Währungsmärkte sind aus zumindest drei Gründen ein soziologisch interessanter Forschungsgegenstand: Mit einem täglichen Handelsumsatz von vier Billionen Dollar zählen sie zu den größten globalen Märkten. Zweitens sind Währungsmärkte zu einem erheblichen Anteil spekulative Märkte, auf denen Finanzmarktteilnehmer von Wechselkursentwicklungen und Zinsdifferenzen zu profitieren versuchen, obwohl sie gleichzeitig über die Bestimmung der Wechselkurse Einfluss auf zahlreiche andere Wirtschaftsbereiche ausüben. Zuletzt konnte die ökonomische Theorie der Komplexität dieser Märkte bisher kaum gerecht werden; prominente Versuche der Modellierung und Vorhersage von Wechselkursentwicklungen sind gescheitert.

24. Juli 2013