Dank deiner frühen Anmeldung warst du quasi die erste Wirtschaftsstudentin der Uni Luzern. Damals im Interview hast du gesagt, dass das so typisch sei für dich und du immer alles sofort erledigst. War das nun auch im Studium so?
Mehrheitlich schon. Ich versuche immer, Aufgaben oder Projekte möglichst schnell zu erledigen. Aber manchmal fehlt auch einfach die Zeit. Gerade beim Lernen habe ich meistens das Gefühl, es zu lange hinausgeschoben zu haben.

Du hast die Wahl des Wirtschaftsstudiums so begründet, weil es dir etwas bringt im Leben. Was hast du für dein Leben gelernt?
Ich konnte mir durch das Studium in den verschiedensten Bereichen Wissen aneignen: Von Grundkenntnissen im Recht über Daten-Analysen bis hin zu ersten praktischen Erfahrungen in BWL-Fächern. Diese Vielseitigkeit des Studiums habe ich sehr geschätzt. Doch die Uni hat mich auch gelehrt, dass man in den strengen Phasen auch mal auf die Zähne beissen muss und dass gegenseitige Unterstützung und Freundschaften einem dabei viel helfen können.

Zu deiner Pionierrolle meintest du damals: «Somit kann ich mich überraschen lassen und mein eigenes Urteil bilden.» Wie lautet dein Urteil heute?
Es lief vielleicht nicht alles von Anfang an rund, aber wir haben uns gegenseitig immer gut unterstützt. Auch Dozierende haben geholfen, wenn etwas unklar war. Zudem war es immer möglich, Kritik und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Ich mag die Vielseitigkeit in Luzern und dass wir auch immer wieder praktische Erfahrungen sammeln konnten. Ausserdem gefällt mir die familiäre Atmosphäre. Einzig das Angebot an Wahlpflichtfächern könnte man für die letzten Semester noch etwas ausbauen.

Würdest du wieder Wirtschaft studieren?
Ja, das würde ich. Mir gefällt die Abwechslung in diesem Studium. Im Marketing hat man beispielsweise auch einmal die Möglichkeit, kreativ zu sein. In der Mikroökonomie hingegen lernt man, wie man analytisch an ein Problem herangeht. Und im Human Resource Management steht der Mensch im Fokus.

War das Studieren so, wie du dir das vorgestellt hast?
Ich hatte zu Beginn keine Ahnung, was mich im Studium alles erwartet. Ich dachte nicht, dass ich in einer Vorlesung Programmieren lernen werde oder dass wir bereits im ersten Semester mit Unternehmen zusammenarbeiten dürfen. Doch durch diese kleinen Überraschungen blieb das Studium immer spannend für mich.

Im Interview damals hast du gesagt, dass du auch etwas Angst vor dem Studium hast. Du hofftest, dass du das Studium packst und es dir gefallen wird. Was ist dein Fazit heute, wo der BA-Titel zum Greifen nah ist?
Ich bin froh, habe ich den Schritt gewagt. Damals habe ich mir vor allem Gedanken gemacht über Fächer wie Mathematik oder Mikroökonomie und ob ich genug Fähigkeiten dafür besitze. Aber im Nachhinein denke ich, dass das Studium mit etwas Fleiss ohne Probleme bewältigt werden kann. Und die Zeit ist auch unglaublich schnell vergangen.