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Liebe Forschende der Universität Luzern
Willkommen zur dritten Ausgabe unseres Open Science Newsletters! Einmal pro Semester informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen, Angebote und Veranstaltungen rund um Open Science – von Open Access über Forschungsdatenmanagement bis hin zu neuen Projekten und Fördermöglichkeiten. Regelmässig kommen auch Forschende zu Wort um Erfahrungen aus der Praxis sowie Tipps und Tricks zu teilen. In dieser Ausgabe steht das Thema Finanzierung und Kosten im Zentrum.
Viel Freude beim Lesen!
Ihr Open Science Team Leonie Gantenbein (Forschungsdaten), Dominik Matter (Open Access), Nadja Meyenhofer (Forschungsdaten) und Simone Rosenkranz (Leitung)
Veranstaltungen und Kurse
Verleihung des Open Science Awards 2026
Am Montag, 19. Oktober 2026 findet die Verleihung des Open Science Awards der Universität Luzern statt. Der mit 1000 CHF dotierte Preis wird durch den Rektor der Universität Luzern, Prof. Dr. Martin Hartmann, übergeben.
Datum: 19. Oktober 2026 Zeit: 12.15 Uhr bis 13.30 Uhr Ort: Foyer der Universität Luzern
Die Verleihung wird mit einem Apéro und einer kleinen Postersession abgerundet. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.
Weitere Informationen zur Verleihung und zum Open Science Award der Universität Luzern.
Open Access Week 2026
Vom 19. bis 23. Oktober 2026 findet die internationale Open Access Week unter dem Motto «The Cost of Knowledge» statt. Auch an der Universität Luzern stehen verschiedene Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Inputs zur Finanzierung von Open Access Publikationen, ein virtueller Rundgang durch die «Uncensored Library» sowie Live-Sprechstunden im Foyer der Universität.
Das vollständige Programm findet sich auf der Webseite der ZHB Luzern. Eine Übersicht über die schweizweiten Veranstaltungen bietet Open Access Week Switzerland 2026.
Researcher Retreats
Zwei neue Retreats im Seminarhotel Rigi in Weggis bieten Doktorierenden und Postdocs der Universität Luzern Workshops, Austausch und viel Zeit zum eigenen Arbeiten.
Forschungsdatenmanagement Retreat «Keep it Safe» Daten sicher speichern, sensible Daten schützen und einen Datenmanagementplan erarbeiten. → Daten: 9.–11. November 2026 und 13.–15. Oktober 2027
Open Science Retreat «Make it Visible» Open Access publizieren, Ihre Forschung verständlich präsentieren und sichtbarer machen. → Datum: 5.–7. April 2027
Die Teilnahme ist kostenlos; die An- und Abreise erfolgt auf eigene Kosten. Maximal zehn Plätze pro Retreat. Hier anmelden.
Open Science Unlocked
Am 25. und 27. November findet erneut die Kursreihe Open Science Unlocked statt. Die Kurse behandeln die Grundlagen von Open Science sowie spezifische und praktische Aspekte von Open Access (25. November, 10:15–12:00 / 13:15-17:00 Uhr) und Forschungsdatenmanagement (27. November, 9:15–12:30 Uhr).
Die Kurse finden in Englisch statt. Weitere Informationen und Details zur Anmeldung sind der Website des HSLU ZLLF zu entnehmen.
Datenschutztag
Am 28. Oktober 2026 findet an unserer Uni für die Forschenden, Lehrenden und Mitarbeitenden erstmals ein Datenschutztag statt; dies zum Thema «Datenschutz und Informationssicherheit als Enabler für Forschung und Lehre». Auf dem Programm stehen eine Keynote, ein Praxispanel sowie Ateliers zu KI, Forschungsdaten, Cloud-Diensten und Datenschutz.
Organisiert wird der Datenschutztag vom Rechtsdienst, den am Projekt «DataPro» Beteiligten und dem Open Science Team. Die Anmeldung ist über diesen Link bis am 19. Oktober möglich – wir freuen uns auf Sie!
Neue Mitarbeiterin: Leonie Gantenbein
Leonie Gantenbein ist die neue Fachleitung und Koordinationsstelle Forschungsdatenmanagement und Open Science an der Universität Luzern. Als promovierte Philosophin interessiert sie sich besonders für die Grundlagen gelingender Wissenschaftskommunikation und für die Bedingungen eines sicheren und nachhaltigen Forschungsdatenmanagements. Gemeinsam mit dem Open Science Team der ZHB koordiniert sie Veranstaltungen und Projekte zu Open Science am Standort Luzern und darüber hinaus. Leonie ist Ihre Anlaufstelle für alle Fragen rund um Open Science und Forschungsdatenmanagement an der Universität Luzern.
Kontakt: Leonie Gantenbein Fachleitung und Koordination Forschungsdatenmanagement & Open Science T +41 41 229 50 09 | leonie.gantenbein@unilu.ch Büro: 3.A18 | Anwesend: Mo–Mi
Open Access in den Schweizer Rechtswissenschaften: Ergebnisse des Projekts ROAL online!
Report on Open Access in Law (ROAL) – das von swissuniversities unterstützte Projekt untersucht die Publikationslandschaft der Schweizer Rechtswissenschaften und zeigt auf, welche Faktoren den offenen Zugang zu rechtswissenschaftlichen Werken fördern oder behindern. Seit dem 23. September ist der Schlussbericht des Projekts online!
Direkt zum Bericht: https://doi.org/10.5281/zenodo.22688119
Weitere Informationen zum Projekt: https://www.unilu.ch/forschung/open-science/roal/
SNF passt die Finanzierungskriterien für Open Access an (ab 1.1.2027)
Die neuen Regelungen gelten für Artikel, die ab dem 1. Januar 2027 bei einem Verlag eingereicht werden. Für Bücher gelten sie für Finanzierungsgesuche, die ab diesem Datum beim SNF eingereicht werden. Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:
Zeitschriftenartikel
- Der SNF übernimmt Publikationsgebühren (APC) bis maximal CHF 3'500 pro Artikel.
- Bei höheren Gebühren wird keine Kostenbeteiligung gewährt.
Open Access Bücher
- Neu werden nur noch Bücher finanziert, die unmittelbar aus SNF-geförderter Forschung hervorgehen. Davon ausgenommen sind Qualifikationsarbeiten.
- Bei Qualifikationsarbeiten (Dissertationen und Habilitationen) ist zusätzlich zu den universitären Gutachten ein unabhängiges Peer-Review erforderlich.
- Der maximale Beitrag im Grundmodul beträgt neu CHF 12'000. Zusätzliche Finanzierungsmodule bleiben weiterhin möglich.
Mehr Informationen auf der Webseite des SNF.
Open Access Publikationsfonds
Im Publikationsfonds zur Finanzierung von Gold Open Access Publikationen sind weiterhin Mittel verfügbar. Anträge können laufend über das Forschungsinformationssystem der Universität (FIS) eingereicht werden.
Weitere Informationen: Publikationsfinanzierung Universität Luzern
Keine Speicherung von neuen Forschungsdaten auf OSF
Das Open Science Framework (OSF) verändert seine Dienstleistungen. Ab Februar 2027 wird es für Forschende nicht mehr möglich sein neue Forschungsdaten über OSF zu teilen. Hintergrund sind der steigende technische und finanzielle Aufwand für den Betrieb der Plattform sowie die zunehmende Komplexität der über die Jahre gewachsenen Funktionen. Für viele Forschende bedeutet dies, dass bestehende Arbeitsabläufe angepasst und teilweise auf andere Dienste (z.B. Zenodo, Dryad oder Figshare) verlagert werden müssen. Projekte und deren Forschungsdaten, die vor dem 16. November 2026 in OSF geladen werden, bleiben weiterhin zugänglich (read-only).
Bei der Suche nach einem geeigneten, alternativen Repositorium für Ihre Forschungsdaten, helfen wir Ihnen gerne: forschungsdaten@zhbluzern.ch.
Weitere Informationen: OSF Changes | Center for Open Science und in diesem Blogbeitrag.
Datacite Commons – Expertinnentipp von Leonie Gantenbein
Wie sichtbar ist Ihre Forschung?
Geben Sie in DataCite Commons Ihren Namen oder Ihre ORCID ein, und Sie sehen auf einen Blick, welche Forschungsoutputs über DOI-Metadaten mit Ihnen verknüpft sind, inklusive Downloads, Views und Zitationen. Die «Accessibility Achievements» zeigen Ihnen zudem, wie zugänglich Ihre Forschung ist.
Ein einfacher Sichtbarkeits-Check, der sich lohnt!
Open Science Advocacy mit Alexandra Kaiser-Duliba
Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist Alexandra Kaiser-Duliba Mitglied des Open Science Ambassador Netzwerks der Zentralschweizer Hochschulen. Wie sie sich ihre Rolle als Botschafterin vorstellt und was Open Science für sie bedeutet, hat sie kürzlich in einem LinkedIn-Post beschrieben. Hier ein kurzer Auszug:
«Für mich ist Open Science weit mehr als nur der freie Zugang zu Publikationen – es ist eine grundlegende Frage von wissenschaftlicher Verantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe. Gerade in meiner Forschung am Institut für Sozialethik, wo ich mich intensiv mit den ethischen Dimensionen der digitalen Transformation, Künstlichen Intelligenz und auch der Wirtschaftsethik auseinandersetze, zeigt sich immer wieder: Echte Innovation braucht zwingend Transparenz.»
In ihrer neuen Rolle als Botschafterin hat sie sich vor allem drei Dinge vorgenommen:
- Eine lebendige und selbstverständliche Open-Science-Kultur aktiv vorantreiben.
- Den Dialog über ethisch verantwortungsvolle Forschung und transparente Datenzugänge stärken.
- Weitere Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Technologie, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Zum LinkedIn-Post
Weitere Informationen zum Open Science Ambassador Programm
Die Fumetto-Zeitschrift
ZentralGut ist das digitale Schaufenster zum Kulturerbe der Zentralschweiz. Entdecken Sie historische Dokumente, Fotos, Ton- und Filmaufnahmen aus regionalen Archiven, Museen und Bibliotheken. Seit den Anfängen in den 1990er-Jahren wird das Comicfestival Fumetto durch eine Festivalzeitschrift begleitet. Alle Ausgaben dieser Zeitschrift sind in ZentralGut online zugänglich und ermöglichen so einzigartige Einblicke in die Geschichte und Entwicklung eines der bedeutendsten Comicfestivals Europas. Viel Spass beim Stöbern!
→ Zur Sammlung der Fumetto-Zeitschrift in ZentralGut
→ Zum begleitenden Blogbeitrag von Juliette Wyler
Weiterführende Lektüre für Interessierte
Florian Fisch: Wie teuer es ist, einen wissenschaftlichen Artikel zu publizieren https://www.horizonte-magazin.ch/2026/06/04/die-kosten-des-publizierens/
The Drain of Scientific Publishing (arXiv:2511.04820) https://doi.org/10.48550/arXiv.2511.04820
Interview with Samuel A. Moore. Author of Publishing Beyond the Market (Blog University of Michigan Press) https://press.umich.edu/Blog/2025/10/Interview-with-Samuel-A.-Moore Publishing Beyond the Market: Open Access, Care, and the Commons
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