Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Politikwissenschaftliches Seminar Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS HERBSTSEMESTER 2009 INFORMATION 3 Inhaltsverzeichnis Adressen ................................................................................................................................. 4 Termine ................................................................................................................................... 5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitk: ................................................. 8 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen .............................................................................. 9 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen......................................................... 11 Modul Weltgesellschaft...................................................................................................... 11 Modul Weltpolitik ............................................................................................................... 21 Modulübergreifende Veranstaltung ................................................................................... 36 Modul Forschung-Praxis-Methoden .................................................................................. 37 4 5 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Hirschmattstrasse 25 Postanschrift Postfach 7992, 6000 Luzern 7 E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/polsem Telefon 041 228 74 00 Fax 041 228 70 92 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 511 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 228 74 00 Studienberatung Michael Buess, B.A. Büro 510 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 228 78 76 Leitung Studiengang Prof. Dr. Sandra Lavenex Büro 504 E-Mail: sandra.lavenex@unilu.ch 041 228 77 46 Professur für Internationale Beziehungen und Global Governance beteiligte Seminare KSF Politikwissenschaftliches Seminar E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 228 74 00 Kultur- und Sozialanthropologisches Seminar E-Mail: ksasem@unilu.ch Luzia Weber 041 228 70 73 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 228 62 00 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 228 57 91 Termine Herbstsemester 2009 Lehrveranstaltungen 14. September bis 18. Dezember 2009 Ausfall der Vorlesungen: Do. 1. Oktober Dies academicus Fr 2. Oktober St. Leodegar (städtischer Feiertag) Di 8. Dezember Maria Empfängnis Frühjahrssemester 2010 Lehrveranstaltungen 22. Februar – 4. Juni 2010 Anmeldung Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter http://www.unilu.ch/deu/pruefungen_3214.aspx publiziert. 6 7 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Profil des Studiengangs Der Studiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik“ vermittelt umfassende und fundierte Kenntnisse über Formen globaler Vergesellschaftung und ihre politische und rechtliche Gestaltung. Es ist interdisziplinär ausgerichtet und kombiniert die soziologische, kultur- und sozialanthropologische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Angebote aus diesen vier Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesellschaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Vernetzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben ihren integrativen Tendenzen ist die Weltgesellschaft aber auch von Konflikt und gewalttätigen Auseinandersetzungen geprägt, welche unterschiedliche Formen der politischen und rechtlichen Bearbeitung finden. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, internatonale Organisationen und Regime, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Es setzt seinen Schwerpunkt auf die Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf die Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteure sowie auf die Inhalte der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst die rechtlichen Aspekte zunehmender internationaler Institutionalisierung mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln und praktische Problemstellungen zu lösen. Aufbauend auf der Vermittlung methodischer Grundlagen bietet das Forschungs-Praxis-Modul zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Entweder im Rahmen von Veranstaltungen, die zur empirischen Bearbeitung aktueller Themen anleiten, durch wissenschaftliche Workshops, die auch Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder auf der Grundlage eines Praktikums mit anschliessender Auswertung. Ein Praktikum kann in Forschungsprojekten (an der Universität Luzern oder andernorts), in Verbänden und Parteien oder in Non Profit-Organisationen (zum Beispiel NGOs) auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene absolviert werden. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausgezeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. Das Studium umfasst insgesamt 120 Credit Points (CP) gemäss ECTS. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester; ein Teilzeit-Studium von entsprechend längerer Dauer ist möglich. Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für das Masterstudienprogramm Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP in einer dieser Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Gesellschafts- und Kommunikations- wissenschaften, oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrs- semester. Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Schwerpunkts Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Politikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunktsetzungen verfolgt werden, die wesentlich für die Persönlichkeits- und für die fachliche Entwicklung sind. Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: http://www.unilu.ch/deu/programm-weltgesellschaft-und-weltpolitik_330454.aspx 8 9 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik Art der Veranstaltung Beschreibung CP Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der Studien- und Prüfungsordnung vom 15. März 2006, 2. Revision sowie auf die entsprechenden Wegleitungen (download unter www.unilu.ch/ksf). Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen A n r e c h e n b a r f ü r M a s t e r m o d u l W e l t g e s e l l s c h a f t “ Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Stichweh: Theorie der Weltgesellschaft Di 10.15 – 12.00 VL Tyrell: Weltreligionen Blockveranstaltung HS Heintz: Interaktion und Weltgesellschaft Blockveranstaltung HS Helbling: Haushalte, Äcker, Märkte Mi 10.15 – 12.00 HS Langenohl: Soziologie der Finanzmärkte Mo 13.15 – 17.00, 14-tägig HS Ziegert: Wold Society and Its Law – Connections and Comparisions of Law and Development Worldwide Do 10.15 – 12.00 MAS Behloul: Islam goes West: Muslim Tradition in der westlichen Diaspora Do 13.15 – 15.00 MAS Bohn/Volkenandt: Kunst als Welterzegung und die Weltkunst Blockveranstaltung MAS Holzer: Politik und Recht in der Weltgesellschaft Blockveranstaltung A n r e c h e n b a r f ü r M a s t e r m o d u l W e l t p o l i t i k “ Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Caroni: Migrationsrecht Di 13.15 – 15.00 VL Caroni: Public International Law Di 15.15 – 17.00 VL Egli: Einführung in den Rechtspluralismus Di 17.15 – 19.00 VL Heselhaus: European Competition Law and the International Legal Order Mo 10.15 – 12.00 VL Lavenex: Von den internationalen Beziehungen zur Global Governance Mi 10.15 – 12.00 VL Mattioli: Nationbuilding. Der Weg zum Europa der Nationen 1780 – 1940 Do 15.15 – 17.00 VL Morawa: Introduction to the Methods of Comparative Law: Disputes and their Resolution Di 10.15 – 12.00 VL Morawa: Ethnic Relations Law from a Comparative Perspective Do 13.15 - 17.00 HS Blatter: Assessing Democracies I Mi 17.15 – 19.00 HS Héritier: Theories and Empirics of the Public Policy Process Blockveranstaltung HS Rixen: Vergleichende und internationale Steuerpolitik Blockveranstaltung MAS Caroni/Lavenex: Internationale Migration im politisch- rechtlichen Spannungsfeld Mi 13.15 – 15.00 MAS Blatter: Glocalization – International activities of European and North American cities and regions Di 17.15 – 19.00 10 11 M o d u l ü b e r g r e i f e n d e V e r a n s t a l t u n g Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit KOL Stichweh: Master- und Doktorierendenkolloquium Weltgesellschaft und Weltpolitik Mi 15.15 – 17.00 A n r e c h e n b a r f ü r M a s t e r m o d u l F o r s c h u n g - P r a x i s - M e t h o d e n “ Veran- staltung Dozent/in: Titel Zeit VL Diaz-Bone: Statistik für Fortgeschrittene Mi 15.15 – 17.00 HS Huser: Statistik für Fortgeschrittene – Gr. 1 Mo 08.15 – 10.00 HS Huser: Statistik für Fortgeschrittene – Gr. 2 Mo 10.15 – 12.00 HS Huser: Statistik für Fortgeschrittene – Gr. 3 Mo 13.15 – 15.00 MAS Diaz-Bone: Sozialwissenschaftliche Netzwerkanalyse I Do 13.15 – 15.00 MAS Diaz-Bone/Kirchschlager: Begleitveranstaltung zum Praktikum im Mastermodul Do 17.15 – 19.00, 14-tägig MAS Manderscheid: Länder vergleichen – Methoden der international vergleichenden Sozialforschung Do 15.15 – 17.00 MAS Raab: Qualitative Dateninterpretation: Sequenzanalyse Mo 15.15 – 17.00 KOL Diaz-Bone: Masterkolloquium Methoden Do 17.15 – 19.00, 14-tägig Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Masterkolloquium Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Theorie der Weltgesellschaft Dozent/in: Prof. Dr. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 15.09.2009 LOE, U 1.05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung diskutiert empirisches Material und Begriffs- und Theorieentscheidungen, die für die Arbeit an einer Theorie der Weltgesellschaft, als eines globalen sozialen Systems, wichtig sind. Zu den behandelten Themen gehören: Weltgesellschaftstheorie und evolutionäre Theorie Selbstbeschreibung und Selbstbeobachtung Geschichte der Weltgesellschaft Theorie der Systembildung: Der Variantenreichtum der Strukturbildung im System der Weltgesellschaft Komplexitätstheorie und Netzwerktheorie Techniken des Verkehrs und Techniken der Kommunikation Ereignisse und Weltereignisse Homogenisierung und/oder Diversität im System der Weltgesellschaft Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete Prüfung / 2 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: Sekretariat Prof. Stichweh, marta.waser@unilu.ch, Tel. 041/228 72 92 Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur - Heintz, B. et al., Weltgesellschaft. Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen, 2005 - Meyer, J.W., Weltkultur, 2005 - Rossi, I., Frontiers of Globalization Research, 2007 - Stichweh, R., Die Weltgesellschaft, 2000 12 13 Weltreligionen Dozent/in: Prof. Dr. em. Hartmann Tyrell Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 18.09.2009, 12.15 - 14.00 STK, SK 1 Fr, 09.10.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 09.10.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 10.10.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 10.10.2009, 13.15 - 16.00, Fr, 06.11.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 06.11.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 07.11.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 07.11.2009, 13.15 - 16.00 STK, SK 1 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Während man von der Weltwirtschaft’ / dem Weltmarkt’ oder auch der Weltwissenschaft’ ohne Bedenken im Singular sprechen kann, fallen die Weltreligionen“ oder – anders akzentuiert – die Religionen der Welt“ nur im Plural an. Die Weltreligionen ziehen in letzter Zeit wieder ein deutlich verstärktes Interesse auf sich – bis hin etwa zu der großformatigen, 2007 erfolgten Gründung eines Verlags der Weltreligionen“ (Frankfurt/M. / Leipzig). Die geplante Vorlesung nimmt dieses verstärkte Interesse gerne auf. Zugleich aber schließt sie an an die klassische mit den Weltreligionen befasst Tradition der Soziologie, für die insbes. Max Weber steht; auch hat sie die aktuellen Debatten im Blick, denen es u.a. um die Erfindung’ oder Konstruktion’ der Weltreligionen geht. Der konzeptionelle Rahmen der Vorlesung ist – auf die Weltgesellschaft hin – ein diffnzierungstheoretischer. Unvermeidlich ist es dabei, vor allem dem Verhältnis von Religion und Politik Rechnung zu tragen. Die Vorlesung gliedert sich in vier Teile. Sie ist im ersten Teil einerseits mit begrifflichen und begriffsgeschichtlichen Problemen befasst; nicht zuletzt wendet sie sich der sozialen Konstruktion’ der Weltreligionen im langen 19. Jahrhundert’ zu, um 1900 gibt es dann - zumindest in der weltweiten Wirklichkeit von Europäern und als Einheit genommen - den Buddhismus“, den Islam“ usw. Andererseits muss es, was den Kern der Begrifflichkeit angeht, um religiösen Universalismus gehen, also um Religionen, die ihre Heils- und Glaubensangebote bzw. Gebote (politisch grenzüberschreitend) an tendenziell alle Menschen adressieren. Der zweite Teil wendet sich dann historisch des Näheren den Religionen zu, die gemeinhin als Weltreligionen gelten. Dabei richtet sich der Blick gleichermaßen auf ihre hochkulturellen’ (heute gern: achsenzeitlichen’) Entstehungsbedingungen wie ihre sozialorganisatorische Verfasstheit. So sehr die besagten Weltreligionen (Buddhismus, Hinduismus, Christentum, Islam u.a.) in bestimmten Regionen der Welt beheimatet’ sind, so sehr sind sie doch auch in Bewegung und so wenig gegeneinander berührungslos. Eine klassische Region, was die Berührung so gut wie die Bewegung angeht, stellt etwa die Seidenstraße dar. Die sozialen Bedingungen für encounters’, für wechselseitige Beobachtung und Konkurrenz unter den Weltreligionen ändern sich dramatisch im Zuge des wachsenden Weltverkehrs’ des 19. Jahrhunderts, nicht zuletzt infolge eines Schubes an christlicher Weltmission’, protestantischerseits organisiert von privaten Missionsgesellschaften. Dem wendet sich der dritte Teil der Vorlesung zu, deren nun Akzent auf der sich herstellenden Weltgesellschaft liegt. Um es mit Joseph Ratzinger (1965), dem jetzigen Papst, zu sagen: Zu en kennzeichnendsten Tatbeständen unserer Zeit gehört (…) ohne Zweifel die zunehmende Vereinigung der bisher plural gebauten menschlichen Geschichte zu einem einzigen Geschichtsraum, in dem die ganze Menschheit gleichsam miteinander kommuniziert.“ Der vierte Teil der Vorlesung schließlich ist mit der aktuellen weltreligiösen Lage befasst, mit ihrer zunehmenden Diversität, mit ihren Hauptakteuren’, mit Fragen von Koexistenz und Konflikt, von Mission (etwa der Pfingstkirchen) und Migration. Die systematische Frage ist notwendig auch, ob bzw. inwieweit heute von einem religiösen Funktionssystem der Weltgesellschaft die Rede sein kann. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Unbenotete Prüfung / 2 TF, Religionslehre: Unbenotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: wird zu Beginn der Vorlesung mitgeteilt! Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: wird zu Beginn der Vorlesung zugänglich gemacht! Literatur - Max Weber, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I, II, III. Tübingen 1920; - Peter Beyer, Religions in Global Society. London u. New York 2006. 14 15 Soziologie der Finanzmärkte Dozent/in: PD Dr. Andreas Langenohl Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Mo, 13.15 - 17.00, ab 21.09.2009, LOE, U 1.03 14-täglich Mo, 13.15 - 17.00, ab 19.10.2009 PFI, HS 4 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Soziologie der Finanzmärkte ist eine noch junge Forschungsrichtung. Sie steht unter dem direkten Einfluss folgender sozialwissenschaftlicher und im engeren Sinne soziologischer Strömungen: politische Ökonomie; Kommunikationstheorie, insbesondere Zeichen- und Systemtheorie; Wirtschaftssoziologie; und Science and Technology Studies. Gleichzeitig werden in der Soziologie der Finanzmärkte auch grundsätzliche Fragen soziologischer Theorie verhandelt. In der Veranstaltung werden diese Bezugspunkte anhand paradigmatischer Texte aufgezeigt und gegenwärtige Ansätze und Fragen in der Soziologie der Finanzmärkte diskutiert. Dazu gehören die technologische Verfasstheit der Finanzmärkte und ihre Wechselwirkung mit Interaktionsformen, die soziale Natur des finanzökonomischen Preis-Zeichens, die Kommunikation von Risiko an den Finanzmärkten, Möglichkeiten und Grenzen finanzwirtschaftlicher Professionalität und die Frage, ob die Soziologie der Finanzmärkte eine Unterdisziplin der Wirtschaftssoziologie oder ein eigenständiges Paradigma ist. Das Hauptseminar basiert auf der Arbeitsform eines Lektürekurses: Die Teilnehmenden senden drei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung zweiseitige Exzerpte der zu besprechenden Texte an den Veranstalter, auf deren Grundlage dann die Diskussion gestaltet wird. Die Exzerpte bilden die Grundlage für die Leistungsbeurteilung. Voraussetzungen: Grundkenntnisse in der zeitgenössischen soziologischen Theorie. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Exzerpte / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: andreas.langenohl@uni-konstanz.de Hinweise: Studienleistungen: mindestens neun Exzerpte der im Seminar zu besprechenden Texte im Umfang von je 2 Seiten, die spätestens drei Tage vor der jeweiligen Veranstaltung an den Veranstalter unter seiner Email- Adresse zu senden sind, sowie nach Ende der Veranstaltung eine Einleitung zu dieser Exzerptesammlung im Umfang von 4 Seiten. Literatur Der Seminarplan wird rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung bekanntgegeben. Einführend: Knorr Cetina, Karin (2007): Economic Sociology and the Sociology of Finance. In: Economic Sociology_the European Economic Newsletter 8. 3. 4-10. Interaktion und Weltgesellschaft Dozent/in: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Fr, 18.09.2009, 10.15 - 12.00 PFI, HS 3 Fr, 30.10.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 30.10.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 31.10.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 31.10.2009, 13.15 - 16.00, Fr, 27.11.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 27.11.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 28.11.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 28.11.2009, 13.15 - 16.00 PFI, HS 3 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Weltgesellschaftsforschung beschreibt Globalisierungsphänomene auf einer primär makrosoziologischen bzw. gesellschaftstheoretischen Ebene, während die Mikrosoziologie (Goffman, Ethnomethodologie, Sozialphänomenologie) für die Erforschung globaler Phänomene als weitgehend irrelevant angesehen wird. Diese Leerstelle ist umso erstaunlicher, als Interaktionen für den Aufbau globaler Strukturen eine offenkundig entscheidende Rolle spielen. Obschon Kommunikationstechnologien zur Verfügung stehen, die eine zeitgleiche Kommunikation zwischen Abwesenden erlauben (chats, Videokonferenzen etc.), scheinen persönliche Begegnungen nach wie vor eine nicht- substituierbare Kommunikationsform zu sein. Man denke etwa an UN- Weltkonferenzen, internationale Kongresse, Biennalen, Weltbischofssynoden, aber auch an die intensive Reisetätigkeit von Politikern und Managern. Das Seminar befasst sich mit der Bedeutung (globaler) Interaktionen für den Aufbau und die Stabilisierung globaler Strukturen. In einem ersten grundbegrifflichen Teil wird der Begriff der (globalen) Interaktion geklärt und von anderen Strukturformen (Organisationen, Netzwerke, Funktionssysteme) abgegrenzt. In einem zweiten empirisch ausgerichteten Teil soll anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Funktionssystemen (UN-Weltkonferenzen, Biennalen, globales Management, transnationale Schiedsgerichte etc.) diskutiert werden, unter welchen Bedingungen Interaktionen eine unverzichtbare Kommunikationsform darstellen. In einem dritten Teil wird auf der Basis dieser Beispiele diskutiert, weshalb der Kommunikation unter Anwesenden“ gerade unter weltgesellschaftlichen Bedingungen eine besondere Bedeutung zukommt und über welche strukturellen Arrangements die Probleme interkultureller Kommunikation überwunden werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: bettina.heintz@uni-bielefeld.de Literatur - Boden, Deirde and Molotch, H. The compulsion to proximity, in: R. Friedland and D. Boden(Hrsg.) Nowhere. Space, time and modernity. Berkeley: University of California Press 1994, 257-286 - Heintz, Bettina, Soziale und funktionale Differenzierung. Überlegungen zu einer Interaktionstheorie der Weltgesellschaft, in: Rudolf Stichweh u.a.. (Hrsg.) 2007, Zehn Jahre danach. Niklas Luhmanns Die Gesellschaft der Gesellschaft“, Sonderband Soziale Systeme“, 13, 1/2, Stuttgart: Lucius&Lucius, S. 343-356 - Knorr Cetina, Karin, Urs Brügger, Global Microstructures: The Virtual Societies of Financial Markets, in: American Journal of Sociology, 2002, 107, 4, S. 905-950 - Luhmann, Niklas, Interaktion, Organisation, Gesellschaft, in: Ders., Soziologische Aufklärung, Band 2, Westdeutscher Verlag: Opladen 1995, S. 9 – 20 - Stichweh, Rudolf, Zur Soziologie des Weltereignisses, in: Nacke, Stefan, Rene Unkelbach, Tobias Werron (Hrsg.), Weltereignisse. Theoretische und empirische Perspektiven, Wiesbaden: VS Verlag 2008, S. 17-40 16 17 Haushalte, Äcker, Märkte: Themen einer Ethnologie des Kleinbauerntums Dozent/in: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Kultur- und Sozialanthropologie Termine: Wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 16.09.2009 STK, SK505 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar thematisiert Themen, Modelle und Theorien, welche die Ethnologie zur Analyse von Kleinbauern entwickelt hat, welche immer noch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung in weniger industrialisierten Ländern ausmachen. Das Seminar stellt verschiedene Modelle von Produktionsstrategien bäuerlicher Haushalte zur Diskussion: Maximierung des Betriebsgewinns, der Lebensqualität (Chayanow) oder Risikominimierung. Anschliessend werden wir uns mit Eigenschaften von kleinbäuerlichen Haushalten beschäftigen: u.a. mit ihrer Ausstattung mit Land, Kapital und Arbeitskräften sowie mit dem Umstand, dass sie gleichzeitig Produktions- und Konsumtionseinheiten sind. Diese Eigenschaften bestimmen sowohl die Produktions- als auch die Reproduktionsstrategien von Haushalten. Als nächstes kommt der Zusammenhang von Eigentumsverhältnissen und der Modalität der Landnutzung zur Sprache, der anhand der ”Tragödie der Allmende” (Hardin) thematisiert wird. Daran schliesst sich die Diskussion des Zusammenhangs zwischen Bevölkerungszunahme und Produktionsintensivierung an (Boserup). Den Abschluss des Seminars bildet der Komplex: Subsistenz- und Marktproduktion. Marktteilnahme steigert die Produktivität von Bauernhaushalten (über Arbeitsteilung); gleichzeitig kommen zu den Umweltrisiken neue Risiken in Form einer Variation von Marktpreisen hinzu. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Präsentation mit 10 seitigem Handout) / 4 Kontakt: juerg.helbling@unilu.ch Literatur - Ellis, Frank (2003) Peasant economics. Cambridge: Cambridge University Press. - Netting, Robert (1993) Smallholders, householders. Standford: Standford University Press. World Society and Its Law – Connections and Comparisons of Law and Development Worldwide Dozent/in: Prof. Dr. Klaus Alexander Ziegert Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 17.09.2009 PIL, P2 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Veranstaltung richtet sich als Hauptseminar / Masterseminar an Studierende der Soziologie, aber auch der Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft. Ausgehend von der Theorie der Weltgesellschaft wird in einzelnen Seminarbeiträgen die Wirkung des Rechts auf Wirtschaft und Politik in entwickelten und Entwicklungsländern verglichen und daran Grundlagen für die Einschätzung des Rechts als Produktivfaktor in der nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft erarbeitet. Neben dieser inhaltlichen Festlegung dient die Veranstaltung aber auch insbesondere der praktischen Einübung von wissenschaftlichen Darstellungen in englischer Sprache und Schrift. This seminar addresses mainly students of sociology but also those of political science, economics and law, and has two aims: 1) The seminar will conduct research in the area of law and development. Based on the theory of world society, the individual contributions of the seminar will assess the impact of law on families, economics and politics, etc. in selected cases of developed and developing countries. In turn, a comparison of these cases will allow to asses the role which law has played or could play as a productive force in a sustainable development of populations in respective countries and/or regions. 2) The seminar is intended to give students an opportunity to practice English in the context of a sociological seminar conducted in English, and in particular, to read and discuss texts written in English and to make their contributions, orally and in writing, in English. Voraussetzungen: Competence to read and understand texts written in English. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: k.ziegert@usyd.edu.au Literatur A selection of basic texts will be provided at the beginning of the semester. 18 19 Islam goes West: Muslim Traditionen in der westlichen Diaspora Dozent/in: Dr. phil., lic. theol. Samuel-Martin Behloul Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: Wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2009, GIB, 010G Wöchentlich Do, 13.15 - 17.00, ab 17.12.2009 PIL, P2 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Muslime in der nicht-muslimischen Diaspora. Das war seit Jahrhunderten eher ein Ausnahmefall. Im christlichen Konstantinopel gab es zwar seit dem Jahr 716 eine Moschee, die vom Kaiser im Einvernehmen zunächst mit den Kalifen von Damaskus, dann denen von Bagdad und später von Kairo betrieben wurde. Auch wurden Regeln entwickelt, wie sich Muslime ausserhalb der Dar al-Islam (Haus des Islam) zu verhalten hätten. Aber der Zustand wurde doch immer nur als ein vorübergehender betrachtet. Inzwischen leben mit geschätzten 22-25 Mil. fast so viele Muslime im Westen (Westeuropa, USA und Kanada) wie in Saudi Arabien (27 Mil.). In den west-europäischen Gesellschaften tritt erst langsam die Tatsache ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, und vor allem der Politik, dass Zuwanderer aus muslimisch geprägten Gesellschaften kein vorübergehendes Gastarbeiterphänomen mehr darstellen. Vor allem in der politischen Öffentlichkeit werden essentialisierende Debatten über die Möglichkeiten einer Eingliederung des Islam in den politisch-normativen Rahmen westlicher Gesellschaften geführt. Die kulturell bedingte Vielfalt muslimisch geprägter Zuwanderer, deren individuell unterschiedliche Identifikationen mit den religiösen und kulturellen Traditionen ihrer Ursprungsländer und nicht zuletzt die Diaspora bedingten Anpassungsprozesse innerhalb dieser Traditionen kommen dabei kaum zur Sprache. Das Ziel des Seminars ist es, mit Hilfe von Einzelreferaten und gemeinsamer Diskussion am Beispiel der muslimischen Diaspora im Westen, der Frage nach organisationellen, rituell-praktischen und theologisch-dogmatischen Veränderungs- und Anpassungsprozessen innerhalb einer Religion unter neuen gesellschaftspolitischen und sozio-kulturellen Bedingungen nachzugehen. Voraussetzungen: BA-Abschluss. Die Teilnahme von fortgeschrittenen Studierenden im BA- Studienprogramm ist möglich, jedoch ohne die Möglichkeit des Erwerbs von ECTS-Punkten. Lernziele: s. kommentieres Vorlesungsverzeichnis Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige, aktive Teilnahme und Referat / 4 schriftliche Hausarbeit / 4 TF, Religionslehre: Bestätigte Teilnahme ohne Evaluation (mit unbenotetem Referat) / 3 Benotete schriftliche Arbeit / 7 Anmeldung: UniPortal Begrenzung: bis 25 Studierende Kontakt: samuel-martin.behloul@unilu.ch Religonswissenschaftliches Seminar, Frau Ch. Waghorn, Kasernenplatz 3, 6000 Luzern 7; Tel.: 041 228 73 88; e-mail: relsem@unilu.ch Hinweise: für MA-Studierende geeignet Material: s. kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Empfohlene Literatur - Vertivec Steven (2004), "Religion and Diaspora", in: Peter Antes/Armin W. Geertz/Randi Warne (eds.): New Approaches to the Study of Religion, Berlin & New York: Verlag de Gruyter, S. 275-304. - Landmann, Nico (2005), "Der Islam in der Diaspora: Europa und Amerika", in: Werner Ende/Udo Steinbach (Hg.): Der Islam der Gegenwart, Bundeszentrale für politische Bildung, C.H. Beck, Bonn, S. 560-612. - Schiffauer, Werner (2004), "Vom Exil- zum Diaspora-Islam. Muslimische Identitäten in Europa", in: Soziale Welt. Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Forschung und Praxis, Heft 4, S. 347-368. Politik und Recht in der Weltgesellschaft Dozent/in: Ph. D. Boris Holzer Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Do, 17.09.2009, 15.15 - 17.00 PIL, P3 Fr, 23.10.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 23.10.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 24.10.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 24.10.2009, 13.15 - 16.00, Fr, 04.12.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 04.12.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 05.12.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 05.12.2009, 13.15 - 16.00 PIL, P4 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Kopplung von Recht und Politik im Rahmen des territorialen Nationalstaats gerät durch die Globalisierung unter Druck. Staatliche Grenzen sind so durchlässig geworden, dass sie nicht nur innerhalb Europas fast bedeutungslos geworden sind, sondern auch in anderen Weltteilen einen erheblichen Teil ihrer ebenso trennenden wie ordnenden Macht eingebüßt haben. Grenzüberschreitende Kontakte und Wechselwirkungen entziehen sich weitgehend einzelstaatlicher Regulierung. Die meisten Staaten sind daher bereits in ein Netz von inter- und supranationalen Regeln, Konventionen, Vereinbarungen und so genannten soft law“- Regulierungen eingebunden, die sie zwar kraft ihrer völkerrechtlichen Handlungsfähigkeit miterzeugt haben, die man aber kaum noch als Ausdruck staatlicher Souveränität auffassen kann. Doch nicht nur die zunehmende transnationale Interdependenz stellt das klassische Modell des souveränen Rechtsstaats in Frage. Hinzu kommt, dass immer häufiger die Beteiligung privater Akteure – von Unternehmen über wissenschaftliche Experten bis zu NGOs – sowohl zur Formulierung als auch zur Durchsetzung von Regeln unumgänglich ist. Ziel des Seminars ist es, derartige Veränderungen in ausgewählten Feldern zu diskutieren und theoretische Interpretationsangebote zu prüfen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Zusätzliche schriftliche, benotete Arbeit / 4 Kontakt: boris.holzer@unilu.ch Literatur - Albert, M. / Stichweh, R. (Hg.): Weltstaat und Weltstaatlichkeit. Beobachtungen globaler politischer Strukturbildung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007. - Djelic, M.-L. / Sahlin-Andersson, K. (Hg.): Transnational Governance: Institutional Dynamics of Regulation. Cambridge: Cambridge University Press 2006. 20 21 Kunst als Welterzeugung und die Weltkunst Dozent/in: Prof. Dr. Cornelia Bohn / PD Dr. Claus Volkenandt Durchführender Fachbereich Soziologie Vorbesprechung: Di, 15.09.2009, 13.15 - 15.00 PIL, P1 Termine: Fr, 06.11.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 06.11.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 07.11.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 07.11.2009, 13.15 - 16.00, Fr, 27.11.2009, 10.15 - 12.00, Fr, 27.11.2009, 13.15 - 17.00, Sa, 28.11.2009, 09.15 - 12.00, Sa, 28.11.2009, 13.15 - 16.00 PIL, P2 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar geht von der in verschiedenen Theorien der Kunst entfalteten These aus, dass Kunst eine Weise der Welterzeugung ist. Es wird darum gehen, welches die der Kunst spezifische Weise der Welterzeugung ist - im Unterschied zu anderen Sinnsystemen. Dieser sinntheoretische Ausgangspunkt wird mit einer gesellschaftstheoretischen Analyse konfrontiert, die Gegenwartsgesellschaft als Weltgesellschaft beschreibt. In der Veranstaltung werden verschiedene kunsttheoretische Positionen rekonstruiert und diskutiert. Ziel ist einerseits die Begegnung von soziologischer und kunsthistorischer Theorie, andererseits eine materialnahe Analyse von Weltgegenwartskunst. Das Seminar ist lektüreintensiv. Vorausgesetzt wird, dass tatsächlich zur Vorbereitung gelesen wird. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: cornelia.bohn@unilu.ch, claus.volkenandt@unibas.ch Material: Seminarapparat und OLAT Literatur Becker, Howard S., Art Worlds (8. Aufl.), Berkeley: California University Press 2008. Boehm, Gottfried: Der stumme Logos, in: Leibhaftige Vernunft. Spuren von Merleau-Pontys Denken, hg. von Alexandre Métraux / Bernhard Waldenfels, München 1986, S. 289-304. Gehlen, Arnold, Zeit-Bilder. Zur Soziologie und Ästhetik der modernen Malerei, [1972], 3. Aufl., Frankfurt a.M.: 1986. Goodman, Nelson, Ways of Worldmaking, Indianapolis: 1978 (Weisen der Welterzeugung, Frankfurt a.M. 1984). Greenberg, Clement, Die Essenz der Moderne (1939-1989), Dresden: Verlag der Kunst 1997. Hahn, Alois, Kunst, Wahrnehmung und Sinndeutung, in: ders., Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte, Frankfurt/M. 2000, S. 407-440. Heinrich, Nathalie, Le triple jeu de l’art contemporain, Paris: Les Editions de Minuit 1998. Luhmann, Niklas, Weltkunst, in: ders., Schriften zu Kunst und Literatur, hg.v. Niels Werber, [1990], Frankfurt/M: Suhrkamp 2008, S. 189-246. Luhmann, Niklas, Schriften zu Kunst und Literatur, hg.v. Niels Werber, Frankfurt/M: 2008. Wellbery, David/Christian Begemann, Kunst - Zeugung - Geburt. Theorien und Metaphern der Kunstproduktion , Freiburg: Rombach 2002. Zijlmans, Kitty; Wilfried van Damme (Hg.): World Art Studies: Exploring Concepts and Approaches, Amsterdam: Valiz. Modul Weltpolitik Einführung in den Rechtspluralismus Dozent/in: Prof. Dr. Werner Egli Durchführender Fachbereich Kultur- und Sozialanthropologie Termine: Wöchentlich Di, 17.15 - 19.00, ab 15.09.2009 LOE, U 1.05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Der Begriff des Rechtspluralismus als Miteinander, Ineinander und Gegeneinander unterschiedlichen Rechts ist schon angesichts der normativen Vielfalt in der kolonialen Situation, noch mehr aber im Hinblick auf die Entwicklung ehemaliger Kolonien zu unabhängigen Staaten ins Bewusstsein der EthnologInnen getreten. Eine systematische Beschäftigung mit Rechtspluralismus begann in den 1980er Jahren, seit den 1990er Jahren ist die empirische Erforschung rechtspluralistischer Verhältnisse Programm. Im ersten Teil der Veranstaltung wird ein einführender Überblick über die Rechtsethnologie gegeben. Der zweite Teil gilt den rezenten Debatten um das Verständnis und die Relevanz von Rechtsplursalismus, die dann im dritten Teil auf Fallbeispiele bezogen werden. Dabei wird auf rechtspluralistische Verhältnisse bei Streitschlichtungsverfahen, bei Eigentums- und Erbrechten sowie bei der Umsetzung internationaler Konventionen zum Schutz der Menschenrechte, der Rechte indigener Gruppen und der Umwelt eingegangen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Unbenotete Prüfung / 2 Kontakt: werner.egli@unilu.ch Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: James M. Donovan, Legal anthropology: an introduction. Lanham, MD, 2007. Sally Falk Moore (ed.), Law and Atnhropology. A Reader. Malden/Oxford/Victoria 2005. Franz & Keebet von Benda-Beckmann, Gesellschaftliche Wirkung von Recht. Rechtsethnologische Perspektiven. Berlin 2007. Franz von Benda-Beckmann, Who's afraid of Legal Pluralism? in: Journal of Legal Pluralism 47, 2002: 37-82 (http://www.jlp.bham.ac.uk/volumes/47/Bendabeckmann-art.pdf). 22 23 Von den internationalen Beziehungen zur Global Governance Dozent/in: Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00 , ab 23.09.2009 PFI, HS 1 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung Von den Internationalen Beziehungen zur Global Governance“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Wandel der zwischenstaatlichen Beziehungen weg von einer Staatenwelt“ souveräner, voneinander unabhängiger Staaten hin zu dem, was man – in Ansätzen – als Weltpolitik“ bezeichnen könnte. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des internationalen Systems, seine Akteure, die wichtigsten Problembereiche, und das Theoriegerüst der Teildisziplin der Internationalen Beziehungen. In einem ersten Teil werden die Entwicklung der Internationalen Beziehungen (IB) und deren wichtigsten Akteure (Staaten, Internationale Organisationen, NGOs, Multinationale Konzerne) durch die Brille der klassischen und neueren IB-Theorien vorgestellt. Dabei wird auch die zunehmende Aufweichung der Trennung von Innen- und Aussenpolitik, vergleichender Politik und den IB thematisiert. Im zweiten Teil werden zentrale aktuelle Problembereiche der Internationalen Beziehungen wie Krieg und Frieden, Weltwirtschaftsbeziehungen und Globalisierung, Nord-Süd-Beziehungen, globaler Umweltschutz und internationale Menschenrechte behandelt. Diese Veranstaltung dient als Einführung in den Studienschwerpunkt "Internationale Beziehungen" und ist Voraussetzung für den Besuch von HS im Schwerpunkt. Es ist daher empfehlenswert diese Vorlesung im Grundstudium zu besuchen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 3 Anmeldung: anrechenbar im Studienschwerpunkt Internationale Beziehungen Kontakt: polsem@unilu.ch Hinweise: Vorlesungsbegleitend wird ein Tutorat (Lesekreis) angeboten. Das Buch wird zum Kauf empfohlen. Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: Pflichtlektüre zugänglich auf Online-Plattform "OLAT" Vorlesungsbegleitend: Baylis, John/Smith, Steve/Owen, P. (Hg.) (2007): The Globalization of World Politics. An Introduction to International Relations, 4. Auflage, Oxford University Press. Literatur - Carlsnaes, Walter/ Risse, Thomas/Simmons, Beth A. (Hg.) (2005): Handbook of International Relations, Sage. - Krell, Gert (2004): Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen, 3. Auflage, Nomos. - List, Martin (2006): Internationale Politik studieren. Eine Einführung. VS Verlag. - Rittberger, Volker, Zangl, Bernhard (2002) Internationale Organisationen, Politik und Geschichte. Europäische und weltweite internationale Zusammenschlüsse, VS Verlag. - Schieder, Siegfried/ Spindler, Manuela (Hg.) (2006): Theorien der Internationalen Beziehungen, UTB. Nationbuilding. Der Weg zum Europa der Nationen 1780 - 1940 Dozent/in: Prof. Dr. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: Wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2009 LOE, U 1.03 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Geschichte der Moderne ist unter anderem durch einen Siegeszug des Nationalstaats als Organisationsprinzip geprägt. Obschon die Welt heute in eine postnationale Konstellation“ (Jürgen Habermas) eingetreten ist, ist sie noch immer vorwiegend nationalstaatlich verfasst. Die vergleichend angelegte Vorlesung thematisiert die verschiedenen Prozesse und Wellen der Nationalstaatsbildung in Europa; sie fragt nach den soziokulturellen Voraussetzungen für die fortschreitende Nationalisierung der europäischen Gesellschaften seit der Spätaufklärung. Ausführlich zur Sprache kommt das Janusgesicht des Nationbuilding“: sein Emanzipationspotential, aber auch dessen Schattenseiten. Unter der zweiten Perspektive werden die von ihm produzierte kriegerische Gewalt, der Militarismus, die Verfolgung und Diskriminierung von Minderheiten, die Instrumentalisierung der nationalen Geschichte und der im Massenmord endende Homogenisierungswahn des Ethnonationalismus thematisiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Unbenotete Prüfung / 2 Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur - Hans Ulrich Wehler, Nationalismus. Geschichte, Formen, Folgen, - München 2001 - Siegfried Weichlein, Nationalbewegungen und Nationalismus in Europa, - Darmstadt 2006 24 25 European Competition Law and the International Legal Order (Introduction to EC Law, Merger Control, Public Procurement) Dozent/in: Prof. Dr. iur. Sebastian Heselhaus Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 14.09.2009 LOE, U 1.02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Not only in the state of an economic crisis European and international competition law becomes spefically relevant even for Swiss entreprises in order to prevent market distortions. After an introduction into EC law, the course will take a look at the EC rules on competition law. A focus will be on merger and cartell law. Furthermore, according to the bilateral treaties between the EC and Switzerland the rules on public procurement refer to the WTO. This serves as an entry to an overview on Switzerland and the EU in the frame of international economic law. Voraussetzungen: Basic knowledge of EU law is welcome, but no precondition. Lernziele: Objectives are to provide for basic knowledge of the EU and the WTO; theoretical foundations of competition law and their effects in practice; knowledge of EC merger and cartell procedures; economic and legal significance of public procurement procedures; an idea of their effects on doing business in Switzerland and the EU. Umfang: 2 weekly hours; according to no. of participants possible blocked hours Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Oral or written exam (ungraded) / 3 RF, Recht: Oral or written exam (will be decided in class) / 6 Kontakt: sebastian.heselhaus@unilu.ch Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Literatur Literature and Reader will be provided at the start of the lecture. Introduction to the Methods of Comparative Law: Disputes and their Resolution Dozent/in: Prof. Alexander H. E. Morawa, S.J.D. Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 15.09.2009 LOE, U 1.01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: This course introduces students to the methods of comparative law by looking at an issue that is common to all societies, the need for effective mechanisms for dispute resolution in the realm of public law. Please note that this is a methods-focused course that seeks to acquaint students with the approaches to comparing laws and other general norms as well as judicial and other decisions. We will look into the legislative frameworks and practical workings of constitutional mechanisms that are set up to peacefully resolve conflicts and crises within democratic states. We will address the role of courts and other judicial bodies - in particular supreme and constitutional courts - in settling disputes between the legislative and executive branches of government and between central and regional authorities in federal states. Furthermore, we will examine grievance and complaints procedures available to individuals, considering that "[t]he very essence of civil liberty certainly consists in the right of every individual to claim the protection of the laws, whenever he receives an injury" (Marbury v. Madison, 5 U.S. (1 Cranch) 137 (1803)). Voraussetzungen: Knowledge of English (at least high school level), willingness to expand your horizon by comparing and evaluating different legal systems, active class participation and assignments, practical exercises. Lernziele: To become acquainted with working in English (this course does not require students to be proficient in English, but will help them getting there ...); to understand the principles and methods of comparative legal analysis, and to gain a basic understanding of how legal processes for settling disputes work in different countries. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Written exam (ungraded) / 3 RF, Recht: Written exam (graded, open book) (50%), class participation and assignments (50%). / 6 Kontakt: alexander.morawa@unilu.ch Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: A reader will become available before classes start; Blackboard e-Learning and other electronic tools will be used; students should be prepared to communicate and access materials electronically throughout class. Literatur Was ist unentbehrlich? - Reader - Materials accessible or distributed electronically, occasional handouts - Helpful, but not required: Vicki C. Jackson and Mark Tushnet, Comparative Constitutional Law (New York: Foundation Press, 2nd edition 2006) Weitere Hinweise Prof. Morawa (who also speaks German) and his team are available if you want to talk privately about course requirements, questions related to your English skills, and other questions. 26 27 Migrationsrecht Dozent/in: Prof. Dr. iur. Martina Caroni, LL.M. Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 15.09.2009 HOF, R 0.03 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Unter Migration wird die Bewegung von Menschen in geographischen Räumen verstanden, unabhängig von den Gründen und Ursachen hierfür; auch wenn diese Bewegung nicht notwendigerweise über Staatsgrenzen in ein anderes Land führen muss, soll diese grenzüberschreitende Migration im Vordergrund der Veranstaltung Migrationsrecht stehen. Fragen betreffend die Einreise, den Aufenthalt und die Ausreise von Migran- tinnen und Migranten gehören traditionell zu denjenigen Regelungs- bereichen, die von den einzelnen Staaten frei geregelt werden können. Indes werden dieser Freiheit heute durch internationale Übereinkommen (z.B. die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU) sowie Menschenrechtsübereinkommen (z.B. die Flüchtlingskonvention oder die EMRK) gewisse Schranken gesetzt. Die Vorlesung möchte nach einer Auseinandersetzung mit den Faktoren für Migrationsbewegungen einen Überblick über die einschlägigen schweize- rischen Bestimmungen (Ausländergesetz, Asylgesetz) geben und dabei aufzeigen, wo der Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit des schweize- rischen Gesetzgebers völkerrechtliche Schranken gesetzt werden. Neben der historischen Entwicklung des schweizerischen Migrationsrechtes (von der vollen Freizügigkeit im 19. Jahrhundert zur gegenwärtigen restriktiven Praxis) und der Betrachtung der zentralen Regelungen der einzelnen Regimes soll auch die Frage der Durchsetzung migrationsrechtlicher Be- stimmungen thematisiert werden. Schliesslich soll der Blick auf einen bis vor wenigen Jahren vernachlässigten Aspekt der Migrationspolitik, die Inte- grationspolitik, gelenkt werden. Voraussetzungen: Grundkenntnisse des Völkerrechtes, des internationalen Menschenrechts- schutzes und des Verwaltungsrechtes sind von Vorteil. Lernziele: Die Studierenden sollen im Anschluss an die Lehrveranstaltung in der Lage sein, Zielsetzung, Regelungen und Handlungsoptionen des Migrations- rechtes zu erkennen und das schweizerische Migrationsregime in seinen nationalen und internationalen Bezug einordnen können. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Unbenotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 3 RF: Benotete schriftliche oder mündliche Prüfung / 5 Begrenzung: Keine Kontakt: tobias.meyer@unilu.ch (Assistenz) martina.caroni@unilu.ch Hinweise: Online-Plattform OLAT zur Vorlesung Gasthörer/innen: Offen für Gasthörer/innen Material: Vgl. Literaturhinweise Literatur Die Vorlesung folgt dem Lehrbuch von MARTINA CARONI/TOBIAS MEYER/LISA OTT, Migrationsrecht – Eine Einführung, Bern 2009. Unerlässlich sind zudem Textausgaben der folgenden Gesetze: - Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20) - Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) - Verordnung über das Einreise- und Visumsverfahren (VEV) - Asylgesetz (SR 142.31) - Asylverordnung 1 (SR 142.311) Public International Law Dozent/in: Prof. Dr. iur. Martina Caroni, LL.M. Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 15.09.2009 HOF, R 0.01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Course Type: Lecture Course Description: This course focuses on current issues of public international law. These may include, inter alia, nuclear non-proliferation, the peaceful use of nuclear energy, peace and security questions (including the question of the use of force and of self-defence), the “race for the arctic” and the issue of state responsibility for violations of international humanitarian law. As the course will be held in a seminar-like style, i.e. emphasising class discussions, active participation in the class is expected. In addition, guest lectures may give further insights into the questions discussed in class. School knowledge of English will be perfectly sufficient to attend and participate in the classes and pass the exam. Prerequisites: Basic knowledge of public international law and knowledge of English (high school level) Weekly Hours: 2 weekly hours Language: English Examination Mode / Credits: KSF: Ungraded written or oral exam / 3 RF: Graded written or oral exam / 6 Contact: tobias.meyer@unilu.ch (Assistant) martina.caroni@unilu.ch Guest Students: Open for Guest Students Material: See below "Literaturhinweise" Literature Essential reading materials - The course reader - Materials accessible or distributed electronically, occasional handouts 28 29 Ethnic Relations Law from a Comparative Perspective Dozent/in: Prof. Alexander H. E. Morawa, S.J.D. Durchführender Fachbereich: Recht Termine: Wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2009 LOE, U 0.04 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Course Description: This course examines national and international law and practice that addresses the co-existence of distinct ethnic groups in certain countries. It focuses on societies in the aftermath of ethnic conflict and civil unrest and on countries that have a long-standing tradition of minority governance by law, have large populations of minority groups (multi-ethnic societies), or have significant movements of migrants within their borders. Towards the end of the course, we will discuss the question of new minorities (immigrant communities, gender, sexual orientation, etc.), with particular attention to affirmative programs aimed at correcting historical discrimination. Attention will be paid to the design of legislative frameworks for maintaining a balanced approach to ethnic relations, in particular specific minority laws. The significance of national legal models for international treaty-making as well as the effects of international legal obligations on domestic legal practice will also be examined. Course Type: Lecture Course Objectives: To understand the political and historical implications for the legal regulation of ethnic relations in certain countries; to understand and compare the law- making and enforcement processes in that field; to follow the interrelationship between national and international efforts to regulate ethnic relations and how these efforts may or may not be beneficial for the minorities concerned. Weekly Hours: 2 weekly hours Prerequisites: Knowledge of English (at least high school level), active class participation and assignments, practical exercises. Language: English Material: A reader will become available before classes start; Blackboard e-Learning and other electronic tools will be used; students should be prepared to communicate and access materials electronically throughout class. Limitation: No Examination Mode: KSF: Written exam / 3 RF: Written exam (graded, open book) or paper (50%); class participation and assignments (50%). The grading method (exam or paper) will be discussed and decided upon in class. Credits: 6 Contact: Kyriaki Topidi, Ph.D., 041 228 74 18, kyriaki.topidi@unilu.ch Guest Students: Open for Guest Students Literatur Essential reading materials - Reader - Materials accessible or distributed electronically, occasional handouts Further information Prof. Morawa (who also speaks German) and his team are available if you want to talk privately about course requirements, questions related to your English skills, and other questions. Assessing Democracies I (Research Seminar) Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Wöchentlich Mi, 17.15 - 19.00 , ab 16.09.2009 HOF, R 0.01 Herbst- und Frühlingssemester Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: We are witnessing a trend to develop sophisticated criteria and measurement tools for assessing the democratic quality of political systems. We can differentiate between three types and discussions: a) Quantitative measurement tools like the Polity-Index, the Freedom- House-Index but also the Bertelsmann-Transformations-Index include many countries and measure how much the countries have moved forward towards a liberal form of democracy. b) Newer approaches like the Democratic Audit and the Demokratiebarometer have been developed to look at established democracies (the latter by a team from the University of Zurich and the Wissenschaftszentrum Berlin). c) In respect to emerging post-national governance systems like the European Union, there exists no integrated tool for measuring the democratic quality of these governance systems. Nevertheless, in this field the discussion about the adequate understanding of democracy in the current transformational world is the most sophisticated. In this research seminar we want to look at the criteria and indexes for assessing political systems from the perspective of democratic theory. In order to analyse, to compare and to criticize the existing measurement tools and evaluations we need to have a look at various theories of democracy and their core principles. The course is conceptualized as a theory- and method-centred research seminar that focuses on the aspect of “concept formation” (Konzept- Entwicklung). It aims to make clear that every empirical study is strongly dependent on the underlying theoretical assumptions which influence the definition of core concepts and their operationalization/interpretation On the other hand the course aims to train students to use theoretical reflections for developing concrete tools which can be applied for empirical research. The first semester (autumn) contains two parts. First, we will recapitulate and deepen the knowledge of established and new theories of democracy. Second, existing assessment tools and their findings will be presented and criticized. It is planned to invite some of the developers of these assessment tools to Lucerne – so that they can present and defend their tools themselves. During the second semester (spring 2010) the students will develop and finally present their own research projects. Possible projects can be: a) a theory-led and systematic comparison of existing assessment tools; b) a normative critique of assessment tools based on a solid theoretical foundation; c) the development of a better assessment criteria and tools for a specific set of political systems. Depending on the composition and the wishes of the participants parts of the seminar will be in German language. Voraussetzungen: erfolgreicher Besuch der Vorlesung Demokratietheorie Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (2 Referate) / 4 zusätzliche schriftliche, benotete Arbeit (research paper) / 4 Kontakt: polsem@unilu.ch oder joachim.blatter@unilu.ch Hinweise: Sprache: Englisch und Deutsch Two presentations for the first 4 ECTS in autumn; 4 ECTS for the research 30 31 paper and another 4 ECTS for the presentation of the results of the research project and for commenting on another presentation in spring (writing a paper is mandatory for the participation in this course) Gasthörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform "OLAT" Literatur - Lauth, Hans-Joachim (2004): Demokratie und Demokratiemessung. VS-Verlag. - Munck, Gerardo & Jay Verkuilen (2002): Conceptualizing and Measuring Democracy. Evaluating Alterntive Indices. In: Comperative Political Studies 51, 1, 5-34. - Bühlmann, Marc et al. (2008): The Quality of Democracy. Democracy Barometer for Established Democracies. Working Paper No. 10a of the NCCR Challenges of Democracy in the 21st Century. [http://www.nccr-democracy.uzh.ch/nccr/publications/workingpaper/10] Theories and Empirics of the Public Policy Process Dozent/in: Prof. Dr. Adrienne Héritier, Europäisches Hochschulinstitut Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termin: Fr, 18.09.2009, 10.15 - 17.00, Fr, 30.10.2009, 10.15 - 17.00, Do, 17.12.2009, 09.15 - 17.00, Fr, 18.12.2009, 09.15 - 17.00 LOE, U 2.01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: It is the objective of the seminar to discuss different concepts and theories employed in public policy research. What is the difference between policy, politics and polity and how are these concepts linked in political science policy research? How helpful are analytic distinctions of different policy types, such as such as distributive, redistributive and regulatory policies that are commonly used in the policy research literature? In a dynamic process perspective the question is to be discussed of how particular policies develop over time. How helpful is the policy-cycle heuristics in this context, i.e a differentiation in a phase of problem definition, agenda setting, policy formulation, policy implementation, policy evaluation and possibly policy termination? What are the typical features of these stages, what are the underlying process mechanisms and how are they theorized and made accessible to empirical investigation? How helpful are analytic concepts such as policy network, policy community and policy arena to grasp particular actor constellations and cleavage structures in specific policy or issue areas? A number of different theoretical approaches go beyond the cycle heuristic and seek to account for longer-term developments of policies. How, for instance, do theories such as policy learning and diffusion differ from a rational actor based institutionalism in accounting for policy developments and do the latter two, in turn, differ from a multiple streams approach and an evolutionary theory of policy developments? Which are the particular methodologies and toolkits typically linked with the different approaches? These are some of the most important questions regarding policy research that are to be discussed in the seminar. They are to be analyzed in general terms, but also in terms of concrete empirical policy examples of a broad variety. A number of required readings will be discussed in each session which are focussing on the different topics. Each participant is expected to present and critically discuss one or two texts of the syllabus. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, research design) / 4 zusätzliche schriftliche, benotete Arbeit / 4 Kontakt: polsem@unilu.ch oder adrienne.heritier@eui.eu Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur wird in einem Syllabus bereitgestellt 3332 Vergleichende und internationale Steuerpolitik Dozent/in: Dr. Thomas Rixen (WBZ) Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Do, 08.10.2009, 13.15 - 19.00, Do, 26.11.2009, 13.15 - 19.00 NH Hotel, Luzernerstube Do, 17.09.2009, 13.15 - 15.00, Fr, 09.10.2009, 09.15 - 18.00, Fr, 27.11.2009, 09.15 - 18.00 HOF, R 0.02 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar bietet eine theoriegeleitete und problemorientierte Einführung in die Steuerpolitik. Insbesondere geht es um den Vergleich verschiedener nationaler Traditionen und Ausprägungen von Steuersystemen und die Herausforderungen, die sich ihnen unter den Bedingungen einer internationalisierten Wirtschaft stellen. In einem ersten Teil wollen wir uns die wichtigsten Grundlagen der Steuerlehre erarbeiten. Wozu braucht man überhaupt Steuern? Was sind die wichtigsten Prinzipien der Besteuerung? Welche Steuerarten gibt es? Wie wirken sich diese auf wichtige Ziele wie Wohlfahrt und Fairness oder Verteilungsgerechtigkeit aus? Welche Konflikte gibt es zwischen diesen Zielen? Verschiedene Denkschulen der politischen und finanzwissenschaftlichen Theorie geben auf diese Fragen unterschiedliche Antworten, über die wir uns einen Überblick verschaffen wollen. Im zweiten Teil soll die erlernte Theorie zur Anwendung kommen und uns helfen, nationale Steuersysteme zu vergleichen. Welche Typologien zur Charakterisierung von Steuersystemen gibt es? Was sind die historischen Wurzeln und politischen Determinanten verschiedener Steuerstaaten? Wie sind die Besteuerungsrechte zwischen verschiedenen staatlichen Ebenen (Bund, Länder bzw. Kantone, Gemeinden) aufgeteilt? Gleichen sich nationale Steuersysteme im Zeitverlauf an oder bleiben sie unterschiedlich? Wie sind Steuerreformen verlaufen? Dabei werden wir uns auch mit empirischen Fallstudien zu einzelnen Ländern (u.a. dem Schweizer Steuersystem) beschäftigen. Im dritten Teil geht es dann um die Herausforderungen, denen sich nationale Steuersysteme im Zeitalter wirtschaftlicher Globalisierung und Europäisierung gegenübersehen: die Mobilität von Besteuerungsgrundlagen ermöglicht Steuerzahlern Steuerflucht und -vermeidung; manche Staaten bieten sich als Steuerparadiese an; alle Staaten werden in einen Steuerwettbewerb versetzt. Wie funktioniert Steuerwettbewerb? Haben wir es mit einem schädlichen race to the bottom“ oder mit einem begrüßenswerten Leistungswettbewerb zu tun? (Wie) lässt sich der Steuerwettbewerb durch internationale Kooperation zwischen den Nationalstaaten regulieren? Voraussetzungen: Bereitschaft, anspruchsvolle, teilweise englische, Texte durchzuarbeiten Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Blockseminar Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat, Research Design) / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: rixen@wzb.eu oder polsem@unilu.ch Gasthörer/innen: Teilnahme nach Vereinbarung Material: Pflichtlektüre uns Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Ein detaillierter Seminarplan mit Literatur für die einzelnen Themen wird in der Einführungssitzung ausgegeben und auf OLAT publiziert. Wer sich vorbereitend einen Überblick verschaffen möchte, kann dies z.B. anhand folgender Literatur tun: - Slemrod, Joel/Bakija, Jon (2004): Taxing Ourselves. A Citizen's Guide to the Great Debate Over Tax Reform. Cambridge: MIT Press (Kapitel 3, 4, 5) - Homburg, Stefan (2000): Allgemeine Steuerlehre. München: Vahlen. - Rosen, Harvey S. (2005): Public Finance. Chicago: Irwin. 7. Auflage - Steinmo, Sven (1993): Taxation and Democracy: Swedish, British and American Approaches to Financing the Modern State. New Haven: Yale University Press. - Wagschal, Uwe (2001): Deutschlands Steuerstaat und die vier Welten der Besteuerung. In: Wohlfahrtsstaatliche Politik: Institutionen - Prozesse - Leistungsprofil. Hrsg. von Manfred G. Schmidt. Opladen: Leske + Budrich. - Rixen, Thomas (2006): Steuern und Kooperation: Internationale Zusammenarbeit gegen schädlichen Steuerwettbewerb. Globalisierung. Forschungsstand und Perspektiven. Hrsg. von Stefan A. Schirm. Baden- Baden: Nomos: 77-98. 34 35 Glocalization - International activities of European and North American cities and regions Dozent/in: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Wöchentlich Di, 17.15 - 19.00 , ab 15.09.2009 PIL, P4 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: For many, current transformations are not fully captured by the term “globalization” but are much better characterized by the term “glocalization”. Glocalization points to the fact that at the same time when social, economic and political activities and actors on supranational levels are getting more important, so do activities and actors on a subnational level. Glocalization is not so much concerned with the emerging multi-level system but with the interdependencies, interactions and interferences between the various levels. A core assumption is that not just nation states but also sub-national governments react to globalization processes and they do this partly by “going abroad” – by establishing cross-border, international and interregional activities, partnerships and institutions. In the course we will first get acquainted with the relevant literature which looks at glocalization from a cultural, economic and political perspective. In the second half of the seminar the students will do their own empirical study by collecting information on cross-border and international activities of cities and regions from European and North American countries. A main goal of the course is that the students get some first experience in empirical field work. Therefore, the students will work in groups and use established frameworks for tracing cross-border and international activities of cities and regions. . Voraussetzungen: gute Englischkenntnisse Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: wöchentlich Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 zusätzliche schriftliche, benotete Arbeit / 4 Hinweise: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform "OLAT" Literatur - Blatter, J. (2007): Glocalization. Encyclopedia of Governance (edited by Marc Bevir), - Blatter, J., M. Kreutzer, M. Rentl, J. Thiele (2008): The Foreign Relations of European Regions: Competences and Strategies. West European Politics, 31, 3, 464-490 - Lecours, André (2002b): Paradiplomacy: Reflections on the Foreign Policy and International Relations of Regions, in: International Negotiation: 7, 91-114. - Robertson, R. (1995): Glocalization: Time-space and homogeneity-heterogeneity. In: Featerhstone, M., S. Lash & R. Robertson (eds.): Global modernities. London: Sage. 25-44. - Aldecoa, F., M. Keating (eds.)(1999): Paradiplomacy in Action. The Foreign Relations of Subnational Governments. London: Frank Cass - Christian Lefèvre, Ernesto d’Albergo (guest editors) (2007): International strategies of cities Environment and Planning C, 25, 3. Internationale Migration im politisch-rechtlichen Spannungsfeld Dozent/in: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Prof. Dr. Sandra Lavenex Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft Termine: Wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 23.09.2009 LOE, U 0.04 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Kontrolle über das Territorium und die Zusammensetzung der eigenen Bevölkerung gehören zu den letzten Bastionen staatlicher Souveränität. Trotz wachsendem Druck nach internationalen Lösungen zur Steuerung“ des Migrationsphänomens haben Interessensgegensätze zwischen den Aufnahme-, Transit- und Herkunftsstaaten von MigrantInnen bisher Bemühungen für die Etablierung eines Internationalen Migrationsregimes verunmöglicht. Nichtsdesto trotz wird internationale Migration bereits heute durch eine Vielfalt nationaler und internationaler Normen geprägt, deren juristische und politische Regelungsschärfe wir in diesem interdisziplinären Seminar (Völkerrecht/Politikwissenschaft) unter die Lupe nehmen wollen. Nach einer theoretischen Einführung in die wichtigsten Determinanten internationaler Migrationspolitik und –recht werden in diesem Seminar die geltenden governance“-Formen und ihre aktuellen Herausforderungen für unterschiedliche Typen von Migration behandelt; über Flüchtlinge zu Familien- und Arbeitsmigranten, einschliesslich der hoch qualifizierten Arbeitskräfte. Im letzten Abschnitt werden die Themen Integration und Staatsbürgerschaft behandelt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Turnus: Wöchentlich, ab 23.09. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Referat, Gruppenarbeiten) / 4 zusätzliche schriftliche, benotete Masterarbeit / 4 Kontakt: sandra.lavenex@unilu.ch / martina.caroni@unilu.ch Anmeldung: Anrechenbar im Studienschwerpunkt Weltpolitik Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien auf OLAT Literatur - Caroni, Martina: Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration - Eine Untersuchung zu Bedeutung, Rechtsprechung und Möglichkeiten von Art. 8 EMRK im Ausländerrecht, Schriften zum Europäischen Recht, Band 58, Berlin 1999. - Castles, Stephen und Miller, Mark: The Age of Migration: International Population Movements in the Modern World, London: Palgrave 2009. - Cornelius, Wayne A. et al. (eds.) (2004) Controlling Immigration: A Global Perspective, 2nd Edition, Stanford: Stanford University Press. - Lavenex, Sandra: The Europeanisation of Refugee Policies: Between Human Rights and Internal Security, Aldershot: Ashgate 2001. - Nuscheler, Franz: Internationale Migration, Flucht und Asyl. Wiesbaden: VS-Verlag 2004. 36 37 Modulübergreifende Veranstaltung Master- und Doktorierendenkolloquium Weltgesellschaft und Weltpolitik Dozent/in: Prof. Dr. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich Soziologie Termine: Wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, genaue Termine werden noch bekannt gegeben PFI, HS 4 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterkolloquium Inhalt: Die Veranstaltung soll Studierenden, die Master- und Doktorarbeiten im Bereich Weltgesellschaft und Weltpolitik“ vorbereiten, die Möglichkeit bieten, ihre Arbeiten vorzustellen und mit anderen zu diskutieren. Die Veranstaltung wird nicht wöchentlich stattfinden, sondern zu ausgewählten Terminen, deren Zahl sich aus den Anmeldungen für Präsentationen im Kolloquium ergibt. Ich bitte alle Interessenten, mir ihr Interesse und ihren Themenvorschlag (evtl. auch Terminpräferenz) bis spätestens zum 12.09.09 per email (rudolf.stichweh@unilu.ch) mitzuteilen. Ich sende Ihnen dann einen Terminplan. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme / 2 Präsentation / 2 Kontakt: rudolf.stichweh@unilu.ch Modul Forschung-Praxis-Methoden Statistik für Fortgeschrittene Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Mi, 15.15 - 17.00, ab 16.09.2009 LOE, U 0.05 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Sozialwissenschaften sind als empirische Wissenschaft angewiesen auf die statistischen Techniken zur Analyse und Modellierung von Daten, die zumeist aus Befragungen grosser Personenstichproben stammen. Die Veranstaltung führt zunächst in die Grundlagen der Inferenzstatistik ein. Dann werden die wichtigsten Verfahren der multivariaten Statistik eingeführt: multiple lineare Regression, binäre logistische Regression, Hauptkomponentenanalyse, multiple Korrespondenzanalyse und Clusteranalyse. Vorbereitende Lektüre angegebener obligatorischer Literatur sowie der regelmässige Besuch der Vorlesung sind erforderlich. Weiter der parallele Besuch des zugehörigen Seminars Statistik für Fortgeschrittene“. Voraussetzungen: erfolgreich bestandene Klausuren zu den Vorlesungen Einführung in die Methoden der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung I und II. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotete schriftliche Prüfung / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Hinweise: Die Teilnehmer/innen müssen sich die Statistiksoftware SPSS besorgen. Die Vorlesung wird mit einer benoteten Klausur abgeschlossen. Diese wird am 13.01.2010 (nachmittags) geschrieben werden. Material: ein Syllabus und die Präsentation zur Vorlesung werden bei OLAT eingestellt. Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben. 38 39 Statistik für Fortgeschrittene - Gr. 1 Dozent/in: lic. phil. Christian Huser Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 14.09.2009 PFI, HS 1 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Seminar werden die im Rahmen der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" behandelten multivariaten Analyseverfahren anhand des Statistikprogramms SPSS praktisch angewendet und die SPSS-Outputs der Fallbeispiele eingehend diskutiert. Aktive Mitarbeit ist Voraussetzung für den Besuch des Kurses. Voraussetzungen: - Parallelbesuch der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" - erfolgreicher Besuch der Vorlesungen "Methoden I" und "Methoden II" Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Kontakt: christian.huser@switzerland.com Hinweise: bitte 1 Laptop mit installierter SPSS-Software pro 1-2 Studierende mitbringen. Literatur - Backhaus, Klaus/Erichson, Bernd/Plinke, Wulff/Weiber, Rolf (2006): Multivariate Analysemethoden. Berlin: - Springer - Brosius, Felix (2006): SPSS 14. Bonn: mitp - Diaz-Bone, Rainer (2006): Statistik für Soziologen. Konstanz: UVK Statistik für Fortgeschrittene - Gr. 2 Dozent/in: lic. phil. Christian Huser Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 14.09.2009 PFI, HS 1 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Seminar werden die im Rahmen der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" behandelten multivariaten Analyseverfahren anhand des Statistikprogramms SPSS praktisch angewendet und die SPSS-Outputs der Fallbeispiele eingehend diskutiert. Aktive Mitarbeit ist Voraussetzung für den Besuch des Kurses. Voraussetzungen: - Parallelbesuch der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" - erfolgreicher Besuch der Vorlesungen "Methoden I" und "Methoden II" Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Kontakt: christian.huser@switzerland.com Hinweise: bitte 1 Laptop mit installierter SPSS-Software pro 1-2 Studierende mitbringen. Literatur - Backhaus, Klaus/Erichson, Bernd/Plinke, Wulff/Weiber, Rolf (2006): Multivariate Analysemethoden. Berlin: - Springer - Brosius, Felix (2006): SPSS 14. Bonn: mitp - Diaz-Bone, Rainer (2006): Statistik für Soziologen. Konstanz: UVK 40 41 Statistik für Fortgeschrittene - Gr. 3 Dozent/in: lic. phil. Christian Huser Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 14.09.2009 LOE, U 0.04 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Seminar werden die im Rahmen der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" behandelten multivariaten Analyseverfahren anhand des Statistikprogramms SPSS praktisch angewendet und die SPSS-Outputs der Fallbeispiele eingehend diskutiert. Aktive Mitarbeit ist Voraussetzung für den Besuch des Kurses. Voraussetzungen: - Parallelbesuch der Vorlesung "Statistik für Fortgeschrittene" - erfolgreicher Besuch der Vorlesungen "Methoden I" und "Methoden II" Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Kontakt: christian.huser@switzerland.com Hinweise: bitte 1 Laptop mit installierter SPSS-Software pro 1-2 Studierende mitbringen. Literatur - Backhaus, Klaus/Erichson, Bernd/Plinke, Wulff/Weiber, Rolf (2006): Multivariate Analysemethoden. Berlin: - Springer - Brosius, Felix (2006): SPSS 14. Bonn: mitp - Diaz-Bone, Rainer (2006): Statistik für Soziologen. Konstanz: UVK Qualitative Dateninterpretation: Sequenzanalyse Dozent/in: PD Dr. rer. soc. Jürgen Raab Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 14.09.2009, GIB, 010G Wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 12.10.2009 PFI, HS 2 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Menschen entwickeln und wählen für ihr Handeln, Sprechen und Darstellen bestimmte kommunikative Formen. Deren Aufgabe’ ist es, eine gewisse, wechselseitig abgesicherte Verständigung im interaktiven Austausch herzustellen, also zur intersubjektiven Sinnkonstruktion als der Grundlage jeglichen sozialen Handelns beizutragen. Dabei besteht eine jede kommunikative Ausdrucksgestalt nicht nur aus einer Kombination von Elementen, sondern auch aus der zeitlichen Abfolge einzelner Handlungsakte. Für die methodisch kontrollierte Feinanalyse medialer Dokumente kommunikativen Handelns (Texte, Protokolle, Interview- Transkriptionen, Bilder, Filme, Homepages etc.) hat die hermeneutische Wissenssoziologie das Verfahren der Sequenzanalyse entwickelt. In der Veranstaltung lernen wir die Methodologie dieses empirischen Verfahrens kennen und erproben die Methode anhand selbst gewählter Fallbeispiele unterschiedlicher Herkunft und Materialität. Voraussetzungen: Studierende im Masterstudium Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Kontakt: juergen.raab@unilu.ch Literatur - Hans-Georg Soeffner/Jürgen Raab: Kultur und Auslegung der Kultur. Kultursoziologie als sozialwissenschaftliche Hermeneutik, in: Friedrich Jaeger/Jürgen Straub (Hg.): Handbuch der Kulturwissenschaften, Band 2, Stuttgart/Weimar 2004, S. 546–567 - Ulrich Oevermann: Zur Analyse der Struktur sozialer Deutungsmuster, in: Sozialer Sinn. Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 2001, 1, S. 3-33 - Andreas Wernet, Einführung in die Interpretationspraxis der Objektiven Hermeneutik, Wiesbaden 2006 42 43 Sozialwissenschaftliche Netzwerkanalyse I Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 17.09.2009 STK, SK 1 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die sozialwissenschaftliche Netzwerkanalyse (SNA) ist eine vor allem in den USA etablierte theoretische und methodische Strömung, die die sozialwissenschaftliche Analyse von Strukturen nicht nur metaphorisch unternehmen will, sondern die soziale Strukturen (sei es soziales Kapital, Gruppen- und Verwandtschaftsstrukturen, Interorganisations-Netzwerke, Märkte/Organisationen als Netzwerke, Konzeptnetzwerke u.a.) in verschiedenen sozialen Feldern empirisch analysiert. Heute steht dafür ein ganzes Arsenal an Erhebungs- und Auswertungstechniken, statistischen Maßen, Softwareprogrammen und Forschungsstrategien zur Verfügung. Die SNA hat zudem eigene Beiträge zur soziologischen Theorie geleistet, die die netzwerkanalytische Forschungspraxis anleiten. Dabei werden Netzwerke zunächst als bedingende Größen aufgefasst, d. h. Netzwerkstrukturen gelten als Bedingung für das Handeln, für die Ausbildung von Handlungsorientierungen (Normen/Werte), den Handlungserfolg (z.B. Ressourcenmobilisierung/Implementierung von Programmen). Neuere Entwicklungen der SNA beziehen die Netzwerkdynamik, die Netzwerk(re)konstruktion und die Bedeutung von kulturellen Umwelten für die Netzwerkbildung mit ein. Ausgangspunkt sind die Arbeiten der Harvard- Strukturalisten (White, Granovetter, Wellman) und der Einzug konstruktivistischer und kulturalistischer Netzwerkperspektiven sowie die Aneignung der grundlegenden Methoden der SNA. Als Ansätze werden die ego-zentrierte Netzwerkanalyse, die Kohärenzanalyse und die Blockmodellanalyse vorgestellt. Das Seminar ist über zwei Semester angelegt. Im HS09 werden zunächst theoretische und methodische Grundlagen vermittelt und dann eine netzwerkanalytische Fragestellung sowie ein zugehöriges Forschungsdesign erarbeitet. Im folgenden FS10 werden dann die Datenerhebung, Datenauswertung und die Anfertigung eines Berichts vorgenommen. Die beiden Seminare (und die Erstellung des Forschungsberichts) entsprechen dem Modul Forschungsseminar“ (12 CP) im MA Studiengang Soziologie. Das erste oder die beiden Seminare können auch von Interessierten anderer Studiengänge besucht werden - insofern sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Voraussetzungen: MA-Studium Soziologie, SOCOM oder Weltgesellschaft und Weltpolitik. Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Grundkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Statistik. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Material: ein Syllabus und weiteres Material werden bei OLAT eingestellt werden. Literatur wird in einem Syllabus bekannt gegeben. Begleitveranstaltung zum Praktikum im Mastermodul 'Forschung-Praxis-Methoden' Dozent/in: Prof. Dr. Diaz-Bone / Dipl. Soz. Stephan Kirchschlager Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Do, 17.09.2009, 17.15 - 19.00, Do, 08.10.2009, 17.15 - 19.00, Do, 22.10.2009, 17.15 - 19.00, Do, 05.11.2009, 17.15 - 19.00, Do, 19.11.2009, 17.15 - 19.00, Do, 17.12.2009, 17.15 - 19.00 PIL, P3 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Veranstaltung, im Umfang von einer Semesterwochenstunde, richtet sich an Studierende des MA-Studiengangs, die im "Forschung-Praxis-Methoden" Modul im Rahmen eines Praktikums eine Forschungsarbeit schreiben. Sie leistet eine Hilfestellung bei allen praktischen Fragen rund ums Praktikum (z.B.: Zugang, Themenfindung für die Arbeit, Datenerhebungstechniken) und bietet zugleich ein Forum, um Teile der Forschungsarbeit resp. empirisches Datenmaterial aus dem Praxisfeld vorzustellen und zu besprechen. Da ein Praktikum üblicherweise in die Semesterferien gelegt wird, kann die Veranstaltung sowohl zur Vorbereitung des Praktikums (als Ideenlieferant) als auch zur Nachbereitung (als Feedbackgeber) genutzt werden. Stephan Kirchschlager steht zudem als Ansprechpartner während des Praktikums zur Verfügung. Erwartet wird die regelmässige Teilnahme und aktive Beteiligung an der Diskussion. Präsentation und Diskussion des eigenen Projektes. Voraussetzungen: Studierende/r des Masterstudiums; Absolvierung eines Praktikums im Rahmen des Moduls Forschung-Praxis-Methoden Lernziele: Die Veranstaltung dient der Vor- und Nachbereitung des Praktikums und der Vorbereitung der benoteten Forschungsarbeit (8 CP). Für die Veranstaltung selber können daher keine extra CP vergeben werden. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Kontakt: stephan.kirchschlager@unilu.ch 44 45 Länder vergleichen - Methoden der international vergleichenden Sozialforschung Dozent/in: Dr. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 17.09.2009 LOE, U 1.05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Der Blick über den eigenen Tellerrand bzw. die Landesgrenzen ist im Zeitalter von Internet und Globalisierung schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Entsprechend hat in der Soziologie die international vergleichende Forschung an Bedeutung gewonnen, zumal dies durch internationale Datenerhebungsprogramme (wie ESS, Eurobarometer, ISSP) und der Standardisierung von Indikatoren deutlich einfacher geworden ist. Vergleichen ist eines der Grundprinzipien sozialwissenschaftlicher Forschung. Als Methode erhebt die vergleichende Sozialforschung den Anspruch, sich von anderen Forschungsmethoden vor allem dadurch zu unterscheiden, dass Erklärungen explizit auf makrosoziologische Formationen bezogen werden. Die Grundlagen, Besonderheiten, verschiedenen Zugänge und Probleme der international vergleichenden Sozialforschung sollen im Seminar anhand von Texten zur Methode und deren konkreter Anwendung erarbeitet und diskutiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Ungleichheitsforschung. Ziel des Seminars ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, vergleichende Sozialforschungen anhand methodischer und konzeptioneller Kriterien selbständig und kompetent durchführen sowie fundiert diskutieren und beurteilen zu können. Voraussetzungen: Das Seminar richtet sich an Masterstudierende der Soziologie, SOCOM sowie Weltgesellschaft und Weltpolitik, die über Grundkenntnisse der empirischen Forschungsmethoden und der multivariaten Statistik verfügen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Referat / 4 Benotete schriftliche Arbeit / 4 Hinweise: Regelmässige Anwesenheit, Textlektüre und Diskussionsbeteiligung. Kurzreferat von ca. 10 Minuten, das die Kernthesen und Argumentationslinie der Pflichtlektüre und der Ergänzungstexte wiedergibt, sowie Diskussionspunkte, die sich daraus ergeben, vorstellt. Dazu soll ein Handout erstellt werden. Hausarbeit von 15-20 Seiten zu einem abgesprochenen Thema, das dem Seminarzusammenhang entstammt. Material: ein Syllabus und weitere Materialien werden bei OLAT eingestellt. Literatur wird in einem Syllabus (OLAT) bekannt geben. Masterkolloquium Methoden Dozent/in: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Do, 15.10.2009, 17.15 - 19.00, Do, 29.10.2009, 17.15 - 19.00, Do, 12.11.2009, 17.15 - 19.00, Do, 26.11.2009, 17.15 - 19.00, Do, 10.12.2009, 17.15 - 19.00 PFI, HS 4 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterkolloquium Inhalt: Das Master-Kolloquium Methoden dient der Präsentation und Diskussion des Methodeneinsatzes im Rahmen empirischer Masterarbeiten und der Forschungsarbeiten (im Modul Forschung – Praxis – Methoden). MA- Studierende haben die Gelegenheit, ihre eigenen Untersuchungen vorzustellen, um methodische und methodologische Fragen, die sich im Laufe der Forschung ergeben, zu diskutieren. Dabei sind empirische Arbeiten auf jeder Stufe des Forschungsprojektes interessant. Voraussetzungen: Das Master-Kolloquium Methoden wendet sich an MA-Studierende in den Studiengängen SOCOM, Soziologie sowie Weltgesellschaft und Weltpolitik. Erwartet wird die regelmässige Teilnahme und aktive Beteiligung an der Diskussion. Präsentation und Diskussion des eigenen Projektes. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Bestätigte Teilnahme, Präsentation / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch Hinweise: die erste Sitzung findet am 17.09.09 von 17.15 - 19.00 h im Raum P3 (Pilatusstrasse) statt. Die folgenden Sitzungen finden in der Pfistergasse HS4 statt. Material: Vortragende bereiten eine Powerpoint-Präsentation (ca. 10 min) vor; ein Laptop muss mitgebracht werden.