untitled Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Lehrveranstaltungen MASTER WELTGESELLSCHAFT UND WELTPOLITIK VORLESUNGSVERZEICHNIS FRÜHJAHRSSEMESTER 2015 INFORMATION Inhaltsverzeichnis Adressen...............................................................................................................................4 Termine .................................................................................................................................5 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik.................................................6 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen……………………………………………………….10 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen........................................................14 Modul Weltgesellschaft ....................................................................................................14 Modul Weltpolitik..............................................................................................................34 Modul Forschung-Praxis-Methoden .................................................................................62 Kolloquien........................................................................................................................78 Sonderveranstaltungen…..…………………………………………..…...................................83 3 Adressen Administration Politikwissenschaftliches Seminar Adresse Frohburgstrasse 3 Postanschrift Postfach 4466, 6002 Luzern E-Mail-Adresse polsem@unilu.ch Homepage www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute Telefon 041 229 55 91 Sekretariat Trudi Baumann Schürch Büro 3.B04 E-Mail: trudi.baumann@unilu.ch 041 229 55 91 Studienberatung Michael Buess, Dr. des. Büro 3.B10 Masterstudiengang E-Mail: michael.buess@unilu.ch 041 229 57 11 Leitung Studiengang Prof. Dr. Bettina Beer Büro 3.A28 E-Mail: bettina.beer@unilu.ch 041 229 55 70 ordentliche Professur für Ethnologie und Prof. Dr. Joachim Blatter Büro 3.B16 E-Mail: joachim.blatter@unilu.ch 041 229 55 92 ordentlicher Professor für Politikwissenschaft Beteiligte Seminare Politikwissenschaftliches Seminar KSF E-Mail: polsem@unilu.ch Trudi Baumann Schürch 041 229 55 91 Ethnologisches Seminar E-Mail: ethnosem@unilu.ch Luzia Weber 041 229 55 71 Historisches Seminar E-Mail: histsem@unilu.ch Sandra Merino 041 229 55 41 Ökonomisches Seminar E-Mail: oeksem@unilu.ch Gabriela Rychener 041 229 56 42 Religionswissenschaftliches Seminar E-Mail: relsem@unilu.ch Maria Ettlin 041 229 55 82 Soziologisches Seminar E-Mail: sozsem@unilu.ch Alexandra Kratzer 041 229 55 54 RF Rechtswissenschaftliche Fakultät E-Mail: rf@unilu.ch Carmen Dusi, Lehrplanung 041 229 53 05 4 Termine Frühjahrssemester 2015 Lehrveranstaltungen von Dienstag, 17. Februar bis Freitag, 29. Mai 2015 Ausfall der Vorlesungen: Freitag, 3. bis Sonntag, 12. April Osterpause Donnerstag, 14. Mai Christi Himmelfahrt Montag, 25. Mai Pfingstmontag Herbstsemester 2015 Lehrveranstaltungen von Montag, 14. September bis Freitag, 18. Dezember 2015 Anmeldung zum Studium Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das UniPortal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Prüfungstermine Die Anmeldetermine zum Masterverfahren sowie die Prüfungstermine sind auf der Homepage unter https://www.unilu.ch/studium/lehrveranstaltungen-pruefungen-reglemente/ksf/abschlussverfahren/ publiziert. Übersicht der angebotenen Lehrveranstaltungen Im digitalen Vorlesungsverzeichnis (https://vv.unilu.ch/site/vv/default.aspx) finden Sie jederzeit die aktuellsten Informationen zu allen angebotenen Lehrveranstaltungen des aktuellen Semesters. Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen Die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (KSF) ist verbindlich und erfolgt ca. zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Semesterstart über das UniPortal. Separate Anmeldungen zu Vorlesungensprüfungen an der KSF sind normaler- weise nicht nötig. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (RF) besteht grundsätzlich keine Anmeldepflicht für Lehrveranstaltungen. Allerdings ist für Prüfungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultat (RF) zwingend eine verbindliche Anmeldung über das UniPortal notwendig. Das Datum der Anmeldefrist sowie weitere Informationen zur Prüfungssession finden Sie auf der Prüfungswebseite der RF. Zugang zu Materialien der Lehrveranstaltungen Sowohl die KSF wie auch die RF arbeiten mehrheitlich mit der E-Learning Plattform OLAT. OLAT dient in erster Linie der Verbreitung von Informationen und Unterlagen zu den einzelnen Lehr- veranstaltungen. Es wird empfohlen, sich in die OLAT-Listen derjenigen Lernressourcen einzutragen, die Sie besuchen. 5 MA Weltgesellschaft und Weltpolitik an der Universität Luzern Kurzbeschrieb des Studiengangs Der Masterstudiengang „Weltgesellschaft und Weltpolitik“ kombiniert die soziologische, ethnologische, historische, ökonomische, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse von Globalisierungsprozessen. Thematisch passende Angebote aus diesen sechs Fächern füllen die zwei inhaltlichen Module des Studienganges und können in unterschiedlichen Kombinationen und fachlichen Spezialisierungen studiert werden. Ziel des Studiengangs ist es, ein Angebot bereitzustellen, das einerseits eine fundier- te Forschungsorientierung und andererseits die Möglichkeit einer individuellen Praxiskomponente bietet. Der Studiengang erlaubt ein hohes Mass an Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten und fördert damit die Selbstorganisation und Eigenkompetenz der Studierenden. Die „teaching philosophy“ des interdisziplinären Studiengangs sieht Masterstudierende als Experten, die -- mit Hilfe der Moderation von Lehrenden -- auch voneinander lernen. Die drei inhaltlichen Module des Studiengangs: Im Modul Weltgesellschaft erlaubt die Kombination dieser sozialwissenschaftlichen Disziplinen, die historische Besonderheit der heutigen Weltgesell- schaft herauszuarbeiten. Diese Besonderheit zeigt sich beispielsweise in der Entwicklung globaler Funktionssysteme (wie Ökonomie, Wissenschaft, Religion und Recht), grenzüberschreitender Ver- netzung, transnationaler Kommunikation und Mobilität. Neben den integrativen Tendenzen werden auch die kulturellen regionalen Besonderheiten und die Konfliktlinien der Weltgesellschaft sowie die unterschiedliche Formen ihrer sozialen, politischen und rechtlichen Bearbeitung behandelt. Das Modul Weltpolitik konzentriert sich auf die Formen grenzüberschreitender Verregelung und ihre demokratische Legitimität, auf Märkte und ihre politische Steuerung, sowie auf Fragen der Migration und Staatsbürgerschaft. Der Schwerpunkt liegt auf den globalen (u.a. UNO, WTO, IWF…) und regio- nalen (u.a. EU, NAFTA, ASEAN…) Strukturen des Regierens jenseits des Staates, auf der Analyse der daran beteiligten staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren sowie auf den Inhalten der daraus resultierenden Regierungsleistungen. Das schliesst juristische Aspekte zunehmender internationaler Verrechtlichung und die ökonomische Analyse entgrenzter Handels- und Finanzströme mit ein. Studierende lernen im Verlauf des Studiums, eigenständige Forschungsfragen zu entwickeln, zu bearbeiten und praktische Problemstellungen zu lösen. Auf der Vermittlung methodischer Grundlagen aufbauend, bietet das Modul Forschungs-Praxis-Methoden zusätzliche Spezialisierungsmöglich- keiten. Zur Wahl stehen Lehrveranstaltungen zu quantitativen und qualitativen Methoden der Sozial- wissenschaften, wissenschaftliche Workshops, die auch „Praktiker“ aus einschlägigen Organisationen einschliessen können, oder ein frei gewähltes, mindestens achtwöchiges Praktikum mit anschliessen- der Auswertung. Das Praktikum und die dazugehörige Auswertung bieten besondere Möglichkeiten der Verzahnung von Studium und beruflichen Perspektiven. Studieren im Ausland: Internationale Erfahrungen sind wichtig, und ein Studium bietet hier ausge- zeichnete Möglichkeiten. Studierende, die ein Semester an einer ausländischen Universität studieren möchten, werden in ihrem Vorhaben unterstützt. In sämtlichen Bereichen können Credit Points auch an anderen Universitäten erworben werden, so dass das MA-Studium auch bei einem geplanten Auslandsstudium innerhalb von 4 Semestern absolviert werden kann. 6 Qualifikation und Perspektiven Aufgrund des interdisziplinären Zuschnitts des Studiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik sind die erworbenen Kompetenzen in vielen Bereichen einsetzbar und eröffnen ein breites Spektrum von mög- lichen beruflichen Karrieren. AbsolventInnen qualifizieren sich für obere Kaderpositionen sowie für eine akademische Laufbahn, die auch Anschlüsse an das Promotionsstudium einschlägiger Disziplinen eröffnet (z.B. Soziologie, Poli- tikwissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie). Gleichzeitig können individuelle Schwerpunkt- setzungen verfolgt werden, die für die persönliche und fachliche Entwicklung wesentlich sind. Nachfolgend sind beispielhaft einige mögliche Berufsfelder angedeutet: Forscher/in: Probleme theoretisch reflektieren, Forschungsfragen formulieren, Lösungswege antizipie- ren, (empirische) Daten sammeln, aufbereiten, analysieren, redigieren, Ergebnisse präsentieren. Potenzielle Arbeitgeber: Universitäten, Think Tanks von Wirtschaft und Politik Berater/in / Analyst/in: In Stabsfunktionen Positionspapiere zu politischen oder rechtlichen Themen mit Bewusstsein für historische Abhängigkeiten und politische Konfliktlinien verfassen. Potenzielle Arbeitgeber: Öffentliche Verwaltung, Grossfirmen, NGOs, Verbände Communications Officer / PR: Für Organisationen mit multikulturellem Umfeld (intern sowie extern) rasch und fundiert kommunizieren. Potenzielle Arbeitgeber: Internationale Organisationen, NGOs, multinationale Unternehmen Projektmanager/in / wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in: Projekte für NGOs, Universitäten, Unternehmen und andere Organisationen planen, leiten, koordinieren und abschliessen. Potenzielle Arbeitgeber: Unternehmen, öffentliche Verwaltung, internationale Organisationen Publizist/in: Schriftliche und mündliche Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Radio, Fernsehen und Printmedien. Potenzielle Arbeitgeber: Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung Für die Zulassung zum Masterstudiengang Weltpolitik und Weltgesellschaft müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - ein abgeschlossenes Hochschulstudium (i. d. R. Bachelor), - mindestens 60 CP aus den Studienrichtungen: Kultur- und Sozialanthropologie (oder Ethnologie), Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie oder Geschichte. Die Anmeldung zum Masterstudium erfolgt über das Uni-Portal (https://portal.unilu.ch). Anmeldefrist ist der 30. April für das Herbstsemester und der 30. November für das Frühjahrssemester. Studiengangsleitung: Prof. Dr. Bettina Beer (bettina.beer@unilu.ch) Professur Ethonologie und Prof. Dr. Joachim Blatter (joachim.blatter@unilu.ch) Professur Politikwissenschaft Studienberatung und Fragen zur Zulassung: Dr. des. Michael Buess (michael.buess@unilu.ch) Mehr Informationen zum Studiengang finden Sie auf: www.unilu.ch/studium/studienangebot/master/kultur-und-sozialwissenschaftliche- fakultaet/weltgesellschaft-und-weltpolitik 7 Der Masterstudiengang Weltgesellschaft und Weltpolitik Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik - Studienbeginn ab HS 2012 Modul Studienanforderung Beschreibung Credits 120 Weltgesellschaft und Weltpolitik Vorlesung - 2 Vorlesung - 2 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Masterseminar - 4 Schriftliche Masterseminararbeit - 6 Forschungskolloquium - 4 Weitere Studienleistungen - 14 Forschung – Praxis - Methoden Methodenseminar 4 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 bzw. 10+4Variante 2: Methodische Spezialisierung Absolvierung methodischer Veranstaltungen im Rahmen des methodisch-empirischen Lehrangebots der KSF Oder: Absolvierung solcher methodischer Veranstaltungen (10 Cr) und Partizipation an einem einschlägigen wissenschaftlichen Workshop (4 Cr) Schriftliche Arbeit Methodische Forschungsarbeit 6 Freie Studienleistungen Studienleistungen Aus dem MA-Lehrangebot der KSF 10 Sozialkompetenz - 4 Masterverfahren Im Modul Weltgesellschaft oder Weltpolitik MA-Arbeit - 30 Im anderen Modul als MA-Arbeit MA-Prüfung mündliche Prüfung 10 8 Musterstudienplan MA Weltgesellschaft und Weltpolitik – Studienbeginn vor HS12 Art der Veranstaltung Beschreibung CP Gesamtanzahl CP 120 I Masterabschluss Mündliche Masterprüfung 10 Masterarbeit 30 II Studienleistungen in den Modulen Weltgesellschaft und Weltpolitik VL 2 VL 2 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 MAS mit schriftlicher Masterseminararbeit 8 Forschungskolloquium 4 Weitere Studienleistungen 10 III Studienleistungen aus dem Master-Lehrangebot der KSF 2 VL oder 1 HS / MAS 4 HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 IV Studienleistungen im Modul Forschung-Praxis-Methoden Allgemeine Methodenlehre HS oder MAS mit schriftlicher Seminararbeit 8 Variante 1: Berufs- und Forschungspraxis Praktikum Absolvierung eines selbst organisierten Praktikums von mind. 8 Wochen Vollzeit 14 Methodische Forschungsarbeit 8 Variante 2: Methodische Spezialisierung Weitere Studienleistungen aus dem methodisch-empirischen Lehrangebot der KSF 14 Methodische Forschungsarbeit 8 V Sozialkompetenz Sozialkompetenz 4 CP = Credit Points MAS = Masterseminar VL = Vorlesung HS = Hauptseminar Diese Übersicht der Studienleistungen bezieht sich auf die Angaben der geltenden Studien- und Prüfungsordnung sowie auf die entsprechenden Wegleitungen, (download unter www.unilu.ch/ksf). 9 Kurzübersicht der Lehrveranstaltungen Anrechenbar für Modul Weltgesellschaft Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Beer: Soziale und Sexuelle Reproduktion: Eine Einführung in die Verwandtschaftsethnologie Di 10.15 – 12.00 VL Hasse: Organisation und Management Di 13.15 – 15.00 VL Helbling: Einführung in die Ethnologie Mo 15.15 – 17.00 VL Mathieu: Europäische Geschichte der Neuzeit (2). Wirtschaft und Umwelt Mi 10.15 – 12.00 VL Stichweh: Theorie der Weltgesellschaft Blockveranstaltung HS Groebner: War der Buchdruck eine Kommunikationsrevolution? Lesen, Speichern, Löschen – vom Papier zu Gutenberg und den e-books. Do 13.15 – 15.00 HS Hüsken: Anthropologie von Organiationen Do 10.15 – 12.00 HS Mathieu/Speich/Nauer: Historische Entwicklungstheorien und die “Dritte Welt” seit 1945 Mi 13.15 – 15.00 HS Miczek: Religionsdebatten in den Medien – Analysen und Forschungsgespräche Mi 15.15 – 17.00 HS Speich: Europa und Afrika. Transkontinentale Beziehungsgeschichte nach 1945 Mi 10.15 – 12.00 MAS Behloul: Gewalt im Namen von Religion – Ein(Miss-) Brauch der Religion? Mo 15.15 – 17.00 MAS Brunsson: Organizing organizations Blockveranstaltung MAS Göbel: Politische Organisationen Blockveranstaltung MAS Hasse/Helbling: Wettbewerb und Konflikt Di 10.15 – 12.00 MAS Kury: Zionismus und Antizionismus: Nationale Bewegung und politische Instrumentalisierung Di 10.15 – 12.00 MAS Itschert: Medien und Nationalismus Mo 10.15 - 12.00 MAS Mattioli: Politthriller. Staatsverbrechen gegen die Demokratie im Film Di 12.15 – 15.00 MAS Morikawa: Politische und religiöse Konflikte in der Weltgesellschaft Mi 13.15 – 15.00 MAS Mormann: Diversity Management Di 12.15 – 15.00 MAS Werron: Globale Felder Mo 15.15 - 17.00 10 Anrechenbar für Modul Weltpolitik Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Blatter: Welt-, Gesellschafts- und Menschenbilder. Grundlagen politikwissenschaftlicher Analysen Di 13.15 – 15.00 VL Boes: Advanced Econometrics Mo 08.15 – 10.00 VL Caroni: International Humanitarian Law Do 13.15 – 15.00 VL Caroni: International Human Rights Law Mo 13.15 – 15.00 VL Hänni: Europäisches Wirtschaftsrecht Mo 10.15 – 12.00 VL Mathis: Allgemeines Staatsrecht Mo 13.15 – 15.00 VL Mathis: Rechtsökonomie Mo 10.15 – 12.00 VL Oechslin: Growth and Development Mo 15.15 – 17.00 VL Oechslin: International Trade Mi 10.15 – 12.00 VL Spenlé: Internationaler Menschenrechtsschutz Fr 15.15 – 17.00 VL Topidi: Courts and Tribunals of the World Di 15.15 – 17.00 VL Welge/Jenni: Vergleichende Regionale Integration Mi 10.15 – 12.00 HS Münkler: Neue Kriege. Asymmetrien, Drohnen und Terroristen Blockveranstaltung HS Oehri: Globale Verbreitung von Policies. Wie Regln und Normen Grenzen überschreiten Di 08.15 – 10.00 HS Rüger: Wirtschaflicher Riese, politischer Zwerg, militärischer Wurm? Die Aussenpolitik der EU im Fokus Blockveranstaltung HS Schaltegger: Aktulle Fragen der Wirtschaftspolitik Do 10.15 – 12.00 HS Schlenker: National, transnational, kosmopolitisch – Bürgerschaft im 21. Jahrhundert Mo 13.15 – 15.00 HS Siewert: Configurational Thinking and the Study of Democracy Do 13.15 – 15.00 14-täglich HS Spindler: „Konflikt“ in den Internationalen Beziehungen. Theoretische Zugänge und praktisch-politische Handlungsanleitungen im Vergleich Do 15.15 – 17.00 HS Spörer: Medien in Konflikten. Meidatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Do 08.15 – 10.00 HS Stojanovic: Demokratie in multikulturellen Gesellschaften Do 13.15 – 15.00 14-täglich HS Winzen: Parlamentsforschung Do 10.15 12.00 MAS Balthasar: Health Policy Blockveranstaltung MAS Heselhaus: WTO- und Investitionsschutzrecht Blockveranstaltung MAS Jaeger: International Political Sociology Blockveranstaltung MAS Junk: Von der Idee zum Forschungskonzept. Forschungsdesings und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Blockveranstaltung MAS Serrano: International Political Economy Di 13.15 – 15.00 MAS Szöcsik: Political Transformations Di 10.15 – 12.00 11 Anrechenbar für Modul Forschung-Praxis-Methoden Veran- staltung Dozent/in: Titel VL Boes: Advanced Econometrics Mo 08.15 – 10.00 VL Kuhn: Einführung in die Ökonometrie Fr 13.15 – 15.00 HS Huber: Einführung in Methoden der empirischen Religionsforschung I – qualitative Ansätze Mi 12.15 – 14.00 HS Kuhn: Einführung in die Ökonometrie Fr 15.15 – 17.00 HS Manderscheid: „sexy methods“. Einführung in Theorien und Methoden der Geschlechterforschung Do 15.15 – 17.00 HS Näther: Einführung in Techniken und Herausforderungen der Surveyforschung Do 10.15 – 12.00 HS Philipp: Datenanalyse mit R Mi 10.15 – 12.00 HS Siewert: Configurational Thinking and the Study of Democracy Do 13.15 – 15.00 14-täglich MAS Boes: Advanced Econometrics Mo 10.15 – 12.00 MAS Boes: Qualitative Methods I Blockveranstaltung MAS Boes: Regression and Causality Do 10.15 – 12.00 MAS Diaz-Bone: Survey Research Methods in Context Do 10.15 – 12.00 MAS Junk: Von der Idee zum Forschungskonzept. Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Blockveranstaltung MAS Manderscheid: Factorial Methods and Cluster Analysis Do 13.15 – 15.00 MAS Metag: Inhalts- und Rahmenanalyse Blockveranstaltung MAS Mey: Grounded Theory Blockveranstaltung 12 Kolloquien Veran- staltung Dozent/in: Titel KOL Baumann: Forschungskolloquium: Empirische Religionsforschung Mi 13.15 – 15.00 KOL Blatter: Kolloquium für Abschlussarbeiten Di 17.15 – 19.00 KOL Diaz-Bone: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Do 17.15 – 19.00 14-tägig KOL Hasse: MA-Kolloquium Organisation und Wissen folgt KOL Heintz: Kolloquium Weltgesellschaft/Theorien Blockveranstaltung KOL Mattioli/Speich/Kury/Ries: Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Di 17.15 – 19.15 14-tägig KOL Mützel: Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Mo 15.15 – 17.00 KOL Petzke: Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft folgt KOL Wehrli: Forschungskolloquium Di 17.15 – 19.00 Sonderveranstaltungen Veran- staltung Dozent/in: Titel Workshop Caroni: Public International Law Blockveranstaltung Workshop Morawa: Civil/Human Rights Workshop Fr 13.15 – 15.00 Workshop Morawa: Transnational Justice Blockveranstaltung Exkursion Buess: studentisch organisierte Exkursion des MA Weltgesellschaft & Weltpolitik nach Kopenhagen 16. – 19. April Legende VL Vorlesung HS Hauptseminar MAS Masterseminar KOL Kolloquium 13 Detaillierte Beschreibung der Lehrveranstaltungen Modul Weltgesellschaft Soziale und Sexuelle Reproduktion: Eine Einführung in die Verwandtschafts- ethnologie Dozentin: Prof. Dr. Bettina Beer Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 17.02.2015 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Diese Vorlesung gehört in den Bereich "Einführung in einen Bereich der Ethnologie" des BA-Studienganges Ethnologie und wird in regelmäßigen Abständen angeboten. Verwandtschaft und damit die Regelung sozialer und sexueller Reproduktion ist das wichtigste Organisationsprinzip nicht- staatlicher Gesellschaften. Beziehungen zwischen Menschen aufgrund von Geburt und Ehe sind die Grundlage für Gruppenzuordnungen und Heiratsregeln, Land- und Erbrechte, Siedlung und Wohnen, Krieg und Kult, Freundschaft und Feindschaft und viele andere Bereiche. Dabei sind die Konzepte von Verwandtschaft zum einen in Bedingungen der sozialen Reproduktion (Geschlecht, Geburt und Kindschaft), zum anderen in lokalen Vorstellungen und Ideologien vom "Körper" (Ursprung, Abstammung und Vaterschaft) begründet. Das Interesse an Verwandtschaft stand am Anfang der sich etablierenden Ethnologie (Johann Jakob Bachofen, Lewis Henry Morgan, Sir Henry Maine und viele andere), es blieb spezieller Arbeitsbereich dieser Disziplin und von großer Bedeutung für den Zugang zu außereuropäischen Gesellschaften. Theoretische Auseinandersetzungen in der Ethnologie waren eng mit Diskussionen über Verwandtschaft, über die Universalität oder Relativität sozialer Institutionen (etwa "Blutsverwandtschaft" und Ehe) verbunden. Geschlecht ist eine zentrale Kategorie verwandtschaftlicher Beziehungen. Seit den 1990er Jahren haben sich Verwandtschaftsethnologie und ethnologische Gender-Forschung deshalb auch zunehmend miteinander verbunden. Heute werden dadurch angestoßen beispielsweise Forschungen zu neuen Reproduktionstechnologien und veränderten verwandtschaftlichen Bindungen durchgeführt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: bettina.beer@unilu.ch Literaturauszug: Barnard, Alan, and Anthony Good 1984. Research practices in the study of kinship. London: Academic Press. Carsten, J. (Hg.) 2000. Cultures of Relatedness. New Approaches to the Study of Kinship. Cambridge: Cambridge University Press. Carsten, J. 2003. After Kinship (New Departures in Anthropology). Cambridge: Cambridge University Press. Feinberg, R. & Oppenheimer, M. (Hg.) 2001. The Cultural Analysis of Kinship. The Legacy of David M. Schneider. Urbana und Chicago: Univ. of Illinois Press. Fischer, H. 1996. Lehrbuch der Genealogischen Methode. Berlin: Reimer. 14 Organisation und Management Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00, ab 17.02.2015 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Moderne Organisationen wie z.B. Multinationale Konzerne, KMUs, Krankenhäuser, Parteien, Schulen und Universitäten inszenieren sich vorzugsweise als rationale Akteure, die in der Lage sind, sich gegenüber ihrer gesellschaftlichen Umwelt abzugrenzen und mehr oder weniger rationales Entscheiden zur Richtschnur ihres Handelns zu machen. Sie verfügen im Regelfall über eine Leitungsebene, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und im Sinne ihrer Organisation zu handeln. Diese Ver- antwortungsübernahme und hieraus hervorgehende Aufgaben werden üblicherweise als Management bezeichnet. Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Managements von Organisationen. Sie tut dies aus einer organisations- wissenschaftlichen Perspektive. Während Selbstbeschreibungen sowie Rezepte von Beratern und sog. Management-Gurus im Regelfall durch ein heroisches Management-Verständnis gekennzeichnet sind, zeichnet die Organisationsforschung auf der Grundlage ihrer Theorien und ihrer empi- rischen Beobachtungen ein wesentlich nüchterneres Bild. Hervorgehoben werden Grenzen rationalen Entscheidens, Einflüsse der gesellschaftlichen Umwelt und speziell durch andere Organisationen, interne Widerstände sowie begrenzte Möglichkeiten der Umsetzung von Entscheidungen. Zugleich belegt diese Forschung, dass viel Symbolik investiert wird, um die Fassade eines rationalen Managements von Organisationen aufrechtzu- erhalten. Die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen des Managements soll deshalb vor dem Hintergrund dieser Einsichten erörtert werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch Literatur: Baum, J.A.C. (ed.), 2002, Companion to Organizations. Oxford: Blackwell Brunsson, N., 1989, The Organization of Hypocrisy. Talk, Decisions, and Actions in Organizations. Chichester: Wiley. Chandler, A.D., 1977, The Visible Hand. The Managerial Revolution in American Business. Cambridge, MA: Harvard University Press. Djelic, M.-L., 1998, Exporting the American Model. Oxford: Oxford University Press Eccles, R.G./Nohria, N., 1992, Beyond the Hype. Rediscovering the Essence of Management. Cambridge, MA: Harvard Business School Press March, J.G., 1994, A Primer on Decision Making. How Decisions happen. New York: The Free Press Mintzberg, H., 1995, Die Strategische Planung. München: Hansa. Neuberger, O., 1995, Mikropolitik. Der alltägliche Aufbau und Einsatz von Macht in Organisationen, Stuttgart: Enke. Williamson, O.E. (ed.), 1995, Organization Theory from Chester Bernard to the Present and beyond. Expanded Edition. New York: Oxford University Press. 15 Einführung in die Ethnologie Dozent: Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 - 17.00, ab 23.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Lehrveranstaltung ist als Überblick und Einführung in das Studium der Ethnologie angelegt. Gegenstand, Methodik, Grundbegriffe der Teilgebiete ”Verwandtschaft”, ”Wirtschaft” und ”Politik” sowie die Geschichte des Faches kommen zur Sprache. Die Vorlesung soll Aufschluss darüber geben, was Ethnologie ist und welche Fragestellungen sie mit welchen Methoden untersucht. In der Einführung sollen Erstsemester außerdem eine eigene Vorstellung davon entwickeln können, welchen Sinn das Studium der Ethnologie haben kann und welches ihre eigenen Zielsetzungen sind. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: Material: KSF: benotete Prüfung / 3 juerg.helbling@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. 16 Europäische Geschichte der Neuzeit (2): Wirtschaft und Umwelt Dozent: Prof. Dr. phil. Jon Mathieu Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich, Mi, 10.15 - 12.00, ab 18.02.2015 FRO, HS 5 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Sind Wirtschaftsentwicklung und die Erhaltung der natürlichen Umwelt Gegensätze oder lassen sie sich vereinbaren? Die Frage wird seit der „ökologischen Wende“ um 1970 immer wieder debattiert und sorgte schon vorher in spezifischen Zusammenhängen für Zündstoff. Doch die Beziehung zwischen Wirtschaft und Umwelt geht über dieses Spannungsverhältnis hinaus. Die moderne Geschichtswissenschaft interessiert sich auch für andere Aspekte: Welche Umwelten begünstigten – oder behinderten – zum Beispiel welche ökonomischen Entwicklungen? Und unter welchen Bedin- gungen? Ausgangspunkt unserer Vorlesung ist die neue Buchreihe Making Europe (bei Palgrave Macmillan, 2013-2015), die die europäische Technolo- giegeschichte seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit Blick auf den Alltag der breiten Bevölkerung untersucht. Wir nehmen die Frühe Neuzeit hinzu und stellen das Werk damit in eine langfristige Perspektive seit dem 16. Jahrhundert. Die Vorlesung ist Teil eines mehrsemestrigen Zyklus, der eine problemorientierte Übersicht zur europäischen Geschichte vermitteln soll. Die Teile des Zyklus sind in sich geschlossen und können auch einzeln belegt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Hinweise: jon.mathieu@unilu.ch Texte über OLAT 17 Theorie der Weltgesellschaft Dozent: Prof. Dr. rer. Soc. Rudolf Stichweh Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 17.04.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 18.04.2015, 09.15 - 16.00, Fr, 15.05.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 16.05.2015, 09.15 - 16.00 FRO, HS 4 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung bietet einen systematischen Überblick einer Theorie der Weltgesellschaft. Die voraussichtlichen Themen sind die Folgenden: I Grundbegriffe einer Theorie der Weltgesellschaft: Gesellschaft, Welt, Kommunikation II Evolutionäre und historische Voraussetzungen der Weltgesellschaft III Selbstbeobachtung, Selbstbeschreibung, Semantik IV Eigenstrukturen der Weltgesellschaft 1: Funktionssysteme, Ausdifferenzierungsgeschichte und Vergleich V Eigenstrukturen der Weltgesellschaft 2 (Organisationen, Netzwerke, Epistemische Communities) VI Prozesse und Mechanismen der Globalisierung VII Migration VIII Transport, Verkehr, Kommunikation IX Weltstädte und Weltereignisse X Raum und Zeit XI Konflikt, Gewalt, Krieg XII Normativität und Solidarität XIII Ungleichheit XIV Individualisierung XV Ökologie der Weltgesellschaft XVI Evolution der Weltgesellschaft: Soziokulturelle Diversität Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 2 Kontakt: Material: rstichweh@yahoo.de auf OLAT Literatur Drori, Gili S. et al. (Hg.), Globalization and Organization, 2006 Heintz, Bettina et al. (Hg.), Weltgesellschaft. Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen, 2005 Holzer, Boris et al. (Hg.), From Globalization to World Society: Neo-Institutional and Systems-Theoretical Perspectives, 2014 Lechner, Frank J./Boli, John (Hg.), The Globalization Reader, 4th ed., 2011 Luhmann, Niklas, Die Gesellschaft der Gesellschaft, 2 Bde., 1997 Meyer, John W., World Society, 2010 Rossi, Ino (Hg.), Frontiers of Globalization Research, 2008 Stichweh, Rudolf, Die Weltgesellschaft. Soziologische Analysen, 2000 Stichweh, Rudolf, Der Fremde. Studien zu Soziologie und Sozialgeschichte, 2010 Stichweh, Rudolf, Inklusion und Exklusion, 2. erw. Aufl., 2015 18 War der Buchdruck eine Kommunikationsrevolution? Lesen, Speichern, Löschen – vom Papier zu Gutenberg und den e-books Dozent: Prof. Dr. phil. Valentin Groebner Duchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 19.02.2015 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Publikation der 42zeiligen lateinischen Bibel durch Johannes Gutenberg und Johannes Fust 1454 in Mainz, gedruckt mit beweglichen Lettern, gilt als Beginn des modernen Buchdrucks und als europäische Medienrevolution durch neue Vervielfältigungstechnologien. Kaum ein Ereignis in der Geschichte der Vormoderne ist so vielfältig mit technischen Errungenschaften des 20. und 21. Jahrhunderts gleichgesetzt worden, von Marshall MacLuhans "Gutenberg-Galaxis" bis zum Personalcomputer und dem Aufstieg des Internet und dem vielfach angekündigten Ende des Buchdrucks. Das Seminar widmet sich dem genauen historischen Kontext und den Erscheinungsformen dieser technischen Neuerung. Die Einführung des Papiers hat lange vor Gutenberg das Schreiben und Vervielfältigen von Texten in Europa grundlegend verändert; ebenso kannte das 14. und 15. Jahrhundert bereits massenhaft reproduzierte Bilder, Stempel und Abzeichen in hohen Auflagen. Im ausgehenden Mittelalter brach das Zeitalter der Vervielfältigung an. Es hat im Umgang mit gedruckten Büchern als Speicher- und Kommunikationsmedium bis zur Reformation vielfältige Spuren hinterlassen: Ihnen wird das Seminar nachgehen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: valentin.groebner@unilu.ch 19 Anthropologie von Organisationen Dozent: Dr. phil. Thomas Hüsken Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2015 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Seminar „Anthropologie von Organisationen“ beschäftigt sich mit Re- gierungs-, und Nicht-Regierungsorganisationen sowie Organisationen des privaten Sektors aus ethnologischer Perspektive. Während sich die Organi- sations- und Unternehmensethnologie an Universitäten in den USA und in England als eigenständige Subdisziplin etablieren konnte, fristet sie an deutschsprachigen Instituten eher ein Nischendasein. Dabei mangelt es auch nicht an Ethnologen, die empirisch fundierte Organisationsethnogra- phien erstellen. Gleichzeitig gibt es eine wachsende Zahl von Ethnologen, die als Entwicklungsexperten und Unternehmensberater arbeiten. Das Seminar beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen formeller und informeller Sphäre, der Beziehung von Innovation und Tradition sowie der Produktion und Verteilung von Wissen innerhalb und durch Organisationen. Ein weiteres Element wird die Methodik ethnologischer Forschung in komplexen bürokratischen Organisationen bilden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay oder Referat) / 4 Kontakt: thomas.huesken@unilu.ch Literatur Gellner, David N/ Eric Hirsch (eds.) 2001, Inside Organizations. Anthropologists at Work. Oxford, New York. Berg 20 Historische Entwicklungstheorien und die „Dritte Welt“ seit 1945 Dozent: Prof. Dr. phil. Jon Mathieu Prof. Dr. Daniel Speich Heinz Nauer, MA Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Mi, 13.15 - 15.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Die Nachkriegsdebatten über die „Dritte Welt“ thematisierten immer wieder Beziehungen zwischen historischer Theoriebildung und der zeitgenössi- schen Entwicklungsproblematik. Einerseits wurden Gegenwartserfahrungen zur Analyse historischer Prozesse genutzt, andererseits sollten Resultate der westlichen Geschichtsforschung den Umgang mit dem globalen Süden beeinflussen. Der Schweizer Sozialhistoriker Rudolf Braun, der sich mit der Industrialisierungsgeschichte des Züricher Oberlands befasste, schrieb zum Beispiel 1961: „Die Ergebnisse dieser Forschungen können für das Ver- ständnis der Probleme in den Entwicklungsländern wertvolle Dienste leisten. Konfrontiert man die Situation der europäischen Frühindustrie mit derjenigen in den Entwicklungsländern, so wird man nicht nur hellhöriger für die Probleme der letzteren, sondern lernt auch die Verantwortung abschätzen, welche man als Helfender auf sich nimmt.“ Anhand von ausgewählten Biographien, Publikationen und Kontroversen fragt das Seminar nach dieser Interaktion zwischen Geschichtskonzeption und Entwicklungserfahrung seit 1945. Gleichzeitig lernen wir dabei eine Reihe von wichtigen Historikern und EntwicklungsökonomInnen kennen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: Kontakt: KSF: aktive Teilnahme / 4 jon.mathieu@unilu.ch / daniel.speich@unilu.ch / heinz.nauer@unilu.ch 21 Religionsdebatten in den Medien – Analysen und Forschungsgespräche Dozentin: Dr. phil. Nadja Miczek Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 15.15 – 17.00, ab 18.02.2015 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Nahezu täglich finden sich Ausschnitte von Debatten um Religion oder Diskussionen mit religiösen Vertretern in den Medien: der Islam unter Generalverdacht, das Christentum als verstaubte, aber teure Reliquie oder esoterische Heiler als obskure Geschäftemacher. Die mediale Aushandlung trägt heute wesentlich zur öffentlichen Konstruktion von Religionsbildern bei. Häufig beschränkt sich die Analyse dieser Bilder auf eine Untersuchung von Medientexten, sei es über Zeitungsartikel, TV-Diskussionen oder Online- Foren. Im geplanten Seminar setzen wir einen anderen analytischen Fokus: Im Zentrum steht ein Blick hinter die Kulissen: Wer sind die Akteure, die in medialen Diskursen um Religion mitwirken? Wie nutzen Sie verschiedene Medien, um Religionsbilder zu formen, zu kritisieren, zu verändern? Wer bestimmt die Regeln, was gesagt werden darf und was nicht? Wir fragen sie. Dazu betreten wir im geplanten Seminar in vielen Punkten Forschungsneu- land. Dieser Umstand spiegelt sich auch in der didaktischen Konzeption wider. Kernanliegen des Hauptseminars ist es, Studierende zu aktivieren, angeleitet und betreut erste eigene Forschungsschritte im Bereich Medien und Religion zu unternehmen. Dazu laden wir ausgewählte Personen aus dem Forschungsfeld in das Seminar ein. Wir bereiten gemeinsam Forschungsgespräche vor, führen diese durch und werten sie aus. Es ist geplant aus folgenden drei Bereichen jeweils zwei Vertreter zu Forschungsgesprächen ins Seminar einzuladen: - Religiöse Akteure - Medienschaffende - Wissenschaftler Anhand dieser drei Perspektiven erarbeiten wir im Seminar ein vertieftes Verständnis, wie mediale Debatten um Religion verlaufen. Dabei geht es nicht darum, eine einzelne Debatte nachzuzeichnen, sondern vielmehr ein grundlegendes Verständnis der Strukturen und Abläufe medialer Debatten um Religion zu erhalten: ein Blick hinter die Kulissen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: mündliches Engagement, aktibe Beteilung an der Durchführung der Froschungsgespräche / 4 Kontakt: nadja.miczek@unilu.ch 22 Europa und Afrika. Transkontinentale Beziehungsgeschichte nach 1945 Dozent: Prof. Dr. Daniel Speich Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich, Mi, 10.15 – 12.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.B47 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Bis ungefähr 1960 waren die Beziehungen zwischen Europa und Afrika vom Imperialismus geprägt. Mit der Dekolonisation trat die Problematik der Entwicklungshilfe in den Vordergrund. Und neuerdings steht das Verhältnis Europas zum südlichen Nachbarkontinent weitgehend im Zeichen der Flüchtlingsproblematik. Im Seminar werden diese drei Konstellationen erkundet. Dabei geht es um die Geschichte von geographischen Imaginationen und um wirtschaftliche Abhängigkeit. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahm / 4 Kontakt: daniel.speich@unilu.ch Literatur zur Vorbereitung: • Lewis, Martin W. und Kären Wigen: The myth of continents. A critique of metageography, Berkeley 1997. 23 Gewalt im Namen von Religion – Ein (Miss-)Brauch von Religion? Dozent: PD Dr. phil. lic. theol. Samuel-Martin Bejloul Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 15.15 – 17.00, ab 23.02.3015 FRO, 4.B47 Mo, 13.04.2015, 15.15 – 17.00 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Zahlreiche Beispiele aus Religionsgeschichte und –gegenwart zeigen, dass der Glaube an einen bestimmten Gott oder göttliche Wesen den Menschen enthemmen, brutalisieren und mit Hass erfüllen kann. Angriffe auf religiös Andersdenkende und deren Ermordung werden dabei als heilige Handlung legitimiert und inszeniert. Dies gab es seit den Anfängen der menschlichen Religionsgeschichte und es betrifft keineswegs nur bestimmte Religionen, sondern jede historisch bekannte Religion. Gehören Religion und Gewalt strukturell zusammen? Ausgehend von verschiedenen historischen und aktuellen Beispielen soll im Seminar vergleichend der Frage nachgegangen werden, unter welchen situativen, persönlichen und kontextuellen Bedingungen Bezüge auf religiöse Wertesysteme und Gruppenzugehörigkeiten besonders zur Abwertung anderer – und damit zur (potenziellen) Legitimierung von Gewalt – führen können. Die Teilnehmenden sollen anhand verschiedener empirischer Beispiele aus Geschichte und Gegenwart das Verhältnis von Religion und Gewaltlegitimie- rung in den gesellschaftlichen Kontexten reflektieren und interpretieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Material: s.behloul@bluewin.ch Texte werden auf OLAT bereit gestellt. Literatur • Armstrong, Karen (2014): Im Namen Gottes. Religion und Gewalt. • Kursawe, Janet, Brenner Verena (Hg.) (2013): Konfliktfaktor Religion? Die Rolle von Religion in den Konflikten Südasiens, Baden-Baden. • Kippenberg, Hans G. (2008): Gewalt als Gottesdienst: Religionskriege im Zeitalter der Globalisierung, München. • Hildebrandt, Mathias, Brocker, Manfred (Hg.) (2005): Unfriedliche Religion? Das politische Gewalt- und Konfliktpotenzial von Religionen, Wiesbaden. 24 Organizing organizations Dozent: Prof. Dr. Nils Brunsson Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 17.04.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 18.04.2015, 09.15 - 16.00, Fr, 15.05.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 16.05.2015, 09.15 - 16.00 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Traditionally formal organizations have been seen as organized while their environments are not. In this course we will investigate to what extent and how organization happens outside and among organizations. We will discuss phenomena such as standardization, certification, rankings, projects and value chains. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat/Essay) / 4 Kontakt: nils.brunsson@fek.uu.se Literatur • Ahrne, G. and Brunsson, N: Organization outside organizations: the significance of partial organization. Organization, 2011. • Timmermans, S. and Epstein, S.: A World of Standards but not a Standard World: Toward a Sociology of Standards and Standardization, In Annual review of Sociology, 36, 2010. 25 Politische Organisationen Dozent: Prof. Dr. phil. Andreas Göbel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Fr, 24.04.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 25.04.2015, 09.15 - 16.00, Fr, 22.05.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 23.05.2015, 09.15 - 16.00 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Seminar will zwei soziologische Teilgebiete miteinander kombinieren: die organisationssoziologische Frage nach den Formen und Funktionen von Organisationen mit der politisch-soziologischen Frage nach der Form des Politischen. Konkret wird es also darum gehen, die Spezifik von Organisatio- nen im politischen Kontext zu rekonstruieren. Will man diese Suchbewegung konkretisieren, lassen sich grundsätzliche Fragen stellen: Was ist das Politische an politischen Organisationen? Wie erkennen sich politische Organisationen als solche? Ändert sich die Form einer Organisation, wenn wir den Referenzrahmen des Politischen von der nationalstaatlichen auf eine weltgesellschaftliche Ebene erweitern? Wie können wir die Relation von governmental und non-governmental organisations fassen? Ist diese Unterscheidung eine erschöpfende, wenn es um Organisationen im Kontext des Politischen geht? – Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen dieses Seminars gestellt, konkretisiert und erörtert werden. Ein genaues Seminarprogramm mit weiteren Hinweisen wird rechtzeitig online gestellt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Material: andreas.goebel@uni-wuerzburg.de Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur Zur Vorbereitung lohnt sich ein intensiver Blick in: • Gili S. Drori (Ed.) (2006), Globalization and Organization: World Society and Organizational Change, Oxford u.a.: Oxford University Press. • Niklas Luhmann (2010), Politische Soziologie, Berlin: Suhrkamp. 26 Wettbewerb und Konflikt Dozenten: Prof. Dr. Raimund Hasse Prof. Dr. Jürg Helbling Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 17.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In klassischen Konzepten wurde Konkurrenz mit Verweis auf die Indirektheit der Beziehungen zwischen Konkurrenten sehr scharf von Konflikten abgegrenzt. In neueren Wettbewerbsanalysen werden demgegenüber direkte Beziehungen zwischen Konkurrenten hervorgehoben, so dass diese Abgrenzung hinfällig geworden ist. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung Erscheinungsformen und Folgen des Wettbewerbs. Neben ethnologischen und soziologischen Perspektiven sollen dabei auch Einsichten aus aus der Ökonomie und aus der Biologie einbezogen werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt. raimund.hasse@unilu.ch oder juerg.helbling@unilu.ch Literatur Simmel, G., 1903, Soziologie der Konkurrenz. In: Neue Deutsche Rundschau (Freie Bühne) 14/ 10: 1009-1023 (http://socio.ch/sim/verschiedenes/1903/konkurrenz.htm). White, H.C., 1993, Markets in Production Networks. In: Swdberg, R., ed., Explorations in Economic Sociology. New York: Russell Sage Foundation, 42-63. • Barnett, W.P., 2008, The Red Queen among Organizations. How Competitiveness Evolves. Princeton, NJ: Princeton University Press. 27 Zionismus und Antizionismus: Nationale Bewegung und politische Instrumentalisierung Dozent: PD Dr. Patrick Kury Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Di, 10.15 - 12.00, ab 17.02.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Über den Zionismus als national-jüdische Idee und Grundlage des Staates Israel wird heftig und polemisch gestritten, was eine nüchterne Beschäfti- gung nicht leicht macht. Für die eine Seite bildet der Zionismus das Hauptproblem im Nahen Osten. Seine Überwindung wird als „Vorbedingung für eine jüdisch-arabische Aussöhnung“ (John Rose) gesehen. Für die andere Seite stellt der Zionismus die Grundlage für die Realisierung eines eigenen Staates dar. Dabei habe sich die jüdisch-nationale Bewegung deutlich von den kolonialen und imperialistischen Intentionen der europäischen Mächte unterschieden. Die Übung bietet mittels ausgewählter Texte Einblicke in die Strömungen des Zionismus und des arabisch-jüdischen Konflikts und analysiert auf der Grundlage historischer Erkenntnis die politischen Kontroversen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: patrick.kury@doz.unilu.ch 28 Medien und Nationalismus Dozent: Dr. phil. Adrian Itschert Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 23.02.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Konzept des Nationalismus gehört ohne Zweifel zu den modeabhängigsten Konzepten der Soziologie. Regelmässig wird es zum historischen Auslaufmodell erklärt, um dann wieder in seiner Aktualität emphatisch bestätigt zu werden. Der Begriff der Nation vereint dabei typisch moderne Züge (direktes Verhältnis zum Individuum, das Ideal der kollektive Selbstbestimmung) mit vormodernen Zügen (wie der oft unterstellten gemeinsamen Herkunft, Askriptivität). Auch wenn es schwerfällt den Begriff des Nationalismus präzise zu erfassen, so besteht zumindest kein Zweifel daran, dass er als öffentlicher Diskurs seine Reproduktion immer auch den Massenmedien verdankt. Der Kurs wird einerseits versuchen das flüchtige Konzept der Nation genauer zu erfassen. Andererseits wird es aber auch um die Verbindung von Nationalismus und Massenmedien gehen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: adrian.itschert@unilu.ch Literatur Rogers Brubaker. Nationalism Reframed. Cambridge: Cambridge University Press. 1996. 29 Politthriller. Staatsverbrechen gegen die Demokratie im Film Dozent: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli Durchführender Fachbereich: Geschichte Termine: wöchentlich Di, 12.15 - 15.00, ab 17.02.2015 FRO, HS 12 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Der Politthriller entstand als Filmgenre im Kalten Krieg; er beschäftigt sich in spannungsgeladener Form mit kriminellen Machenschaften von Regierungen oder mit illegalen Aktionen von staatlichen Organen. Seine hohe Zeit hatte er in den siebziger und achtziger Jahren. In aller Regelt nehmen die in Politthrillern verfilmten Ereignissen Bezug auf reale, nicht restlos aufgeklärte Verbrechen aus der jüngeren Vergangenheit. Mit dem Politologen Lance DeHaven-Smith sollen unter „State Crimes against Democracy“ „konzertierte Aktionen (oder Unterlassungen) von Insidern der Regierung verstanden werden, die mit der Absicht begangen werden, demokratische Prozesse zu manipulieren und die Volkssouveränität zu untergraben. Im Seminar werden wir uns unter anderem mit dem Massaker von Paris (1961), der Ermordung von Patrice Lumumba, der Watergate-Affäre, der Ausschaltung von schwarzen Aktivisten im Südafrika der Apartheid, dem Völkermord in Ruanda und mit Krieg gegen den Terror beschäftigen. Über das Semester sollen damit an zentralen Beispielen Einblicke in die mitunter düstere Geschichte des Machtmissbrauchs gegeben werden. Umfang: 3 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 4 Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch 30 Politische und religiöse Konflikte in der Weltgesellschaft Dozent: PD dr. rer. pol. Tekemitsu Morikaws Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 13.15 – 15.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Existenz der Weltgesellschaft bedeutet keineswegs den Weltfrieden. Vielmehr ist sie seit ihrer Entstehung fast immer von Kriegen, Konflikten, Unruhen, destruktiven Wettbewerben geprägt. Jeder Konflikt ist von einer einzigartigen Konstellation von vielfältigen Ursachen – ökonomisch, sozial, politisch, religiös, ideologisch, kulturell etc. – bedingt. Jedoch ist es einerseits in den gegenwärtigen Medien – seit dem Ende des Kalten Krieges – dominant, politische Konflikte primär religiös bzw. kulturell zu beschreiben und aus solchen Faktoren zu erklären (wie die These von »Clash of Civilizations«). Anderseits bleibt immer noch der Ansatz beliebt, die Konflikte aus dem ökonomischen Grund zu erklären. Die beiden Erklärungsmuster kommen jedoch m.E. mit der Komplexität der weltgesellschaftlichen Wirklichkeit nicht zurecht. In dieser Lehrveranstaltung soll stattdessen probiert werden, die gegen- wärtigen, politischen und religiösen Konflikte in der Weltgesellschaft multi- dimensional zu analysieren, nämlich: a) in der kulturellen Dimension mit dem historischen Hintergrund – Produktion und Reproduktion von Fremd- und Selbstbildern (einschließlich der religiösen Weltverständnisse) sowie vom gegenseitigen Hass jeder betroffenen Konfliktpartei; b) in der sozioökonomischen Dimension – vor allem Kampf um den Zugang zu den auf dem Globus ungleich verteilten Naturressourcen und um die genauso ungleich verteilten, sozialen Aufstiegschance; c) in der medialen Dimension – Beschreibungen der Konflikte in Medien einschließlich von medialen (Selbst-)Inszenierung. Mit welchen Kategorien und Semantiken und aus welcher Perspektive werden die Konflikte medial repräsentiert? Was wird hingegen ausgeblendet?; d) in der politischen Dimension – d.h. unter dem Aspekt von Machterhalt und -gewinn jeder Konfliktpartei (Politiker, Parteien, Staaten, sonstige Organisationen etc.). Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt. Hinweise: takemitsu.morikawa@doz.unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literaturauszug • Baberowski, Jörg et al. (Hg.) (2008): Selbstbilder und Fremdbilder. Repräsentation sozialer Ordnungen im Wandel, Frankfurt am Main : Campus. • Baberowski, Jörg; Metzler, Gabriele (Hg.) (2012): Gewalträume. Soziale Ordnungen im Ausnahmezustand. Frankfurt am Main [u.a.]: Campus-Verl. • Elwert, Georg (Hg.) (1999): Dynamics of violence. Processes of escalation and de-escalation in violent group conflicts. Berlin: Duncker & Humblot (Beihefte / Supplements to "Sociologus", no. 1). • Heine, Jorge (Hg.) (2011): The dark side of globalization, Tokyo: United Nations University Press. • Huntington, Samuel P. (2002): Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München : Goldmann. 31 Diversity Management Dozent: Dipl. Soz. Hannah Mormann Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Wöchentlich Di, 15.15 - 17.00, ab 17.02.2015 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Unter der Überschrift »Diversity Management« werden in Organisationen nicht nur die ausgeglichene Vertretung von Männern und Frauen auf allen Hierarchiestufen thematisiert. Dimensionen der Diversität von Mitarbeitern („workplace diversity“) und Erwerbspersonen („workforce diversity“) sind darüber hinaus auch die Nationalität, das Alter, der sozio-kulturelle und fachliche Hintergrund, die sexuelle Orientierung sowie die Integration von Menschen mit Behinderungen. Der Startpunkt für die Beschäftigung mit einer vielfältig zusammengesetzten Belegschaft liegt in der Bürgerrechtsbewe- gung in den USA der 1960er Jahre. Unter dem US-amerikanischen Präsi- denten Kennedy wurden sog. Affirmative-Action-Programme in staatlichen Unternehmen eingeführt; das erklärte Ziel war, Diskriminierung mithilfe politischer Programme und Direktiven zu beenden. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich in diesem Bereich ein neues Berufsfeld für Spezialisten; es wurde darüber hinaus auch deutlich, wie unklar und schwie- rig die konkrete Umsetzung dieser Programme war. Die Entwicklung anti- diskriminierender Maßnahmen im »Diversity Management« wird heute nicht mehr bloß als Reaktion auf verschiedene Formen der Diskriminierung inter- pretiert, sondern mit der Idee der Profitmaximierung verknüpft. Die Verschie- denheit von Mitarbeitern wird mittlerweile als Potential betrachtet und die Managementrhetorik hat sich entsprechend verschoben – das Ziel von »Diversity Management« ist nunmehr die Effizienz von vielfältig zusam- mengesetzten Teams. Ziel des Seminars ist es zunächst, den historischen Entstehungskontext von »Diversity Management« kennenzulernen. Im ersten Teil wird dann die Ver- breitung und Akzeptanz dieser Managementidee primär aus einer organisa- tionstheoretischen Forschungsperspektive diskutiert. Grundlage dafür sind empirische Studien, die sowohl quantitative als auch qualitative Forschungs- designs für die Untersuchung von »Diversity Management« in Organisatio- nen vorschlagen. Im zweiten Teil wird es um die Fragen gehen, wie »Diversity« im Kontext lokal verankerter Verständnisse von Pluralität und Chancengleichheit interpretiert und »Diversity Management« konkret in betriebliche Praxis übersetzt wird. Am Beispiel verschiedener empirischer Fälle werden diese Fragen diskutiert. Dabei steht die Entwicklung möglicher Forschungsdesigns im Fokus. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: hannah.mormann@unilu.ch 32 Globale Felder Dozent: Dr. phil. Tobias Werron Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mo, 15.15 – 17.00, ab 23.02.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Vorstellung, dass die moderne Gesellschaft in Teilsysteme bzw. Felder differenziert ist (Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Religion, Kunst, usw.), gehört zum Grundbestand soziologischer Theoriebildung. In dem Seminar wollen wir neuere Beiträge aus der Globalisierungs- und Weltgesellschafts- forschung diskutieren, die diese These auf Globalisierungsprozesse anwen- den und die versuchen, Felder als globale Felder zu beschreiben bzw. Globalisierung in feld- und differenzierungstheoretischen Begriffen zu er- klären. Dabei soll es einerseits darum gehen, welche Begriffe zur Beschreibung solcher Prozesse angeboten werden und wie die Anwendung auf Globali- sierungsprozesse auf die soziologische Theoriebildung zurückwirkt; anderer- seits wollen wir uns mit empirischen Studien auseinandersetzen, die ein möglichst breites Spektrum von Feldern abdecken. Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf der Diskussion eines neueren Zweigs der amerikanischen Soziologie über ‚global fields’ liegen, der Pierre Bourdieu’s Feldtheorie für die Globalisierungsforschung fruchtbar zu machen versucht. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: tobias.werron@unilu.ch Literatur • Go, Julian: Global Fields and Imperial Forms: Field Theory and the British and American Empires, Sociological Theory 26 (2008), S. 201–229 • Heintz, Bettina/Tobias Werron: Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 65 (2011), S. 359-394 33 Modul Weltpolitik Welt, Gesellschafts- und Menschenbilder. Grundlagen politikwissenschaftlicher Analysen (Handlungs- und Institutionstheorien) Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 - 15.00 , ab 17.02.2015 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Wie kann man politische Entscheidungen, wie z.B. die Wahl eines Bundes- rates im Parlament oder das Verhalten der Schweizer Regierung in interna- tionalen Verhandlungen verstehen und erklären? In der Politikwissenschaft basieren Interpretationen und Erklärungen üblicherweise auf einer Hand- lungstheorie und den entsprechenden strukturellen Rahmenbedingungen, die das Handeln der Akteure beeinflussen. Bei den Handlungstheorien greift die Politikwissenschaft auf die beiden klassischen Menschenbilder der Sozialwissenschaften, den homo oeconomicus und den homo sociologicus zurück. Der homo oeconomicus versucht, durch strategisches Handeln seine Interessen umzusetzen, der homo sociologicus folgt dagegen den Normen, die er infolge seiner Rolle und/oder seiner Identität als angemessen empfindet. Aus der Philosophie, der Psychologie sowie den Kultur- und Kommunikationswissenschaften wurden weitere handlungstheoretische Modelle entwickelt, die in einer durch Information und Kommunikation gekennzeichneten Gesellschaft Relevanz besitzen, so z.B. das verständigungsorientierte Handeln, das rhetorische Handeln, das emotionale, das kreative und das symbolische Handeln. Bei diesen verschiedenen Handlungstheorien sind jeweils typische Strukturen relevant, welche, wenn sie eine gewisse zeitliche Stabilität besitzen, in den Sozialwissenschaften als Institutionen bezeichnet werden. Für den homo oeconomicus sind das formale Organisations- und Entschei- dungsregeln, für den homo sociologicus z.B. Traditionen oder Routinen, während bei den anderen Theorien kommunikative Strukturen wie Konven- tionen, Leitbilder oder hegemoniale Diskurse im Vordergrund stehen. Insgesamt sind die Vorstellungen darüber, wie (politische) Akteure handeln und welche Strukturen/Institutionen sie dabei anleiten, stark von Weltbildern (Ontologien/Ideologien) und Gesellschaftsbildern (wie ist die Gesellschaft aufgebaut und was hält sie zusammen?) abhängig. Die Veranstaltung ist zweistufig aufgebaut. Zuerst werden die verschiedenen Handlungstheorien und die dahinter stehenden Welt-, Gesellschafts- und Menschbilder dargestellt und verglichen. Im zweiten Teil wird dann gezeigt, wie man mit entsprechenden Institutionentheorien politische Prozesse und Ergebnisse verstehen und analysieren kann und wie man politische Steuerungs- und Governanceformen interpretieren und konzipieren kann. Die Veranstaltung verdeutlicht zum einen die breite interdisziplinäre Veran- kerung der modernen Politikwissenschaft und ermöglicht zum anderen den Studierenden anderer Fächer den Blick über den Tellerrand ihrer Disziplinen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: Material: joachim.blatter@unilu.ch wird auf OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Blatter, J. (2007): Governance – Theoretische Formen und historische Transformationen. Baden- Baden: Nomos Etzrodt, Ch. (2003): Sozialwissenschaftliche Handlungstheorien. Eine Einführung. Konstanz: UVK 34 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course provides an introduction to modern econometrics. Students will learn how to carry out empirical anylysis, going beyond simple descriptive statistics. Topics include lineral regression, the analysis of longitudinal data, limited and discrete dependent variables, survival analysis, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The course has two objectives: (i) learn the methodology of modern econometric analysis and (ii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch des Masterseminars "Advanced Econometrics". 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: Material: stefan.boes@unilu.ch Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 35 International Humanitarian Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 13.15 - 15.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Despite the fact that the UN Charter prohibits the use of force, armed con-flicts remain a reality in today's world. The special legal regime for situations of armed conflicts is provided by International Humanitarian Law (IHL). IHL neither addresses the reasons of nor the possible legal justifications of armed conflicts; instead it focuses on the protection of the victims of warfare. IHL aims at mitigating the effects of armed conflicts by constraining the means and methods of warfare and by obliging all parties of a conflict to protect persons not engaged in hostilities, mainly civilians and soldiers out of combat. Humanitarian law therefore aims at limiting harm caused by wars, thereby accepting the existence of armed conflict in today’s world. The course offers an introduction to IHL, its development, legal bases and challenges. It focuses on the two branches of international humanitarian law, the law of Geneva (protection of victims) and the law of The Hague (means of warfare), the rules governing international and non-international armed conflicts as well as the implementation of those legal norms. These issues will be discussed and analyzed in the light of current developments, recent events and challenges to IHL. In addition, guest lecturers will deliver insights on practical issues of humanitarian law. Students are able to identify, analyze and assess issues relating to IHL when faced with situations of armed conflict. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of Public International Law and Human Rights Law is recommended. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral or written) will be announced at the beginning of the term / 6 Kontakt: lehrstuhl.caroni@unilu.ch Literatur The Course Reader „International Humanitarian Law“; Copies of the four Geneva Conventions and the three Additional Protocols to the Geneva Conventions. These can be ordered for free from the International Committee of the Red Cross (www.icrc.org). 36 International Human Rights Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: The course focuses on the emergence, expansion, and enforcement of international human rights norms. It introduces the major inter¬¬national institutions and political processes by which international human rights norms are established and enforced, namely the regimes established under the United Nations, regional human rights conventions (European, Inter- American, African), and various treaties. The course is divided into two parts: the first part introduces the evolution and conceptual foundations of human rights, the most important human rights treaties and the mechanism for their implementation; the second part considers selected, current human rights issues in a comparative mode using standards developed in international human rights law as well as regional (e.g. European) standards.. As the course will be held in a seminar-like style, i.e. emphasizing class discussions, active participation in the class is expected. Students are ably to indentify, analyze and assess issues relating to human rights questions. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law (e.g. attendance of the course "Völkerrecht" in the BLaw-program) recommended 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: The examination type (oral or written) will be announced at the beginning of the term (6 Cr) Kontakt: lehrstuhl.caroni@unilu.ch Literatur • The COURSE READER. • Copies of the most important human rights treaties: European Convention for the Protection of Human Rights and Fundamental Freedoms (including the Additional Protocols); International Covenant on Economic, Social and Cultural Rights; International Covenant on Civil and Political Rights (including the Optional Protocols); Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment (including Optional Protocol); United Nations Convention on the Rights of the Child (including Optional Protocols); etc. the text of these treaties is available on the website of the OHCHR, at http://www2.ohchr.org/english/law/index.htm. However, you may wish to consider buying a treaty collection, e.g. IAN BROWNLIE/GUY S. GOODWIN-GILL, Brownlie’s Documents on Human Rights (Oxford, 6th Edition 2010) or P.R. GHANDHI, Blackstone’s Statutes – International Human Rights Documents (Oxford, 8th Edition 2012). 37 Europäisches Wirtschaftsrecht (inkl. Bilaterale Abkommen) Dozentin: Dr. iur. Julia Hänni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00 , ab 23.02.2015 FRO, 4.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: In Fortführung der Vorlesung Europarecht (Grundlagen) widmet sich die Veranstaltung zum einen dem Wirtschaftsrecht der Europäischen Union und zum anderen den wirtschaftlich ausgerichteten Bilateralen Akommen zwischen der EU und der Schweiz. Die Vorlesung um¬fasst eine eingehende Analyse ausgewählter Grundfreiheiten des AEU-Vertrages und vergleicht diese mit den Regelungen in den Bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz. Ferner werden die Grundzüge des EU-Beihilfenrechts behandelt. Das EU-Wirtschaftsrecht ist für die Schweiz von erheblicher Bedeutung, da die EU als wesentlicher Handels¬partner der Schweiz in erheblichem Maße auf das Schweizer Recht Einfluss nimmt. Die Vorlesung beinhaltet die Teilnahme an einer Verhandlung des Bundesgerichts in Lausanne über die bilateralen Verträge (Details folgen in den ersten Vorlesungsstunden). die Vermittlung grundlegender Kenntnisse des EU-Wirtschaftsrechts und möglicher Implikationen für Wettbewerber aus der Schweiz, ein besseres Verständnis des Kernbereiches des EU-Vertrages und der Bedeutung der Kommission im EU-Wirtschaftsverwaltungsverfahren; die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über die wirtschaftlichen Bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz eine Vertiefung der allgemeinen Kenntnisse im Europarecht; ein rechtsoziologisches / politikwissenschaftliches Verständnis der Funk-tionsweise des EU-Wirtschaftsrechts mit dem Wechselspiel der Kompe-tenz¬verteilungen zwischen den Mitgliedstaaten und der EU; Vermittlung grundlegender methodischer Fähigkeiten; praxisnahe Ausbildung Spass an juristischer Argumentation. Voraussetzungen: Umfang: Empfohlen ist die erfolgreiche Teilnahme an der Vorlesung Europarecht (Grundlagen). Unbedingt erforderlich sind Engagement und Freude an der juristischen Argumentation.2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete schriftliche Prüfung / 5 Kontakt: sina.tannebaum@unilu.ch Literatur Unentbehrlich: Engagement und Interesse am Rechtsgebiet; die Rechtstexte (alle im Internet kostenlos erhältlich): • AEU- und EU-Vertrag; • Charta der Grundrechte der Europäischen Union; • Sekundärrecht nach Hinweis im Reader oder in der Vorlesung; sowie ein allgemeines Lehrbuch zum Europarecht, das alle Grundfreiheiten beschreibt (Auswahl wird im Reader angegeben). 38 Allgemeines Staatsrecht Dozent: Ass.-Prof. Dr. Iur. Klaus Mathis Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 13.15 - 15.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Das Staatsrecht im Bachelor-Studium ist schwergewichtig auf die Vermitt- lung des geltenden positiven Rechts ausgerichtet. Grundlegende Fragen des Staatsrechts können dabei meist nur angeschnitten werden. Diese Lehrveranstaltung bietet die Gelegenheit, solche Themen eingehen¬der zu behandeln. Es geht in dieser Vorlesung deshalb nicht nur um das blosse Vermitteln von Wissen; den Studierenden soll vielmehr auch die Möglichkeit geboten wer¬den, über grundlegende Fragen und aktuelle Proble¬me des Staatsrechts nachzudenken und ihre Überlegungen argumentativ in die Dis¬kussion einzubringen. In der Vorlesung werden die folgenden neun Themen behandelt: Menschenwürde und Rechtsstaat Demokratie und Rechtsstaat Gemeinwohl und Rechtsstaat Die absolute Geltung des Folterverbots Die Diskussion um den Abschuss ziviler Flugzeuge Widerstandsrecht und ziviler Ungehorsam Die anarchistische Kritik an Staat, Recht und Herrschaft Die Radbruch’sche Formel und die Mauerschützenprozesse Die Frage der Universalität der Menschenrechte Die Studierenden werden mit den grundlegenden Konzepten der Staatsrechtslehre vertraut gemacht und sind in der Lage, zu kontroversen staatsrechtlichen Themen kompetent Stellung zu nehmen. Voraussetzungen: Umfang: Staatsrecht I und II 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete mündliche Prüfung / 5 Kontakt: klaus.mathis@unilu.ch Literature READER 39 Rechtsökonomie Dozent: Ass.-Prof. Dr. Iur. Klaus Mathis Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Mo, 10.15 - 12.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Die Ökonomische Analyse des Rechts und ähnliche Forschungsrichtungen – zusammengefasst als „Law and Economics“ – haben in den USA einen sehr hohen Stellenwert in der juristischen Ausbildung. Seit Längerem findet in Europa eine Rezeption dieser Methoden statt. In dieser Vorlesung soll des¬halb den Studierenden die Möglichkeit geboten werden, diese neue Disziplin kennen zu lernen. Bei der ökonomischen Rechtsanalyse werden die Folgen rechtlicher Regelungen einerseits ermittelt (positiver Teil) und andererseits unter dem Gesichtspunkt der Effizienz bewertet (normativer Teil). Nach der Vermittlung der wichtigsten Analysemethoden und -konzepte werden Anwendungen aus den verschiedenen Rechtsgebieten (Privatrecht, Strafrecht und öffentliches Recht) besprochen. Schliesslich werden nebst den Möglichkeiten auch die Grenzen der ökonomischen Rechtsanalyse diskutiert. Dabei werden sowohl die philosophischen Grundlagen der ökonomischen Betrachtungsweise des Rechts als auch deren Verträglichkeit mit der schweizerischen Rechtsordnung kritisch beleuchtet. In der Vorlesung werden die folgenden zehn Themen behandelt: Analysemethoden und Konzepte Effizienzkriterien und Folgenorientierung Das Coase-Theorem Ökonomische Analyse des Privatrechts Ökonomische Analyse der Kriminalität Ökonomische Theorie der Politik („Public Choice“) Ökonomische Verfassungs- und Verwaltungstheorie Wettbewerbstheorie Regulierungstheorie Effizienz und andere gesellschaftliche Ziele Die Studierenden lernen die grundlegenden Konzepte und Methoden der ökonomischen Rechtsanalyse kennen und sind in der Lage, entsprechende Fragen und Probleme fachgerecht zu beurteilen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: benotete mündliche Prüfung / 5 Kontakt: klaus.mathis@unilu.ch Literature READER 40 Growth and Development Dozent: Prof. Dr. Manuel Oechslin Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich, Mo, 15.15 - 17.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B55 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: Why are some countries richer than others? Why have some economies been able to sustain high growth rates for decades, while others have a history of economic stagnation? Economists have been interested in these questions for a long time. This course provides an overview of what we know about the answers. We start by focusing on the engines of economic growth, capital accumulation (both physical and human) and productivity improvements. In particular, we examine to what extent income variation across countries can be explained by variation in human and physical capital accumulation; and how research and development, by improving technology, can lead to sustained productivity growth. We then turn to the deeper determinants that underlie cross-country differences in accumulation and productivity. In this context, we examine the role of institutions, among other things. Relying on the simple growth framework developed in class, the students are able to explain how income variation among countries is determined by differences in factor accumulation and productivity. The students further understand how factor accumulation and productivity relate to the deeper determinants of economic development, like institutions. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: Hinweis: Material: manuel.oechslin@unilu.ch ACHTUNG: Einführungsvorlesung findet am Mittwoch, 18. Februar 2015, 13.15 Uhr statt Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur The course is based on lecture notes and a problem set, which will be published online. The lecture notes follow, more or less closely, selected chapters of the following textbook: Weil, David (2013); Economic Growth (3rd edition). Harlow: Pearson. The lecture notes refer to a number of research papers and books. These are not required reading materials, but interested students may want to have a look at them. 41 International Trade Dozent: Prof. Dr. Manuel Oechslin Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich, Mo, 10.15 - 12.00, ab 23.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course focuses on the determinants and effects of trade flows and trade policy measures. As for trade flows, we will explore questions like: Who exports what? For instance, why does Bangladesh primarily export textiles, while Switzerland is strong in exporting chemicals? What are the benefits of international trade for the involved countries? And how are these benefits distributed within and across countries? To answer these questions, we will study traditional theories of trade, which rely on perfect competition, as well as modern trade theories that assume imperfect competition and emphasize economies of scale, product variety, or productivity differences. Regarding trade policy, we will examine the use and consequences of various measures that governments adopt towards international trade (such as tariffs, subsidies, or quotas). The students are able to explain the patterns of, and gains from, internatio- nal trade on the basis of the commonly used trade models. The students further understand the distributive and welfare and implications of internatio- nal trade and are able to analyze the effects of different trade policy measures in this regard. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: Material: manuel.oechslin@unilu.ch Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur Krugman, Paul, Maurice Obstfeld, and Marc Melitz: International Economics. Theory and Policy (??th edition); All materials covered in class. 42 Internationaler Menschenrechtsschutz Dozent: Dr. iur. Christoph A. Spenlé Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Fr, 15.15 - 17.00, ab 20.02.2015 FRO, HS 7 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Die Vorlesung befasst sich mit den Eckpunkten und Meilensteinen in der Entwicklung der Menschenrechte und widmet sich eingehend der politischen und rechtlichen Umsetzung der Menschenrechte in der Neuzeit. Themenschwerpunkte des Kurses sind: - Entstehung und Entfaltung des internationalen Menschenrechtsschutzes bis zum Beginn des 2. Weltkrieges (Völkerbund); - Menschenrechtsschutz im System der Vereinten Nationen; - regionaler Menschenrechtsschutz (EMRK); - Universalität der Menschenrechte versus Relativismus; - Entwicklungen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und aktuelle Herausforderungen (humanitäre Interventionen, internationale Strafgerichtsbarkeit, private Akteure). Dabei werden namentlich die völkerrechtlichen Grundlagen und Menschen- rechtsinstrumente insbesondere im Rahmen der UNO eingehender betrach- tet. Die Behandlung aktueller Beispiele diplomatischer Verhandlungsprozesse vermittelt einen Blick in die Praxis der Schaffung neuer Menschenrechts- instrumente. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: schriftliche Prüfung, pass or fail / 2 Kontakt: Christoph.spenle@eda.admin.ch oder polsem@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Christoph A. Spenlé/Arthur Mattli, Kompendium zum Schutz der Menschenrechte, Stämpfli Verlag 2009 Hans-Peter Gasser, Humanitäres Völkerrecht - Eine Einführung, 2. Aufl., Schulthess 2007 Walter Kälin/Jörg Künzli, Universeller Menschenrechtsschutz, Helbing & Lichtenhahn, 2. Auflage 2008 Kälin Walter/Malinverni Georgio/Nowak Manfred, Die Schweiz und die UNO-Menschenrechtspakte, 2. Auflage, Basel/Frankfurt a.M. 1997 Manfred Nowak, Einführung in das internationale Menschenrechtssystem, Wien/Graz 2002 43 Courts and Tribunals of the World Dozent: Kyriaki Topidi, PhD Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B51 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course looks at the position and role of courts and other judicial institu- tions in selected countries around the world. Following an introductory review of the common law and civil law systems, judicial institutions and the role of the judiciary in these two broad legal families will be compared to the same bodies in systems that incorporate religious and/or traditional law. Emphasis will be placed on the structure and role of courts and tribunals as legal insti¬tutions. The course will also address the influence of globalization and look into the increasingly significant international and internationalized courts, in particular in the fields of criminal law, commercial integration, and human rights, with regards to their position in global governance. Topics that will be covered include the role of courts in multinational, federal and supra-national entities, the analysis of judicial influence in the different systems, as well as the current and emerging trends in judicial governance in a comparative pe¬spective. The course aims to apply core concepts of comparative law to the various types of judicial institutions and their role around the globe. It will help students approach the different types of courts and tribunals while develo- ping critical skills based on their respective characteristics. Finally, it will allow students to appreciate and explain the divergences of legal cultures as reflected in these courts. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: RF: class participation (35%), written assignment (65%) / 6 Kontakt: kyriaki.topidi@unilu.ch Literatur Reader 44 Vergleichende Regionale Integration Dozentin: Dr. sc. Rebecca Welge/Dr. Sabine Jenni Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Kolloquialvorlesung Inhalt: Regionale Integration als freiwilliger, dauerhafter und institutionalisierter Zusammenschluss von Staaten mit regional begrenzter Reichweite ist ein relativ neues politisches Phänomen. Ziel dieser Zusammenschlüsse ist die funktionale Zusammenarbeit in einem oder mehreren Politikfeldern sowie die Friedenssicherung. Der Umfang der betroffenen Politikfelder, vor allem aber die institutionelle Tiefe der Integration und der Grad an Übertragung von Souveränität an supranationale Organe unterscheidet sich stark zwischen den verschiedenen Zusammenschlüssen. Referenzpunkt der Vorlesung bildet die Europäische Union als fortgeschrittenste Form der regionalen Integration. Mit Blick auf ihre Geschichte, Institutionen und Policies werden die wichtigsten Theorien regionaler Integration vorgestellt. Auf dieser Basis werfen wir dann einen vergleichenden Blick auf andere regionale Zusam- menschlüsse in Asien, Amerika, Afrika und im arabischen Raum. Neben der intensiven empirischen und analytischen Auseinandersetzung mit unter- schiedlichen Modellen regionaler Integration widmet sich die Vorlesung der Frage, ob das Phänomen der regionalen Integration eher als Baustein oder Stolperstein für die Herausbildung globaler Ordnungsstrukturen angesehen werden kann. Das Proseminar zur Regionalen Integration von Samuel Schmid vertieft Aspekte der Vorlesung und ist insbesondere für Studierende der Politik- wissenschaft im Grundstudium empfehlenswert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete schriftliche Prüfung / 3 Kontakt: welge@nccr-democracy.uzh.ch oder sabine.jenni@eup.gess.ethz.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Lindberg, L. N., Scheingold, S.A. (Eds.) (1971). Regional Integration: Theory and Research, Harvard University Press Duina, F. (2006). Varieties of Regional Integration: The EU, NAFTA and Mercosur. Journal of European Integration, 28(3), 247 - 275. Farrell, M., Hettne, B & L. Van Langenhove (Eds.) (2005). The Politics of Global Regionalism. Theory and Practice. London and New York: Pluto Press. Warleigh-Lack, A. (2006). Towards a Conceptual Framework for regionalisation: Bridging 'new regionalism' and 'integration theory'. Review of International Political Economy, 13(5), 750-771. Laursen, F. (Hrsg.) (2003), Comparative Regional Integration: Theoretical Perspectives, Ashgate Mattli, W.(1999), The Logic of Regional Integration: Europe and Beyond, Cambridge UP Telo, M. and, Joffe, G., (Eds.) (2001). European Union and New Regionalism: Europe and Globalization in Comparative Perspective, Ashgate 45 Neue Kriege. Asymmetrien, Drohnen und Terroristen Dozent: Prof. Dr. Herfried Münkler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Fr, 20.02., 13.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Fr, 13.03., 09.15 - 17.00 FRO, 3.A05 Fr, 08.05., 09.15 – 17.00 FRO, HS 5 Fr, 22.05., 09.15 – 17.00 FRO, 3.A05 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hautpseminar Inhalt: Staaten sind nicht länger die Monopolisten des Krieges und zwischen- staatliche Kriege sind ein historisches Auslaufmodell. Diese Ausgangsthese ist zu prüfen, bevor neue Formen der Kriegführung, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, theoretisch erfasst werden sollen. Der dabei zu schlagende Bogen reicht von der Partisanenstrategie der antikolonialen Befreiungskriege bis zu den jüngsten Drohneneinsetzen und dem Theorem einer „Verpolizeilichung“ des Militärs. Durchweg ist dabei die Vorstellung des Friedens und deren Veränderungen im Auge zu behalten: von der Überein- kunft zwischen zwei kriegführungsfähigen Akteuren bis zum „kollektiven Gut“. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive mündliche Mitarbeit/Referat/Research Design (benotet) / 4 Kontakt: herfried.muenkler@sowi.hu-berlin.de oder polsem@unilu.ch Material: Semesterapparat Literatur Bührer/Stachelbeck/Walter (Hgg.): Imperiale Kriege von 1500 bis heute. Strukturen, Akteure, Lernprozesse, Paderborn u.a. 2011 (Schöningh). Creveld, Martin van: Die Zukunft des Krieges, München 1998 (Gerling). Enzmann, Birgit (Hg.): Handbuch Politische Gewalt. Formen, Ursachen, Legitimation, Begrenzung, Wiesbaden 2013 (Springer). Füssel, Marian/ Michael Sikora (Hg.): Kulturgeschichte der Schlacht, Paderborn 2014 (Schöningh). Gat, Azar: War in Human Civilization, Oxford 2006 (Oxford UP). Gilpin, Robert: War and Change in World Politics, Cambridge 1981 (Camridge UP). Geis, Anna (Hg.): Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse, Baden- Baden 2006 (Nomos). Hauser, Beatrix: Den Krieg denken. Die Entwicklung der Strategie seit der Antike, Paderborn u.a. 2010 (Schöningh). Dies.: Rebellen, Partisanen, Guerilleros. Asymmetrische Kriege von der Antike bis heute, Paderborn u.a. 2013 (Schöningh). Hüppauf, Bernd: Was ist Krieg? Zur Grundlegung einer Kulturgeschichte des Krieges, Bielefeld 2013 (transcript). Jäger, Thomas /Rasmus Beckmann (Hg.): Handbuch Kriegstheorien, Wiesbaden 2001 (VS Verlag). Kolko, Gabriel: Das Jahrhundert der Gewalt, Frankfurt/M. 1999 (S. Fischer). Kuchler, Barbara: Kriege. Eine Gesellschaftstheorie gewaltsamer Konflikte, Frankfurt/New York 2013 (Campus). Münkler, Herfried: Über den Krieg. Stationen der Kriegsgeschichte im Spiegel ihrer theoretischen Reflexion, Weilerswist (Velbrück). Münkler/Wassermann: Von strategischer Vulnerabilität zu strategischer Resilienz: Die Herausforderung zukünftiger Sicherheitsforschung und Sicherheitspolitik; in: Gerhold/Schiller (Hgg.): Perspektiven der Sicherheitsforschung, Frankfurt/M. u.a. 2012 (Peter Lang). Weiss, Stefani/Schmierer, Joscha (Hgg.): Prekäre Staatlichkeit und internationale Ordnung, Wiesbaden 2007 (VS Verlag). 46 Globale Verbreitung von Policies. Wie Regeln und Normen Grenzen überschreiten Dozentin: Myriam Oehri, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Di, 08.15 - 10.00, ab 24.02.2015 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In einer zunehmend vernetzten Welt gestalten Nationalstaaten ihre Policies in Form von Regeln und Normen kaum mehr unabhängig von anderen Akteuren. Vielmehr wagen sie einen Blick über ihre Grenzen hinaus, um mit erfolgreichen Lösungen etwa von anderen Nationalstaaten oder Organisa- tionen inländische Herausforderungen zu bewältigen. In manchen Fällen dient solch eine Übernahme auch dazu, eigenen, teilweise auch fremden Ansprüchen gerecht zu werden. Zudem sind Staaten oftmals darum bemüht, interne Regeln und Normen ausserhalb ihrer nationalen Grenzen zu fördern und einen Politikwandel andernorts herbeizuführen. Folglich kommt es häufig zur Verbreitung von Policies auf bilateraler, regionaler und gar globaler Ebene. In den Sozialwissenschaften wird dieses Phänomen auch als Policy Diffusion, Policy Transfer und Policy Konvergenz umschrieben. Diese drei Perspektiven vereint, dass sie den Verbreitungs- und Angleichungsprozess von Regeln und Normen anhand verschiedener Mechanismen beleuchten: zu solchen zählen etwa Zwang, Konditionalität, Kooperation, Wettbewerb, Lernen und Nachahmung. Im Seminar „Globale Verbreitung von Policies: Wie Regeln und Normen Grenzen überschreiten“ werden wir uns diesem Phänomen mithilfe neuerer Literatur der Internationalen Beziehungen und Vergleichenden Politikwissen- schaft annähern. Ziel des Seminars ist es, ausgewählte Theorien und Konzepte der Verbreitung von Policies zu vermitteln und anzuwenden. Hierfür werden in einem ersten Teil theoretische und konzeptuelle Ansätze diskutiert. In einem zweiten Teil werden diese anhand von Verbreitungs- beispielen auf bilateraler, regionaler und globaler Ebene und aus unterschiedlichen Politikfeldern veranschaulicht: darunter fallen etwa Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik, Demokratie und Menschenrechte. Ferner interessiert, unter welchen Bedingungen die Verbreitung von Policies im Allgemeinen und die Anwendung ihrer Mechanismen im Speziellen wahrscheinlich und erfolgreich sind und wo diese an ihre Grenzen stossen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme, Referat, Research Design (benotet) / 4 Kontakt: myriam.oehri@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literaturauszug Börzel, T.A. und Risse, T. (2012). Europeanization und Policy Diffusion: Introduction. West European Politics, 35(1): 1-19. 47 Wirtschaftlicher Riese, politischer Zwerg, militärischer Wurm? Die Aussenpolitik der EU im Fokus. Dozentin: Dr. Carolin Rüger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Mo, 04.05., 13.15 – 17.00 FRO, 4.B51 Mi, 06.05., 13.15 – 17.00 Raum folgt Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Europäische Union (EU) ist ein Gebilde „sui generis“. Ist auch ihre Aus- senpolitik von eigener Art? Die Veranstaltung befasst sich mit dem globalen Akteur EU. Zunächst soll geklärt werden, was man unter der Aussenpolitik der EU eigentlich versteht und wie sich diese seit den Anfängen der europäischen Integration in den 1950er Jahren entwickelt hat. Hierzu führt das Seminar in das Konzept der Mehrdimensionalität der EU-Aussenpolitik ein. Im Folgenden wird vermittelt, wie die Aussenpolitik der EU aktuell, das heisst auf Basis des Vertrags von Lissabon, funktioniert. Dabei soll neben den vertraglichen Grundlagen auch die Vertragspraxis Berücksichtigung finden. Fallbeispiele zu verschiedenen Dimensionen der EU-Aussenpolitik geben Einblick in das komplexe Aussenhandeln der Union und ermöglichen eine Analyse und Bewertung der Stärken und Defizite des globalen Akteurs EU. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 1 Kontakt. c.rueger@uni-wuerzburg.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur 48 Aktuelle Fragen der Wirtschaftspolitik Dozent: Prof. Dr. Christoph A. Schaltegger Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B47 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: Zu Beginn der Veranstaltung werden Vortragsthemen vergeben. Studierende bereiten sich in einer Vorbereitungssitzung auf das Seminar vor. Während des Blockseminars werden Vorträge gehalten. Ziel des Seminars für die Studierenden ist erstens die eigenständige Erarbeitung und Analyse eines aktuellen wirtschaftspolitisch relevanten Themas. Zweitens sollen die fachlichen und rhetorischen Fähigkeiten durch Präsentation der eigenen Arbeit und die aktive Teilnahme an der Diskussion gezielt geschult werden. Voraussetzungen: Umfang: Das Seminar setzt die tägliche Lektüre einer Tageszeitung (Niveau NZZ) voraus. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Benotetes Referat+Zusammenfassung / 4 Kontakt: christoph.schaltegger@unilu.ch Literatur je nach Thema mit dem Dozenten abzusprechen. 49 National, transnational, kosmopolitisch – Bürgerschaft im 21. Jahrhundert Dozentin: Dr. Andrea Schlenker Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Mo, 13.15 – 15.00, ab 23.02.2015 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Nationalstaaten beherrschen nach wie vor unsere heutige Weltsicht. Sie waren jedoch nie unumstritten und sind es in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts immer weniger. Grenzen lösen sich auf, neue werden gezo- gen. Damit verändert sich auch der Referenzrahmen, auf den sich die Handlungen und Orientierungen politischer Akteure beziehen. Diese lassen sich in mehreren Dimensionen und auf mehreren Ebenen analysieren. Ausgehend von unterschiedlichen Konzeptionen von Demokratie und Nation werden wir in diesem Hauptseminar verschiedene Formationen politischer Gemeinschaft und Bürgerschaft jenseits nationaler Zugehörigkeit und Gren- zen eingehend betrachten. Dies umfasst normative Vorschläge und empiri- sche Entwicklungen politischer Integration auf nationaler Ebene sowie solche, die verschiedene Nationalstaaten verbinden (transnational), bis hin zu solchen europäischer und globaler Reichweite (kosmopolitisch). Entsprechend werden wir verschiedene Akteursgruppen in den Blick neh- men, wie z.B. auf transnationaler Ebene MigrantInnen, Diasporas und doppelte StaatsbürgerInnen oder auf globaler Ebene WeltbürgerInnen und internationale NGOs. Sowohl normativ als auch empirisch wird das Verhält- nis der unterschiedlichen Akteure und Ebenen zueinander im Mittelpunkt stehen, um letztlich die Chancen und Risiken neuer Entwürfe und Ent- wicklungen von Bürgerschaft innerhalb und jenseits nationaler Grenzen besser verstehen und abwägen zu können. Ziele: Die Studierenden kennen die zentralen Konzepte und Analysedimensionen von Bürgerschaft und politischer Gemeinschaft innerhalb und jenseits natio- naler Grenzen. Sie können die wichtigsten Phänomene und Spannungen in diesem Themenfeld benennen, an konkreten Beispielen vor allem in euro- päischen Ländern veranschaulichen und kritisch diskutieren. Diese Ziele werden erreicht durch die regelmässige Vorbereitung der Lektüre, auch mithilfe konkreter Aufgaben zu den Texten, durch Präsentationen und Hand- outs der Dozentin und von Studierenden sowie durch mündliche Diskus- sionen. Wer eine Seminararbeit zum Kurs schreiben möchte, sollte bis 24. Mai ein Outline ausarbeiten, das dann eingehend besprochen wird. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme/Diskussion/20minütiges Referat (benotet) / 4 Kontakt: andrea.schlenker@unilu.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Archibugi, D./ D. Held/ M. Köhler (Hg.) 1998: Re-imagining Political Community, Cambridge. Benhabib, S. 2008: Kosmopolitismus und Demokratie. Eine Debatte, Frankfurt/M. Vertovec, S./ R. Cohen (Hg.) 2002: Conceiving Cosmopolitanism: Theory, Context and Practice, New York. 50 Configurational Thinking and the Study of Democracy Dozent: Markus B. Siewert, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: 14-täglich, Do, 13.15 – 17.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: This course is about how to study democratization and democracy from a set theoretical perspective. Thinking about democracy – its development, quality and performance – is central to comparative politics and political theory. Here, we can find some of the most important and most interesting scholarship in political science. Under what conditions do political regimes democratize? Why do some democracies survive and why do others fail? Which factors condition the performance of democracies in various policy fields? On the other hand, set theory and configurational thinking experience a huge hype within the social sciences, both in methodological discussions and applications. Especially Qualitative Comparative Analysis (QCA) as a case- oriented approach rooted in set theoretical reasoning has demonstrated to be a powerful tool to detect complex patterns of co-variation – such as combinations of conditions, equifinal explanations or asymmetric relations. This course pursues two main objectives: (1) First, it provides an in-depth introduction into QCA as a research approach and a method. We a) discuss the basic understandings of set theory and configurational thinking and b) learn how to conduct QCA, step- by-step. (2) Second, the added value of QCA for the social sciences is debated. For this purpose, published QCA applications on democratization as well as on the quality and governance performance of established democracies are discussed and evaluated, e.g. fiscal policy or direct democracy in Switzerland. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat (benotet) / 4 Kontakt: siewert@soz.uni-frankfurt.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Schneider, Carsten Q. und Claudius Wagemann, 2012. Set-Theoretic Methods for the Social Sciences. A Guide to Qualitative Comparative Analysis. Cambridge: Cambridge University Press. Ragin, Charles C., 2008. Redesigning Social Inquiry. Fuzzy Sets and Beyond. Chicago: University of Chicago Press. Coppedge, Michael. 2012. Democratization and Research Methods. Cambridge: Cambridge University Press. 51 „Konflikt“ in den Internationalen Beziehungen: Theoretische Zugänge und praktisch-politische Handlungsanleitungen im Vergleich Dozentin: Prof. Dr. Manuela Spindler Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: 14-täglich, Do, 13.15 – 17.00, ab 26.02.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Das Kurskonzept zielt auf ein Kennenlernen und Vergleichen der für unterschiedliche Theorieschulen der Internationalen Beziehungen typischen konflikt-theoretischen Perspektiven. Über die Kategorie „Konflikt“ werden Theorien der IB dabei grundlegend im breiteren Kontext sozialwissenschaft- licher Theoriebildung betrachtet. Das Vorgehen erfolgt exemplarisch über eine Auswahl von vier verschiedenen theoretischen Strömungen, die für ein Herausarbeiten unterschiedlicher Konfliktverständnisse geeignet sind. Die Lernziele sind: 1. der Erwerb grundlegender Kenntnisse bzw. eine Vertiefung bereits vor- handener Kenntnisse der theoretischen Grundannahmen und Erklä- rungsmuster ausgewählter theoretischer Schulen; 2. das systematische Herausarbeiten und Begründen der für die ausge- wählten theoretischen Strömungen jeweils spezifischen Verständnisse von Konflikt (und Kooperation). 3. Anwendung der unterschiedlichen konflikt-theoretischen Perspektiven im Sinne exemplarischer Konfliktanalysen (Auswahl der Konflikte erfolgt gemeinsam mit den Studierenden; dabei u.a. Vergleich kontrastierender Konfliktinterpretationen: parallele Betrachtung eine aktuellen Konflikts durch verschiedene theoretische „Brillen“). 4. Theorie und Praxis werden durch eine Diskussion der praktisch-polit- ischen Relevanz der theoretischen Ansätze verknüpft. Gefragt wird: welche Implikationen hat die Wahl der einen oder aber der anderen Perspektive für die praktische Politik? (Bereich der Politikberatung). Umfang: Sprache: 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: manuela.spindler@global-politics.org Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Bonacker, Thorsten (Hg.) 2008: Sozialwissenschaftliche Konflikttheorien. Eine Einführung. 4. Aufl., Wiesbaden: VS-Verlag. Krell, Gert 2009: Weltbilder und Weltordnung. 4. Aufl., Baden-Baden: Nomos. Schieder, Siegfried/Spindler, Manuela (Hg.) 2010: Theorien der Internationalen Beziehungen. 3. Aufl., Opladen: Verlag Barbara Budrich/UTB. 52 Medien in Konflikten: Mediatoren von Versöhnung oder Katalysatoren von Gewalt? Dozentin: Dr. Doréen Spörer-Wagner Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 08.15 – 10.00, ab 19.02.2015 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: In diesem Hauptseminar soll ausgehend von ausgewählten regionalen Kriegen die Rolle der Medien in Konfliktsituationen analysiert werden. Von zentraler Bedeutung wird die gesellschaftlich und akademisch breit disku- tierte Frage sein, inwieweit Medien dazu beisteuern (können), gewaltsame Konflikte zu lösen, d.h. aktiv zur Friedensstiftung und damit zur Demokrati- sierung krisengeschüttelter Staaten beizutragen. Über die verschiedenen Ebenen der politischen Kommunikation und des politischen Journalismus werden wir im Seminar die Rolle der Medien in Konflikt- und Friedensstif- tungsprozessen theoretisch und empirisch untersuchen. Dabei geht es im Kern darum, wie Medien über Konflikte berichten und welche Akteure wie in die Medienberichterstattung eingebunden sind. Davon ausgehend diskutieren wir schließlich die Frage, unter welchen Umständen Medien eher zur Zementierung als zur Lösung bestehender Konflikte bei- tragen. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Referat, Exzerpte, Feldstudie, Forschungsskizze (benotet) / 4 Kontakt: spoerer@nccr-democracy.uzh.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Carruthers, S. L. 2000. The Media at War: Communication and Conflict in the Twentieth Century. New York: St. Martin’s Press. Howard, R. 2002a. An Operational Framework for Media and Peacebuilding. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Howard, R. 2002b. Conflict Sensitive Journalism. Vancouver: Institute for Media, Policy and Civil Society. Reljic, D. 1998. Killing Screens: Medien in Zeiten von Konflikten. Düsseldorf: Droste. Wolfsfeld, G. 2004. Media and the Path to Peace, Cambridge: Cambridge University Press. 53 Demokratie in multikultrellen Gesellschaften Dozent: Dr. Nenad Stojanovic Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Do, 19.2., 13.15 – 17.00 FRO, 3.B52 14-täglich, ab Do, 12.3., 13.15-17.00 FRO, 4.A07 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Im Seminar werden wir uns mit den besonderen Herausforderungen be- schäftigen, die sich Demokratien stellen, deren Bevölkerung sich aus mehre- ren ethnischen/kulturellen Gruppen zusammensetzt. Nach einer Einführung in zentrale Konzepte (multi-kulturelle/multi-ethnische/multi- nationale Ge- sellschaft, Staat, Ethnie, Nation, Demokratie) werden wir zentrale theoreti- sche Texte zu den drei Themen Wahlverhalten, Parteienwettbewerb und institutionelles Design in multikulturellen Demokratien erarbeiten. Drei Fragen stehen dabei im Vordergrund: Warum wählen Bürger entlang kultureller/ethnischer anstelle anderer gesellschaftlicher (z.B. Klassen-) Konfliktlinien? Wann lohnt es sich für Parteien ethnische Themen auf die Agenda zu setzen und wie beeinflusst dies die Dynamik des Parteienwettbe- werbs? Welche Institutionen sind geeignet kulturelle Konflikte zu regulieren und Konsens zu fördern (konkordanzdemokratisches versus zentripetales Modell, Föderalismus, direkte Demokratie)? Die theoretischen Ansätze werden dabei jeweils exemplarisch auf multikul- turelle Demokratien in Ost- und Westeuropa angewendet. Eine vertiefte An- wendung der Theorien sowie ein Test ihrer Erklärungskraft erfolgt dann in den Hausarbeiten der StudentInnen. Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: nenad.stojanovic@ipz.uzh.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Horowitz, D.L. 1993. Democracy in divided societies. Journal of Democracy 4(4): 18-38. Lijphart, A. 1977. Democracy in Plural Societies. New Haven & London: Yale University Press; Introduction. Reilly, B. 2012. Institutional design for diverse democracies: consociationalism, centripetalism and communalism compared. European Political Science 11: 259-270. Stojanovic, N. 2003. Dialogue sur les quotas. Penser la représentation dans une démocratie multiculturelle. Paris: Presses de Sciences Po. 2014. Dialogo sulle quote. Rappresentanza, eguaglianza e discriminazioni nelle democrazie multiculturali. Bologna: Il Mulino. 54 Parlamentsforschung Dozent: Dr. Thomas Winzen Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 19.02.2015 FRO, HS 4 Do, 30.04.2015, 10.15 – 12.00 FRO, HS 12 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Dieses Seminar verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll eine Einführung in die Parlamentsforschung geboten und zum anderen sollen Grundlagen der angewandten Forschung trainiert werden. Jede Sitzung hat dementsprechend zwei Teile: Im Anschluss an die Diskussion relevanter Literatur erarbeiten die Teilnehmenden Hypothesen und empirische Forschungsstrategien zum Sitzungsthema. Inhaltlich beschäftigt sich das Seminar beispielsweise mit folgenden Fragen: Wie gelangen Politiker ins Parlament? Wie verhalten sie sich in Abstimmungen? Welche Rolle spielen Parteien in der Parlamentsarbeit? Wie lässt sich die Organisation von Parlamenten erklären? Beeinflussen Interessengruppen parlamentarische Entscheidungen? Wie funktioniert das Europäische Parlament? Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: thomas.winzen@eup.gess.ethz.ch Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literatur Die Kursliteratur wird in englischer Sprache sein. Sie umfasst einen wissenschaftlichen Fachartikel pro Sitzung. Als Übersichtswerk, das nicht angeschafft werden muss, empfiehlt sich: Martin, Shane, Thomas Saalfeld, and Kaare Strom, eds. 2014. The Oxford Handbook of Legislative Studies. Oxford: Oxford University Pres 55 Health Policy Dozent: Prof. Dr. rer. pol. Andreas Balthasar Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Termine: Mo, 16.03.2015, 13.15 - 17.00 FRO, 4.B51 Fr, 20.03.2015, 08.15 - 17.00 FRO, 3.A05 Mo, 23.03.2015, 13.15 - 17.00 FRO, HS 9 Fr, 27.03.2015, 08.15 - 17.00 FRO, 4.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: The course will be based on the concept of the policy analysis triangle. It will focus on how different actors influence health policy depending on the specific content of the policy, the process of policy making and a particular context. After a general introduction to methods and data sources for policy analysis, the course is structured along the policy cycle: agenda setting, policy process, policy implementation and evaluation. Students will be able to: - Understand the policy analysis approach to health policy - Use the policy analysis approach for the design, implementation and evaluation of public health policies - Apply the policy analysis approach to plan and execute their own research project in health policy Begrenzung: Umfang: Priority MA Health Sciences students 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Individual written examination based on a case study Requirements for successful completion of the course: participation and successful examination written exam / 6 Kontakt: andreas.balthasar@unilu.ch Literatur The seminar will be based on: Buse, Kent, Mays, Nicholas, Walt, Gill (2012): Making Health Policy, Maidenhead. Open University Press McGraw-Hill. 56 WTO- und Investionsschutzrecht Dozenten: Prof. Dr. iur. Sebastian Heselhaus Dr. iur. Christian Pitschas, LL.M. Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Erstes Datum: Do, 19.02.2015, 13.15 - 17.00 FRO, 4.B47 Termine: Do, 12.03.2015, 10.15 - 17.00 FRO, 4.B55 Fr, 13.03.2015, 10.15 - 17.00 FRO, 4.B47 Do, 07.05.2015, 08.15 - 18.00, Fr, 08.05.2015, 08.15 - 18.00 folgt, Extern Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Das Internationale Wirtschaftsrecht beruht heute auf zwei Säulen, dem Schutz des Handels und dem Schutz der Investitionen. Die Veranstaltung will die rechtlichen Grundlagen beider Aspekte aufarbeiten und themen- zentriert anhand von Case Studies vertiefen. Zu diesem Zweck gliedert sich die Veranstaltung in zwei Module, die jeweils als Blockveranstaltung abgehalten werden. Der erste Block findet in Luzern statt (12. und 13. März 2015). Er widmet sich zum einen dem Schutz der Investitionen im Völkerrecht: den Grundlagen im allgemeinen Völkerrecht, dem einschlägigen Schutz durch internationale Menschenrechte, dem Schutzregime unter dem ICSID (International Centre for Settlement of Investment Disputes)-Abkommen sowie dem Modell bilateraler Investitionsschutzabkommen. Ferner werden die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der geplanten transatlantischen Freihandelszone (TTIP) besprochen. Zum anderen wird in die Grundlagen des WTO (World Trade Organisation)-Abkommens eingeführt: die verschie- denen Teile, das GATT, GATS, TRIPs und Government Procurement Agreement sowie in das Dispute Settlement Understanding. Auf der Basis dieser Einführung werden dann ausgewählte Themen als Case Studies vertieft. Unter dem ICSID wird es insbesondere darum gehen, in wie weit öffentliche Güter Einschränkungen des Investitionsschutzes rechtfertigen können. Im Bereich des WTO-Rechts werden aktuelle Fragen der Energie- und Umwelt-/Gesundheitsrechts vertieft (Erneuerbare Energien, Biokraftstoffe, Einheitsverpackung für Zigaretten). Diese Themen werden am Ende des Semesters in einer zweiten Blockver- anstaltung behandelt (7. /8. Mai 2015), die voraussichtlich in Genf stattfinden wird. Dabei sollen Teilnehmenden Einblicke in die praktische Arbeit einer Rechtsanwaltskanzlei im WTO-Recht sowie die Funktionsweise der WTO vor Ort gewährt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: RF: Option: schriftliche Arbeit oder benotete mündliche Prüfung / 5 Kontakt: sebastian.heselhaus@unilu.ch Hinweise: Einführung: Do, 19.02.2015 Vorlesung: Do/Fr, 12./13.03.2015 in Luzern Case Studies: Do/Fr, 07./08.05.2015 in Genf Literatur • CHRISTOPH HERRMANN/WOLFGANG WEISS/CHRISTOPH OHLER: Welthandelsrecht, 2. Auflage, 2007; • MARKUS KRAJEWSKI, Wirtschaftsvölkerrecht, 3. Auflage, 2012; • BURKHARD SCHÖBENER/JOCHEN HERBST/MARKUS PERKAMS: Internationales Wirtschaftsrecht, 2010. 57 International Political Sociology Dozent: Prof. Dr. Hans-Martin Jaeger Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Einführung: Termine: Di, 18.02., 12.15 – 13.00 FRO, 3.B01 Do, 16.04. 09.15 – 17.00 FRO, 4.B57 Fr ,17.04., 09.15 – 17.00 FRO, 4.B47 Do, 23.04., 09.15 – 17.00 FRO, 4.A05 Fr, 24.04., 09.15 – 17.00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: While International Relations (IR) scholars and sociologists occasionally borrowed from each other in the past, International Political Sociology (IPS) has only emerged as a distinctive field of inquiry in the last ten to fifteen years. IPS brings into conversation concerns with international, trans- national, and global practices, processes, institutions, relations, and systems traditionally studied by IR specialists (usually political scientists) with social and political theories, sociological theories and methodologies, and political sociology and other empirical sociologies studied by sociologists. Among other factors, this conversation has been prompted by increasing challenges to state-centrism in IR and methodological nationalism in Sociology in the context of the contemporary phase/discourse of globalization. This course provides a survey of important approaches, debates, and substantive concerns in the still emerging field of IPS. Using the inchoate international political sociology of constructivism in IR as a foil, it considers a variety of alternative approaches which theoretically, analytically, and substantively extend IR-constructivist understandings of social construction at the interface between the social and the political in international, transnational, and global contexts. We will first examine a number of approaches to IPS “avant la lettre,” including historical sociology, modern systems theory, sociological institutionalism, and feminist and postcolonial perspectives. In the second part of the course we will discuss more recent scholarship in IPS, including critical approaches to security, governmentality, practice theory, and the “new materialism.” While the course focuses on theoretical approaches, these will be discussed in relation to a variety of substantive issues including the states system and international political economy, international and world society, terrorism, diplomacy, human rights and human security, borders and migration, and African and European politics. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: Hans-Martin.Jaeger@carleton.ca oder polsem@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Lawson, George and Robbie Shilliam (2010) “Sociology and International Relations: Legacies and Prospects,” Cambridge Review of International Affairs 23(1): 69-86. Bigo, Didier and R.B.J. Walker (2007) “Political Sociology and the Problem of the International,” Millennium: Journal of International Studies 35(3): 725-739. Huysmany, Jef and Joao Pontes Nogueira (2012) “International Political Sociology: Opening Spaces, Stretching Lines,” International Political Sociology 6(1): 1-3. 58 Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Dozent: Julian Junk, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Fr, 06.03.2015, 09.15 - 17.00, Sa, 07.03.2015, 09.15 - 17.00 FRO, 4.B54 Fr, 22.05.2015, 09.15 - 17.00, Sa, 23.05.2015, 09.15 - 15.00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Zwei Vorabbemerkungen: - The seminar is open to students who wish to give their presentations and submit their assignments in English language; the literature of this seminar is mostly in English. - Das Seminar geht über zwei Semester. Eine Anmeldung zum Frühjahrssemester 2015 ist nicht möglich. Ziel des Seminars ist die eigenständige, praktische Anwendung sozialwis- senschaftlicher Methoden in einem empirischen Forschungsprozess. Es legt damit die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussarbeit (Master oder Bachelor). Das Seminar führt über zwei Semester in zentrale, neuere sozialwissenschaftliche Methoden ein und wird nicht nur ein Grundwissen in primär qualitativen Methoden sondern gerade auch deren praktische Anwendung in der Konzeptualisierung und Operationalisierung von Forschungsfragen in den Internationalen Beziehungen vermitteln. In einem ersten Teil (Herbstsemester 2014) werden die methodischen wie theoretischen Grundlagen gelegt. Den Schwerpunkt des Seminars bilden ausgewählte, neuere Methoden: Fallstudiendesigns (Causal Process Tracing und Co-Varianz-Ansätze), inhaltsanalytische Verfahren (Textanalyse, Bildanalyse und Diskursanalyse), Qualitative Comparative Analysis, QCA (crisp set und fuzzy set Analysen) sowie Netzwerkanalysen. Mit diesen methodischen Verfahren werden wir uns in einem Dreischritt befassen: einer kurzen Einführung in die neuen Entwicklungen der jeweiligen Methode folgt eine empirische Anwendung in Gruppenarbeit (je nach Seminargröße) auf verschiedene IB-Forschungsfragen. In diesem Frühjahrssemester schließt sich die „Simulation“ einer wissen- schaftlichen Konferenz an – von der Einreichung einer ersten Themenidee bis hin zur Präsentation eines vollständigen Forschungspapiers. Die TeilnehmerInnen werden somit in einem kurzen Abstract ein Thema für ein Forschungsthema vorschlagen. Über die Semesterferien werden – darauf aufbauend – selbständig erste ausführliche Research Designs mit empirischem Schwerpunkt erarbeitet und schließlich daraus ein Forschungs- papier entwickelt. Der zweite Teil des Seminars (Frühjahrssemester) widmet sich dement- sprechend der ausführlichen Diskussion dieser Research Designs und deren Ausarbeitung zu Forschungsarbeiten in mehreren Stufen. Letzteres wird einzelne anwendungsorientierte Vertiefungen der im ersten Teil erarbeiteten Methoden sowie der empirischen Schwerpunktsetzungen beinhalten. Das Seminar endet mit der Simulation einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der die finalen Forschungsarbeiten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Das Seminar gibt in Gruppenarbeit und in der Diskussion mit dem Lehrenden viele Möglichkeiten zur Verfeinerung der Forschungsarbeit. Voraussetzungen: Sprache: Besuch des ersten Teils des Forschungsseminars im HS14. Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: 4 Credits pro Semester plus 6 Credits für die Foschungsarbeit Kontakt: julian.l.junk@googlemail.com Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. 59 International Political Economy Dozent: Dr. Omar Serrano Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 13.15 – 15.00, ab 24.02.2015 FRO, HS 2 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: This course will provide students with an empirical and theoretical overview of the interactions between politics and economics. Otherwise said, how domestic and international politics affect the movement of goods, services, people, and capital. We will pay particular attention to the way in which financial crises, regional integration, new technologies, the incorporation of new economic powers and protectionism affect these flows. A first part of the course looks at major shifts in the global economy from a historical perspective, defines international political economy (IPE), and comparatively examines its main schools and theories. In doing so, particular emphasis is paid to key actors such as: states (and the role played by power and hegemony); international institutions (e.g. WTO); and non-state actors (e.g. multinational corporations and NGOs). A second part examines particular aspects of IPE such as: the international monetary system and financial crises, the world trade regime, variations in state economic policies, and North-South relations regarding development and inequality. Challenges to global governance resulting from these issues will receive particular attention. The course is held in English; however, German may also be used in essays and class-participation. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: omar.serrano@unilu.ch Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Dicken, Peter (2011) Global Shift: Reshaping the Global Economic Map in the 21st Century. 6th Edition, London: Sage. Eichengreen, Barry (2008) Globalizing Capital. Princeton: Princeton University Press. Frieden, Jeff and Lake, David (2000) International Political Economy: Perspectives on Global Power and Wealth. Bedford/St. Martin’s and Routledge. Gilpin, Robert (2001) Global Political Economy. Oxfordshire: Princeton University Press. Palan, Ronen (Ed.) (2000) Global Political Economy: Contemporary Theories. Routledge. Ravenhill, John (Ed.) (2005) Global Political Economy. Oxford University Press. Spero, Joan and Jeffrey Hart (2010) The Politics of International Economic Relations. Boston, Massachusetts: Wadsworth. 60 Political Transformations Dozentin: Dr. Edina Szöcsik Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich Di, 10.15 – 12.00, ab 17.02.2015 FRO, HS 11 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: In this seminar, we discuss the transformation and democratisation of political regimes from a cross-regional perspective. In the first part of the seminar, we analyse the conditions for and the causes of democratic transformations. In the second part of the seminar, we focus on different regions that recently underwent political and economic transformations. We discuss their peculiarities, the course of the reforms and the success or failure of the democratic transformation. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat/Essay (benotet) / 4 Kontakt: Edina.Szoecsik@uni-konstanz.de Material: wird auf der Online-Plattform OLAT zur Verfügung gestellt Literatur Sen, A., 1999. Democracy as a Universal Value, Journal of Democracy, 10(3): 3-17. Collier, D. and Levitsky, S., 1997. Democracy with Adjectives. Conceptual Innovations in Comparative Research. World Politics, 49(3): 430-51. Boogards, M., 2009. How to Classify Hybrid Regimes? Defective Democracy and Electoral Authoritarianism. Democratization, 16(2): 399-423. Przeworski, A. and Limongi, F., 1997. Modernization. Theories and Facts. World Politics, 49(2): 155-183. Haggard, S. and Kaufman, R. R., 1997. The Political Economy of Democratic Transitions. Comparative Politics, 29(3): 263-283. Mainwaring, S. and Shugart, M. S., 1997. Juan Linz, Presidentialism, and Democracy. A Critical Appraisal. Comparative Politics, 29(4): 449-471. Welzel, C. and Inglehart, R., 2005. Liberalism, Postmaterialism, and the Growth of Freedom. Institutional Review of Sociology – Revue Internationale de Sociology, 15(1): 81-108. Whitehead, L. 2001. Three International Dimensions of Democratization in Whitehead, L. (ed.)The International Dimensions of Democratization: Europe and the Americas: Europe and the Americas. Oxford: Oxford University Press: 3-25. Mainwaring, S. P. and Pérez-Liñán, A., 2005. Latin American Democratization since 1978: Democratic Transitions, Breakdowns, and Erosions. In Hagopian, F. and Mainwairing, S. P. (ed.) The Third Wave of Democratization in Latin America: Advances and Setbacks. Cambridge: Cambridge University Press: 14- 62. Kornai, J. 2006. The Great Transformation of Central Eastern Europe. Success and Disappointment. Economic of Transition, 14(2): 207-244. Way, Lucan A., 2005. Authoritarian State Building and the Source of Regime Competitiveness in the Fourth Wave. The Cases of Belarus, Moldova, Russia, and Ukraine. World Politics, 57(2): 231-61. Tucker, Joshua A., 2007. Enough! Electoral Fraud, Collective Action Problems, and Post-Communist Colored Revolutions. Perspectives on Politics, 5(3): 535-551. Gallagher, M. E., 2002. “Reform and Openness” Why China’s Economic Reforms Have Delayed Democracy. World Politics, 54(3): 338-72. Van de Walle, N., 2002. Africa’s Range of Regimes. Journal of Democracy, 13(2): 66-80 Stepan, A. and Linz, J. J., 2013. Democratization Theory and the “Arab Spring”. Journal of Democracy, 24(2): 15-30. 61 Modul Forschung-Praxis-Methoden Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 08.15 - 10.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: This course provides an introduction to modern econometrics. Students will learn how to carry out empirical anylysis, going beyond simple descriptive statistics. Topics include lineral regression, the analysis of longitudinal data, limited and discrete dependent variables, survival analysis, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The course has two objectives: (i) learn the methodology of modern econometric analysis and (ii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch des Masterseminars "Advanced Econometrics" Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 62 Einführung in die Ökonometrie Dozent: Dr. oec. pulb. Andreas Kuhn Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Fr, 13.15 - 15.00, ab 20.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Vorlesung Inhalt: Lernziele: 1) Einführung 2) Repetition Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Schätzen von Parametern, Testen von Hypothesen) 3) Das einfache Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz; Einbezug von qualitativen Regressoren 4) Das multiple Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz, Modellierung von nichtlinearen Beziehungen sowie heterogenen Effekten, Modellselektion und Beurteilung der Validität von Regressionsmodellen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empiri-sche Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instrument, der linearen Regressions-analyse. Wir diskutieren die Mechanik sowie die Interpretation der linearen Regression und illustrie-ren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten anhand von aktuellen Studien und Frage-stellungen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die methodischen Grundlagen zu vermitteln um wissenschaftliche empirische Studien kritisch beurteilen zu können und um selbständig eigene empirische Projekte durchführen zu können. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: benotete Prüfung / 3 Details zur Organisation der Veranstaltung sowie zur Leistungsüberprüfung werden im ersten Präsenzblock bekannt gegeben. Kontakt: andreas.kuhn@unilu.ch Literatur • Stock, James H., and Watson, Mark H. (2012). Introduction to Econometrics. 3rd Edition. • Wooldridge, Jeffrey (2013). Introductory Econometrics. A Modern Approach. 5th Edition. 63 Einführung in Methoden der empirischen Religionsforschung I – qualitative Ansätze Dozent: Prof. Dr. Stefan Huber Durchführender Fachbereich: IF Religion – Wirtschaft - Politik Termine: wöchentlich Mi, 12.15 - 14.00, ab 18.02.2015 FRO, HS 5 Studienstufe: Bachelor / Master Veranstaltungsart: Methodisches Seminar Inhalt: Wie erzählen Menschen von ihrer "Bekehrung", "Erleuchtung", "spirituellen Heilung" oder ihrem Leben vor 500 Jahren? Innerhalb welcher Kontexte machen sie religiöse Erfahrungen und wie beeinflusst dies ihre Lebens- praxis? Fragen dieser Art werden von der qualitativen empirischen Religionsforschung bearbeitet, in welche dieser Kurs einführt. Zum einen werden grundlegende Techniken qualitativer Sozialforschung dargestellt. Zum anderen diskutieren wir neueste qualitative Forschungen aus dem Bereich der Religionssoziologie und -forschung, indem wir ihre Fragestellung, Methode, Auswertungsstrategie und Interpretation genauer unter die Lupe nehmen. Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: IF: schriftliche Prüfung, pass or fail / 4 Kontakt: stefan.huber@theol.unibe.ch 64 Einführung in die Ökonometrie Dozent: Dr. oec. pulb. Andreas Kuhn Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Fr, 15.15 - 17.00, ab 20.02.2015 FRO, 3.B58 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Lernziele: 1. Einführung 2. Repetition Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik (Schätzen von Parametern, Testen von Hypothesen) 3. Das einfache Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz; Einbezug von qualitativen Regressoren 4. Das multiple Regressionsmodell: Schätzen, Inferenz, Modellierung von nichtlinearen Beziehungen sowie heterogenen Effekten, Modellselektion und Beurteilung der Validität von Regressionsmodellen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empirische Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instru- ment, der linearen Regressionsanalyse. Wir diskutieren die Mechanik sowie die Interpretation der linearen Regres- sion und illustrieren die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten anhand von aktuellen Studien und Fragestellungen. Zur Ergänzung werden wir ausser- dem praktische Übungen in der Statis-tiksoftware Stata durchführen. Die Veranstaltung bietet eine anwendungsorientierte Einführung in die moderne empirische Wirtschaftsforschung und deren wichtigstem Instrument, der linearen Regressionsanalyse. Das Hauptseminar dient der Vertiefung und praktischen Einübung des Stoffes aus der Vorlesung „Einführung in die Ökonometrie“ anhand von Übungsaufgaben. Zur Ergänzung werden wir ausserdem praktische Übungen in der Statistiksoftware Stata durchführen. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden die methodischen Grundlagen zu vermit-teln um wissenschaftliche empirische Studien kritisch beurteilen zu können und um selbständig eigene empirische Projekte durchführen zu können. Voraussetzungen: Umfang: Gleichzeitige Teilnahme an der Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie" dringend empfohlen. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: andreas.kuhn@unilu.ch Literatur Baum, Christopher F. (2006). An Introduction to Modern Econometrics Using Stata. Kuhn, Andreas und Ruf, Oliver (2006). Einführung in die Statistiksoftware Stata. IEW Working Paper No. 277 65 “sexy methods”. Einführung in Theorien und Methoden der Geschlechterforschung Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 15.15 - 17.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Geschlecht bzw. Gender gehört inzwischen zu den Grundbegriffen der Sozialwissenschaften und diese Konzepte haben Auswirkungen bis weit in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein. Das Seminar beschäftigt sich mit der empirischen Genderforschung, d.h. mit den methodologischen und methodischen Umsetzungen der entsprechenden theoretischen Konzepte, denn die Genderforschung geht auch mit einer Kritik traditioneller Konzepte, Wissenschaftsverständnisse und Methoden einher. In diesem Sinne stellt die Veranstaltung eine forschungsbezogene Einführung in das Forschungsfeld dar. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: katharina.manderscheid@unilu.ch 66 Einführung in Techniken und Herausforderungen der Surveyforschung Dozierende: Caroline Näther, Dipl.-Soz. Raphael Vogel, MA Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 - 12.00, ab 19.02.2015 FRO, HS 3 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Die Erhebung von Daten mittels Befragungen und entsprechender Mess- instrumente ist in unserer modernen Gesellschaft zu einer Alltäglichkeit geworden. Die Methoden der Surveyforschung zählen zu den weitverbreitetsten Techniken der Erzeugung sozialwissenschaftlicher Daten. Die Nachfrage nach Daten und gleichermaßen nach Messinstrumenten ist nicht auf die Wissenschaft beschränkt; auch kommen sie bspw. in der Marktforschung und der amtlichen Statistik zur Anwendung. Dieses Seminar sensibilisiert für die Bedeutung der Methodologie als Bindeglied zwischen Theorie und Methode. Aufbauend auf Basiskompeten- zen der empirischen Sozialforschung (vom Erkenntnisinteresse zum Frage- bogendesign) werden Techniken zur Reduktion ausbleibender Reaktionen (nonresponse) sowie der Einfluss diverser Modi (Modes) der Datenerhebung auf die Generierung von Surveydaten (Qualität und Quantität) vermittelt. Auch soll Bezug auf die Mehrsprachigkeit der schweizerischen Survey- landschaft genommen werden – ein Verweis, der ferner die Herausforderun- gen eines internationalen Forschungssettings einbezieht. Darüber hinaus werden Texte zu weiterführenden Themen der Surveyforschung diskutiert. Das Seminar fokussiert insbesondere auf die in der Austauschtheorie verankerte tailored design method. Diese strebt an, die Last der Befragung für den Befragten zu minimieren um dadurch die Teilnahme attraktiver zu gestalten. Voraussetzungen: Umfang: Abschluss der Methodenausbildung durch erfolgreiche Teilnahme an den Vorlesungen „Einführung in die Methoden der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung“ I und II. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Material: caroline.naether@unilu.ch / raphael.vogel@unilu.ch Grundlage: Dillman, Don et al. (2014): Internet, phone, mail, and mixed- mode surveys: The tailored design method. 4. Auflage. New York: Wiley. Dieses Buch ist u.a. als elektronische Ressource in der Bibliothek zugänglich. Weitere Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. 67 Datenanalyse mit R Dozentin: Dipl. Soz. Tobias Philipp Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 18.02.2015 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor/Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: Gerade im akademischen Bereich erfährt das Open Source Statistikpro- gramm R stetig zunehmende Aufmerksamkeit. Ausgehend von seiner großen Erweiterbarkeit und Flexibilität, hat sich ein breiter und rege im Internet austauschender Nutzerkreis gebildet. Neben den zahlreichen, in- zwischen aus diesem Kreis hervorgegangenen Lösungen für unzählige datenanalytische Probleme, machen seine spezifischen Stärken R auch und gerade für sozialwissenschaftliche Fragestellungen interessant. Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in das Konzept von R, um sich anschließend mit dessen grundlegender Bedienung und Syntax zu beschäftigen. Hierauf aufbauend werden Fragen des Datenmanagements, der deskriptiven Statistik und der graphischen Ausgabe und Aufbereitung von Daten behandelt. Die Studierenden erlernen die Grundlagen des pro- duktiven Umgangs mit R, der im Laufe des Semesters an praktischen Fragestellungen erprobt und vertieft wird. Ziel der Veranstaltung ist es, den Blick der Studierenden dafür zu schärfen, welche Möglichkeiten R zur Lösung vielfältiger datenanalytischer Probleme des sozialwissenschaftlichen Alltags bereit hält. Voraussetzungen: Umfang: Erfolgte Teilnahme an den Vorlesungen „Einführung in die Methoden der Sozial- und Kommunikationsforschung“ I und II. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: tobias.philipp@unilu.ch Literatur Manderscheid, Katharina (2012) Sozialwissenschaftliche Datenanalyse mit R. Wiesbaden: VS Verlag. Groß, Jürgen (2010) Grundlegende Statistik mit R. Wiesbaden: Vieweg+Teubner. Diaz-Bone, Rainer (2006) Statistik für Soziologen. Konstanz: UVK 68 Configurational Thinking and the Study of Democracy Dozent: Markus B. Siewert, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: 14-täglich, Do, 13.15 – 17.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B01 Studienstufe: Bachelor Master Veranstaltungsart: Hauptseminar Inhalt: This course is about how to study democratization and democracy from a set theoretical perspective. Thinking about democracy – its development, quality and performance – is central to comparative politics and political theory. Here, we can find some of the most important and most interesting scholarship in political science. Under what conditions do political regimes democratize? Why do some democracies survive and why do others fail? Which factors condition the performance of democracies in various policy fields? On the other hand, set theory and configurational thinking experience a huge hype within the social sciences, both in methodological discussions and applications. Especially Qualitative Comparative Analysis (QCA) as a case- oriented approach rooted in set theoretical reasoning has demonstrated to be a powerful tool to detect complex patterns of co-variation – such as combinations of conditions, equifinal explanations or asymmetric relations. This course pursues two main objectives: (1) First, it provides an in-depth introduction into QCA as a research approach and a method. We a) discuss the basic understandings of set theory and configurational thinking and b) learn how to conduct QCA, step- by-step. (2) Second, the added value of QCA for the social sciences is debated. For this purpose, published QCA applications on democratization as well as on the quality and governance performance of established democracies are discussed and evaluated, e.g. fiscal policy or direct democracy in Switzerland. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme/Referat (benotet) / 4 Kontakt: siewert@soz.uni-frankfurt.de Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf Online-Plattform OLAT Literatur Schneider, Carsten Q. und Claudius Wagemann, 2012. Set-Theoretic Methods for the Social Sciences. A Guide to Qualitative Comparative Analysis. Cambridge: Cambridge University Press. Ragin, Charles C., 2008. Redesigning Social Inquiry. Fuzzy Sets and Beyond. Chicago: University of Chicago Press. Coppedge, Michael. 2012. Democratization and Research Methods. Cambridge: Cambridge University Press. 69 Advanced Econometrics Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Politische Ökonomie Termine: wöchentlich Mo, 10.15 – 12.00, ab 23.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: This course reflects on the topics discussed in the lecture "Advanced Econometrics" by providing additional examples and exercises, and by offering students the opportunity to present their own small empirical projects. The objective of the seminar is to practice the methodology of modern econometrics. Voraussetzungen: Umfang: Vorlesung "Einführung in die Ökonometrie". Zeitgleicher Besuch der Vorlesung "Advanced Econometrics" 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Essay) / 4 Kontakt: stefan.boes@unilu.ch Literatur A Lecture notes, specific book chapters provided during the course. 70 Quantitative Methods I Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Termine: Mo, 02.02.2015, 08.15 - 17.00, Di, 03.02.2015, 08.15 - 17.00, Mi, 04.02.2015, 08.15 - 17.00, Do, 05.02.2015, 08.15 - 17.00, Fr, 06.02.2015, 08.15 - 17.00, FRO, 3.B58 wöchentlich Mi, 10.15 - 12.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.A05 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: Based on the fundamentals of probability and inferential statistics, this module introduces the most important methods used in modern empirical research. Students will learn how to carry out an empirical project, going beyond simple descriptive statistics and hypothesis testing. Topics include linear regression, the analysis of longitudinal data, discrete dependent variables, and causal inference. Examples from the literature and computer tutorials offer hands-on experiences in utilizing the methods. The objectives of this module are: i) deepen your understanding of inferential statistics, (ii) learn the basic methodology of modern quantitative research, and (iii) acquire the skills to plan and execute your own empirical project. Voraussetzungen: Umfang: Statistical programming 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Written examination (60%) and empirical project (40%) / 6 Begrenzung: Kontakt: Hinweise: priority MA Health Sciences students stefan.boes@unilu.ch 1-week block course with blended learning, additional lectures/tutorials in longitudinal structure. Literatur Stata 13 (available through the university) Specific textbook chapters (available in the library or via moodle) Lecture slides, software code, tutorial exercises 71 Regression and Causality Dozent: Prof. Dr. Stefan Boes Durchführender Fachbereich: Health Sciences and Health Policy Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 19.02.2015 FRO, HS 7 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Lernziele: In this module students will deepen their understanding of linear regression analysis. After a review of the basic properties of the linear regression model, the potential outcomes approach is presented as a general and unifying framework to examine causal effects. We will first discuss how regression can be used in the context of randomized experiments to establish causality, and then we will move on to observational studies and explore various types of research designs that allow for credible causal inference. Examples from the literature offer hands-on experiences in utilizing the methods. The objectives of this module are: (i) deepen your understanding of linear regression analysis, and (ii) learn the potential of regression in drawing causal inferences from non-experimental data. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: Begrenzung: KSF: written exam / 4 priority MA Healsth Sciences students Kontakt: Hinweis. stefan.boes@unilu.ch Teaching method(s): Blended learning with lectures, tutorials and online/class discussions. Literatur Stata 13 (available through the university) Angrist JD, Pischke JS (2009) Mostly Harmless Econometrics: An Empiricist's Companion, Princeton University Press Slices, software code, exercises 72 Survey Research Methods in Context Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 10.15 – 12.00, ab 26.02.2015 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Survey research methods are worldwide the most common used techniques for data collection. Survey research methods are used in social sciences but also in international and national organizations as well as for business and market research. The seminar focuses on trends and perspectives in the field of survey research methods and introduces new approaches as total survey error, tailored design method and cognitive issues in questionnaire design. Practical problems of survey analysis and survey management will be addressed. Voraussetzungen: Umfang: Training in empirical research methods and statistics. 2 Semesterwochenstunden Sprache: Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 4 Kontakt: Material: rainer.diazbone@unilu.ch will be made available via MOODLE 73 Von der Idee zum Forschungskonzept: Forschungsdesigns und Methoden in den Internationalen Beziehungen II Dozent: Julian Junk, MA Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: Fr, 06.03.2015, 09.15 - 17.00, Sa, 07.03.2015, 09.15 - 17.00 FRO, 4.B54 Fr, 22.05.2015, 09.15 - 17.00, Sa, 23.05.2015, 09.15 - 15.00 FRO, 4.B54 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Zwei Vorabbemerkungen: - The seminar is open to students who wish to give their presentations and submit their assignments in English language; the literature of this seminar is mostly in English. - Das Seminar geht über zwei Semester. Eine Anmeldung zum Frühjahrssemester 2015 ist nicht möglich. Ziel des Seminars ist die eigenständige, praktische Anwendung sozialwis- senschaftlicher Methoden in einem empirischen Forschungsprozess. Es legt damit die Grundlagen für eine erfolgreiche Abschlussarbeit (Master oder Bachelor). Das Seminar führt über zwei Semester in zentrale, neuere sozialwissen- schaftliche Methoden ein und wird nicht nur ein Grundwissen in primär qualitativen Methoden sondern gerade auch deren praktische Anwendung in der Konzeptualisierung und Operationalisierung von Forschungsfragen in den Internationalen Beziehungen vermitteln. In diesem Frühjahrssemester schließt sich die „Simulation“ einer wissen- schaftlichen Konferenz an – von der Einreichung einer ersten Themenidee bis hin zur Präsentation eines vollständigen Forschungspapiers. Die TeilnehmerInnen werden somit in einem kurzen Abstract ein Thema für ein Forschungsthema vorschlagen. Über die Semesterferien werden – darauf aufbauend – selbständig erste ausführliche Research Designs mit empirischem Schwerpunkt erarbeitet und schließlich daraus ein Forschungs- papier entwickelt. Der zweite Teil des Seminars (Frühjahrssemester) widmet sich dement- sprechend der ausführlichen Diskussion dieser Research Designs und deren Ausarbeitung zu Forschungsarbeiten in mehreren Stufen. Letzteres wird einzelne anwendungsorientierte Vertiefungen der im ersten Teil erarbeiteten Methoden sowie der empirischen Schwerpunktsetzungen beinhalten. Das Seminar endet mit der Simulation einer wissenschaftlichen Konferenz, auf der die finalen Forschungsarbeiten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Das Seminar gibt in Gruppenarbeit und in der Diskussion mit dem Lehrenden viele Möglichkeiten zur Verfeinerung der Forschungsarbeit. Voraussetzungen: Sprache: Besuch des ersten Teils des Forschungsseminars im HS14. Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: 4 Credits pro Semester plus 6 Credits für die Foschungsarbeit (insgesamt 14 Credits) Kontakt: julian.l.junk@googlemail.com Material: Pflichtlektüre und Seminarmaterialien zugänglich auf online-Plattform OLAT. Literaturauszug Blatter, Joachim and Markus Haverland (2012): Designing Case Studies - Explanatory Approaches in Small-N Research. Palgrave MacMillan, Basingstoke. Blatter, Joachim, Frank Janning and Claudius Wagemann (2007): Qualitative Politikanalyse. Eine Einführung in Methoden und Forschungsansätze. VS Verlag, Wiesbaden. 74 Factorial Methods and Cluster Analysis Dozentin: Dr. phil. Katharina Manderscheid Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: wöchentlich Do, 13.15 – 15.00, ab 19.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: The seminar addresses clustering and scaling techniques, which are techniques exploring latent variables, i.e., variables that are not directly observed. The seminar will focus on factor analysis and multiple correspondence analysis, and on cluster analysis. The seminar participants will learn to interpret examples from the social sciences and to understand the statistical and methodological principles. By applying these techniques to secondary data sets, the students will gain practical experience in using these techniques and in interpreting and visualising the results. The software program used in the seminar will be R. Voraussetzungen: Sprache: Basic knowledge of R. Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Assignments) / 4 Kontakt: katharina.manderscheid@unilu.ch Material: on Moodle Literatur Will be communicated at the seminar. 75 Inhalts- und Rahmenanalyse Dozentin: Dr. Julia Metag Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Mi, 18.02.2015, 13.15 - 15.00 FRO, U1.308 Termine: Fr, 06.03.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 07.03.2015, 09.15 - 16.00, Fr, 17.04.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 18.04.2015, 09.15 - 16.00 FRO, 3.B47 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Inhaltsanalyse gehört zum klassischen soziologischen und kommuni- kationswissenschaftlichen Methodeninventar. Sie beschäftigt sich mit der Analyse von Texten, Bildern und Tönen, also mit verbalen und nonverbalen Aussagen. Im Seminar erfolgt zunächst eine Einführung in die theoretischen Grundlagen und Standards der Methode. Dabei wird auch auf methodologi- sche Neuerungen, Probleme und Forschungslücken innerhalb der Inhalts- analyse eingegangen. Es werden sowohl die Formen der quantitativen als auch qualitativen Inhaltsanalyse behandelt. Bei der Untersuchung von Medieninhalten spielt die Analyse von „Rahmen“ oder „Frames“ in den letzten Jahren verstärkt eine Rolle: Studien zu sozialen Bewegungen und politischer Kommunikation fragen, in welcher Weise Institutionen kommunizieren sollten, damit sie sich möglichst erfolgreich in Öffentlichkeit und Massenmedien platzieren. Medienanalysen untersuchen, welche Rahmungen bestimmter Themen den Zuschauern präsentiert werden und was diese Darstellungen bewirken. Diese unterschiedlichen theoretischen Zugänge zur Rahmenanalyse werden im Seminar aufgearbeitet und anhand von Beispielstudien besprochen. Die gewonnen Erkenntnisse werden in praktischen Übungen umgesetzt. Voraussetzungen: Umfang: Sprache: Es ist unerlässlich, dass Sie am Seminar regelmäßig teilnehmen. Da es nur vier Termine für das Seminar gibt, müssen Sie an allen Terminen teil- nehmen. Lektüre: Lesen Sie bitte vor jeder Sitzung die angegebene Semi- narliteratur und bringen Sie die entsprechenden Texte auch ins Seminar mit. Präsentationen im Seminar 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahem (Referat) / 4 Kontakt: j.metag@ipmz.uzh.ch Material: Texte werden über OLAT zugänglich gemacht. Literatur Benford, Robert D. & Snow, David A. (2000): Framing Processes and Social Movements: An Overview and Assessment. in Annual Review of Sociology 26. 611-639. Bonfadelli, H. (2002). Medieninhaltsforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Konstanz: UVK. Früh, W. (2007). Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis. Konstanz: UVK. Goffman, rving (1996): Rahmen-Analyse: ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Rössler, P. (2005). Inhaltsanalyse. Konstanz: UVK. 76 Grounded Theory Dozent: Prof. Dr. Günter Mey Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Sa, 28.02.2015, 10.15 - 17.00 FRO, 3.B55 Termine: Fr, 27.03.2015, 10.15 - 17.00 FRO, 3.B55 Sa, 28.03.2015, 09.15 - 16.00, Fr, 08.05.2015, 15.15 - 18.00, Sa, 09.05.2015, 09.15 - 15.00 FRO, 4.B01 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Masterseminar Inhalt: Die Grounded-Theory-Methodologie (GTM) ist seit ihrer Begründung vor mehr als 40 Jahren durch Barney Glaser und Anselm Strauss eine der am weitest verbreiteten qualitativen Forschungsansätze, zu der mittlerweile unterschiedlich ausgearbeitete Positionen und Verfahrensvorschläge vor- liegen. In dem Seminar erfolgt nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der GTM die Darlegung von deren spezifischen Forschungslogik und leitenden Konzepte (z.B. Theoretical Sampling, Theoretische Sensibilität). Der Schwerpunkt des Lehrangebots liegt auf die Auswertungsarbeit der GTM. Dazu werden zunächst die einzelnen Kodierprozeduren vorgestellt. An ausgewählten Materialien werden dann v.a. das offene und axiale Kodieren, wie es in der GTM-Variante nach Strauss/Corbin vorgeschlagen wird, erprobt und begleitende Techniken (z.B. Memowriting, Kategorienbil- dung, Netzwerk) in Gruppenarbeit umgesetzt. Voraussetzungen: Umfang: Sprache: rundkenntnisse der qualitativen Sozialforschung (Design, Verfahren). 2 Semesterwochenstunden Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahem (Übungen/Analysen) / 4 Kontakt: mey@qualitative-forschung.de Material: Die Lektüre der „Basisliteratur“ und in Absprache mit den Teilnehmenden ausgewählte Kapitel aus der „weiterführenden Literatur“ sollen die gemeinsame Auswertungsarbeit begleiten. Literatur • Mey, Günter & Mruck, Katja (2009). Methodologie und Methodik der Grounded Theory. In Wilhelm Kempf & Marcus Kiefer (Hrsg.). Forschungsmethoden der Psychologie. Zwischen naturwissenschaft- lichem Experiment und sozialwissenschaftlicher Hermeneutik. Band 3: Psychologie als Natur- und Kulturwissenschaft. Die soziale Konstruktion der Wirklichkeit (S.100-152). Berlin: Regener. 77 Kolloquien Forschungskolloquium: Empirische Religionsforschung Dozent: Prof. Dr. phil. Martin Baumann Durchführender Fachbereich: Religionswissenschaften Termine: 14-täglich, Mi, 13.15 - 15.00, ab 25.02.2015 FRO, 3.B06 Studienstufe: Master / Doktorat Inhalt: Das Kolloquium richtet sich an Studierende im Master und Doktorat. Es bietet die Möglichkeit, das Thema der in Arbeit befindlichen Master- bzw. Doktorarbeit vorzustellen und im Kreis der Teilnehmenden vertiefend zu diskutieren. Zudem besteht die Möglichkeit, theoretische Texte zur Religionswissenschaft gemeinsam zu diskutieren. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Aktive Teilnahme (Präsentation) / 1 Kontakt: relsem@unilu.ch Kolloquium für Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Joachim Blatter Durchführender Fachbereich: Politikwissenschaft Termine: wöchentlich, Di, 17.15 - 19.00, ab 17.02.2015 FRO, 3.B57 Studienstufe: Bachelor / Master Inhalt: Das Kolloquium dient dazu, den Studierenden bei der Vorbereitung von Abschlussarbeiten helfen. Dazu präsentieren die Studierenden zu Beginn des Semesters erste Skizzen ihres Projektes zur Abschlussarbeit. Im zweiten Teil des Kolloquiums präsentieren die Studierende ihr bisheriges Vorgehen bei der Abschlussarbeit, ein vollständiges Forschungsdesign und ggfs. vorläufigen Ergebnisse der Arbeit. Zu dieser zweiten Präsentation muss ein schriftlich ausgearbeitetes Forschungsdesign (5-7 Seiten) vorliegen. Das Kolloquium ist für alle Studierenden offen. Eine sporadische Teilnahme zu einzelnen Vorträgen ist grundsätzlich möglich. Diejenigen, die sich in der Vorbereitung zur Abschlussarbeit befinden und eine Leistungsbescheinigung für das Kolloquium erhalten möchten, müssen allerdings an allen Sitzungen teilnehmen, zwei Mal ihr Projekt zur Abschlussarbeit präsentieren und ein vollständiges Exposé für die Abschlussarbeit in schriftlicher Form einreichen. Um den Studierenden einen Einblick in politikwissenschaftliche Forschungs- prozesse zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass auch Doktorierende und Habilitierende des Politikwissenschaftlichen Seminars ihre aktuellen For- schungsprojekte präsentieren und gemeinsam mit den Dozenten und Studierenden diskutieren. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: regelmässige Teilnahme (s. Inhalt) / 4 Kontakt: joachim.blatter@unilu.ch 78 Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozent: Prof. Dr. Rainer Diaz-Bone Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Do, 17.15 - 19.00, ab 19.02.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master Inhalt: Das Kolloquium bietet die Möglichkeit laufende Arbeiten in den Studiengängen Soziologie, SoCom, Public Opinion and Survey Methodology vorzustellen und Probleme zu besprechen. Das Kolloquium wird für Studierende eingerichtet, die bei mir ihre Abschlussarbeit anfertigen. Zudem kann das Kolloquium Doktorierende genutzt werden, die bei mir promovieren und Zwischenstände präsentieren wollen. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Referat) / 2 Kontakt: rainer.diazbone@unilu.ch MA-Kolloquium Organisation und Wissen Dozent: Prof. Dr. Raimund Hasse Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Die Termine werden den Studierenden noch bekannt gegeben. Studienstufe: Master Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an alle Studierende der Masterstufe, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und schreiben. Das Kolloquium gibt Raum und Unterstützung für intensive Themenfindungs- und Themendurchführungskommunikation. Die MA-Themen werden präsentiert und diskutiert. Der Schwerpunkt ist dabei auf Themen ausgerichtet, die zum Forschungs- und Lehrprofil des Veranstalters passen. Allen Studierenden, die in diesem Bereich eine MA-Arbeit verfassen wollen, ist dieses Kolloquium zu empfehlen. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: bestätigte Teilnahme / 2 Kontakt: raimund.hasse@unilu.ch 79 Kolloquium Weltgesellschaft/Theorien Dozentin: Prof. Dr. Bettina Heintz Durchführender Fachbereich: Soziologie Vorbesprechung: Mo, 23.02.2015, 12.15 - 13.00 FRO, 3.B57 Termine Fr, 13.03.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 14.03.2015, 10.15 - 17.00, Fr, 08.05.2015, 10.15 - 17.00, Sa, 09.05.2015, 10.15 - 17.00 FRO, 4.A05 Studienstufe: Bachelor / Master Inhalt: Die Blockveranstaltung richtet sich an Masterstudierende sowie an Promovierende. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, erste Konzepte für Abschlussarbeiten oder bereits geschriebene Texte gemeinsam zu diskutieren. Für den Erwerb von Credits müssen die Texte mindestens zwei Wochen vorher an die Teilnehmenden verschickt und in Kurzpräsentationen vorgestellt werden. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktieve Teilnahme (Referat/Präsentation) / 2 Kontakt: Hinweise: bettina.heintz@unilu.ch Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Wer seine Arbeit vorstellen möchte, ist gebeten, sich bis spätestens Mitte Januar persönlich bei der Seminarleiterin anzumelden. Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt Dozenten: Prof. Dr. phil. Aram Mattioli / Prof. Dr. Daniel Speich PD Dr. Patrick Kury / Prof. Dr. Markus Ries Durchführender Fachbereich: Geschichten Termine: 14-täglich, Di, 17.15 - 19.00, ab 17.02.2015 FRO, 3.B55 Studienstufe: Master / Doktorat Inhalt: Das interdisziplinäre Forschungskolloquium zur Geschichte der modernen Welt dient der Vorstellung und Diskussion laufender Projekte und der gemeinsamen Lektüre wissenschaftlicher Texte. Im Plenum soll auch diskutiert werden, was eine gute historische Studie ausmacht. Die Veranstaltung richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden sowie fortgeschrittene Masterstudierende. Das Programm wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 3 Kontakt: aram.mattioli@unilu.ch / daniel.speich@unilu.ch / patrick.kury@doz.unilu.ch / markus.ries@unilu.ch 80 Kolloquium für laufende Abschlussarbeiten Dozentin: Ass.-Prof. Sophie Mützel Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: 14-täglich Mo, 15.15 – 17.00, ab 23.02.2015 FRO, HS 11 Studienstufe: Bachelor/Master Inhalt: Das Kolloquium bietet die Gelegenheit laufende Abschlussarbeiten vorzustellen und hilfreiche Rückmeldungen zu erhalten. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Präsentation: Vorhaben der MA-Arbeit) / 2 Kontakt: sophie.muetzel@unilu.ch Examenskolloquium Soziologie und Vergleichende Medienwissenschaft Dozent: Dr. phil. Martin Petzke Durchführender Fachbereich: Soziologie Termine: Termine werden den Teilnehmendn bekannt gegeben. Studienstufe: Master Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende der Masterstufe – insbeson- dere der Soziologie und der Vergleichenden Medienwissenschaften -, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und verfassen. Das Kolloquium dient der Unterstützung bei der Präzisierung der Themen und Problemstellungen der Studien. Es bietet Raum für die Darstellung von Entwürfen, erster Ergebnisse und für Debatte und Austausch. Die MA-Arbeiten werden präsentiert und diskutiert. Umfang: 1 Semesterwochenstunde Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme (Vorstellung der Masterarbeit) / 2 Kontakt: martin.petzke@unilu.ch 81 Forschungskolloquium Dozentin: Dr. phil. Angelica Wehrli Durchführender Fachbereich: Ethnologie Termine: Wöchentlich, Mi, 17.15 – 19.00, ab 18.02.2015 FRO, 3.B52 Studienstufe: Bachelor/Master Inhalt: Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende der Masterstufe - insbesondere der Soziologie und der Vergleichenden Medienwissenschaften -, die ihre Examensarbeiten vorbereiten und verfassen. Das Kolloquium dient der Unterstützung bei der Präzisierung der Themen und Problemstellungen der Studien. Es bietet Raum für die Darstellung von Entwürfen, erster Ergebnisse und für Debatte und Austausch. Die MA-Arbeiten werden präsentiert und diskutiert. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Sprache: Deutsch Prüfungsmodus / Credits: KSF: aktive Teilnahme / 2 Kontakt: angelica.wehrli@unilu.ch 82 Sonderveranstaltungen Public International Law Dozentin: Prof. Dr. iur. Martina Caroni Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Mo, 23.02.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 02.03.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 13.04.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 20.04.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 27.04.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 04.05.2015, 15.15 - 17.00, Mo, 18.05.2015, 15.15 - 17.00 FRO, 4.A07 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop Inhalt: This workshop focuses on current issues of public international law. These may include, inter alia, nuclear non-proliferation, humanitarian intervention and responsibility to protect, peace and security questions, the “race for the Arctic”, state responsibility for violations of international humanitarian law and issues of immunity. The class will be held in two parts. During the first part of the term students will work in groups (4 students) and prepare presentations and papers on the chosen topics. After a first organisational meeting at the beginning of the term there will be no weekly class meetings but rather individual guidance sessions with Prof. Martina Caroni and her team for the groups. During the second part of the term there will be weekly meetings for the group presentations and discussion of the issues presented. Voraussetzungen: Umfang: Basic knowledge of public international law 2 Semesterwochenstunden Sprache: Prüfungsmodus / Credits: Anmeldung: Englisch RF: Grade based on class participation (1/3), presentation and conduction of discussion (1/3) and the paper (1/3) / 6 Registration/deregistration mandatory on UniPortal from Febr 9, 2015 until Febr 28, 2015; only stundents who enrol during this period will receive a grade at the end of the semester. Kontakt: lehrstuhl.caroni@unilu.ch 83 Civil/Human Rights Workshop Dozenent: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa / Peter Coenen, LL.M Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termin: Wöchentlich, Fr 13.15 – 15.00, ab 20.02.2015 FRO, 4.B02 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop Inhalt: Lernziele: Few areas of the law are purely domestic any more. The field of civil and human rights is probably the most outstanding example. Not only do the international obligations of states determine, to a considerable extent, the scope and reach of the civil rights guaranteed domestically, but international procedures have become an integral part of the "appeals" process in all matters that affect rights and liberties as well. Students should be aware of these procedures, how they affect and interact with domestic administrative and judicial structures, and how they could be useful to them as legal practitioners. In this course, we will litigate a (fictitious) human rights case all the way from filing the international complaint to the final judgment or decision of the international court or tribunal. Students will play the various roles of lawyers for the applicants, government agents, and judges/members of the international tribunal(s). Classes will meet - apart from introductory, mid-semester, and concluding sessions - to conduct conferences, hearings, court deliberations, etc. In between classes, students will have regular team meetings during which strategies are devised and briefs/oral arguments prepared (lawyers' teams), or briefs and arguments studied and decisions/judgments prepared (judges' teams). To be able to engage in a meaningful discourse on the benefits and pro- blems of and rights associated with diversity management. To link this dis- course with constitutional law and politics as well as international law and politics. Students will experience in-depth how international legal standards are applied and interpreted, how lawyers operate in international practice, and how arguments are similar or different depending on the forum. Students will also learn the art of evaluating arguments independently and how the roles of international judges are defined. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Prüfungsmodus / Credits: RF: Grades are awarded on the basis of active class participation as well as the quality of written submissions (in particular, legal briefs and judicial decisions) / 6 Kontakt: peter.coenen@unilu.ch 84 Transitional Justice Dozenent: Prof. Dr. iur. Alexander H.E. Morawa Durchführender Fachbereich: Rechtswissenschaften Termine: Blockkurse, Termine folgen extern Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop Inhalt: Lernziele: This course will be taught as a Block Seminar, followed by two meetings during the semester to discuss the progress on the papers or projects and to present them within the group. The block part will take place in a lovely village (two nights’ stay, with the opportunity to ski when class does not meet). (1) In this course, we will first look at the history of transitional justice by focusing on its criminal component (Nuremberg and Tokyo trials, ad hoc criminal tribunals and ICC). (2) We will look at human rights implications on methods and mechanisms of transitional justice, for instance the question of retroactive penalties, lustration and more generally how to deal with regimes that did not respect human rights in a way that uphold these fundamental values. (3) We will explore contemporary models of transitional justice in the context of recent and current crisis, internal strife and transitions. The papers will give students the opportunity to further explore their particular areas of interest and to device an individual research project that can culminate in a paper or some other tangible output. This course is taught as a seminar and, in part, as a workshop. The students will participate in practical exercises and learn concepts by experience. Each student is also required to conduct an individual project and present it in class. Umfang: 2 Semesterwochenstunden Prüfungsmodus / Credits: RF: Class participation, exercises, assignments, individual project (paper and oral presentation); no examination / 6 Anmeldung: Kontakt: Admission on a first-come first-serve basis until February 18, 2015, 12 pm; mandatory registration/deregistration via e-mail at: uta.dietrich@unilu.ch peter.coenen@unilu.ch 85 Kopenhagen – die grüne Hauptstadt Europas Studentisch organisierter Workshop/Exkursion des Masterstudiengangs Organisation: Michael Buess, Dr. des. Studierende des Masterstudienganges Durchführender Fachbereich: Studierende des Masterstudiengangs Weltgesellschaft und Weltpolitik Termine: 16. – 19. April 2015 Studienstufe: Master Veranstaltungsart: Workshop / mehrtägige Exkursion nach Kopenhagen Inhalt: Kennenlernen von verschiedenen Bereichen der Weltgesellschaft anhand von Besuchen bei Institutionen/Organisationen und Unternehmen. Aus dem Exkursionsprogramm: „Für die nächste Master-Exkursion brechen wir auf in den hohen Norden, in die Umwelthauptstadt 2014: Kopenhagen! Dänemarks Hauptstadt ist be- kannt für den schönen Hafen, schöne Menschen und den nicht so schönen Filterkaffee. Doch København hat noch viel mehr zu bieten: Während unserer Exkursion beschäftigen wir uns mit der progressiven Umweltpolitik der Stadt und innovativen Projekten zu grüner Energie. Auch die alternative Freistadt Christiania lassen wir uns nicht entgehen.“ Umfang: Exkursion Sprache: Deutsch oder Englisch Prüfungsmodus / Credits: KSF: Der Erwerb von 2 Social Credit Points ist möglich. Die Anforderungen hierfür sind - aktive Teilnahme - Präsentation eines Handouts zum Exkursionthema an einem noch zu bestimmenden Termin vorab als Vorbereitung auf die Exkursion oder Schreiben eines Essay (3-5 Seiten); Abgabe drei Tage nach der Exkursion. Die Teilnahme ist auch ohne den Erwerb von Social Credit Points möglich. Kontakt: michael.buess@unilu.ch oder christian.roos@stud.unilu.ch 86 28.01.2015