Laura Hoffman
CV
Laura Hoffman studierte von 2015 bis 2020 Religionswissenschaft und Sozialanthropologie an der Universität Bern. 2024 schloss sie den interdisziplinären Joint Degree Master Religion, Wirtschaft und Politik an der Universität Zürich ab. Ihre Masterarbeit («Wer sind ‚Wir‘? Fünf qualitative Interviews über das Wechselverhältnis von Religion und gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Schweiz») ») untersucht verschiedene Dimensionen von Religion als Ressource und Spannungsfeld gesellschaftlicher Kohäsion.
Seit 2022 arbeitet Laura Hoffman an der Universität Luzern – zunächst als Hilfsassistentin am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP), seit 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im qualitativen Teil des SNF-Projekts «Radicals and Preachers. Social Networks and Identity Formation as Pull Factors of Jihadist Radicalisation in Austria, Germany, and Switzerland» (RPSI; bis März 2026). Im Frühjahrssemester 2026 übernahm sie zudem die Studienberatung am Religionswissenschaftlichen Seminar.
Seit September 2024 promoviert Laura Hoffman an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern in Religionswissenschaft. In ihrem Dissertationsprojekt (Arbeitstitel: «Weltsichten und Zukunftsbilder. Eine qualitative Studie zu (nicht)religiösen und weltanschaulichen Orientierungen junger Menschen in der Schweiz») erforscht sie qualitativ, wie junge Erwachsene in der Schweiz ihre Welt deuten sowie gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen entwickeln und begründen – und wie diese im Alltag Sinnstiftungs- und Orientierungsprozesse sowie Handlungsweisen mitbestimmen.
Forschung
Weltsichten und Zukunftsbilder junger Menschen in der Schweiz
Das Promotionsprojekt untersucht, wie junge Erwachsene in der Schweiz ihre Welt verstehen und sich gesellschaftliche Zukunft vorstellen. Im Mittelpunkt stehen ihre (nicht)religiös-weltanschaulichen Orientierungen und deren Bedeutung für Identität, gesellschaftlichen Wandel und Zukunftsbilder.
Die Studie verbindet Religionswissenschaft und Jugendsoziologie und nutzt das umfassende Konzept der Weltsicht, um individuelle Denk- und Handlungsmuster sowie Sinnstiftungsprozesse jenseits klassischer Religionsbegriffe sichtbar zu machen. Analysiert wird, welche Faktoren die Entstehung dieser Weltsichten prägen und welche Funktionen sie im Umgang mit Unsicherheit und Zukunftsfragen erfüllen.
Anhand qualitativer Daten werden Entstehungsbedingungen, Deutungsmuster und Wirkungen subjektiver Weltorientierungen rekonstruiert. Vor dem Hintergrund einer zunehmend multireligiösen und interkulturellen Gesellschaft liefert das Projekt zentrale Erkenntnisse über neue Formen (nicht-)religiös-weltanschaulicher Identitätsgestaltung und deren Rolle in aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken.
