Schnupperseminar Geschichte

Der Genozid in Rwanda 1994

Foto Daniel Speich
Prof. Dr. Daniel Speich-Chassé

Der Bürgerkrieg zwischen der Rwanda Patriotic Front (RPF) und den Regierungstruppen, der 1990 begann, eskalierte im April 1994 zu extremster Brutalität: Innerhalb weniger Monate wurde ca. eine Million Menschen umgebracht. Dieses Schnupperseminar nähert sich dem Horror in Rwanda mittels der Frage, ob sozialwissenschaftliche und historische Erklärungen vorliegen und falls ja, welche. Dabei geht es um Formen der Aufarbeitung der Ereignisse in juristischer, künstlerischer und wissenschaftlicher Hinsicht. Und zu diskutieren sind die lange Vorgeschichte sowie die Frage der Nachwirkungen insbesondere auf das Nachbarland Kongo (DRC). Es wird thematisiert, inwiefern von einem «Genozid» zu sprechen ist und was diese Rede bedeutet. Worin besteht die Modernität der Schlächterei, die hauptsächlich mit einfachsten Geräten geschah? Schliesslich interessiert, ob in diesem Fall das vergebende Vergessen dem Erinnern vorzuziehen wäre, da ja die Täterschaft und Angehörige der Opfer weiterhin auf engstem Raum zusammenleben.

Vorbereitung: Inhaltlicher Fokus und Aufgabenstellung werden in Rücksprache mit der Lehrperson bestimmt. Dabei geht es auch um die Frage, welche Bilder und schriftliche Schilderungen den Schülerinnen und Schülern zugemutet werden können, da dieses Thema doch sehr brutal ist.

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