Martin Schmid: Die Ausstellung

Vor knapp 300 Jahren reiste der Jesuit Martin Schmid aus Baar nach Bolivien. Er komponierte, baute Musikinstrumente und Kirchen im Kolonialbarock. Eine Ausstellung in der Jesuitenkirche in Luzern macht nun sein Wirken in der Schweiz bekannt.

Datum: 4. Februar 2024
Zeit: 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr
Ort: Jesuitenkirche Luzern

Der Jesuit Martin Schmid (1694-1772) wirkte 35 Jahre lang als Missionar in Bolivien. Dort hatte er vor allem die Aufgabe, die bereits christianisierte indigene Bevölkerung in ihrem Glauben zu stärken und ihre Sesshaftigkeit nachhaltig zu gestalten. Dazu zählten die Förderung der Musik und des Kirchenbaus, die Martin Schmids wichtigste Betätigungsfelder wurden.

Daneben hat Martin Schmid auch einen wesentlichen Beitrag zur Inkulturation des Volkes der Chiquitos geleistet. Mit der Einführung der europäischen Musik - er komponierte auch selber - und des Instrumentenbaus hat er ihre Musikkultur nachhaltig geprägt. Zudem trug er durch die Zusammenstellung eines Wörterbuches zur Erhaltung der Chiquitano-Sprache bei. Die Kirchenbauten und deren Ausschmückungen, die Martin Schmid und seine Schüler veranlasst hatten, wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Nach der Ausweisung durch den spanischen König 1767 endete die Jesuitenmission und Martin Schmid kehrte auf Umwegen in die Schweiz zurück, wo er ein Jahr vor der Aufhebung des Ordens 1772 verstarb.

Der neu gegründete Verein "Pater Martin Schmid SJ" hat Stelen zur Geschichte der Jesuitenmission in Lateinamerika und zur Tätigkeit von Martin Schmid anfertigen lassen, die in der Jesuitenkirche aufgestellt werden.

 

Zur Ausstellung:

Eröffnung der Ausstellung am 04.02.2024 um 18.15 Uhr

Zur Eröffnung hält Markus Ries, Professor für Kirchengeschichte, einen Vortrag und das Collegium Musicum führt Kompositionen von Martin Schmid auf.

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