In diesem Sommer begrüsst das Soziologische Seminar Dr. Segev als Gastforscher. Er ist für drei Monate in Luzern und wird im Herbstsemester eine Veranstaltung zur Bedeutung von Suchmaschinen im digitalen Zeitalter anbieten.

Dr. Elad Segev ist Dozent für Neue Medien am Fachbereich Kommunikation der Hebrew University in Jerusalem. Im Rahmen seiner Promotion am Research Institute for Law, Politics and Justice der Keele University/England hat er sich mit systematischen Tendenzen von Suchmaschinen und deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft auseinandergesetzt. Bachelor und Master hat er an der Tel Aviv University im Bereich Kommunikation, Technologie und Informationssysteme erworben. Seine Arbeiten werden in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht und stammen aus folgenden Themengebieten: systematische Tendenzen im Internet, Suchmaschinen, Amerikanisierung, kulturelle Diversität, die digitale Kluft, Methoden und Techniken zur Nutzung von Datamining für die Erforschung der neuen Medien. 
Elad Segev ist momentan für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Soziologischen Seminar der Universität Luzern. Er untersucht die Darstellung des Mittleren Ostens – und insbesondere die Darstellung Israels, Irans und der Türkei – in den führenden Zeitungen Deutschlands, Frankreichs und Italiens. In der Studie kommt eine für diesen Zweck selbst entwickelte Datamining-Software zum Einsatz. Die Software sammelt Informationen aus Online Nachrichten-Archiven und ermöglicht es – anhand von vorgegebenen Listen von Schlüsselwörtnern mit negativer, positiver oder neutraler Ausrichtung – auf die Positionierung und die Perspektive der Zeitungen in Bezug auf den Mittleren Osten zuzugreifen und die Positionen zu vergleichen. Elad Segev bietet ausserdem am Soziologischen Seminar ein Hauptseminar zu Information, Macht und Suchmaschinen an.  

30. August 2010