AGORA-Projekt: 

Ein Forscherteam der Universität Luzern diskutiert mit Interessenten und Fachleuten aus der Gesellschaft seine Forschungen zu muslimischen Jugendgruppen in der Schweiz. 

SNF-Förderung über CHF 165'000 

Projektdauer: 01.04.2013 bis 31.10.2014

Während zwei Jahren (2011-2012) hat das Forscherteam um Prof. Martin Baumann am Zentrum Religionsforschung der Universität Luzern muslimische Jugendgruppen in der Schweiz besucht und dabei eine äusserst vielfältige Szene entdeckt. Neben einer grossen Zahl von Jugendgruppen, die an eine Moschee angebunden sind, gibt es eine kleinere Anzahl selbstorganisierter Gruppen. Während manche Gruppen noch stark durch die Sprache und Herkunftskultur der Eltern geprägt sind, verstehen sich andere bewusst als selbstorganisiert und übergreifend. Die Aktivitäten reichen vom Studium religiöser Fragen über gemeinsame Ausflüge und Spiele bis zur Teilnahme an öffentlichen Anlässen und Debatten. Stets spielt jedoch die Frage, was Muslimsein heute in der Schweiz für junge Menschen bedeutet, eine wichtige Rolle.

Im Agora-Projekt präsentiert das Forscherteam seine Ergebnisse des abgeschlossenen Forschungsprojekts in Workshops mit bis zu 25 Personen, die selbst beruflich Erfahrung mit Jugendlichen haben. Das Angebot richtet sich insbesondere an Berufsleute aus den Bereichen Schule, Sozial- und Jugendarbeit, zivilgesellschaftliche Organisationen (Jugendverbände, Bildungsarbeit, NGO, Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften) sowie Journalismus. Das Ziel ist es, in Form von inhaltlich-didaktisch aufbereiteten Workshops einen Austausch zwischen dem Forscherteam und diesen Berufsgruppen über die je eigenen Erfahrungen und Beobachtungen vor dem Hintergrund der Forschungs-ergebnisse zu ermöglichen und zur Sensibilisierung und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Die Workshops finden verteilt über ein Jahr an verschiedenen Orten in der Schweiz statt.

Projektteam:

Prof. Martin Baumann (Projektleiter)

Dr. Jürgen Endres (Projektmitarbeiter)

Dr. Andreas Tunger-Zanetti (Projektmitarbeiter)

Yves Karrer (Projektmitarbeiter)