Uni Luzern in schöner Regelmässigkeit erfolgreich beim European Law Moot Court.

Eine beachtliche Erfolgsserie kann die Uni Luzern seit ihrer erstmaligen Teilnahme am European Law Moot Court (ELMC) 2007 verbuchen. Die Studierenden der Universität Luzern konnten sich in schöner Regelmässigkeit einen Platz unter den ersten 48 Teilnehmern sichern, die sich für das Regionalfinal qualifiziert haben. Damit setzten sie sich jedes Jahr an die Spitze von einem Teilnehmerfeld von über einhundert Universitäten weltweit. Bereits bei der ersten Teilnahme 2007 wurde ein hervorragender zweiter Platz im Regionalfinal erzielt.

Der ELMC Wettbewerb ist ein simuliertes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Angehende Juristen werden mit einem Fall aus dem Europarecht konfrontiert und bereiten schriftliche Plädoyers vor. Diese schriftliche Vorausscheidung entscheidet über die Regionalfinal-Teilnahme, die in Form von vier Regionalfinalen mit je 12 Teilnehmern an wechselnden Orten auf der ganzen Welt stattfindet. In dieser Runde tragen die Teams mündlich ihre Plädoyers in einem, vor dem EuGH nachempfundenen Verfahren, vor. Die Richter sind allesamt ausgewiesene Experten im Europarecht. Die besten Teams der Regionalfinals treten beim European Final in den Räumlichkeiten vor den Richtern und Generalanwälten des EuGH in Luxemburg gegeneinander an.

Der Wettbewerb findet bilingual auf Englisch und Französisch statt und bietet nicht nur eine spannende Erfahrung für den juristischen Nachwuchs, sondern ebnet meist auch den Weg für eine anwaltliche Karriere. Die renommiertesten Kanzleien Europas sind regelmässig an der Austragung beteiligt und rekrutieren ihren Nachwuchs aus den Reihen der "Mooties".

Der ELMC wird seit 1988 von der European Law Moot Court Society mit Unterstützung u.a. der Europäischen Institutionen veranstaltet und ist der weltweit grösste Moot Court für Europarecht.

In Luzern ist Prof. Dr. Sebastian Heselhaus, Ordinarius für Europarecht, Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung, federführend für diese Erfolgsserie verantwortlich. Er kann dabei auf ein erfahrenes Team von Coaches und Sprachtrainern zurückgreifen, die die "Mooties" betreuen und insbesondere fachlich, rhetorisch, didaktisch und sprachlich auf die Herausforderungen vorbereiten.

Weitere Informationen zum European Law Moot Court: 

http://www.europeanlawmootcourt.eu/ 

http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=156972&doc&site=JuS&from=JuS.30.2.9

Moot Court Teilnehmer gesucht:

Bewerbungsformular

Interessierte können sich jederzeit bei Elisabeth Becker melden. 
Bewerbungsschluss für das Jahr 2019/2020 ist der 31. Juli 2019.

ELMC 2019

ELMC 2018

ELMC 2017

ELMC 2016

ELMC 2015

ELMC 2014

ELMC 2013

ELMC 2012

ELMC 2011

Das diesjährige Regional Final des European Law Moot Court (ELMC) vom 11. bis 13. Februar 2011 in Zagreb (Kroatien) hat mit der erfolgreichen Teilnahme des Teams der Universität Luzern, bestehend aus Nicole Baumberger, Sina Tannebaum und Anne-Sophie Morand, seinen Abschluss gefunden.

Auch dieses Jahr trafen sich beim Regional Final in Zagreb Vertreter von verschiedensten Universitäten, darunter Teams aus Lyon, London, New York oder Luxemburg, um sich vor den fiktiven Richtern des Europäischen Gerichtshofs zu messen.

Wieder einmal war es ein sehr eindrückliches und vor allem lehrreiches Abenteuer, da die Mooties sich mit den schwierigen Fragestellungen der Richter, auf englisch wie auch auf französisch, auseinandersetzen mussten.

Ganz im Sinne der aktuellen Ereignisse in Ungarn, welches ein umstrittenes Mediengesetz erlassen hat, handelte der diesjährige Fall von der Interpretation der neuen EU-Medienrichtlinie und die Frage, welche Befugnisse diese den Mitgliedsstaaten einräumt sowie der Vereinbarkeit einzelner Handlungen eines Mitgliedstaates mit den Grundfreiheiten und Grundrechten der EU im Bereich der TV-Medien. Die gründliche Erarbeitung und intensive Befassung mit dem Europarecht, insbesondere mit der neuen Richtlinie 2010/13 EU (Medienrichtlinie) in der schriftlichen Bearbeitungsphase des Wettbewerbes, welche von September bis Ende November 2010 verlief, haben eine ausgezeichnete Grundlage für die mündlichen Plädoyers geschaffen. Die harte, zeitintensive aber lehrreiche Arbeit an den Schriftsätzen hat sich jedoch durch das Erreichen eines Top-Ergebnisses unter den schriftlichen Plädoyers ausgezahlt.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Wettbewerb eine Menge Spass gemacht hat, die Mooties fachlich im Europarecht aber auch in Fragen der Menschenrechte ihr Wissen signifikant ausbauen konnten und nicht zuletzt auch durch die Besonderheit eines Moot Courts ihre rhetorischen Fähigkeiten, wie auch konkrete Falllösungstechniken verbessern und praktisch üben konnten, welche heutzutage zu einem unverzichtbaren Standard in der juristischen Berufswelt geworden sind.

"Meet and Compete" ist das Moot des ELMC und das diesjährige Team hat sich bei beiden Vorgaben durch besonderen Einsatz hervorgetan, auf den sie stolz sein können!

Aus der Sicht der Studierenden:
Bericht Anne Sophie Morand
Bericht Nicole Baumberger & Sina-Tannebaum

Team 2011 der Uni Luzern:
Nicole Baumberger (Mootie)
Anne-Sophie Morand (Mootie)
Sina Tannebaum (Mootie)
Jonas Prangenberg (Coach) 

ELMC 2010

ELMC 2009

Yvonne Ballestra, Katharina Michel und Jonas Prangenberg knüpfen an die Erfolgsserie der Universität Luzern beim European Law Moot Court an.

Mit einem der besten schriftlichen Plädoyers hat das Team der Universität Luzern sich in diesem Jahr an die Spitze der besten Hochschulen in Europa gesetzt. Im Regionalfinale in Bangor (Wales) konnten sich daher Yvonne Ballestra, Katharina Michel und Jonas Prangenberg vom 26. - 29. April 2009 mit weiteren Universitäten aus Europa beim European Law Moot Court (ELMC) messen.

Der diesjährige Fall
Gegenstand des diesjährigen Falles waren vertiefte Fragen des europäischen Wettbewerbs- und Beihilfenrechts, europäischen Gesellschaftsrechts sowie des europäischen Prozessrechts. Die Fragen, die zu bearbeiten waren, lauteten unter anderem: Wie weit reicht die Urteilskraft eines Vorabentscheidungsverfahrens? Wie sind Massnahmen Privater zur Erbringung der öffentlichen Daseinsvorsorge im Beihilfenrecht zu behandeln? Wie weit reicht die Niederlassungsfreiheit von Unternehmen in Europa? Gibt es eine Pflicht zur Herausgabe von vertraulichen Dokumenten von der Kommission an nationale Gerichte?

Die eigentliche Fallbearbeitung
Nachdem der Fall veröffentlicht wurde, begannen wir mit der Analyse. Schnell wurde klar, dass es sich im Schwerpunkt um europäisches Beihilfenrecht handelte. So begannen wir uns in dieses Rechtsgebiet einzulesen und vertiefte Erfahrungen zu sammeln. Es sollte eine Zeit lebendiger Diskussion untereinander werden, in der wir uns ständig weiterentwickelten. In der Sache war der Fall ausserordentlich komplex und tiefgründig, wie wir mit fortschreitendem Wissensstand feststellten. Nach und nach entwickelten wir uns von Studenten, die nur das notwendige Basiswissen im Europarecht hatten, zu Experten in den Fragestellungen. Wir erkannten die Zusammenhänge und verstanden die Hintergründe der einzelnen Vorschriften und Urteile. Und auch wenn wir mit den gefundenen Ergebnissen nicht immer übereinstimmten, so begannen wir doch, das Europarecht als Rechtsgebiet lieb zu gewinnen. Unsere Arbeit wurde dann schliesslich auch noch durch den Erfolg gekrönt, zu den Regionalfinalen mit einem der besten schriftlichen Plädoyers eingeladen zu werden. So fuhren wir nach Bangor (Wales), um die Universität Luzern zu vertreten. Die Möglichkeit, vor Richtern aufzutreten, die teilweise „echte“ Richter des EuGH sind, war phänomenal. Und auch die lange ausgewählten Argumente zu präsentieren und auf ihre Überzeugungskraft zu untersuchen, war eine echte Herausforderung.

Wir haben die entbehrungsreiche Zeit, die wir für den ELMC gearbeitet haben, sehr genossen und nehmen viele Eindrücke mit nach Hause. Die Arbeit im Team, das Bewältigen einer grossen Aufgabe und das Erproben der tatsächlichen juristischen Argumentation sind Erfahrungen, die sicherlich bleiben werden.

Artikel UNILU AKTUELL 28

Team 2009 der Uni Luzern:
Yvonne Ballestra (Mootie)
Katharina Michel (Mootie)
Jonas Prangenberg (Mootie)
Kai P. Purnhagen (Coach)

ELMC 2008

ELMC 2007

Die Universität Luzern war im Jahre 2007 am European Law Moot Court erstmals mit einem Team vertreten. Betreut von Prof. Dr. Sebastian Heselhaus, schlugen sich BLaw Kathrin Achermann, BLaw Ruedi Ackermann und BLaw Fabienne Helfenstein hervorragend und beendeten das Regionalfinale in Zagreb (Kroatien) als Zweitplatzierte.

Medienmitteilung Kanton Luzern

Team 2007 der Uni Luzern:
Kathrin Achermann (Mootie)
Ruedi Ackermann (Mootie)
Fabienne Helfenstein (Mootie)
Marleen Zoeteweij (Coach)

Das Team der Universität Luzern 2007 wurde unterstützt durch:
Lenz & Staehelin
Schindler-Konzern, Corporate Legal Services
Kaufmann Rüedi Rechtsanwälte