Der "PhD Abstract Award" der Swiss School of Public Health (SSPH+) geht an Hannah Tough, Doktorandin am Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik der Universität Luzern. Dies für die anschauliche Zusammenfassung eines Teilprojekts ihrer entstehenden Doktorarbeit.

Hannah Tough (Mitte) bei der Preisverleihung zusammen mit den anderen Preisträgerinnen und -träger sowie u.a. SSPH+-Direktor Nino Künzli (ganz links).

Die SSPH+, ein Zusammenschluss von acht Schweizer Universitäten, prämiert jedes Jahr herausragende wissenschaftliche Leistungen der Doktorandinnen und Doktoranden in ihrem Promotionsprogramm. Hannah Tough konnte die Jury mit ihrer Studie zum Zusammenhang von sozialen Beziehungen und Lebenszufriedenheit bei Menschen mit Querschnittlähmung und ihren Lebenspartnerinnen resp. -partnern überzeugen. Die Studie – ein Teilprojekt aus ihrem noch laufenden kumulativen Dissertationsprojekt – zeigt, dass Einsamkeit für mindestens die Hälfte der querschnittgelähmten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer ein grosses Problem darstellt, und das, obwohl die Betroffenen in einer Partnerschaft leben.

Das Gefühl von Einsamkeit hat, so eine Hauptaussage der Studie, einen grossen negativen Einfluss auf das generelle Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit: Je häufiger sich die Personen einsam fühlen, desto stärker leidet ihr Wohlbefinden. Etwas weniger ausgeprägt ist der Einfluss der Beziehungsqualität auf die Zufriedenheit und das Wohlbefinden. Je schlechter die Beziehung zur Partnerin, zum Partner eingestuft wird, desto schlechter ist auch die Lebenszufriedenheit, so die Studie mit dem Titel "The Impact of Close Social Relationships on Subjective Wellbeing in Persons with Physical Disabilities and their Caregiving Partners: A Longitudinal Analysis".

Die Preisverleihung fand am 22. November 2017 im Rahmen der diesjährigen, von der SSPH+ mitorganisierten Swiss Public Health Konferenz in Basel statt. Erstbetreuer des Dissertationsprojekts von Hannah Tough, die mit einem Master in Epidemiologie am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel abgeschlossen hatte, ist Ass.-Prof. Dr. Armin Gemperli, Assistenzprofessor am Seminar für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik an der Universität Luzern. Dr. Christine Fekete, wissenschaftliche Mitarbeiterin im SwiSCI Studienzentrum an der Schweizer Paraplegiker-Forschung in Nottwil, hat als Co-Promotorin die Forschungsarbeit unterstützt. Diese basiert auf Daten aus dem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekt pro-WELL, in dessen Rahmen Querschnittgelähmte zusammen mit ihren Lebenspartnerinnen resp. -partnern befragt wurden.

5. Dezember 2017