Nicolas Diebold und Simon Jäggi zeigen in ihrer Analyse der Gesetzgebung aus Sicht der Wettbewerbspolitik auf, dass wettbewerbsfördernde Vorlagen immer weniger mehrheitsfähig sind. Im Gegenteil: Protektionismus hatte in der vergangenen Legislatur Hochkonjunktur. Eine Auslegeordnung.

Schreiner in der Schweiz bezahlen mehr für Importholz als ihre ausländischen Berufskollegen. (Bild: Keystone)

Wieso sind gewisse Länder leistungsfähiger als andere? Wieso wurde in vielen Ländern ein ansehnliches Wohlstandsniveau erreicht? Zumindest in der Wissenschaft ist eine unbestrittene Komponente dafür die wettbewerbsorientierte Marktwirtschaft. Gemäss der ökonomischen Theorie führt Wettbewerb zu besseren Ergebnissen und höherem Wohlstand, als wenn Unternehmen vor Konkurrenz geschützt sind. Denn Unternehmen wetteifern auf Märkten um Kunden und sind bestrebt, sich durch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis von der Konkurrenz abzuheben. Das sorgt für unternehmerische Fitness. Aber: Wettbewerb führt nicht für alle Marktteilnehmer automatisch zum Erfolg. Er ist vielmehr ein Entdeckungsverfahren für die optimale Art und Weise, wie Güter und Dienstleistungen produziert werden. Wer an der Nachfrage vorbeiproduziert, der wird seine Produkte nicht verkaufen, Verluste machen und letztendlich aus dem Markt ausscheiden. Dafür können wiederum andere Unternehmen die Chance nutzen und mit innovativen Ideen Marktanteile gewinnen. Konkurse und Pleiten sind für die Betroffenen oft unschön und einschneidend, aber sie sind für ein gesundes und wohlstandsförderndes Wettbewerbssystem langfristig unabdingbar.

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8. Oktober 2019