Bis am 27. November ist im Natur-Museum Luzern die Sonderausstellung "Wie die Natur ins Museum kam: Vom Naturalienkabinett des Karl Nikolaus Lang (1670–1741) bis heute" zu sehen. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit zwischen dem Natur-Museum, dem Historischen Seminar der Universität Luzern, dem Historischen Museum Luzern und der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern.

Ausschnitt aus dem Ausstellungsplakat.

Heute wird Luzern als Stadt der Kultur- und Geisteswissenschaften wahrgenommen. Die Anfänge Luzerns als Ort des Wissens reichen weit zurück und gründen in den erwachenden Naturwissenschaften des 17. und 18. Jahrhunderts.

Einer ihrer Vertreter war Karl Nikolaus Lang (1670–1741), Luzerner Stadtarzt und Naturforscher. Er verfasste nicht nur zahlreiche Schriften, sondern sammelte auch Objekte aus der Natur und bestückte damit sein Naturalienkabinett – das "Museum Lucernense Langianum". Die Ausstellung beleuchtet das Leben und die Forschung dieser in Vergessenheit geratenen Persönlichkeit und spannt den Bogen bis zur heutigen Wissensstadt Luzern. Gleichzeitig führt sie zu den Wurzeln des Natur-Museums Luzern und lässt die 300-jährige Sammlung Langs in neuem Licht erscheinen.

An der öffentlichen Vernissage vom 2. Juli sprachen u.a. Rektor Paul Richli und Prof. Dr. Jon Mathieu. Gleichzeitig zur Ausstellungseröffnung erschien beim Pro Libro Verlag Luzern die Edition und erstmalige Veröffentlichung des unvollendeten Manuskripts Langs zur "Natur-Geschichte der Statt Lucern und des darzu gehörigen Landes" aus der Zeit von 1725/26 unter dem Titel "Die Statt Lucern ist ein uhraltes Ort", herausgegeben von Dunja Bulinsky, Doktorandin bei Prof. Mathieu. Es handelt sich um eine der ältesten Schriften zu Luzern und Umgebung und gehört der Zentral- und Hochschulbibliothek. In der Ausstellung wird das Original gezeigt.

Zur Ausstellung wird ein reichhaltiges Begleitprogramm angeboten. Unter anderem findet am 21. Oktober mit "Wieviel will Luzern wissen?" ein Symposium zur Zukunft des Wissensplatzes Luzern mit Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Bildung und Politik statt.

Flyer

3. Juni 2016