaltung zum Studiengang umfasst je eine Sitzung jedes der fünf am Master beteiligten Schwerpunktfächer und vermittelt einen Einblick in die Arbeits- und Sichtweise der fünf Fächer zu aktuellen Forschungsfragen der «Global Studies». Die Veranstaltung eignet sich damit ideal für Neustudierende des Masters, um sich einen Einblick in ihre Schwerpunktfächer zu verschaffen. Die Veranstaltung ist darüber hinaus auch für Studierende anderer Studiengänge geöffnet; Interessierte sind gerne eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen. Sprache: Bilingue - Deutsch / Englisch Begrenzung: Bei hoher Anmeldezahl werden Studierende des Masterstudienganges "Global Studies" bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: Für eine Vergabe von Credits sind zwingend alle Sitzungen der Ringvorlesung zu besuchen / (2 Credits) Hinweise: - Begrüssungssitzung - Sitzung Ethnologie (Prof. Dr. Bettina Beer) - Sitzung Geschichte (Prof. Dr. Daniel Speich Chassé) - Sitzung Rechtswissenschaft (Prof. Dr. Mira Burri) - Sitzung Soziologie (Prof. Dr. Raimund Hasse) - Sitzung Politikwissenschaft (Prof. Dr. Lena Schaffer) - Abschlusssitzung Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch / michael.widmer@unilu.ch 59 Politikwissenschaftliches Seminar - LEHRVERANSTALTUNGEN IM HERBSTSEMESTER 2024 Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 08:15 - 10:00 10:15 - Freedom and Power Ruchet / Von der Theorie in die Praxis – Angewandte Politikevaluation Einführung in die Internationalen Politische Emotionen und qualitative Climate Change and (spacial) Issues of Representation Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und 12:00 Hauptseminar Fritzsche / Fischer / Hauptseminar Beziehungen Schaffer / Interviewforschung (Research Design Inequality Hänze / in International Relations Kommunikationswissen- schaften – erste Schritte )* Vorlesung and Methods in Masterseminar Maddah / Schenk / Qualitative Research) (14-täglich, Hauptseminar Vorlesung Heumann / alternierend mit:) (14-täglich, Masterseminar alternierend 12:15 - Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial-und Kommunikations- wissenschaften – erste Schritte / Gruppe 2 Schenk / Mathis Political Behaviour and Communication Trechsel / Vorlesung Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial -und Kommunikationswissen- schaften – erste Schritte/ Gruppe 3 / Schenk / Köppel Einführung in die Introduction to mit:) Tutorat zur Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I / Gruppe 2 Diaz-Bone / Leutner 14:00 Internationalen Statistics for the Beziehungen Social Sciences)** Gruppe 1 Klein / Steinecke / Schlegel / Vorlesung Proseminar (14-täglich) 14:15 – 16:00 Politikevaluation mit Themenschwerpunkt Umweltpolitik Rieder / Vorlesung Einführung in die Demokratie- Theorien Blatter / Vorlesung Inequality and Politics Volpi / Hauptseminar Methoden der empiririschen Sozialforschung I)* Diaz-Bone / Vorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen Gruppe 2 Klein / Steinecke / Proseminar Research Design and Methods in Quantitative Research Canalejo-Molero / Masterseminar (14-täglich) Tutorat zur Vorlesung Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikations- wissenschaften – erste Schritte / Schenk / Kehren 16:15 - 18:00 Klassiker der politischen Theorie J. Schulz / Proseminar Politics of Climate Change Schaffer / Hauptseminar Tutorat zur VL Methoden der empirischen Sozialforschung I Gruppe 1 Diaz-Bone / Leutner Methodenseminar Zur Praxis der Empirischen Sozialforschung II Blatter / Heumann Ringvorlesung Master «Global Studies» Diverse (Schaffer) Beer, Buri, Hasse, Speich, Chasse 18:15 - Kolloquium für BA- und Kolloquium für BA- und 20:00 MA- Abschlussarbeiten MA- Abschlussarbeiten (qualitative oder (quantitative Arbeiten) / theoretische Arbeiten / Schaffer Blatter )* Vorlesung «Doing Research Without Tears: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – erste Schritte» ist äquivalent zu Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung I» )** Vorlesung «Introduction to Statistics for the Social Sciences» ist äquivalent zu Vorlesung «Grundlagen der multivariaten Statistik» Seite: 1 / 2 Blockveranstaltungen im Herbstsemester 2024 Veranstaltung Dozierende Wochentag, Datum Uhrzeit von bis Räume Democratic theory: Essential contemporary readings Masterseminar Valsangiacomo Einführung: 18.09.2024 Block I: 17. + 18.10.2024 Block II: 28.11.2024 Block II: 29.11.2024 12:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 17:00 HS 7 17.+18.10.: HS 14 28.11.: HS 14 29.11.: 4.B01 Partizipative Demokratie und demokratische Innovationen Hauptseminar Stojanovic Einführung: 18.09.2024 Block I: 08.11.2024 09.11.2024 Block II: 22. + 23.11.2024 12:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 17:00 HS 7 08.11.: HS12+HS11 09.11.: 3.B58 22.+23.11.: 3.B57 Ausgrenzen oder Inkludieren? Wie Mainstreamparteien mit Populisten umgehen (sollen) Hauptseminar Poguntke Einführung: 18.09.2024 Block I: 11. + 12.10.2024 Block II: 29. + 30.11.2024 12:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 HS 7 11.+12.10.: 4.B51 29.+30.11.: 4.B51 The Politics of Climate Change Adaptation Masterseminar Garside (EUI) Einführung: 18.09.2024 Block I: 08.11.2024 09.11.2024 Block II: 22.11.2024 II: Block II: 23.11.2024 12:15 09:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 17:00 17:00 HS 7 08.11.: Inseli 220 09.11.: 4.B01 22.11.: 4.B51 23.11.: 4.B54 The Politics of Gender: An Interdisciplinary Perspective Masterseminar Yun (EUI) Einführung: 18.09.2024 Block I: 27.09.2024 Block I: 28.09.2024 Block II: 15.11.2024 Block II: 16.11.2024 12:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 17:00 HS 7 27.09.: 4.B02 28.09.: 4.B54 15.11.: Inseli 214 16.11.: HS 14 Negativity in democratic politics Masterseminar Ferreira da Silva Einführung: 18.09.2024 Block I: 03.10.2024 Block I: 04.10.2024 Block II: 14.11.2024 Block II: 15.11.2024 12:15 09:15 09:15 09:15 09:15 14:00 17:00 17:00 17:00 17:00 HS 7 03.10.: HS 14 04.10.: 4.B51 14.11.: 4.A05 15.11.: 4.B54 European Integration and the Role of the Franco-German motor Masterseminar Schramm Einführung: 02.09.2024 Block I: 13. + 14.09.2024 Block II: 11. + 12.10.2024 13:00 09:15 09:15 13:20 17:00 17:00 Zoom session 13.09.: Inseli 220 14.09.: 4.B02 11.+12.10.: 4.B02 Integrationsseminar Recht- und Politikwissenschaft: Heilige Neutralität? Neutralitätsrecht und Neutralitätspolitik im 21. Jahrhundert Masterseminar Luminati / Rieder Einführung: 17.09.2024 Block I: 07.11.2024 Block II: 08.11.2024 Block II: 08.11.2024 16:15 14:15 09:15 14:15 18:00 19:00 12:00 19:00 Inseli 214 07.11.: 3.B48 08.11. VM: HS 13 08.11. NM: 3.B48 Politikwissenschaftliches Seminar www.unilu.ch Seite: 2 / 2 09:15 17:00 60 Semesterdaten Herbstsemester 2024 TAG DATUM ANLASS Mo- Fr 02.-27.09.2024 Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Fr 13.09.2024 Willkommensanlass für Neustudierende Fr 13.09.2024 Diplomfeier KSF (FS24) Mo 16.09.2024 Beginn der Lehrveranstaltungen Mi 02.10.2024 St. Leodegar: vorlesungsfrei Fr 01.11.2024 Allerheiligen: vorlesungsfrei Do 07.11.2024 Dies Academicus: Vorlesungsbetrieb ab 14 Uhr oder Anlass mit Ehrendoktorin/Ehrendoktor So 08.12.2024 Maria Empfängnis: vorlesungsfrei Fr 20.12.2024 Ende der Lehrveranstaltungen Frühjahrssemester 2025 TAG DATUM ANLASS Mo-Fr 03.02. - 28.02.2025 Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Mo 17.02.2025 Beginn der Lehrveranstaltungen Do 27.02.2025 Schmutziger Donnerstag: vorlesungsfrei Mo 03.03.2025 Güdismontag: vorlesungsfrei Fr 14.03.2025 Diplomfeier KSF Fr-So 18.-27.04.2025 Osterpause: vorlesungsfrei (Vorlesungen bis Do 17.04.) Do 29.05.2025 Christi Himmelfahrt: vorlesungsfrei Fr 30.05.2025 Ende der Lehrveranstaltungen www.unilu.ch/vv www.unilu.ch/polsem Der Studiengang Politikwissenschaft Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Frühjahrssemester 2025 Stundenplan_HS24 Final Einzelseite 2.pdf Blockveranstaltungen im Herbstsemester 2024

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 22.10.2025

    pdf

    • Dokument

    Microsoft Word - 2019_VV_Dual Degree_FS19_finale Wordvorlage

    anderem das Phasenmodell, der Multiple Stream Ansatz, das Advocacy Coalition Framework, die Policy

    Grösse: 3 MB

    Erstellungsdatum: 05.02.2019

    pdf

    • Dokument

    Paper Buchheim

    hypothetically) selecting between multiple equilibria (if the equilibrium in the generation game would not [...] that there is no scope for multiple equilibria in our model. Verifying that an equilibrium exists,

    Grösse: 590 KB

    Erstellungsdatum: 08.03.2018

    pdf

    • Dokument

    KVV_Polsem_HS23.pdf

    LEHRVERANSTALTUNGEN POLITIKWISSENSCHAFT HERBSTSEMESTER 2023 KULTUR- UND SOZIALWISSEN- SCHAFTLICHE FAKULTÄT POLITIKWISSENSCHAFTLICHES SEMINAR 1 ____________________________ IMPRESSUM Politikwissenschaftliches Seminar der Universität Luzern Titelbild: © Line Rime 2 Wir freuen uns auf Sie! Liebe Studierende Im Namen des Politikwissenschaftlichen Seminars begrüsse ich Sie herzlich zum Herbstsemester 2023. Auf Sie wartet wie immer ein interessantes, stark international ausgerichtetes Angebot. Sie finden in unserem Programm Vorlesungen und (Pro)Seminare, welche die theoretischen und methodischen Grundlagen für das politikwissenschaftliche Arbeiten liefern; aber auch einige aussergewöhnliche «Häppchen», die Sie sich nicht entgehen lassen sollten! In diesem Herbst möchte ich Sie insbesondere auf den Kurs hinweisen, den Prof. Hanspeter Kriesi zum Thema «European Politics in Times of Crisis» anbietet. Prof. Kriesi hat letztes Jahr die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern erhalten und liefert uns dafür eine «Masterclass», in der neben den Masterstudierenden der Universität Luzern auch Doktoranden und Post-Docs aus anderen Universitäten teilnehmen können. Unsere Masterstudierenden (und in Ausnahmenfällen auch unsere Bachelorstudierenden) können an dieser Masterclass in verschiedenen Rollen teilnehmen (Details dazu auf Seite. 54). Insbesondere für diejenigen, die sich stärker mit dem Thema Politik in Kriesenzeiten beschäftigen (z.B. im Rahmen einer Seminar- oder Abschlussarbeit) bietet es sich an, zusätzlich zu dem Kurs von Prof. Kriesi auch den Kurs von Herr Konstantinakos zu besuchen. Auf den ersten Seiten sehen Sie je eine Abbildung zu den im Major und Minor Politikwissenschaft zu erbringenden Credits. Ebenfalls aufgeführt sind die entsprechenden Musterstudienpläne BA Politikwissenschaft Major und Minor sowie die Musterstudienpläne MA Politikwissenschaft Major und Minor. Die danach folgenden Tabellen zur Studienplanung liefern insbesondere den «Newcomern» wertvolle Hinweise zum Aufbau und zur Struktur eines erfolgreichen Studiums. Übrigens: bei den «Tipps und Tricks» des Politikwissenschaftlichen Seminars finden Sie noch Informationen, die Ihnen möglicherweise bei den Abschlussarbeiten helfen: zum einen Listen von Dozierenden zu möglichen Themen (die aber keinesfalls abschliessend und verbindlich sind; sie sollen nur Idee liefern und signalisieren, wo unsere Hauptdozierenden spannende Forschungslücken sehen) und vorbildhafte Abschlussarbeiten (die keineswegs immer mit einer 6,0 bewertet wurden, auch sie sollen nur eine gewisse Orientierung liefern). Zum Schluss noch ein paar Worte zu den schriftlichen Seminararbeiten, die nicht im Programm auftauchen, aber eine grosse Bedeutung als Vorbereitung für die BA- oder MA-Arbeit haben. Beginnen Sie mit dem Schreiben dieser Arbeiten so früh wie möglich! Die Arbeiten müssen zwar nicht zwingend im Kontext von Veranstaltungen geschrieben werden; es ist aber für alle Beteiligten besser, wenn dies der Fall ist. Im Kontext von schriftlichen Seminararbeiten gewinnen Sie auch wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Betreuung und Bewertung von Arbeiten, was wiederum für die Suche nach Betreuerinnen und Betreuern für die Abschlussarbeiten eine grosse Bedeutung hat. Dies gilt genauso für Ihr Gegenüber. Denn Dozierende geben ebenfalls ihre Zusage für die Betreuung einer Abschlussarbeit viel bereitwilliger, wenn sie bereits eine schriftliche Arbeit der Anfragenden gelesen und bewertet haben. Konsequenterweise müssen schriftliche Arbeiten, die Sie für den Major Politikwissenschaft anrechnen lassen wollen, von politikwissenschaftlichen Dozierenden und nicht von Dozierenden aus benachbarten Fächern angeleitet werden. Auch dieses Herbstsemester findet der HS23 Apéro statt, am 20.09.2023 um 18 Uhr im Foyer. Alle (sic!) Studierende sind herzlich eingeladen! Doch nun sind wir gespannt auf Sie! Wir freuen uns, Sie kennenzulernen oder wiederzusehen und wünschen Ihnen ein interessantes, reichhaltiges Herbstsemester. Prof. Dr. Joachim Blatter, Leiter des Politikwissenschaftlichen Seminars, im August 2023 3 Inhalt Der Studiengang Politikwissenschaft .................................................................................................................................... 7 Musterstudienpläne – Bachelor ............................................................................................................................................. 9 Musterstudienpläne – Master............................................................................................................................................... 12 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im HS........................................................................................................................... 15 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im FS ........................................................................................................................... 16 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium .................................................................................... 17 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen ............................................................................................................................. 18 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Vorlesungen ............................................................................... 19 Policy-Analyse in Zeiten des Klimawandels ........................................................................................................................... 19 Einführung in die Demokratietheorien.................................................................................................................................... 20 Einführung in die Internationalen Beziehungen ..................................................................................................................... 21 Political Behaviour and Communication ................................................................................................................................ 22 Introduction to Statistic for the Social and Political Sciences ................................................................................................. 23 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Methodenseminar…………………………………………..…..……..…...24 Methoden der empirischen Sozialforschung I……………..………………………………………………………………..……..……24 Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II .......................................................................................... 25 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - erste Schritte ........................... 26 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben ................................................................................................................... 27 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Seminare ............................................................................. 28 Klassiker der Politischen Theorie .......................................................................................................................................... 28 Proseminar zur Vorlesung "Einführung in die Internationalen Beziehungen" - Gruppe I ......................................................... 29 Proseminar zur Vorlesung «Einführung in die Internationalen Beziehungen» - Gruppe II ................................................... 30 Wahlen in der Schweiz .......................................................................................................................................................... 31 What Divides Us: The Social Roots of Political Conflict ......................................................................................................... 32 Politics in times of crisis ....................................................................................................................................................... 34 Weltenordnung/Global Orders (Münkler) ((Formatierung))..................................................................................................... 36 Political Parties and the Crisis of Demoncracy – A Global View………………………..………………………………….……… ..37 Political Economy of Trade and Development………………………………………………………………………………………….38 Research Design an Methods in Quantitative Research………………………………………………………………………….…..39 Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung ....................................................................................................... 40 Politics of Climate Change .................................................................................................................................................... 42 Introduction to Republican Political Theory: Collective Self-Government from Rome to Washington an Beyond .................... 43 Political economy of inequalities ............................................................................................................................................ 44 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft: Heilige Neutralität……………………………………………………………..45 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Sonderveranstaltungen ............................................................ 46 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) .................................................................... 46 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) ....................................................................................... 47 Tutorat zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung I» Gruppe 1 .................................................................. 48 Tutorat zur Vorlesung "Methoden der empirischen Sozialforschung I" - Gruppe 2 ................................................................. 49 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 1 ................................ 50 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 2 ................................ 51 Tutorat zur VL "Doing Research: Logik in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften - Gruppe 3 ................................ 52 Ringvorlesung Master "Global Studies" ................................................................................................................................. 53 Lucerne Master Class "European Politics in Times of Crisis"…………………………………………………………………...……54 Lehrveranstaltungen im Herbstsemester 2023……………………………………………………………………………………..55 Blockveranstaltungen im Herbstsemester 2023 ................................................................................................................ 56 Semesterdaten……………………………………………………………………………………………………………….…….……….57 file://///unet.unilu.ch/DFSGroups/002350-02/00_Administration/Vorlesungsverzeichnis/22_FS/VV_PolSem_FS2022_20220105.docx%23_Toc92289118 4 Kontakte Universität Luzern Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3, 6002 Luzern Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail polsem@unilu.ch Websiten www.unilu.ch/polsem www.unilu.ch/wgwp www.unilu.ch/lumacss Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Stephanie Deuber Raum 3.B04 Öffnungszeiten MO bis DO stephanie.deuber@unilu.ch 041 229 55 91 Fachstudienberatung und Michael Widmer, BA Raum 3.A53 Mobilitätsberatung michael.widmer@unilu.ch 041 229 55 89 Termine nach Vereinbarung BA / MA Politikwissenschaft MA Dual Degree MA Weltgesellschaft- und Weltpolitik (WG+WP) Nadia Bühler, MA Raum 3.A10 nadia.buehler@unilu.ch 041 229 55 87 Lucerne Master in Computational Social Science (LUMACSS) Leiter Politikwissenschaftliches Prof. Dr. Joachim Blatter Raum 3.B16 Seminar und Professur joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 Ordentlicher Professor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Politische Theorie Weitere Professuren von A bis Z Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Raum 3.B10 lena.schaffer@unilu.ch 041 229 55 95 Professorin für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Inter- und Transnationale Beziehungen Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Raum 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 Ordentlicher Professor für Politik- wissenschaft mit Schwerpunkt Politische Kommunikation 5 Ständiger Lehrbeauftragter Dr. rer. Pol. Stefan Rieder Seidenhofstr. 12 rieder@interface-politikstudien.ch 6003 Luzern 041 226 04 26 Oberassistenz Dr. Samuel David Schmid Raum 3.B14 samuel.schmid@unilu.ch 041 229 55 86 Dr. des. Johannes Schulz Raum 3.B11 johannes.schulz@unilu.ch 041 229 55 93 Forschungsmitarbeitende Dr. des. Maurits Heumann Raum 3.B11 maurits.heumann@unilu.ch 041 229 55 98 (SNF-Projekt) Álvaro Canalejo-Molero, MA Raum 3.A12 alvaro.canalejo@doz.unilu.ch (SNF-Projekt) Natalie Ehrenzweig Raum 3.A19 natalie.ehrenzweig@unilu.ch 041 229 57 54 (SNF-Projekt) Studentische Hilfskraft PolSem Céline Helfenstein Raum 3.A19 celine.helfenstein@unilu.ch 041 229 57 54 Weitere studentische Mitarbeitende und Tutoren Kiki Künzler kiki.kuenzler@stud.unilu.ch Jasper Ehrengruber jasper.ehrengruber@stud.unilu.ch Patricia Käppeli Kaeppeli@interface-pol.ch mailto:natalie.ehrenzweig@unilu.ch mailto:kiki.kuenzler@stud.unilu.ch mailto:jasper.ehrengruber@stud.unilu.ch mailto:Kaeppeli@interface-pol.ch 6 Das Kernteam mit seinen studentischen Mitarbeitenden im Oktober 2021 7 Der Studiengang Politikwissenschaft 8 9 Musterstudienpläne – Bachelor BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 ✓ Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Grundlagen der multivariaten Statistik 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung zur StuPo 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020) - Bachelorstufe. www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 10 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2020 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 ✓ Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung 1I 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I1 2 Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Übung Methoden der empirischen Sozialforschung II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Freie Studienleistungen Studienleistungen, inklusive Sozialkompetenz (2-6 Cr) - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 vom 29. Juni 2016 (Stand 1. August 2020). www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen Methoden der empirischen Sozialforschung I und II bereits in ihrem Major Studiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft. 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 11 BA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Major Kolloquialvorlesung Einführung in die Demokratietheorien 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft 3 Kolloquialvorlesung Einführung in die Schweizer Politik 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden I 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend) 2 Übung Übung im Bereich Methoden II 2 Zwei Proseminare - 8 Zwei Proseminararbeiten - 8 Methodenseminar Methodenseminar I 4 Informationskompetenz Im Rahmen einer ausgewiesenen Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch - Hauptstudium Major Methodenseminar Methodenseminar II 4 Methodenseminararbeit Zum Stoffbereich der Methodenseminare I und II 4 Kolloquialvorlesung Kolloquialvorlesung Grundlagen statistischer Verfahren 3 Kolloquialvorlesung - 3 Zwei Hauptseminare - 8 Zwei Hauptseminararbeiten - 12 Kolloquium Kolloquium für Bachelorarbeiten 1 Minor1 Studienleistungen - 50 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 12 BA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 180 Assessmentstufe Minor Kolloquialvorlesung - 3 Kolloquialvorlesung - 3 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden I (einführend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden I1 2 Vorlesung Vorlesung im Bereich Methoden II (vertiefend)1 2 Übung Übung im Bereich Methoden II1 2 Proseminar - 4 Methodenseminar Methodenseminar I oder II 4 Proseminararbeit oder Methodenseminararbeit - 4 Hauptstudium Minor Kolloquialvorlesung - 3 Hauptseminar - 4 Hauptseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen weitere Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft 11 Major2 Studienleistungen - 75 Ganzes Studium freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement - 20 Bachelorverfahren Major BA-Arbeit - 25 BA-Prüfung mündliche Prüfung 5 Minor BA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Bachelorstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Studierende, welche die Vorlesungen und Übungen im Bereich Methoden I (einführend) & Methoden II (vertiefend) bereits in ihrem Majorstudiengang absolvieren müssen, ersetzen diese im Minor durch weitere Studienleistungen im Umfang von 8 ECTS im Fach Politikwissenschaft 2 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 13 Musterstudienpläne – Master MA Politikwissenschaft Major Studienbeginn ab HS 2022 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Major Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 14 Minor1 Studienleistungen - 20 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 MA-Arbeit - 30 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter: www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Minors. http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 14 MA Politikwissenschaft Minor Studienbeginn ab HS 2022 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung Masterstufe der Studien- und Prüfungsordnung 2016 mit Revision (Stand 1. August 2022). Download unter:www.unilu.ch/ksf-reglemente 1 Siehe Musterstudienplan des gewählten Majors. Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Minor Masterseminar - 4 schriftliche Masterseminararbeit - 6 weitere Studienleistungen - 10 Major1 Studienleistungen - 34 freie Studienleistungen Studienleistungen, davon maximal 6 Credits im freiwilligen Bereich universitäres Engagement im Major oder Minor aus dem MA- Lehrangebot der KSF und/oder dem externen Minor 21 Masterverfahren Major MA-Arbeit - 30 MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 Minor MA-Prüfung schriftliche Prüfung 5 http://www.unilu.ch/ksf-reglemente 15 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im HS 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theor ien und Einf . in d ie In ter - nat ionalen Beziehungen 6 KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik und Einf . in d ie Verg le ichende Pol i t ikwissen- schaf t 6 KVL 3 KVL 3 Social Credi ts 3 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theor ie oder Einf . in d ie In tern. Bezie - hungen ( ink l . In format ions- kompetenz)* 4 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik oder Einf . in d ie Verg l .PW ( ink l . In format ions - kompetenz)* 4 Haupt- seminar 4 Haupt- seminar 4 Haupt- seminar 4 Orientie- rungs- gespräch Vorlesung und Übung Einführung in d ie Methoden I 4 Vorlesung und Übung Einführung in d ie Methoden I I 4 Vorlesung und Beglei t - seminar Grundlagen d. mul t iv. Stat is t ik 7 Haupt- seminar 4 Kol loquium für BA-Arbeit 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 Mündl . Prüfung 5 Proseminar- arbeit 4 Proseminar- arbeit 4 Methoden- seminararbeit 4 Hauptsemi - nararbeit 6 Hauptsemi - nararbeit * (b is zur Anmeldung zum BA- Verfahren) * * 6 BA-Arbeit 25 18 Credits 22 Credits 22 Credits 17 Credits 14 Credits 30 Credits Zusätzl ich zu erbringen: Studienleis tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der KSF festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 16 Studienplanung: Vollzeit – Beginn im FS 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik und Einf . in d ie Verg le ichende Pol i t ikwissen- schaf t 6 KVL Einf . in d ie Demokrat ie - theor ien und Einf . in d ie In ter - nat ionalen Beziehungen 6 KVL 3 KVL 3 Social Credi ts 3 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Schweizer Pol i t ik oder Einf . in d ie Verg l . PW ( ink l . In format ions- kompetenz)* 4 Proseminar zur KVL Einf . in d ie Demo- krat ie theor ien oder Ein f . in d ie In ternat io - na len Beziehungen ( ink l . In format ions - kompetenz)* 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Hauptseminar 4 Orientie- rungs- gespräch Vorlesung und Übung Einführung in d ie Methoden I 4 Vorlesung und Übung Einführung in d ie Methoden I I 4 Vorlesung und Beglei t - seminar Grundlagen d. mul t iv. Stat is t ik 7 Kol loquium für BA-Arbeit 1 Methodenseminar Pol i t ikwissenschaft I und I I 8 Hauptseminar 4 Mündl iche Prüfung 5 Proseminar- arbeit 4 Proseminar- arbeit 4 Methoden- seminararbeit 4 Hauptsemi - nararbeit 6 Hauptsemi - nararbeit Major (b is zur Anmeldung zum BA- Verfahren)** 6 BA-Arbeit 25 18 Credits 22 Credits 19 Credits 20 Credits 14 Credits 30 Credits Zusätzl ich zu erbringen: Studienleis tungen im Minorfach, 55 Cr In den ersten beiden Semestern sollten primär Vorlesungen und Proseminare besucht und Proseminararbeiten geschrieben werden. Schreiben Sie Ihre erste Proseminararbeit im bzw. nach dem ersten Semester! Der Wissenserwerb steht in Vorlesungen im Vordergrund. Ab dem 3. Semester steht die Interaktion in Seminaren im Zentrum. Es sollten dann jeweils ca. zwei schriftliche Arbeiten pro Semester geschrieben werden (eine im Major-, eine im Minorfach). Fangen Sie während der Vorlesungszeit an, da im 5. Semester bereits erhebliche Investitionen für die BA-Arbeit auf dem Programm stehen. Tipp: Schreiben Sie Ihre letzte Hauptseminararbeit zum gleichen Thema wie die Bachelorarbeit. * Die Veranstaltungen zur Informationskompetenz sind nur einmal zu besuchen. ** Zum Zeitpunkt der Anmeldung zum BA-Verfahren müssen dem Dekanat alle Nachweise für schriftliche Arbeiten vorliegen. Bitte beachten Sie, dass dieses Schema nur als Beispiel dient und hier alle freien Studienleistungen im Fach Politikwissenschaft erbracht werden, was nicht zwingend ist. Die zwingend zu erbringenden Studienleistungen sind in den Reglementen der Fakultät festgelegt und in den Musterstudienplänen ersichtlich. Bei Fragen zur Studienplanung kann ausserdem die Studienberatung des Politikwissenschaftlichen Seminars kontaktiert werden. 17 Studienaufbau Methoden im politikwissenschaftlichen Studium 1. Semester (Herbst) 2. Semester (Frühling) 3. Semester (Herbst) 4. Semester (Frühling) 5. Semester (Herbst) 18 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Legende KVL / VL Kolloquialvorlesung / Vorlesung RVG Ringvorlesung PS Proseminar HS Hauptseminar MAS Masterseminar MS Methodisches Seminar KOL Kolloquium SV Sonderveranstaltung ÖV öffentlicher Vortrag BA MA KVL Rieder: Policy-Analyse in Zeiten des Klimawandels Mo 14:15 – 16:00 KVL Blatter: Einführung in die Demokratietheorien Di 14:15 – 16:00 KVL Schaffer: Einführung in die Internationalen Beziehungen Mi 10:15 – 12:00 KVL Trechsel: Political Behaviour and Communication Di 12:15 – 14:00 VL De Angelis: Introduction to Statistics for the Social and Political Sciences Di 08.15 – 10.00 PS Schulz: Klassiker der Politischen Theorie Di 16:15 –18:00 PS Malang: Einführung in die Internationalen Beziehungen Gr. 1 und Gr. 2 Mi 12:15 – 16:00 HS Föhn: Wahlen in der Schweiz / Swiss Elections Mo 10:15 – 12:00 HS Ströbele: Research Design and Methods in Quantitative Research Mi 08:15 – 10:00 HS Schmid: What Divides Us: The Social Roots of Political Conflict Mo 16:15 – 18:00 HS Münkler: Weltordnung/Global Orders Blockveranstaltung HS Ivernizzi: Political Economy of Trade and Development Do 10:15 – 12:00 Luminati/Rieder: Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft Blockveranstaltung MSE Ruchet: Introduction to Republican Political Theory: Collective Self- Government from Rome to Washington and Beyond Di 10:15 – 12:00 MSE Heumann: Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung (Research Design and Methods in Qualitative Research) Mi 10:15 – 12:00 MSE Schaffer: Politics of Climate Change Di. 16:15 – 18:00 MSE De Robiano: Political economy of inequalities Blockveranstaltung MSE Poguntke: Political Parties and the Crisis of Democracy. A Global View Blockveranstaltung MSE Konstantinakos: Politics in time of crisis Blockveranstaltung METH Blatter / Heumann: Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II Mi 16:15 – 18:00 KOL Blatter: Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeit) Di 18:15 – 20:00 KOL Schaffer: Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeit) Di 18:15 – 20:00 Master Class Kriesi: Lucerne Master Class "European Politics in Times of Crisis" Sonderveranstaltung RGV Ringvorlesung Master «Global Studies» Mi 16.00 – 18.00 19 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Vorlesungen Policy-Analyse in Zeiten des Klimawandels Dozent/in: Dr. rer. pol. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 18.09.2023 FRO, 4.A05 Prüfung: Mo., 18.12.2023, 14:15 - 16:00 FRO, HS 9 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Klimawandel, Atomkraftwerke und Erneuerbare Energie – die Politik debattiert und sucht nach Lösungen. Dabei wird sie von einem grossen gesellschaftlichen und medialen Echo begleitet. Für Politologinnen und Politologen stellt sich die Frage, wie bestehende und entstehende Policies in diesen Bereichen wissenschaftlich analysiert werden können. Dieser Frage gehen wir in der Vorlesung nach. Anhand verschiedener Theorien und Ansätze aus dem Bereich der Policy-Analyse werden empirische Beispiele aus den Politikfeldern Energie- und Umweltpolitik im Kontext des politischen Systems der Schweiz analysiert. Voraussetzungen: Die Vorlesung richtet sich an alle Studierende mit Interesse an der Policy- Analyse - also der wissenschaftlichen Analyse von Politikbereichen – und der Umsetzung öffentlicher Politik in der Schweiz. Im Frühlingssemester wird ein Seminar zur Vorlesung angeboten. Sprache: Deutsch Offen für Fachfremde: Offen als nichtjuristisches Wahlfach Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: rieder@interface-politikstudien.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. Literatur - Sager, Fritz; Ingold, Karin; Balthasar, Andreas (2017): Policy-Analyse in der Schweiz – Besonderheiten, Theorien, Beispiele. Zürich: NZZ Verlag. - Weible, Christopher M.; Sabatier, Paul A. (2017): Theories of the Policy Process. Boulder, CO: Westview Press. - Schubert, Klaus; Bandelow, Nils C. (2009): Lehrbuch der Politikfeldanalyse 2.0. München & Wien: Oldenbourg. - Fischer, Frank; Miller, Gerald J.; Sidney, Mara S. (2007): Handbook of Public Policy Analysis: Theory, Politics, and Methods. Boca Raton, London & New York: CRC Press. 20 Einführung in die Demokratietheorien Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.B58 Prüfung: Di., 19.12.2023, 14:15 - 16:00 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die „Demokratie“ erscheint heute als einzig legitime Regierungsform. Vielleicht gerade deshalb wird immer deutlicher, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, was denn Demokratie überhaupt ist. Die Vorlesung liefert einen Überblick über grundlegende Theorieströmungen (republikanische, liberale, deliberative und neo- republikanische Theorie), einige zentrale Kontroversen (z.B. zum Verhältnis von Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität) und einen Einstieg in aktuelle Herausforderungen (v.a. durch grenzüberschreitende Verflechtungen). Diese Veranstaltung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt „Politische Theorie“ konzipiert. Da viele weiterführende Seminare im Bereich „Politische Theorie“ auf dem Wissen der VL aufbauen, ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Wer ohne die Teilnahme an dieser Vorlesung für weiterführende Seminare zugelassen werden will, muss sich selbst das in der VL vermittelte Wissen aneignen. Ausserdem empfiehlt es sich, ein die VL begleitendes Proseminar parallel zu besuchen. Dort werden die in der VL präsentierten Theorien mit aktuellen Themenstellungen verbunden und durch die Studierenden angewandt. Voraussetzungen: Vorlesung in Deutsch / Literatur fast vollständig in englischer Sprache Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Seminarmaterialien werden auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. Literatur - Held, David (2006): Models of Democracy. Stanford, Cal: Stanford University Press. 3rd edition. - Lembcke et al. (2012): Zeitgenössische Demokratietheorie. Band 1: Normative Demokratietheorien. Springer - Schmidt, M.G. (2010): Demokratietheorien – Eine Einführung. VS Verlag. 5. Auflage. 21 Einführung in die Internationalen Beziehungen Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2023 FRO, HS 5 Prüfung: Mi., 20.12.2023, 10:15 - 12:00 FRO, HS 10 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Die Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ soll Studierenden einen Einstieg in die relevanten Fragen der Internationalen Beziehungen geben und zentrale Akteure, grundlegende Theorien und Problembereiche der IB vorstellen. Entsprechend gliedert sich die Veranstaltung in drei Teile: Im ersten Teil widmen wir uns klassischen (Groß)-Theorien der IB. Damit verbunden ist auch eine historische Übersicht über die Entwicklung der Disziplin. Im Anschluss befassen wir uns mit zentralen Teilgebieten der IB. Innerhalb der Konfliktforschung besprechen wir Ursachen für Krieg und Frieden und den Umgang der Weltgemeinschaft mit Konflikten. Des Weiteren schauen wir uns die internationalen Wirtschaftsbeziehungen im Teilbereich „Internationale Politische Ökonomie“ genauer an. Im Zentrum des letzten Teilbereichs der Vorlesung steht dann die „Internationale und Transnationale Kooperation“. Hier befassen wir uns mit Internationalen Organisationen sowie mit transnationalen Akteuren. Die Vorlesung möchte die Grundlagen der IB vermitteln und erreichen, dass die Studierenden das Gelernte auf aktuelle weltpolitische Herausforderungen (wie z.B. internationale/globale Sicherheit, Migration, globaler Umweltschutz, Weltwirtschaftsbeziehungen und Globalisierung) anwenden können. In diesem Jahr wird eines unsere Fokusthemen die im November 2021 in Glasgow stattfindende Weltklimakonferenz (COP 26) sein. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Begleitend zur Vorlesung wird insbesondere für Studierende der Politikwissenschaft im ersten oder zweiten Semester das vertiefende Proseminar «Einführung in die Internationalen Beziehungen» angeboten. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Vorlesungsmaterialien zugänglich auf OLAT Literatur - Frieden, Jeffry A., David A. Lake and Kenneth Schultz (2018): World Politics: Interests, Interactions, Institutions: International Student Edition. 4th ediction WW Norton & Company. - Keck, Margaret E., and Kathryn Sikkink. Activists beyond borders: Advocacy networks in international politics. Cornell University Press, 2014. - Milner, Helen V., and Andrew Moravcsik, eds. Power, interdependence, and nonstate actors in world politics. Princeton University Press, 2009. - Slaughter, Anne-Marie. A New World Order. Princeton University Press, 2009. - Schimmelfennig, Frank (2021), Internationale Politik, 6. akt. Aufl., UTB. 22 Political Behaviour and Communication Dozent/in: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.A05 Prüfung: Di., 19.12.2023, 12:15 - 14:00 FRO, HS 9 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course offers a dense overview of the most important works – the classics – in the field of political behavior and political communication. The focus will be put on citizens and public opinion. How does the latter emerge? How do electoral campaigns work? What is the role of parties, leaders, issues, mass media, modern information and communication technologies, the Internet etc. in public opinion formation? How does propaganda work? How rational are voters? How volatile is public opinion? The course aims at providing a solid discussion of the evolution of the field across time, its key concepts and approaches, theories and empirical contributions. Starting with the seminal book by Walter Lippmann, we will read and discuss the classics in a chronological order, spanning over the last century. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Politische Kommunikation/Vergleichende Politikwissenschaft Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: alexander.trechsel@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Lippmann, Walter, 1997 (1922). Public Opinion. New York: Free Press. - Lazarsfeld, Paul F., Berelson, Bernard and Hazel Gaudet, 1968 (1944). The People’s Choice. How the Voter Makes Up his Mind in a Presidential Campaign. New York: Columbia University Press. - Downs, Anthony, 1957. An Economic Theory of Democracy. New York: Harper Collins. - Campbell, Angus, Converse, Philip E., Miller, Warren E. and Donald E. Stokes, 1964. The American Voter: an Abridgement. New York: Wiley. - Key, V.O., 1966. Responsible Electorate: Rationality in Presidential Voting 1936-1960. Cambridge: Harvard University Press. - McCombs, Max and Daniel Shaw, 1972. Agenda-setting function of mass media. Public Opinion Quarterly 36: 176–187. - Fiorina M 1981. Retrospective Voting in American National Elections. New Haven, CT: Yale University Press. - Iyengar, Shanto, and Donald R. Kinder. 1989. News That Matters: Television and American Opinion. University of Chicago Press. - Zaller, John R. 1992. The Nature and Origins of Mass Opinion. Cambridge University Press. - Sniderman, Paul M. and Edward G. Carmines 1997. Reaching Beyond Race. Harvard U Press. Druckman, James N., Erik Peterson and Rune Slothuus 2013. How Elite Partisan Polarization Affects Public Opinion Formation, American Political Science Review 107, 1: 57-79. - Druckman, James N. and Kjersten R. Nelson 2003. Framing and Deliberation: How Citizens‘ Conversations Limit Elite Influence, American Journal of Political Science 47, 4: 729-745. - Druckman, James N. 2004. Political Preference Formation: Competition, Deliberation and the (Ir)relevance of Framing Effects, American Political Science Review 98, 4:671-685 - Chong, Dennis and James N. Druckman 2007. Framing Theory. Annual Review of Political Science 10: 103-26. - Prior, Markus, 2007. Post-Broadcast Democracy: How Media Choice Increases Inequality in Political Involvement and Polarizes Elections. Cambridge: Cambridge University Press. - Lavine, Howard G., Christopher D. Johnston and Marco Steenbergen 2012. The ambivalent partisan: How Critical Loyalty Promotes Democracy. Oxford U Press. 23 Introduction to Statistics for the Social and Political Sciences Dozent/in: Dr. Andrea De Angelis Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 08:15 - 10:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.B58 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Welcome to “Introduction to Statistics for the Social and Political Sciences” — a beginner-friendly lecture designed to introduce descriptive and inferential statistics with a modern approach that values real-world applications and data literacy. If you are motivated to learn statistics and data science but feel insecure about your mathematical skills, this lecture is for you. Covering key topics in statistics and data science, such as data visualization, statistical sampling, descriptive statistics, inferential statistics, and regression modeling, this lecture gives you statistical tools to develop your solutions to analytical problems. This lecture aims at creating an inclusive and supportive learning environment where all students feel comfortable asking questions and sharing their ideas. Thus, the course is designed to be accessible regardless of background and previous experience with statistical concepts. As a social science student, you will also benefit from real-world applications of statistical analysis to social phenomena, showing how to develop and test theories, and make policy recommendations. You will also gain the opportunity to practice and develop your statistical skills in a project of choice in your field of interest. This course is the perfect place to start your journey towards becoming a confident data analyst to succeed in your studies and future career. Lernziele: By the end of the course, active participants will: 1. understand foundational concepts in descriptive and inferential statistics; 2. develop data literacy and statistical programming skills (importing, transforming, visualizing, and modeling data to communicate key results); 3. apply statistical knowledge and data literacy to tackle real-world questions delivering data-driven solutions. Voraussetzungen: Bachelor / Master. The course is recommended for BA students in their higher (3+) semesters and is open to MA students. The registration via the e- learning platform OLAT is required to attend the lecture. Course participants should check if they are eligible for credits given their study program. Sprache: Englisch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten: Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfung: Course evaluation is based on: 1. mandatory readings and discussion using the online Perusall platform (1/3 of the grade); 2. statistical programming exercises to be solved in pairs using R (1/3 of the grade); 3. a final, personal statistical data analysis due one week after the end of the seminar (1/3 of the grade). 4 credits Prüfungsmodus / Credits: Active participation (20%), 2 assignments (40%), final assignment (40%) (3 Cr) Hinweise: An intrinsic motivation to learn statistics and data science is the only hard requirement for this course: passive listening-only and credit-oriented participation is discouraged since it undermines effective and durable learning. Some basic statistics and programming skills (e.g., one previous course in statistics) are recommended but not required in the presence of a strong motivation to learn. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: deangelis@ipz.uzh.ch Material: Reading material will be circulated using Perusall. Course participants should have a working laptop. In case a laptop is not available, participants should contact the lecturer to get free Rstudio cloud access. Please register on the course OLAT repository. Literatur: Imai, Kosuke (2017). Quantitative Social Science: An Introduction. Princeton: Princeton University Press. / Wickham, Hadley, and Garrett Grolemund (2017). R for Data Science: Import, Tidy, Transform, Visualize, and Model Data. First edition. 24 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Methodenseminare Methoden der empirischen Sozialforschung I Dozent/in: Dr. des. Guy Schwegler Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Di., 14:15 - 16:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.A05 Prüfung: Di., 19.12.2023, 13:15 - 17:00 FRO, 4.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Sozialwissenschaften wie die Kommunikations- und Medienwissenschaften, die Politikwissenschaften oder die Soziologie erheben systematisch nachprüfbares Wissen über die Gesellschaft. Dafür benötigen diese Wissenschaften Forschungsstrategien und Forschungsmethoden. Diese Strategien und Methoden zu entwickeln, zu systematisieren und ihre Anwendung sowie Eigenschaften zu untersuchen ist Aufgabe der empirischen Sozialforschung. Die Vorlesung führt über zwei Semester in die empirische Sozialforschung ein. Am Anfang werden erste Charakterisierungen vorgestellt und die wissenschaftstheoretischen Grundlagen eingeführt. Dann folgen die Forschungslogiken der nicht- standardisierten (qualitativen) und standardisierten (quantitativen) Sozialforschung. Das Herbstsemester endet mit einem Überblick über die verschiedenen Untersuchungsdesigns und Datenformen. Ausblick: Im Frühjahrssemester werden die Datenerhebungsmethoden Befragung und Inhaltsanalyse behandelt. Im zweiten Teil des Frühjahrssemesters folgt eine Einführung in die Deskriptivstatistik. Voraussetzungen: Die Vorlesung ist für Studienanfänger und Studienanfängerinnen geeignet. Sprache: Deutsch Prüfung: Hauptklausur: Di., 19.12.2023, 14:15 h, 4.A05 Wiederholungsklausur: Fr., 19.01.2024, 10:15 h, 3.A05 Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (2 Cr) Hinweise: Ein Besuch des begleitenden Tutorats ist erforderlich. Hierbei kann eine der beiden Gruppen gewählt werden. Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: guy.schwegler@unilu.ch Material: Die Vorlesung wird in diesem Semester von Guy Schwegler gehalten, der den Lehrstuhl für qualitative und quantitative Methoden vertritt. Die Materialien von Prof. Rainer Diaz-Bone bieten dabei die Grundlage für die Veranstaltung. Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben (OLAT) 25 Methodenseminar zur Praxis der empirischen Sozialforschung II / Politikwissenschaft Dozent/in: Dr. des. Maurits Heumann Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 20.09.2023 FRO, 3.B57 Terminierung 2: Do., 02.11.2023, 14:15 - 16:00 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das zweisemestrige Methodenseminar dient dazu, dass die Studierenden die Forschungsdesigns und Methoden der Politikwissenschaft kennen und vor allem auch anwenden lernen. Es stellt damit die vertiefende Weiter- führung der Vorlesung „Methoden der empirischen Sozialforschung I + II“ dar. Im Herbstsemester beschäftigen wir uns primär mit verschiedensten Fallstudien-Designs. Fallstudien stellen in der Politikwissenschaft das mit Abstand wichtigste qualitative Forschungsdesign dar. Sie spielten in der Entwicklung der politikwissenschaftlichen Forschung in vielen Feldern eine zentrale Rolle. Wie im Frühjahrssemester gewinnen die Studierenden durch Übungs- aufgaben erste Erfahrungen mit allen Methoden. Das bedeutet auch im HS einen erheblichen Aufwand von mindestens acht Stunden pro Woche für dieses Herzstück der politikwissenschaftlichen Ausbildung. Im letzten Drittel des Seminars entwickeln die Studierenden in Arbeits- gruppen und mit Hilfe der Dozierenden zu einer von ihnen selbst gewählten Fragestellung ein Forschungsdesign. Auf der Basis dieses Forschungs- designs – in dem eine der im FS oder HS behandelten Methoden im Zentrum steht - führt jede Arbeitsgruppe bis Ende Januar 2024 ein erstes gemeinsames empirisches Forschungsprojekt durch. Die Studierenden sollten sich von Anfang an bewusst sein, dass deswegen im Januar 2024 ein erheblicher Aufwand für die Methodenarbeit ansteht. Voraussetzungen: Erfolgreicher Besuch des "Methoden zur Praxis der empirischen Sozialforschung I" ist zwingende Voraussetzung. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (benotet) im HS 20 (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkte: Vergleichende Politikwissenschaft und Schweizer Politik / Politische Theorie / Internationale Beziehungen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch / maurits.heumann@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 26 Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften – erste Schritte Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk Veranstaltungsart: Vorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 12:00, ab 21.09.2023 FRO, HS 7 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Das Metier der Sozial- und Kommunikationswissenschaften zu beschreiben ist keine einfache Aufgabe. All den unterschiedlichen Zugängen zum Trotz verbindet sie jedoch eines: die Neugierde am Menschen. Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wollen hinter verschlossene Türen blicken, wollen die verborgenen Strukturen des Zusammenlebens freilegen und die Welt althergebrachter Gewissheiten ins Wanken bringen (wenn auch nur ein bisschen). Dazu brauchen sie die richtigen Werkzeuge. Sie brauchen eine Logik und Methoden für die empirische Sozialforschung. Doch Vorsicht: Methoden sollten Sie nicht als eine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern verstehen. Empirische Sozialforschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. Ihnen den praktischen Sinn und die Kompetenzen für die empirische Sozialforschung zu vermitteln ist das Ziel dieser Vorlesung. Dazu verfolgen wir einen «bottom-up» Ansatz. Anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, besprechen wir die Stärken unterschiedlicher Forschungsansätze, ihre Annahmen, ihre Vorgehensweise, ihre Tücken. Anstatt Methoden nur als Ansammlung fester Regeln zu begreifen, sehen Sie, wie Methoden in der Forschung eingesetzt werden, was man mit ihnen machen kann, wozu sie dienen und bei welchen Fragen sie helfen. Dadurch erhalten Sie eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. Diejenigen, die sich diese Kompetenzen aneignen wollen, um ihre Neugierde über die soziale Welt zu stillen, sind herzlich eingeladen. Sprache: Deutsch Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Benotete Prüfung in der letzten Vorlesungswoche Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (Detials siehe 'Prüfung') (2 Cr) Hinweise: Der Besuch eines der drei Tutorate ist wärmstens empfohlen. Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 27 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Sahra Lobina, MA Ruth Amstutz, MA Léonie Bisang, MA Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Fr., 12:15 - 14:00, ab 22.09.2023 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind textintensive Disziplinen. Das Lesen, Verstehen und Schreiben von Texten sind Kernkompetenzen eines solchen Studiums. Dies fällt nicht immer allen gleich leicht. Mit praktischen Übungen und Techniken werden in diesem Kurs die Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Im Fokus steht das Schreiben von Seminararbeiten: Zunächst wird deshalb die Planung und erste Herangehensweise beim Schreiben einer Seminararbeit thematisiert und praktisch umgesetzt (Themenwahl, BetreuuerInnen, Fragestellung und Exposé). In einem weiteren Schritt werden Aufbau, Inhaltsverzeichnisse und Zitierregeln behandelt. Darüber hinaus bietet der Kurs Hilfestellungen, Tipps und Tricks (mit Techniken wie Mindmaps, 6-Zeiler, Literaturrecherche). Das Seminar ist fächerübergreifend angelegt und begleitet das Schreiben einer eigenen Seminararbeit. D.h.: Die Studierenden suchen eine Betreuungsperson für eine Pro-/Hauptseminararbeit, die sie in ihrem Studium verpflichtend schreiben müssen. In der Schreibwerkstatt werden keine Arbeiten betreut, sondern reale Seminararbeiten begleitend unterstützt. Voraussetzungen: Weil wir das Gelernte unmittelbar umsetzen, wird erwartet, dass die Studierenden bereit sind, während des Kurses eine Seminararbeit zu verfassen (siehe Kursbeschreibung). Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Anmeldung: Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Hinweise: Das Seminar richtet sich hauptsächlich an Studierende des 2. und 3. Semesters (da man für die Teilnahme ein Arbeitsthema und eine Betreuung braucht) sowie an Studierende, denen das Aufgleisen und Schreiben von Seminararbeiten Mühe bereitet. Kontakt: sahra.lobina@unilu.ch / ruth.amstutz@unilu.ch / leonie.bisang@unilu.ch Material: OLAT-Plattform Literatur - Eco, Umberto (1990): Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg: Müller. (=UTB 1512) - Groebner, Valentin (2012): Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn: Konstanz University Press (Essay). - Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6., aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB (UTB, 3154). - Krämer, Walter (1999): Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? Frankfurt/Main: Campus. - Kruse, Otto (1994): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main: Campus. - Kruse, Otto (Hg.) (1998): Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen. Frankfurt/Main: Campus. - Reiners, Ludwig (2011): Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. 3. Aufl., ungekürzte Ausg. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv Sachbuch, 34358). - Schneider, Wolf (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 15. Aufl., überarb. Taschenbuchausg. München: Mosaik bei Goldmann 28 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Seminare Klassiker der Politischen Theorie Dozent/in: Dr. des. Johannes Schulz Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 19.09.2023 FRO, 4.B51 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Dieses einleitende Proseminar in die Politische Theorie und Ideengeschichte eignet sich zur Vertiefung der in der Vorlesung Demokratietheorien angesprochenen TheoretikerInnen, geht aber auch darüber hinaus. Wir wenden uns zentralen Fragen zu: Ist der Mensch ein politisches Wesen? Welche Funktion hat der Staat? Wie können wir trotz unserer Differenzen und unterschiedlichen Interessen in Freiheit und Gleichheit miteinander leben? Was bedeutet Demokratie? Wie können wir Ausschluss und Unterdrückung verhindern? Im ersten Block setzen wir uns mit Klassikern der Politischen Ideengeschichte der Antike und Neuzeit auseinander. Besprochen werden soll die Abwendung vom antiken Verständnis von Politik als natürlicher Tätigkeit des kooperativen Gemeinschaftswesen «Mensch» bei Aristoteles und die Hinwendung zum «modernen» Politikverständnis als Überwindung der konflikthaften und egoistischen Natur des Menschen bei Hobbes. Des Weiteren die daran anknüpfende Entwicklung des Liberalismus und dessen Betonung von Naturrechten und insbesondere Eigentumsrechten bei Locke und die diesem entgegenstehende Kritik an den modernen (kapitalistischen) Gesellschafts und -Eigentumsverhältnissen bei Rousseau.Schließlich der Versuch der Entwicklung eines «republikanischen» Gegenmodells bei Machiavelli und Rousseau, welches den Mensch wieder stärker als Gemeinschaftswesen auffasst und bis heute das demokratische Selbstverständnis der Schweiz prägt. Der zweite Block baut auf dem ersten auf und vertieft, in der Auseinandersetzung mit kontemporären Klassikern, die dort entwickelten Ideen: der heutige Liberalismus und seine zentralen Ideen «Säkularismus» und «Multikulturalismus» werden ebenso angesprochen wie der Versuch einer Neubestimmung des Republikanismus im Ideal der «Freiheit von Beherrschung» oder die Idee einer «deliberativen» Demokratie und die der demokratischen Inklusion von Minderheiten durch Sonderrechte. Darüber hinaus geht es um grundlegende Aspekte und Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens in der Politischen Theorie: u.a. um den Unterschied zwischen normativer und positiver Analyse, sowie das Schreiben einer Seminararbeit. Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Politische Theorie insbesondere für Studienanfänger:innen geben. Voraussetzungen: Das Seminar kann nur von Teilnehmer:innen der Vorlesung Demokratietheorien besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten; Studierende des Grundstudiums werden bevorzugt Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) / Entwicklung und Vertretung einer Position in einer Advokatendiskussion (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Kontakt: johannes.schulz@unilu.ch Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 29 Einführung in die Internationalen Beziehungen Proseminar - Gruppe I Dozent/in: Dr. rer. soc. Thomas Malang Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 20.09.2023 FRO, 3.B48 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar ist als Einführung in das Studium der Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen konzipiert. Inhaltlich ist das Seminar analog zur Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ aufgebaut. Im theoretischen und methodischen Teil werden wir Hauptwerke der Internationalen Beziehungen lesen und besprechen. Im zweiten Teil analysieren wir Texte zu Fragen der Internationalen Beziehungen in verschiedenen Politikfeldern – wie der Sicherheits-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltpolitik – und wenden die erlernten Theorien auf empirische Fälle an. Darüber hinaus führt das Seminar in wissenschaftliche Arbeitstechniken ein. Das Proseminar findet ab der zweiten Sitzung in zwei Gruppen statt (die Einführungssitzung am 21.09., 12.15-14.00 Uhr gilt für beide Gruppen). Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Internationale Beziehungen geben und sollte von StudienanfängerInnen begleitend zur Vorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende des Grundstudiums. Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme, wöchentliche Textfragen, Referat, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Hinweis: Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet die Veranstaltung zur Recherche und Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur statt (Informationskompetenz). Die Studierenden lernen für ihr Studium die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogrammen sowie die Auswahl und Bewertung relevanter wissenschaftlicher Literatur kennen. Die Veranstaltung umfasst 6h, inklusive eines vierstündigen Workshops zusätzlich zu der Lehrveranstaltung und wird in Kooperation mit den Mitarbeitenden der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Die Veranstaltung inklusive des Workshops ist Teil der Studienleistungen. Termin für den vierstündigen Workshop folgt. Kontakt: thomas.malang@uni-konstanz.de Material: Unterrichtsmaterial wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 30 Einführung in die Internationalen Beziehungen Proseminar - Gruppe II Dozent/in: Dr. rer. soc. Thomas Malang Veranstaltungsart: Proseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 14:15 - 16:00, ab 20.09.2023 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Dieses Proseminar ist als Einführung in das Studium der Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen konzipiert. Inhaltlich ist das Seminar analog zur Vorlesung „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ aufgebaut. Im theoretischen und methodischen Teil werden wir Hauptwerke der Internationalen Beziehungen lesen und besprechen. Im zweiten Teil analysieren wir Texte zu Fragen der Internationalen Beziehungen in verschiedenen Politikfeldern – wie der Sicherheits-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Umweltpolitik – und wenden die erlernten Theorien auf empirische Fälle an. Darüber hinaus führt das Seminar in wissenschaftliche Arbeitstechniken ein. Das Proseminar findet ab der zweiten Sitzung in zwei Gruppen statt (die Einführungssitzung am 21.09., 12.15-14.00 Uhr gilt für beide Gruppen). Lernziele: Das Proseminar soll einen vertieften Einblick in den Teilbereich Internationale Beziehungen geben und sollte von StudienanfängerInnen begleitend zur Vorlesung Einführung in die Internationalen Beziehungen besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende des Grundstudiums. Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme, wöchentliche Textfragen, Referat, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Hinweis: Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet die Veranstaltung zur Recherche und Verwaltung von wissenschaftlicher Literatur statt (Informationskompetenz). Die Studierenden lernen für ihr Studium die Nutzung von Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogammen sowie die Auswahl und Bewertung relevanter wissenschaftlicher Literatur kennen. Die Veranstaltung umfasst 6h, inklusive eines vierstündigen Workshops zusätzlich zu der Lehrveranstaltung und wird in Kooperation mit den Mitarbeitenden der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern durchgeführt. Die Veranstaltung inklusive des Workshops ist Teil der Studienleistungen. Termin für den vierstündigen Workshop folgt. Kontakt: thomas.malang@uni-konstanz.de Material: Unterrichtsmaterial wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. 31 Wahlen in der Schweiz Dozent/in: Zora Föhn, MA Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 10:15 - 12:00, ab 18.09.2023 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Am 22. Oktober 2023 wählen die Schweizer Stimmbürger-/innen 200 Nationalräte-/innen und 46 Ständeräte-/innen für eine vierjährige Amtsdauer. Aus diesem aktuellen Anlass wird in diesem Hauptseminar das Thema Schweizer Wahlen und Wahlforschung behandelt. Es werden Grundlagen erarbeitet, wie das Schweizer Wahlsystem funktioniert, Charakteristiken der Schweizer Wählerschaft vorgestellt und aufgezeigt, wie sich das Wahlverhalten der Schweizer Stimmbürger-/innen in den letzten Jahren verändert hat. Darüber hinaus werden theoretische Erklärungsansätze der Wahlforschung vorgestellt, die Aufschluss über die Motive des Wahlentscheides geben. Ein besonderes Augenmerk der Frage, wie sich Kandidierende und die Medien auf die Wahlen vorbereiten. Lernziele: – Einblick in das Schweizer Wahlsystem – Erlernen der Grundlagen der Wahlforschung – Einblick in die Praxis der Wahlvorbereitung von Kandidierenden und der Medien Voraussetzungen: Bachelorstudierende ab 3. Semester und Masterstudierende, Maximale Zahl von Teilnehmenden: 25. Sprache: Deutsch Begrenzung: Begrenzung der Teilnehmendenzahl nach Eingang der Anmeldungen; bevorzugt werden Studierende ab dem 3. Semester Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Schweizer Politik Kontakt: andreas.balthasar@unilu.ch / zora.foehn@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur - Falter, Jürgen; Schoen, Harald (Hrsg.) (2005): Handbuch Wahlforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. - Freitag, Markus; Vatter, Adrian (Hrsg.) (2015): Wahlen und Wählerschaften in der Schweiz. Zürich, NZZ- Verlag. 32 What Divides Us: The Social Roots of Political Conflict Dozent/in: Dr. Samuel David Schmid Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 16:15 - 18:00, ab 18.09.2023 FRO, 4.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: The purpose of democracy is to reach binding political decisions under conditions of social inequality and political pluralism. In this seminar, we explore these underlying social divisions and learn how they translate into patterns of party politics and political conflict. To do so, we build on the key concept of “cleavages.” Once we have understood the classic account of cleavage politics and learn about the four fundamental social cleavages in industrial societies, we then move on to more recent research on social and political transformations in post-industrial societies. We will discuss the following topics: party politics and party systems; class voting and social mobility; gender and religion; civic culture and social capital; and political socialization and post-materialism. In the last part of the seminar, we will turn to the most recent period in which populist parties have become increasingly successful in Europe and beyond. We analyze these developments from a social cleavage perspective. What is the social cleavage that populists leverage, and how has it transformed party politics? Can we understand this cleavage through the lens of left-right class politics? Or are we witnessing a rise of a new conflict between winners of globalization who support openness to immigration and international integration, and losers of globalization defending the sovereignty of the nation-state and the cultural protection of native majorities? Lernziele: By the end of the course the students actively participating in the course will… 1. Knowledge: Have understood the main themes, concepts, and theoretical approaches the study of social and political conflict. 2. Competence: Be able to evaluate these elements, by and subjecting them to critical thinking, by contrasting their strong and weak points, and by assessing their predictive validity across space and time. 3. Communication: Be able to effectively communicate their ideas on the topic by joining the class debate. 4. Research skills: Demonstrate the ability to further develop class discussion and research by identifying new questions of interest and by elaborating an appropriate research design. Voraussetzungen: This seminar is for advanced BA students, and MA students. Sprache: Englisch Begrenzung: Max. 25 students This seminar is for advanced BA students and MA students. Prüfungsmodus / Credits: Active participation, 2 response papers, presentation (graded) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Vergleichende Politikwissenschaft/Politische Kommunikation Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: samuel.schmid@unilu.ch Material: Reading materials available on OLAT Literatur - Bartolini, S. 2000. The class cleavage. The political mobilization of the European left, 1860-1980. Cambridge: Cambridge University Press. - Bartolini, S. and P. Mair 1990. Identity, competition and electoral availability: the stabilisation of European electorates, 1885-1985. Colchester: ECPR Press. - Beramendi, P. et al. 2015. The Politics of Advanced Capitalism. Cambridge: Cambridge University Press. - Caramani, D. 2012. “The Europeanization of electoral politics: An analysis of converging voting distributions in 30 European party systems, 1970–2008.” Party Politics 18(6): 803–823. - Hutter, S. and H. Kriesi. 2019. European Party Politics in Times of Crisis. Cambridge: Cambridge University Press. - Inglehart, R. 1997. Modernization and postmodernization: cultural, economic, and political change in 43 societies. Princeton: Princeton University Press. 33 - Kitschelt, H. 2011. “Party Systems.” In The Oxford Handbook of Political Science, ed. R. E. Goodin. Oxford: Oxford University Press. - Kriesi, H. et al. 2006. “Globalization and the Transformation of the National Political Space: Six European Countries Compared.” European Journal of Political Research 45(6): 921–56. - Kriesi, H. et al. 2012. Political Conflict in Western Europe. Cambridge: Cambridge University Press. - Lipset, S. M. and S. Rokkan (1967). Cleavage Structures, Party Systems and Voter Alignments: An Introduction. In: Party Systems and Voter Alignments: Cross-National Perspectives, Lipset, S. M. and Rokkan, S. (Eds). New York: Free Press. 34 Politics in times of crisis Dozent/in: Odysseas Konstantinakos, PhD Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 20.09.2023, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Terminierung 1: Fr., 06.10.2023, 09:15 - 17:00 Sa., 07.10.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Terminierung 2: Fr., 01.12.2023, 09:15 - 17:00 Sa., 02.12.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: What is a crisis and how politics works when we have one? In ordinary times of "normal policymaking" the policy cycle is smooth, there is plenty of time for consultation and the legislative process follows a pre-determined pace. But when a crisis happens political time and political space contract or expand according to the magnitude and the duration of the shock. The horizon of what is feasible and desirable is redefined as crisis-management strategies often require bold action and out of the box thinking. Institutional trajectories may be disrupted, norms might be suspended, or even worse, civic rights might be infringed for the sake of national interest and security. Crisis-management and power politics are inextricably linked since the political game never stops, it only gets more complicated and high-stakes when a shock interrupts normalcy. Unlike natural phenomena, crises are construed and interpreted by actors in the shadow of limited rationality and incomplete information. Often, uncertainty prevails and contingent events spin history in unexpected ways. In the brave new world, we live in, crises overlap, and policymakers must deal with multiple challenges simultaneously. From the war in Ukraine, persisting inflation, climate change and insufficient energy resources, leaders and policymakers are called to manage a plethora of interdependent crises and arduous policy tradeoffs. This course aims at familiarizing students with crises that marked the 21st century and analyze their economic consequences. While the course starts with theory from political science and international political economy it gradually becomes more applied both in terms of content as well as requirements, since students are called to apply knowledge, present independently complex crises episodes and position themselves in the shoes of policymakers in what-if scenarios. Lernziele: On successful completion of the crisis seminar, students should be able to analyze in an interdisciplinary fashion recent crisis-episodes and their economic consequences. They will be able to reconstruct crises that marked the 21st century by demonstrating causal roots that led to them, distinguishing endogenous from exogenous factors, and identifying actors, interests and strategies. Finally, they will be able to analyze the interaction of political dynamics, identify policy options and produce brief analysis reports for policymakers. Voraussetzungen: The course requires knowledge of written and spoken English Sprache: Bilingue - Deutsch / Französisch 35 Prüfungsmodus / Credits: Active participation, Presentation, Research design paper/ 4 Credits (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: odysseas.konstantinakos@eui.eu Material: Available on OLAT Literatur - Hannah Arendt, 1967. “Truth and Politics”. Originally published in The New Yorker, February 25, 1967* - Suggested podcast: Talking Politics: History of Ideas - Weber on Leadership | The Profession and Vocation of Politics, 1919* - Peter Hart (1993), Symbols, Rituals and Power: The Lost Dimensions of Crisis Management, Journal of Contingencies and Crisis Management, 1: 36-50.* and a lot more on OLAT and in the Syllabus - Arjen Boin, Paul 't Hart & Allan McConnell (2009) Crisis exploitation: political and policy impacts of framing contests, Journal of European Public Policy, 16:1, 81-106, DOI: 10.1080/13501760802453221 Suggested film Wag the Dog (1997) https://www.talkingpoliticspodcast.com/history-of-ideas-1 https://www.imdb.com/title/tt0120885/ 36 Weltordnungen/Global Orders Dozent/in: Prof. Dr. Herfried Münkler Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 20.09.2023, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Fr., 03.11.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 04.11.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Fr., 10.11.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 11.11.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Weitere Daten: Aktive Teilnahme, mündliches Engagement; Kurzreferat Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Der Ukrainekrieg hat die Vorstellung einer Weltordnung erschüttert, in der militärische Macht in Relation zu wirtschaftlicher Macht an Gewicht verliert. Auch die Vorstellung der Regelbasierung und der Wertbindung ist zutiefst erschüttert. Um die Vorstellung von den gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen zu erhalten, soll zunächst auf frühere Weltordnungen zurückgeblickt werden, um dann in eine Analyse der gegenwärtigen Veränderungen und deren Auswirkungen für die Zukunft einzutreten. Lernziele: Fähigkeit zu selbständiger Beurteilung des gegenwärtigen Wandels der Weltordnung, Kenntnisse früherer Veränderungen disruptiver wie inkrementeller Art Voraussetzungen: Bereitschaft zur Lektüre Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Hausarbeit oder drei Protokolle (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: herfried.muenkler@sowi.hu-berlin.de Material: Dan Diner: Weltordnungen, Frankfurt/M. 1993; Henry Kissinger: Weltordnung, München 2014; Robert Gilpin: War and Change in World Politics, Cambridge/UK 1981; Matthias Herdegen: Der Kampf um die Weltordnung, München 2019; Robert Kagan: Of Paradise and Power. America and Europe in the New World Order, New York 2003 Literatur - Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges; Machiavelli, Briefwechsel mit Vettori, Clausewitz, Vom Kriege. Weiterhin einschlägige neuere Literatur zur Strategie und Geopolitik (Mahan, Mackinder, Liddell Hart) 37 Political Parties and the Crisis of Democracy. A Global View Dozent/in: Prof. Dr. Thomas Poguntke Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 20.09.2023, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Fr., 20.10.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 21.10.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Fr., 24.11.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 25.11.2023, 09:15 - 17:00 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Parties play a central role in democratic governance around the globe. However, many doubt that they are doing it well. The writings on the wall are manifold: The decline of former core parties, the fragmentation of party systems, the rise of populist challenger parties, the rise of populist leaders within and past established parties – the list could easily be continued. To be sure, not all of these problems are a direct results of party failure. To a considerable degree, parties may simple suffer from the effects of wider societal wider societal trends over which they have little control. Also, it is debateable whether or not all these changes really indicate a crisis of democracy. While the decline of the traditional French parties may not be a problem for democracy, the continuing strength of Le Pen’s political party certainly is. Similarly, the ongoing changes in the Italian party system may not be problematic, but the tendency to take refuge to non-party Prime Ministers may be a sign of democratic erosion. Brazilian democracy has been under severe stress ever since Bolsonaro was elected president even though he was only backed by a minor party but fought successful social media election campaign. The list could be extended to African or Asian democracies. Clearly, we need a set of criteria to determine what a ’crisis of democracy’ involves. This will be done in the first part of the course. Thereafter, we turn to a series of country studies to shed a clearer light on a number of suitable cases. The core reading for the course will be a forthcoming book on political parties in 23 countries. While a set of countries has been selected to ensure appropriate coverage of different cases, several additional cases can be chosen by seminar participants from the countries that are included in the forthcoming book. Lernziele: Students will be familiarized with the comparative literature on political parties and the challenges to democracy; they will understand the contributions political parties can make (or fail to make) to democratic governance Voraussetzungen: Good command of English language Sprache: Deutsch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten; Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Referat (benotet) (4 Cr) Kontakt: thomas.poguntke@doz.unilu.ch poguntke@hhu.de Material: Will be supplied via OLAT Literatur - Berg-Schlosser, Dirk (2017): Contemporary Problems and Future Perspectives of Empirical Research on Democracy. In: Philipp Harfst, Ina Kubbe and Thomas Poguntke (eds.) Parties, Governments and Elites. The Comparative Study of Democracy Wiesbaden, SpringerVS. - Boese, Vanessa A., Nazifa Alizada, Martin Lundstedt, Kelly Morrison, Natalia Natsika, Yuko Sato, Hugo Tai and Staffan Lindberg (2022): Autocratization Changing Nature? Democracy Report 2022, Gothenburg, Varieties of Democracy Institute (V-Dem). https://v- dem.net/media/publications/dr_2022.pdf. - Levitsky, Steven and Ziblatt; Daniel (2018): How Democracies Die, VIKING. - Merkel, Wolfgang/Kneip, Sascha (eds.) (2018): Democracy and Crisis. Challenges in Turbulent Times. Wiesbaden: Springer VS. https://v-dem.net/media/publications/dr_2022.pdf https://v-dem.net/media/publications/dr_2022.pdf 38 Political Economy of Trade and Development Dozent/in: Alessia Invernizzi, MSc Jule Beck, MA Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Terminierung: Do., 21.09.2023, 10:15 - 11:45 INS 10, 214 14-täglich Do., 10:15 - 14:00, ab 05.10.2023 FRO, 3.B57 Do., 26.10.2023, 10:15 - 14:00 FRO, 3.B57 Do., 16.11.2023, 10:15 - 14:00 FRO, 3.B57 Do., 14.12.2023, 10:15 - 14:00 FRO, HS 4 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-täglich Inhalt: This course introduces contemporary research on development issues, tackling big questions and theories in societal development. The overall approach will be that of political economy: the intersection between political and economic interests and actors in shaping development and international relations as historical and on-going processes. The first part of the seminar part focuses on the political economy of trade and globalization. First, we will analyse the main theories of trade and the linkages to democracy, populism and conflict. We connect this research to discussions on the backlash of globalisation, the future of multilateralism and the WTO as well as the increase in protectionism and trade disputes. In the second part of the seminar, we will discuss the the origins of development with a focus on the ideas and practices that emerged from colonialism and the post-1945 era. We will then review key determinants and challenges for sustainable development including the fight against poverty and hunger, population growth, climate change and the cross-cutting topic of gender and development. The course will thus deal with various dimensions of development, highlighting potential trade-offs between political, socio- environmental and economic outcomes. Lernziele: The objective of the seminar is to obtain an overview of the multi- dimensional and interdisciplinary field of the political economy of trade and development, its key theories, and debates. This will be obtained through the individual reading of the literature as well as the open discussions during the seminar classes. Students will further develop their academic research skills over the course of the seminar. Voraussetzungen: This is a reading and discussion-intensive seminar, and students are expected to (1) read the mandatory literature prior to the sessions and to (2) actively participate in the discussions and activities. Sprache: Englisch Begrenzung: Teilnahmebeschränkung vorbehalten; Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: 50% Presentation and 50% Participation (or 30% Participation and 20% Reading Summary Papers) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Internationale Beziehungen Kontakt: alessia.invernizzi@doz.unilu.ch jule.beck@uni-konstanz.de Material: Wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt. - Literatur - - Heydon, Ken. 2020. The political economy of inernational trade. - - Krugman, Paul, Maurice Obstfeld an Marc Melitz. 2018. International Trade: Theory and Policy. Pearson Education. - - Banerjee, Abhijit V. and Esther Duflo. 2011. Poor Economics: A Radical Rethinking of the Way to Fight Global Poverty. New York: Public Affairs. - - Collier, Paul. 2007. The Bottom Billion: Why the Poorest Countries are Failing and What Can Be Done About It. Oxford University Press. - - Rosling, Hans. 2019. Factfulness: Ten Reasons We're Wrong About the World- and Why Things Are Better Than You Think. London: Sceptre 39 Research Design and Methods in Quantitative Research Dozent/in: Dr. Maarit Felicitas Ströbele Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 08:15 - 10:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.B55 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: The clear majority of contemporary social science’s contributions relies on quantitative research. However, quantitative methods can be hard to understand for students lacking a strong background in mathematics. Motivated by these simple facts, this seminar serves two main goals: first, allowing students to autonomously update their substantive knowledge by making quantitative research accessible. Second, enabling them to elaborate the best design to serve their own research tasks. To fulfill these goals, the seminar will first delineate the fundamental elements of scientific inquiry in the social sciences. Having defined the essential concepts involving scientific inquiry, the students are guided through some of the most fundamental social science methods: the comparative, the statistical, and the experimental method. Finally, the seminar will also train students to deal with applied research, by providing basic statistical skills, such as: producing descriptive statistics, reading regression tables, interpreting statistical tests, and converting hypotheses into an appropriate regression model. Students will learn to identify their inferential goals, and to elaborate an appropriate and theory-driven research design. Students are encouraged to think critically, to detect and to understand the strengths and limitations of specific quantitative analyses. Voraussetzungen: Research-Masterseminar; offen für fortgeschrittene BA-Studierende Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkte: Politische Kommunikation/Schweizer Politik/Vergleichende Politikwissenschaft/Internationale Beziehungen Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: maarit.stroebele@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur - Box-Steffensmeier, J. M, Brady, H. E., and D. Collier, ed. (2008). The Oxford Handbook of Political Methodology. Oxford: Oxford University Press. - Imai, K. (2017). Quantitative Social Science: An Introduction. Princeton: Princeton University Press. - Kellestedt, P. M., and Whitten, G.D. (2013). The Fundamentals of Political Science Research. Second Edition. Cambridge: Cambridge University Press. - King, G.,Keohane, R.O., and S. Verba (1994). Designing Social Inquiry. Princeton: Princeton University Press. 40 Politische Emotionen und qualitative Interviewforschung (Research Design and Methods in Qualitative Research) Dozent/in: Dr. des. Maurits Heumann Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 20.09.2023 FRO, HS 12 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Im Seminar sollen Master- und fortgeschrittene Bachelorstudierende Erfahrungen mit qualitativen Forschungsdesigns und -methoden sammeln. Das Seminar steht im Kontext des laufenden Forschungsprojekts «Populism as Peripheral Resentment» und ermöglicht die Verbindung von Forschung und Lehre. Lange Zeit waren ‘Interesse’ und ‘rationales Wahlverhalten’ die zentralen Kategorien der politischen Analyse. Spätestens das Heraufziehen eines ‘populistischen Zeitgeists’ (Mudde 2004), der den politischen Mainstream liberaler Demokratien längst erreicht hat, sowie die Wahlerfolge links- und rechtspopulistischer Parteien legten jedoch den emotionalen Gehalt der ‘Politics of Resentment’ (Cramer 2016) offen. Dabei wird bis heute diskutiert, mit welchen Emotionen und emotionalen Mechanismen wir es genau zu tun haben und in welchem Verhältnis sie zu Politik und Gesellschaft stehen. In der aktuellen Populismusforschung werden vor allem Emotionen wie Empörung, Wut und Hass, die als Reaktion auf eine (vermeintlich) ungerechte Behandlung verstanden werden können, genannt, aber auch passive Gefühle der Ohnmacht, Entfremdung und Angst. Um die konkreten Ausprägungen politischer Emotionen, ihre narrative Struktur sowie ihre biografischen und lebensweltlichen Entstehungs- und Verbreitungsbedingungen zu untersuchen, eignen sich in besonderer Weise die Erhebungs- und Auswertungsverfahren der qualitativen Interviewforschung – diese stellen die Interviewer:innen aber auch vor besondere Herausforderungen. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit einschlägigen Studien zum Thema befassen und überlegen, wie diese Forschung im Rahmen eigener Interviewprojekte operationalisiert werden kann. Im zweiten Teil werden wir gemeinsam einen Leitfaden entwickeln, mit dessen Hilfe Interviewdaten erhoben werden können. Im Rahmen von praktischen Übungen werden die Studierenden darauf vorbereitet, zwei eigene Interviews durchzuführen, zu transkribieren und kritisch zu reflektieren. Lernziele: Kenntnisse zur Bedeutung politischer Emotionen im Bereich der Populismusforschung Kenntnisse der qualitativer Interviewforschung Planung, Durchführung und Reflexion eigener Interviews Voraussetzungen: Nur Master- und fortgeschrittene Bachelorstudierende Sprache: Englisch Prüfung: Durchführung und schriftliche Reflexion eines eigenen Leitfadeninterviews, Hausarbeit Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Referat (4 Cr) Hinweise: 4 Credits: Impulsreferat in Gruppenarbeit, Durchführung eines eigenen Interviewprojekts und Verfassen eines Forschungsberichts. Zusätzliche 6 Credits: Methodische und theoretische Reflexion des Interviewprojekts und Verfassen einer Hausarbeit. Kontakt: maurits.heumann@unilu.ch Material: Eigenständig erhobenes Interviewmaterial. Literatur - Breeze, R. (2019). Emotions in politics: Affective-discursive practices in UKIP and Labour. Discourse & Society, 30/1. 24-43. - Cramer, K. J. (2016). Politics of Resentment: Rural Consciousness in Wisconsin and the Rise of Scott Walker. Chicago: UCP. - Demertzis, N. (2013). Emotions in Politics. The Affect Dimension in Political Tension. London: Palgrave Macmillan. - Helfferich, C. (2011). Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. Wiesbaden: Springer VS. 41 - Russel Hochschild, A. (2017). Fremd in ihrem Land. Eine Riese ins Herz der amerikanischen Rechten. Frankfurt: Campus Verlag. - Kruse, J. (2015). Qualitative Interviewforschung: Ein integrativer Ansatz. Weinheim: Beltz Juventa. - Rico, G.; Guinjoan, M. & E. Anduiza (2017). The Emotional Underpinnings of Populism: How Anger and Fear Affect Populist Attitudes. Swiss Political Science Review, 23/4. 444-461. - Salmela, M. & C. von Scheve (2018). Emotional Dynamics of Right- and Left-wing Political Populism. Humanity & Society, 42/4. 434-454. 42 Politics of Climate Change Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.B57 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This undergraduate course serves as a basic introduction to the politics of climate change. How do governments cooperate to address and solve global environmental problems such as climate change? Why do some countries enact more rigorous climate change policies than others? The course combines international and comparative approaches to climate change politics. It starts off by inquiring how climate change became a political issue in the 1980s and how governments began to act on climate change from the 1990s onwards. Over the course of the semester, we will look at climate change governance efforts at the international, national and local levels. Regarding the national level, we are – for example- interested in why are some countries making ambitious investments in renewable energy, while others are still heavily subsidizing the consumption of fossil fuels? How can public opinion account for such policy differences? What is the role of political parties? The goal of the course is to provide students with a solid basic understanding of the politics and the political economy of climate change. It draws attention to the latest research and provides students with the conceptual tools to evaluate different policies and governance approaches. As this is a basic course there are no formal prerequisites and participation of students from different disciplinary backgrounds is encouraged. An openness towards and familiarity with basic research methods is generally helpful. Many of the readings in the class feature quantitative analysis and there will be a short intro to reading journal articles in general and quantitative analysis in particular. Sprache: Bilingue - Deutsch / Englisch Prüfungsmodus / Credits: Regelmäsige Teilnahme, Referat, Response Paper (benotet) / Absprache mit Dozentin (4 Cr) Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Literatur - Stoddard, I., Anderson, K., Capstick, S., Carton, W., Depledge, J., Facer, K., ... & Williams, M. (2021). Three decades of climate mitigation: why haven't we bent the global emissions curve?. Annual Review of Environment and Resources, 46, 653-689. - Colgan, J. D., Green, J. F., & Hale, T. N. (2021). Asset revaluation and the existential politics of climate change. International Organization, 75(2), 586-610. 43 Introduction to Republican Political Theory: Collective Self-Government from Rome to Washington and Beyond Dozent/in: Dr. Olivier Ruchet Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 10:15 - 12:00, ab 19.09.2023 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Content: This course is an introduction to the political theory of Republicanism and its various legacies. The first part of the course traces the origins and developments of Republican political thought in the Roman Republic and its successive iterations during the Italian Renaissance, the English Civil War, the European Enlightenment, and the foundation of the American Republic, through the works of authors such as Sallust, Cicero, Polybius, Machiavelli, Hobbes, Rousseau, Kant, but also Filmer, Harrington, Jefferson, Madison, and Arendt. The second part of the course turns to contemporary debates regarding collective self-government around neo- Republicanism and its critiques. After surveying the works of the three most important voices in that tradition, Pocock, Skinner, and Pettit, and examining the recent theory of Republican liberty as non-domination, the course ends with a series of thematic investigations around the notions of democracy, representation, freedom, liberalism, but also race, class, gender, and power, scrutinizing for each whether and how a Republican framework of analysis might help better understand and clarify the issue at stake. Lernziele: By the end of this course, the students will: - Gain broad knowledge of Roman political culture and understand the debates surrounding its historical interpretation, reception, and contemporary relevance. - Develop critical reading skills and the ability to engage in the criticism of multiple kinds of texts, ancient and contemporary. - Develop written and oral communication skills. - Learn how to apply ancient thought to enduring questions of politics and political culture. - Situate and critically assess debates around neo-Republicanism and the varying ways in which Republican political frameworks are mobilized in contemporary political and academic discourse. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active participation (20%), Oral presentation (30%), Short Essay (20%), Essay (30%)., Referat (4 Cr) Kontakt: olivier.ruchet@doz.unilu.ch Material: Texts made available on the OLAT platform at the beginning of the term. Literatur - Quentin Skinner, Liberty Before Liberalism (Cambridge 1998) - Philip Pettit, Republicanism (Oxford 1997) - J. G. A. Pocock, The Machiavellian Moment (Princeton 1975) - Hannah Arendt, On Revolution, (Penguin 1963) - Niccolo Machiavelli, The Discourses on Livy, (Chicago 1998) - Cicero, On Duties, ed, M.rr. Griffm and E.M. Atkins (Cambridge, 1991) - James Harrington, The Commonwealth of Oceana, ed. J.G.A. Pocock (Cambridge, 1992) 44 Political economy of inequalities Dozent/in: Balthazar de Robiano Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Mi., 20.09.2023, 12:15 - 14:00 FRO, HS 8 Terminierung 1: Fr., 13.10.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 14.10.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Terminierung 2: Fr., 27.10.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 28.10.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B52 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: This seminar will engage with the topic of economic inequalities in the tradition of political economy. Therefore, it will engage first with the observed trends in economic and social inequalities before discussing the potential political, social, and economic causes sustaining such trends. The seminar will pay particular consideration to the diverse forms of inequalities and insist on the interplay between national and global inequalities as well as interpersonal and group-level inequalities. It will engage with the mechanisms of inequalities’ social reproduction and present the normative theoretical debates surrounding the concept of equity in a liberal meritocracy. Building on the precedent discussions, it will conclude by presenting another perspective on inequalities, that of their political consequences. Lernziele: The seminar aims to provide students with the capacities to a) understand the current scientific consensi and dissensi regarding trends in inequalities and their causes which have profoundly changed in the last decade, b) critically engage with state-of-the-art scientific literature on inequalities and c) understand the normative grounds in debates surrounding inequalities. Hence, it is directed not only at students interested in future academic research in the field of inequalities, but to all students interested in a scientific understanding of a major global social changes and in a subject that has come to prominence in the public debate around the notion of justice. Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Final paper (either a research paper or a research design)/ Class presentation. (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: antoinebalthazar.derobiano@eui.eu Material: OLAT Literatur - Wilkinson, Richard G and Pickett, Kate. The spirit level: why more equal societies almost always do better. London; New York: Allen Lane, 2009. Chapters 1, 2 and 13, pp. 3-30 & 173-193. - Sen, Amartya, 'The Demands of Equality', Inequality Reexamined. Oxford, 1995, Chapter 9, pp. 129- 152. - Milanovic, Branko. Global inequality: a new approach for the age of globalization. Cambridge, Massachusetts: HUP, 2016. Chapter 2, pp. 46-117. - Milanovic, Branko. The three eras of global inequality, 1820-2020 with the focus on the past thirty years. Stone center on socio-economic inequality, WPS 59. 2022. - Bourdieu, Pierre. “The Forms of Capital” in Richardson, J., Handbook of Theory and Research for the Sociology of Education, Westport, CT: Greenwood, 1986. pp. 241–58. - Weber, Max. Economy and society: an outline of interpretive sociology. Berkeley: University of California Press, 1978. Chapters IV and IX (section 6), pp. 302-307 & 926-936. - Ridgeway, Cecilia L. and Tamar Kricheli-Katz. “Intersecting Cultural Beliefs in Social Relations: Gender, Race, and Class Binds and Freedoms.” Gender & Society, 2013. 27(3): 294–318. - Wacquant, Loïc. “For an Analytic of Racial Domination.” Political Power and Social Theory, 1997, n°11, pp. 221-234. - Reskin, Barbara. “The Race Discrimination System.” Annual Review of Sociology, 2012, n°38: 17-35. 45 Integrationsseminar Recht und Politikwissenschaft: Heilige Neutralität? Neutralitätsrecht und Neutralitätspolitik im 21. Jahrhundert Dozent/in: Prof. Dr. iur. Michele Luminati Dr. rer. pol. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Blockveranstaltung Durchführender Fachbereich: RF \ Nichtjuristische Wahlfächer Studienstufe: Bachelor / Master Einführungsveranstaltung: Di., 19.09.2023, 16:15 - 18:00 FRO, 3.B01 Terminierung 1: Do., 09.11.2023, 09:15 - 17:00 INS 10, 220 Terminierung 2: Fr., 10.11.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B51 Weitere Daten: Einreichung Essay bis 17. Dezember 2023 Umfang: Blockveranstaltung Inhalt: Das Integrationsseminar dient dem interdisziplinären Austausch zwischen Rechts- und Politikwissenschaft. Das Seminar befasst sich mit dem zur Zeit heftig diskutierten Thema der schweizerischen Neutralität, das jeweils aus politikwissenschaftlicher wie auch aus juristischer Sicht untersucht und diskutiert wird. Zu behandelnde Themen sind zum Beispiel die historische Entwicklung und die ständige Neudefinition der Neutralität, das völkerrechtliche Verständnis der Neutralität (von den Haager Abkommen zur Uno-Charta), der Handel mit Kriegsmaterial und mit nichtmilitärischen Gütern (Stichwort Wiederausfuhr von geliefertem Kriegsmaterial), die Neutralitätspolitik des Bundesrates (insbes. der Neutralitätsbericht von 1993 und die Massnahmen in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg), die kürzlich lancierte Volksinitiative „Wahrung der schweizerischen Neutralität“. Die Neutralitätsfrage tangiert in hohem Masse das Selbstverständnis der Schweiz und ihre aussenpolitischen Beziehungen. Die aktuelle Debatte ist geprägt von stark divergierenden Ansichten, die von der Rückkehr ins Réduit bis zur Verabschiedung von der Neutralität reichen. Das Seminar widmet sich diesen und weiteren Themen. Die Studierenden wählen ein Thema aus, halten dazu ein Referat und schreiben ein Essay. Zusätzlich wird ein „Kamingespräch“ mit einer prominenten Persönlichkeit der eidgenössischen Politik die Gelegenheit zu einem einmaligen Erfahrungsaustausch bieten. Lernziele: - Verständnis von unterschiedlichen disziplinären Methoden und Theorien und Beteiligung an einem interdisziplinären Dialog - Umgang mit empirischen Studien - Beschäftigung mit aktuellen Problemen an der Schnittstelle von Recht und Politik - Allenfalls Durchführung von Fallstudien Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an Masterstudierende der Rechts- und der Politikwissenschaft. Fortgeschrittene Bachelorstudierende können auf Anfrage zugelassen werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Ja, 18 Studierende Anmeldung: Anmeldung via UniPortal vom 1. - 30. Sept 2023; gilt als Prüfungsanmeldung. Master Plus-Studierende werden prioritär zugelassen. Prüfung: - Benotete schriftliche Arbeit und Referat 3 Cr bei Anrechnung als Integrationsseminar MLaw + International Relations - Schriftliche Arbeit und Referat (passed/failed) 3 Cr bei Anrechnung als nichtjuristisches Wahlfach Prüfungsmodus / Credits: Siehe oben (3 Cr) Hinweise: Gegebenenfalls Beitrag zu einem Working-Paper und Publikation Kontakt: michele.luminati@unilu.ch Material: Seminarunterlagen, insbesondere Literatur zur Einführung, werden auf OLAT zur Verfügung gestellt Literatur - Bothe, M., Neutrality – Concept and General Rules, in: Max Planck Enciclopedia of Public International Law 2015 (https://opil.ouplaw.com/display/10.1093/law:epil/9780199231690/law-9780199231690- e349?rskey=YNESpm&result=4&prd=MPIL ); - Egli, P./Holzgang, M., Neutralitätsrecht und Neutralitätspolitik: Ein Überblick, in: AJP 2022, 600 ff.; - Gabriel, J.M., Sackgasse Neutralität, Zürich 1997; - Jorio, M., Die Schweiz und ihre Neutralität: eine 400jährige Geschichte, Zürich 2023; - Thürer, D., Die Neutralität der Schweiz, in: ders., Wille zum Recht: Wille zur Bewahrung, zum Wandel und zur Öffnung, Zürich 2023, 103 ff. 46 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Sonderveranstaltungen Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (qualitative, theoretische Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 19.09.2023 FRO, 3.B52 Terminierung 2: Di., 24.10.2023, 18:15 - 20:00 FRO, 3.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierenden, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonen oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: Keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) (2 Cr) Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 47 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten (quantitative Arbeiten) Dozent/in: Prof. Dr. Lena Maria Schaffer Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 19.09.2023 FRO, 4.B54 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierenden, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonen oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: Keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) (2 Cr) Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 48 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung I', Gr. 1 Dozent/in: Dr. des. Guy Schwegler / Vanessa Leutner Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: wöchentlich Fr., 08:15 - 10:00, ab 22.09.2023 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Das Tutorat soll ergänzend zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung I» besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Ziel ist eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer*innen auf die beiden Tutoratsgruppen. Eine allfällige Personenbeschränkung bzw. Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfung: Für das Tutorat gilt es die Bearbeitung der Aufgaben vorzubereiten und regelmässig die eigenen Lösungen im Plenum zu präsentieren. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Cr) Hinweise: Das Tutorat zur Vorlesung wird in diesem Semester von Guy Schwegler organisiert, der den Lehrstuhl für qualitative und quantitative Methoden vertritt. Die Materialien von Prof. Rainer Diaz-Bone bieten dabei die Grundlage für die Veranstaltung. Kontakt: guy.schwegler@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch 49 Tutorat zur Vorlesung 'Methoden der empirischen Sozialforschung I', Gr. 2 Dozent/in: Dr. des. Guy Schwegler / Vanessa Leutner Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Fr., 10:15 - 12:00, ab 22.09.2023 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Tutorate vertiefen den Inhalt der Vorlesung Methoden der empirischen Sozialforschung I anhand von zu bearbeitenden Aufgaben. Voraussetzungen: Das Tutorat soll ergänzend zur Vorlesung «Methoden der empirischen Sozialforschung I» besucht werden. Sprache: Deutsch Begrenzung: Ziel ist eine gleichmässige Verteilung der Teilnehmer*innen auf die beiden Tutoratsgruppen. Eine allfällige Personenbeschränkung bzw. Umverteilung wird hierfür vorbehalten. Prüfung: Für das Tutorat gilt es die Bearbeitung der Aufgaben vorzubereiten und regelmässig die eigenen Lösungen im Plenum zu präsentieren. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Cr) Hinweise: Das Tutorat zur Vorlesung wird in diesem Semester von Guy Schwegler organisiert, der den Lehrstuhl für qualitative und quantitative Methoden vertritt. Die Materialien von Prof. Rainer Diaz-Bone bieten dabei die Grundlage für die Veranstaltung. Kontakt: guy.schwegler@unilu.ch / vanessa.leutner@unilu.ch 50 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 1 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Dorothe Filippi (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 12:15 - 14:00, ab 21.09.2023 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Es ist deshalb möglich, dass wir Studierende umteilen. Sollte dies der Fall sein, entscheidet das Los darüber, wer einem anderen Tutorat zugeteilt wird. Diese Regel gilt für alle Teilnehmenden und es kann keine Ausnahme gemacht werden. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Cr) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 51 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 2 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Sara Ndiaye (Tutorin) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 16:15 - 18:00, ab 21.09.2023 FRO, 3.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Es ist deshalb möglich, dass wir Studierende umteilen. Sollte dies der Fall sein, entscheidet das Los darüber, wer einem anderen Tutorat zugeteilt wird. Diese Regel gilt für alle Teilnehmenden und es kann keine Ausnahme gemacht werden. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Cr) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch / sara.ndiaye@unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 52 Tutorat zur VL Doing Research: Logik der Forschung in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften, Gr. 3 Dozent/in: Dr. phil. Patrick Schenk / Oliver Julier, BSc (Tutor) Veranstaltungsart: Übung Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Studienstufe: Bachelor Termine: Wöchentlich Do., 16:15 - 18:00, ab 21.09.2023 FRO, HS 13 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: Die Methoden und die Logik der Forschung in der Sozial- und Kommunikationswissenschaften sind keine Ansammlung toter Worte in dicken Büchern. Empirische Forschung ist eine praktische Angelegenheit. Es ist eine Kompetenz, eine Fähigkeit, ein Handwerk. So wie Künstlerinnen und Künstler lernen müssen, den Pinsel richtig zu führen, müssen auch Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler lernen, ihre Werkzeuge zu meistern. Dann können sie, so wie die Malerin oder der Maler auch, Neues schaffen, das uns bereichert, voranbringt und hoffentlich auch erfreut. In der Vorlesung «Doing Research» erhalten Sie anhand konkreter Forschung, darunter Studien zu Algorithmen, Digitalisierung oder künstlicher Intelligenz, eine Einführung in die Logik der Sozial- und Kommunikationswissenschaften und ihren zentralen Verfahren, von qualitativen Interviews, über Inhaltsanalysen, bis zu Experimenten und gross angelegten Befragungen. In den Tutoraten haben Sie die Möglichkeit, dieses Wissen einzuüben, es zu stärken, es zu verkörpern. Während Sie in der Vorlesung davon hören, wie andere den Pinsel geführt haben, nehmen Sie in den Tutoraten den Pinsel selbst in die Hand. Dies umfasst dreierlei: Erstens können Sie die Texte und Inhalte zur Vorlesung kritisch diskutieren. Zweitens können Sie Fragen stellen zu den Forschungsbeispielen, den Verfahren und den Argumenten. Drittens können Sie Ihr Wissen anwenden, indem Sie bei der Lösung von Übungsaufgaben mitwirken. Damit ergänzen die Tutorate die Inhalte der Vorlesung, dienen aber auch ihrer Vertiefung und der Vorbereitung auf die Prüfung zur Vorlesung. Sprache: Deutsch Begrenzung: Die Tutorate leben von der aktiven Mitarbeit der Studierenden und ihrer intensiven Betreuung. Um dies zu gewährleisten, streben wir eine möglichst ausgewogene Verteilung der Studierenden über die drei Tutorate an. Es ist deshalb möglich, dass wir Studierende umteilen. Sollte dies der Fall sein, entscheidet das Los darüber, wer einem anderen Tutorat zugeteilt wird. Diese Regel gilt für alle Teilnehmenden und es kann keine Ausnahme gemacht werden. Prüfung: - Regelmässige Anwesenheit - Aktive Mitarbeit - Regelmässiges Einreichen von Fragen zu den Grundlagentexten Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Details siehe 'Prüfung') (2 Cr) Kontakt: patrick.schenk@unilu.ch / oliver.julier@stud.unilu.ch Material: Materialien werden auf OLAT zur Verfügung gestellt. Literatur - Diekmann, Andreas. 2005. Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Hamburg: Rohwolt. - Schnell, Rainer, Paul B. Hill, and Elke Esser. 2008. Methoden Der Empirischen Sozialforschung. 8., unveränd. Aufl. Lehrbuch. München [u.a.]: Oldenbourg. - Rössel, Jörg, and Patrick Schenk. 2018. “Researching the Transformation of Wine Discourse from 1974- 2008 Using Quantitative Content Analysis.” SAGE Research Methods Cases. 53 Ringvorlesung Master "Global Studies" Dozent/in: Prof. Dr. Lena Schaffer / Prof. Dr. Bettina Beer / Prof. Dr. Mira Burri / Prof. Dr. Raimund Hasse / Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Veranstaltungsart: Ringveranstaltung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 20.09.2023 FRO, 3.A05 Terminierung 2: Mi., 25.10.2023, 16:15 - 18:00 FRO, HS 2 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: unregelmässig Inhalt: Der interdisziplinäre Masterstudiengang „Global Studies“ thematisiert Formen globaler Vergesellschaftung und ihre politische und rechtliche Gestaltung. Er kombiniert die Analyse von Globalisierungsprozessen aus der Sichtweise von fünf wissenschaftlichen Disziplinen: der Ethnologie, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Rechtwissenschaft und der Soziologie. Die Ringveranstaltung zum Studiengang umfasst je eine Sitzung jedes der fünf am Master beteiligten Schwerpunktfächer und vermittelt einen Einblick in die Arbeits- und Sichtweise der fünf Fächer zu aktuellen Forschungsfragen der «Global Studies». Die Veranstaltung eignet sich damit ideal für Neustudierende des Masters um sich einen Einblick in ihre Schwerpunktfächer zu verschaffen. Die Veranstaltung ist darüber hinaus auch für Studierende anderer Studiengänge geöffnet; Interessierte sind gerne eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen Sprache: Bilingue - Deutsch / Englisch Begrenzung: Bei hoher Anmeldezahl, werden Studierende des Masterstudienganges "Global Studies" bevorzugt. Prüfungsmodus / Credits: Für eine Vergabe von Credits sind zwingend alle Sitzungen der Ringvorlesung zu besuchen (2 Cr) Hinweise: 27.09.2023: Begrüssungssitzung 11.10.2023: Sitzung Ethnologie (Prof. Dr. Bettina Beer) 18.10.2023: Sitzung Geschichte (Prof. Dr. Daniel Speich Chassé) 08.11.2023: Sitzung Rechtswissenschaft (Prof. Dr. Mira Burri) 15.11.2023: Sitzung Soziologie (Prof. Dr. Raimund Hasse) 22.11.2023: Sitzung Politikwissenschaft (Prof. Dr. Lena Schaffer) 13.12.2023: Abschlusssitzung Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: lena.schaffer@unilu.ch / michael.widmer@unilu.ch 54 Lucerne Master Class "European Politics in Times of Crisis" Liebe Studierende Seit 2015 bringt die Lucerne Master Class international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Luzern. In einem einwöchigen Kurs, der von der Graduate School of Humanities and Social Sciences (GSL) der Universität Luzern organisiert wird, analysieren diese - zusammen mit Doktorierenden aus der ganzen Welt - eine Vielzahl virulenter Probleme aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Die diesjährige Lucerne Master Class findet vom 17. bis 20. Oktober 2023 mit Prof. Dr. Hanspeter Kriesi (European University Institute, Florenz) zum Thema European Politics in Times of Crisis statt. Es gibt dabei unter gewissen Bedingungen auch die Möglichkeit für Sie als Masterstudierende, an der Lucerne Master Class teilzunehmen: - Teilnahme als Hörer*in an einzelnen oder mehreren Sessionen. Interessierte Studierende können an einzelnen oder mehreren Sessions der Lucerne Master Class als Hörer*in teilnehmen. Sie erhalten im Anschluss ein Zertifikat, über welches die Teilnahme «als Anerkennung» (ohne ECTS/Note) bei den Freien Studienleistungen angerechnet werden kann. Für eine Anmeldung melden Sie sich bitte bei Dr. Christina Cavedon (gsl@unilu.ch). - MA-Studierenden, die im Rahmen der Master Class ihr Masterarbeitsprojekt präsentieren. Studierende, die eine Masterarbeit in Politikwissenschaft schreiben und planen, im Herbstsemester 2023 das Kolloquium für MA-Arbeiten des Politikwissenschaftlichen Seminars zu besuchen, können mit einer Präsentation im Rahmen der Master Class einen Teil der Aufgabenstellung des Kolloquiums erfüllen. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Masterarbeitsprojekt zum Thema der Masterclass - «European Politics in Times of Crisis» - passt. Interessierte Personen melden sich bitte für weitere Informationen bei Prof. Dr. Joachim Blatter (joachim.blatter@unilu.ch). Es würde uns freuen, wenn auch einige Masterstudierende der diesjährigen Lucerne Master Class beiwohnen. Freundliche Grüsse Prof. Dr. Joachim Blatter https://www.unilu.ch/en/faculties/faculty-of-humanities-and-social-sciences/institutes-departements-and-research-centres/graduate-school-of-humanities-and-social-sciences-at-the-university-of-lucerne-gsl/master-class/lucerne-master-class/ https://www.eui.eu/people?id=hans-peter-kriesi https://www.eui.eu/people?id=hans-peter-kriesi https://www.unilu.ch/en/faculties/faculty-of-humanities-and-social-sciences/institutes-departements-and-research-centres/graduate-school-of-humanities-and-social-sciences-at-the-university-of-lucerne-gsl/master-class/lucerne-master-class/2023/ mailto:gsl@unilu.ch mailto:joachim.blatter@unilu.ch 5 5 M o n ta g D ie n s ta g M it tw o c h D o n n e rs ta g F re it a g 0 8 :1 5 - 1 0 :0 0 In tr o d u c ti o n t o S ta ti s ti c s f o r th e S o c ia l S c ie n c e s )* * D e A n g e li s V o rl e s u n g R e s e a rc h D e s ig n a n d M e th o d s i n Q u a n ti ta ti v e R e s e a rc h S tr ö b e le M a s te rs e m in a r T u to ra t z u r M e th o d e n V o rl e s u n g I G r. 1 D ia z -B o n e / T u to r (S o z. L e a d ) 1 0 :1 5 - 1 2 :0 0 W a h le n i n d e r S c h w e iz / S w is s E le c ti o n s F ö h n / H a u p ts e m in a r In tr o d u c ti o n t o R e p u b li c a n P o li ti c a l T h e o ry : C o ll e c ti v e S e lf -G o v e rn m e n t fr o m R o m e t o W a s h in g to n a n d B e y o n d R u c h e t M a s te rs e m in a r E in fü h ru n g i n d ie In te rn a ti o n a le n B e z ie h u n g e n S c h a ff e r / V o rl e s u n g P o li ti s c h e E m o ti o n e n u n d q u a li ta ti v e In te rv ie w fo rs c h u n g (R e s e a rc h D e s ig n a n d M e th o d s i n Q u a li ta ti v e R e s e a rc h ) H e u m a n n M a s te rs e m in a r P o li ti c a l E c o n o m y o f T ra d e a n d D e v e lo p m e n t In v e rn iz z i/ B e c k H a u p ts e m in a r D o in g R e s e a rc h W it h o u t T e a rs : L o g ik d e r F o rs c h u n g i n d e n S o z ia l- u n d K o m m u n ik a ti o n s w is s e n s c h a ft e n – e rs te S c h ri tt e )* S c h e n k / V o rl e s u n g ( S o z. L e a d ) T u to ra t z u r M e th o d e n V o rl e s u n g I G r. 2 D ia z -B o n e / T u to r (S o z. L e a d ) T u to ra t z u D o in g R e s e a rc h W it h o u t T e a rs : L o g ik d e r F o rs c h u n g i n d e n S o z ia l- u n d K o m m u n ik a ti o n s w is s e n - s c h a ft e n – e rs te S c h ri tt e / G r. 3 + 4 / 1 0 :1 5 -1 2 :0 0 ( S o z. L e a d ) S c h e n k 1 2 :1 5 - 1 4 :0 0 P o li ti c a l B e h a v io u r a n d C o m m u n ic a ti o n T re c h s e l / V o rl e s u n g E in fü h ru n g in d ie I n te rn a ti o n a le n B e z ie h u n g e n M a la n g / P ro s e m in a r / G r. 1 1 4 :1 5 - 1 6 :0 0 P o li c y -A n a ly s e i n Z e it e n d e s K li m a w a n d e ls R ie d e r / V o rl e s u n g E in fü h ru n g M e th o d e n I )* S c h w e g le r / V o rl e s u n g (S o z. L e a d ) E in fü h ru n g i n d ie D e m o k ra ti e th e o r ie n B la tt e r / V o rl e s u n g E in fü h ru n g in d ie I n te rn a ti o n a le n B e z ie h u n g e n M a la n g / P ro s e m in a r / G r. 2 1 6 :1 5 - 1 8 :0 0 W h a t D iv id e s U s : T h e S o c ia l R o o ts o f P o li ti c a l C o n fl ic t S a m u e l S c h m id / H a u p ts e m in a r K la s s ik e r d e r P o li ti s c h e n T h e o ri e J . S c h u lz / P ro s e m in a r P o li ti c s o f C li m a te C h a n g e S c h a ff e r/ M a s te rs e m in a r M e th o d e n s e m in a r z u r P ra x is d e r e m p ir is c h e n S o z ia lf o rs c h u n g I I B la tt e r / H e u m a n n R in g v o rl e s u n g M a s te r « G lo b a l S tu d ie s » D iv e rs e ( S c h a ff e r) B e e r, B u ri ,H a s s e ,S p e ic h C h a s s e T u to ra t z u D o in g R e s e a rc h W it h o u t T e a rs : L o g ik d e r F o rs c h u n g i n d e n S o z ia l- u n d K o m m u n ik a ti o n s w is s e n s c h a ft e n – e rs te S c h ri tt e / G ru p p e 1 + 2 S c h e n k (S o z. L e a d ) 1 8 :1 5 - 2 0 :0 0 K o ll o q u iu m f ü r B A - u n d M A - A b s c h lu s s a rb e it e n (q u a li ta ti v , th e o re ti s c h e A rb e it ) B la tt e r K o ll o q u iu m f ü r B A - u n d M A - A b s c h lu s s a rb e it e n ( q u a n ti ta ti v e A rb e it ) S c h a ff e r L e h rv e ra n s ta lt u n g e n i m H e rb s ts e m e s te r 2 0 2 3 )* V o rl e s u n g « D o in g R e s e a rc h W it h o u t T e a rs : L o g ik d e r F o rs c h u n g i n d e n S o z ia l- u n d K o m m u n ik a ti o n s w is s e n s c h a ft e n – e rs te S c h ri tt e » i s t ä q u iv a le n t zu V o rl e s u n g « E in fü h ru n g M e th o d e n I » )* * V o rl e s u n g « In tr o d u c ti o n t o S ta ti s ti c s f o r th e S o c ia l S c ie n c e s » i s t ä q u iv a le n t zu V o rl e s u n g « G ru n d la g e n d e r m u lt iv a ri a te n S ta ti s ti k » 5 6 B lo c k v e ra n s ta lt u n g e n i m H e rb s ts e m e s te r 2 0 2 3 V e ra n s ta lt u n g D o z ie re n d e W o c h e n ta g , D a tu m U h rz e it v o n b is R ä u m e W e lt o rd n u n g e n /G lo b a l O rd e rs H a u p ts e m in a r M ü n k le r E in fü h ru n g : 2 0 .0 9 .2 0 2 3 B lo c k I : 0 3 ./ 0 4 .1 1 B lo c k I I: 1 0 ./ 1 1 .1 1 1 2 :1 5 0 9 :1 5 0 9 :1 5 1 4 :0 0 1 7 :0 0 1 7 :0 0 F R O , H S 8 3 .B 5 2 3 .B 5 2 P o li ti c a l e c o n o m y o f in e q u a li ti e s M a s te rs e m in a r d e R o b ia n o (E U I) E in fü h ru n g : 2 0 .0 9 .2 0 2 3 B lo c k I : 1 3 ./ 1 4 .1 0 B lo c k I I: 2 7 ./ 2 8 .1 0 1 2 :1 5 0 9 :1 5 0 9 :1 5 1 4 :0 0 1 7 :0 0 1 7 :0 0 F R O , H S 8 3 .B 5 2 3 .B 5 2 P o li ti c a l P a rt ie s a n d t h e C ri s is o f D e m o c ra c y . A G lo b a l V ie w M a s te rs e m in a r P o g u n tk e E in fü h ru n g : 2 0 .0 9 .2 0 2 3 B lo c k I : 2 0 ./ 2 1 .1 0 B lo c k I I: 2 4 ./ 2 5 .1 1 . 1 2 :1 5 0 9 :1 5 0 9 :1 5 1 4 :0 0 1 7 :0 0 1 7 :0 0 F R O , H S 8 3 .B 5 2 R a u m a n g a b e f o lg t P o li ti c s i n t im e s o f c ri s is M a s te rs e m in a r K o n s ta n ti n a k o s (E U I) E in fü h ru n g : 2 0 .0 9 .2 0 2 3 B lo c k I : 0 6 ./ 0 7 .1 0 . B lo c k I I: 0 1 ./ 0 2 .1 2 . 1 2 :1 5 0 9 :1 5 0 9 :1 5 1 4 :0 0 1 7 :0 0 1 7 :0 0 F R O , H S 8 3 .B 5 2 3 .A 0 5 L u c e rn e M a s te r C la s s " E u ro p e a n P o li ti c s i n T im e s o f C ri s is " K ri e s i B lo c k : 1 7 .- 2 0 .1 0 .2 0 2 3 S ie h e e .V V S ie h e e .V V In te g ra ti o n s s e m in a r R e c h t u n d P o li ti k w is s e n s c h a ft : M a s te rs e m in a r (M a s te r P lu s - R F L e a d ) L u m in a ti / R ie d e r E in fü h ru n g : 1 9 .0 9 .2 0 2 3 B lo c k I : 0 9 .1 1 .2 0 2 3 B lo c k I I: 1 0 .1 1 .2 0 2 3 1 6 :1 5 0 9 :1 5 0 9 :1 5 1 8 :0 0 1 7 :0 0 1 7 :0 0 3 .B 0 1 In s e liq u a i 1 0 , R a u m 2 2 0 4 .B 5 1 Semesterdaten Herbstsemester 2023 Mo 18.09.2023 Beginn der Lehrveranstaltungen Mo 02.10.2023 St. Leodegar (städtischer Feiertag): vorlesungsfrei Mi 01.11.2023 Allerheiligen (kantonaler Feiertag): vorlesungsfrei Do 02.11.2023 Dies academicus (Vorlesungsbetrieb: ab 14 uhr oder Anlass mit Ehrendoktorin/Ehrendoktor) Fr 08.12.2023 Maria Empfängnis (kantonaler Feiertag): vorlesungsfrei Fr 22.12.2023 Ende der Lehrveranstaltungen Frühjahrssemester 2024 Mo 19.02.2024 Beginn der Lehrveranstaltungen Fr-So 29.03.-07.04.24 Osterpause (Vorlesung bis Do 28.03.) Do 09.05.2024 Christi Himmelfahrt (nationaler Feiertag):vorlesungsfrei Mo 20.05.2024 Pfingstmontag (nationaler Feiertag): vorlesungsfrei Do 30.05.2024 Fronleichnam (kantonaler Feiertag):vorlesungsfrei Fr 31.05.2024 Ende der Lehrveranstaltungen www.unilu.ch/vv www.unilu.ch/polsem

    Grösse: 3 MB

    Erstellungsdatum: 22.10.2025

    pdf

    • Dokument

    Algorithmic Transference: People Overgeneralize Failures of AI in the Government

    . The final test comprised 16 multiple-choice questions: 8 questions about AI and 8 ques- tions about

    Grösse: 1,018 KB

    Erstellungsdatum: 23.02.2023

    pdf

    • Dokument

    Sonderveranstaltung

    Sonderveranstaltung COURSE OFFERING DUAL MASTER’S DEGREE IN POLITICAL SCIENCE SPRING SEMESTER 2023 FACULTY OF HUMANITIES AND SOCIAL SCIENCES DEPARTEMENT OF POLITICAL SCIENCES 2 The Department of Political Science Department Department of Political Science Address Frohburgstrasse 3 P.O. Box 4466, 6002 Lucerne E-Mail polsem@unilu.ch Website www.unilu.ch/polsem Phone 041 229 55 91 Fax 041 229 50 01 Administration Adriana Sbarra 3.B04 adriana.sbarra@unilu.ch 041 229 55 91 Dual Master’s Degree Michael Widmer, BA 3.A53 (Mo-We) Programme Coordinator michael.widmer@unilu.ch Professors Prof. Dr. Joachim Blatter 3.B16 joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 Full Professor of Political Science (Chair of Political Theory) Head of Department Director of the Dual Master’s Degree Programme Prof. Dr. Alexander H. Trechsel 3.B12 alexander.trechsel@unilu.ch 041 229 55 90 Full Professor of Political Science (Chair of Political Communication) Prof. Dr. Lena Maria Schaffer 3.B10 lena.schaffer@unilu.ch 041 229 55 95 Full Professor of Political Science and Inter- and Transnational Relations Prof. Dr. Andreas Balthasar andreas.balthasar@unilu.ch 041 226 04 26 Titular Professor of Political Science, Swiss Politics and Policy Evaluation Prof. Dr. Alrik Thiem 3.A29 alrik.thiem@unilu.ch 041 229 55 97 SNSF-sponsored Professor of Political Science and Methods of Political Science mailto:polsem@unilu.ch http://www.unilu.ch/polsem mailto:adriana.sbarra@unilu.ch mailto:michael.widmer@unilu.ch mailto:joachim.blatter@unilu.ch mailto:alexander.trechsel@unilu.ch mailto:lena.schaffer@unilu.ch mailto:andreas.balthasar@unilu.ch mailto:alrik.thiem@unilu.ch 3 Semester Dates Spring Semester 2023 Courses take place from Monday, February 21st to Friday, June 2nd 2023. There are no courses taking place on the following dates: 07.-16.04.2023 Easter (lectures until Thu. 06.04.) Thursday, May 18th Ascension Day, no lectures Monday, May 29th Whit Monday, no lectures 4 Welcome! The Department of Political Science gladly welcomes you to the Fall Semester 2022. This course catalogue provides you with an overview of the course offering of our department. In teaching and research, we focus on fields like party politics and European integration, citizenship and democracy, domestic support of international cooperation, policy diffusion and policy evaluation. Normative and positive theories are introduced and applied. A broad spectrum of methods are taught and applied, not only quantitative methods (advanced statistics) and qualitative methods (diverse case study designs), but also configurational methods (see the Lucerne cluster for configurational methods). Please find our course offering, which we hope you will find interesting, on the pages that follow. This course catalogue also serves to further inform you about your study programme as Dual Degree Political Science students in Lucerne and at Carleton University. Please find the relevant information on the structure of this study programme on the next few pages. We are very much looking forward to meeting you in our courses! The Department of Political Science (October 2021) https://www.unilu.ch/en/faculties/faculty-of-humanities-and-social-sciences/institutes-departements-and-research-centres/department-of-political-science/research/lucerne-cluster-for-configurational-methods-luccs/ 5 Study programme Semesters Period University Dates Curricular items ECTS credits Fall Lucerne Mid-September – end of December 2 MAS incl. MAS paper Free choice of courses 26 Spring & summer Carleton Beginning of January – Mid-August 3 courses (incl. research paper) 36 Fall Lucerne Mid-September – end of January 1 MAS incl. MAS paper Colloquium Free choice of courses 18 Spring & summer Lucerne & Carleton Mid-February – end of August Master thesis incl. defence 40 Total 120 MAS: Master seminar Share of ECTS The Dual Master’s Degree programme consists of three parts: 1. Courses attended at the home university (first and third Swiss semester, 44 ECTS), 2. Courses attended at the host university (second Swiss semester, 36 ECTS), 3. Master’s thesis and defence (40 ECTS). Musterstudienplan MA Dual Degree Politikwissenschaft gültig für Studierende mit Heimuniversität Luzern Studienbeginn ab HS 2018 Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Luzern Masterseminar aus dem englischsprachigen Masterlehrangebot des politikwissenschaftlichen Seminars 4 Masterseminar 4 Masterseminar 4 Masterseminararbeit in englischer Sprache zu verfassen 6 Masterseminararbeit 6 Masterseminararbeit 6 Weitere Studienleistungen inkl. Sozialkompetenz (2-4 Cr) aus dem gesamten Masterlehrangebot des politikwissenschaftlichen Seminars 12 Kolloquium politikwissenschaftliches Kolloquium für Abschlussarbeiten; Präsentation: Vorhaben der MA-Arbeit 2 Carleton Course incl. reserach paper 12 Course incl. reserach paper 12 Course incl. reserach paper 12 Masterverfahren Luzern & Carleton MA-Arbeit in englischer Sprache zu verfassen 30 Luzern & Carleton MA-Prüfung mündliche Verteidigung der Masterarbeit in englischer Sprache 10 Der Musterstudienplan entspricht der Wegleitung zum Dual-Degree-Masterstudiengang «Master of Arts in Politikwissenschaft» und ist gültig für Studierende mit Heimuniversität Luzern. Download unter: www.unilu.ch/ksfreglemente http://www.unilu.ch/ksfreglemente 7 Our Course Offering in Spring 2023 / Unser Kursangebot im FS 2023 For a more detailed and up to date electronic version of our course offering visit: https://portal.unilu.ch/stg/ma_ddpolitics/sem=FS23 Format Lecturers and Titles Dates MSE Jaeger: Global Political Theory See electronic catalogue MSE Wagner: Globalization and Social Sustainability See electronic catalogue MSE Gil-Torras: An Introduction to Cultural Legacies: Historical Families See electronic catalogue MSE Canalejo-Molero: Electoral behavior and party competition: continuity and change in Western Europe We, 15:15-14:00 MSE Kittel: Party Competition and Political Communication See electronic catalogue MSE De Angelis: Data Mining in R See electronic catalogue MSE Târlea: Research Design for Puzzles in Political Economy Mo, 10:15-14:00 MSE Blatter/Schulz: Research Designs and Methods in Qualitative Studies II We, 16:15-18:00 MSE Attalides: Machine Learning See electronic catalogue MSE Bright: Introduction to Phyton See electronic catalogue KVL Trechsel: Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft Tue, 12:15-14:00 KVL Freudlsperger: Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration We, 10.15-12-00 KVL Balthasar: Einführung in die Schweizer Politik Mo, 10.15-12.00 KVL Blatter: Einführung in die Demokratietheorien (Vertiefung Mo, 14:15-16:00 HS Fraile-Maldonado: Gender & Politics See electronic catalogue HS Hönig: Political Violence See electronic catalogue HS Bayer: International institutions and Regimes See electronic catalogue HS Schmid: Media & Politics Mo, 16:15-18:00 HS Thiem: Configurational Thinking Tue, 08:15-10:00 HS Rieder: Policy-Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik Thu, 14:15-16:00 HS Schlenker: Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und transnational See electronic catalogue HS Schulz: Liberalismus und Ressentiment Tue, 16:15-18:00 KOL Blatter: Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten Tue, 18.15-20.00 Legend MSE: Masterseminar; HS: Hauptseminar; KVL:Kolloquialvorlesung; KOL: Kolloquium https://portal.unilu.ch/stg/ma_ddpolitics/sem=FS23 8 Master seminars in English / Masterseminare Englisch Research Design for Puzzles in Political Economy in Qualitative Research Dozent/in: Dr. Silvana-Maria Târlea Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: 2-Täglich Mo., 10:15 - 14:00, ab 27.02.2023 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-täglich Inhalt: How does one move from a wild idea to a research design? How should we identify relevant variables, move from research question to data analysis, or how to design an identification strategy to assess causal effects. This course introduces you to the practicalities of conducting such research. It will help you understand how these problems arise and how they can be mitigated. When doing so, the seminar focuses on puzzles in political science and international political economy, such as: How can we measure and explain the state’s behaviour in international negotiations? What explains the falling the support for European integration? We focus on the tools that have been developed by political scientists to measure and analyze these phenomena. In doing so, students will be guided and supported by the instructor to design an own study. Overall, this research design seminar introduces students already familiar with statistics to commonly used statistical analyses in political science. It starts with a refresher on the logic of hypothesis testing and about drawing inferences from a sample to a population. The multilevel modelling framework is introduced, which is often used to model data that is clustered, for instance, in individuals or countries. Finally, the students also become familiar with the problem of causal inference and with survey experiments. By the end of the course, students will have produced a paper using a research question of their choice. Lernziele: The seminar is intended for students with some basic knowledge in quantitative methods and R programming. While training students to tackle their future research tasks, this seminar will also bolster their ability to understand and produce empirical research. Voraussetzungen: Students enrolling for this seminar should have successfully attended the introduction to statistics course and at least four political science courses. Sprache: Englisch Anmeldung: Research-Masterseminar; Open for advanced BA-students Prüfungsmodus / Credits: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Software: R Studio Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: s.tarlea@unibas.ch / silvanamaria.tarlea@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur - Dunning, Thad. 2012. Natural Experiments in the Social Sciences: A Design-Based Approach. Cambridge University Press. - Gelman, Andrew and Hill, Jennifer, 2007. Data analysis using regression and multilevel/hierarchical models. Cambridge University Press. - Imai, Kosuke. 2017. Quantitative Social Science: An Introduction. Princeton University Press. 9 Research Designs and Methods in Qualitative Studies II Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter / Dr. oec. Tobias Schulz Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 16:15 - 18:00, ab 22.02.2023 FRO, 4.B47 Terminierung 2: Mi., 08.03.2023, 16:15 - 18:00 FRO, HS 2 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This seminar that starts in the Fall semester and will go on in the Spring semester enables students to design and conduct their own empirical research projects. It provides the necessary foundations and facilitating conditions for writing a method paper (Methodenseminararbeit), an empirical paper (Masterseminararbeit) or the master thesis (Masterarbeit). It introduces into the basic ingredients of a research design, discusses into core methods of qualitative studies (namely variants of case study design and variants of content and discourse analysis), and guides students step by step through the development of a research paper. To that end, the lecturers will provide helpful advice for each step of a research process, including: - formulating a precise and focused research question, - scrutinizing the state of the art in order to deduce hypotheses or other expectations, - describing the applied method as tool for a systematic approach towards the empirical material, - justifying the selection and definition of cases or empirical material - collecting/generating and analyzing/interpreting data, and - answering the research question and reflecting on the wider implications of the findings. In the Fall term, the lecturers will provide core insights on these issues based on text books and their own experiences. The students will discuss published articles that apply these research designs and methods. Furthermore, they will sketch first own research designs for both families of qualitative research. In addition, they will formulate an abstract in which they scrutinize the research design of their own individual project. At the beginning of the Spring term, the students present and discuss the research designs of their individual research projects and at the end of the Spring Semester, they present their finalized research projects. In the Spring Semester, the course takes place as a block course with a block at the beginning and a block at the end of the semester. Sprache: Englisch Prüfung: The students will receive 4 ECTS for the successful participation in the first part of the course in the Fall Semester 2021 and another 6 ECTS for the research paper that they write and present in the Spring Semester 2022. It is not possible to participate only in the Spring Semester. The seminar is a crucial building block for all students who plan to finish their study program with an empirical master thesis based on qualitative methods. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Referat (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie und Methoden Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch / tobias.schulz@doz.unilu.ch Material: wird auf OLAT zur Verfügung gestellt Literatur ‒ Blatter, J., M. Haverland und M. van Hulst (2016): Introduction. In: Blatter, J., M. Haverland und M. van Hulst (eds.): Qualitative Research in Political Science. Volume I, Los Angeles et al.: SAGE ‒ Blatter, J./M. Haverland (2014): Designing Case Studies. Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave. ‒ Blatter, J./P. Langer/C. Wagemann (2017): Qualitative Methoden in der Politikwissenschaft. Wiesbaden: VS Verlag 10 An Introduction to Cultural Legacies : Historical Families. Dozent/in: Inés Gil-Torras Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Terminierung 2: Fr., 10.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 11.03.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B48 Terminierung 1: Fr., 24.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 25.03.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Overview of studies of historical legacies of family: Economy; Values and social norms; Political ideology and violence. The course will be divided in three sections, the first one is dedicated to providing the basics of the study of cultural legacies, showing the basic history and logic of the field (how and why did it emerged), and a brief overlook of the logical causal chain that the studies on historical and cultural legacies rely on. The second part will be focused in presenting the pre-industrial family systems in Europe, this will serve as example on how to approach historical differences, this block centres on how the different authors categorize the variables, how to interpret and use data from with different historical sources and the challenges of homogenize large datasets on historical data. And the third part will be dedicated to the studies that apply the study of cultural legacies over different outcomes (economic development, values and social norms, and political behaviour and violence). Block 1 will cover topics one and two; and the block 2 will cover the third topic. The session per day will be divided in two sections (one in the morning and other in the afternoon), each section with a lecture and a seminar. The sections will be divided with a pause of an hour. From the day 2, seminars will start with a presentation of a topic paper by the students (groups of 2 or 3). The presentation should have a duration of 10-15 minutes, students should prepare some questions for the discussion on class after their presentation. There will be one or two presentations per seminar depending on the class size (each group will only have to prepare one presentation during the course). Coursework will consist in: 1) Reading the papers for the course. 2) Class presentation. 3) Short quiz, debate and class participation. 4) Final paper: research proposal ( 5-7 pages) - by the same groups done for the presentations. Sprache: Englisch Prüfung: Final paper (either a research paper or a research design)/ Class presentation. Prüfungsmodus / Credits: Final paper (either a research paper or a research design)/ Class presentation. (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: Ines.GilTorras@eui.eu Material: Schulz, J.F., Bahrami-Rad, D., Beauchamp, J.P., Henrich, J., 2019. The Church, intensive kinship, and global psychological variation. Science 366. Gutmann, J., Voigt, S., 2021. Testing Todd: family types and development. J. Institutional Econ. Dilli, S., 2016. Family Systems and the Historical Roots of Global Gaps in Democracy. Wittenberg, J., 2015. Conceptualizing Historical Legacies. East Eur. Polit. Soc. 29, 366–378. Duranton, G., Rodríguez-Pose, A., Sandall, R., 2009. Family types and the persistence of regional disparities in Europe. 11 Electoral behavior and party competition: continuity and change in Western Europe Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Elections in Europe have become increasingly unpredictable in the last decades. The political parties that traditionally alternated in government have suffered substantial losses in favour of new parties that often benefit from radical and populist demands. The electorate is more volatile, and the traditional linkages between parties and civil organizations have decayed. As a consequence, governments are more unstable as well. In Germany, for example, the government negotiations escalated from one month in 2013 to almost six months after the entry of the radical party AfD in 2017. In other European countries, such as Spain or the Netherlands, the number of parliamentary parties has doubled in the last twenty years, while the Italian party system has arguably collapsed twice in the same period. How has this situation come about? These changes are not random but driven by societal transformations and the strategies of new political actors, like social movements and challenger parties. In addition, they have not affected all of Europe equally but depend on factors that vary across countries and over time. This seminar will review the different 'transformation waves' that have shaped Western European party systems from the 1960s until now. It will then try to make sense of these changes by exploring the most relevant (electoral) demand and supply factors discussed in the scholarly literature. The goal is to provide students with the conceptual and empirical tools necessary to analyze the behaviour of voters and parties by following the evolution of Western European party systems from a comparative perspective. Voraussetzungen: Master or advanced bachelor students Sprache: Englisch Prüfung: Oral presentation in class; response papers Prüfungsmodus / Credits: Regular attendance, short in-class presentation, two short response papers (graded) (4 Cr) Hinweise: To get the credits, students should: • Attend at least 80% of the classes • Do the mandatory readings (one per session) • Write two short response papers (300-500 words) • Prepare and run a presentation (individual or in groups of two depending on the number of students) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: alvaro.canalejo@eui.eu Material: Individual laptop Literatur (more Literature is in the OLAT Course) -Boix, C. (2007). The emergence of parties and party systems. In The Oxford handbook of comparative politics. -Bornschier, S. (2010). The new cultural divide and the two-dimensional political space in Western Europe. West European Politics, 33(3), 419–444. -Chiaramonte, A., & Emanuele, V. (2017). Party system volatility, regeneration and de-institutionalization in Western Europe (1945–2015). Party Politics, 23(4), 376–388. -Hobolt, S. B., & De Vries, C. E. (2012). When dimensions collide: The electoral success of issue entrepreneurs. European Union Politics, 13(2), 246–268. -Ignazi, P. (1992). The silent counter-revolution: Hypotheses on the emergence of extreme right-wing parties in Europe. European Journal of Political Research, 22(1), 3–34 Termine: Wöchentlich Mi., 12:15 - 14:00, ab 22.02.2023 FRO, 4.B51 12 Global Political Theory Dozent/in: Prof. Dr. Hans-Martin Jaeger Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Fr., 28.04.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 29.04.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B01 Terminierung 1: Fr., 05.05.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 06.05.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Current discourse on global politics is haunted by the ostensible crisis of the liberal international order. The discipline of International Relations typically makes sense of this crisis with reference to established, largely realist and liberal traditions of international thought and practice. However, the question of international or global order, liberal or otherwise, has also been of at least implicit concern in contemporary political theory, as attested by the recent formation of a corresponding field of International or Global Political Theory. The latter typically investigates issues such as war and violence, global poverty and inequality, sovereignty and (global) democracy, or human rights and humanitarian intervention from a normative perspective. While acknowledging the importance of these issues, this course takes a more ontological than normative approach to global political theory focused on questions around the nature of international or global order itself. In inevitably selective fashion, we will investigate four (internally heterogeneous) modes of contemporary political thought (from the early 20th to the early 21st century) with a view to how their proponents theorize the international or global (in very different ways) as an anterior and/or contingent condition for contemporary politics (which frames any normative application). The four selected modes of contemporary political thought range from existentialist-phenomenological (Schmitt, Arendt) and liberal- cosmopolitan (Habermas, Beck) to post-/decolonial (Fanon, Mignolo) and (new) materialist approaches (Hardt and Negri, Latour, Mitchell). Substantively, these approaches address questions of international/global order in relation to international law and constitutionalism, technology and risk, existential and cultural difference, colonialism and violence, global capitalism and sovereignty, and democracy and climate change. While largely rooted within Western perspectives, the challenge for the approaches to global political theory discussed in this course is to provide orientation in an increasingly post-Western world. Voraussetzungen: Seminar ist für fortgeschrittene BA-Studierende offen und kann als Hauptseminar angerechnet werden. Sprache: Englisch Anmeldung: Seminar ist für fortgeschrittene BA-Studierende offen und kann als Hauptseminar gerechnet werden. Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkte: Internationale Beziehungen/Politische Theorie Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: hans-martin_jaeger@carleton.ca Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur -Boucher, David (1998) Political Theories of International Relations: From Thucydides to the Present. Oxford: Oxford University Press. -Schmidt, Brian C. (2002) Together Again: Reuniting Political Theory and International Relations Theory, British Journal of Politics and International Relations 4(1): 115-140. 13 Globalization and Social Sustainability Dozent/in: Dr. Patrick Wagner Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 23.02.2023 FRO, 4.B47 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Content: Among proponents, globalization is perceived to be a powerful engine with the potential to promote growth and development. However, globalization pessimists argue that the consequences of decades of increased trade and investment flows have led to degrade socio-economic outcomes. These seminars will introduce students to the theoretical and empirical literature studying the effects of trade and foreign investment on labor and human rights (i.e., globalization optimism vs. pessimism, race to the bottom and footloose capital vs. invigorating development and positive spillovers). After the introduction to the foundational literature, we will focus on more nuanced accounts, spending time reviewing the California and Shanghai Effects, the efficacy of CSR programs, the rise of China and emerging economies in the global economy and what that means for inequality and labor and human rights both in developing and developed countries. If there is time, we will also cover trade agreements and labor (or human rights) provisions, whether they are effective, what are the determinants of their inclusion, and whether or not social provisions are simply disguised protectionism on the part of higher standard negotiating parties. Lernziele: Introduce students to the main theoretical and empirical contributions in research on the intersection between globalization (e.g., trade and foreign investment) and social sustainability outcomes (e.g., labour rights, human rights, inequality) Sprache: Englisch Anmeldung: Research-Masterseminar; Open for advanced BA-students Prüfung: In-class presentation on research article Prüfungsmodus / Credits: Active participation, short presentation (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: patrick.wagner@uni-konstanz.de Material: Research articles, will be listed on syllabus 14 Party Competition and Political Communication Dozent/in: PhD Rebecca Kittel Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Terminierung 1: Fr., 17.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 18.03.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B01 Terminierung 2: Fr., 31.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 01.04.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B58 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: This course gives an overview of party competition and how political communication interacts with party competition. The course, first, provides an introduction on how parties work and the interplay of party systems, electoral systems and legislative arenas as one platform of competition. It discusses how electoral systems can affect party competition and how parties position themselves in parliament to win the most votes. Further, the course discusses how parties use certain rhetorical strategies to communicate with their voters. Looking at different communication arenas (e.g. parliaments or Twitter), we will discuss various communication strategies of parties. A focus is drawn to emerging quantitative text analysis techniques (text-as-data) providing a first insight into emerging Computational Social Sciences methods. Also, we discuss the effect of different framing strategies on voters. Sprache: Englisch Anmeldung: Research-Masterseminar; Open for advanced BA-students Prüfung: In-class presentation on research article Prüfungsmodus / Credits: Active participation, short presentation (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: rebecca.kittel@eui.eu Material: Syllabus 15 Machine Learning Dozent/in: Nicolas Attalides Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Master Termine: Fr., 21.04.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 22.04.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B01 Fr., 12.05.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 13.05.2023, 09:15 - 17:00 FRO, ZOOM Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Machine Learning is an extremely popular topic within the field of Artificial Intelligence. We encounter the results of machine learning algorithms daily, for example, when we play online games or do online shopping to applying for an insurance or “driving” a driver-less car. One way to define machine learning is the intersection between statistics and computer science. The R programming language is perfectly positioned to handle both fields extremely well and in an efficient and powerful way. It offers a huge variety of statistical analysis solutions with over 18000 packages which include a wide array of machine learning implementations. For example, one can apply a Boosting and Gradient Descent algorithm, build a Random Forest model, or design a Neural Network and much more.This course is structured in the following main parts: · Prepare the data · Define the problem · Design machine learning workflow · Explore available algorithms · Explore R packages for ML · Cross-validation · Model fitting and hyper parameter tuning · Evaluate model performance Voraussetzungen: Begrenzung: priority for LUMACSS students Sprache: Englisch Begrenzung: LUMACSS Anmeldung: Masterstudierende Prüfung: No exam Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Begrenzung: priority for LUMACSS students Course participants are expected to have a good working knowledge of the R programming language. It is assumed that participants have some prior experience in basic data analysis (such as data manipulation and visualisation) and a basic understanding of statistics. No prior knowledge of machine learning theory is required. Participants should have their own laptop with R, RStudio and the relevant packages installed. Instructions for the technical setup will be circulated by the instructor before the course. In case of technical issues, a backup RStudio server (accessed via web browser) will be available during the course, however using your own laptop is recommended as it allows you to apply and practise what you learn on your own setup. Learning material such as slides, documentation, code, exercises, cheat- sheets, and data will be circulated by the instructor. Participants can contact the instructor to communicate any special needs and/or requests: nicolas.attalides@gmail.com Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: nicolas.attalides@gmail.com 16 Data Mining in R Dozent/in: Dr. Andrea De Angelis Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Master Terminierung 1: Fr., 10.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 11.03.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Fr., 31.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 01.04.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Data Mining with R Voraussetzungen: Begrenzung: priority for LUMACSS students Sprache: Englisch Begrenzung: Begrenzung: priority for LUMACSS students Anmeldung: Masterstudierende Prüfung: No Exam Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Begrenzung: priority for LUMACSS students Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: andrea.deangelis@unilu.ch 17 Introduction to Phyton Dozent/in: Jonathan Bright Veranstaltungsart: Masterseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Master Terminierung 2: Fr., 28.04.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 29.04.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 4.B54 Terminierung 1: Fr., 19.05.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 20.05.2023, 09:15 - 17:00 FRO, ZOOM Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: There is a revolution going on in the social sciences: the rise of computational social science! Huge new sources of data on social behaviour are being combined with new analytical techniques to change the fundaments of how social science takes place. This class is aimed at social scientists who want to learn the basics of one of the key skills in the computational social science toolkit: the python programming language. The class is aimed at complete beginners with no previous programming experience (but with an interest to learn!). During the class, we will learn the fundamentals of the Python programming language, looking at (for example) how to control the flow of code with loops and conditional statements, how to handle input and output to files, how to write functions, and more. The class is intended as a foundational course which will enable those completing it to go on to learn other applied methods which require Python, especially the social media data mining class which is to be held in the Spring term. Those who already have a background in Python may wish to skip this course and take the one on data mining. Voraussetzungen: Begrenzung: priority for LUMACSS students Sprache: Englisch Begrenzung: Begrenzung: priority for LUMACSS students Anmeldung: Masterstudierende Prüfung: no exam / active participation/ 4 Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Begrenzung: priority for LUMACSS students Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: jbright@turing.ac.uk 18 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Vorlesungen Einführung in die Schweizer Politik Dozent/in: PD Prof. Dr. Andreas Balthasar Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 10:15 - 12:00, ab 06.03.2023 FRO, 3.A05 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Wie funktioniert das politische System der Schweiz? Was macht den Kern der Schweizer Konsensdemokratie aus? Wie trägt unser politisches System zur konkreten gesellschaftlichen Problembearbeitung bei? Diese Fragen stehen im Zentrum der Vorlesung zur Schweizer Politik In der Vorlesung werden die Strukturen und die Prozesse des politischen Systems der Schweiz vorgestellt. Die Themen Wahlen und Abstimmungen, Parteien und Parteiensystem, Parlament, Regierung, Verwaltung, Justiz, direkte Demokratie, Föderalismus und Konkordanz werden besprochen. Weiter geht es um die politischen Entscheidungs- und Vollzugsprozesse auf den verschiedenen Staatsebenen. Diese werden anhand von Beispielen aus ausgewählten Politikfeldern (z.B. Sozialpolitik, Gesundheitspolitik oder Energiepolitik) vertieft. Schliesslich werden Herausforderungen diskutiert, welche sich der Schweizer Politik aktuell stellen. Lernziele: Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Strukturen und der Prozesse des schweizerischen politischen Systems Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Semesterwoche Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Studenschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: andreas.balthasar@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Pflichtlektüre: ‒ Linder, Wolf/Müller, Sean (2017): Schweizerische Demokratie. Institutionen, Prozesse, Perspektiven, 4., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Bern: Haupt Verlag. Ausgewählte weitere Literatur: ‒ Freitag, Markus; Vatter, Adrian (2015): Wahlen und Wählerschaft in der Schweiz. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung. ‒ Knoepfel, Peter; Papadopoulos, Yannis; Sciarini, Pascal; Vatter, Adrian; Häusermann, Silja (Hrsg.) (2017): Handbuch der Schweizer Politik/Manuel de la politique suisse, Zürich. ‒ Lane, Jan Erik (Hrsg.) (2004): The Swiss labyrinth: institutions, outcomes and redesign. London: Routledge. ‒ Milic, Thomas; Rousselot, Bianca; Vatter, Adrian (2014): Handbuch der Abstimmungsforschung. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung. ‒ Mueller, Sean; Vatter Adrian (2020): Der Ständerat. Zürich: NZZ Libro ‒ Vatter, Adrian (2020): Das politische System der Schweiz. 4. vollständig aktualisierte Auflage. Baden-Baden: Nomos/UTB. ‒ Vatter, Adrian (2020): Der Bundesrat. Die Schweizer Regierung. Zürich: NZZ Libro 19 Vergleichende Politikwissenschaft Dozent/in: Prof. Dr. Alexander H. Trechsel Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 12:15 - 14:00, ab 21.02.2023 FRO, HS 5 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Vergleiche anzustellen zwischen Staaten, Parteien und Parteisystemen, Wahlen, Institutionen, politischen Entscheidungsprozessen, sozialen Bewegungen usw. gehört zu den zentralen Anliegen der Politikwissenschaft. Aber warum vergleicht man überhaupt? Und wie konzipiert man einen wissenschaftlichen Vergleich? Der erste Teil dieser Vorlesung befasst sich mit der Rolle und dem politischen Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern: wie partizipieren sie in der Politik? Gibt es politische Kulturen und wie können wir diese verstehen? Im zweiten Teil der Vorlesung geht es um grundlegende politische Institutionen, also Wahl- und Regierungssysteme sowie deren historische Herausbildung, ihre Spielregeln und ihren Einfluss auf die Politik. Wie funktioniert die repräsentative Demokratie? Wie unterscheidet sie sich von direktdemokratischen Institutionen? Was sind politische Vetospieler? Der dritte Teil führt die Studierenden in die Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft ein, bevor der vierte Teil die intermediären Organisationen zwischen Staat und Gesellschaft genauer unter die Lupe nimmt. Hier werden Parteien, Verbände, neue soziale Bewegungen, Protestbewegungen, populistische Leader und auch die Medien und deren Rolle behandelt. Schliesslich erhalten die Studierenden einen Einblick in eine der grundlegendsten Unterscheidungen von Formen der Demokratie: der Mehrheits- und der Konsensdemokratie. Die Schweiz, die traditionell den paradigmatischen Fall von Konsensdemokratie darstellt, wird in allen Teilen der Vorlesung stark berücksichtigt werden. Diese Vorlesung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt «Vergleichende Politikwissenschaft» konzipiert. Da weiterführende Vorlesung in diesem Bereich ist auf dem Wissen der Einführungsvorlesung aufgebaut. Daher ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Anmeldung: Anrechenbar für den Studienschwerpunkt Vergleichende Politikwissenschaft Prüfung: Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung, am 30.05.2023 Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Kontakt: alexander.trechsel@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur ‒ Kriesi, Hanspeter (2007/8): Vergleichende Politikwissenschaft. Eine Einführung, Baden-Baden: Nomos. ‒ Caramani, Daniele (ed.) (2013). Comparative Politics. 3rd edition. Oxford: Oxford University Press. ‒ Newton, Kenneth und Jan W. van Deth (2010). Foundations of Comparative Politics. 2nd edition. Cambridge University Press. 20 Demokratietheorien II (Vertiefungen) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 14:15 - 16:00, ab 27.02.2023 FRO, HS 11 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich, ab 21.02.2023 Inhalt: Diese Veranstaltung ist als vertiefende Ergänzung zur Vorlesung «Einführung in die Demokratietheorien», welche jeweils im HS angeboten wird, konzipiert. Der vorhergehende Besuch der Einführungsvorlesung im HS ist deswegen sehr empfohlen, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Während in der Einführungsvorlesung im HS die liberalen und republikanischen Grundtheorien und einige zentrale Auseinandersetzungen im 20. Jahrhunderts im Zentrum standen, beschäftigt sich die vertiefende Vorlesung im FS mit folgenden Demokratietheorien: ‒ - Empirische Demokratietheorien ‒ - Kritische Demokratietheorien ‒ - Postnationale Demokratietheorien Ziel der Vorlesung(en) ist es, dass die Studierenden einen breiten Einblick in die normativen und empirischen Demokratietheorien erhalten. Die Vorlesung(en) legen damit die informatorische Grundlage für eine vertiefte Beschäftigung mit der Ideengeschichte oder mit aktuellen Herausforderungen in Seminaren und schriftlichen Arbeiten. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung, am 29.05.2023 Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Vorlesung in Deutsch / Literatur oft in englischer Sprache Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Seminarmaterialien werden auf der Online-Plattform OLAT zugänglich gemacht. 21 Die Schweiz im Kontext der europäischen Integration Dozent/in: Dr. Christian Freudlsperger Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mi., 10:15 - 12:00, ab 22.02.2023 FRO, 3.B58 Prüfung: Mi., 31.05.2023, 10:15 - 12:00 FRO, HS 1 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Einer der zentralen Punkte der Schweizer Aussenpolitik der kommenden Jahre ist die Neuordnung der Beziehungen zur Europäischen Union (EU). Nach der Aufkündigung der Rahmenabkommen durch den Bundesrat im Mai 2021 steht die Schweiz weiterhin vor der Entscheidung über grössere Nähe oder Abschottung. Dies alles vor dem Hintergrund genereller Debatten über Sinn und Zweck politischer Integration. Die Europäische Union ist nicht nur gemeinsamer Binnenmarkt, sondern auch politischer Raum in dem verbindliche Entscheidungen getroffen werden, deren Reichweite selbst Nichtmitglieder direkt oder indirekt betrifft. Die Vorlesung soll helfen, die Europäische Union als ein besonderes politisches System zu verstehen, das sich sowohl vom Nationalstaat als auch von anderen internationalen Organisationen unterscheidet. Ein zentraler Block der Vorlesung beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie den Schweiz-EU Beziehungen und der Covid-19 Krise. Lernziele: Die Vorlesung «Europäische Integration» gibt den Studierenden einen Einstieg in die relevanten Fragen der europäischen Integration, im Speziellen mit Bezug auf die Beziehungen Schweiz - EU. Sprache: Deutsch Anmeldung: Anrechenbar für den Studienschwerpunkt Internationale Beziehungen. Interessierte MA-Studierende können die Vorlesung besuchen. Prüfung: Die Vorlesungsprüfung ist in der letzten Sitzung Prüfungsmodus / Credits: Benotete schriftliche Prüfung (3 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: christian.freudlsperger@eup.gess.ethz.ch Literatur - Lelieveldt, Herman, and Sebastian Princen (2015) The Politics of the European Union. Cambridge: Cambridge University Press. - Nugent, Neill (2010) The Government and Politics of the European Union. 7th edition. Basingstoke: Palgrave Macmillan - Wallace, Helen, Mark Pollack, and Alasdair Young, eds. (2010): Policy-Making in the European Union. Oxford University Press. 22 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen – Seminare Gender & Politics Dozent/in: Fraile-Maldonado Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Fr., 10.03.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 11.03.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.A05 Terminierung 1: Fr., 26.05.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 27.05.2023, 09:15 - 17:00 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: This course focuses on the comparative study of women and politics and on the barriers that women face in obtaining positions of power in the political realm. Historically, politics has been a male-dominated sphere from which women have been largely excluded. The participation of women in politics however has extended over the last decades around the world. Not only women have attained the right to vote and stand for office in many countries, they have also mobilized, organized, affiliated to women’s movement, and have won offices in national, regional, and local governments.Women entering the political realm have contributed to shifting the way politics is done and the type of policies that are given priority across the world. Yet the extent to which this happens greatly vary across countries and regions around the world. What explains these differences? Why have some political systems more fruitfully integrated women into politics than others? Do men and women substantively differ in the way they understand and get involved in politics? Is there a gender gap in political engagement and ambition? Once in power, do women govern differently than men? These are just a few of the questions we will seek to answer in this course through the exploration of research on women in democratic politics. Lernziele: Familiarizing students with the study of politics from a gender perspective Learning how to apply a gender perspective to the analysis of politics and power. Critically analyze the effect of gender and stereotypes on electoral politics, policymaking and the supply and demand for candidates Voraussetzungen: The course requires knowledge of written and spoken English Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Active participation, Presentation, Research design paper/ 4 Credits (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: marta.fraile@csic.es Material: Available on OLAT 23 Configurational Thinking Dozent/in: Prof. Dr. Alrik Thiem Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 08:15 - 10:00, ab 21.02.2023 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Although we do not always realize it, «Configurational Thinking» is everywhere, in science as well as our daily life. For instance, whenever scientists hypothesize about necessary conditions, whenever talk is of “recipes” for success or disaster, and whenever we say that something “depends”, we engage in configurational thinking. But while such thinking is ubiquitous and widespread, it remains surprisingly little understood, taught and studied. In this seminar, students will be introduced to the philosophical foundations of configurational thinking, its formal language(s), and its methodological tools. So as to realize the widespread applicability of this seminar‘s content, we will look into several adjacent disciplines, including political science, law, economics as well as health studies, to discover in what ways configurational thinking has heavily influenced real-world scientific research and findings. By the end of the course, students will have obtained a thorough understanding of how configurational causation works, and how it can be analyzed using state-of-the-art methods and actual empirical data. The ability to properly evaluate and assess configurational research in their main field of interest, and the capability to carry out such research themselves, will be one of the major benefits to students. Sprache: Englisch Begrenzung: Begrenzung der Studierendenzahl vorbehalten; bevorzugt werden Studierende ab dem 3. Semester Prüfungsmodus / Credits: Essay sowie aktive Teilnahme (benotet) (4 Cr) Hinweise: Grundkenntnisse in Forschungsmethodik bzw. qualitativen und/oder quantitativen Methoden empirischer Forschung von Vorteil, aber nicht notwendig Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: alrik.thiem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 24 International institutions and Regimes Dozent/in: Dr. Patrick Bayer Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Terminierung 2: Mi., 22.03.2023, 10:15 - 12:00 INS 10, 214 Terminierung 1: Mo., 05.06.2023, 09:15 - 17:00, Di., 06.06.2023, 09:15 - 17:00, Mi., 07.06.2023, 09:15 - 17:00 INS 10, 220 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: International organizations (IOs), like the World Trade Organization, the United Nations, NATO, or the European Union have become common place in how governments govern their international relations. IOs are often seen as the solution to international cooperation problems, be it in areas of conflict, trade, human rights, or the global environment. Whether IOs can live up to this promise and can indeed change national governments' behaviour to solve global cooperation problems will be the central question this course addresses. Specifically, we will examine why IOs differ in their rules and decision-making processes and how this variation translates into different policy outputs and outcomes.We will first develop the theoretical and analytical foundation to address these key questions in a principled manner across different policy domains. Second, we will apply these insights to specific IOs, which students are most interested in. We will be doing so through an applied workshop on day 3, where students will develop briefing documents and present their work in the classroom. We will discuss prominent IOs, such as the World Bank, IMF, or NATO together with newer forms of transnational governance as well as international courts. Sprache: Englisch Prüfung: - Reading summaries for pre-assigned literature (40%); - Group work briefing document and presentation (40%) - Active participation (20%) Prüfungsmodus / Credits: Presentation, Group work and active participation (graded) (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: patrick.bayer@strath.ac.uk patrick.bayer@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literature will come primarily from academic literature on international cooperation and IOs. A full list will be provided in the course handbook and expectations around readings will be discussed in the initial Zoom meeting. Useful references are as follows: Introductory text: This is a good introductory textbook that gives an overview of how different IOs work. - Hurd, I. (2017). International Organizations: Politics, Law, and Practice. Cambridge: Cambridge University Press. Other useful texts: These texts are useful references for general debates in the international institutions literature (and beyond) as they offer good and concise summaries on various topics. - Carlnaes, W., Risse, T., and Simmons, B.A. (2013): Handbook of International Relations. Thousand Oaks: SAGE. - Reus-Smit, C. and Snidal, D. (2008): The Oxford Handbook of International Relations. Oxford: Oxford University Press. 25 Liberalismus und Ressentiment Dozent/in: Dr. des. Johannes Schulz Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 16:15 - 18:00, ab 21.02.2023 FRO, 3.B58 Terminierung 2: Di., 21.03.2023, 16:15 - 18:00 FRO, HS 2 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Inhalt: In diesem Seminar wenden wir uns dem Liberalismus als Lebensform in kritischer Absicht zu. Eine Kritik der «Lebensform» Liberalismus ist eine Kritik einer historisch gewachsenen, wandelbaren Konstellation aus sich gegenseitig bedingenden sozialen Praktiken und Ideen. Beispielhaft für eine solche Kritik wäre etwa aufzuzeigen, wie sich der zentrale Anspruch der liberalen Neutralität gegenüber Lebensentwürfen auf pathologische Art und Weise mit liberaler Praxis vermischt. Der Gestus der Neutralität ist, wie etwa Young oder Catherine MacKinnon aufzeigen, in Wirklichkeit immer auch einer der Überheblichkeit: hier kommt die spezifische Perspektive weißer Männer zum Ausdruck, die sich die Neutralität des Staates gegenüber genau derjenigen sozialen Hierarchie, an deren Spitze sie sich wiederfinden, gut leisten können. Das Problem mit der Haltung liberaler Neutralität ist außerdem, dass diese den Liberalismus selbst effektiv vor radikaler Kritik isoliert. Dies zeigt schon der junge Marx in „Zur Judenfrage“ auf, wo die revolutionäre Errungenschaft eines formal-egalitären Staatsbürgerstatus in kritischer Absicht genau darin beschrieben wird, dass dieser alle Konflikte um das gute oder richtige Leben ins Private verdrängt, was die bürgerlich- liberale Lebensform als Lebensform letztlich unantastbar macht. Neben feministischer und marxistischer Kritik am Liberalismus, wenden wir uns im ersten Teil des Seminars auch einer Kritik an den Pathologien des Individualismus, dem Staatsautoritarismus, und dem Imperialismus/Rassismus zu, die dem Liberalismus als Lebensform inhärent sind. Ebenfalls in den Augenschein genommen werden soll die Entwicklung des Liberalismus hin zu einem Neo-liberalismus, der all diese Elemente auf neue Weise vereint. Hierbei kommen neben sozial- und politiktheoretischen Perspektiven auch Beobachtungen aus der qualitativen Sozialforschung zur Sprache. Im zweiten Teil des Seminars wollen wir uns der Frage zuwenden, inwiefern eine (weiter-) Entwicklung der Lebensform Liberalismus denkbar ist, die die im ersten Teil des Seminars beschriebenen Pathologien zumindest teilweise zu überwinden vermag (hierbei kommen insbesondere Stimmen aus dem Pragmatismus zur Sprache). Voraussetzungen: Studienschwerpunkt: Politische Theorie Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive mündliche Teilnahme/Schriftliche Textkommentare (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Polititsche Theorie Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: johannes.schulz@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien werden auf «OLAT» zugänglich gemacht. 26 Media & Politics Dozent/in: Dr. Samuel David Schmid Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Mo., 16:15 - 18:00, ab 27.02.2023 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: The purpose of this seminar is to understand the evolution of media systems in the Western world and how it relates to core aspects of democratic politics. We will trace the evolution of the media environment from the appearance of the radio to broadcast TV, to cable and satellite TV, to the Internet and the spreading of new media; and study how these developments impact voters, political parties, and elections. The first block of the seminar discusses this historical evolution using classical texts and key studies. The second block then turns to several more specific topics, including the categorization of different media systems, media bias, media and political polarization, the political effects of social media platforms, traditional campaigning and campaigning in the era of big data, as well as fake news and fact-checking, and the mediatization of democratic politics more broadly. Lernziele: • Discover the academic sub-fields of the media and political communication studies and how they relate to core themes the study of democratic politics • Improve critical reading skills • Understand how research methods function and how they are used in concrete studies • Learn how to apply comparative research methods • Develop team working and communication skills through oral presentations and debates. Voraussetzungen: This seminar is for advanced BA students (2nd semester onwards) as well as MA students (any semester). Sprache: Englisch Begrenzung: Max. 25 students Prüfung: Participation in online reading (Perusall platform), active participation during class, two response papers in selected sessions, presentation (all aspects are graded) (4 Cr) Prüfungsmodus / Credits: Active participation, 2 response papers, presentation (graded) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Vergleichende Politikwissenschaft/Politische Kommunikation Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: samuel.schmid@unilu.ch Material: Reading materials available on OLAT Literatur - Hallin, D. C. and P. Mancini (2004). Comparing media systems: Three models of media and politics. Cambridge: Cambridge University Press. - Iyengar, S. and D. R. Kinder (1987). News That Matters: Television and American Opinion. Chicago: University of Chicago Press. - Lazarsfeld, P. F, B. Berelson and H. Gaudet (1944). The People's Choice: How the Voter Makes Up His Mind in a Presidential Campaign. New York: Columbia University Press. - Prior, M. (2007). Post-broadcast democracy: How media choice increases inequality in political involvement and polarizes elections. Cambrige: Cambridge University Press. 27 Policy-Analyse mit Anwendungen in der Energiepolitik Dozent/in: Dr. rer.pol. Stefan Rieder Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 14:15 - 16:00, ab 23.02.2023 FRO, 4.B02 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Seminar bietet zunächst eine kurze Einführung in die Policy-Analyse. Daraufhin werden die wichtigsten Ansätze der Policy-Analyse behandelt. Dies erfolgt mittels Vorträge der Studierenden. Behandelt werden unter anderem das Phasenmodell, der Multiple Stream Ansatz, das Advocacy Coalition Framework, die Policy Diffusion, Netzwerkansätze und weitere Konzepte. Die Studierenden erarbeiten die entsprechenden Theorien und verdeutlichen diese im Rahmen von Referaten an Themen aus der Energiepolitik der Schweiz und des Auslandes. Zu den behandelten energiepolitischen Themen zählen die Klima- und Energiestrategie der Schweiz, die Auseinandersetzung um die Kernenergie, die Förderung von Energieeffizienz, der Einsatz erneuerbarer Energien, die Akzeptanz der Energieproduktion aus Wasser, Wind, Sonne und Geothermie sowie der föderale Vollzug der Energiepolitik in der Schweiz. Die Studierenden können für ihre Beiträge auch eigene Themen vorschlagen. Als Einstieg erfolgt ein Referat durch einen Experten oder eine Expertin aus der Energieszene der Schweiz. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme/Referat/Co-Referat (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Schweizer Politik Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: rieder@interface-politikstudien.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur - Fritz Sager, Karin Ingold und Andreas Balthasar (im Erscheinen): Policy-Analyse in der Schweiz – Besonderheiten, Theorien, Beispiele, NZZ Verlag Zürich - Schubert, Klaus; Bandelow, Nils C. (Hrsg.) (2009): Lehrbuch der Politikfeldanalyse 2.0, in: Reihe (Lehr- und Handbücher der Politikwissenschaft, hrsg. von Arno Mohr). München, Wien: Oldenbourg - Frank Fischer, Gerald J. Miller, Mara S. Sidney (Hrsg.) (2007): Handbook of Public Policy Analysis: Theory, Politics, and Methods, CRC Press, Boca Raton London New York 28 Political Violence Dozent/in: Dr. Anna-Lena Hönig Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Do., 10:15 - 14:00, ab 23.02.2023 INS 10, 220 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: alle 2 Wochen Inhalt: Why do some individuals, groups, and institutions use violent means while others refrain from violence? Examples include social movements choosing violent or nonviolent strategies and states relying on violence or other forms of suppression. In this seminar, we examine political violence with regards to its targets, perpetrators, intensity, immediate outcomes, and long-term implications on the individual, group, and state level. We study the use of political violence including civil wars, coups, revolutions, repression, and terrorism in non-democratic regimes. Based on the discussion of current research, students will critically assess scientific contributions and develop their own research projects. As this course focuses on empirical findings from the contemporary literature, participants should have basic knowledge of analytical research designs and empirical methods. This seminar prepares students intensively for writing a short research design paper. The course language is English. Lernziele: • Students gain an overview of the most important theories and methods to understand political violence. • They are able to critique theories and methods and apply them to various cases. • They identify the most important datasets and sources to analyze political violence. • Students develop their own research question and answer this question in their empirical research design paper according to scientific standards. Sprache: Englisch Prüfung: Presentation (20%), Peer review (20%), Research design paper (60%)/ 4ECTS Prüfungsmodus / Credits: Active participation, Presentation, Research proposal, Peer review, Research design paper/ 4 Credits (4 Cr) Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: anna-lena.hoenig@uni-konstanz.de Material: Available on OLAT Literatur -Collier, P., & Hoeffler, A. (2004). Greed and grievance in civil war. Oxford Economic Papers, 56(4), 563–595. -De Bruin, E. (2019). Will there be blood? Explaining violence during coups d’état. Journal of Peace Research, -Phillips, B. J. (2015). What is a terrorist group? Conceptual issues and empirical implications. Terrorism and Political Violence -Tilly, C. (2003). The politics of collective violence. Cambridge: Cambridge University Press. 29 Zusammenhalt angesichts von Flucht und Migration: national und transnational Dozent/in: PD Dr. Andrea Schlenker Veranstaltungsart: Hauptseminar Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Terminierung 1: Fr., 31.03.2023, 09:15 - 17:00 INS 10, 214 Terminierung 3: Sa., 01.04.2023, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B01 Terminierung 2: Fr., 12.05.2023, 09:15 - 17:00, Sa., 13.05.2023, 09:15 - 15:30 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockveranstaltung Inhalt: Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist Zusammenhalt in politischen Debatten ein beliebtes Schlagwort, auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Die Sorge um eine Verschlechterung des sozialen Miteinanders wird dabei häufig in Zusammenhang mit Migration geäußert: Einwanderung und dadurch wachsende Pluralität stünden einer Kultur des Zusammenhalts im Wege oder schwächten sie zumindest. Dabei sind die Rahmenbedingungen auf nationaler wie europäischer Ebene sehr ausdifferenziert: Während bspw. die Europäischen Union eine gemeinsame Antwort für die Flüchtlinge aus der Ukraine fand, stockt die dringende Suche nach einer gemeinsamen europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik seit Jahren. Eine vergleichende Perspektive auf normative und politische Setzungen sowie empirisch belegte Zusammenhänge ist für diese Debatten aufschlussreich. Was ist unter Zusammenhalt zu verstehen und in welchem Verhältnis steht dieses Konzept zu verwandten Begriffen, wie Integration und Teilhabe? Wie ist es um das solidarische Miteinander in verschiedenen Ländern bestellt, wie auf transnationaler/ europäischer Ebene? Nimmt gesellschaftlicher Zusammenhalt durch Migrationsprozesse ab? Welchen Einfluss haben insbesondere politische Setzungen im Umgang mit Einwanderung und kultureller bzw. religiöser Diversität? Verstanden als belastbare soziale Beziehungen, positive emotionale Verbundenheit mit dem Gemeinwesen und Gemeinwohlorientierung umfasst gesellschaftlicher Zusammenhalt mehrere Dimensionen und lässt sich auf mehreren Ebenen analysieren. Diese werden wir im Seminar eingehend diskutieren und verschiedene Zusammenhänge auf nationaler wie transnationaler Ebene empirisch vergleichend betrachten. Voraussetzungen: Vorkenntnisse in den Bereichen Politische Theorie, Methoden und Vergleichende Politikwissenschaft sind erwünscht Sprache: Deutsch Anmeldung: Studierende ab dem 3. Semester werden bevorzugt. Prüfung: Regelmäßige Vorbereitung der Lektüre, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Referat / 4 Prüfungsmodus / Credits: Regelmäsige, aktive Teilnahme, Textfragen, Referat, Essay (benotet) (4 Cr) Hinweise: Studienschwerpunkt: Politische Theorie / Vergleichende Politikwissenschaft Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Kontakt: Andrea.Schlenker@caritas.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT. 30 Kolloquium BA- und MA-Abschlussarbeiten Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Veranstaltungsart: Kolloquium Durchführender Fachbereich: KSF \ Politikwissenschaft Studienstufe: Bachelor / Master Termine: Wöchentlich Di., 18:15 - 20:00, ab 21.02.2023 FRO, 3.B01 Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung ihrer BA- bzw. MA-Arbeit zu helfen. Dazu präsentieren die Studierenden ihr Forschungsprojekt zwei Mal. MA-Studierende, von denen wir davon ausgehen, dass sie bereits angemeldet sind, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters ihr ausgearbeitetes Forschungsdesign. In Ihrer Zweitpräsentation im zweiten Teil des Semesters fokussieren Sie auf Fortschritte und aktuelle Probleme. BA-Studierenden, bei denen wir davon ausgehen, dass sie sich im Laufe des Semesters anmelden, präsentieren in ihren ersten Vorträgen zu Beginn des Semesters eine erste Skizze ihres Forschungsprojektes. In ihrem zweiten Vortrag am Ende des Semesters stellen sie ihr vollständiges Exposé dar. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Ausserdem müssen sie ein Exposé einer Kommilitonen oder eines Kommilitonen kommentieren. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungsprozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Voraussetzungen: keine Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) (2 Cr) Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 24.01.2023

    pdf

    • Dokument

    KSF

    KSF Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Ethnologisches Seminar INFORMATION ETHNOLOGIE VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2019 Lehrveranstaltungen 2 3 Inhaltsverzeichnis Adressen und Öffnungszeiten 4 Informationen 5 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? 7 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA 12 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars 16 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen 31 Stundenplan HS 2019 36 4 Adressen und Öffnungszeiten Universität Luzern Ethnologisches Seminar Frohburgstr. 3 Postfach 4466 6002 Luzern ethnosem@unilu.ch Professuren: Bettina Beer, Prof. Dr., bettina.beer@unilu.ch Seminarleitung (Sprechstunde nach Vereinbarung) Büro 3.A28 Studienberatung: Werner Egli, Prof. Dr., werner.egli@unilu.ch Fachstudienberater für Mobilität Tel. ++41 (0)41 229 55 73 (Sprechstunde siehe Website) Büro 3.A20 Sekretariat: Luzia Weber, luzia.weber@unilu.ch Tel. ++41 (0)41 229 55 71 Büro 3.A27 Öffnungszeiten Sekretariat: Montag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Dienstag: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr Mittwoch: 8.00 - 12.00 / 13.30 - 16.30 Uhr mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:werner.egli@unilu.ch mailto:luzia.weber@unilu.ch 5 Informationen 1. Abschlüsse Frühjahrssemester 2019 BA-Arbeit von Lucia Messer: «Muslimische Frauen in der Schweiz. Individuelle von Identität, Zugehörigkeit und Freiheit im Kontext des aktuellen Islam-Diskurses.» (Gutachterin: Dr. Angelica Wehrli) BA-Arbeit von Sonja Dilly: «Die ändern sich doch nie! Heisses Blut auf Korsika.» (Gutachter: Prof. Dr. Jürg Helbling) MA-Arbeit von Anina Kamm: «Die Repräsentation einer kontroversen Praktik – Eine Analyse ethnologischer Perspektiven auf die weibliche Genitalbeschneidung» (Erstgutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer, Zweitgutachterin: Dr. Anika König) MA-Arbeit von Katharina Steiner: «Sports Are Not Simple, Idle Diversions. A critical assessment of the anthropology of sport.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Sina Liechti: «(Un-)Safe Heaven?» (Erstgutachterin: Dr. Angelica Wehrli; Zweitgutachter: Dr. Werner Egli) Herbstsemester 2018 BA-Arbeit von Sabine Binelli: «’Syrische Flüchtlinge’. Eine Analyse der Selbstidentifikation und Fremdkategorisierung von Zuwandernden in der Schweiz.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) BA-Arbeit von Johanna Kallion: «Geboren in der Schweiz aber doch nicht wirklich schweizerisch? Die Rolle des Mehrspracherwerbs bei der Identitätsbildung der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation.» (Gutachterin: Dr. Angelica Wehrli) BA-Arbeit von Silvana Liniger: «La construccí𝑜n social y cultural del ‘animal no humano’ en un zooĺ𝑜gico amaź𝑜nico. Un estudio de caso peruano (Iguitos).» (Gutachter: PhD Peter Larsen) BA-Arbeit von Fabienne Wenger: “Die eritreische Diaspora. Eine ethnographische Herausforderung.» (Gutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Carol Baumann: «Ein Panorama der Schweizer Goldbranche» ?» (Erstgutachter: Dr. Stefan Leins, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Bettina Beer) MA-Arbeit von Margaretha Schelbert-Bürgler: «Der Wolf im Wallis – ‘Ein unnützes Tier?’ Ethnografische Untersuchung der Haltung gegenüber dem Wolf bei Bewohnern von Törbel (Wallis) im Zusammenhang mit dem Einfluss der Medienberichterstattung des Walliser Boten zum Wolf.» (Erstgutachter: Dr. Werner Egli, Zweitgutachter: Prof. Dr. Jürg Helbling) 2. Studentische Mobilität Wer ein oder mehrere Semester an einer anderen Universität im In- oder Ausland studieren möchte, sollte sich angesichts der Fristen und relativ kurzen Regelstudienzeit von 6 Semestern im BA und 4 Semestern im MA möglichst frühzeitig über die Modalitäten der Studierendenmobilität informieren und mit den für die Mobilität zuständigen Personen im Dekanat und im Seminar sowie mit der Fachstudienberatung Kontakt aufnehmen. Besonders vorteilhaft sind Austauschsemester an ausländischen Partneruniversitäten im Rahmen des ERASMUS-Programms. Weitere Informationen befinden sich auf der Website der Universität Luzern: https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 3. Facebook-Gruppe „Ethnologie Luzern“ Am Ethnologischen Seminar ist eine offene Facebook-Gruppe („Ethnologie Luzern“) entstanden, zu der alle Studierenden und Interessierten herzlich eingeladen sind! https://www.unilu.ch/international/mobilitaet/studierendenmobilitaet/studierende-outgoing/ 6 4. Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr wird jeweils im Herbstsemester von der ZHB ein Modul zur Informationskompetenz angeboten, das Teil der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" ist. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz ist für alle Studierenden verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA- Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen, diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Im HS19 findet die IK mit Dr. Daniel Geiger am Freitag, 27.9.19 von 15.00 – 19.00 Uhr statt, im Raum 3.B52! 5. News Dr. Sandra Bärenreuther hat den Ruf auf die Assistenzprofessur Ethnologie mit dem Schwerpunkt Medical Anthropology erhalten. Nimmt sie den Ruf an, beginnt sie im FS 20 am Ethnologischen Seminar zu lehren und zu forschen. Jürg Helbling wurde pensioniert und unterrichtet als Seniorprofessor für weitere drei Jahre mit Lehraufträgen. Dr. Anika König erhielt von der Forschungskommission der Universität Luzern ein SpeedUp Sabbatical zum Abschluss ihrer Habilitationsschrift Leihmutterschaft in transnationaler Perspektive. Sie wird im FS 20 von Willem Church vertreten. Katharina Steiner schloss ihren Ethnologie Master ab und wird künftig in dem Projekt Reinheit verkaufen. Visuelle Codes für die Vermarktung des Ursprünglichen vom späten Mittelalter bis in die Moderne als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrem Dissertationsprojekt arbeiten. Lea Helfenstein wird ab September 2019 ihre Stelle als Hilfsassistentin übernehmen. 7 Wie kann ein Studienverlauf konkret aussehen? Hier wird eine von verschiedenen möglichen Varianten dargestellt, wie ein Studium in der Regelstudienzeit von 6 Semestern gestaltet werden kann. Die Regelstudienzeit kann sowohl unter- als auch überschritten werden, wobei letzteres wahrscheinlicher ist, vor allem wenn neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Die Reihenfolge des Besuchs von Veranstaltungen kann variieren, so kann etwa das Proseminar „Ethnographien“ im ersten Semester oder später besucht werden. Bachelorstudium 1.Semester Vorlesung: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Einführung in die Ethnologie Proseminar: Ethnographien Verfassen einer Proseminararbeit 2.Semester Vorlesung: Geschichte der Ethnologie Methodenseminar: Einführung in die Methoden der Ethnologie Proseminar: Klassiker der Ethnologie Verfassen einer Proseminararbeit 3.Semester Vorlesung: Einführung in einen Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltung Orientierungsgespräch 4.Semester Hauptseminar zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem Bereich der Ethnologie Hauptseminar nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 5.Semester Hauptseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Hauptseminararbeit nach freier Wahl Weitere Lehrveranstaltungen 6.Semester Anfertigen der Bachelorarbeit Weitere Lehrveranstaltungen Prüfungen Masterstudium (mit Feldforschungspraktikum) 1.Semester Masterseminar zu einem Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 2.Semester Masterseminar zu einem zweiten anderen Bereich der Ethnologie Masterseminararbeit Weitere Lehrveranstaltungen 3.Semester Feldforschungspraktikum (vorzugsweise in den Semesterferien) Weitere Lehrveranstaltungen 4.Semester Anfertigen der MA-Arbeit Prüfungen 8 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im BA (Bachelor of Arts in Ethnologie / BA in Cultural and Social Anthropology) Musterstudienplan Im Folgenden wird der Musterstudienplan für das BA-Studium im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium gehen die anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen ein. Die Musterstudienpläne für Major und Minor befinden sich im PDF-Format auf der Website der Kultur- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät. Ebenfalls finden Sie dort Musterstudienpläne für Studenten mit Studienbeginn vor HS 2011: https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/musterstudienplaene/ I BA-Abschluss Schriftliche BA-Prüfung Minor 5 Mündliche BA-Prüfung Major 5 BA-Arbeit Major 25 II Studienleistungen Major VL (benotet) Einführung in die Ethnologie 2*) Assessm entstufe (1. & 2. Sem ester) PS Einführung in die Ethnologie 4 MS Einführung in die Methoden der Ethnologie 4 PS Ethnographie 4 PS Klassiker der Ethnologie 4 (benotet) 1. Proseminararbeit zu PS oder MS**) 4 (benotet) 2. Proseminararbeit zu PS 4 Orientierungsgespräch Major 0 VL (benotet) Einführung in Bereiche der Ethnologie 2*) H auptstudium (3.-6. Sem ester) HS Hauptseminar aus einem Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 4 (benotet) Hauptseminararbeit aus einem zweiten Bereich der Ethnologie 6 HS Hauptseminar freier Wahl 4 (benotet) Hauptseminararbeit 6 Weitere Leistungen Major 17 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 50 IV Sozialkompetenz und Studienleistungen im Major, Minor oder in anderen Fächern Sozialkompetenz (2-6 Cr) 4 Freie Leistungen Major, Minor o. davon unterschiedene Fächer 16 *) Für Vorlesungen können je nach Arbeitsaufwand auch 3 Credit Points vergeben werden. Veranstaltungstypen und Anforderungen im Bachelorstudium Vorlesung (VL): Einführung in die Ethnologie Diese Pflichtveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie, in Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe und Geschichte des Faches angelegt und sollte im ersten oder zweiten Semester besucht werden. Sie soll Antworten auf die Fragen geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen mit welchen Methoden verfolgt werden. Neben fachspezifischen Methoden und Theorien werden auch fächerübergreifende wissenschaftliche Arbeitsweisen vorgestellt. Sowohl praktische Studien- und Arbeitstechniken als auch wissenschaftstheoretische Grundlagen sind Gegenstand der Lehrveranstaltung. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln, welchen Sinn das Studium der Ethnologie hat und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Aus diesem Grund wird auch die Frage der Berufsperspektiven berücksichtigt. 9 Informationskompetenz Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) Einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester bietet die ZHB ein Modul zur Informationskompetenz an. Eine Doppelstunde findet im Rahmen der Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" statt, zwei Doppelstunden werden als Block angeboten. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Für Studierende ist der Besuch der Veranstaltung zur Informationskompetenz verpflichtend. Ohne den Nachweis des Besuchs der Veranstaltung ist eine Zulassung zur BA-Prüfung nicht möglich. Studierende aus integrierten Studiengängen können wählen, in welchem der an ihrem Studiengang beteiligten Fächer sie daran teilnehmen. Studierenden der Ethnologie wird dringend empfohlen diese im Rahmen der Einführungsvorlesung zu absolvieren. Proseminar (PS): Einführung in die Ethnologie Ergänzend zur Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" wird im ebenfalls obligatorischen Proseminar basierend auf einem Lehrbuch und zusätzlichen Artikeln ein Überblick über das Fach gegeben. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Vorlesung (VL): Einführung in Bereiche der Ethnologie Zusätzlich zur Vorlesung „Einführung in die Ethnologie“ werden regelmäßig einführende Vorlesungen in die Wirtschafts-, Politik- und Rechtsethnologie sowie in Religions- und Verwandtschaftsethnologie angeboten. Von den Vorlesungen zur Einführung in die verschiedenen Bereiche der Ethnologie ist ebenfalls eine obligatorisch zu besuchen. In diesen Vorlesungen wird ein erster Überblick über die behandelten Themen gegeben, die dann in Haupt- und Masterseminaren vertieft werden können. Methodenseminar (MS): Einführung in Methoden der Ethnologie In dieser Pflichtveranstaltung wird anhand von einer oder mehrerer ethnologischer Monographien gezeigt, wie Ethnologen Forschungsfragen entwickeln, sich Problemen annähern und mit welchen empirischen Methoden sie Daten erheben und wie sie diese auswerten. Auch Strategien der Darstellung von Forschungsergebnissen werden diskutiert. Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten. Proseminar (PS): Ethnographien In diesem ebenfalls obligatorischen Proseminar werden abwechselnd zu verschiedenen regionalen Gebieten Veranstaltungen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Lektüre und Diskussion klassischer und vorbildlicher ethnographischer Texte. Die Auseinandersetzung mit ethnographischen Quellen dient sowohl der Vertiefung des Stoffes des methodischen Seminars als auch dem Erwerb regionaler Kompetenzen (Südostasien, Ozeanien u.a.). Die Veranstaltung wird jedes Semester angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Zudem dient dieses Proseminar dem Einüben wissenschaftlicher Arbeitstechniken der Ethnologie. Proseminar (PS): Klassiker der Ethnologie Im Zentrum dieses obligatorischen Proseminars steht die Lektüre und Diskussion klassischer Texte aus der Geschichte des Faches von der Zeit der Aufklärung bis zu rezenten theoretischen Debatten. Es kann auch erstetzt werden durch die Vorlesung „Geschichte der Ethnologie“. Die Veranstaltung wird einmal jährlich angeboten und kann aufgrund wechselnder Inhalte auch mehrmals besucht werden. Auch die Vorlesung „Einführung in die Geschichte der Ethnologie“ kann als Veranstaltung aus dem Bereich „Klassiker der Ethnologie“ angerechnet werden. Sie gibt einen Überblick über Fragestellungen, Grundannahmen und Methoden von Hauptrichtungen der Ethnologie. Wissenschaftsgeschichtliche Kenntnisse sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung: Für die Ausbildung ist es häufig praktischer, mit leichter verständlichen älteren Autoren und Publikationen zu beginnen, die Grundlage und Bezug für komplexere neuere sind. Zentrales Anliegen der Vorlesung ist die Zielsetzung, Wissenschaft als Prozess verständlich zu machen, in dem auch das heute Modernste vielleicht morgen schon als "out" gilt, andererseits aber scheinbar neueste Ideen Jahrhunderte alt sein können. Die Betonung der Vorlesung wird auf früheren Perioden liegen. Grundlegende Kenntnisse in der Geschichte ethnologischer Theorien und Methoden der Ethnologie werden bei der BA-Abschlussprüfung vorausgesetzt. Proseminararbeiten Zu zwei der in einem Proseminar oder im Methodenseminar behandelten Themen muss eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von 15 Seiten nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Die Arbeiten werden benotet. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. 10 Orientierungsgespräch Das im Major obligatorische Orientierungsgespräch soll zum einen die Studierenden hinsichtlich der generellen Eignung zum Studium orientieren und zum zweiten Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung des Hauptstudiums geben. Es findet nach dem zweiten oder spätestens nach dem dritten Fachsemester mit einem der Professoren statt. Die Termine sind direkt mit ihnen zu vereinbaren. Mit der Anmeldung ist eine ca. zweiseitige Reflexion über das bisherige Studium einzureichen, die eine Selbsteinschätzung in Bezug auf die erworbenen Fähigkeiten sowie auf Stärken und Schwächen enthalten soll. Des Weiteren müssen ein aktueller Leistungsnachweis mit allen bislang erworbenen Credit Points sowie die Kopie einer schriftlichen Arbeit vorgelegt werden. Hauptseminare (HS) Hauptseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Mensch- Umwelt-Beziehungen) angeboten. Daneben gibt es regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren Themen der Ethnologie wie beispielsweise Migration, neue Medien, Religionsethnologie oder Kindheitsforschung. Es muss jeweils aus verschiedenen Bereichen der Ethnologie mindestens ein Hauptseminar besucht werden. Im Major sind weitere Hauptseminare zu frei wählbaren Themen zu besuchen. Im Minor können diese durch andere Veranstaltungen oder schriftliche Arbeiten ersetzt werden. Hauptseminararbeiten Es sind drei schriftliche Hausarbeiten im Umfang von 20-25 Seiten, im allgemeinen im Anschluss an ein Haupt- seminar, nach Absprache mit dem jeweiligen Dozierenden anzufertigen. Die Arbeiten werden benotet. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Bachelorverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Sozialkompetenz Wenigstens fünf Studierende können sich zusammenfinden und eine Lektüregruppe organisieren. Zu Lehrveranstaltungen sind auch Tutorate möglich. Listen für empfohlene Literatur sind im Sekretariat 3.A27 erhältlich. Das Vorhaben muss in jedem Fall vor Semesterbeginn mit einer/-m Lehrenden abgesprochen werden, bei dem abschließend ein Protokoll eingereicht wird. Wird die regelmässige Teilnahme am wöchentlichen Forschungskolloquium des Ethnologischen Seminars durch eine Lektüregruppe ergänzt, können zusätzlich zu 2 Credits für freie oder weitere Leistungen 2 Social Credits erworben werden. Weitere Möglichkeiten siehe auch unter: Weisungen zur Vergabe für Credit Points für Sozialkompetenz (SCP) an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät: https://www.unilu.ch/fileadmin/fakultaeten/ksf/Dekanat/dok/Reglemente_Merkblaetter_Formulare/Neuste_Version en/Merkblaetter_und_Formulare/WeisungenSocialCredits_KSF.pdf Weitere und freie Studienleistungen Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie sind weder an Veranstaltungen besonderen Typs noch besonderen Inhalts gebunden. Letzteres gilt auch für die freien Studienleistungen, die sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Faches Ethnologie erbracht werden können. Anstelle von Veranstaltungsbesuchen ist auch das Verfassen von schriftlichen Arbeiten (in Absprache mit dem Dozierenden) möglich. Seminar- und Forschungskolloquium Im ethnologischen Forschunskolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen, Fragestellungen und Ergebnissen ihrer laufenden Forschungen berichten. Bei regelmässiger Teilnahme können 2 Credits erworben werden, die bei freien oder weiteren Studienleistungen anrechenbar sind. Ergänzen Studierende die regelmässige Teilnahme durch eine Lektüregruppe, können sie zusätzlich 2 Social Credits erwerben. BA-Abschluss Um das Studium mit dem BA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 60 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/m der Dozierenden entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 30 Minuten zu zwei verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 5 und für die schriftliche Arbeit 25 Credits vergeben. 11 12 Leitfaden zum Studium der Ethnologie im MA (Master of Arts in Ethnologie / MA in Cultural and Social Anthropology) Voraussetzungen Ein Masterstudium in Ethnologie setzt ein Bachelorstudium voraus. Im Fach Ethnologie müssen mind. 60 Credits erworben worden sein. Von Inhaberinnen und Inhabern eines Bachelordiploms eines andern Faches können vor Aufnahme des Masterstudiums zusätzliche Leistungen in Ethnologie zur Bedingung gemacht werden. Zudem können in allen Fällen für den Abschluss des Masterstudiums weitere Auflagen gemacht werden. Musterstudienplan Masterstudium Das Masterstudium wird in zwei Varianten angeboten, die gewählt werden können: Ein Masterstudium mit Feldforschungspraktikum und eines ohne Feldforschungspraktikum. Für beide Varianten wird empfohlen im Rahmen der freien oder weiteren Studienleistungen im Fachbereich Ethnologie ein Seminar zu empirischen Methoden der Datenerhebung zu besuchen. Das Methodenseminar, in dem insbesondere qualitative Methoden der ethnologischen Feldforschung behandelt und auch geübt werden, bereitet auf einen mindestens dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Aus- oder Inland vor. Wird der Studiengang mit Forschungspraktikum gewählt, reduzieren sich die Freien Studienleistungen im Major oder Minor um vier Credits. Es gibt die Möglichkeit Social Credits im Rahmen des Forschungspraktikums zu erwerben. Im Folgenden wird nur der Musterstudienplan im Major aufgeführt. Auf Unterschiede zum Minorstudium wird in der anschliessenden Beschreibung der Veranstaltungstypen und Anforderungen eingegangen. Musterstudienplan Major mit Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 II Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar freier Wahl 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Forschungspraktikum Major 18 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Leistungen Major oder Minor, davon 2-6 Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 17 Musterstudienplan Major ohne Feldforschungspraktikum I MA-Abschluss Schriftliche MA-Prüfung Minor 5 Mündliche MA-Prüfung Major 10 MA-Arbeit Major 30 I Studienleistungen Major MAS Masterseminar in einem Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 MAS Masterseminar in zweiten Bereich der Ethnologie 4 Schriftliche, benotete Arbeit zum MAS 6 Weitere Leistungen Major 14 III Studienleistungen im Minor Min. Studienleistungen Minor 20 IV Freie Studienleistungen im Major oder Minor Freie Studienleistungen Major oder Minor, davon 2-6Cr zur Erweiterung der Sozialkompetenz 21 Veranstaltungstypen und Anforderungen im Masterstudium 13 Masterseminare (MAS) Masterseminare werden zu verschiedenen Bereichen der Ethnologie (Politik, Wirtschaft, Verwandtschaft, Migration und Ethnizität) angeboten. Außerdem werden regelmäßig Lehrveranstaltungen zu weiteren aktuellen Themen in das Lehrprogramm aufgenommen. Im MA-Major ohne Feldforschungspraktikum und im MA-Minor sollten die Masterseminare aus zwei verschiedenen Bereichen der Ethnologie gewählt werden. Masterseminararbeit Zu einem der in einem Masterseminar behandelten Themen sollte eine schriftliche Masterseminararbeit nach Absprache mit der jeweiligen Dozentin bzw. dem Dozenten angefertigt werden. Diese Arbeit wird benotet und ist auch als Übung für die Masterarbeit anzusehen. Sie soll einen Umfang von 20-25 Seiten haben. Im Major ohne Feldforschungspraktikum und im Minor werden zwei Arbeiten gefordert. Wichtig: Erst nachdem der Dozentin bzw. dem Dozenten eine Disposition (inklusive Literaturangaben) vorgelegt wurde und diese/r die Disposition (allenfalls unter dem Vorbehalt der Verbesserung) gutgeheissen hat, kann mit dem Abfassen der Arbeit begonnen werden bzw. gilt die Dozentin oder der Dozent als offizielle Betreuungsperson der Arbeit. Die schriftliche Arbeit, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Masterverfahren noch ausstehend sein darf, muss – wenn mit der /dem betreuenden Dozierenden nichts anderes vereinbart wurde - mindestens 4 Wochen vor dem letztmöglichen Abgabetermin eingereicht werden. Feldforschungspraktikum Das Feldforschungspraktikum von in der Regel 3 Monaten Dauer soll Studierenden die Möglichkeit geben, ein eigenes empirisches Forschungsvorhaben durchzuführen. Vorbereitung, Abfassen eines Exposés, Durchführung und Auswertung werden von den Lehrpersonen des Ethnologischen Seminars – die alle über Forschungserfahrung und Vertrautheit mit unterschiedlichen Regionen (Südostasien, Ozeanien u.a.) verfügen – intensiv betreut. Das Praktikum kann selbstständig, einzeln oder in Kleingruppen nach Absprache mit einem der Lehrenden oder als von einem Lehrenden betreutes eigenständiges Projekt durchgeführt werden. Bringen Organisations- und Betreuungsform eine intensivere Forschungstätigkeit mit sich, kann sich die Dauer des Praktikums auch verkürzen. Zielsetzungen des Feldforschungspraktikums: o Die Formulierung einer konkreten Fragestellung und eines Forschungsantrags soll geübt, o regionale Kenntnisse sollen vermittelt bzw. vertieft werden, o möglichst verschiedene Methoden sollen erlernt, o und die Erfahrung der Teilnahme am täglichen Leben in einer fremden Gesellschaft gemacht werden. Durch eigene Erfahrungen mit der ethnologischen Feldforschung können Studierende zum einen Ethnographien besser beurteilen und zum anderen ermöglichen sie die notwendige fundierte Quellenkritik. Neben der Stärkung der Methodenkompetenz kann ein Feldforschungspraktikum auch Regionalkompetenz vermitteln, die sich bei der späteren Stellensuche positiv auswirken kann, liegen doch Berufsperspektiven von AbsolventInnen sozial- und kulturanthropologischer Studiengänge erfahrungsgemäß auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, von Institutionen, die sich mit Migration befassen, oder im Museums- und Ausstellungsbereich. Hier sind regionale Kompetenzen meist ebenso gefragt wie fachliche. Ein erfolgreich durchgeführtes Feldforschungspraktikum kann außerdem die Grundlage der Masterarbeit bilden. Diese kann jedoch in jedem Fall auch auf einem Literaturstudium basieren. Am Ende des Feldforschungspraktikums ist ein Feldforschungsbericht im Umfang einer Hausarbeit auf Masterebene obligatorisch. Erst nach der Abgabe des Berichtes können die Credits angerechnet werden. Für die formelle Anrechnung des Feldforschungpraktikums ist der Fachstudienberater zu konsultieren, da eine Buchung der einzelnen Bestandteile des Praktikums online nicht möglich ist. MA-Abschluss Um das Studium mit dem MA abzuschließen, muss eine schriftliche Arbeit im Umfang von nicht mehr als 100 Seiten angefertigt werden. Das Thema wird gemeinsam mit einer/-m der Dozenten entwickelt. Außerdem wird eine mündliche Prüfung von 60 Minuten zu vier verschiedenen Themen abgelegt. Für die mündliche Prüfung werden 10 und für die schriftliche Arbeit 30 Credits vergeben. 14 15 Lehrveranstaltungen des Ethnologischen Seminars Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 16.09.2019 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Ausserdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen grösseren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung sowie die Klausur am Endes des Semesters sind Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Für die Vorlesung gibt es nach erfolgreich bestandener Klausur 3 CP und für das begleitend stattfindende Tutorat 1 CP. Das Tutorat – sofern es zustande kommt– ist nicht verpflichtend und für Studierende gedacht, die den in der Vorlesung vermittelten Stoff vertiefen und die Aufgaben besprechen wollen. Den Termin des Tutorats stimmen die TeilnehmerInnen zu Beginn des Semesters mit der Tutorin / dem Tutor ab. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Vorlesung Einführung in die Ethnologie Vorlesung im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Benotete Prüfung (3 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2013: Ethnologie. Einführung und Überblick. (8. Auflage). Berlin: Reimer. 16 Einführung in die Ethnologie Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 23.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 23.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: In diesem einführenden Proseminar wird auf der Basis eines Lehrbuchs und einer Reihe ausgewählter Filme ein erster Einblick ins Fach vermittelt. Anhand ethnographischer Beispiele aus aller Welt wird die Vielfalt und Breite des Fachs veranschaulicht und kulturelle Phänomene auch im Vergleich zur eigenen Gesellschaft diskutiert. Es werden klassische Themengebiete wie Verwandtschaft und Geschlechterbeziehungen, politische und wirtschaftliche Organisation oder Kosmologie und Ritual behandelt, sowie Grundbegriffe wie Klassifikation, Reziprozität oder Habitus erläutert. Zudem wird auf aktuelle Themen der Ethnologie wie Reproduktionsmedizin oder die Auseinandersetzung mit Naturkatastrophen eingegangen, sowie auf aktuelle Debatten wie die Rückführung von Museumsgegenständen in ihre Herkunftsländer oder die Ethnisierung des Politischen. Das Proseminar ergänzt die Vorlesung zur Einführung in die Ethnologie und kann parallel dazu oder zur Vor- oder Nachbereitung besucht werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Das Lehrbuch wird zu Beginn der Veranstaltung auf OLAT als PDF zur Verfügung gestellt. 17 Einführung in die Politikethnologie Dozent/in: Dr. des. Tobias Schwörer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 16:15 - 18:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Diese Einführungsveranstaltung bietet einen Einblick in klassische und aktuelle Themenbereiche und Fragestellungen der Politikethnologie. Anhand zahlreicher ethnographischer Fallbeispiele aus aller Welt werden politische Prozesse und sich daraus ergebende Konflikte in einfachen wie in komplexen Gesellschaftssystemen (Wildbeuter, tribale Gesellschaften, Staaten) untersucht. Es wird aufgezeigt, wie politische Macht zustande kommt und wie sie sich in unterschiedlichen Gesellschaftsformen - auch unserer heutigen globalisierten Welt - manifestiert. Es wird analysiert, welche Legitimationsstrategien politische Führer anwenden, um Macht zu erlangen und zu verteidigen, und unter welchen Bedingungen sich Beherrschte gegen die Forderungen und Dominanz politischen Eliten zur Wehr setzen können. Politische Konflikte zwischen Individuen, Interessengruppen oder Lokalgruppen und Staaten, sowie die Institutionen und Formen zu deren Beilegung durch Schlichtung, Vermittlung, Rechtsprechung oder Krieg werden ebenso thematisiert wie die vielfältigen Bezüge von politischen Strukturen zu Wirtschaft, Verwandtschaft und Religion. All diesen Themen gemeinsam ist, dass sie aus einer ausgeprägt ethnologischen Sichtweise - d.h. mit Blick auf die daran beteiligten Individuen und das soziale und kulturelle Umfeld, in dem sie sich bewegen - analysiert werden sollen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: tobias.schwoerer@doz.unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Lewellen, Ted C. 2003. Political Anthropology: An Introduction. 3rd Edition. Westport und London: Praeger. 18 Ethnologie des Lebensanfangs und -endes Dozent/in: Laura Katharina Preissler, M.A. Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 18.09.2019 FRO, HS 13 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Das Seminar gibt Einblicke in die ethnologische Erforschung der Anfänge des Lebens und seiner Vergänglichkeit. Prokreationsmodelle und Jenseitsvorstellungen, Praktiken, die Schwangerschaft, Geburt und Bestattung betreffen, haben EthnologInnen seit den Anfängen der Disziplin beschäftigt. Entwicklungen im Bereich der Biomedizin, wie assistierte Reproduktion oder lebensverlängernde Massnahmen bzw. assistiertes Sterben, sowie die zunehmende Medikalisierung von Geburt und Sterben haben gerade für MedizinethnologInnen neue Zugänge zu diesen Themen geschaffen und die Forschungen dazu erweitert. In diesem Seminar stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie legen Menschen in verschiedenen Situationen fest, wann und wie Leben beginnt oder endet? Welchen „Wert“ hat Leben zu verschiedenen Zeitpunkten in lokalen Kontexten? Wie werden die Grenzen zwischen Leben und Tod ausgehandelt? Gleichzeitig werden Begriffe wie „Anfang“ und „Ende“ und lineare Vorstellungen des Lebens problematisiert, wenn es etwa um Wiedergeburt, Auferstehung, Geisterwelt oder neue Biotechnologien geht. Ethnographische Untersuchungen zur künstlichen Befruchtung oder Stammzellenforschung, aber auch zu Infantizid und Organspende zeigen, wie eng verbunden Anfang und Ende des Lebens sein können. In Abgrenzung zum physischen Tod thematisieren EthnologInnen zudem auch Formen von sozialem Tod, von dem beispielsweise kinderlose Frauen und Männer, aber auch mit HIV/AIDS infizierte Personen betroffen sein können. Diese Themen werden im Seminar anhand konkreter Fallbeispiele, welche vorwiegend afrikanischen Kontexten, aber auch anderen Regionen entnommen sind, beleuchtet und mit relevanten theoretischen Ansätzen der Ethnologie verknüpft. Voraussetzungen: Bereitschaft englische Texte zu lesen, aktive Teilnahme Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: laura.preissler@unilu.ch Hinweise: English-speaking students are welcome to attend the course as well. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Gottlieb, Alma (2004): The afterlife is where we come from. The culture of infancy in West Africa, Chicago: The University of Chicago Press. Das, Veena & Han, Clara (2016): Living and dying in the contemporary world: a compendium, Oakland, University of California Press. Bledsoe, Caroline (2002): Contingent lives: fertility, time and aging in West Africa, Chicago: University of California Press. de Witte, Marleen (2003): Money and Death: Funeral Business in Asante, Ghana Africa: Journal of the International African Institute Vol. 73, No. 4 (2003), S. 531-559. Kaufman, Sharon R. & Morgan, Lynn M. (2005): The Anthropology of the Beginnings and Ends of Life, Annual Review of Anthropology, Vol. 34, pp. 317-341. 19 Ethnologie des Sports: “Ready, Set, Go!” Dozent/in: Katharina Steiner, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Menschen bewegen sich, spielen, verlieren und gewinnen – im Sport zeigt sich dies besonders deutlich. In diesem Proseminar befassen wir uns mit ethnologischen Perspektiven auf das Thema Sport und der Frage, wieweit Sport kulturspezifisch oder universal ist. Die Ethnologie des Sports hat in den letzten Jahrzehnten an Popularität gewonnen, ihre Wurzeln reichen jedoch bis in das vorletzte Jahrhundert. Geisteswissenschaftler stellten sich etwa schon früh die Frage, was denn “Sport” sei; Worin liegen die Gemeinsamkeiten von Curling, Fussball und Karate? Heute ergründet man unter anderem, warum eine dieser Sportarten weltweit besonders beliebt ist. Wir werden theoretische Grundlagen und Überlegungen dieses Interessenbereichs kennenlernen und miteinander diskutieren. Thematiken wie Kolonialismus, Globalisierung, Krieg, Nationalismus, Körper, Unterhaltung, oder Ritual, werden uns dabei begegnen. Zusätzlich werden wir ethnographische Texte zu Sport rund um den Globus lesen, von Rugby auf Fiji bis zu Boxen in Chicago. Über die Verbindung aus Theorie und ethnographischen Beispielen, nähern wir uns der facettenreichen Ethnologie des Sports an. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: katharina.steiner@unilu.ch Literatur Besnier, Niko & Susan Brownell 2012 Sport, Modernity, and the Body. Annual Review of Anthropology 41, 443—459. Besnier, Niko, Susan Brownell, and Thomas F. Carter 2018 The Anthropology of Sport; Bodies, Borders, Biopolitics. Oakland: University of California Press. Blanchard, Kendall 1995 The Anthropology of Sport; An Introduction. Westport: Bergin & Garvey. 2010 The Anthropology of Sport. In: Jay Coakley & Eric Dunning (eds): Handbook of Sport Studies. Los Angeles: SAGE, 144—156. Müller, Juliane, Christian Ungruhe, and Christian Peter-Oehmichen 2016 Neue Perspektiven einer Ethnologie des Sports. Zeitschrift für Ethnologie 141(1), 1—18. Traphagen, John W. 2015 Anthropology of Sport. In: Pamela J. Stewart & Andrew J. Strathern (eds): The Ashgate Research Companion to Anthropology. Surrey: Ashgate, 145—159. 20 Fluchtforschung in der Ethnologie Dozent/in: Clara Bombach, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Im Seminar werden Flucht und Vertreibung als komplexe Prozesse unter Berücksichtigung ihrer verschiedenen Gründe, Merkmale und Konsequenzen diskutiert. Die Studierenden befassen sich mit aktuellen Fluchtforschungen in der Ethnologie. Die Texte geben Einblicke in das Zusammenspiel von lokalen und geo-politischen Kräften, das individuelle Erleben von Flucht und Vertreibung und soziale und kulturelle Konsequenzen. Die Dozentin befasst sich derzeit mit dem Lebensalltag von Kindern in Schweizer Asylunterkünften. Sie wird im Seminar aus ihrer laufenden Forschung berichten und mit den Studierenden ausgewählte Feldnotizen und Materialien aus ihrer Arbeit mit Kindern analysieren und diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: clara.bombach@uzh.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Colson, Elizabeth 2003: Forced Migration and the Anthropological Response. In: Journal of Refugee Studies Vol. 16, No. 1, p. 2-18 Caroline B. Brettell & James F. Hollifield (Hrsg.) 2015: Migration Theory. Routledge. Eastmond, Marita 2007: Stories as Lived Experiences: Narratives in Forced Migration Research. In: Journal of Refugee Studies Vol. 20, No. 2, p. 248- 264. Gatrell, Peter 2015: The Making of the Modern Refugee. Oxford: Oxford University Press. Kaiser, Tanja 2014: Crisis? Which crisis? Families and forced migration. In: Crises and Migration. Ciritical Perspectives. Hrsg. von Anna Lindley. London and New York: Routledge, S. 181-202. 21 Methoden ethnologischer Feldforschung Dozent/in: Dr. phil. Anika König Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Feldforschung ist die zentrale empirische Methode der Ethnologie. Kenntnisse der verwendeten Verfahren und Techniken sind nicht nur zur Planung und Durchführung eigener Forschung Voraussetzung, sondern auch zur Quellenkritik. Nur wer versteht, wie Ethnologen und Ethnologinnen ihre Daten gewinnen, kann die Ergebnisse beurteilen, einordnen und kritisieren. In diesem Seminar werden theoretische Ansätze und praktische Übungen miteinander kombiniert, damit die TeilnehmerInnen lernen, das erarbeitete Wissen direkt anzuwenden. An Beispielen wird die Erhebung, Aufbereitung und Auswertung von Daten geübt. So können auch Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren und die Auswahl der geeigneten Forschungsmethode für unterschiedliche Fragestellungen kennengelernt werden. Durchführung: das Seminar findet wöchtentlich statt. Zwischen den Sitzungen werden jeweils die Texte erarbeitet und die Übungen durchgeführt. Die TeilnehmerInnen dokumentieren ihre Übungen in kurzen schriftlichen Zusammenfassungen, die zu festgelegten Terminen abgegeben und in der nächsten Sitzung nachbesprochen werden. Regelmäßige, pünktliche Teilnahme und Durchführung und Dokumentation der Aufgaben sind die Voraussetzungen für den Erwerb von Credit Points. Für weitere Credit Points kann eine zusätzliche schriftliche Aufgabe eingereicht werden. Voraussetzungen: Dieses Seminar richtet sich an Bachelor- und Master-Studierende, die eine eigene empirische Arbeit planen. Interessierte Doktorierende können nach Absprache ebenfalls teilnehmen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Methodenseminar im Bereich Religionsgeschichte (BA) Methodenseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft (BA) Methodenseminar in Ethnologie (BA) Methodenseminar in Religionswissenschaft Methodenübung in Wissenschaftsforschung (MA) Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: anika.koenig@unilu.ch Hinweise: Bitte melden Sie sich auf OLAT für den Kurs an. Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Pflichtlektüre: Bettina Beer (Hg.), 2008: Methoden ethnologischer Feldforschung. (Überarbeitete und erweiterte 2. Auflage). Berlin: Reimer. Das Buch kann bei Angabe der Lehrveranstaltung vergünstigt mit Hörerschein beim Studiladen gekauft werden. Weitere Literatur steht im Semesterapparat der Präsenzbibliothek. 22 Aktuelle Debatten in der Wirtschaftsethnologie Dozent/in: Dr. phil. Esther Leemann Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, HS 2 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Wie wirkt sich die Sparpolitik der öffentlichen Hand auf Gesellschaft und Umwelt aus? Wie beeinflusst die Aussicht auf schnelles Geld aus Rohstoffindustrie, boom crops oder Tourismus einen lokalen Kontext? Was haben Plantagen mit Monopoly, Infrastrukturgrossprojekten und Gewalt zu tun? Was ist, wenn das Problem der Armut darin besteht, dass sie für andere Menschen von Vorteil ist? Diese Fragen sind in grösseren Debatten um Globalisierung, Finanzialisierung, Kommodifizierung, Ressourcenmanagment und Widerstand eingebettet. In der Veranstaltung beschäftigen wir uns mit diesen aktuellen Fragen und Debatten der Wirtschftsethnologie und lesen dazu kürzlich erschienene Monographien. Das Detailprogramm und eine ausführliche Literaturliste werden in der Veranstaltung bekannt gegeben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: esther.leemann@me.com Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Bear, Laura 2015. Navigating austerity: currents of debt along a South Asian river. Stanford University Press. Desmond, Matthew 2016. Evicted. Poverty and Profit in the American City. New York: Crown Publishers. High, Mette M. 2017. Fear and Fortune. Spirit Worlds and Emerging Economies in the Mongolian Gold Rush. Ithaca and London: Cornell University Press. Li, Tania 2015. Land's End: Capitalist Relations on an Indigenous Frontier 23 Anthropology of the Body Dozent/in: Dr. phil. Anika König Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Do., 19.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In the last two decades, the body has become an important field of research within anthropology and related disciplines. While in the second half of the last century, philosophical, feminist, and poststructuralist approaches focused on the body at a rather abstract level, more recently, several anthropologists have begun to take a closer look at this topic in a more concrete, empirical way. This focus has ranged from ethnographers‘ direct and explicit bodily participation in social practices (such as Loic Wacquant, who trained in a boxing gym in Chicago, or Paul Stoller, who for many years was a sorcerer‘s apprentice with the Songhay in Mali and Niger) to bodily practices and experiences of the subjects of ethnographic research (e.g. Bourgeois' und Schonberg‘s research with drug addicts in the US or Teman’s research with gestational surrogates and commissioning parents in Israel). The Anthropology of the Body overlaps with many other, related, fields of anthropology – particularly Medical Anthropology, the Anthropology of the Senses, and phenomenological approaches to the body. In this course we will take a closer look at some of these case studies and use them as examples for the discussion of theoretical as well as practical questions. On the theoretical level, we focus on the role of the body in anthropology and current debates on this issue within the discipline. On a more practical level, we will talk about the possibilities we have as anthropologists to incorporate our own body and bodily sensations as well as those of the people who participate in our research, into our research and the ways we write about it. Voraussetzungen: This class is not suitable for beginning students. Participants should be familiar with the central concepts in anthropology. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar in Wissenschaftsforschung Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Wissenschaftsforschung MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: anika.koenig@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Bourgeois, P., and J. Schonberg. 2009. Righteous Dopefiend. Berkeley: University of California Press. Stoller, P. 1997. Sensuous Scholarship. Philadelphia: University of Pennsylvania Press. Teman, E. 2010. Birthing a Mother: The Surrogate Body and the Pregnant Self. Berkeley: University of California Press. Wacquant, L. 2004. Body & Soul: Notebooks of an Apprentice Boxer. Oxford et al.: Oxford University Press. 24 Ethnologie des Christentums Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 16.09.2019 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lange hat die Ethnologie das Christentum als Untersuchungsgegenstand übersehen, wenn nicht gar unterdrückt. Diese Vernachlässigung wiegt umso schwerer, als die christliche Missionierung mit dem Kolonialismus Hand in Hand ging und viele der von der Ethnologie erforschten Gesellschaften das Christentum schon lange vor der Begegnung mit den EthnologInnen angenommen oder es mit ihrer eigenen Religion verbunden hatten, aber auch, weil die ethnologische Theoriebildung, die schon früh der Religion galt, das Christentum sowohl als Gegenstand als auch als kulturspezifischen Hintergrund überging. Erst unter dem Eindruck der massenhaften Konversion zu (meist charismatischen) Formen des Christentums in den Ländern des Globalen Südens – wo heute die Mehrheit der Christen lebt – hat sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine "Anthropology of Christianity" herausgebildet, die die Versäumnisse zu beheben versucht. Der Herausbildung dieser neuen Teildisziplin, ihren Fragestellungen und Untersuchungsfeldern ist der 1. Teil des Seminars gewidmet. Im 2. Teil wenden wir uns ethnographischen Untersuchungen unterschiedlicher lokaler Ausformungen des Christentums und Konversionsprozessen im Globalen Süden zu. Im 3. Teil befassen wir uns dann mit diesen Konversions- prozessen in theoretischer Perspektive, in der u.a. Erklärungen der Konversion als Ausdruck der Modernisierung und Individualisierung, aber auch als Reaktion von Verlierern der Globalisierung oder als Versuch der Wiedergewinnung verloren gegangener traditioneller Identifikations- möglichkeiten oder lokaler Solidaritätsmechanismen vorgeschlagen wurden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Religionsgeschichte Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft BA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: werner.egli@unilu.ch Hörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Literatur Zur einführenden Lektüre empfohlen: Joel Robbins, The Anthropology of Christianity: Unity, Diversity, New Directions, in: Current Anthropology, 55/10, 2014: 157–171. (http://www.journals.uchicago.edu/doi/pdfplus/10.1086/678289) http://www.journals.uchicago.edu/doi/pdfplus/10.1086/678289 25 Feldforschung mit der Kamera – eine Einführung in die visuelle Dozent/in: Dr. phil. Mehdi Sahebi Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: 14-täglich Do., 19.09.2019, 16:15 - 20:00, ab 19.09.2019 FRO, 3.B01 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Forschung mit der Kamera bedingt ein anderes Vorgehen als eine klassische Forschung mit Stift und Notizblock. Im Unterschied zu einem schriftlichen Text, der in der Regel nach Abschluss der Forschungsarbeiten am Schreibtisch entsteht, beginnt die "Schreibarbeit" bei der Produktion eines ethnografischen Films bereits während der Drehphase. Das Seminar befasst sich mit verschiedenen Aspekten der filmischen Arbeit im Kontext ethnografischer Feldforschung. Mehdi Sahebi ist Ethnologe und Filmemacher. Seinen jüngsten Kinodokumentarfilm MIRR (2016) über das Thema Landgrabbing in Kambodscha, drehte er im Rahmen eines ethnografischen Forschungsprojekts unter der Leitung von Prof. Dr. Jürg Helbling. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: 14-tägig Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar in Ethnologie Methodenseminar im Bereich Religionsgeschichte (BA) Methodenseminar im Bereich Systematische Religionswissenschaft (BA) Methodenseminar in Religionswissenschaft Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Religionswissenschaft MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: mehdi.sahebi@doz.unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur Ballhaus, Edmund und Beate Engelbrecht (Hrsg.). 1995. Der Ethnographische Film. Einführung in Methoden und Praxis. Berlin: Dietrich Reimer Verlag. Barnouw, Erik. 1993. Documentary. A History of the Non-Fiction Film. Oxford. Beller, Hans (Hrsg.). 2002. Handbuch der Filmmontage. München. Geertz, Clifford. 1987. Dichte Beschreibung. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch Verlag. Hattendorf, Manfred. 1994. Dokumentarfilm und Authentizität. Ästhetik und Pragmatik einer Gattung. Konstanz. Heider, Karl G. 2006. Ethnographic Film. Austin: University of Texas Press. Hohenberger, Eva. 1988. Die Wirklichkeit des Films. Dokumentarfilm. Ethnographischer Film. Jean Rouch. Hildesheim: Georg Olms Verlag. Hohenberger, Eva. 1998. Bilder des Wirklichen. Texte zur Theorie des Dokumentarfilms. Berlin: Vorwerk 8. Monaco, James. 1995. Film verstehen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Oppitz, Michael. 1989. Kunst der Genauigkeit. München: Trickster. Pink, Sarah. 2009. Doing Sensory Ethnography. SAGE Publications. Schadt, Thomas. 2002. Das Gefühl des Augenblicks. Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms. Bergisch Gladbach. 26 Fundamental issues in cross-cultural understanding Dozent/in: Donald Gardner, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Socio-cultural anthropology, like other social sciences, has faced several quite general challenges to its claims to important and useful knowledge; but, because it seeks cross-cultural understanding, anthropology has often been thought to face more conceptual difficulties than other social sciences. More recently, however, anthropology's experience of cross-cultural encounters has given it a central place in the dialogues that followed „the crisis of representation“, in which an appropriate sensitivity to difference and its effects came to be regarded as crucial to adequate social science. Furthermore, globalization and the 'deterritorialization of cultures' has produced multi-cultural cities and suburbs around the world, which, in turn, have posed questions to governments no less than to the social sciences, questions that make the politics of interpretation highly salient. In this course we will examine these and related issues; not only because they are interesting and important in their own right, but because an appreciation of them is helpful in dealing with the various strands that constitute theory in the social sciences. A word of caution: the issues we will discuss are interconnected in ways that are not always obvious, and each of them is steeped in debate and controversy. Accordingly, we must not expect our considerations to produce definitive answers. We can hope, though, that we will learn to recognise some of the bad answers that are on offer, as well as to appreciate the extent of the subtle interconnections between different issues, so that the implications of deciding for or against any particular position will become clearer. This course would be helpful for later year students who have already found themselves bumping against the points where issues are sharpest, but it should also appeal to newcomers wishing for a broader context for their particular disciplinary or interdisciplinary studies. Die Ethnologie, wie andere Sozialwissenschaften auch, muss sich Herausforderungen bezüglich ihrer Wissensbasis stellen. Sie wird sogar als eine Wissenschaft wahrgenommen, die aufgrund ihres Ansatzes des interkulturellen Verstehens mit größeren konzeptionellen Schwierigkeiten als andere Sozialwissenschaften konfrontiert ist. In jüngerer Zeit hat die Ethnologie durch ihre Beschäftigung mit interkulturellem Verstehen in den sich auf die sogenannte "Krise der Repräsentation" beziehenden Diskursen eine zentrale Bedeutung gewonnen. Im Rahmen dieser Krise der Repräsentation wird die angemessene Sensitivität im Umgang mit Differenzen und ihren Auswirkungen als zentrales Moment der Sozialwissenschaften betrachtet. Darüber hinaus haben Globalisierung und die "Deterritorialisierung von Kulturen" weltweit multikulturelle Städte und Vorstädte hervorgebracht, die nicht nur an Regierungen sondern auch an die Sozialwissenschaften Fragen stellen. Diese Fragen betonen ganz besonders die Politik von Interpretationen. In diesem Seminar werden wir solche und damit zusammenhängende Fragen diskutieren, nicht nur weil sie an und für sich wichtig und interessant, sondern auch weil ihre Behandlung dabei helfen kann, die verschiedenen theoretischen Richtungen zu verstehen, die heute die Sozialwissenschaften ausmachen. Eine Mahnung zur Vorsicht: Die Themen, die wir diskutieren sind in einer Weise miteinander verbunden, die nicht immer offensichtlich ist, und ein jedes von ihnen ist durchdrungen von Debatten und Kontroversen. Dementsprechend sollten wir keine definitiven Antworten erwarten. Dennoch können wir hoffen zu lernen, einige der schlechten Antworten auf die diskutierten Fragen zu erkennen und zu meiden. Außerdem werden wir die subtilen Verbindungen zwischen verschiedenen Themen würdigen können, so dass die Folgen einer Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Position klarer werden. Dieses Seminar ist für fortgeschrittene Studierende hilfreich, die bereits über einige der größten Schwierigkeiten der Debatten über die Grundlagen interkulturellen Verstehens gestolpert sind; es ist jedoch auch für Anfänger geeignet, die ihre (inter-)disziplinären Interessen gerne in einen weiteren theoretischen Kontext einbetten möchten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden 27 Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: donald.gardner@alumni.anu.edu.au Literatur: Fay, Brian 2006 Contemporary Philosophy of Social Science. Malden, Oxford, Victoria: Blackwell. Risjord, Mark 2014 Philosophy of Social Science: A Contemporary Introduction. Routledge. Rosenberg, Alexander 2012 Philosophy of Social Science. Boulder, CO: Westview Press. Klassiker der Anthropologie Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Prof. Dr. Christiane Schildknecht Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Fragen nach der Natur des Menschen sowie nach der Einheit bzw. Vielfalt der Menschheit insgesamt sind für Ethnologie und Philosophie gleichermassen zentral. Denn die Anthropologie ist der Erforschung dessen gewidmet, was der Mensch "als freihandelndes Wesen aus sich selbst macht oder machen kann und soll" (Kant). Unterschiedliche anthropologische Konzeptionen bestimmen den Menschen in Abgrenzung vom Tier entweder als ein 'Mängelwesen' (J. G. Herder) oder betonen die kulturellen Leistungen des Menschen als 'Organersatz' (A. Gehlen). Andere Ansätze suchen die Natur des Menschen, ungeachtet seiner Rationalität, unter Einbezug von Erkenntnissen der empirischen Wissenschaften zu erfassen (M. Scheler, H. Plessner). Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar der Lektüre und Diskussion klassischer Texte zur Anthropologie u.a. von Kant, Herder, Rousseau, Gehlen, Scheler und Plessner aus aufklärerischer, lebensweltlich-phänomenologischer oder strukturalistischer Sicht. Voraussetzungen: Für Philosophiestudierende: Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften MA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Philosophie MA Hauptseminar im Bereich Praktische Philosophie Hauptseminar in Ethnologie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie BA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch / christiane.schildknecht@unilu.ch 28 The anthropology of heritage: an introduction Dozent/in: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Heritage is today omnipresent from special places, buildings and objects to dances, traditions and cultural practices. It may be natural and cultural, physical and non-physical, dead or alive found in distinct outside places, food practices or inside the walls and vitrines of museums. This course is about its multiple forms and how to make sense of the distinct representations, practices and politics of heritage. We shall look at different forms of heritage, explore different analytical approaches and learn from both local and global cases of heritage-making and contestation. The course is particularly relevant for students considering future work in relation to cultural policy, museum institutions or simply interested in the wide range of heritage dynamics that surround us. Course modalities will include a visit to a local heritage institution, but also exploring the role and practices of heritage in other regional and global policy contexts. Voraussetzungen: Interest in the topic. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Neuzeit Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: peter.larsen@unige.ch Literatur Brumann, C. and D. Berliner (2016). UNESCO World Heritage – Grounded? World Heritage on the Ground: Ethnographic Perspectives. Oxford and New York, Berghan. Geismar, H. (2015). Anthropology and heritage regimes. Annual Review of Anthropology, 44. Logan, W., Craith, M. N., & Kockel, U. (Eds.). (2015). A companion to heritage studies (Vol. 28). John Wiley & Sons. Smith, L., & Akagawa, N. (Eds.). (2008). Intangible heritage. Routledge. 29 Ethnographische Perspektiven auf Fast Money und Black Markets Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 12:15 - 14:00, ab 16.09.2019 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Dreams of sudden wealth and “get-rich-quick” schemes are very old in Western history. But they seem to be spreading in global social networks with the increasingly urgent push to find new raw materials and sources of energy to sustain the growth of the world’s economy, and with the increasing circulation of tourists, as people in locations very remote from the centres of hyper-consumption, who had hitherto experienced only trickles of local currency, witness surges of wealth through their regions, as governments and international companies invest vast sums in oil, gas and minerals and industrial-scale cash-cropping. To anthropologists studying change in the local and regional social settings affected by these ventures, global resonances and highly particular local responses interact to produce great analytical challenges. What drives local forms of engagement with these flows of capital and how do local processes of change unfold? How do negotiation, loss and resistance, affect the extent and nature of the changes that occur in local life-worlds? How is strategic engagement with these massive projects shaped by the social fields in place and by the imagination of social fields to come? One common feature of this apparent “casino capitalism” is the advent of “fast money” schemes, on scales ranging from the very local though the national to the international. Often these schemes are difficult to disentangle from state- and bank- sponsored micro-investment projects, especially for local hopefuls concerned to secure their future in a world in which access to sufficient cash is at once vital and difficult. Anthropological approaches have proved important in dissecting the micro-level processes that constitute people's engagement with and understanding of 'fast money' (e.g. pyramid selling schemes), and showing how these speak to broader debates about globalization, financialization, 'friction', capitalism, commodification, resistance, and resource management. We will read ethnographies that reflect on how the populations studied by anthropologists relate to these various manifestations of fast money. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch / Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie MA Hauptseminar im Bereich Politik und Recht Hauptseminar im Bereich Wirtschaft und Ökologie Masterseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft Masterseminar im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Masterseminar in Ethnologie Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft Weitere Studienleistungen im Modul Weltgesellschaft und Weltpolitik Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Hinweise: Zweisprachig Deutsch / Englisch Literatur Cox, John 2018 Fast Money Schemes. Hope and Deception in Papua New Guinea. Bloomington: Indiana University Press. High, Mette M. 2017 Fear and Fortune. Spirit Worlds and Emerging Economies in the Mongolian Gold Rush. Ithaca, London: Cornell University Press. Schuster, Caroline 2015 Social Collateral: Women and Microfinance in Paraguay's Smuggling Economy. Berkeley: University of California Press. 30 Forschungskolloquium Dozent/in: Dr. des. Tobias Schwörer Durchführender Fachbereich: KSF \ Ethnologie Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 16:15 - 18:00, ab 18.09.2019 FRO, HS 13 Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: The colloquium presents current on-going research of department members and invited guest speakers on a range of themes and problems. Students are highly encouraged to participate (and receive 2 credit points for this). They may also set-up reading groups, where selected texts are analyzed and discussed for which they receive additional 2 social competency points. Im Kolloquium werden aktuelle Forschungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seminars vorgestellt, aber auch Gäste eingeladen, die von Themen und Problemen aus ihren laufenden Forschungen berichten. Studierende können am Kolloquium teilnehmen und bei regelmäßiger Teilnahme sowie aktiver Vorbereitung 2 CP erhalten. Gründen Studierende eine Lektüregruppe, in der sie jeweils einen ausgewählten Text der Vortragenden lesen und diskutieren, können außerdem 2 Sozialkompetenzpunkte vergeben werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (2 Cr) Kontakt: tobias.schwoerer@doz.unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen 31 Anrechenbare Lehrveranstaltungen aus anderen Fachbereichen "We are not free." Ego-Dokumente nordamerikanischer Indianer Dozent/in: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Termine: Wöchentlich Mo., 16.09.2019, 14:15 - 16:00, ab 16.09.2019 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Über Jahrhunderte haben die nordamerikanischen Indianer Wissen und Informationen mündlich tradiert, weil sie keine Schrift im westlichen Sinn kannten. Erst als sie vollständig unter die Kolonialherrschaft der USA und Kanadas geraten waren, begann sich dies im späten 19. Jahrhundert gründlich zu ändern. Im Zuge einer ethnozidalen Politik, die versuchte, den Mitgliedern der First Peoples ihr Indianischsein auszutreiben, um sie völlig in der amerikanischen oder kanadischen Gesellschaft aufgehen zu lassen, mussten die meisten von ihnen das Lesen und Schreiben erlernen. Oft gegen ihren Willen in diese westlichen Kulturtechniken eingewiesen, versetzten sie diese umgekehrt in die Lage, auf neuartige Weise zu kommunizieren. Auf diese Weise entstand seit 1890 eine Unzahl von Ego- Dokumenten, also von Selbstzeugnissen, in denen historische Situationen als persönliche Biographien lesbar sind. Diese Texte geben oft einen tiefen Einblick in indianische Lebenswelten und den Eigensinn von Individuen. Auf schonungslose Weise beleuchten sie auch das an den First Peoples bis in unsere Tage begangene Unrecht. In diesem Masterseminar werden wir uns unter anderem mit den funkelnden, viel zu wenig bekannten Texten von Simon Pokagon, Charles Eastman, Arthur Parker, Luther Standing Bear, Clinton Rickard, Harold Cardinal, Clyde Warrior, Vine Deloria Jr., Mary Crow Dog, Russell Means und anderen auseinandersetzen und sie aus ihren spezifischen Entstehungskontexten heraus deuten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte MA Masterseminar aus dem Bereich Neuzeit Masterseminar in Ethnologie Studienschwerpunkt Medienanalyse Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch 32 Markt und Märkte: Theorien und Fallbeispiele Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: KSF \ Soziologie Termine: Wöchentlich Do., 26.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 26.09.2019 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Märkte gelten als zentrale Institutionen in verschiedensten Wirtschaftsformen und Gesellschaften. In einer kurzen Einführung soll die Bandbreite der unterschiedlichen Konzepte und Theorien von Markt skizziert werden. In den darauffolgenden Sitzungen werden Studierende die empirischen Fallbeispiele in Handouts zusammenfassen, in der jeweiligen Sitzung vorstellen und zur Diskussion stellen. Behandelt werden Bauernmärkte auf Java und in Marokko, die räumliche Verteilung von Marktorten in China, globale Warenketten sowie Finanzmärkte, aber auch Märkte ohne Staat, Gewaltmärkte, informelle Ökonomie in Städten und Tauschhandel in Neuguinea. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Soziologie BA Hauptseminar im Modul Organisationen Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Ethnologie & Wirtschaft Hauptseminar im Modul Wahlschwerpunkt Soziologie & Wirtschaft Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar in Soziologie Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Wahlpflichtbereich Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Soziologie BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat + Handouts) (4 Cr) Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Dekolonisation Afrikas Dozent/in: Prof. Dr. Daniel Speich Chassé Durchführender Fachbereich: KSF \ Geschichte Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Proseminar Inhalt: Der europäische Imperialismus hat die Welt geprägt. Das Proseminar blickt auf das Ende dieses Ausgreifens und nimmt sich am Beispiel Afrikas das Thema der „Dekolonisation“ vor, das bis heute kontrovers diskutiert wird. Im Zentrum stehen die 1960er-Jahre, als viele afrikanische Länder unabhängig wurden. Am Beispiel dieses zentralen Einschnitts in der Geschichte vieler nicht-europäischer Staaten führt der Kurs in das (global-)historische Denken und Forschen ein. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Geschichte BA Proseminar Einführung in die Ethnologie Proseminar im Bereich Neuzeit Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Geschichte BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (4 Cr) Begrenzung: max. 30 Teilnehmende Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Hinweise: Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Studierende der Geschichte und der Kulturwissenschaften mit Major Geschichte im BA-Studium auf Assessmentstufe. Lektüre zur Vorbereitung: Jansen, Jan C. und Jürgen Osterhammel: Dekolonisation. Das Ende der Imperie München 2013. 33 Schreibwerkstatt: Wissenschaftliches Schreiben Dozent/in: Cyrill Mamin, Dr. des. Roman Gibel, MA Katharina Steiner, MA Durchführender Fachbereich: KSF \ Diverse Termine: Wöchentlich Mi., 18.09.2019, 18:15 - 20:00, ab 18.09.2019 FRO, 4.B54 Studienstufe: Bachelor Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind textintensive Disziplinen. Das Lesen, Verstehen und Schreiben von Texten sind Kernkompetenzen eines solchen Studiums. Dies fällt nicht immer allen gleich leicht. Mit praktischen Übungen und Techniken werden in diesem Kurs die Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens vermittelt. Im Fokus steht das Schreiben von Seminararbeiten: Zunächst wird deshalb die Planung und erste Herangehensweise beim Schreiben einer Seminararbeit thematisiert und praktisch umgesetzt (Themenwahl, BetreuerInnen, Fragestellung und Exposé). In einem weiteren Schritt werden Aufbau, Inhaltsverzeichnisse und Zitierregeln behandelt. Darüber hinaus bietet der Kurs Hilfestellungen, Tipps und Tricks (mit Techniken wie Mindmaps, 6-Zeiler, Literaturrecherche). Das Seminar ist fächerübergreifend angelegt und begleitet das Schreiben einer eigenen Seminararbeit. D.h.: Die Studierenden suchen eine Betreuungsperson für eine Pro-/Hauptseminararbeit, die sie in ihrem Studium verpflichtend schreiben müssen. In der Schreibwerkstatt werden keine Arbeiten betreut, sondern reale Seminararbeiten begleitend unterstützt. Voraussetzungen: Weil wir das Gelernte unmittelbar umsetzen, wird erwartet, dass die Studierenden bereit sind, während des Kurses eine Seminararbeit zu verfassen (siehe Kursbeschreibung). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Ethnologie BA Freie Studienleistungen Geschichte BA Freie Studienleistungen Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik BA Freie Studienleistungen Judaistik BA Freie Studienleistungen Kulturwissenschaften BA Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Politikwissenschaft BA Freie Studienleistungen Soziologie BA Freie Studienleistungen Wissenschaftsforschung BA Methodenseminar in Judaistik (BA) Philosophie: Weitere Leistungen Profilierungsbereich Weitere Studienleistungen im Fach Judaistik BA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat) (2 Cr) Anmeldung: Eine Anmeldung im Uni Portal ist keine Garantie für die Teilnahme. Übersteigt die Anzahl der Anmeldungen die Zahl der verfügbaren Seminarplätze, werden die Seminarplätze unter den angemeldeten und in der ersten Sitzung anwesenden Studierenden verlost. Begrenzung: 30 Studierende. Studierende der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät haben gegenüber Studierenden anderer Fakultäten den Vortritt. Kontakt: katharina.steiner@unilu.ch / roman.gibel@unilu.ch Hinweise: Das Seminar richtet sich hauptsächlich an Studierende des 2. und 3. Semesters (da man für die Teilnahme ein Arbeitsthema und eine Betreuung braucht) sowie an Studierende, denen das Aufgleisen und Schreiben von Seminararbeiten Mühe bereitet. Material: Olat-Plattform Literatur · Eco, Umberto (1990): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeiten in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Heidelberg: Müller. (=UTB 1512) · Groebner, Valentin (2012): Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Paderborn: Konstanz University Press (Essay). 34 · Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6., aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB (UTB, 3154). · Krämer, Walter (1999): Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (1994): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main: Campus. · Kruse, Otto (Hg.) (1998): Handbuch Studieren. Von der Einschreibung bis zum Examen. Frankfurt/Main: Campus. · Reiners, Ludwig (2011): Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. 3. Aufl., ungekürzte Ausg. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv Sachbuch, 34358). . Schneider, Wolf (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 15. Aufl., überarb. Taschenbuchausg. München: Mosaik bei Goldmann Equality, Inequality, Justice: Problems of Contemporary Political Philosophy Dozent/in: Prof. Dr. phil. Martin Hartmann Durchführender Fachbereich: KSF \ Philosophie Termine: Wöchentlich Di., 17.09.2019, 10:15 - 12:00, ab 17.09.2019 FRO, 4.B51 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: A recent Oxfam Briefing Paper entitled „An Economy for the 1 %“ claims this: “The global inequality is reaching new extremes. The richest 1 % now have more wealth than the rest of the world combined.” Thomas Piketty, in his best-selling Capital in the Twenty-First Century, writes: “There is no fundamental reason why we should believe that growth is automatically balanced.” If these claims are right economic inequalities are on the rise within comparatively rich countries and between countries. But is this a problem? Are these inequalities unjust or does criticizing them just amount to envy (Hayek)? In this seminar we want to discuss these questions from a philosophical perspective that is open to political and economic arguments. We will deal with the so-called egalitarianism debate and its critique (Dworkin, Cohen, Frankfurt) and will also discuss economic arguments of a more descriptive kind (Piketty). Lastly, we will also discuss social psychological texts that claim the excessive inequalities have overall detrimental effects on a society. If possible teaching staff from the economics department or the political science department will join the course. Voraussetzungen: Besuch von mindestens einem Proseminar in Philosophie mit abgeschlossener (benoteter) schriftlicher Seminararbeit. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Sprache: Englisch Anrechnungsmöglichkeit/en: Freie Studienleistungen Philosophie BA Freie Studienleistungen Philosophie MA Hauptseminar im Bereich Praktische Philosophie Hauptseminar in Ethnologie Hauptseminar Philosophie der Ökonomie Profilierungsbereich Wahlmodul Kultur- und Sozialwissenschaften Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie BA Weitere Studienleistungen im Fach Ethnologie MA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie BA Weitere Studienleistungen im Fach Philosophie MA Prüfungsmodus / Credits: Aktive Teilnahme (Referat, Essay, Protokoll) (4 Cr) Kontakt: bea.schuler@unilu.ch Hörer/innen: Offen für Hörer/innen Literatur I. Hirose, Egalitarianism, New York 2014. R. Dworkin, Sovereign Virtue. The Theory and Practice of Equality, Cambridge/Mass. 2000. H. Frankfurt, On Inequality, Princeton 2015. T. Piketty, Capital in the Twenty-First Century, Cambridge/Mass. 2014. G. Cohen, If You’re an Egalitarian, How Come You’re so Rich?, Cambridge/Mass. 2009. Et hn ol og is ch es S em in ar Le hr ve ra ns ta ltu ng en im H er bs ts em es te r 20 19 M O N TA G D IE N ST AG M IT TW O C H D O N N ER ST AG 10 .1 5- 11 .0 0 W er ne r E gl i H au pt se m in ar Et hn ol og ie d es C hr is te nt um s H S1 2 Es th er L ee m an n H au pt se m in ar Ak tu el le D eb at te n in d er W irt sc ha fts et hn ol og ie H S2 La ur a Pr ei ss le r Pr os em in ar Et hn ol og ie d es Le be ns an fa ng s un d –e nd es H S1 3 An ik a Kö ni g H au pt se m in ar An th ro po lo gy o f t he B od y 3. B0 1 11 .1 5- 12 .0 0 12 .1 5- 13 .0 0 W er ne r E gl i Pr os em in ar Ei nf üh ru ng in di e Et hn ol og ie 4. B0 2 Be er B et tin a M as te rs em in ar Et hn og ra ph is ch e Pe rs pe kt iv en a uf Fa st M on ey u nd B la ck M ar ke ts H S1 1 Pe te r L ar se n H au pt se m in ar Th e an th ro po lo gy o f h er ita ge : an in tr od uc tio n 4. B5 1 Be tti na B ee r C hr is tia ne S ch ild kn ec ht H au pt se m in ar K la ss ik er d er A nt hr op ol og ie 4. B0 2 An ik a Kö ni g M et ho de ns em in ar M et ho de n et hn ol og is ch er Fe ld fo rs ch un g 3. B0 1 13 .1 5- 14 .0 0 14 .1 5- 15 .0 0 Be tti na B ee r Vo rle su ng Ei nf üh ru ng in d ie E th no lo gi e 3. A0 5 D on G ar dn er H au pt se m in ar Fu nd am en ta l i ss ue s in c ro ss -c ul tu ra l un de rs ta nd in g 4. B5 4 C la ra B om ba ch Pr os em in ar Fl uc ht fo rs ch un g in d er E th no lo gi e 4. B0 2 Ka th ar in a St ei ne r Pr os em in ar Et hn ol og ie d es S po rt s: “ R ea dy , Se t, G o! ” 3. B0 1 15 .1 5- 16 .0 0 16 .1 5- 17 .0 0 To bi as S ch w ör er Pr os em in ar Ei nf üh ru ng in d ie P ol iti ke th no lo gi e 4. B0 2 To bi as S ch w ör er K ol lo qu iu m H S1 3 M eh di S ah eb i 14 -tä gi g H au pt se m in ar Fe ld fo rs ch un g m it de r K am er a – ei ne E in fü hr un g in d ie vi su el le A nt hr op ol og ie 3. B0 1 17 .1 5- 18 .0 0 18 .1 5- 19 .0 0 Ka th ar in a St ei ne r; C yr ill M am in ; R om an G ib el Sc hr ei bw er ks ta tt: W is se ns ch af tli ch es S ch re ib en 4. B5 4 19 .1 5- 20 .0 0

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 23.07.2019

    pdf

    • Dokument

    2014_KVV_Master_WG_WP_HS_WEB.pdf

    Sonderveranstaltung Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2014 INFORMATION 2 Inhaltsverzeichnis Adressen ............................................................................................................................... 4 Termine ................................................................................................................................. 5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik ................................................. 6 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen……………………………………………………….10 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen ........................................................ 14 Modul Weltgesellschaft .................................................................................................... 14 Modul Weltpolitik .............................................................................................................. 34 Modul Forschung-Praxis-Methoden ................................................................................. 73 Kolloquien ........................................................................................................................ 84 Sonderveranstaltungen…..…………………………………………..…...................................89 3 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, Dr. des. Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Leitung Studiengang Prof. Dr. Bettina Beer Büro 3.A28 E-Mail: bettina.beer@unilu.ch 041 229 55 70 ordentliche Professur für Ethnologie und Prof. Dr. Joachim Blatter Büro 3.B16 E-Mail: joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 ordentlicher Professor für Politikwissenschaft Beteiligte Seminare KSF Politikwissenschaftliches Seminar E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Maria Ettlin 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 4 mailto:polsem@unilu.ch mailto:michael.buess@unilu.ch mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:joachim.blatter@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch mailto:ethnosem@unilu.ch mailto:histsem@unilu.ch mailto:oeksem@unilu.ch mailto:relsem@unilu.ch mailto:sozsem@unilu.ch mailto:rf@unilu.ch Termine Herbstsemester 2014 Lehrveranstaltungen von Montag, 15. September bis Freitag, 19. Dezember 2014 Ausfall der Vorlesungen: Donnerstag, 2. Oktober St. Leodegar (städtischer Feiertag) Donnerstag, 6. November Dies Academicus (vormittags vorlesungsfrei) Montag, 8. Dezember Maria Empfängnis Frühjahrssemester 2015 Lehrveranstaltungen von Dienstag, 17. Februar bis Freitag, 29. Mai 2015 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das UniPortal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/abschlussverfahren/ publiziert. Übersicht der angebotenen Lehrveranstaltungen Im digitalen Vorlesungsverzeichnis (https://vv.unilu.ch/site/vv/default.aspx) finden Sie jederzeit die aktuellsten Informationen zu allen angebotenen Lehrveranstaltungen des aktuellen Semesters. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (KSF) ist verbindlich und erfolgt ca. zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Semesterstart über das UniPortal. Separate Anmeldungen zu Vorlesungensprüfungen an der KSF sind normaler- weise nicht nötig. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) besteht grundsätzlich keine Anmeldepflicht für Lehrveranstaltungen. Allerdings ist für Prüfungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultat (RF) zwingend eine verbindliche Anmeldung über das UniPortal notwendig. Das Datum der Anmeldefrist sowie weitere Informationen zur Prüfungssession finden Sie auf der Prüfungswebseite der RF. Zugang zu Materialien der Lehrveranstaltungen Sowohl die KSF wie auch die RF arbeiten mehrheitlich mit der E-Learning Plattform OLAT. OLAT dient in erster Linie der Verbreitung von Informationen und Unterlagen zu den einzelnen Lehr- veranstaltungen. Es wird empfohlen, sich in die OLAT-Listen derjenigen Lernressourcen einzutragen, die Sie besuchen. 5 https://portal.unilu.ch/ https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/abschlussverfahren/ https://vv.unilu.ch/site/vv/default.aspx https://portal.unilu.ch/ https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/rf/pruefungen/ https://www.olat.uzh.ch/olat/dmz/ MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundierte Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regionalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst juristische Aspekte zunehmender internationaler Verrechtlichung und die ökonomische Analyse entgrenzter Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessender Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausgezeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 6 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von möglichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunktsetzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipieren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP aus den Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Bettina Beer (bettina.beer@unilu.ch) Professur Ethonologie und Prof. Dr. Joachim Blatter (joachim.blatter@unilu.ch) Professur Politikwissenschaft Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Dr. des. Michael Buess (michael.buess@unilu.ch) Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/studium/studienangebot/master/kultur-und-sozialwissenschaftliche- fakultaet/weltgesellschaft-und-weltpolitik 7 mailto:bettina.beer@unilu.ch mailto:joachim.blatter@unilu.ch http://www.unilu.ch/studium/studienangebot/master/kultur-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/weltgesellschaft-und-weltpolitik http://www.unilu.ch/studium/studienangebot/master/kultur-und-sozialwissenschaftliche-fakultaet/weltgesellschaft-und-weltpolitik Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik - Studienbeginn ab HS 2012 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Weltgesellschaft und Weltpolitik Vorlesung - 2 Vorlesung - 2 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Forschungskolloquium - 4 Weitere Studienleistungen - 14 Forschung – Praxis - Methoden Methodenseminar 4 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 bzw. 10+4 Variante 2: Methodische Spezialisierung Absolvierung methodischer Veranstaltungen im Rahmen des methodisch-empirischen Lehrangebots der KSF Oder: Absolvierung solcher methodischer Veranstaltungen (10 Cr) und Partizipation an einem einschlägigen wissenschaftlichen Workshop (4 Cr) Schriftliche Arbeit Methodische Forschungsarbeit 6 Freie Studienleistungen Studienleistungen Aus dem MA-Lehrangebot der KSF 10 Sozialkompetenz - 4 Masterverfahren Im Modul Weltgesellschaft oder Weltpolitik MA-Arbeit - 30 Im anderen Modul als MA-Arbeit MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 8 Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik – Studienbeginn vor HS12 Art der Veranstaltung Beschreibung CP √ Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 9 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Baumann: Buddha im Westen. Vom Heilsbringer zum Konsumgut Mi 10.15 – 12.00 VL Beer: Einführung in die Ethnologie Mo 13.15 – 15.00 VL Hasse: Institutionsanalyse Di 15.15 – 17.00 VL Mattioli: Der italienische Faschismus. Aufstieg, Profile und Folgen Do 10.15 – 12.00 VL Marchart: Medien – Politik – Kultur. Gesellschaftstheoretische Perspektiven Blockveranstaltung VL Speich: Geschichte der Europäischen Einigung Fr 10.15 – 12.00 HS Beer: Tradition und postkoloniale Moderne: Ethnologie der Philippinen Mi 15.15 – 17.00 HS Morikawa: Gibt es das Weltsystem für die intime Beziehung? Mo 13.15 – 15.00 HS Larsen: Anthropology of development Di 13.15 – 15.00 MAS Endres: Islam als Antwort? Fragen zu Bioethik, sozialer Gerechtigkeit und politischer Ordnung aus islamischer Perspektive Do 10.15 – 12.00 MAS Fünfschilling: Globalisierung und Organisation Di 13.15 – 15.00 MAS Groebner: Die hässlichen Touristen. Ein Projektseminar zur Geschichte der Ästhetik des Fremdenverkehrs Fr 09.15 – 11.00 MAS Hasse: Die Entstehung von Märkten und Organisationen Di 10.15 – 12.00 MAS Heintz: Globale Ungleichheit Mi 15.15 – 17.00 MAS Helbling/Mattioli: Indigene Völker und expandierende Staaten Mo 15.15 – 17.00 MAS Helbling/Diaz-Bone: Märkte Do 15.15 - 17.00 MAS Passarge: Non-Profit Organisationen Di 08.15 – 10.00 MAS Speich: Die Humanitäre Tradition der Schweiz Mi 10.15 – 12.00 MAS Stichweh/Ahlers: Politische Inklusion: Demokratie und ihre Alternativen Blockveranstaltung MAS Werron: Einführung in die Globalisierung- und Weltgesellschaftstheorie Mo 15.15 - 17.00 10 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Abegg: Die Staatsverwaltung zwischen Demokratie, Rechtsstaat und Markt Mi 17.15 – 19.00 VL Blatter: Demokratietheorien Mo 15.15 – 17.00 VL Caroni: Current Issues in Human Rights Law Do 10.15 – 12.00 VL Caroni: Migrationsrecht Do 15.15 – 17.00 VL Caroni: Völkerrrecht Di 13.15 – 15.00 Do 10.15 – 12.00 VL Coenen: Terrorism and the Law Mo 08.15 – 10.00 VL Diebold: The Law and Policy of the WTO Blockveranstaltung VL Fielder: African Law: Contemporary Issues in the Law of Sub-Saharan Africa: Crisis, Consituttionalism and Hope Blockveranstaltung VL Graber/Karavas: Regulation Without Law? Law and the Technologies of the Twenty-First Century Mi 15.15 – 17.00 VL Henne: Rechtsgeschichte totalitärer Systeme Di 15.15 – 17.00 VL Lüchinger: Ökonomische Theorie der Politik Mo 10.15 – 12.00 VL Lüchinger: Umweltökonomik Di 13.15 – 15.00 VL Moser: International Monetary Economics Fr 10.15 – 12.00 VL Moser: Wachstum und Entwicklung Fr 08.15 – 10.00 VL Schaltegger: Einführung in die Wirtschafts- und Finanzpolitik Do 10.15 – 12.00 VL Schaltegger: Public Economics Do 13.15 – 15.00 VL Spindler: Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance Mi 10.15 – 12.00 VL Topidi/Coenen: Comparative Consitutional Law in Action Mo 10.15 – 12.00 VL Topidi: Comparative Religious Right in the Public Sphere Do 15.15 – 17.00 HS Egli: Wettbewerbspolitik Di 17.15 – 19.00 HS Fossum: The democratic legitimacy of the EU Blockveranstaltung HS Gherghina: Political participation Do 13.15 – 15.00 HS Held: Gridlock: Why Global Cooperation is failing when we need it most. Blockveranstaltung HS Koch: Urban Politics / Metropolitan Governance Mo 13.15 – 15.00 HS Meyer: Macht und Legitimität: Klassische und aktuelle Perspektiven Mi 17.15 – 19.00 HS Oehri: Policy Diffusion und regionale Integration Di 15.15 – 17.00 HS Spindler: Der Staat in Theorie und Praxis internationaler und globaler Poltik Mi 13.15 – 15.00 MAS Arrighi: Understanding Boundaries in an Age of Migrations Blockveranstaltung MAS Baumann: Religion und die zweite Migrantengeneration in der Schweiz und Europa Di 1.0.15 – 12.00 MAS Hartmann: Foucaults Theorie der Gouvernementalität und Politik Mi 13.15 – 15.00 MAS Junk: Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungs- Do 15.15 – 19.00 14-tägig 11 design und Methoden in den Internat. Beziehunungen MAS Larsen: The anthropology of international governance Mi 10.15 – 12.00 MAS Liedhegener: Politik und Religion: Politikwissenschaftliche Grundlagen Di 10.15 – 12.00 MAS Lüchinger: Public Economics Blockveranstaltung MAS Serrano: China and India in the International Political Economy Do 10.15 – 12.00 MAS Tomczyk: International Forecasting and Simulations Di 08.15 – 10.00 MAS Wolczuk: EU-Russia Relations: Between Stratgic Partnership and Integration Rivalry Blockveranstaltung Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Diaz-Bone: Grundlagen der multivariaten Statistik Mi 18.15 – 19.00 HS Beer: Methoden ethnologischer Feldforschung Mo 15.15 – 17.00 HS Kirschschlager:Qualitatives Forschen in Organisationen Blockveranstaltung MAS Boes: Causal Inference Mo 08.15 – 10.00 MAS Elwert: Methoden computergestützter Textanalyse Blockveranstaltung MAS Huber: Einführung in Methoden der empirischen Religionsforschung I – qualitative Ansätze Mi 12.15 – 14.00 MAS Manderscheid: Analyse von Mediennutzungsdaten mit R Mi 15.15 – 17.00 MAS Manderscheid: Analysis of Social Structure and Social Behavior Do 13.15 – 15.00 MAS Mützel: Relationale Soziologie: Theoretische Ansätze und empirische Studien Mi 10.15 – 12.00 MAS Oglesby: Approaches and methods in consumer research Do 10.15 – 12.00 MAS Roth: Der digitale öffentliche Raum – Geschiche, Gemeinschaft und Sozio-semantische Netzwerke Blockveranstaltung Kolloquien Veran- staltung Dozent/in: Titel KOL Baumann: Forschungskolloquium: Migrantenreligionen im Westen Mi 13.15 – 15.00 KOL Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Di 17.15 – 19.00 KOL Bohn: Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft folgt KOL Dembinski/Köhrensen/Liedhegener/Pezzoli: Forschungskolloquium des Joint Degree Masters „Religion- Wirschaft-Politik“ Blockveranstaltung KOL Diaz-Bone: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Do 17.15 – 19.00 KOL Helbling/Egli: Kolloquium für BA- und MA-Studierende Mo 13.15 – 15.00 12 KOL Hasse: MA-Kolloquium Organisation und Wissen folgt KOL Heintz: Kolloquium Welgesellschaft/Theorien Blockveranstaltung KOL Mattioli/Speich/Kury/Ries: Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Di 17.15 – 19.15 14-tägig KOL Mützel: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Mi 15-15 – 17.00 Sonderveranstaltungen Veran- staltung Dozent/in: Titel Workshop Marauhn: International Environmental Law Blockveranstaltung Workshop Morawa: Diversity Management Blockveranstaltung Exkursion Maisenbacher: studentisch organisierte Exkursion des MA Weltgesellschaft + Weltpolitik folgt Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 13 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Buddha im Westen. Vom Heilsbringer zum Konsumgut Dozentin: Prof. Dr. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Bei einer wachsenden Zahl westlicher Sympathisanten finden buddhistische Meditationsformen und Lehrkonzepte ein grosses Interesse. Zudem beschreiben life-style-Magazine und Massenmedien den Buddhismus als die "Trend-Religion" des 21. Jahrhunderts und buddhistische Objekte sind verstärkt Gegenstände des alltäglichen Konsumguts geworden. Die medialen Darstellungen verstellen nur zu schnell den Blick auf die Unter- schiedlichkeit buddhistischer Ausdrucksformen und darauf, dass mittlerweile eine Vielzahl von buddhistischen Schulen, Traditionen und Orden in Ländern ausserhalb Asiens daran arbeiten, den Dharma (buddhistische Lehre) auf eine neue und auf Dauer abgestellte Präsenz hin zu entwickeln. Mehr noch, dem Schub der Institutionalisierung seit den 1970er Jahren folgten Ansätze und Konzepte, buddhistischen Lehren und Praxisformen ein so bezeichnetes "westliches Gepräge" zu geben. Selbstbewusst sprechen einige buddhisti- sche Orden und Zentren in Nordamerika und Europa von der Schaffung eines "westlichen Buddhismus". Das "Rad der Lehre" würde erneut gedreht. Ein neues, den Charakteristika westlich-industrieller Länder angepasstes "Fahrzeug" des Buddhismus sei im Entstehen. Mit einher geht ebenso die Vermarktung buddhistischer Artikel und die als Konsumgut gehandelten Objekte, Praxisangebote und Anti-Stress Seminare. Die Kolloquial-Vorlesung wird die Geschichten der Ausbreitung buddhi- stischer Ideen, Schriften und Praxisformen sowie die Zuwanderung von Buddhisten und Buddhistinnen aus Ländern Asiens in ausgewählten westlichen Ländern vorstellen. Im Speziellen sollen Organisationen und buddhistische Orden, die Konzepte eines "westlichen Buddhismus" favo- risieren, dargestellt werden, ebenso wie jüngste Tendenzen der Vermark- tung buddhistischer Konsumartikel. Die Kolloquial-Vorlesung wird Primär- und Sekundärtexte zur Vertiefung und eigenständigen Erarbeitung von Inhalten begleitend heranziehen. Nach Möglichkeit soll Bestandteil der Vorlesung auch eine Exkursion zu einem buddhistischen Zentrum sein. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: martin.baumann@unilu.ch Literatur: • McMahan, David L., The Making of Buddhist Modernism, Oxford 2008 • Prebish, Charles S., Baumann, Martin (eds.), Westward Dharma. Buddhism beyond Asia, Berkeley 2002.Waskönig, Dagmar Doko, Mein Weg zum Buddhismus. Deutsche Buddhisten erzählen ihre Geschichte, Bern 2003 • Journal of Global Buddhism, online: www.globalbuddhism.org 14 mailto:martin.baumann@unilu.ch Einführung in die Ethnologie Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung "Einführung in die Ethnologie" vermittelt einen Überblick über das Fach und das Studium der Ethnologie. Dabei geht es sowohl um wissenschaftliche Arbeitstechniken als auch um zentrale Fragestellungen, Begriffe, Themenbereiche, aber auch Geschichte und Methoden des Faches. "Kultur" und "Ethnie" etwa sind für die Ethnologie zentrale und umstrittene Konzepte, die in der Vorlesung erläutert werden. Außerdem werden die empirische Methode der ethnologischen Feldforschung und die dabei angewandten Verfahren der Datenerhebung vorgestellt. Nur wer Grundkenntnisse der empirischen Methoden hat, kann die Ergebnisse ethnologischer Forschungen nachvollziehen und bewerten. Die wichtigsten thematischen Bereiche der Ethnologie – Religion, Verwandtschaft/soziale Organisation, Politik und Wirtschaft – werden einführend vorgestellt und dabei gleichzeitig erste Einblicke in Theorien der Ethnologie vermittelt. Ein solcher Überblick hilft, weiterführende Informationen und Kenntnisse aus vertiefenden Seminaren in einen größeren Rahmen einzuordnen und dadurch besser zu verstehen. Während des Semesters werden kurze schriftliche Aufgaben gestellt, deren Lösung Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind. Unterrichtsmaterial, Texte und Illustrationen sowie ein Online-Forum sind auf OLAT bereitgestellt. Die Selbstorganisation eines begleitenden Lektürekurses, für den Social Credit Points vergeben werden, ist möglich. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur: • Beer, Bettina und Hans Fischer 2009: Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (3., überarbeitete und erweiterte Auflage). Berlin: Reimer. • Pflichtlektüre: Beer, Bettina und Hans Fischer (Hg.) 2011: Ethnologie. Einführung und Überblick. (7. Auflage). Berlin: Reimer. 15 mailto:bettina.beer@unilu.ch Institutionenanalyse Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 17.00, ab 16.09.2014 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Institutionenanalysen haben sich in der jüngeren Vergangenheit zu einem der bedeutsamsten Forschungsstränge der Sozialwissenschaften entwickelt – nicht nur in der Soziologie, sondern auch in benachbarten Disziplinen wie Politikwissenschaft und Ökonomie sowie neuerdings auch in der Publizistik und in den Kommunikationswissen-schaften. Im Zentrum der Aufmerksam- keit steht die soziale und kulturelle Prägung von Akteuren (wie Organisatio- nen, Staaten und Individuen), mit der sowohl Trends und tiefgreifende Veränderungen als auch unterschiedliche Entwicklungen erklärt werden. Die Vorlesung führt erstens in die ideengeschichtlichen Ursprünge dieser For- schungsrichtung ein, sie vermittelt zweitens Grundlagen des sog. Neuen Institutionalismus, und sie behandelt drittens aktuelle und in die Zukunft weisende Perspektiven. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Material: KSF: benotete Prüfung (Essay) / 2 raimund.hasse@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur • Greenwood, R. et al., 2008, Organizational Institutionalism. Oxford: Sage. • Hasse, R./ Krücken, G., 2005, Neo-Institutionalismus (2. Auflage). Bielefeld: Transcript. • Sandhu, S., 2012, Public Relations und Legitimität. Der Beitrag des organisationalen Neo- Institutionalismus. Wiesbaden: VS. 16 mailto:raimund.hasse@unilu.ch Der italienische Faschismus. Aufstieg, Profile und Folgen Dozent: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich, Do, 10.15 - 12.00, ab 18.09.2014 FRO, HS 5 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Benito Mussolinis faschistischer Polizeistaat hat zwischen 1925 und 1945 nicht nur die italienische Gesellschaft im Würgegriff gehalten, sondern wurde als „Urfaschismus“ von rechtsextremen Intellektuellen und Bewegungen als Vorbild für die eigene Nation („Italia docet“) angesehen. In dieser Vorlesung wird ein kritischer Überblick über die Regimegeschichte gegeben und gezeigt, dass sich die Mussolini-Diktatur immer stärker in Richtung eines expansionistischen Kriegsregimes entwickelte, das die Verantwortung für mindestens eine Million Tote trägt. Der „schöne Schein“ der Diktatur wird dabei ebenso in den Blick genommen wie die charismatische Herrschaft von Benito Mussolini, die zahllose Kriegs- und Besatzungsverbrechen ermöglicht haben. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Hinweise: aram.mattioli@unilu.ch Texte über OLAT Literatur • Arnd Bauerkämper, Der Faschismus in Europa 1918-1945, Stuttgart 2006 • Wolfgang Schieder, Der italienische Faschismus, München 2010 17 mailto:aram.mattioli@unilu.ch Medien – Politik – Kultur. Gesellschaftstheoretische Perspektiven Dozent: Prof. Dr. Oliver Marchart Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 03.10.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 04.10.2014, 09.15 - 16.00, Fr, 24.10.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 25.10.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung gibt einen Überblick über aktuelle Theorien der Medien, der Kultur und der Politik, mit Schwerpunkt auf den Cultural und Media Studies. Diese Theorien werden sozialwissenschaftlich eingeordnet und auf ihr Verhältnis zueinander befragt. Im Zentrum steht die Frage nach der politischen Dimension der Kultur und der Medien. Darüber hinaus wird in der Vorlesung der Frage nachgegangen, welche Rolle „die Gesellschaft“ in unserem Umgang mit Kultur und Medien zu spielen hat. Benötigen wir überhaupt noch einen Begriff von Gesellschaft? - oder gilt, was Margaret Thatcher sagte: „There is no such thing as society“.. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Material: oliver.marchart@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur • Oliver Marchart: Das unmögliche Objekt. Eine postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft, Berlin: Suhrkamp 2013. • Oliver Marchart: Cultural Studies, Konstanz: UVK 2008. 18 mailto:oliver.marchart@unilu.ch Geschichte der Europäischen Einigung Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich, Fr, 10.15 - 12.00, ab 19.09.2014 FRO, HS 8 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Entstehung der Europäischen Union wird zumeist als ein politisches Friedensprojekt verstanden. Gegen diese Lesart stellt die Vorlesung eine wirtschaftsgeschichtliche Perspektive. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Maastrichter Vertrag von 1992 wird die Bedeutung der Wirtschaftspolitik erkundet. Im Zentrum steht das Konzept der Marktintegration. Es geht darum, wie diese Idee ausformuliert und implementiert wurde und welche Wirkung ihr zukam. Auch die weltpolitischen Bezüge der Europäischen Marktintegration werden erkundet und das Verhältnis der Schweiz zu Europa ist ein Thema. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Material: daniel.speich@unilu.ch auf OLAT Literatur • Conway, Martin und Kiran Klaus Patel (Hg.): Europeanization in the twentieth century. Historical approaches, Basingstoke 2010. 19 mailto:daniel.speich@unilu.ch Tradition und postkoloniale Moderne: Ethnologie der Phlippinen Dozentin: Prof. Dr. Bettina Berr Duchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Philippinen sind eine heterogene Nation mit bewegter Kolonialgeschichte. Der Süden des Inselstaates ist islamisch, der Rest vorwiegend katholisch und heute stark unter dem Einfluss amerikanischer Erweckungsbewegungen. Der Regionalismus, mit der Betonung jeweiliger soziokultureller Besonderheiten, ist auf den Philippinen ausgeprägt. Die offizielle Landessprache ist Tagalog, gleichzeitig werden Englisch und Visaya (Cebuano) gesprochen. Zunächst spanische Kolonie, dann unter amerikanischer Verwaltung sind die Philippinen eine Nation Südostasiens, über die häufig geschrieben wird, sie sei besonders früh in Prozesse der Globalisierung eingebunden worden. Tatsache ist, dass die Migration auf und aus den Philippinen extrem hoch ist und die Heterogenität der Bevölkerung gross: Neben der philippinische Mehrheitsbevölkerung spielen nach wie vor ethnische Minderheiten sowie chinesische und indische Gemeinschaften eine wichtige Rolle. Auch Remigranten verschiedener Epochen aus den USA und Europa haben einen besonderen Status. Mit ihrer kulturell-sprachlichen Nähe zu Mikronesien, asiatischen Einflüssen und europäisch-amerikanischen Kolonialgeschichte entziehen sich die Philippinen gängigen regionalen Zuordnungen der Ethnologie. Sie sind somit sehr gut geeignet, neuere Theorien zu Kulturwandel, Modernität, Globalisierung, Staatlichkeit und politischer Organisation kritisch zu diskutieren. In dem Seminar wird es sowohl um die Ethnographie ethnischer Minderheiten gehen, als auch um die "modernen" Philippinen, die gekennzeichnet sind durch Tourismus, Prostitiution, Arbeits- und Heiratsmigration, ethnische Konflikte, Korruption, Klientelismus, Beliebtheit von Technik und neuen Medien. Durch klassische und neue problemorientierte Ethnographien werden Einblicke in Geschichte und Alltag gegeben. Das Seminar dient zur Vorbereitung eines geplanten Feldforschungspraktikums, das maximal fünfzehn Studierenden die Möglichkeit geben soll, auf der philippinischen Insel Bohol ein eigenes Forschungsvorhaben durchzuführen. An dem Seminar können auch Studierende teilnehmen, die nicht auf die Exkursion mitkommen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literaturauszug • Cannel, F. 1999. Power and Intimacy in the Christian Philippines. (Cambridge Studies in Social and Cultural Anthropiology 109). Cambridge: Cambridge University Press. • Constable, N. 2003. Romance on a global stage. Pen pals, virtual ethnography and 'mail order' marriages. Berkeley and Los Angeles, California: University of California Press. • Eder, James F. 1993. On the Road To Tribal Extinction. Depopulation, Deculturation, and Adaptive Well- Being among the Batak of the Philippines. Quezon City: New Day Publishers. • Griffin, P. Bion and Agnes Estioko-Griffin (Hg.) 1985. The Agta of Northeastern Luzon: Recent Studies. Cebu City: University of San Carlos. • Headland, Thomas N. (ed.) 1992. The Tasaday Controversy: Assessing the Evidence. (AAA scholarly series, special publication no. 28). Washington: American Anthropological Association. 20 mailto:bettina.beer@unilu.ch Gibt es das Weltsystem für die intime Beziehung? Dozent: PD Dr. rer. Pol. Takemitsu Morikawa Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 15.09.2014 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft ist das System für Intimbeziehungen bzw. Liebe neben anderen Funktionssystemen wie von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion u.a. ausdifferenziert. Existiert jedoch das Weltsystem für Intimbeziehungen wie Weltpolitik, Weltwirtschaft, Weltwissenschaft und Weltreligion? Wenn ja, in welchem Sinne? Mit dieser Leitfrage wird sich dieses Seminar mit verschieden Aspekten der "Weltsystem für Intimbeziehungen" beschäftigen. Zu Diskussionsthemen sollen gehören: 1. die romantische Liebe als Institution der modernen Gesellschaft. Was ist "Romantische Liebe"?; 2. Verbreitungsmedien der Liebessemantik (Roman, Zeitschriften, Kinofilme, Fernsehdramen, u.a.); 3. Formen und Wandel von Intimbeziehungen im kulturellen und historischen Vergleich; 4. Ende der Liebe? Freundschaftssemantik und Liebessemantik; 5. Polyamore Bewegung; 6. Moderne Liebe und Homosexualität. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: takemitsu.morikawa@unilu.ch Literatur • Freiesleben de Blasio, Birgitte et al., Preferential Attachment in Sexual Networks, PNAS 104, 2007, 10762-10767 • Herzog, Dagmar, Sexuality in Europe. A Twentieth-Century History, Cambridge 2011 • Jankowiak, William R. (Hg.), Intimacies. Love and Sex Across Cultures, New York 2008 • Jankowiak, William R./Fischer Edward F., A Cross-Cultural Perspective on Romantic Love, Ethnology 31, 1992, 149-155 • Kluckhohn, Paul, Die Auffassung der Liebe in der Literatur des 18. Jahrhunderts und in der Romantik,Tübingen 1966 • Lenz, Karl: Paare in Spielfilmen – Paare im Alltag, in: Manfred Mai/Rainer Winter (Hrsg.), Das Kino der Gesellschaft – die Gesellschaft des Kinos. Interdisziplinäre Positionen, Analysen und Zugänge, Köln 2006, 117-147. • Lenz, Karl: Soziologie der Zweierbeziehung. Eine Einführung. 4. Aufl., Wiesbaden 2009.: VS Verlag für Sozialwissenschaften. • Leupold, Andrea, Liebe und Partnerschaft: Formen der Codierung von Ehen. Zeitschrift für Soziologie 12, 1983, 297-327 • Luhmann, Niklas, Liebe als Passion: Zur Codierung von Intimität, Frankfurt 1982 • Morikawa, Takemitsu (Hg.), Die Welt der Liebe. Liebessemantiken zwischen Globalität und Lokalität, Bielefeld 2014 • Padilla, Mark B. et al. (Hg.), Love and Globalization, Nashville 2007 • Therborn, Göran, Between Sex and Power. Family in the World 1900-2000, London 2004 • Wang, Hong-Zen/Hsiao, Hsin-Huang Michael (Hg.), Cross-Border Marriages with Asian Characteristics, Taipei 2009. 21 mailto:takemitsu.morikawa@unilu.ch Anthropology of development Dozent: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 6.09.2014 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: “Development” covers a wide range of social phenomena from international cooperation and NGO activities in the North to national planning and local grassroots projects and social struggles in the global South. This course offers an anthropological introduction and perspective on both the concept and its practice. The course treats development as a distinct and rapidly evolving social field worthy of anthropological enquiry. It briefly introduces its historical roots as well as it contemporary expressions. The course will address a number of contemporary development challenges and topics as well as examining the organizations and people involved “developing” the world – or being “developed”. On the one hand, ethnographic studies of development institutions, actors and projects will be discussed to build an understanding of the multi-facetted phenomenon. On the other hand, case studies from the Swiss development field will be introduced to show practical applications and opportunities for further research and engagement. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: aktive Teilnahme (Essay und Referat) / 4 peter.larsen@unilu.ch Literatur • de Sardan, Jean-Pierre Olivier: 2005 Anthropology and development: understanding contemporary social • change. London and New York: Zed books. • Escobar, Arturo: 1995 Encountering development: the making and unmaking of the third world. Princeton: • Princeton University Press. • Li, Tania Murray: 2007 The will to improve: governmentality, development and the practice of politics. Durham: • Duke University Press. • Mosse, David: 2005 Cultivating development: an ethnography of aid policy and practice. London and Ann • Arbor: Pluto Press. • Rist, Gilbert: 2002 The history of development: from western origins to global faith, 2nd edition. London & New • York: Zed books. 22 mailto:peter.larsen@unilu.ch Islam als Antwort? – Frange zu Blioethik, sozialer Gerechtigkeit und politischer Ordnung aus islamischer Persektive Dozent: Dr. phil. Jürgen Endres Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 18.09.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Die aktuellen technologischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen stellen auch für die so genannte „islamische Welt“ eine Herausforderung dar und werfen kontinuierlich neue Fra¬gen auf. Antworten auf solche Fragen suchen auch islamische Denkerinnen, Den-ker und Rechts¬gelehrte. Ist Gentechnologie mit dem Islam vereinbar? Was sagen muslimische Autoritäten zu Fragen des Umweltschutzes und sozialer Gerechtigkeit? Wie sollte eine Gesellschaft strukturiert, wie staatlich und rechtlich konstituiert sein? Wie kann Feminismus islamisch begründet werden? Ziel des Seminars ist es vor diesem Hintergrund, u.a. auf Basis von publizistischen Texten und islamischen Rechtsgutachten, verschiedene Antworten auf diese Fragen zu untersuchen und ver¬gleichend zu analysieren. • Überblick über islamische Diskurse zu aktuellen Themen • Erfassen und Einordnung verschiedener Positionen • Darstellung dieser Positionen in Form von Kurzreferaten Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Kurzreferat) / 4 Kontakt: juergen.endres@unilu.ch 23 mailto:juergen.endres@unilu.ch Globalisierung und Organisation Dozentin: Lea Fünfschilling, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich, Di, 13.15 – 15.00, ab 16.09.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Dieses Masterseminar beleuchtet den Zusammenhang zwischen Globalisierungsprozessen und Organisationen. Dieser Zusammenhang ist wechselseitig und wird dementsprechend aus zwei Perspektiven diskutiert: Zum einen steht die Frage im Vordergrund, wie Organisationen durch ihre globalen Tätigkeiten zum Voranschreiten der Globalisierung beitragen in dem sie Praktiken, Strukturen und kulturelle Muster verbreiten. Zum anderen werden wir uns anschauen inwiefern die Globalisierung das Aufkommen bestimmter Organisationen und Organisationsformen begünstigt, so z.B. von transnationalen Unternehmen, bestimmten politische Strukturen oder kulturellen Institutionen. Diese Fragen werden aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven diskutiert (Organisationswissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften) und anhand verschiedener Phänomene erläutert, wie z.B. ‚Glocalization‘, ‚World Polity‘, Weltgesellschaft oder ‚Global Governance‘. Das Seminar stützt sich auf theoretische Literatur sowie auf empirische Fallbeispiele. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay/Referat) / 4 Kontakt: lea.fuenfschilling@unilu.ch Literatur • Drori, G., Höllerer, M., Walgenbach, P. (2014). Global Themes and Local Variations in Organization and Management: Perspectives on Glocalization. Routeledge. • Meyer, J. (2005). Weltkultur. Wie die westlichen Prinzipien die Welt durchdringen. Suhrkamp. • Stichweh, R. (2009). Das Konzept der Weltgesellschaft. Genese und Struktur eines globalen Gesellschaftsystems. Working Paper Universität Luzern.. 24 mailto:lea.fuenfschilling@unilu.ch Die hässlichen Touristen. Ein Projektseminar zur Geschichte der Aestetik des Fremdenverkehrs Dozent: Prof. Dr. phil. Valentin Groebner Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Fr, 09.15 – 11.00, ab 19.09.2014 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die meisten Europäer fahren sehr gerne an aussergewöhnlich pittoreske Orte, um deren landschaftliche und kulturelle Schönheiten in sich aufzunehmen. Weniger begeistert sind sie gewöhnlich vom Aussehen der anderen Touristen, die sie dort antreffen - ihren eigenen Kollegen, wenn nicht Doppelgängern. In der Geschichte des modernen industriellen Fremdenverkehrs der letzten eineinhalb Jahrhunderte ist die Klage über die Banalisierung und Bedrohung des Schönen durch seine falschen Besucher (die anderen nämlich) zum festen, getreulich wiederholten Topos geworden. Ihm ist dieses Projekt- seminar gewidmet. Was sind die Wechselwirkungen zwischen den Orten des Schönen und ihren Besuchern? Welche besonderen Typen von Hässlichkeit sind gemeint, wenn von der Zerstörung eines aussergewöhnlich schönen Ortes durch seine touristische Inanspruchnahme die Rede ist? Die Stadt Luzern mit ihren etwas über fünf Millionen auswärtigen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr dient uns dabei als Ausgangspunkt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: valentin.groebner@unilu.ch Literatur • Hans Magnus Enzensberger: Theorie des Tourismus (1957), in Ders.: Einzelheiten, Frankfurt/M. 1962, seither mehrfach neu abgedruckt. • Thomas Steinfeld (Hg.): Die Zukunft des Reisens, Frankfurt/M. 2012 25 mailto:valentin.groebner@unilu.ch Die Entstehung von Märkten und Organisationen Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 16.09.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Gegenstand der Veranstaltung ist ein anspruchsvolles Buch, das kürzlich von zwei überaus einflussreichen Sozialwissenschaftlern veröffentlicht worden ist. Während John F. Padgett als Schlüsselfigur der aktuellen Netzwerkdebatte in Erscheinung getreten ist, gilt Walter W. Powell als wichtiger Vertreter des Neo-Institutionalismus. Auf der Grundlage einer Synthese beider Theorieperspektiven versuchen die Autoren eine Antwort auf die Frage zu entwickeln, wie Neuerungen erklärt werden können. Die Veranstaltung ist als Lektürekurs konzipiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch Literatur • Padgett, J.F./ Powell, W.W., 2012, The Emergence of Organizations and Markets. Princeton, NJ: Princeton University Press. 26 mailto:raimund.hasse@unilu.ch Globale Ungleichheit Dozentin: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine:: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2014 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar befasst sich mit globaler Ungleichheit aus einer soziologischen und historischen Perspektive: Gab es globale Ungleichheit schon immer oder ist sie ein historisch relativ neues Phänomen? Was meint und wie misst man globale Ungleichheit? Was sind die Ursachen und Verlaufsformen globaler Ungleichheit und über welche Massnahmen kann man sie reduzieren? Der erste Teil des Seminars befasst sich mit der Entwicklung, der Vermessung und der Entdeckung globaler Ungleichheit als soziales Problem. Im zweiten Teil geht es um die Erklärungsmodelle globaler Ungleichheit: Wie wird globale Ungleichheit erklärt? Inwieweit lassen sich Theorien nationaler Ungleichheit (z.B. P. Bourdieu) auf globale Ungleichheit übertragen? Was ist der Erklärungsgegenstand: die Ungleichheit zwischen Ländern oder die Ungleichheit zwischen Individuen? Im dritten Teil des Seminars werden spezifische Probleme aufgegriffen und anhand von empirischem Material diskutiert: das Verhältnis von Armut und globaler Ungleichheit, die Bedeutung von Kolonialismus und Imperialismus, der Wandel und die Kritik der Entwicklungspolitik, die Rolle von UN, IWF und Weltbank und der Zusammenhang zwischen globaler Ungleichheit und interreligiösen Konflikten. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch oder marta.waser@unilu.ch Literatur • Babb, Sarah (2012): The Washington Consensus as transnational policy paradigm: Its origins, trajectory and likely successor, Review of International Political Economy 20, 2, 268-297. • Finnemore, Martha (1996): Norms and Development: The World Bank and Poverty. S. 89-127 in: Dies.: National Interests in International Society. Ithaka: Cornell University Press. • Firebaugh, Glenn (2004): Accounting for the Recent Decline in Global Income Inequality, American Journal of Sociology 110, 2, 283-312. • Speich, Daniel (2011): The Use of Global Abstractions: National Income Accounting in the Period of Imperial Decline. Journal of Global History 6, 7-28. 27 mailto:bettina.heintz@unilu.ch mailto:marta.waser@unilu.ch Indigene Völker und expandierende Staaten Dozenten: Prof. Dr. Jürg Helbling Prof. Dr. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Im Zentrum des Seminars stehen historisch und ethnographisch dokumentierte Fallbeispiele von indigenen Völkern, die mit Repräsentanten expandierender Staaten zusammentreffen. Offiziere, Polizisten, Richter und Beamte, aber auch Siedler und Missionare verfolgten jeweils spezifische Interesse und verhielten sich auf eine je spezifische Weise zu den indigenen Völkern. Diese wiederum reagierten in jeweils sehr unterschiedlicher Weise: die von – gewaltsamem oder passivem – Widerstand oder Rückzug, über Handel, Lohnarbeit und Allianz bis zu Assimilation und Integration in eine staatliche Gesellschaft reichen konnte. - Panindianische Konföderation der Shawnee (USA) unter Blue Jacket und Tecumseh (1790-1813) - Auf friedliche Mittel setzende Verteidigung des alten Landes der Cherokee (USA) in der Removal Ära (1829-1840) - Konflikte mit Siedlern in Deutsch-Südwest und Aufstand der Herero und Nama, der von Kolonialarmee in einem genozidalen Kriegszug niedergeschlagen wurde (1884 bis 1908) - Reaktion der Mehrheitsbevölkerung der Amharen auf die italienische Invasion in Äthiopien (1935-1942) - Allianz und Feindschaft der küstenferneren Iban (Borneo) auf den expandierenden Brooke-Staat in Sarawak, der von küstennäheren Iban- Gruppen unterstützt wird (1848 bis 1920) - Pazifizierung der Mai Enga (Papua Neuguinea) durch australische Polizeitruppen, aber auch andere durch Verzicht auf Krieg anfallende Vorteile (1940 bis 1990) - Überraschend schnelle Beendigung der Kriege bei den Waorani (Tiefland von Ecuador) durch zwei Missionarinnen, ohne Gewalt, jedoch mit materiellen Anreizen (1955 bis 1980). Das Ziel des Seminars besteht darin, auf der Basis dieser ethnographisch- historischen Fallbeispiele Muster der Interaktion zwischen Indigenen Gruppen und Repräsentanten expandierender Staaten zu ermitteln. Eine ausführliche Bibliographie wird zu beginn des Semesters vorliegen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Mitarbeit an der Bearbeitung und Präsentation einer Fallstudie, Mitarbeiten am Verfassen eines Handouts (10 bis 20 Seiten) / 4 Kontakt. juerg.helbling@unilu.ch oder aram.mattiol@unilu.ch 28 mailto:juerg.helbling@unilu.ch mailto:aram.mattiol@unilu.ch Märkte Dozenten: Prof. Dr. Jürg Helbling Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 18.09.2014 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Märkte gelten als zentrale Institutionen der verschiedensten Wirtschaftsformen und der verschiedensten Gesellschaften. Aber was sind Märkte eigentlich und wie funktionieren sie? Welche Arten von Märkten kann man unterscheiden? Wie werden Märkte durch Akteure hergestellt und gehandhabt? Die Ethnologie und die Soziologie haben verschiedene Ansätze zur Analyse der unterschiedlichen Marktformen und Marktpraktiken entwickelt. Märkte werden hierbei auch unterschiedlich konzipiert, als Mechanismen, als Räume, als Orte mit Regeln etc. Das Seminar soll einen transdisziplinären Abriss dieser Ansätze geben und in die Marktethnologie und die Marktsoziologie einführen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme: vorbereitendes Bearbeiten von Fragen zur Lektüre sowie eine Kurzpräsentation / 4 Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch oder rainer.diazbone@unilu.ch Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben. 29 mailto:juerg.helbling@unilu.ch mailto:rainer.diazbone@unilu.ch Non-Profit Organisationen Dozentin: Dr. phil. Eva Passarge Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 08.15 - 10.00, ab 16.09.2014 FRO,4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Non-Profit Organisationen werden in der heutigen Gesellschaft eine zentrale Rolle als Akteure jenseits von Markt und Staat zugeschrieben und sie sind in ganz unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen, Sport, Kultur, Religion und Umwelt vorzufinden. Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns zunächst mit der Ent- wicklung von Non-Profit Organisationen und deren Besonderheiten als Organisationstypus und schauen uns dann unterschiedliche Non-Profit Sektoren im internationalen Vergleich an ebenso wie aktuelle Diskursfelder zu Non-Profit Organisationen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: eva.passarge@unilu.ch Literatur • Anheier, Helmut K. (2005): Nonprofit Organizations: Theory, Management & Policy. London and New York: Routledge. • Powell, Woody and Richard Steinberg (eds.) (2006): The Nonprofit Sector: A Research Handbook. Yale: University Press. 30 mailto:eva.passarge@unilu.ch Die Humanitäre Tradition der Schweiz Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Vor 150 Jahren, im August 1864, unterzeichneten zwölf Staaten in Genf eine Konvention „betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen“. Das Seminar macht aus diesem Jubiläumsanlass die Geschichte der Humanitären Tradition der Schweiz zum Thema. Es geht um das Verhältnis der Schweiz zu den Genfer Konventionen und zum IKRK. Die Aufnahme der Bourbaki-Armee und die Schweizer Neutralität sind Gegenstand. Und wir blicken auf die Flüchtlingspolitik der Schweiz im Zweiten Weltkrieg und auf die Asylpolitik bis zur Gegenwart. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt. daniel.speich@unilu.ch 31 mailto:daniel.speich@unilu.ch Politische Inklusion: Demokratie und ihre Alternativen Dozierende: Prof. Dr. Rudolf Stichweh Prof. Dr. Anna L. Ahlers Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 10.10.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 11.10.2014, 09.15 - 16.00, Fr, 07.11.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 08.11.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar versucht in der Form der Zusammenarbeit zwischen einem Soziologen und einer Sinologin und Politologin eine systematische Bestandaufnahme der politischen Regimes der gegenwärtigen Welt. Es benutzt für diesen Zweck als ein zentrales analytisches Instrument die soziologische Theorie der Inklusion, die behauptet, dass in der Moderne unter Bedingungen der funktionalen Differenzierung und der Individualisierung die Einbeziehung aller Einzelnen durch die globalen Funktionssysteme eine Schlüsselfrage für die institutionelle Gestalt der Funktionssysteme ist. Für den Fall des politischen Systems bedeutet dies, dass dieses in der Moderne entweder eine der Varianten eines demokratischen Regimes verwirklicht oder für eine der anderen Regimeformen – Autoritarismus, Techno- oder Expertokratie, absolute Monarchie etc. – optiert. Auch diese nichtdemokratischen Regimes müssen dem Inklusionsimperativ der Moderne in irgendeiner Form Rechnung tragen. Deshalb eignet sich die Theorie der Inlusion für einen systematischen Vergleich der politischen Regimes. Ein besonderer Schwerpunkt wird in diesem Seminar auf China als dem einflussreichsten Fall eines expertokratischen Autoritarismus mit erheblicher landesinterner Legitimität und Ausstrahlungskraft nach außen liegen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, Essay) / 4 Kontakt: anna.ahlers@gmx.de oder rstichweh@yahoo.de Literaturauszug • Baviskar, B.S./Mathew, G. (Hg.) (2009) Inclusion and Exclusion in Local Governance. Field Studies from Rural India, New Delhi: Sage. • Ericson, D.F. (Hg.) (2011) The Politics of Inclusion and Exclusion, New York: Routledge. • Ghosh, C. (2013) The Politics of the American Dream. Democratic Inclusion in Contemporary American Political Culture, New York: Palgrave Macmillan. • Sainsbury, D. (2012) Welfare States and Immigrant Rights. The Politics of Inclusion and Exclusion, Oxford: Oxford University Press. • Stichweh, R./Windolf, P. (Hg.) (2009) Inklusion und Exklusion: Analysen zur Sozialstruktur und sozialen Ungleichheit. Wiesbaden: VS • Stichweh, R. (2014) Inklusion und Exklusion, Transcript: Bielefeld (2. Aufl.) • Young, I.M. (2000) Inclusion and Democracy, Oxford: Oxford University Press.. 32 mailto:anna.ahlers@gmx.de mailto:rstichweh@yahoo.de Einführung in die Globalisierungs- und Weltgesellschaftstheorie Dozent: Dr. phil Tobias Werron Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 – 17.00, ab 15.09.2014 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die heutige Globalisierungsforschung orientiert sich an zwei theoretischen Paradigmen, die man unter den Titeln „Globalisierungstheorien“ und „Theorien der Weltgesellschaft“ zusammenfassen kann. Diese Paradigmen sollen in diesem Seminar gemeinsam erarbeitet und miteinander verglichen werden. Im ersten Teil beschäftigen wir uns zunächst mit ihren gemeinsamen Ausgangspunkten: Was spricht überhaupt dafür, ein Problem oder Forschungsthema im Licht globaler Bezüge zu analysieren, statt sich auf einen lokalen oder nationalen Rahmen zu konzentrieren? Was ist gemeint, wenn herkömmliche Ansätze als „methodologisch nationalistisch“ kritisiert werden? Im zweiten Teil verschaffen wir uns an repräsentativen Texten ein grundlegendes Verständnis beider Paradigmen: Was haben Globalisierungstheorien und Theorien der Weltgesellschaft gemeinsam, was unterscheidet sie? Im dritten Teil befassen wir uns schliesslich mit einigen ausgewählten Forschungsthemen und fragen: Was können Globalisierungstheorien zur Formulierung und Erklärung einer spezifischen Forschungsfrage beitragen – und wie sieht dieselbe Frage im Licht von Theorien der Weltgesellschaft aus? Dabei kann es je nach Präferenz der TeilnehmerInnen um die unterschiedlichsten Themen gehen – von Märkten/Wirtschaft über Politik/Staaten bis zu Wissenschaft, Massenmedien, Sport, Kunst oder Religion. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: tobias.werron@unilu.ch Literatur • Dürrschmidt, Jörg: Globalisierung, Bielefeld: transcript, 2002 • Guillén, Mauro F.: Is Globalization Civilizing, Destructive or Feeble? A Critique of Five Key Debates in the Social Science Literature, Annual Review of Sociology 27 (2001), S. 235-260 • Werron, Tobias: Schlüsselprobleme der Globalisierungs- und Weltgesellschaftstheorie, Soziologische Revue 35 (2012), S. 99-118 • Wimmer, Andreas/Nina Glick-Schiller: Methodological Nationalism and beyond: Nation-state building, migration and the social sciences, Global Networks 2 (2002), S. 301-334 • Wobbe, Theresa: Weltgesellschaft, Bielefeld: transcript, 2000 33 mailto:tobias.werron@unilu.ch Modul Weltpolitik Die Staatsverwaltung zwischen Demokratie, Rechtsstaat und Markt Dozent: PD Dr. iur. Andreas Abegg Durchführender Fachbereich: RechtswissenschaftMi Termine: wöchentlich Mo, 17.15 - 19.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Voraussetzungen: Die Tendenz der staatlichen Verwaltung, ihre Tätigkeiten immer mehr im Rahmen des Privatrechts abzuwickeln, ist heute trotz Wirtschaftskrise unge-brochen. Die davon betroffenen Bereiche reichen vom Verhältnis zwischen Staat und Staatsangestellten über öffentlich-private Kooperationen zur Er-stellung von Infrastruktur und Bauten bis hin zur Auslagerung sicherheits-politischer Aufgaben an Private. Das Verwaltungsprivatrecht bezeichnet das Recht, das auf die privatrechtlich tätige Verwaltung Anwendung findet. Mit der Zuweisung eines Verwaltungshandelns zum Privatrecht finden grund-sätzlich privatrechtliche Normen Anwendung, die jedoch in mannigfaltiger Weise durch öffentliches Recht beeinflusst oder überlagert werden. Allgemeine Kenntnisse des Privatrechts und des Verwaltungsrechts. Die Lehrveranstaltung baut auf Grundlagenkenntnissen verschiedener Rechtsbereiche auf, insbesondere auf jenen des Obligationenrechts, des Gesellschaftsrechts und des Verwaltungsrechts. Studierende des Masterstudiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik mit entsprechenden Kenntnissen oder mit der Bereitschaft, sich diese Kenntnisse im notwenigen Mass anzueignen, sind in der Veranstaltung willkommen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: andreas.abegg@doz.unilu.ch Literatur Gesetzestexte: BV, OR/ZGB. 34 mailto:andreas.abegg@doz.unilu.ch Demokratietheorien Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Die „Demokratie“ erscheint heute als einzig legitime Regierungsform. Vielleicht gerade deshalb wird immer deutlicher, dass es sehr unter- schiedliche Vorstellungen darüber gibt, was denn Demokratie überhaupt ist. Die Vorlesung liefert einen Überblick über die historischen Entwicklungen, die wichtigsten Kontroversen und die aktuellen Herausforderungen der Demokratietheorie. Drei dieser Herausforderungen (Migration, Multi- Medialisierung und Multi-Level Governance) werden im abschliessenden Teil der Veranstaltung aufgegriffen und diskutiert. Zuvor müssen allerdings die Grundlagen für eine solche Diskussion gelegt werden. Im ersten Teil der Vorlesung wird deswegen die historische Entwicklung der Demokratietheorien von der antiken Polis über die früh- neuzeitlichen Stadt-Republiken bis zur repräsentativen Demokratie in den modernen Nationalstaaten skizziert. Den Abschluss dieses ersten Teils liefern die ökonomistischen Vorstellungen von Herrschaft und Demokratie, die Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts dominierten. Der zweite Teil der Veranstaltung konzentriert sich auf einige zentrale theoretische Kontroversen im 20. Jahrhundert: - Rechtsstaatlichkeit versus Volks- bzw. Parlamentssouveränität, - Liberalismus versus Kommunitarismus; - Wettbewerbs- versus Konkordanzdemokratie; sowie - aggregative versus deliberative Demokratietheorie. Diese Veranstaltung ist als Einführung in den politikwissenschaftlichen Schwerpunkt „Politische Theorie“ konzipiert. Da viele weiterführende Seminare im Bereich „Politische Theorie“ auf dem Wissen der VL aufbauen, ist es sehr empfehlenswert, diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Wer ohne die Teilnahme an dieser Vorlesung für weiterführende Seminare zugelassen werden will, muss sich selbst das in der VL vermittelte Wissen aneignen. Ausserdem empfiehlt es sich, das die VL begleitende Proseminar, das von Frau Dr. Andrea Schlenker angeboten wird, parallel zu besuchen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch, allerdings ist die Literatur fast vollständig in englischer Sprache Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch Material: Die beiden unten aufgeführten Bücher werden zur Anschaffung empfohlen. Als „Klassiker“ liefern sie die Grundlagen vor allem für den ersten Teil der Vorlesung. Weitere Seminarmaterialien werden auf der Online-Platform OLAT zugänglich gemacht. Literatur • Dahl, Robert (1989): Democracy and Its Critics. New Haven and London. • Held, David (2006): Models of Democracy. Stanford. 35 Current Issues in Human Rights Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 18.09.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: The course focuses on current issues in Human Rights Law. These may include, inter alia, rights of indigenous minorities, reproductive rights, enforced disappearances, migration etc. In doing so, both the approaches, questions and answers given at the universal and the regional level shall be analyzed, compared and discussed. Voraussetzungen: Umfang: Knowledge of human rights law. Die Vorlesung baut auf der Vorlesung International Human Rights Law auf und setzt gute Kenntnisse der Menschenrechte voraus. Sie kann daher nur von jenen Studierende des Masterstudienganges WG/WP besucht werden, die bereits erfolgreich die LV International Human Rights Law besucht haben. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: graded written or oral exam / 6 Kontakt: nicole.scheiber@unilu.ch (research assistant) angela.hefti@unilu.ch (research assistant) maya.taylan@unilu.ch (research assistant) martina.caroni@unilu.ch Literatur Reader 36 Migrationsrecht Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 16.09.2014 FRO, HS 3 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Unter Migration wird die Bewegung von Menschen in geographischen Räumen verstanden, unabhängig von den Gründen und Ursachen hierfür; auch wenn diese Bewegung nicht notwendigerweise über Staatsgrenzen in ein anderes Land führen muss, soll diese grenzüberschreitende Migration im Vordergrund der Veranstaltung Migrationsrecht stehen. Fragen betreffend die Einreise, den Aufenthalt und die Ausreise von Migran- tinnen und Migranten gehören traditionell zu denjenigen Regelungsbereichen, die von den einzelnen Staaten frei geregelt werden können. Indes werden dieser Freiheit heute durch internationale Übereinkommen (z.B. die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU) sowie Menschenrechtsübereinkommen (z.B. die Flüchtlingskonvention oder die EMRK) gewisse Schranken gesetzt. Die Vorlesung möchte nach einer Auseinandersetzung mit den Faktoren für Migrationsbewegungen einen Überblick über die einschlägigen schweize- rischen Bestimmungen (Ausländergesetz, Asylgesetz) geben und dabei aufzeigen, wo der Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit des schweize- rischen Gesetzgebers völkerrechtliche Schranken gesetzt werden. Neben der historischen Entwicklung des schweizerischen Migrationsrechtes (von der vollen Freizügigkeit im 19. Jahrhundert zur gegenwärtigen restriktiven Praxis) und der Betrachtung der zentralen Regelungen der einzelnen Regimes soll auch die Frage der Durchsetzung migrationsrechtlicher Be- stimmungen thematisiert werden. Die Studierenden sollen im Anschluss an die Lehrveranstaltung in der Lage sein, Zielsetzung, Regelungen und Handlungsoptionen des Migrations- rechtes zu erkennen und das schweizerische Migrationsregime in seinen nationalen und internationalen Bezug einordnen können. Voraussetzungen: Umfang: Grundkenntnisse des Völkerrechtes, des internationalen Menschenrechts- schutzes und des Verwaltungsrechtes sind von Vorteil. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 5 Kontakt: martina.caroni@unilu.ch Literatur Die Vorlesung folgt dem Lehrbuch von MARTINA CARONI/TOBIAS MEYER/LISA OTT, Migrationsrecht – Eine Einführung, 2. Auflage, Bern 2011. Unerlässlich sind zudem Textausgaben der folgenden Gesetze: • Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20); • Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE); • Verordnung über das Einreise- und Visumsverfahren (VEV); • Asylgesetz (AsylG); • Freizügigkeitsabkommen inkl. Anhang I (FZA) 37 mailto:martina.caroni@unilu.ch Völkerrecht Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00 , ab 18.09.2014 FRO, HS 9 14-täglich Di , 13.15 – 15.00, ab 16. 09.2014 FRO, HS 9 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die immer stärkere Vernetzung der Welt – als Stichworte seien etwa Frie- denssicherung, Umweltschutz und Ressourcenknappheit genannt – erfordert auch eine globale Sicht der Rechtsbeziehungen. Die Vorlesung vermittelt die hierfür notwendigen völkerrechtlichen Grundlagen. Sie widmet sich den zen- tralen Fragen des internationalen öffentlichen Rechtes. Behandelt werden die Rechtsquellen des Völkerrechts (Verträge, Gewohnheitsrecht, allgemei- ne Rechtsgrundsätze), das Verhältnis zwischen Völkerrecht und Landes- recht, die Subjekte des Völkerrechts (Staaten, Internationale Organisationen, Individuen), die Fragen der Zuständigkeit, Immunität sowie Verantwortlich- keit von Staaten sowie die wichtigsten Mechanismen der Durchsetzung von Völkerrecht (friedliche Konfliktbeilegung, Gewaltverbot, gerichtliche Streit- beilegung). Diese Themenbereiche werden dabei im Lichte der jeweils ak- tuellen völkerrechtlichen Fragestellungen und Ereignisse erläutert und ana- lysiert. Gastvorträge sollen zudem Einblick in die völkerrechtliche Praxis er- möglichen und diese veranschaulichen. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich aufgrund der Unterlagen – die u.a. auch englische und französische Texte umfassen können – vorbe- reiten und aktiv an der Veranstaltung teilnehmen. Die Studierenden kennen die Grundsätze des allgemeinen Völkerrechts und können diese auf aktuelle Probleme mit völkerrechtlichem Bezug anwenden. Sie können Urteile internationaler Gerichte analysieren und sind in der Lage, mittelschwere völkerrechtliche Fälle zu lösen. Voraussetzungen: Umfang: Staatsrecht und Verwaltungsrecht 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche Prüfung / 6 Kontakt: martina.caroni@unilu.ch oder maya.taylan@unilu.ch (Assistenz) Literatur Die Vorlesung folgt in ihren Grundzügen dem Lehrbuch von WALTER KÄLIN/ASTRID EPINEY/MARTINA CARONI/JÖRG KÜNZLI, Völkerrecht - Eine Einführung, 3. Auflage, Bern 2010. Die Anschaffung dieses Lehrbuches wird daher dringend empfohlen. Der Erwerb einer Sammlung völkerrechtlicher Verträge ist zwar wünschenswert, aber nicht unabdingbar, da das Lehrbuch im Anhang den Wortlaut der UNO-Charta sowie des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge zumindest in Auszügen enthält. Wer jedoch eine Sammlung völkerrechtlicher Verträge anschaffen möchte, dem sei die Sammlung von ANDREAS R. ZIEGLER, Internationale Verträge (unter Einschluss des Rechts der auswärtigen Beziehungen), Textsammlung 2009, Bern 2009 oder jene von ALBRECHT RANDELZHOFER, Völkerrechtliche Verträge (Beck-Texte im dtv), 12. Auflage 2010 angeraten. 38 mailto:martina.caroni@unilu.ch mailto:maya.taylan@unilu.ch Terrorism and the Law Dozent: Peter Coenen, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 15.09.2014 FRO, HS 7 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: The balance of the needs of law enforcement agencies in the fight against terrorism and the rights of individuals – both terrorist suspects and the general public – are a matter of extensive discussion. This course will examine the scope of permissible and impermissible operations to combat terrorism by examining and comparing rules of domestic and international law and practice. We will focus on the effort lawmakers and courts have placed on striking a balance between the protection of the public and the preservation of a democracy-based rule of law. We will discuss inter alia the following topics: the roots and causes of terrorism; the question of a definition of terrorism, or the absence thereof; civil and military detention of terrorist suspects; interrogation practices; due process v. national security; the scope of counterintelligence operations, in particular those of an extra- territorial character; terrorism and immigration law; non-criminal sanctions, or suing terrorists in court; and targeted killings. The students become familiar with the legal framework of the WTO and the legal principles of WTO law, such as national treatment, most-favoured- nation treatment, market access and exceptions for environmental, health, safety and other policies. The students learn to interpret WTO legal texts and become knowledgeable about the WTO dispute settlement system. Importantly, they become aware of the balance between international trade liberalization and national regulatory authority and interests. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: written exam (graded, open book) (75%), class participation and assignments (25%) / 6 Kontakt: peter.coenen@unilu.ch Literature READER 39 mailto:peter.coenen@unilu.ch The Law and Policy of the World Trade Organization (WTO) Dozenten: Dr. Iur. Nicolas Diebold, LL.M. Prof. Dr. Iur. Christoph Beat Graber Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Do, 25.09.2014, 08.15 - 18.00, Fr, 26.09.2014, 08.15 - 18.00, Sa, 27.09.2014, 08.15 - 12.00 FRO, 4.B47 Do, 20.11.2014, 08.15 - 18.00 FRO, 4.B47 Fr, 21.11.2014, 08.15 - 18.00 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course introduces the multilateral trading system embodied in the World Trade Organization (WTO) and addresses the legal issues that arise under WTO law and dispute settlement; for instance: May the US restrict the sale of shrimp that are caught by killing endangered species of sea turtles? May Australia require that all cigarettes are sold in plain, unbranded packages? May the EU prohibit the import of seal fur due to inhumane killing of seals? May the US restrict the business of online gambling? Does the lack of criminal procedures and penalties for counterfeiting and piracy in China constitute a violation of WTO obligations? Combining law, economics and political science, the course offers an overview on the WTO’s prime agreements covering trade in goods, trade in services and trade-related aspects of intellectual property rights. Institutional aspects and dispute settlement procedures of the WTO are touched upon in view to familiarize students with the legal disciplines under the WTO. In- depth analysis of case law acquaints students with tariff measures, including the potentially protectionist effects of non-tariff measures, ranging from technical regulations in goods to sanitary and phytosanitary standards in agriculture to licensing and qualification requirements in services trade. Safeguard measures as well as trade remedies against unfair practices are discussed in light of the complex evidentiary challenges they pose for trade disputes. Methodically, the course builds on the case law method. WTO law and its impact on domestic legal systems is prominently illustrated and discussed on the basis of WTO panel and Appellate Body reports. Some of the relevant cases will be presented by the students (ideally in groups, depending on the number of participants). The students become familiar with the legal framework of the WTO and the legal principles of WTO law, such as national treatment, most-favoured- nation treatment, market access and exceptions for environmental, health, safety and other policies. The students learn to interpret WTO legal texts and become knowledgeable about the WTO dispute settlement system. Importantly, they become aware of the balance between international trade liberalization and national regulatory authority and interests. Voraussetzungen: Umfang: The course is designed for advanced students with a strong command of English and an interest in globalization and international relations. Ideally (but not necessarily), students have basic knowledge in (public) international law. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: see above / 6 Kontakt: nicolas.diebold@doz.unilu.ch oder christoph-beat.graber@unilu.ch 40 mailto:nicolas.diebold@doz.unilu.ch mailto:christoph-beat.graber@unilu.ch African Law – Contemporary Issues in the Law of Sub-Saharan Africa: Crisis, Constitutionalism and Hope Dozentin: Jun. Ass.-Prof. Lauren Fielder, JD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Blockveranstaltung; Termine und Räume noch offen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course examines the factors that shape contemporary Sub-Saharan African constitutional law and state structures/policies. First, It provides an introduction to the contemporary, pressing issues in African law. In addition, it introduces the diversity of the continent which provides a framework for further analysis. We will use a Comparative Constitutional approach to evaluate the sucessess and failures of Sub-Saharan African Constitu- tionalism, and in so doing we will see links between the government action of and conflict, human rights violations and massive levels of human suffering. - Understand the diversity and complexity of Africa - Identify individual Sub-Saharan African States on a map - Become familiar with current events occurring in Sub-Saharan Africa - Become familiar with the major crises on the continent, the major conflicts and the suffering of the people through massive human rights abuses - Gain a broader knowledge of the politics of the region by understanding its history - Identify pressing legal issues in sub-saharan Africa - Beccome familiar with major treaties that apply to African human rights Voraussetzungen: Umfang: keine 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: class participation, including deep debate over the problems pressing Africa, reading and providing a brief reaction paper to at least two of the background readings; final exam / 6 Kontakt: lauren.fielder@unilu.ch Literatur Reader 41 mailto:lauren.fielder@unilu.ch Regulation Without Law? Law and the Technologies of the 21. Century Dozenten: Prof. Dr. iur. Christoph Beat Graber Ass.-Prof. Dr. iur. Vagias Karavas Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The rapid evolution of technology in the twenty-first century has changed our everyday experience. Every time we connect to the online world we are faced with filtering technologies that determine what we can or cannot view. More and more we are tied into technology-driven regimes that tether us to manufacturers able to control our experience through locked-in systems and “updates”, such as with the iPhone. Dependency-creating technologies are being developed, such as “terminator seeds” that self-destruct after one use, forcing farmers to buy seeds anew every season. These technologies exclude people in a manner analogous to state-enacted property regimes, or make them dependent on their manufacturers raising issues of power balance. But, how is it that we should understand these technologies and the fact that they have law-like effects? Should we understand them as law or as part of the legal system? At the same time, how do these new technologies affect the way we conceive law? During the course we are going to take a primarily theoretical approach to reflect on the relationship between law and new technologies of the twenty-first century and how the concepts of “law” and “regulation” evolve under these new technological conditions. Understanding the relationship between the law and new technologies. A practical application of legal theory. Voraussetzungen: Umfang: Gute Englischkenntnisse sowie ein Interesse für neue Technologien und deren Auswirkung auf Recht und Gesellschaft. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: oral or written exam (depending on the number of students) / 6 Kontakt: christoph-beat.graber@unilu.ch or vagias.karavas@unilu.ch Literatur Reader 42 mailto:christoph-beat.graber@unilu.ch mailto:vagias.karavas@unilu.ch Rechtsgeschichte totalitärer System Dozent: PD Dr. iur. Thomas Henne Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2014 FRO, HS 12 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Recht ist auch in totalitären Systemen ein zentrales Legitimations- und Steuerungsinstrument. Die Vorlesung geht auf diese Funktion des Rechts besonders im Hinblick auf das nationalsozialistische Deutschland 1933-45 und die DDR 1949-89 ein. Ausgehend von einem entideologisierten Verständnis totalitärer Strukturen und ihres Wandels wird dabei auch ein Vergleich verschiedener Formen totalitärer Herrschaft möglich. Das „Recht im Unrecht“ (Michael Stolleis) wird zum Einstieg anhand seiner Funktion in der jeweiligen Ideologie analysiert und dann anhand von Rechtspraxis und zeitgenössischer Wissenschaft untersucht. Nicht die zu pauschale und statische Formel vom „Unrechtsstaat“ ist dabei leitend, sondern die in den verschiedenen Stadien der Diktaturen je unterschiedliche Funktionsweise des Rechts in totalitären Systemen. Dabei wird zugleich deutlich, wie einzelne Elemente solcher Rechtsordnungen auch in rechtsstaatlichen Strukturen auftauchen können. Die Vorlesung knüpft an zentrale Themen der Veranstaltung „Grundlagen des Rechts“ an. Die Studierenden sollen die Funktion des Rechts in totalitären Systemen verstehen. Voraussetzungen: Umfang: Ein Interesse für die rechtlichen Grundlagen ist von Vorteil; Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird erwartet, dass sie sich aktiv an den Diskussionen beteiligen und sich zur Übernahme gelegentlicher Kurzreferate bereit erklären. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 5 Kontakt: thomas.henne@unilu.ch 43 mailto:thomas.henne@unilu.ch Oekonomische Theorie der Politik Dozent: Prof. Dr. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung widmet sich der Analyse politischer Prozesse aus einer ökonomischen Perspektive. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die Erklärung des Verhaltens wichtiger politischer Akteure wie Wähler, Politiker, Interessengruppen oder Medien und der Einfluss verschiedener politischer Institutionen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: Simon.luechinger@unilu.ch oder oeksem@unilu.ch 44 mailto:Simon.luechinger@unilu.ch mailto:oeksem@unilu.ch Umweltökonomik Dozent: Prof. Dr. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Di, 13.15 – 15.00, ab 16.09.2014 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Dringliche Umweltprobleme wie Klimaerwärmung, Luftverschmutzung oder Fluglärm finden immer wieder grosse Aufmerksamkeit. Die Vorlesung geht den Ursachen und Lösungsansätzen von Umweltproblemen aus einer ökonomischen Perspektive nach. Wichtige Themen sind die Analyse des Grundproblems und die vergleichende Beurteilung verschiedener umweltpolitischer Instrumente. Umweltpolitische Ziele können mit anderen Zielen in Konflikt stehen. Deshalb brauchen Entscheidungsträger Informationen über die Bedeutung der Umweltqualität für die betroffene Bevölkerung. Die Vorlesung stellt die wichtigsten Bewertungsverfahren von Umweltqualität vor. 1) Die Studierenden wissen, was aus einer ökonomischen Perspektive die Ursachen von Umweltverschmutzung sind. 2) Die Studierenden kennen die Vor- und Nachteile verschiedener Instrumente der Umweltpolitik. 3) Die Studierenden kennen und verstehen die wichtigsten Verfahren zur Bewertung von Umweltqualität. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: simon.luechinger@unilu.ch oder oeksem@unilu.ch Literatur • Kolstad, Charles D. (2011). Intermediate Environmental Economics. International 2nd ed. Oxford: Oxford University Press. • Weiterführender Text zur Vertiefung (freiwillige Lektüre!) • Perman, Roger, Yue Ma, James McGilvray und Michael Common (2003). Natural Resource and Environmental Economics. 3rd ed. Essex: Pearson Education Limited. 45 mailto:simon.luechinger@unilu.ch mailto:oeksem@unilu.ch International Monetary Economics Dozent: Dr. Christoph Moser Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Fr, 10.15 - 12.00, ab 26.09.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: What determines the foreign exchange rate in the short- and long-term? What are the effects of monetary and fiscal policy in an open economy? What drives a country's choice of the foreign exchange rate regime and why are some countries more prone to financial crises than others? A number of simple theoretical frameworks will be developed that allow us to discuss recent economic policy issues. The core objective of the course is to develop simple macroeconomic models of open economies that can be usefully applied to international economic phenomena ranging from the global financial imbalances, the Chinese exchange rate regime, the European Monetary Union, reform proposals for the international financial architecture to global financial crises. Voraussetzungen: Umfang: Besuch der Vorlesung „Analyse der Gesamtwirtschaft“ 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: moser@kof.ethaz.ch Literatur • Krugman, Paul, Maurice Obstfeld and Marc Melitz (2011), International Economics: Theory and Policy, International Edition, 9th Edition, Addison-Wesley. • Klein, Michael and Jay Shambaugh (2010), Exchange Rate Regimes in the Modern Era, MIT Press. 46 mailto:moser@kof.ethaz.ch Wachstum und Entwicklung Dozent: Dr. Christoph Moser Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Fr, 08.15 - 10.00, ab 19.09.2014 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Warum sind manche Länder reich und andere arm? Die Vorlesung befasst sich mit den möglichen Gründen für die grossen internationalen Unterschiede in Einkommen und Lebensstandard sowie in deren Wachstumsraten. Ausgehend vom Solow-Modell wird die Rolle von physischem Kapital, Bevölkerungswachstum, Ausbildung, Gesundheit, Effizienz und technologischem Fortschritt analysiert. Des Weiteren werden die Rolle von Institutionen, Wirtschaftspolitik, Korruption, Ungleichheit, Kultur, Klima und natürlichen Ressourcen besprochen. Voraussetzungen: Umfang: Besuch der Vorlesung Analyse der Gesamtwirtschaft wird empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: christoph.moser@doz.unilu.ch oder oeksem@unilu.ch Literatur • David N. Weil (2009), Economic Growth, 3nd edition, Pearson Addison Wesley. 47 mailto:christoph.moser@doz.unilu.ch mailto:oeksem@unilu.ch Einführung in die Wirtschafts- und Finanzpolitik Dozent: Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 18.09.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Veranstaltung führt in die Theorie der Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. Themen sind: - Wirtschaft, Politik und wirtschaftspolitische Eingriffe - Grundlegende Aspekte des gesellschaftlichen Grundkonsenses - Grundlegende politische Rechte und Institutionen - Gesellschaftliche Entscheidungsverfahren: Preismechanismus, Demokratie, Öffentliche Verwaltung, Wirtschaftliche Interessengruppen - Grundregeln über Allokation, Umweltpolitik, Verteilung, Stabilisierung - Verhaltensbeeinflussung mittels Information, Methoden der Präferenzerfassung, Wirtschaftspolitische Instrumente und deren Anwendung - Wirtschaftspolitische Berater und Institutionen der Beratung Die Analyse erfolgt aus verschiedenen Perspektiven: im politisch- ökonomischen System; auf der Ebene des gesellschaftlichen Konsens; auf der Ebene des laufenden politischen Prozesses; in der wirtschaftspolitischen Beratung. Neben der Vermittlung von grundlegenden theoretischen, empirischen und institutionellen Kenntnissen werden die analytischen Fähigkeiten trainiert, welche die Studierenden zur selbständigen Analyse von Problemen der Wirtschafts- und Finanzpolitik, beispielsweise in Form von Seminararbeiten befähigen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: christioph.schaltegger@unilu.ch Literatur • Feld, Frey, Kirchgässner (2009), Demokratische Wirtschaftspolitik. Vahlen. München 48 mailto:christioph.schaltegger@unilu.ch Public Economics Dozent: Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 18.09.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Finanzpolitik steht wie kaum ein anderes Thema im Zentrum der wirtschaftspolitischen Diskussion. Mit der aktuellen Verschuldungskrise stossen die Möglichkeiten und Grenzen fiskalpolitischer Instrumente erneut auf breites Interesse – es stellen sich Fragen an Wissenschaft und Politik. Der Kurs Öffentliche Ausgaben und Sozialversicherungen vermittelt die wichtigsten finanzpolitischen Themen aus ökonomischer Sicht. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Verbindung zwischen wissenschaftlicher Diskussion und konkreter politischer Anwendung. Wo möglich, wird auf die Schweizer Verhältnisse Bezug genommen. Den Studierenden werden die Fähigkeiten zur fundierten wirtschaftspolitischen Diskussion und Meinungsbildung im Bereich der Finanzpolitik vermittelt. Die Studierenden erarbeiten die finanzwissenschaftlichen Grundlagen zur Analyse von Staatsausgaben und Sozialversicherungen, zur Beurteilung einer langfristig tragfähigen Finanzpolitik wie auch unterschiedlicher finanzwissenschaftlicher Probleme. Dabei spielen traditionelle Ansätze wie auch Erklärungsansätze der Politischen Ökonomie oder der Institutionenökonomie eine Rolle. Fragen der Konsolidierungs- und Stabilisierungspolitik schaffen ausserdem einen Bezug zur aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussion. Konkrete Reformvorhaben der Schweizer Finanzpolitik werden analysiert. Voraussetzungen: Umfang: Bachelor in Politischer Oekonomie 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: christoph.schaltegger@unilu.ch Literatur gemäss Vorlesungsprogramm auf OLAT. 49 mailto:christoph.schaltegger@unilu.ch Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance Dozentin: Prof. Dr. Manuels Spindler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 17.09.2014 FRO, HS 5 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Die Vorlesung „Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Wandel der zwischen- staatlichen Beziehungen weg von einer „Staatenwelt“ souveräner, voneinander unabhängiger Staaten hin zu dem, was man – in Ansätzen – als „Weltpolitik“ bezeichnen könnte. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des internationalen Systems, seine Akteure und Strukturen, die wichtigsten Problembereiche internationaler und globaler Politik sowie die einflussreichsten theoretischen Perspektiven der Disziplin Internationale Beziehungen. In einem ersten Teil werden die Entwicklung der politikwissenschaftlichen Teildisziplin „Internationale Beziehungen“ (IB) sowie verschiedene theo- retische Perspektiven auf die wichtigsten Akteure (wie Staaten, Internationa- le Organisationen, NGOs, Multinationale Konzerne, zivilgesellschaftliche Akteure) und Strukturen internationaler Politik diskutiert. Dabei wird u.a. der zunehmende Bedeutungsverlust einer Trennung von Innen- und Aussen- politik, vergleichender Politik und IB bzw. auch einer Trennung von IB und anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen (wie beispielsweise der Soziologie) thematisiert. Im zweiten Teil werden aktuelle Probleme und Zukunftsfragen globaler Politik in ausgewählten zentralen Politikfeldern der IB (wie internationale/globale Sicherheit, Weltwirtschaftsbeziehungen und Globalisierung, Nord-Süd-Beziehungen, globaler Umweltschutz und internationale Menschenrechte) diskutiert. Begleitend zur Vorlesung werden zwei vertiefende Seminare angeboten: für StudienanfängerInnen das Proseminar „Einführung in die Internationalen Beziehungen“ und für fortgeschrittene Studierende das Hauptseminar „Der Staat in Theorie und Praxis internationaler und globaler Politik“. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: Manuela.spindler@global-politics.org oder polsem@unilu.ch Literatur Vorlesungsbegleitend: • Baylis, John/ Smith, Steve/ Owens, Jessica (Hg.) (2014): The Globalization of World Politics. An Introduction to International Relations, 6. überarb. Aufl., Oxford UP. Weitere Literatur: • Carlsnaes, Walter/ Risse, Thomas/Simmons, Beth A. (Hg.) (2013): Handbook of International Relations, 2. Aufl., Sage. • Krell, Gert (2009): Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen, 4. überarb. Auflage, Nomos. • Rittberger, Volker, Zangl, Bernhard, Kruck, Andreas (2013) Internationale Organisationen, Politik und Geschichte. Europäische und weltweite internationale Zusammenschlüsse, 4. Aufl., VS Verlag. • Schieder, Siegfried/ Spindler, Manuela (Hg.) (2010): Theorien der Internationalen Beziehungen, 3. überarb. Aufl., UTB. • Schimmelfennig, Frank (2013), Internationale Politik, 3. akt. Aufl., UTB. 50 mailto:Manuela.spindler@global-politics.org mailto:polsem@unilu.ch Comparative Constitutional Law in Action Dozenten: Kyriaki Topidi, PdD Peter Coenen, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course firstly provides an introduction into the methodology of comparative constitutional law. We will study how and why constitutional concepts “travel abroad” and influence foreign nations and how CCL is used by courts in various jurisdictions. The second and main part of the course deals with the concrete application of comparative constitutional methodology. This will be done on the basis of how the rights to privacy and to education have been dealt with in various countries and by various institutions. Apart from looking at different legal solutions and court decisions from all over the world addressing those rights, we will also explore how international and transnational standards have influenced that legal practice. The right of privacy, which of course centers around every human being’s freedom to make decisions about his or her life, will be assessed in particular with respect to how it is viewed against a public right to know and to have information and a state’s interest in preserving law and order, moral and the rights of others. The right to education is a particularly controversial issue in states with a divers makeup of society. We will explore the rights of parents and children as opposed to the regulatory prerogatives of governments. To become acquainted with working in English (this course does not require students to be proficient in English, but will help them getting there …); to understand the principles and methods of comparative legal analysis, to apply them in practice, and to apply comparative constitutional law to various legal problems and to see how it broadens the horizon of those engaged in legal analysis. Voraussetzungen: Umfang: Good knowledge of English, willingness to expand your horizon by comparing and evaluating different legal systems, active class participation and assignements, practical exercises. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%) / 6 Kontakt: kyriaki.topidi@unilu.ch oder peter.coenen@unilu.ch Literatur Reader 51 mailto:kyriaki.topidi@unilu.ch mailto:peter.coenen@unilu.ch Comparative Religious Rights in the Public Sphere Dozent: Kyriaki Topidi, PdD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 15.15 – 17.00, ab 18.09.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course will examine the predominant global models on how law and religion interact with each other. The course is concerned with how both institutional and personal religion are accommodated by the legal world within which they exist. The issues addressed in particular will be: • the historical development of the law of religion, • the establishment of religion by law, • the legal position of voluntary religious bodies, • the place of courts in religious disputes, • the direct public financing of religions, • discrimination law and religious bodies, and • religious dialogue with the government and the religious provision of services to the public. These topics will be addressed from a comparative perspective. The ultimate aim of the course is to equip students with tools to tackle critically the questions raised on the relationship between law and religion under different worldviews and various religious traditions including Judaism, Islamism and Christianity. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: written exam, 2 hours (50%), participation and class assignments (25%), written assignment (25%) / 6 Kontakt: kyriaki.topidi@unilu.ch Literatur Reader 52 mailto:kyriaki.topidi@unilu.ch Wettbewerbspolitik Dozent: Dr. rer. Oec. Alain Egli Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termine: wöchentlich Di, 17.15 – 19.00, ab 16.09.2014 FRO, 3.52 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar führt in die Grundlagen der Wettbewerbspolitik ein. Schwerpunkte dieser Einführung sind die Themenbereiche Marktmacht, Wettbewerbsabreden, Zusammenschlüsse von Unternehmen und missbräuchliche Verhaltensweisen marktbeherrschender Unternehmen. Zudem behandelt das Seminar die schweizerischen Wettbewerbsbehörden und ihre Tätigkeiten. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Ökonomie und menschliches Verhalten". Zudem wird die Vorlesung "Mikroökonomie" empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: bestätigte Teilnahme / 4 Kontakt: alain.egli@doz.unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT 53 mailto:alain.egli@doz.unilu.ch The democratic legitimacy of the EU Dozent: Prof. Dr. John Erik Fossum Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Do, 18.09.2014, 12.15 – 13.00 FRO, 4.B01 Do, 20.11.2014, 10.15 – 18.00 FRO, 3.B58 Fr, 21.11.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The course examines the nature and status of democracy in the European Union. Students are introduced to different theoretical perspectives on EU democracy; key concepts; institutional and constitutional arrangements; and recent developments in the EU, with particular emphasis on the euro-crisis. Umfang: Sprache: 1 Semesterwochenstunde Englisch, allerdings können Essays und Teilnahme auch in Deutsch sein. Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 2 Kontakt: j.e.fossum@arena.uio.no Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Bauböck, R. (2007) “Why European Citizenship? Normative Approaches to Supranational Union”, Theoretical Inquiries in Law 8(2): 452-488. • Benz, A. (2013) “An Asymmetric Two-level Game: Parliaments in the Euro Crisis”, in Crum, B. and J.E. Fossum (eds.) Practices of Inter-Parliamentary Coordination in International Politics – The European Union and Beyond, Essex: ECPR Press, ch.8, 125-140. • Crum, B. and J.E. Fossum (2013)(eds.) Practices of Inter-Parliamentary Coordination in International Politics – The European Union and Beyond, Essex: ECPR Press, chaps. 1, 15, pp.1-14 and 251-268. • Eriksen, E. O. and J.E. Fossum (2012) “Introduction: reconfiguring European democracy”, in Eriksen, E. O. and J. E. Fossum (eds.) Rethinking Democracy and the European Union, London: Routledge, pp. 1- 13. • Eriksen, E. O. and J. E. Fossum (2012) “Europe’s Challenge: reconstituting Europe or reconfiguring democracy”, in Eriksen, E. O. and J. E. Fossum (eds.) Rethinking Democracy and the European Union, London: Routledge, pp. 14-38. • Fossum, J.E. and A.J. Menéndez (2012) “Democracy and constitution making in the European Union”, in Eriksen, E. O. and J. E. Fossum (eds.) Rethinking Democracy and the European Union, London: Routledge, pp. 74-92. • Menendez, Agustín J. 2013. The Existential Crisis of the European Union, German Law Journal 14 (5): 453–525. • Moravcsik , A. (2006) “What Can We Learn from the Collapse of the European Constitution Project?”, Politische Vierteljahresschrift, 47(2): 219-41. • Scharpf, F. (2012) ”Legitimacy Intermediation in the Multilevel European Polity and Its Collapse in the Euro Crisis”, MPIfG Discussion Paper 12/6, pp.1-41. 54 mailto:j.e.fossum@arena.uio.no Political participation Dozent: Dr. Sergiu Gherghina Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung:. Termine: Do, 25.09.2014, 13.15 – 17.00 FRO, 3.A05 14-täglich Do, 13.30 - 17.00, ab 16.10.2014 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: How and why do people participate in public life? What are the forms and consequences of their involvement? This course aims to provide an answer to these questions building on the idea that political participation is a key element of democratic systems. It focuses on the study of political participation in comparative perspective – over time and across countries in Europe (some comparisons with the United States will be made in particular sessions). The classes will focus on both electoral (voting) and non-electoral participation (membership in political groups, contacting politicians, participation in electoral campaigns, and protest politics, involvement in direct democracy, and participation in deliberative processes). In particular, the course will explore the meaning of political participation, the evolution of the concept and its measurement, and the determinants of citizen behavior. This course combines the conceptual and empirical approaches. The readings and lectures are designed to enhance students’ ability to think critically about citizen participation. The main objectives are to provide a basic understanding of the concepts of citizen participation in politics, knowledge of the main debates, analytical insight, and awareness about new areas of research in the field of participation. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: English Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme, Referat, Essay (benotet) / 4 Kontakt: gherghina@soz.uni-frankfurt.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. 55 mailto:gherghina@soz.uni-frankfurt.de Gridlock: Why Global Cooperation is failing when we need it most Dozent: Prof. Dr. David Held Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Vorbesprechung: Termine: Mi, 17.09.2014, 12.15 – 13.00 FRO, 3.B57 Do, 30.10.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 3.B47 Fr, 31.10.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: This course will explore the changing nature and form of globalisation, the institutional context of contemporary global change, and why it is that decision-making at the global level is now gridlocked. The argument will be that the post Second World War order was hugely successful but that it has now created conditions that undermine the original institutional settlement that underpinned it. What causes gridlock? Is there a way out of it? At the end of the lectures and discussions, it is hoped that there will be a clear response to these issues. Umfang: Sprache: 1 Semesterstundenwochen English Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 2 Kontakt. david.held@durham.ac.uk oder omar.serrano@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT. 56 mailto:david.held@durham.ac.uk mailto:omar.serrano@unilu.ch Urban Politics / Metropolitan Governance Dozent: Dr. Philippe Koch Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Wer verfügt über politische Macht in der Stadt? Wie können politische Prozesse in urbanen Räumen beeinflusst werden? Mit welchen theore- tischen und methodischen Ansätzen lässt sich Stadtpolitik analysieren? Das Seminar beschäftigt sich mit diesen Fragen. Konkret behandeln wir im ersten Teil des Seminars die wichtigsten theoretischen Ansätze, um Machtstrukturen in Städten zu untersuchen. Im zweiten Teil des Seminars werden wir anhand empirischer Studien aus verschiedenen Teilen der Welt einen Blick auf Praktiken und Institutionen städtischer Politik werfen. Die Seminarsprache ist Deutsch. Vorträge können aber auch auf Englisch gehalten werden. Viele Texte sind zudem in englischer Sprache verfasst. Der Kurs verfolgt drei Ziele: 1. Die Teilnehmenden wissen, welche politischen Sachgeschäfte in der Stadtpolitik relevant sind und die politischen Auseinandersetzungen prägen. 2. Die Teilnehmenden sind in der Lage kritisch und theoretisch informiert, die politischen Bedingungen urbaner Gesellschaften zu analysieren. 3. Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Debatten der politikwissenschaftlichen Subdisziplin Urban Politics. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch, Vorträge können aber auch auf Englisch gehalten werden. Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/ Essay (benotet) / 4 Kontakt: philippe.koch@zda.uhz.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT. Literatur • Jonathan S Davies und David L Imbroscio (Eds.) (2009), Theories of Urban Politics (2nd Edition), London: Sage. 57 mailto:philippe.koch@zda.uhz.ch Macht und Legitimität: Dozentin: Dr. phil. Katrin Meyer Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 17.15 - 19.00, ab 17.09.2014 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Machtverhältnisse gelten seit der neuzeitlichen politischen Theorie als legi- timationsbedürftig, wenn sie in Form staatlicher Herrschaft und Gewalt in Erscheinung treten und die Freiheit des Individuums einschränken. Diese Unterstellung der Legitimationsbedürftigkeit politischer Macht ist bis heute in Theorie und Praxis der politischen Diskurse konstitutiv. Die fehlende Legiti- mität zur Herrschaft ist ein wiederkehrendes Argument in Revolutionen und Volksaufständen, aber es ist auch ein Vorwurf, der gegen transnationale Organisationen oder zivilgesellschaftliche NGOs, die politische Macht be- anspruchen, erhoben wird. Das Seminar behandelt diesen für uns selbstverständlichen Zusammenhang von Macht und Legitimität in zwei Teilen. Im ersten Teil werden klassische Positionen von der Antike bis zur Moderne diskutiert. Im zweiten Teil werden aktuelle Positionen behandelt, die die traditionellen Machtmodelle der politischen Theorie in Frage stellen und damit auch den Fokus auf Legitimität verändern. Teil I: Klassische Perspektiven auf das Verhältnis von Macht und Legitimität Bereits in der griechischen Antike wird, parallel zur Entfaltung staatlicher Herrschaftstypen, die These formuliert, jede legitime, staatliche Macht sei letztlich nichts anderes als der Ausdruck des Rechts des Stärkeren. Diese radikale Gleichsetzung von Macht und Legitimität, die erstmals beim griechischen Geschichtsschreiber Thukydides (als These der Athener) formuliert wird, ist ein wiederkehrender Topos der politischen Theorie bis zur Gegenwart. Gegen diese Position werden seit Platon Argumente mobilisiert, die die Legitimität der Macht dadurch begründen, dass sie gut und gerecht sei oder dass sie durch die vertragsmässige Willenskundgebung des Volkes zustande gekommen sei. Im Seminar wird diese „klassische“ Kontroverse anhand der Texte von Thukydides, Platon, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau und Alexis de Tocqueville diskutiert. Teil II: Aktuelle Kritik am Verhältnis von Macht und Legitimität Die traditionelle Konzeptualisierung legitimer politischer Macht wird im 19. und 20. Jahrhundert vor allem durch zwei Entwicklungen in Frage gestellt. Zum einen wird die theoretische Gleichsetzung von Macht mit politischer Herrschaft und Gewalt aufgekündigt. Macht wird zusehends zu einem Begriff für anonyme soziale Praktiken, die den Gesellschaftskörper durchziehen und sich in Ökonomie, Wissenschaft, Familie und Sprache reproduzieren. Damit wird fraglich, ob sich Macht überhaupt legitimieren lasse, da sie doch ‚überall’ ist resp. es wird fraglich, was Legitimität bedeutet, wenn sie nicht mehr nur auf staatliche Herrschaft bezogen ist. Die zweite Kritik am Verhältnis von Macht und Legitimität richtet sich gegen die traditionelle Bestimmung von ‚natürlichen’ Machtverhältnissen in Familie und Ökonomie, die als nicht legitimationsbedürftig gelten, im Gegensatz zu den ‚künstlichen’ Machtformen der Politik. Gegen diese Naturalisierung von Machtverhältnissen haben sich vor allem marxistische, feministische und postkoloniale Autorinnen gewendet. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktiveTeilnahme/Referat / 4 Kontakt: katrin.meyer@unibas.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt 58 mailto:katrin.meyer@unibas.ch Policy Diffusion und regionale Integration Dozentin: Myriam Oehri, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 15.15 – 17.00, ab 16.09.2014 FRO,4.A07 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Im Zuge der wirtschaftlichen und sozialen Globalisierung wurden Ideen, Standards und Regeln durch inter- und transnationale Initiativen vermehrt auf regionaler und globaler Ebene verbreitet, teilweise gar verrechtlicht. Dieser Prozess, in den Sozialwissenschaften oftmals als Policy Diffusion bezeichnet, kann dabei verschiedene Formen annehmen: Nationalstaaten definieren mehr oder weniger bindende Regeln (z.B. hard und soft law), welche wiederum mehr oder weniger aktiv und formell in andere National- staaten exportiert werden (z.B. durch Zwang, Kooperation, Sozialisierung und Nachahmung). Im Seminar „Policy Diffusion und regionale Integration“ werden wir uns diesem Phänomen mithilfe neuerer Literatur der Internationalen Beziehun- gen annehmen. Ziel des Seminars ist es, ausgewählte Theorien und Konzepte der Verbreitung und Verrechtlichung von Policies zu verstehen und anzuwenden. Hierfür werden in einem ersten Teil theoretische und konzeptuelle Ansätze diskutiert und anhand von Beispielen regionaler Entitäten, in welchen auf eine Angleichung von bestimmten Politikfeldern abgezielt wird, veranschaulicht: darunter fallen etwa die Europäische Union (EU) oder das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA). In einem zweiten Teil werden Studierende selbständig eine Analyse zur Verbreitung von Ideen, Standards und Regeln entweder innerhalb oder jenseits regionaler Integration mithilfe der Diffusions- und Verrechtlichungsliteratur durchführen: mögliche Inhalte sind hier unter anderem Handelspolitik, demokratische Partizipation, Menschenrechte, Umweltstandards und Kampf gegen illegale Praktiken wie Drogenhandel und Korruption. Ferner interessiert, unter welchen Umständen ein Politiktransfer wahrscheinlich und erfolgreich ist und wo seine Grenzen wie auch diejenigen regionaler Integration liegen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat (benotet) / 4 Kontakt: myriam.oehri@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Abbot, W. A., Keohane, R. O., Moravcsik, A. and Slaughter A.-M. (2000). The Concept of Legalization. International Organization, 54:3, 401-419. • Alter, K. and Meunier, S. (2009). The Politics of International Regime Complexity. Perspectives on Politics, 7:1, 13-24. • Börzel, T. A. and Risse, T. (2012). From Europeanisation to Diffusion: Introduction. West European Politics, 35:1, 1-19. • Dobbin, F., Simmons, B. and Garrett, G. (2007). The Global Diffusion of Public Policies: Social Construction, Coercion, Competition, or Learning? Annual Review of Sociology, 33, 449-472. • Dolowitz, D.P. and Marsh, D. (2000). Learning from Abroad: The Role of Policy Transfer in Contemporary Policy-Making. Governance: An International Journal of Policy Administration, 13:1, 5-24. 59 mailto:myriam.oehri@unilu.ch Der Staat in Theorie und Praxis internationaler und globaler Politik Dozentin: Prof. Dr. Manuela Spindler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 13.15 – 15.00, ab 17.09.2014 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Hauptseminar zielt auf eine Vertiefung der in der Vorlesung „Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ vermittelten Wissens- inhalte. Dies geschieht durch eine gezielte Fokussierung der Rolle des „Staates“ - sowohl für die Formulierung theoretischer Perspektiven auf internationale Politik als auch für die reale, politische Praxis internationaler und globaler Beziehungen. Dieser Fokus ist vor dem Hintergrund der mit „global governance“ einhergehenden „Transformation des Staates“ und neuen Formen eines „Regierens jenseits des Staates“ für eine Wissens- vertiefung besonders relevant. Die in der Disziplin IB und auch Praxis internationaler Politik einfluss- reichsten Theorien beruhen auf den Grundannahmen des Staates als zentralem und rational handelndem Akteur, der im Kontext einer als grund- sätzlich „anarchisch“ angenommenen Struktur des internationalen Systems interessenorientiert, d.h. auf der Basis von Kosten-Nutzen-Kalkülen handelt. Das Seminar setzt in einem ersten Schritt aus einer wissenschaftsphilo- sophischen/ wissenschaftstheoretischen Perspektive bei diesen häufig unhinterfragten Grundannahmen an: Was sind Grundannahmen und welche Rolle spielen sie für die sozialwissenschaftliche Theoriebildung? Welchen Einfluss haben Grundannahmen auf das Erklärungsmodell einer Theorie? Warum wird in den Theorien der IB der Staat als „Akteur“ - vergleichbar mit der Grundannahme des menschlichen Individuums als homo oeconomicus in der klassischen und neoklassischen ökonomischen Theoriebildung - angenommen? Woher kommt das Denken in abgeschlossenen „Einheiten“ (der Staat als „unit“, als nach außen abgegrenzter, souveräner Akteur in einem internationalen System weiterer nach außen klar abgrenzbarer souveräner Staaten/“units)? In einem zweiten Schritt wird der wissenschaftsphilosophische Diskussions- aspekt zum einen mit historischen Aspekten verknüpft: „Staat“ und „Staatensystem“ werden als historisch wandelbare Konzepte diskutiert, deren Entstehung auf das engste mit der Geschichte des europäischen Staatensystems und der Herausbildung des zentralistischen europäischen Territorialstaates verknüpft ist. Zum anderen werden disziplinübergreifende Aspekte i.S. von Fragen der Einbettung von Theorien/Konzepten in übergreifende, kulturell geprägte „wissenschaftliche Weltbilder“ diskutiert: Bestehen Zusammenhänge zwischen der Entwicklung des theoretischen Denkens über den Staat und seiner Rolle in der internationalen Politik beispielsweise mit dem Aufkommen des Cartesianisch-Newtonschen wissenschaftlichen Weltbildes? In einem dritten Schritt werden die Diskussionsergebnisse der ersten zwei Schritte unter der Fragestellung ihrer praktisch-politischen Relevanz diskutiert. Ausgehend von einer handlungsleitenden Funktion wissenschaftlicher Theoriebildung für die praktische Politik wird gefragt: Inwiefern widerspiegelt sich das diskutierte Ordnungsdenken in der gegenwärtigen internationalen und globalen Politik? (Auswahl geeigneter aktueller Fälle gemeinsam mit den Studierenden). Didaktisches Konzept/Lernmethode: Problemorientierte Diskussion; vernetztes Lernen; Verbindung von Theorie und Praxis; zielt neben der Vertiefung der Fachkompetenz im Bereich IB durch einen wissenschafts- philosophischen Zugang auch auf die Stärkung reflexiver Kompetenz. 60 Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: manuela.spindler@global-politics.org Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Osiander, Andreas 2008: Before the State. Systemic Political Change in the West from the Greeks to the French Revolution. Oxford: Oxford University Press. • Osiander, Andreas 1995: Interdependenz der Staaten und Theorie der zwischenstaatlichen Beziehungen, in: Politische Vierteljahresschrift 36:2, 243-266. • Spindler, Manuela 2013: International Relations. A Self-Study Guide to Theory. Opladen/ Berlin/Toronto: Budrich Publishers. • Schieder, Siegfried/Spindler, Manuela 2014 (eds.): Theories of International Relations. London/New York: Routledge. • Wight, Colin 2012: Philosophy of Social Science and International Relations, in: Carlsnaes, Walter et.al (eds.): Handbook of International Relations. London: SAGE Publications, 29-56. 61 mailto:manuela.spindler@global-politics.org Understanding Boundaries in an Age of Migrations Dozent: Dr. Jean-Thomas Arrighi Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Mi, 24.09.2014, 12.15 – 13.00 FRO, 3.B52 Fr, 17.10. / Sa, 18.10.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 4.B47 / 3.B57 Fr, 14.11. / Sa, 15.11.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: International migrations provoke a mismatch between the territorial boundaries of the state and the membership boundaries of the nation. As a result, states find themselves with a significant proportion of citizens living outside their frontiers, and of aliens within them. However, the ways in which states have addressed this discrepancy varies greatly. As an influential scholar once put it, from this point of view, the critical focus of investigation becomes the boundary that defines the group, not the cultural stuff that it encloses. In this seminar, we will examine the transformation of political boundaries resulting from international migrations, in theory and in practice. We will compare how states have sought to police their borders through immigration policies, to discriminate between citizens and aliens through citizenship policies, and to expand their control over their nationals living beyond their jurisdiction through diaspora policies. In addition, we will seek to understand why such policies have differed so markedly, over time and across space. The seminar pursues three objectives: First, participants will be encouraged to explore how a boundary perspective may be relevant for their own research. Second, students will become familiarized with the main theoretical debates in migration and citizenship studies. Third, they will gain a broad comparative understanding of a variety of cases, mainly though by no means exclusively in Europe. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch; Essays und Teilnahme kann auch in Deutsch sein. Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme / Essay (benotet) / 4 Kontakt: Jean-Thomas.Arrighi@EUI.eu Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literaturauszug • Arrighi, Jean-Thomas, and Hutcheson, Derek. “Keeping Pandora’s box Half-Shut: A Comparative Inquiry into the Institutional Limits of External Voting in EU Member States.” Democratization, special issue on Voting Rights in the Age of Globalisation, edited by Grotz, F., and Caramani, D. (forthcoming). • Barth, F., Ed. Ethnic Groups and Boundaries. The Social Organization of Culture Difference. Oslo, Universitetsforlaget, Introduction, 1969. • Bauböck, Rainer. How Migration Transforms Citizenship: International, Multinational and Transnational Perspectives. IWE Working Paper Series No. 24, 2002. • Brubakers, Rogers. Ethnicity Without Groups. Cambridge (MA), Harvard Univ. Press, 2004 (Chap 1). • Massey, Douglas. “International Migration at the Dawn of the Twenty-First Century: The Role of the State.” Population and Development Review Vol. 25 No. 3 (1999) 303–322. • Hirschman, Albert O. Exit, Voice, and the State, World Politics, vol.31, No.1, 1978. • Joppke, Christian. “The Retreat of Multiculturalism in the Liberal State: Theory and Policy.” The British Journal of Sociology Vol. 55 No. 2 (2004) 237–257. • Kymlicka, Will. “The Rise and Fall of Multiculturalism? New Debates on Inclusion and Accommodation in Diverse Societies.” International Social Science Journal Vol. 61 No. 199, (March 2010) 97-112. 62 mailto:Jean-Thomas.Arrighi@EUI.eu Religion und die zweite Migrationsgeneration in der Schweiz und Europa Dozent: Prof. Dr. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 16.09.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In Ländern Europas wie auch in Nordamerika ist in Folge der Zuwande- rungen seit den 1960er Jahren eine zweite, teils dritte Generation heran- gewachsen. Diese jungen Frauen und Männer mit Migrationshintergrund interpretieren religiöse Ideen und Praxisformen oft sehr unterschiedlich: einer gänzlichen Abkehr von Religion stehen eine traditionsbewusste Fortführung religiös-kultureller Normen und Praxis entgegen, ebenso wie eine selektive Auswahl und Befolgen von normativen Vorgaben als auch ein eigenständiges, autonomes Reinterpretieren religiöser Vorgaben in Lehre und Praxis. Das Masterseminar wird diese unterschiedlichen Formen der Anpassung religiöser Ideen, Normen und Praxis für das alltägliche Leben der Jugendlichen mit Migrationshintergrund vergleichend für die Schweiz und Länder Europas sowie Nordamerikas behandeln. Zur Sprache kommen neben muslimischen jungen Erwachsenen und ihren Interpretationen und Jugendgruppen u.a. auch buddhistische und hinduistische junge Erwach- sene mit Migrationshintergrund sowie die Kontextuierung in gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: martin.baumann@unilu.ch Material: Texte zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Endres, Jürgen/Tunger-Zanetti, Andreas/Behloul, Samuel-M./Baumann, Martin (2013): Jung, muslimisch, schweizerisch. Muslimische Jugendgruppen, islamische Lebensführung und Schweizer Gesellschaft, Luzern • Müller, Monika (2013): Migration und Religion. Junge hinduistische und muslimische Männer in der Schweiz, Wiesbaden • Portes, Alejandro/ Rumbaut, Rubén G. (2006) : Immigrant America: A Portrait, 3. Aufl. Berkeley • Crul, Maurice/Schneider, Jens/Lelie, Frans (eds.) (2012):, The European Second Generation Compared. Does the Integration Context Matter?, Amsterdam 63 mailto:martin.baumann@unilu.ch Foucaults Theorie der Gouvernementalität und Politik Dozent: Prof. Dr. Martin Hartman Durchführender Fachbereich: Philosophie Termine: wöchentlich Mi, 13.15 – 15.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Michel Foucaults Einfluss auf Philosophie und Sozialwissenschaft ist unbestritten. Seine Diskurs- und Machttheorie hat vielfältige theoretische und praktische Reflexionen und Interventionen hervorgerufen. Wir wollen in diesem Seminar vor allem seine in den letzten Jahren erst zugänglich gemachte "Geschichte der Gouvernementalität" diskutieren, die aus Vorlesungen am Collège de France 1977 - 1979 hervorgegangen ist. Eine ausführliche Lektüre zentraler Texte und eine werkgeschichtliche Kontextualisierung dieser Vorlesungen werden einen Überblick über dieses Theorieangebot, seine methodischen und systematischen Eigenschaften geben. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders die politischen Implikationen seines Ansatzes, etwa mit Blick auf den Neoliberalismus der Gegenwart und auf das Konzept der Biopolitik. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: bea.schuler@unilu.ch Literatur • Michel Foucault, Geschichte der Gouvernementalität I: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung, Frankfurt/M. 2004. • Michel Foucault, Geschichte der Gouvernementalität II: Die Geburt der Biopolitik, Frankfurt/M. 2004. • Michel Foucault, Analytik der Macht, Frankfurt/M. 2005. • Thomas Lemke, Eine Kritik der politischen Vernunft. Foucaults Analyse der modernen Gouvernementalität, Hamburg 1997. 64 mailto:bea.schuler@unilu.ch Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen Dozent: Julian Junk, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung:. Termine: Do, 18.09.2014, 15.15 – 19.00 FRO, 4.A05 14-täglich Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziel: Das Seminar führt über zwei Semester in zentrale, neuere sozialwissen- schaftliche Methoden ein und wird nicht nur ein Grundwissen in primär qualitativen Methoden sondern gerade auch deren praktische Anwendung in der Konzeptualisierung und Operationalisierung von Forschungsfragen in den Internationalen Beziehungen vermitteln. In einem ersten Teil (Herbstsemester 2014) werden die methodischen wie theoretischen Grundlagen gelegt. Den Schwerpunkt des Seminars bilden ausgewählte, neuere Methoden: Fallstudiendesigns (Causal Process Tracing und Co-Varianz-Ansätze), inhaltsanalytische Verfahren (Textanalyse, Bildanalyse und Diskursanalyse), Qualitative Comparative Analysis, QCA (crisp set und fuzzy set Analysen) sowie Netzwerkanalysen. Mit diesen methodischen Verfahren werden wir uns in einem Dreischritt befassen: einer kurzen Einführung in die neuen Entwicklungen der jeweiligen Methode folgt eine empirische Anwendung in Gruppenarbeit (je nach Seminargröße) auf verschiedene IB-Forschungsfragen. Im Folgenden schließt sich die „Simulation“ einer wissenschaftlichen Konferenz an – von der Einreichung einer ersten Themenidee bis hin zur Präsentation eines vollständigen Forschungspapiers. Die TeilnehmerInnen werden somit in einem kurzen Abstract ein Thema für ein Forschungsthema vorschlagen. Über die Semesterferien werden – darauf aufbauend – selbständig erste ausführliche Research Designs mit empirischem Schwer- punkt erarbeitet und schließlich daraus ein Forschungspapier entwickelt. Der zweite Teil des Seminars (Frühjahrssemester) widmet sich dementspre- chend der ausführlichen Diskussion dieser Research Designs und deren Ausarbeitung zu Forschungsarbeiten in mehreren Stufen. Letzteres wird einzelne anwendungsorientierte Vertiefungen der im ersten Teil erarbeiteten Methoden sowie der empirischen Schwerpunktsetzungen beinhalten. Das Seminar endet mit der Simulation einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der die finalen Forschungsarbeiten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Das Seminar gibt in Gruppenarbeit und in der Diskussion mit dem Lehrenden viele Möglichkeiten zur Verfeinerung der Forschungsarbeit. Ziel des Seminars ist die eigenständige, praktische Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden in einem empirischen Forschungs- prozess. Es legt damit die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussarbeit (Master oder Bachelor). Das Seminar geht über zwei Semester. Eine Anmeldung zum Frühjahrs- semester 2015 ist nicht möglich. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige aktive Teilnahme, Lektüre der Pflichttexte und – für die Benotung relevant – Referat, Gruppenarbeit, Abstract, Research Design, sowie Forschungsarbeit / 4 pro Semester plus 6 Credits für die Forschungsarbeit (insgesamt 14 Credits) Kontakt: julian.l.junk@googlemail.com Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. 65 mailto:julian.l.junk@googlemail.com Literatur • Blatter, Joachim and Markus Haverland (2012): Designing Case Studies - Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave MacMillan, Basingstoke. • Blatter, Joachim, Frank Janning and Claudius Wagemann (2007): Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Methoden und Forschungsansätze. VS Verlag, Wiesbaden. • George, Alexander L. and Andrew Bennett (2005): Case Studies and Theory Development in the Social Sciences. MIT Press, Cambridge. • Gerring, John (2007): Case Study Research. Principles and Practices. Oxford University Press, Oxford. • Goertz, Gary (2006): Social Science Concepts. A User's Guide. Princeton University Press, Princeton. • Früh, Werner (2007): Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis. 6. Aufl., UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz. • Keller, Reiner et al. (Hg.) (2007/2008): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse. Bd. 1 und 2. VS Verlag, Wiesbaden. • Ragin, Charles C. (2008): Redesigning Social Inquiry - Fuzzy Sets and Beyond. Chicago University Press, Chicago. • Rose, Gillian (2001): Visual Methodologies: An Introduction to the Interpretation of Visual Materials. Sage, London. • Scott, John (2000): Social Network Analysis - A Handbook. Sage, London. • Van Evera, Stephen (1997): Guide to Methods for Students of Political Science. Cornell University Press, Ithaca. 66 The anthropology of international governace Dozent: Peter Larsen, PhD Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.HS 3 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: What can anthropology tell us about contemporary global governance dynamics related to topics as environmental politics, indigenous rights and world trade? Anthropology may not appear as an obvious place where social scientists look to better understand global governance dynamics. Normally considered the domain of International Relations, International Law, Political Science and Economics, ethnography was for a long time mainly mobilized to illustrate exotic far-away realities. This is changing rapidly. On the one hand, anthropologists have increasingly ventured into the corridors and organizational realms of international organizations, international cooperation and global negotiations. On the other hand, global processes form an inextricably part of many field-settings and contemporary research topics. This course aims to introduce students to the diversity of approaches taken by anthropologists in the realm of international governance. The course will touch upon a range of different governance fields and actors. Particular focus will be on indigenous rights issues and environmental governance. As part of the course, students will be invited to attend and observe a 2-day international meeting in Geneva (being co-organized by the lecturer). Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: peter.larsen@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Abèles, Marc (2010), The Politics of Survival (Durham: Duke University Press). • Bellier, Irène and Préaud, Martin (2012), 'Emerging issues in indigenous rights: transformative effects of the recognition of indigenous peoples', The International Journal of Human Rights. • Brosius, Peter and Campbell, Lisa (2010), 'Collaborative event ethnography: conservation and development trade-offs at the Fourth World Conservation Congress', Conservation and Society, 8 (4), 245-55. • Ferguson, James (1994), The Anti-Politics Machine: "Development", Depoliticization and Bureaucratic Power in Lesotho (Minneapolis: University of Minnesota Press). • Global Shadows (2006), Africa in the Neoliberal World Order (Durham: Duke University Press). • Muller, Birgit (2013), The Gloss of Harmony: The Politics of Policy Making in Multilateral Organisations (Pluto Press). 67 mailto:peter.larsen@unilu.ch Politik und Religion. Politikwissenschaftliche Grundlagen Dozent: Prof. Dr. Antonius Liedhegener Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 16.09.2014 FRO 3.B57 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Ganz ohne Zweifel – Religion ist zurück in der öffentlichen Debatte. Zahlreiche global wahrgenommene Ereignisse wie die Terroranschläge des 11. September 2001, der Irakkrieg, religiös begründete Selbstmordattentate, die Religiöse Rechte in den USA, der Streit um einen Gottesbezug im Verfassungsentwurf der EU, die Kontroversen um Kopftuch und Moscheebau quer durch Europa oder der Arabische Frühling unterstreichen eindrucksvoll die Politikfähigkeit von Religion im 21. Jahrhundert. Gänzlich neu sind die damit verbundenen Grundfragen für die Politikwissenschaft keineswegs, aber die Politikwissenschaft hat sich ihnen mit neuer Dringlichkeit zu stellen. Das Seminar vermittelt im Sinne eines speziellen politikwissenschaftlichen Grundkurses die ideengeschichtlichen und politiktheoretischen Schlüsselthemen des Wechselverhältnisses von Politik und Religion und diskutiert zentrale Ergebnisse der jüngeren empirischen Politikwissenschaft zur Rolle von Religion in der nationalen und internationalen Politik der Gegenwart. Untersucht werden die Rolle von Religionen für die Legitimation von Herrschaft, ihr Einfluss auf politische Entscheidungen und ihre Bedeutung für die Zivilgesellschaft und damit die Stabilität demokratischer Gesellschaften. Gefragt werden soll vor allem, ob und unter welchen Bedingungen Religion für demokratische Politik heute ein Gefährdungspotential oder eine Ressource zur politischen Gestaltung darstellt. In der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Religion und Politik wird zugleich mit den konzeptionellen und methodischen Grundlagen der Politikwissenschaft vertraut gemacht. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: IF: aktive Teilnahme (Textlektüre) / 4 Kontakt: antonius.liedhegener@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Brocker, Manfred/ Behr, Hartmut/ Hildebrandt, Mathias (Hgg.), Religion - Staat - Politik. Zur Rolle der Religion in der nationalen und internationalen Politik (= Religion und Politik) Wiesbaden 2003; • Hildebrandt, Mathias/ Brocker, Manfred (Hg.), Der Begriff der Religion (= Politik und Religion) Wiesbaden 2008; • Liedhegener, Antonius/ Tunger-Zanetti, Andreas/ Wirz, Stephan (Hg.), Religion - Wirtschaft - Politik. Forschungszugänge zu einem aktuellen transdisziplinären Feld (= Religion - Wirtschaft - Politik, Bd.1) Baden-Baden – Zürich 2011 (die Kapitel zur Politikwissenschaft). • Minkenberg, Michael/ Willems, Ulrich (Hg.), Politik und Religion (= PVS- Sonderheft, Bd.33) Wiesbaden 2003. 68 mailto:antonius.liedhegener@unilu.ch Public Economics Dozent: Prof. Dr. Simon Lüchinger Durchführender Fachbereich: Politische Oekonomie Termin: Do, 18.09.2014, 15.15 - 17.00 FRO, 3.B47 Termin: Do, 16.10.2014, 08.15 - 18.00 FRO, 3.B52 Termin: Do, 20.11.2014, 08.15 - 18.00 FRO, 3.B47 Termin: Fr, 21.11.2014, 08.15 - 18.00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Students will learn to critically evaluate existing empirical studies in public economics and to plan their own research project.The course covers the most important empirical approaches in public economics. We will discuss how these empirical approaches are used to analyze selected issues in public economics and for policy evaluation. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch und Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme//Essay (benotet) / 4 Kontakt: oeksem@unilu.ch 69 mailto:oeksem@unilu.ch China and India in the International Political Economy Dozent: Dr. Omar Serrano Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 18.09.2014 FRO, HS 8 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Few phenomena have transformed as much our contemporary world as the re-entry of China and India in the global economy. The reform and opening of China in the late seventies and that of India in the early nineties have fun- damentally altered globalization dynamics. Their impact is increasingly felt in other fields as well such as foreign policy and climate change. This course evaluates this momentous shift, as well as the factors driving it. While the relevance of these countries is not new, the past decade has seen them impact the international system in ways that cannot be ignored. India is poised to become the world’s third biggest economy in purchasing power terms this year. China may even be by then the world’s largest after already becoming its leading exporter and the main emitter of C02. Within the next decade China could well be the primary retail market, main importer, main oil consumer, and the country with the most listed firms in the Fortune Global 500. It could even be that within the next two decades China overtakes the United States in military spending. India is following close-by. This means that both China and India are changing global politics and economics in ways that no other actor has done in recent history. At the same time they face enor- mous challenges, both domestically and internationally. Almost no other country has seen inequality rise as dramatically as China, corruption, environ- mental degradation, and social unrest are major concerns for the Chinese leadership. The situation is not much different for India, which in addition remains the country with the most poor in absolute terms (400 million) and has much lower social indicators. This course will look from an empirical and theoretical perspective at the challenges and opportunities that the rise of China and India bring. In doing so, we will look at their political economies, as well as discussing possibilities for economic and political reform. We will focus on their relevance for world politics and economics. A main question that will be present throughout the course is to which extent these countries will act as stakeholders in the current system, or on the contrary, whether the will challenge it, as has occurred previously with revisionist powers. Sprache: English, however German may also be used in essays and class-participation. Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: omar.serrano@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT . Literaturauszug • Chandler, C. and Zainulbhai, A. eds. (2013) Reimagining India: Unlocking the Potential of Asia’s Next Superpower, New York (NY): McKinsey & Company • Deng Y., and Wang F.L. eds. (2004) China Rising: Power and Motivation in Chinese Foreign Policy, Plymouth: Rowman & Littlefield Publishers • Dréze, J. and Sen, A. (2013) An Uncertain Glory: India and its Contradictions, Princeton NJ: Princeton University Press • Fewsmith J., Ed. (2010) China Today, China Tomorrow: Domestic Politics, Economy and Society, Plymouth: Rowman & Littlefield Publishers • McGregor J. (2012) No ancient wisdom no followers: the challenges of Chinese authoritarian capitalism, Westport: Prospecta Press • Miller M. C. (2013) Wronged by empire: post-imperial ideology and foreign policy in India and China, Stanford: Stanford, CA: Stanford University Press 70 mailto:omar.serrano@unilu.ch International Forecasting and Simulations Dozent: Dr. Michal Tomczyk Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 08.15 – 10.00, ab 16.09.2014 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: To study the future is to study potential change. It is not simply economic projection or sociological analysis or technological forecasting, but multidisciplinary examination of change in all major areas of life. Futures research can be directed to large- or small-scale issues, in the near and distance future and can project possible or desired conditions. Its purpose is not to know the exact future, but to help us make better decisions today via its methods that force us to anticipate opportunities and threats and consider how to address them – it is better to anticipate and be prepared, rather than just respond to change. Exploring the unknown, identifying possibilities associated with different outcomes, and isolating likelihoods of occurrences constitutes the essence of forecasting. The aim of the course is to give students the ability to prepare forecasts and simulations regarding international affairs. This course enables students to analyze and anticipate the evolution of international system and its components, including issues like global politics, economic and social trends, possible resolution of conflicts and the behavior of international actors (states, international organizations etc.). Students will develop their analytical ability and critical thinking; acquisition of skills of formulating problems associated with forecasting, creatively combining theoretical knowledge with practice, as well as the ability to communicate, discuss and proper argumentation. First part of the course is devoted to present students an overview of what forecasting is? What is its historical background and why it is important for studying? Then they will be familiarized with the basis of the theoretical framework and existing forecasts. As a result, they will be able to prepare their own forecast using forecasting methodology. Sprache: English Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 4 Kontakt: michal.tomczyk@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • J. Scott Armstrong (ed.) (2001), Principles of Forecasting. A Handbook for Researchers and Practitioners, Springer. Philadelphia • Maria Giaoutzi, Bartolomeo Sapio (2013), Recent Developments in Foresight Methodologies, New York • Burchill, et al. eds. (2005), Theories of International Relations, 3rd edition, Palgrave • Gene Rowea, George Wrightb (1999), The Delphi technique as a forecasting tool: issues and analysis, “International Journal of Forecasting” 15, pp. 353–375 • John R. Freeman; Brian L. Job, (1979), Scientific Forecasts in International Relations: Problems of Definition and Epistemology, “International Studies Quarterly”, Vol. 23, No. 1., pp. 113-143. • Kesten C. Green, J. Scott Armstrong (2007), Structured analogies for forecasting, “International Journal of Forecasting” 23, pp. 365–376 71 mailto:michal.tomczyk@unilu.ch EU-Russia Relations: Between Strategic Partnership and Integration Rivalry Dozent: Dr. Kataryna Wolczuk Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Do, 25.09.2014, 12.15 – 13.00 FRO, 3.B55 Fr, 24.10.2014, 09.15 – 17.00 FRO, HS 12 Sa, 25.10.2014, 09.15 – 17.00 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Learning objectives: Relations between the EU and Russia have been defined as a ‚strategic partnership‘, yet the un-derlying tensions have been thrown into sharp relief by the crisis in Ukraine. To understand the dyna-mics, the course will study EU-Russia relations in a bilateral and broader regional context. On a bilate- ral basis, the key stages, legal framework and subsequent policy initiatives will be analysed agains the backdrop of preferences of the EU and Russia, respectively. In the regional context, the focus will be on Russia’s approach to regional integration in the post-Soviet space, in particular the rapid emergence of the Eurasian Economic Union (as of Jan 2015). Russia-led integration efforts will be compared and contrasted with the EU’s own policies towards the ‚common neighbourhood‘, such as the European Neighbourhood Policy and the Eastern Partnership. Against this background, the crisis in Ukraine will be examined in terms of the respective roles of the EU adn Russia in order to assess if it represents a tectonic shift or a temporary ‚cooling‘ in EU-Russia relations. At the end of the course the students will be able to: 1) Demonstrate an in-depth understanding of EU-Russia relations and key factors shaping the relations 2) Interpret these relationship with reference to appropriate concepts and theoretical paradigms (drawn from International Relations and Political Science) 3) Gain insights into how to formulate specific research questions and operationalise them in terms of research design and methodology Sprache: English Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Essay (benotet) / 2 Kontakt: K.wolczuk@bham.ac.uk Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur • Haukkala, Hiski (2010), The EU-Russia Strategic Partnership, Routledge, London and New York • Hopf, Ted (ed.) (2008), Russia’s European Choice (Palgrave MacMillan, New York and Basingstoke). • Dragneva, Rilka and Wolczuk, Kataryna (2012) ‚Russia, the Eurasian Customs Union and the EU: Cooperation, Stagnation or Rivalry?‘, Chatham House briefing paper, REP BP 2012/01 • Dragneva, Rilka and Wolczuk, Kataryna (eds.) (2013) Eurasian Economic Integration: Law, Policy, and Politics, Chelthenham: Edward Elgar. • Trenin, Dmitri (2008), 'Russia and the European Union: redefining strategic partnership', in Partnerships for effective multilateralism: EU relations with Brazil, China, India and Russia, Chaillot Paper no. 109, June: 133-144. Available at http://www.iss.europa.eu/uploads/media/cp109_01.pdf 72 mailto:K.wolczuk@bham.ac.uk Modul Forschung-Praxis-Methoden Grundlagen der multivariaten Statistik Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 18.00, ab 17.09.2014 FRO, HS 7 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Sozialwissenschaften sind als empirische Wissenschaft angewiesen auf die statistischen Techniken zur Analyse und Modellierung von Daten, die zumeist aus Befragungen grosser Personenstichproben stammen. Die Veranstaltung führt zunächst in die Grundlagen der Inferenzstatistik ein. Dann werden die wichtigsten Verfahren der multivariaten Statistik eingeführt: multiple lineare Regression, binäre logistische Regression, Hauptkomponentenanalyse und multiple Korrespondenzanalyse. Vorbereitende Lektüre angegebener obligatorischer Literatur sowie der regelmässige Besuch der Vorlesung sind erforderlich. Weiter der parallele Besuch des zugehörigen Seminars „Sozialwissenschaftliche Datenanalyse“. Im Rahmen der integrierten Übung werden Aufgaben besprochen, die die Studierenden vorbereitend bearbeiten sollen. Voraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung der VL Methonden II oder äquivalente Veranstaltung. Umfang: 3 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Material: Folien werden auf OLAT zugänglich gemacht. Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben. 73 mailto:rainer.diazbone@unilu.ch Methoden ethnologischer Feldforschung Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Feldforschung ist die zentrale empirische Methode der Ethnologie. Kenntnisse der verwendeten Verfahren und Techniken sind nicht nur zur Planung und Durchführung eigener Forschung Voraussetzung, sondern auch zur Quellenkritik. Nur wer versteht, wie Ethnologen ihre Daten gewinnen, kann die Ergebnisse beurteilen, einordnen und kritisieren. In der Übung sollen alle TeilnehmerInnen praktische Erfahrungen mit verschiedenen Verfahren der Feldforschung gewinnen. An Beispielen wird die Aufnahme, Aufbereitung und Auswertung von Daten geübt. Die Studierenden erproben alle Verfahren jeweils an einander, und lernen dabei die Rolle des Forschers und des Informanten kennen. Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren werden so deutlich und deren Eignung für bestimmte Fragestellungen kann besser eingeschätzt werden. Gleichzeitig werden Daten über Interessen, Probleme und Alltag Luzerner Studierender erhoben. Diese Kenntnisse wiederum können in die Verbesserung der Lehre und des Lehrplans einfliessen. Durchführung: Von Woche zu Woche sind verschiedene praktische Aufgaben zu lösen, deren Ergebnisse am Ende des Semesters zu einem Lernportfolio zusammengestellt werden. Regelmässige, pünktliche Teilnahme und Durchführung der Aufgaben sind die Voraussetzungen für den Erwerb eines Leistungsscheins. Anmeldungen per E-Mail an Bettina.Beer@unilu.ch. Geben Sie bitte Semesterzahl und Fächerkombination an. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literatur Pflichtlektüre: Bettina Beer (Hg.), 2008: Methoden ethnologischer Feldforschung. (Überarbeitete und erweiterte 2. Auflage). Berlin: Reimer. Das Buch kann bei Angabe der Lehrveranstaltung vergünstigt mit Hörerschein beim Studiladen gekauft werden. Weitere Literatur steht im Semesterapparat der Präsenzbibliothek. 74 Qualitatives Forschen in Organisationen Dozent: Dr. phil. Stephan Kirchschläger Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 10.10.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 11.10.2014, 09.15 - 16.00, Fr, 05.12.2014, 09.15 - 16.00, Sa, 06.12.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 3.B48 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Organisationsforscher bedienen sich gegenwärtig immer öfter qualitativer Forschungsmethoden, um sich ihrem Gegenstand empirisch anzunähern. Allgemein anerkannte methodologische Prinzipien des qualitativen Forschens, wie die der Exploration und Offenheit, der Einzelfallorientierung und der Berücksichtigung des Kontextes (vgl. Bergmann 2006: 18f.), die auf die Generierung neuen theoretischen Wissens ausgerichtet sind, eignen sich beispielsweise immer dann besonders gut, wenn organisationale Prozesse und Praktiken im Fokus stehen, es gilt, organisationale Wirklichkeiten aus der Perspektive der handelnden Akteure zu rekonstruieren, oder wenn sich dynamisch verändernde Organisationsphänomene erforscht werden sollen. In der Veranstaltung werden methodische Grundlagen qualitativen Forschens im Kontext von Organisationen anhand empirischer Beispiele aus der Organisationsforschung vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt dabei bilden forschungspraktische Aspekte, auf deren Grundlage die Teilnehmenden in der Lage sein werden, eigene empirische Arbeiten zu planen und durchzuführen (Forschungsarbeit im Forschung- Praxis-Methoden-Modul oder BA/MA-Arbeiten). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: stephan.kirchschlager@unilu.ch Literatur • Kühl, Stefan / Strodholz, Petra (Hrsg.) (2002): Methoden der Organisationsforschung: ein Handbuch. Reinbek: Rowohlt-Taschenbuch-Verl. • Bergmann, Jörg R. (2006): Qualitative Methoden der Medienforschung – Einleitung und Rahmung, in: R. Ayass / J. R. Bergmann (Hrsg.): Qualitative Methoden der Medienforschung, Reinbek: Rowohlt- Taschenbuch-Verl., 13-42, insb.: 16-34. • Wolff, Stephan (2000): Wege ins Feld - Varianten und ihre Folgen für die Beteiligten und die Forschung, in: U. Flick / E. v. Kardoff / I. Steinke (Hrsg.): Qualitative Forschung: Ein Handbuch, Reinbek: Rowohlt, 334-349. 75 mailto:stephan.kirchschlager@unilu.ch Causal inference Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Health Science and Health Policy Termine: wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 22.09.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: In this module students will deepen their understanding of statistical methods for identifying and estimating causal effects. The potential outcomes approach is presented as a general and unifying framework to examine such effects, with randomized experiments as the predominant way for establishing causality. The course then moves on to observational studies and explores various types of research designs that allow for credible causal inference. Examples from the literature offer hands-on experiences in utilizing the methods. The key objective of this module is to learn the methodology and steps of drawing causal inferences from experimental and non-experimental data. Voraussetzungen: Umfang: Quantitative Methods II (or equivalent) 2 Semesterwochenstunden Sprache: Begrenzung: Englisch Priority MA Health Sciences students Prüfungsmodus / Credits: KSF: graded written examination / 4 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur • Stata 13 (available through the university) • Angrist JD, Pischke JS (2009) Mostly Harmless Econometrics: An Empiricist's Companion, Princeton University Press • Slides, software code, exercises 76 mailto:stefan.boes@unilu.ch Methoden computergestützter Textanalyse Dozent: Frederik Elwert, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fri, 17.10.2014, 10.15 – 17.00 FRO, HS 3 Sa, 18.10.2014, 09.15 – 16.00 FRO, 3.B54 Fr, 28.11.2014, 10.15 – 17.00 FRO, HS 1 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Texte als Quellen soziologischer Analyse stehen in immer größerem Umfang in digitaler Form zur Verfügung. Neben der Nutzung von Annotationssoftware für die klassische qualitative Textanalyse, wie sie sich seit einiger Zeit etabliert hat, ergeben sich auch neue Analysestrategien. Dabei erlauben neue, leistungsfähigere Algorithmen Auswertungen, die über reine Quantifizierungen hinausgehen und die Grenzen zwischen qualitativer und quantitativer Textanalyse verschieben. Beispiele hierfür sind etwa Verfahren der Korpuslinguistik, der semantischen Netzwerkanalyse oder das sogenannte Topic Modeling. Das Seminar wendet sich diesen Möglichkeiten computergestützter Textanalyse zu. Neben der Diskussion der theoretischen und methodologischen Grundlagen geht es insbesondere um die praktische Anwendung der entsprechenden Verfahren. Am Beispiel der Programmiersprache Python soll gezeigt werden, wie sich konkretes Textmaterial aufbereiten, analysieren und interpretieren lässt. Voraussetzungen: Umfang: Erste Grundlagen der Programmiersprache Python sind für die Veranstal- tung erforderlich. Es wird daher die Bereitschaft vorausgesetzt, sich diese im Vorfeld des ersten Blocktermins über einen bereitgestellten Online-Kurs anzueignen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: frederik.elwert@rub.de 77 mailto:frederik.elwert@rub.de Einführung in Methoden der empirischen Religionsforschung I Dozent: Prof. Dr. Stefan Huber Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: wöchentlich Mi, 12.15 - 14.00, ab 17.09.2014 FRO, HS 5 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Lernziele: Wie erzählen Menschen von ihrer "Bekehrung", "Erleuchtung", "spirituellen Heilung" oder ihrem Leben vor 500 Jahren? Innerhalb welcher Kontexte machen sie religiöse Erfahrungen und wie beeinflusst dies ihre Lebenspraxis? Fragen dieser Art werden von der qualitativen empirischen Religionsfor- schung bearbeitet, in welche dieser Kurs einführt. Zum einen werden grundlegende Techniken qualitativer Sozialforschung dargestellt. Zum anderen diskutieren wir neueste qualitative Forschungen aus dem Bereich der Religionssoziologie und -forschung, indem wir ihre Fragestellung, Methode, Auswertungsstrategie und Interpretation genauer unter die Lupe nehmen. • Verschiedene Ansätze der qualitativen Religionsforschung kennen zu lernen und einzuordnen wissen • Methoden der Datenerhebung mit solchen der Auswertung sinnvoll kombinieren zu können • Fähigkeit entwickeln, eigene Fragestellungen in einer qualitativen Logik zu bearbeiten Voraussetzungen: Umfang: Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: IF: schriftliche Prüfung, pass or fail / 4 Kontakt: stefan.huber@theol.unibe.ch 78 mailto:stefan.huber@theol.unibe.ch Analyse von Mediennutzungsdaten mit R Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Unter Mediennutzung wird im Allgemeinen der Konsum von Massenmedien verstanden, wozu sowohl Print-, Bild- als auch Onlinemedien gehören. Die Art der Medien sowie die Art der Nutzung scheinen eng mit verschiedenen sozialstrukturellen Differenzierungen zusammenzuhängen. Das Seminar führt in die quantitative Mediennutzungsforschung und damit zusammenhängende soziologische Konzepte ein. Dies soll anhand von internationalen Datenerhebungen praktisch umgesetzt werden. Hierfür wird das OpenSource Statistikprogramm R verwendet werden, das als leistungs- starkes und flexibles Programm zunehmende Beachtung erfährt. Im Seminar werden verschiedene multivariate Verfahren, wie Regressions-, Faktoren- und Korrespondenzanalysen vorgestellt. Die theoretischen und methodischen Kenntnisse werden von den Studieren- den anhand eigener Fragestellungen auf Basis von Sekundärdatensätzen praktisch umgesetzt. Voraussetzungen: Umfang: gute Kenntnisse der uni- und bivariaten Statistik 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: katharina.manderscheid@unilu.ch Literatur Manderscheid, Katharina (2012): Sozialwissenschaftliche Datenanalyse mit R. Eine Einführung. Wiesbaden: VS- Verlag für Sozialwissenschaften. 79 mailto:katharina.manderscheid@unilu.ch Analysis of Social Structure and Social Behavior Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 18.09.2014 FRO, 3.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Understanding social behaviour against the background of social structures constitutes a key of sociological theory and research approaches. The seminar will focus on the theoretical concepts behind contemporary approaches as well as their practical implementation in research. Therefore, selected concepts like class, gender, network, social milieu will be introduced. Special emphasis will be put on the sociology of Pierre Bourdieu and his conceptual tools of habitus and life styles. Furthermore, topics like social identity formation processes, which are discussed in strands of life course analyses, modernisation theory and globalisation studies, will be discusses. All topics will be applied by the students in research exercises using standardised data. Voraussetzungen: Umfang: grundlegende Statistikkenntnisse, Englischkenntnisse 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (mehrere Arbeitsaufgaben) / 4 Kontakt: katharina.manderscheid@unilu.ch Literatur wird im Seminar bekannt gegeben. 80 mailto:katharina.manderscheid@unilu.ch Relationale Soziologie: Theoretische Ansätze und empirische Studien Dozentin: Ass.-Prof. Sophie Mützel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 – 12.00, ab 17.09.2014 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der relationalen Perspektive in der Soziologie, wie sie seit einigen Jahren aus ganz unterschiedlichen Strömungen in der soziologischen Theorie diskutiert wird. Der analytische Blick liegt dabei nicht auf einzelnen Variablen, sondern auf den Beziehungen zwischen Akteuren und den Strukturen und Mustern solcher Beziehungen. Dazu gehört die kulturelle Wende in der Netzwerkforschung genauso wie die neuere französische, pragmatische Soziologie und die Akteur-Netzwerk Theorie. Im ersten Teil des Seminars werden wir einschlägigen Texte dieser theoretischen Strömungen kennenlernen, um dann im zweiten Teil empirische Beispielen zu diskutieren. Das Seminar soll einen Überblick über unterschiedliche theoretische Strömungen in der modernen Soziologie geben sowie Anhaltspunkte liefern, wie theoretische Konzeption und empirisches Material miteinander verbunden werden können. Voraussetzungen: Umfang: Bereitschaft zum Lesen englischer Texte 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (kurzes Input und Memos) / 4 Kontakt: sophie.muetzel@unilu.ch Literatur • Abbott, Andrew. 1988. "Transcending General Linear Reality." In: Sociological Theory 6, S. 169-188. • Mohr, John. 1998. "Measuring meaning structures." In: Annual Review of Sociology 24, S. 345-370. • Latour, Bruno. 2007. Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Frankfurt: Suhrkamp. 81 mailto:sophie.muetzel@unilu.ch Approaches and methods in consumer research Dozentin: Dr. Stefan Oglesby, MBA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 18.09.2014 FRO, HS 3 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar is an introduction to the most relevant and selected innovative approaches of consumer research. The seminar also offers a strong reference to today’s practice of marketing research. First, the seminar provides an overview over the developments in con- ceptualizing consumer behaviour and its reflection in consumer research. Second, selected, pivotal approaches and topics of consumer research will be elaborated on with case studies. – Consumer Behaviour and Attitudes – Methods of data collection – Customer Satisfaction Research – Advertising Research – Qualitative Consumer Research – Pricing Research – Discrete Choice Analysis – Media Research – Segmentation / Typology – Brand Equity Research Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (presentation / paper) / 4 Kontakt: oglesby.stephan@link.ch Literatur • Solomon, Michael R. u.a.: Consumer Behavior. A European Perspective, 2009 • Balderjahn, Ingo et al. (Hrsg.)(1998): New Developments and Approaches in Consumer Behaviour Research Palgrave. ISBN-13: 978-0333739075. • Ludwig Berekoven et al. (2006): Marktforschung. Methodische Grundlagen und praktische Anwendung. Wiesbaden. ISBN-10 3-8349-0317-5 82 mailto:oglesby.stephan@link.ch Der digitale öffentliche Raum – Geschichte, Gemeinschaften und Sozio- semantische Netzwerke Dozent: Dr. Camille Roth Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 24.10.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 25.10.2014, 09.15 - 16.00, Fr, 21.11.2014, 10.15 - 17.00, Sa, 22.11.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: This seminar aims at providing an encompassing overview on the digital public space and, more broadly, on the functioning of a series of prototypical online communities, including blogspace, wikis and discussion forums. Sessions will be either devoted to the discussion of texts dealing with general issues (including the history and emergence of these virtual realms) and specific case studies, or to the presentation of a series of methodological tools, including social network analysis and socio-semantic modeling. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: roth@cmb.hu-berlin.de Literatur • L. A. Adamic and N. Glance. The political blogosphere and the 2004 U.S. election: divided they blog. In LinkKDD ’05: Proc. 3rd Intl. Workshop on Link discovery, pages 36–43, New York, NY, USA, 2005. ACM Press. • Etling, B., Kelly, J., Faris, R., Palfrey, J., (2009) “Mapping the Arabic Blogosphere: Politics, Culture, and Dissent”, Berkman Center Research Publication #2009-06. • Kayahara, J., Wellman, B. (2007). “Searching for culture—high and low”. Journal of Computer- Mediated Communication, 12(3):824–845. • Karpf, D. (2008). “Understanding Blogspace”. Journal of Information Technology & Politics, 5(4):369– 385. • H. Rheingold. Virtual Communities: Homesteading on the Electronic Frontier. MIT Press. • Van Alstyne, M. and Brynjolfsson, E. (1996). “Electronic Communities: Global Village or Cyberbalkans?”. In Proc. 17th Intl. Conf. information systems. • Wasserman, S., Faust, K. (1994). “Social Network Analysis: Methods and Applications”, Cambridge University Press. • Wellman, B. (2001). “Computer Networks as Social Networks”. Science, 293:2031–2034. 83 mailto:roth@cmb.hu-berlin.de Kolloquien Forschungskolloquium: Migrantenreligionen im Westen Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaften Termine: 14-täglich Mi, 13.15 – 15.00, ab 24.09.2014 FRO, 3.B06 Studienstufe: Master / Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium richtet sich an Studierende im Master und Doktorat. Es bietet die Möglichkeit, das Thema der in Arbeit befindlichen Master- bzw. Doktorarbeit vorzustellen und im Kreis der Teilnehmenden vertiefend zu diskutieren. Zudem besteht die Möglichkeit, theoretische Texte zur Religionswissenschaft gemeinsam zu diskutieren. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Präsentation / 1 Kontakt: relsem@unilu.ch Kolloquium für Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich, Di, 17.15 - 19.00, ab 16.09.2014 FRO, 3.B55 Studienstufe: Bachelor / Master Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungs- prozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen For- schungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) / 4 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch 84 mailto:relsem@unilu.ch mailto:joachim.blatter@unilu.ch Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft Dozentin: Prof. Dr. Cornelia Bohn Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Termine werden den Teilnehmenden bekannt gegeben. Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende der Masterstufe – insbeson- dere der Soziologie und der Vergleichenden Medienwissenschaften -, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und verfassen. Das Kolloquium dient der Unterstützung bei der Präzisierung der Themen und Problemstellungen der Studien. Es bietet Raum für die Darstellung von Entwürfen, erster Ergeb- nisse und für Debatte und Austausch. Die MA-Arbeiten werden präsentiert und diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Vorstellung der Masterarbeit) / 2 Kontakt: Anmeldung: cornelia.bohn@unilu.ch um Anmeldung bis 16.9. wird gebeten. Forschungskolloquium des Joint Degree MAS „Religion – Wirtschaft – Politik“ Dozenten: Prof. Paul Dembinski / Prof. Jens Köhrsen/ Prof. Antonius Liedhegener/ Prof. Daria Pezzoli-Olgiati Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: Mi, 24.09.2014, 14.15 – 18.00 FRO, HS 12 08.10. / 22.10. / 27.11. / 28.11.204 Studienstufe: Master / Doktorierende Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Im Forschungskolloqium werden Methodenfragen erörtert und die laufenden Abschlussarbeiten des Joint Degree Masterstudiengangs "Religion – Wirtschaft – Politik" vorgestellt und diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: IF: aktive Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: antonius.liedhegener@unilu.ch 85 mailto:cornelia.bohn@unilu.ch mailto:antonius.liedhegener@unilu.ch Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Do, 17.15 – 19.00, ab 25.09.2014 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das Kolloquium bietet die Möglichkeit laufende Arbeiten in den Studiengängen Soziologie, SoCom, Public Opinion and Survey Methodology vorzustellen und Probleme zu besprechen. Das Kolloquium wird für Studierende eingerichtet, die bei mir ihre Abschlussarbeit anfertigen. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktieve Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Kolloquium für BA- und MA-Studierende Dozenten: Prof. Dr. Jürg Helbling / Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich, Mo, 13.15 - 15.00, ab 15.09.2014 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Inhalt: Das BA-/MA-Kolloquium richtet sich in erster Linie an Studierende, die momentan mit Betreuung der Proff. Helbling oder Egli sowie der Oberassistierenden von Prof. Helbling ihre BA- oder MA-Arbeit schreiben, dies unlängst getan haben oder dies demnächst zu tun beabsichtigen. Prinzipiell ist die Veranstaltung jedoch offen für alle MA-Studierenden sowie höhere Semester im BA, die an einem Erfahrungsaustausch zum Verfassen akademischer Qualifikationsarbeiten interessiert sind. Ausgehend von kurzen Präsentationen der Abschlussarbeiten in unterschiedlichem Zustand der Vollendung (oder Planung) sollen hauptsächlich praktische Aspekte des Forschens und Schreibens zur Sprache kommen. Auch die Dozierenden werden ihre gegenwärtigen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: werner.egli@unilu.ch 86 mailto:rainer.diazbone@unilu.ch mailto:werner.egli@unilu.ch MA-Kolloquium: Organisation und Wissen Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: folgen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterkolloquium Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an alle Studierende der Masterstufe, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und schreiben. Es gibt Raum und Unterstütz- ung bei der Themenfindung und –zuspitzung, und es behandelt vor allem Fragen der Umsetzung. Studierende können ihre MA-Themen präsentieren und diskutieren, und sie erhalten Rückmeldungen zu Fragen der Bearbei- tung und Verschriftlichung. Der Schwerpunkt ist dabei auf Themen der Organisationsforschung und der Institutionenanalyse ausgerichtet. Studierenden, die in diesem Bereich eine MA-Arbeit verfassen wollen, wird der Besuch dieses Kolloquium empfohlen. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: bestätigte Teilnahme / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch Kolloquium Weltgesellschaft / Theorien Dozenin: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Mo, 15.09.2014, 13.15 - 15.00 FRO, 3.A05 Fr/Sa, 26./27.09., Fr/Sa, 28./29.11. FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor / Master / Doktorat Inhalt: Die Blockveranstaltung richtet sich an BA- und Masterstudierende sowie an Promovierende. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, erste Konzepte für Abschlussarbeiten oder bereits geschriebene Texte gemeinsam zu diskutieren. Für den Erwerb von Credits müssen die Texte mindestens eine Woche vorher an die Teilnehmenden verschickt und in Kurzpräsentationen vorgestellt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Präsentation Arbeit) / 2 Kontakt: bettina.heintz@unilu.ch 87 mailto:raimund.hasse@unilu.ch mailto:bettina.heintz@unilu.ch Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Dozenten: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli / Prof. Dr. Daniel Speich / PD Dr. Patrick Kury / Prof. Dr. Markus Ries Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: 14-täglich Di, 17.15 – 19.00, ab 23.09.2014 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master / Doktorat Veranstaltungsart: Kolloquium Inhalt: Das interdisziplinäre Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt dient der Vorstellung und Diskussion laufender Projekte und der gemeinsamen Lektüre wissenschaftlicher Texte. Im Plenum soll auch diskutiert werden, was eine gute historische Studie ausmacht. Die Veranstaltung richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden sowie fortgeschrittene Masterstudierende. Das Programm wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 3 Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch / daniel.speich@unilu.ch Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozentin: Ass.-Prof. Sophie Mützel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich, Mi, 15.15 - 17.00, ab 24.09.2014 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Inhalt: Das Kolloquium bietet die Gelegenheit laufende Abschlussarbeiten vorzustellen und hilfreiche Rückmeldungen zu erhalten. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Präsentation Vorhaben der MA-Arbeit) / 2 Kontakt: sophie.muetzel@unilu.ch 88 mailto:aram.mattioli@unilu.ch mailto:daniel.speich@unilu.ch mailto:sophie.muetzel@unilu.ch Sonderveranstaltungen International Environmental Law Dozent: Prof. Dr. iur. Thilo Marauhn Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Do, 30.10.2014, 17.15 - 19.00, Fr, 31.10.2014, 09.15 - 16.00, Do, 20.11.2014, 17.15 - 19.00, Do, 11.12.2014, 17.15 - 19.00, Fr, 12.12.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 3.A05 Fr, 21.11.2014, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Blockveranstaltung Inhalt: Lernziele: Climate change and loss of biodiversity are among the most serious environmental challenges. This course will provide insights into international legal instruments addressing these challenges. It serves as a general introduction to international environmental law and policy. After exploring the economic, political, and legal concepts relevant to international environmental treaty regimes, these concepts will be applied to specific international environmental problems. The course focuses on the dynamics of treaties, negotiations, and state as well as non-state actors. The final section of the course will discuss how to ensure compliance with international environmental law. - to understand key concepts of international environmental law - to know important multilateral environmental agreements (MEAs) - to get an idea of how to ensure compliance with MEAs Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of international law 2 Semesterwochenstunden Sprache: Prüfungsmodus / Credits: Englisch RF: written exam (6) Kontakt: thilo.marauhn@unilu.ch 89 mailto:thilo.marauhn@unilu.ch Diversity Management Dozent: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termin: Block Seminar (Saturday, September 20 (lunchtime) – 22, 2014, (morning) in Lungern); capstone meeting towards the end of the semester Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Blockveranstaltung Inhalt: Lernziele: The integrity of both the international order and of any constitutional order depends in part on how these systems balance the interests and demands of the constituent society (“the whole“), on the one hand, and those of particular stakeholders (“the particular“), on the other hand. The ‘particular’ are regular-ly defined as those requiring an allocation of beneficial public services or goods to secure full societal participation, or topical “vulnerable segments of society”. The above balancing exercise is nowadays shaped by the human rights based entitlements everyone holds (the “rights-based approach”), which mandate that states take specific action to protect, promote, and enable the realization of those rights. We will examine the law (national and international) that pertains to the management of diversity, for instance in the following fields: - ethnic minorities and indigenous populations; - religious groups; - persons with disabilities; - older persons; - persons with different sexual orientations; We will also examine “diversity management and political participation“, or duties of states to ensure effective and relevant political participation of all segments of society in all matters pertaining to them. This will include dis-cussions of integration and assimilation, cultural diversity, but also diversity in public discourse more generally (from free speech to the pursuit of happiness). To be able to engage in a meaningful discourse on the benefits and pro- blems of and rights associated with diversity management. To link this dis- course with constitutional law and politics as well as international law and politics. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Prüfungsmodus / Credits: RF: team-based work, including written and oral contributions during the semester (50%), individual papar (50%) / 6 Kontakt: Anmeldung: alexander.morawa@unilu.ch Registration/Deregistration mandatory by e-mail to uta.dietrich@unilu.ch until Sep 12, 2014. 90 mailto:alexander.morawa@unilu.ch mailto:uta.dietrich@unilu.ch Studentisch organisierter Workshop/Exkursion des Masterstudiengangs Organisation: Julia Maisenbacher Studierende des Masterstudienganges Durchführender Fachbereich: Studierende des Masterstudiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik Termine: folgen Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop / mehrtägige Exkursion (Ziel wird noch bekannt gegeben) Inhalt: Kennenlernen von verschiedenen Bereichen der Weltgesellschaft anhand von Besuchen bei Institutionen/Organisationen und Unternehmen. Umfang: Exkursion Sprache: Deutsch oder Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Der Erwerb von 2 Social Credit Points ist möglich. Die Anforderungen hierfür sind - mündliche Teilnahme - Präsentation eines Handouts zum Exkursionthema an einem noch zu bestimmenden Termin vorab als Vorbereitung auf die Exkursion oder Schreiben eines Essay (3-5 Seiten); Abgabe drei Tage nach der Exkursion. Die Teilnahme ist auch ohne den Erwerb von Social Credit Points möglich. Kontakt: julia.maisenbacher@unilu.ch oder polsem@unilu.ch 91 mailto:julia.maisenbacher@unilu.ch mailto:polsem@unilu.ch 23.07.2014 Literature

    Grösse: 1 MB

    Erstellungsdatum: 23.07.2014

    pdf

    • Dokument

    Endfassung_BA_ArnoldT.pdf

    Neue gespaltene Schweiz? Neue gespaltene Schweiz? Eine quantitative Analyse der Schweizer Cleavage-Landschaft bei eidgenössischen Volksabstimmungen in den Themenbereichen Wirtschaft und Soziales sowie Migration (1985-2009) Bachelorarbeit zur Erlangung des Bachelorgrades der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern vorgelegt von Tobias Arnold von Spiringen/Uri Eingereicht am: 13.3.2012 Gutachter: Prof. Dr. André Bächtiger 1 Abstract Im Rahmen dieser Arbeit wird mittels quantitativen Verfahren die Entwicklung gesell- schaftlicher Konfliktlinien bei Volksabstimmungen im Zeitraum von 1985 bis 2009 untersucht. Als Datengrundlage dienen die VOX-Nachabstimmungsumfragen, deren kürzlich erfolgte Harmonisierung Vergleiche über einen längeren Zeitraum hinweg ermöglichen. Die Analyse konzentriert sich auf zwei Themenbereiche: Wirt- schaft/Soziales und Migration. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass der The- menbereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik trotz fortwährender Polarisierung auf elitärer Ebene zusehends frei von gesellschaftlichen Konflikten ist. Der Themenkom- plex der Migrationspolitik hingegen birgt neues Konfliktpotenzial, der insbesondere Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Berufsqualifikationen, sowie die beiden Sprachregionen West- und Deutschschweiz voneinander trennt. Die normativen Kon- flikte in der Ausländerpolitik stehen stellvertretend für die neue Identitätsdebatte in der Schweiz. Im Kontext einer zunehmend globalisierten und interdependenten Welt hat sich auf nationaler Ebene eine Nachfrage nach Tradition und kultureller Abgren- zung entwickelt. Der Einbezug der elitären Ebene in die Analyse hat ergeben, dass diese Nachfrage eher der Auslöser, anstatt die Folge der neuartigen SVP-Opposition bei kulturellen Öffnungs-Abgrenzungs-Fragen ist. 2 INHALTSVERZEICHNIS Tabellenverzeichnis ................................................................................................. 4 Abbildungsverzeichnis ............................................................................................ 4 1. Einleitung .............................................................................................................. 5 2. Theoretischer Teil ................................................................................................. 8 2.1 Das Cleavage-Konzept nach Lipset und Rokkan ............................................. 8 2.2 Die Cleavage-Definition nach Bartolini und Mair ............................................ 11 2.3 Drei theoretische Konzepte zur Entwicklung von Cleavages ......................... 13 2.3.1 Alignment ................................................................................................. 13 2.3.2 Dealignment ............................................................................................. 14 2.3.3 Realignment ............................................................................................. 15 2.4 Die Cleavage-Forschung in der Schweiz ....................................................... 17 2.4.1 Der Zentrum-Peripherie-Konflikt............................................................... 17 2.4.2 Der Kirche-Staat-Konflikt .......................................................................... 18 2.4.3 Der Konfessionscleavage ........................................................................ 19 2.4.4 Der Sprachencleavage ............................................................................. 20 2.4.5 Der Stadt-Land-Cleavage ........................................................................ 22 2.4.6 Der Klassencleavage ............................................................................... 26 2.5 Ingleharts These für die Schweiz: Der Öffnungs-Abgrenzungs-Cleavage ...... 28 2.5.1 Strukturelles und normatives Element ...................................................... 28 2.5.2 Organisatorisches Element: Die „neue“ SVP auf der „neuen“ kulturellen Achse ................................................................................................................. 29 2.6 Cleavages im Kontext einer Konkordanzdemokratie ...................................... 31 2.6.1 Konkordanz: ein Entscheidungssystem des „power sharing“ ................... 31 2.6.2 Konkordanz und ihre konfliktdämpfende Wirkung .................................... 32 2.6.3 Niedergang der Konkordanz? .................................................................. 34 2.7 Zusammenfassung der theoretischen Ausführungen ..................................... 35 3 3. Methode und Daten ............................................................................................ 38 3.1 Methode ......................................................................................................... 38 3.2 Datengrundlage .............................................................................................. 38 3.3 Auswahl der Volksabstimmungen .................................................................. 39 3.4 Operationalisierung der Cleavages ................................................................ 41 4. Empirischer Teil .................................................................................................... 43 4.1 Ebene der Eliten ............................................................................................. 43 4.1.1 Wirtschaft und Soziales ............................................................................ 43 4.1.2 Migration .................................................................................................. 44 4.2 Ebene der Stimmbürger/innen........................................................................ 46 4.2.1 Wirtschaft und Soziales ............................................................................ 46 4.2.2 Migration .................................................................................................. 50 4.3 Konkordanz als Kontext ................................................................................. 54 4.3.1 Wirtschaft und Soziales ............................................................................ 54 4.3.2 Migration .................................................................................................. 56 4.4 Fazit ............................................................................................................... 59 5. Diskussion der Ergebnisse ................................................................................ 61 5.1 Konfessionscleavage ..................................................................................... 61 5.2 Sprachencleavage .......................................................................................... 61 5.3 Stadt-Land-Cleavage ..................................................................................... 63 5.4 unqualifizierte WählerInnen – vom Klassenkampf zur Globalisierungsangst . 65 5.5 Konkordanz: kaum konfliktlindernde Wirkung ................................................ 66 6. Konklusion .......................................................................................................... 67 7. Bibliographie ....................................................................................................... 69 8. Anhang ................................................................................................................ 74 Anhang 1: Datenquellen für die Analysen ............................................................. 74 Anhang 2: Informationen zu den ausgewählten Volksabstimmungen ................... 74 Anhang 3: Regressionsmodelle zu den einzelnen Abstimmungen (Abschn. 4.2) . 75 Anhang 3.1: Wirtschaft und Soziales ................................................................. 75 Anhang 3.2: Migration ........................................................................................ 79 4 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: mögliche Konstellationen eines Konkordanzsystems .............................. 33 Tabelle 2: Auswahlkriterien für Volksabstimmungen ................................................ 39 Tabelle 3: Übersicht der ausgewählten Volksabstimmungen mit inhaltlicher Interpretation der Ja- und Nein-Voten ...................................................... 40 Tabelle 4: Operationalisierung der Cleavages .......................................................... 41 Tabelle 5: Entwicklung des Parteienkonsenses bei Volksabstimmungen im Bereich Wirtschaft und Soziales ........................................................................... 44 Tabelle 6: Entwicklung des Parteienkonsenses bei Volksabstimmungen im Bereich Migration .................................................................................................. 45 Tabelle 7: Einfluss der Cleavage-Variablen auf die Zustimmung für einen starken Sozialstaat (1985-2008) ........................................................................... 46 Tabelle 8: Einfluss der Cleavage-Variablen auf die Zustimmung für eine restriktive Migrationspolitik (1987-2009) .................................................................. 50 Tabelle 9: Unterschied der Cleavage-Intensitäten zwischen Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsvorlagen mit und ohne SP-Opposition ..................... 54 Tabelle 10: Unterschied der Cleavage-Intensitäten zwischen den Vorlagen zum Arbeitsgesetz I und Arbeitsgesetz II ........................................................ 56 Tabelle 11: Unterschied der Cleavage-Intensitäten zwischen migrationspolitischen Vorlagen mit und ohne SP-Opposition ..................................................... 57 Tabelle 12: Unterschied der Cleavage-Intensitäten zwischen migrationspolitischen Vorlagen mit und ohne SVP-Opposition .................................................. 58 Tabelle 13: Unterschied der Cleavage-Intensitäten zwischen migrationspolitischen Vorlagen mit und ohne Elitenkonsens ..................................................... 59 Abbildungsverzeichnis Grafik 1:Neue Zweidimensionalität des politischen Raums mit den jeweils zu erwartenden parteilichen Oppositionen ....................................................... 30 Grafik 2: Hypothesenmodell ..................................................................................... 36 Grafik 3: marginaler Effekt der Cleavage-Variablen auf die Wahrscheinlichkeit einem starken Sozialstaat zuzustimmen ................................................................ 47 Grafik 4: marginaler Effekt der Cleavage-Variablen auf die Wahrscheinlichkeit einer restriktiven Migrationspolitik zuzustimmen .................................................. 51 Grafik 5: Zusammenfassung der empirischen Befunde bezogen auf das Hypothesenmodell ...................................................................................... 60 5 1. Einleitung Wie denken Herr und Frau Schweizer politisch? Ein Blick auf Volksabstimmungen zeigt: sehr unterschiedlich. Sei es nun der viel zitierte „Röstigraben“ oder ein steiles Stadt-Land-Gefälle. Gesellschaftliche Gräben können im Kontext von Volksabstim- mungen bisweilen ziemlich tiefe Konturen annehmen. In kaum einem anderen Land können diese Konfliktlinien derart öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt werden. Man denke an die Kartographierung der kantonalen Ja-Stimmenanteile oder an die kantonsinternen Analysen des Abstimmungsverhaltens, die Unterschiede zwischen ländlichen Randgemeinden und Kantonshauptorten unverblümt aufzeigen können. Die direkte Demokratie fördert nicht nur die Integration, sie fungiert auch als Spiegel unserer gesellschaftlichen Heterogenität. Die Diversität ist ein wichtiges Wesens- merkmal und zu Recht wird sie in politischen Reden immer wieder hochgepriesen. Umso wichtiger ist es jedoch, dass man die Gräben nicht negiert, sondern sich deren Existenz bewusst ist. Nur so ist es möglich Brücken zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu bauen und so die Vielfalt der Schweiz produktiv im politi- schen Kontext zu nutzen. Hieran orientiert sich diese Arbeit. Anhand der Schweizer Abstimmungsdemokratie setzt sie sich wissenschaftlich mit den gesellschaftsinternen Konfliktlinien auseinander. In der Politikwissenschaft geniesst die Analyse sozialer Konflikte seit jeher grosse Beachtung. Insbesondere seit der Einführung des Cleavage-Konzepts durch Lipset und Rokkan im Jahre 1967 hat auch eine theoretisch fundierte Diskussion einge- setzt. Cleavage – auf Deutsch Spaltung oder Graben – meint im sozialwissenschaft- lichen Kontext einen Konflikt zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Der Fall Schweiz ist hierfür besonders interessant. Die Errichtung des Bundesstaats im Jahre 1848 ist nicht auf eine bestehende ethnische, sprachliche und kulturelle Homogenität zurück- zuführen. Das Projekt „Schweiz“ basierte stattdessen schon immer auf dem Konzept einer multikulturellen Nation. Nebst den Interessenskonflikten zwischen den liberalen und den konservativen Kantonen bildete auch die Mehrsprachigkeit eine Herausfor- derung für den nationalstaatlichen Zusammenschluss. Später sieht die Forschung im Kontext der Industrialisierung auch in den Gegensätzen zwischen Stadt und Land sowie zwischen Arbeit und Kapital neue Cleavages. Zahlreiche wissenschaftliche Beiträge haben die allgemeine Entwicklung dieser Konfliktlinien in der Schweiz un- 6 tersucht (vgl. Zürcher 2006; Bolliger 2007). Diese Arbeit geht einen Schritt weiter und bezieht die Analyse der Cleavage-Landschaft auf einzelne politische Themenberei- che. Unterschieden wird zwischen ökonomisch und kulturell definierten Sachfragen. Zu Ersteren gehören die Bereiche der Arbeitsmarkt- und der Sozialversicherungspoli- tik. Zu Letzteren werden migrationspolitische Vorlagen beigezogen. Die Analyse ori- entiert sich dabei an folgender Leitfrage: Inwiefern lässt sich bei migrationspolitischen Volksabstimmungen im Ver- gleich zu wirtschafts- und sozialpolitischen Sachvorlagen eine unter- schiedliche Entwicklung der Cleavage-Strukturen erkennen? Die vorliegende Arbeit schliesst somit eine bestehende Forschungslücke, indem sie die Langzeitentwicklungen der gesellschaftlichen Konfliktlinien nicht global, sondern in konkreten Politikbereichen thematisiert. Sie argumentiert, dass eine fundierte Ana- lyse der nationalen Cleavage-Landschaft zwischen verschiedenen Themenbereichen differenzieren muss. Bezogen auf die Frage der Entwicklung von Cleavages hat in der westeuropäischen Politikwissenschaft eine kontroverse Diskussion eingesetzt. Während die Einen von einem fortwährenden Einfluss der traditionellen Konfliktlinien auf politisches Handeln ausgehen, postulieren die Anderen deren Funktionsverlust aufgrund gesellschaftli- cher Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Eine dritte Forschungslinie sieht gar die Herausbildung eines neuen Cleavages. Im Kontext der Globalisierung wird eine neue Opposition zwischen Verlierern und Gewinnern der zunehmenden Entnationalisie- rung beobachtet (Kriesi et al. 2006). Normativer Konfliktpunkt zwischen diesen bei- den Gruppen bildet vor allem die kulturell und gesellschaftspolitisch bedingte Identi- tätsfrage der Schweiz in einem veränderten, globalisierten internationalen Umfeld. Während Globalisierungsverlierer die Isolation befürworten, sehen Globalisierungs- gewinner in einer kulturellen Öffnung ihre politischen Forderungen erfüllt (Kriesi et al. 2006). Auch diese Arbeit berücksichtigt diese neue Forschungslinie und untersucht anhand der Volksabstimmungen zur Migrationspolitik, inwiefern der Identitätsdebatte in der Schweiz tatsächlich gesellschaftsinterne Konflikte unterliegen. Der Rückgriff auf Volksabstimmungen macht klar, dass sich diese Arbeit primär auf die Identifizierung gesellschaftlicher Gräben fokussiert. Eine Berücksichtigung der elitären Ebene ist für den Fall der Schweiz jedoch unerlässlich. Aus einer institutio- nellen Perspektive entspricht die Schweiz einer Konsensusdemokratie, deren Merk- 7 mal mitunter die Beteiligung aller grossen gesellschaftlichen Strömungen am politi- schen Entscheidungsprozess ist (Lijphart 1999). Diesem unter dem Begriff der Kon- kordanz bekannten Entscheidungssystem wird in der Forschung eine dämpfende Wirkung auf gesellschaftliche Konflikte nachgesagt. Schon Lijphart (1969) hat in der Ausarbeitung seines Modells der „consociational democracy“ darauf hingewiesen, dass eine derart multikulturelle Nation wie die Schweiz nur aufgrund eines auf Kon- sens und Inklusion ausgerichteten Systems politische Instabilität verhindern kann. Die neuere Forschung hat diese Überlegungen ausgearbeitet und erachtet die Posi- tionierung der Eliten zu politischen Sachvorlagen als wichtige Kontextbedingung für Konfliktlinien. Gemäss theoretischen Überlegungen sollten bei intaktem Parteienkon- sens Cleavages bereits auf elitärer Ebene verarbeitet werden, ohne dass sie auf ge- sellschaftlicher Ebene bei Abstimmungen je zu Tage treten. Unter Berücksichtigung der neueren Forschungsansätze lässt die oben erwähnte Leitfrage weitere interessante Fragestellungen zu: Führen neue, kulturell bedingte Identitätsfragen tatsächlich zu einem neuen sozialen Konflikt zwischen Gewinnern und Verlierern der Globalisierung? Wie beeinflusst dieser neue Themenkomplex die Entwicklung der traditionellen Cleavages? Haben die Eliten tatsächlich einen Einfluss auf die Intensität gesellschaftsinterner Gräben? Anhand quantitativer Verfahren werden diese Fragen beantwortet. Datenbasis bilden Individualdaten der repräsentativen VOX-Nachabstimmungsumfragen. Aufgrund ei- ner kürzlich erfolgten Harmonisierung der Datensätze ist erstmals ein Langzeitver- gleich eidgenössischer Volksabstimmungen mit Individualdaten möglich. Die Daten- verfügbarkeit ermöglicht Analysen innerhalb des Zeitraums von 1985 bis 2009. Ins- gesamt werden Befragungsdaten zu 36 Sachvorlagen beigezogen. Den theoretischen Teil dieser Arbeit gibt Abschnitt 2 wieder. Nach der Erläuterung der methodischen Vorgehensweise in Abschnitt 3, werden in Abschnitt 4 die aus den theoretischen Überlegungen ableitbaren Hypothesen getestet. Die Ergebnisse wer- den in Abschnitt 5 eingehender diskutiert, bevor in der Konklusion mit einem Ausblick abgeschlossen wird. 8 2. Theoretischer Teil Im folgenden Kapitel wird die Thematik gesellschaftlicher Konfliktlinien theoretisch durchdrungen. Nebst der wissenschaftlichen Debatte zum Cleavage-Begriff in den Abschnitten 2.1 und 2.2, wird in Abschnitt 2.3 auf die drei Konzepte Alignment, De- alignment und Realignment eingegangen. Sie eignen sich insbesondere für die Ana- lyse der Entwicklung von Cleavages. Ausserdem dienen sie als Basis für die Ausfüh- rungen zu den einzelnen Cleavages in der Schweiz. In dieser Arbeit wird zwischen traditionellen Cleavages (Abschnitt 2.4) und einem neuen kulturellen Cleavage (Ab- schnitt 2.5) unterschieden. Während Erstere schon länger Bestandteil der wissen- schaftlichen Diskussion sind, wird Letzterer erst seit kurzem eingehender themati- siert. In Abschnitt 2.6 wird auf den potenziellen Einfluss der elitären Ebene auf ge- sellschaftliche Konflikte eingegangen, bevor in Abschnitt 2.7 ein Fazit der theoreti- schen Ausführungen gezogen wird. 2.1 Das Cleavage-Konzept nach Lipset und Rokkan Den ersten bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag zur Analyse von gesellschaftli- chen Konfliktlinien erbrachten Lipset und Rokkan im Jahre 1967. In ihrem Buch „Par- ty Systems and Voter Alignments“ führten sie das Konzept der „Cleavages“ ein, an dem sich zahlreiche Forschungsarbeiten noch bis heute orientieren. Der englische Begriff „Cleavage“ bedeutet Graben oder Spaltung und meint im Kontext der sozial- wissenschaftlichen Diskussion einen gesellschaftlichen Konflikt. Das Konzept bein- haltet die Annahme, dass soziale Gruppen aufgrund ihrer unterschiedlichen Lage innerhalb einer Gesellschaft unterschiedliche Interessenslagen entwickeln, die dann wiederum für Konflikte verantwortlich sind (Ladner 2004: 275). Lipset und Rokkan (1967) identifizieren für Westeuropa vier solche Interessenskonflikte: jene zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen Kirche und Staat, zwischen Stadt und Land und zwischen Arbeit und Kapital. Bei der Erklärung zur Herausbildung solcher Konfliktli- nien legen sie den Fokus auf makroökonomische und -soziologische Veränderungen, welche die Interessenskonflikte zwischen sozialen Gruppen determinieren. Diese Konfliktlinien wiederum bilden die Basis für die Entstehung von Parteien, weswegen 9 die Cleavage-Theorie auch in der westeuropäischen Parteienforschung grosse Be- achtung geniesst (vgl. Ladner 2004). Ladner (2004: 34) sieht die Stärke des Kon- zepts insbesondere darin, dass die Herausbildung von Parteien auf konkrete gesell- schaftliche Prozesse zurückgeführt wird, anstatt lediglich auf die ideologische oder weltanschauliche Basis von Parteien zu verweisen. Lipsets und Rokkans (1967) Aus- führungen thematisieren denn auch in differenzierter Weise wie historische Umwäl- zungen in Westeuropa zu den vier identifizierten Cleavages beitrugen. Der Zentrum-Peripherie-Cleavage nahm seinen Anfang bei den Gründungsbemü- hungen von Nationalstaaten in Westeuropa. Gemäss Lipset und Rokkan (1967: 14) umfasste er den Konflikt zwischen einer „central nation-building culture“ und der eth- nisch, sprachlich oder religiös bedingten Peripherie. Bolliger (2007: 65) spricht im gleichen Kontext von „peripheren Gruppen“, die ihre „eigene Identität und Lebens- weise […] der Einflusssphäre des nationalen Zentrums entziehen“ möchten. In dieser Perspektive können nicht nur ökonomisch bedingte Interessensunterschiede, son- dern auch Befürchtungen ethnischer Gruppen vor Kultur- und Identitätsverlust zu Konflikten führen. In gleicher Weise wie der Zentrum-Peripherie-Cleavage entstammte auch der Kon- flikt „Kirche vs. Staat“ aus der nationalen Revolution. Die Bildung von Nationalstaaten hatte die strikte Trennung von Kirche und Staat zur Folge. Dieser Prozess der Säku- larisierung beinhaltete viel Konfliktpotenzial über die Rolle und die Rechte der kirchli- chen Institutionen innerhalb eines neu gebildeten Nationalstaats. Lipset und Rokkan (1967: 15) verweisen jedoch explizit darauf, dass es bei diesem Cleavage nicht pri- mär um Macht und Einfluss der Kirche geht, sondern viel eher um unterschiedliche Moral- und Gesellschaftsvorstellungen. Genau wie der Zentrum-Peripherie-Cleavage beschränkt sich somit auch diese Konfliktlinie nicht auf rein ökonomisch definierte Interessensunterschiede. Die zentralen Akteure, welche diesen Cleavage bedienen, sind auch hier politische Organisationen, insbesondere Parteien. Lipset und Rokkan (1967: 15) sprechen von „parties of religious defense“. Parteien also, die auf einer Religion beruhen und diese im politischen Kontext vertreten. Der Cleavage teilt somit meist konfessionell unterschiedliche Parteien mit divergierenden Ansichten über das Verhältnis von Kirche und Staat (Bolliger 2007: 66). 10 Während die Konflikte „Zentrum vs. Peripherie“ und „Kirche vs. Staat“ als Erbe der nationalen Revolution gesehen werden, entstammen die Interessensunterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen Arbeit und Kapital aus der industriellen Revolution. Beim Stadt-Land-Cleavage beziehen sich Lipset und Rokkan (1967) auf die unter- schiedlichen Wirtschaftsstrukturen zwischen ländlichen und städtischen Regionen. Während auf dem Land noch heute die Agrarwirtschaft und das Kleingewerbe die Wirtschaftsstruktur bestimmen, führte die industrielle Revolution in den Städten nebst der Arbeiterklasse auch zur Herausbildung einer städtischen Bourgeoisie. Da die Landbevölkerung ihre Lebensmittel zu einem möglichst guten Preis verkaufen wollte, stand sie für protektionistische, preisschützende Massnahmen ein. Diese Forderung wiederum kollidierte mit den Interessen der städtischen Bewohner, welche tiefere Preise, herbeigeführt durch eine freie Marktordnung, bevorzugten (Lipset/Rokkan 1967: 20f.). Lipset und Rokkan (1967) belassen es jedoch nicht bei dieser rein öko- nomischen Herleitung eines Interessenskonflikts. Sie weisen zusätzlich darauf hin, dass eine kulturelle Opposition die Voraussetzung ist, damit sich die ökonomischen Stadt-Land-Konflikte überhaupt im Parteiensystem niederschlagen (Lipset/Rokkan 1967: 21). Der Arbeit-Kapital-Cleavage ist der wohl bekannteste gesellschaftliche Konflikt, der auch in allen westeuropäischen Ländern grosse Spuren in der Parteienlandschaft hinterlassen hat. Historisch gesehen nahm die Konfliktlinie seinen Ursprung in der Bildung einer städtischen Arbeiterklasse im Zuge der industriellen Revolution. Zent- rale politische Anliegen wie etwa die Höhe des Lohns, angemessene Arbeitsbedin- gungen oder bessere Arbeitsverträge führten zur Gründung national agierender sozi- alistischer Parteien (Lipset/Rokkan 1967: 21). Lipset und Rokkan (1967: 21) weisen weiter darauf hin, dass auch in kultureller Hinsicht eine gegenseitige Entfremdung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern existiert hat. Die traditionell klassenkämp- ferische Sichtweise auf die Arbeitsverhältnisse zwischen Arbeitern und Besitzenden haben beide Autoren jedoch nicht übernommen. So erwähnen sie etwa, dass die Einbindung sozialistischer Parteien in lokale und nationale politische Entscheidungs- zentren zu einer Entspannung des Klassenkonflikts geführt hat (Lipset/Rokkan 1967: 22). Ausserdem verweisen sie darauf, dass sich seit dem zweiten Weltkrieg der Le- bensstandard einer breiten Bevölkerung verbessert hat, was zur Herausbildung einer 11 „new middle class“ geführt habe (Lipset/Rokkan 1967: 22). Lipset und Rokkan (1967) haben mit ihren Überlegungen somit bereits in den 60er Jahren eine Entschärfung des Arbeit-Kapital-Cleavages angedeutet. In einem späteren Abschnitt gilt es noch aufzuzeigen, inwiefern die Forschung auch in der Schweiz diese Entwicklung fest- stellt. Insgesamt hat das Konzept von Lipset und Rokkan (1967) noch bis heute eine gros- se Bedeutung für die europäische Politikwissenschaft. Indem es sich nicht nur auf die gesellschaftlichen Strukturen eines Konflikts fokussiert, sondern auch Wirkungen dieser auf die Parteienlandschaft berücksichtigt, wird das Werk nicht nur in der Wahl- forschung, sondern auch in der Parteienforschung häufig rezipiert. Diese Erkenntnis beschränkt sich nicht auf einzelne Länder. Lipset und Rokkan (1967) sind ihrem An- spruch gerecht geworden und haben ein theoretisches „framework“ erstellt, das sich auf praktisch alle westeuropäischen Länder anwenden lässt. Im Laufe der wissen- schaftlichen Diskussion ist der Cleavage-Begriff jedoch immer diffuser geworden. Ein Umstand, der nicht zuletzt auf die fehlende Definition von Lipset und Rokkan zurück- zuführen ist. 2.2 Die Cleavage-Definition nach Bartolini und Mair Ein Überblick über die bisherige Cleavage-Literatur lässt schnell erkennen, dass ein gesellschaftlicher Konflikt in verschiedenster Weise interpretiert werden kann. Insbe- sondere hinsichtlich der Bestandteile eines sozialen Grabens werden jeweils unter- schiedliche Prioritäten gesetzt (Ladner 2004: 282). In der neueren Literatur hat sich jedoch die Definition von Bartolini und Mair (1990) durchgesetzt. Die beiden Autoren unterscheiden drei Ebenen eines Cleavages, wobei jede Ebene als Voraussetzung gesehen wird, um von einem kompletten Cleavage sprechen zu können. Die erste Ebene umfasst ein empirisches Element. Es betrifft die sozio-strukturelle Fundierung eines Konflikts (Bartolini/Mair 1990: 215). Der Begriff „sozio-strukturell“ verweist auf die Vorstellung, dass sich gesellschaftliche Konflikte aus der Verände- rung von Makrostrukturen ergeben. Die den Konflikten unterliegenden Interessens- unterschiede müssen jedoch nicht zwingend ökonomischer Natur sein. Ladner (2004: 287) differenziert zwischen sozioökonomischen, demografischen und sozio- 12 kulturellen Teilungsachsen. Letztere verweist darauf, dass auch kulturelle Unter- schiede zwischen gesellschaftlichen Gruppen (bzw. Milieus) als strukturelle Basis für einen Cleavage gesehen werden können. Mit der Einführung des empirischen Ele- ments grenzen Bartolini und Mair (1990) den Cleavage-Begriff auch gegenüber dem Ideologiebegriff ab. Ideologische Differenzen zwischen zwei Gruppen machen erst dann einen Cleavage aus, wenn dem Konflikt auch eine strukturelle Basis unterliegt. Genauso sind aber auch rein strukturell bedingte Oppositionen noch keine Cleava- ges, wenn den oppositionellen Gruppen das Bewusstsein über Interessensunter- schiede fehlt. Bartolini und Mair (1990) sprechen hierbei von einem normativen Element, welches die zweite Ebene ihrer Definition ausmacht. Sie verweist auf die Wichtigkeit von Wertvorstellungen, Weltanschauungen und Identitäten, die zu einer „self conscious- ness“ innerhalb von Gruppen führt (Bartolini/Mair 1990: 214). Erst durch diese Fakto- ren kann ein „Cleavage-Bewusstsein“ entstehen. Die diesem Bewusstsein unterliegenden Interessen und Ideologien werden durch das organisatorische Element politisch artikuliert. Es umfasst somit die organisatori- sche Ausdifferenzierung eines Konflikts. Bartolini und Mair (1990: 214) umschreiben es als ein Set von „Interaktionen, Institutionen und Organisationen“, die zur politi- schen Artikulation von Cleavages führen. Auch wenn in dieser Definition ver- schiedenste politische Organisationen denkbar wären, fokussiert sich der grösste Teil der Cleavage-Forschung hierbei auf Parteien. Dies entspricht auch der Tradition von Lipset und Rokkan (1967), welche mit ihrem Beitrag die Erklärung der westeuro- päischen Parteienlandschaft zum Ziel haben. Insgesamt ist die Cleavage-Definition von Bartolini und Mair (1990) wohl eine der komplexesten. Sie besticht jedoch durch ihre analytische Schärfe, indem sie ver- schiedene Bestandteile eines Cleavages identifiziert und dabei allen vorherigen Defi- nitionsversuchen gerecht wird. Wendet man das Konzept in strikter Weise an, verfällt man weder einem strukturellen oder soziologischen Reduktionismus (von Beyme 2000: 64), noch läuft man Gefahr, Cleavages auf ideologische Konflikte zu be- schränken. Auch in dieser Arbeit soll am Verständnis von Bartolini und Mair (1990) festgehalten werden. Es ermöglicht eine theoretisch fundierte Identifizierung gesell- schaftlicher Konfliktlinien, ohne die Ebene der Parteien ganz ausser Acht zu lassen. 13 2.3 Drei theoretische Konzepte zur Entwicklung von Cleavages Neben der Identifizierung und Beschreibung von Cleavages, interessiert sich die Forschung auch für deren Entwicklung. Hierfür bedient man sich meist der Begriffe Alignment, Dealignment und Realignment. Obwohl sich die drei Konzepte primär auf den für diese Arbeit weniger interessierenden Wandel von Parteienstrukturen bezie- hen, eignen sie sich auch für eine differenzierte Analyse von Veränderungen der Konfliktlinien auf gesellschaftlicher Ebene. 2.3.1 Alignment Lipsets und Rokkans (1967) grundlegende Erkenntnis, dass die nationale und indust- rielle Revolution zu ähnlichen Parteienstrukturen in ganz Westeuropa geführt haben, wird bis heute kaum in Frage gestellt. Den viel umstritteneren Beitrag der beiden Au- toren umfasst die These der „frozen-party-systems“. Diese leiten sie aus der Be- obachtung ab, dass die im frühen 20. Jahrhundert entstandenen Cleavages bis in die 60er Jahre hinein ihre Prägungskraft für die westeuropäischen Parteiensysteme nicht verloren haben (Lipset/Rokkan 1967: 50f.). Lipset und Rokkan (1967) führen an die- ser Stelle den Begriff „Alignment“ ein, der die langfristige Hinwendung von Individuen in gesellschaftlichen Klassen zu ihrer jeweiligen politischen Organisation meint. Be- zogen auf die für diese Arbeit interessierenden Fragestellungen liesse dieses Kon- zept somit eine Persistenz der gesellschaftlichen Cleavage-Strukturen erwarten. Diese äusserst kühne Annahme1 wurde von der Forschung inzwischen stark in Frage gestellt (vgl. etwa Ladner 2004). Selbst Mair (2001), ein gewichtiger Vertreter der „frozen-party-systems“, gesteht ein, dass man die These auf die Ebene der Parteien beschränken muss. Gesellschaftliche Konfliktlinien als eingefroren zu bezeichnen, hält er für zu gewagt, denn „no society is, or has been, frozen“ (Mair 2001: 27). 1 Inwiefern Lipset und Rokkan den heutigen Interpretationen ihres Beitrags beipflichten, ist durchaus fraglich. Streng genommen haben sie in ihrem Beitrag nicht explizit auf ein „Festfrieren“ gesellschaftlicher Konfliktlinien hingewiesen. Sie interpretieren die „frozen-Party-These“ eher dahingehend, dass die entstandenen Loyalitäten zischen den sozialen Gruppen und den jeweiligen Parteien zu einer „Verengung des Wählermarkts“ geführt ha- ben, was das Aufkommen neuer Parteien erschwert hat (Lipset/Rokkan 1967: 134f.) 14 2.3.2 Dealignment Als Antwort auf das Alignment-Konzept wurde der Begriff „Dealignment“ eingeführt. Er geht davon aus, dass das politische Handeln der Wählerinnen und Wähler immer weniger durch traditionelle gesellschaftliche Konfliktlinien beeinflusst wird (Dalton 2002: 189). Bei der Frage nach den Gründen für diesen Funktionsverlust von sozia- len Klassen wird vielfach auf gesellschaftliche Entwicklungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwiesen. In der Soziologie werden diese meist unter dem Begriff der „Individualisierung“, der die „Herauslösung aus traditionellen Bindungen“ meint, subsumiert (Heidenreich 1996: 24).2 Bezogen auf die Cleavage-Forschung erscheint diese These durchaus legitim. So dürfte der Vormarsch der Säkularisierung in westlichen Ländern (Inglehart/Norris 2004; Bolliger 2007: 101f.) durchaus dämp- fend auf konfessionelle Spaltungen wirken. Auch den Veränderungen in der Wirt- schaftsstruktur werden Wirkungen auf die Cleavage-Landschaft nachgesagt. Wäh- rend die Industrialisierung einen Rückgang der in der Landwirtschaft tätigen Bevölke- rung zur Folge hatte, führte die Tertiärisierung zur Erosion des klassischen Industrie- arbeiters (Bolliger 2007: 98). Bezogen auf die Schweiz werden diese beiden Wirt- schaftsentwicklungen für den Stadt-Land- und den Arbeit-Kapital-Konflikt später noch detaillierter diskutiert. Da das klassenbasierte Wählen eine immer geringere Erklärungskraft für politische Wahlen zu haben scheint, konzentriert man sich zusehends auf kurzfristige Faktoren. In diesem Kontext hat sich zuletzt eine Forschungslinie gebildet, die von einem „Issue-voting“ ausgeht. Diese Theorie besagt, dass sich Bürger bei der Parteiwahl vermehrt an der Positionierung der Parteien zu wichtigen, öffentlich bekannten und polarisierenden Sachfragen orientieren (Kriesi/Sciarini 2004: 727). Empirische Unter- suchungen in der Wahlforschung stützen diese These. Für den britischen Raum wurde bereits in den 70er Jahren Evidenz dafür gefunden, dass bei nationalen Par- lamentswahlen klassenbasiertes Wählen abgenommen hat und stattdessen die Is- sue-Positionierungen der Parteien an Bedeutung gewonnen haben (Crewe/Särlvik 1983; Clarke/Stewart 1984; Alvarez et al. 2000). Auch in der Schweiz konnten Kriesi und Sciarini (2004) bei den Wahlen 1999 ähnliche Entwicklungen beobachten. 2 Für eine detailliertere soziologische Diskussion des Individualisierungsbegriffs vgl. Beck 1983. 15 Obwohl die These des „Issue-Voting“ bzw. des Dealignment sich primär auf die Par- teiwahl bezieht, lässt sie doch auch Schlussfolgerungen über Einstellungen zu politi- schen Sachvorlagen zu. Implizit geht der Ansatz davon aus, dass sich Individuen nicht mehr über eine soziale Klasse identifizieren, sondern ihre politische Einstellung unabhängig von soziodemografischen Merkmalen ausbilden. In dieser Sichtweise verlieren Cleavages an Bedeutung und vermögen keinen Erklärungsansatz mehr für normative Einstellungen zu liefern. Mit anderen Worten: politische Auseinanderset- zungen funktionieren unabhängig von gesellschaftlichen Strukturen. Fragt man spezifisch nach den Issues, die bei politischen Entscheidungen eine Rolle spielen, wird seit den 70er Jahren auf neue Themen verwiesen, die in der Forschung als „neue Politik“ bezeichnet werden (Bornschier/Helbling 2005: 26). Diese neuen Sachfragen betreffen etwa die aufkommende Umweltfrage oder Gleichberechti- gungsdebatten. Neuere Ansätze argumentieren, dass sich bei diesen Issues gar ein neuer Cleavage herauskristallisiert. 2.3.3 Realignment Mit seinem Buch „The Silent Revolution“ wies Inglehart (1977) in den 70er Jahren auf einen Wertewandel in der Nachkriegszeit der westlichen Welt hin. Er sieht darin ei- nen neuen Konflikt zwischen „Materialisten“ und „Postmaterialisten“. Während Erste- re primär um die materielle Sicherheit bzw. wirtschaftliche Prosperität besorgt sind, halten Letztere immaterielle Werte, wie das politische Mitspracherecht, die Gleichbe- rechtigung, den Umweltschutz oder die Redefreiheit hoch (Inglehart 1977: 28; 1997). Gemäss Inglehart (1977) werden diese Werte zur Zeit des Erwachsenwerdens aus- gebildet. So kommt er zum Schluss, dass es sich beim Gegensatz Materialismus vs. Postmaterialismus um einen Generationenkonflikt handelt. Im Gegensatz zu älteren Generationen, die durch ihre Prägungen im Krieg eine besonders starke Orientierung an materieller Sicherheit ausgebildet haben, konnten Nachkriegsgenerationen bereits in ihrer Sozialisationsphase in Zeiten von wirtschaftlichem Wachstum und globalem Frieden postmaterielle Werte ungeachtet materieller Sorgen entwickeln (Inglehart 1977: 21f.). Mit dieser These argumentiert Inglehart ähnlich wie Maslow (1943), der mit seiner berühmten Bedürfnispyramide die Befriedigung grundlegender Existenz- 16 und Sicherheitsbedürfnisse als Voraussetzung für die Entwicklung höherer, morali- scher Werte sieht. Inglehart belässt es jedoch nicht bei der Skizzierung eines Generationenkonflikts. Er hält es für möglich, dass auch innerhalb von Generationen unterschiedliche Einstel- lungen zu postmaterialistischen Werten herrschen können. „The overall economic level […] has risen markedly, but not everyone has shared equally. If our hypothesis is accurate, the more prosperous members of a given age group should be more Post-Materialist than the less prosperous ones.” (Inglehart 1977: 72) Um diese individuellen Unterschiede auch innerhalb von Generationen fassen zu können, führt Inglehart den Begriff der „formative affluence” ein. Er meint die materi- elle Sicherheit in der Sozialisationsphase eines Individuums (Inglehart 1977: 73). Je höher diese Sicherheit ist, desto eher werden postmaterialistische Werthaltungen erwartet. Da sich der sozioökonomische Stand während der Sozialisation insbesondere in der schulischen Ausbildung bemerkbar macht, sieht Inglehart (1977: 73-75) im Bildungs- niveau die optimale Variable zur empirischen Umsetzung des „formative affluence Konzepts“.3 Diese Wahl der Operationalisierung begründet er weiter damit, dass er- höhte kognitive Fähigkeiten die Aufnahme neuer Ideen und Werte erleichtert (Inglehart 1977: 75). Postmaterialistische Wertorientierungen sind demnach insbe- sondere an höheren Schulen und Universitäten zu erwarten (Bolliger 2007: 73). Auch wenn Inglehart (1977) mehrheitlich von einem „value conflict“ anstatt von einem Cleavage spricht, bleibt die Frage, inwiefern der Wertewandel auch zu einem neuen sozialen Konflikt im Sinne von Bartolini und Mair (1990) geführt hat. In der internatio- nalen Literatur wird diese Realignment-These kontrovers diskutiert (Oesch/Rennwald 2010: 344). Der auf die Schweiz bezogene Forschungsstand zeigt Abschnitt 2.5 auf. Zuvor wird jedoch auf die traditionellen Cleavages nach Lipset und Rokkan (1967) eingegangen. 3 Der Berufsstatus, eine andere Möglichkeit zur Operationalisierung der „formative affluence“, erweist sich für Inglehart (1977: 73) als weniger hilfreich, da er die materielle Sicherheit während der Sozialisation unberücksich- tigt lässt und nur als Indikator für den aktuellen sozioökonomischen Status eines Individuums dient. 17 2.4 Die Cleavage-Forschung in der Schweiz Basierend auf den Überlegungen von Lipset und Rokkan (1967) hat sich auch in der Schweizer Politikwissenschaft eine Forschungstradition gebildet, die sich systema- tisch mit gesellschaftlichen Konfliktlinien auseinandersetzt. Neben dem Cleavage- Konzept aus den 60er Jahren wird in der neueren Forschung auch der Beitrag von Bartolini und Mair (1990) berücksichtigt, deren Einführung des organisatorischen Elements auch eine fundierte Analyse der Wirkung von Cleavages auf die Parteien- landschaft ermöglicht hat. Die Schweiz als multikulturelle Nation in Westeuropa stellt hierbei einen besonders interessanten Fall dar. Im Folgenden soll der Forschungs- stand über die einzelnen Cleavages in der Schweiz sowie deren Entwicklung wieder- gegeben werden. 2.4.1 Der Zentrum-Peripherie-Konflikt Der von Lipset und Rokkan (1967) identifizierte Zentrum-Peripherie-Konflikt ist der historisch Älteste, gleichzeitig aber auch einer der Bedeutendsten für die Schweiz. Seinen Höhepunkt erreichte er zu Zeiten der Nationalstaatsgründung im 19. Jahr- hundert. Der Staatsgründung gingen Auseinandersetzungen zwischen einer liberal- zentralistischen Bewegung und den katholisch-föderalistischen Sonderbundskanto- nen voraus (Andrey 1986). Im sogenannten Sonderbundskrieg unterlagen die Son- derbundsmitglieder dem zentralistisch orientierten Freisinn, was zur Bildung des Na- tionalstaats im Jahre 1848 führte (Andrey 1986: 629f.). Die freisinnige Parteienfamilie entsprach somit der von Lipset und Rokkan (1967: 14) erwähnten „central nation- building culture“, die zu Gegenbewegungen der katholisch-konservativen Kräfte ge- führt hat. Auch wenn die neu gebildete Verfassung einen äusserst föderalen Staat mit grösstmöglicher Autonomie seiner Gliedstaaten vorsah (Bolliger 2007: 77), nah- men die Katholisch-Konservativen noch lange den peripheren Pol ein, indem sie auch nach 1848 den Alleingang der politischen Integration vorzogen (Linder 2005: 37). Altermatt (1989: 97-216) spricht in diesem Kontext gar von einer „katholischen Sondergesellschaft“. Es ist nicht verwunderlich, dass die Konfliktlinie „Zentrum vs. Peripherie“ tiefgehende Spuren im Schweizer Parteiensystem hinterlassen hat. Mit der Gründung des Bun- desstaates 1848 etablierte sich auf nationaler Ebene die freisinnig-demokratische 18 Partei (kurz FDP). Auch wenn sich die katholisch-konservative Seite erst 1912 auf nationaler Ebene organisiert hat, ist das ganze 19. Jahrhundert durch eine organisa- torische Ausdifferenzierung des politischen Katholizismus gekennzeichnet.4 Schon anfangs des 19. Jahrhunderts gab es erste kleinere Katholikenparteien5. Ausserdem bauten die Katholiken eigene Gewerkschaften, Zeitungen und andere vorparteiliche Organisationen auf (Linder 2005: 37). Die vergleichsweise späte Bildung der Konser- vativen Volkspartei (heutige Christlichdemokratische Volkspartei, kurz CVP) ist somit eher der dezentralen Parteienstruktur in der Schweiz (Ladner 2006: 318) geschuldet und darf nicht über die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende politische Organisa- tion des Zentrum-Peripherie-Cleavages hinwegtäuschen. Orientiert man sich bei der Cleavage-Identifizierung am Modell von Bartolini und Mair (1990), kann man beim Zentrum-Peripherie-Cleavage sowohl ein normatives, wie auch ein organisatorisches Element erkennen. Die normative Komponente manifes- tiert sich im Konflikt um die Festlegung bundesstaatlicher Kompetenzen. Die Organi- sation des Cleavages lässt sich anhand der beiden Parteien FDP und CVP bis heute beobachten. Ein Blick auf den Cleavage zwischen Kirche und Staat lässt auch Schlüsse auf die strukturelle Basis des Zentrum-Peripherie-Konflikts zu. 2.4.2 Der Kirche-Staat-Konflikt Auch der Gegensatz zwischen Kirche und Staat fällt in die Zeit der Schweizer Natio- nalstaatsgründung. Ging es beim Zentrum-Peripherie-Cleavage um die Regelung der bundesstaatlichen Kompetenzen, standen sich beim Kirche-Staat-Cleavage die bei- den Prinzipien Religion und Laizismus gegenüber. Während die katholisch- konservative Seite die Autorität der kirchlichen Institutionen hochhielt, setzte sich das freisinnig-protestantische Lager für eine strikte Trennung von Kirche und Staat ein (Moos 1997: 164). Insbesondere zur Zeit der Verfassungsrevision von 1874 zeigten sich die unterschiedlichen Wertvorstellungen hinsichtlich bildungspolitischen, ehe- oder kirchenrechtlichen Fragen (Linder 2005: 38). Die Geschichtswissenschaft inter- pretiert diesen normativen Konflikt als „Kulturkampf“ (Zürcher 2006: 77f.; Stadler 1996: 21-29; Moos 1997: 174). 4 Zürcher (2006: 80) verweist zwar darauf, dass der politische Katholizismus lange „keine einheitliche Bewegung“ war und sich nur „lose organisiert“ hat. Aufgrund der einheitlichen religiösen Basis darf jedoch trotzdem von einer politischen Organisation des Katholizismus gesprochen werden (Zürcher 2006: 80). 5 Altermatt, Urs (2010): Christlichdemokratische Volkspartei (CVP), in: Historisches Lexikon der Schweiz (Online Version). Version vom 29.12.2011, URL: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D17377.php. 19 2.4.3 Der Konfessionscleavage Der Kirche-Staat-Konflikt in der Schweiz wurde folglich durch dieselben politischen Akteure organisiert wie der Zentrum-Peripherie-Konflikt. Die Katholisch- Konservativen widersetzten sich sowohl einer zunehmenden Kompetenzausweitung des Bundesstaats, wie auch einem Autoritätsverlust der Kirche. Das freisinnig- protestantische Lager nahm bei beiden Fragen eine progressiv-liberale Position ein.6 Die politische Organisation beider Bewegungen wurde durch eine einheitliche kon- fessionelle Basis sichergestellt. Aus diesem Grund lassen sich nicht nur in organisa- torischer, sondern auch in struktureller Hinsicht Parallelen zwischen den beiden von Lipset und Rokkan (1967) identifizierten Cleavages ziehen. Bei beiden gesellschaftli- chen Konfliktlinien stehen sich mit dem katholischen und dem protestantischen Lager zwei Konfessionen gegenüber. Dies veranlasst Bolliger (2007: 76-78) dazu, von ei- nem „Konfessionscleavage“ zu sprechen und die Unterscheidung von Lipset und Rokkan (1967) fallen zu lassen. Er argumentiert, dass es sich bei den beiden Ge- gensätzen „Zentrum vs. Peripherie“ und „Kirche vs. Staat“ lediglich um zwei „norma- tive Dimensionen“ des übergeordneten „Konfessionscleavages“ handelt (Bolliger 2007: 76). Auch diese Arbeit wird sich an diesem Verständnis orientieren. Dies steht im Einklang mit dem Cleavage-Konzept von Bartolini und Mair (1990), da sich ein strukturelles (Katholiken vs. Protestanten), ein normatives (föderal-religiös vs. zentra- listisch-laizistisch) und ein organisatorisches Element (CVP7 vs. FDP) erkennen lässt. Die politische Opposition von Katholiken und Protestanten prägt zwar bis heute noch die Schweizer Parteienlandschaft. Die konfessionell bedingten Spannungen haben sich mit der Zeit jedoch kontinuierlich entschärft. Verantwortlich für diese Entwicklung war mitunter die politische Integration der Katholiken. Nach der Einführung des fakul- tativen Referendums 1874 bekundete der Freisinn zunehmend Mühe, seine Politik durchzusetzen. Die Abtretung eines Bundesratssitzes an die Katholiken war die logi- sche Folge davon (Bolliger/Zürcher 2004). Das 1918 eingeführte Proporzwahlrecht führte weiter zu einer Erstarkung der Katholiken einerseits und der Sozialisten ande- 6 An dieser Stelle soll nicht der Eindruck entstehen, dass in beiden Lagern eine komplette ideologische Homoge- nität herrschte. Die Katholisch-Konservativen hatten auch mit inneren Konflikten zu kämpfen und auch im Freisinn gab es ausreissende konservativere Flügel (Zürcher 2006). In der Tendenz trifft die ideologische Gegenüberstel- lung jedoch zu. 7 Im Folgenden wird von der CVP gesprochen, da sich die empirische Analyse nicht auf Zeiträume konzentriert, in denen die CVP einen anderen Namen hatte. 20 rerseits (Linder 2005: 39). Die konfessionellen Spannungen wurden fortan durch den gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus überdeckt (Wigger 1997: 359-362). Nach dem zweiten Weltkrieg entschärften sich die normativen Konflikte weiter, indem die „Christlichdemokratische Volkspartei“ (CVP) die Trennung von Kirche und Staat akzeptierte und mit dem neuen Namen die Entwicklung zu einem „weltoffenen politi- schen Katholizismus“ unterstrich (Linder 2005: 39). Diese Entwicklung ist im Kontext des gesellschaftlichen Säkularisierungsprozesses zu verstehen, der auch die Katho- liken in der Schweiz nicht unberührt liess (Geissbühler 1999). Zu ethischen Fragen gibt es zwar heute noch vereinzelte Einstellungsunterschiede (Hermann/Leuthold 2003: 52) und auch bei Parteiwahlen zeigen empirische Analysen zum Beispiel für Deutschland einen fortwährenden Einfluss des Katholizismus auf (Magin et al. 2009). Im Hinblick auf die in dieser Arbeit behandelten Themenbereiche dürfte der Konfes- sionscleavage jedoch kaum noch eine Bedeutung haben. 2.4.4 Der Sprachencleavage8 Bezogen auf den Zentrum-Peripherie-Konflikt lässt sich für den Fall der Schweiz eine weitere potenzielle Konfliktlinie erkennen: der Sprachencleavage. Anders als die meisten Staaten Westeuropas basiert die Gründung des Schweizer Bundesstaats nicht auf einem einheitlichen kulturellen und sprachlichen Hintergrund (Linder 2005: 30). Nebst der Spaltung zwischen Protestanten und Katholiken stellten die sprachli- chen Minderheiten ein weiteres Konfliktpotenzial dar. Aus diesem Grund ist es uner- lässlich, näher auf die potentielle sprachliche Konfliktlinie einzugehen. Ein Blick auf die Schweizer Parteienlandschaft zeigt, dass die „sprachliche Hetero- genität der Schweiz […] nicht zu starken und dauerhaften ethnischen Parteien ge- führt“ hat (Bolliger 2007: 84).9 Gründe werden in der Forschung unterschiedliche an- geführt. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass die Schweiz ihre sprachliche Vielfalt nicht negiert, sondern die gesamte Staatsbildung schon immer als ein Projekt der multikulturellen Integration verstanden hat (Linder 2005: 30; Widmer 2004: 1). Des Weiteren herrschte in der Schweiz eine vorteilhafte „cross-cutting-Cleavage- 8 Da sich die Forschung hauptsächlich auf Unterschiede zwischen der West- und der Deutschschweiz fokussiert, konzentrieren sich sowohl die theoretischen Ausführungen, wie auch die empirischen Analysen auf den Konflikt „Westschweiz vs. Deutschschweiz“. 9 An dieser Stelle sei jedoch auf die „Lega dei ticinesi“ und das „Mouvement Citoyens Romands“ verwiesen, wel- che als sprachregionale Parteien gelten. Sie sind jedoch in quantitativer Hinsicht von kleinerer Bedeutung und legen ihren Fokus auch nicht exklusiv auf die Verteidigung sprachregionaler Interessen. 21 Struktur“. Damit ist die fehlende Deckungsgleichheit der konfessionellen und sprach- lichen Grenzen gemeint, welche eine stärkere Akzentuierung der sprachlich- kulturellen Unterschiede verhinderte (Lipset/Rokkan 1967: 42). Schliesslich lässt sich festhalten, dass die Westschweiz lange Zeit kein tieferes Wohlstandsniveau als die Deutschschweiz aufwies (Büchi 2003: 294f.) Ungeachtet der fehlenden politischen Organisation des Sprachencleavages gibt es eine Vielzahl von Literatur, die sich dem sogenannten „Röstigraben“ widmet. Die So- zialgeografen Hermann und Leuthold (2003: 48) erwähnen etwa, dass „politische Auseinandersetzungen zwischen Deutsch und Welsch10 […] so alt wie der schweize- rische Bundesstaat“ seien. Ging es anfangs noch um die Bewahrung der West- schweizer Autonomie, konnte die Forschung mit der Zeit auch ein unterschiedliches Staatsverständnis zwischen den beiden Sprachregionen feststellen. Während die Westschweizer einen ausgeprägten Sozialstaat befürworten, sind die Deutsch- schweizer traditionelle Vertreter einer Ideologie der Selbstverantwortung (von der Weid et al. 2002: 63-65). Die ökonomische Forschung erkennt in den unterschiedli- chen Einstellungen zu Arbeitsnormen zwischen der Deutschschweiz und der franzö- sischen Schweiz gar die Ursache für die längere durchschnittliche Arbeitslosigkeit in der Westschweiz (Brügger et al. 2009). In letzter Zeit stellen Hermann und Leuthold (2003: 48-51) darüber hinaus Mentalitätsunterschiede bezogen auf aussenpolitische Fragen fest. Die Abstimmung zum EWR-Beitritt vom 6.Dezember 1992 zeigte erst- mals auch in der medialen Öffentlichkeit die unterschiedlichen Vorstellungen der West- und der Deutschschweiz über die Rolle der Schweiz in einer zunehmend glo- balisierten Welt (Kriesi et al. 1996). Während die Westschweizer im Beitritt der Schweiz einen wichtigen Schritt hin zur kulturellen Öffnung sahen, befürchtete die Mehrheit der Deutschschweizer einen Verlust der nationalen Identität (Menzi 2010). Die ideologischen Differenzen zwischen den Sprachregionen werden in der Literatur auch theoretisch begründet. Neben den historisch bedingten Unterschieden in der Einstellung zu einer zentralistischen Staatsordnung (von der Weid et al. 2002: 52- 54), lassen sich auch gesellschaftliche Makroprozesse als Ursache erkennen. So hat etwa die abnehmende Bedeutung von Konfessions- und Klassenkonflikten zu einer verstärkten Wahrnehmung sprachregionaler Spannungen geführt (Altermatt 1996: 149). Hinzu kommt die unterschiedliche Entwicklung der Wirtschaftslage. Seit den 10 „Welsch“ steht hier für Westschweiz und meint den französischsprachigen Teil der Schweiz. 22 90er Jahren blieb die Deutschschweiz stärker verschont vor Rezessionen als die la- teinischen Sprachregionen (Büchi 2003: 266; Bächtiger/Steiner 2004: 46). Auch für den sich zeitgleich im Höhepunkt befindenden Sprachenkonflikt bei der eu- ropäischen Integrationsfrage findet die Literatur Erklärungsansätze. Büchi (2003: 266f.) verweist darauf, dass die Deutschschweizer als Mehrheit in der Schweiz einen Identitäts- und Autonomieverlust der Nation eher befürchten als die sich in der Min- derheit befindenden Westschweizer. Gleichzeitig gilt es zu bedenken, dass die Frage nach dem Verhältnis der Schweiz zum Ausland auf nationaler Ebene geklärt werden muss. Ein föderalistischer Ansatz, der um die bestmöglichste politische Lösung auf kleinstem territorialem Raum besorgt ist, kann hier nicht verfolgt werden (Kriesi et al. 1996: 96). Schliesslich weist die Literatur auch auf die Rolle der Medien hin. Einer- seits wird angeführt, dass die mediale Berichterstattung auf Sprachregionen kon- zentriert sei, was die Herausbildung regionaler Identitäten fördere (Altermatt 1996: 152f.). Andererseits tragen die Medien gerade mit der politischen Berichterstattung zur Wahrnehmung eines persistenten „Röstigrabens“ bei. Bolliger (2007: 143) ver- weist beispielhaft auf die populär gewordene Kartographierung des kantonalen Stimmverhaltens im Rahmen von Volksabstimmungen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Sprachendiversität der Schweiz trotz fehlender sprachregionaler Parteien dennoch Potenzial für politische Konflikte birgt. Da diese Arbeit nicht nur auf der Ebene der Parteien argumentiert, sondern primär gesellschaftsinterne Konfliktlinien identifizieren will, soll der Sprachencleavage ebenfalls in die Analyse einbezogen werden. Dies, obwohl der Schweizer Sprachen- konflikt aufgrund des fehlenden organisatorischen Elements kein Cleavage im Sinne von Bartolini und Mair (1990) darstellt. 2.4.5 Der Stadt-Land-Cleavage Da die Konflikte zwischen Stadt und Land in den Höhepunkt der industriellen Revolu- tion fallen, hat der Stadt-Land-Cleavage zur Zeit der Bundesstaatsgründung noch keine Rolle gespielt. Erst etwa ein halbes Jahrhundert später haben sich auch in der Schweiz Interessenskonflikte zwischen den agrarwirtschaftlich-ländlichen Regionen und den von der Industrialisierung geprägten Städten ergeben. Wie von Lipset und Rokkan (1967) angedeutet, handelte es sich mitunter um ökonomische Interessens- 23 gegensätze. Die vom Kleingewerbe und der Landwirtschaft abhängige Landbevölke- rung stand für eine Umverteilung von den Städten in die Randregionen und gegen den Preiszerfall von Konsumgütern ein (Bolliger 2007: 79). Politisch organisiert wur- de dieser Konflikt durch die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (kurz BGB). Die ersten Kantonalparteien in den 1910er Jahren waren eine Abspaltung vom Freisinn, welcher zunehmend Mühe bekundete, die ökonomischen Interessenskonflikte zwi- schen Stadt und Land parteiintern zu beschwichtigen (Gruner 1977: 87). Durch die Einführung des Proporzwahlrechts begünstigt, konnte sich die BGB auch auf natio- naler Ebene etablieren, was letztendlich 1936 zur Gründung einer Landespartei führ- te (Ladner 2006: 320). Die politische Organisation blieb jedoch auf die protestanti- schen Kantone beschränkt und richtete sich primär gegen die zu „industrie- und kon- sumentenfreundliche Politik“ des Freisinns (Gruner 1977: 152). In den katholischen Landesteilen war die BGB kaum bedeutsam, da die gewerblichen und landwirtschaft- lichen Interessen von den Katholisch-Konservativen ausreichend bedient wurden (Gruner 1977: 150-153). Die Spannungen zwischen der neuen BGB und dem alten Freisinn nahmen jedoch nie dramatische Züge an. Nebst ihren ökonomischen Interessen zeichnet sich die Bauernpartei zwar auch durch immaterielle Werte wie Unabhängigkeit, Patriotismus und Konservativismus aus (Junker 1977: 514; Bolliger 2007: 81). Mit dieser Ideologie unterschied sie sich jedoch nur „unscharf“ vom Freisinn und den Katholisch- Konservativen (Junker 1977: 516). Durch die privilegierte Stellung der Landwirtschaft im zweiten Weltkrieg wurde das bäuerliche Landleben ausserdem über die Partei- grenzen hinweg zum Inbegriff der Schweizer Identität (Baumann/Moser 1999: 301; Linder 2006: 19). Gleichzeitig führte sie auch zu einem politischen Bekenntnis zur Landwirtschaft, indem den Bauern eine „gewissermassen staatliche Existenzgaran- tie“ verfassungsmässig zugesichert wurde (Jost 1986: 796; Armingeon 2006: 683). Dies untermauerte noch stärker die bereits davor erfolgte Integration der BGB in den Bürgerblock.11 Die von der BGB organisierten Konflikte beschränkten sich somit weitgehend auf den ökonomischen Interessensgegensatz zwischen der produzierenden Landwirtschaft und der konsumierenden Stadtbevölkerung. In anderen Themenbereichen gab es kaum Spannungen, was Bolliger (2007: 82) dazu veranlasst, von einer „weitgehend 11 Die Integration erreichte seine formale Bedeutung mit der Aufnahme eines BGB-Bundesrats im Jahre 1929 (Junker 1977: 517). 24 entschärften […] Konfliktlinie zwischen Stadt und Land“ in der Nachkriegszeit zu sprechen. Diese Interessensharmonie schien sich auch danach fortzusetzen. Noch bis in die 90er Jahre blieb die „Strategie eines […] hohen Selbstversorgungsgrads“ durch die Landwirtschaft vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs unbestritten (Bolli- ger 2007: 132). Gleichzeitig dürfte auch der numerische Rückgang des Bauernstan- des in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Baumann/Moser 1999: 86) zu einer Entspannung des ökonomischen Konflikts zwischen dem primären und dem sekun- dären Sektor geführt haben. Trotz dieser Tatsachen haben empirische Untersuchungen aufzeigen können, dass der Stadt-Land-Cleavage auch weiterhin persistent ist (vgl. Bolliger 2007). Antworten auf diesen paradoxen Umstand lassen sich in der jüngeren Literatur finden. Beson- ders stark betont wird die seit den 90er Jahren einsetzende Liberalisierungswelle der internationalen Märkte. Die Frage nach dem wirtschaftlichen Öffnungsgrad der Schweiz führte zur Interessensdisharmonie zwischen der binnenmarkt- und der weltmarktorientierten Industrie (Armingeon 2006: 692). Zu Ersterer zählen insbeson- dere die Landwirtschaft und das Kleingewerbe. Sie befürworten eine Fortführung der protektionistischen Wirtschaftspolitik, welche noch aus den Erfahrungen der Kriegs- zeit herrührt. Die in der Agrarwirtschaft beispielhaft implementierte Doktrin der politi- schen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit gerät durch die Globalisierung jedoch zusehends unter Druck (Linder 2005: 391f.; Bolliger 2007: 132). Eine eher auf weltanschauliche Aspekte ausgerichtete Forschungslinie stützt die These der fortwährenden Kluft zwischen Stadt und Land weiter. Die Sozialgeografen Hermann und Leuthold (2003) sprechen von Unterschieden in den „politisch- mentalen Profilen“ zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung. Sie argumentieren, dass aufgrund der zunehmenden Möglichkeit der Trennung von Ar- beitsplatz und Wohnort, der Wohnortsentscheid vermehrt ein Milieuentscheid sei (Hermann/Leuthold 2003: 35f.). Konservative Menschen wählen eher ländliche Regi- onen, wo traditionelle Werte und Sitten stärker verharren als in den Städten (Her- mann/Leuthold 2003: 38). Die kaum vorhandene Anonymität, gepaart mit sozialem Erwartungsdruck, drängt ausserdem progressiv-liberale Kräfte auf dem Land zurück (Hermann/Leuthold 2003: 38). Diese wiederum konzentrieren sich eher auf urbanere Gebiete, wo sich durch die neuen Berufe der Dienstleistungs- und Wissensgesell- 25 schaft eine gebildete und wohlhabende Mittelschicht etabliert hat (Hermann/Leuthold 2002: 4; 2003: 36). Auch wenn innerhalb der nicht-ländlichen Bevölkerung zwischen verschiedenen weltanschaulichen Profilen unterschieden werden muss12, grenzt sie sich dennoch in einem Punkt von der ländlichen Ideologie ab: Mit ihrer „reformorien- tierten-weltoffenen“ Werthaltung bildet sie den Gegenpol zum „weltverschlossenen- bewahrenden“ Konservativismus in ländlichen Regionen (Hermann/Leuthold 2002: 8). Den starken Fokus auf Mentalitäten könnte man auch als Vernachlässigung des makrosoziologischen und -ökonomischen Cleavage-Hintergrunds kritisieren. Her- mann und Leuthold (2003) entgegnen dem jedoch, dass die weltanschaulichen Un- terschiede durchaus auch auf gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen sind. Neben der bereits erwähnten Tertiärisierung spielt hierbei auch die Globalisierung eine Rolle. Die zunehmende Konzentrierung auf Metropolen führt zu Profiteuren in den Städten und zu einer „schleichenden Auszehrung“ auf dem Land (Her- mann/Leuthold 2003: 39). Diese Sichtweise entspricht der zuvor präsentierten The- se, dass Globalisierungsentwicklungen zur Verschärfung des Stadt-Land-Cleavages beitragen. Nebst der scheinbar verharrenden normativen Kluft zwischen Stadt und Land lässt sich auch die organisatorische Ausdifferenzierung des Cleavages noch heute im Schweizer Parteiensystem erkennen. Die Namensänderung der BGB zur „Schweize- rischen Volkspartei“ (kurz SVP) zeigt jedoch, dass sich die Partei nicht mehr exklusiv auf ländliche Regionen fokussieren will. Inwiefern die SVP bei Volksabstimmungen überhaupt noch die ländlichen Interessen vertritt, wird sich bei der empirischen Ana- lyse zeigen müssen. Die neuere Forschung sieht die transformierte SVP nämlich nicht mehr primär als Bauernpartei, sondern als organisatorische Ausdifferenzierung eines neuen Cleavages, der in Abschnitt 2.5 wiedergegeben wird. 12 Hermann und Leuthold (2002; 2003) differenzieren nicht nur zwischen Stadt und Land. Sie verweisen zusätz- lich noch auf das städtische Umland, wo sich im Gegensatz zum eher linksliberalen Stadtkern eine rechtsliberale Oberschicht etabliert hat. Der Begriff „rechtsliberal“ grenzt sich insofern von „linksliberal“ ab, als dass er primär eine wirtschaftliche anstatt eine gesellschaftliche Öffnung propagiert. Da die zur Verfügung stehenden empiri- schen Daten leider keine Differenzierung zwischen Kernstadt und Umland machen, muss diese Unterscheidung an dieser Stelle jedoch fallen gelassen werden. 26 2.4.6 Der Klassencleavage Der für das Parteiensystem wohl wichtigste Cleavage war der Konflikt zwischen Ar- beit und Kapital, im Folgenden auch Klassencleavage genannt. Aus ihm entstand die bis heute prägende Zweiteilung der politischen Landschaft in ein linkes (Arbeitsseite) und ein rechtes Lager (Kapitalseite). Seine strukturelle Basis bekam die Spaltung durch die Industrialisierung, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer breiten, sozioökonomisch schlecht dastehenden Arbeiterschicht führte (Zürcher 2006: 94f.; Linder 2005: 48). Die politische Organisation des Klassencleavages setz- te in der Schweiz trotz der frühen Industrialisierung jedoch eher spät ein (Geissbühler 2001). Die „Sozialdemokratische Partei“ (kurz SP) wurde im Jahre 1888 offiziell ge- gründet und radikalisierte sich erstmals 1904, als sie mit ihrem neuen Parteipro- gramm einer stark am Marxismus orientierten Doktrin folgte (Gruner 1977: 127). In der Folge konnte sie unter Mithilfe der neu eingeführten Proporzwahl auch im Natio- nalrat Fuss fassen (Bolliger 2007: 83). Das Verhältnis zum Bürgerblock blieb aber über den ersten Weltkrieg hinaus angespannt (Kunz/Morandi 1998: 152). Erst am Vorabend des zweiten Weltkriegs näherte sich die SP insbesondere durch die Ab- kehr vom Antimilitarismus den bürgerlichen Parteien an, was ihr den ersten Bundes- ratssitz einbrachte (Zürcher 2006: 97). Auch ihre Fundamentalopposition dem Kapi- talismus gegenüber legten die Sozialdemokraten ab (Linder 2005: 51). Mit dem zwei- ten Bundesratssitz der SP 1959 war die bis ins 21. Jahrhundert fortwährende „Zau- berformel“ geboren und die SP hatte nun endgültig auch politischen Einfluss über den Nationalrat hinaus errungen (Linder 2005: 51). Damit hat sich die Schweiz ganz im Sinne von Lijphart (1969; 1999) zu einer „Konsensusdemokratie“ entwickelt, in der alle politischen Strömungen an der politischen Macht beteiligt sind (vgl. Abschnitt 2.6). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben gesellschaftliche Entwicklungen zu strukturellen und normativen Veränderungen des Klassencleavages geführt. Linder (2005: 51) verweist auf das Wirtschaftswachstum in der Nachkriegszeit, welches för- derlich für die Entschärfung der Konfliktlinie war. Ganz im Sinne der Sozialdemokra- ten weitete der Staat seine wirtschafts- und sozialpolitischen Tätigkeiten aus, womit er „bedeutende Funktionen in der Entwicklung zur schweizerischen Wohlstandsge- sellschaft erfüllte“ (Linder 2005: 52). Selbst im wirtschaftlichen Abschwung in den 70er Jahren sieht die Forschung keine Verschärfung des Konflikts. Die Zunahme der Beschäftigungen im Dienstleistungssektor führte zu einer numerischen Abnahme der 27 traditionellen Arbeiterklasse (Geissbühler 2001: 73f.). Die ehemals rein materiell ge- prägten Interessensgegensätze zwischen dem besitzenden Unternehmertum und den lohnabhängigen Industriearbeitern gerieten zusehends in den Hintergrund. Ne- ben dieser unter dem Begriff Tertiärisierung bekannten Entwicklung wird in der Lite- ratur auch die Individualisierung der Gesellschaft erwähnt, welche zur Erosion des Klassenbewusstseins geführt habe (Geissbühler 2001: 78-81). Steinbach (1992: 76) erwähnt in ähnlichem Kontext, dass mitunter die zunehmenden Aufstiegschancen für Lohnabhängige zu mehr Heterogenität innerhalb der Arbeiterschicht und letztendlich zum Ende der Arbeiterkultur geführt haben. Trotz dieser Veränderungen verharrt der Gegensatz zwischen Links und Rechts noch heute als wichtiges Orientierungsraster für die Einordnung politischer Einstel- lungen. Auch wenn er sich nicht mehr nur auf materielle Interessensgegensätze zwi- schen Arbeit und Kapital beschränkt, sieht die Forschung seine Hauptcharakteristik immer noch im normativen Konflikt „Sozialstaat“ vs. „ökonomische Eigenverantwor- tung“ (Hermann/Leuthold 2003: 15-18). Aus diesem Grund werden auch in dieser Arbeit eidgenössische Abstimmungen zu Themen der Arbeitsmarktregulierung und der Sozialversicherungen als Datenbasis für die Analyse des Klassencleavages ver- wendet. Die zuvor aufgezeigten theoretischen Überlegungen lassen jedoch keine Verschärfung dieses Konflikts vermuten. Bezogen auf die bisherige Forschung hält Bolliger (2007: 138) gar fest, dass die „Klassenzugehörigkeit für das Wahlverhalten in den meisten westlichen Ländern eine immer weniger wichtige Rolle“ spiele. Ein weiteres Indiz für eine Abschwächung des Arbeit-Kapital-Konflikts liefert die Werte- wandelsthese von Inglehart (vgl. 2.3.3). Er hat schon 1977 darauf hingewiesen, dass die Sozialdemokratie zusehends als Hort für Postmaterialisten fungiere (Inglehart 1977: 61f.), womit das traditionelle Bild einer Arbeiterpartei verschwindet. Auch für die Schweiz gibt es empirische Evidenz für diese These (Ladner/Brändle 2001: 278- 282; Oesch/Rennwald 2010: 347).13 Der Materialismus-Postmaterialismus-Konflikt hinterlässt seine Spuren jedoch nicht nur bei der Sozialdemokratie. In der Schweiz hat sich in Anlehnung an Ingleharts Theorie eine These entwickelt, die von einem neuen Öffnungs- Abgrenzungsgegensatz ausgeht. Ein Gegensatz, der insbesondere im Hinblick auf die SVP interessant ist. 13 Bezogen auf die Schweiz wird insbesondere die Grüne Partei im Kontext des Materialismus-Postmaterialismus- Konflikts genannt. Da sich der auf die Parteien bezogene Teil dieser Arbeit jedoch auf die Bundesratsparteien konzentriert, wird auf die Rolle der Grünen nicht weiter eingegangen. 28 2.5 Ingleharts These für die Schweiz: Der Öffnungs-Abgrenzungs-Cleavage Die von Inglehart (1977) angesprochene Wertewandelsthese hat im politischen Sys- tem zu postmaterialistischen Orientierungen der etablierten Sozialdemokratie einer- seits und zur Herausbildung grüner Parteien andererseits geführt. Kitschelt und McGann (2003: 186) weisen darauf hin, dass die „Breite und Intensität [dieser] Be- wegungen und Parteien […] einen rechts-autoritären Gegenschlag unter den kulturell und ökonomisch Unterprivilegierten“ provoziert hat. Kriesi et al. (2006) nehmen diese These auf und verknüpfen sie mit dem gesellschaftlichen Prozess der Globalisierung. Sie verweisen damit sowohl auf ein strukturelles, wie auch auf ein normatives Ele- ment eines neu aufkommenden Cleavages hin. 2.5.1 Strukturelles und normatives Element Kriesi et al. (2006) argumentieren, dass die Globalisierungsentwicklungen der letzten Jahrzehnte die Gesellschaft in ein Lager der „winners“ und ein Lager der „losers“ teil- te. Zu den „winners“ zählen Unternehmer und Arbeitnehmer/innen in eher exportori- entierten Branchen sowie kosmopolitisch orientierte Bürger. Die „losers“ der Globali- sierung lassen sich in traditionell geschützten Sektoren, wie in der Landwirtschaft oder im Kleingewerbe als auch in der unqualifizierten Arbeiterschaft finden. Genauso sind auch Bürger, die sich stark mit der Nation identifizieren gegenüber einer Globa- lisierung skeptischer eingestellt als das kosmopolite Bürgertum (Kriesi et al. 2006: 922). Von den Globalisierungsprozessen, welche die Gesellschaft in diese zwei La- ger teilen, unterscheiden Kriesi et al. (2006: 922) drei Arten: eine wirtschaftliche (zu- nehmende internationale Konkurrenz), eine kulturelle (zunehmende Einwanderung aus nichteuropäischen Kulturkreisen) und eine politische Dimension (zunehmende Konkurrenz zwischen Nationalstaat und supranationalen Akteuren). Trotz dieser Dreidimensionalität scheint die normative Konflikthaftigkeit zwischen Globalisie- rungsgewinnern und Globalisierungsverlierern primär kulturell definiert zu sein (O- esch/Rennwald 2010). Während Erstere für eine internationale Öffnung der Schweiz einstehen, sehen Letztere in der Bewahrung der nationalen Souveränität und Identi- tät ihre politischen Forderungen erfüllt (Kriesi et al. 2006: 922). Die Forschung inter- pretiert diesen Gegensatz als Konflikt zwischen „Öffnung“ und „Abgrenzung“ (Born- schier/Helbling 2005: 32). Diese Begrifflichkeit hebt zwar die normative Konflikthaf- tigkeit hervor. Die Unterscheidung zwischen „winners“ und „losers“ zeigt jedoch, dass 29 der Öffnungs-Abgrenzungs-Konflikt auch mit gesellschaftlichen Strukturen verbunden werden kann. Da die Forschung zu den „losers“ primär ökonomisch unterprivilegierte und beruflich schlechter qualifizierte Gesellschaftsschichten zählt, lassen sich hin- sichtlich des strukturellen Elements sogar Parallelen zwischen dem Öffnungs- Abgrenzungs- und dem Arbeit-Kapital-Cleavage ziehen (vgl. Abschnitt 3.4). 2.5.2 Organisatorisches Element: Die „neue“ SVP auf der „neuen“ kulturellen Achse Der neue „Öffnungs-Abgrenzungs-Cleavage“ ist kein spezifisch schweizerisches Phänomen. Kriesi et al. (2006) können in ihren Analysen ähnliche Tendenzen in ganz Westeuropa ausmachen. Dies zeigt sich auch in der westeuropäischen Partei- enforschung, die eine neue Welle rechtspopulistischer Parteien erkennt. Oesch und Rennwald (2010: 47) umschreiben deren Programmatik wie folgt: „Right-wing populist parties […] defend the principles of national demarcation against open borders, of cultural homogeneity against multicultural relativism, and of traditional authority against individualistic equality.” Rechtspopulistische Parteien scheinen somit den von Kriesi et al. (2006) identifizier- ten „Öffnungs-Abgrenzungs-Cleavage“ politisch zu organisieren. Das Zitat zeigt wei- ter, dass sich diese Organisation weniger auf ökonomische, sondern primär auf kul- turelle und gesellschaftspolitische Aspekte fokussiert. Bei der Frage nach der Organisation des schweizerischen Öffnungs-Abgrenzungs- Cleavages wird einheitlich auf die SVP verwiesen. Von einer ursprünglichen Bauern- partei hat sie sich in den letzten Jahrzehnten mit ihrer Politik der Isolation kontinuier- lich zur Partei der Globalisierungsverlierer gewandelt. Empirische Studien zeigen tatsächlich, dass die heute grösste Schweizer Partei ihren Aufstieg insbesondere ihrer EU-kritischen Haltung und der damit verbundenen Frage nach dem Identitäts- verlust der Schweiz zu verdanken hat (Kriesi 2005: 257f.). Zürcher (2007) argumen- tiert ähnlich und sieht die beiden Abstimmungen zum UNO- sowie zum EWR-Beitritt als Geburtsstunde der „neuen“ SVP. Die aus der Wählerschaft entstandene Nachfra- ge nach einer Politik der kulturellen Abgrenzung wird gemäss Theorie somit nicht durch eine neue, sondern durch eine reformierte Partei bedient. Dies manifestiert sich insbesondere in der Zunahme der Oppositionspositionen der SVP vor allem in aussen-, ausländer- und asylpolitischen Fragen (Zürcher 2007: 71). 30 Die zunehmende Isolation der SVP in diesen Themenbereichen lässt eine Transfor- mation des politischen Raums erwarten. Neben der klassischen Links-Rechts-Achse, die den Gegensatz „Staat vs. Markt“ umfasst, geht man neuerdings auch von einer neuen kulturellen Achse mit einem libertären und einem traditionellen Pol aus (vgl. etwa Hermann/Leuthold 2003; Kriesi et al. 2006; Oesch/Rennwald 2010). Grafik 1 veranschaulicht diese neue Zweidimensionalität der Politik. Sie verdeutlicht zugleich die theoretisch zu erwartenden parteilichen Oppositionen bei beiden Achsen. Wäh- rend sich auf der Links-Rechts-Achse klassischerweise das linke und das bürgerliche Lager gegenüberstehen, bedient die SVP am traditionalistischen Pol der kulturellen Achse als einzige Partei die Nachfrage nach einer Abgrenzungspolitik. Kriesi et al. (2006: 926) erklären dies damit, dass die anderen Parteien aufgrund interner Zerris- senheit und ihrer grundsätzlich positiven Einstellung zur Globalisierung keine so markante Positionierung auf dieser neuen Politikdimension aufweisen. Grafik 1: Neue Zweidimensionalität des politischen Raums mit den jeweils zu erwartenden parteilichen Oppositionen14 Inwiefern die neue kulturelle Achse jedoch auch einen neuen Cleavage repräsentiert, wird sich in der Analyse zeigen. Die politische Artikulation der kulturellen Abgrenzung 14 Q: eigene Darstellung in Anlehnung an Kriesi et al. 2006: 925. 31 durch die SVP reicht hierfür nicht aus. Es bräuchte zusätzlich eine Bestätigung der These von Kriesi et al. (2006), die auch auf gesellschaftlicher Ebene von einer objek- tiv identifizierbaren Gruppe der Globalisierungsverlierer ausgeht, welche sich in ihren normativen Einstellungen von den Profiteuren der Globalisierung unterscheidet. Eid- genössiche Sachvorlagen zum Themenbereich der Ausländerpolitik bilden eine ge- eignete Datenbasis, um diese These zu testen. Neben den traditionellen Cleavages „Katholiken vs. Protestanten“, „Deutschschweiz vs. Westschweiz“, „Stadt vs. Land“ und „Arbeit vs. Kapital“ wird der Öffnungs- Abgrenzungs-Cleavage somit als fünfte Konfliktlinie in die Analyse miteinbezogen. Um die theoretischen Ausführungen abzuschliessen soll jedoch noch auf den institu- tionellen Rahmen von Cleavages eingegangen werden. Für den Fall der Schweiz stellt sich dieser als besonders relevant heraus. 2.6 Cleavages im Kontext einer Konkordanzdemokratie In der international vergleichenden Forschung wird die Schweiz meist als Prototyp einer „consociational democracy“ gesehen. Dieses Modell geht auf die Arbeiten von Lijphart (1968; 1969; 1999) zurück und bezieht sich auf das politische Entschei- dungssystem als Ganzes (Linder 2005: 301). Die Diskussion dieses Entscheidungs- systems ist im Rahmen einer Arbeit, die sich mit Cleavages auseinandersetzt, uner- lässlich. 2.6.1 Konkordanz: ein Entscheidungssystem des „power sharing“ Das Modell der „consociational democracy“, später in ausdifferenzierterer Form auch „consensus democracy“ genannt, kann auf Deutsch mit dem etwas geläufigeren Be- griff der „Konkordanz“ umschrieben werden. Der inflationäre Gebrauch des Begriffs macht eine wissenschaftliche Diskussion jedoch nicht wirklich leichter. Eine Orien- tierung an Lijpharts Vorstellungen kann hierbei Abhilfe schaffen. Er umschreibt die Konkordanzdemokratie als ein System, „that emphasizes consensus instead of op- position, that includes rather than excludes, and that tries to maximize the size of the ruling majority instead of being satisfied with a bare majority” (Lijphart 1999: 33). Im Zentrum steht somit die gegenseitige Machtkontrolle, im Englischen mit Begriffen wie 32 „power sharing” oder „checks and balances“ übersetzt. Anstatt Macht zu zentralisie- ren und eine Mehrheit über eine Minderheit entscheiden zu lassen, wird auch den Minderheitspositionen eine Vetomacht gegeben (Vatter 2008: 5). „Konkordanz“ be- zeichnet somit keinen Politikstil, sondern „eine Reihe von festen Grundstrukturen und entsprechende[n] Funktionsabläufen“ im Rahmen des politischen Entscheidungspro- zesses (Linder 2005: 301). Damit kann gemäss Hall (1986: 19) trotz fehlender ver- fassungsmässiger Verankerung von einer Institution gesprochen werden. Gemäss Lijphart (1999: 33) ist die Schweiz das beste Beispiel einer „consensus de- mocracy“. Insbesondere das fakultative Referendum beinhaltet einen „Zwang“ zur Konkordanz, da alle referendumsfähigen Positionen beim Entscheidungsprozess berücksichtigt werden müssen (Neidhart 1970: 287; Linder 2005: 246). Bereits in den Abschnitten zu den einzelnen Cleavages wurde aufgezeigt, wie direktdemokratische Elemente zur Herausbildung einer Mehrparteienregierung geführt haben (vgl. Ab- schnitte 2.4.3 und 2.4.6). Linder (2005: 301) weist weiter auf den Föderalismus und das Proporzwahlrecht als wichtige Faktoren für die Herausbildung der Konkordanz hin. Dies entspricht auch der Vorstellung von Lijphart (1999), der darüber hinaus noch weitere Punkte, wie etwa ein starker Bikameralismus oder die Unabhängigkeit von Parlament und Regierung anführt.15 Damit unterstreicht er die Gegensätze zum berühmten britischen Westminster-Modell, das auf Machtkonzentration und einem Mehrheitswahlsystem beruht (Lijphart 1999: 9-21). 2.6.2 Konkordanz und ihre konfliktdämpfende Wirkung Lijpharts Ausführungen lassen sich dahingehend interpretieren, dass er auch in nor- mativer Hinsicht ein Befürworter konsensorientierter Demokratien ist. Insbesondere bei heterogenen Gesellschaften erachtet er die Fragmentierung von Macht als Vo- raussetzung für politische Stabilität (Lijphart 1968; 1969). Er verweist hierbei auf die Ebene der Eliten, wo Prozesse der Kompromiss- und Konsensfindung gesellschaftli- che Konflikte vorbeugen können (Lijphart 1969: 212f.): „The leaders of the rival subcultures may engage in competitive behaviour and thus fur- ther aggravate mutual tensions and political instability, but they may also make deliberate efforts to counteract the immobilizing and unstabilizing effects of cultural fragmentation.” 15 Lijphart hat insgesamt zehn Punkte einer „consociational democracy“ herausgearbeitet. Für eine Abhandlung all dieser Punkte für die Schweiz vgl. Lijphart 1999: 34-41. 33 Bei letzterer Variante führt die Integration aller gesellschaftlichen Interessen auf der elitären Ebene zu Konsensentscheidungen mit einer über die sozialen Gräben rei- chenden Legitimität. Gesellschaftliche Konflikte werden damit nicht offen ausgetra- gen, sondern bereits auf der elitären Ebene aufgenommen und verarbeitet. Da es sich bei der Konkordanz jedoch um keine formale Institution mit Sanktionen bei Nichtbefolgung handelt, muss auch eine zweite Situation eingeführt werden. So ist es theoretisch denkbar, dass sich nicht alle Gruppen an der Konsensfindung beteiligen und aus der Konkordanz ausscheren. Hierbei kann von einer gescheiterten Konkor- danz gesprochen werden (Bolliger 2007:48). In dieser Arbeit wird das Vorliegen einer intakten Konkordanz an den Positionierungen der Bundesratsparteien FDP, CVP, SVP und SP festgemacht. Sobald mindestens eine Partei aus dem Kompromiss aus- schert wird von einer gescheiterten Konkordanz gesprochen. Bolliger (2007: 52) identifiziert in diesem Zusammenhang vier mögliche Konstellationen: Tabelle 116: mögliche Konstellationen eines Konkordanzsystems Bei einer gescheiterten Konkordanz sind die Konflikte sowohl auf gesellschaftlicher, als auch auf elitärer Ebene vorhanden, was in den Worten von Bolliger (2007: 51) zu „manifesten Cleavages“ führt. Tabelle 1 weist noch auf ein weiteres Element einer wirksamen Konkordanz hin: das Alignment. Fehlt die Kooperation zwischen Elite und Basis, ist ein elitärer Konsens nutzlos, da er von den gesellschaftlichen Lagern nicht übernommen wird (Bolliger 2007: 51). In diesem Fall würden die Parteien ihre Ein- flussmöglichkeit über gesellschaftliche Cleavages verlieren, was die Schlichtung von Konflikten erschwert oder gar verunmöglicht. Dass für den Fall der Schweiz jedoch durchaus von gewissen Steuerungsfähigkeiten der Eliten ausgegangen werden kann, zeigen die empirischen Analysen von Trechsel und Sciarini (1998). Ausgehend von ihrer Leitfrage „Do elites matter?“ gehen sie der 16 Q: abgeändert aus Bolliger 2007: 52. 34 Frage nach, inwiefern in der halbdirekten Demokratie der Schweiz die Eliten den Ausgang von Plebisziten noch beeinflussen können. Datenbasis bilden die National- ratsabstimmungen zu allen nationalen Sachvorlagen seit 1947 (Trechsel/Sciarini 1998: 100). Die Ergebnisse sind zweierlei. Zwar wird klar, dass kleine „minimum win- ning coalitions“ von knapp 50% im schweizerischen Politsystem wenig Chancen ha- ben, ihre Forderungen im plebiszitären Kontext durchzubringen. Bei Gesetzesvorla- gen etwa, die alle dem fakultativen Referendum unterliegen, braucht es Mehrheiten von mindestens 65%, damit die Wahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Referen- dumsergreifung einer Minderheit bei weniger als 50% liegt (Trechsel/Sciarini 1998: 110). Die Analysen zeigen aber auch, dass Eliten durch die Bildung grosser Koalitio- nen die Ergebnisse von Volksabstimmungen durchaus in die Richtung ihrer Parolen lenken können. Je grösser die Koalitionen sind, desto kleiner wird die Wahrschein- lichkeit einer elitären Niederlage bei Volksabstimmungen. Dieser Zusammenhang ist einzig bei fakultativen Referenden etwas schwächer (Trechsel/Sciarini 1998: 111f.). Insgesamt vermögen die Ergebnisse der beiden Autoren aufzuzeigen, dass die Eliten auch im Schweizer Politsystem mit direktdemokratischen Institutionen durchaus über gewisse Einflussmöglichkeiten verfügen. Dies liesse erwarten, dass eine funktionie- rende Konkordanz bei Volksabstimmungen auch auf gesellschaftliche Polarisierun- gen eine lindernde Wirkung hat. 2.6.3 Niedergang der Konkordanz? Selbst wenn sich die These der Cleavage-Schlichtung bei intakter Parteienkonkor- danz bestätigen sollte, wäre es verfehlt, neuere Entwicklungen in der Schweizer Konsensdemokratie zu vernachlässigen. In der politikwissenschaftlichen Diskussion wird nämlich vermehrt ein Niedergang der Konkordanz postuliert. Vatter (2008) kommt durch die Anwendung des „consensus model“ von Lijphart (1999) zum Schluss, dass sich die Schweiz zusehends von einer beispielhaften Konsensusde- mokratie zu einer normalen kontinentaleuropäischen Verhandlungsdemokratie ge- wandelt hat. Als Indizien hierfür erkennt er mitunter die zunehmende parteipolitische Polarisierung sowie eine Abkehr von „kollegialer Konsenssuche“ hin zu einer „kon- frontativ geprägten Konfliktaustragung“ (Vatter 2008: 36f.). Insbesondere die Zunah- me der fallweisen Opposition der SVP scheint symptomatisch für diese Entwicklung zu sein (Zürcher 2007). 35 Gemäss der Konkordanztheorie nach Lijphart (1968; 1969; 1999) birgt dieser angeb- liche Niedergang der Konkordanz die Gefahr einer Verschärfung gesellschaftlicher Spannungen. Im empirischen Teil wird getestet, inwiefern die Cleavage-Intensität bei Volksabstimmung von der Parteienkonkordanz abhängt. Der für diese Arbeit gewähl- te Zeitraum von 1985 bis 2009 lässt Vergleiche zwischen Abstimmungen mit und Ab- stimmungen ohne funktionierende Konkordanz zu. 2.7 Zusammenfassung der theoretischen Ausführungen Die bisherigen theoretischen Ausführungen lassen sich anhand mehrerer Hypothe- sen zusammenfassen. Grafik 2 stellt diese schematisch dar. Die Analyse der Schweizer Cleavage-Landschaft bezieht sich in dieser Arbeit auf zwei spezifische Themenbereiche. Einerseits konzentriert sie sich auf Volksabstimmungen im Bereich Wirtschaft und Soziales, worunter Themen der Arbeitsmarktregulierung oder der Renten- und Arbeitslosenversicherung fallen. Andererseits werden potenzielle sozia- le Konflikte innerhalb von Volksabstimmungen, welche die Migrationspolitik betreffen, aufgeschlüsselt. Während der erste Themenbereich auf den ökonomisch definierten Links-Rechts-Gegensatz abzielt, repräsentieren die migrationspolitischen Fragen den Konfliktpunkt der neuen kulturellen Achse zwischen kultureller Öffnung und kulturel- ler Abgrenzung. Neben der thematischen Unterscheidung, wird auch zwischen zwei Ebenen differen- ziert. Einerseits werden die Cleavage-Intensitäten gesellschaftsimmanent, das heisst auf der Ebene der Stimmbürger/innen beobachtet. Andererseits ist auch die Positio- nierung der Eliten zu den einzelnen Sachfragen von Interesse. Der im Hypothesen- modell aufgeführte Begriff „Polarisierung“ steht stellvertretend für einen Konflikt: Ent- weder durch eine gescheiterte Parteienkonkordanz auf der elitären Ebene oder durch stark unterschiedliches Abstimmungsverhalten zwischen gesellschaftlichen Gruppen auf der Ebene der Stimmbürger/innen. In einem letzten Schritt wird auf die Interakti- on der beiden Ebenen eingegangen, um die Wirkungsmacht des Parteienkonsenses empirisch zu prüfen. 36 Grafik 2: Hypothesenmodell Die auf den Themenbereich Wirtschaft und Soziales bezogenen Hypothesen 1 und 2 zeigen auf, dass von keiner Verschärfung des traditionellen Links-Rechts-Konflikts in ökonomischer Hinsicht ausgegangen wird. Die Hypothesen beziehen sich insbeson- dere auf den Forschungsstand zum Arbeit-Kapital-Cleavage, der eine Erosion der Arbeiterklasse einerseits und des Klassenbewusstseins andererseits konstatiert (vgl. Abschnitt 2.4.6). Die anderen Cleavages sind kaum von normativen Konflikten in Be- reichen der Arbeitsmarkt- und der Sozialversicherungspolitik betroffen. Einzig beim Sprachenkonflikt birgt die Frage nach dem Sozialstaat ernsthaftes Konfliktpotenzial. Wie in Abschnitt 2.4.4 bereits erwähnt, entpuppt sich die französische Schweiz als stärkere Befürworterin eines Umverteilungsstaates. Aufgrund der staatlichen Auswei- tungen der sozialpolitischen Tätigkeiten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Linder 2005: 52), dürfte der normative Gegensatz „Sozialstaat vs. freier Markt“ seine Brisanz jedoch auch im Kontext des „Röstigrabens“ verloren haben. Hypothesen 3 und 4 zielen auf die neue kulturelle Achse im Kontext der Theorien von Inglehart (1977) und Kriesi et al. (2006) ab. Indem zwischen einer qualifizierten und einer unqualifizierten Wählerschaft unterschieden wird (vgl. Abschnitt 3.4), soll eruiert werden, inwiefern sich bei ausländerpolitischen Vorlagen die These eines neuen Konflikts zwischen Globalisierungsgewinnern und Globalisierungsverlierern bestätigen lässt. Von Interesse ist auch eine allfällige zeitliche Entwicklung. Da die Literatur den neuen Cleavage explizit mit dem Globalisierungsprozess in Verbindung setzt, dürfte sich der Konflikt seit dem Ende des Kalten Kriegs kontinuierlich ver- schärft haben. 37 Die theoretischen Arbeiten zum neuen Cleavage gehen jedoch über die schlichte Identifizierung eines neuen Konflikts hinaus. Es wird zusätzlich argumentiert, dass gleichzeitig die traditionellen Cleavages zwischen Klassen, Religionen, Ethnien oder Kulturen an Bedeutung verloren haben (vgl. Kriesi 1998: 166). Der Forschungsstand zu den einzelnen Cleavages stützt diese These jedoch nicht vollumfänglich. So wird etwa auch beim Stadt-Land-Cleavage ein normativer Konflikt zwischen Öffnung und Tradition erwartet. Die Stadt scheint eher ein Hort gebildeter Leute zu sein, wo sich neue postmaterialistische Werte leichter etablieren. Das Land hingegen erkennt in der Globalisierung eine neue Bedrohung, was in eine konservativ-weltverschlossene Ideologie mit einer starken Betonung der Nation und ihrer Identität mündet. Auch der Sprachencleavage scheint vom neuen kulturell beladenen Öffnungs- Abgrenzungs-Diskurs nicht unberührt zu bleiben. Die bereits erwähnte EWR- Abstimmung lässt erahnen, dass die Westschweiz eher den Pol der kulturellen Öff- nung einnimmt und die Deutschschweiz die Bewahrung der nationalen Identität hochhält. Da somit in Teilen der Literatur sowohl zum Stadt-Land- wie auch zum Sprachen- cleavage die Frage nach der kulturellen Öffnung eine Rolle zu spielen scheint, wird Hypothese 4 weiter ausdifferenziert. Die Literatur ist sich nicht einig darüber, ob der neue normative Gegensatz zwischen Öffnung und Abgrenzung einen neuen Cleava- ge auf Kosten traditioneller Spaltungen hervorbringt (Hypothese 4a) oder ob der neue Cleavage durch eine Verschärfung bereits bestehender Konflikte begleitet wird (Hypothese 4b). Bezogen auf Hypothese 3 ist sich die Literatur jedoch einig. Die SVP wird als Vertre- terin der Globalisierungsverlierer gesehen, was sich auch in einer zunehmenden Po- larisierung auf Parteienebene bemerkbar machen sollte. Hypothese 5 bezieht sich letztlich auf die Konkordanztheorie nach Lijphart (1968; 1969; 1999). Besässe die Theorie Gültigkeit, müsste man bei intakter Konkordanz eine Entschärfung der Cleavages erwarten. 38 3. Methode und Daten Vor dem empirisch-analytischen Teil dieser Arbeit erläutert das folgende Kapitel die methodische Vorgehensweise. Da sich die Analysen auf Sekundärdaten stützen, wird neben der statischen Methodenwahl (Abschnitt 3.1) auch auf die Datensätze und die darin enthaltenen Variablen eingegangen (Abschnitte 3.2 bis 3.4). 3.1 Methode Im empirischen Teil dieser Arbeit soll mittels Individualdaten der Einfluss unabhängi- ger Cleavage-Variablen auf den abhängigen Sachverhalt des Abstimmungsverhal- tens geschätzt werden. Da die abhängige Variable stets dichotom ist, wird auf das Verfahren der multiplen binär logistischen Regression zurückgegriffen. Einerseits soll zum Zeitpunkt einzelner Abstimmungen gerechnet werden, andererseits werden Mo- delle entwickelt, welche die gesamte Zeitspanne der Analyse (1985-2009) umfassen. Bei letzterer Vorgehensweise liegt eine Datenstruktur mit zwei Ebenen vor: die auf Individuen bezogenen Daten einerseits und die auf die einzelnen Abstimmungen be- zogenen Kontextfaktoren andererseits. Um diese Datenstruktur in angemessener Weise zu berücksichtigen, wird auf ein Mehrebenenmodell zurückgegriffen (vgl. Steenbergen/Jones 2002). Dieses Modell stellt in Rechnung, dass Fälle innerhalb des gleichen Kontexts (hier also innerhalb einer gleichen Abstimmung) voneinander abhängig sind. Bei Nichtberücksichtigung dieses Umstands werden Standardfehler unterschätzt, was zur Häufung irrtümlicher Signifikanzbefunde führt (Steenber- gen/Jones 2002: 220). 3.2 Datengrundlage Die Analyse stützt sich auf Individualdaten der VOX-Umfragen, welche als Nachab- stimmungsbefragungen ein repräsentatives Abbild über das Stimmverhalten der Schweizer Bürgerinnen und Bürger geben.17 Die Datensätze beinhalten mitunter 17 vgl. Swiss foundation for research in social sciences FORS (2012): Voxit. Die standardisierten Nachabstim- mungsumfragen. Version vom 20.1.2012, URL: http://forsdata.unil.ch/projects/voxit/. 39 auch die für diese Arbeit relevanten Fragen nach Religion, Wohnort, Sprachregion oder beruflicher Qualifikation. Der grosse Vorteil von Individualdaten liegt darin, dass man im Gegensatz zu Aggregatsanalysen keinem ökologischen Fehlschluss unter- liegen kann (vgl. Diaz-Bone 2006: 91f.). Stattdessen lassen sich die Effekte individu- eller Faktoren untersuchen. VOX-Umfragen werden in der Schweiz seit 1977 durchgeführt. Sämtliche Nachab- stimmungsumfragen zwischen Juni 1981 und November 2009 wurden harmonisiert (Stand Januar 2012). Damit ist die Vergleichbarkeit der Datensätze auch über einen längeren Zeitraum hinweg gewährleistet. Aufgrund lückenhafter Datenerhebung in den frühen 80er Jahren muss die Analyse jedoch auf den Zeitraum von 1985 bis 2009 beschränkt werden. 3.3 Auswahl der Volksabstimmungen Die Auswahl eidgenössischer Volksabstimmungen in den Bereichen Wirtschaft und Soziales sowie Migration orientiert sich an der thematischen Einteilung aller bisheri- gen Volksabstimmungen im Rahmen des Buchprojekts „Handbuch der eidgenössi- schen Volksabstimmungen 1848-2007“ von Linder et al. (2010), sowie deren Online Datenbank swissvotes.ch.18 Ausgewählt wurden alle Volksabstimmungen, für welche VOX-Daten verfügbar sind und die gemäss gewissen Kriterien in einen der beiden Themenbereiche fallen. Tabelle 2 gibt einen Überblick über die jeweiligen Auswahl- kriterien. Die Angaben der Themenbereiche beziehen sich auf die Terminologie von swissvotes.ch. Tabelle 2: Auswahlkriterien für Volksabstimmungen Für den Themenbereich Wirtschaft und Soziales werden Volksabstimmungen berücksichtigt, die… (1) …unter Arbeit und Beschäftigung oder… (2) …unter Rentenversicherung oder… (3) …unter Arbeitslosenversicherung aufgeführt sind. Nicht berücksichtigt werden Volksabstimmungen, die primär unter die Themenbereiche nationale Identität, Berufsbildung, Aussenpolitik, Energiepolitik, Steuerpo- litik und Geld- und Währungspolitik fallen. Für den Themenbereich Migration werden Volksab- stimmungen berücksichtigt, die… (1) …unter Ausländerpolitik oder… (2) …unter Flüchtlingspolitik aufgeführt sind. Nicht berücksichtigt werden Volksabstimmungen, die primär unter die Themenbereiche Bodenrecht oder Aussenpolitik fallen. 18 Année Politique Suisse / www.swissvotes.ch (2012): Datensatz der eidgenössischen Volksabstimmungen ab 1848. Bern: Institut für Politikwissenschaft, Version vom 20.1.2012, URL: http://www.swissvotes.ch. 40 Tabelle 3: Übersicht der ausgewählten Volksabstimmungen mit inhaltlicher Interpre- tation der Ja- und Nein-Voten19 Wirtschaft und Soziales Befürworter/in eines starken Sozialstaats stimmt… Migration Befürworter/in einer restrikti- ven Ausländer- politik stimmt… 1 I: für eine Verlängerung der bezahl- ten Ferien (10.3.1985) JA 21 FR: Asylgesetz (5.4.1987) JA 2 I: Herabsetzung Rentenalter (12.6.1988) JA 22 FR: BG Aufenth. und Niederl. der Ausländer (5.4.1987) JA 3 I: Herabsetzung Arbeitszeit (4.12.1988) JA 23 I: Begrenzung Einwanderung (4.12.1988) JA 4 FR: BB Arbeitslosenversicherung (26.9.1993) NEIN 24 OR: BB erleichterte Einbürg. junge Ausländer (12.6.1994) NEIN 5 FR: BG über AHV (25.6.1995) NEIN 25 FR: Verbot Rassendiskriminierung (25.9.1994) NEIN 6 I: Ausbau AHV und IV (25.6.1995) JA 26 FR: Zwangsmassnahmen Auslän- derrecht (4.12.1994) JA 7 FR: BG Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (1.12.1996) NEIN 27 I: gegen illegale Einwanderung (1.12.1996) JA 8 FR: BB Finanzierung Arbeitslosen- versicherung (28.9.1997) NEIN 28 FR: Asylgesetz (13.6.1999) JA 9 I: 10. AHV Revision ohne Erhöhung Rentenalter (27.9.1998) JA 29 FR: Massnahmen Ausländer- und Asylbereich (13.6.1999) JA 10 FR: BG Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel II (29.11.1998) NEIN 30 I: Regelung der Zuwanderung (24.9.2000) JA 11 I: Flexibilisierung AHV (26.11.2000) JA 31 I: gegen Asylrechtsmissbrauch (24.11.2002) JA 12 I: Rentenalter 62 für Frau und Mann (26.11.2000) JA 32 OR: BB erleicht. Einbürgerung 2. Generation (26.9.2004) NEIN 13 I: kürzere Arbeitszeit (3.3.2002) JA 33 OR: BB Bürgerrechtserwerb 3. Generation (26.9.2004) NEIN 14 FR: BG obligatorische Arbeitslosen- versicherung (24.11.2002) NEIN 34 FR: BG über AusländerInnen (24.9.2006) JA 15 FR: 11. AHV-Revision (16.5.2004) NEIN 35 FR: Änderung Asylgesetz (24.9.2006) JA 16 OR: BB Finanzierung AHV durch Anhebung der MWST (16.5.2004) JA 36 I: demokratische Einbürgerungen (1.6.2008) JA 17 FR: Arbeitsgesetz Ladenöffnungs- zeiten (27.11.2005) NEIN 37 I: Minarettverbot (29.11.2009) JA 18 I: Nationalbankgewinne für AHV (24.9.2006) JA 19 I: flexibles AHV-Alter (30.11.2008) JA I = Initiative; FR = fakultatives Referendum; OR = obligatorisches Referendum; BB = Bundesbeschluss; BG = Bundesgesetz 19 Für weitere Informationen zu den Abstimmungen siehe Anhang 2. 41 Unter Anwendung der Auswahlkriterien wurden 19 Arbeitsmarkt- und Sozialversiche- rungsvorlagen sowie 17 asyl- und ausländerpolitische Sachvorlagen gewählt. In ei- nem nächsten Schritt musste die inhaltliche Bedeutung des Ja- bzw. Nein-Votums bei jeder Abstimmung interpretiert werden. Dies, da z.B. bei wirtschaftspolitischen Themen ein Ja-Votum in Abstimmung A der Befürwortung eines ausgeprägten Um- verteilungsstaats entsprechen kann, während es in Abstimmung B das Gegenteil meint. Beim Themenbereich Wirtschaft und Soziales wurde darum eruiert, welches Abstimmungsverhalten als Befürwortung eines starken Sozialstaats interpretiert wer- den kann. Gleichermassen wurde im migrationspolitischen Bereich danach gefragt, welches Abstimmungsvotum der Befürwortung einer restriktiven Ausländerpolitik ent- spricht. Tabelle 3 zeigt einen Überblick über alle ausgewählten Abstimmungen und den inhaltlichen Bedeutungen der Ja- bzw. Nein-Voten. Die aufgeführten Nummern gelten in den folgenden Analysen stellvertretend für die jeweiligen Abstimmungen. 3.4 Operationalisierung der Cleavages Da Cleavages gemäss Definition einen sozialen Graben zwischen zwei gesellschaft- lichen Gruppen repräsentieren, wird bei deren Operationalisierung auf dichotome Variablen zurückgegriffen. Tabelle 4 gibt einen Überblick über die Messbarmachun- gen. Tabelle 4: Operationalisierung der Cleavages Cleavage Operationalisierung Konfessionscleavage Dummy-Variable katholisch Sprachencleavage Dummy-Variablen Westschweizer/in bzw. Tessiner/in 20 Stadt-Land-Cleavage Dummy-Variable ländliche Wohnregion Klassencleavage Dummy-Variable Höchstabschluss oblig. Schule oder Berufslehre Öffnungs-Abgr.-Cleavage 20 Die Theorie zum Sprachencleavage bezieht sich kaum auf die italienische Schweiz. Darum wird die Variable „Tessiner/in“ lediglich als Kontrollvariable einbezogen, ohne vertieft auf die empirischen Befunde einzugehen. Für eine fundierte Analyse des Abstimmungsverhaltens des Tessins wären ausserdem höhere Fallzahlen wün- schenswert. 42 Die empirische Umsetzung des Konfessions-, Sprachen- und Stadt-Land-Cleavages bildet kein Problem. Als umständlicher erweist sie sich beim Klassen- und beim Öff- nungs-Abgrenzungs-Cleavage. Die Datenlage ermöglicht weder eine Differenzierung nach Berufsverhältnis und Tätigkeit (Klassencleavage), noch nach Berufssektor (Öff- nungs-Abgrenzungs-Cleavage). Aus diesem Grund wird ein pragmatischer Ansatz gewählt und bei beiden Cleavages zwischen unqualifizierten und qualifizierten Stimmbürger/innen unterschieden. Zur unqualifizierten Bevölkerungsgruppe zählen Personen mit einer obligatorischen Schule oder einer Berufslehre als Höchstab- schluss. Qualifizierte Personen weisen einen höheren Abschluss auf. Für den Klas- sencleavage erscheint diese Operationalisierung als probat, da im Zuge der Tertiäri- sierung die traditionelle, lohnabhängige Arbeiterklasse am ehesten anhand einer niedrigen Berufsqualifikation ermittelt werden kann.21 Auch für den Gegensatz zwi- schen „winners“ und „losers“ der Globalisierung lässt sich argumentieren, dass die Bildungsabstinenz ein idealer „Proxy“ für Globalisierungsverlierer ist. Neben Inglehart (1977), der Materialisten primär aufgrund eines tieferen Bildungsniveaus von Post- materialisten unterscheidet, verweisen auch Kriesi et al. (2008: 7) im Kontext ihrer Cleavage-Theorie auf die Wichtigkeit der Bildung bei der Wahrnehmung der Globali- sierung: „Education has a “liberalizing” effect, i.e. it induces a general shift in political value orien- tations towards cultural liberalism […]. Moreover, higher education has also become an indispensable asset for one’s professional success.” Eine niedrigere Berufsqualifikation wird demnach als besonders grosse Hypothek im Zeitalter der Globalisierung gesehen und scheint das gewichtigste Attribut der „lo- sers“ zu sein. Folglich wird in dieser Arbeit argumentiert, dass es sich beim Öff- nungs-Abgrenzungs-Cleavage um die gleiche strukturelle Basis wie beim Klassen- cleavage handelt. Die beiden Konfliktlinien dürften sich jedoch hinsichtlich des nor- mativen und des organisatorischen Elements voneinander unterscheiden. 21 Dies bestätigt sich auch, wenn man sich auf jene VOX-Datensätze bezieht, bei denen nach der Berufstätigkeit gefragt wurde. Sowohl bei den niedrigen Angestellten, wie auch bei den Fabrikarbeitern machte der Anteil der unqualifizierten Personen mehr als 80% aus. 43 4. Empirischer Teil Im folgenden Abschnitt werden die zuvor aufgeführten Hypothesen anhand quantita- tiver Verfahren getestet. Zuerst wird auf die Polarisierungsentwicklungen auf der eli- tären Ebene eingegangen (Abschnitt 4.1), bevor die Veränderungen der gesell- schaftsinternen Konflikte aufgegriffen werden (Abschnitt 4.2). Im dritten Teil wird die Interaktion zwischen der elitären und der gesellschaftlichen Ebene thematisiert (Ab- schnitt 4.3). Abschnitt 4.4 fasst die Ergebnisse abschliessend zusammen. 4.1 Ebene der Eliten Um das theoretische Konstrukt der Konkordanz im Kontext eidgenössischer Volks- abstimmungen zu operationalisieren, bedient sich diese Arbeit der jeweiligen Partei- parolen der Bundesratsparteien FDP, CVP, SVP und SP. Alternativ wird der Konsens auf der elitären Ebene auch anhand der Geschlossenheit im Nationalrat gemessen.22 Die Daten zu den Parolen der Bundesratsparteien und der Geschlossenheit des Na- tionalrats entstammen jeweils der Online-Datenbank swissvotes.ch.23 4.1.1 Wirtschaft und Soziales Ein Blick auf Tabelle 5 verdeutlicht, dass bei Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungs- vorlagen ein Konsens der Bundesratsparteien eher die Ausnahme statt die Regel ist. Nur in drei von insgesamt 19 Vorlagen waren sich alle vier Parteien hinsichtlich ihrer Abstimmungsparole einig. In allen restlichen 16 Vorlagen ergab sich ein konstantes Bild: die SP scherte aus dem Parteienkonsens aus und ging in die Opposition gegen die bürgerlichen Parteien.24 Diese Zweiteilung in ein linkes und ein bürgerliches La- ger blieb bei Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsthemen über die Jahrtausend- wende hinweg bedeutend. Die SP scheint ihrer Tradition als Vertreterin eines starken 22 Die nationalrätliche Geschlossenheit wird errechnet, indem die Stimmenzahl der Mehrheit durch die Anzahl aller abgegebenen Stimmen dividiert wird. 23 Année Politique Suisse / www.swissvotes.ch (2012): Datensatz der eidgenössischen Volksabstimmungen ab 1848. Bern: Institut für Politikwissenschaft, Version vom 20.1.2012, URL: http://www.swissvotes.ch. 24 Einzig bei der Vorlage Nr. 7 (BG Arbeit, Industrie und Gewerbe, 1996) gesellte sich zur SP auch die CVP in die Oppositionsrolle. Mit der FDP und der SVP gab es mit den damaligen Kräfteverhältnissen jedoch immer noch eine bürgerliche Mehrheit. Ausserdem gaben nicht weniger als 12 CVP-Kantonalsektionen eine divergierende Parole heraus (Bolliger 2010a). 44 Sozialstaats weiterhin treu zu bleiben. Diese Erkenntnis bestätigt sich auch bei der Betrachtung der Nationalratsabstimmungen zu den einzelnen Vorlagen. Bis in die heutige Zeit umfasst die nationalrätliche Geschlossenheit meist weniger als 70%. Korreliert man diese Geschlossenheit mit den jeweiligen Jahreszahlen der Abstim- mungen ergibt sich eine Korrelation von r=-0.22. Der Zusammenhang ist zwar schwach. Aufgrund des negativen Vorzeichens kann von einer funktionierenden Konkordanz im Nationalrat aber zweifellos nicht ausgegangen werden. Die elitäre Ebene im wirtschafts- und sozialpolitischen Bereich war und ist weiterhin durch die Polarisierung zwischen links und rechts gekennzeichnet. Tabelle 5: Entwicklung des Parteienkonsenses bei Volksabstimmungen im Bereich Wirtschaft und Soziales Nr. Jahr SP in Opposition Konsens im NR (%) Nr. Jahr SP in Opposition Konsens im NR (%) 1 1985 X 66 11 2000 X 62 2 1988 X 76 12 2000 X 62 3 1988 X 68 13 2002 X 70 4 1993 X 92 14 2002 X 66 5 1995 84 15 2004 X 60 6 1995 X 71 16 2004 75 7 1996 X 53 17 2005 X 63 8 1997 X 62 18 2006 X 67 9 1998 X 62 19 2008 X 68 10 1998 92 4.1.2 Migration Blickt man in gleicher Weise auf den Themenbereich der Migrationspolitik, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Aus Tabelle 6 geht hervor, dass die oppositionellen Lager- bildungen nicht gleich blieben. War es in den 80er und 90er Jahren ausschliesslich die SP, welche mit ihrer liberalen Migrationspolitik abweichende Positionen einnahm, übernahm diese Rolle zuletzt vermehrt die auf eine restriktivere Politik ausgerichtete SVP. Seit 2000 scherte sie mitunter durch eigene Volksinitiativen sechsmal aus dem Parteienkonsens aus. Auch wenn aufgrund der SP schon früher bei ausländerpoliti- schen Vorlagen eine gescheiterte Konkordanz beobachtbar war, lässt sich damit dennoch aus mehreren Gründen eine Zunahme der Polarisierung auf elitärer Ebene feststellen: Erstens ergab sich mit der plötzlichen Oppositionsstrategie der SVP ein neues, bisher unbekanntes Bild der parteilichen Gegenüberstellung. An die Stelle 45 eines harmonischen Bürgerblocks, der geeint gegen die Linke kämpft, trat neu eine Mitte-Links-Koalition mit der SVP als Gegenpol. Zweitens stellt es in der Geschichte der Schweizer Politik ein Novum dar, dass mit der SVP eine etablierte bürgerliche Partei primär das Instrument der Volksinitiative verwendet, um seine Forderungen durchzubringen. Dies im Gegensatz zu früher, als Initiativen in der Ausländerpolitik vorwiegend von Rechtsaussenparteien ausgingen (vgl. Romano 1998: 156). Drittens lässt sich die zunehmende Polarisierung anhand des Nationalrats empirisch be- obachten. Eine Ratsgeschlossenheit von mehr als 90% hat sich in den letzten Jahren nie mehr eingestellt. Betrachtet man letztlich die Parolen der Bundesratsparteien, ist das Fazit noch eindeutiger: Einheitliche Parolen beobachtet man nur in den 80er und 90er Jahren. Seit 1994 wich immer mindestens eine Partei davon ab. Tabelle 6: Entwicklung des Parteienkonsenses bei Volksabstimmungen im Bereich Migration Nr. Jahr SP in Opposit. SVP in Opposit. Konsens im NR (%) Nr. Jahr SP in Opposit. SVP in Opposit. Konsens im NR (%) 21 1987 X 69 30 2000 X 91 22 1987 X 71 31 2002 X 76 23 1989 98 32 2004 X 77 24 1994 88 33 2004 X 79 25 1994 90 34 2006 X 62 26 1994 X 69 35 2006 X 61 27 1996 X 79 36 2008 X 65 28 1999 X 66 37 2009 X 72 29 1999 X 66 Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl bei Arbeitsmarkt- und Sozialversi- cherungs- wie auch bei Migrationsvorlagen im Zeitraum von 1985 bis 2009 selten eine funktionierende Konkordanz erkennbar war. Die empirischen Befunde im erste- ren Politikbereich dürfen jedoch nicht überinterpretiert werden. Die Opposition zwi- schen dem linken und dem bürgerlichen Lager stellt eine Konstante in der Schweizer Parteiengeschichte dar, die sich insbesondere bei sozialstaatlichen Fragen zeigt. Stärker ins Auge fallen jedoch die Veränderungen im Bereich der Migrationspolitik. Die Oppositionsrolle der SVP ist ein neues Phänomen und kann als Indikator für eine zunehmende kulturelle Polarisierung auf der elitären Ebene interpretiert werden. 46 4.2 Ebene der Stimmbürger/innen Um die Stärke sowie die Entwicklung der Cleavages zu analysieren, wird im Folgen- den auf die Individualdaten der VOX-Umfragen zurückgegriffen. Das Kapitel unter- scheidet wiederum zwischen den Bereichen Wirtschaft/Soziales und Migration. 4.2.1 Wirtschaft und Soziales Tabelle 7 verschafft einen Überblick der Cleavage-Intensitäten bei den Arbeitsmarkt- und Sozialversicherungsvorlagen im Gesamtzeitraum von 1985-2008. Geschätzt wurde jeweils der Einfluss der vier Cleavage-Variablen auf die Wahrscheinlichkeit einem starken Sozialstaat zuzustimmen.25 Auf individueller Ebene wurde für das Al- ter und das Geschlecht kontrolliert. Gleichzeitig stellt das Modell auch die Abhängig- keit der Fälle innerhalb einer Abstimmung in Rechnung. Tabelle 7: Einfluss der Cleavage-Variablen auf die Zustimmung für einen starken Sozialstaat (1985-2008) y = Zustimmung für einen starken Sozialstaat Koef. Koef. Koef. Koef. dy/dx Konstante -.356* (.16) -1.593*** (.329) .031 (.183) -1.24*** (.347) Individuelle Faktoren katholisch -.063 (.048) -.063 (.048) -.015 (.012) Westschweizer/in .605*** (.055) .605*** (.055) .149*** (.014) Tessiner/in .727*** (.114) .726*** (.114) .179*** (.028) ländliche Wohnregion -.103* (.049) -.102* (.049) -.025* (.012) oblig. Schule oder Berufslehre .153** (.048) .153** (.048) .037** (.012) männlich -.12* (.046) -.119* (.046) -.029* (.011) Alter -.01*** (.001) -.01*** (.001) -.003*** (.0003) Kontextuelle Faktoren Konsens im Nationalrat (%) .033*** (.007) .034*** (.008) .008*** (.002) SP in Opposition -.73* (.365) -.719+ (.375) -.177+ (.092) Kontextuelle Varianz -2x log likelihood .653*** (.115) 11417.518 .426*** (.076) 11403.31 .667*** (.117) 11198.9732 .437*** (.078) 11184.936 N / n: 8966 / 17 *=p

    Grösse: 2 MB

    Erstellungsdatum: 05.08.2014

    pdf

Zeige Ergebnisse 131 bis 140 von 163.

  • …
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
Universität Luzern

Universität Luzern
Frohburgstrasse 3
Postfach
6002 Luzern

T +41 41 229 50 00

Kontakt
Lageplan

  • Facebook
  • Twitter
  • YouTube
  • Instagram
  • LinkedIn
  • TikTok
  • Bluesky
    • Schulklassen und Lehrpersonen
    • Studieninteressierte
    • Studierende
    • Forschende
    • Mitarbeitende
    • Alumni
    • Stellensuchende
    • Förderer
    • Medien
    • Bibliothek
    • Hochschulsport
    • Mensa
    • Online-Shop
    • Studiladen & Café «Baloo»
    • Kindertagesstätte
    • Vorlesungsverzeichnis
    • Uniportal
    • Follow-Me-Printing­ ­(nur Uni/ZHB-Standorte)
    • StudMAIL
    • OLAT
swissuniversities
  • Impressum und Datenschutz
  • Inhaltsverzeichnis
  • DE Sprachmenü öffnen, um die Sprache zu ändern
  • EN Sprache auf Englisch umschalten
Uni-Tools Links auf Portalseiten der Uni @todo: wording
  • Schulklassen und Lehrpersonen
  • Studien­interessierte
  • Studierende
  • Forschende
  • Mitarbeitende
  • Alumni
  • Stellensuchende
  • Förderer
  • Medien
  • Personen
  • Projekte & Publikationen
  • Studiengänge Bachelor
  • Studiengänge Master
  • News
  • Agenda
  • Magazin
  • Kontakt
  • Studium Zeige das Studium Untermenü
    • Studieren in Luzern
    • Studien­angebot
    • Infoveranstaltungen
    • Schnupper- und Förderangebote
    • Anmeldung und Zulassung
    • Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Reglemente
    • Termine und Informationen
    • Beratung
    • Mobilität
  • Weiterbildung Zeige das Weiterbildung Untermenü
    • Übersicht
    • Theologische Fakultät
    • Kultur- und Sozial­wissenschaftliche Fakultät
    • Rechts­wissenschaftliche Fakultät
    • Wirtschafts­wissenschaftliche Fakultät
    • Fakultät für Gesundheits­wissenschaften und Medizin
    • Fakultät für Verhaltenswissenschaften und Psychologie
    • Weiterbildungsakademie
  • Forschung Zeige das Forschung Untermenü
    • Übersicht
    • Forschung in Luzern
    • Förderung und Finanzierung
    • Wissenschaftliche Integrität und Forschungsethik
    • Open Science und Forschungsdaten
  • Campus Zeige das Campus Untermenü
    • Bibliothek
    • Career Services
    • Gesundheitswoche
    • Beratung und Seelsorge
    • Informatik
    • Krankenversicherung
    • Kultur
    • Mensa
    • Sport
    • Sprachkurse
    • Studentische Organisationen
    • Studiladen & Café «Baloo»
    • Online-Shop
    • Wohnen
    • Homecoming Party
    • Uni/PH-Gebäude
    • Uni für alle
  • Universität Zeige das Universität Untermenü
    • Porträt
    • Organe und Vertretungen
    • Akademien
    • Institute mit externer Trägerschaft
    • Dienste
    • Kommissionen
    • Förderung
    • Reglemente und Weisungen
  • Fakultäten Zeige das Fakultäten Untermenü
    • Theologische Fakultät
    • Kultur- und Sozial­­wissenschaftliche Fakultät
    • Rechtswissenschaftliche Fakultät
    • Wirtschafts­wissenschaftliche Fakultät
    • Fakultät für Gesundheits­­wissenschaften und Medizin
    • Fakultät für Verhaltens­wissen­schaften und Psychologie
  • International Zeige das International Untermenü
    • Übersicht
    • News
    • Veranstaltungen
    • Internationale Kooperationen
    • Mobilität
    • Strategie
    • Internationale Studierende
    • Internationale Forschende
    • Internationale Forschungsförderung
  • News
  • Agenda
  • Magazin
  • Kontakt

Letzte Suchen

Sie haben noch keine Suche getätigt.

Die Uni für…

  • Schulklassen und Lehrpersonen

  • Studien­interessierte

  • Studierende

  • Forschende

  • Mitarbeitende

  • Alumni

  • Stellensuchende

  • Förderer

  • Medien

Beliebte Inhalte

  • Vorlesungsverzeichnis

  • Bibliothek

  • Sportangebot

  • Menuplan Mensa

  • Anmeldung und Zulassung

Suchvorschläge

    Inhalte

      Uni-Tools

      (externe Websites)

      • Vorlesungsverzeichnis
      • UniPortal
      • StudMAIL
      • Webmail Ma
      • OLAT
      • SWITCHfilesender
      • SWITCHdrive
      • SWITCHtube
      • Follow-me-Print (nur Uni-Standorte)

      Service

      • Über «cogito»
      • PDF und Archiv
      • Newsletter
      • Printabo
      • Inserieren
      • Impressum
      • Kontakt
      • Extra