In vielen Disziplinen ist Kommunikation aufgrund ihrer wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und berufspraktischen Bedeutung ein Schlüsselthema der innovativsten Forschungs- und Lehrgebiete. Hieran anknüpfend bietet der neu konzipierte Masterstudiengang Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften (MA SoCom) Spezialisierungsmöglichkeiten entlang dreier Schwerpunkte:

  • Organisation und Management,
  • Vergleichende Medienforschung,
  • Medien und Netzwerke.

Studieninhalte

Die Schwerpunkte im Masterstudiengang Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften (MA SoCom) verstehen sich als Vertiefungsangebote. Studierende können sich von Anfang an auf einen dieser Schwerpunkte konzentrieren oder aber auf Kombinationen setzen und sich so z.B. in den Schnittstellenbereichen Medien und Organisationen oder Netzwerke und Organisationen spezialisieren. Die genaue Schwerpunktbildung kann also von vorneherein feststehen, sie kann sich aber auch erst im Laufe des Masterstudiums herauskristallisieren. Eine Festlegung vorab ist nicht zwingend.

Die drei Schwerpunkte werden ergänzt durch ein besonderes Modul: Forschung – Praxis – Methoden. Auch hier gibt es Wahlmöglichkeiten. Studierende können sich für ein Praktikum in einer Organisation ihrer Wahl entscheiden (z.B. in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, in Non-Profit-Organisationen, in Internationalen Nicht-Regierungsorganisationen); oder sie optieren für eine Spezialisierung im Bereich Methoden (z.B. Umfrage- und Marktforschung oder Methoden der Netzwerkanalyse). In jedem Fall eröffnet das Modul: Forschung – Praxis – Methoden berufliche Perspektiven, die auch für den weiteren Studienverlauf und nicht zuletzt für die Abschlussarbeit genutzt werden können.

Schwerpunkt Organisation und Management

Mit dieser Spezialisierung erwerben Studierende Wissen darüber, wie Organisationen funktionieren und welche Möglichkeiten der Beeinflussung sich eröffnen.

Ungeachtet grosser Unterschiede zwischen Organisationen (wie zum Beispiel Unternehmen, Parteien, Vereine, Krankenhäuser, Schulen, Nicht-Regierungsorganisationen) ist es eine Gemeinsamkeit, dass sie mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Zu diesen Herausforderungen zählen Fragen des Umgangs mit Personal und Mitgliedern, Notwendigkeiten der Image­pflege und Public Relations, Versuche des effizienten Umgangs mit Ressourcen (wobei es nicht nur um Geld geht), die Suche nach passenden Kooperationspartnern, Fragen der Nutzung und Erweiterung von Wissen und vielem mehr. Zudem tendieren sämtliche Organisationen ab einer gewissen Grösse dazu, Kommunikationsfragen stark zu gewichten und ein Management herauszubilden, das versucht, passende Entscheidungen im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen zu treffen und zu vermitteln. So ist über die Jahrzehnte (und zwar zunächst vornehmlich in der Wirtschaft – und generell in den USA ausgeprägter als in Europa) eine Berufsgruppe entstanden, die Experten für organisatorische Anliegen vereint. Diese zahlenmässig starke und stark wachsende Berufsgruppe versteht sich selbst als Management. Sie hat mehr­heitlich einen sozialwissenschaftlichen Ausbildungshintergrund und zwar ursprünglich vor allem betriebswirtschaftlicher Ausrichtung.

Die Managementthemen und -perspektiven im Schwerpunkt Organisation und Management orientieren sich nicht an Best Management Practices, sondern zielen auf die kritische Auseinandersetzung mit vorherrschenden Moden und scheinbaren Patentrezepten. Der Zusammenhang von Organisation und Management ist zunächst Gegenstand einer regelmässig angebotenen einführenden Vorlesung in diesen Schwerpunkt. Dabei wird einerseits die historische Entwicklung vom klassischen Taylorismus bis hin zu aktuellen Themen der Organisationskultur reflektiert. Andererseits werden fachspezifische Perspektiven wirtschaftswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher und soziologischer Herangehensweisen vermittelt. Auf dieser organisationswissenschaftlichen Grundlage können Managementimplikationen sowie Möglichkeiten und Grenzen des Managements von Organisationen diskutiert werden.

In Seminaren zum Schwerpunkt Organisation und Management werden ausgewählte Einzelthemen vertieft. Diese beziehen sich auf Problemstellungen, die zumeist etwas mit sozialen, technologischen, kulturellen oder politischen Wandlungsprozessen zu tun haben. Globalisierung, demografischer Wandel, Wissensgesellschaft, Wertewandel, Wettbewerbs­intensivierung oder web 2.0 sind Stichworte für solche Wandlungsprozesse. Organisationen wird in diesem Zusammenhang nahegelegt, sich für neue Formen der Kommunikation, für veränderte Personalstrategien, für Überlegungen zur verbesserten Nutzung von Wissensbeständen oder für die Übernahme neuer Verantwortlichkeiten zu öffnen. Die einzelnen Seminare setzen hier ihre Akzente. Sie behandeln Themen wie Innovation und Lernen, Diversity Management, Human Ressource Management oder auch Corporate Social Responsibility. Darüber hinaus können bestimmte Organisationen in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden, die gesellschaftlich wichtig (und als potenzielle Arbeit­geber relevant) sind und die sich zugleich grundlegend von herkömmlichen Unternehmen unterscheiden. Vertiefungen dieser Art betreffen z.B. Universitäten, Krankenhäuser, Vereine oder Organisationen des Kultursektors.

Der Schwerpunkt Organisation und Management ermöglicht, Expertise zu einzelnen Aspekten der oben genannten Themenbereiche zu entwickeln. Durch eine hierzu passende Ausrichtung im Modul Forschung – Praxis – Methoden sowie durch die Einbeziehung thematisch oder methodisch passender Angebote aus anderen Schwerpunkten bieten sich weitere Profilie­rungs­möglichkeiten. So können nicht nur gute Voraussetzungen für den erfolgreichen Studienabschluss geschaffen werden, sondern auch für eine akademische Qualifizierung, die für einen erfolgreichen Berufseinstieg in Wissenschaft und Praxis genutzt werden kann.

Schwerpunkt Vergleichende Medienforschung

Der Schwerpunkt Vergleichende Medienforschung wirft einen vergleichenden Blick auf die verschiedenen Medien der Gesellschaft. Darunter zählt zunächst das, was wir auch gemeinhin mit dem Medienbegriff verbinden: Rundfunk, das Internet, Zeitungen, Bücher, Bilder,  oder Filme. Der Schwerpunkt hat ein darüberhinausgehendes Medienverständnis, das auch symbolische Kommunikationsformen wie Sprache, Geld und Macht unter den Medienbegriff fasst. Eine derart erweiterte Begrifflichkeit erlaubt, scheinbar unvergleichbare Phänomene wie Verbreitungstechniken der Kommunikation (Schrift, Buchdruck,  elektronische Medien oder Echtzeitmedien wie Telefon und Internet), Darstellungsformen (textliche, visuelle, quantifizierend-numerische, audiovisuelle Medienformate) und symbolische Kommunikationsmedien (Geld, Macht, Kunst oder Liebe) aufeinander zu beziehen, miteinander zu vergleichen, auf Gemeinsamkeiten und Differenzen zu befragen. Es geht um Überlegungen, wie sich verschiedene Medien in ihren kommunikativen Eigenschaften unterscheiden, was die Interaktion unter Anwesenden von der Kommunikation mit Abwesenden unterschiedet, wie neu entstehende Medien, im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung zu gesellschaftsstrukturellen Veränderungen geführt haben und führen.

Es sind darüber hinaus die Beziehungen von Medien zu den umfassenderen gesellschaftlichen Strukturen im Blick; etwa das Verhältnis von

  • Medien und Politik (wie verändern neue Medien die politische Kommunikation, wie erreichen Politiker und Parteien ihr Publikum, wie werden Wahlkampfe geführt?);

  • Medien und Wirtschaft (welche Rolle spielen Medien für Handel, Geldverkehr und die Globalisierung der Geldwirtschaft? Historisch ist an Papiergeld oder Börsenticker zu denken, aktuell an das öffentlich viel diskutierte Highspeed- oder Algo Trading);

  • Medien und Wissenschaft (moderne Wissenschaft wäre ohne Buchdruck nicht möglich; wie veränderngegenwärtig Computer und Internet die Art und Weise, wie neues Wissen entsteht?).

Zur Vergleichsperspektive zählen Fragen historischer Veränderungen und Entwicklungen, sowie Vergleiche zwischen den gesellschaftlichen Feldern und Subsystemen (Politik, Wirtschaft, Erziehung, Religion, Kunst, Sport, Recht) hinsichtlich ihres Mediengebrauchs; dies schließt auch deren Organisationen ein. Gefragt wird nach der Bedeutung von Medien in der öffentlichen und der internen Kommunikation von Wirtschaftsorganisationen, religiösen Organisationen, Organisationen der Erziehung und Wissenschaft oder im Feld der Kunst und deren Organisationen. Das Interesse vergleichender Medienforschung gilt auch der Entwicklung und sozialen Darstellung von Individuen und Personen.

Schwerpunkt Medien und Netzwerke

Die sogenannten „sozialen Medien“ zeichnen sich durch zwei besondere Aspekte aus: zum einen durch Digitalität, die überall dort, wo es technisch und regulativ möglich ist, Verfügbarkeit ermöglicht; zum anderen durch Interaktivität, die Vernetzung und öffentlichen Austausch ermöglicht und gleichzeitig neue Abhängigkeiten schafft. Beide Aspekte eröffnen neue Möglichkeiten für die Existenz des Sozialen. Wir können über soziale Netzwerkplattformen alte Bekanntschaften aufrechterhalten, erleben so unterschiedliche Ereignisse wie politische Proteste, Weltmeisterschaften oder Fernsehsendungen „gemeinsam am Bildschirm“ und in getrennten Kommunikationsgemeinschaften. Gleichzeitig stellen Digitalität und deren Interaktivität die Sozialwissenschaften aber auch vor neue Herausforderungen, was denn „das Soziale“ überhaupt ist und wie es analysiert werden kann. Sobald wir online sind, generieren wir digitale Text-, Bild- und Beziehungsdaten in gigantischen Mengen (Big Data). Wir nutzen Algorithmen, die uns helfen zu finden, was wir suchen, die die Weltnachrichten für uns sortieren, die unsere Schritte zählen und auswerten oder die vorherige Kaufentscheidungen analysieren und daraufhin Vorschläge für weiteren Konsum machen. Wir haben Sorge vor Überwachung, geben aber viel Privates öffentlich preis.

Die Lehrangebote des Schwerpunkts Medien und Netzwerke untersuchen diese sozialen Phänomene und Praktiken. Medien und Netzwerke sind dabei Datenquellen und Untersuchungsgegenstände gleichermassen. Die theoretische Perspektive ist die einer relationalen Soziologie, in der Akteure einander beobachten, miteinander kommunizieren und in Abhängigkeit voneinander Entscheidungen treffen. Zu dieser Perspektive gibt es regelmässige Lehrangebote. Diese theoretische Perspektive erlaubt die Nutzung vieler unterschiedlicher Datentypen und auch unterschiedlicher Methoden für die Untersuchung von empirischen Fragestellungen. Die Nutzung von Methoden hängt vom empirischen Phänomen und der jeweiligen Fragestellung ab, daher sind Kenntnisse in quantifizierenden wie qualitativen Methoden im Schwerpunkt Medien und Netzwerke gleichermassen willkommen! Ausgehend von grossen digital verfügbaren Datenmengen bietet der Schwerpunkt insbesondere Lehrangebote, die sich text- und netzwerkanalytischen Verfahren und der Visualisierung von Daten widmen.

Die Kombination aus theoretischer Perspektive, der Aufmerksamkeit für die Konstruktion von Daten und methodischem Werkzeugkasten bietet eine hochaktuelle sozialwissenschaftliche Ausbildung an, die auf die Analysen von Medien, aber ebenso auf die Analyse von z.B. Organisationen und Märkten angewandt werden kann. So relevant wie digitale Medien und digitale Kommunikation heutzutage sind, schlägt der Schwerpunkt auch starke Brücken zur Praxis.   

Lehrveranstaltungen

Tagesaktuelle Informationen zu den Lehrveranstaltungen des Studiengangs sind im Vorlesungsverzeichnis zu finden.

Einen Überblick über die Veranstaltungen bietet ausserdem das Vorlesungsverzeichnis Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften. In gedruckter Form liegen diese Hefte jeweils ab zwei Wochen vor Beginn der Lehrveranstaltungen in der Halle vor den Veranstaltungsräumen im dritten Obergeschoss aus. Ältere Versionen der Hefte können im Archiv heruntergeladen werden. 

Aufbau

Umfang und Dauer

Der Studiengang umfasst 120 Creditpoints und hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern. Das Studium kann auch in Teilzeit absolviert werden. In diesem Fall verlängert sich die Studiendauer.

Studienaufbau

Den Kern des Studiums bilden die thematischen Schwerpunktmodule Organisation und Management, Medien und Netzwerke und Vergleichende Medienforschung. In einem dieser drei Schwerpunkte sind mindestens eine Vorlesung und zwei Masterseminare zu besuchen und durch eine Prüfung (Vorlesung) bzw. je durch eine schriftliche Seminararbeit (Masterseminare) abzuschliessen. Für den Erwerb der erforderlichen weiteren 18 Credits steht auch das Angebot der anderen Schwerpunkte zur Verfügung. Es ist also nicht notwendig (aber möglich), alle Veranstaltungen im selben Schwerpunkt zu besuchen. Die definitive Zuordnung zu einem Schwerpunkt erfolgt in jedem Fall mit der Anmeldung zur Masterarbeit, die einem Schwerpunkt zugeordnet sein muss – und bei der die oben genannten Voraussetzungen (1 Vorlesung, 2 Masterseminare mit schriftlicher Seminararbeit) erfüllt sein müssen.

Den zweiten Bestandteil des Studiums bildet das Modul Forschung – Praxis – Methoden. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder kann im Rahmen der Vertiefung „Berufs- und Forschungspraxis“ ein achtwöchiges Praktikum angerechnet werden (Details hierzu finden Sie im Merkblatt zum Praktikum) oder es werden im Rahmen der Vertiefung „Methodische Spezialisierung“ zusätzliche Methodenveranstaltungen besucht und erfolgreich abgeschlossen. In beiden Fällen besuchen die Studierenden zu Studienbeginn ein Begleitseminar zum Modul Forschung – Praxis – Methoden, und sie verfassen im weiteren Studienverlauf eine empirische Forschungsarbeit, die sich thematisch oder methodisch auf ein besuchtes Masterseminar beziehen lässt.

Des Weiteren sind im Rahmen des Studiengangs 10 Credits als freie Studienleistungen vorgesehen, die in allen Masterveranstaltungen der Fakultät und je nach Neugier, Interesse und Motivation erworben werden können.

Die Masterarbeit erfordert 6 Monate Bearbeitungszeit für die Fertigstellung der Arbeit sowie eine entsprechende Vorbereitung. Bei einem Vollzeitstudium, das in vier Semestern abgeschlossen werden soll, bedeutet dies, dass die Vorbereitung der Masterarbeit bereits im zweiten Semesters beginnt. (Bei einem Teilzeitstudium erfolgen Anmeldung zur MA-Arbeit und deren Vorbereitung entsprechend später.) Vor oder während der Bearbeitungszeit der Masterarbeit wird das Vorhaben in einem Kolloquium präsentiert und zur Diskussion gestellt, um ein Feedback seitens der Dozierenden oder auch von anderen Studierenden zu erhalten. In der Liste der Titel von MA-Abschlussarbeiten finden sich die Themen der Arbeiten aus den vergangenen drei Jahren.

Den Studienabschluss bildet eine einstündige mündliche Prüfung im Schwerpunktmodul. Für die Prüfung werden drei Themen vereinbart, von welchen mindestens zwei geprüft werden. Die Masterarbeit ist nicht Inhalt der mündlichen Prüfung.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums verleiht die Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät den Titel Master of Arts in Gesellschafts- und Kommunikationswissenschaften mit Hinweis auf den gewählten Schwerpunkt (also Organisation und Management oder Medien und Netzwerke oder Vergleichende Medienforschung).  

Studienplanung und Studienverlauf

Um das Studium in vier Semestern abschliessen zu können, ist eine detaillierte Planung sinnvoll und notwendig. Der Musterstudienplan enthält eine tabellarische Darstellung der Studienanforderungen und hilft dabei, einen individuellen Studienplan zu erstellen. Der Studienablaufplan ist die grafische Darstellung eines möglichen Studienverlaufs. Abgesehen von der rechtzeitigen Vorbereitung der Masterarbeit gilt es bei der Studienplanung zu beachten, dass das Begleitseminar zum Modul Forschung – Praxis – Methoden jeweils nur einmal im Jahr jeweils im Herbstsemester angeboten wird. Insofern ist es sinnvoll, diese Veranstaltung bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zu besuchen.

Sprachen

Wie in den allermeisten universitären Masterstudiengängen sind auch für diesen Studiengang gute Englischkenntnisse zu empfehlen, da ein grosser Teil der für das Studium erforderlichen Literatur englischsprachig ist. Die Veranstaltungen hingegen sind im Regelfall deutschsprachig. Es werden jedoch einzelne Lehrveranstaltungen von internationalen Gästen angeboten. Diese Veranstaltungen sind dann meist englischsprachig (und auch aus Gründen der sprachlichen Übung sehr zu empfehlen).

Praktika

Im Modul Forschung – Praxis – Methoden kann im Rahmen der Vertiefung „Berufs- und Forschungspraxis“ ein achtwöchiges Praktikum angerechnet werden. Details hierzu finden Sie im Merkblatt zum Praktikum.

Mobilität

Für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums gibt es verschiedene Kooperationsabkommen mit Partneruniversitäten innerhalb und ausserhalb Europas. Innerhalb Europas sind Studienaufenthalte in folgenden Städten möglich: Berlin, Bielefeld, Cádiz, Eichstätt-Ingolstadt, Gent, Granada, Greifswald, Hannover, Konstanz, Krakau, Lille, Lodz, München, Modena, Oslo, Paris, Potsdam, Regensburg, Tübingen, Valencia und Würzburg. Bewerbungsschluss für ein oder zwei Auslandssemester im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS ist jeweils der 1. März.

Ausserhalb Europas gibt es Partnerschaftsabkommen mit Universitäten in Australien, Israel, Japan, Kanada, Peru, Südafrika und Südkorea. Für ein Auslandssemester an einer aussereuropäischen Partneruniversität ist der Bewerbungsschluss der 1. März für ein Herbstsemester und der 1. September für ein Frühjahrssemester. Darüber hinaus ist es auch möglich, den Auslandsaufenthalt an einer anderen als den genannten Universitäten selbst zu organisieren.

Weitere Details zum Thema Mobilität finden sich auf der Website der Mobilitätsstelle. Für Fragen steht der Mobilitätsbeauftragte des Soziologischen Seminars Fabian Zoller, MA (fabian.zoller@unilu.ch) mit Rat und Tat zur Verfügung.

Berufsperspektiven

Der Studiengang eröffnet Zugänge zu einem sehr breiten Spektrum beruflicher Tätigkeiten, insbesondere in Bereichen, die sozial- und/oder kommunikationswissenschaftliche Expertise erfordern. Bisherige Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute in PR- oder Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und NGOs, sie sind für Personalfragen oder für Evaluationen zuständig, sie sind in Medienunternehmen, Kommunikations- und Werbeagenturen, in Markt- und Meinungsforschungsinstituten oder in Beratungsagenturen beschäftigt. Weitere wichtige Arbeitgeber sind kantonale und eidgenössische Behörden, aber auch Forschungsinstitute und Bildungseinrichtungen, bei denen allesamt Organisations- und Kommunikationsthemen in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben.

Als universitäres Masterstudium zielt der Studiengang darauf ab, die Studierenden dazu zu befähigen, soziale und kommunikative Sachverhalte zu analysieren und hierauf bezogene aktuelle Problemstellungen selbständig bearbeiten zu können. In welchem Kontext diese allgemeinen Kompetenzen später angewendet werden, hängt stark von der eigenen Spezialisierung ab – in den Schwerpunkten, durch das Praktikum oder durch methodische Kenntnisse und nicht zuletzt durch die Masterarbeit. Die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Berufstätigkeit in welcher Art von Organisation mit dem im Studium erworbenen Wissen angestrebt wird, ist ein begleitender Bestandteil des Studiums. Zudem ergeben sich über Praktika und studienbegleitende Teilzeittätigkeiten bereits vor dem Abschluss Möglichkeiten, in verschiedene Tätigkeitsfelder hineinzuschnuppern, Berufserfahrung zu sammeln und Kontakte zu möglichen Arbeitgebern zu knüpfen. Weil auch die anderen Studierenden das tun, entwickelt sich das Studium auch zu einer Infobörse, an der Erfahrungen ausgetauscht und Vernetzungen angebahnt werden können.

Interviews mit den Alumni Lea Im Obersteg, Noëlle Bucher oder Peter Gähwiler und weitere Beispiele beruflicher Werdegänge von Kultur- und Sozialwissenschaftler/-innen finden sich unter den Portraits der Alumni unserer Fakultät.  

Anmeldung und Zulassung

Anmeldung

Das Studium kann sowohl im Herbst- als auch im Frühjahrssemester aufgenommen werden. Die Anmeldung zum Studium erfolgt über das UniPortal. Verspätete Anmeldungen sind mit einer zusätzlichen Bearbeitungsgebühr von CHF 150 verbunden.

Anmeldetermin für das Herbstsemester: 30. April (verspätete Anmeldung bis 31. August möglich)

Anmeldetermin für das Frühjahrssemester: 30. November (verspätete Anmeldung bis 31. Januar möglich)

Zulassung

Grundsätzlich ist für die Zulassung zum Masterstudium ein Bachelorabschluss einer anerkannten Universität (oder ein gleichwertiger Hochschulabschluss) im Umfang von 180 ECTS Punkten notwendig. Alles Weitere regeln die Zulassungsrichtlinien der Universität.

Studierende mit einem Schweizerischen universitären Bachelorabschluss der Studienrichtungen Soziologie oder Kommunikations- und Medienwissenschaften werden in der Regel ohne weitere Bedingungen zugelassen. Der Abschluss des Masterstudiums kann auch in diesen Fällen vom Nachweis weiterer Kenntnisse und Fähigkeiten abhängig gemacht werden, die im absolvierten Bachelorstudium nicht erworben wurden (Zulassung mit Auflagen).

Reglemente, Merkblätter, Formulare, Abschlussverfahren

Die hier verfügbaren Dokumente sind für Studierende mit Studienbeginn ab Herbstsemester 2016 gültig. Studierende, die ihr Studium vor dem Herbstsemester 2016 begonnen haben, finden die für sie gültigen Reglemente auf der Reglemente-Seite der Fakultät und auf der Übersichtsseite der Musterstudienpläne

Musterstudienpläne, Studien- und Prüfungsordnung, Wegleitung 

Praktikum

Social Credits, Anrechnung von Studienleistungen 

Masterabschlussverfahren (Masterarbeit und Masterprüfungen)

Abschlussprüfungen im Bereich Organisation und Management

Falls Sie Ihre Master-Arbeit im Bereich Organisation und Management schreiben möchten oder die mündliche Abschlussprüfung im Bereich Organisation und Management anstreben, müssen Sie folgendes beachten. Zusätzlich zur offiziellen Anmeldung zu Ihrem Master-Abschlussverfahren, welche Sie beim Dekanat der KSF einreichen, müssen Sie untenstehende Formulare an Viola Müller (viola.mueller@unilu.ch) schicken. Dies ist keine zusätzliche Anmeldung, sondern eine inhaltliche Abklärung, die jeweils als thematische Diskussionsgrundlage dient.

Sämtliche Reglemente, Merkblätter und Formulare

Sämtliche (auch ältere) Reglemente der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, die Wegleitungen zu den Studiengängen und zum Abschlussverfahren sowie Merkblätter und Formulare finden Sie auf der Reglemente-Seite der Fakultät.  

Kontakt und Auskunft

Studienberatung

Studienberatung des Soziologischen Seminars

Bei Fragen zum Studium hilft unsere Fachstudienberatung gerne weiter. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Frau Alexandra Kratzer, die Ihnen direkt weiterhilft oder Sie an die entsprechenden Ansprechpartner weitervermitteln wird.

Alexandra Kratzer, Sekretariat
Universität Luzern
Frohburgstr. 3 / Raum 3.A04
Postfach 4466
6002 Luzern

T +41 41 229 55 54
sozsem@unilu.ch

Studienberatung der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät 

Die allgemeine Studienberatung der Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät unterstützt Studieninteressierte bei der Studienwahl und berät Studierende bei allgemeinen Fragen rund um das Studium und die Studienplanung (unter anderem Mobilität, Militärdienst, Social Credits, Zulassungsfragen). 

Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Raum 3.A39
Michaela Rohrer lic.phil.
T +41 41 229 55 15

Rahel Lörtscher lic.phil.
T +41 41 229 55 13   
studienberatung-ksfremove-this.@remove-this.unilu.ch

Allgemeine Kontaktangaben des Soziologischen Seminars

T +41 41 229 55 53
F +41 41 229 55 65
sozsem@unilu.ch

Anschrift

Soziologisches Seminar der Universität Luzern
Frohburgstrasse 3
Postfach 4466
CH-6002 Luzern

Öffnungszeiten der Sekretariate

Mo. bis Fr. 09.00 - 12.00 Uhr,
Mo., Di. und Do. 14.00 - 16.00 Uhr.
Die Sekretariate des Soziologischen Seminars befindet sich im dritten Obergeschoss, Räume 3.A04 und 3.A06

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