Projekt «Berufungsverfahren an anderen Universitäten»

Das Thema Chancengleichheit in Berufungsverfahren wird an den Universitäten schon seit langer Zeit thematisiert. Auch an der Universität Luzern werden seit gut 15 Jahren Massnahmen umgesetzt, die die Chancengleichheit in Berufungsverfahren gewährleisten sollen. Eine erste umfassende Evaluation dieser Massnahmen aufgrund der Berichte der Gleichstellungsdelegierten wurde im Auftrag der Gleichstellungs-
kommission von Ariane De Rocchi (Fachstelle für Chancengleichheit) 2018 durchgeführt und in dem Bericht «Berufungsverfahren an der Universität Luzern» dargestellt. In ihrer Diskussion dieses Berichts hat die Gleichstellungskommission sechs Probleme hervorgehoben, in denen hinsichtlich der bestehenden Praxis bei Berufungsverfahren nach wie vor Handlungsbedarf besteht:

1) Der Frauenanteil bei Neuberufungen auf Professuren ist zu gering.

2) Der Frauenanteil bei Bewerbungen auf Professuren ist zu gering.

3) Die Geschlechterverteilung in Berufungskommissionen ist zu wenig ausgewogen.

4) Es gibt keine einheitliche Regelung des Umgangs mit Befangenheit in Berufungskommissionen.

5) Informationen über persönliche Verhältnisse werden unzulässig erhoben und/oder einbezogen.

6) Berichte von Gleichstellungsdelegierten haben keine Wirkung.

Mit Blick auf diesen Handlungsbedarf will das Projekt «Berufungsverfahren an anderen Universitäten» eine fokussierte komparative Analyse einschlägiger Policies, Prozesse und Best Practices anderer Universitäten in der Schweiz und im Ausland liefern und konkret Antworten liefern auf die folgenden Fragen:

  • Welche Massnahmen/Prozesse wurden im Hinblick auf die definierten Problemfelder an anderen Universitäten implementiert?
  • Was hat sich bewährt und was nicht? Welche unter den implementierten Massnahmen haben zum gewünschten Ziel geführt?
  • Gab es ungewollte, negative Nebeneffekte?
  • Wo besteht auch nach Einführung der Massnahmen noch Handlungsbedarf?

Das Projekt, durchgeführt von Alessandro Lazzari (Fachstelle für Chancengleichheit) untersucht zum einen Webseiten und Dokumente anderer Universitäten, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, im Hinblick auf die Beantwortung dieser Fragen. Zum anderen werden an anderen Universitäten tätige Personen interviewt, die bereits Massnahmen/Prozesse in den erwähnten Problemfeldern implementiert bzw. betreut haben. Die Resultate dieser Untersuchungen sowie die Informationen aus den Interviews werden in einem Bericht zusammengefasst.

Sprache und Bild

Sprache & Bild – ein Leitfaden zur Gleichbehandlung aller Geschlechter für Mitarbeitende und Studierende auf dem Hochschulplatz Luzern

 

Wie heisst Ihr Lieblingsschauspieler? Ihr Lieblingssportler oder Lieblingsgautor?

Haben Sie jetzt gerade an Männer gedacht? Dann geht es Ihnen wie den meisten Menschen: Studien zeigen, dass meist nicht an Frauen oder an Menschen mit anderer (nicht-binärer) Geschlechtsidentität gedacht wird, wenn wir es mit männlichen Formen zu tun haben. Für eine chancengleiche und faire Kommunikation müssen wir in unserer Sprache alle Menschen einbeziehen, die mitgedacht und -berücksichtigt werden sollen. Denn Worte und Bilder beschreiben Realitäten und prägen gleichzeitig unser Denken. Chancengleiche Sprache bringt die Vielfalt der Menschen zum Ausdruck. Faire Kommunikation bietet Identifikationsmöglichkeiten für alle und sorgt für Eindeutigkeit. Durch eine sorgsame und respektvolle Verwendung von Sprache und Bildern lassen sich stereotype Rollenbilder im Kopf und in den Texten aufbrechen.

Investieren Sie zehn Leseminuten, denken Sie um, schreiben Sie um, setzen Sie um!

Den Leitfaden können Sie als pdf-Dokument hier herunterladen oder als handliche Broschüre bei der Fachstelle für Chancengleichheit, Büro 3.A24, beziehen.

Leitfaden "Sprache & Bild"

Barrierefreiheit

Menschen mit körperlichen bzw. psychischen Beeinträchtigungen oder chronischen Krankheiten sehen sich im Laufe des Studiums oft vor grossen Herausforderungen und Hürden stehen. Die Universität Luzern ist bestrebt, diese Hindernisse abzubauen und daraus entstehende Benachteiligungen auszugleichen.

 

 

 

 

Die Fachstelle für Chancengleichheit bietet Informationen, Beratung und individuelle Abklärungen für Studieninteressierte und Studierende mit einer Beeinträchtigung. Auch Dozierende und Mitarbeitende können sich mit ihren Fragen gerne an sie wenden.

Die Fachstelle arbeitet eng mit den Studienberatungen und zuständigen Stellen in den Fakultäten zusammen.  

Mehr Informationen zum barrierefreien Studium finden sich hier.

Kontakt

Universität Luzern
Fachstelle Chancengleichheit
Frohburgstrasse 3, Büro 3.A24
Postfach 4466
6002 Luzern

T +41 41 229 51 40
chancengleichheitremove-this.@remove-this.unilu.ch
Fachstelle Chancengleichheit

Schutz vor sexueller Belästigung

Informationen zum Schutz vor sexueller Belästigung finden Sie hier.

Namensänderung bei Transmenschen

An der Universität Luzern besteht die Möglichkeit, den Vornamen und das amtliche Geschlecht zu ändern. Lesen Sie dazu bitte die Richtlinien für Studierende zur Änderung von Vorname und amtlichem Geschlecht (Anrede) bei Transmenschen.