Basierend auf einer studentischen Forschungsarbeit haben Andrea Blättler und Samuel D. Schmid zusammen mit Prof. Dr. Joachim Blatter einen neuartigen Index entwickelt. Daraus wird ersichtlich, wie gut 22 europäische Demokratien Menschen mit Migrationshintergrund politisch inkludieren.

Den Massstab bildet das in der Demokratietheorie weitgehend anerkannte Argument, dass Immigranten, die eine gewisse Zeit in einem Staat leben und dessen Gesetzen unterworfen sind, sich auch an Wahlen und Abstimmungen beteiligen können sollen. Denn Demokratie bedeutet, dass alle, die politischen Entscheidungen unterworfen sind, sich auch an diesen Entscheidungen beteiligen können müssen - auch im Zeitalter der Migration. Währenddem Länder wie Schweden, Finnland, Grossbritannien und Portugal relativ gut abschneiden, ist die Schweiz auf den hintersten Rängen platziert. Allerdings gibt es auch in den inklusivsten Demokratien noch viel Luft nach oben - und insgesamt zeigt sich in den meisten europäischen Ländern ein ausgeprägtes Demokratiedefizit bezüglich der Inklusion von Immigranten.

28. Juli 2014