mit Sibylle Ackermann Birbaum, Conrad Engler, Prof. Dr. Vagias Karavas, Dr. med. Anna Raggi und Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter am 24.10.2017, 18.30 Uhr, Universität Luzern, Hörsaal 9.

Unfruchtbarkeit ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Mittlerweile gibt es zahlreiche medizinische Behandlungsmethoden, von denen einige in der Schweiz in Anspruch genommen werden können. Dies gilt nicht für die Eizellspende, die im Gegensatz zur Samenspende in der Schweiz verboten ist. In ihrer Stellungnahme vom November 2013 stellte die Schweizerische Ethikkommission das Verbot der Eizellspende jedoch in Frage und stufte dieses sogar als diskriminierend ein. Auch von politischer Seite gibt es inzwischen Bemühungen, die Eizellspende in der Schweiz zu legalisieren: Eine von Nationalrätin Rosmarie Quadranti (BDP) im März 2017 eingereichte Motion beauftragte den Bundesrat eine Regelung vorzulegen, die die Eizellspende in der Schweiz ermöglichen soll. Der Bundesrat beantragte im Juni 2017 deren Ablehnung mit der Begründung, dass eine Legalisierung der Eizellspenden heikle gesellschaftspolitische, ethische, medizinische und rechtliche Fragen aufwerfe. Laut der Botschaft zum Fortpflanzungsmedizingesetz von 1996 soll medizinisch unterstützte Fortpflanzung nicht zu «unnatürlichen» Familienverhältnissen führen.

Der universitäre Forschungsschwerpunkt "Wandel der Familie im Kontext von Migration und Globalisierung" lädt herzlich zu einer Diskussionsrunde ein, in der diese Fragen von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Rechtswissenschaften, Theologie, Ethik und dem Betroffenenkreis erörtert werden.

Die Podiumsdiskussion steht allen Interessierten offen und ist kostenfrei.

Flyer