20 ausgewählte Studierende aus 15 Nationen und aus unterschiedlichen Disziplinen stellten sich Anfang Juni 2018 an der Universität Luzern ethischen Fragen in einem weltumspannenden Zusammenhang. Die erste internationale "Lucerne Summer University: Ethics in a Global Context" unter dem Patronat der UNESCO überzeugte durch die Qualität der inhaltlichen Auseinandersetzung.

Rob van Riet, Direktor Climate Energy Program, World Future Council (WFC), London

Die namhaften Expertinnen und Experten beleuchteten in ihren Vorlesungen und Workshops den aktuellen Stand der Forschung in Bereichen wie Umwelt-, Wirtschafts- und interkulturelle Ethik, Ethik der Menschenrechte, biomedizinische Ethik sowie der ethischen Auseinandersetzung mit Digitalisierung und Robotisierung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. So sprach beispielsweise Prof. Dr. Laura Palazzani, Professorin für Rechtsphilosophie an der Lumsa Universität Rom und Mitglied des UNESCO International Bioethics Committee sowie Mitglied der European Group on Ethics in Science and New Technologies der EU-Kommission, über die Notwendigkeit internationaler bio-juridischer Prinzipien, die universell gelten und gleichzeitig die kulturelle, religiöse und weltanschauliche Vielfalt respektieren sollten. Ihre Arbeit sei motiviert von der Überwindung hemmender Faktoren wie der Asynchronität zwischen der Schnelligkeit und Dynamik des biomedizinisch technisch-wissenschaftlichen Fortschritts und der Langsamkeit des Gesetzgebungsprozesses, der interdisziplinären Struktur der Bioethik, die die ständige Aktualisierung der wissenschaftlichen Ergebnisse und die ständige Auseinandersetzung mit Experten verschiedener Disziplinen erfordere, und den ethisch und kulturell pluralen Möglichkeiten, die Funktion des Rechts in der Bioethik zu erfassen. 

Professor Peter G. Kirchschläger, Gründer und Direktor der Lucerne Summer University: Ethics in a Global Context, freut sich sehr über den positiven Verlauf der ersten Durchführung: "Die Qualität der inhaltlichen Auseinandersetzung und das ausserordentliche Engagement der Teilnehmenden und Dozierenden waren beeindruckend. Zudem hat uns das besonders hohe Interesse am ersten öffentlichen EthikImpuls mit Professor Manfred Nowak, ehemaligen UN-Sonderberichterstatter über Folter, darin bestärkt, öffentliche EthikImpulse in Zukunft regelmässig durchzuführen."

19. Juni 2018