Von Prof. Dr. Stephanie Klein, Professur Pastoraltheologie

Religion und Familie stellen individuell und kollektiv wesentliche Ressource für das Leben und Überleben von Flüchtlingen dar. Sie geben Orientierung und Hoffnung in Extremsituationen der Erfahrungen von Gewalt, Flucht und Fremdheit. Die Familie und die religiösen Gemeinschaften sind die zentralen Orte der lebensweltlichen Orientierung und der religiösen Sozialisation. Im Aufnahmeland stellen die religiösen Gemeinschaften einen wesentlichen Ort der Unterstützung und der Integration in die neue Kultur dar. Das Projekt setzt an der subjektiven Erfahrung und Deutung von Flüchtlingen an. Es ist geplant, exemplarisch biographische Erzählungen von christlichen und von muslimischen Flüchtlingen zu erheben. Methodisch arbeitet es mit biographisch-narrativen Interviews.Ein Kick-off-Symposion am 10. Februar 2017 diente zur Beratung und Planung. Daran nahmen unter anderen teil: Assoz.-Prof. Dr. Regina Pollak, Institut für Praktische Theologie, Universität Wien, Forschungsnetzwerk Religion im Kontext von Migration; Prof. Dr. Mohammed Nekroumi, Lehrstuhl für Islamisch-religiöse Studien, Universität Erlangen; Tit.-Prof. Dr. Samuel Behloul, Züricher Institut für Interreligiösen Dialog (ZIID), Zürich; Dr. Eva Baumann-Neuhaus, Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut St. Gallen, Projekt Christliche Migration in die Schweiz“; Simon Foppa MA, Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut St. Gallen, Projekt „Christliche Migration in die Schweiz“; Jaime Armas MA, Flüchtlingsseelsorger, Bundesverfahrenszentrum für Asylsuchende Juch/Zürich