Das Religionspädagogische Institut RPI offeriert, integrale Bestandteile des Diplomstudiums Religionspädagogik einzeln absolvieren zu können. Zur Auswahl steht nebst Gemeindekatechese und Kirchliche Jugendarbeit auch der Kompetenzbereich Schulischer Religionsunterricht. Das Zertifikat bescheinigt den erfolgreichen Abschluss der betreffenden Spezialisierung/en, wobei die Ausbildung am RPI eine studienbegleitende Praxis mit einschliesst.

Studieninhalt

Das RPI bildet Religionspädagoginnen und Religionspädagogen für den schulischen Religionsunterricht aus. Im Zertifikatsstudiengang werden die dazu notwendigen theologischen und pädagogischen Fachkenntnisse, die sozialwissenschaftlichen Grundlagen und die didaktisch-methodischen Fähigkeiten vermittelt.

Lehrveranstaltungen

Die Vorlesungen des Grundstudiums finden von Dienstag bis Freitag und die Vorlesungen des Aufbaustudiums von Montag bis Dienstag jeweils von 08.40-11.55 Uhr / 12.45-16.00 Uhr statt.

Aktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen sind unter https://www.unilu.ch/studium/studienangebot/weitere-angebote/religionspaedagogik/diplom-in-religionspaedagogik/#c14884 abrufbar.

    Aufbau

    Umfang und Dauer

    Das Studium ist eingeteilt in ein Grundstudium, welches als einjähriges Vollzeitstudium oder als zweijähriges berufsbegleitendes Studium absolviert werden kann, und ein Aufbaustudium. Die Normalstudiendauer beträgt vier Jahre. Abweichungen von der Normalstudiendauer sind möglich. Das Studium kann jeweils im Herbstsemester begonnen werden.

    Zeitlicher Übersichtsplan

    Vorkurs

    Der Vorkurs ist für Studierende der Zertifikatsstudiengänge verpflichtend. Er beginnt mit einer Intensivwoche, welche im August stattfindet.

    Nächster Studienbeginn

    Vorkurs: 21. - 25. August 2017

    Grundstudium

    Im Grundstudium vermittelt das RPI die theologischen und humanwissenschaftlichen Grundlagen für alle religionspädagogischen Arbeitsbereiche. Es dient der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten sowie der Einführung in die pädagogische Praxis und dem Nachweis der berufsspezifischen Eignung.

    Fachunterricht 

    Er findet zu verschiedenen Themenbereichen statt, wobei eines der Fächer Dogmatik, Grundfragen Theologischer Ethik und Religionssoziologie als Wahlpflichtfach zu belegen ist.

      Seminare

      Das Proseminar führt in das Arbeiten mit Texten und das Verfassen eigener Texte ein. Formale Aspekte stehen dabei im Vordergrund. In den Seminaren soll unter Anleitung einer Fachdozentin oder eines Fachdozenten eine eigenständige Auseinandersetzung mit einer Thematik stattfinden und diese in der Seminararbeit dargestellt werden.  

      Im Verlauf des Grundstudiums findet zuerst ein Proseminar statt (wahlweise Dogmatik oder Ethik) und anschliessend ein biblisches Seminar (wahlweise Altes Testament oder Neues Testament). 

      Der Besuch des Proseminars ist obligatorisch, der der Seminare fakultativ.

      Intensivwoche

      Die Intensivwoche "Unterrichten lernen" vermittelt didaktische und methodische Grundlagen und ist im Verlauf des Grundstudiums zu besuchen.

      Leistungsnachweise

      Die Leistungsbeurteilung im Grundstudium findet in Form von schriftlichen oder mündlichen Prüfungen oder anderen Lernkontrollen zur Ermittlung einer Jahresnote statt.

      Übungsschule

      Die Studierenden unterrichten im Grundstudium während einem Jahr im Rahmen der Übungsschule Religionsunterricht.

      Aufbaustudium

      Ins Aufbaustudium kann übertreten, wer das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen oder äquivalente Leistungen an anderen Institutionen erworben hat und für eine religionspädagogische Tätigkeit als geeignet beurteilt worden ist sowie über genügend Selbst- und Sozialkompetenz verfügt. 

      Das Aufbaustudium ist geprägt durch das Ineinandergreifen von akademischem Lernen am RPI (zwei Tage / Woche) und Praxiserfahrung in der Pfarrei (Pensum von 20%). Diese Bereiche werden immer wieder aufeinander bezogen. Die Unterrichtsphilosophie ist kompetenzorientiert; sie zielt auf Handlungskompetenz in komplexen Situationen. Es werden bei den Studierenden gutes Selbstmanagement, Sozialkompetenz und Kommunikation sowie aktive Gestaltung des eigenen Lernens erwartet und gefördert. Neben der fachlich-akademischen Ausbildung gehört auch die Betreuung in Praxisreflexion und Supervision zum Studiengang.

      Konkret umfasst das Aufbaustudium die Module des Bereichs Grundlagen und Integration sowie sämtliche Module des Kompetenzbereichs Schulischer Religionsunterricht.  

      Das Aufbaustudium setzt sich wie folgt zusammen:

      Bausatz Grundlagen und Integration

      Die Module des Kompetenzbereichs Grundlagen und Integration umfassen ca. 80 Halbtage.

      Bausatz Schulischer Religionsunterricht

      Die Module des Kompetenzbereichs Schulischer Religionsunterricht umfassen ca. 60 Halbtage.  

      Intensivwoche

      Im Laufe des Studiums ist eine theologische Intensivwoche nach Wahl zu besuchen.

      Leistungsbeurteilungen und Lernzielkontrollen

      Im Aufbaustudium ist zu einem Modul aus dem Bausatz Schulischer Religionsunterricht eine umfangreiche benotete Seminararbeit zu verfassen.
      In den übrigen Modulen und Praxisbereichen finden weitere Formen der Fremd- und Selbstbeurteilung gemäss der Kriterienliste des Religionspädagogischen Instituts statt. 

      Studienabschluss

      Voraussetzungen zum Erhalt des Zertifikats sind:

      • besuchter Vorkurs zu Beginn des Studiums
      • bestehen des Grundstudiums am RPI
      • absolvieren der Module des Bereichs Grundlagen und Integration sowie sämtlicher Module des Kompetenzbereichs Schulischer Religionsunterricht und verfassen der erforderlichen umfassenden benoteten Seminararbeit
      • erfüllte Grundanforderung in der Praxistätigkeit

      Das Zertifikat wird zum Bescheinigen des erfolgreichen Abschlusses des Studiengangs verliehen. Es führt den/die absolvierten Kompetenzbereich/e auf. 

      Sprachen

      Die Unterrichtssprache ist Deutsch.

      Studierende müssen über genügende Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift verfügen. Die Abklärung ist Bestandteil des Aufnahmeverfahrens. Für Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gelten die Bestimmungen der Richtlinien über die Deutschprüfung für fremdsprachige Studienbewerberinnen und Studienbewerber (Niveau C1) an der Universität Luzern: Zulassungsrichtlinien der Universität Luzern.

      Praktika

      Die Studierenden sind während dem Aufbaustudium zwei Jahre in einer Praxisstelle (Pensum 20%) des betreffenden Kompetenzbereiches tätig und absolvieren in diesem Rahmen die berufspraktischen Studien (vgl. Studien- und Prüfungsordnung RPI § 3 Absatz 3 und 4). Die Praxisstellen werden den Studierenden durch die Studienleitung vermittelt.

      Die Studierenden werden in der Praxisstelle von einer ausgebildeten Fachperson ausgebildet und betreut. Die Tätigkeiten in der Praxisstelle umfassen alle religionspädagogischen Praxisfelder, für die eine berufliche Qualifikation angestrebt wird.

      Mobilität

      Mobilitäts- und Gaststudierenden steht das Lehrangebot des RPI offen. Ausgeschlossen davon sind praktische Studien, Praxisreflexion und Supervision. Im Übrigen gilt die Rahmenstudienordnung der Theologischen Fakultät der Universität Luzern (siehe "Reglemente, Merkblätter").

      Information und Beratung

      Das International Relations Office der Universität Luzern informiert über alle Fragen der Studierendenmobilität (Rubrik International). Sie können sich ausserdem an das Sekretariat RPI wenden: T +41 41 229 52 54, Nadja.Jatsch@unilu.ch. 

      Berufsperspektiven und weiterführendes Studium

      Berufsperspektiven

      Das Zertifikat Schulischer Religionsunterricht ist ein berufsqualifizierender Abschluss für die Tätigkeit im religionspädagogischen Berufsfeld Schulischer Religionsunterricht.

      Schulischer Religionsunterricht ist der jahrgangsweise, meist im Rahmen der Schule organisierte systematische Religionsunterricht in der Primarschule und Oberstufe. Je nach Kanton und Gemeinde kann dieser unterschiedliche Formen annehmen, mehr oder weniger in das schulische Leben oder in die Pfarrei integriert sein. In der Regel ist der schulische Religionsunterricht konfessionell oder ökumenisch. 

      Religionspädagoginnen und Religionspädagogen unterrichten in der Schule, pflegen den Kontakt zu Eltern sowie zwischen schulischen und kirchlichen Verantwortlichen, sind um die Einbindung ins Schulhaus besorgt und sind für den Bereich Religionsunterricht in einer Pfarrei oder einem Dekanat verantwortlich.  

      Weitere Einblicke in das Berufsfeld Religionspädagogik: www.religionspaedagogik.info/berufsfeld.html

      Weiterführendes Studium

      Es können weitere Zertifikate in den Kompetenzbereichen Gemeindekatechese und Kirchliche Jugendarbeit abgeschlossen werden, sofern der dafür erforderliche Fachunterricht des Grundstudiums absolviert wurde.

      Falls nach dem Zertifikatsstudiengang der Erwerb des Diploms Religionspädagog/in RPI angestrebt wird, muss der gesamte Fachunterricht des Grundstudiums absolviert werden. Siehe https://www.unilu.ch/studium/studienangebot/weitere-angebote/religionspaedagogik/diplom-in-religionspaedagogik/#c12201 

      Anmeldung und Zulassung

      Bei allgemeinen Fragen zur Anmeldung und Zulassung gibt Ihnen die Studienleitung des RPI Auskunft. 

      Anmeldung

      Die Anmeldung zum Diplomstudiengang erfolgt online unter http://portal.unilu.ch.
      Die Gebühr für das Anmeldeverfahren beträgt CHF 515.--.
      Der Besuch einer Informationsveranstaltung zum Studiengang Religionspädagogik wird empfohlen.

      Folgende Unterlagen sind für die Onlineanmeldung (Format PDF oder JPG) bereitzustellen: 

      • Formular zur Personalienergänzung *
      • Handgeschriebener Lebenslauf * 
      • (Abschluss-) Zeugnis Sekundarstufe 1
      • (Abschluss-) Zeugnisse / Diplome weiterer besuchter Schulen / Ausbildungen / Arbeitstätigkeiten
      • Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister (Online-Bestellung unter https://www.e-service.admin.ch/crex/cms/content/strafregister/privatauszug_de) zur Klärung des Vorliegens eines strafrechtlichen Vorbehalts, der die Ausübung eines pädagogischen Berufs in Frage stellen würde
      • Wohnsitzbestätigung

      * Formular bzw. Handreichung sind auf http://portal.unilu.ch zu downloaden.

      Anmeldeschluss ist der 30. April.
      Das Studium kann jeweils im Herbstsemester begonnen werden.  

      Zulassung

      Voraussetzungen für die Aufnahme ans Religionspädagogische Institut Luzern sind:

      • Mindestalter von 19 Jahren,
      • Abschluss der Orientierungsstufe der Volksschule mehrheitlich auf Niveau A und Lehrabschlussprüfung mit mindestens einem Jahr Berufspraxis oder eine abgeschlossene höhere Bildung,
      • Bestehen des Aufnahmeverfahrens, in welchem die Sozial- und Selbstkompetenz sowie der sprachliche Ausdruck geprüft und die Motivation geklärt werden,
      • genügende Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

      Studiengangsspezifische Voraussetzungen

      Nach Einreichung der Anmeldung werden in einem Aufnahmeverfahren die studiengangsspezifischen Voraussetzungen für ein pädagogisches Studium gemäss Studien- und Prüfungsordnung  RPI § 14 Absatz 1c (siehe "Reglemente, Merkblätter") abgeklärt. 

      Informationsveranstaltung

      Was macht eine Religionspädagogin /ein Religionspädagoge?

      Der Info-Tag des RPI findet jeweils im März und November statt. Bei dieser Gelegenheit wird die Ausbildung am Religionspädagogischen Institut Luzern RPI ausführlich vorgestellt. Wann der nächste Info-Tag stattfindet sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

      Auch ausserhalb des Infotages ist es möglich, einen Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren. Bitte melden Sie sich bei Bedarf im Sekretariat RPI: T +41 41 229 52 53, rpi@unilu.ch.

      Broschüre RPI

      Häufige Fragen

      Kontakt und Auskunft

      Dr. theol. Markus Arnold

      Studienleiter 

      T +41 41 229 52 47
      markus.arnoldremove-this.@remove-this.unilu.ch

      Raum 3.B22

      Die Studienleitung des Religionspädagogischen Instituts gibt Studieninteressierten wie auch Studierenden Auskunft über alle Fragen, die das Studium angehen.  

      Prof. Dr. Monika Jakobs

      Verantwortliche Person der Theologischen Fakultät 

      T +41 41 229 52 46
      monika.jakobsremove-this.@remove-this.unilu.ch

      Raum 3.B30

      Sekretariat

      Universität Luzern
      Religionspädagogisches Institut
      Frohburgstrasse 3, Raum 3.B25
      6002 Luzern

      rpiremove-this.@remove-this.unilu.ch
      T +41 41 229 52 53