Ob es um beschädigte Gipfelkreuze, ein Kopftuch am Arbeitsplatz oder den Bau eines Hindutempels geht — Religion ist immer wieder ein wichtiges öffentliches Thema und ein Faktor in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Doch wie damit umgehen? Vieles bleibt deutungs- und erklärungsbedürftig. Dabei stossen auch Einzeldisziplinen zunehmend an ihre Grenzen.

Das Zentrum Religionsforschung (ZRF) der Universität Luzern bietet den geeigneten Rahmen für die interdisziplinäre Bearbeitung von Fragestellungen mit gesellschaftlichem Bezug im Bereich Religion. Die Themenpalette ist breit. So führte das Zentrum Religionsforschung seit seiner Gründung Forschungen und Veranstaltungen zu so unterschiedlichen Themen durch wie dem Bau neuer Sakralgebäude durch zugewanderte Religionsgemeinschaften, muslimischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, religiöser Vielfalt und interreligiösem Dialog, Religion in den Medien, Islamic finance oder Religion und Ökonomie. Entsprechend der Bandbreite denkbarer Themen beschränkt sich das ZRF disziplinär nicht auf Religionswissenschaft und Theologie, sondern ist offen für Austausch und Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern der unterschiedlichsten Fachrichtungen wie etwa Soziologie, Ethnologie, Geschichte, Philosophie, Politikwissenschaft, Ökonomie oder Rechtswissenschaft.

Das ZRF steht auch für Anfragen, Auftragsstudien und Beratung zur Verfügung und nimmt gelegentlich in den Medien Stellung zu aktuellen Fragen.

Träger des ZRF sind das Religionswissenschaftliche Seminar an der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und die Professur Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät. Das ZRF arbeitet eng zusammen mit dem Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg sowie mit dem Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik, einem Forschungsnetzwerk der Universitäten Luzern, Zürich, Basel, Lausanne und Freiburg und des Collegium Helveticum.