Kevin Saladin studiert auf Masterebene am Integrierten Studiengang Kulturwissenschaften. Lesen Sie seinen Bericht «Disziplinen, Grenzen, Wissenschaften – Transdisziplinarität auf dem Prüfstand» über die Veranstaltung am Collegium Helveticum der ETH Zürich.

Collegium Helveticum ETHZ 2016

Der Ruf nach Interdisziplinarität –  Arbeiten zwischen oder mit verschiedenen Disziplinen – , wurde in den 90er Jahren im Lichte der Erkenntnis, dass Wissen nicht nur in der Akademia, sondern auch im alltäglichen Leben eine wichtige Produktionsressource ist, laut. Da aber das Leben nicht immer gerade einfach ist, das heisst ein Problem selten nur von einem Lebensbereich tangiert ist, reichte das bisher in Disziplinen eingeübte Expertenwissen – des "Fachidioten" – nicht aus, um das alltägliche Leben zu analysieren. Die „Kombination“ mehrerer Disziplinen sollte eine, den Problemen der Welt angemessene, Mischung an Wissensbeständen anbieten, um dieser Komplexität Herr zu werden. Die Transdisziplinarität erweitert dabei das "Inter-" um den Miteinbezug nicht-wissenschaftlicher Akteure und um nicht-akademisches "Wissen".

Tagungsbericht von Kevin Saladin, BA.

Hier finden Sie alle Vorträge der Tagung "Not only between, but even beyond"

Die Reflexion über Wichtigkeit und Status des inter- und transdiziplinären Wissens ist zentral für unseren interdisziplinären Studiengang und wird bei einer weiteren Veranstaltung thematisiert werden: 

Vortrag von Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) mit dem Titel "Können und sollen die Geisteswissenschaften überleben? (Keine rhetorische Frage)" | 19. Dezember 2016 | 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr | Raum 4.B47

16. Dezember 2016