Die Heilige Schrift ist die Ur-Kunde des christlichen Glaubens.

Daher verwundert es nicht, wenn sie ihren Widerhall auch in den Texten der Liturgie, besonders der Eucharistiefeier als zentraler Feier der Kirche findet. Allerdings ist diese biblische Prägung nicht immer klar ersichtlich bzw. bewusst. Der Luzerner Biblisch-Liturgische Kommentar möchte daher die liturgischen Texte (Dialoge, Hymnen, Formeln, Rufe etc.) aus dem biblischen Hintergrund des Formelguts kommentieren, um so "die Liturgie mit biblischen Augen" zu betrachten und zu verstehen. Daher geschieht diese erklärende Darlegung im interdisziplinären Zusammenspiel vor allem zwischen den Bibelwissenschaften und der Liturgiewissenschaft. 

Der nun vorliegende erste Band des Kommentars behandelt die Texte und Riten der Eröffnung der Eucharistiefeier. Der Kommentar richtet sich nicht nur an die wissenschaftliche Fachwelt, sondern vor allem an alle Personen, die in der Eucharistiefeier Leitungsverantwortung haben, diese Feier mit gestalten und sie vertieft mitfeiern wollen. In diesem Sinne will der Kommentar ein Instrument der spirituellen Vertiefung für die liturgische Praxis der Kirchen am Ort sein. 

Die weiteren Bände erscheinen im Jahresrhythmus. Im Herbst wird zudem mit der "biblisch-liturgischen Erschließung" eine sprachlich vereinfachte Version dieses Kommentars erscheinen, die sich vor allem an Ehrenamtliche in der Liturgie richtet. 

bibliografische Angaben: 
Birgit Jeggle-Merz, Walter Kirchschläger, Jörg Müller (Hrsg.): Gemeinsam vor Gott treten. Die Liturgie mit biblischen Augen betrachten (Luzerner Biblisch-Liturgischer Kommentar zum Ordo Missae Bd. 1), Stuttgart 2014 (Verlag Katholisches Bibelwerk)

1. Januar 2014